n nt. 25 SZheites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Gießener Famillenblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Seit fragen“ erscheinen monatlich zwenmal. General-Anzeiger fü 105. Jahrgang Gießener Anzeiger ir Oberhessen Samstag, 30. Januar 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul · straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: e 51, Schrift ⸗ leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten. Anzeiger Gießen. * Die Rämpfe im Argonner Walde. Aus dem Großen Hauptquartier wird uns geschrieben: 15 1 Der Beginn der Operationen. Im Kriege 1870 haben die Argonnen keine Rolle gespielt. Das Waldgebirge wurde zwar bei dem Marsch auf Sedan von deutschen Truppen durchzogen, die dabei wegen der spärlichen Ortschaften und des wenigen Wassers Mangel litten, es fanden darin aber keinerlei Kämpfe statt.— Solche gab es auch nicht, als die Armee des Kronprinzen von Preußen zu Anfang Sep⸗ tember 1914 zwischen Argonnen und Verdun südwärts gegen die Marne vorrückte. Auch Mitte September noch war der Wald frei vom Feinde gewesen.— Die Sache änderte sich, als zu Beginn des sich nunmehr entwickelnden Stellungskampfes das deutsche Westheer eine Linie eingenommen hatte, die von Reims her in west⸗östlicher Richtung nach der Maas bei Consenvoye führte. Zwar erwartete man anfänglich auch jetzt noch keine Waldkämpfe — die deutschen Truppen führten vielmehr bei Binarville auf der Westseite und bei Chatel auf der Ostseite der Argonnen ihre Stellungen bis dicht an die Waldränder heran, während man das Gebirge selbst durch Detachements sperrte. Als aber die Franzosen namhafte Kräfte in den Wald führten, in der augen⸗ scheinlichen Absicht, aus diesem heraus eine umfassende Bewe— gung gegen einen der am Walde angelehnten deutschen Flügel einzuleiten, da war der Augenblick gekommen, wo die Argonnen eine neue militärische Bedeutung gewinnen mußten. II Das Waldgebirge der Argonnen. Der Beschreibung der Kämpfe sei eine kurze Charakteristik der Argonnen vorausgeschickt. 1 Das Waldgebiet erstreckt sich in einer Tiefe von etwa 40 Kilo⸗ meter in nordsüdlicher Richtung und hat eine wechselnde Breite von 8—12 Kilometer. Es wird durch das Tal der Biesme in eine nordöstliche und südwestliche Hälfte von annähernd gleicher Größe geteilt und außerdem durch Bahn und Straße Clermont en Ar⸗ gonne—St. Menehould in einen kleineren Südteil und einen größe— ren Nordteil zerlegt. Für den Argonnenkampf kommt nur der nördlichste Teil des Waldes in Betracht; mit ihm die beiden Straßen Clermont—Fléville und Clermont—Le Four de Paris— Vienne le Chateau, von denen erstere außerhalb der Argonnen, letztere im Tale der Biesme führt. An besseren Querverbindun durch den Nordostteil der Argonnen bestehen nur die Sträßchen Montblainville—Servon und Varennes—Le Four de Paris, als Nord⸗Süd⸗Verbindung nur die auf dem Kamme des Waldgebirges laufende alte Römerstraße. Außerdem sind natürlich eine Unmenge von Holzabfuhrwegen vorhanden von mehr oder weniger frag⸗ würdiger militärischer Brauchbarkeit. Diese ist von der Witterung sehr bedingt. Bei feuchtem regnerischen Wetter verwandeln sich die Wege wegen der lehmigen lose Sümpfe.. 5 5 f Das Waldgebiet ist eine Mittelgebirgslandschaft, die etwa den flacheren Teilen des Thüringer Waldes entsprechen dürfte. Nach Osten fällt es steil und plötzlich zur Aire ab, im Inneren weist es 1 1 Täler und Schluchten auf; hier tritt überall der kahle Fels zutage. Die Argonnen sind ein echt französischer Wald, der bekanntlich vorwiegend aus dichtem Busch und Buchen, Erlen, Eichen und Birken besteht, und alle 15 Jahre geschlagen wird, wobei das gewonnene Krüppelholz in den Kamin wandert. Nur einzelne Eichen und Buchen läßt der Tranzose stehen und sich zu vollem Wachstum entfalten. Um diese Stämme scheingen sich die im französischen Walde so zahlreichen Kletterpflanzen wie der Efeu und die Waldrebe. Erstere bedeckt große Flächen des Waldbodens und diesem entwachsen in den Argonnen— besonders schön und zahlreich ein kleiner immer- grüner Strauch, die sogenannte Stechpalme, und der Besenginster. r Wald ist A. bewohnt. Nur Köhler, Holzhauer und Jäger gehen dort ihrer Beschäftigung nach. Das Innere des Waldes wird, schon seiner Undurchdringlichkeit wegen, von der Bevölkerung gemieden. Auch die Namen„ruisseau de Neurissons“,„la Fille morte“,„Moulin de l'Homme mort“ weisen darauf hin. So sieht der Wald aus, der seit nunmehr vier Monaten Tag und Nacht widerhallt vom Lärm der Waffen und der durch die Erdarbeiten der waffen ein ganz neues Gepräge erhalten hat. III. Pioniere an die Front! Als Ende September die ersten deutschen Truppen aus dem Airetal in westlicher Richtung in die Argonnen vorgeschoben wur⸗ den, hatten die Franzosen, nachdem sie aus den östlichen Waldteilen surückgeworfen worden waren, den südlich Binaxville gelegenen Waldteil stark besetzt und namhafte Kräfte aus dem Tale der Biesme nach Barricade Pavillon, St. Hubert Pavillon und Bagatelle Pa⸗ villon vorgesandt. Diese Truppen legten bei den dortigen Wald⸗ hütten Verhaue und Schützengräben an und richteten sich darinnen zur Verteidigung ein. Vor diesen Sperren fanden die deutschen Jägerabteilungen Ende September ernsthaften Widersand, so daß Berstärkungen in den Wald geschickt wurden, um den Feind zurück⸗ zuwersen. Da aber auch dieser weitere Truppen dem Walde zuführte, so entspannen sich hier lebhafte Kämpfe, die auf beiden Seiten mehr und mehr den Charakter des Stellungskrieges annahmen. Mitten im Walde entstand Schützengraben hinter Schützengraben, die durch Laufgräben untereinander verbunden wurden. Es wur⸗ den Unterstände gebaut, und als das Laub fiel, auch Geschütze in den Wald gebracht. Neben der natürlichen Beschaffenheit des Waldes erschwerten Verhaue und Drahthindernisse dem Gegner die Annäherung an die künstlich geschaffenen Anlagen, Es begann nun ein Kampf von Graben gegen Graben, vielfach von Schritt zu Schritt. Um unnötige Verluste zu vermeiden, griff man zur Sappe. Mit ihr stellten sich auch die starken Kampfmittel des 1 wie Minenwerfer, Handgranaten, Revolperkano⸗ nen, ben, Sandsackpackungen usw. ein und die Tätigkeit deutung. Diese Waffe schritt dann auch zum Minenangriff, wenn andere Mittel nicht zum Ziele führten. Aus allem i ein sehr langsames Vorschreiten des Angriffs und ein ungewöhnlicher Zeitverbrauch, da nur sorgfältige. wohlüberlegte 2 zum Erfolge führten. Zuerst hatte man keine Artillerie im Walde, dann ließ man sie auf Wegen und Schneisen vorkommen, endlich lernte man es, sie überall im Walde zu verwenden. Eine Sonderheit bildeten bei den Franzosen die sogenannten„Eselsbatterien“(Gebirgsgeschütze), eine Bespannungs⸗ art, die unseren Soldaten neu war. Die Bev tahlblen der Pioniere gewann eine erhöhte denbeschaffenheit bald in grund daten und die Verwüstungen der Feuer⸗ Eine amtliche Darstellung. elegentlichen Gegenstößen, in die Defensive gedrängt wurde. Der eind vermochte unseren Angriffen nicht zu widerstehen, so daß unsere Truppen in zwar langsamem, aber ununterbrochenem Vor⸗ rücken geblieben sind, trotz der starken Kräfte, die der Feind uns nach und nach entgegenstellte. IV. Die deutsche Offensive. Um die Wende der Monate September und Oktober setzte der Beginn der größeren deutschen Angriffe ein. Auf dem 5 Flügel drangen unsere Truppen von Binarville aus in die West⸗ argonnen ein und warfen hier den Feind allmählich südwärts zurück. In der Mitte des Waldgebietes wurden Mitte Oktober dem Feinde Barricade Pavillon und St. Hubert entrissen, nach⸗ dem um die letztere heftig gekämpft worden war. In den nächsten Tagen drang man von hier aus weiter nach Westen vor und näherte sich dem Biesmetale in Richtung auf Le Four de Paris an welchen Ort man bis auf 400 Meter herankam und wo man sich festsetzte und sich hielt trotz aller Gegenangriffe, welche die Franzosen seitdem hierher gerichtet haben. Auch Bagatelle Pa⸗ villon, einer der stärksten Stützpunkte der Franzosen im Walde, mußte vom Feinde am 12. Oktober aufgegeben und dem deutschen Angreifer überlassen werden. Die Wegnahme der drei erwähnten Pavillons war ein großer moralischer Erfolg. Man begnügte sich nicht mit ihrem Besitze, sondern trug die Offensive weiter vorwärts. Aber auch für diese blieb, wie bei den bisherigen Kämpfen, der schrittweise Angriff bestehen. Die Infanterie sappte und schanzte unentwegt, vielfach bei Nacht, um unnötige Verluste an Menschenleben zu vermeiden. Dem Infanteristen reichte der Pionier die Hand, der dem ersteren Jehrte, Bergmannsarbeit im felsigen Boden zu leisten und den Stollen unterirdisch weiter zu treiben. Bei den Kämpfen und Stürmen kämpften und stürm⸗ ten beide Schulter an Schulter. Auch der Artillerist stellte sich im Schützengraben ein. So entstand ein enges kameradschaftliches Serhältnis, wie es selbst im Frieden kaum zustande gekommen war, einer dem anderen vertrauend, jeder auf die Unter Fützung des anderen bauend, sie alle jederzeit dem Tode ins Auge schauend. Graben um Graben war so gewonnen, Bald war es einer, bald stürmte man eine ganze Gruppe von Schützengräben hinter⸗ 0, N Ne * 2 — 8— 2 2 43 J 7 einander. Dementsprechend schwankte der Raumgewinn zwischen 25 und 1000 Metern. Manchmal wurden selbst größere Fort⸗ schritte gemacht, hie und da gelang es auch dem Feinde, vorüber⸗ gehende kleine Erfolge zu erzielen, oder unser Vorgehen durch Ge⸗ genangriffe zeitweise aufzuhalten. Beides vermochte jedoch nicht zu. verhindern, daß die deutschen Truppen im Argonner Walde in unausgesetzter Angriffsbewegung und zwar in langsamem, aber un⸗ unterbrochenem Vorwärtsschreiten begriffen sind. Wie langwierig diese Angriffe sind, mag aus der kurzen Schil⸗ derung des Angriffes einer Pionierkompagnie gegen eine im Walde gelegene, beherrschende Höhe hervorgehen. Es galt, einn feindliche Stellung wegzunehmen, von der aus die rückwärtigen Verbindungen eines deutschen Abschnittes dauernd gefährdet wur⸗ den. Hierzu wurden am 7. Dezember aus dem deutschen Schützen⸗ graben drei Sappen vorwärts getrieben, am 18. Dezember war die linke Sappe bis auf etwa 8 Meter an die feindliche Sappe herangekommen, als die Spitze durch eine französische Minen⸗ sprengung auf 10 Meter Länge wieder eingeworfen wurde. Die beiden anderen Sappen waren am gleichen Tage bis auf etwa 20 Meter an den feindlichen Schützengraben vorgetrieben. Bis zum 19. Dezember war die linke Sappe wieder aufgeräumt und die beiden anderen bis auf 6 bis 8 Meter an den Gegner ge⸗ trieben. Von den Sappenspitzen aus wurden jetzt 3 Meter lange Stollen zur Aufnahme von Sprengladungen vorgetrieben, die am 20. zündfertig waren. 8 Uhr vormittags wurden die Minen ge⸗ zündet. Gleich darauf stürzten die in den Sappen und den an⸗ grenzenden Teilen der Schützengräben aufgestellten Sturmabtei⸗ lungen gegen den Feind vorwärts, ihnen voraus Picniere mit Handgranaten, Drahtscheren und Aexten ausgerüstet. Der durch die Sprengungen kopflos gewordene Feind wurde aus seinen Stel⸗ lungen geworfen. Die Sturmtruppen folgten über ein feindliches Lager hinweg dem fliehenden Feinde noch etwa 800 Meter, bis sie dichtes Gestrüpp zwang, von der weiteren Verfolgung Ab⸗ stand zu nehmen und sich einzugraben. Durch die Sprengungen und die geworfenen Handgranaten hatte der Feind eine größere Anzahl Toter, außerdem wurden 200 Gefangene gemacht, 4 Ma⸗ schinengewehre, 1 Revolverkanone und 8 Minenwerfer erbeutet. Die Besichtigung der genommenen feindlichen Gräben ergab, daß der Feind ebenfalls mit Minen gegen die deutschen Stellungen vorgehen wollte. Er hatte vier Schächte, je 4 bis 5 Meter tief, mit einem Durchmesser von 1,5 Meter, abgeteuft und von diesen aus Schleppschächte angesetzt, mit deren Fertigstellung nach Aus⸗ sage eines gefangenen Genieoffiziers in den nächsten Tagen ge⸗ rechnet worden war. Diese Erfolge unserer Truppen sind natürlich unter mancher Schwierigkeit, Gefahr und unter allerlei Entbehrung erzwungen worden. Aber die Schwierigkeiten wurden überwunden, den Ge⸗ fahren keck ins Auge gesehen und die Entbehrungen wurden freudig ertragen. Wo die Wege schlecht, ungenügend oder nicht vorhanden waren, wurden neue angelegt oder die alten ausgebessert; wo auch dies dem Bedürfnisse nicht genügte, schritt man zum Bau von Bahnen. Drang Wasser in die Gräben und Sappen ein, so erfand man bald Mittel und Wege, um den unerwünschten Eindringling zu beseitigen. Eine ausgezeichnete und reichliche Verpflegung sorgte dafür, daß die Widerstandskraft unserer Truppen andauernd auf der gleichen Höhe blieb; eine Reihe hygienischer Maßnahmen verhinderte das Ausbrechen von Krankheiten und Epidemien. Ir Hüttenlagern, in bequemen und wohldurchwärmten Erdhöhlen und Unterständen richtete sich die Truppe vorn am Feinde ein. Jeder Schützengraben erhielt seinen Namen, überall entstanden Bezeich⸗ nungen für die unterirdischen Dörfer, die sich da entwickelten. Neben einem fröhlichen Humor, dem unsere Soldaten so gerne die Zügel schießen lassen, kommen bei diesen Bezeichnungen auch religiöse Gesinnung und ernste Entschlossenheit zum Ausdruck. Da lesen wir vor einem Unterstande„Ordonnanzen⸗ und Bur⸗ schenstube“ und darunter steht„Eine seste Burg ist unser Gott“ oder eine andere Aufschrift „Treu leben, Tod trotzend kämpfen Lachend sterben.“ Die deutschen Führer leben in unmittelbarster Gemeinschaft mit ihren Soldaten. Brigade⸗ und Divisionsstäbe haben mitten im Walde ihre Erdhöhlen, über die bei Tag und Nacht die feindlichen Infanterie⸗ und Artilleriegeschosse hinwegpfeifen. Tagtäglich zeigen sich die höheren Führer bei der Truppe in den vordersten Linien der Schützengräben, während alle Truppenoffiziere bis zu den Regimentskommandeuren in den Unterschlupfen der Kampflinie nächtigen. Der Oberbefehlshaber General der Jufanterie v. Mudra, erscheint gleichfalls mehrmals die Woche in den vordersten Linien. Im Hauptquartier ist auch der Armeeführer, Seine Königliche Hoheit der Kronprinz des Deutschen Reiches und von Preußen, kein seltener Gast; auch Seine Majestät der Kaiser ist hier wieder⸗ holt gewesen. Vor kurzem erst hat er General v. Mudra für die hervorragenden Leistungen der deutschen Truppen im Argonner Walde durch die Verleihung des Ordens Pour le Mérite ganz be⸗ sonders ausgezeichnet. In einem kleinen Häuschen eines un⸗ 1 8 lebt inmitten der Truppen der greise Feldmarschall Graf Haeseler. Tagtäglich muß sein Adjutant ihm berichten über den augenblicklichen Stand des Waldkampfes, den der greise General mit unermüdlichem Interesse verfolgt. 1 märtte. N Gießen, 30. Jan. Marktbericht. Auf den heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfund 1,05—1,15 Mk.; Hühner⸗ eier 1 Stück 13—14 Pfa., 2 Stück 00 Pig.: Enteneier 1 St. 0 Pfg. 2 St. 00 Pig.: Gänseeier 1 St. 0-0 Pia. 2 St. 00 Pfg.: Käse das Stück 7—8 Pig. Käsematte 2 Stück 6—0 Vfg.: Tauben das Paar 1,00—1,40 Mk., Hühner das Stück 1,00 2,50 Mk., Hahnen das Stück 1,00— 2,50 Mk., Enten das Stück 2,50—3,00 Mk., Gänse das Pid. 70—80 Pfg.; Welsche 4—5 Mk.; Ochsenfleisch das Pfd. 90—98 Pig., Rindfleisch das Pfund 90—94 Pfa., Kuhfleisch 8—90 Pfg., Schweine- fleisch das Pfund 90-106 Pig, Kalbfleisch das Pid. 76-80 Pfg., Hammelfleisch das Pfund 70—90 Pfg.: Kartoffeln 100 Kilo 7,00— Mk., Weißkraut das Stück 10—20 Pig.: Zwiebeln der Ztr 12,00—15,00 Mk.: Milch das Liter 22 Pig. Aepfel der Zentner 15—20 Mk.: Birnen das Pfund 12—15 Pig., Nüsse 100 Stuck 40— 0 Pfa.— Marktzeit von 8 bis 2 Uhr. 1a, Frankfurt a. M., 29. Jan. Heu- und Strohmarkt. Man notierte veu 4,— 4,0 Mk., Stroh(Kornlangstroh) 0.00 bis .00 Mk., Wire stroh 0,00—0,00 Mark. Alles je 50 Kilo. Ge⸗ schäft lebhaft. Die Zuführen waren aus Oberhessen und den Kreisen Hanau und Dieburg Je. Wiesbaden, 28. Jan. Hdeu⸗ und Strohmarkt: Man notierte: Heu 4,70 5,20 Mk., Stroh(Richtstroh) 3,10 bis 3,20 Mt., Krummstroh 2,50—„00 Wk.— Fruchtmarkt. Haser 60,00 00, Mk. Alles je 50 Kilo. Die Zufuhren an Haser sehlten heute. Spielplan des Gießener Stadttheaters. Sonntag, den 31. Januar, nachmittags 35 Uhr, bei kleinen Preisen:„Wie einst im Mai.“ Ende 6½ Uhr. Abends 7½ Uhr, bei(leinen Preisen:„Weh' dem, der lügt“ Ende gegen 10 Uhr. Dienstan, den 2. de ruar, abends 8 Uhr(11. Dienstag-Abonne- ments-Vorstellung), ber gewöhnlichen Preisen(ermäßigt):„Philotas.“ Ein Trauerspiel in einem Aufzug von Gotthold Ephraim Lessing. Hierauf:„Der zerbrochene Krug.“ Lustspiel in einem Anzug von „ Am 27. Dezember 1914 starb auf Russlands Fluren den Heldentod für Kaiser und Reich mein lieber herzens- guter Mann, der treue Vater seines Töchterchens, der gute Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Briefträger Willy Staubach Reserv. im Infanterie-Regiment 140, 9. im 30. Lebensjahre. In tiefer Trauer im Namen der Hinterbliebenen: Frau Marie Staubach, geb. Schmitt und Töchterchen Hedwig Frau Staubach W., Alten-Buseck. Krofdorf, den 29. Januar 1915. Nachruf. in Frankreich unser treues Mitglied zermann Skroz Unteroffizier Komp. Ehre seinem Andenken. Turnverein Wißmar. Statt jeder besonderen Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, lieben Gatten, unseren guten Vater, Schwiegervater und Grossvater Ludwig Jung nach kurzem Leiden im 84. Lebensjahre heimzurufen. In tiefer Trauer: Kath. Jung, geb. Zeiss Familie Reuhl Familie Kissler. Holzheim, Heuchelheim, den 28. Januar 1915. Die Beerdigung findet Sonntag, den 31. d. Mts., nachm. ½ 2 Uhr, in Holzheim statt. Sohn, Bruder, Schwager und Onkel meinen Infanterie⸗Regiment Nr. 168. 10⁰⁵ Im Namen Heinrich von Kleist. Ende 10 4 Uhr. lichen Preisen(ermäßigt):„Grüne Ostern.“ N Sonntag, den 7. Februar, nachmittags 3½ Uhr, bei Volkspreisen: „Colberg.“ Ende 6 Uhr. Abends 72: Uhr, bei kleinen Preisen (Gutscheine haben Gültigkeit):„Die Barbaren.“ Lustspiel in vier Den Heldentod fürs Vaterland starb im Res.⸗Infanterie⸗Regiment Nr. 81. 0522 0 b Im Kampfe fürs Vaterland starb den — Heldentod am 15. November im Reserve⸗ g Feldlazarett 68 Comines an den Folgen seiner am 8. November erhaltenen schweren Verwundung unser lieber, hoffnungsvoller Ludwig Euler Musketier der Leib⸗Kompagnie im der tieftrauernden Hinterblieben: Heinrich Euler, Schneidermeister. Grebenau, Gießen, den 30. Januar 1915. Auizügen von Heinrich Stobitzer. Ende nach 10 Uhr. als das englische Mondamin Besser Dr. 5. Gustin zur Bereitung von Puddings, Milch und Fruchtflammeris. In Paketen zu 15, 30 und 60 Pfg., überall zu haben.[308h. Eine reizende Neubeit, welche die Kinder spielend Geschick⸗ lichten erlangen läßt und gleichzeitig Anregung verschafft, erhalt auf Wunsch jeder Leser dieser Zeilen kostenfrei von Nestle's Kinder⸗ mebl-Gesellschaft, Berlin W 57. Es ist dies eine Ausschneidepuppe mit drei verschiedenen, allerliebsten Gewändern, womit die Kinder sehr gern und lange spielen. Auf Wunsch wird auch eine Probedose des berühmten Kindermehls umsonst beigefügt. 56755 Amtlicher Teil. 8 Bekanntmachung. In Ergänzung des Verbotes vom 1. 1. 1915, neutrale zu Schmier- und Leimseifen zu verarbeiten, wird mitgeteilt, daß die im deutschen Arzneibuch genannten Seifenpräparate 1. sapo kalinus, 2 sapo kalinus venalis, 3. liquor eresoli saponatus nicht unter das vorstehend; Verbot fallen. 5 Von seiten des stellvertretenden Generalbommandos des XVIII. Armeekorps. Der Chef des Stabes de Graaff, Generalmajor. Landgraf. Ludwigs- Gymnasium nebst Vorschule. Anmeldungen neuer Schüler für das Schul⸗ jahr 1915/16 werden vom 1. bis 3. Februar, vor⸗ mittags von 11—12 Uhr, im Gymnasialgebäude entgegengenommen. Geburts- und Impfschein sind hierbei vorzulegen. Gießen, den 23. Januar 1915. Die Großherzogliche Direktion. Sener! 766 D Ausbildung zur Kinderpflegerin, Kinder- gärtnerin und bei genügender Beteiligung zur Jugendleiterin. Staatliche Abschlussprüfungen. Aufnahme April und Oktober, für den Seminar- Kindergarten jederzeit. Auskunft und Prospekt Holz⸗Submission. Aus den Waldungen der Gemeinde Climbach soll im Wege schriftlichen Angebots folgendes Holz verkauft werden: 8 18 Eichen⸗Stämme mit 5 Fstm. 4. Kl. ** 0* 5.* 66 5 10 3 111ͤĩ ð 4 Fichten⸗ 7„1 2,72 n 3.„* 2„„** 1,90* 4. 1 1 5*** 9, 1 3* 5a* 100 25,86 5b * N* U** Angebote sind nach Sortiment u. Klassen trennt mit entsprechender Aufschrift e be 3. Februar nachmittags 1 Uhr einzureichen. Das Holz liegt an der Kreisstraße Beuern—Allertshausen und kann auf Wunsch von Forstwart Leyerer II. vorgezeigt werden. Climbach, den 29. Januar 1915. Großherzogliche Bürgermeisterei Climbach. Stein.(1012 Ortsgruppe Gießen. 978 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Grobmutter, Schwägerin und Tante Frau Marie Langsdorf WW., geb. jung sagen wir hiermit aufriebtigen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Klein-Linden, den 30. Januar 1915. Nationaler Jrauendiensl Allgem. Deutscher Frauenverein Das Verpacken, Schreiben und Adressieren von Jeldpost⸗ sendungen besorgt bereitwilligst und unentgeldlich: Mon⸗ tag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 12 Uhr vorm.: Süd⸗Anlage 4 II, Frau Professor Kalbfleisch. Außerdem erteilt Auskunft über Adresse und Rat für Felopostbriefe gern u. unentgeldlich in ihrer Sprechstunde: die Frauenrechtsschutzstelle Gießen. Mittwoch Nachm. 6 ¼—8 Uhr im alten Rathaus. 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Königlichen Hoheit des Großherzogs Friedrich Wir brauchen Hunde, die geeignet sind, und vor allem Geld, um die hohe Mission zu erfüllen, tausende Verwundete zu retten, die nach jeder Schlacht noch leben und in Gräben, Hecken und Gebüschen verbluten müßten, weil die Sanitätsmann schaften trotz aller Umsicht und allen Eifers sie nicht finden konnten. Saget nicht, Ihr hättet schon geholfen! Die draußen sagen auch nicht, wir daben schon gekämpft! Sie kämpfen weiter und gehen immer wieder für Euch in die Schlacht! Viele hunderte Sanitätshunde arbeiten bereits für Euch und alle, die Euch teuer sind im Felde. Wir brauchen sofort Mittel, die nicht reichlich genng fließen können. Gießen, 29. Januar 1915. Pfarrer Ausfeld, Direktor des Realqymnasiums br. Baur, Dekan Bayer, Piarrer Bechtolsheimer, Geh. Kirchenrat Prof. Dr. Eck, Beigeordneter Kommerzienrat Em— melius, Geh. Kommerzienrat Dr. Gail, Frau Geh. Justizrat Gebhardt, Vorsitzende des Alice-Frauen-Vereins, Chefredakteur Goetz, Beigeordneter Justizrat Grünewald, Landtagsabgeordneter, Landgerichtspräsident or. Güngerich, Geh. Kommerzienrat Heichelheim, Vorsitzender der Handelskammer, Geh. Schulrat Dr. Hensell, Direktor des Landgraf-Ludwig-Gymnasiums, Rabbiner br. Hirschfeld, Oberslaatsanwalt Hof— mann, Oberbürgermeister Keller, Vertrauensmann des Teutschen Vereins für Sanitäts- hunde, Generalleutnant Klingelhöffer, Kommandeur des Abschnitts III der Festung Mainz, Forstmeister Köhler, Geh. Justizrat Prof. Dr. Leist, Mitglied der Ersten Kammer der Stände, Reichsbankdirektor Müller, Finanzrat Dr. Offenbächer, Generalmajor von Petersdorff, Rabbiner Dr. Sander, Postdirektor Schäfer, Geh. Kirchenrat D. Schlosser, Direktor der Oberrealschule Dr. Schnell, Pfarrer Schwabe, Weinhändler A. Schwan, Vorsitzender des Vereins Hundesport für Gießen und Umgegend, Ober— stabsarzt Ur. Siegert, Reservelazarettdirektor, Geh. Medizinalrat Prof Dr. Sommer, Rektor der Landesuniversität, Finanzrat Stei häuser, Major Stephan, Geh. Schul- rat Dr. Stoeriko, Direltor der höheren Mädchenschute, Forstmeister Trautwein, Prof. Urstadt, Landtagsabgeordneter und Stadtverordneter, Provmzialdirektor Geheimerat Dr. Usinger, Redalteur Vetters, Medizinalrat Dr. Walger, Großh. Kreisarzt, Tele- graphendirektor Wiebusch, Landgerichtsrat Wiener, Vorsitzender des Zweigvereins vom Roten Kreuz, Eisenbahndirektor Zimmermann. Spenden werden entgegengenommen: im Stadthaus, Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 15, bei der Mitteldeutschen Creditbank, Johannesstraße 17, bei der Bank für Handel und Industrie, Johannesstraße 1, in den Geschüftsstellen des Gießener Anzeigers, Schulstraße 7, und der Oberhessischen Volkszeitung, Bahn⸗ hofstraße 23. 9868 Fur unsere Jodaben In Pelle empfehlen wir zum Ver- sand als Liebesgaben: Decken garantiert wasserdicht, aus Gummimantelstoff., 240 100 em. 350 Gramm schwer. Diese Decke kann ohne Mühe und besond. 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Die Lieferung von 1000 Zentnern bester Speise⸗ kartoffeln ist zu vergeben. Anlieferung kann sofort oder später erfolgen. Angebote sind unter Angabe der Sorten bis spätestens 5. Februar d. J bei dem Oberbürgermeister der Stadt Gießen einzureichen. Gießen, den 28. Januar 1915. Der See Ausschreibung. Zum elektrischen Antrieb einer Waschmaschine im hiesigen Kreiskrankenhaus soll ein 5 P. S. Motor aufgestellt werden. Angebote hierauf, unter Berech— nung der Leitungs-, Transmissions- und Vorgelege— kosten usw. sind nach vorheriger Einsichtnahme der Oertlichkeit bis zum Freitag, den 12. Februar l. J., vormittags 10 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Alsfeld, 29. Januar 1915. Der Großh. Kreisbauinspektor. — 2 8 Holzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Allerts— hausen soll nachstehendes Holz im Wege schriftlichen Angebots verkauft werden: 981 994 Kiefern: 2 Stück 3. Kl.= 1,81 Fstm. JJ 33— 5 S ihn J „% lee 1 498 5b.„= 60,78 Angebote sind nach Sortiment und Klasse mit der nöngen Ausschrift bis zum Eröffnungstermin Donnerstag, den 4. Februar, nachmittags 2 Uhr, bei der hiesigen Bürgermeisterei einzureichen Die Bedingungen sind die allgemeinen und können auf hiesiger Bürgermeisterei eingesehen werden. Nähere Auskunft durch Förster Römer dahier. Allertshausen, den 27. Januar 1915. Großh. Bürgermeisterei Allertshausen. Hillgärtner. Holzversteigerung im Hattenröder Gemeindewald. In den Distrikten Srückweide, Alte Küheuter, Buchenberg usw. sollen versteigert werden Mittwoch, den 3. Februar 1915 12 Eichen von 30-39. Zim. Durchmesser- 5,93 Fstm., 71„0 4,27 3 5 84 Fichten⸗Reisstangen= 2,45 Fstm., Scheitholz: 22 Rm. Eichen, rund. Werkholz, 6 Rm. Kiefern, rund, Knüppel: 6 Rm. Buchen, 87 Rm. Eichen, 69 Rm. Kiefern, 26 Rm. Fichten, Wellen: 3840 Buchen(Durchforstung), 520 Eichen, 150 Kiefern, 2100 Fichten, Stöcke: 27 Rm. Eichen, 12 Nm. Kiefern, 38 Rm. Fichten. Der Anfang und die Zusammenkunft ist des Morgens präzis 10 Uhr beim Schießstand. Hattenrod, den 25. Januar 1915. Großh. e Hattenrod. Rock. 933 „ 7.* 2 * Holzversteigerung in der fürstlichen Oberförsterei Lich. Dienstag, den 9. Februar, vormittags 9% Ubr, werden aus den Distritten Schwarzwald und Höler ver⸗ steigert: Scheiter Rm.: 280 Buchen(4 Hainbuchen rund), 32 Eichen(rund), 1 Kiefern(rund); Knüppel Rm.: 493 Buchen(meistens Stammknüppel), 161 Eichen, 8 Birten, 4 Aspen, 10 Nadelholz; Stöcke Rm.: 145 Buchen, 57 Eichen, 2 Birken, 10 Nadelholz; Reisbolz⸗Wellen: 7180 Buchen lea. 2000 Foxstwellen!, 1150 Eichen. 200 Nadelholz. 90 Eichen⸗Usosten, 22 Mtr. lang; 2 Erlen= 1,12 Fstm. (40 und 30 Ztm. Mittendurchm.). 1 Aspen⸗Stamm 0,8 Fstm.(40 Zim. Mittendurchm.). Die Zusammenkunft ist am Schwarzwald auf der alten Gießener Straße von Steinbach her. 07³ Holzversteigerungen Fürstl. Solmsischer Oberförsterei Hohensolms. Dienstag, den 2. Februar, nachm. 2 Uhr, im Lokale des Gastwirts Schlierbach in Bieber. Distrikt Helfholz. Brennholz, Buche: 1690 Rin Scheit u. Prügel. 56,70 Hdt. Staum- und Astwellen; Eiche: 20 Rm. Scheit und Prügel, 33,30 Hdt. Stamm- u. Astwellen: Weichbols: 2 Rm Erlenprügel. Dienstag, den 9. Februar. Verkauf an Ort und Stelle. Distrikt Ißelscheid. Nutzholz, Fichte: ca. 50 St. Derbstangen 1.3. Klasse, 30,00 dt. Bohnenstangen. Brenn⸗ holz, Buche: 2 Rm. Prügel, 9,50 Hdt. Wellen. Eiche: 15 Rm. Prügel, 24,40 Odt. Wellen. Weichholz: 9 Rm. Erlen⸗Scheit und Prügel. Distrikt Eulersarund. Nutzholz, Fichte: Stamm⸗ holz. 1 St., 36 Ztm. Durchm. 4 Mtr. lg.= 041 Festm., 21 St. 1/17 Stm. Durchmesser 12/14 Meter lang S 3.84 Festm. Derbstangen: 240 Stück 1./3. Klasse= 12,1 Festm. Brenn⸗ bolz, Kiefer: 15 Rm. Prügel, 5,00 Hdt. Wellen.. Zusammenkunft 10 Uhr vormittags auf der Kreisstraße Fellingsbausen—Frankenbach, wo dieselbe von Fellings⸗ hausen her den Distrikt Ißelscheid berührt. 993100 Holzversteigerung der Gräflichen Oberförsterei Laubach. Montag, den 8. Februar 1915 nach Zusammen⸗ kunft 10% Uhr an der oberen Heegbrücke auf der Kreis⸗ straße Laubach— Schotten aus:) Thomasbiegel 3: Buchen Rn.: 416, Scheit 1. u. 2. Kl., 525 Knüppel(meist Stammknüppel), 78 Stöcke, 02 Reisertnüppel, 1,2 Aspen⸗ Rundscheit, 8,4 Eichen, Aspen⸗Knüppel. 2) Eselskopf: Buchen Rm. 200 Scheit, 20 Knüppel, 50 Stöcke, 48 Reiser⸗ knüypel, Eichen Rm. 3 Knüppel, Nadel Rm. 13 Knüppel, 50, Stöcke(ein gespalten),) Feldchen: Buchen Rm. 6,7 Scheit 2. Kl., 28 Stöcke; Eichen Rm.: 2,3 Scheit, 10 Knüppel; Nadel Rm.: 6 Knüppel. 4) Forstwiese: Buchen Rm.: 6 Scheit 2. Kl., 40 Stöcke. Das Holz aus 3 und 4 wird unvorgezeigt ausgeboten, Lohlreiser und Leseholz flächenweise. Für auswärtige Steigerer steht um 9.24 Uhr am Bahnhof Laubach zu dem um 9 Uhr in Hungen abgehenden, neu eingelegten Zuge ein Wagen bereit. Im Heinzeberg findet in diesem Jahre keine größere Versteigerung statt. 995 Holzversteigerung. Im Licher Stadtwald, Distrikt Oberspeierlingskopf, Untererspeierlingskopf, Eisenkaute und Maurerkaspars⸗ kopf werden Donnerstag, den 4. Februar 1915 ver⸗ steigert: Scheiter Rm.: Buchen 300, Hainbuchen 6, Eichen 20, Birken 2.4, Fichten 2) Knüppel Rm.: Buchen 0, Eichen 90, Fichten 7, Reisig⸗Wellen: Buchen 3450, Eichen 1000, Birken 200, Fichten 500, Stöcke Nm.: Buchen 130, Eichen 85, Fichten 65,— bemerkt wird, daß von dem Buchenstockholz 50 Rm. fein zerkleinert sind.— Nutzknüppel Rm. Eichen 24 — zu Gaxtenpfosten geeignet, 2.2 Mtr. lang,— Derb⸗ stangen Fstm.: Fichten 17, Nutzreisig Rm. Fichten 300 8u Bo nenstangen geeignet. Zusammenkunft und Anfang vormittags 10 uhr am Burkhardsfelder Weg am sogenannten Brückelchen. Lich, den 28. Januar 1915. l Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Dörmer. 2 Holzversteigerung im Beuerner Gemeindewald. Donnerstag, den 4. Februar, vormittags von 9 Uhr an, kommt in dem Distrikt Heegwald folgendes Holz zur Versteigerung: 605 Rm. Buchen⸗Scheiter] 643 Rm. Buchen⸗Reisig 32 Rm. Eichen⸗Scheiter] 65 Rm. Eichen Reisig 105 Rm. Buchen⸗Knüppel] 192 Rm. Buchen⸗Stock 24 Rm. Eichen⸗Knüppel] 20 Rm. Eichen⸗Stock 6 Am. Fichten⸗Knüppel! 6 Rm. Fichten⸗Stock Die Zusammenkunft ist auf der Kreisstraße Beuern—Geilshausen. Es wird bemerkt, daß das Holz durchweg an sehr guten Abfuyrwegen lagert. Beuern, den 28. Januar 1915. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Walther. Holzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Albach soll im Wege schriftlichen Angebots folgendes Holz verkauft werden: 9858 964 Los I: 12 Fichtenstämme 3. Klasse, 30—32 Ztm. Durchm. 2 18,57 Fstm. Los II: 40 Fichtenstämme 4. Klasse, 25—29 Ztm. Durchm. 2 44,04 Fstm. Los III: 22 Fichtenstämme 4. Klasse, 25—29 Ztm. Durchm. 2 23,66 Fstm. f Los IV: 90 Fichtenstämme 5. Klasse, 15—24 Ztm. Durchm. 54,79 Fstm. Los V: 114 Fichtenstämme 5. Klasse, 14—24 Ztm. Durchm. — 68,83 Festm. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Zimmer dahier, durch welchen auch nach vorheriger An⸗ meldung das Holz vorgezeigt wird, und werden kleine Abweichungen nicht berücksichtigt. Die Gebote müssen, da eine Zusammenstellung nicht stattfindet, nach Klassen getrennt, pro Fest⸗ meter, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis Dienstag, den 2. Februar l. J., nachmittags 3 Uhr, an unterzeichnete Bürgermeisterei ein⸗ gereicht werden, wo die Eröffnung der Offerten und Bekanntgabe der Verkaufsbedingungen in Gegenwart der etwa erschienenen Käufer im Ge⸗ meindesaal dahier stattfindet. Albach, den 20. Januar 1915. Großherzogliche Bürgermeisterei Albach. a 25 N 8 1 4 1 9 Verdingung. 9 In der Zusammenleaungssache von Vützellinden sollen die Arbeiten für die Kanalisation des Kolbengrabens zu Lützellinden vergeben werden. Es sind zu liesern und zu verlegen 5 17 lfd. Mtr. Zementröhren von 9.69 Mtr. lichter Weite ** 7 6 50* 2 1 8 der erforderlichen Einfall⸗ und Revisions⸗ schachte. 8 Ferner sind ca. 930 am Steinbahn aus 20 Packlage und 10 Zim. starker Kleinschlagdecke einschl. Materiallieserung. 5 Angebote sind schriftlich im verschlossenen Bries⸗ umschlag bis zum 4. Jebruar an die unterzeichnete Be⸗ börde zu richten. 5 2 Kostenanschläge und Zeichnungen können im Land- messerbureau der Königlichen Spezialkommission 1 zu Weblar. Pbilosophenweg 26. Zimmer Nr. 10, wochentags in den Dienststunden eingesehen werden. Wetzlar, den W. Januar 1915. Königliche Spezialkommission I. Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Voran— schlag der Gemeinde Treis a. Lda. für 1915 Rj. liegt vom 1. Februar d. Is. an eine Woche lang auf dem Amtszimmer in der Privatwohnung des Unterzeichneten während der Geschäftsstunden zur Einsicht der Beteiligten und Vorbringung von mündlichen oder schriftlichen Einwendungen offen. Es wird Umlage erhoben, zu der auch die Aus- märker beizutragen haben. Treis a. Lda., den 30. Januar 1915. Großh. Bürgermeisterei Treis a. Lda. Benner. — Jagd⸗ Verpachtung. Samstag, den 6. Februar l. Js., nach⸗ mittags 2 Uhr, soll auf der Bürgermeisterei da— hier die der Gemeinde Beltershain zustehende Jagd, bestehend aus zirka 326 Hektar Feld mit mehreren sehr schönen Anstandswaldungen, auf weitere sechs Jahre verpachtet werden. Die Haltestelle Beltershain liegt direkt im Jagdgebiet. Beltershain, den 27. Januar 1915. Großh. Bürgermeisterei. Magel. Holzsubmission. In den Waldungen der Gemeinde Reiskirchen soll im Wege schriftlichen Angebots folgendes Holz verkauft werden: Grubenholz-Kiefern. 4 Kiefernstämme von 25—29 Ztm. Durchmesser 1,80 Festmeter 38 Kiefernstämme von 13—24 Ztm. Durchmesser 10,13 Festmeter 2 Fichtenstämme von 30 Ztm. Durchmesser= tm. starker erzustellen 946 1010 926 2,68 Festmeter 1 11 Fichtenstämme von 25—29 Ztm. Durchmessern 11,37 Festmeter 9 62 Fichtenstämme von 20—24 Ztm. Durchmesser = 239,40 Festmeter 2 287 Fichtenstämme von 13—19 Ztm. Durchmesser 81,46 Festmeter 224 Fichten⸗Derbstangen— 25,01 Festmeter. Angebote sind nach Sortimenten getrennt mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Mitt⸗ woch, den 3. Februar l. Js., mittags 1 uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, we alsdann die Eröffnung im Gemeindehause statt— findet. Das Holz wird auf Wunsch von Ferdinand Balser vorgezeigt. a Reiskirchen, am 28. Januar 1915. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. Wagner. Holzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Oppenrod soll folgendes Stammholz im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden: 5 Los I. 1 Stück Eichen⸗Stamm 3. Kl.= 0,84 965 — Fstm. 1„ Laärchen Stamm 5. Kl.= 0,54 Fstm. 7„ U Kiefern⸗Stämme 4. Kl.= 3,93 Fstm. 2 8 5 5. Kl.= 10,96 Fstm. Los II. 1 Stück Fichten⸗Stamm 3. Kl.= 1,53 Fstm. 5 Fichten⸗Stämme 4. Kl.= 4,14 Fstm. 96„ 0„ 5. Kl.= 35,31 Fstm. Die Angebote sind getrennt nach Hol zart, Sor⸗ timent und Klasse pro Festmeter bis zum Samstag, den 6. Februar 1915, nachmittags 1½ʒ uhr, mit der Aufschrift„Holzsubmission“ verschlossen bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, wo in Gegenwart etwa erschienener Bieter die Eröffnung stattfindet. Oppenrod, am 29. Januar 1915. Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod. Balser. Nur eigene 8 Saubere Stepparbeit abrikallon Stepp Decken bei billig. Berechnung kuster in reichhall. Auswahl für Watlee, Wolle- u. Daunen Sievpdecken, sow. Aufarb. alt. Decken. Walltorstr. 24 l. los Zur Saat Gemüse⸗ und Blumensamen 868 Grassamen in Sorten und bewährten Mischungen Runtelrüben in nur besten ertragreichen Sorten Seidefreie Kleesaaten, spez. Echt Pfälzer Rottlee. Illustrierter Hauptkatalog franko zu Diensten. Heinr. Hahn Gi 1 9 Balser. 770 4 Neustadt 8. Samenhandlung. Telephon 403.