9 nr. 15 gefechte Der Sleßener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; wennal wöchentl. Kreis- latt für den kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirt schaftliche zeitfragen Fer prech- Anschluͤsse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschästsstelled!— Adresse für Drahtnach⸗* richten: Anzeiger Sleßen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. 165. Jahrgang 3 50 0 jährl. Mk. 2.20; Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi.— Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz. General⸗Anzeiger für Gberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Dienstag, 10. Januar 1015 Zezugsvreis: monatl. 75 Pf., viertel durch Verantwortlich für den politischen Teil und da⸗ Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun: für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Kleine Gefechte im Westen. Rückzug der Russen in Galizien. Neue Kämpfe im Kaufasus. (WTB!) Großes dauptquartier, 18. Jan. vor⸗ mittags.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. In Gegend Nieuport nur Artilleriekampf. Feindliche Angriffs⸗ bewegungen sind in den letzten Tagen nicht wahrgenommen. An der Küste wurden an mehreren Stellen engl. Minen ange— schwemmt. Bei La Boiselles, nordoöstlich Albert, warfen un⸗ sere Truppen im Bajonettangri ff die Franzosen, die sich im Kirchhof und im Gehöft südwestlich davon wieder fest⸗ gesetzt hatten, heraus und machten 3 Offiziere und 100 Mann zu Gefangenen. Im Argonnerwalde wurden mehrere französische Gräben erobert, die französischen Besatzungen fast aufgerieben. Ein Angriff der Franzosen auf unsere Stel⸗ lungen nordwestlich Pont a Mousson führte auf einer Höhe 2 Kilometer südlich Vilcey bis in unsere Stellung. Der Kampf dauert noch an. In den Vogesen und im Ober⸗ elsaß herrschten starkes Schneetreiben und Nebel, die die Gefechtstätigkeit behinderten. „ estlicher Kriegsschauplatz. In Ostyreußen ist die Lage unverändert. Im nördlichen Polen versuch⸗ ten die Russen über den Wkra⸗Abschnitt bei Radzanow vor⸗ zustoßzen, wurden aber zurückgewiesen. In Polen, westlich der Weichsel, hat sich nichts wesentliches ereignet. 8 Oberste Heeresleitung. * 5 In der Presse des Auslandes wird noch immer eifrig der deutsche Sieg in der Schlacht bei Soissons besprochen. Französische Flüchtlinge aus der bedrohten Stadt sind in Paris angekommen, und was die Franzosen durch Joffre nicht ersahren haben, das hören sie jetzt mündlich von Augenzeugen. Ueber Genf vernehmen wir, daß die Pariser verstimmt seien, daß„die lichtvolle deutsche Darstellung“ der Schlacht bei Soissons um so mehr interessieke, als darin auch die Tapferkeit der Franzosen erwähnt werde. Als ganz gemächliche Beobachter erweisen sich wieder die Eng⸗ länder. Hat schon der„Matin“ durch einen Sonderbericht⸗ erstatter aus England erfahren, daß die dortige Volks⸗ 1 lau sei und sich um die Folgen des Krieges nicht viel bekümmere, so ist aus den Londoner Blättern im Grunde ähnliches herauszulesen. Hier und da zwar immer noch Schimpfworte und gesinnungstüchtige Lügereien, aber zwischendurch doch schon auffallende Betrachtungen, die sich beinahe wie Aeußerungen eines nur halbinteressierten Dritten ausnehmen. So stellt der„Manchester Guardian“ gemächlich fest, die deutsche Kriegsmacht sei durch die Truppensendungen nach dem Osten nicht wesentlich ge⸗ schwächt worden. Die Deutschen würden nun wahrschein⸗ lich versuchen, die Linie der Verbündeten in Frankreich zu durchbrechen. In der Tat scheint es, als ob die Russen sich in der Hauptsache auf die Verteidigung einrichteten. Nur nördlich der Weichsel haben sie, wie es in der amtlichen deutschen Meldung heißt, über den Wkra⸗Abschnitt einen Vorstoß unternommen, der aber zurückgewiesen worden ist. Die Wkra fließt von der westpreußischen Grenze, der Weichsel parallel, nach Süden und mündet unterhalb Nowo-Geor⸗ iewsk in die Weichsel. Eine Sensationsmeldung des„Daily Telegraph“ aus Petersburg, die Russen wollten mit drei Heeren in einer Front von 150 Kilometern wichtige Opera⸗ tionen gegen Ost preußen beginnen, darf man wohl nicht sehr ernst nehmen. In Galizien ziehen sie sich zurück und in Polen befinden sie sich in Bedrängnis. In den Kaukasus haben sie erhebliche Verstärkungen entsenden müssen. Da tragen sie sich kaum mit der Illusion von großen Angriffen auf neuen Schauplätzen. ** Der österreichisch-⸗ungarische Bericht. Wien. 18. Jan.(WT. Nichtamtlich.) A m tlich wird berlautbart: 18. Januar 1915 mittags. Nördlich der Weichsel keine wesentlichen Ereignisse. Auf den Höhen östlich Zak⸗ lie zyn zwang unsere Artillerie durch konzentrisches Feuer die Russen zum Verlassen einiger vorderer Schützenlinien. Die rücgüängige Bewegung übertrug sich bei dem Feinde auch auf andere Teile der Front, so daß schlie lich ineiner Ausdehnung von sechs Kilometernder Gegnerseine vorderen Stellungen räumte und in unserem wirkungsvollsten Artillerie- und Maschinen⸗ gewehrfeuer in Unordnung auf die nächsten Höhenlinien zu⸗ zückging, hierbei zahlreiche Gewehre und viel Munition in der früheren Stellung zurücklassend. aa An der übrigen Front in Westgalizien nur Ge— schützlampf. In den Karpathen nur unbedeutende Patrouillen— 2¹ 21. 4 die militärisch ausgebilde⸗ ten Landsturm pflichtigen 1 jüngeren berufen. Die Lage im Osten. Basel, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Laut„Nat. Ztg.“ schreibt der militärische Mitarbeiter der„No boa Wremja“: Die bekannt gewordenen Truppenverschiebungen 1 hinter der deutschen Front beweisen alles andere als einen Rückzug des Feindes. Wir müssen vielmehr eine neue Schlacht auf der ganzen Linie erwarten, vielleicht in einem ganz unerwarteten Moment. Nüssischer Rückzug? Amsterdam, 18. Jan. Aus einer Petersburger Mel dung des„New-Nork Herald“ geht, hervor, daß ein russi⸗ cher Rückzug auf der ganzen Front bevorsteht. Die Nachricht bereitet in Paris große Enttäuschung. Russische„besondere Missionen“. Kopenhagen, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Am 3. Januar reisten von Petersburg Generalmajor Tatischtscheff und Stabsrittmeister kant Rennenkampfs, in besonderer Mission nach Serbien und Montenegro ab. Eine gleiche Generalmajor Yussupom, und Kammerjunker Graf Golenischtschef-Kutusoff, begab sich nach Frankreich und England. Die Judenverfolgungen in Rußland. Paris, 18. Jau.(WTB. Nichtamtlich.)„Humanité“ veröffentlicht einen Aufruf der sozialistischen Organisation des jüdischen Proletariats Rußlands„Der Bund“ an die zivilisierte Welt, demzufolge seit Kriegsausbruch Juden— verfolgungen unerhörter Art in Rußland eingesetzt haben. Der Aufruf berichtet von Judenverfolgungen in der Armeezone, Pogromen in Polen, sogar in Lodz, und Massenausweisung. Er betont, daß die Juden unter dem geringsten Vorwande vor ein Kriegsgericht gestellt und zum Tode oder zu Zwangsarbeit verurteilt würden. Man⸗ gels anderer Beweise diene stets die Behauptung, daß die Juden die Deutschen unterstützten. Der Auf⸗ ruf schließt mit der Aufforderung, die zivilisierten Völker möchten den Zarismus daran erinner daß selbst in Kriegs⸗ zeiten das Gewissen der ziwtitstercdh Menschheit Worte finden werde, um diese schmachvollen Handlungen zu ver- urteilen. Die„Humanité“ fügt hinzu, der Bericht sei das schlagendste Dementi für die Meldunt en einer gewissen Presse, daß den Juden politische Gleichheit von dem Zaren versprochen sei, und beweise, daß sich die innere Politik seit Beginn des Krieges nicht geändert habe. Die türtisch⸗russischen Kämpfe. Konstantinopel, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Agence Milli“ meldet: Wir sind ermächtigt, formell die russischen Behauptungen zu dementieren, daß die türki⸗ schen Truppen in den Kämpfen bei Sary Kamisch Grausamkeiten begangen haben, Verbrechen, Gewalt⸗ taten und Plünderungen verübt und alles was russisch und armenisch war, vernichtet hätten. Die ganze Welt weiß, daß die Russen mit unglaublichem Zynismus anderen die un- menschlichen Handlungen in die Schuhe schieben, die sie selbst begehen, wie sie das durch ihr Verhalten auf den verschiedenen Schlachtfeldern gezeigt haben. Wir stellen fest, daß die musel— manische und christliche Bevölkerung des Kaukasus das tür— kische Heer als wahren Befreier aufnimmt.(Notiz: „Agence Milli“ ist gegenwärtig die Bezeichnung der offiziö⸗ sen türkischen Telegraphen-Agentur, früher„Agence Otto⸗ mane“ genannt.) Konstantinopel, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: Unsere kaukasischen Truppen verteidigen hartnäckig ihre Stellungen gegen die Russen, die mit überlegenen Kräften an⸗ greifen. Ein feindlicher Versuch, den Flügel eines unserer Korps zu umfassen, ist gescheitert. Nach einem Gefecht zwischen unserer und russischer Kavallerie westlich von Hai 225 der Feind unter Zurücklassung von Toten und Verwun⸗ eten. General Stössel 5. Berlin, 18. Jan. Wie der„L.A.“ aus Amsterdam berichtet, ist dort aus Petersburg die Nachricht eingetroffen, daß General Stössel, der Verteidiger Port Arthurs im russisch-japanischen Krieg, gestorben 1405 Soissons beschossen. Lyon, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.)„Progrès“ mel⸗ det aus Paris: Mit den Abendzügen ist am 15. Januar eine große Zahl Einwohner von Soissons in Paris eingetroffen. Sie hatten 15 Kilometer Wegs zurückzulegen, bevor sie die Eisenbahnzüge besteigen konnten. Sie erklär⸗ ten, der Kampf dauere heftig fort, besonders Artillerie- kämpfe. Soissons werde heftig beschossen. Brand- granaten fielen auf alle Stadtviertel. Der Bischof und der Erz⸗Priester, Unterpräfekt und Friedensrichter hätten die Stadt verlassen, in der, nur der Platzkommandant, die Mit- glieder der Munizipalität und 50 Notabeln zurückgeblieben seien. Von den Brandbom ben, welche die Deutschen in die Stadt geschleudert, seien viele Häuser in Brand geraten. Große Verstärkungen seien in Soissons einge⸗ croffen, um die ermüdeten Truppen abzulösen. Der amtliche französische Bericht. Paris, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher kriegsbericht von gestern nachmittag drei Uhr. Wir rückten i Gebiet von Nieuport— Lombard tzyde ungefähr 200 Meter vor. Unsere Artillerie zwang die Deutschen, ihre Schützengräben in der großen Düne zu räumen, und zer⸗ störte nördlich dieser Düne den dort befindlichen befestigten 1 Borbau. Sie beschoß die feindlichen Arbeiten auf diesem Teil der Front und südlich St. Georges. Im Gebiet von Ypern— La Bassée und Lens fanden Artilleriekämpfe statt. In Blangy bei Arras kam es zu einer ziemlich heftigen Aktion. Die Deutschen bemächligten sich der Gieße⸗ ceien um Blangy, welche wir sofort in energischem Gegen— angriff zurückeroberten; wir behaupteten uns dort. Unsere Artillerie fuhr fort, die feindlichen Schützengräben bei La Boiselle zu zerstören. Im Abschnitt von Soissons ist nichts zu melden. Zwischen Vailly und Craonne hunter nahm der Feind erfolglos einen An riff nahe der Zucker⸗ fabrik von Troyon. Ein anderer Angriff gegen unsere Schützengräben in Beaulne wurde ebenfalls zurückgewiesen. Im Gebiete von Perthes und Beau sejour dauerte unser Fortschritt trotz heftigen Sturmes an. Aus den Ar⸗ gonnen, von den Maashöhen und aus dem Woevre ist nichts neues zu melden. Im Leprétrewald bei Pont-à-Mousson er⸗ folgte ein deutscher Angriff, welcher abgewiesen wurde. 5 den Vogesen gewannen wir Gelände westlich Orbey. Starker Schneefall herrschte während des ganzen Tages. Amtlicher Kriegsbericht von elf Uhr abends. Es ist nichts zu melden. Von den Argonnen bis zu den Vogesen herrscht Schneefall. Feuer im Brester Arsenal. Berlin, 18. Jan.(Priv.⸗Tel.) Der„Berl. Lokalanzeiger“ meldet aus Genf: In den Bureaus für Hydraulik des Bre ste r Arsenals brach gestern ein Feuer aus, daß sich auf die Zeichen⸗ säle ausdehnte. Es sollen sämtliche Pläne zu den Bauten von Ueberdreadnoughts vernichtet worden sein. Das Feuer wurde erst nach Stunden gelöscht. Die englische Voltsstimmung. Berlin, 19. Jan. Der„Matin“ sandte laut„Deutscher Tageszeitung“ einen Berichterstalter nach London, um ein Bil! von der englischen Volksstimmung zu erhalten. Der Berichterstatter findet die Art und den Eifer für die Anwerbung ungenügend. In einem Gespräch mit Offizieren konnte er fest⸗ stellen, daß das Volk die Bedeutung des Weltkrieges für England ignoriere. *** Aus den deutschen Kolonien. Berlin, 18. Jan.(WTB. Amtlich.) Nach amtlicher Meldung des Gouverneurs von Deut sch-Südwest⸗ afrika wurde am 21. Oktober 1914 die offene unverteidigte Stadt Swakopmund von den Engländern beschos— sen, nachdem schon vorher der Kommandant des in der Wal⸗ fischbucht liegenden Hilfskreuzers„Kinfaunce Castle“, Kapi⸗ tän Crampton, wiederholt die Beschießung angedroht hatte. 5 Berlin, 18. Jan.(WTB. Amtlich.) Bei dem Staats⸗ sekretär des Reichskolonialamts Dr. Solf ist folgendes Te— legramm aus dem Großen Hauptquartier eingetroffen: Ihre Meldung von dem schönen Sieg bei Tanga in Ostafrika hat mich hoch erfreut. Ich spreche Ihnen zu dieser Ruhmestat unserer Schutztruppe meinen herzlichsten Glückwunsch aus. Uebermitteln Sie meine Anerkennung an die braven Män⸗ ner, die fern von der Heimat eine vierfache Ueberlegenheit ent⸗ scheidend geschlagen haben, zur Ehre des deutschen Namens. Das Vaterland ist stolz auf diese Söhne. Wilhelm, L R. 5— Belgrad von den Serben geräumt? Berlin, 18. Jan.(Ctr. Blu.) Aus Wien wird dem „Berl. Lok.⸗-Anz.“ gemeldet: Der Nischer„Novosti“ meldet, daß die serbische Regierung die Zivilbevölkerung von Bel⸗ grad aus militärtaktischen Gründen aufforderte, Be[grad zu verlassen. Das serbische Hauptquartier wird neuer lich nach Nisch verlegt, wo schon der König weilt. Bulgariens Glück und Größe. Sofia, 18. Jau.(WTB. Nichtamtlich.) Die Agence Bulgare“ meldet: Ministerpräsident Radoslawow hat am 14. Januar an König Ferdinand folgendes Tele- gramm gerichtet: Ich schätze mich glücklich, Ew. Majestät anläßlich der Neu⸗ jahrstages meine sowie des Ministerrats Glückwünsche dar⸗ bringen zu dürfen. Möge das neue Jahr Ew. Majestät und Ew. Majestät Erlauchter Familie Gesundheit und Glück bringen. Wir beten zu Gott, daß er der Krone und Bulgarien Glück und Größe geben und zur Verwirklichung der nationalen Ideale helfen möge, welche das Oberhaupt des Staates und die Nakion anstreben. Der König erwiderte: Die Glück⸗ und Segeuswünsche, die Sie niir anläßlich des Jahreswechsels im Namen des Ministerrats und im eigenen Namen entboten haben, haben mich tief gerührt. Ich sage Ihnen und Ihren Kollegen hierfür meinen aufrichtigen Dank. Indem wir aus der Gerechtigkeit unserer nationalen Sache und aus dem uner⸗ schütterlichen Glauben an eine glänzende Zukunft der bulgarischen Nation Kraft schöpfen, wollen wir das neue Jahr mit der festen Hoffnung begrüßen, daß es unsere gemeinsamen Bestrebungen krönen werde, indem es Bulgarien Glück und Größe bringt. Die japanische Volksstimmung und Deutschland. Tokio. Ende November. Am Nachmittag des 22. d. M. kamen etwa 300 deutsche Kriegsgefangene in der Vorstadt Schinagawa an. Die Deutschen wurden mit Bansei⸗ Rufen empfangen, und eine japanische Dame überreichte jedem ein kleines Blumensträußchen, dem ein Zettel beigefügt war, worin es hieß, daß die Spenderin vor längerer Zeit von einer deutschen Familie Gutes erfahren habe. weshalb sie * 1 1 5 bitte, die Blumen als ein kleines Zeichen ihrer Erkenntlichkeit anzusehen. Der Verein junger Buddhisten stellte den Kriegsgefangenen eine Begrüßung zu, in der es heißt: Der japanische Verein der jungen Buddhisten beehrt sich, die ruhmvollen Verteidiger von Tsingtau zu be⸗ gelben. Von Feindschaft zwischen Ihnen und uns kann eine Rede sein. Zwischen den Deutschen und den Japa⸗ nern besteht überhaupt kein Haß. Leider hat der furchtbare europäische Krieg seine Schatten bis nach Japan geworfen und unsere 50 jährige Freundschaft auf eine harte, schmerzliche Probe gestellt. Wir bezeugen Ihnen aus tief⸗ stem Herzensgrunde unsere bewundernde Hochachtung und verbinden damit den Ausdruck der frohen Hoffnung, daß das alte Verhältnis wieder in ungetrübtem Glanze erstehen werde. Basel, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Baseler Nachrichten“ berichten aus Tokio, daß die Regierung mit Hilfe des Militärs große Versammlungen der Seijukai⸗ Partei gegen das Ministerium unterdrückt hat. Die internationale sozialdemotratische Friedenskonferenz. Kopenhagen, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Gestern wurde die internationale sozialdemokratische riedenskonferenz eröffnet. Außer den Vertretern Dänemarks waren solche aus Schweden, Nor⸗ wegen und Holland erschienen. Der Vorsitzende der dänischen sozialdemokratischen Partei, Stauning, hielt eine Begrüßungsansprache, zunächst deutsch, dann dänisch. Es wurde beschlossen, ein Protokoll mit einem ausführlichen Referat aufzunehmen, das vorläufig zurückgehalten und smnach dem Kriege den internationalen sozialistischen Bu— reaus der international zusammengeschlossenen Parteien elegt werden soll. Der Konferenz gingen eine An- . Glückwünsche, darunter von Camille Huysmanns, dem rteivorsitzenden der holländischen Sozialdemokratie, zu. Darauf wurde zur Beratung der Tagesordwung geschritten. —— Aus dem Reiche. Berlin, 18. Jan.(WTB. Amtlich.) In der heutigen Sitzung des Bundesrates gelangten zur Annahme: Die Vor⸗ lage betreffend die Anrechnung des Kriegsdienstes auf die medi⸗ zinische Ausbildungszeit und der Entwurf einer Be⸗ — 88 über die Fälligkeit im Ausland ausgestellter echsel. 5 exrlin, 19. Jan. Einer Meldung des„Berl. Tagebl.“ aus Halle zufolge sind gestern 3300 gefangene Franzosen aus der Schlacht bei Soissons im Gefangenenlager von Langen⸗ salza angekommen. Braunschweig, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Erbprinz ist seit einigen Tagen an einer Mittelohr⸗ entzündung infolge Influenza erkrankt. Er mußte sich ge⸗ stern abend einem operativen Eingriff unterziehen. Nach glattem Verlauf ist heute morgen das Befinden den Verhältnissen ent⸗ sprechend. Dr. Schlegel. Dr. Albrecht. Sigmaringen, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Hosbericht meldet: Fürst Wilhelm von Hohenzollern reist morgen nach München zur Vermählung mit Prinzessin Adel⸗ Ee von Bayern, einer Tochter des Königs Ludwig III. In der bayerischen Residenz empfingen die Königin, die Prin⸗ zessin⸗Braut und die übrigen Prinzessinnen den Fürsten. Um 7 Uhr fand zu Ehren des Brautpaares Tafel bei der Prinzessin Arnulf statt, an welcher der König, die Königin, das Brautpaar, mehrere Mitglieder der Königlichen Familie, der Erbprinz, Prin⸗ zessin Friedrich von Hohenzollern und Gesolge teilnahmen. Stuttgart, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich) Im engsten Kreise der Königlichen Familie begingen heute der älteste Agnat des Königshauses von Württemberg, Herzog Philipp und seine Gemahlin Herzogin Maria Theresia, Erzherzogin von Oesterreich, das Fest der Goldenen Hochzeit, das erst nach Beendigung des Krieges gefeiert werden soll. Heute vor⸗ mittag waren der König und die Königin zur Gratulation im Palais erschienen. An der Familienfeier nahmen auch einer der drei im Felde stehenden Söhne, Herzog Robert, sowie sämt⸗ liche Enkelkinder teil, von denen die drei Söhne des Herzogs Albrecht von Württemberg gleichfalls zu kurzem Besuch aus dem Felde herbeigeeilt waren. Der Kaiser von O esterreich —5 dem Jubelpaar ein Glückwunschtelegramm, sowie sein mit illanten geschmücktes Bild übersandt. Oldenburg, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Erb⸗ großherzog von Oldenburg, der im 18. Jahre steht, machte in der letzten Woche sein Not⸗Reifeexamen und ging heute morgen nach dem westlichen Kriegsschauplatz ab. Aus Stadt und Cand. Gießen, 19. Januar 1915. Reichsgründungsseier. Die von der Ortsgruppe Gießen des Alldeutschen Ver⸗ bands im Saal des Gesellschaftsvereins veranstaltete Feier der Gründung des Reichs, zu der sich Mitglieder und Gäste in großer Zahl eingefunden hatten, nahm, unter dem Eindruck der ernsten Zeit stehend, einen würdigen und erhebenden Verlauf. Der Vor⸗ sitzende leitete den Abend ein mit einem Hoch auf den Landesherrn und seine hohe Gemahlin, die in aufopferungsvollster Weise Freud und Leid mit ihrem Hessenvolke teilen, das deshalb auch in Liebe und Verehrung treu zu seinem Fürstenhause steht. Die Versamm⸗ lung stimmte freudig in das Hoch ein und 5 stehend die erste Strophe des Liedes:„Heil unserm Fürsten, Heil“. Die eigentliche Vortragsfolge wurde durch zwei Lieder, vor⸗ setragen vom Bauer schen Gesang verein, eröffnet. Dem Firmschen Kriegsliede„Lützows wilde Jagd“ folgte das mehr ein⸗ schmeichelnde, motettenartig bearbeitete„Reiters Morgenlied“, beide fein 5 und mustergültig zum Vortrag gebracht. Herr Pianist J. Hahn bot in den von ihm frei vorgetragenen Musikstücken„Alla Marcia“ von F. Hiller und„Rondo capric⸗ cioso op. 14, von F. Mendelssohn⸗Bartholdy eine in Auffas⸗ sung und Technik gleich lobenswerte Leistung, was die Zuhörer⸗ schaft durch ihren Beifall anerkannte, so daß der Vortragende sich zu einer Zugahe verstehen mußte. Die von der hier rühmlichst unten Konzertsängerin Fräulein Ida Stammler darge⸗ botenen Lieder schossen sich würdig an, wobei übrigens die meister⸗ hafte Begleitung des Herrn Hahn nicht vergessen werden soll. Sie, sowie der Bauer sche Gesangverein mußten sich ebenfalls zu Zu⸗ gaben entschließen.. Die FTestrede hatte Freiherr von Vietinghoff⸗ Scheel, Wiesbaden, übernommen. Er führte aus: Bei Reichs⸗ ngsfeiern pflegte man bisher den Blick gewöhnlich rück⸗ wärts zu lenken in die große Zeit vor 44 Jahren. Man sprach ferner von dem Aufstieg des deutschen Volkes während dieser Zeit. Heute ist es anders. Zum ersten Male feiern wir die Reichs⸗ gründungsfeier nicht in seliger Friedenszeit. Ein furchtbarer Kampf, Haß und Neid angefacht haben, möchte dem erstan⸗ denen Deutschen Reiche auf immer ein Ende bereiten. Unsere. heutige Nene darum im Zeichen der Gegenwart und Zukunft stehen. am pfer. Mit ihnen sind wir im Geist vereint, wenn uns auch HPiunderte von Kilometern trennen, und wollen, wenn der große g Kampf zu Ende ist, ihnen getreu zur Seite stehen und helfen, so weit wir es vermögen. Aber auch uns bleiben Aufgaben übrig. 5 Wir haben die Sachwalter unseres Heeres, unserer Kämpfer, zu sein. Sie können sich weniger darum kümmern, denn sie müssen das wert führen. Aber wir sind von der Gegenwart noch zu sehr befangen. Geht man durch unser ganzes Reich, überall ist das Denken auf die Gegenwart eingestellt. Selbst solche, die vermöpge ihrer Stellung an die Zukunft denken sollten, lehnen FTT r Gegenwart! Wir gedenken in erster Linie unserer] J zu früh, man solle die Bärenhaut nicht eher verkaufen, als bis man den Bären habe. Aber dieses Schlagwort ist nicht nur falsch, es ist auch gefährlich, denn es ist geeignet, unser Volk einzu⸗ schläfern. Falsch ist es, denn wir wollen keinen Raubkrieg. In dieser Lage sind unsere Feinde und Gegner, und sie machen sich nur verächtlich und lächerlich. Das Wort unseres Kaisers, das er kurz nach Ausbruch des Kriegs vor der Front des 1. Garde⸗ regiments zu Fuß sagte:„Ich werde nicht eher meinen Degen in die Scheide stecken, als bis ich dem Feinde den Frieden diktiert habe“, und das andere des Reichskanzlers:„Wir müssen Sicher⸗ heiten verlangen für eine rechte deutsche Zukunft“, müssen maß⸗ gebend sein; nicht Raub und schnöden Gewinn wollen wir, und gerade darum wird unser Volk auch durchhalten. Sicherheit ist indessen zunächst nur ein leeres Wort Es muß dieses Wort mit einem Inhalt angefüllt werden. Der Kampf kann noch lange Zeit dauern und 5— Opfer erfordern. Aber gerade weil der Kampf so schwer ist, muß man sich klar sein über das Maß der Sicherheiten und darf nicht warten, bis es zu spät ist. Und wenn man auch jenen recht gibt, die da behaupten, die Zeit sei noch nicht gekommen, über Einzelheiten zu sprechen, so dürfen doch die allgemeinen Richtlinien jetzt schon festgestellt werden. Es darf die Frage aufgestellt werden: Auf welchem Wege kommen wir zu rechter Erkenntnis der zu erstrebenden klaren sicheren Ziele? Da sind zuerst die militärisch⸗geographischen Sicherheiten. Nehmen wir die Landkarte von Europa zur Hand, so sehen wir, daß Deutschland eine durchaus ungünstige mili⸗ tärisch⸗geographische Lage hat. Alle unsere großen politischen Denker haben schon vor 100 und mehr Jahren vorausgesagt, Deutschland wird einen gewaltigen Kampf um Sein und Nichtsein auszufechten haben. Sie haben ihre Voraussage abgeleitet aus der Lage Deutschlands. Diese muß ja geradezu einen böswilligen Nachbar zum Ueberfall reizen, um es nicht bloß niederzuringen, sondern zu zerquetschen. Bleibt es nun so, wie es ist, so wird diese böse weltstrategische Lage bewirken, daß in 30, 50 oder 200 Jahren eine Wiederholung des Ueberfalls möglich, ja wahr⸗ scheinlich wird. Wollen wir das vermeiden, so müssen wir unsere Lage verbessern. Damit ist nicht gesagt, daß kein Krieg mehr aus⸗ bricht, das wäre nicht einmal wünschenswert, denn die Geschichte lehrt, daß die sorgenfreien Völker eingeschlafen, versumpft sind. Aber unsere Kinder und Kindeskinder wollen wir vor einem Krieg bewahren, wie wir ihn eben zu führen genötigt sind. Es ist nun nicht nötig, große Reiche rechts oder links zu zerstören. Aber eine Flanke muß dauernd vor Bedrohung frei gemacht werden. Wir müssen unserer Grenze eine solche Gestalt geben, daß wir den Gegner in der Hand haben. Welche Grenze das sein soll, braucht zurzeit nicht erörtert zu werden. Nur soviel kann gesagt werden, daß die Ostflanke, hinter der 120 Millionen Russen und so viele Millionen Asiaten sitzen, nicht frei zu machen ist. Aber die beste geographische Lage, die beste militärische Ausrüstung, die stärksten Festungen können ein Volk nicht schützen, wenn es innerlich nicht gesund und kräftig ist. Als zweites Ziel ist ein gesundes kräftiges Volk zu erziehen. Es besteht ein Naturgesetz vom Gleichgewicht. Wo es gestört ist, tritt Unordnung ein. Der mensch⸗ liche Körper bleibt nur so lange gesund, als alle Organe im rechten Gleichgewicht sich befinden. „Auch bei unserm Volk gilt dasselbe Gesetz. Seit 44 Jahren ist alles in Deutschland gewachsen, nur eins hat nicht gleichen Schritt gehalten, das Land ist nicht gewachsen, es ist sich gleich geblieben. Diese Gleichgewichtsverschiebung hat schon üble Folgen gezeitigt. Der Geburtenrückgang ist eine der schlimmsten dieser Er⸗ scheinungen. Unser Volkskörper muß erkranken an Landmangel. Versäumen wir, beim Friedensschluß hieran zu denken, so wer⸗ den sich alle Uebel derart steigern, daß der Gewinn rasch dahin schwinden muß. Es ist verfrüht, die Frage nach dem Wo? jetzt schon zu beantworten. Zum Nachdenken aber sei an ein Volkslied erinnert, das vor nunmehr 700 Jahren viel gesungen murde und das mit den Worten beginnt: Nach Osten wollen wir reiten. nach Osten wollen wir ziehn. Der Vortragende schloß mit den Worten: Es ist eine schwere Zeit, in der wir leben, aber es ist auch eine große Zeit, eine Schicksalswende unseres gesamten Zu⸗ kunftsdaseins. Es ist unsere Pflicht, uns würdig zu erweisen der großen, gewaltigen Verantwortung, die in unsere Hände gelegt ist. Darum gilt es, ausgerüstet zu sein mit dem felsenfesten Willem, der zähe verlangt, was an Sicherheiten für des Reiches Bestand nötig ist. Flaumacher werden allerdings anders sagen, auf sie dürfen wir nicht hören. Damit unsere Kinder und Kindeskinder uns einst an unseren Gräbern nicht fluchen und uns anklagen und sprechen:„Ihr wurdet gewogen und zu leicht befunden.“ Dem darauf folgenden Kaiserhoch folgte der allgemeine Ge⸗ sang: Deutschland, Deutschland über alles. In längerer Rede beleuchtete der Vorsitzende sodann die — und die Arbeit des Alldeutschen Verbands. Er warf dir agen auf: Hast du das deinäge getan, um das deutsche Volk groß und stark zu machen? Hast du das erkannt und demgemäß gewarnt? Bist du 1 und bereit, an dem, was kommen wird, tätigen Antei! 0 nehmen? Der Redner kam zu dem Schluß, daß der Alldeutsche Verband mit Stolz Rede und Antwort stehen könne. Er besprach dann noch die Aufgabe hinsichtlich des Ziels des Krieges und empfiehlt Organi⸗ sation und Anschluß an den Alldeutschen Verband, der dem Wunsche des Volkes Geltung verschaffen lönne. g * Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Ers.⸗Res. Jak. Resch, Ers.⸗Inf.⸗Regt. 221 aus Pfedders⸗ heim.— Res. Heinr. Fuhrmann, Inf.⸗Regt. 118, aus Worms.— Tambour Karl Ludwig Zeller, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116, aus Offenbach.— Musk. Karl Sehnert, Inf.⸗Ld.⸗Regt. 117, aus Offenbach.— Kriegsfreiw. Wilh. Neeb, Inf.⸗Regt. 135, aus Torlar.— Landwehrm. Wilh. Zörb, Res.⸗Inf.⸗Regt. 81, aus Klein⸗Rechtenbach.— Landwehrm. Wilh. Steinbach, 1. Garde⸗Feldart.⸗Regt. aus Burgsolms.— Landwehrm. Louis Becker, Landw.⸗Inf.⸗Regt. 83, aus Niedereisenhausen.— Uffz. d. R. Lehrer Gg. Schultheiß aus Achenbach.— Kriegsfreiw. Gg. Zeyß, Inf.⸗Regt. 238, aus Worms.— Musk. Gg. Herr⸗ mann, Inf.⸗Regt. 118, aus Worms.— Ers.⸗Res. Theodor Euler, Ers.⸗B. Inf.⸗Regt. 116, aus Offenbach.— Landwehrm. Joh. Euler, Res.⸗Art.⸗Regt. 116, aus Offenbach.— Ers.⸗Res. Karl Regie, Ers.⸗Inf.⸗Regt. 116, aus Offenbach.— Landw. Karl Bernhardt, Res.⸗Inf.⸗Regt. 83, aus Waldgirmes.— Landwehrm. Georg Richtberg, Res.⸗Inf.⸗Regt. 80, aus Bil⸗ lertshaufen.— Vizeseldw. d. R. und Lehrer Karl März, Inf.⸗ Regt. 118, aus Ober-Hilbersheim.— Kriegsfr. cand med. Hans Heitefuß, Garde-Schützen⸗Bat., aus Haiger.— Musk. Aug. Wirth, Res.⸗Inf.⸗Regt. 223, aus Wiesbaden.— Jäger Konxr. Greif, Jäger⸗Bat. 11, aus Ockershausen.— Res. Johannes Bietz, Feldart.⸗Regt. 47, aus Sarnau.— Forstwart Hermann Troß aus Geiß⸗Nidda. Kommende rechtzeitig * * Ritter des Eisernen Kreuzes: Res. Raab aus Oppershofen, Inf-Regt. 168. Off.⸗Stellv. Naumann aus Butzbach, Inf.-Regt. 168. Hauptmann(Oberlandmesser) Brüning aus Wetzlar, Landw-⸗Bat. Wetzlar. Leutn. d. R. Gerichtsass. Dr. Ebmeier aus Wetzlar. Major und Bat.⸗ Komm. Zeska, Res⸗Inf.⸗Regt. 80, und Hauptm. Moeser, Res.⸗Inf.⸗Regt. 118, beide von der Unteroffizierschule Wetz⸗ lar(1. Kl.). Uffz. d. R. Rudolf Rehm aus enbach, nf.⸗Regt. 168. Uffz. Ludwig Karl Merz aus Offenbach, Inf.⸗Regt. 116. Heinrich Geyer aus Merkenfritz, Art.⸗Regt. Nr. 25. Wachtm. in der 7 aus Mellnau. Kor nieseldw. G. Noll aus Darmstadt, Inf⸗Regt. 116. Kriegsfreiw. Wilhelm Gerb ig aus Maar, Reserve⸗ Artillerie iment 51. Offsiziers⸗Stellvertreter Bernhard Hoos, Bayer. Res⸗Feld⸗Art.⸗Regt., aus Lau⸗ terbach. Rechtsanw. Dr. Herrmann, Komp.⸗Führer bei der Landw.-Brig., Ersatz-Bat 41, aus Lauterbach. Sergt. v. Keutz aus los. San ⸗-Uffz Georg Guthmann aus es ab, sich damit zu beschäftigen. Sie erklüren l, es sei noch Ilbenstadt, Inf. Regt. 168. Einj.⸗Uffz. Rothschild aus hrparkkol. 3 Johannes Ebertssch 7 Heldenbergen, Inf.-Rgt. 115. Oberlt. Bergrat Schulz, Fri berg, Inf. Regt. 221. Hauptm. Wachtel und Leutn. Hoff mann von der 1. Feldkomp. Pion. Regt. 29. 1 Telegrammverkehr mit dem Feldheere. Das Amtsblatt des Reichspostamts enthält eine Verfügung iber den Privat⸗Telegrammverkehr zwischen dem Feld⸗ 5 heer undder Heimat. Durch sie wird vom 20. Januar ab der Privat⸗Telegrammverkehr zwischen dem 1 und der Heimat unter den vom r elannt⸗ gegebenen Bedingungen eingeführt. Der Telegrammverkehr wird zunächst nur nersuchsweise zugelassen. Um die Telegramme zu sichten und die minder en auszu⸗. scheiden, wird bei jedem stellvertretenden Generalkommando, l mit Ausnahme des 3. und 16. Armeekorps, sowie beim Gouvernement Metz eine Prüfungsstelle eingerichtet. Damit dem Offizier der Prüfungsstelle die Prüfung der N Dringlichkeit ermöglicht wird, f die Telegramme für den Korpsbezirk usw. der zuständigen Prüfungsstelle persönlich n oder brieflich unter Beifügung der Gebühr zu übermitteln. Der Prüfungsstelle des stellvertretenden Generalkomman⸗ dos des Gardekorps sind die Telegramme von Groß, Berlin (Provinz Brandenburg, Korpsbereich des 3. Armeekorps) . Der Absender hat die Dringlichkeit zu begrün⸗ en. Alle 20 unbedingt dringlichen Telegramme werden unter Rückgabe der Telegrammgebühr zurückgewiesen. Dazu gehören u. a. Telegramme, deren Inhalt aus Beglück⸗ wünschungen, Mitteilung minder wichtiger Familienange⸗ legenheiten, Kundgebungen von Vereinen, Stammtischen usw., allgemein gehaltenen Anfragen nach dem Befinden und Aufenthaltsort und Ankündigungen von Sendungen oder Anfragen darüber besteht. Telegramme über das Be⸗ finden von Schwerverwundeten haben vor allen an⸗ deren Vorrang. Zugelassen ist nur offene deutsche Sprache. Jede Prüfungsstelle darf nur eine beschränkte Zahl von Telegrammen täglich annehmen. Die Adresse ist vom Absender so ausführlich anzugeben, wie es für Feldpost⸗ sendungen vorgeschrieben ist. Die Wortgebühr beträgt 5 Pfg., wobei die Adresse für zehn Tarworte gezählt wird. Kein — Telegramm darf außer der Adresse mehr als ig Worte enthalten. Bedeutungslose Zusätze, wie rzliche Grüße und Aehnliches, sind zu vermeiden. Fü e vom Feldheer nach der Heimat gerichteten Telegramme wer⸗ den die Gebühren vom Empfänger erhoben. * Auszeichnung. Dem Oberarzt der Reserve Dr. Emil Voltz, Arheilgen-Darmstadt, Ritter des Eisernen Kreuzes, wurde das hessische Sanitätskreuz verliehen. Die gleiche Aus⸗ zeichnung erhielt Oberarzt d. R. Dr. Walter Siebeck aus Gau⸗ Odernheim. ö Amtliche Personalnachrichten. Die Groß⸗ herzogin hat am 16. Januar d. J. den Gewerbeinspektor bei der Gewerbeinspektion Worms Gewerberat Dr. Heinrich Müller zum Gewerbeinspektor bei der Gewerbeinspektion Darmstadt und den Assistenten bei der Gewerbeinspektion Offenbach Gewerberat Dr. Wilhelm Schneider zum Ge⸗ werbeinspektor bei der Gewerbeinspektion Worms, mit Wir⸗ kung vom 1. Februar d. J. an, ernannt.— Uebertragen wurde am 14. Januar d. J. der Lehramtsaspirantin Marie Fresenius aus Büdingen eine Lehrerinstelle an der höhe⸗ ren Bürger-⸗(Mädchen-)Schule zu Büdingen. Am 16. Januar dieses Jahres wurden der Gerichtsschreiberaspirant Ludwig Gaul aus e ee zum Bankbuchhalter bei der Landes⸗Hypothekenbank und der Gehilfe bei der Landes⸗Hy⸗ pothekenbank Wilhelm Ehrhard aus Darmstadt zum Bu⸗ reauassistenten bei dieser Bank mit Wirkung vom 1. Januar dieses N ab ernannt.— In den Ruhestand versetzt wurde der Eisenbahnassistent in der Hessisch-Preußischen 1 Eisenbahngemeinschaft Karl Schmidt zu Kreuznach vom 1. Februar 1915 an. * Bei Postanweisungen an deutsche Kriegs⸗ gefangene im Ausland ist es für Absender und Empfänger von größter Wichtigkeit, daß die Angabe der Adresse des Empfängers auf der Rückseite des Abschnitts der Postanweisung so deutlich wie möglich und in lateinischen Buch⸗ staben geschieht. Denn diese Angaben dienen den Postbeamten in Bern(für Frankreich), im Haag(für England) und in Malmö (für Rußland als Unterlage zur Ausfertigung einer neuen, an den Empfänger gerichteten Postanweisung. Hierbei führen undeutliche Angaben des Absenders sehr leicht zu Irrtümern und falschen Angaben auf der neuen Postanweisung, die dann meist unbestellbar wird, so daß der Zweck der Sendung vereitelt ist. In zahlreichen Fällen ist bisher schon die Nichtankunft von Postanweisungsbeträgen auf die undeutlich geschriebenen und mangelhaften Angaben der Absender zurückzuführen gewesen. Die Verpackung der Feldpostsendungen. Die Zahl der bei den Postsammelstellen beschädigt eingehenden Feld⸗ postpäckchen ist noch immer groß trotz der vielen von der Postbehörde an das Publikum gerichteten Mahnungen, diese Sen⸗ dungen so* wie nur irgend möglich zu verpacken. Beson⸗ ders mangelhaft ist vielfach die Verpackung von Feldposthriefen mit Flüssigkeit. Hunderte von Päckchen dieser Art mit zer⸗ brochenen oder leck gewordenen Glasgefäßen 1 55 täglich schon bei den Postsammelstellen ein, also kurz nach ihrer Aufgabe zur Post. Die Aufgabe postanstalten sollen zwar ungenügend verpackte Feldpostbriefe mit Flüssigkeit— 8 zurückweisen. Vielfach läßt sich jedoch den Sendungen von außen nicht ansehen, daß sie eine mangelhaft verwahrte Glasflasche enthalten. Es wird des⸗ halb erneut darauf hingewiesen, daß sich bei clean 5 mit Flüssigkeit diese in einem starken, sicher verschlossenen älter befinden müssen, und daß der Behälter in einen durchlochten Holzblock oder in eine Hülle aus Pappe fest verpackt sein muß. 3 7 5 Zwischenräume 405 5 1 pänen oder einem schwam n Stoffe so ange ein, die Flüssigkeit beim Schabhaftwerden des Behälters unbedingt aufgesaugt wird. a 5 1555 Lie Feldpostsendungen an unsere Pioniere bedürfen dringend besserer Adressierung. Zahlreiche Send 1 tragen als Bezeichnung des Bataillons die Angabe„1. Pionier⸗ Bataillon“ oder„2. Pionier⸗Bataillon“, während tatsächlich das Pionier⸗Bataillon Nr. 1 oder Nr. 2 gar nicht lic e kommt. Dies beruht darauf, daß der Absender versehentlich lediglich die Nummer eines der beiden Halbbatatllone(1 oder 2) angegeben hat, aus denen jetzt im Kriege fast jedes Pionierbataillon besfeht. dagegen die Bezeichnung des letzteren unterlassen hat. Nun gehen die Feldpostsendungen natürlich nach dem Pionier⸗Bataillon Fürst Radziwill Nr. 1 oder nach dem Pommerschen Pionier⸗Bataillon Nr. 2 und werden dort unbestellbar. Die Nummerdes Halb⸗ bataillons ist in der Feldadresse völlig entbehrlich, weil die Kompagnien des Bataillons fortlaufend benummert sind. Dagegen muß das Pionier- Bataillon selbst genau bezeichnet sein. Die Adresse muß daher z. B. heißen:„An den Gefreiten Schulz, 10. Reservekorps, 2. Garde⸗Reserve⸗Division, Hannov. Pionier⸗Bataillon Nr. 10, 4. Kompagnie.“ Nicht aber darf es in diesem Falle heißen„An den Gefreiten Schulz, 10. Reservekorps, 2. Garde-Reserve⸗Division, 2. Pionier⸗Bataillon, 4. 8 1 * Bevölkerungsbewegung in den ie en Städten. Das Ministerium des Innern, Abteilung für Gesundheitspflege, veröffentlicht den Nachweis über die e in den größeren Städten Hessens im Jahre 1914. Danach betrug die Aab. der Todesfälle im Jahre 1914 auf 1000 Einwohner berechnet in Mainz 15,2, in Darmstadt 14,5, in Offenbach 9,5, in Worms 6,6 und in Gießen 25,4, nach 1 8 de Ortsfremden 13,9. Danach weisen die 5 Offenbach und Worms die günstigsten Sterblichkeitszif . g die Beamtenstadt Darmstadt bedeutend un⸗ 4 dasteht. Bei Gießen ist der Einfluß der Kliniken in acht zu ziehen. g *Der Winter, der bisher nur zaghaft angeklopft hat, hat in der vergangenen Nacht mit einem ziemlich ausgiebigen Schneefall seine erste förmliche Visiten⸗ Tarte abgegeben, und es sieht so aus, als ob er für die näch⸗ sten T eine von jung und alt begrüßte Abwechslung in das Einerlei der vergangenen Regentage bringen wollte. — Vogelsberg liegt, wie man uns vom Hohe— rodskopf heute vormittag meldet, der Schnee bis zu 40 Ztm. Höhe und bietet ausgezeichnete Schibahn. Die Temperatur betrug daselbst in den Vormittagsstunden noch Minus 8 Grad Celsius. Auch im Sauerland ist, wie der Schiklub Sauerland berichtet, bei andauerndem Schneefall hervor⸗ ragende Wintersportgelegenheit. * In den Gießener Apotheken ist nach Regie⸗ rungsverordnung der Sonntagsdienst dahin geregelt 3 daß in Zukunft nur immer eine an den Sonn- tagen geöffnet ist, während die beiden anderen von Sonntag 3 sihr bis fine anderen Morgen geschlossen haben. Die jeweils geöffnete Apotheke ist durch einen Aushang kenntlich gemacht. * Stadttheater. Man schreibt uns: Am nächsten Samstag nachmittag findet als Schülervorstellung eine letzte Aufführung von„Wallensteins Tod“ statt. Die Vor- stellung wird bei Volkspreisen gegeben und es mag darauf hin- gewiesen sein, daß die Aufführung seinerzeit als Festvorstellung zu Großherzogs Geburtstag bei Presse wie Publirum lebhaste e An- erkennung gefunden hat.. Die Berufsberatungsstelle des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins, Ortsgruppe Gießen, bittet im Anzeigenteil der vorliegenden Nummer Geschäftsinhaber, Handwerksmeister und Meisterinnen, die in diesem Jahre Lehrmädchen annehmen wollen, sowie Hausfrauen, die im Sinne unserer gestrigen Notiz an dieser Stelle junge Mädchen in der Hausarbeit anlernen wollen, ihre Adresse der Berufs— beratungsstelle anzumelden. ö * In der Herberge zur Heimat logierten im Dezember 785 Gäste(gegen 1493 im gleichen Zeitraum des Vorjahrs). Die Zahl der ohne Bezahlung aufgenommenen Wanderer betrug 171(696), die der Selbstzahler belief sich auf 614(707). Im Jahre 1914 wurden im ganzen 13 770 Gäste(gegen 14693 in 1913) beherbergt.— Im Stellennachweis der Herberge konnten im Dezember bei 44 offenen Stellen 42 besetzt werden. Von den untergebrachten Arbeitskräften waren 22 Handwerker und 20 ungelernte Arbeiter. Gesucht werden in der letzten Zeit stark Bäcker- gesellen. 5 . Landkreis Gießen. Hl. Lollar, 18. Jan. Briefträger und Telegraphenleitungs⸗ aufseher Andreas Stieler von hier hat das Eiserne Kreuz erhalten. Es ist dies der vierte Krieger aus unserer Gemeinde, der diese Auszeichnung erhielt. 5 r. Londorf, 18. Jan. Aus unserer Gemeinde fielen im Kampfe fürs Vaterland bis jetzt 5 Krieger.— Reservist Gefreiter Konrad Klopp im Infanterie-Regiment 116 wurde mit dem Eisernen Kreuzund der hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. g. 10 Beuern, 16. Jan. Am Freitag nach Beendigung der Holzsubmission kam es in der darauf folgenden Nachsitzung zu einem Streit, der in Tätlichkeiten ausartete. Emer der Be— teiligten erhielt mehrere Kopfwunden und mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Zur Aufklärung des Tatbestandes weilte die Gendarmerie heute hier. Kreis Büdingen. N Ortenberg, 16. Jan. Seit 30. November v. Is. war die Thesrau des hiesigen Rentners Söhnge spurlos ver- sch wunden. Alle Nachsorschungen am Lauf der Nidder und in der Umgegend blieben ohne Erfolg. Gestern wurde dir Leiche durch den hohen Wasserstand der Nidder in der Gemarkung Glau- berg angeschwemmt. Kreis Lauterbach. OBernshausen, 18. Jan. Am 14. Juni vorigen Jahres brannte infolge Blitzschlags die Scheuer des Bürgermeisters Ritz bis auf die Grundmauern nieder. Alle, Futter vorräte, landwirtschaftliche Maschinen, Wagen und dergl. fielen dem Brand zum Opfer. Nun hatte Ritz eine neue, größere Scheuer anstelle der alten erbaut. Der untere Teil war aus Steinen aufgeführt; der obere ganz aus Holz errichtete war bereits auf drei Seiten zum F nat— 7 + 1 7 als 27 N 8 Schwierigkeiten mit der Brandkasse ergaben. Infolgedessen blieb die südwestliche Seite der Scheuer zunächst noch völlig effen. Das sollte verhängnispoll werden, denn der orkanartige Sturm, der am Samstag tobte, fing sich mit ungeheurer Gewalt in dem auf der einen Seite noch offenstehenden Gebäude und brachte gegen 10 Uhr vormittags unter donnerähnlichem Krachen die neuerbaute Scheuer zum Einsturz, die nur mehr einen wüsten Trümmerhaufen bildet. h. Aus dem Vogelsberg, 18. Jan. Die Füchse unserer Berge haben jetzt gute Tage, da ihnen nicht mehr in dem Maße nachgestellt wird wie sonst. Die meisten unserer Jäger stehen im Felde. Infolgedessen sind die Füchse außer⸗ 0 ich ist geworden. Auf einem Hofgute bei Büdingen 3. B. stattet seit Wochen ein sehr starkes Tier dem Hofe und den Gärten in ungenierter Weise seinen täglichen Besuch ab. Daß die Füchse aber tatsächlich etwas zu sehr überhand genom⸗ men haben, beweist die bisherige Jagdbeute des Pächters Müller vom Lehrerheim bei Schotten, der in kurzer Zeit 18 starke Füchse erlegte. 2 N Kreis Wetzlar. b Wetzlar, 18. Jan. Die Stadtverwaltung hat eine Organisation zur Verwertung der Küchenabfälle als Viehfutter ins Leben gerufen. 5 Wetzlar, 18. Jan. In ihrer am 15. Januar I. J. ab⸗ gehaltenen Vollversammlung wählte die Hande Ils kammer für den Kreis Wetzlar für das Jahr 1915 Generaldirektor Berg⸗ rat Groebler zum Vorsitzenden und Bergassessor a. D. L. Raab zum stell vertretenden Vorsitzenden. N Hessen⸗Nassau. h. Frankfurt a. M., 17. Jan. Durch einen unglücklichen Zufall zog sich das 16jährige Dienstmädchen Meta Blum beim Hantieren am Kochherde schwere Brandwunden zu, die gestern den Tod des jungen Mädchens zur Folge hatten.— Der Gerichts- lanzlist Schwarz wurde in der Sonntagnacht mit schweren Stich wunden im Rücken und am Arn lebensgefährlich verletzt in der Allerheiligenstraße aufgefunden. Die Täter konnten noch gicht ermittelt werden— Der Gram um den auf dem westlichen Kriegsschauplatze gefallenen Sohn trieb einen, Schneidermeister aus der Börnestraße zum Selbstmord. i Frankfurt a. M., 18. Jan. Bisher sind von hier aus 35 Sanitätshunde mit ihren Führern, die zusammen aus- gebildet waren, ins Feld Seren Weitere 20 Tiere befinden sich in der Ausbildung. Allerdings erfreut sich dieser Zweig der kyno⸗ logischen Betätigung auch ganz besonderer Unterstützung wohl habender Kreise der Bevölkerung, die zur Ausbildung von Führern und Hunden namhaste Beträge zur Versügung gestellt haben. N X Hanau, 18. Jan. Der langgehegte Wunsch, in der Um- gegend eine Walderholungsstätte zu errichten, soll dem- 5 2 verwirklicht werden. Die Stadt Hanau hat für das Projekt 1 Gemeindewald der benachbarten Gemeinde Langenselbold ersehen und einen dahingebenden Antrag der Gemeinde Langen; ld unterbreitet. In ihrer heutigen Sitzung hat sich die Ge⸗ meindevertretung in Langenselbold mit dem Plane der Stadt Hanau prinzipiell einverstanden erklärt und über die Platzfrage sich weitere Verhandlungen mit der Stadt Hanau vorbehalten. u. Usingen, 18. Jan. In geistiger und lörverlicher Frische konnten die Eheleute Johannes Launhardt III. im nahen Heinzenberg das Zest der goldnen Hochzeit seiern. Schneefalle. Berlin, 18. Jan. Das„Berliner Tageblatt“ meldet aus Stuttgart: Alle Teile Württembergs melden starke Schnee- jälle, besonders die Schwäbische Alb und der Schwarzwald. vermischtes. Offizier, Ringkämpfer und Spion. Die solgende Spionengeschichte teilt ein holländisches Blatt mit: Im Frühjahr 1914 bereiste ein Wanderzirkus verschiedene deutsch⸗-russische Grenz⸗ orte. Sein Hauptanziehungsstück waren die Ringkämpfer, und der„Champion“ war immer ein junger, blonder Russe, der auf den wohlklingenden Ringkämpfernamen Romanow hörte. Ueberall war er der Liebling des Publikums, nicht nur wegen seiner ge⸗ waltigen Körperkraft, sondern auch wegen der guten Erziehung, die er auf der Bühne und außerhalb verriet. Der russische Ring⸗ kämpfer sprach auch gut Deutsch, und so dauerte es nicht lange, bis der starke Kerl überall, wo der Zirkus seine Vorstellungen gab, der erklärte Liebling der Bevölkerung war. Er machte die Bekannt- schaft der vornehmsten Familien, man lud ihn ein, er entpuppte sich als gebildeter Mann, der trotz seines starken Bizeps ein an⸗ genehmer Plauderer war, gut zeichnen konnte und entzückt war, wenn man ihn zu Ausflügen bat; er nahm dann sein Skizzenbuch mit und zeichnete alles Mögliche. Weil der beliebte Ringkämpfer so viel von Ausflügen hielt, nahm man ihn oft zu Familienaus⸗ flügen mit, und alles war über die Fertigkeit erstaunt, mit der er die Landschaften zu Papier brachte.. Drei Monate später brach der Krieg aus; russische Vorposten marschierten im Grenz⸗ gebiete, und überall, wo der Zirkus seine Vorstellung gegeben hatte, sah man an der Spitze der ersten Aufklärungstruppe einen riesigen Leutnant reiten, einen breitschulterigen Blondkopf, der aussah, als ob er die Gegend sehr gut kenne. Nanu, riefen die Leute am Wege, ist das nicht...“ Aus Furcht vor den Russen durften sie nicht sa gen, was sie meinten, aber der riesige Offizier kam ihnen zu Hilfe:„Der Ringkämpfer Romanow!“ rief er mit demselben Lachen, mit dem er im Zirkus seine Widersacher auf die Schulter gelegt hatte. In der Tat, es war kein anderer, als der russische Ringkämpfer, der treffliche Zeichner, der die Gegend gründlich studiert hatte und nun seine Truppen auf den besten Wegen in Feindesland führte.„Die Deutschen mögen in der Kunst der Spionage weit sein(so schließt das holländische Blatt seine Geschichte), die Russen können sich ihre Geheimnisse nicht minder gut zunutze machen.“ Bandel. Berlin, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Goldbe⸗ stand der Reichsbank hat sich um 17,9 Millionen auf 2129.7 Millionen Mark erhöht. Durch die gleichzeitige Erhöhung des Silberbestandes und der Reichsbankkassenscheine ist zu folgern, daß der Verkehr mit den kleinen Umlaufsmitteln befriedigt. Der Mangel an Nickelmünzen ist zum Teil behoben, da die Reichs⸗ bank in der Provinz und auf die Sammelstellen in Berlin bei den Gasanstalten auf die baldige Auslieferung der angesammelten Zehnpsennigstücke gewirkt hat. Von den Tarlehenskassenscheinen sind 129 Millionen den Darlehenskassen zurückgegeben worden. Im Verkehr befinden sich 461 Millionen Darlehenskassenscheine und bei der Reichsbank 406 Millionen. Dies ist ein. sehr ge⸗ ringfügiger Betrag im Vergleich mit dem Goldvorrat, und die feindliche Presse kann aus dieser Gegenüberstellung ersehen, wie töricht die Behauptung ist, der Notenumlauf sei hauptsächlich durck Geldzettel gedeckt. Die von den Darlehenskassen ausgeliehenen Beträge verminderten sich um 129 Millionen, von denen 124 Mililonen auf Kriegsanleihedarlehen entfallen. In dem Rück⸗ gang der Anlage spiegelt sich die Verminderung des Wechsel⸗ bestandes bezw. die Einschränkung der Kreditansprüche wider. Dies würde noch stärker zum Ausdruck gekommen sein, wenn nicht Uebertragungen bisher langfriliger Schatzanweisungen auf Wechselkonto stattgefunden hätten, weswegen auch der Effekten⸗ bestand zurückgegangen ist. Die reine Golddeckung der Noten beträgt 46,4 Prozent gegen 44,2 Prozent in der Vorwoche. Die Deckung durch Barvorrat 56,4 Prozent gegen 56,5 Prozent und die Deckung sämtlicher täglichen Verbindlichkeiten durch Gold 34, Prozent, ist also höher, als die vorgeschriebene Mindeßt deckung der Noten allein. Die Zinkhütten vereinigung, der auch aus- ländische Firmen angehörten, hat sich aufgelöst. Dagegen ist eine neue Zinkhütten vereinigung m. b. H in Berlin gegründet word— n, welche beschloß, die bisherigen Preise unverändert beizubehalten. — Preiserhöhungen. Die vereinigten österreschischen Leinenwebereien erhöhten die Preise für ihre Fabrikate um vor läufig 15 Proz.— Die sächsischen Gardinenfabrikanten erhöhten ihre Preise um 10 Proz. N Markte. Giefen, 19. Jan. Markibericht. Auf dent heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfund 1,00— 1,15 Mk.; Hühner⸗ eier 1 Stiick 13—14 Pfa., 2 Stück 00 Pfg.: Enteneier 1 St. 0 Pfg. 2 St. 00 Pig.: Gänseeier 1 St. 0-0 Pia., 2 St. 00 Pig.: Käse das Stück 7—8 Pfg., Käsematte 2 Stück 6—0 Pfg.: Tauben das Paax 1,50—1.40 Mt., Hübner das Stück 1,00— 2,50 Mk., Hahnen das Stück 1,00— 2,50 Mk., Enten das Stück 2,50—3,00 Mk., Gänse das Pd. 70—80 Pfg.; Welsche 4—5 Mk.; Ochsenfleisch das Ufd. 90—98 Pia, Rindfleisch das Pfund 90— 94 Pfa., Kuhfleisch 8—90 Vfg., Schweine⸗ fleisch das Pfund 20106 Jig, Kalbfleisch das Bid. 76— 80 Pig., Hammelfleisch das Pfund 70—90 Pfg.; Kartoffeln 100 Kilo 7%— Mk., Weißkraut das Stück 10—20 Pfg.: Zwiebeln der Ztr 12,00—15,00 Mk.: Milch das Liter 22 Pfg.: Aepfel der Zentner 15—20 Mk.; Birnen das Piund 12—15 Pig., Nüsse 100 Stück 40— 0 Pig.— Marktzeit von 8 bis 2 uhr. F. Wiesbaden. Viehhof⸗ Marktbericht vom 18. Jan. Auftrieb: Rinder 340(Ochsen 62, Bullen 29, Kühe und Färsen 24), Kälter 395, Schafe 111, Schweine 922. Preise für 100 Pfd. Marktverlauf: Ruhig, langsam geräumt. Lebend Schlacht- gewicht. Ochsen. Mk. Mk. Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere C00... 50—54 88—94 Bullen. Vollfleischige, ausgew. höchsten Schlachtv.. 44-48 79—86 0 Färsen. Kühe. Vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten JVC 08 87—96 Vollfleischige ausgemästete Kühe böchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren. 40-46 75—82 Wenig gut entwickelte Färsen... 44-48 88-92 Kälber. ee 090.9 100-00 Mittlere Mast- und beste Saugkälber.. 53—55 90-91 Geringere Mast- und gute Saugkälber... 40-43 68—81 Geringe Saugkälber. 35—40 59-68 Schafe. Mastlämmer und Masthammel 46,00 00,00 94—00 Weidemastschafe: Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg „ 80—82 Vollfleischige Schweine unter 80 ke Lebendgew. 6263 76-80 Vollfleischige Schweine von 100 bis 120 kg e 80—82 Pollileischige Schweine von 120 bis 150 kg 5 55—57 75-77 Lebendge wicht 1 — Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen am Mutwoch, den 20. Jan. 1915; Meist heuer und trocken, schwache Winde, Frost. meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 3 2 2822 11.5 Z S A„„„ 8* 8.8—* 352 % 8 e f K 19 4% 55,9— 40 2,9 85 NW 2 0 7 1 1 1 0 Höchste Temperatur am 17. bis 18. Januar 1915— 3,7 0. Niedrigste—„ 1915— 2,2„ Niederschlag: 0,7 mm. t — Eingesandt. Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Ein Verkehrswunsch. Als im Jahre 1896 die Nebenbahn Friedberg Nidda ihrer Vollendung entgegenreiste, glaubten die Dörfer Bingenheim, Bloield, Leidhecken, Staden u. a, am Bahnhofe Reichelsheim(Wetterau) eine Zufsahrtslraße zu erhalten, zumal von denselben ganz ansehnliche Pflichtbeiträge zum Bahnbau geleistet wurden. DTieser lebhart gehegte Wunsch ging jedoch nicht in Erfüllung. Ganz be⸗ summt hofte man auf einen Fußpiad, um einen U mweg von ca. 4 Minuten zu sparen, um bei Verspätungen noch mit dem ein- laufenden Zuge weiterzukommen. Doch auch diese Vitte' blieb un⸗ erfüllt. Bis vor etwa zwei Jahren benutzte das reisende Publikum genannter Dörfer einen am Bahngelände hinziehenden Graben als Weg. Wenn dies auch kein zweckmäßiger Zugang war, so war es doch immerhin ein Nolbehelj. Jetzt hat die Bahnverwaltung den Graben abgesperrt. Gleich nach der Absperrung wurden die beteiligten Gememden bei maßgebender Stelle vorsiellig, einen Zu⸗ gangspfad von etwa 1520 Meter von der Straße zum Bahnhof über den Graben hinweg zu erhalten. Mehrere Gemeinde- vertretungen, auch Reichelsheim, bewilligten Beiträge. Doch die Angelegenheti liegt bis heute ruhig, obwohl Herr Landtags-Ab⸗ geordneter Breidenbach-Dorheim bei Beratung des Staats- voranschlags in der Zweiten Kammer im Winter 191314 fehr warm für die Angelegenheit eintrat und einen Zugangspfad forderte. Möchten die e Zeilen doch die Sache wieder in Kluß bringen, da- mit endlich einen längst gefühlten Bedürfnisse Rechnung getragen werde Einer für Viele. —— Letzte Nachrichten. Die Kämpfe bei Nieuport. Haag, 19. Jan. An der ganzen Nordseeküste von Nieuport bis Zeebrügge ist trotz hohen Seeganges und heftigsten Schueetreibens ein schweres Artilke⸗ riegefecht im Gange. Einzelheiten über den Verlauf des Kampfes sind bisher nicht eingetroffen. Spionenfurcht in Dünkirchen. Kopenhagen, 19. Jan. Die Londoner Presse meldet, die Dünkirchener 3 hat umfassende und außerordent⸗ liche Maßnahmen zur Verhinderung der Spionage getroffen. In den letzten Tagen sind 2500 Menschen zum Verlassen der Stadt gezwungen worden. Kein Fremder wird in der Stadt gelassen. Jede Nacht werden alle Hotels durchsucht. Viele hunderte Personen sind verhaftet worden Die sparsamen Bayern. München, 19. Jan. In den ersten fünf Monaten des Krieges sind von den bayerischen Regimentern gegen 22 ½ Millionen Mark aus dem Felde nach Hause ge⸗ sandt worden, die die Soldaten sich von ihrer Kriegslöhnung erspart haben. Die Wiederaufnahme des Eisenbahnbetriebs in Belgien. Brüssel, 19. Jan. Alle 350 Arbeiter des staatlichen Eisenbahnarsenals in Gent haben sich nach langwierigen Ver⸗ handlungen in deutschen Dienst gestellt und werden am 19. Januar die Arbeit wieder aufnehmen. Die Bedingungen sind diesecben wie unter der belgischen Verwaltung. Es fragt sich, ob ihr Beispiel unter den belgischen Eisenbahnarbeitern Nachahmung sinden wird. Denn davon hängt die Wiederauf⸗ nahme des belgischen Eisenbahnbetriebes in großem Maßstabe ab. Jedenfalls aber hat das deutsche Generalgouvernement einen — (Für Form und übernimmt die neuen großen Erfolg zu verzeichnen, der in Le Havre ehr, schmerzlich empfunden werden wird. Paris im Dunkeln. i. Köln, 19. Jan. Der„Köln. Ztg.“ zufolge ordnete der Polizeipräsident von Paris an, daß von heute an von Sonnenuntergang bis Tagesanbruch an allen Wohnungen, öffentlichen Gebäuden und sonstigen Baulichkeiten, die größere Helle ausströmen, die Beleuchtung sich auf das notwendigste Maß zu beschränken habe. Die äußere Beleuchtung von Wirtschaften und Schaufensterauslagen jeder Art hat vollkommen zu unterbleiben. Mit dieser Maßnahme, die sich gegen Angriffe durch feindliche Luftschiffe richtet, geht eine wesentliche Einschränkung der Straßenbeleuchtung Hand in Hand. Die Gärung in Serbisch-Mazedonien. Athen, 19. Jan. Die Gärung in Serbisch⸗Mazedonien führte in den Bezirken Uesküb und Istip zu ernsten Unruhen. Die muselmanische Bevölkerung flüchtete, wie aus Saloniki gemeldet wird, gegen die bulgarische Grenze, da jetzt alle waffen⸗ fähigen Muselmanen zwangsweise in das serbische Heer eingereiht werden sollen. Die Aufständischen haben vor, sich mit den gegen Serbien operierenden bulgarischen Komitatschis zu vereinigen. Aegypten und England. Zürich, 19. Jan. Der Sonderberichterstatter der„Stampa“ in Kairo meldet seinem Blatte: Die ägyptische Bevölkerung ist in der Mehrzahl auf der Seite der Türkei und der neue Sultan wird besonders vom Adel als Verräter und Thronräuber bezeichnet. England ist sich der ägyptischen Gefahr vollständig bewußt und hat daher auch gewaltige Truppenmassen in Aegypten lon⸗ zentriert, die Frankreich lieber in Flandern gesehen hätte. Für England scheint aber Aegypten viel wichtiger zu sein als der westliche Kriegs schauplatz. Die Truppen aus Australien und Neusesland seien jedoch ohne jede Organisation und die diszi⸗ plinlosen Soldaten verüben täglich Erzesse. Den Offizieren fehlt jede Autorität über die Truppen. Der türkische Feldzug in Aegypten wird voraussichtlich Ende Februar beginnen. i Neue Unterseeboote für Griechenland. Athen, 19. Jan. Die Zeitung„Ethnos“ teilt mit, daß Griechenland auf Anraten des englischen Admirals Keers sechs neue Unterseeboote anschaffen werde. Burgfriede. München, 19. Jan. In dem Reichstagswahlkreis Eichstätt, dem sicheren Besitz des Zentrums, in dem, wie schon gemeldet, Moritz von Frankenstein als Kandidat des Zentrums aufgestellt worden ist, werden sich die Liberalen der Stimmt enthalten und keinen Kandidaten aufstellen. Explosion. (i) Köln, 19. Jan. Eine schwere Explosion er⸗ eignete sich gestern abend in der Sürther Maschinenfabrik, die große Verheerungen anrichtete. Ein Arbeiter wurde ge⸗ tötet, mehrere Personen erlitten nicht unbedenkliche Verlet⸗ zungen. Der Betrieb ist gestört. 1 * 2 8 8 Nachruf. Den Heldentod für sein 20. Dezember v. J. in Polen unser allverehrter Herr Ludwig Emmelius Oberleutnant der Reserve Feldartillerie-Regiments 47 Ritter des Eisernen Kreuzes. verstehen, die ihn gekannt haben. Wir werden Giessen, den 19. Januar 1915. heissgeliebtes Vaterland erlitt am Juniorchef Sein frühes Hinscheiden erfüllt uns mit tiefem Schmerz, den alle seiner nie vergessen. Die Beamten der Firma Carl Emmelius. 678 D 681 auf russischer Erde am 12. und 30. Dez unsere werten Mitglieder Ludwig Wilh. Nauft ehrendes Den Heldentod fürs Vaterland starben Gefreiter 5 Fernsprecher 500. Feldpostschachteln fabrizieren und halten in gangbaren Größen am Lager Christ K Herr, Gießen Graphische ee und Stein⸗ 5 druckere 21 Walltorstraße 77. Reserve⸗Inf.⸗Regt. Nr. 116, 7. Komp. Wehrmann Ludwig Spaar Reserve⸗Inf. Regt. Nr. 116, 7. Komp. Wir werden denselben ein F Andenken bewahren. allezeit Für Mittwoch, Bürgerverein Benern. Der Vorstand. werden alle Altersgenossen 658 8658 Zu der am 23. Januar, 915 abends 9 Uhr, Café Amend stattfindenden Versammlung herzlichst eingeladen. im Bahnhofstraße 27 Der vorbereitende Ausschuß. Donnerstag und Freitag empfehlen wir: Fste. holl. Angel⸗Schellfische (1—4⸗pfündig) und Fste. holl. Kabliau ohne Kopf 95 3 in ganzen Fischen à 2½—6 Pfund u. i. Ausschnitt 75 Frische Fischkoteletts und Brat⸗Schellfsche 2— 2 Bücklinge seinste große Fettbücklinge, Stück 15 Pfg. Geräucherte Heringe Neue holl. Vollheringe. 10 Stück Mk. 1.—. Sebrüder Berdux Stück 15 Pfg. 6714] Jernsprecher 231 im Tal des Traumes Schauspiel in 3 Akten und einem Vorspiel Ferner die neuesten Kriegsberichte Saslüster Gaskronen, Gaslampen usw. um rasch zu räumen spottbillig Carl Schunck fe Allexbeste Taschenlampen⸗ SBatteriens für unsere Krieger.— Bei Uebernahme der regelmäßig. Zusendung ins Feld 10 Pig. für Porto. 0106 Sarl Schunck Kriegslieserant. 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Dezember 1914 starb den Heldentod für sein Vaterland auf dem östlichen Kriegsschauplatz unser hoch- Herr Zigarrenfabrikant Ludwig Emmelius Oberleutnant der Reserve Ritter des Eisernen Kreuzes. Derselbe war uns stets ein wohlwollender und hilfs- bereiter Vorgesetzter, dem wir jederzeit ein ehrendes Andenken bewahren werden. Die Betriebsleiter und Arbeiter Giessen, den 19. Januar 1915. Nachruf. der Firma Carl Emmelius. Für auf diesem 660 liebevoller Teilnahme bei dem Heimgange unseres teueren Entschla fenen danken wir Giessen, Erfurt, Weinheim, 18. Januar 1915. den Ausdruck wohltuender, Wege von Herzen. Familien: Bergen, Bramm, Vogt. 1 Prima 2 Anthrazit⸗ u. Nußkohlen Union⸗ u. Eiformbrikettg Hütten⸗ und Gaskols Brennholz liefert prompt frei Haus J. HAPPEI. Tel. 125.[zal Mühlstraße 18. Schlesw.⸗Holstein. Tafelbutter täglich frisch aus der Mol⸗ kerei empfiehlt billigst in Postsendungen Johs. Klausen in Rautrum. Preisangabe u. Versandbedingung umsonstu. frei. Garantie Zurücknahme. 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