Erstes Blatt Der Sledener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Sießener Famillendlätter; wermal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Feitfragen Ferusprech-Anschlusse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäits stelledl Adresse für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Annahme don Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. . 105. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Montag, 1. Februar 1915 Zezugsvreis: monatl. 75 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz, für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sänmtlich in Gießen. Erfolge eines deutschen Unterseebootes in der irischen See. Ein neuer großer Erfolg in den Argonnen. (WTB.) Großes Hauptquartier, 30. Jan., vorm. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die französischen Verluste in den Kämpfen nördlich Nieuport vom 28. Jan. waren groß. Ueber 300 Marokkaner und Algerier liegen tot auf den Dünen. Der Feind wurde durch unser Artilleriefeuer auch gestern daran gehindert, sich an die Dünenhöhen östlich des Leuchtturms mit Sappen heranzuarbeiten. Oestlich des Kanals von La Bassse entrissen heute nacht unsere Truppen den Franzosen im Anschluß an die von uns am 25. Januar eroberte Stellung zwei weitere Gräben und machten über 60 Gefangene. Im westlichen Teile der Argonnen unternahmen unsere Truppen gestern einen Angriff, der uns einen nicht unbe⸗ b deutenden Geländegewinn einbrachte. An Gefangenen blieben in unseren Händen: 12 Offiziere, 731 Mann. Erbeutet wurden: 12 Maschinengewehre, 10 Ge— schütze kleineren Kalibers. Die Verluste des Feindes find schwer. 4⸗ bis 500 Tote liegen auf dem Kampf⸗ felde. Das französische Infanterie-Regiment Nr. 155 scheint aufgerieben zu sein. Unsere Verluste find verhältnismäßig gering. Französiche Nachtangriffsversuche südöstlich Verdun wurden unter schweren Verl usten für den Feind zurückgeschlagen. Nordöstlich Vadonviller wurden die Franzosen aus dem Dorfe Angomont auf Breéménil geworfen. Angomont wurde von uns besetzt. Oestlicher Kriegsschauplatz. In Ostpreußen griffen die Russen erfolglos im Brückenkopfe östlich Darkehmen an, beschossen unsere Befestigungswerke östlich der Seenplatte und versuchten südöstlich des Löwentinsees einen Augrlff, der in unserem Feuer zusammenbrach. Russische Nachtangriffe in der Gegend Borzimow, östlich Lowiez, wurden unter schwersten Verlusten für den Fe ind zurückgeworfen. Oberste Heeresleitung. WTB. Großes Hauptquartier, 31. Jan.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. In Flandern fanden gestern nur Artilleriekämpfe statt. Bei Cuinchy, südlich der Straße La Bassée⸗Bethune, sowie bei Carency(nordwestlich Arras) wurden den Franzosen einzelne Schützengräben entrissen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Von der ostpreußi⸗ schen Grenze nichts neues. In Polen wurde bei Borzimow, östlich Lowicz, ein russischer Angriff zurückgeschlagen. Oberste Heeresleitung. ** * Von den beiden letzten deutschen Tagesberichten meldet besonders derjenige, der am Samstag ausgegeben worden ist, große Erfolge. In den Argonnen, wo nach einer weiteren Mitteilung aus dem deutschen Großen Hauptquar⸗ tier die Franzosen bis jetzt einen Gesamtverlust von etwa 36000 Mann gehabt haben, ist wiederum ein großer Schlag geführt worden, der den Feind aufs neue etwa 1200 Mann kostete! 12 Maschinengewehre und 10 kleine Geschütze wur⸗ den dabei erobert! Auch an anderen Stellen haben unsere Truppen in Belgien und in Frankreich siegreich gefochten. Die Russen haben ihre Angriffsversuche in Ostpreußen und in Polen mit schweren Verlusten bezahlen müssen. Da ist es kein Wunder, daß der„Temps“ wieder den Notschrei nach der japanischen Hilfe erschallen läßt: Die Kosten einer Intervention seien nicht ungeheuerlich im Vergleich zu dan Kosten, die jede Kriegswoche den Verbündeten bereite. Jedes Zaudern vor einem Zusammenschluß mit dem Volke im fernen Osten müsse vor der Erwägung schwinden, daß der Bestand Frankreichs und aller freien Länder auf dem Spiele stehe. Man dürfe auf die japanische Intervention nur ver⸗ zichten, wenn feststehe, daß sie auf unüberwindliche Hindernisse stoße. Darüber schaffe nur ein Schritt, den eine von der Be⸗ deutung der Frage durchdrungene diplomatische Stelle in Tokio unternehmen müßte, Klarheit. Auch zur See ist wieder ein deutsches Hurra erschallt. Das Unterseeboot„U 21“ hat nach einer kühnen Fahrt durch den Kanal die irischen Gewässer(westlich von Eng⸗ land!) erreicht und drei englische Dampfer ins nasse Grab gebettet! Das Reuter⸗Bureau teilt die nachstehenden Einzel⸗ heiten darüber mit. Auch an der französischen Nord⸗ kü ste, bei Le Havre, hat, nach einer Meldung aus Paris, ein deutsches Unterseeboot einen englischen Dampfer ver⸗ senkt, einen andern schwer beschädigt. Was Großadmiral Tirpitz versprochen hat, hält er auch. Wir haben jetzt ein vortreffliches Zeugnis darüber, daß wir wirklich in der Lage sind, die Zufuhr ins britische Inselland mit Waffen- — zu unterbinden. Die Preise für Lebensmittel und für kohle sind„drüben“ erheblich gestiegen, und ein Berg⸗ arbeiterstreik scheint drohende Schatten 0 die innere Lage Englands werfen zu wollen. Dabei wird von ihm noch finanzielle Hilfe für Rußland und Frankreich verlangt, er eine Verständigung der drei Finanzminister bevor tehen soll. England und Frankreich haben Rußland neuer⸗ 5 10 wie aus Moskau mitgeteilt wird, einen Kredit von 1 Millionen Franks eingeräumt. Der Krieg kostet, so wird gleichzeitig gemeldet, Rußland monatlich 200 bis 300 Millionen Rubel, dann wären es also, wenn man 300 Mill. Rubel Kredit annimmt, 810 Mill. Franks. Dann reicht der Kredit noch nicht für zwei Monate. Dabei hat der Zar Schulden und finanzielle Lücken zu decken. Es wird kein erquickliches Gespräch werden, das die drei Finanzminister zu führen haben werden! ** Englische Dampfer durch deutsche Unterseeboote versenkt. London, 31. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Wie das Reutersche Bureau meldet, hat das deutsche Untersee⸗ boot„u 21“ gestern früh den Küstendampfer„Ben⸗ cruachen“ aus North Shields durch Torpedos versenkt. Der Kommandant ließ der 21 Mann starken Besatzung zehn Minuten Zeit, um in die Boote zu gehen. Die Leute wurden später von einem Fischerboot aufgenommen und in Fleet⸗ wood an der Irischen See gelandet. Dasselbe Tauchboot fing gegen Mittag den Dampfer„Linda Blanche“, der sich auf der Fahrt von Manchester nach Belfast befand, genau westlich von Liverpool ab. Die aus 10 Mann bestehende Be⸗ satzung erfuhr die gleiche Behandlung, wie die des„Ben⸗ cruachen“. Ein gestern abend in Liverpool eingetroffener Dampfer berichtete, er habe beobachtet, wie das Unterseeboot nocheinen dritten Dampfer vernichtete. Paris 31. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird gemeldet: Ein deutsches Unterseeboot schoß am Samstag vor⸗ mittag auf Höhe von Cap d Antifer den englischen Dampfer„Takomaru“ an und versenkte ihn. Fran⸗ zösische Torpedoboote retteten die Besatzung. Ein deutsches Unterseeboot beschoß uam Samstag nachmittag in denselben Gewässern den englischen Dampfer„Ikaria“. Dieser versank jedoch nicht. Er konnte unter dem Schutze französischer Torpedoboote nach Le Havre geschleppt werden. Berlin, 1. Febr. Zu der neuerlichen erfolgreichen Betätigung des„21“ vor Liverpool schreibt Kapitän Persius im„Berl. Tagebl.“: Vor allem ist der Schauplatz der neuen Tat bemerkenswert. Bisher war der am weitesten vor der heimischen Küste vorge- schobene Punkt, an welchem unsere Unterseeboote aktiv auftraten, der wesentliche Ausgang des Kanals. Jetzt wirkt unsere Unter⸗ seebootwaffe bereits in der Irischen See, das heißt also auf der Westseite von England. Die englische Kauffahrter⸗ schiffahrt wird von jetzt ab mit der deutschen Unterseebootgefahr rechnen müssen, sie kann sie nur vermeiden, wenn sie ihren Betrieb einstellt. Was niemand von einem Unterseeboot für möglich gehalten, daß es sich etwa 1000 Meilen von seiner Basis entfernt und längere Zeit ohne größeres Begleitfahrzeug betätigt, bringen unsere Unterseeboote fertig. Wir wünschen der braven Besatzung noch viele weiteren Erfolge und hoffen, daß sie stets wohlbehalten in den Heimatshafen zu rück⸗ kehren mögen. In der„Post“ heißt es: Wir sehen, daß der Versuch, Eng⸗ land durch Unterbindung des gesamten Außenhandels die Nah⸗ rungsmittelzufuhr abzuschneiden, einen großen Erfolg verspricht. Die„Deutsche Tageszeitung“ sagt: In ganz Deutsch⸗ land wird diese Nachricht mit großer Genugtuung begrüßt wer⸗ den. Der Handelskrieg wird nunmehr, das glauben wir hoffen zu dürfen, von den deutschen Unterseebooten in den heimischen Gewässern Großbritanniens aufgenommen werden. Er soll und will den britischen Ueberseehandel an seiner Wurzel fassen. Der längst sehnlich erwartete Anfang scheint da zu sein. Zum Untergang des französischen Torpedoboots 219. Berlin, 30. Jan.(Ctr. Blu.) Aus Mailand berichtet der„Berl. Lok.⸗Anz.“: In einer Unterredung des Pariser „Times“-Korrespondenten mit dem Marineminister Augagneur erklärte dieser, daß in der vorigen Woche an der belgischen Küste gegenüber Nieuport ein weiteres französisches Torpedoboot in den Grund ge⸗ bohrt worden sei. Fünf Mann von den vierzig der Be— satzung extranken. Nach weiteren Berichten handelt es sich um das Boot 219 der Station Dünkirchen. Die Rettung der Ueberlebenden erfolgte durch das Torpedoboot 218. Die Geretteten des„Blücher“. Berlin 1. Febr. 287 Gerettete des„Blücher“ ka⸗ men laut„Voss. Zeitung“ am Freitag in dem Konzentrationslager von Handforth an. Die„Dacia“ fährt nicht! Berlin, 31. Jan.(etr. Blu.) Die„Times“ melden aus Washington, daß der Dampfer„Dacia“ überhaupt nicht abfahren werde. Breitung, der neue Eigentümer, verhandle über den An⸗ kauf der„Sequaranza“, eines Passagierschiffes von 4000 To., das der Wardlinie gehört und zwischen New Pork und Havana fährt. Die„Sequaranza“ soll zum Baumwolltransport nach Deutschland dienen und die Fracht der„Dacia“ überneh⸗ men. Die Wardlinie ist ein rein amerikanisches Unternehmen und der Direktor ein Engländer. Die deutsche Beschießung von Dünkirchen. Berlin, 1. Febr. Ueber den auch von amtlicher deut⸗ scher Seite bereits gemeldeten Angriff deutscher Flieger auf Dünkirchen wird dem„Berl. Tagebl.“ noch über Mailand berichtet: Ueber eine Stunde dauerte das Bombardement, in dessen Verlauf etwa 50 Bomben auf die Stadt geworfen wurden. Es gab Tote und Ver⸗ wundete, aber keinen bedeutenden Sachschaden. Die zusammengebrochene Offensive der Frauzosen. (WTB.) Berlin, 30. Jan. Von unterrichteter Seite wird uns geschrieben: Seit dem 17. Dezember 1914— dem Tage, an dem General Joffre die allgemeine Offensive befahl— ist ein voller Monat ins Land gegangen, ohne daß es den Verbündeten ge⸗ lungen ist, unsere ausgedehnten Linien an irgend einer Stelle zu durchbrechen. Zwischen Reims und den Argonnen haben die Fran⸗ zosen besonders große Anstrengungen gemacht. Ihr Angriff begann dort am 20. Dezember und brachte an diesem ersten Tage unbedeu⸗ tende Teile unserer Schützengräben in ihre Hand,— Schützengrä⸗ ben, die sich aus der allgemeinen Verteidigungsfront nach und nach feindwärts vorgeschoben hatten und einem konzentrischen Angriff daher besonders ausgesetzt waren. In ununterbrochenen Angriffen haben sich die Franzosen bemüht, diesen anfangs errungenen Vor⸗ teil zu erweitern. Täglich lag das vereinigte Feuer ihrer schweren Batterien auf bestimmten Teilen unserer Front; beinahe täglich stürmte die französische Infanterie gegen unsere Gräben vor; immer dichter wurde das Totenfeld vor unserer Front, immer grö⸗ ßer die Zahl der französischen Gefangenen. Es soll nicht geleugnet werden, daß die französische Infanterie anfangs mit Aufopfe⸗ rung und Schneid an ihre Aufgabe heranging. Die Berichte des französischen Nachrichtendienstes waren in den Wochen vor dem, allgemeinen Angriff eigentlich nur noch ein Lobgesang auf die unwiderstehliche Gewalt der französischen schwe⸗ ren Artillerie gewesen. Unter dem dauernden Eindruck die⸗ ser Berichte mußte in der französischen Infanterie die Ueber⸗ zeugung Platz greifen, daß sie bei einem Angriff eigentlich nur zu ernten haben würde, was die schwere Artillerie gesät. Sie hat schnell einsehen gelernt, daß man bei den Lobgesängen auf die französische schwere Artillerie einen Umstand völlig außer acht gelassen hatte— die Widerstandskraft unserer In⸗ fanterie! In diesem Punkte stimmte die Rechnung nicht. Es war dann auch deutlich zu erkennen, wie die anfängliche Zuver⸗ sicht der französischen Infanterie mit jedem neuen Angriff nach⸗ ließ und sich nach und nach in die Ueberzeugung wandelte: es ist nutzloses Blutvergießen, immer wieder gegen die deutsche Stellung anzurennen. Auch als die Franzosen frische Kräfte ins Feuer führten, brach deren unverbrauchte Kraft an dem zähen Widerstand unserer Infanterie zusammen. Es ist erwiesen, daß die französi⸗ schen Offiziere schließlich auf ihre Leute mit der nachgerade abge⸗ brauchten Lüge einzuwirken suchten, daß wir ihre Gefangenen zu Tode quälen. Sie übersehen dabei ganz, daß diese Lüge weiter nichts beweist, als daß die französische Infanterie durch Angsi vor Schlimmerem davon abgehalten werden soll, sich dem Feinde zu ergeben. Die Lüge hat übrigens nicht viel genutzt. Die zahlreichen Gefangenen aus den Kämpfen im Dezember, Januar sind zufrie⸗ den, daß„der Krieg für sie beendet ist“. Unserer Truppe aber ha⸗ ben diese Kämpfe bewiesen, daß sie keinen Feind zu scheuen hat— selbst nicht die„sameuse artillerie lourde“ der Franzosen. Die Ernteergebnisse in Frankreich. Berlin, 30. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Nordb. Allg. Ztg.“ schreibt unter der Ueberschrift: Die fran⸗ zösische Ernte. Das französische Ackerbauministerium veröffentlicht statistische Zahlen über die diesjährige Wei⸗ zenernte. Danach sind im Jahre 1914 geerntet worden 87 Millionen Zentner Weizen. Die Vorräte bei Kriegsaus⸗ bruch wurden auf 5 Millionen Zentner geschätzt. Der nor⸗ male Verbrauch Frankreichs beträgt 94 Millionen Zentner. Es fehlten also 2 Millionen Zentner, die zu importieren bleiben. Dagegen sei die normale Produktion der von den Deutschen besetzten Gebiete 7 700 000 Zentner Weizen, wo⸗ durch das Defizit sich auf 9 700 000 Zentner erhöht. Es seien aber bereits im August 9½½ Millionen Zentner Weizen und Weizenmehl eingeführt worden; die Gesamtlage sei daher befriedigend. Soweit die Statistik des französischen Ministeriums. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bemerkt hierzu: 5 „Die Rechnung ist nicht richtig, weil die Bevölkerung des besetzten Achtels französischen Bodens von der Ernte des eigenen Landes lebt, nicht aber von der Ernte der unbesetzten sieben Achtel des französischen Territoriums. Zutreffend jedoch ist, daß für diese sieben Achtel reichlich Brotgetreide in Frankreich vorhanden sein dürfte, im Gegensatz zu England, wo sich infolge des Wegfalles der deutschen Frachtreederei, von Mißwuchs in Australien und dem Ausfall der russischen Weizenzufuhr eine unerhörte Ver⸗ teuerung der Seefrachten und eine empfindliche Steigerung des — aller Lebensmittel und besonders des Brotes fühlbar macht.“ *** Die österreichisch-ungarische Tagesberichte. Wien, 30. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 30. Januar mittags. An der polnisch⸗galizi⸗ schen Front herrscht, abgesehen von kurzen Geschützkümpfen, größtenteils Ruhe. Die heftigen Kämpfe der letzten Tage führten in den Karpathen zur Wiedereroberung der Paß⸗ höhen. In den eine Woche andauernden schwierigen Aktio⸗ nen haben die Truppen trotz ungünstiger Witterungsverhält⸗ nisse mit größter Ausdauer und Zähigkeit gekämpft, alle Ter⸗ rainschwierigkeiten bei oft hoher Schneelage überwunden und hierdurch große Erfolge erzielt und dem Feinde in Sum⸗ ma 10000 Gefangene und sechs Maschinen⸗ gewehre abgenommen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant Wien, 31. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 31. Januar mittags. Am Dunajer und an der Nida herrschte gestern gaf beiden Seiten lebhafte Ar⸗ tillerietätigkeit. Unsere in letzter Zeit schon mehr⸗ mals mit guter Wirkung feuernde Artillerie hatte auch gestern Erfolg; der Feind räumte im heftigsten Feuer F ²˙ AAA f ‚ 1 9 einige Smudengräben. Auch auf der übrigen Front in Rus⸗ sisch⸗Polen zeitweise Geschütztampf.— In den Kar⸗ pathen verlief der Tag ruhig. Im Waldgebirge wird noch um einige nördlich der Paßhöhen liegende Stellungen ge⸗ kämpft. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Erfolge unserer Verbündeten im karpathischen Waldgebirge. Wien, 31. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Vom Oberkommando wird mitgeteilt: Die Uebergänge im karpathischen Waldgebir ge südöstlich des Lupkower Sattels waren schon wie⸗ derholt der Schauplatz der heftigsten Kämpfe. Von den großen Operationen in Russisch⸗Polen und Westgalizien weit entfernt, bildeten sie ständige Angriffspunkte für den Gegner, um nach ihrer Besitznahme den Einbruch nach Ungarn auf verschiedenen Wegen offen zu halten. Namentlich der Uzsocker Paß und der Sattel von Verecke und jener von Wysz low haben in den letzten Monaten des öfteren den Besitzer gewechselt. Das an⸗ liegende Terrain nördlich und füdlich dieser Uebergänge ist infolge der vielen Kämpfe von Schützengräben durchzogen. Sowohl ein An⸗ griff von Norden als von Süden hat den Widerstand mehrerer hintereinander liegender guter Stellungen zu überwinden. Nach⸗ dem es Ende November unseren Truppen gelungen war, nach vier⸗ tägigen heldenmütigen Kämpfen den Uzsocker Paß den Russen zu entreißen, mußten unsere dort kämpfenden Truppen am 1. Jau. vor überlegenen feindlichen Kräften erneut die Kammlinie auf⸗ geben und auf die nächste Höhenlinie zurückgehen. Seit diesem Tage ist der Paß in den Händen des Feindes, dem es in der weiteren Folge auch gelang, sowohl im Ungtale als auch bei an⸗ deren Uebergängen, immer mehr in den gegen Süden führenden Tälern Raum zu gewinnen, So hielten sich an dieser Front bis vor einigen Tagen unsere Truppen in den Stellungen bei Rev⸗ hely, südlich Vezerszyll und Voloves, sowie bei Oekörmezö, Ne⸗ mat, Mokra und Körösmezö. Wiederholte Versuche des Feindes, weiter durchzustoßen, wurden immer wieder abgewiesen. Die hier⸗ auf zur Wiedergewinnung der Paßhöhen ausgeführten Angriffe führten überall zum Erfolg. In mehrtägigen, durch Terrain und Witterungsverhältnisse äußerst erschwerten Kämpfen wurde Stel⸗ lung um Stellung erobert, trotz herangeführter russischer Verstäx⸗ kungen und zahlreicher vom Feinde versuchter Gegenangriffe täglich Raum gewonnen und zuletzt die Paß⸗ höhe erreicht. In diesen schwierigen Kämpfen haben die hier verwendeten, verhältnismäßig schwachen Truppen außerordent⸗ liches geleistet. Durch die Besitznahme aller Uebergänge ist seit der letzten russischen Gegenoffensive in der zweiten Hälfte des De⸗ zember am östlichen Flügel und die in der Mitte etwas zurück— gedrängte Karpathenfront wieder hergestellt. Falkenhayn an Hötzendorf. 2 Wien, 30. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Chef des Generalstabs Freiherr v. Hötzendorf hat aus dem deutschen Großen Hauptquartier folgende Depesche erhalten: Für Ew. Exzellenz und des österreichisch-ungarischen Gene— ralstabs liebenswürdigen Wünsche zu meiner Beförderung sage ich n. Dank. Daß ich die Gefühle, denen Ew. Exzellenz so beredten Ausdruck verliehen haben, von ganzem Herzen erwidere, brauche ich nicht des näheren zu versichern. General der Infanterie v. Falkenhayn. Wirtschaftliche Maßnahmen in Oesterreich-ungarn. 5 Wien, 31. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Wiener Zei⸗ tung“ veröffentlicht eine Ministerialverordnung, welche r von feinem Weizenbackmehl und Koch⸗ me zur Broterzeugung vollständig verbietet. Die zur 0 Mehlmenge darf in Zukunft nur noch bis zu 50% aus Weizenbrotmehl, Weizengleichmehl oder Roggenmehl, od einer beliebigen Mi dieser Mehle bestehen, während der Rest dus Surrogaten bestehen muß, als welche die Verordnung Gerste, Mais. Hafer, Reis, Kartoffelwald, Kartoffelstärke und Kartoffel prei vorsieht. Des weiteren wird eine Beimischung von Zucker und zwar bis zu 5 Prozent des Mehlgewichts zugelassen. Die Ver⸗ ordnung beschränkt weiter die Kleingebäckerzeugung, zu der reines Wei ackmehl nur bis zu 50 Prozent, Weizenkochmehl nur bis zu 17ẽ0 Prozent des gesamten Mehlgewichtes verwendet werden darf, während der übrige Teil der zu verarbeitenden Mehlmenge aus den angeführten Surrogaten bestehen muß. Die Erzeugung jeder an⸗ deren Art von Gebäck ist verboten. Die Vorschriften ber die Brot⸗ und Gebäckerzeugung gelten nicht nur für die gewerbsmäßige Er⸗ zeugung, sondern auch für die Hauswirtschaften. Zur gewerbsmäßi⸗ gen Erzeugung von Guglhups, Kuchen usw., die auf zwei Tage in ider Woche beschränkt wird, darf feines Wei enmehl ebenfalls nur bis zu 50 Prozent verwendet werden. Die rdnung, welche die 4 ungestörte Aufrechterhaltung der Versorgung der Bevölkerung mit 1 zen⸗ und Roggenmehl bis zur nächsten Ernte bezweckt, um die Absicht unserer Feinde, uns auszuhungern, zu vereiteln, tritt am 8. Februar in Kraft. . Der Höchstpreis für den Meterzentner Kartoffel- stärkemehl wird auf 50 Kronen festgesetzt. Lügen meldung der Russen. Petersburg, 30. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Große 5 enexalstab meldet: Der 28. Januar verlief in Ostpreußen und auf den Fronten an beiden Weichselufern ohne bemerkenswerte BVeeränderung. In den Wäldern nördlich Pillkallen und Gum⸗ binnen dauern die Kämpfe fort. In der Gegend von Borzy⸗ mow wiederholten die Deutschen ihre Angriffe, wurden aber unter großen Verlusten zurückgeschlagen. Unser Gegenangriff in dieser Gegend glückte vollständig. Wir vertrieben den Feind mit dem Bafonett aus den Schützengräben unter Fortnahme mehrerer Maschinengewehre.— In Galizien schreiten wir erfolgreich an den Pässen von Dukla und Wyschkow fort, trotz des erbitterten i der Oesterreicher, außer in der Gegend des Bes⸗ kidenpasses, wo unsere Truppen angesichts der Offensive von numerisch überlegenen feindlichen Kräften etwas gegen eine vorher angelegte Stellung sich zurückzogen. In den letzten drei Tagen 2 wir an der obengenannten Front über 60 Offiziere und 2 Mann zu Gefangenen, auch erbeuteten wir drei Geschütze und zehn Maschinengewehre.— Aus der Bukowina ist nichts zu melden.(Anmerkung: Dieser Bericht ist beinahe Wort für Wort durch den deutschen und österreichisch⸗ungarischen Bericht widerlegt.) Petersburg, 31. Jan.(W. B. ichtamtlich.) Der Gro pe Gene ralstab teilt mit: In der Gegend der Wälder nördlich von Pillkallen und Gumbinnen dauern die Kämpfe an. Hier und in der Gegend des Dorfes Lebegallen warfen wir die Deutschen durch einen Gegenangriff mit dem Bajonett zurück. Auf dem linken Weichselufer bei Borzymow erneuerten die Deutschen in der Nacht vom 29. Januar und an den folgenden Tagen ihre Angriffe auf unsere Stellungen, wurden aber überall unter großen Verlusten zurückgeschlag en bis auf einen Graben, der in der Hand des Feindes blieb. In der Gegend des Dorfes mige scheiterten am 29. Jido Januar zwei Versuche der Deut⸗ 3 955 die Offensive zu ergreifen. 2 1 An 2 in den Karpathen zwischen den Pässen von * Dukla und Wychkow nehmen die Kämpfe allmählich den Charakter einer allgemeinen Schlacht an. In dieser Gegend haben dle Oesterreicher Abteilungen aus den benachbarten Gebieten und anderen Teilen der Front zusammengezogen. Sie bemühen sich, durch das Tal des unteren San und auf den Straßen, die über die Pässe nach Sambor und Stry führen, vorzugehen. Während des 28. und 29. Januar waren die Kämpfe für uns günstig in den Karpathen an mehreren Stellen der Front. Ganz besonders glücklich war unser Angriff in der Gegend des Dorfes Nijnia⸗Po⸗ lianka, südwestlich von Dukli, wo wir durch Bajonettangriffe feindliche Gräben genommen haben. Ebenso glücklich war unsere Ofsensive an der Front südwestlich Jas! ick und Balgrod und süböstlich Ludowicki, wo unsere Truppen in einem Sektor bei einem Eisenbahnknotenpunkt die feindliche Stellung erreichten. An diesen beiden Tagen haben wir von neuem mehr als 35 Offi⸗ 1 unsere anderen Truppen Gefangene gemacht, deren Zahl noch nicht genau feststeht. g. Petersburg, 31. Januar.(WTB. Nichtamtlich) Der Große Generalstab meldet: Am 25., 26. und 27. Januar versenkten unsere Torpedoboote einige türkische Segel⸗ schiffe. Am 28. Januar führte eines unserer Torpedoboote einen kühnen Angriff auf Trapezunt aus, wo wir nach der Beschießung der feindlichen Truppen, die flüchten mußten, die Kaserne und die Mehlmagazine beschädigten. Dasselbe Tor⸗ pedobvot brachte bei Ri zo zwei feindliche Batterien zum Schwei⸗ gen, versenkte mehrere Feluken und beschädigte die Kaserne. Aus Rußland. Berlin, I. Febr. In Batum haben nach einem Telegramm der Deutschen Tageszeitung aus Konstantinopel zufolge russische Truppen geneutert.— In Riga haben alle Straßen, die deut⸗ sche Namen führten, russische Benennungen erhalten. Die Besatzung des zerstörten„Parseval“ gerettet. Berlin, 30. Jan.(Ctr. Bln.) Aus dem Haag wird ge⸗ meldet. Die Besa ung des in Lib au vernichteten deut⸗ schen Luftschiffes ist in Petersburg eingetroffen. * 5* Von der türtischen Flotte. Konstantinopel, 30. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Große Generalstab teilt mit; Die türkische Flotte hat am 28. Januar erfolgreich einen r ussischen militärischen Platz an der Westküste des Schwar⸗ zen Meeres beschossen. Englische Flieger von den Türken — heruntergeschossen. Berlin, 1. Febr. In Zusammenhang mit dem türkischen Aufmarsch gegen Aegypten sind, wie verschiedenen Blättern berichtet wird, zwei englische Flieger heruntergeschossen worden. 5 Die englischen Streitträfte in Aegypten. Rom, 30. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die englischen Streit⸗ kräfte in Aegypten betragen laut„Giornale d'Italia“ 180 000 Mann der ersten und 100060 Mann der z weiten Li Berlin, 1. Febr. Einem Londoner Telegramm des Corriere della Sera zufolge rücken die Türken auch gegen das Sü d⸗ ende des Suezkanals vor. Der drohende Kohlenstreit in Norkshire. London, 30. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die „Times“ meldet aus Sheffield: Die Streikfrage in West⸗Porkshire ist sehr kritisch, da die Bergleute in ihren Forderungen unnachgiebig sind. In allen Kohlen⸗ gruben, deren Besitzer keine Zugeständnisse machten, wird in der nächsten Woche die vierzehntägige Kündigung eingereicht. Daher dürften Mitte Februar die Belegschaften von 250 Gru⸗ ben 40000 Mann feiern. Die Kohlenpreise steigen schnell. Die Tonne kostet 20 Schilling. Das Nationalkomitee der Ar- beiter fordert u. a. einen Höchstpreis. Amsterdam, 29. Jan.(Ctr. Frkft.) In London wer⸗ den auf Beschluß des County Councils die Schulen statt um vier Uhr schon um halb drei Uhr geschlossen, um bei der allgemeinen Kohlenteuerung Kohlen zu sparen. Aus dem Reiche. Der Kaiser in Berlin. Berlin, 30. Jan.(WTB. Amtlich.) Der Kaiser ist, von den Besichtigungen im Westen des Reiches kommend, zu kurzem Aufenthalt in Berlin eingetroffen. Berlin, 1. Febr.(Amtlich) S. M. der Kaiser nahm stern den Vortrag des Chefs des Generalstabes und Feld⸗ ——— General der Infanterie v. Falkenhayn, ent⸗ gegen. Dresden, 30. Jan.(WTB. Nichtamtl.) Der Kaiser hat an den König von Sachsen folgendes Telegramm gerichtet:„Wieder haben sich Sachsens Söhne im mpfe für das Vaterland stolzen Ruhm erworben. Ich freue mich, Dir von der vortrefflichen Haltung Deiner Truppen in den jüngsten Kämpfen um Craonne Mittei- lung machen zu können und Dich wie Dein Volk zu solchen Leistungen beglückwünschen zu dürfen.“ Berlin, 30. Jan.(WTB. Amtlich.) Die„Nordd. Allg. Ztg.“ gibt bekannt: Der Kaiser hat an den bisherigen Staatssekretär des Reichsschatzamtes Kühn nachstehende allerhöchste Ordre erlassen: „Ihrem Antrage entsprechend will ich Sie von den Aem⸗ tern als Staatsminister und Staatssekretär des Reichsschatz⸗ amtes unter Belassung des Ranges als Staatsminister und unter Bewilligung der gesetzlichen Pension mit Ablauf des 31. Januar hiermit in Gnaden entbinden. An Ihrer Stelle habe ich den Direktor der Deutschen Bank, Wirklichen Lega⸗ tionsrat Professor Dr. Helfferich, zum Staatssekretär des Reichsschatzamtes ernannt. Als 3 meiner dankbaren An⸗ erkennung Ihrer mir und dem Vaterlande geleisteten treuen und ersprießlichen Dienste habe ich Ihnen die Brillanten zum Roten Adlerorden erster Klasse mit Eichen⸗ laub und der königlichen Krone verliehen und lasse ich Ihnen die O ichen hierneben zugehen.“ Der Reichskanzler. München, 1. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Neuest. Nachr.“ melden in ihrem Morgenblatt vom 1. Febr.: Wie wir aus dem Hauptquartier erfahren, hat der Reichs⸗ kanzler v Bethmann Hollweg am 28. Januar dem Kronprinzen Seu Bayern in dessen Ober⸗ kommando einen Besuch abgestattet und am darauffolgen⸗ den Tage dem Generalkommando eines weiteren Reserve⸗ korps, von wo aus er eine Artilleriestellung des rps besichtigte. 8 Erhöhung der Bierpreise? Berlin, 1. Febr. Der Deutsche Brauerbund at in einer aus allen Teilen des Reiches besuchten Ver⸗ ammlung einstimmig der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, aß die bedeutenden Mehrausgaben der Brauereien, ins⸗ besondere für die Gerste, eine Er höhung der Bier⸗ preise notwendig machen. Nach dem„Berl. Tagebl.“ wer⸗ den die Berliner Gastwirteverbände im Laufe dieser Woche zu dem Beschluß Stellung nehmen. 0* Berlin, 30. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet: Wie verlautet, wird nach eingehenden Verhandlungen mit den beteiligten Kreisen 4e im Bundesrat für das laufende Jahr eine ge etzliche Einschränkung des Anbaus von Zuckerrüben um etwa ein Viertel zu beantragen. Berlin, 30. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Ma⸗ gistrat der Stadt Berlin hat in Gemeinschaft mit den Magistraten Charlottenburg, Neukölln, Schöne erg, Wil⸗ mersdorf und Lichtenberg, sowie den Kreisen Nieder— barnim und Teltow angesichts des Umstandes, daß vom 1. Februar ab die Bäcker nach der Bekanntmachung des Bun⸗ desrats vom 25. Januar 1915 nur noch dreiviertel ihrer ziere und 2500 Mann zu Gefangenen gemacht. Zwei Maschinen⸗ gewehre und eine Kanone wurden erbeutet. Außerdem haben bisherigen Durchschnittsproduktion herstellen dürfen, in drei wichtigen Punkten eine Ginschränkung im Ver⸗ brauche 1 Voran steht die Beschränkung des Konsums für das gesamte Publikum auf 2 3 pro Kopf und zwar Brot und Mehl aller Art sammengenom⸗ men. Die Ueberschreitung dieser Menge it it einer Ge⸗ fängnisstrafe bis zu sechs Monaten oder einer Geld⸗ strafe bis 1500 Mark bedroht. Zum Zweck der genauen Be⸗ rechnung wird die Herstellung eines Ge wichtsein⸗ heitsbrots angeordnet und zwar für Weizenbrot 75 Gramm, für Roggenbrot 1, oder 1½ oder 2 Kilogramm. Zwieback ist zulässig, darf jedoch nur nach Gewicht verkauft werden. Kuchen darf an Getreidemehl——— nicht mehr als 10 Prozent seines Gewichtes enthalten. und Schankwirtschaften dürfen nur dreiviertel ihres bisheri⸗ gen Verbrauchs beziehen. 5 * 5 Die sozialdemokratische Reichstagsfrattion ist auf den 2. Februar zu einer Tagung zusammen⸗ berufen worden, die längere Auseinandersetzungen mit sich bringen soll. Wichtige Beratungen scheinen vorzuliegen, obgleich von außen her kein besonderer Grund zu längeren Auseinanderse ungen und Beschlüssen herangetreten ist. Wenn die Fraktion Kundgebungen, wie etwa der folgenden im Karlsruher Volksfreund“ veröffentlichten, sich anschließt, wird sie den Beifall vieler deutscher Politiker, selbst solcher, die bisher ganz schroffe Gegner der Sozial⸗ demokratie waren, einheimsen können. Das Karlsruher Blatt schreibt: a e von Rosa Luxemburg, orten. Dies fest das Treiben di die dahin ihren politi sollen, die wir seit Jahren leider in Stuttgark haben und gegen die man viel zu spät die entsprechende Gegenattion eingeleitet hat.“ Der Abg. Scheidemann veröffentlicht neuerdings einen Artikel in dem es am Schluß pelle 9 Alle Schritte, die zur Verlegung des internationalen Bureaus oder zur Veranstaltung internationaler Konferenzen und Kongresse von Genossen aus neutralen Ländern aus eigener Initiative getan worden sind, wurden verdächtigt als Machenschaften der deuts Sozialdemokratie, die„wahrscheinlich im Einverständnis mit deutschen Regierung“ handele. Wir müssen uns, so schwer es jedem Einzelnen auch werden mag, mit allen diesen Tatsachen abfinden. Alle unsere Bekundungen des guten Willens, dem Frieden die Vege zu ebnen, haben ein gleichtönendes Echo nicht hervorgerufen. Ja, Schlimmeres und Ernsthafteres muß festgestellt werden: Kundgebung der Friedensbereitschaft wird ge⸗ deutet als Schwäche! Und deshalb können wir ein viertes Mal kaum sagen, was dreimal unbeachtet geblieben ist oder nur erdächtigungen und Vernichtungsdrohungen hat. Die Reden von der absoluten Notwendigkeit der Niederzwingung oder Vernichtung der deutschen Barbaren und„ stützen sich auf die verlogenen Berichte der ausländischen se über gentsezliche Zustände in Deutschland“. Solche Berichte werden veröffentlicht, um die Hoffnung auf den Sieg immer wi nähren, den Willen zum Numpf bis zur g des immer wieder zu beleben. Wir hätten in Deutschland, behauptet, nahezu nichts mehr zu essen, da uns England die sperre; wir hätten weder fer, noch mancherlei andere Dinge, 1 die zur Kriegführung unentbehrlich seien. Da fehlte in der Tat nichts weiter, als eine vierte Bekundung unserer Bereitschaft zum Frieden, um die Ueberzeugung in England und Frankreich selsenfest zu machen:„Deutschland kann nicht mehr, es ist am Ende seiner Kraft! Nun noch eine äußerste Kraftanstrengung der Ver⸗ bündeten und die deutsche Barbarei ist vernichtet!“ Diese Täuschung jenseits der Grenzen könnte eine wesentliche Verlängerung des Krieges zur 5 haben. Und viele Tausende unserer Bruder, Söhne und Genossen, die im Felde stehen, müßten ihr Leben dafür opfern. Das will aber niemand bei uns. Deshalb bleibt uns gar nichts anderes übrig: Wir müssen dur ch⸗ halten! Durchhalten, bis das Ziel der Sicherung des Vater⸗ landes erreicht ist und die Gegner zum Frieden geneigt find!“ Aus einer Zuschrift des Abgeordneten Ledebour an den „Vorwärts“ geht hervor, daß Ledebour aus dem sozial⸗ demokratischen Fraktionsvorstand ausgetreten 2—— 3 in 8 die 3 daß— s Gerücht in die„Berner Tageszeitung“ 8„ seinen Austritt bereits bekanntgegeben hak. Die Tatsache seines Austrittes bestätigt er. Die Gründe dafür will er in der Fraktions⸗ sitzung vom 2. Februar angeben. f Aus Stadt und cand. Gießen, 1. Februar 1915. Don der 1 Stadt beßeh Die Einquartierung in ad augenblicklich aus 2100 Landsturmleuten, die in der sache für den Wachdienst gebraucht werden. Nur vorüber⸗ gehend und auf kürzere geit sind während des Krieges durch⸗ gehende Truppen oder wegen Ueberfüllung der Kasernen Rekruten in Bürgerquartiere unte racht gewesen, abge⸗ sehen von den 2000 Mann Schlesiern, die einige Tage bei uns 8. Gaste 33 aber Nett vg 1 Die im ganzen bisher ausgezahl inquar⸗ tierungsgelder n auf rund 356 000 Mk., in denen auch die sonstigen itärlasten 1 5 wie z. B. Speisung von annschaften auf der Li 1 1 welche zum Wachdienst kommandiert sind usw. An Verpfle⸗ 72 skosten hat das Reich pro Mann und 1.20 Mk. an ie Stadt zu leisten, wozu nach dem Kriege noch eine Ver⸗ ütung pro Mann und Tag von 14 Pfg. kommt. Bisher bas Reich à Conto der Verpflegungskosten an die Stadt ab⸗ eführt 126000 Mk. und ist noch rückständig mit etwa 80000 Mk., so 5 der Zuschuß, den die Stadt die Ein⸗ uartierung geleistet hat, bisher rund 150000 Mk. beträgt. Diese Aufwendung wird sich 5 0 die Dauer des Krieges monatlich um rund 50000 Mk. erhöhen. Die Stadt hat anfänglich den Quartiergebern, bei denen die Mannschaften t ee untergebracht wurden, pro Mann und Tag 1.50 Mk. 1 t, hat also bei diesem Satz einen Gesche von 30 Pfg. bezahlt. Man ist dann aus mancherlei inden dazu übergegangen, besonders für die Landsturm: leute freiwillige Quartiergeber in der Stadt uu suchen und hat für diese ein Quartiergeld von 2 Mk. pro Mann und Tag festgesetzt, so daß in diesem Fall die städtische Aufwendung 80 Pfg. pro Mann und Tag beträgt. Die Stadt verfügt 4 über rund 800 freiwillige Quarkierwirte, bei 4 eder o wird denen die Landsturmleute gut untergebracht sind und eine angemessene Beköstigung erhalten. Maßgebend für diese Art der Einquartierung mit dem erhöhten 2 war der Gedanke, daß man auf die Länge der Zeit rer Bevölke⸗ rung nicht zumuten wollte, P lichteinquartierung zu neh⸗ . * Man wollte verheirateten Land 85 währten höheren, der alten Soldaten legenheit geraten würde, tierung unter die Arme geg es einer kleineren Anzahl gegangen, denen auch durch Einquartiern Dauer des Ki Weiter befinden sich unter den 80 möglichkeit über die ganze Anzahl Frauen und die mit der ihnen unterstützung leben können. schädigung gedient. Summe doch in Fo Familien der Kriegsteilnehmer stützung hätte ausgegeben werden Bemerken können wir, wird, daß die Landstürme sehr lobend über ihre nahmen kommen ja übe suchung einzeln erhobener Beschwerd e e mehr werlangt haben, als ihnen eigentlich n 8 der Landsturmleute liegt im Ein⸗ verständnis mit dem Quartier ein und demselben Quartier, Fällen zwischen den Quartierwirten und förmliches Freundschaftsverhältnis sich während der Dienstzeit de nicht voneinander trennen mag. a ein Wort zur Aus tier kann wi aft sich auf Wache b oder feststellen, für wieviel Tage lung zu verlangen hat. zustand. Ein großer Teil ein daß man Garnison Nun no die Mannf Wache ziehen, ebenso für die in un müsse. Weiter aber auch war der eine reichliche Bezahlung d starke Minderheit unserer die Vermietung ihrer Zimmer an ist, durch das Leerstehen die An den Tagen, fällt selbstverständlich das 0 Tage eines etwaigen Urlau an die Quartierwirte die ihnen zustehende Grund von Listen auszahlen, die allei behörde aufstellt. Diese Li einer Zentrale hergestellt, teilen, denen die Einquart haus diese Listen eingeh en r auch von seiten der Stadt die alten rmleute nicht in Massenquartieren, wie es andere Städte getan haben, unterbringen. Für den ge⸗ 5„ Zuschuß für freiwillig angebotene Quar— tiere war die Erkenntnis maßgebend, daß die Lebens- mittelpreise seit Ausbruch des Krie erheblich in die höhe gegangen sind, und da Bevölkerun von privaten müssen. und es ges durchschnittlich ß die Beköstigung serer Stadt reichlich und gut sein soziale Gesichtspunkt für er Quartiere bestimmend, da eine „die im Frieden auf . tudenten angewiesen ser Zimmer in eine gewisse Ver⸗ wenn ihnen nicht durch Einquar⸗ riffen worden wäre. Ebenso wäre Speisewirtschaften Steuern p geholfen wird. „Philotas“ Werk auf der Abend Herr chkeit unter dem nktlich 4. werden müssen, der Stadt gerichtet, i dringenden Fällen sollte Quartierzettels an das E in der 1 die morgige Abonneme und Kleists„3 Auch Schülern darf der Besuch fohlen werden, da Norbert man sich unter * ** Stadttheater. Man schreibt uns: ntsvorstellung hingewiesen, erbrochenen Krug“ bringt. des„Philotas“ sich überaus selten Gelegenheit bietet, dieses Bühne zu sehen.. Es ist der Theaterleitung gelungen, für Donnerstag, den 4. Fe⸗ bruar eine besondere Anziehungskraft zu gewinnen, indem an diesem Jacques einen Vortrag halten wird über Hinweis, daß auch die t daher unberechtigt. In wirklich inquartierungszimmer im Stadt⸗ haus wenden, wo, wenn es möglich ist, auch in solchen Fällen an die Adresse Sturm Vorlegung dess storben. h. Vom Feldbe hauses Sturm auf dem gro Feldberg trotz des so groß, daß die K einlegen mußte. Hessen⸗Nassan. 1g, 1. Febr. 5 Ga ßen Feldberge, Gastwirt Friedrich in Niederreifenberg, ist nach längerem Leiden ge⸗ Der gestrige Wintersonntag brachte dem Krieges eine gewaltige Besucherzahl, rronberger Bahn eine Reihe von Sonderzügen Die bis tief an den Fuß des Gebirges hinab⸗ Der Gründer des Gast⸗ rei prächtigen Rodelbahnen wurden von der sportfrohen Nochmals sei auf Menge ununterbrochen benutzt. Soweit bekannt, kamen nennens⸗ die Lessings] werte Unfälle nicht vor. Auf dem Cronberger Bahnhof vor allem emp⸗ kam es abends Massenandrang, sorge der Bahnv 8. Aus Nassau, Jahres sind von der Na rund 50 000 Anteilscheine zu 10 Mk. abgesetzt worden. der versicherten Kriegsteilnehmer aus dem Bezirk dürfte auf 18 000 31. Jan. Bis ssauischen bei der Heimfahrt zwar zu dem gewohnten doch wickelte sich der Verkehr dank der Für⸗ erwaltung verhältnismäßig glatt ab. Schluß des vergangenen Kriegsversicherung Die Zahl tierung ihre Existenz⸗ rieges erhalten bleibt. 0 Quartierwirten eine deren Ernährer im Felde stehen a gewährten gesetzlichen Familien— allein unmöglich mit den Diesen aber ist ganz besonde nahme von Einquartierung gegen eine a . Die Stadtverordnet konnte sich mit dem geforderten Kredit um standen erklären, als im andern Falle der größte Teil der rm einer erhöhten Unterstützung an die oder als Armenunter⸗ Ihrigen hätten rs mit der Auf⸗ ngemessene Ent- en⸗Versammlung so mehr einver- was gewiß allgemein befriedigen r mit wenigen Ausnahmen sich Quartierwirte aussprechen. Aus⸗ rall vor, es hat aber die Unter⸗ en ergeben, daß die wirt schon seit Monaten in hat sich in vielen den Landstürmern herausgebildet, so r Leute in unserer zahlung der Quar- egen der vielen Tage, die efindet, nicht ausrechnen der Quartierwirt Bezah⸗ wo die Leute auf Quartiergeld fort, bs.) Es lassen sich n Beträge nur auf n die Militär⸗ Listen werden nun nicht etwa von sondern von denjenigen Truppen⸗ derung 8 Sobald im Stadt⸗ Listen 0 werden sie nachgeprüft, was 2—3 Tage Zeit in Anspruch nimmt, und 8 auch erschienen sind, 4 Geburtsta und des wehren und den war an der rufen werden mußte. don während der K Feindesland im Dezember 1914 Artikel des Herrn Norbert Jacques über diesen Gegenstand, die in der„Frankfurter Zeitung“ vor kurzem haben in weiteren Kreisen berechtigtes erregt und der Vortrag darf wo Es sind kleine Preise angesetzt. Landkreis Gießen. Jan. In würdiger Weise wurde heute der unseres Kaisers durch Kirchgang der J ugendwehr Kriegervereins in Verbindung mit den Jugend⸗ Kriegervereinen von Daubringen, Staufenberg und Ruttershausen gefeiert. hiesigen „Paris und Lon we darin persönliche Erlebnisse in besprechen wird. Die hl sicher auf guten Besuch rechnen. kl. Lollar, 31. Schule angetreten und marschierte unter Vorantritt ihrer Spielleute nach dem Vereinslokal des Kriegerver⸗ eins, um dort die Fahne abzuholen. Bei Kirchberg schlofsen sich die ßmann gedachte in seiner Predigt übrigen Vereine an. Dekan Gu 1 Kaisers und ermahnte die Jugend, treu des Geburtstages des zum Reiche und der Krone zu halten, schweren Zeit gebrachten Opfer nicht vergebens seien. Nach dem Gottesdienst stellten sich die Jugendwehren der Orte des Kirch⸗ spiels Kirchberg zur Parade auf. der Leiter der Jugendwehr Lollar, Ansprache, die in einem dreimali klang. Die Kriegervereine hatten den Jugendwehren aufgestellt und in Gruppenkolonne ab. Beuern, 30. Jan. Nachdem erst vor kurzem die Kind er- schule ihr Heim im neuen Gemeinde mit sehr vielen Schwierigkeiten nun durch den Tod der Leiterin, Sorge für die Kinderschule eingetreten. Kriegsansang die Leitung übernommen. Kreis Büdingen Dem Knechte des früheren Bürger⸗ beim Mistsahren die Pferde Bahnvorsteher Reitze⸗ Lollar, hielt eine dem Tag entsprechende en Hurra auf den Kai Lorbach, 30. Jan. meisters Seib gingen gestern durch. Der Knecht geriet unter das Fuhrwerk und trug einige nicht unbedeutende Verletzungen davon, so daß ärztliche Hilfe ge⸗ Kreis Friedberg. h. Dorheim, 31. Jan. Auf der Heimfahrt von Friedberg riegszeit“ und Interesse 0 Mainzlar, Die Jugendwehr Lollar damit die in der jetzigen urr Kaiser aus⸗ mit ihren Fahnen gegenüber nahmen den Parademarsch saale erhalten und bis dahin zu kämpfen gehabt hat, ist Frau Oech ler, eine neue Frau Oechler hatte seit zu schätzen sein. 422 Anteilscheinen Bis jetzt sind als gefallen 214 Versicherte mit angemeldet worden. Verluftliste. Infanterie⸗Regiment Kaiser-Wilhelm Nr. 116. Wehrm. Joh. Haber(12. Komp.), Eifa, Alsfeld, abermals und zwar schwer verwundet 14. 1. 15. Berichtigung früherer Angaben. Musk. Heinrich Albohn(Albolm)(3. Komp.), nicht verw., gefallen Markowka. Büchertisch. — Wie der Deutsche sein Vaterland gefunden.“ Ein Wort über uns selbst, gesprochen an der Univerfität Marburg, von Prof. Dr. Theodor Virt.(Elwertsche Verlagsbuchhandlung in Marburg; Preis 0,50 Mk.) 2 Evangelischer Gottesdsenst. Mittwoch, den 3. Februar, abends 8 Uhr: Dekan Guß mann. Hattenrod, — Mainzlar: Kriegsbetstunde. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 2. Tebr. 19157 Wechlelud bewolkt zeitweise Niederschläge, nordöstliche Winde. Letzte Nachrichten. Verurteilung eines deutschen Kriegsgefangenen. Basel, 1. Febr. Das Kriegsgericht in Clermont Fer⸗ rand verurteilte den deutschen Kriegsgefangenen Ulrich Richard wegen Diebstahls, den selbst der„Matin“ als einen unbedeutenden bezeichnet, zu 5 Jahren Gefäng⸗ nis und 5000 Franks Geldstrafe. Richard war es in einem Gefangenenlager, in dem er interniert war, im Dezember vorigen Jahres gelungen, zu entfliehen. Er wurde aber acht Tage später wieder verhaftet. Der Diebstahl, für den er zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde, bestand darin, daß er eine zum Trocknen in einem Garten aus⸗ ehängte Hose an sich nahm, da die seinige voll⸗ ständig zerfetzt war. Russisches Vorgehen in Lemberg. Wien, 1. Febr. Galizische Flüchtlinge erhielten aus Lemberg die Mitteilung, daß dort die russischen Verwal⸗ prompt die Auszahlung, und nach hier gingen dem 61 jährigen Kutscher Heinrich Groß die Staat oder das Reich beizu wiederholte Mahnung um Au, zwar vorlagsweise, soweit der steuern verpflichtet sind. Die zahlung von Quartiergeldern Vermietungen Scane 5 Zimmerwohng. mit Balkon, 2Mans.⸗Jimmer, Bodenkammer mit allem Zu⸗ behör pr. 1. April evtl. früher u vermieten. Näberes Stephanstraße 31. Frankfarter Strabbe 25 schöne 4. Zimmer⸗ Wohn., Loggia u. Balkon nebst Badez. per 1. April 1915, evtl. guch früber, zu vermieten. Näh. im Hause bei Frau Böhm und Walltorstraße 10 bei L. Althoff. 64 S Zimmer 3⸗Zimmerw. m. Zubehör bis 1. April zu verm. 0542 Näh. 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Jichte 0 187 Fstm.; 10 Esche— 0,40 Istm.; Scheiter, Rm. 8 Buche, 9 Kiefer 4 Fichte; Knüppel, Nm. 187 Buche, 2 Erle, 2 Aspe, 21 Kiefer, 16 Fichte, 16 Eiche; Reiser, Rm. 607 Buche(hier- von 378 Stammreiser, 8 Eiche, W Nadelknüpvelreiser; Stöcke, Rm. 3 Buche, 22 Kiefer, 52 Fichte. Näheres durch Jorstwart Wißner, Londorf. 1030 * Holzversteigerung im Villinger Gemeindewald. Freitag, den 5. Februar d. Js., vorm. 9½ Uhr anfangend, werden im Distrikt Blaustück versteigert: 410 Rm. Buchen ⸗Scheit, 90 Rm. Buchen⸗ Knüppel, 97 Rm. Buchen⸗Stöcke, 176 Rm. Buchen⸗ Reisig, 25 Rm. Eichen⸗Nutzknüppel(zu Wagner⸗ holz geeignet), 40 Rm. Eichen⸗Knüppel, 29 Rm. Eichen⸗Stöcke, 9 Rm. Eichen⸗Knüppel und 55 Rm Eichen⸗Stammreisig, 23 Rm. Fichten⸗Knüppel, 67 Rm. Fichten⸗Stöcke. Die Zusammenkunft ist beim Pflanzgarten an der Bahnstrecke Villingen— Hungen. Villingen, am 30. Januar 1915. Großh. Bürgermeisterei Villingen. Rühl. Spar- Ind Vorschuß⸗ Verein zu Wiese E. G. m. u. H. Bilanz an 31. Dezenber 1014. 1029 Aktiva.% Passiva. Kassenbestand 29 349.05 Anlehenkonto 496 154.92 Vorschußkonto 547 984.07] Stammanteil⸗ Güterkauf⸗ konto 39 372.17 schillinge 3113.—Reservefonds 29 198.48 Effektenkonto 200.50 Konto der uner⸗ Mobilienkonto 70.—] hobenen Dar⸗ Konto der aus⸗ lehnszinsen 19 283.60 stehenden Reingewinn 4092.11 Zinsen 7384.66 588 101.28 588 101.25 Die Rechnung liegt von heute ab 8 Tage bei Rechner Dorfeld auf. Mitgliederstand Ende 1913 336 Zugang g 21 ang 3 Mitgliederstand Ende 1914 326 Der Vorstand. Möser. Dorfeld. Hildebrand. Generalversammlung Mittwoch, den 10. Februar, abends ½9 Uhr bei Gastwirt Ziegler. g Tagesordnung: Rechnungsablage pro 1914, Beschluß über die zu verteilende Dividende, Ent— lastung des Vorstandes, Verschiedenes. g Für den Aufsichtsrat: Schäfer. Die Auszahlung der Dividende volleingezahlter Beiträge findet von Donnerstag, den 11. ds. Mts 1 Autofahrer. Mk. 5.40(0315 Carl Schunck, Bahnholstr. 54. 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