* Nr. 10 Erstes Blatt Der Sleßener Anzei erscheint täglich, 7 Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Famillenblätter; zweimal wöchentl. Krels⸗ blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag). zweimal monatl. Land⸗ Fare Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelled l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. 105. Jahrgang Gießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und steindruckerei n. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Beck, sämtlich in Gießen. Mittwoch, 2). Januar 1015 Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel · jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Jeuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Die Russen in Polen unter schweren Verlusten zurückgeworfen. Ein mißglückter russischer Vorstoß in der füdlichen Bukowina. 75 (WTB.) Großes Hauptquartier, 19. Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Auf der ganzen Front fanden, abgesehen von unbedeutenden Schar⸗ mützeln. nur Artilleriekämpfe statt.. b Oestlicher Kriegs schauplatz: Die Witterung war sehr ungünstig. In Ostpreußen nichts Neues. Bei Rao⸗ zanowo, Biczun und Sierpe wurden die Russen unter schwe⸗ ren Verlusten zurückgeworfen. Mehrere hundert russische Ge⸗ fangene blieben in unserer Hand. Westlich der Weichsel und östlich der Pilica ist die Lage im allgemeinen unverändert. Oberste Heeresleitung. e Der günstige Fortgang des Krieges hat es bewirkt, daß die deutsche Sozialdemokratie in Einmütigkeit bei allen anderen bürgerlichen Gruppen verharrt, um durchzuhalten bis zum Siege. Trotzdem erscheinen in auswärtigen Blät⸗ tern gegenteilige Darstellungen, die der deutsche Partei⸗ vorstand in der letzten Nummer des„Vorwärts“ zurück weist. Er beklagt es, daß in der ausländischen Parteipresse fortgesetzt Zuschriften veröffentlicht werden, durch welche die ausländischen Genossen über die Lage innerhalb der sozialdemokratischen Partei Deutschlands getäuscht würden. In einem Artikel der„Humanité“ werde behauptet, der Geist der Opposition in den Reihen der organi- sierten Sozialdemokraten mache Fortschritte, die Zeichen dafür würden mit jedem Tage zahlreicher. Es sei, so erklärt der Parteivorstand, bedauerlich, daß die ausländische Parteipresse von schlecht infor- mierten Berichterstattern irregeführt würde, die unbedeu— tende Vorkommnisse aufbauschten, wirklich bedeutende Tat⸗ sachen aber totschwiegen. Wir freuen uns dieser rückhaltlosen Feststellung und glauben, daß den ausländischen Märchen bald jeder Boden entzogen sein wird. Nach dem Kriege wird in der Beurtei⸗ lung der sozialdemokratischen Partei wohl ein Umschwung eintreten, wie ja sogar der konservative Führer v. Heyde⸗ brandt jüngst in einer Rede angedeutet hat. Alte Fehler dürfen nicht mehr angerechnet werden. Der frühere Leiter des sozialdemokratischen„Volksfreundes“ in Baden, Anton Fendrich, der mehrere Jahre auch der badischen Zweiten Kammer angehörte, hat in der Sammlung politischer Flug— schriften(herausgegeben von Ernst Jäckh) eine Arbeit ver⸗ . welche die Beachtung weiterer politischer Kreise verdient. Einer der größten Fehler, welche die deutsche Sozialdemokratie bisher gemacht hat, meint Fendrich, war die kritiklose Be⸗ wunderung alles Ausländischen; es galt eher für erlaubt, irgendeine ausländische, an Demokratie und Sozialismus anklingende Unternehmung anzustaunen, als tüchtigern eigenen Einrichtungen Anerkennung zu zollen. Auf der andern Seite wurde von der Sozialdemokratie die Bedeutung des deutschen Bürgertums und die Lebensfähigkeit der heutigen Wirtschafts⸗ ordnung bedeutend unterschätzt. Fendrich stellt die ihn selbst über⸗ raschende Tatsache fest, daß die kapitalistische Wirtschaftsordnung beim Kriegsausbruch nicht zusammenstürzte, wie maßgebende Füh⸗ rer der Sozialdemokratie geglaubt hatten, sondern mit einer wunderbaren Unerschütterlichkeit weiter arbeitete und sich als höchst leistungs⸗ und widerstandsfähig erwies. Die Sozialdemokratie hat es erlebt— schreibt Fendrich—e daß sich das deutsche Heer nicht nur als militärische Organisakion glänzend bewährt hat, sondern daß auch der Geist des Heeres, weit entfernt von allem öden Gamaschendienst, ein menschlich großes und schönes Verhältnis zwischen Mannschaften und Offizieren offen⸗ barte, daß die Selbständigkeit des einzelnen Soldaten vor dem Feind gerade von diesem selbst und von neutralen Militärsachverständigen als ein Kennzeichen der deut⸗ schen Armee bewundert wurde. Die Sozialdemokra⸗ tie, sagt. Fendrich, hat es erlebt, daß die Söhne der Fürsten und die Söhne des Volkes, die auf dem Schlachtfelde nebeneinan⸗ der fielen, mit ihrem Tode die Wahrheit des Wortes vom großen deutschen Volkskrieg besiegelten. Daß der Prinz von Meiningen, der vor Lüttich fiel, als letzten Wunsch auf einen Zettel schrieb, er wolle nicht in der Erbgruft, sondern unter den Kriegskameraden begraben sein, hat Fendrich als volkstümlicher empfunden als den zum Glück nicht gelungenen Versuch, Dr. Franks sterbliche Hülle aus seinem schönen Soldatengrab auf den Mannheimer Friedhof 3 holen. Die Sozialdemokratie hat es erlebt, daß genau so, wie ie selbst von ihren politischen Gegnern unterschätzt worden war, sie selber die ganze bürgerliche Gesellschaft in ihrer inneren Festi⸗ gung falsch beurteilt hatte. Den Zusammenbruch der„roten“ Internationale mit Ausbruch des Krieges findet der Verfasser nicht für verwunderlich. Daß die Beziehungen der Ver- treter auf den internationalen Sozialistenkon⸗ gressen mehr auf einer kühlen Gemeinsamkeit des Programm als auf persönlicher Neigung und aufrichtiger Wärme beruhten, ist nach Ansicht Feudrichs ebensowenig ein Geheimnis als die Tat⸗ sache, daß der Sinn für unpolitische Wahrheiten und für das rein Menschliche unter den Mitgliedern jeder Partei leicht als etwas Hinderndes und Schädigendes empfunden wurde. Die neuesten Versuche Bernsteins und Kautskys, sich mit einigen englischen Arbeitern zusammen eine einige Internationale vorzutäuschen, stelle sich als ein Unternehmen von rührender Hilflosigkeit dar, das in seiner Zahmheit nicht besser sei als die Ergüsse einiger wild gewordener Universitätsprofessoren in Deutschland. Wichtiger als diese Kritik an der bisherigen Haltung seiner Partei sind, so meint die„Köln. Zig.“, der wir diese Ausführungen entnehmen, die Richtlinien, die Fendrich für die Zukunft der deutschen Sozialdemokratie vorzeichnet. Der roten Internationale mit ihren papierenen Beschlüssen stellt Fendrich die rote Nationale des Blutes ent⸗ Met Es ist eine innere Notwendigkeit, so meint er, daß die beiter und die Arbeiterparteien zunächst national emp⸗ finden. Nur aus dem Boden des eigenen Landes könnten wirtschaftliche und politische Orgamisationen ihre großen Kräfte schöpfen. Je sozialistischer unsere heutige Regie⸗ rung werde(durch Ausübung des Verfügungsrechts über privates Eigentum usw.), desto nationaler müsse der Sozia⸗ lismus werden. Die deutsche Sozialdemokratie müsse aber auch Zurückhaltung und Ehrfurcht vor dem religiösen Emp⸗ finden des andern lernen. Es sei mehr als wahrscheinlich, meint Fendrich, daß die Hunderttausende sozialdemotrati— scher Arbeiter, die im Felde stehen, durch die monatelange vertraute Nachbarschaft mit dem Tode Erlebnisse innerer religiöser Art gehabt hätten. die ihnen selbst noch erstaun— licher gewesen seien als das Erwachen ihrer Vaterlandsliebe. Die Sozialdemokratie werde daher nach Friedensschluß nur verlangen, daß aus dem Krieg alle natürlichen Fol- gerungen gezogen würden, nämlich, daß alle Politik von dem Gesichtspunkt aus geleitet werde, ob sie in letzter Linie dern großen Masse des Volkes zugute komme Nach der Erfahrung des Sommers 1914 gelte es, auf Jahr⸗ zehnte gerüstet zu sein. Auf die pazifistische Wirksamkeit des japanischen Sozialismus könnten auch starke Optimisten kein Vertrauen haben. Wehrkraft heiße jetzt die Losung! Dazu brauche es Millionen gesunder Kinder des Volkes. Eine Wohnungsreform größten Stiles sei das nächste, was zur Vollendung von Deutschlands Wehrhaftigkeit verlangt werden müsse. Als gewaltige Reformpartei werde die So⸗ zialdemokratie innerhalb des staatlichen Organismus in den nächsten Jahren nationale Arbeiterpolitik treiben und das Eisen schmieden, solange es heiß sei; aber sie werde auch elastisch und jung genug sein, um dem nahenden Geist der neuen Zeit mit offenen Sinnen entgegen zu gehen und an der Verinnerlichung und Vertiefung des geistigen Lebens Anteil zu nehmen, ohne die Deutschlands Sieg nur ein halber bleiben würde. *** 4 Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 19. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 19. Januar mittags. In Polen und in West⸗ galizien Artilleriekampf. In den Karpathen hat sich nichts ereignet. Aus einigen Gegenden wird neuerlich starker Schnee⸗ fall gemeldet. Bei Jakobsny in der südlichen Bukowina wurde ein russischer Vorstoß unter schweren Verlusten des Gegners zurückgeschlagen. 5 25 südlichen Kriegsschauplatz ist die Situation unver⸗ undert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der amtliche französische Bericht. Paris, 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Be- richt von 3 Uhr nachmittags. In Belgien herrscht Schneestur m. Es fand eine zeitweilig aussetzende Kano⸗ nade statt. Schnee fiel auch im Gebiet von Arras, wo unsere schwere Artillerie die feindlichen Batterien mehrmals zum Schweigen brachte. Wie gestern gemeldet, entwickelte sich ein ziemlich lebhaftes Gefecht bei La Boiselles, wo wir infolge des Brandes in der Nacht vom 17. zum 18. Januar unsere Stellungen räumen mußten. Wir er- oberten sie am 18. Januar bei Tagesgrauen wieder. Der Feind erneuerte an diesem Teil der Front seine Angriffe nicht. Im Abschnitt bei Soissons folgte der Beschießung von St. Paul in der Nacht vom 17. auf den 18. Januar kein Infanterieangriff am gestrigen Tage. Es herrschte absolute Ruhe. Im Aisnetal öst lich Soissons und im Abschnitt bei Reims fanden Artilleriekämpfe statt. Nördlich von Pont⸗)⸗Mousson eroberten wir vier neue Schanzarbeiten im Lepretre-Walde, wo wir jetzt 500 Meter deutscher Schützengräben besetzt haben. In den Vogesen herrschte Schneesturm. Eine Kanonade fand hauptsächlich bei Bandescapt und in dem Abschnitt bei Thann statt. Aus Soissons. Lyon, 19. Jan. WTB. Nichtamtlich.)„Nouvelliste“ berichtet aus Paris: Flüchtlinge erzählten, daß sich nur noch 150 bis 200 Einwohner in Soifsons be— fänden. Die Verproviantierung sei nahezu unmöglich. Weder Bäcker noch Metzger seien mehr in Soissons. Deutsche Luftschiffe im Westen. Amsterdam 19. Jan. WTB. Nichtamtlich.)„Tele- graaf“ meldet aus Tarschelling: Hier sind heute nach⸗ mittag drei Luftschiffe durchgekommen, die in westlicher Rich— tung fuhren. Die letzte Schlappe der Inder. London, 19. Jan.(WT. Nichtamtlich.) Der Bericht⸗ erstatter der„Times“ in Nordfrankreich erfährt über die Schlappe der Inder am 20. Dezember bei Givenchy: Die indischen Truppen griffen die deutschen Schützengräben im Sturm an und besetzten sie. Die Schützengräben waren jedoch unterminiert und wurden von dem Feinde in die Luft gesprengt. Die Inder erlitten hierbei entsetzliche Ver luste. Der Feind, der bedeutende Ver- stärkungen erhielt, unternahm einen wütenden Gegen— angriff und überschüttete die indischen Truppen mit einem vernichtenden Feuer. Die Stellung war unhaltbar und es wurde der Rückzug befohlen. Eine Abteilung der Inder wurde vollständig umzingelt und mußte sich ergeben. Zwei Tage später griff eine kombinierte englische und französische Abteilung von neuem die Stellung an; Teile der Schützengräben wurden wiedererobert und behauptet. An einem Punkte ist ein und derselbe Schützengraben gleich⸗ zeitig von Freund und Feind besetzt. Eine vier Fuß breite und neun Fuß hohe Lehmwand trennt beide Abteilungen. Die Zustände in dieser Gegend sind unglaublich; Schmutz und Wasser machen jede Bewegung unmöglich. Eine Niederlage der Engländer am Schatt el Arab. Konstantinopel, 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des türkischen Hauptquartiers. Während eines nächtlichen Angriffes gegen die englischen Befestigungen am Schatt el Arab wurde der Feind überrascht. Er verlor 100 Tote und Verwundete. Eine englische Kaballerieabteilung versuchte in der Gegend von Corna eine Abteilung unsecer Infanterie zu überraschen. Der durch das Feuer eines Kanonenbootes gut unterstützte Angriff wurde unter schweren Verlusten für die Engländer zurückgewiesen. Das Kanonenboot wurde gleichfalls gezwungen, fich zurück⸗ zuziehen. Ein Aufstand in Judien. Delhi, 19. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ge⸗ meldet: Araberstämme aus Osman griffen, 3000 Mann stark, unter Führung von Ya ben Salehs, am 11. Januar Maskat an. Sie verloren hierbei 500 Mann. Der Anführer wurde verwundet. Die britischen Truppen, die zum Bajonett⸗ tamyf fübergingen, verloren den Hauptmann. 14 Mann sind verwundet 6 Sepoys tot. Das indische Amt meldet hierzu: Der Aufstand der Araberstämme gegen den Sultan von Maskat be⸗ gann im Sommer 1913. Die erwähnte britische Abteilung war ausgesandt worden, um dem Sultan bei der Unterdrückung des Aufstandes zu helfen. Die Einnahme von Täbris durch die Türken. Konstantinopel, 19. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Ueber die Einnahme von Täbris erfährt man jetzt Einzel⸗ heiten. Nach der Einnahme von Miandoab zogen alle an dem Heiligen Krieg beteiligten Stämme nach Maraga, wo sie von der Bevölkerung begeistert empfangen wurden. Der Führer der benachbarten Stämme und die Bevölkerung der Städte Bumjan und Scheschwan zogen mit den Truppen ge⸗ gen Täbris. Sie gelangten zunächst nach Gogeban. 800 Mann russischer Infanterie und Kavallerie, die in Täbris standen, und eine Stellung bei Adjkjosprue in der Nähe der Stadt innehatten, zogen sich auf die Nachricht zurück, daß die tür⸗ lischen Truppen mit den Stämmen vorrückten, und zwar nach Sofian auf der Straße nach Dschulfa. Darauf zogen die Trup⸗ pen und die Stämme in Täbris ein. Verfassungsänderung in der Türkei. Konstantinopel, 19. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die Kammer begann in Gegenwart sämtlicher Mitglieder des Kabinetts die Aussprache über die Abänderung der Artikel 7, 43, 44 und 102 der Verfassung. Die von der Regierung vorgeschlagene Abänderung verfolgt den Zweck, die Vorrechte der Krone zu verstärken und das durch die Verfassungsrevision von 1909, die der Legis lative ausgedehnte Rechte verliehen hatte, gestörte Gleich⸗ gewicht zwischen der vollziehenden und gesetzgebenden Ge— walt wiederherzustellen. Der Regierungsentwurf bezweckt, die Sessionsdauer von sechs auf vier Monate herabzu⸗ setzen und das Recht der Krone betreffend die Verschie— bung, die Einberufung, die Vertagung und Verlängerung der Session sowie die Einberufung der außerordentlichen Session genau zu bestimmen. Das Abänderungsgesetz wurde mit diesen Zusatzanträgen, denen die Regierung zugestimmt hatte, mit 187 gegen eine Stimme angenommen. **— Teuerung in England. London, 19. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter be⸗ schäftigen sich mit der beunruhigenden Steigerung der Lebensmittelpreise, die trotz Englands Beherrschung der See eingetreten sei. Sie suchen sich über die Gründe hierfür Klarheit zu verschaffen. Besonders beunruhigend sei die Steige⸗ rung der Weizen preise. Die hierüber veröffentlichte Statistik zeige, daß bester englischer Weizen, der im Vorjahre 36 Schillinge das Quarter kostete, auf 60 gestiegen sei, und daß bester kanadischer Weizen 61 gegen 36 Schillinge in der gleichen Zeit des Vor- jahres koste. Am teuersten ist australischer Weizen mit 62 Schillin⸗ gen pro Quarter. Der„Times“ zufolge wird in einigen Kreisen eine amtliche Untersuchung über die Gründe der Preissteigerung und eine zweckentsprechende Aktion verlangt. Das Nationalkomitee der Arbeiterpartei empfahl der Regierung, alle Weizen vorräte im Lande zu übernehmen und die Frachtsätze gesetzlich zu regulieren. Die„Times“ bringt aus New Pork vom 17. Januar die Nachricht, daß Wilson eine Untersuchung über die Ursa chen der Unruhe auf dem Weizenmarkte anordnete, das hatte eine Verminderung des Preises um 1½ bis 2½ re zur Folge. Die Untersuchung führt das Justizdepartement. Es handelt sich darum, sestzustellen, ob das Steigen des Weizenpreises am hei⸗ mischen Markte auf gesetzwidrige Kombinationen zurückzuführen sei. Die Androhung des Ausfuhrverbotes hatte ein sofortiges Sinken der Preise zur Folge. Amsterdam, 19. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Eine De⸗ vesche des Reuterschen Burcaus aus London vom 18. Januar behauptet in einer Polemik gegen die deutsche Presse, daß die Pe 3 * Preissteigerung der Lebensmittel in England der Fee entspreche. Die schlimmste Zeit sei vorüber, was 5 ier, Fische und Gemüse betreffe. Die Getreidezufuhr sei größer als im Vorjahre, aber, so fährt Reuter fort, die amerikani- schen Spekulanten verdoppeln ihre Anstrengungen, um eine neue Preissteigerung zu bewirken: wahrscheinlich werden sie von deutschem Kapital unterstützt. Eine weitere Ur⸗ sache für die Preiserhöhung sei die Steigerung der Frachtraten und der Mangel an Schiffen und Hafenarbeitern. Reederkreise agen, daß die große Ueberfüllung in den Häfen die Preise 4 kaͤnstlich steigere. Eine von der Regierung unternommene See⸗ versicherung habe 100 Prozent Gewinn erzielt. Man setze die Hoffnung auf die Zufuhr aus Argentinien, das eine gute Ernte — die aber infolge von Regen erst später eingebracht werden onnte Außerdem sei in England das Dreschen des Getreide durch das nasse Wetter hinausgeschoben worden. Englische Verluste zur See. London, 19. Jan.(WTB Nichtamtlich.) Das Pa⸗ krouillenboot„Ghar“ ist mit der Bemannung auf der Höhe von Deal gesunken. Vier englische Fischer⸗ fahrzeuge, die am Samstag nach Dover geschleppt wor⸗ den waren, haben sich losgerissen. Man befürchtet, daß sie 5 untergegangen sind. 5 London, 19. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Lloyds Agen- 8 tur erfährt, daß der Küstendampfer„Motor“ ge⸗ strandet und die Besatzung ertrunken sei. 8 153 englische Frachtschiffe vernichtet. 95 Berlin, 19. Jan.(Priv.⸗Tel.) Der„Berliner Lok.⸗Anz.“ mueldet: Die„La Plata⸗Post“ vom 15. Dezember berichtet auf HSBrund amtlicher Meldungen, daß von Kriegsbeginn bis zum 5. November 153 englische Frachtschiffe durch deutsche Kriegsschiffe vernichtet wurden, darunter 52 größere Damp⸗ 5 fer mit einem Raumgehalt von zusammen 243 992 Tonnen. Ein englischer Uebergriff gegen einen schwedischen 5 Dampfer. 5 Berlin, 19. Jan.(Priv.⸗Tel.) Der„Berliner Lok.⸗Anz.“ meldet aus Kopenhagen: Der schwedische Dampfer„Half⸗ dan“ ist gestern von England in Nordkoeping eingetroffen. Er berichtet, daß auf ihn bei der Einfahrt in den Hafen von Diverpool, als er die Signalflagge hissen wollte, von einem Hafenfort ein scharfer Kanonenschuß abgefeuert wurde, der zwischen dem Fockmast und der Kommandobrücke hindurch 7— und darauf ins Wasser fiel. Der Kapitän hat bei den schwedischen Behörden Anzeige erstattet und verlangt, daß der schwedische Minister des Aeußern bei der englischen Regierung Vorstellungen erhebt. *** f Die türkische Waffenbrüderschaft. KNonstantinopel, 19. Jan. WTB. Nichtamtlich.) Der Zentralrat des Roten Halbmondes beschloß gestern, der dem⸗ Rnhuächst stattfindenden Hauptversammlung vorzuschlagen, dem Deut⸗ stchen Kaiser als Zeichen der Dankbarkeit für die Spende von 40 000 Mark die Goldene Medaille zu verleihen. Gemäß keinem früher gefaßten Beschluß wird derselben Hauptversamm⸗ lung die Verleihung der Goldenen Medaille an Kaiser Franz Jo seph vorgeschlagen werden. Aus Italien. Rom, 19. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die Leitung der sozialistischen Partei, die in Florenz zusammenge⸗ 5 n ist, hat eine Tagesordnung zu Gunsten der Neutra⸗ kität Italiens angenommen und beschlossen, in diesem Sinne eine lebhafte Propaganda zu entfalten. In ganz Italien sollen auf den 21. Februar Versammlungen an⸗ beraumt werden. Basel, 19. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der„National⸗ Zeitung“ zufolge hat sich in Italien jüngst eine Ver⸗ Kinigung gebildet, die sich„Comitato per la tutelo degli Interessi Nazionali“ nennt. Den Ehrenvorsitz führt der Senator 3 eine Reihe weiterer Senatoren sind beigetreten, darunter die Professoren della Vedova und Alessandro Chiapelli. Dem Zentralrat gehören ferner mehrere Deputierte an. Das Komitee hat eine Kundgebung beranstaltet, die bezweckt, die wirkliche Meinung des Lan⸗ des gegenüber den 1 durch Sammlung von 1 ntekschriften auszudrücken 5 Ein italienischer Dampfer gesunken. Wien 19. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der italienische 12„Varese“(Heimathafen Genua) ist auf der Fahrt von Sfea nach Venedig bei Pola am 18. Januar—4 bei gebligem schlechtem Wetter direkt in ein Minenfeld ge⸗ 80, dabei auf eine Mine gestoßen und gesunken. Von der Besatzung wurde ein Mann gerettet und ein Mann als Leiche geborgen. 5 Aus Neuserbien. Saloniki, 19. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) In Uesküb, Istip und anderen Orten ist es infolge der Einziehung von Mohammedanern zum serbischen Militärdienst zu heftigen, teilweise blutigen Zusammenstößen gekommen. Die Mo⸗ * r fliehen in großer Anzahl ins Gebirge. Auch eine Anzahl Israeliten ist nach Bulgarien geflohen. KTonstantinopel, 19. Jan. WTB. Nichtamtlich.)„Tu⸗ ran“ erfährt, daß die Serben in Kospruelue eine Bombe warsen 4 1 darauf in dem muselmanischen Viertel der Stadt 70 Per⸗ 4 11. * onen ermordeten. Das„Studium des russischen Marktes“. Paris, 19. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Der„Temps“ meldet: Die französische Deputation für das Studium des russischen Marktes, der der ehemalige Minister Mẽ⸗ line und der Deputierte Thierry angehören, trifft demnächst in Petersburg ein, um eine Rundreise durch die größten . Handelszentren Rußlands anzutreten. Aus dem Reiche. Der Kaiser an die Hamburger Handelskammer. DDamburg, 19. Jan.(WI7B Nichtamtlich) Aus Anlaß des 25 jährigen Jubiläums der Handelskammer 2. fand in der Börse ein Festakt statt, bei welchem u. a. itglieder der Senate, der Bürgerschaft und anderer Behör⸗ den anwesend waren. Man sah auch den Präsidenten Dr. Kämpf⸗ DVerlin. Der zweite Vorsitzende der Handelskammer, Richard C. Krogmann, hielt eine Rede, in welcher er auf die vor 250 Jahren erfolgte Gründung der Handelskammer hinwies und den Werdegang der Kammer beleuchtete. Sodann wurde folgendes, vom Kaiser eingelaufenes Telegramm zur Ver⸗ lesung 2 5. roßes Hauptquartier. Der Hambur Handelskammer danke ich herzlich für die freundliche Begrüß anläßlich ihres 250 jährigen Bestehens. Meine wärmsten Wünsche begleiten auch fernerhin das segens reiche Wirken der Handelskammer für den —. der ehrwürdigen Hansestadt und die Blüte ihres welt⸗ pannenden Handels. Ich weiß wohl, wie schwer die gegen⸗ woärtige Heimsuchung des deutschen Vaterlandes gerade auf Ham⸗ burg und seiner Handelswelt lastet. Ich weiß aber auch, daß 4 die Hamburger Schulter an Schulter mit den übrigen Gliedern 5 des Deutschen Reiches mit Opfermul und Zuversicht ihre Kräfte 7 einsetzen, in dem von Neid und Mißgunst uns aufgezwunge⸗ ven striege, wie auf den Schlachtfeldern, so auch auf wirt⸗ schaftlichem Gebiet durchzuhalten bis zu einem siegreichen Ende. Unserem festen Willen und unserer gerechten Sache wird mit N 5 . Berlin, 19. Jan. Priv.⸗Tel.) Das„Berliner Tageblatt“ meldet: Die Anzahl der bei den Berliner Ortskranken⸗ kassen Versicherten, die bei Kriegsbeginn auf 335 000 zurück⸗ gegangen war, ist seitdem wieder auf 380 000 gestiegen, was einen erfreulichen Rückschluß auf die zunehmende Beschäftigung gestattet. 22 — Kirche und Schule. Berlin, 19. Jan.(Priv.⸗Tel.) Der„Berliner Lokal⸗ anzeiger“ meldet aus Trier: Der Bischof Korum hat angeordnet, daß während des Gottesdienstes am Geburtstag des Kaisers in sämtlichen Kirchen der Diözese Trier eine Kollekte zum Besten invalider Krieger abgehalten —— übergeben werden soll. — Aus merlto. Washington, 20. Januar.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung des Reuterschen Bureaus: Das Staatsdepartement teilt mit: Die Stadt Mexiko ist gut geschützt; der Polizeidienst läßt nichts zu wünschen übrig. Eine Anzahl Ruhestörer sind hingerichtet worden. Die Bevölkerung ist ziemlich über die allgemeine Lage beruhigt. f — Verlustliste. (Auszug.) Reserve⸗Infanterie-Regiment Nr. 222, Gießen. Le Mesnil am 13., 15., 16. und 21., Aubers am 19., Fromelles am 22. Ruda am 30. XI. u. vom 1. bis 3. XII., Iwangorod vom 1. bis 3., Mierszonka-Male⸗Duze am 3. und Srock am 12. 12. 14. IL Bataillon. 4 1. Kompagnie. Offz.⸗Stellv. Hermann Selzer, Hörbach, Dillkreis, vw.— Vzefeldw. Karl Dienstbach, Weilburg, Oberlahn⸗ lreis, tot.— Utffz. Jakob Gerhardt, Steinbach, Gießen, vw.— Utffz. Hermann Schaub, Karlsruhe, vw.— Utffz. Erwin Schweiß, Berlin, vw.— Gefr. Heinrich Stier, Darmstadt, tot.— Gefr. Rudolf Günther, Bleichenbach, Büdingen, tot.— Musk. Karl Krein, Wattenheim, Pfalz, tot.— Musk. Gottfried Seriba, Nieder⸗Moos, Lauterbach, tot.— Musk. Heinrich Schnabel, Nieder⸗Ohmen. Als⸗ feld, tot.— Musk. Wilh. Bommersheim, Langsdorf, Gießen, tot. Musk. Adolf Lindenstruth, Gießen, tot.— Musk. Emil Eck, Obersinn, Gemünden, tot.— Musk. Friedrich Holte, Altenbochum. tot.— Musk. August Gorr, Gießen, tot.— Musk. Wilhelm Hen⸗ nich, Herborn, Dillkreis, tot.— Musk. Wilh. Essel, Ober⸗Mockstadt, Büdingen, tot.— Musk. Wilh. Balser, Gießen, tot.— Musk. Wilhelm Alban, Thale a. Harz, tot.— Musk. Heinrich Walter, Gießen, tot.— Musk. Friedrich Höhn, Kirchgöns, Gießen, tot. — Musk. Heinz Köhler, Neustadt, H., tot.— Musk. Karl Herzer, Alsfeld, tot.— Musk. Peter Schaub, Bermoll, Wetzlar, tot.— Musk. Heinrich Wießner, Londorf, Gießen, tot.— Musk. Friedrich Kuhlmann, Wetzlar, tot.— Musk, Peter Fleck, Wißmar, Wetzlar, tot.— Musk. Gustav Kutzner, Limburg, vm— Gefr. Alfred Haardt, München⸗Gladbach, vw.— Gefr. Ernst Eppstein, Dromers⸗ hausen. Oberlahnkr, vw.— Gefr. Hermann Fritsch, Schwarz, Als⸗ feld, vw.— Gefr. Walter Kilian, Haiger, Dillkreis, vw.— Musk. Karl Pfann, München, vw.— Gefr. Wilh. Rupp, Gießen, vw. — Musk. Wilh. Karpf, Friedrichshütte, Schotten, vw.— Musk. Wilh. Kaiser, Langenhain, Friedberg, vw.— Musk. Otto Kreutter. Hörbach, Dillkreis, vw.— Musk. Otto Kunkel, Grünberg, Gießen, vw.— Musk. Wilh. Kling, Wie eck, Gießen, vw.— Musk. Friedrich Bohn, Lampertheim, Bensheim, vw.— Musk. Paul Bartusch, Dresden, vw.— Musk. Walter Böcher, Gisselberg, Marburg, vw. Musk, Georg Christ, Butzbach, Friedberg, vw.— Musk. Oskar Derbeck Wetzlar, vw.— Musk Heinrich Dern, Gr.⸗Linden, Gießen, vw.— Musk. Erhard Tröde, Wetzlar, vw.— Musk. Heinrich Ger⸗ bardt, Nieder⸗Ohmen, Alsfeld, vw.— Musk. Otto Häuser, Stein⸗ berg, Gießen, vw.— Musk. Martin Höll, Wieseck, vw.— Musk. Philipp Juncker, Worms, vw.— Musk. Heinrich Loth, Rüdings⸗ hausen, vw.— Musk. Hermann Lohn, Wetzlar, vw.— Musk. Herm. Manderbach, Bergebersbach, Dillkreis, vw— Musk. Friedr. Müller, Leun, Wetzlar, vw.— Musk. Otto Neeb, Heimertshausen, Alsfeld, vw.— Musk. Karl Reitz. Nieder⸗Ohmen, Alsfeld, vw. — Musk. Johs. Rühl. Petterweil, Friedberg, vw.— Musk. Albert Sachweh, Bleidenstadt, Untertaunus, vw.— Musk Otto Schäfer, Leihgestern, Gießen, vw.— Musk Herm Scheel, Ruppertsburg⸗ Wetzlar, vw.— Musk. Wilh. Seibert, Birklar, Gießen, vw.— Musk. Peter Sturm, Nieder⸗Kleen, Wetzlar, vw.— Musk. Wilh. Vomhof, Hadenbach, Biedenkopf, vw.— Musk. Otto Wacker. Wieseck, Gießen, vw.— Musk Robert, Ziegler, Freiburg, vw. — Musk. Ernst Zimmermann, Aschaffenburg, vw.— Musk. Rudolf Fröhlich, Ober⸗Diebach, St. Goar, vw.— Musk. Karl Gerlach, Krofdorf, Gießen, vw.— Musk. Karl Tröbe, Goldbach, Gotha, vw.— Musk. Heinrich Schäfer, Waldalgerheim, Kreuznach, vw. — Musk. Peter Hoffmann, Wiesbach, Ottweiler, vw.— Musk. Georg Müller, Eudorf, Alsfeld, vw.— Musk. Wilh. Wießner, Climbach, Gießen, vw.— Musk. Aug. Meißner, Weinbach, Ober⸗ lahnkreis, vw. g 2. Kompagnie: Lin. d. R. Heinrich Schättler, Gr.⸗Linden, gestorben an seinen Wunden.— Utffz. Georg Volland, Heubach, Dieburg, tot.— Utffz. Grüneklee, vw.— Utffz. Josef Seleck, Mainz, vw.— Utffz. Hellmuth Beyer, Saargemünd, E.⸗L., vw. — Musk. Leonhard Jac. Denner, Heppenheim, tot.— Musk. Alb. Reinh. Kring, Steinbach, Dillkreis, tot.— Musk. Heinrich Orth, Oehningshausen, Alsfeld, tot.— Gefr. Karl Ad. Lenhardt, Nieder-Wöllstadt, Friedberg, tot.— Musk. Joh. Gg. E. Hirsch⸗ horn, Wetzlar, tot.— Musk. Rudolf Hennrich, Medenbach, Dill⸗ stad kreis, tot.— Musk. Gustav Wirth, Ober⸗Schmitten, Schotten, tot. — Musk. Karl Gleim, Eschwege, vw.— Musk. Otto Jäger, Eichels⸗ G dorf, Schotten, vw.— Gefr. Otto Machow, Mainz, vw.— Musk. August Lucas, Battenfeld, vw.— Musk. Konrad Seth, Trais, Gießen, vw.— Musk. Christian Hoffmann, Vilbel, Friedberg vw. — Musk. Otto Trapp, Gießen, vw.— Musk. Heinrich Theis, Henningen, Alsfeld, vw. 3. Kompagnie: Off.⸗Stellv. Aug. Rud. Reumschüssel, Schleusingen, verw.— Off.⸗Stellv. Rudolf Schlosser, Gießen, verw.— Vizefeldw. Wilhelm Euler, Trais, Gießen, verw. Unteroff. Karl Hobe, Osnabrück, verw.— Unteroff. Chr. Weller, Mainz, verw.— Unteroff. Willy Lahr, Gießen, verw.— Unteroff. Eugen Kaiser, Langenaubach, Dillkreis, verw.— Unteroff. Ernst Rapp, Stuttgart, verw.— Musk. Georg Heiber, Leutmannsdorf, Schweidnitz, low.— Gefr. Karl Zöller, Watzenborn, Gießen, tot. — Gefr. Robert Busch, Bergebersbach, Dillkreis, tot.— Musk. Wilhelm Morkel, Gedern, Schotten, tot.— Musk. Walter Har⸗ nisch, Freiburg a. Unstrut, tot.— Musk. Josef Bach, Ickingen i. Els., tot.— Musk. Adolf Häuser, Burg, Dillkreis, tot.— Musk. Heinr. Wilh. Schulte, Eringshausen, Altena i. W. tot. Musk. Joh. 2 7 Loh, Dudenhofen, Wetzlar, tot.— Musk. Wil⸗ lm Schnorr, Schwalbach, Wetzlar, tot.— Gefr. Karl Pfannstiel, ainbach, Alsseld, verw.— Gefr. Alfred Edelhoff, Vohwinkel, Mettmann, verw.— Gefr. Helmuth Köhler, Bramsche, Bersebrück, gestorben an seinen Wunden.— Musk. Wilhelm Müller I., Lang⸗ göns, Gießen, verw.— Musk. Fritz Freudt, Oberndorf, Wetzlar, verw.— Musk. Reinhard Schulte I., Engelrod, Lauterbach, verw. — Musk. Heinrich Burger, Watzenborn, Gießen, verw.— Musk. Ferdinand Moder, Aßmannshausen, Rheingau, verw.— Musk. Karl Rausch, Maar, Lauterbach, verw.— Gefr. Anton Rohrer, Gießen, verw.— Musk. Friedrich Breyer, Aschbach, Wendel, verw. Musk. Gustav Koch, Nordhausen, verw.— Musk. Karl Keipp, Wallenrod, Lauterbach, verw.— Musk. Otto Schmidt VII., Berns⸗ feld, Alsfeld, verw.— Musk. Heinrich Balser, Albach, Gießen, gestorben an seinen Wunden.— Musk. Wilhelm Buflepp, Gera, Reuß, verw.— Musk. Karl Schmitt III., Waldgirmes, Bieden kopf, verw.— Musk. Otto Will, Wetzlar, verw.— Musk. Paul Gebauer, Leopoldshall, Bernburg, verw.— Musk. Alois Heidrich, Oppeln, verw— Musk. Wilhelm Deibel, Staufenberg, Gießen, verw.— Musk. August Albert, Ruppertsburg, Schotten, an seinen i Wunden gestorben.— Musk. Karl Renkel, Ober⸗Lais, Schotten, Gottes Hilfe der Erfolg nicht fehlen. Wilhelm I. R. , — — verw.— Musk. Johs. Döring, Sanblofs, Lauterbach, verw.— Gefr. Hans Rippert, Gemmingen, Rheinhessen, verw.— Musk. wird, deren Ertrag dem Kaiser als Geburtstagsgeschenk Gieß ä Ludwig Schäfer I., Gießen, verw.— Musk. Martin Tre Wiebelskirchen, Oele verw.— Musk. Ludwig Schön, 7 Gießen, verw.— Musk. Georg Reitz, Merlau, Alsfeld, verw. — Musk. Johs. Scheerer, Marburg, verw.— Musk. 1 Herbstein, Lauterbach, verw.— Musk. Johs. Hainstadt, Oppers⸗ hofen, Friedberg, verw.— Musk. Heinrich Schäfer II., Sandlofs, Lauterbach, verw.— Musk. Wilhelm Schindel, Ebersgöns, Wetzlar, verw.— Musk. Reinhard Schienbein, Bernshausen, Lauterbach, verw.— Musk. Ludwig Vogt, Oberrosbach, Fri,„ verw. Musk. Adolf Beer, Mienburg, N verw.— Gefr. Ludwig Rinn, Gießen, verw.—„Adolf Böckehof, Wellentrup, Oer⸗ lingshausen, verw.— Musk. Wilhelm Beckel, Selters, Büdingen, verw.— Musk. Walter Stein, Freiburg, verw.— Musk. Johs. Berger, Oppershofen, Friedberg, verw.— Musk. Friedrich Ger⸗ hardt, Dudenhofen, Wetzlar, verw.— Musk. Heinrich Biedenkopf, ießen, gestorben. an seinen Wunden.— Musk. Georg Merten, Hochheim, Wiesbaden, verw.— Musk. Friedrich Volkert, Klein⸗ — Gießen, verw.— Musk. Adolf Claudy, Nauborn, Wetzlar, gt. 4. Kompagnie: Utlfz. Hans Heister, Wolfenbüttel, tot. — Utffz. Wilhelm Kern, Mainzlar, Gießen, gestorben an seinen Wunden— Musk. August Eifert, Vilbel, Friedberg, vw.— Musk. Alfred Roth, Oehningen, Konstanz, tot.— Musk. Max Steinhorst, Kl.⸗Tuchen, Bütow, tot.— Musk. Heinrich Graß, Wetzlar, vw.— Musk. Georg Meyer, Kolmar i. E., vw.— Musk. Wilhelm Wiesnowsky, Berlin, vw.— Musk. Andreas Kischalersky, Anulle. Löbau i. W.⸗Pr., vw.— Musk. Emil Hisge, Breitscheid, Dillkreis, vw.— Musk. Reinhard Kunz, Niederrosbach, Dillkreis, vw.— Musk. Ludwig Gilbert, Heuchel⸗ heim, Gießen, vw.— Musk. Hermann Zugchor, Frankfurt a. M., 9 an seinen 12 6. Kompagnie: 7 Höchst a. M., vw— Utffz. H Eberst Oberlahnkreis, tot.— Gefr. Brilon, tot.— Ers. Goarshausen, tot. 5 Unterwesterwald, tot.— Ers.⸗Res. Herman tot.— Kriegsfr. Wilhelm Brandstätter, Wetzlar, tot.— Ers.⸗ Res. Hugo Brodersen, Flensburg, Schlesw.⸗Holst., tot.— Ers.⸗ Res. Adolf Kraft, Ruppertshausen, Wittgenstein, tot.— Ers.⸗ Res. Wilhelm Back, Holzhausen, St. Goarshausen, tot.— Ers.⸗ Res. Karl Steiner, Marein, Unterwesterwald, tot.— Ers.⸗Res. Peter Partenheimer, Waldböckelheim, Kreuznach, tot.— Gefr. Adolf Weingärtner, Enkirch, Zell a. Mosel, vw.— Kriegsfr. Kurt Schwabe, Stumpertenrod, Schotten, vw.— Ers.⸗Res. Oein⸗ rich Weis, Hömberg, Unterlahn, vw.— Ers.⸗Res. Kurt Aller, Maxein, Unterwesterwald, vw.— Ers.⸗Res. Emil 2 St. Goarshausen, vw.— Ers.⸗Res. Rudolf Capallo, Simmern, vw.— Ers.⸗Res. Jakob Sehl, inahr, Unterlahn, vw.— Ers.⸗Res. Jakob Wittelsberger, Hillscheit, Unterwester⸗ wald vw.— Ers.⸗Res. Paul Klamet, Gleiwitz, Kreuznach, vw. . Ers.⸗Res. Felix Dietz, Romsbach, Unterwesterwald, vw.— Ers.⸗Res. Karl Jacobi, Waldhausen, Kreuznach, vw.— Kriegsfr. Karl Lier, Ellkirch, Erfurt, tot.— Erfs.⸗Res. Adam Gewehr, Michelbach, Simmern, verm.— Ers. Heinrich Bald, Hemsch⸗ lar, Wittgenstein, vw.— Ers.⸗Res. Wilhelm Holly, Wittgert, Westerwald, vw.— Ers.⸗Res. Wilhelm Wallraff, Kreuznach, vw.— Ers.⸗Res. Bernhard Pahle, Arborn, Schweiz, tot. 9. K i Babe Aug Witzky ene Kompagnie: b.⸗Leutn. itzky,. bach, schow.— Utffz. Valentin Lemm, Bretzenheim, Mainz, lopw.— Ers.⸗Res. Karl Diehl, A Unterlahnkreis, low.— Gefr. Ludwig Lacher, Frankfurt a. M., low.— Kriegsfr. Rich. Gold, Altmünsterol, Altkir— Kriegsfr. Johann Brety, Fürfeld, Alzey, tot.— Edmund Farnp, Niederbrück, Thann, tot.— Kriegsfr. Paul Stratmann, Nieder bergheim, Arnsberg, tot.— Musk. Eugen Daller, Mausbach, Mülhausen, tot.— Ers.-Res. Nikolaus Bitter, im, Bingen, lyw. — Musk. Armand Scheuble, Steinbach, Thann, schow.— Ers.⸗ Res. Karl Otto, Bad⸗Homburg, low.— Musk. Nikolaus Brill. Hirzweiler, Ottweiler, low.— Musk. Paul Michel, Masmünster, Ob.⸗Els., low.— Kriegsfr. Richard Fischer, Klein⸗Oschersleben, low.— Musk. Heinrich Hechler, Bensheim, low.— Ers.⸗Res. Heinrich Bardeus, Kollweiler, Rheinpfalz, low.— Kriegsfr. Erich Afringhaus, Dortmund, low.— iegsfr. Emil Kaiser, Mengede, Westfalen, low.— Kriegsfr. Arthur König, Ziegen⸗ rück i. Th., low.— Kriegsfr. Albert Maas, Putzig, Danzig schuw.— Musk. Alois Horny, Krüt, Thann, low.— Musk. Vinzenz Martin, Niedersulzbach, Thann, low.— Musk. Camille Schaffner, Schweighausen, Thann, vw.. 12. Kompagnie. Feldw.⸗Ltn. Max Matthäus, Schwentnig, Nimptsch, tot.— Utffz. Lorenz Jost, Kostheim, Mainz, low.— Utffz. Julius Haub, Oberhöchstadt, Obertaunus, low.— Utffz. Karl Schuchert, Höchst a. M., tot.— Utffz. Alois zacher, Mainz. schow.— Musk. Josef Beltrami, Aul, Thann, low.— Musk. Joh. Eichhammer, Amberg, low.— Musk. Osk. Münster, rankfurt, low.— Musk. Jos. Sponfeldner, Niederrunding, Cham. Oberpfalz, low.— Musk. Valentin Lohrum, Weisenau, Mainz, f low.— Musk. Wilhelm Bree, Hofheim, Höchst a M., low.— Musk. Josef Kann, Düsseldorf, low.— Musk, Wilhelm Müller, Raunheim, Gr.⸗Gerau, low.— Musk. Friedrich Behrens, Eges⸗ dorf, Linden, low.— Musk. Eugen Alsheimer, Nied a. M., Höchst 5 a. M. low.— Musk. Friedrich— Höchst a. M., g „ lyw. usk. — Aus Stadt und Cand. Gießen, 20. Januar 1915. Die Lage des Arbeitsmarktes im Großherzogtum Hessen, der Provinz Hessen⸗Nassau und Fürstentum Waldeck im Dezember 1914. 9 Der Mitteldeutsche Arbeits nachweis verband schreibt uns: Die im Vormonat geschilderten Arbeitsmarktverhälr⸗ nisse setzten sich im Monat Dezember fort und zwar in der Richtung. daß in einer Reihe von Gewerben ein Arbeitsmangel sich noch stärker wie seither fühlbar machte, und auf der anderen Seite die Verhältnisse der Arbeitsuchenden sich im allgemeinen gün⸗ stiger gestalteten. Besonders günstig lagen die Verhältnisse in den mit Heereslieferungen versehenen Zweigen der Metall⸗ in 7 1 75 2—.—— 1 ietes eine nicht zu befriedige achfrage Ungünstig — die Verhältnisse für Goldarbeiter,—— bei denen j die Unterbringung in andere Berufe teilweise gelang. Die lmetallindustrie(Goldindustrie) und Diamant⸗ schleiferei in Hanau lagen noch danieder. Neben den 1 7. der Metallbranche war auch für Sattler und Tapezierer die Arbeitsgelegenheit günstig. Auch hier bildeten die Heeres⸗ lieferungen die Grundlage für eine 1 8 Arbeitsgelegenheit. In der Holzindustrie haben sich die Verhältnisse ebenfalls gebessert, wenn auch nicht überall in gleicher Weise. Zum Teil gingen Möbelfabriken zu Ansertigung von Heereslieserungen ins⸗ besondere von Sattlerarbeiten über(Darmstadt). Von den Zweigen der Industrie der Nahrungs- und Genußmittel war im Balergewerbe die Nachfrage nach Gehilfen im Anfang des Monats gering. Zu den Weihnachts- und Lenahrt a en konnten jedoch die meisten Arbeitslosen Stellung finden. Tei weise wird über einen Mangel an tüchtigen Metzger und Ba gehusen gen 7 Das Konditorgeschä twas e Ta. ist zurzeit N 1 be⸗ chaten. Schu Einige Firmen arbeiten mit Ueberstunden. Im macher gewerbe war infolge des Preisaufschlages der Roh⸗ materialien der b ne als in dem gleichen Monat des Vorjahres. Die Militärschneidereien waren ebenfalls gut beschäftigt. Dagegen verschlechterte sich der Ge⸗ schäftsgang in der e ee gegenüber den beiden rhergehenden Monaten. Im Baugewerbe besserte sich die Lage etwas. Die Arbeitslosigkeit war verhältnismäßig gering, da eine ziemlich rege Nachfrage nach Bauarbeitern für öffentliche Arbeiten, insbesondere der Heeresverwaltung, bestand. Die größte Zahl der Arbeitslosen entfällt auf das Malergewerbe. Teil⸗ weise gelang es, diese Leute für Erdarbeiten zu vermitteln, oder aber sie bei den von den Städten eingerichteten Notstandsarbeiten unterzubringen. Eine Reihe von Bauarbeitern sand auch Unter- lunft bei lzfällungsarbeiten, besonders im Großh. Hessen. An einigen Orten(Frankfurt a. M., Darmstadt) wird mit dem 0 2 der Bautätigkeit E 12 E 5 i isse günstig. graphischen Gewerbe i immer K Besserung eingetreten. In Frankfurt a. M., Cassel, Darmstadt sind Buchdrucker in größerem Umfange zu anderen Berufen übergetreten. Eine grö Schriftgießerer in . a. M. hat die 5— von Granatzündern in Angriff genommen. Im Gastwirtsgewerbe waren in den haupt⸗ sächlich in Betracht kommenden Städten Frankfurt a. M. und Wiesbaden die Verhältnisse ungünstig. Für ungelernte Ar⸗ Arbeiter war die Beschäftigungsmöglichkeit gut. Das Weih⸗ nachtsgeschäft hat, wie in früheren Jahren, einen ähnlichen star⸗ ken an vorübergehenden Arbeitskräften erfordert, Die 1 75 nach kräftigen Erdarbeitern konnte nur teilweise ge⸗ werden. Auch für die nächste Zukunft sind die Aussichten nicht schlecht. onders bevorzugt waren die von der Heeres⸗ verwaltung ausgeführten Arbeiten(Namur, Lüttich, Lille, Metz und dergl.). gelang es nicht, für Bahnbauten und insbesondere für Wasserbauten(Mainkanalisierung Offenbach— Aschaffenburg) die fan bw Anzahl von Arbeitskräften zu be⸗ schaffen. In der klandwirtschaftlichen Vermittlung war die Nachfrage nach Arbeitskräften geringer als in dem gleichen Monat des Vorjahres, anscheinend infolge der in grö⸗ erer Anzahl von den großen Gütern zurückbehaltenen Polen. Das Blumen⸗ und Weihnachtsgeschäft war für die Gärtnerei wenig günstig. Infolge des Wegfalls der Festlichteiten im Ja⸗ nuar dürfte eine Besserung auch in nächster Zukunft nicht zu erwarten sein. Auf dem weiblichen Arbeitsmarkt war der Ver⸗ kehr in den Dienstbotenabteilungen der Arbeitsämter lebhafter als in dem gleichen Monat des Vorjahres. Auch für Wasch⸗ und Putzfrauen war genügend Arbeit vorhanden. Für gewerbliche Arbeiterinnen besserten sich die Verhältnisse gegenüber dem Vor⸗ monat weiter, wenn auch in einigen Branchen der Metallindu⸗ strie, in denen Arbeiterinnen beschäftigt sind, noch verkürzt ge⸗ arbeitet oder zeitweise ausgesetzt wurde. Am ungünstigsten lagen die Verhältnisse in der Damenkonfektion. Einen Ausgleich brachte die im großen Umfange, teils von den Arbeitsämtern direkt, teils von den mit ihnen in Verbindung stehenden gemeinnützigen Nähstuben vergebenen Arbeiten. * Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.). Landwehrmann Karl Himmler, Feld⸗Art.⸗Rgt. 25, aus Darmstadt.— Landwehrm. Jak. Polykarp Bechtel, Res.⸗Inf.⸗ Rgt. 116, aus Offenbach a. M.— Musl. Gerson Gold⸗ schmidt, Inf.⸗Rgt. 168, aus Offenbach.— Landwehrm. Wilh. Knauf, Inf.⸗Rgt. 168, aus Offenbach.— Feldwebel Alfred Strätz, Inf.⸗Rgt. 221, aus Offenbach a. M. Wehrm. Adolf Wehn, Inf.⸗Rgt. 116, aus Dillenburg. Eis.-Res. Max Bäuerle, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 221, aus Worms.— Unteroff. Gg. Klein, Inf.⸗Rgt. 118, aus Worms.— Res. Georg Hahn aus Brauerschwend.— Obermatrose Hartmann Falkenhainer, 3. Matrosen⸗Rgt., aus Alsfeld.— Ref. Karl Dillmann aus Storndorf.— Res. Konr. Jöckel III., Inf.⸗Rgt. 116, aus Schwarz. — Kanonier Karl Spamer, Feld⸗Art.⸗Rgt. 47, aus Kirtorf.— Res. Heinr. Ludw. Weber, Inf.⸗Rgt. 168, aus Romrod.— Landwehrm. Heinrich Eis seller, Juf.⸗Agt. 116, aus Ehrings⸗ hausen.— Ersatz⸗Res. Friedr. Höhn, Res.-Inf.⸗Rgt. 222, aus stirchgöns.— Res. Otto Eckhardt, Ins.⸗Rgt. 168, aus Kirchgöns. * * Ritter des Eisernen Kreuzes: Buchdrucker . Schardt aus Darmstadt. Uffz. Wilh. Weber aus Momberg. Uffz. im Res.⸗Inf.⸗Regt. 65 Wilh. Im⸗ mel aus Marburg. Vizefeldw. und Off.⸗Stellv. im Land⸗ wehr⸗Inf.⸗Regt. 116 Oberlehrer Dr. Wilhelm Heym ann aus Groß⸗Gerau. Stabsarzt Dr. med. Theo Groedel aus Bad⸗Nauheim. Galvanoplastiker 1 0 Christ aus Oberrad. Lehrer Karl Eckhardt aus Kleinkarben, Vize⸗ feldw. beim Res.⸗Inf⸗Regt. 168. San. ⸗Uffz. Mogk aus Echzell, Inf.⸗Regt. 116. Oberjäger im Jäger-Bat. 11 Karl Lamm aus Laubach. Res. Hermann Hertel aus Lau⸗ bach, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116. Uffz. Gustav Jung aus Neu⸗ hütte bei Dillenburg. e Von der Straßenbahn. Trotz dem Entgegen⸗ kommen betr. des Fahrpreises gegenüber Militärpersonen (Soldaten aller Dienstgrade fahren seit 1. 10. 14 für 5 Pfg.) hat sich das Verkehrsbild der städtischen Straßen- bahn für das 4. abgelaufene Quartal weit günstiger gestaltet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dabei ist zu berücksichtigen, daß von einem Geschäftsverkehr, der das Straßenbahnunternehmen hätte günstig beeinflussen können, im Weihnachtsvierteljahr nicht geredet werden konnte. a Der amtliche Vierteljahresbericht stellt sich wie folgt: 1 Die Zahl der beförderten Personen: Rote Linie Grüne Linie Beide Linien 1914 1913 1914 1913 1914 1913 Ottober 82 534(62421) 41725(41679) 124 259(104 100 November 82 225(59 229) 42302(44121) 12427(103 350) Dezember 89 472(58 540) 44427(42571) 133899 101114 4. Quattat 254 25(s80 790) 12 157( e n ie 1914 mehr 74 041 mehr 0 mehr 74121 Die Einnahmen aus der Personenbeförderung betrugen im J. Quartal. 5 Rote Linie Grüne Linie 1914 1913 1914 1913 1914 1913 Mk. 23031(17 624) 11406(12 528) 34 440(30 152) 1914 mehr Mk. 5410 weniger Mk. 1122 mehr Mk. 4288 Die Zunahme der Markenfahrten gegenüber dem gleichen Vierteljahr 1913 stellt sich: Rote Linie grüne Linie 1914 1913 1914 1913 74636(23 627) 45 997(14 661) 120 633 38 288) 1914 mehr 51009 mehr 31336 mehr 82 345 Stück. Bei den angegebenen Zahlen der beförderten Personen wur⸗ den aus dem Grunde, weil die genaue Feststellung der beför⸗ derten Militärpersonen nicht möglich ist, je 2 mal 5 Pfennig, die sich im Zahlkasten vorfanden, als eine beförderte Person gerechnet. Trotzdem haben allein auf der Schützenhauslinie tund 74000 Personen mehr gefahren als im Vorjahr, wäh⸗ rend die grüne Linie in der Frequenz sich nicht gehoben hat. 72 Interessant ist die gewaltige Zunahme der Markenfahr⸗ ten, die nur herbeigeführt wurde durch eine wesentliche Ver⸗ billigung der Fahrmarken. Es steht zwar auch zahlenmäßig sest, daß die Zahl der Fahrten, welche voll mit 10 Pfennig Beide Linien Beide Linien 1914 1913 bezahlt werden, zurückgegangen ist, aber erst durch den ver⸗ illigten Fahrpreis ist unsere Straßenbahn das geworden, 5 8 was sie sein soll, ein Massenverkehrsmittel, und dabei hat sich die Einnahme, wie die vorstehenden Zahlen ergaben, erhöht. Der Stand des Unternehmens im laufenden Rechnungsjahr hat in seinen Einnahmen bisher schon, den Stand von 1912/13 mit seinem Massenverkehr beim Regi⸗ mentsfest überholt. Es ist also Aussicht vorhanden, daß der Abschluß in diesem Kriegsjahr sich besser gestaltet als im Vorjahr, in dem der städtische Zuschuß rund 14000 Mark betragen hat, die allerdings am Strom, den das Unterneh⸗ men verbraucht und vom städtischen Elektrizitätswerk be⸗ zogen hat, verdient sind. a . Schwefeläther darf, wie die Postverwaltung mitzuteilen bittet, mit der Post oder Feldpost nicht ver⸗ sandt werden. In Zeitungen ist dieser Tage empfohlen wor⸗ den, den Angehörigen im Felde als Schutzmittel gegen Un⸗ geziefer Fläschchen mit Schwefeläther zu übersenden. Schwe⸗ feläther gehört zu den leicht entzündlichen Gegenständen, die wegen ihrer Feuergefährlichkeit nach der Postordnung zur Versendung mit der Post nicht zugelassen sind. Es wird daher dringend vor der Uebertretung dieses Verbots gewarnt. Zu unserem Artikel„Hessische Tapfer⸗ keit“ in Nr. 4 des„Gieß. Anz.“ erhalten wir noch eine Darstellung eines Kameraden der in dem genannten Aufsatz erwähnten Soldaten, der wir entnehmen: ⸗Ueber die Begebenheit bei der Tanne, welche der mir zu- gesandte Zeitungsartikel schildert, kann ich Ihnen keine Auskunft geben. Ebenfalls von den Söhnen Heinemanns nicht. Zugegen ist bei der Tanne nur Heinr. Grün aus Lollar gewesen und auch dort gefallen. Ich habe nämlich kurz nach dem Gefecht Helm und Tornister bei den aus dem Felde zurückgebrachten Sachen gefunden. Das in dem Artikel erwähnte Feldgesangbuch gehörte auch Grün. Ich kann mich noch ganz gut erinne n, daß Grün die in dem Artikel angegebenen Namen mit Tintenstist in sein Feldgesangbuch schrieb. Die Namen sind mir bekannt. Es sind die Adressen der Angehörigen meiner Kameraden. Wir haben bei der Ausbildung in Gießen zusammen auf einer Stube gelegen. Auf der Fahrt nach Rußland haben wir uns gegenseitig die Adressen unserer An— gehörigen notiert, um, falls einer im Gesecht fallen sollte, sogleich die betreffenden Angehörigen davon benachrichtigen zu können. Von den übrigen Kameraden hat keiner das Ge- secht mitgemacht. Habe alle später noch getrossen. Durch die großen Märsche waren wir nicht zusammengeblieben. Als wir bei unserer Division an der Front ankamen, wurden wir so⸗ fort eingeteilt. Grün ist da ganz allein dem Bataillon zugeteilt worden, welches sofort abmarschierte ins Gefecht. Die acht bis zehn Mann, welche sich an die Tanne geschlichen hatten, sind dem- nach dann Kameraden von dem Truppenteil gewesen, dem Grün zugeteilt wurde.“ Landkreis Gießen. ( Beuern, 19. Jan. Hier hat bis jetzt die Sammlung von Goldgeld die Summe von 11310 Mark ergeben, die der Reichsbank zugeführt werden konnten. Davon lieferte die Postagentur 10010 Mark ab. Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach a. M., 20. Jan. In der Seifenfabrik von C. Naumann brach gestern abend gegen 6 Uhr ein Groß⸗ feuer aus, das infolge der leichtbrennbaren Fettstoffe alsbald einen gefährlichen Charakter annahm. Das Feuer war in der Fettspalterei zum Ausbruch gekommen und hatte sich im Nu über zwei mächtige, stockwerkhohe Fettbottiche verbreitet, die als⸗ bald in hellen Flammen standen. Dieses Fabrikgebäude wurde bis auf die Umfassungsmauern völlig eingeäschert, doch gelang es der Feuerwehr, die mit mehreren Schlauchleitungen der Mo⸗ torspritze mit gewaltigem Atmosphärendruck dem Brande ener⸗ gisch zu Leibe rückte, die stark gefährdeten Nachbargebäude zu retten und das Feuer nach angestrengter Tätigkeit auf seinem Herd zu beschränken. Die Entstehung des Brandes wird auf das Platzen eines Dampfrohres zurückgeführt, wo⸗ durch die überhitzten Fetteile durch Selbstentzündung in Brand gerieten. Der Brandschaden ist zwar erheblich, aber durch Ver⸗ sicherung gedeckt. Hessen⸗Nassau. Goßfelden bei Marburg, 18. Jan. Das Verschwin⸗ den des hiesigen Einwohners Maurer ist noch nicht aufgeklärt, und schon wieder hat sich ein Unglück ereignet, über das noch keine Klarheit geschaffen werden konnte. Gestern früh fand man in einer Blutlache in einem Graben die Leiche eines seit einigen Jahren hier beschäftigten polnischen Knechts namens Langowsky. Es wird vermutet, daß der Mann im Streit erschlagen wurde. 5 ö 5 (b) Frankfurt a. M., 19. Jan. Am Rangierkopf des Hauptgüterbahnhofes geriet der 30 jährige Eisenbahnassistent Karl Schreck vor einen abrollenden Güterwagen, der ihn überfuhr und auf der Stelle tötete.— Beim Ueberschreiten verbotener Eisenbahngleise wurde der Vorarbeiter Grün auf dem Hauptbahnhofe von einer Maschine angefahren und le- bensgefährlich verletzt. Erdbeben in der Schweiz. Bern, 19. Jan.(W. B. Nichtamtlich) In der West⸗ und Nordschweiz wurde gegen Mitternacht ein ziemlich fühlbares Erd⸗ beben beobachtet. Es erfolgten zwei Stöße in der Richtung von Norden nach Süden. Schaden ist nicht angerichtet worden. Bandel. * Preiserhöhungen. Der Verband deutscher Bau⸗ beschlagfabrikanten hat mit sofortiger Wirkung einen Preisauf⸗ schlag von 10 Prozent eintreten lassen.— Die Vexeinigung deut⸗ scher Gaskocherfabrikanten beschloß eine sofortige Steigerung von 5 Prozent auf bisherige Preise. Eine Erhöhung der Gas⸗ und auch der Siederöhren war bereits im Dezember um durch⸗ schnittlich 20 Mark pro Tonne erfolgt. Die Mannesmannwerke mit ihrem Konzern sowie die übrigen Röhrenwerke haben ihre Preise erneut in die Höhe gesetzt. Märkte. se. Frankfurt a. M. Schweinemarktberi h vom 20. Jan. Ausgetrieben waren 270 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 67.00— 70.0% Mk., Schlachtaewicht 86.00— 7.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 6 00—67.00 Mk., Schlachtgewicht 83.00— 5. 0 Mk.: vollfleischige Schweine von 100—120 ke Lebendgewicht 67.00— 70.0) Mk., Schlachtgewicht 86.00—87 Mk., vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 67.0— 70.00 Mk., Schlachtgewicht 8687.00 Mk. Geschäft ziemlich rege. je. Frankfurt a. M., 20. Jan.(Orig.⸗Telegr. de;„Gieß. Anz. Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen(hiesiger) Mk. 27.80—00 00, Kurhessischer Mk. 27.80- 00.00. Gerste Mk 00.00-00.00(geschäftslos), Roggen(hiesiger) Mk. 23.30 00.00, Hafer Mk. 22.30— 00.00, Mais Mk. 00.00 bis Mk. 00.00. Weizenmehl 0 Mk. 48— 49.00, Roggenmebl 0 Mk. 38.0039, Kleie Mk. 15.00— 00.00, Weizenschalen Mk. 00.00 bis 00.00 Biertreber Mk. 20— 20.50. Frucht⸗ und Futtermittel Mk. 00,00.(Ohne Sack). Alles per 100 ke. Die Preise verstehen sich ab Station zuzüglich der gesetzlich zulässigen Provision. se. Frautfurt a. M., 20. Jan.(Orig.⸗Telear. des„Gießener Anzeigers“) Kartoffelmarkt. Man notierte: Kartoffeln in Waggons Mk. 6,00— 7,00, im Kleinhandel Mk. 7,00—8,50 für je 100 Kg. Kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinde. Heute abend 8 Uhr: Ariegsbetunde in der Johanneskirche. in der Johanneskirche. VPiarrer Bechtols heimer. 8 Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 21. Jan. 115: Bedeat, zeitweise Niederschläge(Schnee), westliche Winde, etwas wärmer. Cetzte Nachrichten. Der Kaiser an die Großherzogin Luise von Baden. Karlsruhe, 20. Jan. WTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser sandte gestern aus dem Großen Hauptguartier an die Großherzogin Luise von Baden folgendes Teleg amm ielen Dunk für Deinen Gruß am heutigen Gedenktage des großen historischen Vorganges in Versailles unter Führung des hochseligen Onkels. Sein nationales Kraftgefühl gab der welt⸗ historischen Fürstenversammlung den Impuls zu der begeisterten Huldigung des ersten Deutschen Kaisers, dessen Macht und Würde jetzt gegen eine Welt von Feinden zu verteidigen meine Auf⸗ gabe ist. Aber an der Spitze des geeinten Vater⸗ landes, getragen von der opferfreudigen Be⸗ geisterung der festgeschlossenen deutschen Na⸗ tion, werde ichdiese vaterländische Aufgabe sieg reich durchführen. Das walte Gott! Wilhelm. Die vorgebliche„gleichzeitige Aktion“ gegen Deutschland. Berlin, 20. Jan. Zu der Meldung der„Tribung“, daß sämtliche Ententemächte eine große gleichzeitige Aktion 1 en Deutschland zu unternehmen gedächten und daß dazu auch ein energischer Vorstoß der englischen Flotte gegen die deutsche Küste gehöre, schreibt die„Kreuzzeitung“: Trotz der besten Quelle möchten wir Zweifel in die Richtigkeit der Meldung setzen. Der⸗ artige Unternehmungen pflegt man nicht vorher anzukündigen. Vor allem glauben wir nicht, daß England die auf guten Gründen be⸗ ruhende Zurückhaltung seiner Flotte jetzt aufgeben werde. Ob die russische Flotte noch zu einer Aktion gegen Deutschland in der Lage ist, wissen wir nicht. Die Rekrutierung in England. . Berlin, 20. Jan. Englische Blätter melden laut„Ber⸗ liner Lokalanzeiger“, daß die an die Familienoberhäupter ge⸗ richtete Aufforderung im ganzen die fstellung von 300 000 jungen Leuten ergeben habe, die sich bereit erklärten, bei der Armee oder der Flotte Dienst zu tun. Von der französischen Kammer. Paris, 20. Jan.(W Tig. Nichtamtlich.) Die Kammer hat sich bis zum 28. Januar vertagt. Die Russen vor Przemysl. Budapest, 20. Jan. Der Korrespondent des„Pesti Naplo“ meldet: Ich habe mit einem ungarischen Flieger gesprochen, der am 10. d. M. nach Przemysl geflogen war und wieder von dort zurückgekehrt ist. Er teilte mit, daß die Russen einen Teil ihrer Zernierungs⸗ truppen zurückgezogen haben, und daß ihre Un ternehmungslust abflaut. Die Ausfälle unserer Besatzung hätten große Erfolge. So brachte uns ein Aus- fall in der Richtung auf Dyrow 1200 Gefangene und die ganze Ausrüstung einer russischen Pionierkompagnie, ferner viel Munition und Scheinwerfer als Beute ein. Die Teuerung in Rußland. Genf, 20. Jan.„Rußkoje Slowo“ berichten über die Lebensmittelteuerung in Rußland. Das Elend unter den ärmeren Schichten der Bevö kerung ist furchtbar. Statt daß durch Aus⸗ fuhrverbot die Weizenpreise sinken sollten und obwohl die Regierung die Preise vorgeschrieben habe, würden die Preise von einigen Spekulanten, die sich an solche Vorschriften nicht weiter kehrten, in die Höhe getrieben. Das Wodkaverbot hat, wie die russischen Zeitungen zugestehen müssen, in Rußland nicht viel genützt, es gebe jetzt eine große Zahl von geheimen Schnapslolalen, in denen Chanchi, die Nachahmung eines chine⸗ sischen Getränkes, ausgeschenkt werde, das eine viel stärkere und nachhaltigere Wirkung habe als Branntwein. Ferner werde die Drangsalierung der jüdischen Bevölkerung in Rußland weiter fortgesetzt. Lügen der„Times“ über die Lage in Oesterreich-Ungarn. Wien, 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Reuter meldet aus dem neutralen Ausland, daß die Lage im Innern der österreichisch⸗ ungarischen Monarchie täglich immer gefährlicher werde und zwar auptsächlich infolge Brotmangels. Die Mißstimmung ei allgemein. Es fänden in allen großen Städten Demonstrationen gegen den Krieg statt, die mitunter einen revolutionären Charakt annähmen. Barrikaden würden errichtet, und zwischen dem Vol und den Polizeitruppen käme es zu blutigen Zusammenstößen. — Die„Times“ meldet ferner, daß nach Berichten von Augen⸗ zeugen am Weihnachtsabend in Wien große Demonstrationen gegen den Krieg stattgefunden hätten, aus welchem Anlaß das Volk Pflastersteine auf die ausgerückte Polizei geschleudert hätte.— Das Wiener Korr. Bureau bemerkt hierzu: Beide Meldungen werden nicht verfehlen, auch in dieser ernsten Zeit Heiterkeit in der Mo⸗ narchie— besonders in Wien— hervorzurufen. Mit solchen Lügen wird in der Presse des Dreiverbandes gegen uns Stim⸗ mung gemacht. Die kriegsfeindliche Stimmung in Italien. Rom, 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Als der Advokat Romnaldi in Arezzo einen Vortrag beginnen wollte, der von den Anhängern einer Intervention Italiens veranstaltet worden war, wurde er von dem Wublikum mit dem Rufe: Nieder mit dem Krieg! daran verhindert. Es kam zu Tätlichkei⸗ ten. Die Anhänger einer Intervention mußten sich zurückziehen. — Als gestern ebenfalls Parteigänger einer Intervention eine Kundgebung vor dem österreichischen Konsulat versuchen wollten, wurden sie ebenso wie bei dem Versuche, vor dem deutschen Konsulat zu demonstrieren, von Carabiniert vertrieben und fünf von ihnen verhaftet. Amerikanischer Protest gegen Japan. Washington, 20. Jan. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat dem hiesigen Botschafter Japans eine längere Note überreichen lassen, in der die Vereinigten Staaten in ruhiger, aber sehr bestimmter Form gegen die wiederholte Verletzung der neu⸗ tralen amerikanischen Häfen durch japanische Kriegsschiffe pro⸗ testieren. Eine ähnliche Note ist Sir Mallet überreicht worden als Protest gegen den Aufenthalt der Kohlendampfer„Larawoord“ und„Roddam“ in amerikanischen Häfen. England und Amerika. Genf, 20. Jan. Der„Herald“ meldet eine Verschär⸗ fung der amerikanischen Auseinandersetzung mit England. Die neue amerikanische Note mit bestimmten Mindestforde⸗ rungen werde noch in dieser Woche in London überreicht werden. 2 Ein Unfall auf der Schelde. Amsterdam, 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter melden aus Vlissingen: Heute mittag ist auf der Schelde auf der Höhe von Nieuwe Sluis eine zur Marine gehörige Motor⸗ schaluppe auf eine Mine gestoßen und explodiert. Das Fahrzeug mit seinen fünf Insassen, einem Offizier und vier Ge⸗ meinen, wurde weit fortgeschleudert. Von den fünf Opfern des Un⸗ glücksfalles wurden nur einzelne Körperteile gefunden. Brände in Oschersleben. Berlin, 20. Jan. In Oschersleben brannten vier große gefüllte Feldscheunen nieder. Der Brandstiftung verdächtig sollen laut„Berliner Lokalanzeiger“ internierte Russen sein. a Ein Großfeuer in England. 5 5 Trenton(Nen Dersey), 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Ein Feuer, durch welches der gesamte industrielle Teil der Stadt bedroht war, zerstörte die Werke der John A. Roebling Sons Cie. im Werte von einer Million Dollars. Da diese Gesellschaft isolierte — 5 für die Artillerie herstellt, vermutet man Brandstiftung. In ein deutsches Haus gehört in dieser Zeit kein Kuchen! o e und Telephondrähte für Kriegszwecke sowie Geschirr⸗ 8 0 W n n 7 5 1 gebracht werden. Stiefelhalter Schuhhaus L. Sils Martsl. 9 Alleinverkauf der berühmten„HERZ“-Schuhwaren Neu eingetroffen: . Militär-Schaftsfiefe sowie vorschriftsmässige braune und schwarze Militarschnürstiefel und Gamaschen Einlegesohlen 704a Missions dere Donnerstag, den— Januar 1915, abends 8 Ubr, m Johannessaal. Thema: Die Miission und der Krieg. Redner: Missionar Gsell aus Frankfurt am Main, e 5 155 a0 5 b. 193 2 t herz Zur Teilnahme lä 8 D. Schloffet⸗ Allerfeinste bolländische Ang el⸗ Sch ellfisch e große 60 Pf., 9 55 Pf., kleinmittel 50 Pf. per Pfd. la. grosser Cabliau, kopflos im Ausschnitt ver Pfd. 60 Pf. 2 sind blutfrisch heute eingetroffen bei Georg Wallenfels ar ee Jehltschabe Roi e Kinderschlitten Auswahl und Preise konkurrenzlos! J. B. Häuser Neustadt 56(677a) Telephon 660 601 FRITZ NOWACRE auf Minter-NMormalwäsche ie samtiche Militär- Ausrüstungen und Kamelhaar- Artikel ge,anre ich jetzt 20 Prozent Rabatt Günstige Einkaufs- Gelegenheit für Liebesgaben! Licht- Spiel- Haus Vom 20. bis inkl. 22. Januar 1915: Die Bürgerliche Realistisches Filmschauspiel in 2 Abteilungen. Elektr. Experimente. Wissenschaftl. Studie. Pfiff als Bassist. Urfidele Komödie. Das Kind des Sheriffs Drama aus dem wilden Westen. * der Rudersport. Lachsalvenerregende osse. Und als der Prinz erschien. Stimmungsbild. Dramatisches 706 2 Militär ohne Charge zahlt werktags die Halfte. (Aug Schwab, Plockstr. 4 empfiehlt für den Feldbedarf: Taschen- und Armband-Uhren in guter Qualität, mit und ohne Leuchtblatt, von 6.50 Mk. an. Ferner: Taschen- lampen mit Dauerbatterien in nur bester Quali- 8 sowie Benzin- und ee de 81 Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Vor— anschlag der Gemeinde Inheiden für das Rj. 1915 liegt vom 23. bis 30. Januar auf der Amtsstube des Unterzeichneten zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen gegen seinen Inhalt können schriftlich oder zu Protokoll während der Offen— legungsfrist vorgebracht werden; auch ist eine Um— lage beschlossen worden, zu der die Ausmärker bei— zutragen haben. Inheiden, den 19. Januar 1915. Großh. Bürgermeisterei Inheiden. Reitz. Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Vor— anschlag der Gemeinde Londorf für 1915 Rj. liegt vom 23. Januar d. J. ab eine Woche lang auf unserem Bureau zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen können innerhalb dieser Frist schrift— lich oder zu Protokoll bei dem Unterzeichneten vor— Es werden Umlagen erhoben, zu denen auch die Ausmärker beizutragen haben. Londorf, den 19. Januar 1915. Großh. Bürgermeisterei Londorf. Aumann. Holzversteigerung Kgl. Sberförsterei Krofdorf. Donnerstag, den 28. Januar, vormittags 11 Uhr, kommen bei Gastwirt Klinkel in Odenhausen zum Ver⸗ kauf: Schutzbez. n Distr. 53 b Lichtenberg und 3 Lindenschied: Eichen: 1 Rm. Knüppel, 135 Rm. Reisig. Buchen: 40 Rm. Scheit, 221 Rm. Knüppel, 933 Rm. Reisig. Nadelbolz: 15 Rm. Reisig. Schutzbes. Salzböden, Distr. 73b Hagelschlag, 74 Hemmstoß, 80 4 Fleet Eichen: 19 Rm. Schichtnutzh., 2 Mix. lang, 8 Rm. Scheit, 60 Rm. Anüppel, 700 Rm. Reisig. Buchen: 21 Rm. Scheit, 57 Rm. Anuppel, 120 Rm. Reisig. Fichten: 6 St. 1,05 Fstm., 1) Stang. 1., 20 Stang. 2, 56 Stang. 3., 60 Stang. 4. Kl., 1 Rm. Knüppel. 703 B 20¹ 2 Holzversteigerung. Montag, den 2 Januar l. Is. werden in den Distrikten Birkwal ge, Neuhofsheege und Neuer Heegwald, Schutzbezirk Sagasen, nersteigert: Stämme: 20 Eiche mit 9,02 Fstm., 21 Fichten mit 7,13 Fstm.; Derb⸗ stangen: 251 Fichten mit 30,18 Fstm.; Rm. Scheiter: 108 Buche, 10 Eiche; Knüppel: 63 Buche, 23 Eiche, 4 Fichte; Reisig: 206 Buche, 32 Eiche; Stöcke: 91 Buche, 10 Eiche, 5 Fichte. Zusammenkunft vormittags ½10 Uhr auf der Kreisstraße Reinhardshain— Winnerod am Pflanzgarten in Distrikt Neuhofsheege. Beginn bei Nr. 109 im Distrikt Birkwaldsheege. Grünberg, am 16. Januar 1915. 686 D Großherzogliche Oberförsterei Grünberg. Stamm-, Nutz⸗ und Brennholz ⸗Versteigerung. Es werden versteigert: 1) Montag, den 25. Januar I. J., vormittags von 10¼ Uhr ab in den Distritten Holsgeschirr, Scheid Stümme, Eiche: 1 St. 2. Kl. Ha. NI. und Heege. Fichte: 3 St. 1,06 Fstm., 2,16 Fstm., 11 St. 5b. Kl. cl.= 0.33 FIstm., Kiefer: 1 St. 3. Kl. 0,57 Fstm. Derb- stangen. Eiche: b 0,28 Istm., Fichte: 8 St. 1. Kl.= 0,93 Fstm 1,51 Fstm. Scheiter. Rm. 88 Buche, Knüppel, Rm.: 25 Buche, 141 Eiche, 17 Aspe, 9 Kiefer, 3 Fichte. Knüppelreisig. Nm.: 4 Kieser. Reisig. 1.25 Mtr. lang, Rm. 85 Buche, 383 Eiche 14 Fichte(Langschicht!. Stöcke, Rm. 27 Buche, 36 Eiche, 5 Kiefer, 1 Fichte. Zusammenkunft im Distrikt Holzgeschirr. 2) Dienstag, den 26. Januar I. J., vormittags von 10½ Uhr ab in den Distrikten Alte Unner und Hege. Stämme. Eiche: 1 St. 2 Kl. 0.8 Isim., 1 St. 3. Kl.= 1,11 FIstm., Kieser: 2 St. 3. Kl.= 1,62 Istm., 2 St. 4. Kl.— 103 Fstm., Fichte: 5 St. 4. Kl. 3,0 Titm. 4 St. Sa. Kl.= 2,42 Fstui., 22 St. 5b. Kl.= 4,65 Tstm. Scheiter, Nm. 20 Buche, 11 Eiche. Knüppel, Nm.: 49 Buche, 159 Eiche, 5 Aspe, 16 Kiefer. Knüppelreisig. Nm.: 3 Kieser. Reisig, 1,25 Mir. lang, Rm. 1297 Buche, 120 Eiche, 5 Fichte(Langschicht. Stöcke. Rm. 59 Buche. 5 Eich 16 Kiefer, 1 Fichte. Zusammenkunft im Distrikt ege 1. Das Holz mit blau unterstrichenen Nummern kommt nicht zum Ausgebot. Dürr⸗ und Windfallholz wird nicht vorgezeigt. Nähere Auskunft erteilt Großh. Forstwart Bing zu Treis a. Lda. Treis a. Lda., den 18. Januar 1915. Großh. eme Treis. J. V.: Trautwein. 600 la. Taschenlampen für uusere Krieger in allen Preislagen. Ia. hellste Sparbirnen, l. Dauer⸗Batterien Carl Schunck, langjährig, Militärliesexant, mit Kriegslieserungen für die Truppenteile betraut. lon: Glanz⸗ Nußkohlen kosten nur 0 Mark 1.2 ver Zentner frei Haus. Probelieserungen durch J. Happel, Mühlstraße. 8— 125. Kielerücklinge]: frisch eingetroffen u bill. bei August Wallenfels Colonialwaren, Delikatessen u. Weinhandlung ire Giessen. Feldpost- Schachteln für 50, 250, 500-Gramm- und 3- bis 3⸗Kilo⸗-Pakete, nur be⸗ währte Größen, sowie sämtl. Feldnostschreibwaren werd. in meinem Betriebe in groß. Massen fertiggestellt. Probe⸗ paket(72 Kartons) Mkt. 5.—, Pretsliste kostenlos. 64¹ J. Weinert, Giessen Buchdruckerei u.Papierwar.⸗ Tel. 215. Großhdlg. Neuenw. 9 Briketts. Den billigsten Haus- und Küchenbrand erziel. Sie bei Triedrich⸗Briketts. 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