* 4 5 7 3 2 Ur. 2 Der Sledener 1* erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Sletzener Famllienblätter; wenmal wöchentl. Kreis⸗ Erstes Blatt latt für den Kreis Siegen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Lan wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech-Anschlusse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstellebl Adresse für Drabtnach- richten: Anzeiger Sießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. 1065. Jahrgang Gießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Samstag, 30. Januar 1015 Bezings preis: monatl. 75 Pf./ viertel jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 bf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den volitischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz, sür Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Neue Erfolge in West und Ost. Eine Wendung in der Haltung Rumäniens? WTB.) Großes Hauptquartier, 29. Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Bei einem nächtlichen Geschwaderflug wurden die englischen Etappenanlagen der Festung Dünkirchen ausgiebig mit Bomben belegt.. Ein feindlicher Angriff in den Dünen nordwestlich Nieuport wurde abgewiesen. Der Feind, der an einer Stelle in unsere Stellung eingedrungen war, wurde durch einen nächtlichen Bajonettangriff zurückgeworfen. Südlich des La Bassée⸗Kanals versuchten die Engländer, die ihnen entrissene Stellung zurückzunehmen. Ihr Angriff wurde leicht zurückgeschlagen. Auf der übrigen Front ereignete sich nichts Wesent⸗ Oestlicher Kriegsschauplatz. a Ein russischer Angriff in Gegend Kussen, nord⸗ östlich Gumbinnen, scheiterte unter schweren Ver⸗ lusten fürn den Feind. Im nördlichen Polen keine Verände⸗ rung. Nordöstlich Bolimow, östlich Lowicz, warfen unsere Truppen den Feind aus seiner Vorstellung und drangen in die Hauptstellung ein. Die eroberten Grüben wurden trotz heftiger nächtlicher Gegenangriffe bis auf ein kleines Stück gehalten und eingerichtet. Oberste Heeres leitung. In einem Teil der Auflage wiederholt.) *** Die amtlichen deutschen, österreichisch⸗ungarischen und türkischen Berichte der letzten Tage lauten durchaus günstig. Die wortreichen Darlegungen der französischen Heeres⸗ leitung sind zum großen Teile falsch und irreführend, wie auch aus einer zusammensassenden amtlichen deutschen Be⸗ sprechung der Kämpfe im Argonner Walde deutlich hervor⸗ geht. Wir verweisen nur auf den Schlußabsatz dieser Be⸗ sprechung, die wir im 2. Blatt dieser Ausgabe wiedergeben. Auch über die Kämpfe im Gebiete von Craonne, über die unsere Heeresleitung eine klare Schilderung herausgegeben hat, verbreitet der letzte amtliche Bericht der Franzosen vom 28. Januar falsche Angaben. Es heißt da: Unsere Verluste an Toten, Verwundeten und Vermißten betragen am 25. und 26. Januar ungefähr 800 Mann. Wir haben aus unserer amtlichen Quelle gehört, daß bei diesen Kämpfen, einschließlich des 27. Januar, 1500 tote und 1100 gefangene Franzosen gezählt wurden. Was von der französischen Ver⸗ sicherung zu halten ist, die deutschen Verluste bei den Craonner Kämpfen hätten„sicherlich den Effektivbestand einer Brigade erreicht“, kann man sich danach denken. Auch in den Argonnen und im Gebiete von St. Mihiel wollen die Franzosen wieder deutsche Angriffe„zurückgeworfen“ haben. Wenn wir die deutschen Berichte lesen, können wir uns dar⸗ über aller Besorgnisse ruhig entschlagen. Die für unsere Verbündeten siegreiche Wendung in der Bukowina und in den Karpathen hat allem Anschein nach auch nach einer anderen Richtung eine gute Wirkung ge⸗ habt. Rumänien soll, wenn wir einer Meldung der „Frankf. Ztg.“ aus Wien glauben dürfen, in den aller⸗ letzten Tagen seine Haltung mehr zugunsten der Zen⸗ tralmächte gewendet haben. Es heißt dazu, der öster⸗ reichisch⸗ungarische Gesandte in Bukarest habe dem Kaiser Franz Josef und dem Minister des Aeußern Baron Burian neue Mitteilungen nach Wien mitgebracht. Erfreulich ist jedenfalls auch die halbamtliche Meldung aus Bukarest, daß Deutschland für den Transport von Getreide, das nach Deutschland überführt werden soll, Eisenbahnwagen zur Verfügung stellen kann. Die Russen haben die schlech⸗ testen Aussichten. Ein Angriff in Ostpreußen ist für sie wieder mit großen Verlusten gescheitert, und vor Warschau, bei Bolimow, sind sie durch die Deutschen aus ihrer Haupt⸗ stellung verdrängt worden. Dazu kommt eine neue Sieges⸗ meldung der Türken aus dem Kaukasus. Sollte die Ahnung kommender großer Schwierigkeiten die russische Heeres⸗ leitung veranlaßt haben, auch aus Lemberg den Rückzug anzutreten? Die nächsten Tage werden Klarheit darüber bringen. 8 * 1* Auf ein halbes Jahr Kriegszeit zurückblickend, wissen wir heute noch nicht, wann der„sanfte Friedensmarsch“ ertönen wird und welcher Preis uns am Ende verheißen werden könnte. Noch ist der Winter in der Herrschaft und der Krieg, dessen rauhes Lied nur von Tod und Vernichtung singt. Freilich, es muß und wird doch Frühling werden, und die deutschen Waffen werden das Eis, das uns noch einschnürt, zu brechen wissen. Manche denken dabei jetzt schon daran, wie der neue Frühling wohl aussehen mag; sie meinen, man müsse nicht nur die Scholle schlagen und um⸗ werfen, sondern auch das Saatkorn hineinlegen, das uns die Flur wieder schmücken soll. Es gibt indessen nur spär⸗ liche Säemänner, da das Wort noch sparsamer gebraucht wird, wie der Weizen, dessen Bestände wir schonen, und da die deutsche Presse, in der es sonst auch im Winter von allen Far politischer Entschließungen und Wünsche ver⸗ führerisch schillert, dem schneebedeckten Erdboden gleicht, Über den die Stürme der Zeit dahinbrausen. Was da gebaut und zu beackern ver wird, bewacht die Zensurbehörde. So verficht, um nur ein Beispiel zu nennen, ein so unter- 4 der und gedankenreicher Mann wie der sozialdemo— kratische Schriftsteller Eduard Bernstein in der letzten Num— mer des„Vorwärts“ mit bescheidenem Temperament das Recht, für einen baldigen Friedensschluß einzutreten. Das ist immerhin eine gewagte Sache, solange man nicht weiß, wie und in welcher Weise Bernstein sich dies denkt; und so verbrämt er denn seine Forderung mit dem Zusatze, man könne ja zugleich erklären, daß man für einen Friedens- schluß nicht zu haben sei, der nicht die Bürgschaften der Dauer in sich trägt, d. h., der nicht die Entwicklungsbedin— gungen des eignen Landes sicherstelle.„Da steh' ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor.“ Dem Krieg wollen wir ja alle ein baldiges Ende wünschen, aber wenn man einen möglichen Friedensschluß beraten will, muß man ins Detail gehen. Dazu hat Herr Bernstein gegenwärtig die Möglichkeit nicht, und vielleicht ist es gut so. Er läßt nur durchblicken, daß bei zu zäher Krieg⸗ führung zwischen Deutschland und England als Gewinner Amerika hervorgehen werde. Wir halten es für durchaus angebracht, daß im vater— ländischen Interesse gegenwärtig politische Auseinander- setzungen mancherlei Art unterbunden werden. Das im Deuteln und Verdrehen so eifrige Ausland soll, so lange wir nicht die volle Gewähr des Sieges besitzen, keine Gelegenheit haben, auf Unstimmigkeiten hinzuweisen und einzelne Aeußerungen tendenziös auszubeuten. Auf der andern Seite darf die deutsche Presse für sich in Anspruch nehmen, daß sie bisher eine vaterländische, würdige und 8 Haltung eingenommen hat, auch als die Zensur⸗ behörde sich weitherzig gezeigt hatte, z. B. in der Behand⸗ lung der Fragen, die sich um Italien handelten. Auch der rater dat ja an seinem Geburtstage der Presse seine Anerkennung und sein Vertrauen bezeugt. So mag es denn berechtigt erscheinen, daß allmählich einige Wünsche für sie laut werden. Das ied des preußischen Herrenhauses Dr. J. Reinke erörtert im„Tag“ das Thema„Politik und öffentliche Meinung“ und kommt zu folgenden Darlegungen: Wenn der Regierung eines Landes aus der Presse Stimmen der öffenlichen Meinung entgegenschallen, so wird sie sich vor⸗ behalten, solche Stimmen zu beachten oder nicht. Die öffentliche Meinung des Landes dient der Regierung aber nicht nur als Material, eventuell als Anregung, sondern sie steht der Regie⸗ rung auch mit gewissen Erwartungen gegenüber. Die Bevölke- rung erwartet, daß die Erörterung man Fragen in der Presse nicht länger untersagt werde, als Staatsnotwendigkeit und Staats⸗ wohl es durchaus erfordern. Gewiß befindet sich Deutschland gegen⸗ wärtig in einer so ernsten Lage, daß Presseartikel, die den lei⸗ tenden Staatsmännern bei ihrer schweren Arbeit Störungen verursachen könnten, vermieden werden müssen. Andererseits ist es ein nicht gerade erfreulicher Zustand, wenn man in seiner Tageszeitung die Spalten mit Ausschnitten aus fremdländischen Blättern angefüllt findet unter starker Zurückdrängung der eigenen Arbeit, wo doch diese unzweifelhaft das Ziel verfolgen würde, die in uunserem Volke entflammte Begeisterung für Deutschlands Sache in der bisherigen Höhe zu erhalten, wenn es sein muß, sie zu steigern. Wer ist unter uns, der im stillen nicht fragt, welchen Sieges⸗ preis das deutsche Volk für sein gewaltiges Ringen zu erhoffen habe? Die Meinungen über die erreichbaren Ziele des Krieges gehen gewiß weit auseinander, vielleicht malt sich in jedem Kopfe ein anderes Ergebnis; doch einig sind wir bis zum Kanzler hinauf in dem Willen und Wunsche, Deutschland gegen künftige Angriffe sichergestellt zu wissen, und darüber wird eine freie Meinungsäußerung in der Presse sich dauernd kaum ausschließen lassen, auch nicht über die verschiedenen möglichen Lösungen dieser Aufgabe. Die öffentliche Meinung Deutschlands hat sich bei Beginn des Krieges als mündig erwiesen, man soll sie auch nicht während des Krieges verstummen lassen. Von einer in vernünftigen Grenzen sich bewegenden Aussprache in der Presse kann— unsere Diplomatie Vorteil haben. Wir schließen uns namentlich auch der weiteren Bemer— kung Reinkes an, daß es in der Gegenwart der Regierung überlassen bleiben müsse, wann sie den Zeitpunkt für gekommen erachtet, der öffentlichen Meinungsäußerung über solche wichtigen Fragen freien Lauf zu lassen. Bei der Ein⸗ mütigkeit des deutschen Volkes glauben wir, daß die Zeit bald schon reif ist für ein zunehmendes Vertrauensver— hältnis zwischen Staatsgewalt und öffentlicher Meinung. Wenn Herr Eduard Bernstein auch mancher seiner inter nationalen Betrachtungsweisen treu geblieben sein mag, so meinen wir doch— man braucht nur an Scheidemann und andere sozialdemokratische Führer zu erinnern—, daß das deutsche Volk im ganzen nicht nur geeinigt, sondern auch vaterländisch gestärkt aus dieser großen Prüfungs- zeit hervorgegangen ist. Gerade weil Deutschland nicht den Krieg herbeigeführt hat und nicht von Eroberungsplänen bestimmt worden war, darf auf dem Wege nach Einigung und Klarheit nach einer vertrauensvollen Verständigung zwischen Presse und Regierung gesucht werden. ** * Noch eine amtliche Aeußerung zur Schlacht in der Nordsee. (WB.) Berlin, 29. Jan.(Nichtamtlich.) Der vor⸗ läufige Bericht des englischen Admirals Beatty über das Seegefecht in der Nordsee, der durch das Reutersche Telegra⸗ phen⸗Bur, veröffentlicht wird, enthält die Behauptung, daß nach der Aussage von deutschen Kiegsgefongenen der Kreuzer „Colberg“ durch das Feuer des englischen Geschwaders zum Sinken gebracht worden sei. Diese Nachricht ist, wie wir von zuständiger Seite erfahren, unzutreffend. Es kann gegen diese Behauptung und anderen Entstellungen ge⸗ genüber nur erneut auf die Angaben des amtlichen Tages⸗ berichtes hingewiesen werden, wonach süämtliche an dem Gefecht beteiligten Schiffe und Fahrzeuge mit alleiniger Ausnahme des großen Kreu⸗ zers„Blücher“ in deutsche Häfen zurück⸗ gekehrt sind. Die Haltung der Besatzung des„Blücher“. London, 30. Jan.(WTB. Nichtamtlich.)„Daily Chro⸗ nicle“ bringt eine Unterredung mit einem Mann der Be⸗ satzung der„Arethusa“, die den Kreuzer„Blücher“ durch Torpedo versenkt hat. Der Mann erzählte: Das Schiff war kaum zu verfehlen, da es fast still lag. Ein zweites Torpedo traf den„Blücher“ voll mittschiffs. Die Mann⸗ schaft hielt sich schneidig bis zum letzten Augen⸗ blick. Wir sahen die Besatzung auf Deck aufgestellt und salutieren. Es war ein packender Augenblick. Jeder, der einiges Gefühl besaß, mußte eine solche Kaltblütigkeit be⸗ wundern. Als wir das zweite und letzte Torpedo losgelassen hatten, wußten wir, daß das Ende schnell kommen mußte, und fuhren bis auf 200 Meter an den„Blücher“ heran. Wir konnten das Torpedo fortschnellen sehen. Die Mann⸗ schaft wäre stramm salutierend in den Tod gegangen, wenn wir nicht Sirenenwarnungssignale gegeben hätten. Einer der Offiziere rief auf Deutsch hinüber, was vor sich gehe. Die Deutschen verstanden es und schwenkten die Mützen, riefen Hurra und sprangen über Bord. Wir verloren keinen Augenblick, sondern begannen mit dem Rettungswerk. Wir warfen 100 Planken über Bord, an denen sie sich schwimmend festhielten, bis sie unsere Boote auffischten. Inzwischen hatte unser Torpedo sein Ziel erreicht und das Schiff versank in den Fluten. Die Taten der„Karlsruhe“. Basel, 30. Jan.(WTB. e dung aus Tokio hat die„LFarlsruhe 5 kanischen Gewässern wieder zwei englische und einer französischen Dampfer versenkt. Kein Zeppelin vernichtet. Berlin, 29. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Wie wir er⸗ fahren, ist am 25. Januar ein deutsches Marine Parseval⸗Luftschiff von einem Ostseehafen zu einer Unternehmung gegen den russischen Kriegshafen Libau aufgestiegen und bisher nicht zurückgekehrt. Eine Meldung des russischen Marine-Generalstabs verbreitet, daß am 25. Januar ein deutsches. Libau über⸗ flog und Bomben abwarf. Das Luftschiff sei beschossen und getroffen worden und sei in die See gestürzt. Von russischen Fahrzeugen sei es vernichtet und die Be satzung gefangen genommen worden. Die russische Angabe, daß das angreifende Luftschiff ein Zeppelin gewesen sei, wie in der ausländischen Presse weit verbreitet worden ist und auch in die deu sche Presse Eingang gl funden hat, ist hiernach unzutreffend. Verlorene englische Dampfer. London, 29. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der 8 Dampfer„Potaro“, 4000 Tonnen, ist überfällig. Man fürchtet, daß er von dem deutschen Hilfstreuzer„Kron⸗ prinz Wilhelm“ gekapert worden ist.— Die Dampfer „Therese Heymann“ und„Glenmorgan“ dürften in der Nordsee infolge Minen gesunken sein. Die Besorgnisse Englands vor Luftangriffen. London, 29. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) In Städten, die mit einem eventuellen Luftangriff rechnen müssen, wurden die kostbarsten Bilder aus den Galerien und die Wertgegenstände aus den Museen in Sicherheit gebracht In London wurden zahlreiche Gemälde in Kellergewölben untergebracht. Der größte Teil der Nationalgalerie ist ge⸗ schlossen. *** Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 29. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 20. Jan. 1915, mittags. Starter Schnee⸗ fall ist eingetreten. In Westgalizien und Polen nur Rekognoszierungen, Patrouillengefechte, und wo es die mo⸗ mentanen Sichtverhältnisse zulassen, Artilleriekämpfe. In den Karpathen wurden westlich des Uzsoke! Passes russische Angriffe unter schweren Verlusten für den Gegner zurückgeschlagen. Bei Vezerszallas und Voloves sind die Kämpfe beendet, der Feind auf die Paßhöhen zurückgeworfen, neuerdings 400 Ge⸗ fangene eingebracht. In der Bukowina herrscht Ruhe. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Gestohlene ostpreußische Maschinen. Kopenhagen, 29. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Nach Meldungen russischer Blätter kamen in Wilna landwirt⸗ schaftliche Geräte und Maschinen an, die in Ostpreußen von den russischen Truppen gestohlen worden sind, im Werte von über 100 000 Rubeln. Da die meisten Maschinen reparaturbedürftig sind, ist in Wilna eine Maschinenwerk⸗ stätte eröffnet worden. Man erwartet noch weitere Trans⸗ porte gestohlener ostpreußischer Maschinen.. Der Austausch der Kriegsgefangenen. 9 Wien, 29. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Anknüpfend an die aus russischer Quelle kommende Nachricht, daß die Ver⸗ VW Nach einer Mel⸗ in den ameri: 5 handlungen über den Austausch der deutschen und * ruffisfchen Kriegsgefangenen. * seien, weil Deutschland die Befreiung sämtlicher Konfuln 5 verlange, während Rußland die Freigabe von Konsuln, die 5 in Festungsgebieten tätig gewesen sind, ablehne, sagt die *„Neue Freie Presse“, daß Rußland sich jetzt souverän über jedes Völkerrecht zurückziehe, welches keinen Unterschied zwischen Konsuln, die in Festungsbezirken und solchen, die . in offenen Städten tätig 95 überhaupt wenig mehr von 5 bab. Niesen beate nz den Rap Benedikt angeregt habe. Die Entente habe kein Interesse daran, daß die Leute nach Hause kämen, die mehr über die Ereignisse wüßten, als den Regierungen lieb sein könnte, zumal die Gefangenen bei den Zentralmächten gut aufgehoben seien. 5 Die Kämpse im Kaukasus. 3 Konstantinopel, 29. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Das . Große Hauptquartier teilt mit: Auf der kaukasischen Front hat sich nichts Nennenswertes ereignet. Unsere Truppen, die in der Richtung auf Olty die Offensive ergriffen, machten 300 Russen zu Gefangenen und erbeuteten eine Menge Gewehre und Kriegs⸗ material. Die seit einer Woche in Aserbeidschan im Gange 5, befindliche Schlacht in der Umgegend von Choi gegen die feindlichen Hauptkräfte wird zu unseren Gunsten fortgesetzt. Choi ist der letzte Zufluchtsort der Russen in Aserbeidschan. Am 27. Jan. nahmen unsere Truppen im Süden von Choi die erste Linie der besestigten feindlichen Stellung, die aus mehreren Linien besteht. . Französische Offiziere auf dem Wege nach Petersburg. „ Kristiania, 29. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Gestern traf 15 von Bergen eine größere Gesellschaft ein, bei der es ich, wie bestimmt angenommen wird, um den französischen General Pau nebst Stab handelt. Die Gesellschaft be⸗ stand aus 15 Herren, die am Bahnhof von dem französischen Ge⸗ 9 sandten empfangen wurden. Die Herren fuhren nach der fran⸗ zösischen Gesandtschaft, wo der General die Nacht verblieb. Der übrige Teil der Gesellschaft nahm in einem Hotel Wohnung, wo sich die Gäste als Ingenieure einzeichneten. Heute erfolgte die Weiterreise von Stockholm nach Petersburg. Die Lage in Aegypten. Berlin, 30. Jan. Zur Verteidigung Aegyp⸗ tens heißt es in einem Bericht der„Voss. Ztg.“ aus Wien: 1 In Amsterdam eingetroffene Nachrichten besagen, daß die Lage der Engländer und des neuen Sultans kritisch zu werden beginnt. Der neue Sultan vermeide es, sich öffent⸗ lich zu zeigen, da Anschläge befürchtet werden. Viele Ule⸗ mas, die sich weigerten, für den neuen Sultan zu beten, siien verhaftet worden. In der großen Moschee von Kairo verschlossen die Gläubigen demonstrativ den großen Bet— saal. Die Zuchtlosigkeit der fremden Truppen verschärft noch die bedrohliche Stimmung der Bevölkerung. Auch aus dem 8— des Landes kämen Berichte über wachsende Unsicher— 2 sind, kenne. Man höre em Austausch der in validen 9— 5 * 4* . Der Kaiser im Feuer. Berlin, 30. Jan. Bei Soissons hat, wie die„Neue Poylitische Korrespondenz“ zuverlässig hört, der Laiserun⸗ mittelbar im schärfsten Feuer gehalten und bonnte nur durch die dringlichsten Vorstellungen seiner Um⸗ 2 nach längerer Zeit veranlaßt werden, seinen gefähr⸗ ichen Standort zu verlassen. Französische Flüchtlinge. Berlin 30. Jan. In der„Kreuzzeitung“ heißt es in einem 25: Im Anschluß an die französische Nieder⸗ lage bei Soissons, durch welche die deutschen Streitkräfte 95 in der Ri g auf Paris vorgegangen sind, wird aus der franzssischen Hauptstadt wieder eine Massenflucht der wohlhaben⸗ den Bevölkerung nach dem Süden Frankreichs gemeldet. Alle von der Regierung unabhängigen Zeitungen trügen ihren Pessi⸗ mismus offenkundig zur Schau. Der französische Marineminister in London. . London, 29. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche 5 au meldet amtlich: Der französische Marineminister traf am Diienstag früh hier ein und wurde vom König empfangen. Der Minister hatte mehrere Konferenzen mit dem ersten Lord der Admiralität über die Aufstellung und Verwendung der Seestreit⸗ Tlräfte der beiden verbündeten Mächte. Die Konferenzen ergaben die Uebereinstimmung in den Anschauungen beider Staatsmänner und die intime Solidarität beider Regierungen.— Der Minister sah während seines Aufenthalts in England Lloyd George, Grey,. 5 chener und Crewe Balfour und besuchte Portsmouth, wo er das Arsenal und die Docks besichtigte. * Die Wehrmittel Frankreichs. Berlin, 30. Jan. Die französische parlamentarische Armee⸗ kiommission wird, wie der Berl.„Lok.⸗Anz.“ meldet, durch die 5 41. unangenehm berührt, daß die Zahl der Kriegs⸗ freiwilligen in Frankreich seit Beginn des Krieges kaum 20 000 erreicht habe. Ein gro Teil dieser 20 000 mußte noch wegen Untauglichkeit nach Hause geschickt werden. Gleichzeitig erfährt der Lokalanzeiger aus Genf, daß heute in der Pariser Bannmeile Probeflüge französischer Lenkballons verschiedenen Typs beginnen. 5 e Rumäniens Getreide. * Bukarest, 29. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Halbamtlich wird gemeldet: Der größte Teil der in den letzten Monaten für Deutschland gekauften Getreidemengen konnte wegen Wagenmangels nicht ausgeführt werden. Die rumä⸗ 5 nische Eisenbahnverwaltung hat nun den Vorschlag der deutschen Reegierung angenommen, daß sie den dazu notwendigen Wagenpark selbst nach Rumänien senden werde. 1 Aus dem Reiche. f Berlin, 29. Jan.(WTB Amtlich.) Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht in seiner heutigen Ausgabe das Verbot der Aus⸗ fuhr und Durchfuhr von Kalisalzen und daraus hergestellten Erzeugnissen. Gleichzeitig wird die Aus fuhr und Durchfuhr von Ziainnoxyd, Zinnsäure, Zinngeräten, Zinnsalzen, Zinnsäuresalzen. einer Reihe anderer Zinnverbinde„ mangansaurem Kali und übermangansaurem Kali verboten. Das Verbot der Ausfuhr und Durchfuhr von deutschen Fuchsfellen,* bis zur Stärke von 3 Millimeter, Baumwollgarn bis 32, englisch, ge⸗ bleicht, gefärbt und bedruckt, im. und von Eisengarn wird aufgehoben. Das Verbot der Aus fuhr und Durchfuhr von Baumwollgeweben vom 6. September 1914 wird auf 9 5 1 5 e 5 72 5 Baumwollgewebe für Aus rüstungsstücke(Brotbeutel und Zelt⸗ bahnen eingeschränkt.— Ferner veröffentlicht der„Reichsanzeiger“ die Bestimmungen über die zollfreie Ablassung von Rohzucker aller Art zur. 2 N n 5 5 mit * ihrten ssen vergällt worden ist. N Jan. Die unter der Krefelder Bürgerschaft eingeleitete Sammlung, welche als Kaiser⸗Geburtstags⸗ spende für Zwecke der Kriegsfürsorge verwendet werden soll, hat laut Berl. Tagebl. über 120 000 Mf. ergeben. Aus Stadt und Cand. Gießen, 30. Januar 1915. Wintertage. und drei Januarwochen, die eigentliche Dezember i 0 kalendermäßige Winterzeit, haben vergehen müssen, ehe wir an Eis und Schnee zu merken bekamen, sieht die Schön⸗ heit des Winters nicht nur im Märchen beste Frostklare Sternennächte hat es gegeben, langsam und nachdenklich oder wieder wirbelnd und stürmisch find die weißen Flocken Fer Wasserspiegel sind erstarrt, Wiesen und Felder argen unter der gleichen weißen Decke die erstorbenen Farben, der Lärm rollender Räder und eilender Füße wird aufgesogen von dem weichen Schnee, dessen Beharrlichkeit aller Besen und Schaufeln nachsichtig lächelt. Auch in die letzten Winkel zwischen den Häusern ist er gedrungen. Der Winter ist gekommen. Draußen vorm Fenster streckte gestern ein kahler Ahorn die Aeste frierend in die graue Luft. Der Wind hatte den weißen Poder, mit dem der Schnee ihn die Tage vorher betreut hatte, wieder davongetragen. Aber, unermüdlich sind die weißen Flocken wiedergekommen; glitten sie zu tausenden an der glatten Rinde ab, in Astwinkeln und Ritzen setzten sich einige fest, riefen und hielten die Gefährten, mehrten und dehnten sich, kletterten jedem weiglein nach und nun steht der ganze Baum wie verzaubert in seinem silberigen Schmuck, auf dem die Nachmittagssonne ihre müden Strahlen spielen läßt, wenn der Vorhang am Him⸗ mel für halbe Stunden lichter wird. Und der weiße Baum sagt: Draußen vor der Stadt stehn noch tausende meines⸗ gleichen. Draußen prangt Winterherrlichkeit. Geh' und sieh', wie Schnee und Sonne das Land verzaubern können Der Fuß sinkt mit kurzem, rauhem Laut in die weiße Pracht, ehe er Boden faßt. Seit dem letzten Schneefall ist noch niemand den stillen Weg durch die verschneiten Tan⸗ nen gegangen. Schnee überall. Er lastet auf dunkelgrünen Zweigen, hat den Graben verweht, klebt in der Flugrich⸗ tung an den Stämmen, deckt Moos und dürre Halme. Die Sonne spielt im Winterwald. Dunkelblaue Schatten malt sie, wo die dichten Kiefern ihr den Zutritt wehren, auf den hochverschneiten Waldweg. Ganz hinten in dem Heer der schlanken Stämme flammen einzelne, getroffen von den durch die Wipfel irrenden Strahlen, in einem Rot von seltsam kalter Glut. Der ganze Wald ist wie ein Rätsel unirdischer Farben, und eine feierliche Totenstille ist in ihm. Einmal schreckt unter niedrigen, schneeverwehten Zweigen ein Hase auf; weißer Staub regnet nieder und in einer Schneewolke verschwindet der ängstliche Geselle im Unterholz. Der Wald verschluckt ihn, und das Schweigen ist wieder wie vordem. Vom Berggipfel dringt der Blick durch die fast wesen⸗ lose Luft freier und leichter als an klarsten Sommertagen. Taunus und Vogelsberg liegen am Horizont in zartem Licht, das ständig wechselt. Die weite Landschaft hat die un⸗ beschreiblich feinen, duftigen Töne leise irisierenden Perl⸗ mutters. Ganze Flächen schimmern in dem weichen Hauch eines Rosenblatts zwischen Weiß und Hellrosa, von den Wellen des Geländes wie von feinem Geäder durchzogen, dort wieder hat ein Hang die Farbe matten Silbers, dort des Opals, dort des Alabasters; weit hinten scheint die Ebene in glanzlosem Weiß; und über allem der blaß⸗ blaue, eisstarre Himmel. In der Luft zittert ein Singen wie das Verklingen eines Tones in einem Resonanzboden. Die Sonne verschwendet Ströme goldenen Lichts, aber es ist keine Wärme in ihren Strahlen Die Wirtsleute droben haben für Wärme gesorgt, wenn ein Spaziergänger den Hang hinauf wagen sollte. Und was der prasselnde Ofen nicht tut, ersetzt ein nach Spezial⸗ vorschrift gebrauter Wintergrog. Und gemach sinkt die Sonne tiefer und der Horizont glüht in flammendem Rot. Die Schatten senken sich auf Berge und Wälder, und es wird Zeit zum Heimweg. Im Westen steht der Himmel noch in den tiefen Tönen des Abendrots; von der anderen Seite spendet der Mond schon sein frostiges, grünliches Licht. Schwarz recken sich gegen seine volle Scheibe die ragenden Schatten der Kiefern. Der Frost knackt in den Stämmen, und weit hinten aus dem Walde dringt ab und zu ein lang⸗ gezogener, klagender Laut, wo der eisige Wind zwei kahle Aeste gegeneinander reibt. Der Himmel wird dunkler; von seinem stahlblauen Grund 8 die Sterne auf und über em verschneiten Land funkelt, als der Schritt wieder in 3 lenkt, schon der Sternenmantel der Winter⸗ nacht. * Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Füsilier Theodor Nepp, Füs.⸗Rgt. 80, aus Heisters.— Ers.- Res. Albert Reinh. Kring, Res.-Ins.⸗Agt. 222, aus Haiger.— Ers.-Res. Willy Maus, Res.-Inf.⸗Rgt. 221, aus Offenbach a. M. — Res. Fr. Aug. Baum, Inf.⸗Rgt. 115, aus Offenbach a. M.— Vizeseldwebel Otto Schmidt, Res.-Inf.-Rgt. 221, aus Worms. — Offiz.-Stellv. Emil Leyendecker, Inf⸗Rat. 119, aus Offen⸗ bach.— Kriegssteiw. Paul Lehmann, Landw.-Inf.⸗Rgt. 87, aus Wiesbaden.— Seewehrmann Eisenbahnbureaubeamter Alfred Hammer, 2. Marine-Ins.-Agt, aus Wiesbaden. 0 Nochmals„Die Küche im Kriege“. In den Familienblättern Nr. 9 des„Gießener An⸗ zeigers“ vom 16. Januar d. J. hatten wir unter der Ueberschrift:„Die Küche im Kriege“ schon allerlei bewährte Rezepte 1 Da aber die Ernährungsfrage täglich für uns an Wichtigkeit gewinnt und manche unserer Leser jenen Artikel vielleicht übersehen haben, so bringen wir von heute an in den Familienblättern fortlaufend diese Rezepte noch⸗ mals zusammen mit einer Anzahl billiger Fisch⸗ und leischgerichte und zwar so, daß wir möglichst ein fleisch⸗ oses Gericht neben ein Fisch⸗ resp. Fleischgericht stellen. Wir hoffen, dadurch unsern Lesern Anregung zur Her⸗ stellung der verschiedenartigsten, nahrhaften und doch nicht teuren Gerichte zu geben, und bitten jeden, die Rezepte in seinem Kreise möglichst zu verbreiten. Die Hausfrauen wer⸗ den mit Leichtigkeit das für sie Verwendbare herausfinden und jedes einzelne Rezept mit Geschick auch nach ihren Be⸗ dürfnissen umzumodeln verstehen. 1 Alle Speisen, die längere Zeit kochen müssen, lassen sich vorzüglich in der Kochkiste en. Man spart durch Anwendung der Kochkiste nicht nur Feuerungsmaterial, sondern auch Zeit, da bei den in der Kochkiste gargemachten Speisen ein Anbrennen oder Ueberkochen vollständig aus⸗ geschlossen ist, somit die persönliche Wartung fortfällt. Will man sich eine Kochkiste anfertigen, so nehme man eine Holz⸗ kiste mit gut schließendem Deckel, lege auf den Boden der Kiste eine dicke Schicht recht fest gestampfter Holzwolle oder Heu oder auch Zeitu ierschnitzel; auf diese Schicht stellt man zwei möglichst gradwandige Kochtöpfe und stopft um diese herum alle Zwischenräume, auch die Ecken der Kiste, recht fest mit dem gleichen Material aus. Das Kissen zum Zudecken der Töpfe muß auch ziemlich fest gestopft sein ———— und gut pallen. Ist die Kochkiste soweit fertiggestellt, so werden die Kochtöpfe E 1 8 Kiste und die e toff überzogen. 4 Alle Speisen, die man in der Kochkiste garmachen will, müssen auf dem Herd angekocht werden. rechne— Ankochen ein Viertel der ganzen Kochzeit. Der Deckel darf in den letzten drei Minuten nicht vom Topf genommen werden. Das Gericht muß stark kochen, wenn es in die f Kochkiste gestellt wird und der Deckel sofort. werden. Längeres Stehen in der Kiste schadet dem Geschmack 5 der Gerichte nicht. l Ritter des Eisernen Kreuzes: Aer Topp aus Probbach, Uffz. im Res.⸗Inf.⸗Regt. 117. Lehrer Boch aus Niederbiel, Uffz. im Inf.⸗Regt. 16. Postass. Georg Faust aus Diez, Feldw.⸗Leutn. im Inf. Regt. 118. Gefr. Alois Weber aus Ebernhahn, Unterwesterwald, Inf. Regt. 144. Krankenträger Josef Regnier aus„ Unterwesterwald, beim 18. Armeekorps. Fritz Hardt aus Steinbrücken. Leutn. Jung, Lehrer aus Angenrod. Gefr. Eifländer aus Untersorg, Art.-⸗Regt. 25. Vizefeldwebel Durchschlag, 4. Eisenb. Bat. Lehrer Aloys Kilburg aus Niederbrechen(1. u. 2. Kl.), Res.⸗Inf.⸗Regt. 80. Pfarrer Christian Eisenberg aus Marburg, Felddivisionspfarrer bei der 5. Landwehrdivision. Off. Stellv. Kinzenbach, L./168, und Feldzahlmeister Euteneuer im 1. Bat. 168 — 3 Uffz. Haub aus Nieder-Weisel, Res.⸗Inf.⸗ egt. 116. Auszeichnung. Oberst Weimer, z. Zt. in Mols⸗ heim(Eisaß) als Kommandeur des Landsturm⸗Insanterie-⸗Bat. Friedberg, erhielt von dem Kön von Bayern das Komtur kreuz des Bayrischen Militärordens. 25 Militärische Ausbildung der Jugend. Am letzten Sonntag nachmittag rückten die beiden 1 Jugendkompagnien zu einem Kriegsspiel gegen Jugendkompagnien des Bezirkes Reiskirchen aus. Der Uebung lag die Idee zugrunde, daß eine 99 lagene Armee sich über die Lahn zuruͤckziehen und den of Rödgen zum Abtransport ihrer Truppen benutzen wolle. Der Jung⸗ elle dee des Bezirkes Reiskirchen war die Aufgabe ge⸗ stellt, diesen Abtransport zu schützen. Die Gießener Jugend⸗ klompagnien sollten ihn stören oder gar unmöglich machen. Verteidiger und Angreifer lösten ihre Aufgaben mit großem Geschick. Um ¼5 Uhr war die Uebung beendet. Nach einem 1 Vorbeimarsch in Rödgen zogen beide? ugend⸗ wehr-Abteilungen fröhlich singend ihrer Heimat zu. Am Donnerstag abend unterrichteten die Herren Noll und Müller über Aufgaben aus dem Pionierdienst. Nach einer lurzen Besprechung der obigen Felddienstübung schilderte Herr Leutnant d. R. Meyer in packender Weise die tiefe Be⸗ deutung des Soldatenliedes an der Hand eigener Erlebnisse, worauf Herr Prof. Völzing in tiefempfundenen Worten des Geburtstages unseres Kaisers 275 te. Die Jugend stimmte begeistert in das Hoch ein und sang gemeinsam das Lied„O Deutschland hoch in Ehren“. a ..“ Verspätete Weihnachtsgaben. Die vom hiesigen Roten Kreuz abgeschickten Weihnachtsliebesgaben sind größtenteils nach dem Osten gegangen und konnten bei den auf Märschen befindlichen Truppen erst am 20. Januar ausgeteilt werden. Die eingegangenen Da nkesbriefe zeigen, mit welcher Freude die Gaben auch jetzt noch von unseren Hessischen Kameraden aufgenommen wurden. „Sanitätshunde. Die große Bedeutung, die die Sanitätshunde im Kriege beim Absuchen der Schlachtfelder und beim Auffinden der„ haben, tritt von Tag zu Tag klarer in die Erscheinung. Hunderte von Berich⸗ ten der Sanitätshundführer und dankbarer Genesener zeigen, daß unzählige Soldaten ihr Leben einzig und allein 4 dem Umstande danken, daß sie von den Hunden aufgefunden worden sind, wo Menschenaugen sie nicht hätten entdecken können. Aus einer uns vorliegenden Zusammenstellung sol⸗ cher Erzählungen greifen wir eine heraus, die so recht zeigt, 8 Verwundeten selbst über die vierfüßigen Freunde enken: „Ich kam mit meinem Hunde durch den Garten des Garni⸗ nlazaretts. Am Wege fab dort ein Soldat, von schwerer rwundung anscheinend kaum genesen. Er gibt ein Zeichen, für einen Augenblick heranzukommen. Das Sprechen wird ihm schwer, kaum ist er zu verstehen. Er hat eine Bitte auf dem Herzen, eine„große Bitte“, wie er f: Er möchte einmal den Hund streicheln, denn den Sanitätshunden verdankt er sein Leben Bei Reims war es gewesen, in dichtem Unterholz, wo ihn die feindlichen Kugeln trafen. Er lag mit seinen beiden Kameraden gerade auf Vorposten, da platzte das Schrapnell über ihnen. Die beiden anderen waren sofort tot. Er selbst aber, durch Brust und Leib geschossen, blieb am Leben. Die den Sie Nu— 3* 1 55 152 85 Leben 6 e Na ach herein, und die letzte Hoffnung auf Rettung . Und, in sein Schicksal ergeben, sah sich der Aermste „ on einen einsamen, qualvollen Tod sterben. Da— horch! n zwei Seiten zugleich nahten dunkle Schatten, zwei Sanitäts- hunde hatten ihn gefunden. Und leise, wie sie gekommen, ver⸗ chwanden die treuen Helfer, um ihre Führer zu holen.„Genau wie Ihr Hund haben sie ausgesehen, mit denselben Hugen, treuen Augen sahen sie mich an, als sie mich gefunden, meine Retter!“ sagte er mit Tränen in den Augen,„deshalb wollte ee würdig, der Hund, der sich von keinem Fremden sonst„außer Dienst“ K läßt, er hält ganz still, als wüßte er, um was es sich hier handelt, als wäre er sich seiner großen Mission bewußt, die er noch zu erfüllen hat.“ Die Entsendung weiterer Sanitätshunde ins Feld tut dringend not. In dieser Erkenntnis wird im enteil der vorliegenden dung g 1 e 3 f reichlicher Mittel für diesen wichtigen 5—— f fürsorge erlassen, den wir der Wasmertsantelt und e e Beachtung aufs dringend ste emp⸗ fehlen. i N Stadttheater. Einen interessanten Theaterabend ver⸗ spricht die nächste Dienstag⸗Abonnementsvorstellung.„Philotas“ von Lessing ist in Gießen noch niemals zur Aufführung gelangt und sicher darf dies Hohelied der Vaterlandsliebe und Selbst⸗ aufopferung in unseren Tagen auf besonderes Verständnis rechnen. Auch Kleists„Zerbrochener Krug', der seit der Erösfnungs⸗ vorstellung des neuen Stadttheaters nicht mehr in Gießen gegeben worden ist, wird gerne wieder gesehen werden, zumal sich eine sehr glückliche Besetzung der Hauptrolleu ermöglichen ließ. * Im eee Kunstverein konnten leider die für die Monate November mber und Januar vorgesehenen Ausstellungen nicht statt inden. Nahezu ein Jahr zuvor waren Vereinbarungen getroffen worden, wo⸗ nach in diesen Monaten Ausstellungen von Düsseldorfer Künstlern des 19. Jahrhunderts, der„Kün tlervereinigung Karlsruhe“, der„Neuen Vereinigung nchener Künst⸗ lerinnen“ und noch andere stattfinden sollten, aber durch den Ausbruch des Krieges waren die Vorstände der Ver⸗ einigungen aufgelöst worden, so daß geschäftliche Unter⸗ handlungen unterbleiben mußten. Nunmehr aber steht der Vorstand des Oberhessischen Kunstvereins mit einer Anzahl namhafter Künstler in Unterhandlung, so daß in aller Kürze die Wiedereröffnung der Ausstellung bevor⸗ steht.— Auch die geplante Ausstellung größeren Um i 1 0 * r 0 ß der Gewerbeausstellung in deren Räu⸗ ßte bis auf später verschoben werden. * Die Eisbahn an der Moltkestraße ist heute früh 11 ugr geöffnet worden. 5 Evang. Arbeiterverein. Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß Geh. Kirchenrat PD. Schlosser, der in Kürze Gießen verläßt, gelegentlich des am Sonntag abend stattfindenden Jamilienabend die Festrede halten wird. Die musikalischen Dar- bietungen, bei denen auch zwei hiesige Komponisten zu Wort kommen, sind den jetzigen Zeitverhältnissen angepaßt. Goldsammlung Ersreulicherweise hat man sich in den Gemeinden unseres Kreises seit ungefähr Monatssrist die Sammlung von Gold angelegen sein lassen, wobei in über⸗ aus dankenswerter Weise Bürgermeister, Geistliche, Lehrer und Rechner tätig waren. In allen 79 Landgemeinden des Kreises sind ganz erhebliche Beträge an Gold eingegangen. Aus 33 Ge- meinden steht das Ergebnis bis jetzt zahlenmäßig fest und beläuft sich auf insgesamt 147270 Mk. Von den restlichen 43 Gemeinden des Landkreises liegen bis jetzt ziffermaßige Angaben noch nicht vor. Wir werden in aller Kürze in der Lage sein, unsere Angaben auch bezüglich dieser Gemeinden zu ergänzen. Die Sammlungen werden fortgesetzt. Neue Fernsprechanlagen. Im Interesse mög⸗ lichst zeitiger Inangriffnahme der Arbeiten zum weiteren Aus⸗ bau Fernsprechanlagen ist es erforderlich, daß die Anmeldungen neuer Fernsprechanschlüsse spätestens bis zum 5. März den Kaiserlichen Telegraphenanstalten vorliegen. HA spätet angemeldete Anschlüsse, die infolgedessen außerhalb des Bauplans nur mit Mehraufwendungen(z. B. durch besondere Entsendung einer Baukolonne usw.) herzustellen sind, werden in dem laufenden Bauabschnitt nur dann ausgeführt, wenn die An- tragsteller zu den entstehenden Mehrkosten einen Zuschuß von 15 Mark leisten oder, wenn diese Mehrkosten den Betrag von 30 Mark übersteigen, den wirklich aufgewendeten Kostenbetrag er— statten. Landkreis Gießen. Großen⸗Buseck, 30. Jan. Die Wehrmänner Wilhelm Schäfer, Postschaffner, und Karl Größer, Briesträger in Kros— dorf, erwarben sich das Eiserne Kreuz. O Lollar, 28. Jan. Heute morgen stand in der Mansarde des Hauses des Lang ein Zimmerbrand, der von den Hausbewohnern nit che werden konnte. Das Feuer war durch zwei noch nicht schulpflichtige Kinder des Lang, die eine Stearin⸗ kerze anzündeten und das Streichholz unbeachtet wegwarfen, ntstanden. Zufällig fiel das noch brennende Streichholz in eine mit Holzwolle gefüllte Kiste, die alsbald in Flammen aufging. Als die Kinder das Feuer bemerkten, verließen sie das Zimmer und gingen zu ihrer Mutter in den darunter liegenden Stock des Hauses, ohne jedoch dieser etwas von dem Feuer zu sagen. Bald danach bemerkte Frau Lang Brandgeruch und Knistern, was sie veranlaßte, nach der Ursache zu sehen. Der Schaden, der nicht sehr bedeutend ist, ist durch Versicherung*— Die Beteiligung der männ⸗ lichen Jugend von 16—20 Jahren an den regelmäßigen Uebungen der hiesigen Jugendwehr hat sich in letzter Zeit desde sehr gebessert, so daß die Teilnehmer⸗ zahl auf 60 angewachsen ist. Die Uebungen im Gelände finden Sonntags von 2—4 Uhr statt. Mittwoch abend ist Unterricht oder Turnen im Saale zur Linde. J. Mainzlar, 28. Jan. Durch Vermittelung der hiesigen Postagentur wurden rund 7600 Mk. Goldgeld aus unserer Gemeinde an die Reichsbank abgeliefert. Kreis Büdingen. § Bisses, 29. Jan. Ein hiesiger Holzhaue r wurde von einer umstürzenden Buche im Rücken erheblich ver⸗ letzt. Kreis Lauterbach. „ Ober-Moos, 29. Jan. Den Heldentod fürs Vater land starb im Kampfe gegen Rußland der biesige, im 30. Lebens⸗ jahr stehende Lehrer Vogel, Unteroffizier im Reserve⸗ egiment Nr. 116, aus Ortenberg. Der Wuwe wurde die dem Gefallenen zuerkannte„Hessische Tapferkeitsmedaille“ übersandt. Kreis Schotten. 8 Schotten, 29. Jan. Um Weihnachten traten hier die Masern stark auf. Jetzt hat sich die Krankheit nach dem benachbarten Michelbach verpflanzt, woselbst die Schule geschlossen werden mußte. O Volkartshain, 28. Jan. Bis jetzt hat der Krieg drei Opfer aus unserer Gemeinde gefordert. Es sind dies: Landwehr- mann Heinrich Will, Gefreiter der Reserve Otto Schäser (wurde schwer verwundet und starb wenige Tage nachher im Lazarett) und Kriegsfreiwilliger Louis Langlitz. Hessen⸗Nassau. ch) Frankfurt a. M., 29. Jan. Der Magistrat be⸗ antragte bei der Stadtverordnetenversammlung die Bewilli⸗ Frag von weiteren drei Millionen Mark Kriegs⸗ redite so daß die Gesamtbewilligungssumme die Höhe von acht Millionen erreicht.— In öffentlichen Ausschreibun⸗ gen zeigt heute der Magistrat an, daß er den Ankauf großer Mengen geräucherten Dörrfleisches und geräucherter Knochenschinken beabsichtigt. Da er keine Preisgrenze und auch keinen Termin für den Schlußankauf angibt, ist das eingeschlagene Verfahren kaum als zweckmäßig zu bezeichnen; denn es dürfte zu Preissteigerungen der Waren füh⸗ ren, bei der Stadt und Verbraucher nur den Schaden haben. — Sanitätsrat Dr. Laquer ist heute früh im Alter von 57 Jahren gestorben. Mit ihm verliert die Aerzteschaft Frankfurts ihren langjährigen Führer. Dr. Laquer hat sich auf medizinal⸗literarischem Gebiete durch seine Veröffent⸗ lichungen über schwachbegabte Schulkinder, Warenhaus⸗ diebinnen usw. auch in weiteren Kreisen einen bleibenden Namen geschaffen. u. Usingen, 29. Jan. Die Landesdirektion hat angeord- net, das zirka 250 Morgen umsassende, zwischen den beiden Straßen von Usingen nach Grävenwiesbach und nach Merzhausen liegenden Gelände, auf dem die großzügige Landes-Erziehungsanstalt für schulentlassene männliche Fürsorge-Zöglinge errichtet werden soll, deren Erbauung aber infolge der Kriegswirren ruht, zu ver- pachten und das Gelände der landwertschaftlichen Nutzung zuzuführen. m. 1 29. Jan. Der Kaiser hat sich bei dem siebenten Sohne des Bergmanns Wilhelm Kraft in Oellingen als Pate in das Kirchenbuch eintragen und dem kleinen Patenkinde ein Geschenk von 50 Mk. überweisen lassen. X Hanau, 28. Jan. Der Stadt Hanau ist vom Ministe⸗ rium die Genehmigung zur Annahme der ihr durch letztwillige Verfügung des verstorbenen Fräuleins Marie Lindenbauer zugesallenen Stiftungen erteilt worden. Die Stadt Hanau erhält aus dem Lindenbauer schen Nachlaß einen Geldbetrag von 331000 Mk., wovon 66 800 Mk. an die bestehenden Armenanstalten zu verteilen und 89 006 Mk. zur Errichtung einer Pflegeanstalt für arme kranke Kinder zu verwenden sind. Mit dem Restbetrage von 78134 Mk. soll eine Lindenbauer sche Stiftung für arbeitsunfähige weibliche Personen ausgestattet werden. Für die Zwecke dieser Stiftung, die als Damenheim gedacht it, soll auch das Lindenbauer'sche Anwesen in Hanau Verwendung finden, das der Stadt Hanau außer jenem Geldbetrage nebit dem gesamten Mobiliar als Vorzugsvermächinis zugesallen ist. Das Reich erhält aus dem Lindenbauer'schen Nachlaß 236124 Mk. Erbschaft s- steuer. Hiervon entfallen auf die Stadt Hanau 24011 Mk., auf die Stadt Gelnhausen, der edensalls eine Stiftung zugesallen ist, 5671 Mk., auf die Johannestirchengemeinde in Hanau 1192 Mk., auf die übrigen 25 Erben die restlichen 205 250 Mk. h. Dermbach, 29. Jan. Beim Anstellen des Mühlenwerkes . der Mühlenbesitzer Rümpel in das Räderwerk. Er wurde egen 12 Uhr ent⸗ hrmachers Otto 2C(ͤĩ7è,ä. weht ale von dem Schwungrad herumgeschleudirt und getötet. h. Burgsinn, 29. Jan. Der 42jährige Fabrikbesitzer Konrad Fischer kam in seinem Betriebe dem 28 KI. zu nahe, 255 170 zur Seite schleuderte, so daß der Tod auf der Stello eintrat. Universitäts⸗Nachrichten. Eine Million für die Frankfurter Universität. h. Frankfurt a. M., 29. Jan. Der am 10. Januar ver- storbene Privatmann Robert Flersheim hat der Univer⸗ sität Franksurt eine Million Mark vermacht. Die Summe ist nach dem Ableben sei ger Witwe zahlbar. Bandel. Berlin, 29. Jan. WTI. In der Sitzung des Zentral⸗ ausschusses der Reichsbank führte Präsident Havenste in aus: Der Stand der Reichsbank hat sich ebenso wie der der wirtschaftlichen Arbeit und des deutschen Geldmarktes auch im letzten Monat weiter günstig gestaltet. Die wirtschaftliche Arbeit machte weiter erfreuliche Fortschritte. Der Beschäftigungs⸗ grad, das heißt das Verhältnis der Arbeitsuchenden zu den offenen Stellen, ist auch im Dezember und Januar außerordent⸗ lich günstig geblieben. Der Dezember zeigt sogar die niedrigste Ziffer, die die Arbeitsstatistik bisher für diesen Monat aufzu⸗ weisen hat, und für Januar lauten die Berichte weiter gut. Die Geldflüssigkeit,“ wie Einlagen bei Banken, Sparkassen und Ge⸗ nossenschaften, ist in weiterer erfreulicher Zunahme begriffen. Der Stand der Reichsbank ist nach wie vor sehr zufriedenstellend. Der Goldbestand wächst gleichmäßig weiter. Seit dem 23. Dezember hat er wiederum um 70 Millionen Mark zuge⸗ nommen, und da die innere Goldreserve des Landes noch sehr groß ist, steht zu erwarten, daß diese Zunahme sich noch lange fortsetzen wird. Die Geldflüssigkeit des Marktes und die Zu— nahme der Ersparnisse hat zu einer weiteren Abdeckung der bei der Reichsbank und den Darlehenskassen übernommenen Kredite geführt. Das Wechsel⸗ und Lombardkonto der Reichs⸗ bank ist vom 23. Januar um 220 Millionen Mark, der Bestand der Darlehen bei den Darlehenskassen von seinem höchsten Be⸗ stand von 1317 Millionen Mark am 31. Dezember, um nicht weniger als 533 Millionen Mark zurückgegangen. Besonders erfreulich ist, daß dieser Rückgang überwiegend und zwar mit 413 Millionen Mark auf die Rückzahlung von Darlehen für die Kriegsanleihe entfällt. Die gesamte Kriegsanleihe ist in festen Händen. Da der Gesamtdarlehensbestand bei den Dar⸗ lehenskassen nur noch 783 Millionen Mark beträgt, so macht ihre Inanspruchnahme durch den gesamten übrigen Kreditbedarf in Deutschland— also abgesehen von den Darlehen für die Kriegsanleihe— nur noch rund 275 Millionen Mark aus. Das ist bezeichnend für die normale wirtschaftliche Arbeit, abec auch bezeichnend für die vorhandene Geldflüssigkeit. Die fremden Gelder weisen nach wie vor einen hohen Stand auf. Die Gold⸗ deckung der Noten ist auf 47,8 gestiegen. Mãrtte. ch. Bingen, 29. Jan. Marktyreise. Weizen Mk. 27,50, Korn Mk. 23,70, Gerste Mk. 24,50, Hafer Mk. 22,25, Heu Mk. 0,00, Stroh Mk. 0,00, Kartoffeln Mt. 8,00, Erbsen Mk. 0,0), Linsen Mk. 00,00, Bohnen Mk. 00,00, Weiß mehl Mk. 48,00, Roggenmehl Mk. 87,00; alles für 100 Klar. Butter 1 Klgr. Mk. 2,30, Milch 1 Liter 24 Pig., Eier 10 Stiick Mk. 1,20. FC. Wiesbaden. VBiehhof⸗ Marktbericht vom 29. Jan. Auftrieb: Rinder 108(Ochsen 7, Bullen 16, Kühe und Färsen 85), Kälber 95, Schase 29, Schweine 185.— Bei regem Handel in Rindern und Schweinen, bei gedrücktem in Kälbern und Schasen wurde der Markt geräumt. Die Preise hielten sich in den Bahnen wie am 25. Januar. Airchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 1. Januar, Septuagesima. * Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Abends 5 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. ö Abends 8 Uhr: Vortrag:„Wie vereinigen wir Krieg und Liebe“. Pfarrer Dr. Koch aus Langd. Dienstag, den 2. Februar, nachmittags 3 Uhr, im Matthäus⸗ saal: Frauenmissionsverein. l Dienstag, den 2. Februar, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde. In der Johanneskirche. Vormittags 9 Uhr: Piarrer Ausf eld. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld. Abends 5 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 7¼ Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukasgemeinde. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Johannessaal. Mittwoch, den 3. Februar, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Aus feld. Freitag, den 5. Februar, abends 3 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannesgemeinde. Mächstkünstigen Sonntag, den 7. Februar, wird in beiden Kirchen eine Kollekte für das Hessische Krüppelheim in Nieder-Ramstadt er hoben werden. An demselben Tage findet im Abendgottesdienst Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas und Johannesgemeinde ge- meinsam statt. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Ge- meinde erbeten. — Wartburg, evangelischer Jünglings⸗ und Männer⸗verein. (Diezstraße 15.) Sonntag, den 31. Januar, abends 8 Uhr: Vortrag und Be- sprechung.. Dienstag, den 2 Februar, abends 8 ¼ Uhr: Bibelstunde. Donnerstag, den 4. Februar, abends 8 ¼ Uhr: Leseabend. Samstag, den 8. Februar, abends 8 ½ Uhr: Aeltere Abteilung. Gäste stets willkommen. Bibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten. b Für die jüngere Abteilung jeden Mittwoch von 6—7 Uhr, für die ältere Abteilung jeden Samstag von 6—7 Uhr im Johannessaal. vibelkränzchen für mädchen aus der Johannesgemeinde. Jeden Dienstag von 6—7 Uhr im Johannessaal. Sonntags⸗verein für Mädchen. Jeden Sonntagnachmittag von 2 Uhr ab Diezstr. 15 p.(An- sprache, Gesang, Spiele, Bibliothet). Uatholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag, den 30. Januar: Nachmittags um 5 Uhr und abends um s Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag, den 31. Januar, Sonntag Septuagesima: Vormittags von 6½¼ Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 4 um 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. 5 Nachmittags um 59 Uhr: Christenlehre: darauf Andacht für die Abgestorbenen.. Dienstag und Freitag abend um 7½ Uhr ist Kriegsbittandacht Am Mittwoch wird nach jeder heiligen Messe und abends um 5 Uhr der St. Blasiussegen erteilt. Freitag um 7 Uhr ist Segensmesse. 1 diaspora⸗Gottesdient. In Hungen um 9½ Uhr. In Lich um 9¼ Uhr. —— 2 Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 31. Jan. 1915: Heiter und trocken, Frost, nörolich Winde. 2———— 2—— Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Jan 82 55 82 22 2 8 45 E Ss S„ b eie 1515[C 8 53 F S E„ 8 FE Nes 5 0 29 2% 12 9 26. 2 10 29 6 362— 0 29 18 W 2 10 20„ 408— 60 2,4 82 NINE 2 0 1 Höchste Temperatur am 23. bis 29. Januar 1915— 2.2 C. Niedrigste—„ 28.„ 29.„ 1915—— 10,8“„ Niederschlag: 1,8 mm. 0 Letzte Nachrichten. Das Wanken der Eisernen Mauer in Frankreich. Zürich, 30. Jan. Die„Neuen Züricher Nachrichten“ schrei⸗ ben: Auch die Genialität Joffres scheint das Wanken in der eisernen Mauer im Westen nicht mehr aufhalten uu können. Sind auch die letzten Erfolge der Deutschen bei La Bassée, Soissons, Reims und in den Argonnen noch lange keine entscheidenden, so bilden sie doch eine gewisse entscheidende Vor⸗ bereitung. Die Riesenenergie Joffres hat mit dem Zusammen⸗ bruch der jetzigen Stellungen bereits gerechnet. Alle Vorberei⸗ tungen für eine zweite eiserne Mauer, eine Wie⸗ derholung der jetzigen, sind getroffen. Aber sie wird nicht mehr das sein, was die jetzige ist, und auch ihre Verteidiger werden nicht mehr die gleichen sein wie die jetzigen. Es wäre der Anfang des letzten verzweifelten Widerstandes, der allerdings bei der Tapferkeit der Fr und Engländer immer noch sehr ernst zu nehmen wäre. Im Osten bereiten sich wichtige Dinge vor. Hindenburgs Bulletins werden immer knapper und lakonischer, was bisher stets ein sicheres Anzeichen war, daß ein Schlag von ungeheuerer Bedeutung nahe ist. Weiter auffällig ist die heute veröffentlichte Bekanntmachung der Russen, daß sie Lemberg, und damit ganz West⸗ und Ostgalizien räumen werden, nach ihren Zusätzen natürlich nur auf kurze Zeit. Mit dem Rückzug der Russen aus Galizien fällt ihre ganze Offensive zusammen. Neue heftige Kämpfe in Belgien. Amsterdam, 30. Jan.„Daily Chronicle“ meldet aus Nordfrankreich, die Kämpfe in Belgien würden bald wieder heftiger werden. Gestern und vorgestern kamen den ganzen Tag über überfüllte Waggons mit bel⸗ ischen Flüchtlingen an, die meisten aus den Distrikten von pern und Dixmuiden. Sie werden in Konzentrations- lagern im Süden Frankreichs untergebracht. Das Wetter ist in der Gegend von Hazebrouk und Armentisres sehr ungünstig. Einige deutsche Flieger zeigten sich wieder über Dünkirchen. Französische Patrouillenflieger kreisen un⸗ aufhörlich als Posten über der Stadt. Von der französischen Landwirtschaft. i. Köln, 30. Jan. Die„Köln. Zeitung“ berichtet von der holländischen Grenze: Wie der„Matin“ meldet, trifft der ö französische Landwirtschaftsminister Maßnahmen, um den Landwirten in den von den Feinden besezten Ge⸗ bieten Staatsgelder zur Verfügung zu stellen, damit sic die Frühjahrssaaten zu bestellen imstande sind. Russische Zollerschwerungen für den Feind. i. Köln, 30. Jan. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Chri⸗ stiania: Nach der„Sjörfarta Tidende“ arbeitet der rus⸗ sische Finanzminister ein Gesetz aus, durch das deutsche Waren und Schiffe von dem Verkehr mit Rußland ausgeschlossen bleiben sollen. Für alle in Deutschland, Oesterreich und der Türkei hergestellten oder über diese Länder eingeführten zoll pflichtigen Waren sollen Zollzuschläge von 100 Prozent erhoben werden. Weiterhin wird ein Sondertarif für die über diese Länder eingeführten bisher zollfreien Waren geschaffen werden. Der Suezkanal. „Ji. Köln, 30. Jan. Die Köln. Ztg. meldet von der hollän⸗ dischen Grenze: Aus dem Haag wird dem„Telegraaf“ berich⸗ tet, daß in der Angelegenheit des Suezkanals keine wei⸗ teren Meldungen beim Ministerium des Auswärtigen ein⸗ gelaufen sind. Die Reederei„Nederland“ hat mitgeteilt, 2 sie über ihre Stellungnahme zu der Frage erst am Montag Auf⸗ schluß geben könne, da sie erst dann Nachrichten über die Behand⸗ lung ihrer Schiffe im Kanal erwarten kann. —— n 8 U Ener. Ane, weten. L pasflllen verschleimung, Influenza eto. Bürsten⸗ waren, kusterleder, Matten 1. irvorlagen, Schwänne, Shheuertücher, Waschlein., Tenpitllipfet, Künne usw. in bester Qualität empfiehlt Wilb. Leichtweis Bürstenfabrikation Sonneustraße 18.(687 Allerbeste Taschenlampen⸗ Batterien für unsexe Krieger.— Bei UHebernabme der Tesselmäßia. Zusendung ins Jeld 10 Pig. für Porto. 0106 Carl Schunck Kriegslieferant. — Ppeubisehe dadeutsehe Klassenlotterie. Die Ziebung der II. Klasse beginnt am 12. Jebruar. ¼ Lose noch zu haben. W. Ruppert II. Heuchelheim A en als Verkäufer für gl. Preuß. Lott.⸗Einnabme Flimm Gießen. 5 NB. Nehme auch Bestellungen an Walltorstraße* garxrengeschäft!. 10527 Der neue Tages b ericht Scherers Kriegs⸗Zigarr .* 6 229 Gießen, Sonnenstraße 31 billig zu kausen sind, i st st a dt bekannt. 99%ο⁰—,ꝶjꝗ,E“; ö NN 2 r 5 mäusburg 10 Wollen, Baumwollgarnen und Zwirn 10 Prozent nachlaß einen posten Militar⸗Artikel gebe ich zu Groß verkaufspreisen ab Sptzialgeschäft franz Bette mausburg 10 100la Y wegen vorgerückter Jahreszeit erhalten Sie bei hren Einkäufen vom J. bis 10. februar auf alle Artikel mit Ausnahme von Strick⸗ 9 in der Aula der Universität Vaterlandischer bend veranstaltet von hiesigen Männer— gesangvereinen zum Besten der durch den Krieg in Not geratenen Ostpreußen und Elsaß- Lothringer unter gũtiger Mitwirkung der Kapelle des Herrn Musikdirektor Krauße Leitung des Chores: Herr Franz Bauer Sonntag, d. 7. Februar, abds. 5 Uhr ö 8 f g g Eintrittskarten: Mk. 3.—, 2.—, 1.— für die numerierten, 50 Pfg. für die unnumerierten Plätze, Soldaten vom Feldwebel abwärts 30 Pfg. sind in der Musikalienhandlung von E. Challier und abends an der Kasse zu haben. 1002 Offnung des Saales 4% Uhr. Eingang zum Saal nur von der Ludwig- straße, zur Galerie von der Goethestr. aus. ;] ⅛ ² A]⁵ð] ð2yß. 1 Dun- Salbe bei: Rheumatismus, Gicht, Ischias, Hexenschüssen, Der Besuch von außerhalb Il Lichtspielhaus! das baterland ruft Sein Ersatzmaun Große Komödie Die Balearen 9794 Prachtvolles Naturbild Die neuesten Kriegsberichte Militär obne Charge zahlt werktags die Hälfte Dun- Pillen Mk. 1.50 Dun-Salbe Mk. 1.50 Dun-Haemorrhoidal- Zuüpfchen Hk. 2.— Prospekt mit Gutachten und ausführlicher Gebrauchs- anweisung kostenlos durch die Fabrik. ö Nur in Apotheken e*—— 2 oerbultlich! D eee e 5887 801 1 e e sind von einem württembergischen Arzt entdeckte Heilmittel von überaus grosser Wirk- Samkeit.— Tausendfach begutachtet und ärzülleh empfohlen. Dun- Fillen bei: Appetit, und Schlaflosigkeit, Blutarmut, Nervosität, Kopfschmerzen, Verdauungs- und Magenbeschwerden, Gesichtsausschlägen, Gallensteinen und Harnsäure. offenen Beinwunden, Krampfadern, sowie Wunden und eitrigen Entzündungen aller Art. 85 5 Dun-Zäpfehen sofort Linderung bringend und schnell heilend bei Haemorrhoidahleiden. 4D Hans Heiss& Co., Dun-Präparate, G. m. b. H., Darmstad Cafe Ernst Ludwig Sonntag Konzert Verein Sonntag, den 31. Januar, abends 5/ Uhr, in der neuen Aula zum Besten der Hinterbliebenen gefallener Gießener Künstler- Konzert einkogten Beags- Geselschak age Ordentliche Hauptversammlung Samstas, den 13. Februar 1915, abends 8½ Ubr, im Gasibaus Zum Pfälzer Hof“ Frau Ely Ney-van Hoogstraten (NMavier) Tages⸗Ordnung: 1 Verichterstattung. 2 Rechnungs⸗ 3 1 1 F e Fräulein Hedwig ode gemäß 8 24 Abs. 3 der Satzung. 6. Berschiedenes. 8 (Al) Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten Gießen, den 30. Januar 1915. Der Vorstand. Die Rechnung liegt bei dem Vorsitzenden, Herrn A. Dickore, Schanzenstraße 8, vom 3 Februar 8 Tage zur gefl. Einsicht der Miiglieder offen. 966 Am Klavier: Professor Trautmann. Bach- d' Albert, Passacaglia und Fuge C-moll; Brahms, vier Balladen; Beet- 1 DDr hoven-Seis-, Deutsche Tanze; Schubert- u Orposten 8 Tausig, Militärmarsch. Lieder v. Brahms 5 Ae Für Feldpost. und Schubert. gegen Er. kältungen . Sendungen Der Ibach-Flügel ist aus dem Pianofortelager 1 von August Förster. 1125 Feldflaschen N mit den in Glas u. Blech Eintrittskarten: 4 l N 3 ö Versand- Büchsen 4. Platz M. O. 50, sämtlich numeriert, Studenten- vun 5 Taschenwärmer karten M. 1.—(für den zweiten Platz, soweit Husten Heiserkeit, Katarrh, Feldkocher usw. 1 verfügbar, gültig), für Schũler und Militär vom Verschleimung 8 Feldwebel abwärts 30 Pfg., sind in der Musi- ioo Porzellanhaus kalienhandlung von Ernst Challier, Tel. 671 und abends an der Kasse zu haben. Offnung des Saales 4½ Uhr. Das nachste Konzert findet am Sonntag, den Privaten. Zu haben i Apotheken Drogerien u. wo Plakale sichtbar. Nur in Paketen zu 25 Pfx, Dosen 50 Pfe., Kriegspack u, g 15 Pfg. Versand portotres. Lassen Sie slch nichts anderes aufreden Löver& bechslein Neustadt 2/4. Tel. 484. Wiederverkäufer er- Zu haben ber Apotch.. old. halten Rabatt! len 5 8 Bare n e e. ee eee Marktpizi August Wallen- 8 tels, Marktplatz 17, A0. Staudt, Neuen Baue 17, Jacob Maternus- und Chr. Bieker- Ziegenzuchtwerein Gießen. Briketts. Neustadt 1 Giessen J. Bepp- Warme Laulbaus Lal Bahnhofstrasse 14. 94a Tonlachber Glanz⸗ Nußkohlen kosten nur 145 Mark 1.20 ver Zentner frei Haus. Probelteserungen durch J. Happel, Mühlstraze. Telepbon 125. fabzbberner Mittwoch, den 3. Febr. d. J.. abends 8¼ Uhr, eröffnen wir in der Stadtknaben⸗ schule(Nord⸗Anlage) einen neuen Anfänger⸗Lehrgang für Herren und Damen. Unterrichtsgeld Mk. 6.—. Gef. Anmeldungen an Herrn Wilh. Jullmann, Grabenstr., oder zu Beginn des Unter⸗ richts erbeten. 5 Fortbildungs- Unttrtiat beginnt Mitwoch, 3. Februar, abends 9 Uhr, in d. Stadt knabenschule. babelsberger§tenograpben- Verein (gegr. 1861) Und Damen- Verein Gabelsderper. UNION scnctt Haddbealer bieben Olr.: Hermann Ste ingoe tter. Sonntag, 31. Jan. 1915 nachmittags 3½ Ubr leine Preise I Tlelne Prelsel Wie eins! im Mai Posse mit Gesang und Tanz in 4 Bildern v. Rudolf Ber⸗ nauer u. Rudolph Schanzer. Musik von Walter Kollo und Willy Bredschneider. Ende 6¼ Uhr. Abends 7½ Ubr: Kleine Preisel Kleine Preisel Weh' dem, der lügt! —— ler a Lang.: Gus Aug. Nei- 8 Luftspiel in 5 Aufzügen von 1 nleur- Akademie Samstac 4. Jebr. abegde S fbr. in d.-Stadt Cassel- Bare. F. Volk I. Pi Nucbenbant den, engen Ge f 2 4 oseck; Fr. vo u. tüchenbrand erziel. Sie bei 8 7 er—* N e 2 General⸗Versammlunz Mike Maui io GrEweck, Triedrich Briketts. Direkte Soldaten pom eldwebel ab e eee, Lari 2 Tagesordnung: Jabresbericht, Rechnungsablage, Ex⸗ Fueletenmann. Stadt- Apoth Sach flülung at Fabrik. warts zablen bel allen Vor⸗ nee LAbergtorfen 2 gänzungs wahl des Vorstandes, Verschledenes. Um recht n Kurt 16 Zenzner nur 1 Mk. frei Haus. stellungen auf 2. u. 3 Parkett este eeesesesesssseeeesee eee zahlr. Erscheinen wird gebeten. 5] Der Vorstand. H. Abel, Wensteinstr. 19. nur balbe Preise. 77 2 2 3 2 J Me Phot. Atelier Gebr. Strauss N Glans M. 1.80* 2 Glanz M. 4.80 1 N Bahnhofstrasse 64 an Andere Formate FamlllenGruppenbilder entzreehend bills. Zu jeder Aufnahme eine Vergrösserung 30, 36 mit Karton als Geschenk Sonntags den ganzen Tag geöffnet.