— mittags,(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: An 7 05 5 f erschein täglich, außer Sonntags.— Beilagen: Sicherer geniiendlater ier, 5 weimal wöchentl. Kreis⸗ latt für den kreis Gießen (Dienstag und Freiiaa), zweimal Land wirtschaftlic Ferusprech schlüsse: für die Schriftleitung 12 Verlag, Geschäftsstelledl Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Sleßen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. ießener A General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruc und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und steindruckerei R. gange. Schriftleitung, SGeschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. .. 5 ö— 165. Jahrgang 4 N nze GBunnstag, 2. Januar 1015 BSezugsvreiz: monatl. 75 Pfl., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.: durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den polit. Teil: Aug. Goetz; mischtes“ und, Gerichts- saal“: Karl Neurath; für„Stadt und Land“: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck. Eine laiserliche Kundgebung zum Jahreswechsel. Ein englisches Schlachtschiff vernichtet. Fast 600 000 Gefangene in Deutschland. * Kaiserworte zum Jahreswechsel. (WTB) Großes Hauptetzartier, 31. Dezember Amtlich.) An das deutsche Heer üno die deutsche Marine! Nach fünf Monate langem. schwerem, heißem Ringen treten wir ins neue Jahr. Glänzende Siege sind er foch⸗ ten und große Erfolge errungen. Die deutschen Armeen stehen faft überall in Feindesland und wiederholte Versuche der Gegner, mit ihren Heeresmassen deutschen Vo⸗ den zu überschwemmen, sind gescheitert. In allen Meeren haben sich Meine Schiffe mit Ruhm bedeckt. Ihre Besatzungen bewiesen, daß sie nicht nur siegreich zu fechten, sondern von der Uebermacht erdrückt, auch heldenhaft zu sterben vermögen. Hinter Heer und Flotte steht das deutsche Volk in beispielloser Ein⸗ tracht bereit, sein bestes herzugeben für den heiligen heimi⸗ schen Herd, den wir gegen frevelhaften Ueberfall verteidigen. Viel ist im alten Jahre geschehen; noch aber sind die Feinde nicht niedergerungen. Immer neue Scharen wälzen sie gegen uns und unserer treuen Verbündeten Heere heran. Doch ihre Zahlen schrecken uns nicht. Ob auch die Zeit ernst, die vor uns liegende Aufgabe schwer sst, voll fester Zu⸗ versicht dürfen wir in die Zukunft blicken. Nächst Gottes weiser Führung vertraue Ich auf die unvergleichliche Tapferkeit Meiner Armee und Marine und weiß Mich eins mit dem ganzen deutschen Volke. Darum unverzagt dem neuen Jahre entgegen zu — Taten und neuen Siegen für unser geliebtes Vater⸗ and. Großes Hauptquartier, 31. Dezember 1914. 5 gez. Wilhelm J. R. *.** * (W TB.) Gro ßes Hauptquartier, 31. Dez. vor⸗ der e war im allgemeinen Ruhe. Der Feind legte sein Artilleriefeuer auf Westende⸗Bad, zerstörte einen Teil der Häuser, ohne militärischen Schaden anzurichten. In der von uns gesprengten Alger Auberge Ferme, südöstlich Reims, wurde eine ganze französische Kompagnie ver⸗ nicht et. Starke französische Angriffe nördlich des Lagers von Chalons wurden überallabgewiesen. Im westlichen Teil der Argonnen gewannen unsere Truppen unter Fortnahme mehrerer hintereinander liegen⸗ der Gräben und Gefangennahme von über 250 Franzosen erheblich Boden. In der Gegend Fliren nördlich Toul scheiterten französische An⸗ griffsversuche. Im Oberelsaß in der Gegend west⸗ lich Sennheim brachen sämtliche Angriffe der Franzosen in unserem Feuer zusammen. Systematisch schossen sie Haus für Haus des von uns besetzten Dorfes Steinbach in Trüm⸗ mer. Unsere Verluste sind aber gering. Lage in Ostpreußen und in Polen nördlich der Weichsel unverändert. ü An und östlich der Bzura dauern die Kämpfe fort. In der Gegend von Rawa machte unsere Offensive Fort⸗ schritte. Auf dem Ostufer der Pilica sst die Lage un⸗ veründert. Oberste Heeresleitung. (WTB) Großes Hauptquartier, 1. Jan., vor⸗ mittags.(Amtl.) Westlicher Kriegsschauplatz: Bei Nieuport ereignete sich nichts Wesentliches. Von einer Wiedereinnahme des durch feindliches Artilleriefeuer voll⸗ kommen zusammengeschossenen Gehöftes St. Georges wurde mit Rücksicht auf den dort befindlichen hohen Wasser⸗ stand abgesehen. ich Béthune südlich des Kanals entrissen wir den Engländern einen Schützengraben. n Argonnen kamen unsere Angriffe weiter vorwärts: wieder fielen 400 Gefangene, 6 Maschinen⸗ gewehre, 4 Minenwerfer und zahlreiche andere Waffen und ition in unsere Hände. nordwestlich St. Mihiel bei Lahaymeirx eu bee Lager schossen wir in Brand. An⸗ griffe bei Flirey und westlich Sennheim, die sich gestern wiederholten, wurden fümtlich abgeschlagen. Oestlicher Kriegsschauplatz: An der ost⸗ breußischen Grenze und in Polen blieb die Lage a* unverändert. Starker Nebel behindert die Operationen. 8 1 Oberste Heeres leitung. * „* Vernichtung des englischen Linienschiffes„Formidable“. „(TB. Berlin 1. Jan.(Nichtamtlich.) Aus London wird amtlich gemeldet: Das englische Linienschiff Formidable“ ist heute früh im Kanal gesunken. 71 Mann der Besatzung sind durch einen kleinen Kreuzer gerettet. Es ist möglich, daß weitere Ueberlebende von an⸗ deren Schiffen aufgenommen wurden. Das englische Preß⸗ bureau fügt hinzu, es sei noch unsicher, ob die Ursache eine Mine oder der Torpedoschuß eines Unterseebootes sei. Notiz: Die„Formidable“, ein Schwesterschiff des untergegangenen„Bulwark“, ist ein älteres Linienschiff aus dem Jahre 1898, hat eine Wasserverdrängung von 15 240 Tonnen, eine Armierung von vier 30,5⸗Zentimeter-, zwölf 15-JZentimeter, 18 leichteren Geschützen und vier Torpedo⸗ ausstoßrohren. Die Maschinenleistung beträgt 15 000 PS, die Heschwindigkeit 18 Seemeilen, die Befatzung 760 a M ann. Die„Formidable“ gehört zum dritten Linienschiff— geschwader und wurde mehrfach unter den Schiffen genannt, die die belgische Küste in letzter Zeit beschossen. ** * 586013 Kriegsgefangene in den deutschen Lagern. (WTB) Berlin, 31. Dez. Die amtliche Gesamt⸗ zahl der bei Jahresschluß in Deutschland befindlichen und internierten Kriegsgefangenen(keine Zivilgefange darunter nen) beträgt 8138 Offiziere, 577875 Mann. Ii dieser Zahl ist ein Teil der bei der Verfolgung in Russisch⸗ Polen gemachten, sowie alle im Abtransport noch befindlichen Gefaugenen noch nicht enthalten. Die Gesamtzahl fetzt sich folgendermaßen zusammen: Franzosen 3459 Offiziere, 215905 Mann, darunter 7 Generale, Russen 3575 Offiziere, 306 294 Mann, 18 Generale, Belgier 612 Offiziere, 36852 Mann, darunter 3 Generale, Engländer 492 Offiziere, 18 824 Mann. Die über Kopenhagen verbreitete, angeblich vom russi⸗ schen Kriegsminister stammende Meldung, daß sich in Ruß⸗ land 1140 Offiziere und 134700 Mann deutsche Kriegs- gefangene befünden, ist irreführend. Die Russen zählen in die Gesamtzahl alle Ziuilgefangenen hinein, die zum Kriegsbeginn zurückgehalten und interniert worden sind. Kriegsgefangene sind allerhöchstens fünfzehn Pro⸗ zeut der angegebenen Summe zu veranschlagen. Hierbei ist zu beachten, daß ein großer Teil auch dieser Gefangenen ver⸗ wundet in die Hände der Russen gefallen ist. 1 Die Beute bei unserer neuen Ofssensive in Polen. Berlin, 31. Dez.(Wish. Nichtamtlich.) Aus dem Großen Hauptquartier erfahren wir, daß unsere in Polen kämpfenden Truppen bei der an die Kämpfe bei Lodz und Lowicz anschließenden Verfolgung über 56 000 Gefangene gemacht und viele Geschütze und Maschinen⸗ gewehre erbeutet haben. Die Gesamtbeute unserer am 11. November in Polen einsetzenden Offensive ist somit auf 136000 Gefangene über 100 Geschütze und über 300 Maschinengewehre gestiegen. * Der Kaiser hat zu dem weltgeschichtlichen Jahres⸗ wechsel im Völkerkriege in einer wuchtigen Kundgebung zu seinem Heer und seiner Flotte und zum deutschen Volke gesprochen. Wenn es gegenüber dem Auslande noch eines flammenden Beweises für deutsche Kraft und Einigkeit und im Inlande einer noch innigeren Knüpfung der Bande des Zusammengehörigkeitsgefühls bedurft hätte— die markigen Kaiserworte haben sie gegeben. Das Ausland weiß: das Wort des Deutschen Kaisers ist hart wie Stahl und durch⸗ sichtig wie Kristall, und wenn in dem Augenblick, wo die beiden gewaltigsten Jahre der ganzen Geschichte zusammen⸗ stoßen, der Kaiser die Stimme erhebt, um festzustellen, daß Deutschlands Heere den Krieg trotz riesengroßer Uebermacht auf feindlichen Boden zu tragen vermochten, und daß in Deutschland an ihrem Siege niemand zweifelt, wenn der Kaiser in stolzer Zuversicht das völlige, restlose Sicheins⸗ wissen mit dem Volkswillen und empfinden betont, dann müssen sich auch die größten Optimisten und Verdrehungs⸗ künstler im feindlichen Lager sagen: Solche Worte sind nicht Schall und Rauch, sie sind die Einleitung des kom- menden furchtbaren Gerichts, denn so kann nur der sprechen, der nicht nur den Willen zum Siege, sondern auch die 8 durch nichts zu erschütternde und auf eherne atsachen gegründete Zuversicht sein eigen nennt, daß er das Schwert nicht in die Scheide zu werfen braucht, ehe es ihm den Sieg erstritten hat. Diesen Glauben hat der Kaiser seinem Volke zum neuen Jahre aufs neue bekräftigt. Glaube und Kraft auf der einen, Mißtrauen und Schwanken auf der anderen Seite. Während bei uns Kaiser, Führer und Volk in einem großen Wollen zusammenstehn, mehren sich bei unseren Feinden von Tag zu Tag die An- zeichen der wachsenden Unzufriedenheit des einen mit dem andern. Rußland fordert von Frankreich, was es selbst nicht leisten kann, Frankreich wirft Rußland Fehler und Schwäche vor, und beide vereint mäkeln an Englands ungenügender Unterstützung. Joffres Jahresbilanz findet in der Presse seines Landes schwächlichen Widerhall; man er⸗ wartet mehr, bekrittelt die Maße des Erreichten, verlangt größere Anstrengungen, greifbarere Resultate, ruft nach fremder Hilfe, stellt ängstlich abwägend die deutschen Erfolge den eigenen gegenüber. Das Unbehagen wird vermehrt durch die entschiedene Haltung Amerikas, daß englischer Schikane müde die entscheidende Frage gewagt hat. Bezeichnend für die Unsicherheit im gegnerischen Lager sind gerade die letzten französischen Berichte: Mit tönenden Phrasen werden kleine und kleinste Episoden zu ruhmreichen Taten aufgebauscht, aber statt der großen Dezember⸗Offensive heißt es am Jah⸗ resschluß:„Wir sind keinen Fuß breit zurückgewichen.“— Und wir? 5. 2 Eine Neujahrsfreude von der besten, zeitgemäßesten Art brachte der 1. Januar des begonnenen Jahres als willkom— menes Vorzeichen: Das englische Schlachtschiff„For mi— dable“ sank im Kanal, und weit über 600 Mann von seiner Besatzung fanden den Tod in den Fluten. Auf wessen Konto die Katastropbe zu setzen ist, ob eine Mine oder ein deutsches Unterseeboot der Urheber war, steht dahin Die Tatsache, daß die englische Admiralität die zweite Möglichkeit zugibt, läßt es für uns zur Wahrscheinlichkeit werden, daß unsere Marine das zweite Kriegsjahr mit einem würdigen Auftakt begonnen und ein deutsches Unterseeboot den eng⸗ ischen Schrecken vor dieser unserer überlegenen Waffe ver⸗ mehrt hat. Verstärkt wird diese Wahrscheinlichkeit durch die Erwägung, daß das Erscheinen eines unserer vielbeschäftigten, unermüdlichen Tauchboote im Kanale eher anzunehmen ist für„Feuilleton“,„Ver⸗ als die Anwesenheit von Minen, die gerade dort in der Nähe der Küste schwerlich von uns gelegt sein können. Sei dem wie ihm wolle, die Genugtuung, daß England wieder eines wert⸗ vollen Bestandteiles seiner Flotte verlustig gegangen ist, wird nicht davon berührt, wem wir sie zu danken haben. Die Tagesberichte der verbündeten Heere von gestern und vorgestern wissen wiederum von größeren und leineren Fortschritten und namentlich von einem Stillstand des russischen Vorgehens gegen die österreichischen Kräfte in den Karpathen zu melden, durch das die Russen eine Einwirkung auf die verzweifelte Lage auf ihrem rechten Flügel zu erzielen hofften. Der russische Vorstoß gegen den Bila-Abschnitt, der diesem Zwecke hauptsächlich dienen sollte, ist wiederholt an der neuen Aufstellung der Oester⸗ reicher blutig zerschellt und endete vorgestern mit dem Verlust von 2000 Gefangenen. Ins Zeitbild fügt es sich weiterhin erfreulich, daß die deutsche Heeresleitung zum Jahresschluß die Gesamtzahl der in deutschen Lagern befindlichen Kriegsgefangenen bekanntgegeben hat. Fast 600 000 Mannschaften und Offi⸗ ziere bevölkern die Baracken in deutschen Landen als leben⸗ der Beweis für die Unwiderstehlichkeit unserer Heere. Gaben so schon die Betrachtungen, die an das Scheiden des alten Jahres geknüpft wurden, das Recht zu festem Vertrauen und schönster Hoffnung, so wird man von Be⸗ gleiterscheinungen, unter denen das Jahr 1915 in die deutsche Geschichte trat, ebenfalls freudigen Mut hernehmen lönnen. Wo ein Kaiser so zu seinem Volke sprechen darf, wo das Schwert seinem Wort solchen Nachdruck leiht, da ist die stolzeste Hoffnung auf Waffenheil zund Vaterlandes Größe heilig und gerecht. ** * 1 Die österreichischen Tagesberichte. Wien, 31. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird bekanntgegeben: 31. Dezember mittags. Gestern entwickelten die Russen in der Bukowina und in den Karpathen eine lebhaftere Tätigkeit. Unsere Truppen halten am Suc⸗ zawa-Flussei m oberen Gebiet des Czermemosz, weiter west⸗ lich und auf den Kammhöhen der Karpathen, dann im Nagy-Ag⸗Tale bei Gekörmezs, wo gestern wieder ein An⸗ griff des Feindes unter schweren Verlusten schei⸗ terte, endlich im obersten Gebiet der Latrocza und nörd⸗ lich des Ueczeker Passes. Nördlich dieses Passes hat der 1 Gegner, der seine Vorrückung hier einstellte, teinen Kar⸗ pathenübergang in Händen. N Im Raume von Gorlice und nordöstlich Zaklizun wur⸗ den die Gefechte auch in der vergangenen Nacht fortgesetzt. Heftige Angriffe der Russen wurden überall abgewiesen. An der Nida herrschte Ruhe; weiter nordwärts schrei— tet der Angriff der Verbündeten fort. Vor Przemysl wurden russische Patrouillen in österreichisch⸗ungarischen Uniformen festge⸗ stellt. Offiziere und Mannschaften des Feindes, die sich dieser unzulässigen Kriegslist bedienen, haben auf die Be⸗ günstigung der internationalen Gesetze und Gebräuche im Kriege keinen Anspruch. b Die Ruhe auf dem hält an. Oestlich Trebinje zwang unsere Artillerie die Mon⸗ tenegriner nach mehrstündigem Geschützkampfe zum Rück⸗ zuge. * Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 1. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 1. Januar 1915 mittags: Die Kämpfe in den Karpathen und in der Bukowina dauern an. Sie führten gestern zu keiner Aenderung der Situation. * Balkan⸗Kriegsschauplaz 1 5 2 — 2 4 2 5 N. 18775 5 7 * 1 55 1 1 8 7 . U * Am Bila⸗Abschnitt südlich von Tarnow wurden tagsüber und während der Nacht wiederholte feindliche An⸗ griffe unter schweren Verlusten des Gegners abgewiesen. Unsere Truppen machten hierbei 2000 Gefangene und erbeuteten sechs Maschinengewehre. Nördlich der Weichsel behindert andauernd starker Nebel die Gefechtstätigkeit. waren kleinere Fortschritte gemacht. Am südlichen Kriegsschauplatz hat sich nichts er⸗ eignet. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 1 Neujahr im Hauptquartier.. 8 Berlin, 1. Jan.(WTB Nichtamtlich.) Im Anschluß an den Neujahrsgottedienst nahm der Kaiser im Großen Hauptquartier eine Gratulationscour entgegen und ließ sich die neubeförderten Offiziere vorstellen. Der Monarch, der einen ungemein frischen und bei allem tiefen Ernst einen stol z⸗ zuversichtlichen Eindruck machte, zeichnete die Vertreter der verbündeten österreichisch-ungarischen Heeresmacht besonders freundlich durch Ansprachen aus. Die im Großen Hauptquartier an⸗ Es herrscht daher teils Ruhe, teils 1 1 2 1 wesenden Kriegs berichterstatter begrüßte der Kaiser mit fi. und 9 Worten:„Meine Herren! hoffe, da im neuen Jahre recht viel Gutes zu berichten werden. Wir werden nicht eher ruhen, als bis wir den endgiltigen Sieg erfochten haben!“ Eine Ansprache des Generalstabschefs. (Telegramm unseres Kriegsberichterstatters.) Großes Hauptquartier, 31. Dezember. Bei der Weihnachtsfeier des Großen Generalstabes im Großen Hauptquartier hielt der Generalstabschef v. Falklenhayn folgende Ansprache:„Wir weihen unser Glas heute den Brüdern, die in der kalten Erde oder auf dem Grunde des Meeres ruhen, den Kameraden, die ihre Brust dem Feinde bieten, dem Kaiser, unsern Lieben daheim und dem Frieden, der auf den Sieg folgt!“ err Neujahrsdank an seine Truppen. rlin, 1. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Berliner — 712 meldet: General seldmaxschall v.* denburg hat anläßlich des Jahreswechsels folgenden Tagesbesehl an seine Armee erlassen: Hauptquartier-⸗Ost, 30. Dez. 1914. Soldaten des Ostheeres! Am Jahresschluß ist mir Herzensbedürfnis, Euch meinen wärmsten Dank und meine vollste Anerkennung für das auszusprechen, was Ihr in dem abgelaufenen Zeitabschnitt vor dem geleistet— Was Ihr an Entbehrungen ertragen und an t ausgeführt habt, das wird die Kriegsgeschichte aller Zeiten stets zu den größten Taten zählen. Die Tage von r an den Masurischen Seen, von Opato, Iwangorod und Warschau, von Wloclawek, Kutno und Lodz, von der Vilica, Dura und Rawka können Euch nie vergessen werden. Mit Dank gegen Gott, der uns die Kraft zu solchem Tun gegeben hat, und mit festem 9 en auf seine weitere Hilfe wollen wir in das neue Jahr eintreten. Treu unserem Soldateneide werden wir unsere Pflicht auch ferner tun, bis unserem tapferen Vaterlande ein ehrenvoller Frieden gewiß ist. Und nun weiter frisch drauf, wie 1914 so auch 1915 Es lebe der Kaiser und König, unser N 17 Kriegsherr, Hurra! v. Hindenburg, Generalfeldmarschall. Oberbefehlshaber der gesamten Streitkräfte im Osten. Der Senior der deutschen Bundesfürsten an den Kaiser. e 4 9 w — N zwi önig Ludwig u 7 olgender Depeschenwechsel stattgefunden: Sr. Majestät, Kaiser Wilhelm Frobes Hauptquartier. An der Wende des es, in dem Deutschland gegen eine Welt von 7 zum e greifen mußte, beseelt uns alle nur der ke: Möge es unserer tapferen Armee und unserer heldenmüti⸗ en Marine gelingen, den Gegner niederzuringen, möge dem deut⸗ —— Volke im neuen Jahre ein Frieden gesichert werden, der wert ist der schweren Opfer, die es zum Schibe des Vaterlandes auf sich genommen hat. In der zuversichtlichen Hoffnung, daß diesem Wunsch die Erfüllung beschleden sein wird, stehen die deutschen Fürsten und Stämme munerschüt⸗ 5 Treue zu Kaiser und Reich. Gott schütze Dich und Dein Haus auch im neuen Jahre, erhalte Dir Kraft im Kampfe für Deutschlands Größe und Ehre und verleihe den deut⸗ 1 und unserer gerechten Sache den Sieg. Ludwig, Marie AKaiser Wilhelm erwiderte: bre Majestäten den e evorste mich heute bei 1 Rückkehr von einer kurzen Nele 30 erwiber rt Beelen Air deren an eder Set wen d l mir au we 2 wir alle hätten nur den einen Gebanien, daß den.— im neuen Ja i i würdig en ein gesichert werde, „ um mit Got⸗ se durch unsere heldenhaften ruppen den Sieg zu er⸗ garer den wir für die 12 Sache mit felsen fester ubersicht erhoffen. In herzlicher Freundschaft Wilhelm. 5 1 8 1 ebung. en, 31. Dez. g lich.) Der Kais⸗ nach⸗ stehenden Armee. und ec erlassen: Seit fünf 3 des scheidenden Jahres steht die Monarchie in dem ihr und ihrem treuen Verbündeten 9 Krieg gegen zahlreiche und mächtige Feinde. Im Rückblick auf die beharrliche Ausdauer, K. esfreudigkeit und die todesmutige Tapferkeit meines Heeres und meiner Flotte gewinnt der Ausblick in das neue Kriegsjahr die erhebende Zuversicht, daß Oesterreich⸗Ungarns Kriegsleute zu Land und zu Wasser— schwersten Pro⸗ ben, die der Krieg ihren militärischen Tugenden auferlegen mag, mit Ehren bestehen werden zum Wohle des Vaterlandes. 2 wehmutsvoller Dankbarkeit gedenke ich der Vielen, die auß er Wahlstatt ihr Leben für unsere gerechte Sache hingegeben haben. Mit wärmster Anerkennung grüße 1 alle meine Braven, auf daß mit Gottes Hilfe das neue Jahr sie zum Siege führe. Die Dezemberbilanz unserer Kämpfe in den Argonnen Berlin, 1. n. Nichtamtlich.) Aus de G e wir Bie n 6 eren in den An kämpfenden Truppen gemachte triegsbeute beträgt insgesamt 2950 un verwundete Gefangene, 21 Maschinengewehre, 14 Minenwerfer, 2 Re⸗ volverkanonen, 1 Bronzemörser. Die Kämpfe im Osten. Rotterdam, 2. Jan. Russische Meldungen besagen, daß die Kämpfe an der Bzura und Rawka anhalten und die Gegenangriffe fortdauern. Die Russen geben zu, daß es den Deutschen gelungen sei, an einer Stelle die Raw La 51 überschreiten. In der Morgendämmerung hätten sie die russischen Pofitionen heftig ange riffen. Die Russen hätten dann aber auf dem Flügel neue Resexven herangezogen und schließlich sei aus dem Gefecht ein blutiger Bajonekt⸗ kampf* bei dem auf keiner Seite Pardon gegeben wurde. Auf beiden Seiten seien die Verluste sehr schwer go⸗ wesen. Der französische Tagesbericht. enf, 31. Dez.(Priv.⸗Tel., Ctr. Frkft.) Der amtliche fran⸗ .* Bericht von 1 nachmittag 3 Uhr lautet: Vom Meer 24 Ais ne war der Tag so ziemlich rubig, Auf einigen Punk⸗ Nront gab es Artillerieduelle. In der Champagne. west⸗ riff wurde aber zurückgeschlagen, und indem wir unsererseits 105 ffensive t gewannen wir neues in. In dersel⸗ ne, 0 lerie unter Feuer genommen und zerstreut. den Argonnen, 5 Fontaien me, machten wir leichte Fortschritte, in⸗ em wir eine Mine sprengten und den freigewordenen Raum bo⸗ 3 11* 8 apstadt, 31. 0 Nichtamtlich) Meldung des Reuterschen Buregus: Oberst Maritz unternahm mit Kommando von 800 Mann, vier Feldlanonen und vier Maschtwengewehren mit Ne mp als Unterführer einen Angriff WWetellung von Anhängern der Regierung, die 480 Mann stark und mit zwei Maschinen ausgerũstet war. Der Angriff sand am 22. Dezember bei Water boe in der Nähe der Schuit⸗Drift westlich Kalantas statt. Die Regte⸗ rungsan hänger leisteten kräftigen Wider stand, mussten aber schließ⸗ lich einige Meilen zurückgehen, bis sie Verstärkungen be⸗ — 1 Versuche glüdten. Die ren gingen bei Sonnenuntergang nach boe zurück. Ein Luftangriff auf Dünkirchen. London, 1. Jan.(WTB. Nichtamtlich Ein ausführ⸗ licherer Bericht der„Daily Mail“ über einen Angriff deut⸗ scher Flugzeuge auf Dünkirchen besagt:* ha⸗ ben sieben Flugzeuge Bomben auf die Stadt abgeworfen. In allen Teilen der Stadt wurden Explosionen gehört. Kaum war ein Flugzeug verschwunden, als ein anderes erschien. In der Water⸗ öffnet wurde, die explodierende Bomben auswarfen, welche dicke schwarze Rauchsäulen hervorriesen. Viele Häuser wurden be⸗ schädigt. Nach allen Richtungen flogen die Scherben springender Fensterscheiben. An einer Stelle wurden die Gleise der Straßen⸗ bahn mitten durckhschnitten. Die erste Bombe fiel auf eine befestigte Stellung, zwei andere in der Nähe der Bahn⸗ station, der vierte in die Rue Caumartin, die fünfte in die Küche des Militärlazaretts, die nächste beim Rathaus in der Mue St. Pierre und Rue Nieuport, die letzte in die Nähe des Arsenals. Zwei Bomben fielen in die Vorstadt Rasendaal auf eine Fabrik. Auch die Bezirke Ouderkerque und Veurne wurden getroffen. Viele Personen wurden schwer verletzt; die Leichen waren schrecklich verstümmelt. Die Bomben waren mit Kugeln gefüllt, welche die Mauern verschiedener Gebäude wie ein Sieb durchlöcherten. Ein deutsches Flugzeug kreuzte als Wache außerhalb der Stadt und nahm an dem lleberfall nicht teil. Offenbar hielt es sich bereit, etwaige Angriffe feindlicher Flieger abzuwehren. Ein Lob für unsere Pioniere. Berlin, I. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ veröffentlicht folgenden Armeebefehl des Kronprinzen Wilhelm, der eine hohe Anerkennung für unsere Pioniere bedeutet: Armee-Oberkommando A. Hau., den 21. Dezember 1914: Wiederholte, mir in letzter Zeit erstattete Berichte über die aus⸗ gezeichneten Leistungen der Pioniere aller Armeekorps der Armee geben mir erwünschte Veranlassung, diesen vor züg⸗ lichen Truppen meine Anerkennung auszusprechen. Der ständige Ruf aller Schwesterwaffen nach Pionieren kennzeichnet am besten deren ausschlaggebende Bedeutung in unserer gegenwärtigen Stellung und im Festungskampfe gegen unsere pioniertechnisch höchst achtbaren Gegner. Ich ersuche die kommandierenden Generale. meine Anerkennung allen unterstellten Pionierkommandos zur Kenntnis zu bringen. Der Oberbefehlshaber Wilhelm, Kronprinz des Deutschen Reiches und von Preußen. Gegen den Deutschenhaß in Amerika. London, 1. Jan. WTB. Nichtamtlich.) Die„Central News“ meldet aus New Vork: Hermann Ridder spricht in der Staatszeitung die Hoffnung aus, bald eine deutsch⸗freund⸗ liche englische Tageszeitung herausgeben zu können, um dem Deutschenhaß wirkungsvoll entgegenzutreten. Die Lügen des„Matin“. Berlin, 1. Jan. WTB. Nichtamtlich.) Der„Matin“ vom 8. Dezember 1914 bringt die Nachricht, deutsche Lan d⸗ sturmoffiziere in Antwerpen hätten sich gewergert, an die Front zu 1 und etwa 100 von ihnen seien zur Aburteilung nach Köln gesandt. In Brüssel, Antwerpen und Mecheln seien die Garnisonen deshalb vom bayerischen Land⸗ sturm abgelöst worden.— Wie uns von zuständiger Stelle mit⸗ geteilt wird, sind diese Nachrichten erfunden. Hirngospinste. Berlin, 31. Dez(WN. Amtlich.) Die„Nordd. Allgem. Ztg.“ schreibt unter dem Titel:„Hirngespinste“: Das„Journal de Geneve“ behauptet, auf Grund besonderer err aus Paris, das Abkommen der Dreiver⸗ andsmächte vom 4. September, wonach sie nur gemeinsam Frieden schließen wollen, sei die Antwort auf die schon damals einsetzenden und seitdem fortgesetzten Bemü n Deutschlands um einen Sonderfrieden gewesen. r Pariser Gewährsmann des„Journal de Gendve“ vermutet, Deutschland denke vielleicht daran, Elsaß⸗-Lothringen an Frankreich zurückzugeben und dafür Belgien behalten, möglicherweise unter Abtretung eines wallonischen Stückes an Frankreich. Die 5— Mitteilungen sind ein neues Beispiel dafür, was die französischen Politiker der neutralen Presse aufzu⸗ binden wagen. Seitdem Frankreich für englische und russische Interessen den Krieg mit Deutschland begonnen hat, ist an die Bewilligung eines Sonderfriedens für den französischen Gegner von uns niemals edacht worden, geschweige, daß eine Bemühung in iesem Sinne von Deutschland a sei. Was der Gewährsmann des„Journal de Geneve“ als von uns viel⸗ leicht beabsichtigten Inhalt des deutsch-französischen Sonder⸗ friedens vermuten will, sind Hirngespinste. Eine elsaß⸗lothringische Frage gibt es für Deutschland nicht. Ueber Belgiens Zukunft schon jetzt 3 entscheiden, überlassen wir den Politikern und Strategen, die keine Verantwortung haben. Aus Warschau. Wien, 2. Jan. einer Meldung des Krakauer Blattes „Nowoje Reforma“ aus Lodz haben drei Warschauer Zeitungen ihr Erscheinen eingestellt. Die Flucht der Bevölkerung dauert fort und wird von der Militärbehörde, die vor Wochen durch An⸗ schläge zum Bleiben aufgefordert hatte, da keine Gefahr vorhanden sei, nunmehr unterstützt. Die Bewohner flüchten nach Wilna, 1 und Moskau. Es wird bestätigt, daß sämtliche Ziwil⸗ behörden bereits die Stadt verlassen haben. 0 Englisches Fliegerpech. Berlin, 31. Dez.(Priv. ⸗Tel.) Der„Berliner Lokalanzeiger“ meldet aus Kopenhagen: Nach einer Meldung aus Krist tanta rettete ein. Dampfer auf der Fahrt nach Rot⸗ terdam zwei englische Flieger, die in den Kanal gestürzt und sieben Stunden im Eiswasser getrieben waren. Beide waren stark leidend und wurden in Hoek van Holland gelandet. Die unbefriedigende Fahresschlußnote Joffres. Genf, 2. 5 Joffres Jahresschlußnote läßt die Pariser militärische Presse unbefriedigt, vornehmlich wegen der völlig unzureichenden französischen Operationen in der ampagne, wo die Deutschen in der Umgebung von Reims auch gestern wieder die Ueberlegenheit ihrer illerie, und Infanterie an mehreren wichtigen Punkten, namentlich bei Sillerv, erprobten. Joffre verschweigt die Schlappe im Argonner Wal d. Die militärische.* auf den deutschen Gesamtvorteil im Westen des Argonner Waldes hin.— In einem von dem Minister Delcasse inspirierten Tempsartikel werden die einem Abkommen mit Japan widerstrebenden Kolonialkreise dringend 2 ihre Opposition einzustellen, da die Verhandlungen mit Tokio sich en der dor⸗ tigen, jeder Intervention in Europa N en tung der leitenden Kreise ohnedies schwer gestalten. empsartikel spielt auch auf ein scharfes Mißtrauen Gasbingtons an. ** * Der Krieg in Deutsch⸗Ostafrika. der Buren zur Umgehung miß⸗ 16 3 3 2 Wir geben nachstehend aus der Zusammenstellung die wich⸗ tigsten Daten wieder: Deutsch⸗Ostafrika. Amtliche 2 N des Gouver · neurs Schnee, die nunmehr in die Heimat ge- und enden mit dem langt sind, beginnen mit dem 24. Au Oktober. res nahmten dort in Tanga Handelsschiffe, bombardierten Bagamojc ohne erheblichen Schaden. Ossene Küsten plätze nicht igt, Be⸗ setzung nicht erfolgt. Wir haben nach geringem W besetzt. Diesseits tot Förster Bröker Belgischer auf Tan- 2 zerstört. Funkenturm Daressalam von uns zerstört. Ue eine Besetzung deutsch⸗ostafrikanischer Küstenstädte durch die N ist auch bis heute nichts bekannt geworden. Anm. . K. U ganzen Stadt krachte Gewehrseuer, das auf die Flugzeuge er⸗ d. g Nr. 2 vom 29. August:„Oberleutnant von Oppen etwa 36 bexittene Engländer in der Nahe von Moschi 1 Sechs Engländer und zwei Schwarze tot. eine Verluste gemeldet. Nr. 4 sohne Datum):„Bezirksamt Moschi druhtet: Detackement Hauptmann Schulz stieß am 7. September nach mehrtägigem Avantgardegesecht kurz vor der Station Tfavo der Ugandabahn auf sehr überlegenen Gegner. Nach— m heftigen Gesecht zog sich Detachement zurück, da Versuch Umgehung Gegners auf 1½ Kilometer erkannt. Diesseits verwundet: Frei⸗ williger von Hollwedel(p. Holvede 7), vier Askari. Auf Gegen⸗ seite viele Verluste von Europäern und indischen Truppen. lische 2 sollen sich weigern, 2 uns zu 91 Nach englischer Darstellung sollen sich die Verluste— scen von Mannschaften— nur auf je einen englischen und Offizier belaufen haben.) Nr. 6(ohne Datum):„Vom Bezirksamt Neu-Sau⸗ genburg 10. September: ein Sturm der 5. Kompagnie auf Karonga am Njassa⸗See am 9. September von Engländern ab⸗ Klasen, Auf unserer S d mehrere Europäer und eine L skari tot und verwundet. Arzt Dr. Gotheim soll gefangen 1 Kompagnie über Grenze auf deutsches Gebiet zurückgezogen. Hauptmann Braunschweig aus Muansa⸗Viktoriasee: Der Hilfs- kreuzer„Muansa“ hat den englischen Dampfer„Sybil“, als er im Begriff war, 150 indische Soldaten und zwei Geschütze nörd⸗ lich Schirati an der Karungubucht zu landen, angegriffen.„Sybil durch mehrere Granatenvolltreffer schwer beschadigt. Besatzung hatte anscheinend viele Verluste durch unser Maschinengewehrfeuer. „Sybill“ stellte ihr Feuer ein und dampfte nach Norden. Au unserer Seite ein Askari verwundet.(Dampfer„Muansa“ 34 Tonnen, Dampfer„Sybill“ 600 Tonnen.) In dem von uns nicht besetzten nördlichen Teil des Bezirks Bukoba sind Engländer eingedrungen.“ 185 der englischen Meldung waren die Beschießung und schwere Beschädigung des Dampfers„Sybill“ durch unsere kleine„Muansa“ und ebenso die damit vereitelte Absicht der — von Truppen auf unserem Gebiet gänzlich unterschlagen worden! Nr. 7(ohne Datum):„Bezirksamt Moschi drahtet: Am 19. September, 6 Uhr vormittags griff Abteilung Leutnant Lan⸗ gen in Elmapitzi am Dioldureish an, Verluste des Feindes sollen sich auf 30 bis 40 belaufen. Diesseits tot fünf, verwundet vier Askari.“(Möglicherweise handelt es sich hierbei um dasselbe Scharmützel, das nach englischem Bericht beim Posten„Campi ha narabu“ stattgefunden hat.) Nr. S vom 28. September 1914:„Verstärkte 10. Kom⸗ pagnie wurde nördlich Longido im Lager von Engländern, Buren und Askari überfallen. Gegner wurde zurückgeworfen, 14 Tote gezählt. Viele Reittiere erobert.“ Nr. 10 vom 29. September 1914:„Hauptmann Bau m⸗ stark hat Lager von Madorini(auf Marsch nach Mombassa) an⸗ Voran welches von Engländern fluchtartig verlassen wurde. orgefunden zwei Vorladergeschütze mit Munition, 5 und Gewehre mit viel Munition. Nach Eingeborenen ⸗Na ist Shimoni ebenfalls verlassen. Gegner hat sich auf Gazi zurück⸗ gezogen.“. 8 Nr. 12 vom 4. Oktober 1914:„Nach Meldung Kom- mandos ist über das Gefecht von Lolduresh vom 26. September 1914 festgestellt: Hauptmann 1 4. und 13. Kompagnie Patrouillenkorps ging gegen feindliches Lager in Stärke von— bis drei Inderkompagnien, Somali und ferner Maschinengewehren und ein bis zwei kleinen Geschützen am Zu⸗ sammenfluß von Tsavo und Loldureishfluß vor, um sie— Maschinengewehren zu beschießen. Nach kurzer Beschießfung in das Lager zurückmarschiert. Zehn Engländer, 20 englische Far⸗ bige sollen 8 sein. Diesseits schwer verwundet: Hauptmann Schulz, Feldwebel Röhrig, Feldwebel d. Landw. Reinhardt, Re⸗ servist Fromm; leicht verwundet: Vizefeldwebel d. beurl. Standes Wideweg, zwei Askari; ein Askari vermißt. Auf dem Gefechts⸗ felde des 83 515 2— 5 ische 2— rere große Massen er ge en? n englischen en ane 5 des bier erwähnten Gefechts Miema am Tsavo an- egeben worden.) 1 3 Nr. 13(ohne Datum):„Kigali berichtet: Am 4. Oktober iffen hier— Kompagnien am Kiwusee nördlich von Alen die deutschen Truppen unter Hauptmann Wintgens an. Gegner erlitt schwere Verluste und wurde zurü rfen. Ver⸗ wundet: Hauptmann Wintgens, Leutnant d. R. I, Sanitäts- feldwebel Dormeyer, Vizese des beurl. Standes 2 Ver⸗ messungsmaat ter. In früher— Gefecht bei Ngazi S 2122 erlitt Gegner anscheinend schwere Verluste, besonders an ropäern. Von unseren Truppen wurden erbeutet drei 2 von farbigen Truppen, Gewehre, Instrumente einer indischen sikkapelle und 120 Ziegen.“ 6.:„Belgis⸗ Posten in Nr. 14 vom 16. Oktober 2 3 iffen und er ⸗ E 4 2 Wintgens ange un 1 sich nach eineinhalbstündigem Gefecht. Verluste 5 sechs Askari gefallen, sieben verwundet. Unsererseits ein verwundet. iegsgefangen: ein Offizier und 44 Askaris. Er⸗ 1 2 sergewehre und viel Munition, sowie das zwefte S 0* 2 Betrachtet 12 die* des 838. e ee b de cee e ir v i 0 e 0 ber jepigen Lage auf de oftafeidansschen Kagerer bereits dieses Bild eits ein annähernd zuverlässiges Bild machen i st 3 Denn n truppe unter i eren Führung a liches geleistet hat. Sie— es verstanden, unter helden⸗ mütiger Anspannung aller Kräfte, oftmals gegen große Ueber⸗ macht kämpfend, den Feind aus dem et fernzuhalten er die Sansone i zu 8 wegs— wie gh of Clewe im britis Oberhaus. — irgend welche. durch ervisten aus a Teilen der Welt erhalten. Die einzigen Verstärkungen lieferten vielmehr die weiße Zivilbevölkerung des Schutzgebietes selbst, die dortige farbige Polizeitruppe und auch die ehemaligen aus⸗ ienten Askaris, die sich in großer Zahl sofort nach Kriegsaus- freiwillig zum Dienst M hatten Die Engländer eie 5% ͤ 8 eoßes rmbeschet Uckernedz iger ver fin o Bber ind bes bie bisherigen Leistungen unserer ostafrikanischen Truppe zu ver⸗ „auf die wir mit Stolz und mit froher Zuversicht für die weder ant des Schutzgebietes herüberschauen. Aus dem Reiche. 5 Neue Daxlehnskassenscheine. 2 Berlin, 31. Dez.(WTB. 3 Im Hinblick auf den starken Bedarf des Verkehrs an 3 zu 20 Mk. ist jetzt auch mit der Ausgabe von arlehns⸗ Das Reichskolonialamt veröffentlicht eine zweite Mit⸗ teilung über den Krieg in den Schutzgebieten. kassenscheinen zu 20 Mk. begonnen worden. Stadt und Caud Gießen, 2. Januar. 1915. 8 Das Zukünftige. Eine Neujahrsbetrachtung von Jürgen Jürgensen. Du stehst in deinem Schicksalsjahre, deutsche Jugend! Das auf ungezählten Schlachtfeldern vergossen wird, das teure deutsche Blut, es fließt für dich, denn wir lämpfen nicht um alle Schätze und alle Herrschaft der Welt,„sondern das Zukünftige suchen wird.“ Du aber, deutsche Jugend, bist unsere Zukunft. Bedenkst du das? Prüfst du, ob du dessen würdig bist? Das deutsche Heer kämpft nicht für sich, nicht für das . t, sondern für die Zukunft. Ob aber die Zukunft das 2 er seiner Kämpfe, seines tausendfachen Sterbens, der un⸗ ermeßlichen, wenn auch noch so stolz und stumm getrage⸗ nen Trauer der Volksgesamtheit, die ihre Besten dahingibt, 4 sein wird, das zu entscheiden, deutsche Jugend, steht r! N Ich wende mich an euch, die ihr daheimgeblieben seid, weil ihr noch zu jung wart, um mitlämpfen zu können, weil i ie euer icksal euch hinter der Front fest⸗ gehalten hat. Die draußen ihre Pflicht tun bis zum Siege 5 oder bis zum Tode, die bedürfen meiner Worte nicht. Ihnen . ward das edelste Glück, Taten vollbringen zu dürfen, an . deren schlichter Größe kein Deuteln möglich ist. Sie reiften schon heran ernster Männlichkeit in der Gefahr des 5 ehrenvollen Dienstes. Sie boten uns Erfüllung, wo ihr f 9 1 ihr Jungen, noch einzig eine Hoff⸗ b nung sei J Noch forderte Deutschland keine Taten von euch, aber es fordert eure Bereitschaft. Und es fordert mehr! Es ver⸗ langt, daß ihr euch in diesem Schicksalsjahre, während der für eure Zukunft tobt, die die deutsche Zukunft sein wird, für oder wider diese Zukunft entscheidet. Ob ihr es, vor diese Entscheidung gestellt, die täglich und stündlich im Kampfe mit euch selber, aufs neue getroffen werden will, schwerer habt, als eure jungen Brüder im Felde, die der stürmische Atem der großen Zeit hinreißt und mitreißt, das darf euch nicht kümmern, noch uns. Wir sehen nur die eine Forderung, die euch allein gilt, die ihr allein erfüllen könnt: Die deutsche Zukunft muß der Opfer würdig sein, die ihr in Ost und West, ja auf dea ganzen Erde fallen. Wenn die Saat aufgeht in ihrer ganzen Fülle und Köstlichkeit, die jetzt der Tod in blutige 0 streut, dann werdet ihr reife Männer und Frauen sein. Dann müßt ihr zurückblicken können auf die Taten und Siege, auf das tiefe Leid, auf die unerhörte Todesernte dieses Schicksals⸗ jahres, 2 erröten zu müssen in bitterer Beschämung, weil i s Pfand, das schwer erworben wurde, vertan habt. Dann müßt ihr euch sagen lönnen in Stolz und De⸗ mut:„Wir haben in Krieg und Frieden das bluterkaufte deutsche Vaterland wehr geliebt als uns.“ (Aus dem„Vortrupp“, Verlag A. Janssen, Hamburg.) * Auf dem Felde der Ehre gefallen. 5(Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Ger. Karl Nörpel, Pionier-Bat. 21, aus Darmstadt.— Ersatz⸗Res. Ernst Henne, Rel.⸗Inf.-Regt. 116, aus Offenbach a. M. — Leutnant d. Res. Gerichtsassessor Fritz Hinckel, Zäger-Bat. 8, aus Wetzlar.— Res.-Unteroff. Karl Bielecke, 1. Garde-Ers.-Rgt., aus Ehringshausen.— Bürgermeisterei⸗Sekr. Wilh. Zörb, Res.⸗ Juf.⸗Regt. 81, aus Hohensolms.— Landwehrm. Friedr. Diesfen⸗ bach, Inl.-Regt. 116, aus Berstadt. Musket. Reinhold ung-Regt. 88, aus Manderbach. Gefr. d. Res. Jof. oth ch Id. Inf.-Regt. 116, aus Alsteld.— Vizeseldwebel Dr. phil. Carl Dlenstbach, Res.⸗Ins.⸗Regt. 222, aus Weilburg. — Feldwebel d. Rel. Architekt Will! Kaspart, Pionier⸗Regt. 28, aus Weilburg.— Musk. Karl Alt, Inf.⸗Regt. 168, aus Groß⸗ Eichen.— Landwehrm. Heinrich Wahl, Res.⸗Inj.⸗Regt. 116, aus Renzendorf. 8 * Das Paradies der Erde nennt sich der neue Roman, den wir von heute ab unseren Lesern in der Unter— haltungsbeilage bieten. Die eigenartige Schöpfung Ada v. Gersdorffs, der berufenen Schilderin unserer Offiziers⸗ kreise, wird, des sind wir sicher, die Aufmerksamkeit des Lesers in hohem Maße fesseln. Das Motiv, das die Dichterin behandelt, ist von hohem, vielseitigem Reiz; in bunten, leuchtenden Farben stellt sie das Herzenserlebenis eines jungen, vom Geschick und den Menschen bevorzugten Offiziers hin, 5 das die ganze, reiche Skala reiner Empfindung von der Ge— walt siegender Leidenschaft bis zu der Zartheit heimlich er— blühender Zuneigung durchläuft. Ueber die reich bewegte Handlung, die an Abgründen ebenso sicher wandelt wie sie über dem Banalen steht, breitet die meisterliche Sprach— beherrschung der Verfasserin den verklärenden Schimmer eines echt dichterischen Stimmungsgehalts, dessen Eindruck man sich nie entziehen kann. Wir können die reife, von wohl— tuender Lebensbejahung getragene Arbeit der Anteilnahme unseres Publikums warm empfehlen. * Studenten siehn ins Feld. Von den im Felde stehenden Mitgliedern der Universität sind als Ant⸗ wort auf die Zusendungen des Reltors eine große Zahl von Feldpostkarten und Briefen eingelaufen, die den Angehö⸗ rigen be rs auch unserer Studenten im Sekretariat . straße 22 zur Einsicht aufliegen. Als Beispiel sei folgende Postkarte aus dem Westen mitgeteilt:„Am Weih⸗ 0 beim brennenden Baum haben wir Gießener 1 enten— Leiblompagnie 116— mit kriegsmäßigen sfebre⸗ rn und Kochgeschirrdeckeln auf unsere ewig ge⸗ lebte Alma mater Ludoviciana einen donnernden Salamander gerieben. K. Haggen müller, Cand. phil, Dr. Wolf, Adolf Bitsch, med., H. Schleen⸗ becker, med., Wehrgeim(Alemannia), Fritz Horst (Frankonia), Friedrich Lohnes(Frankonia), Lucius.“ Der Geist unserer Studenten lebt auch im Feld. Von den 222 ern. Wir lesen in einem uns über⸗ gebenen Feldpostbriefe: „Gestern erhielten wir die langersehnte Po st. Für mich waren einige Paketchen dabei Ich habe gestern abend und heute morgen ununterbrochen gegessen. Was ich für einen d habe, könnt Ihr Euch aus früheren Erfahrungen denken... Von mei⸗ ner Verbindung erhielt ich eine.(Schreiber ist bis zum krieg Student in Gießen gewesen.] Ihr hättet gestern N einmal die Kompagnie sehen sollen, als die Post kam. Ein Haufen Verrückter kann nicht anders aussehen. Heute futtert alles, 5 was nur in den geht. Rußland ist ein elendes Land. Kalt 5— ist es nicht allzusehr. Vente regnet es wrr.. Vorhm hape un endlich wieder einmal Orgel gespielt. Hier ist eine sehr schöne Kirche. Das schönste dabei wax, daß ich das Präludienbuch von Kern fand, was auch wir zu Hause haben.(Präludien von dem verstorbenen Lehrer K. Aug. Kern aus Laubach!) Ich bin froh, daß ich meine Pfalmen bei mir habe. Wie viel Trost kann man sich daraus holen.... Schickt mir doch einmal eine Photo- graphie aus Metz. Ich möchte mich gerne einmal vor dem Feldzus und jetzt im Spiegel sehen. Wir sind feine Kerle. Mein Bard macht sich auch. Es ist schade, daß er nicht schwarz ist. dann wäre er noch viel schöner. Nun für heute genug. Es geh heute noch Post ab, da muß der Brief mit. Schickt ruhig mitzliche, eßbare Dinge und Batterien weiter, aber keine großen Pakete Militärische Ausbildung der Jugend. Die nächste Uebung findet nächsten Sonntag, 3. Januar, 2 Uhr, statt. Sammelpunkt ist der Hof der Zeughauskaserne Am 3. und 10. Januar können ältere Teilnehmer noch neu angenommen werden.. * Deulmal für Landgraf Ludwig V. Auf die Bitte des Rektors der Universität unter den Ankündigungen ser verwiesen. * Der Hessische Vereinslazarettzug, der vor den Feiertagen einige Hundert Verwundete von der Westfront nach Darmstadt ablieferte, die er in Dun, Stenay und Montmedy aufgenommen hatte, ist am Silvesternachmittag nach gründlicher Reinigung, Reparatur usw. wieder zur Aufnahme neuer Verwun⸗ deter an die Westfront abgegangen. Stadttheater. Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß die morgen nachmittag bei Volkspreisen stattfindende Auf⸗ führung von Sudermanns„Schmetterlingsschlacht“ überhaupt die letzte des interessanten Werkes ist.— Heinrich Lees Volkslustspiel, „Ter Schlagbaum“, das am morgigen Abend gegeben wird, hat am Mittwoch in Marburg wieder einen so außerordentlichen Hei⸗ terkeitserfolg erzielt, daß es sicher auch am Sonntag durchschla⸗ gende Wirkung haben wird. * Gemeindesteuer-Rückstände. Unter den heutigen amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Gießen befindet sich auch die Mahnung für das 4. Ziel Gemeindesteuern und Kanalgebühren für das Ri. 1914. Die Zahlung kann noch bis zum 16. Januar 1915 ohne Kosten bei der Stadtkasse erfolgen. Nach uf dieser Frist erfolgt die Beitreibung, wobei Pfändungskosten erhoben werden. Kreis Schotten. Schotten, 1. Jan. Das besliische Lehrer he im „Vogelsberg“ wurde auf drei weitere Jahre an den bis herigen Pächter, derrn Rudolf Müller, zu den gleichen Ve-“ dingungen wie seither verpachtet. Das Heim ist auch während der Wintermonate geöffnet. Kreis Wetzlar. w. Wetzlar, 1. Jan. Ter Kreistag beschloß in seiner letzten Sitzung, verschiedene zum Bahnbau Albshausen-Gräven⸗ wiesbach erforderlich gewesene Grundstücksvarzellenteile in der Gemarkung Vurgsolms unentgeltlich an die Eisenbahn— verwaltung abzutreten. O Aus der Bürgermeisterei Atzbach-Launs⸗ bach, 1. Jan. Welche Goldvorräte noch in den Gemeinden vorhanden sind, läßt sich d aus erseben, daß bei einer Samm- lung in der Bürgermeisterei Atzbach-Launsbach nicht weniger als 19850 Mark Gald in Papiergeld umgetauscht werden konnte. Dabei ist sicherlich der Goldvorrat bei einigen ganz be— sonders Aeugstlichen noch lange nicht erschöpft. Hessen⸗Nassau. 5 h. Frankfurt a. M., 1. Jan. Bei der Heimkehr von einem Jagdausflug verunglückten am Donnerstag nachmittag drei bekannte Frankfurter Persönlichkeiten. Zwischen Langen und Mör⸗ felden versagte plötzlich die Steuerung des außerordentlich schnell fahrenden Automobils. Dieses schlug um und begrub die fünf Insassen unter sich. Der Privatmann Henning aus der Gutzkowstraße war sofort tot. Die Kaufleute Karl Nagel, Niddastraße und Richard Haak, Elisabethenstraße erlitten lebens⸗ gefährliche Verletzungen. Die übrigen Mitfahrer kamen mit leich⸗ teren Verwundungen davon. h. Bad Homburg v. d. O., 1. Jan. Pfarrer Füllkrug wurde als Militärpfarrer nach Brüssel berufen. Spielplan des Gießener Stadttheaters Direktion: Hermann Steingvetter. Sonntag, den 3. Januar, nachmittags 335 Uhr, bei Volks- preisen:„Die Schmetterlingsschlacht.“ Ende nach 6 Uhr. Abends 7½ Uhr, bei kleinen Preisen:„Der Schlagbaum.“ Ende gegen 10% Uhr. Dienstag, den 5. Januar, abends 8 Uhr(außer Abonne⸗ ment), bei kleinen Preisen„Als ich noch im Flügelkleide“'. Ende nach 10% Uhr. Freitag den 8. Jauuar, abends 8 Uhr(7. Freitag⸗ Abonnements-Vorstellung), bei gewöhnlichen Preisen(ermäßigt): „Der Schlagbaum.“ Ende gegen 10¾ Uhr. Soumtag, den 10. Jan., nachmittags 3¼ Uhr, bei Volkspreisen:„Colberg.“ Ende 6 Uhr. Abends 7¼ Uhr, bei kleinen Preisen:„Als ich noch im Flügel- kleide.“ Ende nach 10% Uhr.— Voranzeigel Freitag, den 15. Januar, abends 8 Uhr: Vaterländischer Abend in Erust und Scherz von Prosessor Marcell Salzer. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 3. Januar 1915: Bedeckt, zeitweise Niederschläge, mild, südwestliche Winde. Tegse Nachrichten. (Wr.) Großes Hauptquartier, 2. Jan. vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Feindliche Angriffe gegen unsere Stellungen in und an den Dünen nördlich Nieuport wurden abgewiesen. In den Argounen machten unsere Truppen auf der ganzen Front weitere Fortschritte. Heftige französische Angriffe nördlich Verdun, sowie gegen die Front Ailly⸗Apremont, nördlich Commercy, wurden unter schweren Verlusten für die Franzosen abgeschlagen, drei Offiziere und 100 Franzosen gefangen genommen. Es ge. lang unseren Truppen hierbei, den heiß umstrittenen Bois Brülé ganz zu nehmen. Kleinere Gefechte südwestlich Saar⸗ burg hatten den von uns gewünschten Erfolg. f Die Franzosen beschießen in der letzten Zeit sustematisch die Orte hinter unserer Front. Im Unterkuuftsraum einer unserer Dipisionen gelang es ihnen 50 Einwohner zu töten. Die französischen amtlichen Berichte melden, daß die Fran⸗ zosen in dem Dorfe Steinbach Schritt für Schritt vorwärls kämen. Von Steinbach ist unsererseits kein Haus verloren. Sonstige französische Angriffe auf den Ort sind zurückgewiesen Oestlicher Kriegsschauplatz. An der ostpreußischen Grenze ist die Lage unverändert. Oestlich des Bzura⸗ und Rawka⸗ Abschnittes gingen unsere Angriffe bei einigerwaßen günstigem Wetter vorwärts. In Polen, östlich der Pilica, keine Ver⸗ änderung. 5 Oberste Heeresleitung. ioo r Der Kaiser an den Erzbischof von Köln. Köln, 31. Dez.(W. B. Nichtamtlich.) Die„Köln. Volksztg.“ meldet: Auf die vom Kardinal v. Hartmann de m Kaiser aus Anlaß des Jahreswechsels ausgesprochenen Glückwünsche lief aus dem Großen Hauptquartier folgendes Antworttelegramm ein: Ich danke Ihnen herzlich für die mir zugleich im Namen der datholiken des Erzbistums Köln zum Jahreswechsel daxgebrachten Segenswünsche. Gott der Herr schenle naseren zum Schutze des überfallenen Vaterlandes erhobenen Waf E auch ferner den Sieg ind tröste alle an den schweren Opfern des Krieges Beteiligten mit himmlischem Troste. Wilhelm I. R. Ein Sohn des Reichskanzlers gefallen. a Berlin, 1. Jan. Der Reichskanzler hat die Nachricht erhalten, daß sein ältester Sohn, Leutnant im Leibkürassier⸗ regiment, von dem kürzlich gemeldet worden war, daß er ver⸗ wundet in russische Gefangenschaft geraten sei, am 9. Dezember bei den Kämpfen in Polen gefallen ist. Deutschlands unbesiegliche militärische Macht. Stockholm, 31. Dez.(W. B. Nichtamtlich.) Sämtliche Stockholmer Zeitungen veröffentlichen heute einen zweiten Artikel von Oberstleutnant Bouweng, dem Chef der Kriegsschule, der kurz vor Weihnachten zurückgekehrt ist. Der Artikel rühmt die Wehr⸗ kraft und den Wehrwillen Deutschlands und entwickelt weiterhin die Ueberzeugung, daß Deutschland niemals militärisch besiegt werden kann. Schließlich polemisiert der Verfasser gegen die Auffassung, daß der ganze Kampf im Zeichen der Müdig⸗ keit enden werde.„Ich weiß nicht, ob das für die übrigen Länder wahr ist,“ sagt er,„aber wer das von Deutschland denkt, dürfte bei der Beurteilung der Stimmung dieses Landes einen ganz be⸗ denklichen Irrtum begehen. Kennt man den Willen der neuen Soldaten, die, wenn nötig, neue Armeen bilden werden, weiß man, was die Vaterlandsliebe bei diesen Jungen hervorbringen kann, dann bleibt die Vermutung der Müdigkeit in der Ferne. Wo ein Volk an eine Zukunft glaubt, dawerden keine Müdigkeits⸗ gefühle geboren.“ Frankreichs finanzielle Einbuße. Mailand, 1. Jan. Nach einer Drahtmeldung des „Corriere della Sera“ veröffentlicht der Pariser 2 einen Brief einer hohen japanischen Persönlichkeit, in wel 5 der Schreiber sagt, daß er Frankreich baldigen Frieden wünsche, 1 schon aus materiellen Gründen, denn, wie ein französischer Staats⸗ f a 3 mann ihm gesagt hätte, haben die fünf Monate des Krieges Frankreich an direkten und indirekten Verlusten bereits 48 Milliarden gekostet. ö Verstärkung des wirtschaftlichen Kampfes gegen England. Berlin, 1. Jan. Wie die„Tägl. Rundschau“ erfährt, ist eine Verstärkung der wirtschaftlichen Maßnahmen gegen England in der allernächsten Zeit zu erwarten. Vielfach ist man insbesondere der Ansicht, daß das deutsche Zahlungs 1 verbot gegen England eine schwächliche Gegenmaßregel darstellt. 1 die dringend der Verschärfung bedürfe. Es bleibt abzuwarten, wie 50 weit die zu erwartenden neuen Bestimmungen dieser Ansicht ent⸗ a gegenkommen werden. 5 f * 0 Berlin⸗Wien. 1 Berlin, 31. Dez. WTB. Nichtamtlich.) Der Oberbürger. meister von Berlin, Exzellenz Wermuth, hat an den Bürger⸗ meister von Wien, Exzellenz Weißkirchner, folgende Be⸗ f grüßung gerichtet: In Treue verbunden wie nie zuvor, findet unsere beiden Reiche und ihre Hauptstädte das in die Weltgeschichte eintreende Jahr. Dieselbe Schicksalsfrage der Selbstbehauptung ist beiden Völkern gestellt. Einmütig haben sie die Antwort g Der Wille zum Sieg geht durch das Land, Schulter an ter ringen wir heiß um ihn. Daß auf gemeinsamer schwerer Opfer⸗ Saat die volle Frucht reife, daß sich an der Jahreswende der eine große Wunsch in Nord und Süd so ganz erfülle, begrüßt Berlin heute die Schwesterstadt an der Donau. Beschlagnahme eines französischen Lenkballons bei Koblenz. Koblenz, 1. Jan, Direktor Rumpfwinkel von der Traß⸗ Industrie(Koblenz) macht der„Frankf. Ztg.“ folgende Mittei⸗ lungen: Gestern ist auf unserer Grube„Idylle“ bei Kruft ein französischer Lenkballon niedergegangen, und zwar gegen 6 Uhr abends. Eine Gondel war nicht vor⸗ handen, das Schleppseil riß einen Leitungsmast von der Start⸗ strom⸗ und Lichtleitung aus und setzte sich auf einem Gebäude sest. Der Ballon schwebte über unseren Grubenfeldern. Das Bezirks⸗ 1 Generalkommando erhielt Mitteilung davon, und es wurden darau⸗ hin 200 Mann alarmiert. Nachts gegen 12 Uhr war der Ballon glücklich heruntergeholt, ex war ungefähr 18—20 Meter laug(2) und hatte einen Durchmesser von 1—5 Meter. Der Ballon wurde vom Militär verladen und nach Koblenz gebracht. An der Landungsstelle fand man franztsische Karten, Instrumente und ein Signalhorn, ferner zwei Flaggen, eine deutsche und eine franzöfische. Die Minengefahr. 97 Amsterdam, I. Jan. Gestern ist lt. Tant, Ztg.“ wie- derum ein großes Dampfschiff, dessen Name und Herkunft nicht bekannt ist, an der Ostküste von England bei Flamborough Head auf eine Mine are und gesunken. Man befürchtet, daß die Besatzung ertrunken ist. London, 1. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kapitän des holländischen Dampfers„Leersum“, der in der Nordsee auf eine Mine geriet und sank, berichtet, daß er am Samstag abend vor fing Schiff einen anderen Dampfer habe sinken sehen. ondon, I Jan(WTB. Nichtamtlich.) Der Fischdampfer „Ivy“ aus Lowestoft ist in der Nordsee auf eine Mine gelaufen und mit der ganzen Besatzung gesunken. 77 Ein Aufruf der Burengenerale. Rotterdam, 1. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ veröffentlicht eine Proklamatiun De Wets und Beyers vom 28. Oktober 1914. Die Proklamatson lautet: Hiermit wird allen Bürgern der Union bekannt„ daß, nachdem die Regierung der Union beschlossen hat, Teubsch⸗ 8 Südwest zu erobern und der Beschluß auf unrichtige Berichte und Behauptungen von Parlamentsmitgliedern der südafrikanischen Partei bestätigt worden war und nachdem gegen den gottlofen Ueber fall auf Deutsch⸗Südwest gegen ein Volk, dag uns nie Böses tat, sondern uns alle Zeit gut gesinnt war, protestiert wor⸗ 5 den war und nachdem die Regierung das Recht des Publikums, 15 den Protest fortzusetzen, durch die Proklamation des Kriegsrechtes verhindert hat, so protestieren wir mit den Waffen in der Hand schtn ein so gefährliches Prinzip, das die Regierung gegen die Ab⸗ sicht und den Willen des Volkes ausführen will, da wir überzeugt sind, daß unser Volk in großes Unglück und Elend gestürzt wer⸗ 2 den wird und daß wir uns Gottes Fluch zuziehen werden. Ta un⸗ ser Protest nicht darauf ausgeht, Bruderblut zu vergießen, son⸗ dern vielmehr solches möglichst zu vermeiden und keinesfalls an⸗ greifend aufzutreten, so rufen wir alle Bürger auf, alle Kräfte an⸗ zuspannen und ihren Einfluß zu brauchen gegen die Erobe⸗ 1 rung von Deutsch⸗Südwest und sich gleichzeitig zu wei⸗ gern, sich von der Regierung gebrauchen zu lassen, um mit den Waffen zu kämpfen. 1 2 Steenbok Fontein, 28. Oktober 1914. (gez.) De Wet. Beyers. Generale protestierender Bürger, Verantwortlich für* N—. 14 u.„Vermischtes“: . V.: Augu oe g. In ein deutsches Haus gehört in dieser Zeit kein Kuchen! WW015.ʒl 4 Phot. matt„ 4.00 Atelier Gebr. Strauss Bahnhofstrasse 64 Zu jeder Aufnahme eine Vergrösserung 30. 36 mit Karton als Geschenk L Kabinetts Glaus M. 4.80 matt„ 8.00 im Alter von 28 Jahren. 96 Hochelheim Nachruf. Unser lieber treuer Kamerad Unteroffizier der Landwehr Max Dumke aus Gießen ist am. Dezember 1914 nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 34 Jahren sanft entschlafen. Wir betlagen tief den allzufrüben Tod dieses vortrefflichen Soldaten, der uns allen ein guter Kamerad und liebwerter Freund war Als Vorbild treuester Pflichterfüllung wird er uns unvergeßlich bleiben. Sein Andenken wird uns stets teuer sein. 70 3. Ersatz⸗ Batterie Fußartillerie-Regiment Nr. 3. Rube sanst, du Herzensguter, Bis wir uns einst wieder sehn. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 19. Dezember im Feldlazarett in Frank reich infolge seiner am 13. Dezember er haltenen schweren Verwundung unser lieber, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwager — und Onkel Adam Gregorius Feld⸗Artillerie-Regiment Nr. 33 Ritter des Eisernen Kreuzes. Wiedersehen war unsere Hoffnung. In tiefer Trauer: Familie Phil. Gregorius. Gießen(Mühlgasse Nr. 5). 8691 Den Heldentod fürs Vaterland starb am 3. Dezember auf Rußlands Erde unser liebes Mitglied Heinrich Walter Kriegsfreiwilliger im Inf. Regiment 222. Wir werden demselben allzeit ein ehrendes Andenken bewahren. 60613 Verein„Amititia“, Gießen. Heute nacht 12 Uhr entschlief unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Groß- vater, Schwager und Onkel Eberhardt Jöll!. im 79. Lebensjahre, was wir Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme anzeigen. Wilh. Döll und Familie Ludw. Döll u. Familie Heinr. Döll Karl Döll Eberh. Döll u. Familie. Alten⸗Buseck, Gießen, den 2. Januar 1915. Die Beerdigung findet Montag, den 4. Januar, nachmittags 2 Uhr statt. 129 —— Am 3. Dezember 1914 fiel im Kampfe Russland unser geliebter Sohn und Bruder Gefreiter Fritz Eckhardt Student der Mathematik Kriegsfreiwilliger im Res.-Inf.-Regt. 223, 9. Komp. Er war unser Stolz und unsere Freude. für das Vaterland in Die tieftrauernden Eltern: Fritz Eckhardt, Schreiuermeister und Bruder. deldentod innigstgeli liche Bruder, N Am 13 Vater Wiede Auna Rühl, geb Tamilie Job. Rühl g Familie Ludwig Schneider. Nuttershausen, Kirchvers. Im Kampfe Die Todesstunde schlug zu früh Doch Gott der Herr bestimmte sie Dezember starb in Rußland den an seiner schweren Verwundung mein sein undes, unser In stiesem Schmerz: 12 25 8 . Nachruf. fürs ebler, ab Prgeftlicher Gatte, der glüg i lieber Sohn, Schwiegersohn und Schwager Philipp Rühl Gefreiter im Rei. Inf.⸗Nat. Nr. 83, 9. Komp. im Alter von B Jahren. rsehn war seine Hoffnung. Schneider, und Kind 1 Vaterland starben den Heldentod unsere lieben Sangesbrüder Adam Stein Hilfsboboist im Infanterie-Regiment 168 am 11. November in 21 Jahren, Konrad Weil Unteroffiz. des Landwebr.⸗Juf.⸗Regts. 222 am 14. Dezember in R Frankreich im Alter von ußland im Alter von 36 Jahren; letzterer ein langjähriges, für unsern Verein treu sorgendes Vor standsmitglied. Wix werden beiden allezeit ein ehrendes Andenken bewahren. Lang⸗Göns. s Gesangverein Germania. aus statt. im Alter von G keit abzurufen. Lich, 1. Januar 1915. Die Beerdigung findet Sonnta nuar, nachmittags 3 Berwandten und Mitteilung, llebe Gattin, Schwester und Schwaͤgerin Frau Maria Wil, geb. Jey sanft in dem Herrn entschlasen ist. Am 1. Januar 1915 bat es Gott gefallen, nach langem, schwerem Vater, Großvater, Schwiegervater Bruder, Schwager und Onkel Jakob Oppenheimer Jahren zu sich in die Ewig⸗ Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: B. Lind. eiden unseren lieben den. Ja⸗ Uhr, vom Trauerhause Bekannten die traurige daß am 31. Dezember 1914 meine unsere gute Mutter, Familien Will und Jey. Klein⸗Linden, 1 Januar 1915. Beerdigung: S nachmittags 3¼ Uhr. g. u. Tochter Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: onntag, den 3. Januar 1918, 190 Heilinstitut für Beinkranke eingeechmure.Beinflechten, Adernentzündung Spezialarzt Dr. med. Tank a A. Lasersb. bl Err Sigg Fegg Tnbemittelte und Frauen von Eriegern Plattfuß Franke Freitag 15 Kleines Honorar! chen Kollegen Wir beklagen in Den Heldentod fürs im Alter von 23 Jahren. Hinscheiden unserer lieben Mutter lichsten Dank. Gießen, den 2. Januar 1915. Todes⸗Anzeige. schmerzliche Nachricht, mächtigen gefallen bat, Töchterchen, Enkelchen und Nichtchen Die tiefbetrübten Eltern: Klein⸗Linden, den 31. Dezember 1914. Danksagung. lieben Mannes, unseres guten Vaters, nes, Bruders, Schwiegersohnes, Schwagers und Onkels innigsten Dank. Lindenstruth, den 2. Januar 1918. Danksagung. allen herzlichen Dank. Heuchelheim, den 2. Januar 1915. Machruf. ben Heldentod fürs Vaterland starben unsere lieben unver- Postbote Adolf Pitz Postbote Gg. Aug. Hofmann Postbote Karl Leib. den Verstorbenen Vaterland starb am 3. Des- ber 1914 bei einem Sturmangriff in Russland unser innigst- geliebter, einziger Sohn, Enkel und Bräutigam Heinrich Stier, cand. phil. Kriegsfreiw. Gefreiter in der! Komp. d. Res.-Inf.-Rgts. 222 In tiefer Trauer: Konrad Stier, Grossh. Pfandmeister und Frau, geb. Rockel 10 Heinrich Rockel Louise Diehl, als Braut, und Familie. Nidda und Gross-Gerau, den 2. Januar 1915. Von Belleidsbezeugungen bittet man Abstand nehmen zu wollen. Für die innige Teilnahme sowie für die zahlreichen Blumenspenden bei dem Frau Katharina Diehl Wu. sagen wir auf diesem Wege unseren herz⸗ Dir trauernden Hinterbliebenen. 2 Verwandten, Freunden und Bekannten die daß es Gott dem All- unser innigsigeliebtes Elisabethe May im Alter von 7¼ Jabren, nach kurzer Krank⸗ beit plötzlich und unerwartet zu sich zu rufen. Heinrich May, Schaffner, z. Zt. im Jelde und Frau. Die Beerdigung findet Sonntag, den 3 Januar, vom Trauerhause, Wilbelmstraße aus flat. 62616 Jür die uns bei dem Heimgange* Sob⸗ Schwiegervaters, Großvaters, Laudurt Johannes Heil erwiesene Teilnahme sagen wir allen unseren Die trauernden Hinterbliebenen. 0 Für die vielen Beweise berzlicher Teil⸗ nabme bei dem Heimgange unserer lieben Ent⸗ schlafenen, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Wagner, Beuern, sagen wir Im Namen der trauernden Hinterbhkebenen: Familie Heinr. Reuschling. 12 den Verlust guter Kame- raden, die durch ihr liebenswür liges offenes Wesen und ihre stets bewiesene Arbeitsfreudigkeit uns allen schr nabe standen. Ihr Andensen werden wir allezeit in hohen Ehren halten. 1 Faslunterbeamten-Verein Cieben. etsguppe lieben des Jerbanles der unteren Post- U. Telegrapben-Beamlen. Auf Vorposten leisten Er- tungen Kalsers 61 note Von Miluoben im Gebrauch bei Husten, Heiserkeit, Katarrh, Lerschleimung 20 not. beglaubigte Zeug- 6100 nige von Aerzten und Urtvaten. Zu haben in Apotheken Drogerien u. wo Plakate sichtbar. Nux in Paketen zu 88 Pfg., onen 0 Pfg., Kriegs packung ib Pig. Versand portofrel. Lassen Ste eh nichts anderes aufroden. Zu haben bet Apeth. a. reld. Engel, Gg. Valten 10, Marktplst August Wal Tels, Marktpläis t, 4 Staudt, Neuen Bude 12, f Maternus und Chr. Niehler“ Neustadt lu Giessen J— ler in Lang. Gens, 4 bert ung Mel. K ela Wieseck Fr. Volk II. a Pn. neeker VII. in Henchelbelm! Uli. nu in Gr-Buseck; Th. Reien nu, Stadt-Apoth. in Kirtort 32 bervorr. Frostschutzereme unentbehrlich für unsere Truppen um Jelde. In Apo⸗ theten u. Drogerien. Orig.- Nee deve Niederlage; Hirschavo sowiegermania“, Raiser- u. Kreuz- Drogerie. Briketts. Den billiasten ug und Lücbenbrand erzlel. Sie bei Triedrich-Briketts. Plrekte Sackfüllung ab rab 5 Zenner nur 1 Mt. frei Haus. D. Abel. Wensteinstr. 19. * Mialärsehe Ausbdung fer dugenl. Miebslen Jonnlag, 3. Just, nachm. 2 Uur: 81 Zeughauskaserne. o LNION See Hadlbealer biegen Dir Hermann Stelngoetter. untag, den 3. Jan. 1915 — 3½ Ubr Tolks-Preise! Volks- Preise 10 fchnclee dns Komödie in 4 Akten von Hermann Sudermann. Ende nach 6 Ubr. Abends 7½ uhr Kleine Preise Heine Prelsef Neuheit: Neuheit! Der Schlagbaum Volkslustspiel in TAkten von Heinrich Lee. Ende gegen 10 Uhr. Soldaten vom Feldwebel ab⸗ 2— 1175 Vor stellungen auf 2. u. 3. Parkett nur balbe Preise. 7