. jetzt die einzige Losung. anderen Menschen angezogen“ hat, der nur blutwenig nach gesetzlichen Erstes Blatt Der Siezener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentli Gießener Famllienblätter; zweimal wöchentl. Kreis⸗ blatt für den Kreis Gehen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche deitfra en Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 12 Verlag, Geschäfts stelleb l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. A von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. leine Mämpfe im westen. Lan * Ars) Großes Hauptquartier, 22. Januar. (Amtlich) Westlicher Kriegsschauplatz. Anhalten⸗ der Regen schloß eine größere Gefechtstätigkeit zwischen Küste und La Bassése⸗Kanal aus. Bei Arras Artilleriekämpfe. Einer von den füdwestlich Berry⸗au⸗Bac vor⸗ rn genommenen Schützengräben wurde, da er durch die einstürzenden Mauern einer Fabrik teilweise verschüttet war, aufgegeben und gesprengt. Ein französischer Angriff nördlich von Verdun wurde leicht abgewiesen. ach Kämpfen südlich St. Mihiel hielten sich kleinere französfische Abteilungen noch unweit unserer Stellungen. Durch einen Vorstoß wurde das Ge⸗ ——— 35 Front bis zur alten Stellung der Fran⸗ zosen gesäubert. Der Kampf um Croix des Carmes, nordwestlich Pont⸗a⸗Mousson, dauert noch fort. Ein starker französischer Angriff gegen den von uns wieder eroberten Teil unserer Stellung wurde unter schweren Verlusten fur den Feind zu⸗ rückgeschlagen. In den Vogesen, nördlich Sennheim, warfen unsere Truppen den Feind von den Höhen des Hartmannsweiler⸗ kopfes und machten 2 Offiziere, 125 Mann zu Ge⸗ fangenen. Oestlicher Kriegsschauplatz. In Ostpreu⸗ ist die Lage unverändert. Am Sucha ⸗Abschnitt schritten unsere Angriffe langsam fort. Oestlich der Pilica nichts Neues. 5 Oberste Heeresleitung. * 5* *— Begeisterung und Sorge für des Vaterlandes Wohl haben in der inneren Politik ßen ist ken und en, un enn die Parteien später einmal wieder den Schauplatz betreten, so werden sie nicht nur ihre Programme verändert haben, sondern die Verjüngung der innerpolitischen Verhält⸗ nisse wird auch dadurch erleichtert werden, daß die alten, in Fäulnis duftenden Zankäpfel aus den Schränken entfernt worden sind. Besonders die ar⸗ und Zollfragen, die früher so viel unentwegte Attacken veranlaßt haben, werden ein völlig neues Gesicht bekommen. Es scheint, als ständen wir gerade jetzt auf einer bedeutsamen Entwicklungsstufe wirtschaftlicher Auffassungen. Die Idee vom Freihandel ist sternenweit in den Hintergrund getreten, und ihre früheren Verfechter beweisen jetzt, daß Grundsätze zwar etwas gutes und verdienstliches sind, daß ihre Lebenfähigkeit jedoch e ist durch die Welt der Tatsachen, die nun einmal keinen Geschäftsbüchern wohlgeordnet und tabellarisch im voraus aufgezeichnet werden können. Der große Gebieter Krieg hat 9 in die Begriffe von bürgerlicher Freiheit manche Lücke geschlagen. Praklische Maßnahmen zur Wohl- fahrt des Staates und der Gesamtheit seiner Bürger, das ist Wie der Feldsoldat draußen„einen seiner eigenen Wünsche Richtung Jragen darf, so drängen sich auch die wirtschaftspolitischen Linien eng aneinander, und der Zwang der Verhältnisse schafft Einmütigkeit. In Manchem gehen zwar die Ansichten noch auseinander. So hat der Kartoffelgroßhändler⸗Verband vor einigen Tagen in einer längeren Denlschrift dargelegt, daß es jetzt weniger wichtig sei, die Preise zu regulieren, als vielmehr die Vor⸗ räte praktisch zu verwerten. Er meint damit, die Höchst⸗ preise für Kartoffeln sollten fallen, damit die Landwirte eine größere Menge für ten. Lieber etwas höhere Preise, als nur 8 Ware. Im engsten steht aber bekanntlich die Frage unserer Getreidevorräte. Ueberall heißt die Losung: haushalten, damit die vorhan⸗ denen Vorräte praktisch ausgenutzt werden können. Der Landwirt darf keinen Roggen, aber auch möglichst keine Kartoffeln verfüttern, die Existenz der Menschen ist wichtiger als die der Tiere. Aber auch dem menschlichen Verbraucher sind Weisungen vorgehalten worden, die auf vernunftgemüße Einschränkung und Aenderung seiner Lebensweise hinzielen. Wir sollen kein Weizenmehl verbrauchen und auf die be⸗ liebten Brötchen verzichten. Noch herrscht kein unbedingter Zwang, denn unsere Reichsbehörde hat zwar mittelbare An⸗ ordnungen für die Bäckereien erlassen, aber sich noch nicht entschließen können, das unbedingt Erforderliche durch un⸗ zweideutiges Gesetzeswort zu bekräftigen. Danach verlangt man jetzt. Nach den Höch tpreisen auch die Vorratsregu⸗ lierung. Die„Frankfurter Zeitung“ predigt eindringlich den 16 Zwang, der jetzt alle selbstigen Gelüste ablösen müsse: . Wir wissen uns in Uebereinstimmung mit allen Denkenden in unserem Volke, wenn wir sagen: Wenn überhaupt ein Zweifel möglich ist, muß unbedingt eine Verschärfung eintreten, wir sollen lebt lieber zu viel sparen als zu wenig! Das hört man von allen überhaupt keine oder Zusammenhang damit Seiten. Die Regierung hat die Nachtarbeit in den Bäckereien unter⸗ sagt, um den Brötchen verbrauch einzuschränken(wobei der Erfolg noch sehr zweifelhaft ist), und sie ichzeiti 5 die Brbichenbäckerei verboten und daz vorhandene Weizen me sten der K mit Kar⸗ 3 Gieße General⸗An ewaltige Umwälzungen be⸗ m en Protest 5 an n ee ue rot Speisezwecke auf den Markt bräch⸗ f 105. Jahrgang Erfolge der Türlen. toffelzusatz bis zu 20 Prozent und von K K-Brot mit noch höherem Kartoffelzusatz: man begreift nicht, warum sie nicht U das K-Brot obligatorisch macht, essen kann. Niemand würde darüber murren, im Gegenteil, nichts wäre besser, als wenn es überhaupt nur ein einheitliches Brot gäbe, von Woche zu Woche so zusammengesetzt, wie es unserem Bestande entspricht. Das Volk will alles tun, was nötig ist. Aber es verlangt, daß die Regierung, die ja allein jetzt die Statistik der Vorräte erkennt, es ihm sage, so deutlich und unzweideutig— und das heißt durch Vorschrift!— daß niemand sich dem entziehen kann. Wir brauchen eine Zentra⸗ lisierung der Getreidevorräte unter Heranziehung der Fachkun⸗ digen und eine genaue Regelung der Brotzusammensetzung, brauchen zwingende Maßnahmen gegen die Roggenverfütterung, für die Verminderung der Schweinebestände, für die Verwendung der Ackerfläche(vor allem auch der Zuckerrübenfläche) und alles, was sonst hiermit zusammenhängt. Wer jetzt an entscheidender Re- gierungsstelle steht, der muß vor allem eines können: handeln! Noch von anderer See her ertent derselbe Ruf nact neuen Zwangsmaßnahmen der Regierung. Der Abgeord⸗ nete Erzberger schretot im„Tag“, daß auf wirtschaft⸗ lichem Gebiete nicht alles geschehen sei, was in den ersten fünf Monaten hätte geschehen können. Aber, so sagt er, noch ist es nicht zu spät! 5 „Das deutsche Volk ist in der Lage, Aushungerung zunichte zu mache botenen Mittel ansetzt. Heute steht die Sache aber so: das Volk will, wenn die Regierung es fordert. Der Volks⸗ wille muß gelenkt und geleitet werden. Kein kleines und kleinliches Bedenken darf davor zurückschrecken, die Er⸗ nährung unter allen Umständen sicherzustellen. Wir kön⸗ nen es noch leisten, aber es hat auch die letzte Stunde hierfür geschlagen. Gerade, wer über die Kriegslage optimistisch urteilt, darf mit doppeltem Nachdruck auf den Ernst dieser Frage hinweisen und eine rasche Entscheidung fordern. Es wird eine solche Entscheidung nicht geteilten Beifall finden und 0 lberausrufen Aber das steht alles in der zwei⸗ n Linie gegenüber der Kardinalforderung, Umständen siegen müssen, und daß einem siegreichen Heere nicht ein ausgehungertes Land in den Rücken fallen darf. Worte sind darüber genug gewechselt, Flugschriften und Bücher genug ge⸗ schrieben worden. Durchgreifendste Taten müssen in kürzester Zeit erfolgen.“ Es ist vielleicht, im Hinblick auf spätere Auseinander- setzungen, ganz gut, daß der Volks wille die Regierung, die sich anscheinend gescheut hat, ihre volle Machtbefugnis zur Anwendung zu bringen, geschoben hat. Dadurch wird am besten zum Ausdruck gebracht, daß kein willkürlicher Polizei⸗ zwang unsere inneren Verhältnisse umgestürzt hat. Hoffen wir, daß die Regierung mehr und mehr an das Volk glaubt, dessen Glück und Zukunft es sicherstellen soll! ** * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 22. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtli ch wird verlautbart: 22. Januar 1915 mittags. Nördlich der Weichsel entwickelte sich gestern lebhafterer Geschütz⸗ ham uf. Unsere Artillerie wirkte namentlich im südlichsten Nida-⸗Abschnitt und bei Checinn, wo der Bahnverkehr durch einen Volltreffer in eine Eisenbahnstation empfindlich gestört wurde, mit besonderem Erfolg. Auch süd li ch der Weich⸗ 5 0 5 Teilen der Front Geschützkampf von wechselnder Stärke. Die Situation in den Karpathen ist unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feld marschalleutnant. Die Politit des Barons Burian. Wien, 22. Jan.(WTB Nichtamtlich.) Das Wiener Tagblatt“ erhält von besonderer Seite über den Wechsel im Ministerium des in denen es heißt: Da alle Welt es mit Recht für selbstverständlich hält, daß Oesterreich-Ungarn nach wie vor entschlossen ist, den Krieg mit vollster Kraft im Verein mit dem Deutschen Reiche bis zur Ueber⸗ wältigung der Gegner fortzusetzen, und von vornherein die Kom⸗ bination ausgeschaltet war, daß der überraschende Ministerwechsel eine Aenderung dieser Grund⸗ und Lebensfrage bedeuten könnte, forscht man anderwärts nach den Motiven dieses Schrittes. Man weist, nun auf die täglich schwerer gewordene Last während der dreijährigen Ministerschaft Berchtolds hin, sowie weiter darauf, daß Berchtold bei seinem Amtsantritt nur dem Befehle des Kais sers nachgekommen. ist, und man betont, daß das Amt eines Ministers des Aeußern in einer so furchtbaren Zeit nicht nur geistigen Weitblick und strenge Gewissenhaftigkeit, sondern auch unablässige Bereitschaft erheische, auf jede Gefahr hin wichtige Entscheidungen zu treffen. Diese stets weitere Willensbereitschaft scheint Graf Berchtold trotzdem nicht in sich gefühlt zu haben. In seinem hohen Pflichtbewußtsein zog er es vor, die übernommene Mission einem anderen zu überlassen. Die Erklärung des so viel Aufsehen erregenden Ministerwechsels ist eine vein psychologische, die man allerdings in der harten Welt der Politik nicht gewöhnt ist. Deshalb darf man nicht erstaunt sein, daß man an den psycho⸗ logischen Erwägungen vorüber weiter nach politischen sucht, wobei das Blatt hervorhebt, daß die Publizisten des Deutschen Reiches diese Fragen mit einer Behutsamkeit erörtern, in der sich die Emp⸗ findung der zwischen der deutschen Nation und Oesterreich-Ungarn herrschenden engen Brüderschaft ausspricht. Allen diesen Vermutun⸗ gen gegenüber konstatiert s Blatt, daß Baron Burian in jeder Beziehung denselben Weg verfolgen wird, den Graf Berchtold verfolgt hat oder verfolgt haben würde. Er wird festhalten an dem alten Geiste, der in Gefahren standhaft bleibt und vom Er⸗ erbten und Errungenen nichts aufgabt, an dem alten Geiste dieser Monarchie, die schon vieles kommen und gehen gesehen und schon manchen Sturm überstanden hat. Daran ist so daß niemand etwas anderes die englische Parole der n, wenn es will und alle ge⸗ „Neue Mitteilungen Aeußern, „„ A er Anzeiger zeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. daß wir unter allen Samstag, 25. Januar 1015 Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel- jährl. Mt. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi.— Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. gamer Fortschritt in polen. kein Zweifel gestattet, und er wird selbstverständlich auch fest⸗ alten an der Treue zu dem deutschen Verbündeten, wovon sich die hochstehenden Persönlichkeiten, denen er im 8 quartier seinen Besuch abstattet, durch unmittelbaren Verkehr überzeugen werden, wenn es eines besonderen Beweises überhaupt noch be⸗ durft hätte; denn, so schließt das Blatt, dieses Verhältnis ist wahrlich bis in die fernste Zukunft hinaus fest gegründet. Wien, 22. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Minister des Aeußern Baron Burian begibt sich in Begleitung des Legationsrates Grafen Hoyos heute abend über Berlin in das deutsche Hauptquartier, wo er am 24. Januar von dem deutschen Kaiser empfangen werden wird. Die österreichisch-ungarische Kriegsauleihe. Wien, 23. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Nach den end⸗ gültigen Feststellungen betragen die Zeichnungen auf die Kriegs⸗ anleihe 3306 Millionen Kronen, wovon auf Oester⸗ reich 2136 Millionen Kronen und auf Ungarn 1170 Millionen Kronen entfallen. * 5* Der amtliche französische Bericht. Paris, 22. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Die gestern nachmittag ausgegebene amtliche Mitteilung besagt: Auf dem Plateau von Notre Dame⸗de⸗Lorette fand in der Nacht vom 19. zum 20. Januar ein bereits gemeldetes Gefecht statt Am 20, Ja⸗ nuar fanden zwischen Meer und Lys Artilleriekämpfe statt. Süd⸗ lich der Somme und an der Aisne einige Artilleriekämpfe, in deren Verlauf wir einige feindliche Batterien zum Schweigen brachten. n der Champagne östlich Reims zerstörten wir im Gebiet von Prosnes⸗les-Marquises und Monronvillers deutsche Schan arbeiten. zwangen den Feind, einige Schützengräben zu räumen und führten eine Explosion eines Munitionslagers herbei. Nordwestlich Beau⸗ seiour rückten wir vor, indem wir drei feindliche Posten durch Ueberrumpelung wegnahmen und uns dort festsetzten. Nördlich Massiges gewann unsere Artillerie die Oberhand. In den Ar⸗ gonnen ist die Lage unverändert. Südostlich St. Mihiel eroberten wir im Walde bei Apremont 150 Meter feindlicher Schützengräben und schlugen einen Gegenangriff ab. Nordwestlich Pont⸗a⸗Mousson, im Bois⸗Le⸗Preétre, gelang es dem Feinde durch einen heftigen Angriff, 20 Meter von den 500 Metern in den vergangenen Tagen von uns eroberten Schützengräben zurückzugewinnen; wir behaupteten uns aber fest in der Gesamtheit dieser Stellung. Im Abschnitt von Thann, in der Gegend von Silberloch am Hart⸗ mannsweilerkopf ist seit der Nacht vom 19. zum 20. Januar ein Infanteriegefecht im Gange; in dem äußerst schwierigen Gelände rücken wir langsam vor. a N Paris, 22. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vom 21. Januar, abends 11 Uhr, gemeldet: Der Feind beschoß heftig unsere Stellungen nördlich Notre Dame⸗de⸗Lorette und unter⸗ nahm morgens 5 Uhr einen neuen Angriff, der sofort aufge⸗ halten wurde. In der Champagne wurden zwei leine Gehölze nördlich des Gehöfts Beauséjour von uns besetzt; ein feindlicher Gegenangriff war erfolglos. In den Argonnen unternahmen die Deutschen einen ernstlichen Angriff auf einen vorspringenden Winkel unserer Linie in der Umgebung von St. Hubert. Nach einer sehr heftigen Beschießung, die unsere Schützengräben zer⸗ störte, stürmten sie zum Angriff vor, wurden aber durch das Feuer unserer Infanterie, das mit seitlichem Artilleriefeuer ver⸗ bunden war, zurückgeworfen. In dem Gebiet des Hartmanns⸗ weilerkopfes kämpft man noch immer. Die Kämpfe in Flandern. Berlin, 23. Jan. Zum Kampf in Flandern meldet die„Voss. Ztg.“ aus Amsterdam: Die Kämpfe beschränken sich auf Duelle zwischen der Artillerie und dem Flugzeug. Das ganze Land sei überschwemmt, die Felder seien in Seen und die Laufgräben in Ströme verwandelt. Trotz dieses Wetters zeigen die Flieger auf beiden Seiten erhöhte Tätig⸗ keit. Tollkühne Luftangriffe würden zu Tag⸗ und Nachtzeiten unternommen. Eine Aeußerung des Generalstabschefs v. Falkenhayn. Berlin, 23. Jan. In einem von sämtlichen Morgen⸗ blättern veröffentlichten, über England gegangenen Auszug aus einer Unterredung eines amerikanischen Pressevertre⸗ ters mit dem Chef des Generalstabs v. Falkenhayn heißt es: Wir können mit den Operationen in Flandern zufrieden sein. General Joffres Offensive sei im Dezember eingeleitet worden, aber die Deutschen hätten nicht nur ihre Linien gehalten, sondern Terrain gewonnen. Die Finanzminister der Ententemächte. Berlin, 23. Jan. Laut„Berl. Tagebl.“ meldet das „Echo de Paris“, die Finanz minister der Entente⸗ mäschte würden demnächst in Paris zusammenkommen. Wie der„Gaulois“ schreibt, sei das Ziel der Zusammenkunft eine gemeinsame Anleihe der drei Mächte in Höhe von 15 Milliar⸗ den. Die„Deutsche Tagesztg.“ meint, da sowohl in Frank⸗ reich wie erst recht in Rußland für die Unterbringung größe- rer Anleihen nur geringe Aussicht bestände, so werde Eng⸗ land wohl allein diese Anleihe aufzubringen haben. Aber wenn England die ganze finanzielle Last des Krieges bei dem Dreiverband zu tragen habe, so würden ihm die letzten 100 Millionen Pfund, von denen Lloyd George sagte, wer sie zur Verfügung habe, werde in diesem Kriege Sieger sein, bald von seinen Bundesgenossen aus der Tasche gezogen worden sein.. 5 Berlin, 3238. Januar. Der russische Finanz⸗ minister Bark trifft einer Meldung der„Vossischen Zeitung“ aus Sofia zufolge heute dort ein und begibt sich über Saloniki zu Schiff nach Bordeau x. Die„Vossische Zeitung“ meint, Herr Bark begibt sich auf einen schweren und demütigenden Weg. l 1 1 1 Ein Aufstand in Indochina. Paris, 22. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Nach Mittei⸗ lungen des Kolonialministeriums an die Zeitungen fanden im November in Indochina Kämpfe ischen chinesi⸗ schen Räubern und Schmugglern und den osten statt, bei welchen mehrere Soldaten, darunter ein europäischer Sergeant, getötet wurden. Die Räuber und Schmuggler erlitten große Verluste und wurden über die chinesische Grenze zurückgeworfen. Anfang November brachen in dem Gebiete des oberen roten Flusses Unruhen aus. Die Bergbewohner waren von chinesischen und annamitischen Agitatoren aufgestachelt worden und griffen die Posten von Traihutt und Bacha an. Die Aufständischen wurden auseinandergetrieben und die Ordnung wiederhergestellt. Die Rädelsführer wurden verhaftet und vor ein Kriegs- 0 gericht gestellt. Die Ereignisse haben die allgemeine Ruhe a in Tonkin nicht berührt. Die Bevölkerung gibt auch ferner 5 alle Beweise ihrer Ergebenheit. * 1* Ein englischer Dampfer durch ein deutsches Unterseeboot versenkt. Notterdam, 22. Jan. WTB. Nichtamtlich.) Der„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ meldet aus Maaslouis: Der von Leith nach Rotterdam bestimmte englische Dampfer„Durward“ wurde von einem deutschen Unterseeboot angerufen. Die Mannschaft mußte binnen 10 Minuten das Schiff verlassen und wurde auf eigenen Booten nach einem Feuerschiff gebracht. Der Dampfer wurde daraufhin versenkt. Später wurde die Beman⸗ nung des„Durward“ durch ein Dampflotsenboot in Hoek-van⸗Hol⸗ Iand ans Land gesetzt und mit der Eisenbahn nach Rotterdam gebracht, wo sie im Seemannsheim Unterkunft fand. Amsterdam, 22. Jan.(WTB. Nichtamtlich.)„Handels- blad“ meldet über das Versinken des englischen Dampfers„Dur⸗ ward“ aus Rotterdam:„Durward“ empfing gegen 3 Uhr nach⸗ mittags das Signal des Uinterseebootes, anzuhalten. Der Kapitän gab seinerseits den Befehl: Volldampf voraus! in der Hoffnung, die holländischen Territorialgewässer zu erreichen, und stoppte auch nicht auf ein zweites Signal. Schließlich lö te das Un tersee⸗ boot einen Schuß. Es befand sich jetzt längsseits des Dampfers, der so Gefahr lief, torpediert zu werden. Nachdem der englische Kapitän gestoppt hatte, hißte das Unterseeboot die deutsche lagge. Vier Mann der Besatzung begaben sich an Bord des ampfers, wo ein Offizier die Schiffspapiere forderte und der Mannschaft Zeit gab, das Schiff zu verlassen. Es waren dazu nur 5 Minuten nötig, da wegen der Minengefahr die Boote stets be⸗ reit gehalten werden. Das Unterseeboot schleppte die Boote zu dem aas-Feuerschiff, wo die Mannschaft aufgenommen wurde. Dann wurde der Dampfer torpediert. Die Lebensmittelnot in England. Berlin, 23. Jan. Von der holländischen Grenze meldet die„Kölnische Zeitung“: Die„Morning Post“ legt dar, daß England in einer fürchterlichen Lage sich befinde, falls es dem f gelingen sollte, die Zufuhr von Lebensmitteln durch Unt vote zu unterbinden. Während des Krimkrieges habe die Zahl der im Felde Stehenden nur ein Zehntel des gegen- wärtigen Bestandes betragen und trotzdem sei der Preis von Weizen auf 75 Schilling der Scheffel hinaufgegangen. Ein solcher 1— sei für die unbemittelte Bevölkerung gleichbedeutend mit 1 t. Großbritannien nehme beinahe 37 Proz. der G samtanfuhr an Getreide sämtlicher Getreide liefernder Länder auf. Das englische Volk müsse unbedingt darauf verwiesen wer⸗ den, mehr Kartoffeln zu essen und die Regierung müsse gesetzlich die Landwirte zwingen, mehr Kartoffeln auf dem Boden Fu ziehen, der zurzeit zur Anbauung von Hopfen verwandt werde. England und Amerika. London, 22. Jan(WTB. Nichtamtlich) Die„Ti⸗ mes“ melden aus Washington vom 20. Januar: Die „Washington Post“ wendet sich dagegen, daß England durch Aufstellung von Kriegsschiffen vor ame⸗ rikanischen Häfen durch eine alles umfassende Kontre⸗ 5 1 andeliste und durch die Beschlagnahme der Ladungen den 5 7 der Vereinigten Staaten von der See vertreibt. Sie 4 ibt: Die Vereinigten Staaten kämpfen um Gerechtigkeit für alle 5 ationen. Sie befolgen eine wahre Neutralitätspolitik, seien mit allen Nationen befreundet und ergriffen für keine Partei. Sie verteidigen die Rechte des eigenen Volkes, sich durch einen gewohn⸗ 1 ten friedlichen Handel den Lebensunterhalt zu schaffen. Die An⸗ 5 1 Großbritanniens müssen aufhören, wenn 5 e Freundschaft zwischen beiden Völkern fortbestehen soll. Das„Journal of Commerce“ spricht die Meinung aus, Großbritannien solle im Falle der„Dacia“, da das Schiff schon geladen war, als Einspruch erhoben wurde, eine Aus⸗ nahme machen. 5 London, 22. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Die„Times“ 0 melden aus Washington vom 19. Januar: Der Führer der 1 Opposition des Repräsentantenhauses Mann verlas gestern eine 2 drahtlose Depesche, die er von seinen Wählern erhalten hatte, der⸗ 5 zufolge der„Neu⸗Amsterdam“ der Holland⸗Amerika⸗Linie in Sehweite von Ney Hork von dem britischen Kreuzer „Caronia“ angehalten worden ist. Er sagte: Wie herz⸗ erfrischend ist es, auf die alten Tage von Grant und Fish, zurück⸗ 55 ugehen und zu sehen, daß wir damals die Nerven hatten, den Haanzosen zu erklären, sie sollten ihre Kriegsschiffe von den Ein⸗ gängen zu unseren Häfen fernhalten und den Handel des Landes 5 nicht belästigen; und sie blieben daraufhin weg. Wir sind gewiß 0 eine neutrale Macht, aber wir haben doch noch einige Rechte und 5 sollten darauf bestehen, daß diese Rechte respektiert werden. Manns 5 Erklärung fand Zustimmung und lebhaften Beifall. Mann kommt 5 aus dem mittleren Westen; was er sagte, entspricht der dortigen Anschauung über Englands Politik zur See. Washington, 22. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung des Reuterschen Bureaus. Das Staatsdepartement teilte den Eigentümern der„Dacia“ den Entschluß Eng⸗ lands mit, das Schiff zu beschlagnahmen, wenn es ausfährt. Die Eigentümer erwiderten, das Schiff werde dennoch fah⸗ ren, um eine grundsätzliche Entscheidung des Prisengerichts ö ö a 6 f 5 herbeizuführen. 5 Der Burenaufstand. 5 Kapstadt, 22. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung 5 des Reuterschen Bureaus. Die Buren verließen unter Maritz, Kemp, Schoemann und Stadtler Blydeverwa ch t am 9. Januar in der Richtung auf Nako b. Am 14. Januar war Kemp mit einem großen Kommando und einigen Ka⸗ nonen in Ulamas, Maritz und Schoemann waren in Jeru⸗ salem und Blydeverwacht. Am selben Tage gerieten 36 Mann Regierungstruppen bei Langklip in eine Falle und wurden 25 berge genommen. Der Feind rückte 25 Meilen nach Eny⸗ vor, griff die britische Hauptabteilung an und zwang sie, mit einem Verlust von acht Toten, 20 Verwundeten und einer Anzahl Gefangener, zum Rückzuge. Ein Putschversuch in Portugal. Lissabon, 20. Jan. Meldung des Reuterschen Bu⸗ reaus. Halbamtlich wird gemeldet: Gestern abend revoltier⸗ ten einige monarchistische Offiziere des 21. Kavalle⸗ rie-Regiments und des 5. Infanterie-Regiments. Sie ver⸗ suchten, die Kameraden zum Aufstand zu überreden. Die Re⸗ gierung wurde bald Herr der Meuterei. 61 Schuldige wurden e worden. Einige alte Rebellenführer, die die Grenze über⸗ schritten haben, sind ebenfalls verhaftet worden. *** Ein amtlicher türkischer Bericht. Konstantinopel, 22. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier veröffentlicht folgenden Bericht: Die Hauptstreitträfte der Russen, denen es, wie gemeldet, nicht gelungen war, unseren linken Flügel zu umzingeln, zogen sich vor unserer Gegenoffensive zurück. Unsere Truppen verfolgen den Feind. Am 21. Jan. versuchten englische Streitkräfte unter dem Schutze von drei Kanonen⸗ booten eine Offensive gegen unsere Truppen, die sich bei Korna befinden, wurden aber völligbesiegt und gezwun⸗ gen, sich zurückzuziehen. Unsere Verluste sind unbedeutend. Die Kämpfe im Kaukasus. Petersburg, 22. Jau.(WTB. Nichtamtlich.) Der Ge⸗ neralstab der kaukasischen Armee meldet: Am 20. Ja⸗ nuar fand keine bedeutende Unternehmung statt. Aus Warschau. Berlin, 23. Jan. Die Warschauer Berichterstat⸗ ter der Zeitungen neutraler Länder haben, wie die„Vossische Zeitung“ meldet, auf Veranlassung der Militärbehörde Warschau verlassen müssen. Von der Bevölkerung sei bis jetzt der dritte Teil aus Warschau entfernt worden. Die spanische diplomatische Vertretung in Konstantingpel und Athen. Paris, 22. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Das„Echo de Paris“ berichtet: Die spanische Regierung, die bisher einen gemeinsamen Gesandten für Konstantinopel und Athen hatte, hat eine besondere Gesandtschaft in Athen errichtet und den Grafen del Valle, bisher Botschaftsrat in London, zum Gesandten in Athen ernannt. Rumänien und die Türtei. Konstantinopel, 22. Jan.(WTB. Nichtamtl.) Der rumänische Gesandte Mano überreichte gestern dem Sul⸗ tan in feierlicher Audienz anläßlich des Thronwechsels in Rumänien sein neues Beglaubigungsschreiben. Die hierbei gewechselten Ansprachen, die über den Rahmen von gewöhnlichen Formeln hinausgehen, machen in allen hiesigen Kreisen einen ausgezeichneten Eindruck. In seiner Ansprache an den Sultan wies der rumänische Gesandte insbesondere darauf hin, daß im Laufe der letzten zwei Jahre, während der er seine Sendung exfüllte, seine aufrichtigsten Bemühungen unaufhörlich darauf gerichtet waren, die zwi⸗ schen beiden Ländern kraft einer schon alten, auf gegenseitige Sympathien der beiden Völker und vielfache gemeinsame Interessen gegründeten Tradition bestehenden freund⸗ schaftlichen Beziehungen aufrecht zu erhal⸗ ten. Der Gesandte versicherte, er werde sich auch weiterhin dem gleichen Werke widmen.— In seiner Erwiderung betonte der Sultan, er habe die feste Hoffnung, daß die Herzlichkeit, die in den Beziehungen zwischen beiden Ländern unter der Regierung des verblichenen Monarchen, dessen Hingang Rumänien betrauere, vorgeherrscht habe, unter der Regierung König Ferdinands fortdauere und gesestigt werde. Sie lönnen— so fuhr der Sultan fort— überzeugt sein, daß die auf die Entwicklung der traditionellen Sympathien zwi⸗ schen beiden Völkern, sowie auf die Festigung der freund⸗ schaftlichen Beziehungen von beiden Staaten abzielenden Bemuhungen ⸗ Meine die wohlwollendste Ermutigung und auf seiten meiner Regierung weitestgehende Förderung erfahren werden! Der Sultan bat den Gesandten, dem König Ferdinand seine Grüße zu übermitteln. *** Vom sozialdemotratischen Parteivorstand. Berlin, 23. Jan. Der sozialdemokratische Par⸗ teivorstand veröffentlicht im„Vorwärts“ eine Erklärung, weil sich in der ausländischen Presse die Nachricht findet, daß Liebknecht den Führern der Internationale die Mitteilung gemacht habe über eine veränderte Stellung der Parteiorganisation zur Fraktionshaltung. Liebknecht habe eine solche Mitteilung an die Führer der Internationale nicht ergehen lassen. Im übrigen be⸗ merkt der Parteivorstand: Noch kürzlich hat die nach dem Organi⸗ sationsstatut berufene zentrale Paxteikörperschaft, der Vertreter aus dem ganzen Reiche angehören, keinen Zweifel gelassen, daß sie auch jetzt wie in der Sitzung vom September 1914 die Hal⸗ tung der Reichstagsfraktion billige. Eine Rede des Papstes. Rom, 22. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Papst hat im Konsistorium eine Ansprache gehalten, in der er von neuem seinen tiefen Schmerz über den unheilvollen Krieg ausdrückte und bemerkte, daß Monat um Mongct verstreiche, ohne daß auch nur von ferne die Hoffnung sich zeige, daß das Blutbad ein Ende nehmen werde. Er fügte hinzu, daß, wenn er auch das Ende dieser Geißel nicht herbeiführen könne, er sich bemüht habe und noch bemühe, seine schmerzlichen Folgen zu lindern. Der Papst erklärt, daß es sicherlich weder ratsam noch nützlich sein würde, wenn die päpstliche Autorität sich in die Zwistigkeiten selbst der Kriegführenden einmischen würde. Der Heilige Stuhl müsse voll kommen unparteiisch bleiben. Der Papst müsse mit demselben Gefühl der Charitas allen Kämpfenden begegnen und in ihnen nicht die Sonder⸗ interessen sehen, die sie entzweien, sondern das gemeinsame Gut des Glaubens, das sie zu Brüdern mache. Aus dem Reiche. Berlin, 22. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Prinz Joachim von Preußen wird morgen einen vierzehntägigen Urlaub nach Baden-Baden antreten, um sich von einer kürzlich überstan⸗ denen Erkrankung an Ruhr und fieberhafter Influenza zu erholen. N Aus Stadt und Cand. Gießen, 23. Januar 1915. Eine deutsche„Mode“? „Madame, uteilen, daß am kommenden Mittwoch nachmittag 5 Uhr as renommierte Pariser Modenhaus 4 auf ihre Ver⸗ anlassung im Vestibül des Grand Hotel Bellevue eine Show der neuesten Creationen dieser Saison arrangieren wird. Verbunden mit dieser Veranstaltung, gelegentlich deren Mannequins die letzten Modelle und Nouveautees in Gesell⸗ schaftsroben, Trotteur-, Tailor made und Sportkostümen demonstrieren werden, ist ein Fife⸗o⸗elock⸗Tea, bei dem Sie, Madame, begrüßen zu dürfen, uns eine Ehre sein würde, und zeichnen wir inzwischen mit ganz besonderer Hoch⸗ achtung ergebenst Meyer und Cie., Robes et Modes.“ So weit sind wir gewesen. Es hat als eine Sünde gegen die gute Lebensart gegolten, wenn man solche auf ale Büttenpapier gedruckten Bescheinigungen seiner gesellschaft⸗ lichen Bedeutung übersah. Frau Lehmann und Frau Schulze zwängten die Taille mit oder ohne Hilfe in Paquins oder Poirels für den leichtfertigen, fließenden Schick, für das Halbwelt⸗Königinnentum der Pariserin berechnete, gewagte die Unterzeichneten beehren sich, Ihnen ergebenst mit⸗ Inf 2—— die Luft dabei enge wurde Und um gerecht zu fein: das männliche Geschlecht machte es nicht viel besser. Cut⸗a⸗ ways, Ulster, Cover⸗coats, Breeches, Raglans, Paletots, Dinner⸗Dreß, Pumps usw. beherrschten das Feld, und zm „Gut⸗Angezogen⸗Sein“ gehörten Hüte von Christys aus London und englische Stoffe, und wer einen deutschen Hut und einen deutschen Anzug bevorzugte, hatte kein savoir- vivre. Vom Pyjama bis zum Evening⸗Dreß führte der Weg nur über Paris und London. Wobei es den meisten unbekannt blieb, daß der Pariser und Londoner für das, was man dem deutschen Geschmack als Pariser und Londoner Mode zumutete, nur ein Lächeln hatte. a 5 Gegen diese Erscheinungen hat sich in den letzten 5 85 eine in Frankfurt abgehaltene Versammlung der deutschen Tuchhändler und Schneider-Innungen gewandt. Man wollte auch hier dem Ausland die Gefolgschaft kündigen und eigene Wege einschlagen, eine n Mode schaffen. Wir haben über die Versammlung die Berichte unseres L= furter Mitarbeiters veröffentlicht. Eine deu tsche„Mode“ In dem Augenblick, wo man solche Beschlüsse faßt, scheint es doch recht nützlich, sich einmal klar zu 2 was denn eigentlich„Mode“ ist. Die Vorschriften für die Mode verdankten wir bisheran kurz gesagt den Launen von einzelnen Salondamen und 3 und dem Geschäfts⸗ geist der einschlägigen Firmen. Beide sehen im beständigen Wechsel ihr höchstes, in der Schönheit ein e Ziel. Die Mode war also das Produkt von caprice auf den einen und business auf der anderen Seite. Und diese Grundsätze wollen wir auf deuts Wesen übernehmen? Es stellt deutscher Geschäftstüchtigkeit und(hoffentlich!) auch deutscher Gesinnung ein ehrendes Zeugnis aus, wenn man sich in den genannten Kreisen die Gunst des Augenblicks zunutze macht. Aber es scheint doch, als ob man die Grund⸗ lagen für die Neuerungsbestrebungen verkennt. Auf die beabsichtigte Art bekommen wir fraglos eine deutsche Mode. Mehr oder minder berufene Künstler werden für nitte und Entwürfe, für Farben und Formen und die Fabriken und„Modehäuser“ für das nötige Tempo im Wechsel sorgen, und man braucht nur keine iser und Londoner Journale und keine Mannequins mehr über die lassen— und hat eine deutsche Mode. Aber i Ziel? Es gibt eine Fabel: Als sich die Hamme 0 von der Brücke in den Fluß stürzte, sprang der denkende Hammel rechts hinein, denn er verachtete den 0 trieb. Eine deutsche Mode hat mit diesem denkenden Ham⸗ mel eine unleugbare Aehnlichkeit. 8 Nein! Wir Deutsche haben keine Mo de nötig, die nach dem Willen einzelner heute schwarz und morgen weiß als das einzig Mögliche ausposaunt, wenn das unter völliger Freiheit vom Auslande geschieht. Mode ist Sklave⸗ rei und mit künstlerischer, individueller Freiheit nicht zu vereinbaren. Was uns nottut, sind Schönheit der Form und Güte des Materials. Hier heißt es, den For n des deutschen Werkbundes nach Form und Qualität entgegenkommen. Wenn man hört, daß die Frankfurter Modetagung sich mit dem Werkbunde nicht hat einigen können, dann wird man den Haken mit gutem Grunde darin vermuten dürfen, daß dieser der Ansicht ist, daß Deutschtum und Mode ein Widerspruch ist, daß aber aus dem freien Schaffen aller künstlerisch Empfindenden etwas geboren werden kann, was deutschem Volkstum restlos ent⸗ spricht: Ein deutscher Stil in deutscher Tracht D aber um Himmels willen keine deutsche Mode. Rechter Stil hat das Kennzeichen des 3 4 8 Grenze zu das An de unte Zweckgedanken und Schönheit Begründeten— der 2 Mode ist Flatterhaftigkeit, Unbestä keit, Mangel an Per⸗ sönlichkeit, Beeinträchti des selbständigen Geschmacks. Das sind alles Eigenschaften, die wir nicht gebrauchen können, wenn wir mit deutschem Wesen die Welt genesen machen wollen. Der Künstler, der bewußt eine Mode Jeet 3 ist kein Künstler, denn die Kunst ist beständig, die Mode aber ist Umsturz. Mit der Befreiung von fremder Mode ist es daher nicht allein getan; überlassen wir vielmehr den ganzen Begriff dem Ausland, und richten unsere deutsche Tracht nicht nach dem bunten Wechsel des 8, sondern nach den zeitlos gültigen Gesetzen von Schönheit und Zweckmäßigkeit. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Kriegsfreiw. stud. phil. Rich. Römer, Res.-Inf.-Rgt. 221, aus Darmstadt.— Landwehrmann Wilh. Schleenbecker, Inf.. Rgt. 116, aus Krofdorf.— Res. Karl Theiß, Res.-Ins⸗Rgt. 80, 7 aus Lauter.— Res. Gg. Alexander IV., Res.⸗Inf.⸗Rgt. 116, aus Niederohmen.—. d. L. Karl Langsdorf, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 116, aus Offenbach.— Res. Alfr. Bräutigam, Res.⸗Ins.⸗Rgt. 115, aus Offenbach.— Landwehrmann Ant. G. Wilh. Wörner, Ers.-Inf.⸗Rgt. 168, aus Offenbach.— Res. Jak. Herdel, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 168, aus Frankfurt a. M.— Res. Ph. Peter Otto Knö ß, Inf.⸗Rgt. 168, aus Offenbach.— Kriegsfreiw. stud. elektr. Wilh. Hotz, Inf.⸗Rgt. 115, aus Darmstadt.— Res. Heinr. Krug, Inf. ⸗Agt. 140, aus Schwarz.— Res. Aug. ie Schmidt, Res.⸗ nf-Rgt. 116, aus Schwarz.— Ger. Wilhb Trautmann, Inf.⸗Rgt. 118, aus Unterosten. 3 * Ritter des Eisernen Kreuzes. Oberleutnant Krenzin, 2. Landw.⸗Pion.⸗Komp., Beig. d. Stadt Gieß⸗ b Unteroffizier August Haibach aus Weilmünster.— 5 seldwebel Hermann Hinze aus Limburg, beim Reserve. Inf.⸗Regt. 29.— Viz tmeister 1 aus Monta- baur.— Marine⸗Oberingenieur Karl Klein aus Bad Ems. —, Unteroffizier Lauren aus Höhe.— Vizefeldwebel osef Kremer aus Limburg bei der Maschinengewehr⸗ ompagnie des Infanterie⸗Regiments 28.— Schütze Wil⸗ 97 1 Christmann aus Weilburg in der Maschinengewehr⸗ g ompagnie des Res.⸗Inf.⸗Regt. 87.— Vizefeldwebel Heinr. Schneider a. Hörnsheim, Kr. Wetzlar, im Res.⸗J.⸗R 168. — Finanzaspirant Adolf Beck, Einj.⸗Freiw. 1 nf.⸗Regt. 168, aus Butzbach.— Kriegsfreiwilliger Otto h I, 221. Res.⸗Inf.⸗Regt., aus Worms.— Eduard Blan⸗ kenhorn, Krtegsfreiwilliger im 224. Inf.⸗Regt., aus Worms.— Vizefeldwebel Heinrich Ebertz, Landwehr⸗Regi⸗ ment 116, aus Wetzlar.— Leutnant im 1 89 Bohn aus Frankenberg.— Unteroffizier im Reserve⸗Inf⸗ Regt. 17 Hillemann aus Kirchlotheim.— Unteroffizier einrich Schäfer aus Münzenberg.— Ha ann d. Res. etsamtmann Kirnberger aus Offenbach.— Leutnant d. Res. und Kompagnieführer im Bayr. 9. Inf.⸗Regt. Lehrer Karl Faulhaber in Offenbach.. 4 * Hindenburgs Dank. An der Hindenburg⸗ spende der deutschen Städte im Gesamtbetrage von zwei Millionen Mark zum Zwecke der Beschaffung von e 7 für unsere tapferen Krieger im Osten hat sich auch die Stadt Gießen beteiligt. Dem Oberbürgermeister ist nunmehr fol⸗ gendes Danlschreiben des Feldmarschalls dageßan n:„Mit Fewunderun 3 Freigebigkeit hat mir eine große Anzahl cher Städte heute durch die Herren Geheimra. „ n Po verhaftet; es sind alle nötigen Vorsichtsmaßregeln getroffen „Schöpfungen“, wie es so schön hieß— ob ihnen gleich n er Dr. Beutler, heimrat Ober meister Dr. Wilms und Stadtrat a. A Dr. Luther dir 1 . 4 lassung 25 9 A güde Millionen„Hindenburgspende für das Ostheer“ zur i die mir anvertrauten Truppen durch 7218 von Pelzen gegen die Witte⸗ 5 d e zu schützen. Hieran ist auch F ereprragenber Weise die dortige Gemeinde beteiligt. Nehmen Sie daher meinen und meiner Armeen tiefgefühltesten Dank für diese wahrhaft patriotische Tat entgegen. Mit Stolz, Freude und Dankbarkeit erfüllt uns, die wir für den heimatlichen Herd lämpfen, das ßtsein, daß die Zurückgebliebenen unserer in so liebevoller Weise gedenken und bemüht sind, die Ent⸗ behrungen des uges zu verringern. Mit Gottes Hilfe werden wir den uns freventlich aufgezwungenen Krieg sieg— reich zu Ende führen. Möge dann der goldene Friede auch Ihrem Gemei en weiteres Blühen und Gedeihen bringen Besten unseres geliebten Vaterlandes. Das ist mein aufrichtiger Wunsch! von Hindenburg, Generalfeldmarschall und Ober- befehlshaber der gesamten deutschen Streitkräfte im Osten.“ Die Sammlungen für die Reichswollwoche haben heute vormittag in der Stadt begonnen. Von ander— wärts, z. B. aus der Reichshauptstadt, wo man schon vor- her Sammelstellen einrichtete, werden überraschend reiche Ergebnisse der Veranstaltung gemeldet, und so ist zu hoffen, doß auch hier die Jugendwehr nirgends verschlossene Türen finden wird, wenn sie heute und am Montag die Spenden abholt.— Wir verweisen auf die heute nochmals erscheinende Bekanntmachung des Oberbürgermeisters. Zahlung des Wehrbeitrags. Die Großh. Bezirkskasse Gießen 1— Senckenbergstraße 7— macht darauf aufmerksam, daß das 2. Drittel des Wehrbei⸗ trags bis zum 15. Februar 1915 bezahlt sein muß. Es empfiehlt sich, schon jetzt Zahlung zu leisten, da gegen Schluß des Termins der Andrang zur Kasse größer und längeres Warten alsdann unvermeidlich ist. Das Veranla⸗ gungsschreiben ist bei der Zahlung vorzulegen. * Ein Merkblatt für die deutschen Frauen ist in den Dienst⸗ und Aufenthaltsräumen der Cisenbahn⸗ verwaltung zum Aushang gekommen. Es fordert die Hausfrauen zum sparsamen Umgehen mit allen Lebens- mitteln, zum vernunftgemäßen Aufbewahren leichtverderb⸗ licher Vorräte, zur Einschränkung des Kuchenverbrauchs, zur Vermehrung des Vorrates von Fleisch⸗Dauerware und zur Verwertung der Haushaltsabfälle auf. Das Blatt schließt:„Jede deutsche Hausfrau muß heute er⸗ weisen, daß sie ihren sprichwörtlichen Ruhm kluger Sparsamkeit verdient. Sie wird manche in früheren Zeiten verwandte Pflanzen und hergestellte Gerichte wieder zu Ehren bringen können. Täglich neu muß sie ihre I und Findigkeit betätigen. Das ist Kriegs⸗ pf 9 55 für alle! Ist es auch im kleinen Einzelfall nur ein unscheinbarer Tropfen, in der großen Gesamtheit schwillt es an zum segenbringenden Strome! Vorbeugen, nicht Darben ist heute das Lebensgebot unseres Volkes! Nicht der Geist banger Sorge braucht uns zu quälen, aber der Geist ruhiger und zuversichtlicher N e darf uns nicht fehlen. Er muß alle Schichten unseres Volkes durchdringen! Dann werden alle feigen Pläne unserer Feinde zunichte werden! 22 kann Not niemals die Wucht unseres 0 chwertes lähmen und den Preis für unser blutiges und gerechtes Ringen uns mindern!“ l* Der Gießener Marine⸗Verein hat seiner Kameraden vorm Feinde durch Uebersendung reicher Liebes⸗ gaben⸗Spenden zu Weih en gedacht. Von allen Seiten sind dem Verein Dankschreiben und Grüße zugegangen, so u. d. von S. M. Schiff„Hessen“, von der 3. Komp. II. Ma⸗ 3 und vom Kommando der II. Matrosen-Ar⸗ ttlleri teilung.—.— schreibt: Wilhelmshaven, den 30. Dezember 1914. An den Marine ⸗Verein Gießen. Dem Marine⸗Verein spreche ich für die freundliche Ueber⸗ von 1000 Zigarren meinen verbindlichsten Dank aus. Ich werde dieselben demnächst mit dem besonderen Hinweis, daß die Zigarren eine Liebesgabe der ehemaligen Kameraden aus Gießen darstellen, zur Verteilung bringen lassen. Mit vorzüglichster Hochachtung a Petruschky, Kontre⸗Admiral und Kommandeur der Seefront. * Von der Feuerwehr. Gestern nachmittag 4.49 Uhr lief vom Feuermelder Ecke Kaiser-Allee—Moltke⸗ straße eine TFeuermeldung auf der Wache am Oswalds⸗ garten ein. Die Motorspritze rückte sofort aus und kam 4 Uhr 56 Minuten an der Brandstelle an. Im Hause Kaiser⸗Allee 7 war ein Kellerbrand entstanden, der einige Kisten mit Papierrollen ergriffen hatte. Die Feuerwehr holte die Kisten ins Freie und löschte den Brand ab. 5.33 Uhr rückte die Spritze wieder auf der Wache ein.— Wie praktisch die Einrichtung einer ständigen Wache ist, zeigt sich daran, daß die Wache schon nahezu vierzigmal seit ihrem Bestehen zu allen mög⸗ — 2 Hilfeleistungen seitens der Bürgerschaft herangezogen wurde. N * Verhaftete Schwindlerin. Gestern gelang es, die Person, die in den letzten Tagen in der Stadt unberechtigt für das Rote Kreuz kollektierte, als die Tochter eines hiesigen Fuhrmanns zu ermitteln. Es wurden ihr 81 Mark und verschiedene Wollsachen abgenommen und Anzeige gegen sie erhoben. “ Feldpostpakete. Gemäß einer Verfügung des Kriegsministeriums findet, wie schon mitgeteilt, eine Annahme von Feldpostpaketen bei den Militär-Paket⸗Depots im Monat Januar nicht statt; voraussichtlich werden aber von Mitte oder Ende Februar an die Militär-Paket⸗Depots zu dauernder Paketannahme geöffnet werden. Stadttheater. Man schreibt uns: In dem Schau- spiel Grüne Ostern“, das in der Dienstag-Vorstellung zum ersten Male gegeben wird, dürsten sich, nach dem Erfolge an anderen Bühnen zu urteilen, besonders der 3. und 4. Akt(Ballakt und Akt im Schweidnitzer Keller) als durchschlagend erweisen. Nast das gesamte Personal ist unter der Spielleitung von Direktor Steingoetter im Stücke beschäftigt.. Weltkriegs⸗Lieder. Oberamtsrichter Roemheld⸗ Nidda, dessen Name durch die Veröffentlichung einer Reihe von Kriegsgedichten im„Gießener Anzeiger“ unseren Lesern bekannt ist, hat unter obigem Titel eine Sammlung von Kriegs f liedern erscheinen lassen, die sich nach Frische und Auffassung aus der Menge von Zeitgedichten hoch hinausheben. Das im Selbstverlage des Versassers erschtenene Bändchen kostet 25 Pfg.; sein Ertrag ist fürs Rote Kreuz bestimmt. Die Winterherrlichkeit der letzten Tage scheint nicht mehr länger andauern zu wollen. Zwar schimmerten heute morgen Straßen und Dächer im blendenden Weiß eines nächtlichen Schneefalles, aber das Thermometer ist dem Null- punkt bedenklich nahegerückt, und in den Straßen wird die weiße Pracht bald verschwunden sein. Die schönen Hoffnungen der Schlittschuhläufer dürften damit auch zu Wasser werden; nur im Vogelsberg und auf den anderen Wintersportplätzen wird die Winterfreude noch anhalten, denn die Schibahnen N sollen daselbst ausgezeichnet sein. So meldet der Hoherods— kopf starken*guschnee bei 5% Kälte. *Post nachrichten. Vom 22. Januar 1915 ab beträgt das Umrechnungs verhältnis für Postanweisungen nach Oesterreich⸗Ungarn mit Bosnien⸗Herzegowina und Liechten⸗ stein 100 Kronen= 80 Mark 50 Pfg. und nach den Vereinig⸗ ten Staaten von Amerika und nach Cuba 100 Dollars — 461 Mark. SSR— 1 Im fide erwarten unsere Angehörigen den regelmäßigen eingang des hbeimat⸗ blattes. um eine Unterbrechung in der Zustellung zu vermeiden, wolle man len feldpost/ Bezug des Gießener Anzeigers für februar schon jetzt erneuern Alle Ppostamter nehmen die Bestellung entgegen. der monatliche Bezug be⸗ trägt Mk. 1,07 einschließlich der Um⸗ schlag⸗õebühr. Außerdem vermittelt die Bestellungen wie bisher auch die Geschäftsstelle des Gichener Anzeigers — Landkreis Gießen. E Ettingshausen, 21 Jan. Vizeseldwebel Karl Kühn, der beim Infanterie-Regiment 168 diente, wurde am 22. Oktober bei Lille schwer verwundet und kam ins Lazarett in Somme. Vor einigen Wochen wurde seinem Vater das Ciserne Kreuz für seinen braven und tapferen Sohn zugeschickt. Nun ist dieser am 19. Januar in Somme an seinen Wunden gestorben.— Maurer Ludwig Pfeiffer, welcher mit dem Insanterie- Regiment 222 als Unteroffizier ausrückte, wurde zum Vizefeld— webel befördert. 25 Kreis Schotten. h. Schotten, 22. Jan. Bei der planmäßigen Sammlung von Goldgeld in jedem Haushalte jeder Gemeinde offenbart es sich erst, welche gewaltigen Vorräte von Gold noch in den Tiefen der Truhen und Schränke schlummern. Es wurden bis jetzt im Kreise Schotten 155 000 Mark Goldstücke gesammelt. Die Samm⸗ lung ist noch längst nicht abgeschlossen. Sehr hohe Beträge lie⸗ ferten u. a. Laubach mit 30000 Mark, Gedern mit 22000 Mark und Ulfa mit 10 000 Mark. ö Hessen⸗Nassau. h. Frankfurt a. M., 22. Jan. Von der über den Main führenden Notbrücke stürzte sich gestern abend während des stärksten Verkehrs ein Mann in den Main und ver⸗ schwand sofort in den Fluten.— Im 75. Lebensjahre starb heute früh der Frankfurter Maler Franz Graf. Er war Ingenieur, führte aber neben seiner beruflichen Tätigkeit mit vielem Geschick den Pinsel und eine recht humorvolle Feder. Graf war Mitbegründer der Pensions⸗ anstalt für deutsche bildende Künstler. 5 h. Cronberg, 22. Jan. Bürgermeister Pitsch, der seit den ersten Augusttagen als Hauptmann im Felde steht, ist hier eingegangenen Nachrichten zufolge gefallen. Während seiner fast 11 jährigen Dienstzeit in Cronberg hat er sich um die Entwicklung der Städte hervorragende Ver⸗ dienste erworben. Wiesbaden, 22. Jan. Ein Ausschuß angesehener Persönlichkeiten aus dem Gebiet des Deutschen Reiches hat sich in Wiesbaden gebildet zur Gründung eines deutschen Gene- sungsheims für Offiziere des österreichisch⸗ungari⸗ rischen Heeres und der Marine. Als der geeignetste Ort zur Errichtung eines solchen Genesungsheimes wurde Wies⸗ baden gewählt. Mitglieder des Ehrenpräsidiums sind u. a. der k. k. österreichischungarische Botschafter am Berliner Hofe, Prinz zu Hohenlohe, der deutsche 3 am Wiener Hofe b. Tschirschky und Bögendorff und der kais. ottoma⸗ nische Botschafter in Berlin Muchtar Pascha. ————— Vermischtes. Ein toter Franzose, der schießt. In den Kriegserinnerungen eines badischen Kriegsfreiwilligen aus dem Jahre 1870/71 Jindet sich eine merkwürdige Mitteilung. Der Erzähler hat das von Leichenräubern geplünderte Schlachtfeld von Chenebier besichtigt und berichtet dann: Auf dem Heimwege hatten wir eine seltsame Ueberraschung. Ganz unvermutet sahen wir nämlich einen Franzosen in einem Straßengraben kauernd sitzen, sein Gewehr durch eine Hecke gesteckt und nach einem nicht erkennbaren Gegenstand zielend. Als der Mann auch bei unserer vorsichtigen Annäherung sich nicht rührte, bemerkten wir erst, daß der sonderbare Schütze ein toter Mann war. Die nähere Untersuchung ergab, daß der Franzose, ein noch junger Bursche, gerade in dem Moment des Zielens eine Kugel direkt in die Stirn erhalten hatte. Da der Mann durch das durch die engen Zweige gesteckte Gewehr einen festen Halt hatte, so war er wunderbarerweise in sitzender Stellung festgefroren. Die Sache führte indes noch zu einem komischen Nachspiel. Als am späten Abend einer unserer Unteroffiziere etwas angeheitert denselben Weg geht, sieht er im Mondenschein den stillen Mann noch mmer in der verdächtigen Stellung sitzen, springt auf ihn los, und beide verlieren das Gleichgewicht und fallen in den Gruben, wobei das noch geladene Chassepot des Toten sich entlädt. Als die Wache herbeieilt, findet sie den Unteroffizier, der den Fran⸗ zosen unbedingt arretieren will, da er fest und steif behauptet, der Kerl stelle sich nur tot, sonst hätte er nicht noch schießen können. — U¼—ͤ i. . Märkte. Fo. Wiesbaden. Viehhof- Marktbericht vom 22. Jan. Auftrieb: Rinder 109(Ochsen 30, Bullen 13, Kühe und Färsen 66), Kälder 80, Schafe 28, Schweine 178. Bei regem Geschästsgang und bei den am Markt am 18. Januar d. Is. notierten Preisen wurde der Aufteieb geräumt —̃ V— W 1 Amtlicher Wetterbericht. 5 Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 24. Januar 19151 Be deckt, Schnee, etwas kälter, östliche Winde. Letzte Nachrichten. England im Zeichen des Zeppelins. Amstser dam, 23. Jan. Die englische Presse versteht es. aus dem Besuch des deutschen Zeppelingeschwaders die größte Sensation dieses Krieges zu machen. Die heute vorli der Londoner Blätter bringen endlose Berichte über alle noch so un- bedeutenden Einzelheiten während und nach dem Bombardemend⸗ Um ihren Lesern einen richtigen Begriff zu geben von der Größe des Frevels, den Deutschland dadurch begangen habe, die Englän⸗ der in ihrem eigenen Lande anzugreifen, warden nun im Bilde alle möglichen Trümmerhaufen, ganz oder halb zerstörte Ge⸗ bäude, nicht krepierte Bomben, von mutigen Konstablern mit dem Arm gehalten, einzelne Granatsplitter und die dadurch verletzten Personen und vieles andere noch vorgeführt. n laut fordern die Versicherungsgesellsch aften die Leser auf, sich gegen die aus der Luft kommenden Kriegsgefahren zu ver⸗ sichern. Alles steht im Zeichen des Zeppelins. Diese Hysterie und der aufgeregte Ton der Zeitungsartikel, die sich sämtlich bemühen den Deutschen für den Fall eines nochmaligen Besuches viel Schreckliches anzudrohen, stehen in direktem Gegensatz zu der von allen Blättern behaupteten Ruhe und Besonnen⸗ heit der 8* gefaßt weiteren derartigen Angriffen ehe. aus der Luft entgegen Joffre und die deutschen Generalstabsberichte. Genf, 23. Jan. Joffre wirft jetzt dem 1185 Generalstab vor, manche seiner Berichte seien Bluff(9. Die angeblichen Verlustziffern des Gegners seien über- trieben; der„Guerre Mondiale“ findet Joffres Er⸗ klärungen unverständlich, denn seine Vorwürfe gegen den deutschen Generalstab fielen auf die Franzosen zurück, die schon manchmal Schlappen verschwiegen, in⸗ dem sie hofften, den Mißerfolg bald wieder gut zu machen. Cs dauere oft ganze Wochen, bis solche Mißerfolge von ihnen indirekt zugegeben würden. Bei Joffres Behauptung hinsichtlich der Verluste sei es völlig unglaubhaft, daß die Franzosen als der angreifende Teil weniger Ver⸗ luste hätten als die Deutschen in ihren vorzüglich befestig⸗ ten Stellungen, die die Franzosen selbst als wahre Festun⸗ gen gerühmt hätten. Großfürst Nikolaus gegen die Ueberläufer. Stockholm, 23. Jan. Großfürst Nikolaus ver⸗ sucht in einem Armeebefehl dem freiwilligen Ueberlaufen der russischen Soldaten entgegenzutreten. Der Erlaß führt eine sehr schwülstige Sprache. Es heißt in ihm u. a., die Heldensöhne des heiligen Rußland würden die zum Ueberlaufen auffordernden Proklamationen des Feindes mit Verachtung strafen. Mit dieser Ueberzeugung scheint es aber nicht weit her zu sein, denn der Großfürst droht gleichzeitig an, jeden Soldaten wegen Hoch⸗ verrats vor ein Kriegsgericht zu stellen, der im Besitz einer solchen feindlichen Proklamation getroffen wird. 5 Die Finanzen des Dreiverbands. i. Köln, 23. Jan. Die„Köln. Ztg.“ berichtet von der holländischen Grenze: Das„Echo de Paris“ schreibt: Behufs eines engeren Zusammenschlusses der Mächte des Dreiverbands auf finanziellem Gebiete werden demnächst der russische, französische und englische Finanzminister zusammenkommen..— Wie der„Gaulois“ dazu bemerkt, ist der Zweck die Aufnahme einer gemein⸗ schaftlichen Anleihe durch die drei Verbündeten. Den Zeich⸗ nern der Anleihe, die in den drei Hauptstädten aufgelegt werden soll, gewähren die drei Staaten gemeinschaft⸗ lich Garantie. J. Italiener in London verhaftet. i. Köln, 23 Jan. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Zürich: Nach italienischen Meldungen berichtet die„Stampa“ aus London, daß dort wegen versuchten Schmuggels der Direktor einer großen italienischen Bank und sein Stellvertreter verhaftet worden seien. Zwei französische Eisenbahnzüge zusammengestoßen. Lyon, 23. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Progress de Lyon“ meldet aus Paris: Nach Berichten von am Nordbahnhof eintreffenden Reisenden sind am Vormittag des 20. Januar zwei Eisenbahnzüge bei einem Tunnel in der Nähe von Boulogne zusammengestoßen. Mehrere Reisende seien getötet und eine große Anzahl verletzt worden. 24 Sverdrups Expedition.. Kristiania, 22. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Frau Sver⸗ drup erhielt, wie„Aftenposten“ meldet, gestern abend* 9 ugor⸗ Telegramm aus Petersburg: Sverdrup telegraphiert über Straße, er überwintere im Meerbusen 92 Grad östlicher Länge von Greenwich. Alles sei wohl. Hilfe für Leidende an Asthma-Bronchitis-Katarrh. Es ist tausendfach bestätigt, daß Astmol-Asthma- Pulver rasche Hilfe und sofortige Linderung bringt bei Asthma und Bronchitis. Herr Valentin Krump, Bäckermeister in Köln a. Rh., Friesenmarkt 76, schreibt: Nachdem er viele Mittel an- gewendet habe und sogar das Kölner Inhalatorium besuchte, ging sein Asthmaleiden nicht weg, im Gegen- teil, es verschlimmerte sich, er ist sehr froh, daß er in Astmol ein Mittel gefunden hat, das prompt hilft und dessen Wirkung überraschend ist. Astmol ist in Blechdosen zu Mk. 2.50 in den Apotheken zu haben.(Stram. 40, Grindel 10, Cap. Pap. 10, Menthol 3, Kal. nitr. 20, Natr. nitr. 20.) Auf Wunsch Muster gegen Einsendung von 10 Pfg. in Briefmarken durch a 134488 Engel-Apotheke, Frankfurt a. M. gr. Friedbergerstr. 46. ——— Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Inheiden. Nachdem die Seuche in Inheiden abgeheilt ist, werden die Gemarkungen Obbornhofen, Rodheim mit Hof Graß und Steinheim aus dem Beobachtungsgebiet ausgeschieden. Der Sperrbezirk der Gemarkung Inheiden bleibt bis auf weiteres bestehen. Gießen, den 22. Januar 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Hemmerde. Bekanntmachung. Betr.: Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Laubach. Nachdem die Seuche in Laubach abgeheilt ist, werden die Ge⸗ markungen Lauter aus dem Beobachtungsgebiet dem gefährdeten Ge⸗ und Münster und Röthges aus biet aus geschieden. 5 Gießen, den 23. Januar 1915. 5 Großherzogliches Kreisamt Gießen. N J. V.: Hemmerde. 5 Visits Glan M. 1.80 matt„ 4.00 Andere Fermate Familien Gruppenbilder entzgrechend hüllig. Bahnhofstrasse 64 Phot. Atelier Gebr. Strauss Kabinetts Glanz M. 4.80 matt„ 8.00 Zu jeder Aufnahme eine Vergrösserung 30 36 mit Karton als Geschenk en Konzert-Verein Sonntag, den 31. Januar, abends 5½ Uhr, in der neuen Aula zum Besten der Hinterbliebenen gefallener Gießener Frau Elly Ney-van Hoogstraten (klavier) Fräulein Hedwig Rode (Alt) Am Klavier: Professor Trautmann. Bach- d Albert, Passacaglia und Fuge C-moll; Brahms, vier Balladen; Beet- hoven-Seiss, Deutsche Tänze; Schubert- Tausig, Militärmarsch. Lieder v. Brahms und Schubert. Der Ibach-Flügel ist aus dem Pianofortelager 1 von August Förster. in tri: 1. Platz M. 3.—, 2. Platz Eintrittskarten: M. 2.—; 3. Platz M. 1.—, 4. Platz M. 0.50, sämtlich numeriert, Studenten- karten M. 1.—(für den zweiten Platz, soweit verfügbar, gültig), für Schüler und Militär vom Feldwebel abwärts 30 Pfg., sind in der Musi- kalienhandlung von Ernst Challier, Tel. 671 und abends an der Kasse zu haben. Offnung des Saales 4½ Uhr. Das nächste Konzert findet am Sonntag, den 14. Februar statt. 781 D 5 N Freunciiiche Einladun zu den Evangelisations-Ve im Saal Nord⸗Anlage 7, Hinterhaus von Sonntag, den 24. bis Donnerstag. den 3 je abends 8½ Ubr(Sonntag 8 Übr). Redner: Prediger Kuder⸗Franksfurt a. M. und Kaufmann⸗Marburg. rsammlunge 0409 n Cafè Ernst Lud wi Sonntag 8 790 NKünstler-Ronzert ö Wiederbeginn der Proben Montag, den 25. Januar, abends 8 Uhr, in der neuen Aula. Um allseitiges Er- scheinen wird dringend gebeten. Wich- tige Mitteilungen. DER VORSTAND. kadensseber besaugzerel Licht- Spiel- Hñaus F binde fingsum Großes Kriegsdrama in 3 Akten. Hervorragendes Jeitgemälde aus der Gegenwart. Die Tochter des Toreros Lustspiel. Mit unseren Truppen an der Front Originalaufnahmen vom K riegsschauplatz. Um einen Kuss von Nini Romantisches Schauspiel in 2 Akten. Fräulein Doktor Humoreske. Der Herr mit starker Lunge Komödie. Es Militar ohne Charge zahlt werktags die Hälfte. Nur eigene brikation uster in reichhalt. Auswahl für W̃ Stepp Decken atte, Wolle- u. Daune ö Sitevodecken som Aufarb alt Decken. Walltorstr. 24 L. le Aug. Schwab, Plockstr. 4 empfichlt für den Feldbedarf: Taschen- und Armband-Uhren in guter Qualitat, mit und ohne Leuchtblatt, von 6.50 Mk. an. Ferner: Taschen- lampen mit Dauerbatterien in nur bester Quali- tat, sowie Benzin- und Lunten- Feuerzeuge. 16 As 1 n MOI ABOEBEN CREME DEHNE 509% III Saubere Stepparbeit]! bei billig. Berechnung n⸗ Al Almunia Neueste Jau währter E Emil Pistor a finite DDr r Dr mit patent. nahtlosen Stahl- röhren und vorzüglichst be- tung zum Schutze gegen Ein- -: Man verlange Offerte:: lug Anfertigung nach Maß Lager fertiger Herren-, Damen- u. Kinder- stiefel · VWinterschuhe in Kamelhaar u. Tuch Alleinverkauf der so beliebten Kinderstiefel Marke„petto CARL BERG-· GE SSEN Schubwarengschäft Mäusburg Nr. 4 Reparaturen werden prompt ausgeführt dada Caceaxce ede nachverzeichnete Holzsortimen holz— 2,18 Fstm. eignet S 3,17 Fstm. 165 5 eignet— 15,44 Fstm. 5 Rm. Buchen⸗Scheitbols 6 Eichen⸗Scheitholz * 300 Wellen Buchen ⸗Relsig 100„ Eichen⸗Reisig 1360„ Kiefern⸗Reisig 4 Rm. Eichen⸗Stockholz 22,6„ KLiefern⸗Stockholz 12, Fichten⸗Stockholz. Die Zusammenkunft ist am Distrikt Dürrloch. che-Pumpe ntleerungsvorrich- friere 1 Kredit Prgden Poslen e Billig und gut Herren-Mäntel Damen-Mäntel bis zu 30% im Preise ermäßigt. Herren-Capes M. 69⁰ nur bei J. Ittmann „ Abornstamm VI.„(„ Beem 72 Eiche Derbstangen, zu Seichseln u. m Holzversteigerung in den Waldungen der Gemeinde Wleseck. Freitag, den 29. d. Mts,, vormittags 10 br be⸗ ginnend, sollen in den Distrikten Dürrloch und Schrei te versteigert werden: 2 Eichenstämme II. Kl.(0-59 em Durchmesser) Schnitt ⸗ 6 Eichenstamme N. Kl.(2-29 em Durchm.) 1.44 Fstm 100. VI.„ unt. Beem„ 1 1 Eschenstamm VI.„% Dem„ 008„ * =. 1 Langwinden ge⸗ ichte⸗Derbstangen, zu Sparren und Rüststangen ge 484„ Liefern Scheitholz 1„ Fichten⸗Scheitholz 15„ Buchen⸗Knüppelholz 65,4„ Eichen⸗Knüppelholz 83„ KLiesern⸗Knüppelholz 8, Jichten⸗Knüppe holz auf der Straße nach Lollar Wieseck, am 23. Januar 1915. W e Wieseck. äfer. Die Rechnung der W 31. März 1914 liegt von Einsicht der Beteiligten in Bekanntmachung. assergenossenschaft Gießen rechts der Lahn für die Zeit vom 1. April 1909 bis morgen an 8 Tage zur der Wohnung des Wilh. Hardtmann II., Heuchelheim, Gießener Str. 75, offen. Der Vorsteher: Wilh. Hardtmann II. Heuchelheim, 23. Januar 1915. 811 Zöpfe Haarunterlag., Lockendreher sow. alle sonst. Haararbeiten werden schon und dauerhaft Nachfolger 880 eee eee Fur unsere Bann ofstr. angefertigt in dem Spez.-Damen-Frisier- und Haar-Geschätt Hermann Plank Ww. Kaplansgasse 2. 14 Echweine⸗Kleinfleisch frisch gesalzene, tadell. Ware 40⸗Jid.⸗Postkolli Mk. 2.95 Bahnkübel mit 30 u. 50 Pfd., Pfd. 28 Pfg. 88 Fodaben Azetylen-Lampen ful Zimmer- und Flurbelencht sowie 0 Carbid empfiehlt z. billigsten Preisen Edgar Borrmann, Giessen, Eisenwaren⸗, Haus⸗ und Küchengerate-Handlung. un 5 9 Pfd. ger. Rippenspeck 49.90 9 Pfd. ger. Risckenspeck„10.10 9 Pfd. Thür. Rotwurst„5.85 9 Pfd. Holst Plockwurst„11.70 9 Pfd. ger. Schweins⸗ vid. Holstein g, fd. Holstein. 83 Pfd. Hollen Käse, 275 lief. ab Nortorf unt. Nachn. in elle empfehlen wir zum Ver- sand als Liebesgaben: Decken garantiert wasserdichs, aus Gummimantelstoff., 2407100 em, 350 Gramm schwer. Diese Decke kann ohne Mühe und besond. Vorkenntnisse in einen Regenmantel verwandelt werden. Daher best. Schutz geg. keuchte Erde u. Regen. MWasserd. Kniewärmer Wasserdichte Westen Wasserd. Unterziehhosen Besond. kraft. u. warme Unterlacken und-Hosen Gelegenheitskauf per Stück Mk. 3.90. Drust-Unngenschützer Leibbinden Ohren- und Kopfschützer Kuiewürmer von Wolle Handschuhe in Leder und Sirickwesten[Wolle Wiekelgamaschen Kopfschals, Schultertüch. und Decken in Wolle —— Leder-Jacken für Rad- u. Autofahrer. I806a Rübenschneider Futterschneide- maschinen Viehfutterdämpfer Kesselöfen Kartoffelquetschen Kartoffelsortier- maschinen Schrotmühlen Haferquetschen Strohschneider jauchefässer Jauchepumpen ilchzentrifugen Buttermaschinen usw. empfiehlt billigst M. Rosenthal Llebigstrasze 13 Fernsprecher 77. Heinrich Krogmann, Nortorf Holstein 274g. Kesdtchage besonders verstellbare „Marke Kamerad“ empfiehlt zu billigsten Preisen 758 Edgar Borrmann Eisenwaren, Haus- und Küchengeräte Handlung Giessen Telephon 1665 Neustadt 11 Feld post- Schachteln für 50, 250, 500⸗Gramm⸗ und 3. bis 5⸗Kilo⸗Pakete, nur be⸗ währte Größen, sowie sämtl. Feldnostschreibhwaren werd. in meinem Betriebe in aroß. Massen sertiggestellt Probe⸗ paket(7/2 Kartons) Mk. 5.—, Pretsliste kostenlos. 641 J. Weinert, Giessen Buchdruckerei u. Papierwar.⸗ Lahr. Anbeuser Marktplatz 9—10. * à Mk. 5.40 031⁵ Carl Schunck, Bahnhofstr. 54. 2 2 Auch wäbrend des 10 f mit Intars⸗-Einlage, bell Eiche imit., 2⸗türiger! schränke, 2 Bettstellen, 2 Stlihle, 1Handtuchhalt.“ 8 1 Mk. 350-580 Anzahlung gering. 2 Betten, 1 Waschkom, g 2 Nachtschränke, 4 Stühle, 1 Küchen⸗ schrank, 1 Tisch, 2 Stühle. Mk. 85.— Hanne Möbel Bücherschränke Divans Ab zahlung Gröbteroberhessischer Küchenlampen liefere ich Schrank, Waschkommod. Mk. 290.— 0 Schlaf, Wohnzimmer 1 Schrank, 1 Divan, [Kompl. Küche Vertikows Kinderbetten Möbelversand. Ia. Hängegassparbrenner Kredit! dablalunmer m. Spiegelaufs. 2Nacht⸗ Kompl. Einrichtung! und Küche, 1 Vertikow, 1 Tisch, m. modern. Verglasung Schreibtische auf bequeme 4. Amann 2 S 8 Nußkohlen 51 Haupt., Mühlstraße. SSS 2 5 Schunck, Bannholltt. 53 25 HDH Glanz⸗ kosten nur 145 Mark 1.20 1 Lasers Friaarichstorier Butter Zwieback aus der Fabrik von Cbr. Kaiser, Langgöns stets vorrätig M. Schulhof, arktstr. 4, Telephon 119 78¹ Tel. 216. Großhdlg. Neuenw. 9 Wer krank ist und Interesse hat für gute Hausmittel (Keine Arznei- oder Gehelm- mittel!) verlange kostenlose schriftl. Aufklärung durch: Krankenschwester Marie Wiesbaden S. 75, Adelheidstr. 13 — per Zentner frei Haus. Probelieserungen durch elepbon 125. Wärmeöfchen 7 Allexbeste Taschenlampen Bafferiens: für unsere Krieger.— Bei Uebernahme der regelmäßsig. Zusendung ins Feld 10 2 für Porto. Carl Schun Kriegslieserant. Pig. 1 0106 ck Magenleiden, Stuhlver- ttopfung, Hämorrhoiden, Blutarmut, Bleichfucht, Schwächezultände, Shro- phulole, Adernverhalkung, nervenleiden, Gicht, Rheuma, Gallenfteine, FCeber-, Bleren-, Blafen- leiden, Zuckerhrankheit, Ausschläge, plechten, Arampfadern, yub- und Beinleiden etc. Kabettterr Mittwoch, den 3. Febr. d. J., abends. Hör. eröaer wir in der Stadtkuaben; schule(Nord⸗Anlage) einen neuen Anfänger⸗Lehrgang für Herren und Damen. Unterrichtsgeld Mk. 6.—. Gef. Anmeldungen an Herrn Wilh. Jullmann, Grabenstr., oder zu Beginn des Unter⸗ richts erbeten. 594 1801 unt amen eren Uabelsberger.) Stolze Schrey. Wir eröffnen Dienstag, d. 26. Januar 1915, abends „ouhr., in der ezirksschule West⸗Anlage 8 einen Aufäuger⸗Kursus für Damen und Herren. Unterrichtsgeld Mk. 6—. Anmeldungen an Elektrizi⸗ tätswerksbuchbalter Karl eitz, Nord⸗Anlage 19, oder zu Beginn des Unterrichts erbeten. 1551 Beginn des Fortbildungs⸗ Unterrichts Dienstag, den 19. Januar, abends 8 Ubr. Der Vorstand d. Steuographen Vereins. UNION dener aon Haädlchealer lieben Olr.: Hermann Steingoetter. 3 23. Jan. 1915 nachmittags 3½ Ubr: Schüler- Vorstellung. Volks- Preise Volks- Preise Wallensteins Tod Ein dramatisches Gedicht in Aufzügen von Friedrich von Schiller. Ende nach 6 Uhr. Sonntag, 24. Jan. 1915 nachmittags 3½ Uhr Neuheit! Neuheit: Kleine Prelse l Kleine Preisei fs ich oeh im habe Ein fröbliches Spiel ind Auf⸗ zügen von Albert Kehm u. Martin Frehsee. Ende nach 6 Uhr. Abends 2½ Uhr Kleine Preisel Kleine Preise! Johannisfeuer Schauspiel in 4 Akten von Hermann Sudermann. Ende nach 10 Uhr. Soldaten pom Zeldwebel ab wärts zahlen bei allen Vor⸗ 8 brbesdemer Selon. Jen 1 A auf 2. u. 3. 8 2 nur balbe Preise.