* 0 ur. 12 Der Sießener Anzeiget erscheint täglich, außer Erstes Blatt Fernsprech- Anschlüsse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschasts stelled l Adresse für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Ein Angriff deutscher Unterseeboote auf Dover? Neue Erfolge f nordöstlich von Soissons. Türkische Fortschritte im Kaukasus. WTB.) Großes Hauptauartier 14. Januar, 1(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. In den Dünen bei Nieuport und südöstlich Ypern Artillerie— lampf. Besonders starkes Feuer richtete der Feind auf West⸗ ende⸗Bad, das er bald gänzlich zerstört haben wird. Feind⸗ liche Torpedoboote verschwanden, sobald sie Feuer erhielten. In Fortsetzung des Angriffes vom 12. Januar nord⸗ östlich Soissons griffen unsere Truppen erneut auf den Höhen von Vregny an und säuberten auch diese Hochflüche vom Feind. In strömendem Regen und tief aufgeweichtem Lehmboden wurde bis in die Dunkelheit hinein Graben auf Graben im Sturm genommen und der Feind bis an den Rand der Hochfläche zurückgetrieben. 14 französische Offiziere und 1130 Mann wurden gefangen genommen, 4 Geschütze, 4 Maschinengewehre und 1 Scheinwerfer erobert. Eine glänzende Wafsentat unserer Truppen unterden Augen ihres Allerhöch⸗ sten Kriegsherrn. Die Gesamtbeute aus den Kämpfen des 12. und 13. Ja⸗ muar nordöstlich Soissons hat sich nach genauerer Feststellung erhöht auf 3150 Gefangene, 8Sschwere Geschütze, 1 Revolverkanone, 6 Maschinengewehre und sonstiges Material. Nordöstlich des Lagers von Chalons griffen die Fran— zosen gestern vor⸗ und nachmittags mit starken Kräften öst⸗ lich Perthes an. An einigen Stellen drangen sie unsere Grü⸗ ben ein, wurden aber durch kräftige Gegenstöße hinaus- und unter schweren Verlusten in ihre Stellungen zurückgeworfen. Sie ließen 160 Gefangene in unseren Händen. In den Argonnen und Vogesen nichts von Bedeutung. HOestlicher Kriegsschauplatz. Südlich Gum⸗ binnen und östlich Lötzen sind russische Angriffe ab⸗ geschlagen worden, wobei mehrere 100 Gefangene ge⸗ macht wurden.. Im nördlichen Polen ist die Lage unverändert. In 2 ich Weichsel, wurden unsere Angriffe fort⸗ Auf dem östlichen Pilica⸗Ufer ereignete sich nichts Be⸗ sonderes. Oberste Heeresleitung. * 1* Ein Angriff deutscher Unterseeboote auf die englische Küste bei Dover. B. London, 14. Jan. Nichtamtl.) Der Star“ meldet aus Dover, daß dort vorgestern abend Gerüchte um⸗ gingen über die Anwesenheit von Unterseebooten im Kanal. Gestern früh wurden von verschiedenen Küsten⸗ plätzen zwei feindliche Unterseeboote auf der Höhe von Dover gesehen. Die Batterien eröffneten das Feuer. Der Angriff wurde abgeschlagen. Weiter wird gemeldet, daß auf die Unterseeboote von den Höhen bei der Zitadelle mit schweren Geschützen zweimal ge⸗ schossen wurde. Der Angriff war in der Dunkel⸗ heit unternommen worden, aber die Scheinwerfer hatten die Anwesenheit der Unterseeboote festgestellt. (WTB.) Dover, 14. Jan.(Nichtamtlich.) Vorgestern abend um 11 Uhr wurden im Hafen von Dover zwei Kanonenschüsse abgegeben. Ein feindliches Tauch— boot soll zu dieser Zeit bei der Einfahrt in den Hafen gesichtet worden sein. (WT B.) London, 14. Jan.(Nichtamtl.) Der gestern nacht erfolgte zweite Angriff deutscher Untersee— boote ist mißglückt. Das Feuer schwerer Geschütze ver— ursachte einige Aufregung; aber man sah nichts. Die Wache meldet, daß ein deutsches Unterseeboot, welches gefeuert hatte, im Dunkel verschwunden war. Heute näherte sich ein zweites Unterseeboot dem Hafen, löste einige Schüsse, wurde aber von den Batterien vertrieben, ohne daß es etwas ausrichtete. **¹ * Die Engländer in Dover sitzen auf glühenden Kohlen. Ist es wirklich schon so weit, daß deutsche Unterseeboote dort die englische Küste angreifen können? So wäre er⸗ wiesen, daß der Nermeltanal von englischen Schiffen ziemlich frei ist, denn die deutschen Unterseebvote würden wohl zu⸗ nächst den schwimmenden Feind angegriffen haben, wenn er sich nicht— ängstlich verkrochen hätte! Was es nun mit den deutschen Angriffen auf die Küste wirklich auf sich hat, kann noch nicht übersehen werden, denn eine amtliche deutsche Meldung fehlt. Aus London aber wird berichtet, daß zwei Angriffe deutscher Bvote„mißglückt“ seien. Je⸗ densalls haben die Engländer in Dover geschossen; ob in unnötiger Aufregung oder Gespensterfurcht, wer mag das wissen? Gleich aber wird dabei verkündet, daß Angriffe „mißglückt“ seien. Dabei wissen die Engländer nicht einmal mit absoluter Bestimmtheit, ob wirklich deutsche Schiffe in Sicht waren. Bezeichnend ist der Satz: das Feuer schwerer Geschütze verursachte einige Aufregung, aber man sah nicht s. Uns lann es ganz recht sein, wenn man auch künf⸗ tig nichts sieht. Erwiesen ist jedenfalls, daß die englische Flotte nicht in der Lage ist, die eigene Küste zu bewachen And zu schützen. Man hat ja vor einigen Tagen schon davon gesprochen und geschrieben, daß englische Truppensendungen nach Frankreich nicht mehr über den Aermelkanal gehen E nne 165. Jahrgang Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; zweimal wöchentl. Kteis⸗ blatt für den Kreis Gießen Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen General⸗Anzeiger für Gberhessen Rotationsdrud und verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. sollten, da die Anwesenheit deutscher Unterseeboote beun ruhigend wirke. Auch ein Zeichen der Zeit! Die deutschen Erfolge nordöstlich von Soissons, über die unsere Heeresleitung gestern eine zusammenfassende Darlegung gegeben hat, beweisen uns, daß unsere Trup— pen im Westen noch nicht abgebraucht sind und daß die Franzosen lange warten können, bis der sie einschnürende Gürtel von selbst ermattet niedersinkt. Die Gedulds- und Machtprobe wird sicherlich zu unseren Gunsten entschei— den. Die Feldpostbriefe unserer Tapferen und auch die Zeugnisse fremder Kritiker sprechen dafür, daß die Stel— lungen in den deutschen Schützengräben uneinnehmbar sind. Ein neues unerwartetes Ereignis, das außerhalb der Schlachtfelder liegt, hat Vermutungen und Auslegungen neue Nahrung gegeben. Der Rücktritt des Grafen Berch— told, ist er Zeugnis für eine günstige oder beängstigende Lage des Habsburgerreiches? Ter leitende Mann, der den entscheidenden Schritt Serbien gegenüber unternommen hat, geht? Sehr wahrscheinlich wird man in Petersburg, Paris und London ausschreien, daß die Politik des österreichisch— ungarischen Staatsmannes einen Mißerfolg erlitten habe, da er sonst jetzt nicht seinen Abschied nehmen werde. Wir dürfen demgegenüber auf die Veränderungen im englischen Kabinett verweisen und auf die Neubesetzung zahlreicher militärischer Kommandostellen in Rußland, die wirklich offensichtlich zum Nachteil der Sache unserer Feinde auszulegen waren. Beim Rücktritt Berchtolds steht die Sache aber ganz anders. Die halbamtlichen Erläuterungen aus Wien zeigen uns, daß Graf Berchtold seit längerer Zeit amtsmüde war. Die verhältnismäßig kurze Spanne von drei Jahren, in der er die auswärtige Politit Oesterreich— Ungarns leitete, war nicht so beschaffen, daß man sagen könnte, Berchtold sei mit ihr untrennbar verwachsen ge— wesen. Die Ereignisse waren, besonders auf dem Balkan, oft stärker als er selbst. Zwer Kriege, auch für die Lage Oesterreich-Ungarns sehr bedeutungsvoll, hatten umwälzend gewirkt. Eine neue Zeit kam auch für die Wiener Politik. Graf Berchtold war nicht der Schaffer und Schöpfer der neuen Lage. Er schleppte an den alten Ueberlieferungen der habsburgischen Politik und schaute doch zugleich in das Flammenmeer kommender Umwälzungen. Albanien, der neue Staat, war sein Werk. Es ist in der Glühhitze des Weltkrieges wieder zu Asche geworden. Aufs neue muß die Möglichkeit neuer politischer Sicherungen ersonnen werden. Die blutige Abrechnung mit Rußland läßt frühere Grundsätze und Ziele veraltet und versunken erscheinen. Freier und klarer wird die Bahn. Wird der Sieg über das Zarenreich erfochten, schwinden uralte Sorgen, und für die Garantie einer solchen günstigen Lage darf manche andere Richtlinie in den Hintergrund gestellt werden. Es darf dem Grafen Berchtold nicht nachgesagt werden, daß er ein wenig tatkräftiger und entschlossener Staats- mann gewesen sei; auch sein Rücktritt mitten im Drang der Geschehnisse rechtfertigt einen solchen Vorhalt nicht. Er hat den Mut bessen und die große Verantwortung auf sich genommen, die notwendige Abrechnung mit Serbien einzu— leiten— trotz der ungeheuren Folgen. Er ist der Mittler zu einer neuen Zeit geworden. Diese aber erforderte nunmehr wohl einen neuen Staatsmann mit mehr Rückenfreiheit, mit größerer Freiheit von persönlichen Erinnerungen, und inwie— weit bei dem Wechsel auch die österreichisch-italienische Poli— 10 eine Rolle spielt, muß einer späteren Beurteilung unter— iegen. Zum Rücktritt des Grasen Berchtold. Wien, 14. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Ueber den Rücktritt des Grafen Berchtold wird von unterrichteter Seite mitgeteilt: Es ist allgemein bekannt, daß Graf Berchtold, als er vor beinahe drei Jahren auf den veantwortungsvollen Posten gerufen wurde, diesen nur sehr ungern und auf den dringendsten Wunsch des Kaisers, sowie in Erfüllung des Vorschlages des sterbenden Grafen Aehrenthal annahm. Berchtold hat sich seitdem mehrfach mit dem Gedanken beschäftigt, auszuscheiden, doch ließen ihn die fort- dauernden ernstesten Zeiten dies nicht zur Ausführung bringen, fallen doch der italienisch-türkische Krieg, die zwei Balkankriege mit der Londoner Konferenz und endlich jetzt der Weltkrieg in seine Amtsführung. Berchtold fand also keine Möglichkeit, sich von den Geschäften zurückzuziehen, bis wichtige persönliche Gründe ihn in letzter Zeit doch bestimmten, bei dem Kaiser wieder holt seine Entlassung zu erbitten. Der Monarch hat sich schließlich entschlossen, jenen persönlichen Gründen Rechnung zu tragen und das Rücktrittsgesuch anzunehmen. Wenn man in der Diplomatie auch schwer von einem Augenblick der Ruhe sprechen kann, so glaubte man immerhin, daß jetzt der richtige Zeitpunkt ge⸗ kommen sei. Man beurteilt die politische und militärische Lage zurzeit jedenfalls derart, daß dem Nachfolger Berchtolds jetzt am besten die Möglichkeit geboten wird, das schwierige Amt zu übernehmen. Nachdem Berchtold wäh— rend der Leitung der auswärtigen Politik Oesterreich-Ungarns lange Zeit die größte Friedensliebe bewiesen und besonders den serbischen Herausforderungen gegenüber weitgehendste Geduld geübt hatte, ist er, als es sich nach dem Sarajewoer Attentat bei dem weiteren Verlauf der Dinge um die Wahrung der Ehre und Inte grität der Monarchie handelte, nicht vor dem folgenschwersten Entschluß zurückgeschreckt, dem Appell an die Waffen. Hierfür ist ihm die Monarchie jedenfalls zu Dank verpflichtet. Berlin, 14. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Nor d⸗ deutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt unter der Ueberschrift„Ministerwechsel in Wien“: Der Kaiser und König Franz Josef hat, einem wiederholt geäußerten persönlichen Wunsche des Grafen Berchtold entsprechend, r F n 1 Freitag, 15. Januar 1015 4 Bezugspreis: N monatl. 75 Pf., viertel⸗ 2 jährl. Mk. 2.20; durch. Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz, für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. dessen Gesuch um Enthebung von dem Posten des österreichisch⸗ ungarischen Ministers des Aeußeren angenommen. Graf Berchto scheidet er aus dem Amte, das er nicht erstrebt, aber in hingebender Pflichterfüllung für Krone und Reich unter den schwierigsten Um⸗ ständen mit Ehren führte. In der serbischen Frage hat er im Interesse des europäischen Friedens so lange Geduld bewiesen, bis es außer Zweifel stand, daß der Dreiverband unter dem Vorgeben, Serbiens Souveränität zu schützen, Oesterreich-Ungarn in seiner 9 Lebensfrage schwächen und demütigen wollte. Während der müh⸗ 1 seligen Verhandlungen über Albanien verteidigte Graf Berchtold die Adria⸗Interessen der habsburgischen Monarchie gegen das An⸗ dringen der Serben und ihrer russischen Gönner mit Erfolg und hielt zur Enttäuschung der Westmächte das Einvernehmen mit Ita⸗ lien aufrecht. Die Bündnisbeziehungen zum Deutschen Reiche waren bei ihm in treuer Obhut. Bei seinem Scheiden aus dem Amte be⸗ gleitet ihn die herzliche Sympathie und die hohe Wertschätzung unserer politischen Kreise. Mit der Bewährung des mitteleuro⸗ päischen Zweikaiserbündnisses in dem Feuer des Weltkrieges bleibt Graf Berchtolds Name geschichtlich verknüpft. seinemn Nachfolger, dem Frhrn. v. Burian, begrüßen wir einen Staats- mann von erprobter Tatkraft und einen überzeugten Anhänger der Bündnispolitik Oesterreich-Ungarns. Möge es ihm gelingen die auswärtigen Interessen der Donaumonarchie durch die lichkeiten des großen Krieges mit starker Hand bindurchzusteuern einem ehrenvollen erfolgreichen Frieden. 233 Ein kaiserliches Handschreiben an Graf Bercht „( WTB.) Wien, 14. Jan.(Nichtamtlich.) Die„ Zeitung“ veröffentlicht folgendes kaiserliche Handschrei⸗ ben an den Grafen Berchtold:. In Würdigung der Motive, die Sie veranlassen, Bitte um Enthebung vom Amte des Ministers meines Ha des Aeußern zu unterbreiten, genehmige ich in Gnaden Ihnen erbetene Enthebung. Bei diesem Anlaß spreche ich für die in Versehung dieses Amtes mir und meinem Ha der Monarchie im Frieden wie auch während des jetzig Krieges mit aufopfernder Hingebung geleisteten aus Dienste, sowie für die während Ihrer früheren diplo⸗ che Laufbahn entfaltete hervorragende Tätigkeit meinen wärmsten Dan und meine volle Anerkennung aus. Ich sehe Sie mit aus dem Amte scheiden und verleihe Ihnen als Zeichen meiner sort⸗ dauernden Gewogenheit die Brillanten zum Großkreuz meines Sankt Stephansordens. Die„Wiener Zeitung“ veröffentlicht ferner ein kaiser⸗ liches Handschreiben an den Freiherrn von Burian, das ihn zum Ministex des kaiserlichen Hauses und des Aeußern er⸗ nennt und ihn mit dem Vorsitz im gemeinsamen Minister⸗ rat betraut. Italiens Haltung. Wien, 14. Jan. Das offiziöse Wiener„Fremden- blatt“ meldet aus Konstantinopel: Nach sicheren Meldun⸗ gen hat die italienische Regierung in London und Paris auf diplomatischem Wege erklärt, daß sie nicht untätig bleiben könne, wenn etwas gegen die Dar- danellen unternommen werden sollte. Wenn nichtsdestoweniger eine Aktion gegen die Dardanellen unternommen werden sollte, wäre Italien gezwungen, aus seiner bisher strengstens gewahrten Neutralität herauszu- treten. . Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 14. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart, 14. Januar 1915. In Westgalizien und in Russisch-⸗Polen ist der gestrige Tag im allgemeinen ruhig verlaufen. An unserer festgefügten Front entlang der Nida scheiterten alle feindlichen Angriffe der letzten Tage. In den Ostkarpathen und in der südlichen Bukowina neuerdings unbedeutende Rekognoszierungs⸗ efechte. s Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die deutschen Erfolge bei Soissons. Berlin, 15. Jan. Zu den deutschen Erfolgen bei Soissons wird dem„Berliner Lokalanzeiger“ über Kopen⸗ hagen aus Paris gemeldet: Nördlich Soissons wogt seit An— J fang Januar ein heftiger Kampf um den 32-Meter-Hügel, der sich aus dem Josienne-Tal erhebt. Anfänglich war es den Franzosen gelungen, die Deutschen von dem Hügel zu ver⸗ drängen. Gestern unternahmen die Deutschen einen Ge genangriff, vertrieben die Franzosen und setzten sich in den Besitz des strategisch wichtigen Hügels. Die Deutschen l sind somit Herren über das Josienne-Tal mit seinen großen wichtigen Eisenbahnlinien und den beiden wichtigen Chausseen zwischen Chauny und Laon. In der Cham-— pagne wurden gleichfalls eine Reihe erbitterter Kämpfe ausgefochten. In der Richtung auf Perthes und Beau— sejour unternahmen die Deutschen mit Aussicht auf guten Erfolg ununterbrochen Vorstöße. Bei Beau⸗ sejour wurden die Franzosen unter großen Verlusten Schritt für Schritt zum Rückzuge gezwungen. 2 Die Mängel des französischen Sanitätsdienstes. Berlin, 15. Jan. Aus dem Bericht, d der bekannte Chirurg Doyen den Mitgliedern des franzö Parlaments gesandt hat, in dem die schweren Mängel des Sanitätsdienstes nachgewiesen werden, wird in dem„Eclair“ Teil veröffentlicht. Die„Guerre Sociale“ bezeichnet Doye icht als wichtige Enthüllungen. Dieses Blatt führt eine Stelle aus der Denkschrift 9 an, wonach die große Sterblichkeit unter den franzö⸗ lischen Verwundeten in den ersten Kriegsmonaten auf einen Irrtum zurückzuführen sei, der sich in einem Rundschreiben an die französischen Aerzte im August 1914 befunden habe. Das Unterlassen rechtzeitiger Reinigung der Wunden habe viele Todes⸗ fälle verursacht. Die Stimmung der russischen Truppen in Galizien. Berlin, 15. Jan. Ueber die Stimmung unter den rus⸗ sischen Truppen in Galizien wird von dem ins Kar⸗ gathengebiet entsandten Spezial lorrespondenten des„Berliner Tagebl.“, Agge Madelung, gemeldet? Taß die Rusfen große Truppenansammlungen hinter den Karpat zusammenge zogen haben, ist jetzt unwiderleglich bewiesen. Die Mitteilung, daß die Russen wenig Lust haben, weiter zu kämpfen, wird beinahe von allen Gefangenentransporten auch aus anderen Ge⸗ genden bestätigt. Wo sie nicht mehr Gefahr laufen, von ihren eigenen Kameraden im Rücken unter Feuer genommen zu wer⸗ den, falls sie sich ergeben, laufen sie über. Sie erklären: Man hat uns versprochen, bis Neujahr zu Hause zu sein. Wir haben nur für das Jahr 1914 Treue geschworen, für das neue Jahr sind wir nicht vereidigt. In der Feuerlinie sieht man selten russische Offiziere, sie stehen hinten mit gezogenem Revolver, um ihren Mannschaften den Rückzug abzuschneiden. Es wird wiederholt behauptet, daß viele ja vanische Offiziere bei der russischen Artillerie als Befehlshaber auftreten, die auch mit dem Fernglas als solche erkannt werden. Die von uns auf⸗ georiffenen russischen Kunbschafter sollen dasselbe bestätigt haben. Weiter wird die wiederholt zu Protokoll gegebene Tatsache erzählt, daß die Kosaken unsere Verwundeten und zufällig versprengten Mannschaften töten und barbarisch verstümmeln. Das Wetter ist in den letzten Tagen langsam besser geworden, es friert leicht und die Wege werden wieder fahrbar. Erfolge der Türten im Kaukasus. WIT. Konstantinopel, 14. Jan.(Nichtamtlich.) Das türkische Hauptquartier teilk mit: Unsere Trup⸗ pen rücken unterstützt von persischen Kontingenten, bestandig in Aserbeidschan vor, um das Land von dem rufsischen Joche zu befreien. Sie haben dort einen neuen großen Erfolg davongetragen, indem sie gestern Täbris und Selmas, die beiden letzten russischen Stützpunkte in dleser Gegend besetzt haben. Die Russen, welche die Absicht hatten, sich hartnäckig zu verteidigen, verließen in Unordnung diese beiden Orte. Eine Anzahl Maharisten, die einen Teil der englischen Besatzungstruppen in Aegypten ge— haben, hat sich unserer Vorhut ergeben. Eine Beschwerde Bulgariens. Berlin, 14. Jan.(Ctr. Blu.) Aus Sofia wird der „Tägl. Rundschau“ gemeldet: Die bulgarische Regie— 1 g an die Gesandten Frankreichs und Eng- lands eine Note gerichtet, in der sie sich über die Lahm— legung des bulgarischen Handels infolge der strengen Blockade des Hafens von Dedeagatsch beschwert, sowie darüber, daß die Durchsuchung von Schiffen auch innerhalb der bulgarischen Halen erfolgt. Die Gesandten bemühten sich, diese Maßnahme als wahrscheinliches Miß— verständnis hinzustellen und versprachen Abhilfe. Der Polizist zur See. a London, 14. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Times“ * schreiben: Die beabsichtigte Uebernahme des Dampfers„Dacia“ der Hamburg-Amerika⸗ inie, der unter amerikanischer Flagge fahren oll, wird in Schiffahrtstreisen mit großem Interesse ver— N t. Man 4 daß eine solche Uebertragung als ein 8 nzfall von größter Wichtigkeit sein würde. Es wird offen 475 daß die Verbündeten die Uebertragung nicht anerkennen sollten, da sie ungesetzlich sei Die„Dacia“ müßte, wenn sie—+ See ginge, durch ein britisches Nriegsschiff beschlagnahmt werden. Seit die deu Dampfer von den Meeren verschwanden, beeilten sich die japanischen Gesellschaften, die Gelegenheit wahr⸗ „— die. von deutschen Schiffen würde 5 daten unangenehm empfunden werden. Die Schiffsbesitzer 1 u bereits die Charterung von amerikanischen Schiffen, die Baumwolle nach Bremen bringen sollen, mit Erstau— nen verfolgt. Während jedoch anerkannt wird, daß Gründe dafür bestehen, diesen Handel zu erlauben, würde der Ver— kauf eines deutschen Dampfers an einen amerikanischen Besitzer als etwas ganz anderes und eine viel ernstere Angelegenheit betrachtet werden. Schädigung des ameritanischen Handels. 5 New Nork, 14. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Han⸗ del zwischen den A ten Staaten und Ca⸗ nada hat infolge der Klausel in dem britischen Gesetz über den Handel mit dem Feinde, die britischen Untertanen den direkten oder indirekten Ankauf von Gütern aus feind⸗ 3— Lande verbietet, großen Schaden S Die ame- rikanischen Fabrikanten sind infolge der Klausel verhindert, Güter, die aus deutschem oder österreichisch-ungarischem Material in den Vereinigten Staaten erzeugt wurden, nach Canada zu verkaufen. Ein Protest, der kürzlich in dieser An- 5 4 an das Staatsdepartement eingebracht wurde, . dahin beantwortet, daß nichts Mcd könne, so⸗ la die amerikanischen Fabrikanten Material aus eng⸗ landfeindlichen Staaten benutzten. Das Flottenprogramm der Vereinigten Staaten. 1 Washington, 14. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die Marinekommission des Repräsentantenhauses einigte sich . Bauprogramm von fährlich zwei Kreuzern, se 3 und 17 Unterseebooten. Das Bauprogramm wird dem Kostenanschlag für das Marinebudget angefügt, welches dem Hause unverzüglich vorgelegt wird. Der Mehlpreis in England. Basel, 14. Jan.(WT. Nichtamtlich.) Laut„Nat. 829 5 erhöhte die Londoner Vereinigung der Mehlhänd⸗ ler den Mehlpreis um weitere 2 Schilling pro Sack, so 4 daß nunmehr der Preis auf 45 Schilling pro Sack steigt. Das Erdbeben in Italien. Rom, 14. Jan. WTB. Nichtamtlich) Aus den eingetroffenen Nachrichten geht hervor, daß auch Sampelino, Pater no, Cerchio, Collarmelo und Pesvina sowie das ganze Dorf San Benedetto Marsi größtenteils zer⸗ stoört sind. Avezzano ist ein Trümmerhausen und bietet einen schredlichen Anblick. Tausende und Abertausende von Kubik⸗ metern Ruinen sind entstanden. Große Blöcke erschweren das Rettungswerk heuer. Soldaten, Carabinieri und Beamte nahmen energisch die erste Hilfeleistung in Angriff. Man er⸗ wartet andere Hilfsmannschaften und Sanitätsabteilungen. Es wird bestätigt, daß die Zahl der leberlebenden in Avezzano nicht mehr als 10 Prozent der Be⸗ völkerung beträgt. Die von Avezzano nach Tivoli kom⸗ menden Züge bringen unausgesetzt Verletzte, von denen eine Anzahl im Hospital in Tivoli untergebracht werden. Die Ueberlebenden von Avezzano und Sourrole geben erschütternde Schilderungen des gewaltigen Unglücks, das sie betroffen hat. Sora, 14. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Durch das Erdbeben bisher 1 Garzengen sind zur Hilfeleistung hier eingetroffen und haben bis jegt 450 Tote und viele Verwundete aus den Trümmern geborgen. Die Verwundeten wurden in Zelten und Baracken untergebracht. Brot und andere Lebensmittel werden an die Ueberlebenden verteilt. Ein neuer Erdstoß. Rom, 14. Jan.(WI Nichtamtlich.) Heute früh gegen 3 Uhr wurde ein neuer Erdstoß verspürt. In einigen Stadt⸗ vierteln eilte die Bevölkerung ins Freie. Sora, 14. Jan. 8 Nichtamtlich) Morgens um Uhr 14 Min wurde ein neuer Erdstoß verspürt. Die Einwohner wurden von einer Panik ergriffen und stürzten schreiend aus den Häusern. Tie. Stadt ist fast völlig zerstört: fast zwei Trittel der Häuser sind eingefallen, die anderen wurden beschädigt, zahlreiche müssen abgerissen werden. Ter Palazzo Rossi begrub bei dem Einsturz 20 Arbeiter die auf dem Hofe beschäftigt waren Man befürchtet, daß 406 Personen der Katastrophe zum Opfer gefallen sind, darunter viele Beamte und Mitglieder von vornehmen Familien. Zahl- reiche Soldaten sind zur Hilseleistung eingetroffen. Der König bei der Trümmerstätte. Rom, 14. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kön i traf beute nachmittag in Avezzano ein, um die Unglügsstelle zu besichtigen. Bis jetzt sind dort über hundert Leichen ge⸗ borgen worden. Die Rettungsmannschaften fanden auch zahlreiche Verletzte in den Trümmern Die Leichtverwundeten wurden mit Sonderzügen nach Rom gebkacht. Avezzano, 14. Jan.(WTB. Nichtamtlich) Der König hat alle Trümmerstätten besucht und die Rettungsarbeiten be⸗ sichtigt. Am Abend kehrten der König und die Königin nach Rom zurück. Die Anteilnahme des Papstes. Rom, 14. Jan.(W B. Nichtamtlich.) Nach einer Zeitungs- meldung hat der Papst sich heute nachmittag aus dem Vatikan⸗ palast durch die St. Peterskirche nach dem Lazarett Santa Martha beim Vatikan begeben, um die aus dem Erdbebengebiet ange⸗ langten Verwundeten, 100 an der Zahl, zu be⸗ suchen. Er verteilte Unterstützungen an sie, ließ sich Einzel⸗ heiten ihres Unglückes erzählen und ermahnte sie zum Ver⸗ trauen auf die Barmherzigleit Gottes. Der Papst hat hierbei das Gebiet des Vatikans nicht verlassen. Die Zahl der Getöteten. Rom, 14. Jan.(WTB. Nichtamtlich.)„Giornale d'Italia“ schätzt die Opfer des Erdbebens in der Gegend von Avezzano und Sora auf 25 000. Der Hauptschauplatz Avezzano. Avezzano, 14. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Mit den Truppen sind viele Militärärzte hier angelangt und haben zwei Feldlazarette aufgeschlagen. Das Rettungswerk verursacht große Schwierigkeiten infolge der starken Zerstörung der Häufer, welche vielfach nur Schutthaufen bilden. Unter den Trümmern des Mädchengymnasiums sind 150 Schülerinnen begra⸗ ben worden, von denen durch die hingebende Arbeit der Feuerwehr bisher nur eine lebend und zwei als Leichen geborgen worden sind. Die Straßen sind völlig verschüttet, nur der Hauptplatz ist freigeblieben. Das Rettungswerk wird während der Nacht bei Fackelschein fortgesetzt. Aus Stadt und gans Gießen, 15. Januar 1915. Reichs wollwoche. In einer das ganze Reichsgebiet umfassenden Sammlung, die vom 18. bis 24. Januar 1915 statt⸗ findet, sollen unseren lämpfenden Truppen die großen Vor⸗ räte an Wollsachen und ⸗Resten, die unbenutzt in Truhen und Schränken liegen, nutzbar gemacht werden. Das Kreisamt veröffentlicht in der heutigen Nummer des Kreisblatts Aufruf und Anweisungen für das bedeutsame, von der Kaiserin warm empfohlene Unternehmen. Wir emp⸗ fehlen die betreffenden Bekanntmachungen der Aufmerksam— keit namentlich unserer Hausfrauen. * * Militärische Ausbildung der Jugend. Am letzten Sonntag nachmittag rückten die beiden Jugend— kompagnien, trotzdem das Wetter regnerisch war, nach dem Wiesengrund zwischen Schiffenberger Weg und der Straße nach dem Schiffenberg aus, um die Sicherung marschierender Truppen, Bildung der Schützenlinien und Ent— fernungsschätzen zu üben. Kompagnieexerzieren beschloß die Uebung. Am Mittwoch abend unterrichtete Herr Feldwebel— Leutnant Herget über Wach- und Patrouillendienst und Herr Prof. Dr. Mittermaier über unser Militärgewehr, worauf Herr Feldwebel Pfeil, geschmückt mit dem Eisernen Kreuz, der Jugend packende Schilderungen aus den ersten Kämpfen unseres hiesigen Regimenrs in den Augusttagen gab, die mit großem Beifall aufgenommen wurden. * Von S. M. S.„Hessen“ ging dem Vorsitzenden des Deutschen Flottenvereins Landesverband Groß herzogtum Befsen in Darmstadt folgendes Dank⸗ schreiben zu: 5 „Für die in so reichem Maße und in liebenswürdiger Weise dem Patenschiff S M. S.„Hessen“ übersandten Weihnachtsgaben Hessen meinen herzlichsten Dank aus. Jedem einzelnen Offizier, Unteroffizier und Mann wurde durch diese Weihnachtsgabe sicht⸗ lich eine große Freude bereitet. Die Mehrzahl der Leute erklärte. einen so reichen Weihnachtstisch noch nicht gehabt zu haben. Jeder einzelne ist erfüllt von Dank gegen die gütigen Spender und Spen⸗ derinnen, deren Gedenken in harter Zeit das Weihnachtsfest uns auch fern von der Heimat zu einem Freudenfest gemacht haben. Von den sehr reichlich übersandten Liebesgaben konnten noch 30 Paletchen an zwei andere Schiffe des II. Geschwaders, S. M S. 8 und S. M. S.„Teutschland“, an die dort befindlichen nteroffiziere und Leute aus hessischen Gauen abgegeben werden. Nochmals dem Landesverband Großherzogtum Hessen Dank für die vielen Gaben, Dank für die Gesinnung, die die Gaben hierher ge⸗ langen ließen. Ein Hurra dem Hessen-Land. Hochachtungsvoll Küsel. 2 Kapitän zur See und Kommandant S. M. S.„Hessen“. ** Feldpostbriefe nach dem Feldheer im Gewicht über 250 Gramm bis 500 Gramm wer⸗ den für die Zeit vom 1. bis einschließlich 7. Jebruar von neuem zugelassen. Die Gebühr beträgt fh ie Sendun⸗ gen müssen dauerhaft verpackt sein. eur sehr starke Pappkasten, festes Packpapier oder dauerhafte Leinwand sind zu verwenden. Für die Wahl des Verpackungsstoffes ist die Natur des Inhalts maßgebend; zerbrechliche Gegenstände sind nach Umhüllung mit Papier oder Leinwand ausschließ⸗ lich in starke Schachteln oder Kasten zu verpacken. Die Päck⸗ chen, auch die mit Klammerverschluß versehenen, müssen all⸗ gemein mit dauerhaftem Bindfaden fest umschnürt werden, bei Sendungen von größerer Ausdehnung in mehrfacher Kreuzung. Die Aufschriften sind auf die Sendungen niederzuschreiben oder unbedingt haltbar auf ihnen zu be⸗ festigen und müssen deutlich und richtig sein. Außer kleinen Bekleidungs- und Gebrauchsgegenständen sind auch Lebens⸗ und Genußmittel zulässig, aber nur sind alle nicht eingestürzten Häuser derart beschädigt, daß sie haben geräumt werden müssen. Truppen ee soweit, als sie sich zur Beförderung mit der Feldpost eignen. Ausgeschloffen sind leicht berberslich Waren, wie 7 spreche ich dem Deutschen Flottenverein Landesverband Großh. z. B. frisches Obst, frische Wurst; ferner se Gegenstände, wie Patronen, Streichhölzer und en jeuerzeuge mit Benzinfüllung. Fäckchen mit F Lu sig⸗ teiten sind nur zugelassen, wenn die Flüssigteiten in einem starken, sicher chlossenen Behälter enthalten und dieser in einen durchlochten Holzblock oder in eine Hülle aus starker Pappe fest verpackt ist und sämtliche Zwischen⸗ räume mit Baumwolle, Sägespänen oder einem schwam⸗ migen Stoffe so angefüllt sind, daß beim Schadhastwerden des Behälters die Flüssigteit aufgesaugt wird. Sendungen, die den vorstehenden Ledingungen nicht entsprechen, wer⸗ den von den Postanstalten unweigerlich zurück gewiesen. Die Auszahlung der Familienunterstügungen für den Zeitraum vom 16. bis Ende Jannar an die en der zum Heeresdien! Einberusenen findet Samstag, den 16. Januar, Montag. den 18. Januar, Dienstag, den 19. Januar, und Mut- woch, den 20. Januar, vormittags von 8—1 Uhr, im Stadt- daus, Zimmer Nr. 18, statt. „„Vom Konzert- Verein wird uns geschrieben: Aus verschiedenen Anfragen geht hervor, daß unsere früheren Mit⸗ teilungen offenbar vielsach übersehen worden sind Wir brin deshalb wiederholt zur Kenntnis, daf für die Mitglieder KLonzert⸗VBereins, Saalbau Vereins und Xfade⸗ mischen Gesang vereins für die drei, fämtlich an Sonntagen stattfindenden Konzerte vom 17. Jaunnar: Liederabend der Frau Bosetti, vom 31. Januar? Fran Ellv Ney van Hoogstraten(Klavier und Fräulein Hed⸗ wia Rode(Gesang, und vom 14. Februar: Klingler⸗ Quartett ein Abonnement eingerichtet worden dem nach bisherigem Brauche die Mitgliedsbeiträge in Anrech⸗ nung gebracht werden. Diese Vergünstigung gilt indessen nur bei Entnahme von Eintrittstarten auf den 1. oder 2. Platz und insoweit, als die Billette für alle drei Konzerte im voraus entnommen werden. — Landkreis Gießen. Lich, 15. Jan. Am 12. Januar tagte im Sitzungszimmer des Rathauses der hier für die Sache der Jugend wehr ge⸗ bildete Ortsausschuß unter dem Vorsiß des Forstrats Dr. Dief⸗ tenbach. Der Stadtvorstand war durch den Großherzoglichen Bürgermeister und die beiden Gemeindexatsmitglieder Orgelbauer Nicolaus und Glasermeister Scher ff vertreten. Im übrigen haben in dem Ausschuß die Geistlichkeit, die Lehrerschaft und sämt⸗ liche Vereine der Stadt 4 und Stimme. In seiner Einleitung teilte der Vorsitzende mit, daß sich die hessischen Regierungsbehörben bis jetzt noch nicht entschlossen hätten, die Teilnahme der erwach⸗ senen Jugend vom 17. bis 20. Jahre) an den wöchentlichen und sonntäglichen Uebungen zur gesetzlichen Pflicht zu 5 soll vielmehr versucht werden, durch Aufklärung bei den der inbetracht kommenden jungen Männer dahin zu wirken, daß diese zuhause angehalten werden, die angesetzten Uebungen mäfig zu besuchen. Man geht dabei von der Annahme aus, daß die Eltern, wenn sie den hohen Wert der Instrultionsstunden und der Geländeubungen für die spätere militärische Ausbildung—— Sohne richtig erkannt haben, nicht verfehlen werden, den no Einfluß auf die auszuüben, die ihre freien Abendstunden und die Sonntag⸗Nachmittage lieber in anderer Gesellschaft 3 geneigt sind. Die Namen derer, die seither den Uebungen gänzlich — lern geblieben oder nach zeitweisem Besuch sich nicht mehr ein⸗ sanden, wurden belanntgegeben, und die einzelnen Herren des Ausschusses teilten sich in die zu obigem Zwecke in einigen Fa⸗ milien zu machenden Besuche. Ueber den Erfolg dieser Besuche wird der Oberleiter der Uebungen in der nachsten Ausschußsitzung Bericht erstatten.— Der zweite Vorsitzende und Oberleiter der Uebungen, Forstmeister Heimburg, führte aus, daß es der großen, denkwürdigen Zeit entspräche, eine Kaisers⸗Ge⸗ burtstagsfeier des Jugendwehrbezirts Lich zu veranstalten. Der Ausschuß stimmte zu und beschloß, am Mittwoch, dem 27. Ja⸗ nuar, den Geburtstag des Kaisers festlich zu begehen. Die Feier soll hier in Steins Saalbau stattfinden. 5 Teilnahme werden eingeladen die Jugendwehren der zum Bezirk gehörenden Nach⸗ barorte und ihre Führer, die Eltern der an den Uebungen Teil⸗ nehmenden, sowie die Geistlichen, Lehrer, Gemeinde⸗ und stände der beteiligten Orte. Die Feier beginnt mit einem Parade⸗ marsch der Jugendwehren am Bahnhof um 3 Uhr. Für die Fort⸗ setzung der Feier im Saale sind vorgesehen gemeinschaftlicher Gesang bekannter vaterländischer Lieder, 8 der* Gesangvereine und als Mittelpunkt der Feier die Kaiserrede. Auch sollen Redner, die„Selbsterlebtes“ aus dem Kriege erzählen können, gewonnen werden. Um die Teilnahme der Landbevölkerung zu er⸗ möglichen, wurden die Nachmittagsstunden für die Veranstaltung gewählt, und es wird eine zahlreiche Beteiligung erwartet.— 14 Russen, die bisher auf verschiedenen Gutshöfen der Nach⸗ barschaft gearbeitet hatten, wurden bier in Haft genommen. Arbeit und somit auch der Verdienst fehlten für 5 und fie sollten sich von der zurückbehaltenen Kaution täglich 50 1 für ihre Kost. lassen. Darauf gingen sie nicht ein un revoltierten, so daß die Gutspächter die polizeiliche Ent⸗ fernung der Unzufriedenen von ihren Hösen verlangten. Das hiesige Amtsgerichtsgefängnis nahm sie auf. Kreis Büdingen. s Dauernheim, 14. Jan. Gestern wurde Bei neter Heck beerdigt. Der Verstorbene war schon ei it leidend und fü die Bü bis zum Herbste. Jetzt versieht das Gemeinderatsmitglied Schmidt dieselbe. S Gettenau, 14. Jan. Gegenwärtig erhält unser Dorf Kanalisation. Kreis Friedberg. — Butzbach, 15. Jan. Zum Tode Prof. Wamsers schreibt man uns noch: In weiten Kreisen wird dieser Todesfall tiefes Bedauern hervor! anz besonders aber werden die Turner des Mittelr es von der Trauer erfüllt werden. Professor Wamser war einer ihrer fleißig⸗ sten und begabtesten Führer, dem keine Arbeit zu viel war. Dabei zeichneten ihnGewissenhaftigteit undpPünktlichteit aus, wie sie nicht allzu häufig zu finden sind. Abhold aller Vor⸗ nehmtuerei, ein Feind moderner Schlagwörter und Phrasen. als deutscher Mann, hat er der deutschen Turnerschaft in echt volkstümlicher Weise gedient. Insbesondere wird seine Arheit als Schriftleiter der„Turnzeitung“ des mittelrhein Turnkreises unvergessen bleiben, und es wird diesem ft fallen, auch nur einen annähernden Ersatz zu finden. Von den Turnern des Mittelrheinkreises wird keiner, der abkömm⸗ lich ist, beim Begräbnis fehlen.. h. Büdes heim, 15. Jan. Heute feierte der Land⸗ wirt Philipp Winter J. mit seiner Gattin das Fest der goldenen Hochzeit. 5 Hessen-Nassau. h. Höchst a M. 14. Jan. Beim Ueberschreiten der Straße wurde der 7 e Schüler Köhler von einem rasch fahrenden Militärkraftwagen überfahren und auf der Stelle getötet. 3 1 1 5 Jan. N ie iversi ankfurt eine goldene Am ett e en. Sie it Abe unt folgendem Sa des Herrn Unterrichtsministers 1 en: 5 g 4 mich, Ew. Magnifizenz davon in Kenntnis zu setzen, Seine Majestät der Kaiser und* 9 mittels Allerhöchsten Erlasses vom 10. August d. J. dem Rektor der Universität Frankfurt a. M. das Recht beizulegen 4 baben,. 3 unterscheidends eichen, e aus einer Schaumünze an einer goldenen 5 übersende ich— dieses, tte, zu tragen. Ew. Magnifizenz i auf Grund ele von Seiner Majestät twurfe 0 En des Bildhauers Professor A. Kraus in Berlin, Grunewalß pestentte Anttszeichen, indem ich der Universität zugleich mei Glückwunsch zu dieser Allerhöchsten Huldbezeugung ausspreche.* Auf der Rückseite der Schaumünze befindet sich die Wid⸗ n en 5 5 „Wilhelm II., Kaiser und König, der Universität zu Frank⸗ furt a. M. verliehen am 18. Oktober 1914.“ Die unveränderte Inschrift soll an den von Seiner Majestät bestimmten Tag der Eröffnungsfeier der Universität erinnern, die dann wegen des Krieges unterblieb.. 5 5(gez. W von Trott zu Solz.“ Gerichtssaal. Berlin, 18. Jan. Gegen einen Kriegsschwätzer hat das Landgericht eine empfindliche Strafe verhängt. Wegen Beleidigung des deutschen Heeres war der Kutscher Buck angeklagt, der in angetrunkenem Zustande zu einem Soldaten, der verwundet aus dem Felde zurückkam, verächtliche Aeußerungen über die deutschen Soldaten in Belgien gemacht hatte. Wegen der Gröb⸗ lichkeit der Beleidigung erkannte die Strafkammer auf zwei Jahre Hesängnis. Verlustliste. Res.⸗Inf.⸗Regt. Nr. 116, Darmstadt, Gießen, Friedberg. Wloclawec am 3., Cmiszew vom 6. bis 11. und andere Gefechte vom 12. bis 22. 12. 1914. I. Bataillon. r. Nom p.: Offz.⸗Stellv. Ludwig Berges, Hanau a. M., schow.— Pfw. Heinrich Wißner, Kesselbach, tot.— Üffz. Gustav Göhring, Offenbach a. M., low.— Uffz. Johann Trietsch, Bir⸗ kenau, schow.— Uffz. Georg Zimmermann, Schneppenhausen, low.— Uffz. Wilhelm Sommer, Stockheim, low.— Uffz. Arthur Marx low.— Uffz. Friedrich Müller, Wintersweiler, low.— Uffz. Josef Schmidt, Dietesheim, low.— Res. Heinrich Wolf, Darmstadt, low.— Res. Karl Stromberger, Spachbrücken, low.— Res. Konrad Raab, Hahn, low.— Res. Christian Römer, Hahn, Ivw.— Res. Ludwig Rau, Hahn, low.— Res. Philipp Raab, Darmstadt, lvw.— Gefr. Franz Amthor, Stetten, Bayern, low. „ Gefr. Nikolaus Roth, Lämmerspiel, low.— Res, Georg Maier, Flötzlingen, low.— Res. Karl Müller, Beuerbach, tot.— Res. Heinrich Seibel, Hahn, verm.— Res. Josef Berg, Limburg a. L., tot.— Res. Hermann Mager I., Darmstadt, low.— Res. Franz Weck, Schneidhain, tot.— Res. Heinrich Schimpf, Offenbach a. M., Ilow.— Res. Wilhelm Vogel, Weinsberg, low.— Res. Leo Henrich, Reichardtshausen, Bayern, verm.— Gefr. Josef Schmidt, Dietes⸗ heim, verm.— Res. Valentin Edelmann, Hahn, low.— Gefr. Georg Bernhard, Darmstadt, verm.— Res. Wilhelm Kunz, Ar⸗ heilgen, Kreis Darmstadt, low.— Reservist Philipp Landauer, Unterformbach, verm.— Res. Georg Zimmer, Roßdorf, verm.— Gefr. Ludwig Burk, Witgenborn, verm.— Gefr. Josef Ling, Bo⸗ names, low.— Ref Karl Möll, Utphe, verm.— Res. Heinrich Greh low.— Res. Peter Meisel, Bessungen, low.— Res. Eugen Kunz, Bünnbach, low.— Res. Johann Möller, Hopfmannsfeld, verm.— Res. Otto e Ulfa, low.— Res. Heinrich Hartmann, Grüningen, low.— Res. Lorenz Rühl, Messel, low.— Res. Joh. Heß den Arheilgen, low.— Res. Peter Rausch, Romrod, tot.— Res. Heinrich Gimbel, Darmstadt, low.— Res. Jakob Becker, Erz⸗ hausen, low.— Res. Siegfried Stern, Wieseck, low.— Res. Georg Naumann, Er usen, low.— Res. Adam Grünewald, Heimerts⸗ hausen, low.— Res. Wilhelm Rapp, Nieder⸗Breidenbach, low.— Res. Kurt Reuter. Wieseck, tot.— Res. Ludwig Heinrich Erb, Wieseck, low.— Res. Wilhelm Wacker, Wieseck, low.— Res. Karl Helfenbein, low.— Gefr. Otto Kelpe, Hildesheim, low.— Res. Ludwig Mayer, Alten⸗Buseck, low.— Res. Karl Lückel, Rödgen, low.— Res. Max Wagner, Sundeshut, verm.— Res. Georg Kroll, Darmstadt, tot.— Res. Georg Diehl, Darmstadt, tot.— Heinrich Rabenau, Trais, leicht verw.— Reservist Karl Weißenroeder, Deggenhausen, Baden, leicht verwundet.— Gefr. Christian Friedrich Käß, Lettenhausen, tot.— Res. Balthasar Delp, Hüttenfeld, low.— Res. Michael Johann Kolb, Griesheim, Ivw.— Res. hannes Stadtmüller, Bürstadt, low.— Res. Peter Müller, Offenbach a. M. verm.— Res. Nikolaus Gauß⸗ mann, Wehlheiden, verm.— Gefr. Friedrich Walther, Malchen, low.— Res. Wilhelm, gen. Gottlieb, Bürk, Heidelberg, low.— . Ackermann, Ober⸗Ramstadt, low.— Res. Paul Ludwig Fahning, Güstrow, low.— Musk. Gustav Malichewsky, Olschöwen, verm.— Musk. Wilhelm Bode, Grene, low.— Musk. Fritz Engels, low.— Musk. Georg Johann Bauer, Quentel, low.— Musk. Hermann Barucke verm— Musk. Ernst Reven⸗ stein, Reurath, verm.— Musk. Paul Petrik low.— Musk. Fritz Köbler, Magdeburg, verm— Musk. Ewald Schuhlmann, Orum, perm.— Musk. Heinr. Eberling verm.— Musk. Grevelhörster w.— Musk. Boroosky, verm.— Cinj.⸗Freiw. Heinrich Rei⸗ e, Gronau, tot.— Einj.⸗Freiw. Heinrich Leuve, Reckling⸗ ausen, tot.— Musk. Adolf Gosse, Westherbede, low.— Musk. idwig Kaszub, Konofad, verm.— Musk. Heinrich Willecke, sen, verm.— Musk. Arnold Grumke, Werner, low.— Musk. l Kurz, Hamburg, low.— Musk. Johann Klein Wassing, betimham, verm.— Musk. Friedrich Mareck, Merkinghoven, verm.— Musk. Adolf Gösse, Westerbede, verm.— Musk. Joseph Kaszuba, Brostowo, verm.— Musk. August Schepers, Laubeck, Irw.— Musk. Franz Stromidel, Horotmark, verm.— Musk. Josef Boduarek, Mamlitz, low.— Musk. Ignaz Regulski, Schroda. Ipw.— Musk. Fritz Kreier, Bielefeld, low.— Musk. Fritz Neefen, Bottrop, low.— Musk. Josef Verhöven, Kerlin, verm.— Musk. Rudolf Leitmann, Elberfeld, derm.— Musk. Adalbert Heß, 5„Ivw.— Einj.⸗Freiw Hermann Gieß, Lütterz, low.— Musk. Aug. Grothusmann, Flasheim, low.— Musk. Wilhelm Kath, Briesen, verm.— Res. Ludwig Enes, Darmstadt, vw.— Res. Hermann Weber, Vienenburg, tot.— Musk. Franz Pietzgyk, Lasgegen, tot.— Res. Bernhard Fornoff, Seckmauern, low.— Musk. Karl Seibert, Inheiden, low.— Musk. Johannes Kaiser, Lauterbach, low.— Musk. Reinke tot.— Musk. Hermann Klink⸗ hammer, Oberhausen, low.— Res. Wilh. Schmidt II., Mittel⸗ Gründau, verm.— Res. Johann Hädrich, Darmstadt, verm.— Res. Heinrich Schüßler, Ueberau, verm.— Res. Wilhelm Alt⸗ vater, Stammheim, verm.— Res. Hermann Schulz, Heidelberg, verm.— Res. Wilhelm Schäffner, Langen, verm.— Res. Friedr. Hofmann, Griesheim, verm.— Res. Ludwig Leuthner, Darmstadt, verm.— Res. Hermann Leonhardt II., Darmstadt, verm.— Res. Theodor Schmidt, Offenbach a. M., verm.— Res. Valentin Bersch, Groß⸗Rohrheim, verm.— Res. Jakob Schmidt, Winter⸗ kasten, verm.— Musk. August Schneider, Gladbeck, verm.— Musk. Franz Amenda, Radock i. Westpr., verm.— Musk. Franz Westermann, Buer, verm.— Musk. Franz Weimann, Polsum, verm.— Einj.⸗Freiw. Heinrich Stotten, Westerhold, verm.— Musk. Josef Czernetzky, Bagutschky, verm.— Musk. Josef Zieh⸗ lang, Elgoth, verm.— Musk. Johann Sklavsky, Allenstein, verm.— Musk. Wilhelm Schuite, Recklinghausen, verm.— Musk. Albert Kühnelt, Grottkau, verm.— Res. Ernst Gustav Drauschke, Peterwaldau, verm.— Musk. Philipp. Klimmer, Mildenberg, verm.— Musk. Diddens, verm.— Musk. Nikolaus Deutschmann, Kreuznach, verm.— Musk. Karl Petzold, Klein⸗ Dernbach, verm.— Musk. Johann Geulen, Noerstgen, verm. — Musk. Nikolaus Freitz, Wadrill, verm.— Musk. Heinrich Drüner, Bottrop, verm.— Musk. Jakob Grabarek, Behrsdorf, verm.— Musk. Fritz Nottebaum, verm.— Musk. Breckerhoff verm.— Musk. Rademacher verm.— Musk. Kyek verm. 2. Kompagnie: Off.⸗Stellv. Adolf Heinr. Karl Friedr. Heinemann, Magdeburg, tot.— Off.⸗Stellv. Hermann August Adolf von Bechtold, Darmstadt, low.— Vizefeldw. Wilhelm Albert Schäffer, Neesen, Kr. Minden, low.— Uffz. Adolf Traut⸗ wein, Söllingen, schuww.— Uffz. Friedr. Wilh. Rich. Bier⸗ baum, Berlin, low.— Uffz. Karl Habich, Worms, low.— Uffz. August Ewald, Ober⸗Ramstadt, derm.— Uffz. Heinrich Greb, Altenschlirf, verm.— Uffz. Wilhelm Bernzen, Billerbeck, low.— Kriegsfr. Georg von der Aue, Darmstadt, low.— Res. Peter Trautwein, Albig, low.— Res. Friedr. Jakob Rausch, Höchst, schuw.— Res. Ernst Emanuel Reinhard, Darm⸗ stadt, tot.— Res. August Jacobi, Leidhecken, low.— Kriegsfr. Ludwig Kreutzer, Darmstadt, low.— Kriegsfr. Richard Wagner, Stuttgart, low.— Res. Philipp Vatter, Osthofen, low.— Kriegsfr. Karl August Preiß, Werden, verm.— Res. Simon Riebel, Bodenheim, low.— Gefr. Friedr. Kohlmann, Gunters⸗ blum, low.— Gefr. Gg. Konr. Weißbach, Rheindürkheim, schow.— Res. Herm. Srugies, verm.— Res. Jakob Burkhardt, Dalheim, low.— Res. Friedrich Keifler, Heidekrug, verm.— Res. Hein⸗ rich Petry, Hofheim, Taunuskr., vw.— Res. Philipp Schrau⸗ der, Osthosen, low.— Res. Michael Heinrich Krank, Wertheim, low.— Res. Hermann Baumann, Prützen, low.— Res. Phil. Dehmer, Eberstadt, low.— Res. Friedr. Egenbacher, Obern⸗ dorf, verm.— Res. Leonhard Hemer, Obernheim, low.— Res. Gust. Lohn, Wohnbach, verm.— Res. Reinhard Lorei, Weckesheim, low.— Res. Peter Treusch, Krumbach, verm.— Res. Otto Adrian, Hörstein, low.— Res. Wilhelm Steinmark, Büdingen, verm.— Gefr. Heinrich Müller, Weid-Moos, tot. — Res. Georg Philipp Schmidt, Darmstadt, verm.— Res. Wilhelm Zipperlein, Rodheim, low.— Res. Karl Kreider, Worms, low.— Reserv. Philipp Franz Brauburger, Assenheim, low. — Res. Ludwig Wolf, Wiesbaden, low.— Res. Emil Ziesing, Lauterbach, verm.— Res. Friedrich Muth, Bad⸗Nauheim, low. — Gefr. Georg Melzer, Osthofen, schw.— Kriegsfr. Josef Ehe, Ingerkingen, low.— Kriegssr. Georg Ludwig Haller, Darmstadt, low.— Res. Karl Stephan, Frankfurt a. M., tot. — Res. Jakob Konrad Niekiel, Gouda, Holland, low.— Gefr. Christian Heinrich Weber, Büdesheim, lovÜw.— Res. Adolf Herold II., Oberhone, Kr. Eschwege, low.— Res. Josef Elter, Mühlheim, low.— Kriegsfr. Franz Carnier, Groß⸗Umstadt, tot.— Res. Rudolf Harry Bauer, Weilburg a. d. L., tot.— Res. Karl Heister, Sachsenhausen, schuw.— Res. Adam Jung, Spiesheim, tot.— Res. Friedrich Becker I., Steinbach, lyw. — Res. Lazarus Haas, Hetzlos, verm.— Res. Hermann Wieck, Krotzingen, verm.— Res. Georg Kehl, Bechtheim,. Gefr. Marzellin Peter Gündling, Seligenstadt, verm.— Gefr. Philivv Hoffmann, Darmstadt, verm.— Res. Heinrich Rück, Groß-Rohrheim, verm.— Gefr. Johann Krauß, Hillesheim, schow.— Res. Philipp Ebeling, Bechtheim, low.— Res. Georg Klappich, Schneppenhausen, low.— Res. Ernst Brum, Methler, verm.— Res. Wilhelm Stopinsky, Naezyner, verm.— Res. Wilhelm Hecker, Eisenberg, Waldeck, verm.— Res. Karl Drewer, Kamen, verm.— Res. Wilhelm Felix Meinzer, Karlsruhe, tot.— Res. Emil Lippert, Frankfurt a. M., low.— 1 55 Johann Vitus Lindwurm, Abstwind, vermißt.— Reseroist Ludwig Reichert, Hillesheim, low.— Kriegsfreiw. Friedrich Wilhelm Lüdecke, Hamburg, low.— Kriegsfr. Hans Wegener, Osnabrück, low.— Res. Matthias Lahr, Worms, schow.— Res. Konrad Theobald, Osthofen, low.— Res. Jakob Limy, Bosenheim, low.— Res. Georg Moter, Darmstadt, tot.— Res. Josef Glaser, Mannheim, verm.— Res. Phil. Delp, Lichtenberg, low.— Res. Friedrich Daubert, Egelsbach, tot.— Res. Jakob Krämer, Schöne⸗ berg, low.— Res. Heinrich Henkel, Bernsfeld, low.— Res. Phil. Hunkel, Sprendlingen, low.— Res. Hermann Merz, Mundenheim, Bapern, low.— Res. Herm. Neulucker Sprendlingen, low.— Gefr. Wilh. Klöß, Pohl⸗Göns, low.— Res. Georg Meißner, Darmstadt, schow.— Res. Wilh. Brüggemann, Wülfen, verm.— Res. Josef Placzek, Woschkofk, low.— Res. Heinrich Freundlieb, Worbis, verm.— Res. Bernhard Block, Crämersdorf, verm.— low.— Ref, Karl Heiduck, Ratibor, low.— Res. Fritz Keiger, Altenburg, S.⸗A., verm.— Res. Karl Halas, Kerotschin, verm.— Res. Paul Haak, Berlin, low.— Res. Friedrich Baßfeld, Reckling⸗ hausen, verm.— Res. Adam Jaroschinsky, Sbylutten, verm.— Res. Jakob Woitczak, Jarotschin, verm.— Res. Stanislaus Grzelszak, Gostyn, low.— Res. Heinrich Ifland, Recklinghausen, verm.— Res. Johann Mlynarz, Krotoschin, verm.— Res. Thomas Biella, Jarotschin, verm.— Res. Franz Frins, Bottrop, verm— Res. Nikolaus Hensen, Recklinghausen, low.— Res. Heinrich Vier⸗ haus, Ahlen, low.— Res. Wilhelm Drellmann, Osterkappen, verm. — Res. An. Borkowski, Holsterhausen, verm.— Res. Andreas Anstak, Caeslin, low.— Res. Richard Sarembe, Groß-Bargen, Schlesien, tot.— Res. Stanislaus Walorski, Datteln, verm.— Res. Otto Habusch, Zürich, verm.— Res. Ignatz Klotzinsky, Gostyn, a Res. Stephan Pawlack, Przöborowe, verm.— Res. Franz Pietzk Rattowitz, verm.— Res. waul Chemcrek, Zabrze, verm.— Nen Josef Kuza, Strasburg, Westpr., low.— Res. Johann Biroth, Recklinghausen, tot.— Res. Wilhelm Brähler, Dahlheim, verm.— Res. Bernhard Brosthaus, Bottrop, verm.— Res. Martin Ko⸗ walski, Abbau Zalesia, low.— Res. Stanislaus Zuberek, Wrlo⸗ wisy, in Gefangensch.— Res. Albert Kotzewa, Schalke, verm.— Res. Wilhelm Biermann, Hervest, tot.— Res. Heinrich Dellen, Osterfeld, low.— Res. Bernhard Henning, Lembeck, verm.— Res. August Hannemann, Freudenvier, verm.— Res. Friedrich Besmehn, Gr.⸗Inse, verm.— Res. Kasimir Radkowski, Gnesen, tot.— Res. Hermann Hülsdau, Recklinghausen, low.— Res. Emil Adomat, Pillkallen, verm.— Res. Eduard Jebrkovick, Rawitsch, verm.— Res. Theodor Jetznita, Luisental, low.— Res. August Lehrich, Katernberg, Rheinl., verm.— Res. Johann Hachmeyer, Höxter, verm.— Res. Rudolf Albert Bürgel, Görlitz, lvow.— Res. Heinrich Overbeck, Dortmund, verm.— Res. Johann Siecken, Husen, verm.— Res. Anton Thiele, Mantighausen, Kr. Büren, verm.— Res. Friedr. Wilh. Israel, Rünbeck, verm.— Res. Josef Salmen, Meiste, verm.— Res. Franz Vollmer, Soest, low.— Res. Paul Gierlichs, Busch, low.— Res. Franz Rüsing, Wewer, tot.— Res. Heinrich Rheinshagen, Ottweiler, verm.— Res. August Hermann Kulke, Bislau, verm.— Gefr. Markurs Dres, Diedenhofen, low.— Res. Paul Macig, Dziedzitz, verm.— Res. Ernst Dahlmann, Linden, verm.— Gefr. Theodor Marpe, Horst, verm.— Gefr. Friedrich Lux, Gelsenkirchen, low.— Res. Johann Wilms, Elberfeld, verm. vermischtes. — Münchhausen im Schützengraben. Die Er⸗ fahrungen an der Front, die die Liberts von einem Baron M. erzählt, legen die Vermutung nahe, daß in diesem französischen Tausendsassa unser berühmter seliger Baron Münchhausen wieder⸗ auferstanden ist. Der neue Münchhausen dient bei der Kompagnie eines Leutnants, durch dessen Mund er von seinen Heldentaten erzählt.„Unter meinen Leuten,“ schreibt der Offizier,„befindet sich ein großer blonder Mann, der im Zivilleben vielfacher Mil- lionär ist und bisher mit dem reichsten Luxus umgeben war. Ich dachte, der Baron würde schnell schlapp werden, aber ich täuschte mich. Er marschierte tapfer drauf los; als wir aber nach einem langen schweren Marsche alle ermüdet niedersanken, zog er seine Stiefel aus, entfernte die seidenen Socken, die er darunter trug, oder vielmehr, was von ihnen übrig geblieben war, und polierte seine Fußnägel. Natürlich stand die ganze Kompagnie um ihn herum. Im Schützengraben benutzte dann der Baron, der ohne Kissen nicht schlafen konnte, die Leibesfülle eines dicken Territorial⸗ soldaten zu diesem Zwecke und bezahlte ihm diesen Dienst mit 8 Havannas den Tag. Eines Tages aber erwies sich der Baron als ein wahrer Held. Die Kompagnie sollte ein Dorf nehmen, das von Bayern besetzt war, Der Hauptmann wußte, wie er den Mut seiner Soldaten aufs Höchste steigern könnte.„Leute,“ rief er, „in dem Dorf dort sind Betten, und die, die zuerst hinein⸗ kommen, können darin schlafen.“ Ich schmeichle mir, nicht faul gewesen zu sein,“ fährt der Leutnant fort,„aber als ich ins erste Haus kam, da fand ich meinen Baron schon im Bett und schlafend, Mitten in der Nacht mußten wir uns wieder zurückziehen, weil man den Angriff überlegener feindlicher Kräfte fürchtete. Ich weckte meine Leute, aber der Baron wollte nicht mit. Ich gab ihm wegen Ungehorsams sofort acht Tage Mittelarrest, aber er blieb doch liegen. So überließ ich ihn seinem Schicksal. Wir zogen uns auf einen Hügel etwa 1000 Meter hinter dem Dorfe zurück, um Verstärkungen abzuwarten. Beim Morgengrauen sagte der Haupt⸗ mann nach einem Blick durch das Feldglas:„Merkwürdig, die Deutschen sind noch nicht im Dorf drin, aber sie feuern auf die Häuser.“ Ich blickte hin und sah am Fenster des ersten Hauses eine Gestalt in einem seidenen Schlafanzug von blaßrosa Seide. Es war mein Baron, der aufgewacht war, und auf die Deutschen feuerte. Gerade in diesem Augenblick bekamen wir Verstärkungen und besetzten wieder das Dorf. Ich fand den Baron, wo ich ihn verlassen hatte, im Bett. Er war wieder eingeschlafen.“ Büchertisch. — Auskunft über die tatsächliche Stärke, Gliederung, Ausbildung, Bewaffnung und die Hilfsquellen dee feindlichen Heere und Flotten wird für den deutschen Zeitungsleser immer erwünschter. Jetzt steht ihm ein für wenige Groschen zu beschaffendes Auskunfts- mittel aus der Feder eines bekannten milftärwissenschastlichen Schriststellers(Oberst V. Wolff) in der neuen, im besten Sinne allgemeinverständlich gehaltenen Schrift:„Heer und Flotte unseren Feinde sowie der übrigen sremden Mächte“ zur Verfügung. Verlag des Deutschen Offizierblattes, Gerhard Stalling in Oldenburg i. Gr. Preis 40 Pfg.). Oberst Wolff weiß in diesem knapp gesaßten Büch lein gerade das geschickt zu schildern, was dem nicht Sach⸗ verständigen besonders notwendig zu wissen ist. Uebrigens ist es zu begrüßen, daß auch die neutralen Staaten, wie Italien, Ver⸗ einigte Staaten, Bulgarien, Rumänien, Griechenland, Holland, China usw., in den Kreis der Betrachtung gezogen sind, können doch auch diese im weiteren Verlaufe des Krieges nur zu leicht in den Weltkrieg hineingezogen werden. Daß neben genauesten An- aben über unsere vielen Feinde auch solche über unsere Ver- blindeten nicht fehlen, nur nebenbei. Letzte Nachrichten. Italien und der Rücktritt Berchtolds. Berlin, 15. Jan. Ueber den Rücktritt des Grafen Berch⸗ told, so wird der„Kölnischen Zeitung“ aus Mailand versichert, habe man in politischen Kreisen die Ueberzeugung, daß sich Oesterreich nie eine günstigere Gelegenheit bot, seine Beziehungen zu Italien besser zu gestalten und Daß sich, gestützt auf eine freundliche Politik Oesterreichs Italien gegenüber, ein Umschwung in der öffentlichen Meinung Italiens vollziehen könnte. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher 312 Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben 188 Mannes, unseres guten Vaters sagen wir allen herzlichsten Dank. 13,240 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 89 Elisabethe Becker, Hebamme und Kinder. 0241 73 Reiskirchen, den 15. Januar 1915. 1 Schofosade und Kakao Kohler, Peter, Hauswald etc. offeriert ohne Aufschlag 97 mant. 4 J. M. Schufnof reien. 1 114 7 eig Fochbau en Tiefbau c. Pannen, Sommerunterricht 2. Rpril. Relfeprufung. Winterunterricht 15. Oktober. bleschberechtigt mit den Königl. Preufl. Baugewerkschulen.—— 3 Holzbersteigerung im Gambacher Wald. Zusammenkunft an beiden Tagen vormittags Herzogl. Braunschw. Baugewerkschule Rolzminden.) 10 Uhr am Pohlgönser Weg an der Bahn. 8 i 8 Gambach, den 13. Januar 1915. 1. Brennholz. Dienstag, den 19. Januar: Rm. Buchen⸗, 7 Rm. Eichen⸗Scheiter. Rm. Buchen⸗, 69 Rm. Eichen-, 2 Rm. Birken⸗ Ein sensationeller Uebesroman Zum Brothelag Feine Marmeladen u. Gelees in Dosen von 1 ufd. Eimer 5 und 10 Pfd. billigst J. M. Schulhof Marktstr. 4 342) Tel. 110 Knüppel. f— Stück Buchen, 1370 Stück Eichen- 700 Stück Ochmeider Sanden eue. et allbett en Fichten ⸗Wellen. das xu hiuichend sur v.— date hal men gewagt nder. Rm. Buchen-, 28 Rm. Eichen- 8 Rm. Fichten⸗ 2 5 Eissandbgllabr E. Bab. T5. 8.. des Mannes fuyi ost uber den Magen Steropraphen- 3 Nur ect mit nediger Schutemarbe dnelschal Mittwoch, den 20. Januar: Hier U. eber— ee Eichen⸗Stämme, 14—62 Ztm. Durchmesser, 1 bea 8 5 3 7 1 413 Mtr. lang, 30,18 Fstm. Backen Sie eg en s Eschen⸗Stamm, 34 Ztm. 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Beginn des Fortbildungs⸗ Telephon 262. unterrichts Donnerstag, den 68886 21. Januar, abends 9½ Uhr. Se: Der Vorstand. aan FRITA NOWA CR auf Minter-Normalwäsche% santiche Militär- Ausrüstungen un Kamelhaar-Artikel ge ich jetet 20 Prozent Rabatt Die meisten Artikel sind als Feldpostpakete von 5pᷣ00o dramm versendbar und vom II. Januar bis 17. Januar zulässig. 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Wir werden versuchen, vorläufig auch noch eine Sorte Brötchen in geringer Anzahl herzustellen, hierzu muss jedoch ein beträchtlicher Prozentsatz Roggen- mehl verwendet und dieselben bereits nachmittags gebacken werden. Die Brötchen sind von abends 7 Uhr ab in den Giessener Verteilungsstellen zu haben. in Austragen der Hröschen in die Nohnung linde nehl mebr all. 0 f ö 7 a Der Vorstand. 55¹⁰ 1—.— S e Achtung!* achtung I Schlesw.⸗Holstein. Verkaufe morgen auf dem Brandplatz 1 1 Waggon Gemüse zu fannend billigen Preisen.* Großer weißer Blumenkohl Stück 30 Pfg., Grünkohl] kereil empfsehlt blilligst 5 2 Pid. B Pfg., Rosenkohl Pfund 20 Pfg. dicke Hollander] Postsendungen Johns. Schwarzwurzel Pfund 5 Pia, feinste glatte und 3 in Rantrum. Preisangabe u. Endivien Pfund 2 Pfg., Jeldsalat 3 Teller 20 Pfg., Ver sandbedingung umsonst u. arünen Wirsing, Weißkraut, Rotkraut. Frau Huhn. Carl A. Hartmann Fernruf 2064 Waäscbefabrik Sestersweg 81/1 2 Ga 8 Licht- Spiel- Haus Vom 13. bis inkl. 15. 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Ende gegen 10 Uhr. Sonntag, 17. Jan. 1915 Vom II. bis 17. Januar gewähre ich auf folgende Militär-Artiket bei Barzahlung 15%, Rabatt Wollene Unterwesten Kamelhaar-Westen Leibbinden, Lungenschützer KLopfschützer, Kniewärmer Pufswärmer, Schiesshandschuhe Militär-Halsbinden Militar-Handschuhe Lieder von Franz Schubert, Hugo Wolf, Ludwig Thuille, W. Pfitzner, Rich. Strauß. ö Der Bechstein-Flũgel ist aus dem Hofpianofortelager von Wilh. Rudolph 1. Platz M. 3.—, 2. Platz Eintrittskarten: D 4. Platz M. 0.50, samtlich numeriert, Studenten- karten M. 1.—(für den zweiten Platz, soweit verfügbar, gültig), für Schüler und Militär vom Feldwebel abwärts 30 Pfg., sind in der Musi— kalienhandlung von Ernst Challier, Tel. 671 und abends an der Kasse zu haben. Warnung! Von verschiedenen Seiten wurde mir die Nachricht gebracht, daß einzelne Bächker⸗ meister abends Brötchen austragen würden. Ich verweise auf unseren Beschluß und die 5 5 mittags 3½ Ubr Offmung des Saales 4½ Uhr. i. g velkg. Praise Velkz- Freise! Das nächste Konzert findet am Sonntag, den Bestimmungen unseres Statutes und werde l 10 Rabatt* Neuheit! Neuheit! 31. Januar statt. 1b gegen Jeden, der diesem nicht nachkommt, gerichtlich vorgehen. 5520 August Deibel Normal-Hemden Normal-dacken Normal-Hosen (ausser Prof. Jaegef's Normalwäsche) Der 5 — in— von Ede— 6 0 Abr. Abends 2½ Uhr Kleine Preise Tleine Freise Einen Posten etwas trüb gewordener Kreuzplatz 10. Schweizer Stickereien Rabatt. J. Kaan jr. Telephon 893. mit 15% 480 Obermeister der Bäcker⸗Innung Gießen. Feldpostschachteln fabrizieren und halten in gangbaren Größen am Lager Christ K Herr, Gießen Grapbische Kunstanstalt, Stein- und 3 Fernsprecher 500. 1142 Walltorstraße 77. Wie einst im Hal Posse mit Gesang und Dane in 4 Bildern v. Rudolf Ber nauer u. Rudolph Schanzer. Mustk von Walter Kollo und Willn Bredschneider. Ende 10¼ Uhr. Soldaten vom Feldwebel ab⸗ fs delle Kreuzplatz Telephon 774 Las g dach 5 nur reise. 4