. Regienung n im Kr * 1 Drittes Blatt Etrscheint tazlich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Sießener Familienblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. 165. Jahrgang zießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen Samstag, 9. Januar 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul straße 7. Geschäftsstelle u. Verlag: S 51, Schrist⸗ leitung: 112. Adresse für Drahtnachrichten⸗ Anzeiger Gießen. Der Panamakanal im Kriege. Ein Deutschameritaner, der über die Verhältnisse und über gewisse Geheimnisse des Panamakanals gut e ist, 1 uns: 90 Wee 20 ist eine traurige mie ichte, der Panamakanal in dem Wagen für— Sudden gu⸗ lich wurde, als es keinen Handel mehr für ihn gab. 2 Krieg hat die Frage abgeschnitten. Der Krieg hat aber auch neue, sehr. 2 gestellt. Wie wird es mit der n durch den Kanal? Dürfen die kämpfenden er, wenn sich der Seekrieg— wohl erst im kommenden Sommer— so richtig entwickelt, ihre Kreuzer Fan Dreadno„ihre Torpedo⸗ und U-Boote durch den a 3 rigieren? Wie denkt man in Washington darüber? nicht dun passiv und harmlos die Zeitung liest, findet den Schlüssel zu diesem Rätsel in den neuesten „beunruhi Nachrichten über Erdrutsche im Culebra⸗ chnitt. Wie oft hat man das schon hören müssen! Und jedesmal versicherte Oberst Goethals, die 3 hätten nichts zu sagen, man werde der Schwierigkeit schon 25 werden. Diesmal erklärt der Gouverneur der Panama⸗ malzome das Gegenteil. Die Erdrutsche seien bedenklich. Der al müsse wahrscheinlich gesperrt werden. Insbe⸗ sondere sei die Durchfahrt für— Dreadnoughts in — gestellt. Versteht man? Ahnt man, daß nicht die der Natur, sondern politische Er wägun⸗ gen, hervorgerufen durch den Weltkrieg, der freien Durch⸗ ahrt durch den Kanal gefährlich zu werden drohen? Gewiß, ie Erdrutsche sind Tatsache. Es sind im Oktober und im November v. J. wieder Böschungsabstürze vorgekommen, wie sie bei keinem anderen Tiefbauunternehmen der Erde zu beobachten sind. Man hat über alles bedacht und be⸗ 70 Die Durchfahrt wurde bei Curacka auf Schiffe bis 9,10 Meter Tiefgang beschränkt. Das genügt schon für 0 große Schiffe, z. B. für die Größe der„Kronprinzessin 0 cilie“ vom schen Lloyd, und es genügt für al le schiffe. Warum also soll auf einmal die Durchfahrt von Dreadnoughts in Frage gestellt sein? Politis Gründe! Amerika hat, um sich in einem rie ge Vorteile des neuen Wasserweges zu sichern, Peutralisierung des Kanals durch internationale Ver⸗ abgelehnt und es hat bekanntlich zu seinem utze idi anlagen größten Stils angelegt. ö den Widerst Großbritanniens. Goethals hat fich. im seinen Berichten und Vorträgen über diesen Punkt mit stecht immer 5 ausgeschwiegen. Mam weiß nun folgen⸗ 855 7— fahrten des Kanals sowie die Schleusen en ke ts mit Ri ü von 35,6 Zentimet erie, 4 enter rie vor⸗ n. Im amerikanischen Kongreß e über diese seinerzeit ja ein heftiger Streit. N.. 5— nur ein Werk des Friedens bedeuten, nur der f 2 sanstch Sie 225 sich scho 7 Nusbruch ich n 1 U. Weltkrieges mit dem Gedanken, den Kanal im Kriege u perren! Das geht schon daraus hervor, daß der satz in time of war and in time of peace“ im letzten Ver⸗ trag* der Union e 5 ö nun Europa, ja di t in Flammen gesetzt wurde machte man so unter der Hand der Wilsonschen 09 0 der Benutzung des Panamakanals schiffe fremder Staaten folgenden Statuten⸗ Die Kriegsschiffe jeder der Nationen, die jetzt „können den Kanal unter bestimmten Beb g sind, in⸗ b ö en; dabei ist ihnen natürlich verboten, ihn zu blockieren, in ihm irgend ein Kriegsrecht auszuüben oder ine feindselige 9 zu vollbringen. N der Kriegführenden dürfen sich na nicht nit Lebensmitteln oder i — den Bestimmungen lchen Waren ver⸗ sorgen, die über das Maß hinausgehen, das sie notwendig brauchen. Die Durchfahrt solcher Fahrzeuge soll mit mög⸗ lichster Beschleunigung erfolgen und nur mit solchen Unter⸗ brechungen, wie sie durch den Dienst im Kanal erfordert werden. Keiner der Kriegführenden darf hier Truppen, Munition oder Kriegsmaterial einladen oder ausladen. Außerdem wird gefordert, daß die Kriegsschiffe eines krieg führenden Staates in den um den Kanal herumliegenden. Gewässern nicht länger als 24 Stunden bleiben, ausgenom⸗ men im Falle einer Schiffskatastrophe. Ein Kriegsschiff einer kriegführenden Nation darf den Kanal nicht passieren, bevor nicht 24 Stunden seit der Durchfahrt eines Kriegs- schiffes einer anderen kriegführenden Nation verstrichen sind.“ Wilsons Berater, Oberst Goethals hat sich sehr energisch gegen diese Kanalpolitik während des Krieges ausgesprochen und damit der Welt von neuem bewiesen, daß der Panamakanal in erster Linie nicht aus kommer⸗ ziellen, sondern aus strategischen Gründen erbaut ist. Die Amerikaner haben für die Kanalbefestigungen allein nicht hundert Millionen Dollars geopfert, wenn sie nicht den größten und einzigen Vorteil für sich beansprucht hätten. Jedenfalls wäre es gut, von dem naiven Bedauern über die neuen Erdrutsche zu einer offenen Aussprache über das Problem„der Panamakanal im Kriege“ überzugehen. Brotgesetze in früherer zeit. Die Beschränkungen, die durch die neuen Backverord⸗ nungen den Weißbrotessern auferlegt werden, können nur in unserem verwöhnten Zeitalter ein gewisses Aufsehen erregen, denn dem Menschen der Gegenwart ist ja das Weißbrot ein gewöhnliches Nahrungsmittel geworden, wäh— rend es vor 100 Jahren noch als eine Delikatesse galt, Der Kulturhistoriker Gustav Klemm, der uns in die Haus⸗ haltung zur Zeit der Befreiungskriege einen sp intimen Einblick tun läßt, berichtet, daß damals noch vielfach zu Hause gebacken wurde; selbst in den großen Städten, wo der Einzelne keinen Backofen mehr hatte, kaufte man sich noch das Korn selbst auf dem Markte, ließ es dann in der Mühle mahlen und trug das Mehl zum Bäcker, der daraus das Brot für eine bestimmte Familie herstellte. Ueberall han⸗ delte es sich dabei um Schwarzbrot, das allein auf den Tisch kam. Nur für Kranke oder bei besonderen Gelegenheiten gab es Weißbrot und Semmeln, die nicht im Hause selbst ge— backen wurden, sondern die man beim Bäcker für teures Geld einkaufte. Das Schwarzbrot, von dem man gleich auf einmal eine 5 Menge herstellte oder beim Bäcker backen ließ, wurde n„eingemacht“, d. h. verschiedenen Proze⸗ duren unterworfen, die es möglichst lange frisch hielten. Zahlreiche Mittel dieser Art waren im Schwange, und die Hausfrau war auf, ein besonders gutes„Broteinmachez vezept“ sehr stolz. Zustände, wie sie jetzt herbeigeführt wer⸗ den, wo man alltäglich sein frisches Weißbrot ins Haus bekommt, wenn nicht gleich frühmorgens, würden daher den Menschen vor 100 Jahren als ein großer Luxus a der sein. Das Wachsen des Weißbrotverbrauches ist sehr allmählich im 19. Jahrhundert eingetreten. Otto Bähr in seinen ilderungen einer deutschen Stadt etwa aus dem Jahre 1830 teilt mit, daß die wohlhabenderen Leute damals morgens Weißbrot zum Kaffee aßen, aber meist ohne Butter. Kindern gab man wohl einen„Wecken“ mit in die Schule, und das war dann für die Kleinen ein be⸗ sonderer Leckerbissen. Am Nachmittag aber war noch all⸗ gemein Schwarzbrot üblich. Das Hauptgewicht legten demnach auch die Brotgesetze der Vergangenheit auf den Roggen, der stets das eigent⸗ liche Brotgetreide gewesen ist. Solche Brotgesetze sind im 18. Jahrhundert, dem Jahrhundert des„patriarchalischen Absolutismus“, in dem der Herrscher sich als der gute Hausvater seiner Untertanen fühlte, besonders reichlich er⸗ lassen worden, und durch sie griff der Staat noch ganz anders in die Gewohnheiten und die„Geschmäcker“ der Einzelnen ein, als es heute selbst in Kriegszeiten der Fall ist. Aerztliche Sprechstunde in China. Seltsam fr ige und komisch bunte Szenen schildert Dr. H. Vyrtisch van Vloten, der lange Zeit als Missionsarzt in f ig gewesen ist, in der Deutschen Medizinischen Wochen⸗ er fahrungen aus seiner Sprechstunde wiedergibt. unt sich z. B. folgendes Gespräch mit einem Patienten: t's deinem Edelsteinleib““„Ach, mein„Hausfloh“ hat immer; kannst du ihm des Hauses würden gleich die bösen Geister N K sich seiner Seele zu bemächtigen.“ Dami des durch*:„pi sang tshoi nai li: heilen des Leben wo? d. h. Arzt, wo bist du?“ und dabei wird ärger ge⸗ 4 f. nur Kettchen oder Oesen haben, um mit einem Malschloß bei Nacht geschlossen werden zu können. Ich komme dem und Schreienden zit Hilfe. Mit Bück⸗ und nach den„tausend Goldstücken“(den Töchtern). Er fragt 8 viel Geld mein Rock kostete und wie lange ich im„Blumen⸗ 7 weile, wie alt ich sei und ob es solche Spitäler wie Ver in meinem„wehrten Reich“ gebe(dabei wußten die Chi⸗ 3 1 nesen vor uns kaum etwas von einem richtigen Spital!)? End⸗ ich rückt er heraus, daß sein Sohn einen bösen Zahn habe 7 Uebelstand war gleich abgeholfen, und da der Zahn bereits wackelte, war's ohne Schmerz gegangen. Glücklich und verwun⸗ dert sieht's der Vater und läuft plötzlich zur Tür hinaus. Und dann kracht's draußen: ein, zwei⸗ bis hundertmal! Es war ein Paket Feuerfrösche, die der dankbare Vater mir zu Ehren anzündete— das Geld wäre mir, d. h. meinem Spital, lieber gewesen!“ N Ein Mann, den der Arzt von der Wassersucht heilte, kam einmal mit einem langen Zuge von Pfeifern und Trommlern zu ihm, nachdem er erst durch die ganze Stadt gezogen war, um für das Missionsspital Reklame zu machen.„In der Verkleidung eines hohen Gelehrten, um mich besonders zu ehren, neigte er sich vor mir und ließ mir nebst einer Ehrentafel mit goldenen Zeichen noch etwa zehn Geschenke überreichen, worunter ein ge⸗ chmortes Spanferkel, Reiswein, Kuchen und Eierwaren.“ Aber nicht alle Chinesen sind so dankbar; für eine Konsultation zahlen sie höchstens 20 Pfg. und manchmal auch gar nichts. So ließ sich einmal ein Patient von Dr. Vortisch untersuchen, der hatte, weil es Winter war, zwölf Röcke übereinander gezogen. Als er das Honorar von 20 Pfg. erlegen sollte, klagte der Rockreiche: „Ich habe kein Geld bei mir.“„Ich muß meine Arznei doch auch kaufen“. antwortete der Arzt.„Wer 12 Röcke hat, hat doch ge⸗ wiß auch Geld darin.“ Er beteuerte nochmals, keins zu haben. Dann aber leuchtete plötzlich sein gelbes Antlitz auf; er zog sich ein Paar Hosen aus— wie viel er anhatte, wissen die Götter— legte sie auf den Tisch und sagte freudig:„Nimm dies als Bezahlung, großer Mann.“ Der Doktor aber wollte dies Honorar nicht, und so zog er glücklich seine Beinhüllen wieder an. * — Das Mozarteum in Salzburg. Am 14. Aug. 1914 sollte das schöne, dem Andenken und der Pflege Mozarts gewidmete Gebäude in seiner Vaterstadt Salzburg in feierlicher Weise eingeweiht werden, aber der Krieg ließ diese friedliche Feier als unpassend erscheinen, und so hat man im Herbst 1914 das Mozarteum ohne alles Gepränge seinen vielfachen Bestim⸗ mungen übergeben. Salzburg ist dadurch um ein Bauwerk be⸗ reichert worden, das sich ebenbürtig seinen besten Architektur⸗ denkmälern anreiht, und so wird trotz der ganz anders gestimm⸗ ten Zeit eine genauere Schilderung dieser segensreichen Stiftung interessieren, wie sie Georg Jacob Wolf im neuesten Heft der Dekorativen Kunst bietet. Auf Grund eines internationalen Wett⸗ bewerbs wurde der Münchener Architekt Richard Berndl nrit der Ausführung des Baues betraut, dessen Stil sich an Ein bezeichnendes Beispiel dafür bieten etwa die Maßnah⸗ men, die Friedrich der Große sogleich bei seinem Regie- rungsantritt 1740 ergriff und die Ernst Consentius in seinem inhaltsreichen Werk über das Alt-Berlin von Anno 1740 ausführlich dargestellt hat. Der Sommer 1740 lieferte eine sehr schlechte Ernte, und da schon vorher das Getreide „extraordinair theuer“ gewesen war, so stiegen die Preise noch immer mehr. Der Scheffel Roggen, der am J. Juni 1 Tir. und 12 Gr. kostete, hatte Mitte November den Höchstpreis von 1 Tlr. und 21 Gr. erreicht. Für den Scheffel Weizen zahlte man gar 2 Tlr. und 18 Gr. Nun wurden zwar sofort die königlichen Kornmagazine geöffnet, die Getreide als Vorschuß„gegen ein gar geringes Auff-Maaß zur Wieder⸗Erstattung nach der Erndte“ abgaben, aber selbst diese Maßregeln nützten nicht viel, da die staatlichen Ge⸗ treidevorräte bei weitem nicht ausreichten. Deshalb schritt man zu der Erlaubnis der freien Zufuhr von Korn aus anderen Ländern, die vorher mit einem hohen Zoll belegt worden war. Aber auch damit wurde dem Uebel nicht abgeholfen, denn das Getreide war überall knapp. Es wurde fast gar nichts zur Stadt gebracht. Der General; fiskal„gab scharf Achtung“, daß die„Auftreibung“ des Marktpreises unterbliebe, aber als ihnen die Preise fest⸗ gesetzt wurden, brachten die Bauern erst recht nichts mehr zu Markte. Nun erhielten die Kriegs- und TDomänenkam⸗ mern den Auftrag, nachzuforschen,„ob Getreide etwa mit Fleiß zurückbehalten und aufgeschüttet werde, um solches zum Nachteil des gemeinen Besten auf Wucher zu legen und dann desto teurer zu verkaufen.“„Da denkt kein Mensch an die Billigkeit, da ist im Handel und Wandel keine christliche Liebe mehr zu spüren“, klagt ein Bericht über dieses„gott⸗ lose Zurückbehalten des Korns“. Von nun an durfte der Landmann an Getreide und Erbsen, an Fourage und Viktua⸗ lien nur behalten,„was zu eigener Konsumption und Wirt- schaft notwendig gebraucht wird“; alles andere gehörte auf den Markt und wurde, wo nötig, durch„hinlängliche Zwangsmittel“ nach den Städten gebracht. Den Bäckern wurde befohlen, Gerstenmehl in den Brotteig zu schütten, denn die Ernte hatte so wenig Roggen gebracht, daß auch „den Deputanten meliertes Getreide, nämlich halb Roggen und halb Gerste“, gegeben wurde. Allen Branntweinbren?s? nern war der Verbrauch von Roggen verboten; dafür durfte fremder Branntwein gegen 9 Pfg. Akzise fürs Quart in alle Städte eingeführt werden. Der Torschreiber, der sonst die Brot bringenden Bauern am Schlagbaum wenig höf⸗ lich angelassen hatte, mußte jetzt laut königlichem Befehl zu dem Landmann, der Getreide oder Brot hexeinbrachte, sehr liebenswürdig sein und durfte ihm keine Weitläuftig⸗ keiten und keinen Aufenthalt machen. Den Hausfrauen aber befahl das Brotgesetz„allezeit Brot auf Vorrat zu legen, damit es jederzeit altbacken zu genießen wäre“, denn dann wurde mit dem Brot„weiter gereichet, als wenn das Ge⸗ sinde das Brot frisch weg isset und ein ziemlich Teil mehr aufzehret.“ Erst die gute Ernte von 1741 m der Not ein Ende, und nun war man der Brotgesetze und der strengen Kontrolle durch den Staat wieder einmal auf einige Zeit enthoben. 1 l g. der Jar und der Halbmond im Naukasus. Man schreibt uns: 4 Das wild zerklüftete, zwischen dem Schwarzen und Kas⸗ pischen Meer gelegene Gebirge, mit seinen steilen Abhängen, schroffen, jach ansteigenden Bergen, an deren Fuß des Sü⸗ dens üppigste Pracht lacht, während die Gipfel in ewig Schnee und Eis gehüllt, ist zum vorläufigen Schauplatz des Krieges geworden, der die endgültige Antwort darauf geben soll: ob Rußlands uralter Traum— Konstantinopel zu besitzen— unmittelbar vor der Erfüllung steht oder in ein Nichts ver⸗ sinken wird. Die Türkei und des Zaren Heere stehen sich hier jetzt in heißem Ringen gegenüber. 5 Russischer Besitz ist der Entscheidung Ort, denn seit gut über hundert Jahren gehört der Kaukasus— dies vorher das prächtig alzburger Spätbarock anlehnt, ohne deshalb seine moderne Selbständigkeit zu verleugnen. Da das Mozarteum zu⸗ bleich eine Musikschule, das Mozartarchiv, die Bibliothek und die Sitzungsräume der Mozartgesellschaft aufnehmen und einen großen Festsaal für Mozartkonzerte enthalten soll, mußte die Architektur sich ganz verschiedenen Zwecken anpassen. So ent⸗ standen zwei verschiedene zu einer glücklichen Einheit zusammen⸗ gesügte Bauten, der Festsaalbau und der Schulbau, wober der reicher ausgeführte Saalbau mi seiner prächtigen Fassade an der Straße liegt, während der Schulbas von der Straßenflucht zurücktritt und eine einfachere ruhige Villenforn: gewann.„Von welchem Standpunkt aus man die imposante Gebäudesruppe des Mozarthauses auch betrachten mag,“ urteilt der Verfasser,„mmer ergeben sich schöne Bilder, gute Ueberschneidungen, eine glücl⸗ liche Gesamtwirkung im städtebaulichen Sinne. Die Bäume sind, soweit es irgendwie möglich war, erhalten geblieben und ihr Laubwerk tritt nun in schönen Akkord zu dem zart nuancierten Grau, Gelb und Kalkweiß der Gebäulichkeiten, deren vielge⸗ staltiges Ausführungsmaterial: Marmor, Konglomerat, Back⸗ stein mit Kalkmörtelverputz, Beton, in der Hauptsache in seiner Materialwirkung gezeigt wird und wohlbedacht zusammengestimmt ist mit der Patinawirkung der Bronzen und dem satten Dunkel der zur Dacheindeckung benützten Platten.“ Im Erdgeschoß des Sckulraumes befinden sich die geräumigen und hellen Schul⸗ räume; im Obergeschoß reihen sich an die in der Farbenzu⸗ sammenstimmung ausgezeichnet gelungene Bibliothek, der in edlen Materialwirkungen ꝓrangende Sitzungssaal, sodann verschiedene Verwaltungs- und Proberäume und endlich der sog.„Wiener Saal“, ein kleinerer Konzertsaal für Kammermusik und Ver⸗ anstaltungen intimeren Charakters, der eine besondere Stiftung der Wiener Mozartgemeinde ist. Der Saalbau birgt ausschließ⸗ lich den großen Konzertsaal, der durch seine gewaltige Raum⸗ stimmung und heitere Festlichkeit entzückt, und ausgedehnte Neben⸗ räume. Dieser Saal, der bis zum Gewölbescheitel 11,60 Meter, in der Lange 29,18. Meter, in der Breite 14,86 Meter mißt. und durch Zurückklappen der Eingangstüren sowie durch Ein⸗ beziehung der Wandelgänge noch vergrößert werden kann, um faßt bequem 1200 Personen und stellt sich den schönsten der Musilpflege gewidmeten Festsälen europäischer Großstädte würdig zur Seite. Der herrliche dekorative Schmuck, die Statuen, die in sinnpoller Beziehung zu dem Genius dieses Bauwerkes stehen und an den Fassaden wie im Innern reiche Schönheit schaffen sind von vorzüglichen Künstlern ausgeführt, unter denen wir die Plastiker Wackerle, Römer, Buchner und Wadere und die Maler Klemm und Dietz hervorheben. 5 —* — DS—— 8 und recht anzuwenden, arm 25 g g— 1 persische, teils kürkische, aber im Grunde genommen trotz aller Oberherrschaft stets recht selbständige Webiet dem Zaren. Ungeachtet der langen Eigentumsdauer ist Väter⸗ chen nur mit sehr großen Einschränkungen Herr des Kau⸗ tasus! Die Bergbevölkerung fand nämlich an der Regie- rung Petersburgs immer recht viel auszusetzen und gab ihrer Unzufriedenheit mit der Waffe gar nicht mißzuverstehenden, erfolgreichen Ausdruck. So mußte die Staats post, jeder Geld⸗ transport immer unter militäxischer Bewachung befördert werden, sonst raubten ihn die Eingeborenen unbarmherzig. Auch die Russen, wenn sie in das Innere des Landes reisten, nahmen stets Soldaten und zwar in größerer Anzahl mit; Dabei half das oft genug wenig. Kämpfe zwischen den Regie krungstruppen und den Bergbewohnern waren an der Tages- ordnung, zählten zu den allergewöhnlichsten Ereignissen. Da⸗ bei war die Kampfesweise der Jarenheere durchaus keine übermäßig schonende, sondern lief auf Vernichtung hinaus, bestand darin, die Häuser und Dörfer der Feinde den Flam men zu übergeben, hohe Geldbelohnungen auf die Köpfe der Widersacher— um so deren Volksgenossen zum Verrate an⸗ zustacheln— auszusetzen. Das Bee ichnendste für Rußlands Vorgehen ist wohl die Tatsache, daß sein kommandierender General in einem Geheimbericht um viel langsamer, aber sicher wirkendes Gift bat, da er dessen zur Unterwerfung des Landes dringend bedürfe. Der Grund zu diesem zähen Widerstande, den die Russen während ihrer ganzen, langen Herrschaft fanden, liegt, außer natürlich an ihnen selber, in der Natur der Kaukasus- Bewohner.. Waffengewohnt sind diese Leute von Kindheit au. Ihr Jugendspiel ist: Zwei Pfund loser, auf dem Wasser schwimmender Schaswolle, ohne diese unterzutauchen, mit einem Säbelhieb in zwei Teile zu spalten. Der Kampf, die Gefahr sind der Inhalt des Manneslebens, lehrt eines ihrer Worte. Ständige Kämpfe führten die Stamme und einzelnen Dorfschaften gegeneinander, denn Waffen, Rosse, Vieh, Frauen galt es zu erbeuten. Aber als Räuber in unserem Sinne kann man die Leute wegen dieses gewaltsamen Neh⸗ mens nicht bezeichnen. Ihre Moral ist eben einfach die des Mittelalters. Vollwertige Menschen durch und durch sind des Kaukasus Bewohner, besonders natürlich die Tscherkessen, diese Herrenrasse des Gebirges. Sie hassen und lieben aus Ueberzeugung und treu. Der Blutsbruder der Tscherkessen zu werden, bedeutet, einen Freund fürs Leben und Sterben zu gewinnen, Bezeichnend übrigens für die Wertschätzung von russischer, also von einer Seite, die doch die Leute genau kennt, ist wohl die Tatsache, daß der Konvoi, diese nächste und stän⸗ dige Begleitmannschaft des Zaren, aus lauter Tscherkessen besteht. Der Selbstherrscher aller„Rechtgläubigen“ fühlt sich am sichersten unter dem Schutze der Halbmond-Anhänger! Aber der Tscherkessen— dieser überzeugten, treuen Schüler Mohammeds— die mit dem Zaren Frieden gemacht, gibt es nur sehr wenige. Die weitaus meisten von ihnen hassen seine Regierung, sehen im Sultan ihren Herrn, dem sie sich zwar auch nicht zur unbedingten Untertanenschaft unter— werfen möchten, dessen Oberherrschaft sie aber herbeisehnen. Frei wollen die Tscherkessen, und mit ihnen die Mehrzahl der anderen Völkerschaften des Kautasus— die übrigens keine entscheidende Rolle spielen— sein, oder, da sie sich dazu nicht stark genug fühlen, dem Kalifat locker unterstehen. Der Kaukasus dürfte also als Kriegsschauplatz nicht ganz mach dem Herzen der Russen sein, denn seine Bevölkerung ist ihnen wenig freundlich gesinnt, und wenn die Bergstämme auch natürlich nicht das Schicksal der Kümpfe endgültig ent⸗ aden, so spielt ihre Ortskundigkeit in dem wilden, zer⸗ rissenen, vielfach mit undurchdringlichen Urwäldern bewachse⸗ zen Gebirge doch eine große Rolle. Auch England, Belgien, Frankreich werden jetzt bang auf den Kaukasus schauen, da 9— Millionen ihres Vermögens in dortigen Naphtha⸗ nternehmungen stecken. Balticus. Aus Stadt und Cand. Gießen, 9. Januar 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Unteroff. Friedrich Hosto, Augusta-Garde-Gren.-Rgt. 4, aus Hohensolms.— Kriegsfreiw. Fritz Schaberg, 20. Pionier-Rgt, aus Wehlar.— Gefr. der Landwehr Hermann Keil, Res.-Ins.⸗ Rgt. 81, aus Oberkleen. Unteroff. Polizeidiener Karl Semmler aus Grünberg.— Landsturmmann H. Eggeling aus Butzbach.— Unteroff. der Landwehr Ernst Koch, Res.-Inf.- Agt. 116, aus Alsfeld.— Kriegssreiw. Lehrer Peter Rräm er, ns.-Ngt. 143, aus Rainrod.— Kriegssreiw. Walter Loh man n, Inf.-Rgt. 116, aus Weilburg.* * Der Krieg und die Krankenkassen. Man schreibt uns: Durch die Folgen des Krieges werden neben den Landes- versicherungsanstalten die Krankenkassen wesentlich in Mitleidem⸗ schaft gezogen. Abgesehen davon, daß sich die Mitgliederzahl der einzelnen Krankenkassen mit dem Ausbruch des Krieges wesent⸗ lich verringert hat und denselben dadurch viele Mitglieder ent⸗ zogen wurden, deren Gesundheitszustand verhältnismäßig günstig war, haben die Kassen während des Krieges durch die Zahlung von Kranken- und Sterbegeld an Kriegsteifnehmer, sowie durch die Kriegswochenhilfe wesentliche finanzielle Opfer zu bringen. Weiter kommt in Betracht, daß die Angehörigen der Kriegsteil⸗ nehmer, einesteils durch die ständige 1 1 anderseits durch wirt⸗ schaftliche Sorgen, nicht zuletzt aber durch Unterernährung in besonderem Maße Krankheiten ausgesetzt find, die eine außer⸗ ordentliche Belastung der Kassen herbeiführen können. Auch die Einschleppung von Seuchen kam zu besonderer Inanspruchnahme der Krankenkassen führen. Um die Krankenkassen für die Dauer leistungsfähig zu erhalten, mirssen anch Kal itgli die Existenzfähigteit der Kasse bedacht Kassenleistungen(Arzt, Medikamente U nur damm Gebrauch . 8 32323ö˖(xmr. 8 dachen, wenn bies umumigthnglich i. Sie men ferner] ver, epa 6 gell b se wird dies Sue aber auch selbst zur Gesundergaltung beitragen, indem n 1 2 lächerlichen sie sich nicht unnötigerweise chende Lebensweise, gelüftete kosten konnte dem Ausschuß fügung gestellt werden * Zurückhaltung Einzelnen in vielen Fallen U mit sich bringen. dieser Zeit mit einer Flut am ehesten zu verstehen; von berücksichtigt. Indessen ist au Zurückhaltung geboten, lange die Eingaben von Aus merkt einheitlich schäftlichen Gründen aber au Entscheidung fällt dann um los wird dabei sehr viel über die berechtigte Sorge um die die Feder führen Zeit sind diejenigen oder in dem Gefühl eingerei alles so streug nachgeprüft w dem Operations- sprechung wichtiger die Gesuchstellerinnen mit a günstigungen zu ers haupt nicht denken können. und dem ganzen dadurch nich me zum Wohle des Ganzen, Je höher man steht, desto und unserem Volke ren Offiziere im Felde ihren Land — Reiskirchen, 7. jedoch nicht gründlich geführ Räucherwerk. meisters Karl Schlierba daß er sich wohlbehalten in schaft befindet. gründliche Reinigung der Zähne und rechtzeitige Inanspruchnahme zahnärztlicher Behandlung Magenertrunkungen usw. vorbeugen Der Erlös des Vortragsabends zu Gunsten des Soldatenheims betrug 60 Mark. Nach Abzug der Un⸗ Kriegsmaßregeln. Es ist unvermeidlich, daß Ma die im Interesse unserer Kriegführung getroffen wer Infolge davon werden, wie die Ztg.“ schreibt, die ziwilen und militärischen Zentralbehörden in jener Maßregeln überschwemmt. Soweit sie von Ausländern aus- gehen, die ohne ihre Schuld und ohne sich am Kriege beteiligen zu können, in Deutschland festgesetzt werden mußten oder sich einer scharsen Polizeiaufsicht unterworfen haben, find die Gesuche noch freudige Uebernahme von Opfern für unser Vaterland nicht erwartet werden, und soweit ihre Eingaben sich mit den ei essen der Deutschen verbinden, werden fie auch zelner Bewilligungen bemühen sich fast alle Gesuche, in manch⸗ mal recht weit hergeholter Weise darzutun, welche bedeutenden deub⸗ schen Interessen preisgegeben würden, wenn z. B. im England W eine Serie angekündigter Konzerte nicht stattfinden könnte. So⸗ früher meist Deutsche waren und aus rein geschäftlichen Interessen ihre Staatsangehörigkeit preisgaben, ist es leicht, sie einer zweckentsprechenden Manchmal werden sie aus Gutmütigkeit, Gefälligkeit, oder aus ge⸗ ist, die Wahrheit der gemachten Angaben nachzuprüfen. zustols müssen unsere deutschen des allgemeinen Opferbringens für sich Bevorzugungen und treben, an die ärmere Schicksalsgefährtinnen über⸗ U en Also Zurückhaltung in allen an Behoͤr⸗ den gerichteten Gesuchen, die nur unnötige Mehrarbeit verursachen dad schaden! Kopf hoch, Stolz in die Brust und das Bewußtsein ins Herz, daß es heißt,„Opfer bringen“ hierin ebenso Führer zu sein, wie unsere tapfe⸗ Nacht in den unteren Räumen ihres Hauses ein verdächt Geräusch, sowie das Andrehen der elektrischen 9 Die Anziehungskraft für den n sich am Morgen herausstellte, r. Rodheim a. d. Bieber, Schlierbach, hat seinen 8 die Behandlung ist angemessen. Ert 0 Zimmer usw. sorgen, au aussetzen, für entspre- Kerberr durch der Betrag von 40 Mark zur Ver⸗ in den Gesuchen gegen In. den nbegquemlichkeiten, ja Härten „Pordd Allg. von Gesuchen um Durchbrechung den Ausländern kann eine freiwillige Inter- Möglichkeit ch in soschen Füllen Vor sicht und denn seit dem Bekanntwerden ein⸗ ländern kommen, die— nebenbei be⸗ Entscheidung ztzuführen ch von Deutschen unterstützt und die so schwerer, als es fast nie möglich 1 1 Zweifel⸗ trieben dargestellt, aber oft mag auch spätere Existenz bei dem Gefuchsteller Ver⸗ it aber die eigenen Wünsche erfüllen! hr Kraft muß man haben zu entsagen Mannschaften gegenüber es sind. Nun stelle— diesen e—— eine von Spielzeugsoldaten. die die Deuts darstelleu. Laden! Eine Papierkugel, von einer leinen Wurfmaf schleudert, ist eine sehr wirssame Waffe! Feuer? Ein Stoß. der Kopf des Boche fliegt berum oder ein Arm hebt sich zu ei unwirksamen Protest. Du schaust um dich und erwartest Be aber alles ist schwer enttäuscht.„Sie haben ihn etrofsen.“ Man versucht von neuem Diesmal Varterkugel trifft an der richtigen Stelle, und wie birst der Boche auseinander. Kopf, Arme, Beine fliegen in Trümmern U. die 1: 1 berrenden Regen auf das rings dem einzelne Soldaten durch die schrecklichen Reste des in gesprengten Boche umgeworsen werden. Und da, wo der Boche stand, da ist nur noch ein kleines hölzernes Brett ein Draht mit einer elastischen Feder.“ an ins werfen. Fähnchens 6 darin, die einet Kationen 3 24 denn Wege —— und ihre Stellungen, um Deutschland einzulreisen, schlüpft dieses Ostende.„Ein f. betumniert: 4 Gemüter Ann schwersten verständlich in unsexrer ernsten] schließlich Deutschland„blockierte: es kann nicht mehr vorwärts Gesuche, die aus bloßer Unüberlegtheitsund nicht zurud, muß aufs Merr, und die sind cht werden, daß ant Ende jetzt nicht siegreich. Dies Kriegsspiel wird in Paris mit vielem Tiser ge. es 5 erden könne und daß man mit seinen] spielt, denn man will doch igstens im Spaß mit den Deuischen Wünschen vielleicht doch durchdringen könne. Beispielsweise bitten fertig werden, da man e 2 nicht vermag. manche Frauen +— zum— 8 in oder Etappengebiet, wobei gewöhnlich die Be⸗* 2 iger Familienangelegenheiten als Beweggrund an⸗ Kirchliche Nachrichten. geführt wird. Die Sehnsucht nach ihren Lieben im Felde teilen E i Ge llen deutschen Frauen. Die meisten vangelische Gemeinde. machen sich aber nicht klar, daß Besuche an der Front in großem Sonntag den 10. Januar, I. nach Epiphanias. Stil ein Ting der Unmöglichkeit ist, daß sie den Lauf der Heeres⸗ Landesnmisstonstest. maschine zu hemmen imstande sind, und daß die deutsche Frau nicht Kollekte für die Deidenmission. auf den Kriegsschauplatz gehört, es sei denn als Pflegerin. Viel Dette rden. a Frauen sein, um in dieser Zeit Zu der Stadtfircge. 5 Vormittags 9½¼ Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die 5 Pfarrer D. Schlosser. Abends 5 Uhr: Pfarrassistent Hoffmann. 5 1 Mittwoch, den 18. Januar, abends 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. a In der Johanneskirche. oa Vormittags 9¼ Uhr: Geh. Kirchenrat Prosessor D. Ed. 1 Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Luke einde. Pfarrer Bechtols heimer —— treis Gießen Abends 5 f Pfarrer 1 5 d. 0 1 Abends r: Verein nfirmierten Jan. Die Familie L. hörte in der Jugend der Suter ende im duastael, feng der kon * U männlichen Jugend der Johannes gemeinde im Johannessaal. 7 te, Untersuchung verlief ergebnislos]. Wartburg, evangellscher— und Männer: Verein. 70 ächtlichen Besuch war, wie(Diesstraße 15.) das mit frischer Wurst gefüllte 8 den 10. Januar, abends 8 uhr: Vortrag und ie · ng. bk. B Dr. Ludwig Bieberbach auf den Lehrstuhl der reinen Universitäts⸗ Nachrichten. eru fung. Wie wir hören, 1 hat der ordentliche Professor in Basel den au ihn ergangenen Ruf und angewandten Mathematik an der noch nicht gesehen. jetzt in Frankreich Liliputform, Spielzeugfru Saat schon in die Herzen der die kleinen Kanonen, die be angestricken sind und richtig Preisen sind diese winzigen bis zu vielen Franks. Eine hineingeschoben und durch P Besonderheiten der modernen kommen und sorgt. Viel Vergnügen findet bezeichnenden Spiel, das„U aufgezogen, wie man es bisher in französischen Kinderstuben Alle die kriegerischen Dinge, in denen man lebt und webt, fanden ihren Ausdruck in und auch der Haß gegen die ge beredte Stimmen gefunden, die diese traurige schend der Wirklichkeit nachgeahmt ist, wird in die teuren Modelle sogar mit„Zeitzündern“ wird die ist bekanntlich das Haupeschimpfwort für die Den„N stelle sich eine Puppe in Schwarz auf einem deen Deutschen hat in dieser Kinder saen. Besonders beliebt waren rühmten.„7er“, die kriegerisch grau abgefeuert werden können. allen Kanonen zu haben, von 3 Sous an Miniaturgranate, die ebenfalls täu⸗ ulver zum Explodieren gebracht. Alle Artillerie können da zur Anwendung Kinderstube ver⸗ man an einem ebenso kindischen wie eber Boche“ genannt wird. Boche a r r 2 Gegengifte vorhanden, es. 5 ie amwirfsam zu machen, ohne die chli O färden. i 0 Fe ge e. be 8 mur einen Teil der infizierten i unter Umständen das Uebel Trin mit Salzen oder— 1 Behandlung mit warmen oder kalten U d t sehr und können unter Umständen den Buftand*— sogar noch verschlechtern: 895 liegende Baltertenflora wird dadurch nicht altertert und stößlich fest, daß die der Von der Firma Carl kleiner sinnreicher Apparat erwählte wissenschaftlich beg; die tiessten L e brug, sonstwie die Schleimhäute an um anch Zeit ist das alte Leiden wieder da. Deshalb erscheinen diese stände den meisten als unheilbar Katarrhe. Es steht aber unum⸗ bringen. A. Tancré, Wiesbaden 91 P, ist ein Tasche tragen kann, und der nach besonderem Verfahren aus⸗ einer neuen Erkältung sich B S— Herr Jpmmnaftalprofessor K. Hand, Jever, Oldenburg. russe 9„Von dem Tancrisch rn i a Gebrauch gemacht. dazu veranlaßt die Empfehlung einer l— die ihn für sich 5 e Familie gegen Luftröhren⸗ andere 1 0 an- hatte. Nachdem ich 10 täglich viermal je vier bis fünf Mimaten durch—* 4— der mich fünf Monate a lagt hatte, 8 Herr 7— 1 b Mellitz, Post Wunschendorf, Elster, schreibt:„Es freut mich, Ihnen mitteilen konstrufert, den man bequem in der 4. zum 1 ohne reize zu verursa 0 zugreifen, und zwar auf faltem Wege, er vorzubeugen. Hiermit sind Hessen⸗Nassau. 7 Dienstag, den 12. Januar, abends 85 Uhr: Bibelslunde. 1 8. Jan. Ein Sohn des Schreiner- D den 14. Januar, abends 10 Uhr: Leseabend. ch, der Tsingtau-Rämpier Rudolf] Samslag, den 18. abends 8% Uhr: Aeltere Abteilung. 1— 4 lassen, 1* 15 stets 1 2 o Japan 4.. Schüle Cehranstalten. Die Gefangenen 2 ecsdne ge— Für die jüngere Abteslung leben Nies von 6—7 Uhr für die ältere Abteilung jeden Samstag von 6—7 Uhr im Johannesaal. Jeden—— 6—7 due n 0 Sonntags berein für Mädchen. 42 Sonntagnachmittag von 2 Uhr ab Diezstr. 15 f(An · sprache, Gesang, Spiele, Bibllothek). a — 4 Universität Frankfurt a. M. angenommen. Dr. Bleberbach* ä — 238 Hesse und war früher Privatdozent in Zürich und Katholische—. 1 ———. 1 L 505 San e 2 fi b 5 achm um a um: „Aktuelles“ pariser Spielzeug. Kr ae 1 übe ogegenhen Zu Neujahr, wo bekanntlich in Frankreich die Ge in fremder wird hören. geilt werben, it in den Spielparenlaben bon. Burt Herr Nachmittags um f, Ihe! Andacht mil Segen. Sonntag, den 10. Januar, 1. Sonntag nach Epizhanie: Vormittags von 6% an: Gelegenheit Beichte. n 0 8 2—— um 7 Uhr: Die erste ell. esse. von 7-12 Uhr: Betstunden. 5— 5 Uh: n und Weihe an das . ligste— „ um 11 Uhr: 5 redigt und Weihe an das ö eiligste 8 a Nag zn B e Na 2 Montag vormittag um 7½ Uhr ist ein Seelenamt für die im 9 Gefallenen. ienstag und Freitag abend um 7 Uhr ist Rriegsbittondacht 3 Grünberg.* n zu können, daß mein chronischer Hungen um 9 Uhr. 2 f„der wich jahr- lang gepl durch den Gebrauch 115 10 8 00 1 zu—— —. 3 „ Bermesl 1 hen Sie genau auf ben Nuppen Naner ind bie vatentamtliche Schutzmarke„Die Kur im Hause“, damit Sie auch wirklich den echten und altbewährten Origmal-Taner erhalten, da tige Nachahmungen im„ Kein zweiter Apparat kann sich wie dieser auf 17 Zeugnisse von Aerzten und Patienten berufen. Der Apparat ist als Liebesgabe für Lazarette besouders a k e der Or g Tee gr wird von der Firma Carl A. Tauer Wiesbaden 91— Sie e man 371 kostenlos und ohne K erteilt. 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