— ur. 14 gegriffen und veröffentlicht worden war. diefer Zahl! — Der Sleßener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beuagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; 8 wöchentl. Kreis⸗ latt für den kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche zeitfragen Fernsprech- Anschlußser für die Schristleitung 112 Verlag, Geschäftsstelledl Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Gießen 165. Jahrgang er Anzeiger General⸗Anzeiger für Gberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ und Steindruckerei n. Lange. Schriftleitung, K e V Montag, 13. Januar 1015 Zezugsoreis: monatl. 75 Pf., viertel jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz, sür Stadt und Land, Vermischtes und Ge— richtssaal: Otto Braun; 2. ichtesag raun Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Le ne Ein zusammenfassendes über die Lage auf .(WTB.) Großes dauptquartier, 16. Jan. vor⸗ mittags.(Amtlich.) Westlicher Kriegs schauplatz. In der Gegend von Nieuport fanden nur Artilleriekämdfe statt. Feindliche Angriffe auf unsere Stellungen nordwestlich Arras wurden abgewiesen. Im Gegenangriff eroberten un⸗ sere Truppen zwei Schützengräben und nahmen die Besatzung gefangen. Das in letzter Zeit oft erwähnte Gehöft von La Boisselles, nordöstlich Albert, wurde gänzlich zerstört und von Franzosen gesäubert. Nordöstlich Soissons herrschte Ruhe. Die Zahl der in den Kämpfen vom 12. bis 14. Januar dort⸗ selbst eroberten französischen Geschütze hat sich auf 3H erhöht. Kleinere für uns erfolgreiche Gefechte fan⸗ den in den Argonnen und in dem Walde von Consenvoye, östlich Verdun, statt. Ein Angriff auf Ailly, südöstlich Sankt Mihiel, brach unter unserem Feuer in der Entwickelung zu⸗ sammen. In den Vogesen nichts von Bedeutung. HOestlicher Kriegsschauplatz Lage unverändert. Die regnerische und trübe Witterung schloß jede Gefechts⸗ tätigkeit aus. Oberste Heeresleitung. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) * (WTB) Großes Hauptquartier, 17. Januar. Amtlich) Westlicher Kriegsschauplatz. In Flan⸗ dern beiderseits nur Artilleriekampf. Bei Blangy östlich Ar⸗ ras sprengten wir ein großes Fabrikgebäude und machten Dabei einige Gefangene. Von der übrigen Front ist außer Ar⸗ tilleriekämpfen von wechselnder Heftigkeit und der Fortset⸗ zung der Sappen⸗ und Minenkämpfe nichts von Bedeutung zu melden. In den Argonnen kleine Fortschritte. Sturm und Regen behinderten fast auf der ganzen Front die Gefechts⸗ tätigkeit. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist im aäaallgemeinen unverändert. Vor etwa vier Wochen wurde hier der allgemeine An⸗ griffsbefehl veröffentlicht, den der französische Oberbefehlshaber kurz vor dem Zusammentritt der französischen gesetzgebenden Körperschaften im Dezember er— lassen hatte. Die Angriffsversuche der Gegner auf dem West⸗Kriegsschauplatze die daraufhin einsetzten, haben die deutsche Heeresleitung in keiner Weise behindert, alle von ihr für zweckmäßig erachteten Maßnahmen durchzuführen. Sie haben dem Feinde an keiner Stelle irgend nennens⸗ werten Gewinn gebracht, während unsere Truppen nördlich La Bassce an der Aisne und in den Argonnen recht befrie⸗ digende Fortschritte zu verzeichnen hatten. Die feindlichen Verluste während dieser Zeit be⸗ tragen an von uns gezählten Toten etwa 26 000 Mann und an unverwundeten Gefangenen 17 860 Mann. Im ganzen werden sie sich wenn man für die Berechnung der Verwunde⸗ ten das Erfahrungsverhältuis 14 einsetzt, abgesehen von Kranken, nicht beobachteten Toten und Vermißten auf min⸗ destens 150 000 Mann belaufen. Unsere Gesamtverluste im gleichen Zeit⸗ raum erreichen nicht ein Viertel dieser Zahl. Oberste Heeres leitung. * 1** Die oberste Heeresleitung hat uns bisher, gang im 5 zu den amtlichen französischen Berichten, nicht viel Worte gemacht. Solche soldatische Kürze macht einen weit besseren Eindruck als Weitschweifigkeiten über Ereig⸗ nisse von nur verschwindender Bedeutung. Was aber den deutschen Meldungen ein doppeltes Gewicht gibt, das sind die nüchternen Ziffern, die oft deutlicher sprechen als strate⸗ gische Darlegungen. So ist, nach dem Abschluß der Schlacht ei Soissons, aus dem deutschen Hauptquartier wieder eine zusammenfassende Feststellung herausgekommen, die uns über die vielen Einzelheiten der vergangenen Tage den Blick wendet auf das Große, auf den Wechsel in der Lage, der seit vier Wochen im Westen eingetreten ist. Joffre hatte damals bekanntlich seinen allgemeinen Offensiv⸗Befehl herausgegeben, der von der deutschen Heeresleitung auf⸗ Heute sind die amtlichen deutschen Stellen nun in der Lage, die Franzosen vor ein wenig mehr Selbstbesinnung zu stellen. Wo ist die große Offensive in Frankreich geblieben? Diese Frage er⸗ örtern, nicht zum Ruhme der französischen Waffen, auch holländische und schweizerische Blätter. Natürlich, das wußte auch derjenige, der nicht selbst auf den Schlachtsel⸗ dern gestanden und geschaut hat, daß von französischen Fortschritten keine Rede sein konnte. Die neueste deutsche Feststellung weist nun mit Zahlen nach, wo in Wahrheit die Ueberlegenheit gewesen ist. An der Aisne und in den Argonnen gaben die Deutschen neues Gebiet gewonnen, und dort haben die heftigsten Kämpfe getobt. Auf die wirkungslose Offensive der Franzosen folgten die deut⸗ schen Gegenstöße, und diese haben sich ganz anders durch⸗ gesetzt. Seit vier Wochen haben unsere Trup⸗ pen etwa 26 000 tote und 17860 un verwundete gefangene Franzosen gezählt. Nach erfahrungs⸗ mäßiger Berechnung belaufen sich also die französischen Ver⸗ luste in dieser Zeit auf mindestens 150 000 Mann! Unsere d so fügt die deutsche Heeresleitung hinzu, erreichen im gleichen Zeitraum noch nicht ein Viertel * „Schließt man, so lesen wir in einem Vergleich der„Köln. ig die eigentliche Kapitulation von Sedan aus, rechnet aber die Schlacht vom 1. September, wo der Sieg eigentlich erfochten wurde, mit, so verloren die Franzosen bis dahin in den verschiedenen Schlachten und Gefechten rund 110000 Mann. Die alte kaiserliche Armee war vernichtet bis auf ge⸗ ringe Reste, die entweder, wie das Korps Vinoh, nicht in den Untergang bei Sedan verwickelt oder nicht zur Verwendung auf dem Schlachtfeld gelangt waren. Die weiteren Ergebnisse, die Kapitulationen von Sedan und Metz waren die Folgen der so glücklich verlaufenen Operationen des Bewegungskrie— ges. Jetzt hat uns der Stellungskrieg in fast derselben Zeit noch größere Einbußen des Feindes gebracht. 1870 mußten wir dafür rund 62 000 Mann opfern, diesmal nicht mehr als etwa 35 000. „„Doch müssen wir falsche Vorstellungen vermeiden, die etwa entstehen könnten. Jene Schlachten vor 45 Jahren konnten ein so ungeheures Ereignis wie die Kapitulation des napoleonischen Heeres bei Sedan une dann der Armee von Metz herbeiführen, weil sie die logische Entwicklung eines großartigen Gedankens dar⸗ stellten, den nur der Feldkrieg ermöglichte. Jetzt liegen die Dinge ganz anders. Wir haben schon am 7. Dezember betont, daß wir, wenn man die Gesamtlage im großen Zusammenhang der Dinge überschaut, augenblicklich Frankreich belagern. Diese Anschauung ist seitdem von den verschiedensten Seiten aufgenommen worden. Sie läßt die Ereignisse der letzten Wochen als Ausfälle gegen die deutsche Einschließungslinie erkennen, die in innerer Verbindung mit den kussischen Entsatzversuchen stehen. Von diesem Gesichts⸗ punkt aus wird dann sosert klar, daß auch unskere Erfolge im Westen nicht die strategischen Früchte tragen konnten wie unsere Operationen gegen das kaiserliche Frankreich von 1870 und sein Heer. Man muß sie vielmehr gegenüberstellen den großen Aus⸗ fällen der Besatzung von Paris, die auf Le Bourget, Villiers⸗ Champigny und die Stellungen am Mont Valérien gerichtet waren. Keiner von ihnen ist geglückt, aber die Entscheidung für die Ueber⸗ gabe der französischen Hauptstadt wurde durch sie nicht gegeben. l ochten nicht nur mit Gewehr und Bajonett, sondern Der Zufan menbruch der Entfatzversuche von Ver Loire und vom bissen 11 5 15 22 it 1 8 5 8 85 5 2 Norden, der Untergang der Armee Bourbakis, die Beschießung von Paris und der Hunger in der französischen Hauptstadt wirkten dann, jeder an seinem Teil, zusammen, um das Endziel zu er⸗ reichen, Frankreich zur Unterwerfung unter den stärkern Willen des Gegners zu zwingen. Noch weit liegt das Ziel jetzt von uns entfernt; daß wir es erreichen werden, dessen sind wir gewiß. Die Tage von Soissons haben dieses Vertrauen noch befestigt.“ In der französischen Presse werden denn auch die Er⸗ folge der Joffreschen„Offensive“ nunmehr genauer unter die Lupe genommen, und die Beschönigung der ernsten Schlappe der Franzosen bei Soissons wird von einigen Pariser Blättern unmutig zurückgewiesen. Während Joffre darauf hatte verweisen lassen, daß die Ueberschwemmung der Aisne und fortgerissene Brücken die Hauptursachen des französischen Rückzuges seien, wird ihm von der„Liberté“ erwidert, daß es sich um eine„schwere Schlappe“ handelt, und andere Blätter erklären, daß die Offensive durch die Anstrengungen der Armee Kluck zusammengebrochen sei. Betrachtet man den nachstehenden letzten amtlichen fran zösischen Bericht, so erkennt man wieder, daß trotz aller krampfhaften Bemühungen, die Lage optimistisch darzu⸗ stellen, die Franzosen ihre große Not haben, den unver— minderten neuen deutschen Angriffen zu widerstehen. Was besagt dagegen z. B. die„Zerstörung einer Schanzarbeit“? Von den Argonnen bis zu den Vogesen greifen die deutschen Truppen an. Hoffen wir, daß die Wirkung der Schlacht bei Soissons auch auf diesem Teile der Front sich äußern wird. 5 Der amtliche französische Bericht. Paris, 16. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Das amtliche Communiqué von 3 Uhr nachmittags besagt: Zwischen dem Meere und der Lys kam es zuweilen zu ziem⸗ lich heftigen Artilleriekämpfen. Wir rückten bei Lombartzyde vor. Bei Becelaere nördlich Arras eroberten wir in einem glänzenden Bajonettangriff die Straße Arras-Lille und benachbarte feindliche Stellungen. In demselben Gebiet, in La Targette und St. Laurent, ebenso nördlich Andschy er⸗ vang unsere Artillerie die Oberhand über die zum Schweigen gebrachten Batterien des Feindes, dem wir zwei Geschütze zerstörten. Wir brachten das Munitionslager zur Explosion und zerstörten die im Bau begriffenen Schanzarbeiten. Zwei Kilometer nordöstlich Soissons griffen die Deutschen St. Paul an und drangen dort ein, aber wir eroberten es sofort zurück. Im Gebiete von Craonne bis Reims gab es einen heftigen Artilleriekampf, in dessen Verlauf die feind— lichen Batterien zum Schweigen gebracht wurden. Bei Per⸗ thes, in den Argonnen und von den Maashöhen ist nichts neues zu melden. Wir zerstörten die von den Deutschen bei St. Mihiel über die Maas geschlagenen Stege und schlugen im Walde von Ailly einen Angriff gegen die von uns am 8. Januar eroberten Schützengräben zurück. In den Vogesen südlich Sonones warfen wir die Deutschen in einem heftigen Infanterielampf zurück. Wir zerschnitten ihre Drahtverhaue und schütteten ihre Schützengräben zu. Auf der übrigen Front ist nichts vorgefallen. *** Die Kämpfe bei Soissons. (WTB.) Aus dem großen Hauptquartier wird uns geschrieben: Die in den letzten Tagesberichten nur kurz mitgeteilten Kämpfe nördlich Soissons haben zu einem recht beachtenswerten Waffenerfolg für unsere Truppen geführt, die dort unter Leitung des Generals der Infanterie von Lochow und des Generalleut⸗ Urteil der deutschen Heeresleitung dem westlichen Ariegsschauplatz. Während des Stellungskrieges der letzten Monate hatten die Franzosen in der Gegend von Soissons aus einem Gewirre von e bestehende Stellungen inne, die sich auf dem rechten Aisneufer brückenkopfartig nordwärts ausdehnten. Auf dem Westflügel des in Frage kommenden Kampffeldes steigt westlich der Bahn Soissons Laon aus dem breiten Fluß⸗ tale eine vielfach zerklüftete und reich bewaldete Höhe empor, auf deren oberstem Teile die Gräben von Freund und Feind einan⸗ der dicht gegenüber lagen, beide Teile bestrebt, sich durch Sappen⸗ angriff in den Besitz des höchsten Punktes zu setzen. Oestlich der Höhe liegt zu ihren Füßen im Tale das Dorf Crouy; an diesem vorbei zieht in einem tief eingeschnittenen Grunde die Bahn Soissons—Laon nordwärts. Dicht östlich der Bahn sind eine Reihe von Steinbrüchen, in denen sich unsere Soldaten meister⸗ haft eingebaut hatten. Die sogenannte Steinbruchstellung bildet den westlichen Ausläufer der Hochfläche von Vregny, die sich lang und breit östlich der Bahn ausdehnt und die in ihrem ganzen süd⸗ lichen Teile in französischem Besitz war. Von der Flußseite her schneiden mehrere lange und tiefe Schluchten in die Hochfläche ein. In ihnen fand die schwere Artillerie der Franzosen eine sehr günstige Aufstellung. Die am Rande der Hochfläche auf Bäumen hinter Stahlblenden und Brustpanzern sitzenden Beobachter lenk⸗ ten das Feuer der schweren Geschütze flankierend gegen die deu schen Stellungen auf der genannten bewaldeten Höhe. Dieses Flan⸗ kenfeuer richtete sich vor allem gegen die Schützengräben des Leib⸗ regiments und war am ersten Weihnachtsfeiertage ganz befonders heftig. Unter ungeheurem Munitionsaufwand setzte es am 7. 8. nuar erneut ein; die brave Truppe hatte viel zu leiden; eine Stel⸗ lung, der sogenannte Maschinengewehrgraben, wurde buchstäblich vom feindlichen Feuer eingeebnet, die darin befindlichen Ma⸗ schinengewehre wurden verschüttet. Nach dieser Feuer vorbereitung schritt der Gegner am 8. Januar zum Angriff. Er drang auf einer Frontbreite von etwa 200 Metern in den deutschen Schützengräben ein und konnte trotz zahlreicher Versuche daraus nicht wieder ver⸗ trieben werden. Es kam hier in den Tagen und Nächten bis zum 11. Jannar zu außerordentlich heftigen Nahkämpfen, wie sie er⸗ bitterter und blutiger kaum gedacht werden können; hier kämp⸗ Die Lage drängte zu einer ng. A. Jamue fetzten die deutschen Truppen zu einem Gegenangriffe ein, sich zunächst weniger gegen die bewaldete Höhe selbst als gegen die beiderseits anschließenden französischen Stellungen richtete. Schlag 11 Uhr erhoben sich zunächst aus der Steinbruchstellung unsere wackeren Soldaten, die in den Monaten des Harrens und Schanzens von ihrem Angriffsgeiste nichts eingebüßt hatten und entrissen im kühnen Ansturm dem Feinde seine zunächst⸗ gelegenen Schützengräben und Artitlerie-Beobachtungsstellen. So⸗ gleich ließ das französische Flankenfeuer gegen die bewaldete Höhe nach. Das Hauptziel dieses ersten Angriffs war kaum erreicht, als eine Stunde später— zwölf Uhr mittags 2 dem äußersten rechten Flügel unsere tapferen Schützen sich er⸗ hoben und im siegreichen Vorschreiten einen Kilometer Gelände gewannen. Nunmehr wurde auch zum Angriff gegen die bde— waldete Höhe angesetzt, der Franzose zuerst aus den deutschen, dann aus seinen eigenen Gräben hinaus⸗ und die Höhe hinunter⸗ geworfen, wo er sich auf halbem Hange wieder setzte. g 3 Wie aus Gefangenenaussagen hervorgeht, glaubten die Fran⸗ zosen, daß die erwartete Fortsetzung des deutschen Angriffs von der bewaldeten Kuppe, also vom rechten deutschen Flügel aus⸗ gehen würde. In Erwartung eines Stoßes aus dieser Richtung zoarfen sie namhafte Verstärkungen nach dieser Stelle. Von den eroberten französischen Beobachtungsstellungen aus, wo das ganze Aisnetal samt Soissons mit Kathedrale zu Füßen liegt, konnte das Herankommen dieser Reserven auf Kraftwagen und mit der Eisenbahn gut beobachtet werden. Der deutsche Angriff erfolgte am 13. Januar, aber an ganz anderer Stelle. Völlig überraschend für den Gegner war es Mitte und linker Flügel der Deutschen, die sich als Angriffs⸗ ziel die Besitznahme der Hochfläche von Vregny gesetzt hatten, auf der sich der Feind in einem ganzen System von Schützen⸗ gräben eingerichtet hatte und ganz sicher zu fühlen schien. Wiederum war es der Schlag der Mittagsstunde, der hier unsere Truppen zu neuen Taten aufrief. Punkt Zwölf kam Leben in die deutschen Gräben, es folgte ein mächtiger Sprung: zwölf Uhr drei Minuten war die erste Verteidigungslinie der Franzosen, zwölf Uhr 13 Minuten die zweite genommen, ein Flankenangriff von dem Wald von Vregny kam bei der Schnelligkeit des Vor⸗ gehens gar nicht mehr zur Wirkung und am späten Nachmittag des 13. war der ganze Hochflächenrand in deutscher Hand. Der Feind vermochte sich nur noch in den Mulden und auf den zum Aisnetal hinabfallenden Hängen zu hakten. Das Gelingen dieses deutschen Angriffs brachte die in Gegend der bewaldeten Höhe gegen den deutschen rechten Flügel vordringenden Franzosen in eine verzweifelte Lage. Denn als am 14. Januar der äußerste rechte Flügel der Deutschen seinen umfassenden Angriff wieder aufnahm und aus der Mitte— über Crouy— deutsche Truppen nun westwärts einschwenkten, da blieb den gegen die bewaldete Höhe vorgedrungenen Franzosen nichts anderes übrig, als sich zu ergeben. Ein Zurück gab es jetzt nicht mehr, da die deutsche schwere Artillerie das Aisnetal beherrschte. Am gleichen Tage wurde der Feind auch von den Hängen der Höhen von Vregny hinuntergeworfen, soweit er nicht schon während der Nacht gegen und über die Aisne zurückgeflutet war. Eine Kompagnie des Leib⸗ regiments drang bei Dunkelheit sogar bis in die Vorstädte von Soissons ein. Unsere Patrouillen säuberten das ganze Vorgelände bis zur Aisne vom Feinde; nur in dem Flußbogen östlich der Stadt vermochten sich französische Abteilungen noch zu behaupten. In den mehrtägigen Kämpfen bei Soissons wurde der Feind auf einer Frontbreite von etwa zwölf bis fünfzehn rischen Ueberlegenheit. Auf seiner Seite hatten die vier⸗ gemischte Jägerbrigade, ein Territoriglinsanteriere ziment außerdem Turkos, Zuaven und marokkanische Schützen gefochten. Von dieser Truppenmacht gerieten mehr als 5000 Mann in deutsche Gefangen⸗ schaft; die Kriegsbeute war sehr ansehnlich. Es wurden erobert nants Wichura gekämpft und gesiegt haben. 18 schwere, 17 leichte Geschütze, ferner Revolverkanonen, zahlreiche J Kilometer um zwei bis vier Kilometer zurückge⸗ worfen trotz seiner starken Stellungen und trotz seiner nume⸗ zehnte Infanterie⸗ und und fünfundfünfzigste Reservedivision, eine * Rec ereerelfez vehre, 1 Gewehr⸗ und Handgranaten, end⸗ lich außerordentlich gro Mengen von Infanterie- und Artillerie⸗ Munition.: K Diesen glorreichen Kampf führte die deutsche Truppe nach lan⸗ gen Wochen bes Stilliegens in einem Winterseldzuge, dessen Wit⸗ terung Regen schauer und Sturnmvinde waxen. Much an den Kampf⸗ tagen selbst hielten Regen und Wind an. Die Marsche erfolgten auf grundlosen Wegen, die Angriffe über lehmige Felder, durch ver⸗ schlammte Schüßengräben und lber zerklüftete Steinbrüche. Vielfach blieben dabei die Stiefel im Kot stecken, der deutsche Soldat focht dann barfuß weiter Was unsere wundervolle Truppe— zwar schmußig anzusehen, aber prachtvoll an Körperkraft und kriegerischem Geiste— da gr⸗ leistet hat, ist über alles Lob erhaben. Ihre Tapferkeit, ihr Todes- mut, ihre Wrsdauer und ihr Deldensinn fanden gebührende An⸗ erkennung dadurch, daß ihr oberster Kriegs herr, der in jenen Stun⸗ den unter ihnen weilte, die verantwortlichen Führer noch auf dem Schlacht felde nrit hohen Ordens aus zeichnungen schmückte. Belannt⸗ lich wurde General der Infanterie von Lochow mit dem Orden pour le merite und Generalleutnant Wichura mit dem Komtur des Hausordens der Hohenzollern ausgezeichnet. Neben einer energischen, zielbewußten und kühnen Führung und der großartigen Truppenleistung ist der Erfolg der Schlacht bei Soissons der glänzenden Zusammenarbeit aller Waffen, vor allem der Infanterie, Feldartillerie, Fußartillerie und der Pioniere zu verbgnken, die sich gegenseitig aufs vollendetste unterstützten. Auch die Fernsprechtruppe hat nicht wenig zum Gelingen des Ganzen beigetragen. Auf 1 und Führer solchen Schlages kann das deutsche Volk stolz seist. Das Urteil der französischen Presse. Paris, 17. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die fran⸗ l. Presse erklärt im allgemeinen, der Rückzug r französischen Truppen hinter die Aisne bei Soissons abe leine besondere Bedeutung, zumal die Deutschen den Fluß nicht hätten überschreiten können. Nur wenige Blätter 11 ein, daß es sich um eine bedeutende Aktion handelte. schreibt Oberstleutnant Rousset in der„Liberté“: Infolge der energischen deutschen Angrisse mußten die Fran⸗ osen das Plateau von Vreguy räumen, wodurch ein allgemeiner ückzug herbeigeführt wurde. Dieser Rückzug führte die Franzosen bis auf das line Aisne⸗-lser, weil, so sagt man uns, das Hoch⸗ wasser einen Teil der Brücken weggeschwemmt und die Verbindung gefährdet hatte. Dies ist allerdings ein Grund. Die Heeresleitung muß aber Maßnahmen treffen, damit bie schwere Schlappe, die wir erlitten haben, möglichst wenig Folgen hat. „Petit Journal“ schreibt: Der Rückzug, der infolge des 4 geboten erschien, ist immerhin ein Zusammenbruch un⸗ erer Ofsenstve an dieser Stelle,. Der Lyoner„Progss“ schreibt: Der Feind kann den tak⸗ tischen Erfolg, so klar er auch ist, nicht ausnutzen, aber unsere DO— ist durch die Anstrengungen der Armee Kluck zusammen⸗ 9 0 Aeußerungen holländischer Blätter. Berlin, 18. Jan. Der militärische Mitarbeiter des„Nieuwe 9 Courant“ schreibt, wie verschiedene Morgenbläͤtter berichten. den Kämpfen bei Soissons eine mehr als gewöhn⸗ deutung zu. Er weist auf die unannehmbare französische srstellung hin, daß die weggeschwemmten Brücken den Rückzug veranlaßt hätten, denn wenn über die Aisne keine Verstärkungen esandt werden konnten, wie komtten da jenseits der Aisne stehende rubpen sich zurückziehen? Auch die französische 72 daß eser Teilerfolg nicht auf die Totalopexationen rücwirken könne, ei unaunehmbax. Jedenfalls sei die französtsche Ofsensive nicht nur mißglückt, sondern habe einen wohlgelungenen Gegenangriff herbeigeführt.— Das bolländische Blatt„et Vaterland“ schreibt:„Die Niederlage der Franzosen scheint größer zu sein, als es sich anfangs aus den Berichten schließen ließ, großer was das verlorene Terrain angeht und größer vielleicht auch in den 7— Daß bei Ypern nunmehr die Frangosen den Deutschen gegenüber⸗ . wird von dem„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ bestätigt. ie Bevölkerung wohne, soweit sie in der Stadt zurückgeblieben sei, in den Kellern. Ein Telegrammwechsel zwischen dem Reichskanzler und Baron Burian. Wien, 17. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Minister des Aeußern, Baron Burian, hat aus Anlaß seines Amtsantrittes an den Reichskanzler Dr. v. Bethmann⸗ Hollweg. 9 4 ine, gerichtet: Durch die Gnade Seiner Majestät, meines allergnädigsten 7.— auf den Posten des Ministers des Kaiserlichen und König⸗ lichen Hauses und des Aeußern berufen, beehre ich mich, Ew. zellenz in dieser Eigenschaft zu begrüßsen. Die beiden ver⸗ b. ten Mächte haben nunmehr auch in ernster historischer Zeit den Wert des Bundes und des Freundschastsverhältnisses exprobt, das auf der altbewährten Treue und der engen Inter⸗ gemeinschaft beruhend die unverrückbare Grundlage ihrer Politik bilden muß. Ich bitte Ew. Exzellenz, mir in Aus⸗ 1 meines verantwortungsvollen Amtes dieselbe tatkräftige Unterstützung zuteil werden zu lassen, welche Höchstdieselben mei⸗ nen Amtsvorgängern bei der Pflege inniger und vertrauensvoller . zu der Kaiserlich deutschen Regierung angedeihen Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg antwor⸗ tete hierauf mit folgendem Telegramm: Ew. Exzellenz bitte ich, für die freundlichen Worte der Be⸗ grüßung meinen aufrichtigen Tank entgegenzunehmen. Ew. Ex⸗ 8 mögen sich meiner vertrauensvollsten Zusammenarbeit meiner rückhaltlosen Unterstützung bei der Lösung der er⸗ neuten und verantwortungsvollen Aufgaben sicher halten, zu der Sie die Gnade Ihres allergnädigsten Herrn berufen hat. In der unerschütterlichen Einigkeit und der treuen Freundschaft der verbündeten Mächte erblicke ich eine sichere Gewähr für gluͤcklichen Ausgang des uns aufgezwungenen Kumpfes. Ein Geschent des Kaisers an die österr.-ungarische Heeresleitung. Berlin, 18. Jan. Die von unserem Kaiser der österreichisch-ungarischen Armeeleitung zum Geschenk ge⸗ machte Antwerpener Panzerkuppel, in deren Mitte ein österreichisches 30,5-Ztm.-Geschoß steckt, ist gestern in Wien angekommen. Die österreichisch⸗ungarischen Berichte. Wien, 16. Jan.(WTB. 414 Amtlich wird verlautbart: 16. Januar mittags In Polen, Galizien und in den Karpathen ist die Lage unverändert. Am Dunajec— unsere Artillerie im— Tce e G. fepge und schwerer Artillerie abermals ne Erfolge. Der Sletvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 17. Jan.(WI Nichtamtlich) Amt wird verlautbart, 17. Januar mittags: Die Situatton ist un⸗ verändert. In Polen, am Dunajec und im Raume üdlich Tarnow Geschützkampf, der mit wechselnder 3 den ganzen Tag anhielt. In den Karpathen Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, schalleutnant. Freiherr v. Burian. Der neue Minister des Aeußern, Frhr v Buxian, hat sich deine diplomatischen Sporen in der Konsulatslaufpahn verdient. Sofia und Moskau, besonders in letzterer Stellung(1882 bis 18886 als Generalkonsul leistete ex hervorragende Dienste durch Berichte über die wachsende allslawische Bewegung. Infolgedessen wurde ex in den diplomatischen Dienst übernommen und als diylomatischet Agent nach Softa gesandt, wo er die schwierigen Anfänge des FJürsten Ferdinand und die russische Wühlarben gegen biesen auf⸗ merksam und erfolgreich beobachtete und zum außerordentlichen Ge⸗ sandten ernannt wurde. Nach dreivierteljähriger Dienstleistung im Auswärtigen Amt war er dann nacheinander Gesandter in Stutt- gart und in Athen. Die Verleihung des 222— und der Geheimratswürde waren weiterr Beweise der Zufriedenheit mit seiner Wirksamkeit. Wesentlich gefordert wurde er allerdings durch seine eheliche Verbindung mit der Tochter des alten Haudegens Fejervary, eines Lieblings des Kaisers. Wahrscheinlich würde Burian noch höhere Staffeln der diplomatischen Rangleiter er⸗ reicht haben, wenn nicht nach dem Tode des gemeinsamen Finanz⸗ ministerg Kallay, Mitte 1903, dieses Amt ihm übertragen worden wäre. Neun Jahre lang verwaltete er dieses und das ihm unter stellte Oklupationsgebiet. Seine Verwaltung sand nicht überall Bei⸗ fall, die Oesterreicher glaubten ihre Interessen in Bosnien und der Herzegowina durch ihn zugunsten Ungarns vernachlässigt, und noch mehr Widerspruch weckte auf die Tauer auch in Ungarn seine Be⸗ handlung der serbischen Bevölkerung, die er durch Milde gewinnen wollte, nach der Meinung seiner Kritiker aber dadurch nur um so leder machte. Die Vorbereitung der Verleihung einer Verfassung für Bosnien und die Herzegowina, die durch die Wiederbelebung der türkischen Verfassung nötig geworden war, war sein letztes wichtiges Werk. In seiner Denkschrift hierüber bezeichnete er die Angliederung der besetzten Provinzen als unerläßliche Vorstuse hierzu und leitete diese dadurch ein. Die Schvierigkeiten, die dann mit dem neugewählten bosnisch-herzegowinischen Landtage entstan den, führten dann zu seinem Rücktritt und zur Berufung Bilinskis. Nach kurzer Zurückgezogenheit wurde er im Juni 1913 ins Kabinett Tisza als Minister à latere, der als Vermittler in Wien ar⸗ beitet, berusen. Zum Minister des Aeußsern bringt er nicht nur gute diplomatische Vorbildung und genaue Kenntnis aller diplomatischen Vorgaͤnge, sondern, wie allgemein gerühmt wird, auch einen klaren Blick und große Ruhe und Entschlußfähigkeit mit. + 9 Greys Neujahrsglückwunsch an Rußland. London, 16. Jan.(WT. Nichtamtlich.) Anläßlich des russischen Neujahrs haben Sir Edward Grey, die Lords Crewe und Curzon sowie der Lordmayor von London Glückwunschdepeschen an die verbündete Macht gesandt. In der Depesche Greys wird die Zuversicht aus⸗ gesprochen, daß das kommende Jahr beiden Ländern solche Kriegserfolge bringen werde, daß die Errichtung eines dauernden Friedens und dessen Sicherung gegen künftige Angriffe möglich werde. Ein Konflitt zwischen Zar und Generalissimus? Berlin, 18. Jan.(Ctr. Bln.) Nach der„B. Z.“ sind in Sosia Verichte aus Petersburg eingelaufen, wonach zwi⸗ schen dem Zaren und dem Generalissimus Niko⸗ lai Nikolajewitsch ein Konflikt besteht, der 15 in letzter Zeit so verschärft hat, daß man die Absetzung des Generalissimus erwägt. Rußlands Finanzen. Kopenhagen, 16. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Rus⸗ lija Wjedomosti“ erfahren aus autoritativer Quelle, daß franzö⸗ sche und englische Kreditinstitute Rußland einen Kredit bis 17 Milltarden Franken eingeräumt haben. Von dieser Summe ent⸗ sallen auf Englands Anteil eine Milliarde, auf Frankreich 500 Mil- lionen. Da infolge der Aufhebung des Moratoxiums in Frankreich auch die dort lagernden Gelder des russischen Staates frei werden, so werde Rußland über freie Kredite von ungefähr 700 Millionen Rubel verfügen. Die Summe werde genü⸗ n, um die Coupons der Anleihen und die Bestellungen im Aus- ande zu zahlen. In Frankreich seien für die Anleihen ungefähr 170, in England und Holland 50 und in Deutschland 80 Millionen u zahlen. Es sei Vorsorge getroffen, daß die Coupons feindlicher 1 auch in neutralen Ländern nich ezahlt wer⸗ den. Man brauche also für den Schuldendienst nur 220 Millionen. Im übrigen seien die Bedingungen für die Kreditierung des 5 Stagtes im Auslande solche, daß auch der Abfluß von Geld nach Abschluß des Friedens aus Rußland verhütet werde. Die Rekrutierung in England. Berlin, 18. Jan. Die Londoner„Morning Post“ klagt über die geringe Anzahl der neuangewor⸗ benen Mannschaften. An einzelnen Tagen meldeten 115 nicht mehr als 200 Leute 2 Heeresdienst, während ie täglichen Verluste des englischen Heeres 500 bis 600 Mann betrügen. Richtigstellung einer Mitteilung des englischen Kriegsministers. Berlin, 16. Jan.(WTB. Nichtamtlich) Aus dem Gro ⸗ 11 Hauptquartier erfahren wir: Der englische riegsminister äußerte sich am 6. Januar dem englischen Oberhaus gegenüber folgendermaßen: Einige bedeutende Kämpfe 8 den englischen und den deutschen Truppen fanden am Dezember statt, als die Laufgräben von Givenchy, die von Indern besetzt waren, von den Deutschen heftig angegriffen wurden. Die Inder wurden bis zu einem gewissen Grade Über⸗ rascht. Einige Schütengräben wurden genommen, jedoch am folgen⸗ den Tage durch das erste Armeekorps, das sich in der Reserve bo⸗ sand, unter erheblichen Verlusten für den Feind zurückgewonnen. Die wiedergewonnene Linie ist seitdem behauptet worden.— Der englische Kriegsminister scheint diese Angaben auf Grund un⸗ richtiger Meldungen, die er von der Front erhielt, gemacht zu ben. Im Interesse unserer tapferen Truppen fann diese salsche rstellung der damaligen Errignisse nicht unwidersprochen blei⸗ ben. In einem fünftägigen schwexen Ringen vom 19. bis zum 24. Dezember gelang es uns, die 1 der 1 in ihrer — Ausdehnung zwischen einem ft. 1 Kilometer noͤrd⸗ ich von La Quinque-Rue und Givenchy in Besiß zu nehmen, an einzelnen Stellen sogar noch darüber hinaus Galnde zu ge⸗ winnen. Alle Versuche des Gegners, die verlorene Steltung Ar waren vergeblich. Noch heute sind wir in ihrem esit. Es ist demnach unrichtig, wenn der englische Kriegs⸗ minister sagt, die englischen Truppen hätten die verlorenen Schützengräben zurückerobert. Die Beute, die uns in diesen Kuͤmpfen in die Hände fiel, ist am 26. Dezember amtlich be⸗ e d be n usatz 17 am 26. te betrug: 19 1— 819 Farbige und Engländer, 14 Maschinen⸗ gewehre, 12 Mimenwerser, Scheinwerfer und sonstiges Kriegs ⸗ material. Preissteigerungen in England. Berlin, 18. Jan. Aus London e Blätter, daß die Preissteigerung der Kohlen, Brotes und der sonstigen Lebensmittel unter dem eng⸗ lischen Publikum große Unruhe erzeuge. Für den Fall einer deutschen Landung in England. London, 17. Jan.(WT. Nichtamtlich.)„Daily Mail“ berichtet: Anweisungen für die Zivilbevölkerung für den Fall einer deutschen Landung werden jetzt in jedem Kirchspiel Norfolks angeschlagen. Alle Pferde, Maultiere, Esel, Automobile, Wagen, Karren, andere Gefährte, Geschirre usw. müssen sofort nach einem bestimmten 2 gebracht werden, sobald die Behörden den Notstand in dem 2 proklamieren. Wenn sie nicht fortgebracht werden können, müssen sie vernichtet oder unbrauchbar 2 werden. Das Vieh muß auf die Straßen weggetrieben werden. Vieh, das sich in der Nähe des Feindes befindet, muß zusammengetrieben und nach bestimmten Schuß⸗ orten gebracht und im Notfalle getötet werden. Unausgedroschenes Er arbeitete in den Konsulaten zu Alexandrien, Bukarest, Belgrad, Getreide braucht nicht ohne Befehl vernichtet zu werden. Der Be⸗ * des Eigentums wird, soweit es die Umstände itlich gegeben. Wer dem Seel das Eigentum 22 und unbrauchbar zu 5 S verliert allen auf Gntschädigung. Obne be— 2 nir mand 2 1 Eisenbabn material. elektrische Licht- und Kraft stationen, Telegrapdenanlagen, Masserwerfe, Schleusen und Kais zu zersiören bersuchen. Die Zlvildevolterung soll, wenn sie leinen anderen Befehl erhalt, ruhig zu Oause bleiben. Die Mannschaft der„Kaiserin Elisabeth“. Wien, 17. Jan.(T. Nichtamtlich.) Die Firma Doehler e in zur u gestellt, n ie* reichischen Kreuzers„Kaiserin Elisabeth“ nach den Balle von Tsingtau kriegsgefangen nach Japan gebracht worden ist. 296 Mann und 4 Offiziere sesen in imat del Kobe an⸗ gekommen. Dex Kommandant sei mit dem ehemaligen Gouverneur „ Meyer: Waldech nach Fukuote gebracht worden Bon der Mannschaft seien 10 geiallen und 10 verwundet worden; der Ber⸗ bleib von 40 Mann sei unbekannt. Die Behandlung der Gesan⸗ genen durch die japanische Regierung sei sehr zurvortommend. Deutsche Entschädigung an eine schwedische Reederei. Hamburg, 16. Jan(WT. Nichtamtlich) Der„Ham- burgische Correspondent“ teilt mit: Der am 6. und 7. Dezember bei Mintyluoto im Bottnischen Meerbusen erfolgte Untergang von drei schwedischen Dampfern durch Aufstoßen auf Minen wird in ganz Deutschland, insbesondere in Handels- und Schiffahrtskreisen. lebhaft und herzlich beklagt. Der Ursprung der Minen wie wir erfahren, trotz der nunmehr abgeschlossenen eingehendsten Er⸗ mittlungen nicht mit Sicherheit sestgestellt werden konnen Immer⸗ hin ist bei der Unsicherheit des Ergebnisses dieser Untersuchung die Moglichkeit nicht ausgeschlossen daß es deutsche Minen waren Um in beruflichem und menschlichem Mitgefühl den Hinterbliebenen der bei jenem Unglück ums Leben gekommenen braven schwedischen Seeleute wenigstens materielle Hilse angedeiden zu lassen. ist auf Anregung der Herren Ballin Hamburg), Lohmann und Heineken(Bremen),, Sartori(Fiel, Kunstmann Stettin) usw. in deutschen Handels- und Sccissabetbtreisen eine Sammlung veranstaltet worden, die den Betrag von 200.009 Mark ergab, der, wie wir hören, der Reederei⸗Aktiengesellschaft „Svea“ in Stockholm von Hamburg aus übersandt wurde. Stiftung aus den Vereinigten Staaten. Berlin, 16. Jan.(WTB. Nichtanrtlich.) Der Natio⸗ nalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Seen ind von dem„German Reltef Fund“ in New Pork laut Schreiben von Paul G. Schnigler, dem Präsidenten des Komitees in New Vork, 200 000 Mark zugegangen. Dies ist ein Beweis, daß die deutschen Lands⸗ leute jenseits des Ozeans des deutschen Vaterlandes auch werktätig gedenken. Es wird hierdurch der wärmste Dank der Nationalstiftung für die hochherzige, bedeutsame Spende ausgedrückt. Weitere Spenden sind dringend erbeten. Es werden auch gute Staatspapiere und Obligationen ent⸗ 8 Die Geschäftsräume befinden sich in Ber⸗ lin NW. 40, Alsenstraße 11. Die Sozialisten der feindlichen Länder. Lyon, 17. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Napubli⸗ cain“ meldet aus Paris: Die sozialistische Gruppe trat am 16. Januar in der Kammer zu einer Beratung zu⸗ sammen, welcher Sembat und Guesde sowie der bel⸗ Fabde Minister van der Velde beiwohnten. Dieser unter⸗ reitete den Vorschlag der englischen und belgischen Sozia⸗ listen bezüglich einer eventuellen Zusammenkunft der Sozia⸗ listen der verbündeten Staaten, um die Bedingungen, unter denen der Krieg fortgeführt werden solle, zu 2 und die Gesichtspunkte über den Krieg darzulegen. Die Gruppe ist dem Vorschlag im allgemeinen günstig gestimmt. Sie ist jedoch für eine Weiterführung des Krieges bis zum vollständigen Sieg der Verbündeten. Ein endönltiger Be- schluß wurde nicht gefaßt. Die geflüchteten Belgier. Basel, 17. Jan.(WT. Nichtamtlich.) Den„Basler Nachrichten“ zufolge sind nach den Feststellungen bes aus olland gap Ministers Helleputte im ganzen 00 000 Belgier nach Holland geflüchtet. In⸗ zwischen ist die Zahl auf 200 000 angen. Etwa 500 000 sind nach Belgien zurückgekehrt. Eine Zweiglinie der Handelsbahnen zum Anschluß an Aegypten. Konstantinopel, 17. Jan.(Nichtamtlich) Die Kam⸗ mer nahm den Voranschlag der He nen, der einen außerordentlichen Kredit von 200 fund für eine Zweig linie zum Anschluß an Aegypten vorsieht, an. Aus dem Reiche. Der Geburtstag des Deutschen Reiches wurde in Magdeburg mit einer Feier begangen, die als ortlichen Charakter hatte Der Führer der konservativen Partei. vo nHeydebrand, hielt die Ffestrede, in der wir müßten England gegenüber die Sprache sprechen, die es an⸗ deren Völkern 4 anwandte, dann Ruhe ins Wanken kommen, dann aber hätten wir das Wort Friede, der gemacht werde, dürfe nicht nur ein Friede der matenfurst sein, sondern einer, den das ganze deulsche Volf und billige. Die bis würden bletben, aber man einander ete. af Wabttet ann. Wet gi. Ar 4. können, daß der ieren in man en konnen, Gegner einst das deutsche Vaterland miwerteidigt habe. Der Dank des deutschen Heeres. (WT B.) Berlin, 17. 4 1.) Es wird fol- ane: der Armee für die Weihnachtsspende ver⸗ oͤfsentlicht: Treusorgende Liebestätigkeit in der Heimat aus allen Kreisen der Bevölkerung hat es nbelicht, daß reichliche Weihnachts ⸗ aben allen unseren Mannschaften im 1 57 werden onnten und e orge ein neues Band zwi b hart am Feind im Schützengraben, ob au 75 undeter im denkens aus der Fern gebende Arbeit 2 Berlin, 18 Jan. Der König von Württemberg nahm gestern in Stuttgart eine Parade der Jugendwehr ab und sagte, er freue sich, des frischen Ausschwunges, den die Jugend⸗ wehrbewegung genommen habe chweren wir lebten, 15 es von een 5 die es körperlich, aber auch im Geiste unserer tapferen Armee ausbilde, e ö „* N 5 Violine Herr Wallau) die Darbietungen. verstorbenen ehemal. Direktor des Gießener Gas- 5 — 17. dieser nachzustehen und womöglich noch in diesem in ihre Reihen zu treten. erlin, 16. 9 Nichtamtlich.) Die Spiritus⸗ dentrale teilt mit: it der letzten im Oktober 1914 vor⸗ genommenen Preisfestsetzung hat sich die Geschaftslage insosern geändert, als die Einnahmen erheblich hinter dem Vor⸗ anschlag zurückgeblieben sind. Hieraus entspringt die Notwendig⸗ keit, den Brennereibetrieb stärker anzuregen. Zu diesem Zweck hat sich der Gesamtausschuß gestern entschlofsen, den Abschlags⸗ preis, der bisher 50 Mark betrug, ab 18. Januar auf 54 Mark zu erhöhen Die Verkaufs preise wurden für unvergällten Brannt⸗ wein um fünf, für vergällten um vier Mark heraufgesetzt. Die Preise für Brennspiritus in Flaschen sind unverändert geblieben. Dresden, 17. Jan.(WTB. Nichtamtlich) Der Sächfische Landesdienst meldet: Eine Abordnung des Deutschen Städte⸗ tages hatte dem Kaiser Meldung über die OHindenburg⸗ Spende erstattet. Hierauf ist gestern bei Oberbürgermeister Beutler⸗Dresden folgender telegraphischer Dank eingegangen:„Der Haise Ace die Meldung von der hochherzigen Hindenburg⸗Spende der deutschen, Städte mit großer Freude entgegengenommen und läßt für diese reiche Gabe zum Schuß des heldenmütigen Ost⸗ egen den russischen Winter 2 755 danken. Auf Aller⸗ alentini.“ Aus Stadt und Land. Gießen, 18. Januar 1915. ** Ritter des Eisernen Kreuzes. Ers.⸗Res. Aug. Nack aus Worms. tmeister Joh. Holl von Worms⸗ Hochheim(bei den Darmstädter Dragonern). Amtsrichter Meyer am Amtsgericht in Offenbach a. M., zurzeit Ober⸗ leutnant und Kompagnieführer im Inf.-Regt. 168. Herm. Rothermel aus Wald⸗Michelbach. Fahnenjunker Back⸗ haus und Landwehrmann Richter im Jägerbataillon 11. berjäger Funke in Manderbach. Leutnant d. R. Mess⸗ ner von Wetzlar, Feldart.⸗Regt. 13. Res. Arthur Haas aus Groß⸗Bieberau. Vizefeldw. Reising aus Kocherbach. Off.⸗ Stellv. Stephan Zilliken im Fußart.⸗Regt. 14. Dragoner heeres g höchsten Befehl Geh. Kabinettsrat v. ——— Aug. Kilo aus Löhnberg, im Drag.⸗Regt. 6. Feldw. Sel⸗ Kr zer aus Herborn. Garde⸗Grenadier Hermann Käppele aus iger. Off.⸗Stellv. Förster Bartholomäi aus Fleisbach. Utff. Wilhelm Drechsler aus Ober- Rosbach. ** Für den zweiten hessischen Hilfslaza⸗ rettzug hat bekanntlich die evangelische Landeskirche Kol— lekten und Sammlungen ihrer Gemeinden zur Ver- fügung gestellt. So viel bis jetzt bekannt geworden ist, hat in Stadt und Land ein reger Wetteifer für diese Aufgabe, die jedermann so verständlich ist, eingesetzt. Hier in Gießen sind afür bereits gegen 2500 Mark eingegangen. Außerdem ar- beiten unsere Gemeindefrauenvereine, wie die des ganzen Landes, mit großer Hingabe an der inneren Ausstattung des Zuges. Die Sammlungen werden erst Ende dieses Monats abgeschlossen. In den Kriegsbetstunden und von den Pfarrern der vier Gemeinden werden noch Gaben entgegengenommen. Größere Gaben können auch bei der Mitteldeutschen Kredit— banl eingezahlt werden. * Unterhaltungsabend im Soldatenheim. Ein Feldgrauer schreibt uns:„Am Samstag hatte man uns zu einer Unterhaltungsstunde in das Soldaten— heim eingeladen. Nach einer kurzen, herzlichen Begrüßung durch Herrn Geh. Rat Prof, Dr. Haupt eröffnete der Vor— trag des„Hochzeitsmarsches aus dem Sommernachtstraum“ (Klavier 4händig.— leider weiß ich die Namen der aus— führenden Damen nicht— Cello: Herr Prof. Haupt und Herr Höcker bot eine glückliche Auswahl ernster, zeitgemäßer Dichtungen und fand besonders mit 55 Lissauers„Haßgesang an England“ starken Beifall. Herr Wallau spielte dann mit schönem, innigem Vortrag als Violinsolo das Schlummerlied von Schumann und einen deutschen Tanz. Zwei vier— händig flott und sicher gespielte Militärmärsche von Schubert leiteten den heiteren Teil ein, den Herr Göttig übernommen hatte.„Meiers Urlaub“ von Frhr. v. Schlicht, und die„blühend blödsinnige“ Geschichte„Wie es kom— pliziert war, bis ich in die Sommerfrische kam“, verfehlten ihre Wirkung nicht.— Ein„Wohltäter der Armee“ lud uns dann noch zu einer Tasse Kaffee nebst einer Zigarre ein, die dankbar angenommen wurde. Es ist mir eine angenehme Pflicht, im Namen meiner Kameraden, sowie der anwesenden Mitglieder der Garnison den Mitwirkenden unseren herzlichsten Dank auszusprechen, den wir mit dem Wunsche verbinden, noch oft derartige schöne Mittage in den traulichen Räumen verleben zu dürfen. Und wenn wir wieder draußen im Kampfe stehen, werden wir immer gern an das gastliche Gießener Soldatenheim zurückdenken.“ » Hohe Ee ung. Ossizier-Stellvertreter Gustav Feyh, geboren zu Wallernhausen, früher in Rockenbera, jetzt in dae(Hessen, Mitglied des Zweigvereins Gießen des Bundes deutscher Milltäranwärter, hal als Sechzigjähriger an den Kämpfen in Rußland teilgenommen; er wurde zum Feldwebel⸗ Leutnant betördert und hat für seine Tapferkeit das Eiserne Kreuz erhalten. 2 Oberst Chalons, der bisherige Kommandeur des Gefangenenlagers und Garnisonältester der Garnison Gie— ßen, ne irkung vom 14. Jan. von hier versetzt wor⸗ den. An seine Stelle tritt Generalmajor von Peters⸗ dorff. Mit dem zufällig zur gleichen Zeit eingetretenen el im Kommando des Landsturmbataillons hat diese 5 nichts zu tun. Die betreffende Notiz in einem hiesigen Blatte beruht auf einem Irrtum. * Stadttheater. Für die Aufführung von Suder⸗ manns„Johannisfeuer“ in der Dienstag-Abonnements⸗ vorstellung gibt sich lebhaftes Interesse kund. Tie Vorstellung, die unter der Spielleitung von Oberregisseur Dworkowski steht, bringt in Hauptrollen die Damen Stettner, Jüng⸗ ling, Frenzel und Wengerdt sowie die Herren Stein- hofer, Rotteck und Schubert. n Direktor Bergen f. Mit dem am 15. d. 2 5 un Wasserwerks Otto Bergen ist ein Mann aus dem Leben schieden, dessen Sein und Trachten dem Wohle seiner Mitbürger gewidmet war. Im Jahre 1840 als Sohn eines Sn in Biedenkopf geboren, widmete Bergen sich nach eifriger Selbstbildung dem technischen Berufe, in dem er bald praktisch sich betätigen konnte. Am Weihnachts- abend des Jahres 1856 erstrahlte die Stadt Gießen zum ersten Male in Gaslicht. Das„weit vor der Stadt“ von der Firma August Riedinger in Jahn 2 unter Leitung eines 2 3 enieurs, John Tebay aus Lon⸗ iker Ingenieurs Heß über. Dieser sandte den 5— D* möglich machte. Bergen widmete seine ganze Arbeitskraft dem ihm anvertrauten Werke mit dem Erfolge desselben stetigen Aufblühens, wie es das in den 8ber Jahren an⸗ gegliederte Wasserwerk erfuhr. Als Mann, der sich den verautwortungsvollen Posten von der Picke auf durch eiser— nen Fleiß errungen, war er allen Ratschlägen seiner Mit⸗ arbeiter zugänglich und erreichte damit ein dem Werke förderliches stabiles Verhältnis unter den Beamten. Wurde Bergen in beruflicher Hinsicht seinen Aufgaben gerecht, so hielt ihn dies nicht ab, seine Kenntnisse und Fähig⸗ keiten in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Sein Wirken im Gewerbeverein, im Deutschen Verein der Gas- und Wassersachmänner, im Mitteldeutschen Gas⸗ Ind Wasserfachmännerverein, im Gabelsberger Stenographen⸗ Verein, im Kunstverein, im Kirchenvorstand und in einer Reihe anderer gemeinnütziger Vereinigungen trug gate Früchte. Seine angeborene Befähigung im Zeichnen und seine rege Phantasie traten besonders in seinen Steno— graphischen Bilderbogen und Stenographen⸗Diplomen zu⸗ tage. Auch der Poesie wußte Bergen manche gute Seite abzugewinnen und bei passenden Gelegenheiten dem Hu⸗ mor Geltung zu verschaffen. Die silberne Hochzeit begehen morgen, Dienslag, — Eheleute Karl Volz und Frau, geb. Sippel, Frankfurter Straße. Kreis Büdingen Nidda, 15. Jan. Von in Nidda Geborenen und dort wohnhaft Gewesenen oder durch verwandtschaftliche Bande dort oft] M Weilenden sind bis jetzt auf dem Felde der Ehre gefallen oder an ihren dort erhaltenen Wunden verstorben 8 Krieger, von Unter⸗Schmitten 1, von Kohden 1. Nachdem am Totensountag das Andenken der 5 ersten geehrt worden ist, wird am 24. Januar die Gedächtnisfeier für die letzten 5 in der Kirche zu Nidda gehalten werden. Neuerdings ist wieder ein Sohn unserer Stadt in Nordfrankreich schwer verwundet worden. Zwei Krieger einer von hier und einer von Kohden) sind bis jetzt vermißt, und ist über ihr Schicksal noch nichts bekannt geworden. Auch über einen krieger von Bad Salzhausen hat man keine bestimmten Nach⸗ richten. Die Briefe der zahlreich aus dem Kirchspiel im Felde Stehenden zeugen von dem Mut und dem festen Willen, mit Gottes Hilfe den Kampf zu einem siegreichen Ende zu führen. Für den geplanten zweiten Lazarettzug werden sowohl Kirchenkollekten er⸗ hoben, als auch vom Frauenverein Sammlungen eingeleitet. Die in einzelnen Orten unserer Umgebung gesammelten Beträge haben bereits ein sehr gutes Ergebnis gehabt. Sehr in Mitleidenschaft gezogen durch den Krieg sind unsere Lehrer. Sie müssen außer ihrem Dienst an der sechsklassigen Schule auch noch den Dienst in Unter⸗Schmitten und Michelnau versehen. Kreis Wetzlar. wWetzlar, 17. Jau. Auf Antrag der hiesigen Handels— kammer erhält der Bahnhof Wetzlar en 8 stge bände, das unmittelbar an der Ueberführung foweit im Rohbau vollendet da— steht. Die mit Ausbruch des Krieges errichtete Speisehalle für durchziehende Truppen ist von der Vildfläche verschwunden. So— bald die Witterungsverhaltnisse es gestatten, wird auf dem ge— räumigen Vorplatz mit dem Erweiterungsbau des Stations- gebäudes begonnen. Der alte Bau wird ausschließlich für Wartesäle eingerichtet. 1 Hessen⸗Nassau. h. Seck, 17. Jan. Die Wirtschaftsgebäude des hiesigen Pfarrhofes wurden samt ihren Vorräten durch einen Brand bis auf die Grundmauern eingeäschert. Das Pfarrhaus konnte vor der Vernichtung bewahrt bleiben. „ h. Höch st a. M., 17. Jan. Beim Spielen stürzte das fünk. jährige Töchterchen des Fuhrwerksbesitzers Retz in den hoch— 8 und ertcank, ehe ihm Hilfe gebracht werden onnte. O Wiesbaden, 16. Jan. Der in New York wohnhaft ewesene, in Wiesbaden geborene und in Langenschwalbach im Sommer vorigen Jahres verstorbene Geheime Kommerzienrar Hugo Reisinger hat der Stadt Wiesbaden testamentarisch 25000 Dollars vermacht, die seine Testamentsvollstrecker ver— wenden sollen für die Errichtung eines Brunnens in seiner Vaterstadt Wiesbaden, der nach den Entwürfen deutscher Bildhauer und Architekten ausgeführt werden soll. Aus dem nach der Aus— zahlung der ausgesetzten Legate verbleibenden Rest seines Vermögens sollen seine Testamentsvollsirecker ein Hugo Reisinger⸗ Kinderhosprtal für arme Kinder unter 14 Jahren in der Stadt Wiesbaden errichten, ausrüsten und unterhalten. Wie hoch der Rest des Vermögens ist, sieht noch nicht fest. — Das Erdbeben in Italien. Rom, 16. Jan.(WTB. Nichtamtlich.)„Giornale d'Italia“ meldet: Nach neuen Meldungen dürfte die Zahl der durch das Erdbeben Getöteten betragen: in Avezzano 10000, in Pes⸗ eina 5000, in Celano 4000, in Sora mehrere Tausend und in jedem der am Fueiner See gelegenen verwüsteten Orte meh⸗ rere Hunderte. Die Gesamtzahl der Opfer des Erdbebens dürfte sich auf 30 000 belaufen.— Der Pa yst begab sich am Nachmittag aufs neue in das päypstliche Hospital Santa Marta. um die bei dem Erdbeben Verletzten zu besuchen. Sora, 16. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Heute nacht um 11 Uhr setzte ein neuer starker Erdstoß die Bevölkerung in Schrecken; sie flüchtete ins Freie. Soldaten suchten die Be⸗ wohner zu beruhigen. Die Erschütterung brachte einige Mauern, die schon gefährdet waren zum Einsturz. Rom, 17. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Der König stif⸗ tete 300000 Lire zum Besten durch das Erdbeben ver⸗ waister minderjähriger Kinder. Der Betrag wird in Staatsanleihen dem von der Königin Helena gestisteten Patronat für verlassene Kinder zugeführt. Die Königin ordnete die Ein⸗ richtung eines kleinen Hospitals im Quirinal an, das un⸗ versorgte Kinder aufnehmen soll. * vermischtes. nn ni, Ueber die großen Vorzüge einer Nachbehandlung der Wunden mit Ultraviolettlicht macht Stabsarzt Dr. V. Hufnagel, der im . Namur verwundete Krieger behandelt, in der eutschen Medizinischen Wochenschrift interessante Mitteilungen. Er wendet bei schweren und schlecht heilenden Wunden Quarzauecksilber⸗ Dampflampen an und wechselt mit lokaler und allgemeiner Be⸗ strahlung ab. Die Wirkung ist schon nach 5—6 Behandlungen verblüffend. Die Wundflächen trocknen rasch ein, reinigen sich und heilen; es erfolgt eine wesentliche Besserung des Allgemeinbefin⸗ dens die sich in einer günstigen Beeinflussung des Appetites, des Schlafes und der Schmerzen äußert. Unter dem Einfluß dieser Behandlung nehmen die Patienten auch an Gewicht zu; so wog ein Deutscher nach acht Bestrahlungen von 3—7 Minuten Dauer in 12 Tagen 3,8 Klgr. mehr, und ein durch einen Brustschuß stark heruntergekommener Franzose nahm in 6 Tagen nach 5 Be⸗ handlungen von 2—8 Minuten Dauer 3 Klgr. zu. Die Wir⸗ kung der Quarzlampe, die bei 110 Volt 1200, bei 220 1500 Kerzen Lichtstärke 1 gleicht völlig der des Sonnenlichtes. Eine Reihe von Versuchen, die Dr. Hufnagel zur Herstellung von Zelloidin⸗ papierkopien von Röntgenplatten unter dieser„kunstlichen Höhen⸗ sonne“ bei sonnenarmen Tagen anstellte, bewies ihm, daß sie wirk⸗ lich die Sonne zu ersetzen vermag. —B b Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Das Austragen der Brötchen. Der Beschluß der Bäckerinnung, das Austragen der Brötchen strengstens zu untersagen, hat in der Bürgerschaft Befremden erregt. Es wäre wohl angebracht, wenn die Innung eine öffentliche — Aufklärung gäbe, warum dieses Vorgehen beliebt wurde. Das Pu⸗ blikum war es seit undenklicher Zeit gewohnt und darauf an⸗ gewiesen, seine Bäckerwaren ins Haus gebracht zu bekommen, f dieser Brauch hätte, wie in anderen Städten, z. B. Frankfurt, so auch hier ganz gut beibehalten werden können. Denn ob nach Be⸗ endigung des Krieges die Nachtarbeit wieder in Kraft tritt, stehl ja noch keineswegs fest. Alte und treue Beziehungen der Bäcker zu ihren Kunden werden nun durch den Beschluß der Innung zerrissen, denn nicht jede Haushaltung hat Zeit und Hilfskräfte genug für einen täglichen, unter Umständen ziemlich weiten Weg zu ihrem früheren Bäcker, man nimmt dann wohl oder übel seinen etwaigen Bedarf bei einem neuen Bäcker in der Nähe. Dem Vernehmen nach soll der Beschluß mit 17 gegen 11 Stimmen gefaßt worden sein. Jene 17 Bäcker würden gut daran tun, ihre Abstimmung wieder rückgängig zu machen und dem Publikum mehr entgegenzukommen. Damit würde zugleich der Gefahr vorgebeugt, daß ein Teil des Austragepersonals seine Stellung verliert. S. „Wir geben vorstehendes„Eingesandt“ wieder, weil es die Auffassung eines beträchtlichen Teiles des Publikums widerspfegelt. Auf Grund von Erkundigungen an der zuftändigen Stelle sei aber folgendes dazu festgestellt: Der springende Punkt ist die unter allen Umständen anzustrebende Ersparnis von Weizenmehl. 7 Dadurch, daß man die Brötchen nicht austragen läßt, hofft man mit Recht, den Brötchenverbrauch noch weiter einzu⸗ schränken. Die Bäckerinnung kommt mit ihrem Beschluß nur den 25 Wünschen der Regierung entgegen, und man hat darin ein durchaus berechtigtes Verhalten ohne Rücksicht auf den eigenen Vorteil und keine unnütze Härte gegen das Publikum zu erblicken. Redaktion des„Gieß. Anz.“ Dr. Liebknecht in der Presse des Auslandes. Zürich, 18. Jan. Unter dem Titel„Ein internatio⸗ nales Mißverständnis“ wendet sich der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Dr. Eduard David in dem Züricher sozialistischen„Volksrecht“ gegen die Lobsprüche, die sein Fraktionskollege Dr. Liebknecht in der Presse des feind⸗ lichen Auslandes erntet, und sagt: 3 Die Lobsprüche der„Times“, des„Temps“ und des„Matin“ mögen Dr. Liebknecht bedenklich stimmen, und auch die Lobsprüche in der sozialistischen Presse des Auslandes ihm keine Freude ma⸗ chen. Der Gefeierte selbst ist verpflichtet, das schillernde Schein⸗ gebilde des Ruhmes anzuhauchen, und zwar kräftig, wenn er es mit der Wahrheit halten und sich selbst treu bleiben will. Die sranzösischen und englischen Sozialisten haben für ihre Länder ge⸗ nau so wie die deutschen Sozialisten für Deutschland gehandelt. ja mehr noch, ihre volle Solidarität durch Eintritt in die Re⸗ gierung betätigt, praktisch also viel schärfer gegen Liebknechts Wei⸗ sungen verstoßen. Sie klatschen ihm trotzdem Beifall, obgleich Lie⸗ lnecht nur in den von Her vs verlassenen Fußstapsen eines vater⸗ landslosen Kosmopolitismus marschiert. Die Liebknechtsche Lehre ist gut für eine kosmopolitische Sekte mit anarcho⸗sozialistischer Kampfmethode, aber für eine Partei, die reale Politik treiben und 1 in den Volksmassen das Vertrauen nicht verlieren will, gänzlich unannehmbar. 8 Die Stellung der deutschen Sozialdemokratie zum Kriege. Kopenhagen, 18. Jan. Die„National Tidende“ hat sich an den sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten v. Vollmar gewandt mit dem Ersuchen, 5 über die Stellung der deutschen Sozialdemokratie zum Kriege auszu⸗ sprechen. Das Blatt veröffentlicht nun folgende Antwort v. Vollmars: 1 Sie wünschen, daß ich Sie darüber unterrichten soll, welche Stellung der deutsche Arbeiterstand in dem gegenwärtigen Kriege einnimmt. Um diese Frage zu beantworten, braucht es nicht vieler Worte. Es ist wohl bekannt, welche Ziele die politische und ölo:⸗ nomische Vertretung des Arbeiterstandes samt der sozialdemo⸗ kratischen Partei und den freien Fachvereinigungen erstreben und welche harten Kämpfe sie seit vielen Jahren mit den Regierungen und den herrschenden Klassen geführt haben. Aber jetzt, da L 9 land von außen bedroht ist, muß die innere Abmachung in den Hintergrund treten und für eine günstigere Zeit aufgeschoben werden. Im Augenblick ist das deutsche Volk nur beseelt von dem einzigen unbezähmbaren Willen, näm⸗ lich das Vaterland zu verteidigen, seine Unabhängigkeit und seine N Kultur gegen die Feinde rings umher und nicht eher zu ruhen, als bis diese besiegt sind. Es gibt leinen Deutschen, der nick jedes noch so große Opfer bringen würde, das von ihm verlangt wird, um dieses Ziel zu erreichen. Wenn man daran im Aus⸗ lande zweifelt, wird man sehr enttäuscht werden. Die Kämpfe um Ppern. 5 Amsterdam, 18. Jan. Aus Ypern erfährt der„Nieuwe Rotterdamsche Courant“, daß die Stadt noch immer im Bereich der deutschen Kanonen liegt, die von Zeit zu Zeit das Bombardement erneuern. Fast alle öffentlichen Gebäude und Privathäuser sind mehr oder weniger beschädigt. Ein Teil der 4 Bevölkerung ist in der Stadt geblieben und wohnt in den unteren 78 Stockwerken und in den Kellern. Eine Knappheit an Lebensmit⸗ teln soll nicht vorhanden sein. Das Leben in Antwerpen. 5 Rotterdam, 18. Jan. Aus Antwerpen wird gemeldet: Gestern bezahlte die Stadt die Schuld von 40 Millionen Franks. Alle Requisitionen werden jetzt bar bezahlt. Das Verhältnis zwi⸗ schen dem Militär und der Bevölkerung ist gut. In Antwerpen herrscht keine Knappheit an Lebensmitteln, doch liegt die Industrie, da Rohmaterial fehlt, darnieder. 5 Die österreichischen Verlustlisten. Wien, 18. Jan. Nach den bisher ausgegebenen 100 Verlustlisten sind 8980 Offiziere verwundet, 2263 fallen, 628 kriegsgefangen. Die Mannschaftsverluste betra⸗ gen 231 160 verwundet, 40 827 tot und 9502 kriegsgefangen. Von den Verwundeten sind viele bereits auf den Kriegs⸗ schauplatz zurückgekehrt. f Die Stimmung unter der südafrikanischen Bevölkerung. Haag, 18, Jan. In Holland aus Südafrika eingetroffenen Nachrichten zufolge ist durch die Zwangsaushebungen eine sehr ge⸗ fährliche Stimmung unter der südafrikanischen Bevölkerung eingetreten. Mehrere Kommandos folien, discher Bürger, die gegen Deutsch-Südwest gesandt werden sollten, rebellierten und weigerten sich, außerhalb der Grenzen des eigenen Landes verwandt zu werden. Die Anführer der Widerspenstigen sollen zu Zwangsarbeiten verwandt werden, was die Erbitterung weiter Kreise natürlich verstärkt hat. * Das Erdbeben in Italien. Rom, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Nach dem Bericht des Geodynamischen Zentral⸗Observatoriums sind die Erderschüt⸗ terungen in der Abnahme begriffen. Die Blätter bringen noch weitere, verspätet eingetroffene Berichte von den Folgen des 2 Erdbebens, durch die die Zahl der Getöteten und Verletzten noch eine Steigerung erfährt. So wurden in Cittaduoale 150 Personen etötet und auch viele andere verletzt. Nach der„Tribuna“ ist Ee onnche, ein Ort von 500 Einwohnern, zerstört, ebenso Ca- nistro, wo in der Kirche, während der Priester die Messe las. von 60 Personen 50 unter den Trümmern begraben worden sind. n Capistrello beträgt die Zahl der Opfer etwa 200. In Rom 5 bisher. 4500 Flüchtlinge an, von denen 2000 verletzt sind. — Wie„Osservatore Romano“ mitteilt, hat der Papst den Bischösen der betroffenen Diözesen Unterstützungen übermittelt. Es sind ihm für diesen Zweck bisher etwa 20 000 Lire an Spenden zugegangen. 7 N Einer Mitteilung der Lotteriebank Gm b. O., Eisenach zufolge findet die Ziehung der 5. Eisenacher Museumslotterie, die für den 19. und 21. Dezember angesetzt worden war, unwider⸗ ruflich am 13. und 15. März 1915 statt. 1b Herrn J. Hahn(Klavier) u. d. Bauerschen Gesangverein. Festrede: Eintritt 40 Pig. Mitglieder 20 Pfg. Veranstaltet vom Alldeutschen Ver baud. Montag, 18. Januar, 3 Uhr, in Klubsaal: Roichsgründungsfeier. Unter gütiger Mitwirkung v. Frl. J. Stammler(Gesang), 2 Frhr. v. Vietinghoff-Scheel. Feldpost- Schachteln jeder Art und Grosse. Billaste Bezugsquelle fur Wiederverkäufer.— Man verlange Probesendung Ernst Balser Giessen Telephon 615 1 Mäusburg 11 Talionaler Frauendiensl Allgem. Deutscher Frauenverein Ortsgruppe Gießen. Vas Vervacken, Schreiben und Adreisteren von Jeldpost sendungen besorgt bereitwilligst und uneutgeldlich: tag, Mittwoch und Freitag von 10 bie 12 ÜUbr vorm.: Süd⸗Anlage 411, Frau Professor Kalbfleisch. Außerdem exteilt Auskunft über 5 Jeldpostbriese gern u. unentgeldlich in ihrer Sprechstunde die Frauenrechtsschutzstelle Gießen. Mittwoch Nachm. 6¼—8 Uhr im alten Ratbaus. Einen Posten etwas trüb gewordener Schweizer Stickereien mit 15% Rabatt. J. Kaan jr. Kreuzplatz 10. 480 Telephon 893. Bekanntmachung. Reichswollwoche. In der Zeit vom 18 bis 21. da. Mis. findet im Deutschen Reich eine Reichswollwoche statt. br enweck besteht darin, die in den Familien vorbandenen' uberflüssigen warmen Sachen und getragenen Kleidungastlcke zu sammeln und daraus für unsere im elde stehenden Truppen Ueber- zlehwesten, Unterjacken, Beinkletder und vor allem Decken anzuseviigeu. Mit der Durchführung in der Stadt Gießen beauftragt, bitte ich die bieslge Bürgerschaft, hierfür geeignete noch gut erbaltene Sachen(Anzüge, Ueberzüge, Unterhosen, Unterjacken, Umschlagtücher, Decken, Teppiche. Laufer, Vortteren usw.) zu stisten und den noch zu be zeichnenden Sammelstellen zuzufübren. Diejenigen Familien, in denen ansteckende Krankheiten berrschen, bitte ich, sich im Interesse der Allgemeinheit an dem Liebeswerk guf diese Weise nicht zu beteiligen. Gießen, den 16. Jaunar 1015. Der Oberbürgermeister: Keller * 0 Holzversteigerungen der Gräflichen Oberförsterei Laubach. I. Montag, den 25. Jannar 1915 nach der Zusam,: menkunft 10½% Uhr am Pflanzgarten des Meviers Freien seen aus: 1) Ziegenberg ih, Buchen Ri.: ut Scheit 1 und 2. Kl., 180% Knüppel 1. und 2. Kl., 52.4 Stücke, 100 Astreiser kenknuppel. 2) Welterauerberg u, Buchen Nm.: 77% Scheit, 50% Knüppel, 14.2 Stöcke, 10 Ast⸗ reiser. 3) Welterauerberg b, 3, 1, Buchen Rm: 2012 Scheit 1. und 2. Kl., 1323 Knisppel 1. und 2E 0 Stöcte, 21 Retsertnuppel, 77 Astreisex, 08 Kirschbaum⸗ schelt, 88 Eichenknüppel. 1) Steinbiegel In, Buchen Rm: 1 Knuüypel 2. Kl.: 1.7 Birkenknupvel 2„Kl., Kohlreiser und Leseholz flüchenwelse. Für auswärtige Steigerer stebt um 9.24 Ubr am Bahnhof Laubach, zu dem um 9 Uhr in 8 abgebenden, neu eingelegten Zuge ein Wagen zerelt II. Dienstag, den 26. Januar 1918, nach Zu- sammenkunft 10 Uhr am Pflanzgaxten Veterswald bei Altenhain aus. 1 Peterswald 19, Buchen Rm. 21 Scheit, i Kuüppel, 2 7 Relsextnüppel, Vaumfircherwald In. Ib, Buchen: Mut.: 201 Scheit, 20 Kullppel(zum Teil Stamm- tuüppel, 25 Stöcke, 52 Reiserkullvpel. Kendelcain mit Seenbach, Buchen Rm.: 5,1 Scheit 2. Kl., 32 Stöcke 1. u. 2. Kl., 51 Reiserknünpel, 18 Eschenknünvel,§ Exlenscheit, 21 Exlenknüppel. 4, Wintersberg 1, 3, 4, Buchen Ri.: 223 Scheit 2. Kl., 10 Knüppel abstandig, 3 Stöcke 1. und 2. Kl., 8,0 Reiserlnüpvel. Das Holz unter 3 und 4 wird un vorgezeigt ausgeboten. Kohlreiser und Leseholz flachen welse. 215 Holz⸗Submission. Aus den Waldungen der Gemeinde Danbringen soll im Wege schriftlichen Angebots folgendes Holz verkauft werden: 1 Eichen ⸗St. 2. Kl., 50- 59 Durchm. 1.23 Fstm. 1„„ 77 3.„ 40. 49 7—„ 8„„ 8„ 4.„ 30—39 3 1„ 1 2 5„ 25= 0,39„ 1 Kiefern⸗St. 2.„ 40-49„= 0,88„ 8 5„ 3.„ 30—39 3 17,11„ 1 r 981„ 5 utter 25„ 2,62„ 2 Fichten-St. 2.„ 40—49„ 4,65„ 6 7 7 3. 7 30—39 7— 7.09„* 6 7„ 4. 7 25—29„— 5,76„ 48„ 5.„ unter 25 14,12 Angebote sind nach Sortiment und Klassen ge⸗ trennt mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 21. Januar l. J. abends 8 Uhr bei unter⸗ zeichneter Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann die Eröffnung stattfindet. Das Holz wird auf Wunsch von Forstwart Braun vorgezeigt. Daubringen, am 13. Januar 1915. . . Großherzogliche Bürgermeisterei d Daubringen. Walter. 507 Mon; Adresse und Rat für 13 V Holzversteigerung in der Jürstlichen Oberförfterei Lich. Montag, den 23. Januar, pormittags 9—— im Diitrikt Niedwald: Scheitholz Rm. 7 YJuchen dabe Nm. Hainbuchen 1.8 Eichen(rund 4 Nadelholz it Knuppel. Rm. 1% Buchen. 2 Eichen 7 Nadelbolz;: Stöcke. 9 1 Buchen. 19 Eichen. 44 Nadelbolz bol 1% Buchen. 310 Eichen, 710 Weichlar ** s 171 Rm. Fichten Schichtha 2 Buchen Schnittholz 0 u. 6 Zim. Mittendu 1 Eichen 1 22 Mtr. lana zufam nenkun in auf der sogenannt zer raße, wo die selbe vom Jußpfad von vich „Dar ba 5 gekreuzt wird. Dienstag, den 26. Januar, vormittags 9 lubr in den Distrikten Schmerhütte. Fuchsstrauch, Kellersberg Am. Die Lan nach und Oaler: Scheiter, Rm. 27 Buchen 2 Rm. Werkschen 2 Eichen(rund! 2 Eichen Werkscheit, 11 Eichen gew. 98 Elsbpeer, 2 Erlen rund, 8 Nadelholz frund; Kun U Mm. 242 Buchen, 22 Eichen, 8 Nadelholz: Stöcke, Rm Buchen. 119 Eichen 1 Erlen, 7 Nadelholz, Reisbolz. ellen: 5210 Buchen, 80 ichen, 150 Nadelholz; Buchen Schnittholz 17% Fum. 0-57 Zim durchmesser, 56 Eichen. iosten 22 Mir. lang tim. 2 Erlen 27 FJum. 3 u. 4. Ztm Mit ten er, 8 Kiesern Schnittholz Iitm.(30 bis Mittendurchmesser!, 22 Nieten. Baubo 3 5 20 Fichten. Bauholz— 7 tm, 4 Fichten Derbstaugen 0% Fim zusammentunft tit auf dem chausfsterten Weg von Kolnbausen nach dem Höler bet der Sontersbrücke(unter balb des Bahnwarxterhauses B Di Die Holzsubmission. Freitag, den 22. Januar 1915, vormittags 10½ Uhr, wird nachverzeichnetes Holz aus den Waldungen der Gemeinde Allendorf a. Lumda im Submisstionswege vergeben: Forstwartei 1(Forstwart Krieger) Distritt Winnereck 17 Kiefern⸗Stämme mit 9,62 Fstm. 4. Kl. 93 5„„ da 400 5 9 Nm. Kiefern Nutzkuüppel, 1,5 Mtr. lang. Forstwartei II(Forstwart Franz) Distritt Lausköppel und Pfaffentrisch 3 Kiefern⸗Stämme mit 3,38 Fstm. 2. Kl. 26 8 r 71 2 FF 2433 5„ 5a 1580„348,47„ 19 Reer Derbstangen mit 1,93 Fstm. 1. Kl. 3 Lärchen⸗Stämme mit 1,46 Fstm. 4 Kl. 4 2„ 556 14 5 370 i 63 Kiefern⸗ Nutzknüppel, 3 Mtr. lang 61* 1,5 Mtr lang. Das Holz wird auf Wunsch durch die Forst—⸗ warte vorgezeigt. Gebote sind nach Forstwartei und Klassen getrennt, verschlossen bis zum Termin bei Großh. Bürger— meisterei einzureichen. Klassen bleiben unberücksichtigt. Allendorf a. d. Lumda, den 14. Januar 1915. Großherzogliche Bürgermeister ei Auendorf a. d. Lda. Rein. 7 * Umhänge, 663 — Seit einem Viertel Jahrhundert ist , Lanoln-bream S ane flelring 8 zur Hautpflege geworden Vereinigte chemische Werke Altiengesceschalt. Ibleflu k La- nolin-Fsbrik Martinikenfelde— Salzuser— Gabelsbergerstraße 1 und Hammstraße 18 schöne u. 5- Zimmer Wohnungen 1. Aurll zu verm. Naberes Rinn, Ost⸗ Anlage 12. 62 [Mohl Zimmer Pension Brandl (Belleuneh, Neuen Bäne 2. Mod. Haus, Bad, Zentral beiz. Von vornebm. Famil. bestens s emypsohl. Tel. 10. Möbl. Zimmer zen mieten. DOit Anlage 10 III Zimmer mit 2 Vetten zum Jebruar zu 1 C Neuen Baue 2 0 5 Zimmer ee 0 Bahnhofstr. 391 D- Zimmerwohnung m. Zu⸗ behor per 1. Juli eu. auch 1. April zu verm. Näbexes erhause daselbst.[130 Sch. J⸗Jimmt.⸗Vohnung mit Zubehör an rubige Leute ver 1. April zu vermieten, Näh. Kaiser⸗Allee 52 v. 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