Nr. 8 Der Siegener A erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; weimal wöchentl. Krels⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche.„ Fernsprech-Anschlusse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelled l Adresse für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt 165. Jahrgang jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pji.; durch die Post Mk. 2.— viertel f jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goer General-Anzeiger für Gberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Montag, II. Januar 1915 ZBezugsvreis: monatl. 75 Pf., viertel- Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz, für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. die Stimmung im englischen Oberhaus. . Ein deutscher Sieg in Ostafrika. „(WTB. Großes Hauptquartier, 9. Jan.(Amt⸗ lich.) Westlicher Krsegsschauplaßtz. Die ungünstige Witterung, zeitweise wolkenbruchartiger Regen mit Gewitter hielten auch gestern an. Die Lys trat an einzelnen Stellen über ihre Ufer. Mehrere feindliche Angriffe nordöstlich Soissons wurden unter erheblichen Verlusten für die 1 zurückgeschlagen. n französischer Angriff bei Perthes(nördlich des Lagers von Chalons) wurde unter schmeren Verlusten für den Feind abgewiesen. Im Ostteil der Argon nen machten unsere T n einen erfolgreichen Sturmangriff, nahmen 1200 Franzosen gefangen und erbeuteten einige Minenwerfer und einen Bronzemörser. Schlesische Jäger, ein lothringisches Bataillon und hessische Land⸗ wehr zeichneten sich hierbei aus. Ein vorgeschobener von uns nicht besetzter Graben bei Flirey wurde in dem Augen⸗ blick von uns gesprengt, in dem die Franzosen von ihm Besitz genommen hatten. Die ganze französische Besatzung wurde vernichtet. Westlich und südlich Seunheim änderte sich nichts. Die Franzosen wurden aus Ober⸗Vurnhaupt und den vorgelagerten Gräben in ihre Stellungen zurückgeworfen und ließen über 190 Gefangene in unseren Händen. „ Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage im Osten ist bei anhaltend schlechtem Wetter unverändert. Unsere Beute vom 7. Januar hat sich auf 2000 Gefangene und sieben Maschinengewehre erhöht. Oberste Heeresleitung. (TB.) Großes Hauptquartier, 10. Januar. Westlicher Kriegsschauplatz. Das schlechte Wetter hielt auch gestern an; die Lys ist an einzelnen Stellen bis zur Breite von 800 Metern über das Ufer getreten. Feind⸗ liche Versuche, uns aus unseren Stellungen in den Dünen bei Neuport zurückzudrängen, schlugen fehl. Nordöstlich Soissons wiederholten die Franzosen ihre Angriffe, die gestern sämtlich unter großen Verlusten für sie abgewiesen wurden. Ueber 190 Gefangene blieben in unserer Hand. Die Kämpfe dortselbst sind heute wieder im Gange. ö Westlich und ͤstlich Perthes(nordöstlich des Lagers von Chalons) griffen die Franzosen erneut heftig an. Die Angriffe brachen unter sehr schweren Verlusten für die Fran⸗ zosen zusammen; wir machten etwa 150 Gefangene. In den Argannen gewannen wir weiter Gelände; hier wie in Seed Apremont, nördlich Toul, dauern die Kämpfe noch an. Am 8. Januar abends versuchten die Franzosen erneut, das Dorf Ob er-Burnhaupt im Nachtangriff zu neh⸗ men. Der Angriff scheiterte gänzlich. Unsere Truppen mach⸗ ten weitere 250 Franzosen zu Gefangenen und erbeuteten ein Maschinengewegr so daß sich die Beute van Obern- Burn⸗ haupt auf 2 Offiziere, 420 Mann Gefangene und 1 Maschi⸗ nengewehr erhöht. Die Franzosen hatten auch hier augen⸗ scheinlich schwere Verluste; eine große Menge an Toten und Verwundeten liegt vor der Front und in den angrenzen⸗ den Wäldern. Gestern fanden nur kleinere Gefechte im Ober⸗ Elsaß statt. Gegen Mitternacht wiesen unsere Truppen bei Nieder⸗Aspach einen französischen Angriff aß. „ Oestlicher Kriegsschauplatz Die Witterung hat sich noch nicht gebessert; auf der ganzen Front blieb die Lage unverändert. Kleinere russische Vorstöße südlich Mlawa wurden abgewiesen. Oberste Heeresleitung. „ Die Reden im englischen Oberhaus, von denen das Wolff Bureau uns wieder ausführliche Proben übermittelt, verdienen die regste Aufmerksamkeit. Nicht als ob Deutschland nun beruhigt die Hände in den Schoß legen dürfte. Wir haben zunächst gar keine Schlüsse aus den englischen Stim— mungen zu ziehen, und wir sind überzeugt, daß unsere Hee— kesleitung nicht etwa darin nachlassen wird, alle unsere militärischen Machtmittel zur vollen Anwendung zu bringen. Die leitenden Männer Englands haben diesmal keine Zahlen genannt, und wir haben daher die Pflicht, uns in keiner Weise aschen zu lassen. Aber eine Wirkung, eine für uns Deutsche erfreuliche Wirkung werden die Auseinandersetzun— gen im Oberhaus schon haben. Es wird der Welt klar wer⸗ den, wie es mit der Siegesgewißheit unseres größten Fein⸗ des aussieht. Der müde Londoner Wortstreit wird auf die Franzosen noch lähmender wirken als der Regen, der jetzt immerfort auf die Schlachtfelder herniedersäuselt. Schon hat sich der Bazillus der Enttäuschung auch im„Temps“ ein⸗ genistet. Schreibt dieses Blatt doch neuerdings: Die Ver⸗ bündeten könnten den 7 nur um den Preis härtester Opfer erringen Ob diese Aeußerung wieder auf die eng⸗ lischen Politiker zurückwirken wird? Diese wollen, nach französischer und russischer Meinung, die härtesten Opfer nicht bringen, und nach dem Verlauf der neuesten Sitzung des Oberhauses ist es hö ife h Ae lande wirlich st es höchst zweifelhaft, ob es auf dem Insel kommen wird. zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht st vom Regierungstische doch das vielsagende lle hauptsächlich durch seine Flotte chen Räder der Volkswirtschaft bewegen muß, kann sich um neue dafür auf⸗ der Stimmung des Volkes zu rechnen. Und was die Hauptsache ist: es wäre zu spät! Wo sind die Offiziere, die den Plan verwirklichen könnten? Wieder werden wir also an den Satz erinnert, der von der maßgebenden Stelle ausgesprochen worden ist: wir stellen so viel Soldaten ein als wir ausbilden können. Die englische Presse übt an den Regierungserklärungen ziemlich unverhüllt Kritik. Warum, so fragt sie, nannte man früher Zahlen und jetzt nicht mehr? Es ist vergnüglich, zu lesen, wie Lord Lucas namens der Regierung den Groß⸗ sprecher Churchill reinzuwaschen oder wenigstens zu entschul— digen versucht hat. Es war ja, so ungefähr wurde da gesagt, nur ein frommer Wunsch Churchills, als er so große Zahlen nannte; 25 Armeekorps sollten aufgestellt werden, wenn eben die nötige Zahl von Menschen aufge⸗ bracht werden könnte. Homerisches Gelächter muß dieses Kapitel abschließen, über das wir, wie man sieht, nicht mit Unrecht öfter die Ueberschrift gesetzt haben:„Der Schwätzer Churchill.“ Wir haben jetzt sogar die amtliche Be⸗ stätigung dafür erlangt. Aus dem englischen Oberhaus. Die englischen Maßregeln gegen eine Invasion. London, 9. Jan. WTB. Nichtamtlich.) In der gestrigen Sitzung des Oberhauses führte Earl of Crewie über die Vor⸗ bereitungen gegen eine Invasion aus, daß bereits Mitte Oktober die Lorpfeutnanz der verschiedenen Grafschaften entsprechende Weisungen erhalten haben. Diese seien Ende Oktober und im Lauf des November abgeändert worden. Die Vorbereitungen seien als eine Art Versicherung gegen mögliche Gefahren zu betrachten. Unter der Aufsicht der Lordleutnants seien lokale Notaus⸗ schüsse gebildet worden, die die Einzelheiten ausarbeiten. Es wurde nicht für wünschenswert erachtet, für die Bildung der Aus⸗ schüsse allgemein Anweisungen zu, geben. Lord Curzon Oppo⸗ sition) bemerkte hierzu, die Streitkräfte, dic in den einzelnen Graf⸗ schaften gebildet würden, seien, selbst wenn sie eine Million Mann zählten, nutzlos, wenn der Notfall eintrete, falls sie nicht unter direkte militärische Kontrolle gestellt würden; ja sie würden sogar eine große Gefahr darstellen, da sie vom Feinde vielleicht nicht als Kombattanten anerkannt werden. Er hoffe deshalb, daß die Organisationen für die Verteidigung des Landes unter entsprechende militärische Kontrolle gestellt würden. Lord Selborne tadelte, daß die Admiralität keinen Vertreter im Oberhaus besitze. Er sprach die Ansicht aus, daß es verfehlt gewesen sei, eine Marinebrigade nach Antwerpen zu senden. Die Flotte unter Admiral Jellicoe solle nicht nur zu Patrouillezwecken verwendet werden; ihre Hauptauf⸗ gabe bestehe darin, die deutsche Flotte zu vernichten, wenn diese sich herauswage. London, 9. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Im Oberhaus sagte Lord Haldane bei der Erörterung der militärischen Lage, die Aufforderung zum Heereseintritt wurde mustergültig beantwortet. Es sei kein Grund vorherzusagen, daß das Prinzip des frei⸗ willigen Dienstes einen Fehlschlag bedeuten werde. Falls die Notwendigkeit der Dienstpflicht erwiesen sei, füge sich die Re⸗ gierung der Notwendigkeit. Haldane fuhr fort: Wir kämpfen für unsere nationale Existenz. Nur ein Sieg, der die Wiederkehr des“ früheren Zustandes ausschließt, kann als befriedigend gelten. Die dem Lande gestellte Aufgabe ist sehr schwer, aber keine Mühe und keine Hilfsquelle des Landes soll gespart werden, um die große Aufgabe zu einem glücklichen Ende zu führen. Weitere Kritik an den englischen Heeresmaßnahmen. London, 10. Jan.(W. Nichtamtlich.) Lord Lucas erklärt namens der Regierung, daß es streng vermieden wer⸗ den müsse, bei Besprechungen von militärischen Vorbereitungen Zahlen zu erwähnen. Wenn England wüßte, wieviel Mann in Deutschland aufgestellt und ausgebildet werden, so wäre das für die Verbündeten von der größten Bedeutung. Ebenso könnte schon die Angabe einer einzigen Zahl für Deutschland Wert be⸗ sitzen. Alles, was gesagt werden könne, sei, daß das Kriegsamt trachte, die Ausrüstung mit der Rekrutierung im Einklang zu er⸗ halten. Das geschehe gegenwärtig, und um mit der beschleunigten Rekrutierung Schritt zu halten, mache das Kriegsamt enorme Anstrengungen, um für Ausrüstungsgegenstände zu sorgen. Die hierfür geschaffene Organisation gewinne schnell an Umfang. Der Einwand, daß Churchill Zahlen angegeben habe, sei nicht ganz zutreffend. Churchill habe nur in seinen Rekrutierungsreden gesagt, daß, wenn die nötige Zahl von Menschen aufgebracht wer— den könnte, 25 Armeekorps aufgestellt werden sollten; er habe damit einen Wunsch ausgedrückt. Lord Selborne sagte: Deutschland hat gezeigt, daß es die wunderbarste Kampfmaschine befsitzt, über die jemals eine Nation verfügt hat. Die Auf- gabe, die den Verbündeten obliegt, ist außerordentlich ernst und schwierig: das sollten die Engländer voll einsehen. Deutschland 5 den Vorteil der zentralen Lage und des einheitlichen Kommandos. Deshalb ist es nötig, daß wir für eine voll- ständige und dauernde strategische Zusammenarbeit zwischen uns und den Verhündeten Sorge tragen, sowohl auf politischem als auch auf militärischem Gebiete. Wenn das freiwillige Rekrutie⸗ rungssystem nicht genug Menschen liefert, müssen wir zur al l⸗ gemeinen Wehrpflicht schreiten. Dieser Fall muß ent⸗ sprechend früh vorbereitet werden, damit nicht ein nationales Chaos eintritt. Der Lordkanzler sagte, die Aufgabe Englands in diesem Kriege decke sich nicht ganz mit der der Ver⸗ bündeten. England müsse vor allem für die Herrschaft zur See sorgen. Es sei mit verhältnismäßig geringen Verlusten imstande gewesen, seine Vorherrschaft zu erhalten. Der Armeebedarf werde mit einer Geschwindigkeit hergestellt, die noch vor kurzem unerreichbar gewesen sei. Das gelte sowohl von den Explosib⸗ stoffen wie von den Geschossen und Gewehren. Die größte Wohl⸗ tat des Krieges sei, daß er England seine Mängel einsehen ge⸗ lehrt habe. Eine enge Fühlungnahme zwischen den Ober kom- mandierenden der verbündeten Länder sei un m ö glich, die Stäbe seien jedoch in Fühlung und die Oberkommandierenden. über die einzelnen Operationspläne unterrichtet. Es würden alle Anstrengungen gemacht, ohne Rücksicht auf die Kosten, den Deut⸗ schen eine den 42 Zentimeter⸗Mörsern gleich wertige Waffe gegenüberzustellen. Lord Curzon fragte, ob Sir Roger Casement nach dem, was vorgefallen sei, die Staatspension weiterbeziehen werde. Die Aufgabe, vor die England sich gestellt sehe, sei die größte seit Be⸗ stehen des Königreiches. Das Oberhaus wünsche zu wissen, ob das Kriegsamt, das mit Arbeiten überbürdet sei, überhaupt Zeit gehabt habe, über die Vorbereitungen zur eventuellen Einführung der allgemeinen Wehrpflicht nachzudenken. Lord Crewe sagte, das Rekrutierungssystem, das einen Still⸗ stand oder auch nur eine Entmutigung der britischen Exportindu⸗ strien mit sich brächte, würde auf den schließlichen Erfolg der britischen Waffen ungünstiger einwirken, als wenn die Rekrutierung um einige Tausend Mann hinter den Erwartungen zurückbliebe. Die Rekrutierung in Irland sei trotz der unglücklichen Differen⸗ zen, die dort beständen, zufriedenstellend. Mit Bezug auf Roger Casement sagte Crewe, er sei gegenwärtig nicht in der Lage, eine Pension zu beziehen und werde auch kaum jemals in diese Lage kommen. Das Haus vertagte sich sodann bis zum 2. Februar. London, 10. Jan. WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Lord Rosebery führte in einer Rede in Dalkeith u. a. aus: Wir stehen zwei Tatsachen von größter Be⸗ deutung gegenüber: Erstens, daß die britische Nation auf immer unterworfen wäre, wenn sie nicht bis zum letzten Schilling und bis zum letzten Mann kämpfte, und zweitens, daß das deutsche Volk als die größte Militärnation der Welt sich' nie wieder erheben würde, wenn es geschlagen würde. Ein englischer Kabinettsrat über die Retrutierungsfrage. Kopenhagen, 9. Jan.(Ctr. Blu.) Am Silvestertage fand im Buckinghampalast unter dem Vorsitz des Königs Georg ein geheimer Kabinettsrat statt, worin vornehmlich die bisher unerfreulichen Retrutierungsergeb⸗ nisse beraten wurden. Kitchener sagte, die Notwendig⸗ leit der Einführung des militärischen Zwanges werde sich nicht umgehen lassen. Der gleichen Anficht war Chur⸗ chill, aber Asquith und Lord George wollen nach wie vor von dem höchst unpopulären Vorschlag nichts wissen Der Ministerrat kam zu keinem endgültigen Beschluß. Der„Temps“ über die Kriegsaussichten. Paris, 10. Jan.(WTB. Nichtamtlich) In einem Ar⸗ tikel über die Entwickelung des Krieges schreibt der „Temps“: Der Krieg hat einen Charakter angenommen, den man nicht erwartet habe. Man müsse jetzt mit einem Abnützungstriege rechnen und deshalb die gefährliche Un⸗ geduld vermeiden. Deutschland könne trotz großer Men⸗ schenverluste noch viele Reserven aufstellen. Die Ver⸗ bündeten köunten den Sieg nur um den Preis här⸗ tester Opfer erringen. Deutschland sei noch nicht am Ende. Die großen Schwierigkeiten würden im Fri hjahr beginnen, namentlich wenn die Neutralen hart blieben. Der Krieg, den Frankreich augenblicklich führe, sei eine harte Prüfung. Die Ungeduld wünsche eine Beschleunigung der Operationen, aber es sei Geduld nötig. Die Rekrutierung in Frankreich. Paris, 10. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Wie der „Temps“ mitteilt, ist die Einberufung der Jahres- klasse 1917 bereits in Erwägung gezogen worden. Ein endgültiger Beschluß ist jedoch noch nicht gefaßt worden. „Lyon Räépublicaine“ meldet: Der Kriegsminister erklärt in einem Rundschreiben an die Presse, die Nachricht über die end⸗ gültige Außerdienststellung der Jahresklasse 188,88 der Terri⸗ torialreserve sei nur teilweise richtig. Bisher seien Mannschaften der Territorialreserve von 1887/88 nur aus der inneren Zone ent⸗ lassen worden; sie würden bei Bedarf wieder einberufen. Die Mannschaften, die als Handwerker und Bäcker verwendet wer⸗ den, werden auch in der inneren Zone nicht entlassen.) 1200000 Mann französische Verluste. Zürich, 9. Jan. Der größte Teil der französischen Presse ist gegen die Heeresleitung wegen der soeben veröffent⸗ lichten Verlustliste aufgebracht, da man erst jetzt erfuhr, daß in den Spitälern nicht weniger als 498000 Verwundete gepflegt werden. Der„Lyon Republicain“ schreibt: Welchen Zweck unsere Regierung mit der bisherigen Vertuschungspraxis verfolgte, ist niemand klar. Sagte sie sich nicht, daß der Tag kommen müsse, an welchem das Volk fragen werde, wie es komme, daß sämtliche öffentlichen Gebäude in Frankreich Spitäler geworden seien. Man wisse heute genau, daß in dieser halben Million die privat ver⸗ pflegten Verwundeten nicht einbegriffen sind. 300 000 Gefangene haben wir nach seindlichen Berichten verloren. Wenn wir die Zahl der Toten mit mindestens 300 000 annehmen, so hat Frankreich heute bereits 1 200 000 Mann an Verlusten. ** Die österreichisch⸗ungarischen Tagesberichte. Wien, 9. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 9. Jan, mittags. In Westgalizie nn, wo sich die Gegner zumeist bis auf die nächsten Distanzen gegen⸗ überstanden, wurde gestern ein Nachtangriff des Feindes auf den Höhen nordöstlich Zakliczyn abgewiesen. 8 Nördlich der Weichsel dauert der Geschützkampf an. Die Kirche einer größeren Ortschaft in Russisch⸗Polen mußte gestern in Brand geschossen werden, da die Russen auf dem Kirchturme Maschinengewehre eingestellt hatten. In der südlichen Bukowina und in den Karpathen nur Plänkeleien. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. jn ⁵³¹˙1 ͤ A q AAA ³ A V 2 Wien, 10. Jan.(WI Nichtamtlich., Amtlich wird verlautbart: 10. Januar: Die allgemeine Lage hat sich nicht geändert. Südlich der Weichsel beschossen dit Russen gestern unsere Stellungen ohne jeden 12225 sie richteten ihr Feuer namentlich gegen eine von uns besetzte Höhe nordöstlich von Zakliczun. Nördlich der Weichsel stellen⸗ wrise heftiger Geschütztampf. Ein Versuch des Gegners, mit schwücheren Kräften die Nida zu passicren, mißlang. In den Karpathen herrscht Ruhe. Zwei Aufklaͤrungs⸗ detachements des Feindes, die sich in der Bukowina zu nahe an unsere Vorpostenlinien heranwagten, wurden durch Ar⸗ tillerie- und Maschinengewehrfeuer zerfyrengt. g Am suͤdlichen Kriegsschauplatz kurzer Geschütztampf bei den östlich Trebinje bis an die Grenze vorgeschobenen eige⸗ nen Stellungen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Zeldmarschalleutnant. Ein deutscher Sieg in Ostafrita. Berlin, 10. Jan.(Ctr. Blu.) Aus den Mitteilungen des Reichskolonialamts war schon bekannt geworden, daß die Engländer in Deutsch⸗Ostafrika empfindliche Schläge erhalten haben, doch war man in der Hauptsache auf englische Nachrichten angewiesen, die natürlich sehr zurückhaltend waren. Nun wird der„Berliner Morgen⸗ post“ ein Bericht über diese Vorgänge zur Verfügung ge⸗ stellt, dem wir folgende interessante Einzel ien entnehmen: Die Kämpfe in unesrer Kolonie sind fast durchweg siegreich für unsere Truppen verlaufen. Der größte Sieg ist aber jetzt von un⸗ seren Truppen bei Tanga erfochten worden. Dort landeten die Engländer und Inder 8000 Mann stark. Die Deutschen, die ganz 28 in der Minderzahl waren— ich glaube, überhaupt nur 2000 Mann—, lockten sie in eine Falle, brachten ihnen am ersten Tage bereits einen Verlust von 600 Toten und Verwundeten bei, und, nachdem sie am nächsten Tage Ver⸗ stärkungen erhalten hatten, wurden die Engländer und Inder mit einem Totalverlust von sage und schreibe 3000 Mann 5 . 2 vollständig geschlagen und mußten auf ihren Trans port⸗ — 72 zurück nach Mombassa gehen. Unsere Verluste waren nur ng. Die tapfere Kameruner Schutztruppe. Paris, 10. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Gouverneur von frila richtete an Doumergue ein Telegramm, in welchem es ickgeschlagen. Unsere Verluste sind gering.(Anmerkung der Re⸗ aktion: Daß die Schutztruppe gegen Edea zum Angriff schritt, — 7 für die zuversichtliche und kampfesfrohe Stimmung, die bei un⸗ eren Kamerunern herrscht. Daran vermögen auch solche Sieges⸗ berichte der Gegner nichts zu ändern.) 5 ** * Das Standquartier Joffres. 5 Berlin, 11. Jan. Ueber das Standquartier Joffres wird in der„Zürcher Ztg.“ geschrieben: General 5 e hat seinen Standort nicht weit von dem Punkte des stumpfen Winkels gewählt, den die Linie der deutschen Ar- meen in Frankreich bezeichnet. Von hier kann er gleich⸗ zeitig den Norden und den Osten überwachen und den An— l punkt für den Durchbruch wählen, sowie sich leicht rthin begeben. b Deutsche Flugzeuge über Dünkirchen. London, 9. Jan.(WTB. Nichtamtlich.)„Daily Chro— nicle“ meldet: Deutsche Flugzeuge erschienen neuer⸗ dings über Dünkirchen und warfen Bomben ab. Es wurde niemand getötet. Zwei deutsche Flugzeuge erschienen über Furneß. 85 Vor Przemysl. 725 an.— Nichtamtlich.) Der Bericht⸗ erstatter des„Az Est“, Franz Molnar, berichtet aus 85 dem Hauptquartier: Hier wird die Beobachtung gemacht, daß die gahl der russischen Soldaten immer größer wird, welche durch die Maschinengewehre ihrer eigenen Truppen verletzt oder auf höheren Befehl gefesselt vom Kriegsschau⸗ platz in das innere Rußland verschickt werden. Der be⸗ merkenswerteste— ereignete sich vor Przemysl. Die russi⸗ . Soldaten stehen noch immer unter dem Eindruck, daß bei der ersten Belagerung dieser Stadt viele Tausende im Sturm gegen Przemysl den Tod gefunden haben. Ge— fangene Russen erklärten, daß unter den Russen die über⸗ 9 5 endsten Gerüchte von der Wirkung der 30,5 Zentimeter⸗ Mörser und um Przemysl angelegten Minen verbreitet nd. In der Belagerungsarmee ist das Gefühl verbreitet, daß die Soldaten, die zum Sturm kommandiert werden, dem sicheren Tode entgegengehen. So konnte es ae daß ganze Truppenteile jüngst den Ge⸗ ho Bu dapest, 9. rsam verweigerten, so daß sie auf besonderen 5 il an nach Lemberg transportiert werden mußten. Damit soll nicht gesagt werden, daß es die russischen Sol- daten im allgemeinen an Mut fehlen lassen. Wie es scheint, ist die erwähnte Erscheinung darauf zurückzuführen, daß nunmehr nicht entsprechend ausgebildete Mannschaften ver⸗ wendet werden, was den Mangel an Offensiwpgeist, der vielseitig an russischen Soldaten beobachtet wird, stärker * hervortreten läßt. Die russische Garde von der Front zurückgezogen. * Berlin, 11. Jan. Aus Sofia wird der„Voss. Ztg.“ gemeldet: Hiesige eingeweihte Kreise haben sichere Nachrich⸗ ten erhalten, daß das ganze russische Gardekorps, das bisher in Polen kämpfte, vor der orthodoxen Weih⸗ nachten nach Petersburg befördert und durch vier Reserve⸗ brigaden ersetzt wurde. Mau erklärt dies einerseits durch den Umstand, daß in Petersburg größere Unruhen befürch⸗ tet werden, andererseits daraus, daß man das Gardekorps vor der drohenden Katastrophe auf dem Kriegsschauplatz retten wolle. . Der russische Bericht. . Berlin, 10. Jan.(W. B. Amtlich) Der amtliche russi⸗ sche Bericht vom 7. Januar behauptet, die Russen hätten das Dorf Brzozowo zwischen Brzasnysz und Mlawa angegriffen, unsere dortigen Truppen fast völlig aufgerieben und der Rest ge⸗ fangen genommen. 5 Diese Nachricht ist erfunden. unseren Truppen besetzt gewesen. 2 N haben in der Nacht vom 5. zum 6. Jauuar etwa dres russische Kompagnien, die auf der Straße von Grudusk in geschlossener 1 vorgingen, das Dorf Borzizie⸗Rodzwori angegriffen. Der Angriff wurde ohne Schwierigkeit abgewiesen. Von uns wurde ein Mann verwundet, keiner gefangen. Die Verluste der Russen konnten bei dem heftigen Schneetreiben, das in der Nacht herrschte, nicht fest⸗ gestellt werden. Eine französische Anleihe. London, 9. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die Bank von England fordert mit Zustimmung der englischen Re⸗ gierung zur Zeichnung einer französischen Anleihe Das Dorf ist nie von N 5 2 . 2 . heißt: Die Deutschen griffen Edea in Kamerun an, wurden aber] M Teuerung in England. London, 10. Jan.(WTB Nichtamtlich.) Die amt⸗ lichen Tabellen der Lebens mittelpreise zeigen eine allgemeine Preissteigerung um zwanzig Prozent gegen den Januar vorigen Jahres. 32 englische Fischdampfer verloren. London 9. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird emeldet: Seit Ausbruch des Krieges sind 32 Fischdamp⸗ er aus Grimsby verloren gegangen. Keir Hardi schwer ertrautt. London, 10. Jan.(WTB. Nichtamtlich) Nach einer Meldung der„Times“ ist der sozialistische Abgeordnete Keir Hardie ernstlich erkrankt; er soll einen Schlag⸗ anfall erlitten haben. Englische Kommandeure. London, 10. Jan.(WTB. Nichtamtlich) Feldmarschall Lord Methuen wurde für General Sir Leslie⸗Rundle, der das Kommando der 5. Armee übernimmt, zum stell⸗ vertretenden Gouverneur und Obersttkommandanten von Malta ernannt. Die englandfeindliche Stimmung der Aegypter. Rom, 9. Jan.„Giornale d Italia“ veröffentlicht ein Interview mit einer hervorragenden Persönlichkeit, die 20 Jahre in Aegypten gelebt hat. Danach wartet die ägyptische Bevölkerung nur auf einen Wink der Türken, um sich wie ein Mann gu erheben. Auch der Großsenussi wartet nur auf einen günstigen Moment, um mit den regulären Truppen des Khediven zusammenzutreffen. Er befindet sich in Mariut, wenige Meilen von Alexandria, und entsendet seine Scheikhs nach Aegypten. Die ägyptischen Nota⸗ bilitäten haben zwar dem neuen Sultan gehuldigt. Dies sei aber unter dem Druck der englischen Verwaltung geschehen. In Wahr⸗ heit sei der neue Sultan verhaßt.— Auf der Sinai⸗Halbinsel fänden täglich Kämpfe mit Beduinen statt, die mit modernen Ge⸗ wehren bewaffnet sein. Ueber die Sicherheit des Kanals dürfte man sich keine Illusionen machen, angesichts der geringen Truppen⸗ macht, mit der die Engländer ihn verteidigen wollen. Das ägyp⸗ tische Heer sei von den Führern bis 4 letzten Soldaten aus religiösen Gründen englandfeindlich. Die Offiziere würden alle desertieren, sobald der Khedive in Sicht sei. Mailand, 9. Jan. Wie dem„Secolo“ aus Port Said ge⸗ meldet wird, sind die Engländer eifrig bemüht, die künstliche Ueber⸗ schwemmung der Kanalufer weiter auszudehnen. Auch die über 2 gelegenen Wüstenstrecken von El-Kantara werden durch roß e mpenwerke unter Wasser gesetzt, ebenso auf der afrikani⸗ — Seite das Land südlich der Seen von Mencaheh und Bal⸗ lah bis Imismailia und Nefischah in der ganzen Kanallänge von 160 Kilometer. Es werden angeblich nur 30 Kilometer mit trockenen Ufern übrigbleiben. Aus Südafrita. Amsterdam, 9. Jan. WTB. Nichtamtlich.) Das allge⸗ meine Handelsblatt veröffentlicht folgendes Reutertelegramm aus Pretoria: Amtlich wird gemeldet, daf südafrikanische Truppen am 5. Januar Schuitdrift besetzten. Sie hatten fünf Verwundete. Der Feind zog sich über den Oranjefluß zurück, nachdem er alle Pontons und Boote zerstört hatte. Das Handelsblatt fügt hinzu. das Telegramm, das noch meldet, daß der Feind auf dem nörd⸗ lichen Ufer des Oranjeflusses geblieben ist, sei nicht ganz klar, da- Stdrift selbst am Nordufer liegt. ** * Kriegsreden eines Jesuitenpaters. Köln, 9. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Kölnische Volkszeitung“ meldet: Vom Provinzialrat der deutschen Ordensprovinz der Gesellschaft Jesu erhalten wir folgende 2 N Zu den Pressemitteilungen über die Kriegsreden des Pa⸗ ters Boughan London) haben wir uns nicht äußern wollen, bevor der authentische Text seiner Ausführungen vorla. Die⸗ selben sind erst jetzt in Buchform in unsere Hände gelangt. Mit Ge⸗ nugtuung stellen wir fest, daß die tiefkränkenden, höchstbedauer⸗ lichen Worte, die P. Vaughan in seinen Reden gegen die Person S. M. des Kaisers gebraucht haben soll, sich in der Schrift nicht vorfinden. Leider enthält aber das Buch andere Auf⸗ stellungen und Wendungen, die als schwer belei⸗ digend und verletzend für das deutsche Oberhaupt, das Deutsche Reich und das deutsche Volk in der Gesamtheit empfun⸗ den werden müssen. Im Namen der deutschen Ordensprovinz der Gesellschaft Jesu erhebe ich dagegen den nachdrücklichsten Pro⸗ te st. Unsere ganze Ordensprovinz hat nur mit dem schmerz⸗ lichsten Bedauern von diesen Angriffen Kenntnis genom⸗ men und weist dieselben in der entschiedensten Weise zurück. Exaten, den 6. Januar 1915. A. anz Groß. . Rektor des Kollegs von Exaten. Die Getreideeinfuhr nach der Schweiz. 8 Bern, 9. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Bundesrat hat beschlossen, daß die Einfuhr von Getreide und Getreideprodukten ausschließlich dem Bunde vorbehalten wird. Diese Maßnahme hat nur vorüber⸗ gehenden Charakter für die Dauer des Krieges. Bezweckt wird damit eine Verminderung der Schwierigkeiten, die der Getreideeinfuhr nach der Schweiz entgegenstehen. Aus Italien. Berlin, 11. Jan. Nach einem römischen Telegramm der „Köln. Volksztg.“ mußte der syndikalistische Abgeordnete de Ambri, der in einer Vorstadt bei Parma für den Eintritt Italiens in den Krieg(gegen Oesterreich-Ungarn) sprach, vor einer lärmenden, mit—ç und Stöcken auf ihn eindringenden Menge die Flucht ergreifen. Gute Neutralitätsbeweise des dänischen Ministerpräsidenten. Berlin, 10. Jan. Ctr. Blu.) Aus Kopenhagen wird ge⸗ terredung mit einem dänischen Journalisten eine Reihe fal⸗ scher Anklagen sest, die in Danemark gegen Deutsch⸗ land verbreitet worden sind, und widerlegt diese. So erwähnt er Gerüchte über 8 Lieserungen von Brot, Stiefeln, Ben⸗ zin und anderen Dingen, die als Konterbande betrachtet werden, nach Deutschland. Alle diese Nachrichten sind unwahr. Ebenso erklärte der Minister das Gerücht für unwahr, daß die 4 in der Bucht von Hoege Zementblöcke versenkt hätten. Der Mi⸗ nister erklärte, wie diese Gerüchte entstanden seien und fügte hin⸗ zu, daß diese gewissenlos in Umlauf gesetzt worden seien, nachdem sie durch sorgfältige Untersuchung als pure Erfindung gekennzeichnet worden waren. Er sagte ferner, daß von jetzt ab jede Spur von Gerüchten dieser Art verfolgt, die Verbreiter und Erfinder ausfindig gemacht und so streng als möglich bestraft wer⸗ den würden. Dänisches Ausfuhrverbot. Kopenhagen, 10. Jan.(WTB. Nichtamtlich.)„Na⸗ tional-Tidende“ meldet: Ein Aus fuhrverbot für Schweinefett ist erlassen worden. *** Persien und die Türkei. Rom, 9. Jan. Der persische Gesandte bestätigt, daß seine Regierung ein Ultimatum an die Türkei gerichtet weil die Türkei die Neutralität Persiens verletzt habe. im Betrage von 10 Millionen Pfund Sterling auf. 1 2 Stämme seien in persisches Gebiet eingedrungen * haben sich dort mit den breitet, da meldet: Der dänische Ministerpräsident Zahle stellte in einer Un⸗Ve . * 3 völkerung von Aserbeidschan sei setzt worden, sei geflohen und. Schaden erlitten. Die Verhandlungen mit dem Lotschafter in Teheran, die 33 seien, hätten zur Verständigung ü i ie Dinge entwickelt haben, könne er nicht Drahtverbindung unterbrochen sei und 50 1 dauern. Persien wünsche keinen Krieg, es werde aber seine Ehre und seinen Frieden zu verteidigen wissen.— Hi 25 bemerkt der„Berl. Lot. Anz“: Nach unserer Kenntnis- nahme ist die Meldung von einem Ultimatum ganz 1 treffend. Die obige Nachricht dürfte un Botschaft in Rom aufgeflattert Detzversuch zu bewerten. i Die Bedrohung der Dardanellen. 2 Berlin. 11. Jan. In Konstantinopel war das Gerücht ver⸗ 7 daß ein englisches und ein französisches 41 T dings die Dardanellen beschossen hätte, worauf die orb Pribanie* und Osmann zum Schweigen gebracht worden seien. Diese Be⸗ hauptung wird in der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“ don — 2 + 2 in 4—. 1 1— 1 95 e erhaupt bloß eine einzige i 9 n 1 a vor Wochen stattgefunden, ohne jedoch irgendwel Se der sein und ist lediglich 1 . anzurichten. Am 25. Dezember sejen 12 große englische und 8 — 4 große französische Schiffe mit 25 Torpedobooten vor der Meer⸗ enge in Schußzveite der türkischen Forts erschienen, ohne j das Jeuer zu eröffnen.. Aus dem Reiche. 8 Reichstagswahl im Bezirk Metz. 4 b erlin, 9. Jan.(W TB.) Nachdem frühere Mit ⸗ 1 des Reichstags Dr. r Seen— Staatsange- örigkeit durch Beschluß des Staatsministeriums in Elsaß⸗ Lothringen vom 3. Januar 1915 verlustig erklärt und auf⸗ gehört hat, Deutscher zu sein, hat er seine it zum Reichstag verloren. Der Präsident des Reichstags hat infolgedessen den Stellvertreter des Rei kanzlers um Ver⸗ 27 einer Neuwahl in dem Wahlkreise des früheren Abg Dr. Weill ersucht. e Unsere Reserven! f Berlin, 9. Jan. Das„Tageblatt“ meldet aus Ham⸗ burg. Das„Hamburger Fremdenblatt“ hört von Ri 5 der Seite, daß bei der Musterung des un ausgebildeten Landsturms allein im Bezirke des zweiten Armeekorps 2 1 die ärztliche Untersuchung rund 200 000 dienstfähige Männer festgestellt hat. Der Bedarf an Wollsachen. Berlin, 10. Jan.(WTB. Amtlich.) Der Ober⸗ befehlshaber in den Marken erläßt folgende Be⸗ kanntmachung: Für das Gebiet der Stadt Berlin und 1 Provinz Brandenburg ordne ich hiermit an: a) Sämtlichen Fabrikanten und Händlern ist die Veräußerung der bei ihnen lagernden eigenen und fremden Bestände sowie der eigenen, bei Spediteuren und Lagerhäusern lagernden Bestände an wollenen, wollgemischten, halbwollenen und baumwollenen Decken sowie von Filzdecken, soweit die Stücke nicht nachweis⸗ lich zur Ausführung eines unmittelbaren Auftrages einer Heeres- oder Marine-Dienststelle bestimmt sind, bis auf wei⸗ teres verboten. b) Die Fabrikanten und Händler haben dem Königlichen Oberkommando in den Marken, Hinter dem Gießhause 3, binnen drei Tagen nach Erlaß der Anordnung eine Aufstellung dieser Gegenstände einzureichen, soweit es sich um mindestens 50 Stück insgesamt handelt. e) Die Be⸗ stände haben vorläufig in den Lagernhäusern zu verbleiben, in denen sie sich zur Zeit der Beschlagnahme befinden. ————.:.(s— Aus Stadt und Cand. Gießen, 11. Januar 1915. * A Dr. Strack⸗Kiel. Der Professor an der Universität Kiel, Dr. Max Leberecht Strack ist in einem Gefecht in Flandern am 10. November v. J. als Kompagnieführer den Heldentod fürs Vaterland gestorben. Ein geborener Hamburger, war Dr. Strack von 19041911 Professor der alten Geschichte in Gießen und siedelte dann nach Kiel über. Strack war als iger in weiteren numismatischen Kreisen— 2 Er e 1897 die Geschichte der Ptol. 21 ierte 5 im Altertum, 1903 Der Neußer Münzfund, und als i arbeiter am Corpus Nummorum der preuß. Akademie der Wissenschaften: Die antiken Münzen von Strack hat ein Alter von 47 Jahren erreicht. 1 * Nochmals„Hessische Tapferkeit“. Wir er⸗ halten folgende Zuschrift:„Zu dem in der Mittwochsaus⸗ gabe des Gießener rs gebrachten Artikel über „Hessische Tapferkeit“ von Herrn Dr. Werner bin ich in der Lage, Einzelheiten und Tatsachen zu, die vor allem den schon beunruhigten rwandten der Ge⸗ nannten die Gewißheit bringen, daß 17 noch nach benann⸗ tem Gefecht unverwundet waren. Stelle ich die Tatsachen und meine Vermutungen zusammen, so würde sich wohl folgender Sachverhalt Die im Ge ch nieder ⸗ geschriebenen Adressen sind die Heimatsadressen von mannschaften 222, die am 21. Nov. 1914 nach gingen. Nur Eidenmüller(116 7) ist mir unbekannt. * Fate » Bei dem 2. Ersatz⸗Seebatail werden demnächst wieder Kriegsfreiwilli gestellt. Vollendung des 17. Lebenszahres sowi größe von 1.65 Meter Bedingung. liche am 18. d. in heutiger Nummer. I Motszlar, 9. Jan. 7 Unterschmitten, „ Mann namens od e des Melde 1 gserklärung des Vaters g cheins zum freiwilligen Ein⸗ tritt sowie eines Lebenslaufes sind bis zum 15. Januar Fr richten an das Kommando des 2. Ersatz-Seebataillons Nr. 1, Wilhelmshaven. 5* Ein neuer Lazarettzug ist vom Vaterländischen Frauenverein Schöneberg in Verbindung mit den Berliner Vor⸗ ortgemeinden Friedenau, Steglitz, Lichterfelde und Zehlendorf, gestiftet worden. Der Zug wird unter Berücksichtigung der bisher gesammelten Erfahrungen nach ganz neuen Gesichtspunkten gebaut und es ist seitens des Vaterländischen Frauenvereins Schöneberg beabsichtigt, eine Denkschrift herauszugeben. Für alle diejenigen, die Interesse für die Ausrüstung weiterer Lazarettzüge haben, wird diese Denkschrift sehr wertvoll sein, zumal der neue Lazarettzug „L 3“% trotz seiner ungleich geringeren Herstellungskosten zweisel⸗ los der am zweckmäßigsten eingerichtete sein dürfte. Bei der sich einstellenden Kälte ist die Stiftung weiterer Lazarettzüge von be⸗ sonderer Wichtigkeit, zumal diese Züge nicht nur für den Transport der Verwundeten von den Kriegsschauplätzen nach den Innern des Reiches, sondern auch als stehende Lazarette in der Nähe der Kampfplätze Verwendung finden. 655 n 00 N Die deut⸗ esa im Haag(Holland), übernimmt die Weiterbeförderung von Briefen und Postkarten nach dem Ausland, besonders nach England. Die an die Gesandtschaft gerichteten Briefe müssen genügend frankiert sein und das für das Ausland bestimmte Schriftstück in einem zweiten, mit der genauen Auslandsadresse versehenen Briefumschlag enthalten. Briefe nach England(außer den⸗ jenigen an Gefangene) müssen in englischer Sprache ab⸗ gefaßt sein, 5 nach Frankreich in französischer Sprache usw. Die 19 5— müssen ferner kurz und deutlich ge⸗ halten sein und dürfen nicht verschlossen werden. Deutliche Adresse, lateinische Schrift! Jedem an die Gesandtschaft ge⸗ richteten Briefe muß ein Internationaler Ant⸗ wortsche in(für 25 Pfg. bei den Postämtern erhältlich) für die von der Gesandtschaft auf den Auslandsbrief zu klebenden holländischen Briefmarken beigefügt werden. Geld und Pabete werden durch die Gesandtschaft nicht weiter⸗ befördert. Für Gefangene bestehen hierfür besondere Ver⸗ 3 die bei den Postämtern erfragt werden kön⸗ nen. Die Dordtsche Bank im Haag, Kneuterdijk 12/14, übernimmt Geldsendungen nach England. N Reichsgründungsfeier. Wie in den ver⸗ 1 t Jahren hat auch dieses Jahr die hiesige Ortsgruppe des Alldeutschen Verbandes die Veranstaltung einer allgemeinen Reichsgründungsfeier in die Hand genommen. stredner wird eiherr von Vietinghoff-Scheel⸗Wies⸗ en len Die Feier findet, wie stets, am Geburtstag des Reiches selbst, am 18. Januar, statt, diesmal im Saal des Gesellschaftsvereins in der Sonnenstraße. 0 Stadttheater. Man schreibt uns: Die Hauptrollen in der morgigen Aufführung von Grillparzers Lustspiel„Weh' dem, der lügt“, sind folgendermaßen besetzt: Edrita.. Frl. Schild, Leon. Herr Steinhoser, Graf Kattwald.. Herr Schubert, Bischos Gregor. Herr Dworkowski, Galomir.. Herr v. Roggenhausen, Atalus.. Herr Grosser⸗-Braun. Die Regie(Direktor Steingoetter) hat besonderes Augenmerk auf schnelle Verwandlungen gerichtet, soweit dies bei dem Wechsel im technischen Personal, hervorgerufen durch neue Einberufungen, mög- lich ist.— Auf den Salzer-Abend am l sei wiederholt hingewiesen. Warmes Frühstück in den Schulen. Zu unserer Mitteilung vom 5. Januar über Verabfolgung eines warmen Frühstücks an bedürftige Schüler ist mitzuteilen, daß die Kosten hierzu aus den Zinsen von erheblichen Stiftungen sowie durch milde Spenden gedeckt werden. * Stenographen⸗Gesellschaft Gabelsberger. Am 9. Januar hielt die Stenographen⸗Gesellschaft Gabelsberger in ihrem Vereinslokal„Zum Gambrinus“ ihre diesjährige ordent⸗ liche Hauptversammlung unter zahlreicher Beteiligung ab. Aus dem durch den 2. Vorsitzenden erstatteten Jahresbericht ging her⸗ vor, daß die Unterrichtstätigkeit im abgelaufenen Vereinsjahr, ja sogar während der Kriegsmonate, recht rege war, und daß sich die Mitgliederzahl in erfreulicher Weise auf 161* 5 hat. Der zur ahne einberufenen 34 lieder wurde zu hnachten durch Uebersendung einer Liebesgabe gedacht. Mit Rücksicht darauf, daß der Wesellschaft nunmehr auch eine größere Anzahl Damen angehört, wurde beschlossen, eine Damenabteilung zu gründen, die durch zwei ihrer Mitglieder im Vorstand vertreten werden soll. In den Vor⸗ stand wu gewählt: Polizeih⸗Asp. Alex. Karn bach, 1. Vor⸗ sitzender, Prokurist Heinrich Rau, 2. Vors. Bureaugehilfe Friedr. Kopp, 1. Schriftführer, Handlungsgehilfe August Siebert, 2. Schriftf., Kaufmann Ludwig Gravel ius, Rechner, Frl. Anna Krauskopf, Bibliothekarin, Prokurist Karl Heinr. Kuhl, Ge⸗ richtsschreiber Asp, Wilhelm Peppler, Frl. Lina Brasch, Beisitzer. Einem mehrfach W Wunsche entsprechend, den in kaufmännischen Betrieben, Bureaus usw. Beschäftigten auch während der Kriegszeit die Erlernung der Kurzschrift zu ermöglichen, soll wieder ein Anfängerkursus beginnen.(Siehe Anzeige ) Landkreis Gießen. a Der Ersatzreservist Heinr. Vogel Sohn des Landwirts Ludwig Vogel III., von der 4. Kompagnie des Reserve-⸗Insanterie⸗Regiments Nr. 222, ist mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden. 8 Kreis Büdingen. 9. Jan. Vizeseldwebel Diehl mann von hier hat sich als Fahnenträger im Butzbacher Ba— taillon des Inf⸗Rgts. 168 das Eiserne Kreuz erworben. Stockheim b. Ortenberg, 9. Jan. In der hiesigen Holz- schneiderei ist auch eine Schrotmühle im Betrieb. Dort war ein sriedrich Gerlach beim Schroten seines Getreides behilflich. Der Regulator der Lokomobile versagte, der Betrieb der Schrotmühle beschleunigte sich plötzlich und der Mühlstein sprana e tü cke. Ein Steinstück flog dem Gerlach wider den Kopf tötete den Mann auf der Stelle. Gestern wurde der Ver— ckte unter großer Teilnahme der Gemeinde beerdigt. Gerlach läßt eine Witwe und mehrere Kinder. 7 Kreis Alsfeld. h. Nieder⸗ Gemünden, 10. Jan. In einer unserer Nach⸗ * bargemeinden liegt seit dem Kriege die kirchliche Fürsor ge sehr n Argen. Ter Ortslehrer, der sonst Vorlesegottesdienste hielt, weilt im ege. Ein Nachbarkollege, der ihn bis jetzt vertrat, 0 38. Hauptversammlung ab. Der Verein umfaßt 17 Ehren-, 256 ordentliche, 20 außerordentliche, im ganzen 293 Mitglieder. Sein kann wegen eines Fußleidens nicht mehr kommen. Und der schon bejahrte Pfarrer ist dienstlich so sehr in Anspruch genommen, da er nicht nach dem Filialorte wandern kann. So war das D lirchlich verwaist. Da erbot sich der Metzgermeister des Ortes zur Abhaltung der Lesegottesdienste. Und so geschah's. Der Pfaxrer gab seine Zustimmung. Seitdem singt der stimmbegabte Meister die Choräle vor, dann liest er eine Predigt, und die Ge⸗ meinde sitzt fast vollzählig in der Kirche und hört ihrem Metzger⸗ meister gern zu. Kreis Friedberg. r. Bad⸗Nauheim, 10. Jan. Militärverein„Hassia“ hielt Der Krieger⸗ und gestern abend seine Vermögen beträgt zurzeit 3530 Mk., das Vermögen der Sterbe⸗ kasse 1023 Mk. Außerordenlliches leißsete der Verein für die err Familien seiner im Felde stehenden Mitglieder. Außer einer laufenden Unterstützung von 6 Mk. monatlich erhielten die Frauen eine Weihnachtsgabe von 25 Mk. aus der Vereins⸗ kasse und 20 Mk. aus der Verbandskasse. Ferner wurde jedem im Felde stehenden Kameraden, dessen Angehörige nicht besonders auf verzichteten, ein Paket mit Liebesgaben gesandt. Sieben ameraden sind bis jetzt auf dem Felde der Ehre gefallen und nf mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. In Anbetracht der n Zeit wird der Verein von einer Festlichkeit zu Kaisers Geburtstag absehen, nur ein gemeinsamer Kirchgang vereinigt die Kameraden an diesem patriotischen Gedenktag. Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach a. M., 11. Jan. Emme schwere Blutta aus Eifersucht spielte sich in der Nacht zum Sonntag in der Gastwirtschaft„Zum Wildhof“ in der Waldstraße ab. Der In- haber dieser Wirtschast, Heinrich Alte meier, der beim Land- sturm eingezogen ist und auf urlaub nach Hause gekommen war, war nach reichlichem Alkoholgenuß mit seiner Frau, die ni mehreren jungen Leuten Karten spielte und gegen die er Eisersucht begte, in Streit geraten. In der Eisersucht zog ker sein Messer und brachte damit seiner Frau zwei Stiche bei, von denen der eine in den Kopf, der andere in den Arm traf. Die Frau wurde in lebensgefährlich verletztem Zustande ins städtische Kranken- haus gebracht. Der Messerheld wurde bald nach der Tat von der Polizei verhaftet und gestern der Militärbehörde überwiesen. m. Offenbach a. M., 11. Jan. Im Offenbacher Hochwassergebiet, das neben dem Stadtgebiet den Stadt⸗ teil Bürgel sowie das benachbarte Rumpenheim umfaßt, ist über Nacht das Hochwasser erheblich gestiegen und hat nach dem Pegelstand über einen halben Meter zugenommen. Während der Main am Samstag nur vollufrig war, ist er Sonntag über die Ufer getreten und hat weite Strecken unter Wasser ge⸗ setzt. Das Gebiet des Offenbacher Hafens steht jetzt völlig unter Wasser, ebenso sind im Stadtteil Bürgel und im Nachbarort Rum⸗ penheim, wo das Hochwasser bereits bis an die am Ufer gelegenen Häuser heranreicht, weite Strecken überflutet. Der Fährbetrieb, der am Samstag noch durch 2 lange Kähne aufrecht erhalten werden konnte. mußte infolge der geregelten Strömung sowohl in Offen⸗ bach wie in Rumpenheim eingestellt werden, Da ein weiteres Steigen der Fluten befürchtet wird, wurde bereits in der Sonntag⸗ nacht der Duchgang des Hafendammes an der Ueberfähre mit einer dichten Lettigschicht abgesperrt, um eine Ueberflutung des am Main gelegenen Stadtteils zu verhüten.— Mit Rück⸗ sicht auf die außerordentlich große Militär⸗Effekten⸗Fabrikation. zu der die gesamte hiesige Industrie nach Ausbruch des Krieges übergegangen ist, und im Hinblick darauf, daß die Industrie dabei auf die Mithilfe der jugendlichen Arbeiterschaft angewiesen ist wurde der gesamte Fortbildungsschulunterricht auf einen Nachmittag von 5—8 Uhr zusammengelegt. Befrei⸗ ungen vom Unterricht 875 allerdings nunmehr nicht mehr statt. Hessen⸗Nassau. 4 X Hanau, 10. Jan. Durch einen raffiniert ausgeführ⸗ ten Schwindlertrick hat ein sicher auftretender Mensch, der sich fälschlich als Diamantenhändler Eduard Rieß aus Hamburg bezeichnete, zwei Hanauer Diamantschleiferei⸗ besitzer, die Herren 12110 und Ries, um Diamanten im Werte von etwa 12110 Mk. geprellt, und zwar ist der erstere um 10 500 Mk., der andere um 1610 Mk. ge⸗ schädigt worden. Der Schwindler war in einem der ersten hiesigen Gasthöfe abgestiegen und hatte die beiden Diamant⸗ schleifereibesitzer zu verschiedenem Zeitpunkte mit der Ware zu sich bestellt, da er Käufer sei. Durch einen Gaunertrich war es ihm im Laufe der Verhandlungen gelungen, die mit den echten Diamanten gefüllten versiegelten Briefumschläge mit anderen zu vertauschen, die wertlose Glasstückchen enthielten. Als man handelseinig geworden war, bestellte der Schwindler die Verkäufer zur Empfangnahme des Gel⸗ des und zur Ablieferung der Steine auf den anderen Tag wieder in das Gasthaus. Als nun am anderen Tage die Diamantschleifereibesitzer erschienen, war der indler abgereist. Bei dem Oeffnen der versiegelten Briefum⸗ schläge ergab sich der Betrug. [[Goßfelden, 10. Jan. Am Dienstag unternahm der 63 Jahre alte Schneider Maurer einen Geschäftsgang nach Mar- burg, von dem er nicht wieder zurückkehrte. Er wurde zuletzt auf dem Heimwege zwischen Werda und Goßfelden gesehen, dort fand man auch an einem Baum hängend seinen Schirm. Alle Nachforschungen nach dem Verbleib des Mannes sind bis jetzt erfolglos gewesen. Es wird vermutet, daß er im Hoch wasser umgekommen ist. ———* Gießener Strafkammer. g th. Gießen, 8. Jan. Verbrechen aus 58 218 des Str. G. B. Die erste Verhandlung vor aftammer im neuen Nas behandelte eine vom Gesetz mit Zuchthaus bedrohte Tat. Unter schluß der Oeffentlichkeit wurde den ganzen Vormittag gegen die Landwirts⸗Eheleute S. von Langd verhandelt. Eine große Reihe Zeugen war zur Sache aufgeboten. Die Anklage stand oder fiel mit der Glaubwürdigkeit der Hauptbelastungszeugin, einer ehemaligen Dienstmagd der Angeklagten, deren Bekundungen aber durch Ge⸗ richtsbeschluß unvereidet blieben, weil die Zeugin mit ihrem ehe⸗ maligen Dienstherrn nach dem Dienstaustritt nicht im besten Ein⸗ vernehmen geblieben ist. Das Urteil lautete nach langer Beratung auf kostenlose Freisprechung. Der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Schmeckenbecher erklärte, der Gerichtshof habe sich nicht ent⸗ schließen können, auf die unvereidigte Aussage einer einzigen Tat⸗ zeugin eine Verurteilung der Eheleute S. eintreten zu lassen, wenn dieselben auch der Tat mehr wie dringend verdächtig erscheinen. 6 Zervelatwürste gestohlen hat der geständige 15 Jahre alte Wilh. A aus Gießen. Er hat die Tat mit dem noch nicht strafmündigen E. H. gemeinsam durch ertrümmern einer Fensterscheibe und Einsteigen in das Lager der irma Theisebach verübt und will 4 machen, H. habe ihn zu dem Streich verführt. Man hat dann den Raub verteilt. Der Angeklagte will dann eine Wurst sofort, die beiden anderen Würste am andern Tage verzehrt haben, um seinen Hunger zu stillen. Der Wert der 6 Würste beträgt etwa 10 Mark. Der Gerichtshof konnte die Tat als Mundraub nicht ansehn und verurteilte den Burschen wegen gemeinschaftlichen Einbruchsdiebstahls zu 3 Tagen Gefängnis, obgleich der Staatsanwalt den Streich mit 14 Tagen gesühnt wissen wollte. Wegen Vergehens wider die Maßregeln gegen die Verbreitung der Maul⸗ und Klauenseuche wurde der 41 Jahre alte, noch unbestrafte Handelsmann H. M. von Nieder⸗Mockstadt zu einer Geldstrafe von 15 Mark oder 1 Tag Gefängnis verurteilt. Der vom persönlichen Erscheinen vor Ge⸗ richt entbundene Angeklagte war Ane am 23. April ein Rind vom Viehmarkt in Hanau eingeführt dasselbe in sein Gehöft eingestellt zu haben, in welchem sich noch weiteres Klauenvieh be⸗ fand. Er hat somit gegen die Verordnung des Kreisamts Büdingen verstoßen, welche verlangt, daß eingeführtes Klauenvieh, ehe es in ein Gehöft eingestellt wird, eine Zeitlang in Quarantäne gehalten werden muß. 5 Rückfälliger Dieb wegen 40 Pfg. Der 33 Jahre alte Arbeiter Georg K. von Bernsburg, ein wiederholt wegen Betrugs, Unterschlagung, Urkundenfälschung, Bet⸗ telns und wegen Diebstahls im Rückfall vorbestrafter Mensch, ist im Vogelsberg beim Betteln abgefaßt worden und hat, nachdem er 10 Jahre hindurch sich sonst straffrei gehalten, am 29. November in e beim Wirt Schäfer 40 Pfg., den Inhalt aus einer unverschlossenen Sammelbüchse der Baseler Mission, an sich ge⸗ nommen. Der Angeklagte ist geständig und versichert, wenn er gewußt hätte, daß das Geld für fromme Zwecke gespendet sei, hätte er sich an demselben nicht vergriffen. Der Gerichtshof faßte die Tat milde auf und erkannte wegen des Bettelns auf eine Woche Haft, wegen des Diebstahls im wiederholten Rückfall auf die ge⸗ ringst zulässige Strafe von 3 Monaten Gefängnis. Die Haftstrafe und ein Monat der erkannten Gefängnisstrafe kommen für die er⸗ littene Untersuchungshaft in Abzug. Hochwasser. w Berlin, 9. Jan. Das„Berl. Tageblatt“ meldet aus Coblenz: Das Hochwasser der Mosel erreichte eine solche Höhe, daß der Verkehr auf der Moseltalbahn streckenweise ein gestellt werden mußte. Berlin, 11. Jan. Der Hochwasserzuwachs des Rhein und Ma in betrug am 10. Januar 90 Zentimeter. Der Rhein- egel zeigt 2,30 Meter, d. i. 1,2 Meter über normal. Der Neckar ist im Fallen begriffen. Im Taunus herrschen heftige Schneestürme. Vermischtes. * Von einer Lawine verschüttet. Aus Da vos wird vom 10. Januar berichtet: 22 Schüler der Anstalt in Schiers unter⸗ nahmen am 10. Januar früh in Begleitung zweier Lehrer eine Schitour in der Richtung der Parsenhütte, oberhalb Davos. Die erste Abteilung geriet in eine Rutschlawine und wurde ver⸗ schüttet; die zweite Abteilung begann sogleich unter Mithilfe einer Rettungsmannschaft die Bergungsarbeiten. Alle Verschüt⸗ teten bis auf einen, der wahrscheinlich tot ist, konnten ausgegraben werden. Einer der Ausgegrabenen war tot, ein zweiter starb au“ dem Transport. Die übrigen wurden gerettet. » Humoristische Kriegszeitung. Die Kriegszei⸗ tung für das 15. Armeekorps, die in einer französischen Stadt herausgegeben wird, bringt in ihrer Weihnachtsnummer folgende Humoristische Ecke:„Können Sie schwimmen, Gefreiter?“„Zu Besehl, Herr Leutnant!“„Na, dann holen Sie mir mal mein Fernglas aus dem Schützengraben!“— Schultze(beim Braten einer Gans):„Wie ich ihr gekriegt hab'? Mein lieber Freund, streng reell. Also ich steh' auf Vorposten. Plötzlich schleicht sie sich heran. Ich rufe:„Wer da?“ Aber sie gibt keine Antwort. Na, und da hab' ich sie dann erschossen!“— Starke Nerven. Vor Belfort liegt eine Schützenkette von Landwehrmännern. Eine Kugel schlägt einem der Leute den Helm ab. Gleichmütig bückt sich der Mann danach und setzt den Helm wieder auf. Das Gefecht geht weiter. Zum zweitenmal wird der Landwehrmann am Helm getroffen. Und wieder bedeckt er sich ohne eine Spur von Erregung. Aber der Gegner ist hartnäckig. Eine dritte Kugel durchbohrt die Pickel⸗ haube. Der Landwehrmann nimmt sie ab und legt sie neben sich. Abermals kommt eine Kugel geflogen. Sie streift die Schädeldecke des Landwehrmannes und zieht eine lange, blutige Rinne.„Hähä!“ lacht da der Brave,„diesmal seid ihr aber rinngefallen!“ Löwen in Kriegsnot. Tausende von Nichtkombattan⸗ ten tragen auch das Kreuz des Krieges, wenn auch nur unsichtbar. Von einem solchen Mann erzählt das Berliner Tagebl. folgende, nicht alltägliche Geschichte: Der in Artistenkreisen bekannte 5— teur Joseph Kuschlan, gebürtig aus Istrien in Oesterreich, wu, auf der Tour nach Rußland mit seinen zehn Berberlöwen kurz vor der Grenze vom Ausbruch des Krieges überrascht. Alles flüchtete, wer aber wollte sich dieses Mannes und seiner sonder⸗ baren Gesellschaft erbarmen? Er blieb mitten auf dem Wege liegen Russische Grangten schlugen links und rechts um seine Wagen ein, einige Treffer rissen sogar ein Loch in den Wohn⸗ wagen. Die durch den Kanonendonner arg verschüchterten Tiere erhoben ein furchtbares Gebrüll; nur der Kaltblütigkeit ihres Be⸗ sitzers war es zu danken, daß die Löwen in der allgemeinen Ver⸗ wirrung nicht ausbrachen. Die Gefahr vergrößerte sich, als der Löwenbändiger nun auch noch in das Feuer von deutscher Seite geriet. Tag und Nacht wachte der Alte bei seinen Tieren, er wäre sicherlich ein Opfer der schwärmenden Kosakenhorden geworden, wenn die Feiglinge es gewagt hätten, ihn aus dem Kreise seiner treuen Tiere herauszuholen; schon ihr Brüllen genügte, um die Feinde im weiten Bogen fernzuhalten. Dafür wurde er denn auch mit großer Freude von unseren Soldaten begrüßt, denen es eine rechte Ueberraschung war, solche Bundesgenossen im Kampfgewühl vorzufinden. Nun hatten die Löwen, die sofort zu„Kompagnie⸗ löwen“ avancierten, gute Tage. Man grüßte sie aus respektvoller Entfernung und brachte ihnen jeden Tag frisches Fleisch von den im Kampf gefallenen Pferden. Ein Leutnant erbarmte sich schließ⸗ lich der Gesellschaft und ließ sie nach Marienburg schaffen, von wo sie auf Anordnung der Militärbehörden nach Berlin abge⸗ schoben wurde. Der Besitzer mußte Reguisiten, Garderoben und alles im Stich lassen und rettete nur sein nacktes Leben und das seiner Löwen. Auch seine Ersparnisse waren mittlerweile auf⸗ ebraucht, so daß er in Berlin nicht einmal mehr die Tiere von der hnbehörde auslösen konnte. In dieser großen Not erbarmte sich der Deutsche Tierschutzverein seiner, der a a eine Unterkunft verschaffte. Nun stehen sie auf einem verlassenen Rummelplatz des Volksgartens am Bahnhof Gesundbrunnen. Sie und ihr Herr leiden Not, denn die Einnahmen fließen spärlich und es fehlt am nötigsten. — n— Briefkasten der Redaktion. An unsere postbezieher. Mehrfache Anfragen nach unserem Wandkalender 1915 veranlassen uns zu dem Hinmeis, daß der Versand gleichzeitig mit der Freitags nummer vom 8. Ja⸗ nuar erfolgte. ———pp ß Bandel. Das Mitteldeutsche Zement⸗ Syndikat er⸗ höhte die Zementpreise um 18 Mark pro Ladung von 200 Zentnern und erhöhte den zurückzuvergütenden Teuerungszuschlag für den Sac um 30 Pfennig. Ai Preiserhöhung für Braunkohlen. Eine Ver⸗ treterversammlung von Werkgruppen der mitteldeutschen Braun⸗ kohlenindustrie beschloß eine Erhöhung der Preise um Mk. 1,50 pro Tonne mit Inkrafttreten am 1. April. Einzelne Werke ließen einen Ausschlag von Mk. 1.— pro Tonne schon jetzt eintreten. Be⸗ gründet wurde der Ausschlag mit Arbeitermangel und höheren Gestehungskosten. e Märkte.— ch. Bingen, 8. Jan. Marktpreise. Weizen Mk. 27,50 Korn Mk. 23,50, Gerste Mk. 24,50, Haser Mk. 22,25, Heu Mk. 0,00, Stroh Mk. 0,00, Kartoffeln Mk. 8,00, Erbsen Mk. 0,0), Linsen Mk. 00,00, Bohnen Mk. 00,00, Weißmehl Mk. 48,00, Roggenmehl Mk. 37,00; alles für 100 Klar. Butter 1 Klgr. Mk. 2,20, Milch 1 Liter 21 Pig., Eier 10 Stück Mk. 1.20. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 12. Januar 15: Zeitweise auiheuend, dann unbeständig, Schneeschauer, nordwest⸗ Letzte Nachrichten. Die Russen wollen Warschau räumen? Wien, 11. Jan. Wie polnische Blätter melden,—5 der Sberbefehlshaber der russischen Armee, Großfürst Nikglaus, eine lange Besprechung mit General Roßki. Wie man sich in Warschau darüber erzählt, haben die russischen militärischen Be⸗ hörden beschlossen, Warschau zu räumen, sobald die Deutschen die Beschießung der Stadt beginnen sollten. Die„Barbaren Amsterdam, 11. Jan. Der Vorsitzende der Unter⸗ stützungskommission für Belgien, Herbert Hoover, ist von einer Reise durch Belgien nach London zurückgekehrt.„Vater⸗ land“ zitiert aus dem von ihm veröffentlichten Bericht fol⸗ gende Stellen: 4 g Das deutsche Besatzungsheer gewährt den notleiden⸗ den Belgiern viel mehr Hilfe, als man von einem Heer in Kriegszeiten billigerweise erwar⸗ ten dürfte. Der größte Teil des belgischen Gebietes sei durch Landsturm besetzt, dessen Offiziere und Mannschaften, selbst aus ihrem häuslichen Kreise gerissen, mehr Mitgefühl bekunden, als manche aktiven Soldaten. An der Verteil von Lebensmitteln und anderen Gaben haben sich vie Offiziere beteiligt. a Englands Gerichte. 5 g Amsterdam, 11. Jan. Ein deutscher Penstonsbesitzer in Holt in der Grafschaft Norfolk verklagte eine Engländerin auf die Zahlung des Pensionspreises von ungefähr 150 Mk. Der Richter sprach ihm 90 Mk. zu, entschied aber, daß das Geld nicht an ihn zu zahlen sei, da das Eigentum der Deutschen unter den obwaltenden Umständen eventuell von der Krone eingezogen werden könne und die Deutschen daher kein Recht mehr auf ihr Vermögen hätten. Winter im Schwarzwald. 1 Karlsruhe, 11. Jan. In den Hochvogesen und im Hoch⸗ schwarzwald sind große Schneemassen. Auf den Kammhöhen beträgt die Schneehöhe bis einen Meter. Di Vogesenflüsse führen teilweise Hochwasser. auch den Löwen . . * g* E 2 n n 1* 3 5 Am 9. januar verschied nach schweren, mit grosser Geduld ertragenen Leiden meine liebe Mutter, unsere gute Schwiegermutter, Grossmutter, Schwägerin und Tante Minna Spruck, geb. Sartorius im 76. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Betriebsdirektor Dr. G. W. Spruck Giessen, Frankenthal(Rheinpfalz), den 10. Januar 1015. Die Beerdigung findet Dienstag, den 12. Januar 1915, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofes aus statt. Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. 411 7 Konzert Verein Sonntag, den 17. Januar, abends 5¼ Uhr, in der neuen Aula zum Besten der Hinterbliebenen ö gefallener Gießener Frau Hermine Bosetti (Sopran) Kgl. bayerische Kammersängerin aus München am Klavier: Professor Trautmann. Lieder von Franz Schubert, Hugo Wolf, Ludwig Thuille, W. Pfitzner, Rich. Strauß. Der Ibach-Flügel ist aus dem Pianofortelager von August Förster. 1 1 1. Platz M. 3.—, 2. Platz Eintrittskarten: 1 f.“ J. pia. 1 4. Platz M. 0.50, amtlich numeriert, Studenten- karten M. 1.—(tür den zweiten Platz, soweit verfügbar, gültig), für Schuler und Militär vom Feldwebel abwärts 30 Pfg., sind in der Musi- kaljenhandlung von Erust Challier, Tel. 677 und abends an der Kasse zu haben. Offnung des Saales 4½ Uhr. Das nächste Konzert findet am Sonntag, den 31. Januar statt. 42 r ache iber order gibt mir Auskunst über meinen seit dem Nachtgesecht bei le Quesnoy bei Roe am 1. November vermißten Nessen Fahnenjunker Siegfried fioessler J. Kompagnie Regiment 8) Anfrage bei Mitkämpfern erbeten. 40300 Jorstmeister Roeßler, Wehlar. Die glücldliche Geburt eines kräftigen Sohnes zeigen an Brackemann u. Frau Friede, geb. Südmersen. Giessen, den 9. Januar 1915. 8* 5 Statt Karten 1 Bona und mehrere andere Schokoladen und Kakaos von Reichardt eder vorrztig. Frau Emma Sellheim Bismarekstrasse& 21 22222 Dre eee: Für unsere Soldaten 27222222 g 140 In treuer Paichterfüllung fur sein liebes deutsches Vaterland starb am 21. Dezember 1914 in Frankreich infolge eines Granat schusses mein braver, treuer, unvergesslicher Bruder, Schwager und Oukel Sohn, unser lieber Hermann Vogel Unteroffizier der Reserve der Maschinen-Gewehr-Komp. Nr. 65 in seinem kaum vollendeten B. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Frau Johanna Vogel WWò. Feldzahlmeister Vogel und Familie Wil Vogel julie Vogel. Giessen Plockstrasse 12), den 11. Januar 1915. Zuschneide⸗Lehranstalt Kaiser⸗ Allee 14a. Die verschiedenen Kurse im Maßnebmen, Zeichnen, Zuschneiden und Anfertigen sämtlicher Damen Garderobe beginnen am 11. Januar 1915. Anmeldungen nehme jederzeit entgegen. Lina Petri. r Vom I. bis 17. 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Kätchen Schmidt und Kinder Heinrich Schmidt und Frau(Eltern Otto Schmidt, z. Zt. im Feld Otto Walter, 3. Zt. im Jeld Katharine Schmidt geb. Gorr Marie Walter geb. Schmidt. Trais⸗Münzenberg, 9. Januar 1915. 4⁰⁰ Was er uns war, wir werdens nie vergessen. Wer ihn gekannt, wird unsern Schmerz ermessen. Am 24. Dezember starb den Heldentod fürs Vaterland im Lazarett in Rußland infolge seiner Verwundung mein innigstgeltebtex, unvergeß⸗ licher Gatte, der treusorgende Vater seines Kindes, unser lieber braver Schwieger sohn, 8 Bruder, unser teurer Schwager und Onke Reservist Heinrich Gröb Reserve-Jufanterie-Regiment 116, 5. Komp. im 29. Lebensjahre. In tiesem Schmerz: Elisabethe Gröb geb. Schomber und Kind Tamilie Schomber Jamilie Höppel Jamilie Spaar. Odenbausen, Geilshausen, Darmstadt. Der Verstorbene war Mitglied unseres Kriegervereins und werden wir dem treuen Kameraden ein ehrendes Andenken bewahren. 417 Der Vorstand. Odenhausen, den 9. Januar 1915. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil nahme beim Hinscheiden unseres teuren Entschlafenen sagen wir allen unseren herz⸗ lichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Baduin. Gießen, den 9. Januar 1915. 40 Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir allen unseren innigsten Dank. Im Namen empfehle S Metall bett„ der tieftrauernden Hinterbliebenen: Taschenwrmöfchen Anfänger⸗Kursus detallbetten Veh' dem, der lügt! amilien Steinnetz und Gottwald . Holz rahmenmatratz, Kinder⸗ ng 8 8 8 Feldpostbüchsen erde e Danes ung Zit dl n rceg fiat ft. Luftigen n Saigerzer en 8 1 . Feldposttlaschen Penne age lden——„ Ende gegen ii Abr Gießen, 11. Januar 1915. 118 K umeldungen an Herrn Sold 1 Taschenlampen A. farnbach. Landarafen- E e 222222 . A nat balbe Preise. 414— 4 1 Der Stadtauflage heutiger Nummer liegt ein S—22 Flugblatt der Süddeutschen Waschmittel eee Fudustrie G. m. b. H., Tarmstadt bei, DDr besonders cufmertsam gema med. straße 5 oder zu Beginn des Unterrichts erbeten.(4.70 Beginn des Fortbildungs⸗ unterrichts Donnerstag, den 21. Januar, abends 9½¼ Ubr. Der Vorstand. (A. H. S. C.) Mittwoch 9 Uhr. Elge s. Emil Pistor Nachf. 6 eee auf wege 33 5 22222