weites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. n Die„Sießener Familienblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ ragen“ erschemen monatlich zwernal. der Anbau von Flachs und han'. Die Kriegsnot bringt besonders auf wirtschaftlichem Gebiete jetzt mancherlei Erfahrungen, auf die man früher weniger geachtet hatte. Heute, wo wir fast ausschließlich auf unsere eigene Kraft angewiesen sind, gewinnt manches Pro⸗ dukt erhöhte Bedeutung, das wir bisher vernachlässigt haben. Dazu gehören vor allem die Rohstoffe in der Textilindustrie. lachs, Hanf und Wolle waren in der guten alten Zeit toffe, die der deutsche Bauer und Landwirt mit Vorliebe zog und pflegte. Besonders in den oberhessischen Dörfern und Landgemeinden wurde der Flachsbau sowie die Schaf— zucht bis vor zwei bis drei Jahrzehnten noch überall in einer Weise gepflegt, daß nicht nur der eigene Bedarf an Leinen und Wollwaren gedeckt, sondern darüber hinaus auch noch solche Waren an den Markt gebracht werden konnten. Es steht fest, daß die 9 Messe ihre Bedeutung zu einem großen Teile der Leistungsfähigkeit der hessischen Spinner und Weber im Vogelsberg und in der Wetterau auf der einen Seite und der Kaufkraft dieser Bevölkerung auf der anderen Seite verdankte, die ihre Bedürfnisse an Leder⸗, Schuh-, Ton⸗ und sonstigen nicht selbst verfertigten Waren auf der Frank⸗ furter Messe zu decken pflegte. Die gute, alte Zeit, wo jeder Bauer in der langen Win⸗ terszeit hinter seinem Webstuhl saß und der weibliche Teil ich mit dem Spinnrad bekannt machte, ist leider vorbei. Der Hauch der modernen Maschinen- und Massenarbeit hat diese Art des Schaffens hinweggefegt. Die Qualität hat der Quan⸗ tität und dem billigen Preis weichen müssen, und so sst der Bauer und Landwirt von dem Anbau von Flachs und Hanf abgekommen; er lohnte sich nicht mehr. Der Flachsbau wird in Deutschland heute eigentlich nur noch in Schlesien betrie⸗ hen, während er in allen anderen deutschen Bezirken mit 2 Landwirtschaft eine untergeordnete Bedeu— ung hat. Der Krieg wendet nun das Interesse der maßgebenden öffentlichen Organe wieder dem Anbau von Flachs und Hanf zu. Es gilt unserer Heeresverwaltung, die vermehrten Men⸗ gen an unentbehrlichen Leinenwaren und Hanfseile aller Art aus dem Inlande zu schaffen. Da ein vaterländisches Inter⸗ esse in Frage steht und erhöhter Bedarf, sowie erhöhte Preise winken, dürfte der Flachsbau für die Landwirtschaft auch wieder rentabler zu gestalten sein. Die Schwierigkeiten, die bisher den Landwirt abhielten, Flachs zu bauen, lag in der schwierigen und umständlichen Art der Zubereitung des spinnfähigen Flachses. Mit dem Verkauf von Stengelflachs aber dürfte der Tandwirtschaft kaum gedient sein. Der Flachs muß aufbereitet, d. h. geröstet, getrocknet, gebrochen und geschwungen werden, um als Spinnflachs Absatz zu fin⸗ den. Denn nur auf diese Weise kann sein Absatz leichter er⸗ möglicht und sein Anbau rentabler gestaltet werden. In wasserarmen Gegenden würden sich für das Röstverfahren Die Tauröste empfehlen, da sie billiger zu ermöglichen sind. Für den Hanf läßt sich die Bearbeitung unter Umständen wesentlich vereinfachen Mit heißem Wasser und unter Be⸗ nutzung von Brechmaschinen ist es möglich, den Hanf in drei bis vier Tagen spinnfähig herzurichten, wodurch dem An⸗ bauer die sonst so lästigen Röste und das Brechen erspart bleiben. Man kann den Rohhanf zu guten Preisen an die Haufbearbeitungsfabriken abgeben. 3 ist, daß zum Anbau in größerem Maßstabe das benötigte Land frei wird. Und da kann darauf verwiesen werden, daß eine Einschrän⸗ kung des Zuckerrüben⸗Anbaues dem Flachs⸗ und Hanfanbau wesentlich förderlich sein kann. Da das Zucker⸗Ausfuhr⸗Ver⸗ bot die Absatzmöglichkeit beschränkt, wird der n Anbau in dem bisherigen Umfang an und für sich nicht mehr möglich sein und ein Teil der Rübenlandfläche zur Verfügung stehen. Tatsächlich sind auch schon Tausende von Morgen zu diesem Zwecke für den Anbau von Hanf zur Verfügung ge⸗ stellt worden. Ein von dem Verband deutscher Hausindustriel⸗ ler in Verbindung mit der Rohstoffabteilung beim Reichsamt des Innern gebildeter engerer N die Angelegen⸗ heit nach jeder Richtung zu jördern. Wie verlautet, sollen diesem Ausschuß bereits 1600 Morgen Anbauzeichnungen vorliegen und zwar meistens von landwirtschaftlichen Ver⸗ einen der östlichen Provinzen. Auch in den westlichen Pro⸗ vinzen und im Königreich Sachsen bringt man den Bewegun⸗ die„altdietsche Bewegung“ bei den blamen. Im g ärtigen Augenblicke, wo es eine der wichtigsten Aufgaben der deutschen Politik wie des deutschen Volkes sein muß, die vlämisch sprechenden Teile Belgiens für den germa⸗ ni Gedanken und für den Anschluß an das deutsche Geistes⸗ leben wiederzugewinnen, verlohnt es wohl der Mühe, die älteren Bestrebungen dieser Art auf deutscher wie auf vlämischer Seite kennen zu lernen. Diese Bestrebungen würdigte Prof. Dr. Konr. Borchling in einem prächtigen, der Vereinigun „Quickborn“ zu Hamburg gehaltenen Vortrage. Deutf. Gelehrte und deutsche Dichter haben in allen Entwicklungsphasen der vlämischen Bewegung des 19. Jahrhunderts, ehe sie rein volitisch wurde, kräftig mitgeholfen, den germanisch miederdeutschen Charakter des vlämischen Volkes zu stärken und seiner Kraft bewußt zu machen. In den ersten Jahrzehnten nach 1830, als es galt, dem vlämischen Volk erst einmal wieder ein Stammes⸗ bewußtsein zu schaffen, hat Heinrich Hoffmann von Fallersleben in den 12 Bänden seiner„Horae Belgteae“ die schönsten Denkmäler aus der Blütezeit der altvlämischen Dich⸗ tung zu neuem Leben erstehen lassen. In enger freundschaftlicher Verbindung mit den Führern der vlämischen Bewegung hat er durch seine prachtvollen Lieder an Blaemsch⸗Belgien, durch be⸗ geisternde Trinksprüche, wie durch die zarte Lyrik seiner dem Stil der altniederländischen Poesie täuschend nachgebildeten„Lo⸗ verkens“ die junge Bewegung wirksam gefördert. Nicht so ins Auge fallend, aber dennoch bedeutsam genug ist etwas später der Einfluß unseres Klaus Groth gewesen, dessen Stellung als Führer der neuniederländischen Sache wohl nirgends so uneingeschränkt anerkannt worden ist wie in den Niederlanden. Als Groth 1861 zum erstenmal persönlich auf dem Niederlän⸗ dischen Kongreß in Antwerpen erschien, lernte er hier den Stadt⸗ bibliothekar von Antwerpen Dr. C. J. Hansen kennen, der erade ein Jahr vorher durch seine„Reisbrieven uit Dietsch⸗ and en Denemark“ ein neues Programm, das der„Alldietschen Bewegung“, aufgestellt hatte. Ihm schwebte nichts weniger als die sprachliche und literarische Einigung der gesamten niederdeutschsprechenden Lande von Dünkirchen bis Königsberg vor. Zu diesem Zwecke hatte er zunächst eine„aldietsche Schryfwyze“ aufgestellt, nach der Blamen, Hol- 1 1065. Jahrgang ießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen gen großes Interesse entgegen und man rechnet damit, dem- nächst 4 bis 5000 Morgen Land zur Verfügung zu haben. Auch die Beschaffung der erforderlichen Samenmengen, wegen deren man Schwierigkeiten befürchtete, scheint ge— sichert zu sein. Vor allem wird es aber auch erforderlich sein, daß die Landwirte den einheimischen Samen für die Aussaat, soweit möglich, festhalten und ihn nicht als Schlaglein ver wenden. Rußland, unser Hauptflachslieferant, wird den Samen natürlich ebenso festhalten wie den Flachs, deshalb kann von dorther nicht mit der Zufuhr von Leinsamen ge⸗ rechnet werden. Wenn zunächst unsere Landwirtschaft ihr Hauptaugen⸗ merk auch auf den Getreidebau zu richten hat, um unsere Volksernährung in erster Linie sicher zu stellen, so liegt es gleicherweise in ihrem Interesse, sich in der Zukunft wieder mehr mit dem Flachs- und Hanfbau vertraut zu machen, für die heute neue Aufgaben gestellt werden. Vielleicht kann auch daraus unserer Landwirtschaft erhöhter Nutzen erwachsen. Ein Besuch im Berner postamt der Kriegs vefangenen. Wie viele Gedanken und Hoffnungen deutscher Herzen, die um ihre kriegsgefangenen Lieben in Sorge sind, schweifen jetzt nach dem großen Austauschpostamt in Bern, wo täglich durchschnittlich 160 000 Postsachen von Kriegsgefangenen einlaufen, um von dort in die feindlichen Länder weiterbefördert zu werden! Das neutrale Bern ist so zum Bindeglied geworden für alle durch die rauhe Hand des Krieges Getrennten, und ein Blick in den riesenhaften Postbetrieb, der sich hier entfaltet, eröffnet zugleich eine Ahnung von unzähligen rührenden und traurigen Schicksalen, die mit diesen Postsendungen verknüpft sind. Der Berichterstatter Ernst Smith, der jüngst durch Vermittlung des Generaldirektors der schweizerischen Posten Stäger und unter Führung des leitenden Direktors der Gefangenenaustauschpost Breny die seltene Gelegen- eit fand, diese Zentralstelle zu besuchen, erzählt von der Unmenge chwarzumränderter Kuverts, die hier durch die Hände der Post⸗ beamten gehen. Die schweizerische Regierung hat die kostenlose Vermittlung von Nachrichten, die Kriegsgefangene an ihre Ange— hörigen oder umgekehrt geben wollen, bereits kurz nach Ausbruch des Krieges übernommen. Eine besondere Abteilung beschäftigt sich nur mit der Ueberweisung von Geld an die Gefangenen. In Deutschland sowohl wie in Frankreich müssen Postanweisungen von ganz bestimmter Größe und Färbung für die Geldsendungen an Gefangene verwandt werden; sie sind an die„Durchgangspost“ in Bern zu adressieren. Hier werden sie durch eine Schweizer Postanweisung auf gelbem Papier ersetzt, auf die hin dann in Deutschland oder Frankreich die Auszahlung erfolgt. Nicht weniger als 40 weibliche Postbeamte sind eifrig damit beschäftigt, die Einzel⸗ heiten der französischen oder deutschen Anweisungen auf die Schwei⸗ zer Formulare zu übertragen, und während die Anweisungen häufig mit einer Verspätung von 12—15 Tagen von der ursprünglichen Aufgabestelle nach dem Berner Bureau gelangen, erleiden sie dort keine Verzögerung, die drei Tage übersteigen würde.„Neu⸗ 8 sah ich einen—.——— urch,“ berichtet Smith.„ fan ganz geringe räge von 1 Mark oder 50 Centimes, aber die durchschnittliche Summe, die an die Gefangenen gesandt wird, beläuft sich auf 5 Mark oder 5 Franks. Vom 1. September bis zum Ende des Jahres 1914 hat die Berner Durchgangspvost 221687 Postanweisungen im Werte von 3 576 756 Franks befördert, die von französischen Ge⸗ fangenen nach Deutschland geschickt wurden, und 61645 An⸗ weisungen im Werte von 1 195 614 Franks, die an deutsche Ge⸗ fangene nach Frankreich gingen. Seit dem 1. Dezember besteht eine ganz gleiche Organisation, die die Vermittlung von Geld an die russischen Gefangenen in Oesterreich⸗Ungarn und an die österreichisch⸗ungarischen Gefangenen in Rußland in die Wege leitet. Da die schweizerische Postanweisung wieder nach Bern zurückkommen muß zur Feststellung der Summe, die an die Gefangenen des betreffenden Landes ausgezahlt worden ist, so wird sie zugleich zu einem wertvollen Dokument über das Schicksal der 5 Schon oft haben diese Postanweisungen dazu gedient, um Auskunft darüber zu geben, ob ein Vermißter noch am Leben ist. Die andere Abteilung des Austauschvostamts, die die Expedition von Briefen, Postkarten und kleinen Paketen an die Kriegsgefangenen übernimmt, ist nicht weniger interessant. Diese Arbeit wird ebenfalls kostenlos von der Schweizer Militär post geleistet, die von besonders sprachkundigen Sortierern unter- stützt wird. Weder die deutschen noch die französischen Postbehörden sortieren bereits die Korrespondenz der Kriegsgefangenen mit ihren Angehörigen. Wenn der Brief von einem Kriegsgefangenen kommt, so erhält er nur von der Zensur einen Stempel mit dem Wort„Geprüft“. Täglich kommen nun etwa 120 Säcke mit unsortierten Briefen, die in Frankfurt a. M. und in Pon⸗ talier gesammelt werden, auf dem Durchgangs vostamt in Bern an. länder und Niedersachsen gleichmäßig gut ihre eigene Sprache schreiben und die des andern sollten lesen können. Hanse faßte die e Gemeinschaft aller niederdeutschen Stämme unter der Be⸗ zeichnung„Dietsch“ zusammen, seinem„Dietschland“ stellte er das hochdeutsche„Deutschland“ und Skandinavien als Schwestern zur Seite Hansen war es heiliger Ernst mit der Verschmelzung der vlämischen und der plattdeutschen Sprachbewegung, aber dieser Idealität hatte leider allzu wenig reales politisches Verständnis. Sein Hauptfehter war die Unterschätzung des Hochdeutschen und seiner Stellung in Deutschland; ihm war Deutschland immer nur das Land der Dichter und Träumer, die deutsche Einheitsbe⸗ wegung des 19. Jahrhunderts war diesem„Alldietschen“ unbe⸗ kannt und unverständlich. So ist denn der Krieg von 1870/71 und die Begründung des neuen deutschen Reiches die stärkste Hemmung des alldietschen Gedankens geworden, wie er ja über⸗ baupt unsere Beziehungen zu Belgien sehr ungünstig beeinflußt bat. Zwar hat Hansens liberaler Antwerpener Kreis seine all⸗ dietschen Gedanken noch bis in die 80er Jahre hinein treu fest⸗ gehalten, aber dieser Kreis verlor in den politischen Kämpfen der letzten Jahrzehnte immer mehr an Zahl und an Einfluß, und das politische Vlamentum verbündete sich immer mehr mit dem Klerikalisfrus, der Deutschland seit dem Kulturkampfe ab⸗ lehnend gegenüberstand. Hansen erlebte es noch, daß im Jahre 1898 eine von deutschen, holländichen und vlämischen Gelehrten und Politikern unterstützte Zeitschrift„Germania“ seine alten Ideen, jetzt aber im Sinne unseres„Alldeutschen Verbandes“, wieder aufnahm. Aber auch diese Zeitschrift ging nach einigen Jahren wieder ein. Seitdem ist nichts geschehen, um das geistige Band zwischen Vlamen und Deutschen fester zu knüpfen, und es bedurfte erst der gewaltigen Aufrüttelung des Wellkrieges von 1914/15, um uns Deutsche aufs neue unsere heilige Pflicht gegen das vlämische Volk zu lehren. * —„Madame Sans ⸗Gene“ als Oper. Die Urauf⸗ führung der Oper„Madame Sans-Gene“ von Umberto Gior⸗ dano hat im New Porker Metropolitan Opera House am Montag mit einem starken Erfolge stattgefunden. Man sah dem neuen * e. dienstag, 2. Februar 4015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unwersiäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ straße 7. Geschastsstelle u. Verlag: S 5l, Schrist⸗ leitung: 112. Adresse für Draotnachrichten⸗ 4 Anzeiger Gießen. uchte, waren besonders viele und 5 e da, die alle das Datum von Neujahr trugen und den franzöosischen Kriegsgefangenen in Deutschland Grüße und aute Wünsche übermitteln sollten. All diese Briese werden in Bern sofort sortiert und in Pakete verpackt, die alle Schreiben an ein und dasselbe Gefangenenlager oder Lazarett enthalten, oder die Briefe werden nach den Städten geordnet, in denen die Angehörigen der Gefangenen laut Adresse wohnen. Die wenigen, die übrig bleiben, haben allen Versuchen der Entzifferung widerstanden und müssen als unbestellbar zurückbehalten werden. Von den Schwierigkeiten der Lesung, die häufig vorhanden sind, wußte Direktor Breny viel zu erzählen. Die Leute haben nicht selten nur mündlich den Ort erfahren, in dem ihre Angehörigen sich als Gefangene befinden, und sie schreiben ihn nun, wie sie ihn nach der Aussprache verstanden haben. Da gibt es viel zu raten; aber die Beamten, die über vorzügliche Sprachkenntnisse und große a Uebung verfügen, leisten geradezu Wunder in der Entzifferung der unleserlichsten Adressen. So sind z. B. Dutzende von Briefen 155 aus Frankreich nach„Sibirien“ adressiert. Die Bamten wissen schon, daß das„Schlesien“ heißen so l Das ffanzösische„Sils ste“ klingt leicht wie das bekanntere„Sibsrie“, Im onat Dezember wurden in Bern 2158 240 Briefe und Postkarten und 68 321 Pa⸗ kete an französische Kriegsgefangene in Deutschland und 1871 708 5 Briefe und Postkarten und 50868 Pakete an deutsche Kriegs⸗ gefangene in Frankreich befördert. Die Zahl der Sendungen wächst immer mehr. Die durchschnittliche Ziffer von Postsendungen, die die Berner Gefangenenvost passieren, belief sich im Januar auf 160 000 Briefe und Karten. Aus Stadt und Cano. Gießen, 2. Februar 1915. * Aufnahme der Getreide- und Mehlvor⸗ räte. Unter Hinweis auf die Belanntmachungen des Ober⸗ bürgermeisters im Anzeigenteil der gestrigen und heutigen Nummer sei bezüglich der Meldepflicht nochmals dar⸗ auf hingewiesen, daß nach den gesetzlichen Bestimmungen 3 jedermann, auch der Vorstand einer Privat⸗ haushaltung»der in der Nacht vom 31. Januar zum 1. Februar irgendwelche Vorräte an Getreide Beizen auch Dinlel und Spelz, Roggen, Hafer; und Mehl(Weizen⸗ mehl, auch gemischt, Roggenmeh., Hafermehl, Gerstenmehl) 33 in Gewahrsam hat, anzeigepflichtig ist. Die Meldevordrucke werden den einzelnen Haushaltungen zugestellt. Wer wider Erwarten bis 5. d. M. keinen Vordruck erhalten hat, hat dies im Stadthaus, Gartenstraße 2— Zimmer 8— an⸗ zuzeigen. Das Gewicht der Vorräte ist in Zentnern oder in 4 Teilen von Zentnern dann anzugeben, wenn die vorhandenen Vorräte insgesamt zwei Zentner und darüber wiegen. Diejenigen, deren gesamten Vorräte an Getreide und 8 Mehl das Gewicht von zwei Zentnern nicht erreichen, oder 3 die gar keine Vorräte haben, haben auf dem vorgeschrie⸗ 5 benen Vordruck durch Unterschrift nach bestem Wissen und Gewissen zu versichern, daß das Gewicht der Vorräte ins⸗ esamt nicht mehr als zwei Zentner beträgt.— Die Ein⸗ 5 der Vordrucke erfolgt am 4. und 5. d. M. Es ist dringend notwendig, daß die Formulare alsbald 15 5 Erhalt ausgefüllt werden; die ausgefüllten Formulare sind 5 zu unterschreiben und zur Abholung bereit zu halten.'s wird von der Gießener Bevölkerung erwartet, daß sie in richtiger Erkenntnis der nationalen Notwendigkeit durch ge- naue Befolgung der Gesetzesvorschriften den Zweck dieser Erhebung fördern hilft. Obgleich nicht anzunehmen ist, 1 daß jemand in 1 Stadt seine Anzeigepflicht gar nicht oder wider besseres Wissen und Gewissen nachkommt, sei doch auf die Strafbestimmung aufmerksam gemacht, die im Uebertretungsfalle Gefängnis bis zu 6 Monaten oder Geldstrafe bis zu 1500 Mk. vorsieht und die Behörde er⸗ mächtigt, im Zweifelsfalle die Vorratsräume zu untersuchen und die Bücher prüfen zu lassen. 1 ** Die Liebesgaben für das Bischweilen Regiment sind am 16. Januar zur Truppe gelangt und am 19. Januar verteist worden. Nachdem schon in den letzten Tagen an die Angehörigen und das Rektorat der Universität eine Reihe von Bestätigungen gelangt war, die sich alle hocherfreut aussprachen, hat das Rektorat nunmehr von Herrn Oberst Rott ein ausführliches Schreiben er⸗ 5 halten, aus dem wir folgende Sätze als ein Dokument für das Regiment und die Gesinnung seines Führers für seine Soldaten und ihre Angehörigen hervorheben: „Ich stehe noch ganz unter dem Eindruck der mächtigen Weih⸗ nachtssendung, die ih heute habe auspacken und aufstapeln lassen. e An dem Tage, wo ich die Post bes schwere französische Säcke gekündigt und verschoben worden war; in dieser Spielzeit wird es die einzige Neuheit bleiben. Das Libretto von Renato Simoni schließt sich sehr au an das Schauspiel Sardous an; nur daß der Verfasser versucht hat, es den Bedürfnissen der Oper anzu⸗ 1 passen. Obwohl die englische Uebersetzung sehr unvollkommen war, gefiel die Bearbeitung allgemein; besonders wurde die Lebhaftigkeit des Dialogs, das leichte Dahinfließen der einfachen Verse und die gute Charakterzeichnung hervorgehoben. Das Buch gab für Gior⸗ dano jedenfalls eine gute l für seine gefällige und melo⸗ dische Musik, die von den Sängern sehr gut gesungen wurde. Der Tenor Martinelli stellte den Sergeanten, späteren Marschall Le⸗ febpvre dar, der Bariton Amato war Napoleon, ausgezeichnet in der Maske. Segurola stellte den Polizeiminister Fouchs dar, und die Rolle der Madame Sans⸗Gene war der Farrar anvertraut, die sie mit Feuer und unwiderstehlicher Lebhaftigkeit verkörperte. Auch die anderen weniger wichtigen Rollen waren hervorragenden Künst⸗ lern anvertraut. Die Musik Giordanos zeichnet sich durch ihre Klarheit aus; sie hat eine Fülle von guten, leicht verständlichen Motiven und ist sehr sangbar. Nach dem Erfolg des ersten Abends wird dem Werke von Felice Ferrero im Corriere della Sera eine lange Laufbahn auf der Bühne prophezeit. — Ein neues Drama von Sem Benelli. Wie aus Rom berichtet wird, hat der auch bei uns bekannte Dramatiker Sem Benelli ein neues Drama verfaßt, das sich in einer merkwür⸗ digen allgemeinen Form mit den Kulturproblemen der Gegenwart befaßt, die er natürlich ganz vom Standpunkt der lateinischen Rasse ansieht. Das neue dramatische Gedicht in vier Akten be⸗ titelt sich„Die Hochzeit der Centauren“. Ex hatte schon früher die Hochzeit der nordischen Eindringlinge auf die Bühne gebracht und dabei zeigen wollen, daß die barbarischen Stämme die lateinische Kultur nicht zu beherrschen vermögen. Auch das neue Drama will, wie versichert wird, in einer sehr ausdrucksvollen Form diese brennende Leidenschaft siegreicher und besiegter Stämme darstellen. Die Uraufführung des Werkes ist in Vorbereitung. Die Wahl der Darsteller stößt auf ziemlich große Schwierigkeiten, 5 deshalb, weil die Schauspielerin, die die Hauptrolle geben soll, von ganz außerordentlicher Schönheit sein muß. g Werke des italienischen Maestro mit um so größerem Interesse entgegen, als es schon seit mehreren Jahren immer wieder an⸗ um sie morgen an unsere Gießener Kriegsjugend auszugeben. Welch eine le von Gaben! Und welch eine Fülle von Piebe. die aus den Gaben spricht. Ja, die Heimat und alle unsere Lieben zu Hause verstehen es, unsere Leiber zu stärken und zugleich die Herzen fest und stark zu machen. Es ist harte Arbeit gewesen, die hinter uns liegt und unsere Jugend hat sich bewährt und den Feind geworfen, wo er uns entgegentrat. Ich kann mit Stolz bezeugen, wie sie auf den Feind losge⸗ gangen ist, so brav und so tapfer, wie nur irgend ein Regiment. Es sind unlösliche Bande, die mich mit meinen Sol— daten und ihren Angehörigen verbinden.“ Allen Spendern werden diese Worte der schönste Dank sein. Und die Stadt Gießen wie die Provinz Oberhessen kann sich über die ruhmvolle Haltung des hier ausgebi-deten Regimentes ebenso freuen wie über die Taten der drei Regi⸗ menter 116. D Heeresvergebungswesen. Die Handwerks- kammer Darmstadt schreibt uns: Aehnlich wie für die Schmiede, Wagner und Sattler bemüht sich die Hessische Handwerks⸗ kammer, auch für das Schneidergewerbe neue Verdienst⸗ möglichkeiten zu beschaffen. Dieserhalb fand mündliche Verhand⸗ lung mit dem Kriegsbeklejdungsamt des 18. Armeekorps statt, der eine Besprechung mit Vertretern der Schneiderinnungen und des Schneidergewerbes folgte. Im Einvernehmen mit dem Kriegs⸗ bekleidungsamt wird die Handwerkskammer umfangreiche Auf⸗ träge übernehmen und zwar kommen in Betracht die Fertigung von Tuchhosen, Infanterie⸗ und Zeitmäntel, Waffenröcke und Reithosen. Um eine zweckmäßige Verteilung zu sichern, ist ge⸗ plant, im Großherzogtum Hessen verschiedene Zen⸗ tralen zu errichten, die bei der Verbindungsstelle der Hand⸗ werkskammer die Mengen Uniformen anmelden, die ihr von den angeschlossenen Innungen als lieferbar angegeben werden. Die Verdingungsstelle der Handwerkskammer wird die Zuweisung der geforderten Mengen bei dem Kriegsbekleidungsamt vermitteln und auch den Zahlungsverkehr regeln. Der Bezirk der einzelnen Zen⸗ tralen wird noch bekannt gegeben, die Schneidermeister können sich aber jetzt schon bei der Verdingungsstelle der Handwerks- kammer, Neckarstraße 3, melden. Auch diese neue Auftragsüber⸗ nahme erfordert den weiteren Zusammenschluß zu In⸗ nungen. Nur bei gutausgebauter Organisation wird es gelingen, die gestellte Aufgabe auch für die Zukunt zufriedenstellend durch⸗ zuführen. * Zeitungssendungen ins Feld. Das Reichs- Postamt hat im Einvernehmen mit dem Kriegsministerium die Bestimmungen über die Behandlung unanbringlicher Zeitungen an Bezieher im Felde folgendermaßen geändert! Alle durch die Post bei heimischen oder bei Feldpostanstalten bestellten Zei⸗ tungen, die den Empfängern bei der Truppe nicht ausgehändigt, auch nicht nachgesandt werden können, werden künftig nicht mehr von den Feldpostanstalten in die Heimat zurückgesandt, sondern den Truppenteilen zur freien Verwendung überlassen, solange nich von berechtigter Seite(Bezieher, Angehörige, Verleger usw.) an⸗ derweit darüber verfügt wird. Von Verwandten oder Be⸗ kannten der Heeresangehörigen oder von den Verlegern unmittelbar in Briefform versandte Exemplare können nur insoweit dem Truppenteil überlassen werden, als sie mit einem Vermerk über die Preisgabe in der Aufschrift versehen sind. Um durch die Freigabe der unanbringlichen Zeitungsexemplare an die Truppenteile des Feldheers dessen Versorgung mit Lesestoff zu fördern, empfiehlt es sich, daß die Absender von Zeitungen in Briefen stets den Vermerk:„falls unbestellbar, zur Verwendung des Truppenteils“ in der Aufschrift an⸗ — namentlich bei Herstellung der Aufschrift durch Druck den ermerk gleich mitdrucken lassen. *Wechselperkehr. Nachdem der Bundesrat durch Bekanntmachung vom 21. Januar bestimmt hat, daß die Protestfrist für Wechsel, die in Elsaß⸗Loth⸗ ringen, in der Provinz Ostpreußen oder in einzelnen Teilen Westpreußens zahlbar sind, frühestens mit dem 31. März 1915 statt mit dem 1. ruar 1915 abläuft, ist bie Postordnung vom 20. März 1900 entsprechend 0 litt seit 3 Jahren an gelbl. usschlag mit furchtbarem Hautjucken Holzversteigerung in der fürstlichen Oberförsterei Lich. F* eändert worden. Danach werden die Postprotestaufträge mit Wechseln der bezeichneten Art, deren Zahlungstag in der Zeit vom 30. Juli 1914 bis einschließlich 31. Oktober 1914 ein⸗ getreten ist, am 31. März statt am 1. Februar nochmals zur Zahlung vorgezeigt werden. Starkenburg und Rheinhessen. * Darmstadt, 1 Hebr. Am Samstag abend gegen 9 Uhr traf nach etwa vierwöchentlicher Pause wieder ein Lazarettzug mit 60 verwundeten deutschen Kriegern hier ein, die sämtlich n die bhiesigen Lazarette verbracht wurden. Es war der Lazarettzug O. 2, der in Verlin eingerichtet worden ist und jetzt seine zweite Fahrt ausführte. Beim Emp an ke des Zuges waren auch die Großherzogin, der Territor aldelegierte Minister des Innern v. Homberak, der Linientommandant von Mamz, Oberstleumant v. Lindheimer, der Vahnhofskomma dant Prinz Jsenburg- Birstein, und dessen Stellvertreter, Leutnant und Regierungsrat Justav Becker, zugegen. ie Verwundeten kamen aus dem Krieaslazarett zu Rethel und waren an den Kämpien im Argonner Wald und der Gegend zwischen Reims und Verdun beten iat. ährend die Leichtverwun eten auf dem Bahnsteig 1 den Zug ver- ließen und von Mitaliedern des Roten Kreuzes teils zu Nuß, teils mit Wagen der cleetrͤchen Straßenbahn nach den verschiedenen Lazaretten befördert würden, führte der Lazarettzug die schüwe rer erw andeten nach dem Güterbahnhof, von wo ihr Abtransport mittelst Traabahren und bereitgestellten Krankenwagen, resp. Auto- mobilen ersolate. Die Darmstudter Lazarette sind init diesem Zu⸗ wachs an Verwundeten wieder nahezu voll belegt. Aus Mexiko. New Pork, 1. Nebr(W. B. Nichtamtlich) Die„Tribung⸗ brinat aus El Paso eine Nachricht, daß dort nichtamtlich verbreitet werde Wenefal Villa sei an den Folgen einer Verwundung durch elnen Revolverschum gestorben. Als Täter werde der Major Fierro genannt, der semerzeit den Engländer Benton er— schossen habe. — höchsten Schlacht ⸗ Jollflei sgem. Kühe Vollfleischige ausgem h 9 wertes bis zu 7 Jahren 80—88 * Wenig aut entwickelte Färsen 40-46 77-88 Aeltere ausgemästete Rühjh-guh e.. 36—41 6776 Mäßig genährte Kühe und Färsen.. 30—34 60—68 Kälber. Mittlere Mast- und beste Sauakälber. 46-50 77—87 Geringere Mast- und gute Saugkälber.. 40-45 68—76 Schafe. 5 Stallmastschase: Mastlämmer und jlingere Mafthammel. 46—00 100—00 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgew icht... 72.00-73.00 90.00 92.00 Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendge wicht... 70.00 00.00 90.00 00.00 Vollfleischige Schweine von 100 bis 120 kg Lebendgewicht... 70.00-78.00 90.00— 92.00 Vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebend gewicht... 70.00-73.00 90.00-92.00 le. Frankfurt a. M., 1. Febr.(Orig.⸗Telear. des„Fiez. Anz.“) Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmax'tpreise. Weizen(hiesiger! Mk. 278-00 00, Kurhesiser k. 00. 00 0 00, Roggen Mk. 0.00 00.00, Gerste Mk. 0.00, Mais Mk. 39—. 0, Hafer Mt 22.30. Alles ab den Stationen des Höchstpreisbezirks Frank⸗ furt a. M. zuzliglich der gesetzlich zulässigen Provision per 100 kg. — Futtermittelmarkt und Mehl. Kleie Mt. 3.00- 13.50, Bier⸗ treber Mk. 27.0028, Weizenmehl 0 Mk. 00.00 00, Roggenmehl Mk. 00.0— 00. Alles per 100 kg. se. Frankfurt a. M., 1. Febr.(Orig.⸗Telegr. des Gieß. Anz.) Kartoffelmarkt. Kartoffeln in Großhandel Mk. 7,00 bis 8,0, Kartoffeln uin Kleinhandel k. 8,00— 9,00, Alles per 100 Kg. Kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinde. Morgen, Mittwoch, den 3. Jecruar, abends 8 Uhr: Kriegs- betstunde in der Johanneskirche. Pfarrer Aus feld ——————— 1 Märkte. 5 Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Gießen, 2. Febr. Marktbericht. Auf dem heutigen N Wochenmarkte t Butter das Pfund 1,10— 1,20 Mk.; Hühner⸗ 2. 2 E 8 1 32 eier 1 Stück 13—14 Pfa., 2 Stück 00 Pig.: Enteneier 1 St. 0 Pig. Febr. 28 8 338 3 85 2312 5 2 St. 00 Pig: Gänseejer 1 St. 0-0 Ma, 2 Sl. 00 Pig. Käse 52 8 3 3 33 33 Weller das Stück 170 dg. galemelte 2 Stück 6.0 Tig. Tauben das 15[f 88 E„ 585 65 Paar 1,0—1,40 M., Hübner das Stück 1,00— 2,0 Mk., Habnen E 85* 5 das Stück 1%— 2,50 Mk., Enten das Stück 2,50— 3,00 Mt., Gänse das— d. 70 50 Pi: Welsche 4—5 Mt. Ochsenfleis tb das fd. 90 98 P.., 0 8 ö Rindfleisch das Pfund 90 94 Pfg., Kuhfleisch 8—90 Pfg., Schweine-“ 1 46,7 26 46 84 W 2 9 Bew. Himmel leisch das bund 2/106. lig, Kalbfleisch das Bid. 76 80 Pfg., 1.% 509 10 4,5 91 Way 2 10 Bed. Himmel Hammelfleisch das Pfund 70—90 Pig. Kartoffeln 100 Kilo] 2. 54,2— 27 3,8 100 SE ⁵2 10 Nebel 7, 0— Me., Weißkraut das Stück 10—20 Pig. Zwiebeln der Ztr 12,0— 15,00 k. Milch das Liter 22 Pfg.: Aepfel der Zentner 15—20 Yk. Birnen das Piund 12—15 Pig., 40— 0 Pig.— Marktzeit von 8 bis 2 Uhr. le. Frauffurt a. M. Viehholmarktbericht vom 1. Febr. Auftrieb: Rinder 140(Ochsen 232, Bullen 57, Kühe und Järsen 2,¼1, Kälber 3 0, Schafe 42, Schweine 2142. Tendenz: Rinder schleppend, Kälber gedrückt, geräumt, Scha se und Schweine flott, geräumt. Preise für 100 Pfd. Lebend Schlacht ⸗ Nüsse 100 Stück Ochsen. gewicht Vollfleischige, ausgemäslete, höchsten Schlacht- Mk. Mk. wer es, 17 Jahre afl„„ ns 10 die noch nicht gezo en haben(ungejochte). 49-62 89-95 Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere Austens se 000 8088 Bullen. Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. 50—53 64—83 Vollfleischige, jüngere„„„ 66147 80—82 Färsen, Kühe. 48—52 86— 93 Vollfleischige ausgem. Farsen höchst. Schlachtw. Jebr. 1915 + 26 0. 8„„ I.„ 19158 mn. 5 — 2 SRI est Schün heit t ein zartes reines 1 ju und ein blendend schöner Teint,— Alles di Niedrigste 5 Niederschlag: 0,0 (die beste LHlenmilchseise), von Bergmann& Co., Radebenl. à Stück 50 Pfg. Ferner macht der Cream„Dada“ 3 S en ee ee eee, ube 50 Pg Holzversteigerung. Die Oberförsterei Strupbach versteigert am Montag, Holzversteigerung im Beuerner Gemeindewald. i den 8. Februar 1915, vormittags von„10 Übr ab, Dienstag, den 9. Februar, vormittags 9% Ubr, ö 4 Durch ein halb. St. Zuckers werden aus ben Alurktien Schwarzwald und Höler ver 711 A0 n Agsewies wilden Donnerstag, den 4. Februar, vormittags Fade ich dag Heber nad dee tagt Schelter Rm. Lo Buchen 1 Halnbuchen rund.] Ichadbezirk Bieber: Eichen 14 Um. Nutzscheit in NR. von 9 uhr au, kommt in dem Distrikt Heegwald nn 286 Suden(nens Staten rind nchen! Fan Nugkndsvef 2 F Eennschent ld Knüppel, folgendes Holz zur Versteigerung: „S.,. uchen(meistens Stammknüppel), öl ichen, J Birten. 90 Jun Reiter 4 kl. Buchen: 7 Rm. Nubknsippel(Pain, 605 N Scheiter 643 Rm. B Rei l 8 1 2 5 3 Alben, 10 ftadebols State Nm, s Juchen 7 Fichen. buchen, 4 Rm. Brennschelk und Knüppel, 843 Fim. Rerser m. Buchen Scheiter N uchen⸗ eisig en—5 2 Birken. 10 Nadesbols; Reisbolz Wellen, 7160 Buchen 2 Kl., Birken: 3 Nm. Prennknäpvel; Kadelbols: 1 m.] 32 Rm. Eichen⸗Scheiter] 65 Rm. Eichen Reisig Zuckooh-Creme% und ca. 2000 Foxstwellen, 11% Eichen, 200 Nadelholz. Nubscheit in R. 1 Rin. Brennscheit, 5 Nm Neiser 2 Kl. 105 Rm. Buchen⸗Anüppel] 192 Rm. Buchen⸗Stock 2 f.) In der Universitäts⸗ Apotheke, Hirsch⸗Avotheke, hel Aug. Noll. 7 Seibel, W. Kilbinger, O. Schaaf. Emil Karn, Ernst Noll, W. Schrader, Otto Winter⸗ 90 Eichen⸗Psosten, 22 Mtr. lang; (40 und 30 Zim. Mittendurchm.). 0,78 Fstm.(40 Zim. Mittendurchm.). Gießener Straße von Steinbach her. 1 Aspen⸗Stamm Die Zusammenkunft ist am Schwarzwald auf der alten 7B ren 12 stin. r Verkauf beginnt mit dem Distrikt Hute. 1. 24 Rm. Eichen⸗Knüppel] 20 Rm. Cichen⸗Stock Holzversteigerung. hoff, Kreuzplatz, Drogerien. 114118⁶ Freitag, den 5. Februar Für Feldpost. Sendungen Feldflaschen in Glas u. Blech versteigert: 410 Rm. Buchen Scheit, Holzversteigerung im Villinger Gemeindewald. 9 Uhr anfangend, werden im Distrikt Blaustück Knüppel, 97 Rm. Buchen-Stöcke, 176 Rm. Buchen⸗ Reisig, 25 Rm. Eichen⸗Nutzknüppel(zu Wagner⸗ Untererspeierlingskopf, Eisenkaute und ui iter R Buchen 300, Hainbuchen 6, eiter Rm. n 300, nbu Pleten 24. Fach zu en geeignet. Im Licher Stadtwald, Distrikt Oberspelerlinaskovf, auxexkaspars⸗ opf werden Donnerstag, den 4. Februar 1915 ver⸗ stangen Aae Fichten 17, Nutzreisig Rm.: Fichten 300 oanenstan Haan unst und Anfang I 10 Uhr am r. 6 Rm. Fichten⸗ Knüppel! 6 Rm. Fichten⸗Stock Die Zusammenkunft ist auf der Kreisstraße Beuern—Geilshausen. Es wird bemerkt, daß das dat durchweg an sehr guten Abfuyrwegen agert. Januar 1915. ichen 8 Beuern, den 28. n 2, Knüppel Rm.: Buchen 0, 4 d. Je., vorm. Jichlen 7, Reisig Wellen: Buchen 10. 1000 Großh. Bürgermeisterei Beuern. ürken 200, Fichten 500. Stöcke Nm.: Buchen 180, Elchen 85, alther. 964 AA in gere eb. e Nut: Gigen m.„— 7 90 Rm. Buchen⸗. zu Gartenpfosten geeignet 22 Mtr. lang,— Derb⸗ Holzversteigerung in den Waldungen der Gemeinde Wieseck. it den 5. Jebruax, vormittags 10 U nen aud, feen i den Distrikten 21 und Aae u Versand- Büchsen j; 5 N g 1 holz eeignet), 40 Rm. Eich en⸗Knüp el, 29 Rm. Burkhardsfeld r Weg am sogenannten chen. 1 7 t den: r Ehen Side, b Am. Eichen Anüppel und 55 M ed b ieee dc beih Kichen Sanne F. e eder Bear Burceher esdkocner usw. A 23 Rm. Fichten ⸗Knüppel, brmer. B u Fa 1 Kasse 55 Ztm. Dchm.) 1 1 Mh in n i 3 ist beim Pflanzgarten an Bilan 3 ⁵ Sac Le. 25 tm. Dchm.) Wannen der Bahnstrecke Villingen— Hungen. f; 119 Ei Ente ue d Kluft(unt. 25 Ztm. Dchm.) ele Benstadt 20. Tel. 4. ii des Eonsun⸗Verkins Daubringen am 31. 12. 10144“ Ste elne Wiederverkaufer er- 8 2 5 40 is. G. m. b. H. 2 5 271 J 6. Klasse(unter 25 Ztm. Durchmesser) halten Rabatt! fa, roßh. B— 1* Villingen. 550 Attiva 1 Passiva 6 8¹⁰ dich 81 E ichif Feser baer und 1.*** 1 r.— m. r 8 Warenbestand 4521.27 Geschäftsguthab. 7 Rm. e Hol versteigerung Ausstehende d. Mitglieder 1821144 7„ Flesern-Schellboß, 5* Jorderungen 6232.63 Warenschulden 5899.18]„ b. 00 im Mainzlarer Gemeindewald. Mobiliar 409.47 Verwaltungskost. 5 ern Anspe fp, besonders verstellbare Freitag, den 5. Februar, vormittags um Manko des noch zu zahlen 353.95 10 Wales e de 10 Mark 44 10 /e uhr anfaugend, komm in dem Distrikt Heeg. Lagerhalters 86.37 Reservesonds 547.85 1 Wellen ede „Märke Kamerad stück folgendes Holz zur Versteigerung Reingewinn 2827.62 00„Liesern⸗ 20 aogenf geh ve, 160 S Bigler derbangen! al mu g:ee n.. eum TTZe i“ Sunne Iz J f c, g g reisen 78a g g g 1 N 8„ Meisstangen 7 1 Zahl der Mitglieder Ende 1913 86 d.„ Sen 1% Edgar Borrmann] d 8 Eser Sele 5 Es gingen ab im Jahr 14 12 Dab neee am Disrikt Scret auf der 5 ichen Kü 1 Es gingen zu im Jahr 1914.14 Sers e Eisen waren-, Haus- und S„ Eichen⸗Küferholz 3 leseck, den 1. Jebrugr 1015. Küchen ateianaluns] 46 Lichen, Scheiter, darunter auch noch vieles Staud der Mitglieder Ende 1914 88 den eee ie Fee 6, Hagen andp e 10„ Jagd⸗ Verpachtung 0 f„ 1 35 1*.—. 4 Azetylen Lampen 64% Eichen- Knüppel Wagenbach, Wilh. Schlienbecker. Grölz, Ludw, Tie der hiesigen Gemeinde zustehende Feld⸗ 2—— 8 Stlick.(Wellen)— und Waldjagd wird Montag, den 8. d. Mts., sowie 0„.. 1 1 5 1 1 e ee i fg Ser Ge,. g 8 Generalversammlung e une an Gen hade ba, ee Lager, Borrman, dessen. 6 Rm. Buchen“, Eichen- und Fichten⸗Stocke Samstag, den 6. Februar, abends 9 uhr, Großen⸗Linden, am 1. Februar 1915. und Küldengerdliz. anbl. na. 155 ae ist bei 155 I findet im Saale des Wirts Lepper Generalver⸗ Großh. Bürgermeisterel Großen-Linden. Fisthänstr fechaftömh Versieigern eg ft zur sammlung 8 Leun. 1077 5 rung. agesordnung: 8 anten Mainzlar, den 1. Februar 1915. Rechnungsvorlage und Verschiedenes. e P Großh. Bürgermeisterei Mainzlar. Consum-Berein Daubringen. n 9 99 ed e Fieber Vogel. 9 Der Vorstand. 10— deseschberechtigt mt den Königl. Preuß. Bau ulen.— e 5 12 2 Mm 40 Amtliche Mitteilungen Autliche? auntmachungen der etadt Gießen * 8 8 Für die g Krieg Ar et zeimgesuchte —— Dobermann der Handelskammer Gießen. d Petar Leibrente end bei dem Obe 1 Do bre kleiner ngegangen von 18 N s ugeben oder ol Vergebung. t M[Aufnahme der Getreide- u. Mehl rtause Dammstr. 50„ 3 8 3 3. 14 2* 9 Mair 5 15 41 1 5 k. bl rate am 1. Febr ar 0 9 3 5. A U. llt cht 3 N 151 191 0 0 1 2 1 7 5 0 1 Wet a 45 en f kre 0 l 1 1 dab e den ber 1 1 0 serh blich 1 1 stu 1 1 jeu vor 2 Verdingung. a 5 Ain zuyah 8 bahnbetziebvemder, Jhundelskammer t 1 f ielden Il Ibzablung 2 auf ahubef Dchwanbeinn ein geen Nine lng e 8 f nobel, Betten ban erbaut b N 4 F* 1 5 nicht übersteie er un und be usen[Fperbürgern egangen vo Vonnur 91 een bi 5 a ö f'. Einrichtungen 1 f 2 H 17 u. Damen- 9 5 a 1 1 f kleidung. f o 1 9 0 Lo 1 1 1 1 1 1 I. It mann. 1 GIESSEN a 2 me 9 Bahnholstraße 29 7—— Pracht! ge G ö 1 s 106 a1 l —. Feld postschachte eln 17 . und halten 4 K o e hrist 8 Herr, Gieße 1“ Seskera i: e e 8 e 8 che Graphische Nunstanstalt, Stein⸗ un f g L= rnsprech 5 14 Alter tümer Hppenbeimer rp Hasabe ff. i.— 4 Aer uu Nieuren. Of ppenheimer Goldberg 9 fn he H. 1.20 Suden, ben at ech g Krüge, Waffen* ider 20 Die Auszahlut der Familienunterstützung hört N 9 4 50 H. 4 1 f Frankfurter Straße 110 0. ö f ——— US er 12 Telephon 365 1. Jet — 22 brua * eee. vormittags von 8 5 hau mr„ 15 verbackene Mehlmenge ee r Saa tft Ua! erricht, 5 Mk. monatlich[ Tieserung von Speisekartoffeln. 5 ließl Teich ee Gemüse⸗ und Blumensamen 8 lefe utnern beste 4. Verkaufte Mehlmenge un b lehmann 1 261 4 2 tof ˖ U U kan g Grassamen in Sorten und bewährten M 1 rfola. srän Schneiderin Runkelrüben nur besten 1 1 Sorten S 1 25 a Runven an i Seidefreie Kleesaaten, spez. Echt Pfälzer Rottlee. 0 e 85 5 dean Na e ä— 8 He lzve er rste igerung Damen- und Kinder lardtrobe 6 aan im Stadtwald em: 11 Hein:. Ha n, 910 50 u Mona g, den 8. Februar 1915, pormiifage lor 18 nann, 5 slang 3 1 100 9 Samenhandlu ng 2 in der den kten Försterb— ten Seat, Se trutsch n N 2 rstgarten und Au 88 11 H Flas 11 1 Oh l Profess l N i i Wilhelmst— 1 8 WI d. 0 0 f Gerstenmeh 15 fängnis 5 8 zu 1 a Hulbener Ring elbe ang 1e erstein Geiß, 00 Mark Ottstraße 19, Ww. 2 i[ Wiederverkäufer Preisnachlass Wn ain