8 nr. 2 SIpeites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Sießener Familienblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Ureisblatt für den Kreis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. A 165. Jahrgang Gießener Anzeige General⸗Anzeiger für Oberhessen Aͤriegsbriefe aus dem Osten. Von unserem zum Ostheere entsandten Kriegsberichterstatter Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Die Einnahme von Lasdehnen. Gefecht am 30. Dezember.. Armee⸗ Oberkommando, 8, 31. Dez. 1914. Die russische Kavallerie, die unserem nördlichsten Flügel an der ßischen Grenze gegenübersteht, war in verschiedenen Vor⸗ 1 Kavallerie(von denen ich einen, der die Russen bis he Pillkallen warf, ja schildern konnte) bedrängt und zurück⸗ . worden. Die Verstärkung der beiden russischen Divi⸗ ionen durch Infanterie, die sich in Lasdehnen festsetzte, und von dort sowohl Til sit, wie schließlich auch unsere linke Flanke be⸗ drohte, machte es notwendig, den wichtigen Straßenpunkt wieder u nehmen. Es wurden zu diesem Zweck größere Infanteriemassen nzentriert und die notwendige Kavallerie bereitgestellt. In der acht vom 29. zum 30. Dezember wurde der— 5 egen Las⸗ dehnen mit drei Kolonnen angesetzt. Die äußerste kechte, gleich⸗ —— die stärkste Kolonne rückte über die Straße von Groß⸗ smieningen gegen das Dorf. Sie hatte vermutlich den größten Widerstand zu überwinden, da ihr Vorgehen die Russen von der Verbindung mit ihren Hauptkrä ten in Pillkallen abschnitt. Die mittlere Abteilung wurde über Klein⸗Kackschen, Uszballen auf der direkten Provinzstraße nach Lasdehnen vorgeschickt, während— 5 mit späterer Abmarschzeit eine stärkere Abteilung von Richtung Gricklaugken, Maskutken angesetzt wurde. Den Russen blieb— bei rechtzeitigem Rückzug, für den sie ja ausgezeichnet zu sorgen pflegen, — nur die einzige Straße nach Osten, zur Grenze übrig. 1 am 9 Stabe an 5 5 605 2 g über Kraupischken nach Uszballen. Die breite Flußmün⸗ dung, die ich noch vor kurzem als weite Wasserfläche gesehen hatte, war jetzt mit Eis und Schnee bedeckt. Stellenweise war die Verschneiung des Weges so stark, daß alle Mann das Auto edurch die verschneite Stelle schieben mußten, bis die Räder wieder 9 konnten. a er ndplat errichtet n 5 f. In dem Waldstück dahinter waren die ßen geräumigen Hütten, in denen die Jäger bisher auf Vorposten gelegen hatten. „Hier haben wir auch Weihnachten gefeiert,“ erzählte mir Haupt⸗ in von S., den ich neulich in Kraupischken getroffen hatte hier wieder bei der„Aufklärungsarbeit“ fand.„Es eine wunderschöne, stille Nacht,“ in der der Mond hell über ißen Schnee streifte Wir hatten Weihnachtsbäume; in jütte brannten die Lichter. Punsch und Pfannkuchen war feierlich wie ein Dom. Dort hinter der Tannen⸗ 1 2 den den Zaun zwischen übergegangen.“ f 850* waren zwei Kompagnien angetreten, um den Wald 4 falls mit t aufzuklären. Kavallerieabteilungen zogen weiter rechts durch eine breite Schneise; da sie kein Feuer empfingen, war anzunehmen, daß sich der Druck der Seitenkolon⸗ nen 75 bemerkbar gemacht hätte und der Wald in seiner gan⸗ zen Ausdehnung frei wäre.. 5 Eine Kompagnie ging rechts und links der Straße in Schützen⸗ linie vor, die andere folgte etwas waiter zurück. Die Leute ka⸗ men bei dem hohen Schnee nur sehr langsam vorwärts; da ja außerdem schon Jäger den jenseitigen Waldrand erreicht hatten, beschlossen wir, Schützenlinie Schllbenlinie sein zu lassen und auf Lasdehnen unter der nötigen Vorsicht einfach vorzugehen. Unser Generalstabshauptmann war außerdem der Ueberzeugung, daß das Dorf schon in der Hand einer der Flügelkolonnen sein. müsse. So marschierten wir durch den stillen Winterwald, dem ein paar deutsche Granaten Wunden geschlagen hatten. Es roch stark nach frischem Harz. 5 8. 8 aße waren frische Blutspuren auf dem weißen Schneegrund. Zuweilen fanden sich Aus rüstungsstücke, die von den Russen als auf dem Marsche überflüssig fortgeworfen waren. In Schonung stand Vieh, das man wohl mit hatte zurück⸗ * treiben Fellen. und das hier bei einiger Eile der Zurückmar⸗ schierenden ausgebrochen war. Da kein erheblicher Angriff von dieser Seite aus stattgefunden hatte, mußte dieser schnelle Rückzug auf Einwirkung der Seitenkolonnen zu schreiben sein 8 auf eine schnellunderfolgreiche. t Am Waldrand machten wir Halt und richteten die Gläser auf Lasdehnen, vor denen 52 Kavallerie 7 die auf uns zu galoppierte. Bis auf ein paar hundert Meter war nicht zu unterscheiden, ob es russische oder deutsche Rei⸗ 5 ö So blendete und irritierte der Schnee. Nach ein, genblicken ziemlicher Spannung erkannten wir die deut⸗ chapkas Lasdehnen, wenigstens der Teil des Ortes, lag, mußte in deuts. Besitz sein. 5 gen im flotten Marsch auf das Dorf A Infanterie⸗ arschierten jetzt von allen ten ein. lerie hielt arktplatz. Gewehre wurden zusammengestellt und auf e Quartier belegt. 1 8 nicht einfach war. Das Dorf sah völlig„russisch“ aus. te jeden 8 7 765 ih fab ee e 5 in dieser gen, die ah.„Schweine e!“, sagte tenadier, der bei Wermeningen, wo die Russen Widerstand gel hatten, mit gestürmt hatte.„Schweinebande!“ und er spuckte rechts und links aus. Ich persönlich trank den Rest meines ee Lgffa ben! er waren noch aren Kan en in „als das Signal zum Rückzug kam, die Russen ließen . a 5* einem en sie aus j die Feder herausgerissen... Es ist ja nichts mehr darüber zu i war unser. Die Rückzugsstraße nach Osten, die wir noch ein Stück— war besät mit Brotbeuteln, fort⸗ fenen Feldkesseln, Stiefeln und Zeltbahnen. Nur an einer b— bei Wermenin,— überhaupt hatten die Russen 1 Widerstand zu leiten. 5 5 5 wir zurückfuhren, kamen wir an den Gefangenen— ein 4— 1 Sie 1 n lachten. Sie wieder ein„Glück gehabt.“ „In Lasdehnen werden a n wir nun Silvester sein!“ sagte der ann und sah ernst vor sich hin, da klang,— wir lächeln— aus einem Haufe Klavierspiel. Ein Husaren⸗ 0 ast“ ganzes Klavier entdeckt. Er spielte einen urückgestellt an 19 war ohne Schuß vor⸗ 83 Jahr, Kompagnie, die ihre Gewehre zusammengesetzt hatte und auf mäch⸗ tigen Strohlagern der Dinge harrte, die da kommen sollten, pfiff es mit. Z Also.. ein gutes neues Jahr.“ Das Auto sprang an und der Fahrtwind ging hart um meine Schläfen. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Uriegsbriefe aus dem Westen. Von unserm Kriegsberichterstatter. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Am Fuße der Südvogesen. Mülhausen, in den Weihnachtstagen 1914. (Schluß.) Es gibt freilich auch andere, Leute, die immer und zuweilen recht offen nach der Rückkehr der Franzosen gerufen haben, Leute, beren Töchter beim Einmarsch der Franzosen den„Befreier“ in weißen Festkleidern mit Blumensträußen begrüßt haben. Ihre Villen am Rehberg stehen jetzt leer, die Besitzer sind verreist, nach Frankreich oder nach der Schweiz; verreist vermutlich und hoffentlich für immer. Mein Quartier war bei einem weißhaarigen Greise, einem Manne der feinen alten Art, die, ob man gleich spürt, daß man in eine absterbende Welt blickt, doch bezaubern kann durch die Fülle von Ueberresten einer großen und ehedem siegreichen Kul⸗ tur.„Reden wir so offen,“ sagt er zu mir,„wie Sie es von einem Manne meines Alters erwarten müssen. Als Mülhausen deutsch wurde, war ich in französischer Staatsstellung, hatte fran⸗ zösische Schulen besucht, in Frankreich studiert und war schon zu reif an Jahren, um noch umzulernen. Ich bin immer Fran⸗ zose geblieben, aber ich habe von hier aus die Dinge nüchterner betrachtet, als meine Verwandten in Frankreich. Darum habe ich 2 1 7 als Frankreich den Krieg begann. Ja, das war ein Traum, daß ich noch einmal den Einzug der Franzosen in Mülhausen erleben würde Aber dos i⸗ ihn wirklich erlebt habe, das ist fer mih eine Tragödie. Ob ich den Krieg noh ganz bis zum Ende sehen muß? Wie bir“ Frankreich zusammen⸗ brechen! Der Gedanke an die Wiedergewinnung des Elsasses durch Frankreich war so schön, daß man ihn eine Legende hätte bleiben lassen sollen, um die Gefühle der alten Franzosen im Elsaß zu schonen und Männer wie mich in Hoffnung sterben zu lassen. Nun ansehen zu müssen, daß die Franzosen das Elsaß verderben, ohne daß sie die Besetzung ganz Ostfrankreichs durch deutsche Soldaten verhindern können!“ Ter Greis horcht auf, denn draußen, trabt eine Abteilung Ulanen vorbei und leise zittert das Kreuz der Ehrenlegion, das an seinem Bande bei zwei gekreuzten Offt⸗ ziersdegen unter dem Kupferstich der Schlacht an den Pyra⸗ miden hängt. eines tröstet mich,“ sagt er.„Man muß sich in igkeiten trösten können. Hier in Mül⸗ —— Aufschriften verboten. Jetzt lese vor seinen Fenstern, großem Unglück mit Klei hausen sind alle französi ich eine große süddeutsche Zeitung, da man ja französische Blät⸗ ter nicht bekommt. Hören Sie das Deutsche der Deutschen: reva⸗ ieren, devastieren, Bataillon, Cadres, enorm usw. in jeder Zeile, Wenn das so fort geht, wird die französische Kultur, während das deutsche Heer das französische aufreibt, die deutsche Sprache auf⸗ fressen, und man wird zuletzt nicht mehr Deutsche von Fran⸗ zösische unterscheiden können. Dann waren wir doch die Klü⸗ geren, wir Alten, die wir nur französisch gesprochen haben.“ Und er kichert kurzatmig in sich hinein, das Kichern eines Greises von en. Sein Grab ist nicht mehr weit, aber das Kichern wird noch über seinem Grabe klingen, wenn wir Jungen ihm Anlaß dazu geben. Am heiligen Abend fahre ich südwestlich durch den Sund⸗ gau. Auf den Schollen der Aecker glänzt schwacher Reif, dann schlägt sich eine Nebeldecke über das ganze Land, und kaum er⸗ kennt man auf der Weiterfahrt, daß die ersten Jurahügel beginnen. In der vorgeschobensten Ecke zwischen der Schweiz und Frankreich machen wir in einem Dorfe Halt, in dessen Straßen unsers Truppen, Aktive, Landwehr und Landsturm, marschfertig Spa- lier bilden. Ein Kommandoruf, hart und hallend, ersetzt die Christkindelglocke. Die Züge schließen sich zusammen, und ohne Tritt geht es zur Kirche, deren für das kleine Torf schier allzu massiger romanischer Turm seinen alten Zweck als Wächter des Friedens und Diener des Krieges noch unbekümmert erkennen läßt. Wie ein alter Landsknecht sieht er aus, der in geistlichen Stand getreten ist, aber den Harnisch unter der Kutte weiterträgt. Auf dem Gottesacker, über den eingesunkenen Grabhügeln von längst aus ihrer Heimat abberufenen Sundgauer Bauern. werden die Gewehre zusammengestellt. Eine Wache bleibt ber den Waffen, die anderen drängen in das Haus des Herrn, durch das warmer weicher Lichterglanz fließt. Des Schnitzwerk des Altars, die Krippe, in der die Hirten den als Bettler unter die Men s chen getretenen Gottessohn anbeten, die Heuigenbilder und die Sta⸗ tionen des Leidens Christi, alles schwimmt im sanften Halb⸗ dunkel der Wachskerzen, die jede Kontur mit einem schmalen Goldrande umzeichnen, als ob ein himmlischer Schein über die Betenden am heiligen Abend ausgegossen sei. Vor dem Altar haben auf Stühlen die Offiziere, unter ihnen der Brigadekom⸗ mandeur, Platz genommen. In den vordersten Bänken sitzen die Knaben und Mädchen des Dorfes, hinten unter der Orgelempore, auf der eine während des Feldzuges neugebildete Regiments⸗ kapelle aufgestellt ist, die übrigen Dorfbewohner, zwischen ihnen, jeden Platz ausfüllend, die Krieger. Und in aller Mitte steht der Tannenbaum. Er ist schmucklos, und nur wenige kleine Lichtlein strahlen aus seinem dunklen Nadelgeäst. So ist er allen nah und bleibt doch ein ferner Heimatstraum, der heute nicht das werden kann, was er sonst zu Hause ist. Nachdem die Musik„O du fröhliche Weihnachtszeit“ gespielt hat, betritt der Pfarrer die Kanzel. Er ist ein betagter Mann, der seine Jahre mit starrem Nacken trägt, ein rechter Sund⸗ gauer, der mit kräftiger Art den Acker des Herrn bestellt, wie seine Brüder und Vettern die schweren Schollen der Felder vor dem Dorfe pflügen und säen. Er weiß auch mit den rechten Worten zu den Kriegern zu sprechen.„Und Friede auf Erden“ — die frohe Botschaft, die sonst alle eint, die sich als Ehristen bekennen. Wir dürfen wir sie heute hören? Wo der Glanz des Weihnachtsbaumes überleuchtet wird von dem Kriegsbrande, der die Welt in Flammen setzt? Und dennoch hat der rechte christ⸗ liche Soldat den Frieden auf Erden, mitten im Kanonengebrüll und Kugelregen, wenn seine Seele im Frieden mit dem allmäch⸗ tigen Gott lebt. Es ist Gottes Wille, daß jeder alles und sein Leben für unser geliebtes deutsches Vaterland einsetzt und her⸗ gibt. In tapferem Kampfe aber, wo selbst heute, in der Geburts⸗ nacht des Herrn, das Blut so vieler Söhne und Väter fern der Heimat fließen muß, hoffen wir auch den irdischen Frieden wie⸗ der zu erobern, der uns im Weihnachtsevangelium verheißen ist und den uns die leiblichen Feinde nicht lange entreißen können, wenn wir den Frieden mit Gott behalten. Ehre sei Gott in der Höhe!“ 3 Kinderstimmen singen unterm Weihnachtsbaum:„Stille Nacht, heilige Nacht!“ Kommen sie nicht aus ferner He mat zu den einsamen Vätern geflogen, die hier in Waffen kampsbereit zur Schlacht stehen? Da geht eine Bewegung durch die harten N Montag, 4. Januar 10 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul? straße 7. Geschäftsstelle u. Verlag: S951, Schrist⸗ leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. 2 1 „Wir treten zum Beten“,„Deutschland, Deutschland über alles“,„Heil Kaiser Dir“, und dann, mit Orgelwucht und Po⸗ saunendröhnen der wie aus Felsen iffen getürmte Ambrosiani che Lobgesang: das sind heute alles Kirchenlieder, Kriegslieder, heute die rechten Weihnachtslieder. Mit Gebet und Segen entläßt der Geistliche seine Gemeinde. 5 3 Die Gewehre werden aufgenommen, Befehle klingen durch die Weihenacht, dann marschieren die Truppen vorwärts. der nahen Kampfesfront zu. Tenn diese Weihnachtsfeier im außer⸗ sten Südwestwinlel zwischen der Schweizer und der französtschen Grenze haben wir im Schußbereich der feindlichen Heschütze ge 55 feiert, und es ist wohl möglich, daß die Franzosen die heilige Nacht zu einem plötzlichen Angriff, hier oder an einer anderen Stelle der Front verwenden. 1 Das ist denn auch geschehen. Gerade als ich auf der Rück⸗ fahrt in ein kleines, in tiefer Stille liegendes Dorf kam und aus jedem Hause einen Lichterbaum glänzen sah, rol te der erste sranzösische Kanonendonner vom Gebirge her in den Weihnachts⸗ frieden des Elsaßlandes. Ueberall wurden die Fenster aufge⸗ rissen, daß die Tannenbaumkerzen im Zuge der lalten Nacht⸗ luft erschrocken aufflackerten, und erregte Eltern und angstvolle Kinder lauschten auf den Lärm. Krach auf Krach tönten die Kanonen herüber. Da rief ein alter Bauer in heller Wut in seinem rauhen Sundgauer Deutsch:„Ja sin denn deß noch Chrischtemensche, odder sin sie schun ganz Vieh, die gottlose Tranzose? De Weihnachts heilige Fridde mit Morde ze stere? Isch deß erheert! Der Hergott sell sie strofe!“ 3 Landwehr, die als Reserve vorrückt, kommt mir entgegen. Und eisenhart steht in den Gesichtern der bärtigen Mäuner, die eben noch unterm Weihnachtsbaum vom fernen Heim, vom lieben Weib mit glockenfrohem Kinderlachen geträumt haben, der Schw 15 eingegraben:„Der Herrgott soll sie strafen!“ 2 W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. 7 Aus Stadt und gans 5 Gießen, 4. Januar. 1915. Hohe Anerkennung von seiten des Kaisers, des Großherzogs, sowie der Kommandeure der betreffenden Regi⸗ menter wurde dem Verein ehemaliger 116 er zuteil, welcher die am 1. November gelegentlich des Reformationsfestes von Herrn Pfarrer Bechtolsheimer gehaltene Predigt unter dem Titel:„Die Glaubenszeugen der Vergangenheit“ in Druck legen ließ und mit einem entsprechenden Weihnachts⸗ gruß an die Angehörigen unserer Regimenter für die Fest⸗ lage zum Versand gebracht hatte.(Fragliche Predigt ist in den hiesigen Buchhandlungen zum Preise von 30 Pfg. noch er⸗ hältlich. Die Danktelegramme bezw. Schreiben haben fol⸗ genden Wortlaut:* 1 Verein ehemaliger 116er 5 2 8 Gießen Großes Hauptquartier, 28. Dez.(3 Uhr 45 Min. 1 Seine Majestät der Kaiser lassen für Weihnachtsgruß— Vorlage der Reformationsfestpredigt danken. 9 3 Der Geheime Kabinettsrat. 1 von Valentini. 1 An den Verein ehemaliger 116er 5 1 Dem Verein ehemaliger 116er Gießen haben g im Höchsten Auftrag den besten Dank Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs für die mit dem Thronschreiben vom 25. d. Mts. eingesandte Predigt hierdurch ergebenst auszusprechen und mitzuteilen, daß unser allergnädigster Herr sich mit warmer An⸗ erkennung über den guten Gedanken des Veteins ausgesprochen hat, diese erhebende und der jetzigen ernsten Kriegszeit so wundervoll angepaßte Rede den im Felde stehenden tapferen Hessen als Weih⸗ nachtsgruß zu übersenden. 1 Mit vorzüglicher Hochachtung 5 4 f a e Römheld.“ Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm.* (2. Großh. Hess.) Nr. 116. An den Verein ehemaliger 116er, zu Händen des 2. Herrn Heinrich Boller 5 Gießen. Dem Verein dankt das Regiment Kaiser Wilhelm herzlichst für die Widmung der 500 Abdrücke der erbaulichen Predigt des He rn Pfarrers Bechtolsheimer am Tage des Reformationsfestes. Di er neue Beweis der Zuneigung und Anhänglichkeit des Ver ens wird von allen im Felde Stehenden auf das angenehmste einpfunden. Möge sich die Zusammengehörigkeit der alten und jungen Soldaten auch in Zukunft aufs bewähren. 25 Herzlichst Grüße en sehr verehrten Verein von allen An⸗ gehörigen des Regiments. 1 Ihr ergebenster. 2 Rothardt, 1 Oberstleutnant und Regiments⸗Kommandcur. 55 Landsturm⸗Infanterie-Bataillon, Gießen. 5 1 Dem Verein ehemaliger 116er 2 Gießen. Die mit Schreiben vom 24. 11. 1914 angemeldeten 500 S ück Predigten des Herrn Pfarrers Bechtolsheimer sind heute hier ein⸗ gegangen und an die Kompagnien des Bataillons zur Verteilung an die Mannschaften weitergegeben worden. Die Predigten haben hier ungeteilten Beifall gefunden un werden im Verein mit den aus der Heimat eingetroffenen Zah. reichen Liebesgaben dazu beitragen, Festesstimmung auch im ein⸗ desland unter den Mannschaften des Bataillons hervorzurufen. Im Namen des Bataillons gestatte ich mir, dem Verein ür Uebersendung der Predigten meinen besten Dank auszusprechen und die kameradschaftlichen Grüße und Wünsche vielmals zu er⸗ widern. von Knobelsdorff. * Vortrasabend in der Universität. Noch⸗ mals sei auf den heute abend 8 Uhr im großen Hörsaal den Universität stattfindenden Vortragsabend zugunsten Soldatenheimszhingewiesen.— Herr Karl Höcher wird zuerst einige moderne Balladen bringen, denen sich eine Christus⸗ legende von Selma Lagerlöf anschließen wird. Den Schluß wer⸗ den Soldatenlieder von Eichendorff bilden. Herr Willy Werner Göttig wird sich mit Fedor von Zobeltitz's„Der lustige Vetter“ einführen. Er wird dann neue Sachen von v. Schlich Presber u. a. m. zum Besten geben. Auch unser alter Wilhe Busch wird nicht fehlen. Zeitsatiren werden den Schluß bi — Der Besuch dürfte also sehr zu empfehlen sein. Die noch vorhandenen Karten sind von 7½ Uhr an zu 30. Pfg. im Vestibül der Universität zu haben. 8 * Obstpflanzungen. die Verwaltung des Kreises Gießen, welche auf dem Gebiete der Pflege des Obstbat e. au den Kreisstraßen sich besonders hervorgetan hat, er⸗ weiterte in diesem Herbst ihren Bestand an Aepfelbäume indem sie die neue Straße Heuchelheim-Allendorf an Lahn, Strecke Heuchelheim bis zur Brücke bei Dutenhofen, 2 N 1 des 4 2 9 n, W i 10 25 1 Walzer, dann irgend ein sentimentales Lied. Die Männer und wohl jeder wischt sich verstohlen über die Augen. auf einer Seite bepflanzen ließ. Von der Brücke bis zur 3 1 Eeisenbahn wurde die Straße mit einer Lindenreihe bepflanzt, weil die Lage an dieser Stelle eine Obstbaumanpflanzung nicht kratsam erscheinen läßt.— Geheimerat Professor Dr. Poppert hat in dem vorderen Teil seines Gartens an der Leihgesterner Straße eine kunstgerechte Zwergobstanlage, ca. 300 Stämme in Uform, Viererpalmetten und Schnurbäumen anlegen lassen. Der obere Teil ist mit 70 Pyramiden bester und edelster Sorten bepflanzt. Die Anlage dürfte wohl in einigen Jahren die schönste Plantage in der Gemarkung Gießen werden. . Die Strafkammerverhandlungen nehmen im neuen Jahr ihren Anfang am 8. Januar, * Landkreis Gießen. . O Rabertshausen, 2 Jan. Dem Unteroffizier der Re⸗ Herve Karl Dietz von hier im Jufanterie-Regiment Nr. 116 wurde das Eiserne Kreuz verlieben. Kreis Schotten. 1 O Burkhards, 2. Jan. emen plötzlichen Tod fand vor einigen Tagen der 18jährige Sohn des Dresshmas binenbesitzers Johannes Heinz von hier. Die Mutter fand zu ihrem große 5 Schrecken den Sohn in der hinter dem Hause her fließenden Nidder tot auf. Er hatte sich, jedenfalls in der Absicht, sich zu waschen, hierhin begeben und dabet, von einem Krampfanfall besallen, den Tod gefunden. * Kreis Friedberg. 4 A Aus der Wetterau, 1. Jan. Die Wintersaat zeigt einen sehr guten Stand. Vesonders gut tritt der Weizen in den Winter ein. Falls die Winterfrucht gut überkommt, sleht seine gute Ernte in Aussicht. 5? Pohl⸗Göus, 1. Jan. Gestern abend erstrabhlte zum erstenmale unser Ort im Glanze des elektrischen Lichtes. Die Jnstallateure, insonderheit die Firma Bode, Vutzbach, die wohl, aller Hausleitungen sertigstellte, entfalteten bis tie in die Nacht eine emsige Tatigkeit, um möglichst vielen Familien noch im alten Jahre die Annehmlichkeiten der elettrischen Beleuchtung zu ver chaffen. N Starkenburg und Rheinhessen. .(ch) Rüdesheim am Rhein, 3. Jan. Der„Rhein. Bolksztg.“ wird geschrieben: Schon wochenlang höre ich bei meinen Weinbergsarbeiten an einzelnen und auch aufein— anderfolgenden Tagen, von der französischen Grenze her, den dumpfen Donner der Geschütze. Am 31. Dezember nachmittags war ich wieder in der Weinbergs 3„Im Stauch“ beschäftigt. Sie grenzt an die Zahnrad⸗ bahn und die Eichenhecken des Niederwaldes und bildet en zwei hohen Steinrosseln einen guten Schallfänger. Kurz nach 4 Uhr hörte ich plötzlich wieder das bekannte pausen von 1—5 Minuten jedesmal 6 Schüsse, die jeder gewissermaßen mit einem rollenden Echo verbunden waren. Sie kamen aus einer fernen vom Abendrot beleuchteten Nebelbank in der Luftlinie Trier— Bingen. Andere Wein⸗ bergsbesitzer haben genau dasselbe gehört. Hessen⸗Nassau. m Neustadt, 3. an. ei der gestern durch den Jaad⸗ vächter Obersörster Grütter hier in der Stadtwaldung Neu tadt vorgenommenen Treibjagd wurden 30 Oasen, 5 Rehe und ein Fuchs zur Strecke gebracht. Die Treibjagden in der Feldgemarkung hier sinden im Lause dieses Monats statt.— Gestern wurde eine Familie im nahen Anzefahr durch einen schweren Unglücks sall betroffen. Em Kind Fürzte beim Spielen in einen auf der Erde stehenden Topf heißen Wassers und verbrannte sich derart, daß es an den erlittenen Wunden starb. b Höch st a. M., I. Jan. Dieser Tage passierte ein großer Transport gesangener Franzosen den hiesigen Bahnhof. Stumpf und teilnahmlos brüteten die Soldaten vor sich bin, wahrend der Zug einige Zeit hielt. Mit einemmal erhebt die b esellschast ein wahres Indianergeheul, brüllt vor Freude und ruft in höch ter Verzückung: La gare de Frauefort sur le Mein est éerasé! Vive la France!“(Tei Frantfurter Bahnhof ist zerstört! Hoch Frank⸗ reich!) Mit Mühe und Not gelingt es schließlich den begleitenden Landstürmern, die Burschen zur Ruhe zu bringen und die Ursache des Freudengeheuls zu erfahren. Die Franzosen hatten die Trümmer unseres alten Bahnhoses, der augenblicklich abgebrochen wird, für den von den franzönschen Fliegern„vernispteten“ Frank⸗ furter Vahnhos gehalten und ihrer Freude darüber in ihrer tempera- mentvollen Art Ausdruck verliehen. a Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Aufnahme in die Militär-Vorbereitungs⸗Anstalt Weil⸗ burg. 1. Junge Leute, die mindestens das 16. Lebensjahr vollendet haben, am Tage der Einstellung jedoch nicht älter als 16¾ Jahre alt sind, und von denen mit Sicherheit zu erwarten ist, daß sie mit vollendetem 17. Lebensjahre felddienstfähig sein werden, kön⸗ nen sich bis spätestens 13. Januar bei einem Bezirkskommando des Korpsbereiches zur Aufnahme in die Militär-Vorbereitungs⸗ Anstalt Weilburg melden. Sie erhalten in dieser Anstalt bis zum Uebertritt zur Truppe, welcher, die Felddienstfähigkeit vorausgesetzt, mit vollendetem 17. Lebensjahre erfolgt, eine vorwiegend militärische Ausbildung Die Einstellung erfolgt am 20. Januar 1915 und bei nach⸗ träglichen Anmeldungen an später noch zu bestimmenden Zeit⸗ punkten. 2. Die Aufnahme erfolgt nach ärztlicher Untersuchung. Die Betr.: Donnergrollen, aber so nahe und so deutlich, daß ich fast meinen Ohren nicht traute. Ich zählte in Bewerber müssen vollkommen gesund und frei von körperlichen Go⸗ brechen und wahrnehmbaren Anlagen zu chronischen Krankheiten sein. Eine Prüfung auf Schulbildung findet bei der Aufnahme nicht statt. 0 Erlittene leichte Strafen schließen die Annahme nicht aus. 3. Eine Verpflichtung, über die gesetliche Dienstpflicht hinaus zu dienen, erwächst den Aufgenommenen nicht. 4. Diejenigen Freiwilligen, welche mit vollendetem 17. Lebens⸗ jahre noch nicht selddienstfähig sind, können auf ihren Wunsch einer Unteroffizier⸗Schule überwiesen oder bis zur erlangten Felddienst⸗ fähigteit in der Anstalt belassen werden. Andernfalls würde ihre Entlassung notwendig sein. 5. Bei der Demobilmachung können die Aufgenommenen auf ihren Wunsch, soweit sie noch nicht ausgebildet sind, in eine Unter⸗ offizierschule, soweit sie sich bereits bei einem Truppenteil befin⸗ den, in eine Unteroffizierschule unter den für diese Schule vorge⸗ schriebenen Bedingungen, die auf den Bezirkskommandos einzuf sind, aufgenommen werden. Der Kommandierende General des XVIII. Armeekorps. Freiherr von Gall, General der Infanterie. Bekanntmachung. Betr.: Die Fleischversorgung in Kriegszeiten. Es besteht Grund zur Annahme, daß Landwirte, der Besorgnis, nicht im Besitze genügender Futtermittel zu sein, keine Ferkel mehr aufziehen. Dadurch würde der notwendige Nachwuchs an Schweinen in Frage gestellt, was im Hinblick auf die augenblicklich schon schweren und vielleicht noch schwerer werdenden Zeiten jedes Verständnis für die 1 wirt⸗ schaftlichen Bedürfnisse der Allgemeinheit vermissen ließe. Es mag sein, daß dem einen oder anderen Landwirt die Frage der Aufzucht von Schweinen zurzeit Sorge bereitet. Diese Sorge läßt sich jedoch beseitigen, ohne daß auf die Aufzucht der bestände verzichtet zu werden braucht. Denn sollten da dort die Bestände an Ferkeln und schlachtreifen Tieren unter den augenblicklichen Futtermittelverhältnissen zu groß sein, dann dürsen nicht etwa frisch gewordene Ferkel beseitigt, sondern es müssen zunächst die schlachtreisen Tiere baldmöglichst verwertet werden. Sollten für schlachtreife Tiere angemessene Preise nicht zu erzielen sein, dann empfiehlt es sich füns die Landwirte, unter Beobachtung der Bestimmungen für die Fleischbeschau selbst zu schlachten, Dauerware herzustellen und diese zur geg Zeit auf den Markt zu bringen, womit alsdann nicht nur der Allgemeinheit cin Dienst erwiesen, sondern auch den Landwirten ein angemessener Erlös für ihre Erzeugnisse gesichert ist. Gießen, den 30. Dezember 1914. Großherzogliches Kreisamt Gießen. r. Usinger. An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Es wird Ihnen zur Pflicht gemacht gegebenenfalls im Sinne der vorstehenden Bekanntmachung zu wirken. Gießen, den 30. Dezember 1914. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Usinger. — den Zwischen⸗ 8 An aan n Damen-Johheideref 7 Vermietungen 5 Zimmer Schöne 5⸗Zimmer⸗Wohn. m 1. Stock(Sonnenseite per 1. April an ruhige Mieter zu verm Kaiser⸗Allee 1. 43 Schöne 5 Zimmerwohn. mit allem Zubehör vex 1. April zu vermieten. 1149 Goetbestr. 68. Näh. Part. 027] Marburger Str. 49 1. Etage besteh. aus 5 Zim., Badez., Balk. ar. Mansarden⸗ zim. Küche, all. Zub. u. Garten- ant. p... zu verm. J. Aubach. s Schöne 5⸗Zimmerw., Part., ver 1. April zu verm. Näberes Bleichst“. 33 J. Zimmer 4. Zimmerwohn. zu verhweten. Dammstr. 25 127050 Näg. Walltorstr. 13. Schöne 1 Zimmerwohn. mit Badez., gr. Trockenbod., Mädchenk. usw. ver 1. Avr 1 75 zu vermieten 7 Näheres Nord⸗Anlage 7p, nächst der Wen Anlage. I. Zinnet⸗Woh ung im 2. St., mit Gartenant, zu v. 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Die Bedingungen und Zeich⸗ nungen liegen hier zur Ein⸗ sicht aus. Die Angebotshefte können gegen portofreie Ein⸗ sendung der nachgenannten Beträge ein Postanweisung, von hier bezogen werden. Los I. 1.10 Uk. Los II. 0.80 Mk. Los III. 0.80 Mik. Los IV. 0.80 Mk. Los V., 070 Mk. Die Angebote sind versie⸗ gelt und mit der Aufschrift: Angebot auf Ausführung der Erd-, Maurer- usw. Arbeiten zur Errichtung des Stell⸗ werks„Dot“ bis zum Eröff⸗ nungstermin am 14. 1. 1915, vorm. 11 Uhr, bei der Bau⸗ ab'eilung Dillenburg einzu. reichen. e 16²¹d Zuschlaassrist 8 Tage. Dillenburg, den 31. Dez 1914. Kgl. Eisenbabhnbauabtetlung. Empfehlungen Schirmseide für Militär-Westen garantiert wasserdicht in vielen Qualitäten. Auf Wunsch wird nach Fertigstellg. nochmals geg. Wass. imprägniert. Schirmfabrik Levi. Metallbetten Holzrabmenmatratz, Kinder⸗ beit. bill. an Private. Kat. fr. Fisenmbbeltahrik, Suh!. Th. Ilg. Deutsch. Frauenverein Ortsgruppe Gießen. Auskunftstelle für Frauenberufe. rauen u. 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Das Brennholz kommt mittags gegen 12 Uhr zur Versteigerung. Staufenberg, den 3. Januar 1915. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan. Holzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Bersrod sollen im Wege schristlichen Angebots verkauft werden: a 22222222722222222222222222222 Los 1: a 5 Fichtenstämme 3. Kl. mit 8 Fstm. 35 4. 80 5 Ba.„„ 160 5 5b.„ Los 2: 4 1 Fichtenstamm 3. Kl. mit 1,60 Fstm. 2 Fichten aämme 4.„„ 2 Fstm. 15 7 Ba.„„ 1 145 5 5b.„„ Los 3, Buchen⸗Schnittholz: 2. Klasse mit 10 Fsim. 3. 5 5 * 5 Angebote sind nach Sortiment und Klassen getrennt mit entsprechender Aufschrift bis zum 8. Januar l Is., nachmittags 1½ Uhr, bei unter⸗ zeichneter Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann die Eröffnung stattfindet. Das Holz lagert nahe n chaussierten Wegen und wird auf Wunsch von Forstwart Spaar vorgezeigt. nechtsschutzstelle. Bersrod, den 3. Januar 1915. Großh. VBürgermeisterei Bersrod. E Reuschling 122 4 * 5 5