wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ 9 885 monatlich zweimal. General⸗Anzeiger für Ob erh essen ae ee. 8 Sabtnacheichter 165. Jahrgang 50 2 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen 5 5 Universitäts- Buch- und Steindruckerei. 5 575„Sießener Famillenblätter“ werden dem R. Lange, Gießen. 1 „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das 8 schäftsstelle u. S 0 5 „Kreisblatt für den Ureis Gießen“ Ae Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul 8 Freitag, 8. Januar 1015 ö 3 straße 7. Geschäftsstelle u. Verlag: 51, Schrist⸗ Was will Italien in Albanien? Trotz der furchtbaren 3 in die Europa und die . ind, weiß das Problemchen „Alba immer wieder die allgemeine Ausmerksamkeit auf sich zu lenken. Der Grund muß in irgend einer„gefähr⸗ ichen“ eziehung der albanischen Politik zum Weltkrieg liegen. Diese Beziehung ist ziemlich tief verborgen und kommt bei dem neu Eingreifen Italiens vor Valong razzo nicht in wünschenwerter Weise klar zutage, 2 so daß a tliche und pessimistische Gemüter mit einem gewissen in von Recht darüber klagen können, die l albanische Frage werde noch Italien in den Weltkri g hin⸗ einziehen und so zu außerordentlich bedenklichen Wand⸗ lungen der Kriegslage führen. 1 Eine törichte und grundlose Panik! Italien verfol ketne neuen Pläne und Absichten, es wiederholt nur gewisse Maßnahmen zum allgemeinen Schutz, die es schon in den ersten Monaten des großen Krieges in Albanien getroffen. Schon am 26. Oktober ließ die italienische Regierung in Valona eine Sanitätsabteilung ausschiffen, richtete ein ita⸗ i Wente auge un einrichtete und daß im Osten ba 0 Albanien 2 00. bin ich nunmehr selbst i zu beurteilen, reich beachtet s einzelne von j zu Oesterreich haltende katho⸗ ische aer der dne des N Montenegro eintraten. Die letztgenannte Erscheinung nun, der Bandenkrieg gegen Serbien, ist von besonderem Interesse. Hier liegt merkwürdi 11 die Beziehung zum Weltkrieg verbor⸗ Hier soll der ugspunkt der neuen albanischen Hirren zu suchen sein. Fast alle italienischen Blätter füh⸗ ren die E Rebellenbewegung auf die türkisch⸗Oster⸗ reichische Agitation zurück, die den Zweck habe, die Al⸗ baner die Serben aufzureizen und dadurch den serbi⸗ schen auf die ungarische Grenze zu vermindern.— Mag sein! Jedenfalls haben das Oesterreich und die Türkei . nicht mit der 2 Italien getan, und was Italien 7 jetzt vor Valona Durazzo unternommen hat, richtet seine Spitze nicht gegen Wien oder Konstantinopel. Es war f uch. Italiens für den alten g naten Wiedschen Herrschaft als ein besonderer Schü ling Italiens gegolten. Italien war es, das sich nach Essads wilde Verhaftung vom 19. Mai vor. Js. für seine Freilassung verwandte. Und als Essad am 2. Oktober triumphierend wieder in Durazzo e September hatte der alba⸗ nesische Senat den türkischen Prinzen Burhan⸗Eddin Effendi, einen 83 Abdul 5 7 1 15 König von be aus⸗ gerufen), bezeichnet er sich in überschwenglichen Worten es ein Schuldner der 8 italienischen Politik, 5 aber nur solange, bis 1 Essad in Mittelalbanien wieder im Sattel fühlte. Ganz unaufgefordert schickte er eines Tages 2000 Mann aus dem am ergebenen Stamme der Gheghen nach Valona, angeb⸗ 8 kich, um dort die Italiener in der Aufrechterhaltung der a öffentlichen Ordnung zu unterstützen, in Wahrheit aber, um Zart 9000 en daß Soldaten aus Rom überflüssig wären. Die Gheghen erwiesen sich auch sofort so ordnungs⸗ a ud und antiitalienisch, daß der italienische Admiral Jetzt, da Essad von seinem Gegner wieder allzuhart bedrängt wurde, sind die Italiener nicht aus Liebe und Sympathie vor Valona und Durazzo erschienen. Sie ver⸗ ö vielmehr die Interessen, die für sie seit Jahren be⸗ die kein anderer als der verstorbene Minister . ser Mitarbeiter von„Politiken“, von dem Leben . e von ufgaben, die und Abertausende von Frauen n war, und ier wurde nun eine Nähstube für ein halbes Hun⸗ d 1 r sie alle 14 Tage noch ein paar Franken. haben sich Frauen aus allen Klassen gemeldet, „ e Weder mur eine der zablrecchen Stell g 1 hat, und d Provinz ge⸗ pro se 5 di doch mit nichten zu verwischen vermocht. ielmehr nach wie vor das Rote Kreuz. ßen der Kriegssalon der vornehmen wer, wie es im Pariser Rotwelsch heißt, eine weiße Plote e blanche) zeigen kann. Die Damen vom Roten Kreuz sind vormiegend hochkatholisch und royalistisch, und allen repu⸗ über Albanien mit d geschrieben hat: Ausdehnung seines Besitze besitzt ein großes Interes Adriatischen Meeres Italien und 0. Daher ist 8 7 o lange wie möglich mählichen und natürl. Grundlage diene, bis zu autonomen Staat bilden kann. für Oesterreich⸗Ungarn noch für wenn die beiden Staaten bei ihrer in einem ständigen Antagonis lien ist nur eins wichtig: daß liegende Teil Albaniens nicht seinem werde. Wenn Italien gegen diese Gesa Schutz gesunden haben wird, werden stehen aufhören, wegen deren die b Mächte peinli eine Mißacht iplomatischer Meisterhand nieder⸗ und darf nicht nach einer s in Europa trachten, aber es se daran, daß die Küsten des und das Kräfteverhältnis Oesterreich⸗Ungarn sich in keiner daß der Statusquo in Albanien aufrechterhalten bleibe und der all⸗ ichen Entwickelung des Landes Tage, an dem Albanien einen „Ich glaube, daß es weder Italien von Vorteil ist, m Vorgehen in Albanien mus verharren.“ Für Ita⸗ Adriatischen Meere Handel verschlossen hr einen wirksamen ie Ursachen zu be⸗ verbündeten ch jeden Schritt vermeiden müssen, der als ung dieses Prinzips gedeuten werden könnte. Italien kann Auf dem alten Fort an der Meeresküste angekommen, erhi ten wir zum Aufenthalt einen von Schmutz und Ungezi fer starrenden Raum zugewiesen. Ein Haufen Stroh, eine Bank, ein Tisch waren die ganze Ausstattung. Am fol⸗ genden Tage erhielt jeder noch eine wollene Decke und einen Blechteller. Tagsüber konnten wir uns auf dem Fort frei bewegen. Ausgang in die Stadt war verboten und auch mit Rücksicht a die aufgehetzte Menge unmöglich. Erst allmählich durften wir u die allernotwendigsten Bedürfnisse(Strohsack, Licht, Waschger Stuhl usw.) kaufen, so daß dadurch der Aufenthalt einiger⸗ 5 maßen erträglich wurde. Dagegen wurde uns die Ausübung unserer ärztlichen Tätigkeit untersagt. Ein Protest wurde ver⸗ 5 schleppt. Ebenso wurden wir 13 Aerzte 7—8 Wochen festgehalten, ohne auf unsere Fragen nach dem Grunde dieser Behandlung Ant wort zu bekommen. J 8 12 Vergleicht man damit die Behandlung französischer Sanitätsoffiziere in Deutschland, von der ich mich selbst überzeugt habe, so kann ich nur sagen, daß die unsrige ge⸗ radezu unwürdig war. Wir standen unter der ganzen Strenge d für deutsche Gefangene gegebenen Vorschriften, durften 3. B. nur j den 10. Tag einen Brief schreiben, an dem strenge Sen wurde. So wurde mir ein Brief zurückgegeben, in dem ich den Ausdruch gebrauchte, der Aufenthalt sei„annehmbar“. Erst als dies Wort durch„gut“ ersetzt war, genügte es. 8 fangenen deutschen Sanitäts- offiziers in Fra kreich. ch Gelegenheit, über die Erlebnisse und Be⸗ ziere in französischer Gefangenschaft zu tlicher Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, ge, als deutscher Sanitätsoffizier Kreuz in Frank⸗ französischen Spitä⸗ — Möge sich der Leser selbst zwei anderen Aerzten des ereitung einer Amputation, Die Gefangennahme selbst er Genfer Konvention. Ich sehe von unserem Eigentum vieles, trugen, abhanden kam.— Die ersten auf dem Truppenverbandplatz in der den französischen Aerzten gemeinsam Feind erfüllt. Wir deise behandelt.— Dieses ns von der Front entfernten, seren Bestimmungsort an der Bestand unsere Ver⸗ Tage buchstäblich dies das kleinere Uebel. Insulten, denen wir wäh⸗ und in Quartieren durch einn Die Gendarmen, tze beigegeben wa⸗ ichts, um diese sich stets wiederholenden Gegenteil, wir hatten Erlebnisse eines kriegsge Wiederholt hatte i wie das Deuts tet wird, und wie es in einzelnen lern und Gefangenenlagern aussieht. ein Urteil bilden.— Am 9. September geriet ich mit Regiments, während wir mit der Vorb beschäftigt waren, in Gefangenschaft. erfolgte korrekt unter Achtung d allerdings dabei davon ab, daß was wir nicht gerade am Leibe beiden Tage verblieben wir Front, und wir haben mit unsere ärztlichen Pflichten an Freund und wurden dabei in zuvorkommendster W Bild änderte sich aber sofort, als wir u um in sechstägiger Bahnfahrt an unf Mittelmeerküste gebracht zu werden. pflegung während dieser se nur aus Wasser und Brot, so war iel schlimmer waren die 5 rend dieser Zeit auf Bahnhöfen ilde, aufgehetzte Volksmenge die uns zur Bewachung und mehr noch zum Schu Seen taten 8 ni en zu hi Im sie darauf ausgingen, uns dem Vo Wenn wir z. B. in einen Bahn! scheinend schon lange vorausgentel ziere ankämen. Kaum hielt der 3 den Seiten mit Personen jeder Art, Gesck ringt. Wildes Schreien ertönte, Beschim Drohungen wurden ausgerufen; durch die von ten Fensterscheiben versuchten Männer und spucken. Gleichmütig stehen unsere Wä⸗ dabei. Eine Dame mit der Binde zes am Arme kein Fuchs 2 as cha. Dieser hat zwar in den zwei Mo⸗ V ausgesetzt waren. lt möglichst 5 1 5 U mögli überall zu zeigen. of einfuhren, so war dort ank det, daß gefangene deutsche Offi⸗ war unser Wagen auf bei⸗ schlecht und Alters dicht um⸗ sie e nach Durazzo zurückschickte. und die eben noch anf g 4 2 3 1 1 keiner Weise.“ San Giuliano seinerzeit in einer Anzahl von Briefen bei den Beschimpfungen so häufig das Wort assassin“ fiel. Aus Stadt und Cand. Gießen, 8. Januar 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Kriegsfreiwilliger Johs Macrander, Landw.-Inf.-Reg Nr. 116, aus Wetzlar.— Ersatzreservist Fr. Schatz aus Blas- bach.— Offizier⸗Stellv. Lehramtsassessor Karl Wißmann a Darmstadt.— Fähnrich z. S. Werner Petzel aus Wiesbaden. Musk. Aug. Molitor, Inf.⸗Regt. 118, aus Winkel.— Kriegs sreiwilliger Carl Heyn, Res.-Inf.⸗Regt. 222, aus Alsseld. 5 8 880 Hans Haeberle, Landw.-Inf.⸗Regt. 119, aus Dillen⸗ urg. 5 9055 „ Liste der mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und der Hessischen Tapferkeits medaille Ausgezeichneten des Infanterie⸗Re ments Kaiser Wilhelm(2. Großh. Hess.) Nr. 116: 1. Eisernes Kreuz: Leutnants d. R. Petry, Adam, Freitag, Blaas, Herb, v. Bethmann, Fischer, Wehrheim. Oberzahlmeister Becker aus Rainrod. Zahlmeister 18 Gardelegen. Obermusikm. Löber aus Gießen. Off.⸗Stellv. ff. Stellv. Günther, Regimentsschreiber, aus Engelrod. S Voets, M.⸗G., aus Köln⸗Nippes. Feldw. Möckel, 1 aus Watzenborn. Feldw. Schardt, 2. Feldw. Beuler, 5. Komp., 5 Rumpf, aus Heßler, Laucht, 3., aus Allna, Böcher, 3., aus III Philippi, 12., aus Lichtenberg, Leonhardt, 12., aus Vill 1 ff der republikanischen Kreise halten sich aber wohl oder übel vom] galt lange als der vollkommen Die Pariserin im iege. Roten Kreuz fern und haben ein Grünes Kr. daneben gibt es noch ein Blaues Kreuz, J ht! sondern der Pferde annimmt. Man sieht, daß die soziale Frankreichs trotz der nationalen Einig⸗ emüber durch den Krieg doch nicht hat ganz euz gegründet, und das sich aber nicht der g des modernen keit dem Feinde geg überwunden werden Will man vom Leben der r Pariser Frauenwelt im Kriege ein wirkliches Bild erhalten, den Sprung von der Dame zur Halbdame nicht scheuen. Das Uebergangsglied bildet der Stand spielerinnen, der ja so vielerlei Elemente, darunter na⸗ ge und angesehene, vereinigt. Zahlreiche sind bald nach Kriegsbeginn in die Pro⸗ „verwundeten Vetter“ zu ist, wie gebührlich, dem Bordeaux gefolgt; andere Stille auf eine kleine Be⸗ 0 o, die ihnen gehört, ogen. Auch die typische Pariser„Da besitzt in der Regel irgendwo und dort, wo sie auch wohl Kriegszeit Zuflucht gesucht. Zu Pariser Halbwelt in der Hauptsache die von den 25 Arbeitslosen i Bleibt noch die frü Hanse der sprechen Es versteht f ode in dies die—— Wichtigkeit verloren hat Der alte Pariser Leichtfinn i Lag tot und dahin; man denke, daß die„Vie parisienne“ eine Nummer egen sie her, 1 zu sehen war ese Zeitschrift kennen der türlich auch viele würdi r 1 eme 0 0 kleine Schauspielerinnen b von Frauen errichtet. Sie nähen Leinwand, stricken Wol- vinz abgereist, wo fie angeblich einen 5 pflegen haben. Die eigentliche Halbwelt Präsidenten und der Regierung nach von diesen Damen haben sich in aller 0 sitzung in der Normandie oder sonst wa id greise, grauhaarige Witwen, vor allem aber„M' gezo, ume aus dem Nacht⸗Café“ 15 in der Provinz ein Stückchen Land, ihre Familie hat, hat sie für die Zurückgeblieben sind also von der nur die kleinen„Trottins“, Sous leben, die die Bürgermeister täglich den hrer Bezirke auszahlen. her so unendlich wichtige Modefrage zu be⸗ ich, daß die Mode in dieser Zeit ist fürs erste hat, in der nicht eine einzige nackte Frauengestalt Das ist nicht vorgekommen, so lange Men⸗ Um aber von der Mode zu allgemein getragen wird die schottische Haube, die man in Paris Polizeihaube(bonnet de police) nennt. Die Modepro⸗ daß die elegante Dame Bluse mit serbischen Stickereien, chelner Spitzen tragen wird. Also der der Aber es ist doch nur ein kleiner Kreis von Pariserinnen, der leichen überhaupt noch ein wirkliches Interesse übrig hat. illionen Französinnen sind jetzt ohne ihren Mann, und die Zeit lastet auf diesen armen Geschöpfen viel zu W 5 e ein Interesse dafür aufbringen könnten, in diesem Salon findet denn auch nur Dreibundsbegeisterung in der Kleidung erkennbar zu machen. pheten erklären inter eine russische[ Die neuen Ausgrabungen vervollständigten die früheren Ent⸗ einen schottischen Rock und Me⸗ ganze Drei⸗ oder Vierbund![Mithrasheiligtum, in dem bereits früher Teile einen für d Drei N schwere am Eingang des Mithräum zwei Gräber freigelegt, die Kno hart, als daß si wahrscheinlich von Opfertieren, enthielten und die öhle aus mächtigen Blöcken von Tuffstein gebaut ist und augen⸗ — Wichtige Entdeckungen in einer altrömi⸗sscheinlich der frühesten republikanischen Zeit angehört, 0 en zum Trotze lehnen sie es sogar ab, Frauen zusammen zu arbeiten. Die Pariserinnen ste Typus der konstantinischen Basilika, bis im Jahre 1857 der Prior des daneben lieg 2 trischen Klosters Pater Mullooly feststellte, daß die ursprüngliche zum Andenken an die Märtyrer im 4. Jahrhundert erbautg Kirche darunter gelegen ist. Er entdeckte unter den Fundamen 5 der heutigen Kirche den Originalbau mit seinen Marmorsäulen, die noch aufrecht standen, verborgen in dem Mauerwerk, das die darüber gelegene Kirche trug, ein beträchtliches Stück des Mosaik⸗ fußbodens und große Teile eines Freskos, das Szenen aus dem Leben des hl. Clemens, Alextus und anderer Märtyrer darstellte. Am Ende des linken Seitenschiffes wurden Stufen gefunden. die zu einem Hause aus der Zeit des xömischen Kaiserreiches hinunterführten, dessen eines Zimmer, direkt unter der Apsis der unterirdischen Basilika gelegen, als das Domminicum Clemen⸗ tis erkaunt wurde, während man in einem andern Raum einen kleinen Tempel des Mithras feststellte. Unglücklicherweise wurde bald nach dieser Ausgrabung der ganze Untergrund der Kirche unter Wasser gesetzt und war völlig unzugänglich, so daß weitere Forschungen nicht unternommen werden konnten. Der jetzige Prior des irischen Dominikanerklosters von San Elemente Pater Nolan hat nun nach mehr als einem halben Jahrhundert die 7 damals unterbrochenen Forschungen zum glücklichen Ende ge⸗ führt. Nachdem die Mitetl in Amerika gesammelt waren, wurde am 10. Juni 1902 der Bau eines Tunnels begonnen, der von einem Punkt in einer breiten Cloaca in der Nähe des Konstantin⸗ bogens in einer Tiefe von 30—45 Fuß und in einer Entfernung von 200 Meter zu dem Unterbau von San Clemente führte. Das schwierige Werk konnte erst in diesem Jahre vollendet werden, und nun wurde die große Wassermenge, die wahrschein⸗ lich durch den Bruch eines alten Aquäduktes berursacht war, abgeleitet und floß durch den neuen Tunnel zu der Cloacag Maxima und von da in den Tiber. Nolan konnte nun unge⸗ hindert weitere Entdeckungen vornehmen, die mit größter Sorg⸗ jalt gemacht wurden und zu sehr interessanten Resultaten führten. 2 2 deckungen und fügten ihnen weitere hinzu. So wurden in dem Reliefgrupve gefunden worden waren, nunmehr weitere Stücke entdeckt, die ein prächtiges Bildwe rk vervollständigen, das das Opfer des Stieres durch Mithras darstellt. Sodann wurd eine Wasserleitung festgestellt, in der die Taufe beim Mith kult stattfand. Endlich wurde ein großer Raum durchforscht, mischen Kirche. Ueber neue bedeut same Entdeckungen in der Kirche von San Clemente wird aus die man früher die Königsperiode nannte. Die Tuffsteinblöcke Rom berichtet: Die Kirche sind von einem Gesims aus Travertin bekrönt und erinnern in Reservisten 4, aus Odenscheid, Fischer, 4 ——— aus Burkhards, Schaub, 6 aus Lauter„Hartmann, 10., cus r Pfeifer II., L., aus Laun Wehrmann Bartelt, 11., aus Dieburg Einj-Irciw. Fischer, M.-G. 2. Hessische Tapferkeitsmedaille: Oberlt. 8585 Oberlt. d. R. Loeb. Leutnants dein, de Harde (Joh.), Rose, er, Brobrick Off Stellv. Dutine, 8. Komp., aus Hainstadt. Off. Stellv. Lippert, L., aus Gießen. Vize⸗ seldw. Sauer, 4., aus Gießen. Uffz. Stock, 9., aus Rödgen. Uffz. Walter, 2., aus Schlechtemwegen. Uffz Weilbächer, 6., aus Drais. Uffz. d. R. Adler, 7., aus Oberseemen. Uffz. Wagner, 9., aus Weidenhausen. Gefr. Mendritzki, L., aus Gelsenkirchen. Gefr. Reuber, 3, aus Zell. Gefr. Uhl, 5., aus Nidda. Gefr. d. R. Geißler 7. aus Wolferborn. Gefr. Jung, 11., ee 12 5 L, aus Queckborn. Ge fr. Geialicg 25 hau. Gefr. Becker, 5., aus Muschenheim fr. d.. Schnabel, 7, aus Gießen. Gefr. d. R. Müller, 8., aus Gießen. Gefr. 5. R Paul, 10., aus Villingen. Gefr. b. R. 1 12., aus Wenings. Mus⸗ ketiere Schluckebier, 3., aus rfelden, Hardt, 6., aus Neu- hausen, Wüst, 11., aus Gimbsheim, Raab, 2, aus Angen⸗ rod, Gorr, 8., aus Worms, Müller, 12., aus Obertshausen. Ref. Schmidt, 4., aus Tiefenbach. Res. Löschhorn, 6., aus Darmstadt. Wehrmann Lang, 10, aus Dutesheim. Ref. Conrad, M.-G., aus Schotten. * Familienunterstützung. Seit Ausbruch des Krieges bis Ende Dezember sind von der Bürgermeisterei an Familienunterstützung im ganzen Mark 120000 bis 125000 ausgezahlt. In diesem Betrage sind Reichs⸗]“!“ unterstützung, Kreiszuschuß und städtischer Zuschuß enthalten. Der Garde⸗- Verein schreibt uns: Die Ende November abgesandten Liebesgaben für die Gardetruppen sind zu Weih- nachten im Felde zur Verteilung gelangt. Zahlreiche zum Teil rührende Dankschreiben beweisen, mit welcher Freude die Gaben begrüßt wurden. Herzlicher ant soll den Spendern übermittel! werden.— Das Eiserne Kreuz erhielt der zum Vizeseldwebel beförderte Fr. Gaedke. Der Sergeant Ferd. temen schneider erhielt die Tapferkeitsmedaille. Beide sind Mitglieder des hiesigen Garde-Vereins. * Turnerisches. Zur militärischen Ausbildung der Vor- turner des Gaues Hessen findet am Sonntag unter Leitung des Gauturnwartes tl die dritte Bezyrksvorturner⸗ stunde des 2. Bezirks statt Landkreis Gießen. O Wieseck, 8. Jan. Am 10. Jauuar blickt unser langjähriger Pfarrer, Herr Pfarrer Hellwig ⸗Kirchgöns, auf 40 Dien si jahre zurück. Semem Wesen und der Zeit entsprechend, wird er diesen Tag still begehen. Dennoch lassen einige Freunde des Jubi⸗ lars es sich nicht nehmen, seines Ehrentages auch öffentlich zu ge⸗ denken. Nach segens reicher Wirksamkeit im Vogelsberg und Sclitzer land stand der Jubilar 14 Jahre in Wieseck und bekleidet seit seche Jahren die Pfarrstelle in Kirchgöns. Wer ihn wirklich kennt, wird heute dankbar seiner gedenken und vielleicht aus dem Schatz der —— eines seiner markigen Worte hervorholen, das er ihm —.— zur Tröstung und Stärkung mit auf den Weg gab. Wir inschen dem Cejährigen Jubilar einen segensreichen und heiteren Lebensabend. Kreis Lauterbach. + Freiensteinau, 8. Jan. Acht Fresensteinauer sind schon mit dem Eisernen Kreu z ausgezeichnet worden. Kreis Schotten. O Gedern, 8. Jan. Poltzeidtener Hof erhielt von seinem Sohne Karl die Nachricht, daß er sich mit noch mehreren Kame raden in russischer Gefangenschaft befinde, und es ihnen gut gehe Karl Hof erteilte den Unterricht in der Zeichenschule Gedern.— Gefallen sind bis jetzt, soweit bekannt ist, 12 Mann. Darunter befindet sich auch der junge Reservist Heinrich Limpert vom Jägerbataillon Nr. 11, Marburg. der sich als ausgezeichneter Turner bei Gau- und Bezirks- Turnsesten in Hessen östers Preise errang. — Mit dem Eisernen Kreuz wurden drei Mann ausgezeichnet. 4a Es sind dies: Landwehrmann Korell im Landwehr⸗Insanterie⸗ — ment Nr. 116, Reservist Karl* anz und Reservist Bir x d-Artillerte- ment Nr. 25. Aus unserer Gemeinde werden . 300 Mann zur Verteidigung des Vaterlandes ausgezogen sein. Starkenburg und Rheinhessen. Wald-Michelbach, 6. Jan. Mit— Eisernen Kreuz wurde Forstmeister Strack der zurzeit als Feldwebel⸗Leutnant im 4. Hess. La m- Bedailten steht. Die gleiche Auszeichnung erhielten Cercchtechreiber Roth⸗ Mauer, mit der Servius Tullius Rom umgeben haben— handelt sich wahrscheinlich hier um einen Teil von dem Palast des Tarquinius* bus, den die Ueberlieferung an diese Stelle verlegt. man also mit den Ausgrabungen von einer alten Ries le etwa aus dem 11. Jahrhundert stammt, bis zu den frühesten Zeiten Ronts vorgedrungen. Die Funde aus der christlichen Aera sind von höchstem Interesse. Allein die vielsach vorzüglich er⸗ haltenen Fresken an den Wänden verdienen das eingehendste Studium. Die alte Basilika ward an der Stelle eines römischen Hauses der Kaiserzeit erbaut, in dem bereits ein Raum als Heili verehrt wurde. Es war dies wahrscheinlich das Haus des Clemens, der nach der Ueberlieferung zu einer Adels⸗ familie, vielleicht zur Kaiserfamilie der Flapier, gehörte und dessen Vater in der Gegend des Coeltus wohnte. Während Die Clemens hier bereits dem Christentum diente, benutzten es dann die Priester des Mithras für ihre mystischen Gebräuche und über diesen Mithraskult triumphierte wieder das Christentum, so wie es überhaupt über diese Verehrung des Sonnengottes allmählich den Sieg errang. — Ein Feldpostbrief vor hundert Jahren. Sommer 1890 fand in Braunschweig eine Ausstellung paterl discher Erinnerungen statt, in der aus braunschweigischem i besitz der nachfolgende stbrief 10 3 el 8 daten nach der Schlacht terloo an seine Eltern— „Liebe Aeltern. Wir sird den 16., 17ten und 18ten urnerff in Feuer gewäßt, aberst da gieng es einmal her, 5 rafß, piff, vaff bei Menneckenmeyer um mich fielen immerst 10 bis 12 Mann in einer Flanke, nu könnt Ihr denken, wies Arme und Beine. alles weck, Aich baben be ackers den Ro chweif vor der 8 weg⸗ geschossen, aberst haben auch wohl Schl 5 9 iegt, kein Pardon, immerst druf, mit der Kolbe habe 21. 6 hinter einander dot geschlagen, daß die Hunde keinen cken mehr wegetan, zwei Zackermenters— ich nicht rechte drapen, daß Crepirt nich erf in dem Gemezzel kann man sich nicht lange umsehen. Li Aeltern. N 5 ich schreiben gelernt 8 kann ich end doch Nachricht hr könnet denken, daß mein Leben an einem seidenen t hat, nehmt. den Roßschweif, der oe erst mal wieder⸗ komme, dann sollt Ihr hören un Miu und Nase aufsperren un daß is kein Spaß. Kunradt und Schuppe sin dot und Andreuas Dreibe is auch dodt, aberst ich lebe, un daß is mannt recht gut, der ganzen Bauart an — denn 1 Kampfesart zusammen, Nerteder, di we Hag krenen ut der en ft 250 menden Wee ln debenbedtendig uad die mit Fcbtelen ver. den hat eine Kugel das Leib geschoten und da haben sie u Wunden sind daher einer Infektion am stärksten aus⸗ ihm aus der— f die Packanetter weggedragt, da wurden e t kommt das Infant choß schon mit dem Erdboden wir aber erst wuthenhaftig und schlugen immerst von hoben dal.* r ehe es überhaupt in die Gewehrkammer eingesetzt ba felen big frangzsisgen Parnfgen Pele ie erer. Ju Pin ic wid N aufhören, wenn ich einmal komme, sollt ihr mehr hören. Gottlo— 22 Seen we neben sich hinlegen. Auch die Gra⸗ daß ich noch lebe. Griest auch den Schapmester, damit er weiß. natsplitter sind gefürchtete Träger der Starrkrampfkeime, denn die daß ich gut durchkommen bin. Ich verbleibe Euer Kunrat. Grie ja Marlenen nochmal.“ — ermel, 1 im Nes.-Inf.- Regt 118 und— „[Böckler, Gefreiter 1 im gleichen O A ener 6. Jan. Ein frohes Weihnadhs 1 obwohl drei seiner Söhne im Feld sind, der Steinbauer d N in dem benachbarten Wald-Erlenbach feiern. 1 seiner Söhne, beide geschmückt mit dem Eisernen Kreuz, weilten die Festtage zu Hause, ein dritter Sohn ist zum Eisernen Kreuz r ge schlagen. Aus dem südlichen Odenwald, 6. Jan. Die Nach⸗ frage nach Nuß baumholz, das besonders zur Anfertigung von Gewehrschäften dient, ist zurzeit sehr gro Fd e werden letzt auch hier in vielen Orten ball ume gefällt, zumal die Bezahlung des Holzes eine sehr gute ist. Immerhin empfiehlt es sich, nicht blindlings alle vorhandenen Nußbäume zu fällen; denn der Nutzen dieser Bäume hat sich gerade bei der letzten Ernte wieder gezeigt. Wurden doch für den Zentner reife Nüsse im Herbst 14 Mark und mehr bezahlt. Deshalb sollte man überall da. wo jetzt viele Bäume gefällt werden, auf sofortige neue An⸗ pflanzung von Nußbäumen bedacht sein. Kreis Wetzlar. w. Wetzlar, 7. Jan. Dem Kreise Wetzlar ist die Lieserung von 350 Tonnen(7900 Zentnern! Haser bis spätestens zum 15. Januar aufgegeben worden. Als Preis wird der gesetzlich zulässige Höchstpreis geboten, der für die hiesige Gegend 228 Mt. für die Tonne(11,10 Mt. per Zentner) beträgt. Eine„Dünenschlacht“. Bon einem„Tag an der Yser“ entwirft Luigi Barz en: in einem Briefe aus Dünkirchen im„Corriere della Sera“ eine fesselnde Schilderung, in ber er besonders den Charakter der neuen„Dimenschlacht“, die sich hier entwickelt hat, anschau⸗ lich lennzeschnet Er erzählt, wie die Belgier, verstärkt durch Franzosen, in hartnäcligem Kampfe gegen die deutscheit Ge⸗ schütze, gegen die Meeresflut und gegen den Sturm unter dem Schutze der englischen Flotte einen neuen Uebergang über die Deer schufen und eine Division in der Nacht den Kanal über⸗ schritt.„Und so begann eine seltsame Schlacht in diesem abge⸗ legenen Stück Wil e, ein erbitterter Kampf zwischen sanften Sandhugeln, in denen sich kein Schützengraben anlegen läßt. Bei jedem Spatenstich fließt der Sand zurück und füllt das Loch aus. Die Soldaten beschränken sich darauf, sich Nischen einzugraben, in die sie sich wie in ein Bad legen. Nach einigen Stunden des Kampfes verschwindet der ausgestreckte unbeweg⸗ liche Körper, und nur Kopf und Schultern tauchen noch hervor aus dem gelblichen Sand, der das Blut der Wunden trinkt und in dem die zu Tode Getroffenen ohne weiteres begraben sind. In Nieuport sieht Barzint die Truppen, die in der Reserve sind und die das Donnern der Geschütze kaum noch beunruhigt, die viel eher das Schweigen beim Feinde aus ihrer Gleichgültigkeit aufschreckt.„Den Soldaten gefällt em Feind nicht, der schweigt und sich nicht zurückzieht. Sie haben ein Vorgefühl von irgend einer teuflischen List, sie ziehen ein aufrichtiges Feuer vor, das ihnen sagt, wo er steht, oder wenig⸗ stens, wieviel Kanonen er hat. Das Unvorhergesehene regt sie mehr auf als die sichere Gefahr, und in dem kräftigen Schützen⸗ graben⸗Jargon äußern sie sich darüber:„Heute heulen die Boches nicht.— Sie sind erkältet.— Von den„Dreadnoughts“ zieht's zu sehr.— Sie sparen heute ihr Futter.— Ste werden alles mit einemmale auf uns spucken.— Wenigstens arbeiten die Kaffeemühlen(womit die Maschinengewehre gemeint find.“ Bar⸗ zini gelangt in die ersten tiefen Schützengräben, und sein Blick reicht bis in die Gegend von Lombartzyde und bis zum Meer müber.„Es war die ewige grauenhafte schreckliche Wüste. 2000 weiter 9 tobte der Kampf, manche verlorene Kugel kam pfeifend bis zu den nahen Bäumen, die ihrer Rinde— ihrer Kronen beraubt sind, und nichts bewegte 5 auf der Erde S en ging auf Wall des — dieser Schlachten ist die 27 gehen vorüber, die Stellungen ändern sich 27 2 werflh Die Genen nabern der Giganten mit der taner Tagen waren dort belgische, französische und deutsche Massen im Sande vergraben und kämpften mit Mut, ohne daß man auf einer Lan arte eine merkliche Ver⸗ be g hätte aufzeigen können. Bei dem Kampf der Ringkämpfer, wenn die beiden Rin, 10 packen, sich drücken und sich niederzuzwingen fuchen, die beiden Körper unbeweglich; sie zittern, vibrieren, aber 115 rühren sich nicht vom Fleck; trotzdem ist das Ringen reich an Wechselfällen, die Kraftanspannung ändert sich, geht von einem Glied zum andern über, wird an der einen Seite geringer, um an der entgegenge⸗ sezten plötzlich doppelt 1 die Muskelgruppen bereiten Ointerhalte vor, und bei dem anscheinenden Stillstand treten Finten und Ueberraschungen ein: eine verwickelte, tatkräftige, kundige Taktik entfaltet sich in einem heimlichen Spiel der Sehnen, u der Kampf wird ganz innerlich, reich an unmerkbaren Abenteuern, die bei aller staruagischen Festigkeit der Ringer unter der feuchten Haut aufeinander folgen. So verbirgt sich in der Erde die hitzige furchtbare Schlacht, wenn die Heere gegeneinander drängen wie in den Schützengräben und zwischen den Dünen von Lombartzyde. Die Kampflinien scheiner unbeweglich, und trotzdem hat jeder Winkel seine Zwischenfälle, jeder Abschnitt seinen Sieg oder seine Niederlage. Angriffe und Gegenangriffe haben zum Ziel den Gipfel einer Düne, einen Straßenrand, einen Mauervorsprung. 85 4 1 ihre Stellungen mit Stahlplatten, in denen die Soldaten schieben ihren kleinen Panzer — 3 von Kräften, Zusammenziehungen, 2 gen werden mit unendlicher Langsamkeit kletternd, gleitend, Gend ausgeführt. Halb eingetaucht in den Sand folgen die S. daten aufeinander auf allen Vieren wie 8 auf gelben 2 Dann und wann ein ungeheures Geschrei: ein Angriff, ndgemenge, ein kleiner Schein vor oder zurück. In⸗ — kamen und gingen in den Schützengräben von Nieuport in der zweiten Linie die belgischen Soldaten, todmüde; viele schlie⸗ jen. Sie waren bei Tagesanbruch von der ersten Linie zurückgekehrt. Selten sprachen sie mit ein vaar Worten, wenn der Kampflärm an Heftigkeit zunahm, von den Vorgängen:„Man prügelt wieder! — Das wird hart sein!— Zu viel leßkannen!“ Mit 9 7 kannen“ sind die. S Die 2 eine 2 Ueberlegenheit in dieser Waffe. 2 die Grundlage ihrer Verteidigung. W im Lichte der neuesten Forschung Einer der ge der Bungee Feinde, den unsere Lazarette zu be⸗ kämpfen haben, 5 der„ und mancher, dessen Wun⸗ Vo N 5 e b o ff eee e n* ahimgera n 75 dend der Erreger des Starrkrampfes. 2 moderne Granate schlägt—* auf dem Boden auf, gräbt sich in den im 1 lagsanstalt Stuttgart eingehend us kunft. den meisten anderen Wundkeimen 9 bazillen nicht durch Lymphe und Blut im A 1— sie keimen nur an der Stelle weiter. wo sie eingeschleyxt wurden. Hier erzeugen sie daher ein Gift von ungeheurer Kraft. das von den Nervenenden aufgesogen und 7 5 die— bis in das Rückenmark weiter getragen wird. Dadurch werden die Nerven in jenen— hoher Erregung verf 3 1 in heftigen Verzerrungen und schmerzhaften Krad en Der Wundstarrkrampf verläuft nun um so 1 8 er 1 Infektion der 1—*— 4 späte Ausbruch beweist eben, daß 22 gift keine sehr große war und daß dies 1— nach außen befördert worden ist. In den en, wo die Krank- heitszeichen erst zwei Wochen nach der Verwundung auftreten, be schrankt a die Sterblichkeit auf etwa P b. H.; bei Wund sarrkrampf. der schon in der ersten Woche det tus bricht, muß man aber mit einer Sterblichteit von 90 v. H. rechnen. Das einzige Mittel, das zu seiner fung erfolgreich verwendet werden kann, ist 825 tanus-Antitoxin, denn alle anderen Mittel, die i auf das Einführen nerpenberuhigender Mittel und auf sorgsame Krankenpflege hinauslaufen, sind zwar wich⸗ tige und notwendige Hilfsmittel, richten sich aber mur die Folgeerscheinungen des e und können en selbst nicht erfolgreich Das Behringsche wird durch die r von Pferden mit ständig Mengen abgetöteter Tetanuskeime gewonnen. Bei den mancher⸗ lei Krankheitsfällen, von denen von Noorden S sich mur gezeigt, daß ein Austupfen der Wunde mit I. E. sowie Einspritzungen des Serums in der 1 der Wunde und im Wirbel kanal nur äußerst—— aufweisen. Denn hierbei werden nur 1 abpes meistens nur der Giftüberschu es 2 nehmen können. Erfolgreicher ist 11 das etnes möglichst starken Serums in den. der Nerven, der nach dem infizierten* verläuft. Denn damit wird dem Gift der weitere Weg nach den 4 verlegt; lann man mit der Serumspritzt nicht an Nerven heran, so müssen diese unter Umständen durch eine 54— g 10 Auf diese Weise kann man dem. den wie dies bisher viel fach h, anze abnehmen zu müssen. onders 5 Wunden, deutschen Heeresleitung angeordnete Antitoxin in die Umgebung solcker gemäß gern den Starrkramyf im Gesol Impfung einen Erfolg haben, dann der Verwundung, spätestens asso im Noorden vorgenommen werden. Von emmfiehlt daher, da a 6 Fälle jeder Soldat eine kleine Dose Bestand im Tornister* sich führt. Da 5 205— uchen von Behrings leicht ist, eine Dofis au klut zu vereinen, dieses auch unter gane 8 als trocenes Pulver längere Zeit mitgeführt werden die 1 2 schon in Frieden e e selten sun zumal im — an Ueberschwemmungen in Spanien. Madrid, 7. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) dee Tele ist bei Aranjuez über die Ufer getreten. Die Königlichen Besitzungen sind überschwemmt. Auch Guadalquivir und Segura steigen andauernd. Von verschiedenen Stellen werden Ueberschwemmungen gemeldet, namentlich von den 1 8 7 4 1 5 1411 11 11 und Bergwerken in Ciudad Roal, wo alle Arbeiter feiern müssen. Bisher sind zwei Personen umgekommen und drei verletzt; worden. — Bermischtes. 1. Württembergis 1870 in der I.. Franktireurs zu 2 batte,* Ar. einem dieser Tine der Trompeter abhanden gekommen. Sein Pferd fand man Kugel getroffen, vom Reiter war nichts zu sehen.„Armer gel dee ar. Ai a Wie e A 7 0 e. Kladna— bemerkte man 1— in bürger 1— eldein auf das Regiment zulief. Es war Trompeter H. 1— erfreuten der über seine Rettung den e meraden das folgende berichtete: Sein Pferd erhielt eine in den Hals, blieb stehen und ging keinen weiter. mann sprang aus dem Sattel 2 lief in den Wald, 9 seine Sporen erlaubten, immer vorwärts. Dabei wa Blick zurück und sah, wie die Blusenmänner über sein serd fielen. 9 1411 des Relr 2 8 0 W 7 weit war versu in ohr z* Dann zog er um 41435 15 9 1 1 42— 1 er er,. seine Ver⸗ folger in lauter tung ganz an vo en. * aber blieb bis es dunkelte in dem Rohr. Dann ee E, ing A im Walde weiter. zwei bis am er a eies Feld. Da erblickte er in der Nicht. das näher zu kommen schien. Er verbarg sich Baum an der Straße. Bald kam— 1 in dem der ihn entdeckte und anri der Herr Deulsch konnte ihm Hoffmann seine e 3 worauf der in sein Haus mitnahm. Es war ein Arzt aus dem nä der ihm andern Tags Bürgerkleidung gab, Binde anlegte und 5 einem Botenfuhrmann übergab. schöͤpfte jedoch auch Verda 2. wollte und Hoffmann wa 2 sprach. Bei einem Aufenthalt wußte 2 1 schlüpfen und kam 1 o zu Fuß zu ehem Regiment. — Morte. le. Frauffurt a. M. Viehhofmarktbericht vom 7. Auftrieb: Rinder 126(Ochsen 6, Bullen 1, Kühe und Färsen 11 Kälder 604, Schafe 280, Schweine 1901. auch zu ent⸗ Te Kälber und Schase ruhig, Schweine geringer Uebertand 25 See ebend · Schlacht · Kälber. Me. Mt. haben] Teinste Mastkälber 56256 88—93 Mittlere Mast- und beste Saugkälber. 46-50 78—85 Geringere Mast- und 245. Saugkälber. 40—44 68—75 eialimesi ele: 2 und füngere Masthammel 41—42 90—92 r bis on 935 bendgewicht 66.00—67.50 84.00-86.00 e— unter 80 kg —. 65.00—66.50 83.00—85.00 e von 100 bis 120 kg gewicht 67.00—68.00 84.00-86.00 Vollfleischige— von 120 bis 150 kg Lebend gewicht. 67.00—68.00 84.00— 86.00 1e. Wiesbaden, 7. Jan. Heu und 3 Auf dem heutigen Markt war weder Heu noch Stroh angefahren. 7 1 Man notierte: Haser 12,50 Mark. Alles r 0. ihm ein und er iert erst d so r. ihrer 2 mit und Kra Wie man auf— 2 der neuesten** nrit Verantwortli lleton“, Gerichtssaal 3 TI August Gotz. 8 wohn. in st Pferdestall, Burschen imer ete. 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