N * N ö 1 g 9 1 rl. * W 1. Opposition ms mit welchen Der Gießener erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; 3 wöchentl. Kreis- latt füt den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl Land: wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech⸗Anschlüsse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelledl Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gleßen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Gießen Seierl Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Freitag, 8. Januar 1015 Bezugsvreis: monatl. 75 Pf., viertel jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel ⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den volit. Teil Aug. Goetz für„Feuilleton“,„Ver mischtes“ und, Gerichts. saal“: Karl Neurath; für„Stadt und Land“: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck. Sortschritte im Westteil des Argonnenwaldes. Schlechtes Wetter, aber langsame Fortschritte im Osten. (BiB) Großes Hauptquartier, 7. Januar. ( Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplaß: Engländer und Franzosen setzten die Zerstö rung der belgischen und fran⸗ 58 Ortschaften hinter unscrer Front durch Beschießung ort. Nördlich Arras finden zurzeit noch erbitterte Kämpfe um den Besitz der von uns gestern erstürmten Schützengräben statt. Im Westteil des Argonnenwald es drangen un⸗ ere Truppen weiter vor. Der am 5. Januar im Ostteil des Argonnenwaldes(Bois Courtel Chaussee) erfolgte Angriff gelangte bis in unsere Gräben; der Gegner wurde aber nuf der ganzen Linie unter schwersten Verlusten wieder aus un⸗ serer Stellung geworfen. Unsere Verluste sind verhältnis⸗ mäßig gering. Westlich Sennheim versuchten die Fran⸗ zosen gestern abend, sich wieder in den Besitz der Höhe 425 zu setzen; ihre Angriffe brachen in unserem Feuer zusammen; die Höhe blieb in unserer Hand. Destlicher Kriegsschauplatz: Im Osten keine Veranderung. Die Fortfuͤhrung der Operationen litt unter der denkbar ungünstigsten Witterung. Trotzdem schritten un⸗ sere Angriffe langsam fort. Oberste Heeresleitung. *** Die Ritterlichkeit der Franzosen gegenüber ihren Fein— den ist in diesem Kriege vielfach in einem recht eigentümlichen Lichte erschienen. Alle Welt war z. B. empört über die Ver⸗ urteilung deutscher Aerzte wegen angeblicher Plünderung: das Pariser Urteil ist später aufgehoben worden, aber nun ist dieses schmähliche Verfahren gegenüber einer deutschen Kaval— lerie-Offiziers⸗Patrouille wiederholt worden. Einzelheiten über diesen Fall ersieht man aus einer der nachstehenden Mel- dungen. Beschränktheit und niedriger Haß sprechen aus dem Urteil gegen die deutschen Reiter, die doch wahrlich nur ihre Pflicht getan haben und wegen ihres tapferen Aushaltens in Muhsal aller Art auch das Mitgefühl und die Hochachtung des Gegners verdlent hätten. Wenn sie durch den Rückgang der deutschen Truppen unversehens abgeschnitten worden waren, so bestand doch keinerlei Verpflichtung, sich alsbald zu 1 Es ist ihnen vielmehr hoch anzurechnen, daß sie den Versuch machten, wieder zu ihren Kameraden zu stoßen. Sie waren durchaus noch als freie Soldaten zu behandeln, und wenn sie in ihren Bemühungen, dem Feinde zu ent⸗ kommen, alle kriegsrechtlichen Handhaben benutzten, so war das doch nicht ehrlos gehandelt, sondern im Gegenteil, auch in den Augen eines ritterlichen Gegners, mutig und tapfer. Run sind diese Braven zu Gefängnis verurteilt worden, weil sie einen Wagen in Anspruch genommen haben, um beim nächsten französischen Posten sich zu ergeben. Es ist wirklich der Gipfel französischen Edelmutes. Es heißt, die deutsche Regierung habe gegen dieses rechtswidrige Urteil Einspruch . U lassen, und wir hoffen, daß die Franzosen, wenn sie die Brille blinder Leidenschaft abgesetzt haben werden, zu ruhigerer Einsicht zurückkehren werden. Es liegt jedoch anscheinend Methode in diesen Schritten unserer westlichen Nachbarn. Der„M dazu für erforderlich hält, hat dienstlich Beweise dafür zu haben, 4. einer unerlaubten Gewaltmaßregel auf Grund der 3 3 5 * die Tatsache gestellt, daß die deutsche naue Angaben über die Zahl der Gefangenen macht! 7 0 1* der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 7. Jan.(WB. Nichtamtlich.) Amtlich wird veclautbart: 7. Januar nachmittags. An der ungarisch⸗ talizischen Front herrscht Ruhe. In den höher ge⸗ legenen Gebieten ist leichter Frost und Schneefall eingetreten. Am Dunajec und in Russisch⸗Polen stellenweise Geschütz⸗ kampf. Die im Karpathenvorlande der südlichen Bukowina Fance Sicherungstruppen wurden vor überlegenen feindlichen Kräften näher an die Hauptpässe zurückgenommen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Ein unlauteres Mittel des französischen Oberkommandierenden. kannt gegeben haben soll, er habe Beweise, alle a er schie . müssen. Joffre wird nach Bekanntgabe — 9 unserer Gefangenenzahlen Innere Reibungen in Frantreich. Berlin, 8. lleber innere Reibungen in Frankreich ard dem kung“ aus Genf berichtet Der Vewen der Konservativen gegen die Wieder⸗ Parlaments ist die Besoranis zu einer Inter⸗ 3 W 5 W 1 1 pellation über die Maßregelung einer großen Anzahl von Gene⸗ ralen, die in der radikalen Partei einflußreiche Freunde besitzen Ein Royalist befürwortet deshalb rückhaltlos einen Staatsstreich zur Abschaffung des Parlaments. Von den Schützengräben im Westen. Berlin, 8. Jan. Von der belgischen Grenze meldet die„Vossische Zeitung“ nach der„Times“: Fort⸗ währende Schnee- und Regenfälle haben den Kampf zwi⸗ schen den Schützengräben seit einigen Tagen so gut wie unmöglich gemacht. Auf beiden Seiten mußte man sich darauf beschränken, die Laufgräben wasserdicht zu halten. Nur die Artillerie blieb den ganzen Tag über bei der Arbeit. Deutsche Flieger. Berlin, 8. Jan. Zu dem Erscheinen deutscher Flieger an der Küste und über Verdun meldet die „Stampa“ aus Paris: Deutsche Flieger zeigten sich über Strazeele, das sie bombardierten, und über Hazebrouk, wo sie von englischen Fliegern verfolgt wurden, jedoch glücklich entkamen. Ein anderer Flieger schleuderte Bomben über Armentieres, die am Bahnhof explodierten. Wenige Stunden später wurde Armentiéres von Artilleriegeschossen heim⸗ gesucht. Mehrere Häuser sind stark beschädigt worden. Bei Verdun wurden die Forts von Bois Bourru von deutschen Fliegern bombardiert. London, 7. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Times“ melden: Deutsche Flieger erschienen heute wiederholt über Dünkirche n. Die Flieger kamen fünfmal in Sicht, aber sie flogen nicht jedesmal über die Stadt. Eine Granate einer in Firming aufgestellten Kanone explodierte in fünfzig Meter Abstand von einem deutschen Flugzeug und störte dessen Gleichgewicht, indem der Pilot sich durch schnelles Herabgehen in Sicherheit bri mußte. Zweimal stiegen Flieger der Verbündenr buff steein Franzose, dann der englische Kapitän Sampson, und vertrieben die deutschen Flieger. Einer der deutschen Flieger warf zwei Bomben über Dünkirchen ab, die aber keinen Schaden verursachten. Der Kommandant hatte mit Rücksicht auf den schweren Verlust an Menschenleben, den der letzte deutsche Fliegerangriff ver— ursacht hatte, durch Proklamation den Einwohnern emp⸗ fohlen, sich beim Erscheinen eines feindlichen Luftschiffes oder Flugzeuges in Sicherheit zu bringen. Zum Zeichen, daß Ge⸗ fahr aus der Luft drohe, wurde auf dem Kirchturm eine blau-weiße Flagge gehißt. Bald waren daher die Straßen verlassen. Eine schamlose Kriegsjustiz der Franzosen. Berlin, 7. Jan.(Ctr. Blu.) Am 6. September wurde eine deutsche Kavallerie⸗Offiziers⸗ Patrouille unter den Leutnants v. Schierstädt vom Garde⸗Kürassier⸗Regiment und Graf Strachwitz vom Regiment der Gardeducorps mit den Unteroffizieren Pelz, Jenkisch, Mauer und Botger mit einem Auf⸗ trag gegen Fontainebleau 80 Kilometer vor die Front vorgetrie⸗ ben. Als diese Patrouille nach Erledigung ihres Auftrages zurück⸗ wollte, war inzwischen die Rückwärtsbewegung der deutschen Trup⸗ pen von der Marne⸗Linie zur Aisne erfolgt, und sie befand sich hinter der französischen Armee. Im zufälligen Zusammenstoß mit dem Feinde verlor die Patrouille bald ihre gesamten Pferde. Drei Wochen lang versuchte sie nun durch angestrengte Fußmärsche die deutsche Armee zu erreichen. Der„Lokalan zeiger“ veröffent⸗ licht in zwei Briefen Mitteilungen über die Strapazen, die dabei die Offiziere und Unteroffiziere aushalten mußten. In dem einen Brief heißt es:„Immer hofften wir, daß die Deutschen die Marne wieder überschreiten würden, und so lebten wir drei Wochen. Am Tage versteckten wir uns in den Wäldern und in der Nacht mar⸗ schierten wir. Oft dachten wir, es gehe nicht mehr, da die meisten von uns schon barfuß waren, wir leinen trockenen Faden am Leibe und nichts zu essen hatten. Tagelang lebten wir von gefundenem Obst und dem Wasser, das wir auf der Straße fanden. Manch⸗ mal gingen wir in Häuser hinein, wo uns die Leute für Engländer hielten und uns Brot, manchmal auch Kartoffeln gaben.“ Dann erzählt der Briefschreiber, daß die Bauern mit Schrot auf sie ge⸗ schossen hätten und daß sie schließlich am 26. September, als sie ihre Sachen etwas hätten trocknen wollen, von den Franzosen im Walde überrascht worden seien. Leutnant von Schierstädt erhielt einen Schuß durch den Oberschenkel, auch Graf Strachwitz wurde leicht verwundet. Da der erstere bald nicht mehr konnte, entschloß sich die Patrouille, von der ein Mann nur noch im Hemd und ohne Schuhe war, sich beim nächsten Posten zu ergeben. Die Leute nahmen einen Wagen und Pferde und fuhren zum nächsten fran⸗ zösischen Posten. Sie wurden gefangen genommen und nach Cha⸗ lons befördert. Nun aber geschah etwas Unglaubliches, und da⸗ rüber berichtet Lt. v. Schierstädt in folgendem, von der Zensur durchgelassenen Brief:„Man stellte uns vor ein Krie gsgericht und verurteilte uns wegen Plünderung und Zerstörung von Hinder⸗ nissen zu 5 Jahren Gefängnis. Leutnant Graf Strachwitz hat über diese Verurteilung in die Heimat berichtet:„In Chalons vor ein Kriegsgericht gestellt wegen Zerstörung feindlicher Hin- dernisse und wegen Plünderung, deren man uns ohne wei⸗ teres anklagte, wurden wir zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt,“ und er fügt den kurzen Satz hinzu:„Wir hatten unsere Pflicht bis zum letzten Augenblick getan. 9 das dafür!“ Der„Lokal- Anzeiger“ bemerkt zu diesem Brief: Trotz der Zurückhaltung, die sich die beiden Offiziere in ihren Briefen infolge der Zensur, die französischerseits ausgeübt wird. auferlegen mußten, tritt der schwere Völkerrechtsbruch, der hier von dem französischen Kriegsgericht begangen wurde, deutlich her⸗ vor. Es ist nicht ersichtlich, welche Strafrechtsbestimmung so lange verdreht wurde, bis der„Fall“ dieser deutschen Patrouille unter sie hinuntergepreßt werden konnte. Das ist auch belanglos. In der Lage, in der sich die Patronille befand, war ihr Führer ab⸗ solut berechtigt, auch ohne Requisitionsschein, auch heimlich oder mit Gewalt alles, was zu ihrer Lebensnotdurft erforderlich war. zu nehmen, seien es Lebensmittel(hier Fallobst), sei es der Wagen, auf dem die Marschuntüchtigen weiterbefördert wurden, Zerstörung von Hindernissen gar! Man traut seinen Augen nicht, wenn man liest, daß Angehörige der feindlichen Kriegsmacht um dessentwillen verurteilt wurden, was ihre militärische Pflicht ist. Es ist kein Wort scharf genug, um den Frevel dieses französischen Völkerrechts⸗ bruchs zu brandmarken! Die Lage im Osten. Wien, 7. Jan.(WTB. Nichtamtlich) Das„Fremden⸗ blatt“ hebt hervor, daß der Vorstoß der Russen gegen den Südflügel der Verbündeten bislang keinerlei Erfolg gehabt habe, daß er schwere Verluste verursacht und ebensowenig taktisch wie strategisch etwas ausgerichtet habe. Die Ver⸗ bündeten hätten nach wie vor die Zügel der Geschehnisse in der Hand und setzten ihre operativen Absichten mit zäher Energie und großer operativer Gewandtheit durch. Das dankten sie vor allem ihrem einheitlichen Zusammenarbei⸗ ten. Während auf dem Südflügel der Anprall der russischen Massen an einem starken Damm zerbrande, dringe im Norden das deutsche Schwert immer tiefer in den Leib des Gegners. Da der Sucha ⸗Abschnitt parallel zur Rawka, durchschnittlich 10 bis 15 Kilometer von ihr südöstlich sich hinziehe, sei der deutsche Vorstoß um eben so viel weiter ostwärts gedrungen und neuerlich ein Keil in die russische Widerstandskraft getrieben worden, die in ihrem Gefüge aufgelockert und zermürbt würde. An die Meldung der„Basler Nachrichten“ über die Weihnachtsruhe der russischen Garden anknüpfend, meint das„Fremdenblatt“, daß hiermit nur die Tatsache des erzwungenen Rückzuges, vielleicht sogar der völligen Er⸗ schöpfung der Kampfkraft verschleiert werden solle. Die weitere Meldung aus derselben Quelle, daß aus Rußland neue Regimenter in den Raum von Warschau vorgeschoben würden, bedeute ein Zugeständnis, daß die Kä a nördlichen Flügel der Russen bereits ungeheure gekostet und daß sich die fortschreitende Eindrückung des 7 rechten Schlachtflügels der Heeresleitung stark fühlbar mache. Eine andere Frage sei es, ob die neuen russischen Regimenter einen vollwertigen Ersatz für die Verluste be⸗ deuteten und ob sie angesichts der andauernden Verschär⸗ sung der taktischen und operativen Verhältnisse noch eine Wirkung haben könnten. Berlin, 8. Jan. Von der galizischen Front heißt es in einem Drahtbericht des Kriegsberichterstatters der„Vossischen Zer⸗ tung“: In Südpolen, Galizien und in den Kar⸗ pathen läßt das gegenwärtige schlechte Nebel⸗ und Regen⸗ Rafe. Operationen nicht zu. Vor Przemysl herrscht völlige the. N Von den württembergischen Truppen. Stuttgart, 7. Jan.(WTB. Nichtamtlich) Anläß⸗ lich des Jahreswechsels hat der Kommandeur der 27. Di⸗ vision, Graf v. Pfeil, an den König folgendes Tele⸗ gramm gerichtet: An Seine Majestät den König von Württemberg. Bitte Ew. Majestät und Ihre Majestät die Königin die alleruntertänigsten Glück- und Segenswünsche zum Jahreswechsel namens der 27. fanterie⸗Division aussprechen zu dürsen und melde, daß gestern und heute auf der ganzen Front der Division scharf angegriffen und ein großes Stück vorgerückt wurde. Gegner sehr schwere Vexluste. 550 Gefangene blieben in den Händen der überaus tapferen Trup⸗ pen. Gez. Graf v. Pfeil. Der König erwiderte hierauf: Exzellenz Generalleutnant v. Pfeil und Klein⸗Ellguth, 27. In⸗ fanterie⸗Division. Die Königin und Ich dauken herzlich und sen⸗ den unsererseits eine Fülle von wärmsten Wünschen und für Sie und Ihre bewundernswerte Diwision, sehr beglückt durch die gute Botschaft von neuen erheblichen Fortschritten. Gott helfe uns weiter Gez. Wilhelm. *** Die Arbeit des Hilfskreuzers„Kronprinz Wilhelm“. London, 7. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter⸗ sche Bureau meldet aus Las Palmas: Die Schiffe, die der deutsche Hilfskreuzer„Kronprinz Wilhelm“ versenkl hat, sind die französischen Dampfer„Bellevue“ und„Man⸗ tagel“, sowie die Segelschiffe„Union“ und„Anne de Tre⸗ tagne“. Baumwolle nicht als Konterbande erklärt. (WB.) Berlin, 7. Jan.(Nichtamtlich.) Die ameri⸗ kanische Botschaft in Berlin hat von der Regierung in Washington die Mitteilung erhalten, daß seitens der eng⸗ lischen und französischen Regierungen die Versicherungen abgegeben worden seien, Baumwolle nicht auf die Liste der als Konterbande erklärten Artikel zu setzen und Baum⸗ wolladungen nicht kapern zu wollen. Baumwolle kann des⸗ halb in neutralen Schiffen nach Deutschland eingeführt werden. Steigender Mehlpreis in England. London, 7. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Mehl- preis ist um einen weiteren Schilling gestiegen, so daß der Sack jetzt 42 Schilling kostet.— Der Glasgower Dampfer „Astarte“ ist nach einem Zusammenstoß im Murwey ge⸗ sunken. Die Ausfuhr von RNindfleisch aus Australien. London, 7. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Times“ melden aus Sydney: Große Exporte von Rind fleisch nach den Vereinigten Staaten haben einen M angel an Fleisch verursacht. Auf die Regierung wird ein starker Druck ausgeübt, um die Ausfuhr von Rindfleisch— außer nach Großbritannien und den verbündeten Ländern— zu verbieten. Ein anderer Ausweg wäre der zwangsweise An⸗ kauf von Rindfleisch durch die Regierungen der australischen Staaten. Anerkennung der schweizerischen Tätigkeit. Bern, 7. Jan. WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Schwei⸗ — 4 Tepeschenagentur. Der deutsche Gesandte und der fran⸗ ü Botschafter benutzten die Gelegenheit des Neujahrsem p- sanges, um dem Bundes rat zu Händen des Bundes prastdenten den wärmsten Tank ihrer Regierungen für die in der Schweiz bei Beginn des Krieges ins Leben gerufenen Bestrebungen zur Lin⸗ derung des Loses der vom Kriege Betroffenen auszudrücken. Ter deutsche Reichskanzler sprach in einer sehr herzlich gehal⸗ tenen Note dem Bundes präsidenten anläßlich der zum Abschluß kommenden Heimschaffung internierter Zivilpersonen den Dank für die Leistung des betreffenden Burcaus und anderer men⸗ schenfreundlicher Bestrebungen unseres Landes im Namen des beutschen Volles aus und brückte den Wunsch aus, daß die Schwei⸗ zerische Eidgenossenschaft auch fernerhin dem schönen Ziele nach⸗ gehen könne, die Schrecknisse des Krieges durch die Betätigung ausgleichender und versohnender Nächstenliebe zu mildern. Englische Willtür gegen dänische Schiffe. Kopenhagen, 7. Jan.(WTB. Nichtamtlich.)„Ber⸗ lingskle Tidende“ schreibt: In den hiesigen Ar herrscht große Erregung über das rigoro Vor- . Englands gegen dänische Schiffe. Die in n Weihnachtstagen angehaltenen Dampfer der Vereinig⸗ ten Dampfschiffahrtsgesellschaft„Kentucky“,„Virginia“ und „Arkansas“ sind, trotzdem bei sämtlichen Dampfern die Papiere vollständig klar waren, bis heute noch nicht frei⸗ gegeben worden. Auch einige andere Schiffe werden noch 7 und Teile der Ladung beschlagnahmt. Diese ltürlichen Handlungen verursachen der hiesigen Schiff⸗ fahrt den größten Schaden. Englisch⸗ameritanische Streitfragen. London, 7. Jan. WTB. Nichtamtlich.) Die„Times“ melden aus Washington: Die durch die amerikanische Regierung fene Maßregel dre Untersuchung von Ladungen durch Zoll⸗ te ist natürlich nichts Volltommenes. Selbst wenn diese Maß⸗ regel in allen Häsen eingeführt wird, wird sie freiwillig und keine Verpflichtung sein. Es wird sehr schntierig sein, sie obligatorisch einzuführen, aber sie wird als ein geschichler Schritt in einer gu⸗ ten Richtung betrachtet. Diese Verbesserung in der Kontrebande⸗ tritt unglücklicherweise in dem Augenblick ein, wo Anzeichen vorhanden sind, daß andere Schwierigkeiten auf dem Handelsgo⸗ biet auftauchen Ter Ankauf deutscher Schuffe ist neuer⸗ dings auf die Tagesordnung gesetzt worden, vielleicht in der Ab- sicht, grundsätzlich festzustellen, ob amerikanische Bürger beruhigt solche Schiffe kaufen. Die Regierung hat einige Amerikaner er⸗ mächtigt, den Hapagdampfer„Tacia“, der in Port Arthur(Texas) liegt, anzukaufen. Ter neue Eigentümer soll beabsichtigen, eine g Baumwolle nach Bemen zu verschafsen. Man ist gespannt, ob England Einspruch erheben wird. Die Frage des Ankaufs von Schifsen durch den Staat ist durch einen vaxlamentarischen Coup brennend geworden. Die Senatoren Lodge und Root erhoben schar⸗ sen Widerspruch, den politischen Freunden des Präsidenten gelang es jedoch, den Senat für einen Gesetzentwurf zu gewinnen, der den Ankauf von Schiffen vorsieht. Man glaubt, daß, falls der Entwurf angenommen werden sollte, die britische Regierung energisch Ein⸗ spruch erheben wird. g Berlin, 7. Jau.(ctr. Blu.) Aus Kopen berichtet der „Berl. Lokalanz.“: Der Korxespondent der„Morningpost“ telo⸗ phiext seinem Blatte nach London, daß die Unionregierung von 2 Botschafter in London einen Bericht erhalten habe, worin der Hauptinhalt der Antwort Greys auf die Note rikas mitgeteilt wird. In der Frage des Rechtes der eng⸗ Marine zur Durchsuchung amerikanischer Schiffe hält die brit sche Regierung an ihrem Standpunkt fest. Sie lann ferner nicht dem amerikanischen Standpunkt zunimmen, daß England nicht berechtigt sei, gewisse Artikel von der Liste der bedingten Konter⸗ bande auf die Liste der unbedingten Konterbande zu überführen. Die Antwortnote wird noch im Laufe der Woche in Washington ** * Der Ausstand in Albanien. Rom, 7. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Wie„Giornale d'Italia“ aus Valo na gemeldet wird, nehmen die dort ge⸗ landeten italtenischen Truppen geeignete Verteidi⸗ . ein. Mehrere Personen, die ohne ein ordent⸗ iches Gerichtsverfahren ins Gefängnis geworfen waren, wurden freigelassen und der A T übergeben. In Du⸗ razze wird die Lageimmerernster. Die dorthin gelang⸗ ten Nachrichten über Essad Pascha sind besorgnis⸗ erregend. Es wird für sein Leben befürchtet, falls er in die Gewalt der Insurgenten gerät. Rom, 7. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Agenzia Stefani“ meldet aus Durazzo vom 6. Januar, 9 Uhr vor⸗ mittags: Ein kleiner, von den Höhen von Rasbul ausgegan⸗ gener Angriff, der von Essad Pascha geleitet wurde, war von Erfolg gekrönt. Zwei Häuser gingen in Flammen auf. Der Kampf endete um 10 Uhr 30 Minuten.— Am Nach⸗ Reer es traf der geschütztegriechische Kreuzer„Helli“ 'er ein. ** * Die Kämpfe im Kaukasus. Berlin, 8. Jan. Zu den Kämpfen im Kaukasus schreibt General Corsi in der römischen„Tribuna“, daß weder die Türkei noch die Russen große Erfolge davontragen könnten. Die ganze geographische Lage wie die spärlichen Eisenbahnen und Straßen spraͤchen dagegen. Rußland habe* einige Vorteile, die ledoch nicht boch anzuschlagen seien. Das Kaukasusgebirge verhin⸗ dere große militärische Operationen. Die Türken in Nordpersien. Konstantinopel, 7. Jan. Die Operationen der Türken im Gebiet des Urmia- Sees schreiten weiter fort. Westlich des Sees dringen die Türken gegen Salmas vor. Oestlich des Sees bedrohen die türkischen Truppen, die sich des Ortes Me⸗ jandnab bemächtigt haben, die Straße nach Täbris. Die Rückzugs⸗ linie der Russen von Mejandnab wird auch dadurch beunruhigt, daß die Türken sich der Sudder 8 auf dem Urmia-See bemächtigt 1 und so auch Herren der Ostseite des Sees, wo die Straße nach äbris ziemlich nahe vorbeiführt, sind. Odessa nach Kriegsausbruch. Wien, 7. Jan. WTB. Nichtamtlich) Die„Neue Freie e“ veröffentlicht die Schilderung eines auf U aus essa nach Wien gelangten Großhändlers. Ueber die Vorgänge in a während des Kriegsausbruches berichtet dieser Großhändler: Der Kriegsausbruch war das Signal zur fanatischen Verfol⸗ gung aller Oesterreicherund Deutschen, von denen es in Odessa und Umgebung etwa 10 000 gab, insbesondere aber der letzteren. Etwa 560 Oesterreicher und Deutsche wurden deportiert. 5. Handel der Stadt stockt vollkommen Von den etwa nwohnern ist ein Drittel arbeitslos und der Not preisgegeben. s gesellschaftliche Leben ist vollkom⸗ men ins Stocken geraten. Was den Deutschen angetan wor⸗ den ist und noch angetan wird, ist buchstäblich furchtbar. Nur ein Beispiel aus der endlosen Reihe der Kabalen sei erwähnt. In e eee de Regal Dantes Ae ein garischer. Der Konsul veran li zugunsten der Zwecke des Vereins Sammlungen. Als der— ausbrach, fand man auf dem Tisch des Konsuls die Liste von Spen⸗ dern, über 80 Namen von Deutschen, sämtliche Personen hochan⸗ gesehene reiche Kaufleute, waren verzeichnet. In Rußland exi⸗ stiert nun die Verordnung, daß keinerlei Sammlungen ohne Zu⸗ stimmung des Gouverneurs veranstaltet werden dürfen. Möglicher⸗ weise hatte nun der deutsche Konful vergessen, die Samml ——— des Flottenvereins anzuzeigen. Die Folge dieser Un⸗ assung war, daß 83 Deutsche nach Auffinden der Liste ver ⸗ haftet undeingekerkert wurden, um unter der Anklage des Hochverrats demnächst vor das Gericht gestellt zu wer⸗ den. Kein russischer Advokat will die Verteidigung der Deutschen übernehmen. Alle Herren des Konsulats wurden eingekerkert und befinden sich auch jetzt noch in Daft. Wie verlautet, sollen die Beumten nach Kriegsausbruch drahtlose Ver⸗ ftändigung mit Deutschland geführt haben. In allen öffentlichen Lokalen befinden sich Anschläge, in denen das Deutschsprechen unter Androhung einer Strafe von 3000 Rubel für den ersten Fall verbeeen wird. Korrespondieren in deutscher Sprache ist ver⸗ boten. Hunderte von Spionen umlauern die Deutschen, um Ueber⸗ tretungen dieser Bestimmungen zur N zu bringen. Eine neue furchtbare Maßregel betrifft die in Südrußland an⸗ gesiedelten deutschen Kolonien. Gegen sie ist kurzer⸗ band ein Gesetz erlassen worden, demzufolge ihre Güter ver⸗ kauft werden müssen. Man beraubt sie so des Bodens, den sie durch Generationen hindurch besaßen. Die Banken sind beauf⸗ tragt, ihnen jeden Kredit zu entziehen. Sie müssen ihre Schul ⸗ den augenblicklich liguidieren und sollen in den Ruin getrieben werden. Da dieses Gesetz unter den zahlreichen in der Armee dienenden Soldaten deutscher Nationalität ungeheure Exbitterung erweckte, so ist es kürzlich dahin gemildert worden, daß nur die Russen deutscher Nationalität, die nach dem Jahre 1885 Boden erworben haben, von diesem Gesetz betrofsen werden sollen. Noch dralonischer sind die Maßregeln gegen die Juden. Selbst hier, wo man von der Wahrheit vollständig abgesperrt ist, fand man instinktiv heraus, daß England die Schuld an dem Welt⸗ brand zufalle, und der Haß gegen die Engländer ist allgemein. In schrecklichem Zustande von der Front zurückgekehrte Soldaten erzählen die baarfträubendsten Sachen und fachen die allgemeine Wut gegen den Krieg noch mehr an. In russischen Kreisen herrscht Verbitterung, Kleinmut und wahre Hochachtung vor den deutschen Leistungen. 3 Aus dem Reiche. Der Geburtstag des Königs von Bayern. München, 7. Jan(WTB. Nichtamtlich.) Der Ge⸗ burtstag des Königs ist, der schweren Zeit entsprechend, in ernster, würdiger Weise gefeiert worden. Vormittags empfing der König die Gratulationsbesuche des Fürsten von Hohenzollern und mehrerer Mitglieder der Königlichen Familie und wohnte dann dem Gottesdienste in der rauenkirche bei. Nachdem der König die Glückwünsche der übrigen Mitglieder des Königshauses entgegengenommen 3 fand im Kapitelssaal der Residenz Familientasel att. Später fuhr der König in einem vierspännigen Wagen die Front der Truppen des Standortes München ab, die in der Ludwigstraße Aufstellung genommen hatten. Die Universität und die Technische Hochschule feierten den Tag 31 Als König Ludwig mittags in einem offenen Wagen zur Besichtigung der Paradeaufstellung der Ersatztruppen⸗ teile des Standortes München fuhr, wurde er von dem Publikum stürmisch begrüßt. An dem Denkmal König Lud⸗ wigs I. entstieg der König dem Wagen. Trotz heftigen . schritt der König, begleitet von dem Prinzen Leo⸗ pold und anderen Fürstlichkeiten, darunter der Fürst von Hohenzollern, die Fronten der Truppen ab. Der Gruß an die Mannschaften wurde überall mit einem kräftigen „Guten Tag, Majestät!“ erwidert. Die am äußersten Flü⸗ gel beim Sieges tor aufgestellten verwundeten Soldaten, die am Ausgehen nicht behindert sind, empfingen den König mit einem freudigen Hurra. Der König verweilte — längere Zeit und richtete, umgeben von dem Offizier⸗ orps, an dieses und an die Verwundeten eine kurze, ker⸗ nige Ansprache, in der er seine besondere Freude dar⸗ über aussprach, daß gerade die Bayern sich bisher so tapfer eschlagen hätten. Der König verabschiedete sich von den ruppen mit den Worten:„Nun Gott befohlen!“ und fuhr dann unter den lebhaften Rufen des Publikums nach dem Wittelsbacher Palais zurück. Eine Stiftung. Berlin, 8. Jan. Laut„Berl. Tageblatt“ spendeten in Augs⸗ burg die Familien v. Forster und v. Schmied 50000 Mark zur Ausrüstung eines neuen Lazarettzuges. Aus Stadt und and Gießen, 8. Januar. 1915. * Ritter des Eisernen Kreuzes: Feldwebel Dörr, 2.(Mörser⸗) Batt. Fußart.⸗Regt. 18, aus Gießen. Leutn. d. R. Stadtbaumeister Heinrich Kalbfleisch, Landw.⸗Inf.⸗Regt. 75, aus Gießen. Hauptmann Kreisamt- mann R. R. Jann in Fri g. Kriegsfreiw. Seibel aus Okarben. Gefr. Rudolf Bachmann aus Södel, Inf.⸗ Regt. 168. Einj⸗Uffz. Wilh Waldschmidt aus Weßlar, da Regt. 167. Vizeseldw. Neuhof aus Biskirchen, Jäger⸗ at. 3. Gefr. Heinrich Feyh aus Staufenberg, 18. Res.⸗ San.⸗Komp. Gefr. d. R. Wilh. Dörr, Vizefeldw. d. R. Hermann Kneipp, Off. Stellv. Heinrich Roth aus Langs⸗ dorf. Obergefr. Fürbeth aus Weilburg, Eisenb.⸗ 9 Regierungsbauführer Wilh. Huth aus Schaded, ize⸗ seldw. d. R. im 1. Bayr. Fußart.⸗Regt. Hauptmann Her⸗ bert Schultz aus 4 Klasse). Dr. Hermann Moegenburg aus Ma„Bizewachtm. und Off.⸗ Stellv. bei der schweren Feldhaubitz⸗Batt. 23. Oberleutn. d. L. Martin aus Marburg, Landw-Inf.⸗Regt. 83. Gefr. d. R. Hugo Merkel, Kraftfahrer bei der Feld⸗Flieger⸗ abt. 30, und Uffz. im Inf-⸗Regt. 88 Hermann Zentgraf aus Biedenkopf. Fahrer Höll, Feldart.⸗Regt. 61, 1. Batt. Pionier Karl Hedrich aus Lauterbach. Jäger Oskar Finke aus Kassel, Jägerbat. 11(inzw. gestorben). Uffz. d. R. Reinhard Müller aus Kirchgöns, Inf.⸗Regt. 168. Landw⸗Gefr. Simon May aus Büdingen, Fußart.⸗Regt. 14. Heinrich Kaiser aus Fauerbach b. Nidda, 3. Bayr. Ersatz⸗ R Gefr. Karl Schäfer aus Naunheim, 2. Garde⸗ F. Gefr. Gustav aley aus Reichelsheim i. d. W., Ref-Inf-R t. 116. Wehrmann Karl Klein aus . chel⸗ — i. d. W., Res.⸗Inf.⸗Regt. 116. A arrer Flöel aus Friedberg. Feldw. Karl Markart aus Maul⸗ ba — Major Großmann, einer der bekanntesten und beliebtesten Offiziere unserer Garnison, der am längsten wir erst heute erfahren, mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl. und der Hessischen Tapferkeitsmedaille aus⸗ et. Er ist chen zum Oberstleutnant befördert N und führt als solcher das Infanterie⸗Regiment „ Nititärische Vorbereitung der Jugend — Uebungen 2 8—.— im— 7. mit ieren im in mpagnie interen Deu des Tricbs i en Anfang. Die Entwickel⸗ 8 von seinen Kameraden in Gießen ansässig ist, wurde, wie] Fa Uebung findet nächsten Sonntag statt. ist der Hof der Zeughauskaserne. Vor dieser noch Anmeldungen älterer Teünehmer entgegengenommen. Da die jüngeren Jahrgänge des ungedienten Landsturmes und die Rekruten, die dieser Tage ausgehoben wurden, wohl in Kürze einberusen werden, ist diesen drin ¹ f„ diese günstige Gelegenheit der Vorbi nch vorübergehen zu lassen und sich am—.— anzu⸗ melden. Bei der hier geübten Ausbildungswei inen ine! für den späteren Dienst gegeben, die ihnen die eigentliche Ausbildung wesentlich erleichtert. Das Opfer, das sie sich in dieser schuweren Zeit damit auferlegen, ist außerordentlich gering gegenüber den großen die unsere tapferen Soldaten für das Vaterland in Feindes⸗ land bringen. Ein Feldmaschinengewehrzug, der am 18. Jan aus tüdlt, ist, wie ex uns schreibt,„ganz auf sich selbst angewiesen⸗ da er zu keinem Regiment zählt.“ Er hegt deshalb die natürliche Befür tung, man möge seiner bei der Liebesgabenversorgung nicht gedenken. Da er min zum größten Teil aus Oberhessen be⸗ steht, die schon einmal als 116er im Felde standen, bittet er uns, seinen Wunsch nach Liebesgaben und seine Adresse der Heimat be⸗ kannt zu geben: Feldmaschinengewehrzug B der 5. Kom ie des Masch.⸗Gew.-Lehrkursus vom Leibgarde⸗Regiment 115, 3. Zt. Dö⸗ beritz dei Berlin. 0 e Heeteslieferungen. Ja der Handels⸗ lammer in Gießen von der stellvert t den Königlichen ntendantur des 18. Armeekorps in Frankfurt a. M. zugegangenen Mitteilung werden wollene Decken nur noch von der stell⸗ vertretenden Intendantur des 3. Armeekorps in Berlin für den gesamten Heeresbedarf angekaust. Dagegen werden von den einzelnen Lokalverwaltungen die Wäscheausstattungen be⸗ schafft. So wird in den nächsten Ta die Wäsche- und Geräte ausstattung für das neu zu eücte Cefan in Worms zur Ausschreibung gelangen. Die ausschrei Stelle ist die Garnison-Verwaltung Worms. Weizenmehlfrage und Konditoreien. Eine Zuschrift, der wir in unserer gestrigen Nummer Raum gaben, wandte sich u. a. gegen die zu reichliche Verwendung von Weizenmehl in den Konditoreien. Zu diesem Gegenstand schreibt man uns heute von sachver er, nicht interessierter Seite folgendes:„Die fünf in Gießen in Frage stehenden Konditoren verbacken das Jahr hindurch etwa 450—500 Zentner Weizenmehl. Zur Herstellung von Konditoreierzeugnissen wird weniger Mehl als Butter, Eier und Zucker verwandt. Aber auch im Konditoreibetrieb könnte man den Weizenmehlbedarf einschränken, durch Zusatz eines Streckungsmittels, was auch geschehen wird. Uebrigens ist in 5 8— 1 an r fei und 7—.— in unserer Stadt erheblich en früher zurül angen, wie überhaupt der Besuch der ener Cafés seit dem Frege ausbruch sich stark verringert hat. Würde man den Betrieb der Konditoren durch Maßnahmen erheblich einengen, so würde man leicht das Kind mit dem Bade ausschüt⸗ ten, weil damit eine Anzahl Gehilsen und Hilfsarbeiter brotlos würden und weil die Konditoreien vielleicht ihre Ge⸗ schäfte ganz einstellen müßten. Eine zwingende!— leit, dies herbeizuführen, liegt aber bisher in Deutschland nicht vor. Soviel Mehlvorräte haben wir immer int Lande, um den Konditoreien die Möglichkeit der Existenz ge⸗ währen zu können. Dagegen muß das Backen von Kuchen aus Weizenmehl in den Privathaus haltungen auf⸗ hören oder mindestens recht stark eingeschränkt werden.“ Von verschiedenen Seiten werden wir weiterhin darauf aufmerksam gemacht, daß in zahlreichen Privathaushaltun⸗ gen Weizenmehl in großen Mengen zentnerweise auf⸗ estapelt wird, das unmöglich nur zu notwendigen en dienen kann, sondern in erster Linie dafür bestimmt ist, zu den hnten Kuchen und Backwaren verwandt zu werden. Daß hierdurch dem Markte erhebliche Quanti⸗ täten entzogen werden, liegt auf der Hand, und die Mah⸗ nung, Verzicht auf solchen Luxus 45 leisten, erscheint in diesem Zusammenhang noch berechtigter. * Unsere Bäck ermeister waren gestern versammelt, um sich über die neuen Maßnahmen, die durch die Bundes⸗ ratsverordnung zur Streckung des Mehl- bezw. Backwaren⸗ vorrats für das Bäckereigewerbe zu ergreifen sind, zu beraten. Der Versammlung wohnte im Auftrage der Bürgermeisterei Sekretär Mosig bei. Professor Dr. Skalweit hielt der Versammlung einen interessanten Vortrag über die Not⸗ wendigkeit der vom Bundesrat angeordneten Maßnahmen. Obermeister Deibel wies darauf hin, daß, wenn die Kollegen im ganzen Reich bereits seit 1. Dezember, wie vorgeschlagen war, Kartoffelzusatz verbacken hätten, die Anordnung des Bundesrats, die zweifellos in das Gewerbe hart eingreift, wohl kaum gekommen wäre. Leider habe sich die Not⸗ wendigkeit des behördlichen Zwanges im Interesse der Volktzernährung während des Krieges ergeben, und das Ge⸗ werbe müsse sich damit abzufinden suchen, so gut es geht. Man desprach nun eingehend, in welcher Weise die Meister — für die Folge das Geschäft organisieren können. Es wurden verschiedene Vorschläge gemacht und man beschloß schließlich, sich erst in einer neuen Versammlung am 12. dieses Monats schlüssig zu machen. 0 * Gemeindestener⸗Rückstände. Unter den heutigen amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Gießen befindet sich auch die Mahnung für das 4. Ziel Gemeindesteuern und ren für das Ri. 1914. Die Zahlung kann noch bis zum 16. Januar 1915 obne Kosten bei der Stabtlasse renden Ablauf dieser Nn die Beitreibung, wobei Pfündu werden. 1 * Von der Stadtverordnetenversamm⸗ lung. Die heutige Ausgabe des Kreisblattes en die Bekanntmachung des Gesetzes betr. das Außerkraft⸗ treten von Vors alten der Städte ⸗ und ndeord⸗ nung, auf das wir in unserem gestrigen Artikel über die Stadtverordnetenversammlung Bezug nahmen. ** 1 Fi 78 5 0 am 6. Januar ds. Is. an Landes⸗ base Pessester Wr. bl. Teber en ee Inspektor des Naturalienkabinetts an dem Landesmuseum den Privatdozenten Dr. Wilhelm Kleberger außerordentlichen Professor bei Ibach Karl Steul zum—— wit » Von der Handelskammer. Bei dem ung der Schül⸗ e 2 a t ne e een mentritt der Großherzoglichen Handelska der erfolgten Neuwahl wurden als Vorsitzender * * N 1 merzienrat Heichelheim, als dessen erster Stellvertreter 1 Kommerzienrat Schirmer und als zweiter Stellvertreter Kommerzienrat Grünewald⸗Alsfeld wiedergewählt. Als ö ner wurde Kaufmann Röhr wiedergewählt. Marcell⸗Salzer⸗Abend. In ernster Zeit meldet diesmal Marcell Salzer seinen Besuch an. Am 15. wird er, wie schon bekannt gegeben, seinen vielen Freunden 2 175 zu großer Freude, im Stadttheater seinen Vater⸗ ändischen Abend mit zeitgemäßem Ernst und Humor bvperanstalten. Und wer wäre wohl berufener als Salzer, der große Meister des Vortrags, uns Dichtungen und Erzählun⸗ n, die die große 50 hervorbrachte, näher zu bringen. In Berlin, Hamburg, Leipzig, Breslau usw. fanden diese Abende ausverkaufte Häuser und die Presse rühmt einmütig den großen Erfolg, den Salzer auch hiermit erreichte. Wohltätigkeitskonzert. Uns wird geschrie⸗ ben: Die Vorbereitungen zu der von hiesigen Gesang⸗ vereinen vorgesehenen vaterländischen Kund⸗ gebung sind in vollem Gange. Die Gesangsproben, von denen die nächste wieder am kommenden Samstag abend im e stattfindet(s. Inserat), werden fleißig besucht. eister Franz Bauer, der Unermüdliche, leitet die Chöre mit oßer Hingabe, freudig und willig folgen die Sänger seinen nordnungen. Die Leitung der ganzen Veranstaftung, die 1 l. am 31. Januar stattfindet, liegt in bewährten Händen. Da auch die Auswahl der vaterländischen Chöre und Musikstücke sehr glücklich genannt werden kann, so verspricht 95 e Konzert den Teilnehmern einen vollen Genuß. Den 100. Geburtstag begeht morgen Fräulein Bertha von Grolmann, Neuen Bäuen 21, soviel wir wissen, die älteste Einwohnerin unserer Stadt. Fräulein von Grolmann wurde am 9. Januar 1816 in Gießen geboren. 0 Der Kalender des„Gießener Anzeigers“ wird den Postabonnenten mit der heutigen Ausgabe zu— gestellt. 25 2 Landkreis Gießen. Langsdorff, 8. Jan. Vom hiesigen Turnverein sind 52 Mitglieder zum Heere einberufen Vier von ihnen sind bereits gefallen, fünf wurden mit dem Eisernen Kreuz aus- gezeichnet, nämlich Vizefeldwebel Otto Ludwig, Hermann e Offizierstellvertreter Heinrich Roth, Unteroffizier ilhelm Ullrich und Gefreiter d. R. Wiehelm Dörr. Die hessische Tapferkeitsmedaille erhielt Kanonier Willy Bender. Londorf, 6. Jan. Der mit dem Eisernen Kreuz am Weihnachtssest ausgezeichnete Peter Stier von bier ist Vize Feldwebel im Generalkommando des 18. Reserve-Armeekorps. 5 Kreis Friedberg. b Nieder ⸗Ros bach, 7. Jan. Auf ossener Straße exvlo- dierte hier ein mit Benzin beladener Kraftwagen; er ver- brannte bis auf die Eisenteile. Die Explosion war so groß, daß die Fenster der Nachbarhäuser zersprangen. Das brennende Benzin floß die Dorsstraße binab und setzte etliche Hoftore in Brand. Durch das rasche Eingreisen der Ortsbewohner konnte aber weiteren Un- ällen und Bränden vorgebeugt werden. . Kreis Wetzlar. O Wetzlar, 7. Jan. Heute Morgen kam wieder ein Trupp gefangener Russen, Verwundete aus dem Lazarett in Brom⸗ f— an. Sie wurden ins hiesige Gefangenenlazarett abgeliefert, woselbst sich schon eine Anzahl ihrer Landsleute, ebenfalls Ver⸗ wundete, befinden.— 18 Mohammedaner wurden zum Weiter⸗ transport nach Konstantinopel an die Bahn geleitet.— Vorgestern. nacht versuchte ein französischer Zivilgefangener am Hauptausgang einen Ausbruch. Er wurde aber zeitig entdeckt und mit Ge⸗ walt in Baracke zurückgebracht. Da er sich energisch zur Wehr setzte, bekam er deutsche Laudsturmfäuste zu fühlen.— Dem Brief eines deutschen Gefangenen aus Toulouse, dessen Schreiber ein Wetzlarer ist, entnehmen wir:„Weihnachten das Fest der Freuden. Auch wir hier im Lazarett bereiten uns vor, es einigermaßen heimatlich zu gestalten. Der Weihnachtsbaum ist in Frankreich selten. Nur in einigen Familien findet man ihn. Un⸗ zählige Pakete treffen schon Tag um Tag ein, und auf jedem Saal herrscht große Freude. Auch auf unserm Zimmer, wir sind eben 6 Mann, treffen sie reichlich ein. Wir haben auch eine Musik⸗ kapelle, bestehend aus zwei Mundharmonikas und zwei Mando⸗ 0 linen. Die letzteren haben wir selbst gebaut. Auch ein starker Ge⸗ sangverein, meist aus Lehrern bestehend, gibt wöchentlich ein 8 Konzert. Demselben wohnen meistens sämtliche französischen Aerzte bei. de seht also selbst, daß auch in einem Lazarett im fernen Süden der Weihnachtsmann einziehen kann. Auch eine Liste geht herum, um für die Kameraden, welche keine Angehörige haben, ein W. chten zu finden. Erhalten habe ich bis jetzt von Euch alles. Seit dem 13. 12. darf ich das Bett verlassen, aber nur im Zimmer herumgehen. Es geht mir aber sehr gut.“ Eine Winterschlacht 1871. (Le Mans, 10.—12. Januar.) „Wie unsere tapferen Truppen in diesen Januartagen in Schnee und bitterer Kälte große Schlachten ausfechten müs⸗ sen, so haben auch zu Anfang des Jahres 1871 unsere Sol⸗ daten im harten Winter schwere Kämpfe zu bestehen gehabt, . und besonders zeigt die Schlacht vor Le Mans das typische Bild einer solchen Winterschlacht, das in vieler Hinsicht an . heute gemahnt. Am 6. Januar hatte Prinz Friedrich Karl mit mehr als 70000 Mann und 3000 Geschützen den Vor⸗ marsch auf Le Mans gegen die zweite französische Loire-Armee angetreten, die er in zahlreichen Gefechten vom 10.—12. Jan. besiegte.„Seltsam waren diese Wintergefechtstage vor Le Mans,“ erzählt ein Mitkämpfer.„Morgens Anmärsche, ebel, glatte Wege, langsame Entwicklung, später Beginn Gefechtes. Dann Auflösung des Gefechtes in lauter zelkämpfe um Gehöfte, Waldstücke, Hecken, Mauern, Wein⸗ „Höhen und Zersplitterung der beteiligten Truppenver⸗ sozusagen in ihre Atome. Dann kamen die Nachrichten 0 Igen hier und da, Mengen von Gefangenen, Be⸗ setzung erstürmter Stellungen, und dann war es dunkel. Ver⸗ folgung, war ausgeschlossen, neuer Widerstand zeigte sich an den nach vorwärts führenden Wegen. Offiziere und Mann- ee et — ten ihre naßgeschneiten Sachen an, die ihnen oft am e froren und erst in den Quartieren auftauten. Ver⸗ legung höchst unregelmäßig und dürftig. Andern Tages ug die Sache ebenso von vorne an, langer Anmarsch, glatte e usw usw. Wie ein Schwimmer, der in Kraut gerät, arbeitete sich die Armee nur mühsam durch den Widerstand, welche Feind und Nebel, Schnee und Geländegewirr, Mangel an Verpflegung und Ruhe entgegensetzten, vorwärts, und wenn h Tag herum war, so wußte man nicht, was gegen gestern anders geworden war. Immer hatten wir ge⸗ blofft, die versammelte Armee Chanoys zu treffen; dann wollten wir sie wohl angreifen und schlagen. Aber der kluge französische Feldherr handelte von seinem Standpunkt aus ganz recht. Division auf Division stellte er uns entgegen, und wenn die eine besiegt war, hatten wir eine neue vor uns. Die Masse seiner Truppen sollte es bringen, die Dauer des Wider⸗ standes sollte uns erschöpfen, wir sollten uns„totsiegen“. Die Angriffe des ersten Schlachttages brachten die Deutschen s auf eine Meile an Le Mans heran. Erbittert wurde um inzelne Dörfer gekämpft, so besonders um Chancs.„Dieses Hin und Her zwischen den zahlreich zerstreuten Gehöften,“ Bericht,„über Knicks und Gräben, tiefgelegene, ite Wie enpläne und Wege, die letzteren fast sämtlich . von hohen und dichten Hecken begrenzt, welche jede Uebersicht unmöglich machen und fortgesetzt Ueberraschungen herbei— führen— der erbitterte Kampf um einzelne Gebäude, die ge— nommen, vor der Uebermacht geräumt und wieder genommen werden, wobei Hau-Bajonett und Kolben in der Regel das letzte entscheidende Wort mitsprechen— dieses wütende Ringen Brust an Brust mit dem verzweifelnden Gegner— dieses Verschießen der Munition bis zur letzten Patrone— alles das in seiner Gesamtheit muß auch den Ruhigsten in einen Rausch wilder Kampfesfreude versetzen, in dem nur der einc Gedanke Raum haben kann: wir müssen siegen, koste es, was es wolle!“ Der 12. Januar brachte dann die Ent⸗ scheidung durch einen Flankenangriff des 10. Korps, der in der Besetzung des Gehöftes La Tuilerie gipfelte. Es war heftig um diesen wichtigen Punkt gekämpft worden, als gegen 7 Uhr abends das erste Bataillon der 56er den Befehl er⸗ hielt, das Gehöft zu nehmen. Mit entfalteter Fahne und Trommelschlag, der in der Winternacht sehr dünn klang, er⸗ folgte der Anmarsch. Friedrich Leo, der spätere große Alt⸗ philologe, der als Kriegsfreiwilliger dabei war, erzählt davon:„Wir gingen im Sturmschritt und ohne Unterlaß Hurra schreiend durch die dunkle Nacht den Hügel hinan. Hinter mir schlug ein Tambour den Marsch und schrie immer dazwischen als sein persönliches Feldgeschrei: Kognak! Kog⸗ nak! Wir taten keinen Schuß, um uns pfiffen zuerst noch die Kugeln, dann hörten sie auf. Als wir auf der Höhe an⸗ kamen und einen Nahkampf erwarteten, fanden wir keinen Feind. Er hatte sich vom Rande des Plateaus zurückgezogen, in Schrecken und Flucht, wie wir später von Gefangenen hörten.“ Ohne es selbst zu ahnen, hatten die Tapferen den Sieg bei Le Mans entschieden.„Wir merkten erst etwas davon in den nächsten Tagen,“ meint Leo,„als der komman⸗ dierende General von Voigts-Reetz bei einer Revue, die er abhielt, unser Regiment in unerhörter Weise herausstrich.“ Der Kampf am 12. Januar war nur noch ein großes Rück⸗ zugsgefecht, in dem die Früchte des Sieges geerntet wurden. Ungeheures hatten die Soldaten in dieser gewaltigen Winter⸗ schlacht geleistet.„Seit sieben Tagen,“ so faßt v. d. Goltz in seinem Auch„Die sieben Tage von Le Mans“ diese Leistun⸗ gen zusammen,„befand sich der größte Teil der unter dem Oberbefehl des Prinzen Friedrich Kerl vereinigten Korps in fast ununterbrochenem Gefecht. Jeder Morgen hatte ihnen einen schwierigen Marsch auf spiegelglatten Wegen gebracht. Ihr Weg führte dabei durch tiefen Schnee; dann mußten die Positionen des Gegners erstürmt werden, der, geworfen, schnell in dem Labyrinth dieses Terrains verschwand, um dann einige hundert oder tausend Schritte dahinter in gleich guter Position wieder aufzutauchen. Bis in den Abend hinein dauerte so das Ringen, dann folgte die bitterkalte Biwak⸗ nacht. Auf dem Schnee, um die Biwaksfeuer geschart, oder auch ohne sich irgendwie wärmen zu können, verbrachten die Truppen die Stunden, die der Ruhe gewidmet sein sollten. Mit steifen Gliedern, durchfroren, übernächtigt und hungrig, begann der Soldat am Morgen den Marsch, um denselben Strapazen und Gefechtsmühsalen wie am Tage vorher ent⸗ gegenzugehen.“ — Büchertisch. 5 — Das Heilandleben in deutscher Bilderkunst. Zu derselben Zeit, da unser Volk nach den Behauptungen seiner Feinde in Varbarentum und Roheit versinkt und materiell ver- armt, wendet sich der Kunstwart mit einem Unternehmen an die Kaufkraft der weitesten Kreise, wie es aus eigener idealistischer Kunst heraus kein anderes Volk auf der Welt gestalten konnte. Es heißt:„Das Heilandleben in deutscher Bilderkunst“ und umfaßt die ersten fünf Hefte der neuen„Deutschen Hausbilderei des Kunst⸗ warts“. Hier ist aus deutschem Schaffen seit Dürers Zeit das Stärkste zusammengefügt, was Ausdruck emes religtösen Gefühles war, und also ein Hausschatz deutscher Andacht werden kann. Von Dürer und Rembrandt zu Ludwig Richter und wieder zu Uhde und Steinhausen geht ein einziger Strom nationaler Inniakeit, so daß alte und neue Bilder sich ergänzen und sortsetzen, als wären sie aus ein und derselben Menschenseele erwachsen. Auch technisch und dem Preise nach bedeutet das„Heilandleben“ etwas Neues. Blätter in der Größe 27:36 ½ Ztm., in den besten Techniken durch⸗ geführt, sind ungefähr mit 15 Pfennigen das Stück berechnet! Für den Preis, den früher in gleich guter Ausführung die Reproduktion einer einzigen Radierung kostete, ein Werk von etwa bundert Tafeln! Dabei sind die Blätter hier mit den verschiedensten Techniken hergestellt, jedes Blatt so, daß es dem Vorbild nach aller Möglichkeit gerecht wird. Die billigen Hefte sind auch einzeln käuf⸗ lich, so daß der Hausschatz auch in das Haus des ganz bescheiden Bemittelten kommen kann. Die Titel der einzelnen Heste sind: 1. Des Heilands Verkündigung und Geburt(Mk. 1,50). 2. Jesu Kindheit und Maria(M. 2,25). 3. Der lehrende und heilende Christus(Mk. 2,—). 4. Der Leidensweg Christi(Mk. 2,—). 5. Tod und Verklärung Christi(Mk. 2,25). Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die. a Man ist so besorgt um Brot und glaubt, es würde der Weizen⸗ vorrat nur bis April ausreichen. Weshalb läßt man denn zu, daß die schöne Gerste, die aus Ungarn in Tausenden von Wagen⸗ ladungen nach Deutschland bezogen wird, fast durchschnittlich für Bierbrauereien verwendet wird? Meine Mutter läßt Gerste mahlen und hat die erste Sorte Mehl nur für gewöhnliche Kuchen im Haushalt verwendet, vermischt mit der 3. Sorte Weizen⸗ mehl. Die 2. Sorte Gerstenmehl nahm sie unter das Schwarzbrot, und wir haben auf diese Art stets mit unserer knappen Ernte aus⸗ gereicht. Unter beide Sorten, Kuchen und Schwarzbrot, sind noch geriebene gekochte Kartoffeln außerdem zu verwenden. Sie halten etwas feucht, da das Gerstenmehl etwas trocken macht. Muß mit dem Brot so dringend Haus gehalten werden, so könnte man doch den Bierbrauereien etwas Halt gebieten. Bierverbrauch ist bei solch schwerer Zeit nicht so nötig, Brot aber muß man haben. Es könnte also viel Gerste für Brot gerettet werden. — ͥ 2 Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 9. Januar 1915: Unbestandin, zeitweise Nieden bläge, mild, südwestliche Winde. Letzte Nachrichten. Die Ueberlegenheit Deutschlands gegenüber Rußland. Amsterdam, 8. Jan. Der Korrespondent des„Daily Tele⸗ graph“ drahtet aus Petersburg: Bei Betrachtung der Gesamt⸗ lage müsse immer wieder die große Ueberlegenheit betont wer⸗ den, die Deutschland Rußland gegenüber hat infolge seiner ger o⸗ pen Mobilität, die wiederum eine Folge seiner strategi⸗ schen Eisenbahnen ist. Solange der Feind Ost⸗ und Westpreußen und Ungarn ganz besitzt, kann er seine Truppen von einer Front zur anderen mit einer solchen Geschwindigkeit werfen, daß selbst der berühmte schnelle Marsch des Russen nicht dagegen aufkommen kann. Nur so lassen sich die bisherigen deutschen Erfolge erklären. Der Heldenmut der jungen deutschen Truppen. Genf, 8. Jan. Bei Boureuilles und Vaugqusdis in der Maasgegend zeigten vorgestern nach französischer Darstellung auch die frisch eingetroffenen deutschen Soldaten hervorragenden Heldenmut und entschieden den Rückzug der Franzosen nach Bajo⸗ nettkämpfen. Die Tätigkeit der„Zeppeline“. Amsterdam, 8. Jan. Die„Times“ melden, daß ge⸗ stern zwischen Gravelingen und Calais drei Zeppe⸗ line gesehen worden seien. Auch sind deutsche Flieger wieder über Dünkirchen gesichtet worden, von denen zwei keine Bomben abwarfen. Auch ein Zeppelin wurde mehreremale über Dün⸗ kirchen gesehen, der eine Bombe abwarf, die aber keinen Schaden anrichtete. Einer der deutschen Flieger warf Bomben. Der mißglückte Luftangriff auf Cuxhaven. Basel, 8. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Den Baseler Nachrichten wird aus London berichtet, daß der Luft⸗ angriff auf Cuxhaven nicht von sieben, sondern von neun Luftfahrzeugen ausgeführt wurde, von denen nach den Aussagen des in Amsterdam weilenden 8 00 Luftschiffers Hewlett sechs vernichtet worden sind. 10 russische Flugzeuge verloren gegangen. Basel, 8. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die Baseler Nach⸗ richten berichten: Nach der„Rußloje Slowo“ sind bei den Kä m p⸗ fen bei Lodz und Lowicz 10 russische Aeroplane ver⸗ loren gegangen. Der Wiederaufbau der Ortschaften in Ostpreußen. Königsberg, 8. Jan. Für den Wiederaufbau der durch den Einfall der Russen in Ostpreußen zerstörten Ortschaften ist in Königsberg eine Zentralstelle geschaffen worden, als deren Leiter der Geh. Baurat Fischer, der frühere bautechnische Dezernent der Ansiedelungskommission, in Aussicht genommen ist. Fürsorge des Papstes für die Kriegsgefangenen. i. Köln, 8. Jan. Eine Sonderausgabe des Kirchlichen Anzeigers für die Erzdiözese Köln veröffentlicht ein päpst⸗ liches Dekret vom 21. Dezember, in welchem über 2 sorge für die Kriegsgefangenen folgendes bestimmt wird: Die Ordinariate der Diözesen, in welchen sich Kriegsge⸗ fangene befinden, sollen so bald wie eben möglich besonder g Priester für diese Gefangenen auswählen, die deren Sprache mächtig sein müssen. Diese sollen nichts unterlassen, was dem geistigen und leiblichen Wohle der Gefangenen dient. Sie sollen ihnen Trost und Beistand gewähren und ihnen ihre Schwierig⸗ keiten möglichst erleichtern. Sie sollen ferner sofort erforschen, ob die Gefangenen ihren Familien von ihrem Aufenthalt Nach⸗ richt gegeben haben, wenn dies nicht der Fall ist, sollen sie die Gefangenen sofort bewegen, das Versäumte nachzuholen, und im Falle der Gefangene schreibunkundig oder krank ist, diese Benachrichtigung selbst vornehmen. Russische Plünderer in Polen. Amsterdam, 8. Jan.„Telegraaf“ meldet aus Lon⸗ don: Wie aus Petersburg berichtet wird, hat das Duma⸗ mitglied Ognew die ganze Gegend in Polen zwischen Lodz und Warschau besucht und darüber einen Bericht veröffent⸗ licht. Danach ist fast ganz Polen verwüstet. Was durch die Flammen nicht zerstört wurde, ist durch Plünderung 1— schädigt. Kein Dorf ist ohne Schaden davongekommen. Di russische Regierung hat deshalb strenge Maßregeln gegen die(russischen D. Red.) Plünderer ge⸗ troffen. Sieben russische Soldaten, die bei Skierniwice ein Schloß ausraubten, wurden stehenden Fußes erschossen. In Warschau ist an dreißig Stellen Feuer aus⸗ gebrochen. Alle Schlösser in Westpolen sind geplündert und viele Bauernhöfe in Trümmerhaufen verwandelt. Die englischen Anwerbungsarbeiten. Rotterdam, 8. Jau. Der Londoner Berichterstatter des „Nieuwe Rotterdamsche Courant“ meldet, daß man in England f betreffs das Fortschreiten der Anwerbung für das Heer große Heimlichkeit an den Tag lege. Es sei immer schwerer, zu er⸗ 3 . 5 6 fahren, wie es darum stehe. Man habe aber Grund zu der An- nahme, daß die Ueberhäufung der Industrie mit Aufträgen für die Verbündeten, wodurch die Arbeitslosigkeit zurückgehe, die Anwer⸗ bung ungünstig beeinflusse. Die Landwirtschaft brauche auch sehr viele Hände und die Pächter erklären, daß es für England ge⸗ rade jetzt ein Lebensinteresse sei, Arbeitskräfte für das Land zu erhalten. Die griechischen Insurgenten in Albanien. Mailand, 8. Jan. Nach der Turiner„Stampa“ sandten die albanischen Städte Beret und Fieri Abord⸗ nungen an den italienischen Kommandanten in Valona mit der Bitte, die italienische Besatzung auch auf diese Ortschaf⸗ ten auszudehnen, da sie von griechischen Insurgenten be⸗ droht seien. Die Lage in Aegypten. i. Köln, 8. Jan. Die Köln. Ztg. meldet von der hollän⸗ dischen Grenze: Der Amsterdamer„Telegraaf“ bringt die folgende Meldung seines Mitarbeiters aus Ismailia: Sie können bestimmt versichern, daß alle Gerüchte über Kämpfe in dieser Gegend wie überhaupt in Aegyp⸗ ten auf Erfindung beruhen. Soruhig wie jetzt ist es meines Wissens nie gewesen. Von einer England seindlichen Haltung unter den Mohammeda⸗ nern ist keine Spur zu bemerken.(Man wird sich in dieser Beziehung wohl besser auf die Berichte aus dem tür⸗ kischen Hauptquartier verlassen können, da beim Amster⸗ damer„Telegraaf“ erwiesenermaßen sehr häufig die eng⸗ lischen Wünsche die Väter seiner Gedanken sind. Redakt, des G. A.) Eine wackere Amerikanerin in London. Rom, 8. Jan. Wie aus London berichtet wird, kam es im Drury Lane⸗Theater zu einer Revolte. Eine wegen ihrer deutschfreundlichen Gesinnung bekannte ame⸗ i Schauspielerin, Miß Rogers sollte als Trägerin der Hauptrolle in dem Märchenstück„Die schlafende Schöne“ auftreten. Aber das gesamte Personal drohte mit dem Streik, wenn die Dame nicht ihre deutsch⸗ freundlichen Aeußerungen zurücknehme. Die Dame verwei⸗ gerte dieses, worauf die Polizei eingriff. Aber auch dieser gegenüber hielt die mutige Amerikanerin ihre Ueberzeu⸗ ung aufrecht. Um dem Standal ein Ende zu machen, trat Miß Rogers freiwillig von ihrem Kontrakt zurück und er⸗ klärte, nach Amerika heimkehren zu wollen. Lawinenstürze in den Alpen. Berlin, 8. Jan. Aus Innsbruck erhält das„Berl. Tageblatt“ Meldungen über Lawinenstürze in den Alpen, durch welche Menschen getötet wurden und elektrische Leitungen zerstört worden sind Ein Unglück auf der New Norker Untergrundbahn. Berlin, 8. Jan. Auf der Untergrundbahn in New Mork erfolgte gestern da, wo sich die 59. Straße und der Breite Weg kreuzen, eine schwere Explosion. Im Tunnel brach Feuer aus, an einzelnen Stellen stürzte das Mauerwerk ein. Tausende von waagen N wurden eingesperrt und viele fielen infolge der ge⸗ waltigen Rauchentwickelung in Ohnmacht. Viele trugen Brand- wunden davon. Das Hinscheiden ihres bei den Verfol nach der Schlacht bei Lodz gefallenen E Viktor von Eisenhari-Rolhe Oberleutnant und Bataillonsadjutant im Fusilier-Regiment Königin von Schweden Hr. 34 eben bekannt 3 von Eisenhart-Rothe Hauptmann im infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm, 2. Gross- herzoglich- Hessisches Nr. 116 und Frau, geb. Tielecke. Fürs Vaterland starb am 19. Dezember 1914 im Argonnen wald unser lieber Bundesbruder a. B. Otto Klett Kriegssreswilliger im Il. Schlesischen Jager-Balaillon 6. 3 Die Landsmannschaft„Darmstadtia“ — ,. I. A. d. C.: Theodor Hesemann--.* Unser lieber Vereinsbruder deorg Hottes, Lehramtsreferendar starb den Heldentod für das Vaterland. 314 Der Akad.-theol. Verein. 5 I. A.: K. Rheinfurth. 7* Bibel-Kursus fla. Tuscenfamben im Vereinshause der Stadtmission Gießen, Löberstr. 14 für unsere Krieger 8 Son fa de 10 ar: nachmittags 2 Ubr und in allen Preislagen. n e Moutag, den Il. Januar 2 Ubr u. abends 8½ Uhr. Mutter unseres Kindes, unsere liebe Tochter, Lollar(Kirchstraße 20, Holzhausen b. H., nachmittags 2 Ühr, vom Trauerhause aus statt. Nach langem, schwerem xeiden hat es Gott gefallen meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Tochter und Schwester Frau Margarete Horny, geh. Diehl im Alter von 34 Jahren zu sich zu rufen. Mit der Bitte um stille Teilnahme Die trauernden Hinterbliebenen: Adam Horny, 3. Zt. im Felde Familie Leismann Familie J. Stecker Jamilie Hetzger. Gießen, 7. Januar 1915. Die Beerdigung findet Samstag vor⸗ mittag 11½¼ Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt Allen Verwandten und Bekannten die schmerz⸗ liche Mittetlung, daß meine liebe Frau, die gute Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Anna Deibel geb. Ziegler im Alter von 26 Jahren heute morgen 6 Uhr sanft entschlasen ist. In tiefem Schmerz Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Deibel. den 8. Januar 1915. 110 Die Beerdigung findet Samstag, 9. Januar, Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herz⸗ licher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres lieben Sohnes und Bruders sagen wir allen unseren innigsten Dank. Familie P. Valter Familie H. Heinz. Gießen, den 6. Januar 1915. 0 0 Roggenbrot beste Qualitat, selbst gemahlen, in altdeutschem Ofen gebacken. kräftig u. nahrhaft, empfiehlt trei Haus Gießen. 081) Pünktliche Lieferung. Kinzenbacher Mühle, Fernspr. 770 Amt Gieben. Wilhelm Schimmel. 8 1 vormttt. 10 Uhr, nachmitt. l. Dautt⸗Batterien.—— Dienstag, den 12. Januar: Jab add carl Schunck, 77 e 1 d p 0 st 0 ch a ch te n Generalthema: Die Vereitschaft der Jünger Zesu. Sintritt frei für jedermann. 0³6 Licht- Spiel- Haus Spielplan vom 6. bis 8. Januar einschl. mit Krtegslieferungen fürdie Naturaufuahme. 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In tiesem Schmerz: Frau Auna Weidling, geb. Barth und Kind Tamilie Karl Weidling. Glauberg Familie Barth, Stockbeim. Glauberg. den 6 Januar 1918. 319 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres guten Vaters sagen wir allen, ins de londere Lerxu Direttor Map, den Mitarbeitern der Firma Heuligenstaedt& Co, sowie dem Verein Sachsenbaäuser unseren innigsten Dank. Die trauernden Ointerbliebenen: Katharine Fink Ww. und Kinder. Gießen, den 8. Januar 1918. Danksagung. Jür die zahlreichen Beweise berzlicher Teil ⸗ nahme bet dem uns so schwer betrossenen Ver⸗ luste unseres lieben Gatten, Vaters, Sohnes. Bruders und Schwagers sagen wir innigsten Dank. In tiefem Schmerz: Luise Weil und Kinder Jamilie Johs. Kd. Weil. Lang⸗Göns, 7. Januar 1915. 1 —*, Lieferung von Baumstangen. Für den Kreis Friedberg sollen 1700 Stück Baumstangen auf dem Wege des schriftlichen An⸗ gebots vergeben werden. Besondere Bedingungen werden auf Wunsch zugesandt. Angebote sind verschlossen, postfrei und mit ent⸗ sprechender Aufschrift versehen bis zum 28. d. Mts., vormittags 9 Uhr, einzureichen. Friedberg, den 5. Januar 1915. Der Großh. Kreisbauinspektor. J. V.: Witzler. Line hohe S— 222 den ul feiner Schmeisder Saucen Mlufel Das Stsich 2 lopsg hui 0 La Begin ———— Feldpost- Kartons = 20 verschiedene Grössen Silligste Bexugsquelle fur Wiederverkäufer Ernst Balser, Mäusburg 11 Prima ede Authrazit⸗ u. Kußkohlen Kaullhealer lieben Union⸗ u. Eifornbriketts d neren stsoeetler Hütten⸗ und Gasko“s rel e 7 1915 5 tag Abonn.⸗Vorstellg. Brennholz at ref a liefert prompt frei Haus] Neubeit! Neubeit: J. HAPPEL Der Schlagbaum Tel. 125. l Mühlstraße 18. Bolkslustspiel in Akten von ende gegen 10 Abr. e gegen 10%é f Schwarz. motss- roten Sountag, 10. 1915 Bindfaden nachmittags 3½ Ubr l— Volks-Freise l Velka-Prelse 2 ⁊u unduiz Lazarus Colber* ee Telephon 505 Historisches S. in — 5 Akten von Heyse. Ende nach 6 Uhr. 8 den Cane mas rate kitten, A eh goch im Fl abends 9 Uhr, beide im Saale des, Felsenkeller“ 7 in fröhliches Spiel in! Auf⸗ Gesamtprobe.— Aldert 5 für das in Vorbereitung Martin Frehsee. stehende 324 Ende nach 10¼ Uhr. Pohltätigkeite⸗Konzett. Soldaten vom Feldwebel ab ⸗ wärts zahlen bei allen Vor ⸗ 1 9%,