* eee, Der ce allen Ereignissen der kriegerischen 3 blatt * 9 N e Erstes erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Familienblätter; weimal wöchentl. Kreis- latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ w ftliche Zeitfragen Ferusprech- Anschluͤsse: jür die Schristleitung 112 Verlag, Geschäftsstelledl Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. e von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Gießen R 105. Jahrgang* * er Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdrudk und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschästsstelle u. druckerei: Schulstr. 7 N nee Mittwoch, 27. Januar 1015 Zezugsvreis: monatl. 75 Pf., viertel ⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz, für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. 5 Des Maisers Geburtstag! Des Kaisers vielseitiges und impulsives Wesen ist früher nicht selten zum Gegenstand heftiger Kritik gemacht worden; er selbst hat es dem Schriftsteller Ganghofer gegenüber einmal ausgesprochen, daß er oft mißverstanden werde, daß man ihm unrecht tue. Wir erkennen heute die Wahr- heit 15 kaiserlichen Worte, und wir sind von ganzem Herzen beglückt, der Persönlichkeit des hohen Mannes näher und näher gekommen zu sein. Was an ihm beklagt und ge⸗ tadelt worden ist, war zum guten Teil der äußere Ausdruck einer reich begabten, bewe lichen und phantasievollen Natur; an der Nüchternheit der ö gemessen, den politischen Geschäften gegenüber, schienen die kaiserlichen Bekundungen einer verspaͤteten und verklungenen Romantik anzugehören. Man darf es wohl sagen, in der dumpfen Atmosphäre der vergangenen Jahre, unter dem Druck der Parteikämpfe, in der Schwüle weltpolitischer Zweifel und Besorgnisse war unser Kaiser ein Einsamer, dessen Seele vielfach unverstan⸗ den bleiben mußte. Seines Wesens Kern hat sich uns erst jetzt recht entfaltet, wo wir in eine ganz neue Welt hinein⸗ getreten sind, in eine Zeit, die alles Suchen und Zagen ab⸗ estreift hat, die nur noch Tat und Entschlossenheit kennt. n diesen Tagen hat uns der Kaiser das leuchtendste Muster der Pflichterfullung gezeigt. Die schwerste Stunde hat ihn stark und mutig gesehen. Wenn wir hineinblicken in die Bücher der Vorgeschichte dieses Krieges, so steht uns schier das Herz stille bei den diplomatischen Wetterschlägen, die einen ängstlichen Mann an der Spitze des Reiches hätten niederdrücken müssen. Es ging um das Ganze, ein Höllen⸗ schlund schien sich vor dem deutschen Volke zu öffnen, nicht nur um die Ehre des Reiches mußte gekämpft werden, sondern um seinen Bestand! Und unser Kaiser war ein riedenskaiser. Wie oft hat er mit beredten Worten den 5 friedlicher deutscher Kultur geschildert, wie sicht⸗ bar hat er, trotz seiner Vorliebe für die Uebung der Waffen und seiner Sorge für die Ausbildung der Wehrmacht, nach der Palme des Friedens gerungen. Immer wieder haben die Deutschen ihm diesen edlen, christlichen Sinn anerkannt 5 mancher bangte und sorgte, unter den drohenden Wetter- zeichen, ob unser Oberhaupt einen Frieden um jeden Preis lich rr lassen würde. n lese man noch einmal die Kundgebungen des Kaisers in den kritischen Julitagen. Schlicht, fest und fried⸗ lich klingen die Worte aus seinem Munde, die an den Zaren richtet sind, keine Spur von Aengstlichkeit, aber auch kein n der Herausforderung klang darin. Nur die Ueberzeu⸗ gung einer kraftvollen Persönlichkeit, der entschlossene Wille der Pflichterfüllung. Englische Heuchelei mag es in der Welt verbreiten, der Kaiser habe den Krieg heraufbeschworen; kein Ehrlicher und Verständiger in der Welt wird es glau⸗ ben, und alle Deutschen bekunden es laut und klar: herrlich und rein steht das Bild des Kaisers da in dieser schweren Stunde, die über Krieg und Frieden entschied. Mit männ⸗ lichem, hoheitsvollem Ernste versuchte er eine letzte Ver⸗ mittlung, aber keinen Frieden um jeden Preis suchte er. Das Herz 3 uns stille zu stehn in der Größe und Ge— walt der Stunde, aber es jubelte bei der e majestä⸗ tischen Haltung, die der Kaiser uns zeigte. Da wurde kein Wort zu viel gesprochen, da war jede Geste der Ausdruck eines ruhigen, guten Gewissens. Dem Moskowiter gegen⸗ über und dem König von England, seinem nahen Ver⸗ wandten, fand der Kaiser den würdevollen, abgemessenen Ausdruck, den die staatsmännische Notwendigkeit und das Ansehen des Reiches erforderten. Mit lebhafter Genug⸗ tuung lesen wir in dem Berichte des englischen Botschafters Sir Goschen jene grollende Botschaft des Kaisers, die er durch einen seiner Adjutanten übermitteln ließ, worin er von den Gefühlen des deutschen Volkes sprach und die 8 der englischen Titel erklärte, wobei Goschen in seinem Berichte schrieb,„daß diese Botschaft von ihrer Herbheit nichts durch die Art der Mitteilung verlor“. Das alles waren die Ausläufe jener Staatenpolitik, die durch die Künste König Eduards und seiner Nachfolger zur unvermeidlichen Weltkatastrophe trieb. Es blieb kein Raum mehr zu großen deutschen staatsmännischen Meister⸗ stücken. Aber das Schlußkapitel dieser Politik der vergan⸗ genen Epoche lesen wir doch mit mehr als ästhetischem Vergnügen. Sittlich hoheitsvolle Naturen geleiteten das stolze, starke Reich in diesen Entscheidungskampf, und beim Uebertritt über die Schwelle eines neuen 5 Zeit⸗ alters, in der Stunde des Kampfes und der Ge ahr, sahen wir die erhebende Einmütigkeit von Staatsgewalt und Volk, der unser Kaiser so kraftvoll und eingebungsvoll Aus⸗ druck verliehen hat mit dem Wort: Ich kenne keine Parteien mehr, sondern nur Deutsche. Seitdem hat des Kaisers Stimme nicht oft mehr sich erhoben. Aber er hat gehalten, was er versprach, als er sich von den Reichsboten trennte mit dem geflügelten Worte:„Nun wollen wir sie dreschen“. Unermüdlich weilt er überall, wo seine Anwesenheit Nutzen stiften kann. Er ist dem Kanonendonner nachgezogen bis in die Frontlinien, wo er, wie früher im Frieden, seine Getreuen begrüßte und anfeuerte. Jetzt leuchtet uns 1 schwung⸗ und macht⸗ volle Persönlichkeit, mit ihrer erhebenden Regsamkeit und Treue für des Vaterlandes Wohl in hellerem Glanze denn je zuvor! Der Träger der Krone ist dem gefährdeten Reiche der sichtbare Führer, der machtvolle und glänzende Ver⸗ treter geworden all der gewaltigen Reichtümer materieller und ideeller Art, die der Krieg weithin in die Erscheinung gebracht hat. Vom Volke geliebt, von den. deutschen Fürsten und Bundesgenossen als ein Hort von Treue gepriesen, so tritt Kaiser Wilhelm heute in sein 57. Lebensjahr ein. Bei Zeit hat er durch Wort und Tat die Herzen gebannt. Während er selbst die ge⸗ 8 wohnten Ehrungen zu seinem Geburtstage abwehrte, hat er, ein Friedens- und ein Kriegsherr, der Bedrückten und Getroffenen seines Volkes gedacht. Die Erlasse, die heute amtlich veröffentlicht worden sind, bezeugen Weisheit und Güte. Wir empfinden es dankbar, daß mit der großen deutschen Machtentfaltung auf den Feldern blutigen Ringens auch die hehre Gestalt romantischen Rittertums in der Person des Kaisers uns gegenwärtig ist. Die schönen Worte Uhlands tauchen vor uns auf, als er von der Wiederer— weckung der alten deutschen Heldenlieder schrieb:„Der Deutsche hat seine Deutschheit aus seinem Innern wieder hervorgeholt, er geht nun mit Vergnügen auf die alten Zeiten zurück, wo sich sein Volk in freiexen, stärkeren Zügen aussprach. Er sucht in den alten, köstlichen Schriften und er findet sich wunderbar wie von süßen, wohlbekannten Stim— men seiner Jugend angesprochen.“ 8 (WTB.) Großes Hauptquartier, 26. Jan. vor⸗ mittags.(Amtlich.) 5 Westlicher Kriegs schauplatz. Der Feind nahm gestern wie gewöhnlich Middelkerke und Westende-Bad unter Artilleriefeuer. Eine größere An⸗ zahl Einwohner sind durch dieses Feuer getötet und ver⸗ letzt worden; darunter der Bürgermeister von Middelkerke. Unsere Verluste gestern waren ganz gering. Beiderseits des Kanals von La Bassée griffen un⸗ sere Truppen Stellungen der Engländer an. Während der Angriff nördlich des Kanals, zwischen Givenchy und Kanal, wegen starker Flankierung nicht zur Wegnahme der englischen Stellung führte, hatte der Angriff der Badener südlich des Kanals Erfolg. Hier wurden die eng⸗ lischen Stellungen in einer Frontbreite von 1100 Metern im Sturm überrannt, zwei starke Stützpunkte erobert, 3 Offiziere, 110 Mann gefangen ge⸗ nommen, I Geschütz, 3 Maschinengewehre ser⸗ beutet. Die Englünder versuchten vergeblich, die von uns sofort für unsere Zwecke ausgebauten Stellungen zurückzu⸗ erobern, wurden aber mit schwveren Verlusten zurückgeschla⸗ gen. Unsere Verluste sind verhältnismäßig gering. Auf der Höhe von Craonne, südöstlich Laon, fanden für unsere Truppen erfolgreiche Kämpfe statt. Im Südteil der Vogesen wurden sämtliche Angriffe der Franzosen abgewiesen; über 50 Gefangene fielen in un⸗ sere Hand. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nordöstlich Gumbinnen griffen die Russen Stellun— gen unserer Kavallerie erfolglos an. Auf der übrigen Front in Ostpreußen fanden heftige Artilleriekämpfe statt. Kleinere Gefechte nordöstlich Wloclawek waren für uns erfolgreich. In Polen, westlich der Weichsel und östlich der Pi⸗ lica, ereignete sich nichts von Bedeutung. Oberste Heeresleitung. Erlasse des Kaisers. Berlin, 27. Jan.(WTB. Amtlich.) Folgender Aller- höchster Erlaß wird hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht: „Ich will den Angehörigen der im Kampfe um die Ver⸗ teidigung des Vaterlandes gefallenen Krieger des preußischen Heeres in Anerkennung der von den Verewigten bewiesenen Pflichttreue bis zum Tode und in herzlicher Anteilnahme an dem schweren Verlust ein Gedenkblatt nach einem mir vor⸗ gelegten Entwurf verleihen. Das Kriegsministerium hat das Weitere zu veranlassen.“ Großes Hauptquartier, 27. Januar 1915. (gez.) Wilhelm R.(gegengez.) Wild v. Hohenborn. Berlin, 27. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Heute, als am Ge⸗ burtstag des Kaisers, sind zwei Am ne stieerlasse des Kaisers bekannt gemacht worden. Der erste erläßt anläßlich der ruhm- und opferreichen Kämpfe im gegenwärtigen Kriege allen aktiven Militärpersonen die gegen sie von Militär- befehlshabern verhängten Disziplinarstrafen und die militärgericht— lich verhängten Geld⸗ und Freiheitsstrafen, oder deren noch nicht vollstreckten Teil, bis zur Dauer der Freiheitsstrafe von sechs Mo⸗ naten. Von der Begnadigung bleiben ausgeschlossen diejenigen, die unter der Wirkung von Ehrenstrafen stehen, und diejenigen, die sich während der Untersuchungs⸗ oder Strafhaft schlecht geführt haben. Bei Vorschlägen auf Rückversetzung in die erste Klasse des Soldatenstandes darf während des Krieges von den vorgeschriebenen Fristen und Terminen abgesehen werden.. Der zweite Amnestieerlaß genehmigt die Niederschlagu 1 gerichtlich noch nicht eingeleiteter Untersuchungen gegen die Kriegsteilnehmer wegen vor ihrer Einberufung zu den Fahnen und vor dem 27. Januar begangener Uebertretungen und Ver⸗ gehen(außer Verrats militärischer Geheimnisse) und wegen Ver⸗ brechens gegen ss 243, 244 oder 264 des Reichsstrafgesetzbuches, wenn der Täter zur Zeit der Tat noch nicht 21 Jahre alt war. In anderen geeigneten Fällen soll das Staatsministerium Begnadi⸗ gungsvorschläge machen. Von diesem Gnadenerlaß sind aus— geschlossen Personen, die durch militärgerichtliches Urteil aus dem Heere und der Marine entfernt sind oder werden, oder nicht mehn als Kriegsteilnehmer anzusehen sind. Straserlaß des Königs von Bayern. München, 26. Jan.(WTB. Nichtamtlich) S. M. der König hat mit Allerhöchster Entschließung vom 25. Januar laufenden Jahres anläßlich der ruhm- und opferreichen Kämpfe dieses Feldzuges zum Geburtstagsfeste S. M. des Deutschen Kaisers allen Militärpersonen des aktiven Heeres, soweit S. M. dem König das Begnadigungsrecht zusteht, die gegen sie von mili tärischen Befehlshabern verhängten Disziplinarstrafen, sowie die von Militärgerichten verhängten Geld- und Freiheitsstrafen bezw. den noch nicht vollstreckten Teil derselben, in Gnaden erlassen, sofern die ihnen auferlegten Freiheitsstrafen sechs Monate nicht übersteigen. Ausgeschlossen von der Begnadigung sind diejenigen Personen, die unter der Wirkung von Ehrenstrafen stehen und während der Strafverfügung, soweit sie bereits begonnen hat, oder während der vorausgegangenen Untersuchungshaft sich schlecht geführt haben. Straferlaß des Großherzogs von Baden. Karlruhe, 26. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Aus Anlaß des Geburtstages des Kaisers hat der Großherzog allen wegen nichtmilitärischer Straftaten von den Militärgerichten Ver⸗ uxteilten badischen Staatsangehörigen die gegen sie ausgesprochenen Geldstrafen und sechs Monate nicht übersteigende Freiheitsstrafen, soweit sie noch nicht vollstreckt sind, nachgelassen. Ausgeschlossen von der Begnadigung sollen die Personen sein, welche unter der Wirkung von Ehrenstrafen stehen, und Personen, welche während der Strasverbüßung, soweit diese bereits begonnen hat, oder wäh⸗ rend einer vorausgegangenen Untersuchungshaft sich schlecht geführt haben. Ist auf Geldstrafe neben Freiheitsstrafe erkannt, so soll die Geldstrafe nur dann nachgelassen sein, wenn die Freiheitsstrafe unter diesen Erlaß fällt. Kundgebung der deutschen Frauen. Berlin, 26. Jan.(Priv.⸗Tel.) Der„Lokalanzeiger“ berichtet: Die Anregung, anläßlich des Geburtstages des Kaisers eine Anhänglichkeitskundgebung der deutschen Frauen in die Wege zu leiten, hat lebhafte Zustimmung gefunden. In manchen kleineren Orten wurden bereits mehr als 1000 Mark ezeichnet. Vorbereitet wird eine Anschrift und eine Kaiser⸗Wilhelm⸗ Spende deutscher Frauen, die für vaterlän⸗ dische Zwecke zur Verfügung des Kaisers gestellt wer— den soll. Eine Kaiser⸗Wilhelm⸗Straße in Aussig. Aussig, 26. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die Gemeinde⸗ vertretung hat einstimmig beschlossen, die Wockauer Straße „Kaiser⸗Wilhelm⸗Straße“ zu benennen. An die Kabinettskanzlei Kaiser Wilhelms in das Große Hauptquartier wurde ein entspre⸗ chendes Telegramm abgesandt. Baron Burian im deutschen Hauptquartier. Berlin, 26. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der öster⸗ reichisch-ungarische Minister des Aeußern Frhr. v. Bu⸗ rian traf am Abend des 24. Januar im Großen Haupt⸗ quartier ein. Er speiste bei dem Reichskanzler v. Beth⸗ mann Hollweg und hatte darnach mit ihm eine län⸗ gere Unterredung. Am 25. folgte Burian einer Einladung S. M. des Kaisers zum Frühstück, sodann hatte er eine Besprechung mit dem Chef des Generalstabs des Feldheeres, General der Infanterie v. Falkenhayn. Am Abend speiste Burian beim Reichskanzler und trat sodann die Rück- reise an. Dem Vernehmen nach hat S. M. der Kaiser den öster⸗ reichisch-ungarischen Minister des Aeußern Frhr. v. Bu⸗ rian durch die Verleihung des Schwarzen Adler⸗ ordens ausgezeichnet. Der österreichisch-ungarische Bot⸗ schafter in Berlin, Prinz zu Hohenlohe Schillingsfürst, er⸗ hielt das Großkreuz des Roten Adlerordens, der Kabinett⸗ chef, Legationsrat Hoyos, den Kronenorden zweiter Klasse mit dem Stern. Auszeichnung eines ungarischen Regiments durch den Kaiser. Budapest, 26. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Das 25. Infanterie- Regiment, das einzige der öster⸗ reichisch-ungarischen Monarchie, das zum Andenken an die Schlacht von Custozza die goldene Tapferkeitsmedaille an der Regimentsfahne geheftet trägt, ist letzthin auch durch Kaiser Wilhelm ausgezeichnet worden, der in Würdi⸗ gung des tapferen Verhaltens des Regiments in den russisch⸗ polnischen Kämpfen ihm eine mit dem eifernen Kreuz ge⸗ schmückte prachtvolle Fahne sandte. ** * Die Seeschlacht in der Nordsee. Berlin, 26. Jan.(Priv.⸗Tel.) Wie die„B. 3. Mailand meldet, dauerte die Seeschlacht in der Nordsee bei ununterbrochenem Feuer vier Stunden. Das deutsche Geschwader stand niemals still, obwohl es weniger mächtig als das englische war und die deutschen Schiffe die geringere Geschwindigkeit und weniger zahlreiche Geschütze hatten. Der Kreuzer„Blücher“ löste sich zuerst aus der Gefechts linie und kämpfte sehr mutig. Aber englische Torpedojäger schnitten ihm die Verbindung mit den anderen Einheiten ab, das Ergebnis war der Untergang des„Blücher“. Amsterdam, 26. Jan.(WTB. Nichtamtlich.)„Tija“ veröfsentlicht folgenden, ihm aus Mnuiden vom 26. Januar zugegangenen Bericht: Der Kapitän des Fischdam pfers „Mimi“, der am Sonntag vormittag 10 Uhr sich zwischen den kämpfenden Kriegsschiffen befand, erzählt über die Seeschlacht folgendes: Wir waren auf dem Wege nach Hause und befanden uns West-Nordwest von Helgoland, als wir in der Ferne Rauch aufsteigen sahen, der sich so schnell näherte, daß wir binnen kurzem große Kriegsschiffe und etwas später sie begleitende Torpedobvote sahen. Noch bevor wir ihre Nationalität erkennen konnten, erdröhnten Schüsse, denen Salven folgten, von denen der ganze Luftraum erzit⸗ terte. Riesig hohe, über Wasser treibende Rauchwolken entzogen die Schiffe dann vorübergehend unseren Augen. Wir setzten unseren Kurs fort und dachten aus ihrer Nähe zu kommen. Die Kanonade kam aber unheilvertündend näher, so daß wir schließlich von einer großen Anzahl englischer Torpedoboote umringt waren, die schießend und manövrierend an uns vorbeiführen. Geschosse weiter entfernter Schifse explodierten ganz in der Nähe un⸗ seres Dampfers. Nachdem der Wind die Rauchwolken ver⸗ 255 . N 4 mit Erfolg. Ein einer Gruppe an der Nida die Nacht hindurch bis zum Mar⸗ Allexhöchst 2 Aufbietung des gesamten österrei⸗ 31. Dezember desjenigen Jahres erlangt haben, in welchem Liandsturmpflicht keiner Musterung zu unterziehen hatten. b Tagen übertri * Nussen säulen stiegen an seinen Seiten empor. Wir konnten die waren schließlich froh, als der Abstand zwischen uns und den lämpfenden Schifffen immer größer wurde. Russische Unterseeboote in der Ostsee? Berlin, 27. Jan. In Schweden sind einem Tele- gramm des Berliner„Lokalanz.“ zufolge Gerüchte von einem Auftauchen russischer Unterseeboote in der Ostsee verbreitet. i Ein englisches Schiff untergegangen. Amsterda m, 26. Jan.(WTB. Nichtamtlich.)„Nieuwes van den Dag“ meldet aus London: Die Admiralität gab gestern bekannt, daß sie das bewaffnete Handels- schiff„Viknor“, das seit einigen Tagen vermißt wird, als mit den Offizieren und der Mannschaft unterge- gangen betrachten müsse. Einige Leichen und Wrack— stücke seien an der nordirischen Küste angespült worden. Man vermutet, daß das Schiff während des letzten Sturmes un— tergegangen oder aus dem Kurs geraten auf eine deutsche Mine gestoßen ist. Der kleine Kreuzer„Gazelle“ leicht verletzt. Berlin, 26. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, ist am 25. Januar der kleine Kreuzer„Gazelle“ in der Nähe von Rügen von einem feindlichen Unterseeboot angegriffen und durch einen Torpedoschuß verletzt worden. Die er⸗ littenen Beschädigungen sind gering. Der Kreuzer ist in einem deutschen Ostseehafen eingetroffen. Menschenverluste sind nicht eingetreten. Der Ausbau der amerikanischen Flotte. Washington, 26. Jan. WTB. Nichtamtlich.) Das Re⸗ präsentantenhaus hat die Gesetzesvorlage eingebracht, die 20 200 000 Pfund Sterling zum Ausbau der Flotte vorsieht. ** 1* Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 26. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vorlautbart: 26. Januar 1915 mittags. Die allgemeine Lage hat sich nicht verändert. Im Geschützkampf, der gestern bei⸗ derseits der Weich sel stärter als in den letzten Tagen tags⸗ über anhielt, wirkte unsere schwere Artillerie westlich Tarnow Fuhrwerkspart des Gegners wurde zer⸗ sprengt, mehrere feindliche Kompagnien bei Zglobice, süd⸗ westlich Tarnow, vertrieben. Das Artilleriefeuer dauerte bei gen an und setzte mit Tageslicht neu verstärkt ein. In den Karpathen wurdc auch gestern gekämpft. Im oberen Ung⸗, Latorcza- und Nagy Ag⸗Tale mußte der Gegner nach von ihm wiederholt unternommenen, aber vergeblichen Gegenangriffen. die ihm schwere Opfer kosteten, einige wich⸗ tige Höhen räumen. In der Bukowina keine Kämpfe. Am südlichen Kriegsschauplatz herrscht Ruhe. g Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. des gesamten österreichisch⸗ungarischen Landsturms. Wien, 26. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Auf Grund der die Aufbietung Alle chisch⸗ungarischen Landsturms werden die zur Dienstleistung mit Waffe, sofern sie bei der Musterung die in der Zeit vom 10. Februar bis 3. April erfolgt, hierzu als geeignet befun⸗ den werden, einberufen: 1. die 1891 geborenen Landsturm⸗ pflichtigen, die bei der Stellung oder bis zum 31. März 1914 auf dem Wege der Generalmusterung aus dem Heere oder der Marine entlassen worden sind; 2. die 1895 u. 1896 gebore⸗ nen Landsturmpflichtigen; 3. diejenigen 1878, 1879, 1880 und 1881 geb. Landsturmpflichtigen, die, ohne früher in der österreichisch-ungar. Monarchie wehrpflichtig gewesen zu sein österreichisch⸗ungar. Monarchie wehrpflichtig gewesen zu sein, die österreichisch-ungarische Staatsbürgerschaft erst nach dem sie das 33. Lebensjahr vollendeten, und sich unbeschadet ihrer der bei der Musterung als geeignet Befun- Die Einberufun stleistung wird für einen späteren Zeitpunkt denen zur Dien erfolgen. Die türkisch⸗russischen Kämpfe. Konstantinopel, 26. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amt⸗ icher Bericht. Die russische Presse veröffentlichte in den letzten · ebene, mit der Wirklichkeit im Gegensatz stehende Nachrichten über angebliche Erfolge der russischen Armee im Taukasus, nach welchen letztere ein ganzes türkisches Ar⸗ meekorps gefangen genommen haben soll. Wir stellen fest, daß der Tatbestand folgender ist: Die türkische Armee hatte nach einer langen Pause in den Operationen die Offensive ergriffen. Nach erfolgreichen Kämpfen wurden die Russen auf der ganzen Front zurückgetrieben und gezwungen, Kanonen, Maschinengewehre und eine große Menge von Beute zurückzulassen. Durch diesen Vor⸗ waren die türkischen Hauptstreitkräfte bis nach Sary⸗ kamisch, 20 Kilometer östlich der Grenze, angekommen. Die 1 zogen bedeutende Verstärkungen heran, konnten aber nur wit großer Mühe die türkische Offensive aufhalten. Nach heftigen Kämpfen, die. einen Monat dauerten und in welchen die Russen schwere Verluste erlitten, ging die türkische Armee wegen des schlechten Wetters an der Grenze zur Defensive über. e Versuche der Russen, unsere Stellungen zu nehmen, sind ge⸗ scheitert, was übrigens auch die amtlichen rufsischen Mitteilungen der letzten Tage beweisen. In den letzten Tagen zogen sich die Russen vor einem Teil unserer Front zurück. Sie mußten ihre Stellungen befestigen und konnten sie halten. Während sich diese Kämpfe im Kaukasus abspielten, errangen unsere in der Provinz Aserbei⸗ dschan operierenden Truppen überall Erfolge, ausgenommen bei Khoi, in dessen unmittelbarer Umgebung die Kämpfe andauern. Die Russen wurden aus allen bedeutenden Orten von Aserbeidschan, 2 80 3 185 vel 8. Jan. WTB. Ni onstantinopel, 26. 12. Nichtamtlich.) Das ——* teilt mit: An der Kaukasusfront herrscht * 1 uhe. Am 23. Dezember hat derenglische Kreuzer„Doris“ einen Landungsversuch in der Umgegend von Klexan⸗ drette gemacht. Die Engländer wurden aber gezwungen, sich unter dem Feuer unserer Küstenwache zurückzuziehen und ver⸗ loren sieben Tote. Aus der russischen Duma. Petersburg, 26. Jan. WTB. Nichtamtlich) Im Bud⸗ setausschuß der Duma hat der Abgeordnete Kowalewsky um Aufklärung über die russischen Beziehungen zu Ita⸗ lien, Rumänien, Bulgarien und Schweden und um Klärung der Frage der Meerengen und der noch schwebenden Fragen bezüglich Palästings, 1 und Persiens gebeten. Es sei ferner noch von Wichtigkeit zu wissen, ob die Regierung geneigt sei, die Mei der gesetzgebenden Körperschaften und der 2 der fentlichen eben zu hören, bevor sie daran FF.!!! K]⅛ K. trieben hatte, sahen wir ein großes Schiff brennen, ein anderes vom gleichen Typ, das von Torpedobooten umschwärmt war, hatte schwere Havarie. Auf dieses Schiff konzentrierte sich der Angriff. Turmhohe Wasser⸗ Feuerstrahlen vor den Mündungen der Geschütze sehen und Denn eine ganze Reige von Fragen könne sachgemäß mit Leuten von Erfahrung, wie es Mitglieder der Duma seien, besprochen werden. Der Abg. Krupensky erörterte die Frage der russischen Beziehungen zu Japan und China. Der Mimister des Aeu⸗ ßern gab über alle Fragen zufriedenstellende Antworten. Er erklärte, er werde die kaiserliche Genehmigung einholen, um in der Plenarsitzung der Duma ins einzelne gehende Erklärungen abgeben zu dürfen. In Beantwortung der Anfrage eines anderen Abgeordneten stellte Sasonow fest, daß England eine weit schwerere Last, als man annehme, zu tragen habe. Auf die Frage des Abg. Miljukow, ob nicht die Gefahr bestehe, daß ein verfrühter Friede geschlossen würde, antwortete Sasonow mit der Erklärung, daß die Regierung dem Geiste des kaiser⸗ lichen Manifestes treu bleiben und im Einvernehmen mit ihren Verbündeten beharren werde. Revolution in Portugal. Berlin, 27. Jan. Aus Portugal berichtet laut„Voss. Zeitung“ die„Neue Zürcher Zeitung“, daß dort eine Revo⸗ lution ausgebrochen sei und daß die Revolutionäre gesiegt hätten. Dem Zürcher Blatt zufolge sei aus der Nachricht aber nicht zu ersehen, ob eine andere republikanische Regierung eingesetzt oder ob die Monarchie wiederhergestellt sei. Rücktritt des portugiesischen Kabinetts. Lyon, 26. Jan.(WTB. Nichtamtlich) Der„Luon Repu⸗ blicain“ teilt mit: Das gesamte portugiesische Kabinett hat de⸗ missioniert. General Pimento Castro hat vorläufig den Vor⸗ sitz im Ministerium und die provisorische Regierung sämtlicher Portefeuilles übernommen. London, 26. Jan. WTB. Nichtamtlich.) Reuter meldet aus Lissabon: Der Ministerrat hat dieser Tage über die Be⸗ strafung der verhafteten Offiziere beraten. Der Pro⸗ zeß soll, wie die Mitteilung des Kriegsministeriums besagt, vor den gewöhnlichen Militärgerichtshöfen zur Verhandlung kommen, da die Handlungen, deren die Offiziere angeklagt sind, nicht poli⸗ tischer Natur sind, sondern als Mangel an Respekt vor den Vor⸗ gesetzten ausgelegt werden müßten. Das Kabinett hat beschlossen, diejenigen Blätter, die direkt oder indirekt zum militärischen Un⸗ gehorsam aufforderten oder einem solchen Vorgehen Beifall spen⸗ deten, zu suspendieren, sowie jeden Versuch zur Schaffung öffent⸗ licher Unruhen zu unterdrücken. Nach den eingelaufenen Berichten soll die Ordnung im ganzen Lande ungestört sein. Das Präsidium der Republik sandte eine Note an die Presse, in welcher es mit⸗ teilt, daß der Präsident entschlossen ist, mit den Paxteiführern 1 anderen Persönlichkeiten über die Lösung der Ministerkrisis zu beraten. Aus dem Kammerausschuß für das franzöfische Unterrichtswesen. Paris, 26. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Der„Temps“ meldet: Der KFammerausschuß für das Unterrichtswesen und die schönen Künste nahm die Berichte des Unterrichtsministers Sarraut und des Unterstaatssekretärs Dalimier entgegen. Sarraut teilte mit, daß 25000 Mitglieder der 5 7 Lehrer⸗ schaft zum Heere eingezogen seien. Bisher seien von ihnen getötet oder verletzt worden. Die Institute für den Medizinunter⸗ richt wurden sämtlich der Verwundetenpflege nutzbar gemacht. Die Mehrzahl der Schulen wurde von den Behörden in Anspruch genommen. Es sind Maßnahmen getroffen worden, damit der Unterricht, der im Anfang infolge des Mangels an Lehrern in den Schulen zum größten Teil eingestellt werden mußte, bald überall normal wieder aufgenommen werden kann. Die Stu⸗ dentenzahl in Frankreich ist von 23 000 auf 10 500 zurückgegangen, die Schülerzahl der Gymnasien und Lyceen von 98 500 auf 73 600. Dalimier berichtet, daß Maßnahmen getroffen worden seien, um die Kunstschätze in den Museen in Sicherheit zu bringen und die Bauwerke zu schützen. Die Wiederherstellungsarbeiten an den zer⸗ störten Bauwerken sollen beginnen, sobald die Bauwerke endgültig nicht mehr in der Gefahrzone liegen. Die Neutralität Italiens. Berlin, 27. Jan. Den französischen Werbungen wird in den Morgenblättern einem ihnen von der„Kölnischen Zeitung“ übermittelten Auszug aus der„Perseveranza“ entgegen⸗ getreten: Die Werbearbeiten werden gegenwartig eifrig betrieben, weil für den Dreiverband die Gefahr besteht, daß die diplomatischen Verhandlungen zwischen Italien und Rumänien mit den beiden Zentralmächten die Bewahrung der italienischen und rumänischen Neutralität bis zum Ende des Krieges herbeiführen. Frankreich versuche Italien in einen Krieg zu verwickeln, um seine Hilfe zu beanspruchen und dabei gleichzeitig Italien schwächen zu können, während gerade gegenwärtig Italien stark sei. Der Dreiverband habe für Italien nur freundliche Worte, aber keine freundlichen Taten. Italien brauche sich nur die Haltung Frankreichs in dem libyschen Kriege zu vergegenwärtigen, um die jetzige Werbung richtig einzuschätzen. Die amerikanische Neutralität. Washington, 26. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der bri⸗ tische Kohlendampfer„Faun“, der am 11. Januar den Hafen San Juan auf Portorico anlief, und unter dem Befehl eines Offiziers der„Karlsruhe“ stand, wurde von den Behörden verständigt, daß er entweder den Hafen verlassen oder interniert werden müsse da er als Marinetender betrachtet werden müsse. „Farn“ erhält eine Frist von 24 Stunden von einem bestimmten Datum an, welches im Interesse der Neutralität nicht bekannt ge⸗ geben wird. Heer und Flotte. Berlin, 26. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Das„Militär⸗ wochenblatt“ meldet: Erbgroßherzog Nikolaus von Olden⸗ burg, bisher Leutnant à la suite des oldenburgischen Dragoner⸗ Regiments Nr. 19, in der Armee als Leutnant mit Patent vom 10. August 1907 à la suite des oldenburgischen Dragoner⸗Regi⸗ ments Nr. 19 angestellt, ist für die Dauer des mobilen Verhältnisses dem Generalkommando des 10. Armeekorps zugeteilt worden.— Edler v. d. Planitz, Major und versönlicher Adjutant des Kron⸗ prinzen, ist unter Enthebung von dieser Stellung als Abteilungs⸗ kommandeur in das Feldartillerie-Regiment Nr. 25 versetzt worden. 8 Aus Stadt und cand. Gießen, 27. Januar 1915. dem Uaiser zum 27. Januar 1915. Du stehst am Jubeltage, Doch eins mag dich trösten Vielteurer Herr, im Feld Im abgrundtiefen Leid, Als Urbild hehrer Sage: In der noch ungelösten Ein Friedensfürst und deld! Stahlbarten Not der Zeit: Dein Volk hast du gezwungen Wir stehn zu dir im alten n deiner Hoheit Bann, Urdeutschen Mannenbrauch rum jauchzen aller Zungen Und werden Treue halten Dem ganzen, echten Mann. Bis zu dem letzten Hauch! Der Krieger stolze Scharen Ob sich des Unheils Wolke Erflehen Heil für dich; Auch noch so grausig ballt, Die ferne den Gefahren, Aus deinem ganzen Volke Sie beten inniglich Ein lautes Jauchzen schallt. ür dich und all die Deinen Es hallt wie Sieggeschmetter m sestlich-ernsten Tag— Weit über Land und Meer, Ach, viele wohl mit Weinen Es wogt wie Donnerwetter Und schwerem Herzensschlag! In unsrer Feinde Heer. Wir wissens: tiese Trauer Der Erde Völker lauschen Belastet hart dein Herz Empor zum deutschen Aar, Ob all' der Todesschauer, Der mit gewalt'gem Rauschen Um all' den heißen Schmerz, Erprobt sein Schwingenpaar. Um all die Menschenblüten, Durch Zukunstsmorgenröte Die Mordgier hingemäht, Erdröhnt es donnergleich: Um all' die Not, die Wüten ⸗Mit Gott durch alle Nöte Des Feindes uns gesät! Für Kaiser und für Reich!“ gehe, die Bedingungen für den Frieden auszuarbeiten. 3 Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den III Landwehrmann graunz Willen weber, Res.-Inf.⸗Rgt. 88, aus Worms.— Musk. Friedrich Wilbelm Eckard, Ink.⸗Rat. 118, aus Worms.— Landwehrm. Otto Weil, Res.⸗Inf.-Agt. 116, aus Ermenrod.— Lt. d. Res. Otto Geisel, 5. 1 N aus Marburg. Vizeseldwebel Carl Richter, f.-Ngt. 168, in Bilsch.— Kriegsfreiw. Ernst Peter, 1 88, aus Hanau.— 9% Heinr. Jüngling, Res.⸗Jus-Rgt. 168, aus Michelau.— Rel. Rich Völker, r 68, aus Glauberg. — Kriegsfreiw. Lehrer Ludw. Sand, Res.-Juf.⸗Rgt. aus Offenbach.— Res. Johannes Beil, Inf.⸗Rgt. 167, aus Kölbe. * * Ritter des Eisernen Kreuzes: Hauptmann d. L. Regierungsrat Pommer aus Marburg. Oberjäger beim aktiven Gardeschützen-Bat. Walter Melde aus„ burg. Uffz. Karl Wieber aus Momberg. Kanonier im Feldartillerie-Regt. 51 Willi Schlach aus Willingshausen. Wehrmann Hermann Caspari aus Hirschhausen, Landw.⸗ Inf.-Regt. 118. Hauptm. und Adj. in der 2. Garde⸗Feldart.⸗ Brigade Karl v. Hymmen aus Wetzlar* Res. Karl Alt aus Nieder-Florstadt, Inf. Regt. 168. Uffz. Peter Krug aus Rainrod. Vizewachtmeister Merkel aus Elben⸗ rod, Res.⸗Feldart.-Regt. 16. Stabsarzt Dr. Kayser, Feld⸗ Art.⸗Regt. 51, aus Darmstadt. Off. Stellv. im 958 nf. Regt. 221 Schutzmann Adolf Bräutigam aus Offenbach. Uffz. im Pion.⸗Bat. 16 Hans Kohlmann aus Offenbach. Einj.⸗-Uffz. Junker aus Offenbach. Uffz. Kopf aus Offenbach. Uffz. Willy Meier aus Bieber. Adoff Kle⸗ b erger aus Melbach, Leutn. im Art. Regt. 61. * Eisernes und Rotes Kreuz. Unter dieser Spitzmarke brachten wir vor einiger Zeit die in einer Gast⸗ wirte⸗Zeitung enthaltene Anregung, den Wohltätigkeitssinn der Gäste dadurch zu betätigen, daß denselben Gelegenheit geboten wird, auf den Platten der Holztische Zier egen Entrichtung eines Betrages fürs Rote* in 58 des Eisernen Kreuzes anzubringen. Wie man uns mitteilt, wird im hiesigen Gasthaus„Zum Krokodil“ dies originelle Verfahren schon seit längerer Zeit mit dem besten Erfolge angewandt, indem schon für etwa 120 Nägel entsprechende Beträge zu wohltätigen Zwecken entrichtet worden sind.. Der Aliceschul-Verein versendet soeben an seine Mitglieder und an sonstige Interessenten neue Pro- gramme, in denen die in der Aliceschule gehaltenen Kurse übersichtlich zusammengestellt sind. Wir 91. aus dem Inhalt folgendes: In der Abteilung l, Ki straße 20, werden Kurse von ½ und ½ Jahr Dauer im Schneidern, Weißzeugnähen, Sticken, Kunsthandarbeiten, Bügeln und Kunstwaschen gehalten. Solchen jungen Mäd⸗ chen, die berufsmäßig Schneidern oder Weißzeugnähen 4 betreiben gedenken, ist Gelegenheit gegeben, sich zur sellinnenprüfung vorzubereiten. Die Abteilung II, Steinstraße 10, enthält die Kochschule, die Haushaltungs⸗ schule, das Seminar für Koch- und Hauswirtschaftslehre⸗ rinnen, sowie das für Handarbeitslehrerinnen und ö Pensionat. In der Kochschule dauert jeder Kurs 36 Tage, in der Haushaltungsschule 5 Monate, die Seminare mit staatlicher Abschlußprüfung haben einjährige Kursdauer. Das Pensionat(Internat) ist mustergültig eingerichtet und in erster Linie für auswärtige Schülerinnen bestimmt. Der Lehrkörper der Schule ist vom 1. April d. J. an in fo der Weise L An der Abt. J lehren Fräulein Euler(Weißzeugnähen usw.), Frl. Noll(Bügeln usw.), Frl. Sack(Kleidermachen); an der Abt. II Frl.* Gewerbeschullehrerin für Kochen und Hauswirtschaft, Lei⸗ terin des hauswirtschaftlichen Seminars; Frl. Schmidt, Handarbeits- und Zeichenlehrerin, Leiterin des eits⸗ seminars; Frl. Hof, Kochlehrerin; eine wie mehrere nebenamtliche Lehrkräfte für? Pädagogik, Bürgerkunde, Gesundheitslehre. Die Aliceschule steht unter dem Protektorat der Großherzogin und tritt jetzt in ihr 37. Schuljahr ein. Die nächsten Kurse beginnen am 7. April; auch die Semi⸗ nare, die Anfang August v. J. ihre Abiturientinnen mit einer Notprüfung entlassen hatten, 11 40 dann ein neues Unterrichtsjahr an. Im laufenden Winter werden an zwei Abenden der Woche unentgeltliche Kochkurse in einfacher Küche für junge Mädchen aus dem Volk gehalten, in denen der Zeit entsprechend auf den Wert der Nahru mittel und auf sparsames Wirtschaften gebührende Rück⸗ sicht genommen wird. Die veränderten Zeitverhältnisse werden voraussichtlich allen weiblichen Fortbildungsanstal⸗ ten in der Heimat erhöhten Besuch zuführen; ausländist Pensionate kommen zunächst überhaupt nicht in Bet und auch im Inlande werden solche Anstalten bevo werden, die, wie die Aliceschule, praktische Ziele verfolgen, welche die 3 zur Ergreifung eines Berufs— wozu sich viele infolge der durch den Krieg verminderten Aus⸗ sichten auf Verheiratung werden entschließen müssen— gewähren oder wenigstens diejenigen Kenntnisse ver⸗ mitteln, die einer zukünftigen Hausfrau vonnöten sind. » Konzert⸗Verein. Der nächste Solisten⸗ abend findet, wie man uns schreibt, am Sonntag, den 31. Januar, 5½ Uhr, in der neuen Aula statt. Gesangliche und pianistische Vorträge stehen auf dem Programm und ein uns von früher her vertrauter Name: Frau Elly Ney⸗ van Hoogstraten. Elly Ney hat vor sechs Jahren hier zuletzt gespielt und damals einen ganz überwältigen⸗ den und spontanen Erfolg erzielt. Die 12 örer werden 1170 des Schwunges und der fast männlichen Kraft, den diese rassige Künstlerin an den Tag legte, erinnern und zugleich der seelischen Wärme, die ihr Spiel ausstrahlte, und die es vermochte, ein Piano und ein Pianissimo 41 wie es keiner andern zuvor gelang. Ney hat wo—— ihr sprühendes Temperament etwas bezähmt und eine 5 dung zum rein Aesthetischen genommen. Allein sie ist von Kopf zu Fuß, vom Herzen bis in die Fingerspitzen noh ganz die geniale„Ney“ geblieben, die zart empfindende Poetin und, wenn es sein muß, die Klaviertitanide. Die Künstlerin wurde auf dem Niederrheinischen Musikfest zu Düsseldorf im vergangenen Jahr stürmisch gefeiert und von der dortigen Kritik als„Königin aller Pianistinnen“— 87 net. Vor einigen Wochen erntete sie im Zusammenspiel mit Reger beim Vortrag eines Bachschen Doppel⸗Konzertes für zwei Klaviere in unserer Nachbarstadt Marburg enthu⸗ siastischen Beifall. Ihrem Auftreten hier, bei dem sie sich zudem in den Dienst der Wohltätigkeit stellt, darf mit großem Interesse entgegengesehen werden. den unter denselben bekannten ingungen wie von jetzt ab auch im Verkehr zwischen Deutschland einerseits und Lüttich nebst seinen Vo 1 7. emalle, Grivegnée, Herstal, Hollogne⸗-au (Maas,), Jupille,— e ugrse, Sclessin, 1 Saint. 8 illeur, Albert Kleinschmidt. Lambert und Wandre anderseits von den tanstalten 4 förderung zugelassen. 0 0 0** „ Postverkehr mit Belgien. Offene gewöhnl nd eingeschriebene Briefsendungen sowie Lee. n bis im Verkehr mit Brüssel, Verviers und deren Vor⸗ und Nacken erden 4 r- und Nachbarorten Angleur, Ans, Chense, Saint⸗ d ilfslehrerin, so⸗ utsch, Rechnen, r e 1 1 5 der be dc t festgesetzt worden. 5 a Landkreis Gießen. +Rödgen, 27. Jan. Die Hessische Tapferkeits⸗ Medaille wurde verliehen dem Unteroffizier Wilhelm Becker beim Garde⸗Dragoner-Regiment Nr. 23, Darmstadt. O Beuern, 23. Jan. Hier wurde ein Alice-Frauen⸗ verein gegründet, dem viele Frauen beigetreten sind. Die Zu⸗ sammenkünste finden im neuen Gemeindesaate statt. Vorsitzender it Pfarrer Wagner. 5. Kreis Büdingen. h. Nidda, 26. Jan. Eine hier abgehaltene Versamm⸗ lung der Bürgermeister des Kreises Büdingen be⸗ schäftigte sich in eingehender Weise mit den von den Behörden 3 en Maßnahmen zur Weiterernährung von Heer und olk während der Kriegszeit. Der Versammlungsleiter Geheim- rat Boeckmann erläuterte in einem Vortrage die ungeheure Wichtigkeit der erlassenen Verordnungen und verpflichtete die Bürgermeister mit allen Mitteln über die Durchführung der Maßregeln in jeder Ortschaft genaueste Aussicht zu führen. In der Aussprache betonte man besonders die Wichtigkeit der Kon⸗ trolle durch die Sachverständigen. Volle Einigleit herrschte auch über die Nutzbarmachung jeder anbaufähigen Bodenfläche zu Garten- und Gemüseland. Minderbemittelten soll in jeder Weise die Möglichkeit zur Anlegung eigener Kartoffel- und Ge⸗ müseäcker geboten werden. Den Beschluß der Tagung bildeten e die Herstellung von Backwaren, das Brot⸗ gewicht und die vielverzweigte Liebestätigkeit für die im Felde stehenden Armeen. 5 Kreis Schotten. h. Herchenha in, 25. Jan. Die schon von Anfang kleine *— von Holzhauern schmilzt noch immer mehr zusammen. Zwei Mann wurden zum Heere eingezogen und zwei verunglückten vor wenigen Tagen. Es ist bis jetzt wenig Aussicht vorhanden, daß sich die Dorfbewohner für den nächsten Winter mit Brenn holz versorgen können, da die wenigen Holzhauer immer noch mit dem Aufarbeiten des Nutzholzes in den sehr beschädigten Beständen vom vorigen Winter beschästigt sind. O Hartmannshain, 25. Jan. Aus unserer Gemeinde steben z. Zt. vier Brüder im Heere. Es sind dies die vier Brüder Klein. Der älteste Bruder wurde als Wehrmann beim Landwehr⸗ Jusanterie-Regiment 87 auf dem westlichen Kriegsschauplatze leicht verwundet, verblieb aber bei der Truppe. Auch der jüngste, der als Kriegsfreiwilliger eintrat, wurde in Polen verwundet und kam nach Deutschland zurück. Die beiden anderen sind als Ersatz⸗ Reservisten eingezogen worden; einer von ihnen steht ebenfalls im elde. 5 Kreis Friedberg. h Vilbel, 286. Jan. Mit Wirkung vom 1. März 1915 ab hat das Kreisamt Friedberg für den Aimtsgerichtsbezirk Vilbel die Gründung einer Zwangsinnung für das Bäckergewerbe angeordnet. Kreis Wetzlar. h. Wetzlar, 26. Jan. Die im Kreise Wetzlar vorgenom⸗ mene Goldgeldsammlung ergab bisher 173 910 Mark. * Hebssen⸗Nassau. m. Kirchhain, 26. Jan. Der Greifswalder Kliniker Pro- sessor Dr. Römer von bier, früher in Marburg, der als Regi⸗ mentsarzt im Osten tätig ist, wurde als beratender Hygtieniker einem Generalkommando dort zugeteilt. h Frank surt a. M., 26. Jan. Der Werkstätte für Heimarbeiterinnen wurden von der städtischen Kriegs- 1 zu Unterstützungszwecken 30 000 Mark überwiesen. Die Kommission beschloß weiter die Herausgabe eines kleinen Kriegs- Kochbuches, das in großen Mengen unter die Bevölkerung ver teilt werden soll.— Wegen Kindes mordes wurde ein in der Bethmannstraße bedienstetes Mädchen verhastet. Es hat sein neu- geborenes Kind mit emem Taschentuch erstickt.— Bei dem Zu- sammenstoß zweier Straßenbahnwagen wurde eine Frau aus Griesheim derart schwer verletzt, daß sie dem Kranken- bause zugeführt werden mußte. Die Wagen gingen bei dem Zu⸗ ammenvprall fast in Trümmer. 5 h. Bad Homburg v. d. H., 26. Jan. Eine dringliche Stadtverordnetenversammlung beschloß die Bildung eines Ausschusses zur Versorgung der hiesigen Bevölkerung mit billigen Lebensmitteln und geeignetem Gelände zur Be⸗ pflanzung mit Kartoffeln und Gemüse. Sie genehmigte ferner die Befreiung der zu den Waffen einberufenen Homburger Unter⸗ offiziere und Mannschaften mit einem Jahreseinkommen bis zu 3000 Mark von den Gemeindesteuern. Allen städtischen Ange- stellten wird das Gehalt voll weiterbezahlt, wenn sie verheiratet, zur Hälfte, wenn sie ledig sind. Die Frauen der im Kriegsdienst stehenden städtischen Arbeiter erhalten monatlich 15 Mark. Dem Entwurf einer neuen Marktpolizeiverordnung stimmte man ein⸗ stimmig zu, ebenso der Erhebung von Marktstandgeldern. Cuftichiffahrt. — Abrechnung über die National-Flugspende. Auch im vergangenen Jahre hat die Nattonal⸗Flugspende eine Abrechnung über ihre Tätigkeit vorgelegt; ein Jahresbericht, wie jür das Jahr 1913, ist dagegen nicht erschienen. Besser als eine Denkschrist zeugen die Taten unserer Flieger im Felde von dem vorbereitenden Wirken der Nattonal-Flugspende. Gar mancher unserer Zivilpiloten, den die National-Flugspende ausgebildet oder zum Kriege vorgebildet hat, ist mit dem Eisernen Kreuz 2. oder sogar 1. Klasse geschmückt worden. Der Krieg hat bewiesen, wie notwendig, aber auch wie segensreich die Spende des deutschen Volkes für die Entwickelung unseres Flugwesens gewesen ist. Der Abrechnung entnehmen wir in dieser Hinsicht, um nur große Zahlen zu nennen, daß rund 15 Millionen Mark für Fliegerausbildung und weitere 1½ Millionen Mark für Flugprämien und Wett- bewerbe gezahlt worden sind. Die Arbeiten auf dem Gebiete der Fliegerversicherung, der Schaffung von Flugstützpunkten und der Förderung neuer Konstruktionen haben den Betrag von etwa einer zalben Million Mark in Anspruch genommen.* Die zehn Gebote für die Heimgebliebenen. 1. Du sollst dein Vaterland lieb haben über alles in der Welt. 2. Du sollst an deine Brüder im zelde denken, sie ehren und ihnen dankbar sein. 3. Vertrau den deutschen Waffen und fürchte keinen Feind. 4. Vernimmst du Geheimnisse des Heeres, so halte die Hand auf den Mund. 5. Hörst du von Vexlusten, so vergrößere sie nicht. 6. Ehre das edle Brot und sei kein Verschwender. 15 1 du Vermögens die Fülle, so halt' es nicht töricht im asten. 8. Tu deine Arbeit in deinem Beruse, so dienst auch du dem Vaterlande. 9. Sei bereit, jedes Opser ohne Murren zu bringen und trage würdig dein Geschick. 10. Vergiß dereinst nicht im Frieden, was du im Kriege ge- lernt hast. 1. — Ein Großfeuer in Bremen. Bremen, 26. Jan.(Priv.⸗Tel.) In der vergangenen Nacht ist aus einer bisher unaufgeklärten Ursache im Künstler verein ein Großfeuer entstanden. Gegen 3 Uhr brannte das Dach der hohen Türme des angrenzenden Domes. Die umliegenden Gebäude wurden von den Flaunmen gesvensterhaft beleuchtet. Das Gebäude ist vollständig ausgebrannt. Die im Erdgeschoß befind⸗ lichen Ladenräume erlitten schweren Wasserschaden. A‚ʃ ü— 1* ä———ů ů ů ů ů Kleine CTageschronik. Aus Dortmund wird gemeldet? Am Montag abend 8 Uhr 1/ Min. wurde in einem Teile der Stadt eine heftige Erd- erschülterung wahrgenommen, durch die an zahlreichen Häusern und einem Denkmal Schaden angerichtet wurde. Ob es sich um ein Erdbeben oder eine Erschütterung aus einer anderen Ursache andelt, ist noch nicht festgestellt. Das„Berl. Tagebl.“ meldet aus Rom: Der„Mattino“ be⸗ rechnet die Zahl der durch das Erdbeben Umgekommenen auf 44000.— Aus Mailand wird gemeldet: Die Arbeiter 5 Gasfabriken Mailands sind in den Ausstand getreten. Märtte. m. Kirchhain, 26. Jan. Zu den gestrigen seit langer Zeit wieder stattgesundenen Rindviehmarkte waren 105 Stück Großvieh und 15 Kälber aufgetrieben. Händler, namentlich Käufer, waren in großer Anzahl erschienen un der Handel war recht flott und die Preise hoch. Zu dem im nächsten Monat stattfindenden Markte hofft man auf bedeutend stärkeren Auftrieb. le. Frankfurt a. M. Schweinemarkt bericht vom 27. Jan. Außgetrieben waren 1902 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 Lebendgewicht 68.00— 70.00 Mk., Schlachtgewicht 35.00—87.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 ug Lebendgewicht 66.00—68.00 Mk., Schlachtgewicht 83.00— 5.0 Mk. vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 68.00—70.00 Mk., Schlachtgewicht 35.00—87 Mk.; vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 68.00— 70.00 Mk., Schlachtgewicht 85—87.00 Mk. Geschast mäßig rege. je. Frankfurt a. M., 27. Jan.(Orig.⸗Telegr. de;„Fiez. Anz.“) Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen(hiesiger) Mk. 27.80-00.00, Kurhessischer Mk. 27.80 00.00, Roggen Mk. 23.30 00.00, Gerste Mk. geschästslos, Haser Mk. 22.30— 00.00. Alles ab den Stationen des Höchstpreisbezirks Frank furt a. M. zuzüglich der gesetzlich zulässigen Provision per 100 kg. — Futtermittelmarkt und Mehl. Kleie Mk. 15.00 00.00, Bier- treber Mk. 24.50—25, Weizenmehl 0 Mk. 00.00- 00, Roggenmehl Mk. 00.00— 00. Alles per 100 kg. se. Frankfurt a. M., 27. Jan.(Orig.⸗Telegr. des Gieß. Anz.) Kartoffelmarkt. Kartoffeln in Großhandel Mk. 7,00 bis 8,00, Kartoffeln un Kleinhandel Mk. 8,00— 9,00, Alles per 100 Kg. Ohne Einkaufsprovision. Die Marttpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch⸗ und Brotpreise am 25. Januar 1915. Schlachtviehpreise in Drankfurt a. Fleischpreise in Gießen Ochsen 1 82 r/ Kg. 90—98 PIN. 0-105 Mk. Kälber, Kg. Schlachtgw. 70—85 P.„„ 76-80 See Brotpreise in Gießen: Weizen 100 Kg. 27.90— 00.00 Mt. Roggen 100 Kg. 23.90— 00.00 Mk. Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 28. Jan. 19151 Wechselnd bewölkt, Frost, nordöstliche Winde. Letzte Nachrichten. Eine Ansprache des Kaisers an ein Kölner Regiment. Köln, 27. Jan. Der Kaiser hat, wie die„Kölnische Volkszeitung“ meldet, am 21. Januar das Kölner Reserve⸗ Infanterie-Regiment Nr. 28 besucht, das zur Erholung aus der Feuerlinie zurückgezogen war, und folgende Ansprache an dasselbe gerichtet:. 0 „Ich habe das Reserve⸗Infanterie-Regiment Nr. 28 hierher bestellt, um ihm meinen Dank für seine todesverachtende Tapfer⸗ keit auszusprechen. Wenn die Infanterie mit dem Bajonett an⸗ reift und den Feind vor sich hertreibt, so ist das eine schöne at. Aber, monatelang schweres Artilleriefeuer auszuhalten, dazu gehört ganz besonderer Mut und besondere Ausdauer. Ihr habt aber bewiesen, daß Eure Tapferkeit in keiner Weise darunter gelitten hat. Ich freue mich, daß die„Köllschen Jungen“ ihrem Rufe und dem guten Ruf des xheinischen Armeekorps von alter Zeit her Ehre gemacht haben. Wenn der alte Göben das erlebt hätte, so würde er seine helle Freude an Euch gehabt haben. Ich erwarte, daß Ihr immerdar Euch so halten werdet wie bis zu diesem Augenblick. Ich vertraue, daß die„Köllschen Jungen“ das Ihrige dazu tun werden, den Feind völlig nieder⸗ zuwerfen. Wenn der liebe Gott, wie ich vertraue und hoffe, uns zum Siege verholfen haben wird, so erwarte ich, daß Ihr „Köllschen Jungen“ mit erhobenem Haupt in Eure alte be— rühmte Stadt einkehren könnt und daß Eure Mädchen auf Euch stolz sein können. Adieu Kameraden!“ Ein Urteil über die Vogesenkämpfe. „Basel, 27. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Oberst Müller schildert in der„Neuen Zürcher Zeitung“ die überaus wütenden Kämpfe im Sundgau, namentlich um die Höhe 425 west⸗ lich von Sennheim. Er bemerkt zu der Einschätzung der Feinde: Die Deutschen zollen namentlich den französischen Albenjägern Lob. Ihrer gewandten und tapferen Haltung fehlte die zähe Aus⸗ dauer, als der Erfolg nicht sogleich dem Angriffsfeuer entsprach, eine Erscheinung, welche von den deutschen Frontoffizieren auch an anderen Stellen festgestellt würde. Sehr günstig lautet im all- gemeinen das Urteil über die französischen Offiziere, über die ich aus dem Munde deutscher Offiziere oft genug Worte der höchsten Anerkennung und Achtung hörte. Die Ausbildung der Truppe, ihre soldatische Haltung und Ausdauer seien verschieden. Die aus älteren Leuten bestehenden Territorialtruppen, welche jetzt vielfach auch als Gefechtstruppen in der Front verwendet werden, werden deutscherseits nicht besonders hoch eingeschätzt. In Anbetracht der sehr schwer anzugreifenden beherrschenden franzö⸗ sischen Stellungen muß die Wiedergewinnung des östlichen Teiles der Höhe 425 als ein schöner taktischer Erfolg und eine rühm⸗ liche Waffentat bezeichnet werden. Schwierig gestalten sich für die Franzosen in diesem Gelände die rückwärtigen Ver⸗ bindungen und damit die Verpflegungsverhältnisse. Das Wesserlingertal bietet keine großen Hilfsquellen mehr, der Transport über die Vogesen erfordert einen starken Verbrauch an Kräften und Zeit. Insbesondere sei es mit der Verpflegung der kleineren detachierten Abteilungen im Gebirge schlimm bestellt. Aber auch die zwischen Thann und Sennheim stehenden französischen Truppenteile scheinen unter Verpflegungsmangel zu leiden. We⸗ nigstens sahen die bei Sennheim gefangenen Franzosen abge- magert aus und klagten über Hunger. Die Schiffswerft von Dünkirchen in Flammen. Amsterdam, 27. Jan. Nach der„Times“ hat ein deutscher Flieger mit vier Bomben die Schiffswerft in Dünlirchen in Grand gesetzt. Das Feuer wurde später gelöscht. Weißbrot 2 Kg.— Pig. Schwarzbrot 2 Kg. 72 Pig Kälte in Nordpolen. Berlin, 27. Jan. In Nordpolen ist, wie die „Tägl. Rundschau“ aus Amsterdam erfährt, ein starkes Sinken der Temperatur zu verzeichnen. i Die englischen Kriegskosten. Basel, 27. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die Base⸗ ler Nachrichten melden: In der am 17. Januar ab- schließenden Woche betrugen nach einer 1 17 Quelle laut Zwischenbilanz des Schatzkanzlers die Kriegsaus⸗ aben 15,3 Millionen Pfund. Die bisherigen Gesamt⸗ Nen betragen 207 Millionen Pfund. Der englische„Triumph“. Rotterdam, 26. Jan. Die Londoner Meldungen schweigen noch immer über den Verlust eines englischen Schlacht⸗ kreuzers. Es wird desto ausführlicher über die freudige Stimmung berichtet, die der angebliche Ausgang des Seegefechtes in London „ 77... ˙.= erzeugte. Reuter meldet, in allen Cafés, Konzertlokalen und Kine⸗ matographentheatern wurde die Meldung der Admiralität bekannt gegeben. Die Zeitungs verkäufer auf den Straßen wurden von einer aufgeregten Menge umringt. Die Blätter erklären, der englische Sieg sei sowohl eine Tat der Vergeltung als eine Kriegstat. Der Bluff der Deutschen, daß sie die Nordsee beherrschten, sei jetzt vernichtet. Holländische Blätter weisen darauf hin, daß eine Ver⸗ leichung der am Seegefecht beteiligten Kräfte das Kaliber der chweren Artillerie der Engländer dem der Deutschen überlegen war und daß daraus auf englischer Seite ein Uebergewicht entstand. Der Kommandant des englischen Geschwaders, Vizeadmiral Beatty, sei auch der Führer der englischen Schiffe in dem Gefecht bei Helgo⸗ land gewesen. Er sei 43 Jahre alt und einer der jüngsten Flagg⸗ offiziere der englischen Marine. Dem„Telegraaf“ wird aus London gemeldet, die Nachricht, die dort über das Seegefecht ver⸗ öffentlicht wurde, hätte das Vertrauen der Engländer in ihre Flotte neu hergestellt. Die englischen Schiffe hätten dicht bei der deutschen Flottenbasis auf das Erscheinen der deutschen Schiffe gewartet. Das Rätsel Italien. Rom, 27. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die Militär⸗ zeitung„Esercito Italiano“ führt aus, daß Ita⸗ lien, falls es sich am Kriege beteilige, außer der Milliarde, die schon jetzt erforderlich sei, in einem Vierteljahr noch ca. drei Milliarden Lire für den Heeres— bedarf werde aufbringen müssen.—„Avanti“ meldet aus zahlreichen Ortschaften Kundgebungen gegen den Krieg; stellenweise liefen diese Proteste nicht ohne Zusammenstöße mit der Polizei ab, wobei es auch Ver⸗ wundete gab. Bulgarien und die Türkei. Rom, 27. Jan. Der Korrespondent des„Berl. Tagebl.“ be⸗ richtet: Ich sprach den bulgarischen Delegierten Gena⸗ die w, der mir auf das bestimmteste versicherte, daß Bulgarien seiner Freundschaft für Deutschland und Oesterreich-Ungarn un⸗ bedingt treu bleiben werde. Die Zentralmächte könnten ganz unbesorgt sein, sie würden seitens Bulgariens keine Ent⸗ täuschung erleben. Auf meine Frage, ob die Nachricht der Pariser Presse von einer Spannung Bulgariens mit der Türkei wahr sei, erwiderte Genadiew wörtlich: Ich erkläre Ihnen ganz kategorisch, daß Bulgarien nie und nimmermehr Angriffspläne gegen die Türkei hegt. Die Türkei weiß dies auch sehr gut und hat nicht einen einzigen Mann an der bulgarischen Grenze stehen. Bulgarien hat mit der Türkei wegen Mazedonien Krieg geführt und Maze⸗ donien konnte für Bulgarien den einzigen Grund zu einem Kriege bilden. Heute ist Mazedonien nicht mehr im Besitz der Türkei. Bulgarien wird stets eine für Deutschland und Oesterreich-Ungarn freundschaftliche Politik treiben. Alle entgegengesetzten Behaup⸗ tungen sind Erfindungen. Der Emir von Afghanistan ermordet? Hamburg, 26. Jan. Nach einem Kopenhagener Telegramm der„Hamburger Nachrichten“ bringt das russische Blatt„Rjetsch“ folgende Mitteilung: In Petersburg ist die Meldung eingetroffen, daß auf den Emir von Afghanistan, Habib Ullah Khan, ein Mord⸗ anschlag verübt worden sei. Der Emir ist, wie es heißt, getötet der Thronfolger verwundet worden. Nach einer Lesart ist der Mörder ein jüngerer Sohn des Emirs, nach einer anderen ein Türke. Die Vereinigten Staaten und die Kriegführenden. Amsterdam, 27. Jan.„Daily Telegraph“ meldet aus New York: Die Vereinigten Staaten sind in diesem Kriege sämtlichen kriegführenden Parteien gegenüber loyal. Dies ist der kurze Sinn eines längeren Briefes, der vom Staatssekretär Bryan an den Senator Stone gerichtet wurde. Der Brief leugnet die Beschuldigungen von deutsch-amerikanischer Seite, daß Wilson den Verbündeten der Entente freundlich und der Gegenpartei feindlich gesinnt sei. Am 8. Januar hatte Stone einen Brief an die Re⸗ gierung gerichtet, in er sich nähere Informationen erbat, weil ihm aus den Kreisen, die mit Deutschland und Oesterreich⸗Ungarn sympathisieren, mehtere Briefe zugegangen seien, in denen die Meinung geäußert wurde, daß die amerikanische Regierung sich zugunsten Englands, Frankreichs und Rußlands parteiisch zeige. Der Brief Bryans schließt mit folgender Erklärung betreffend der vielerörterten Frage der Ausfuhr von Munition: Wenn ameri⸗ kanische Bürger, die mit Deutschland und Oesterreich-Ungarn sym⸗ pathisieren, der Meinung sind, daß die amerikanische Re⸗ gierung jene Länder benachteilige, so liegt das an der Tatsache, daß die englische Flotte der deutschen und öster⸗ reichisch-ungarischen Flotte bisher auf hoher See überlegen war. Es ist die Sache der Kriegführenden, auf hoher See zu operieren, und es ist nicht die Pflicht eines neu⸗ tralen Landes, zu verhindern, daß Konterbande der Feind er⸗ reicht. Diejenigen des amerikanischen Volkes, die mit Deutschland und Oesterreich sympathisieren, scheinen zu meinen, daß die ameri⸗ kanische Regierung als Regierung eines neutralen Landes verpflich⸗ tet wäre, den Handel mit Kriegskonterbande zu verhindern. Eine derartige Verpflichtung gibt es aber nicht. Es würde seitens der amerikanischen Regierung nicht neutral und unparteiisch sein, eine derartige Politit zu führen. Bryan gibt weiter zu, daß die Ver⸗ einigten Staaten betreffs der Differenzen mit England in mancher Beziehung gebunden seien, weil sie im Bürgerkrieg als kriegführende Macht vielfach ebenso verfuhren wie England. So haben die Ver⸗ einigten Staaten betreffend der Konterbande und der Behinderung der Schiffahrt manches getan, was man jetzt in Amerika seitens Englands als lästig empfindet. Der Gouverneur der Schutztruppe von Deutsch-Südwest gestokben. 2 Berlin, 27. Jan. Ter Gouverneur der Schutztruppe von Deutsch-Südwestafrika, Oberstleutnant Joachim vo n Hey de⸗ breck ist am 12. November v. Is. infolge einer Verwun⸗ dung, die er auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz erhalten hatte, gestorben. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion. Berlin, 27. Jan. Die sozialdemokratische Reichs⸗ tagsfraktion tritt am 2. Februar zu einer Sitzung im Reichstag zusammen. Für die Beratungen sind dem„Vorwärts zufolge zwei Tage vorgesehen. Erdbeben. ) Jugenheim(Erdbebenwarte), 27. Jan. Heute vormittag 2,13 Uhr verzeichneten die Apparate der hiefigen Erdbebenwarte ein starkes Erdbeben von halbstündi⸗ ger Dauer, dessen Herd 3000 Kilometer entfernt liegen dürfte und vermutlich in der griechischen Inselwelt zu Glanz⸗ nußkohlen kosten nur Mark 1.20 ver Zentuer frei Haus. Probelieserungen durch J. Happel, Nühlstraße. Telerbon 125. eee eee e Lebende Lahufsche, Schellfische, Kabliau, jrisch vom Fang bei 6463 M. Simon, Walltorstraße 43. 96% Nußkohlen I. II und III Authrazitkohlen Eiforn⸗ Briketts Union⸗Briketts Gaß⸗ u. Hüttenkoks, Holz empfiehlt 110 Dan. Wirth's Nachf. West⸗Anlage 51. 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Mts., nachm. 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 880 Nu u. e 5 0 Aug. Schwab, Plockstr. 4 empfiehlt für den Feldpedart: Taschen- und 1 1 Uhren in guter Qualität, mit und ohne Leuchtblatt, 1 6.50 Mk. an. i us— J. 2 lampen mit Dauerbatterien in nur bester Quali- D tät, sowie Benzin- und Lunten- Feuerzeuge.* che hf 5 50 119. rompter Versand nach auswarls. 5 a S elle Frnsche Fische l Cetliaa. Am 5. Januar starb auf Rußlands Boden den Heldentod fürs Vaterland unser unvergeßlicher lieber hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Enkel, Schwager und Onkel heinrich Klein Für die liebevolle Teilnahme an dem uns betroffenen Verluste, sowie für die Grabgesänge des Gesangvereins Frohsinn unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 4 Unteroffz. im 5. Großh. Hess. Inf.⸗Regt. 168, Heinrich Leicht. Heute und morgen eintreffend: 5 ch. f 5 6— 15 25 Hollang. Angel- schellfische, 14“ vfündig.* S ollen 4 : f Lang⸗Göns, 27. Januar 1915. 046, Pa. poll. Kabliau ohne Kopf. treffen morgen früb ein bei: im Alter von nahezu 24 Jahren 4 Frische Bratfische. Schollen. 5 2 Frische Flus-Fische. Georg Wallenfels In tiefem Schmerz: 5 3 a. Hechte, Karpfen, Schleien, v. Pfd. 7080 Pfg. 8: 1. 0 f U 0 5 0 nücklinge. 3 Aal 13 der ili 4—— NVorwegische Fettbücklinge, St g. ugelavothe Familie Joh. Rein V. 5 an gra U ig mnasium Frische 8 Heringe, Stück 15 Pfg. Fr. Jung JI.. nebst Vorschule. 1. Jadlhealer 1 70 Familie Wilh. Klein 10 Anmeldungen neuer Schüler für das Schul- Jeinste bo 5 einge, id ick 11 Pfg. Familie Fr. Klein ahr 1915s¼16 werden 8 1. bis 3. 8 25 Nollaabs, Wienaaeek, Sertage. ee olra Hermann Steingoetter. 5. mittags von 11—12 r, im Gymnasialgebäude tn fur Butter it A an. 1915 Familie Wilh. Klingelhöfer. entgegengenommen. Nbeinperle- B. At. 1— Kofosa, wb. v0 Big 43 185 0 95 1 5 6 2 reitag-Abonn.⸗Vorstellg. Klein⸗Linden, den 26. Januar 1915. Geburts- und Impfschein sind hierbei vorzulegen. Edamer, men Tilsiter, Camembert, Gewöbnl. Vreise ermäßigt) Gießen, den 23. Januar 1915. Alls. Stangen⸗Käse, Lauterbacher Weichkase Johannis feuer g. r Die Großherzogliche Direktion. empfehlen 897 2 Dr. Hense ll. 766 D B ci n erm S. 5 Ana geme 2 Kückenlampen[Metallbetten Gebr. Berdux nde nach 10, Ugr. Iemnar: Otegs, 1 6 la. Hängegassparbrenner Holzrahmenmatr., Kinderbett. abnbofstraße 27. Jernsprecher 231. Sn dale —— delatben Klkünechalx) 8 8 a Mk. 5.40 0315 pill. an Private. Kat. srei.*οhẽ stellungen auf 2. u. 3. Parkett ————— Carl Schunck, Bahn heizt“. 54: Risenmbbeltabrik, Suhl l. Th. nur balbe Preise. 887 0 4