Lurück zur Scholle. biom-an von Ewald Gerhard Seeliger. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Inspektor empfing die beiden Sulitscher mit einem Achselzucken des Bedauerns. „Herr Knorreck!" sagte der ruhigere Bartenstein. „Die rvl,rcn. wir haben dem Baron das Geld gegeben fürs Inventar^ Das Inventar ist mit unserm Gelde gekauft. Das sehen Sie doch ein!" August Knorreck nickte zustimmend. ,,-r.as Gericht !>at uns Unrecht getan. Wenn wir das Geld verlieren, — " „Davon ist keine Rede!" schnitt ihm der Inspektor das Wort ab. „Das Geld wird in achtzehn Fahren zurückgezahlt mit Zinsep-mud Zinseszins." „Eben!" hakte der lebhafte Levisohn sofort ein. „Lassen wir mal das Kapital einstweilen beiseite. Bleiben wir bei den Zinsen. Und da wollten wir Ihnen einen Vorschlag macken Sie zahlen uns unterderhand die Zinsen weiter " August Äuorreck rickstete sich steif aus. „Sehn Sie doch!" fiel der gute Bartenstein schnell ein. „Wir verlangen dock> nichts Schlechtes von Ihnen. Das Geld gehört uns doch, und die Zinsen müssen wir haben, sonst müssen wir Konkurs aiimelden. Achtzehn Jahre halten wir's eben nicht aus. Sie ziehen vom Ertrage jährlich die Interessen ab." „Das geht nicht!" entschied der Inspektor. „Ich muß über jeden Psennig Rechnung ablegen beim Bvrmundschast-^- gericht." „Ru!" meinte der schlanke Levisohn. „Da sollte sich doch ein Ausweg srnden lassen. Wer kann Ihnen denn die Preise nachrechnen?" „Schluß!" ries August Knorreck und wies aus die Tür. „Wir sind fertig miteinander. Bor achtzehn Jahren kommt Ihr mir nicht wieder ins Haus." Da schlichen die beiden davon, setzten sich beklommenen Herzens hinter den Tisch, auf den Franz Wiegelt zn>ei frischgefullte Biergläser stellte, zogen ihre Notizbück)er l>er> aus und begannen zu rechnen. Und sie kamen auch diesmal auf das Resultat, das sie sckwn zwanzigmal mit schmerzlichen Bemühen gefunden hatten. „Dreißig Perzent!" stöhnte der gute Bartenstein und wischte sich den hellen Schweiß von der Stirn. „Dreißig Perzent, mehr können wir nicht geben. Ob sie sich drauf einlassen werden?" „Sie müssen!" knirsckste der schlanke Levisohn und klappte das Buch zu. In diesem Augenblicke schob sich der alte Abraham heran und nahm unaufgefordert bei ihnen Platz. „Diu!" sagte er pfiffig. „Wie steht's mit dem Konkurs. Was wollen Sie bieten? Vierzig Perzents' „Was wissen Sie davon?" fragte der behäbige Bartenstein und sah den alten Abraham verwundert an. „Sie werden achtzehn Jahre trocken Brot essen!" lächelte er verschmitzt. „Ich weiß alles! Und in achtzehn Jahren werden Sie beide Millionäre sein." „Wenn er zahlt?" warf Levisvhn ein. „Vorausgesetzt?" antwortete der alte Abraham und hob die rechte Hand. „Und er kann sterben. Er kann! sag ich. Ein schwaches Her» soll er auch haben. Und dann kommt das Majorat an die Nebenlinie, und Sie kriegen keinen roten Heller!" Bartenstein und Levisohn krümmten sich vor inneren Qualen. „Aber ich habe ein Planchen?" flüsterte der alte Abraham plötzlich. „Sie bieten vierzig Perzent!" „Dreißig," entschlüpfte es jetzt dem leblzaften Levisohn. „Dreißig! 9kch besser!" fuhr der alte Abraham fort. „Und Sie müssen pleite machen. Der große Bartenstein und der Levisohn sind machulle! Wissen ^ie auch, ivas das für ein Geschrei wgeben in Breslau und in Posen? Nu, sehn Sie, ich weiß i, der gibt vierzig Perzent für die ganze faule Forderung. ^-chlagen Sie zu!" „Unter siebzig geben wir sie nicht weg!" entschied der nervöse Levisohn, der bei der freudigen Nachricht vom Stuhle sprang. Aber der alte Abraham war zähe. Eine halbe Stunde handelten sie, dann hatten sie ihn erst auf fünfzig Perzent Herausgetrieben. „Bar Geld auf den Tisch?" rief er laut. „Fünfzig Perzent und das ist mein letztes Gebot. Höher darf ich nicht gehen!" „Kommen Sie morgen zu uns aufs Kontor!" sprach der gute Bartenstein, dem plötzlich ein Mühlstein vom Herzen gefallen tvar. „Wollen Sie mitsahren?" fragte der schlanke Levisohn beflissen. „Ich Hab mein eigenes Wägelchen!" lächelte der alte Abraham stolz und lief; die beiden allein. In dieser Nacht schlief der alte Abraham, der um die Dunkelheit in Snlitsch eingetrosfen war, keine einzige Sekunde. Er saß vor seinem altersschwachen Sekretär und rechnete. Alles, was ihm an Geld und Geldeswert erreichbar war, kratzte er zusammen und machte eine einzige Summe daraus. Nichts ließ er übrig. Sogar das Wage!- chen und das Pferdchen setzte er mit aus dieses Konto. Alle Papierchen, die er im Schubfach liegen hatte, und allen Kredit, den er bei dein und jenem in Anspruch nehmen konnte. Und das alles zusammen ergab eine gar stattlich Zahl. In den drei Jahren hatte er manch großes Eksckäft machen dürfen, das mehr als seine früheren Sck)ocher- geschäftchen abgeworfen hotte. 466 „Slebenundfirnszig Perzent!" murmelte er, als er am Morgen die Lampe löschte. Das alles wollte er auf August Knorreck und das Britzkawer Majorat setzen, wie auf das große Los in einer Lotterie. Er mußte dann wieder von vorn anfangen, mit dem Schachersack auf dem Rücken herumlaufen, um jeden Groschen feilschen, als ging's ums liebe Leben. Aber er würde in achtzehn Jahren Millionär sein! Und daun brauchte er Geld, viel Geld, denn dann waren alle seine Kinder erwachsen. Zwei Stunden später war er bei Bartenstein und Levi- sohn. Am Mittag hatte er sich mit ihnen aus drciundfünfzig Perzent geeinigt. So waghalsig war er! XXVIII. Als Anfang Dezember der erste Schnee fiel, siedelte Hedwig mit den beiden Kindern ins Herrenhaus über. Ihre Trauer war stumm und tränenlos, und keiner sprach mit ihr von dem, um den sie litt. Sogar Thomas Hauschild war feinfühlig genug, seine Absichten nicht verlautbaren, zu lassen, und versprach August Knorreck, ohne dazu aufgefordert zu werden, noch ein Jahr in Britzkawe zu bleiben. Zum Weihnachtssest erschien Hugo, der nach dem Begräbnis sofort zu seiner Arbeit zurückgekehrt war. Wieder ließ der Inspektor einen großen Tannenbaum im Herrenhause aufrichten, und alle versammelten sich darum. Auch Moritz Gassel fehlte nicht, spielte auf dem Klavier die alten Weihnachtslieder und kam nicht aus dem Verwundern heran als Hugo danach aufstand und eine Ansprache hielt. Er entwickelte dabei großes Geschick und viel Herzenswärme. Frau Knorreck, die ihren Einzigen schon auf der Kanzel sah, weinte helle Freudenzähren, s>o gerührt wurde sie von seinen trefflichen Worten. Auch August Küorreck stand am Ende da wie ein zerknirschter Sünder. Hedwig aber verschwand bald mit den Kindern und kam nicht wieder zum Vorschein. Am zweiten Feiertage stattete Hugo Küorreck, der Prediatamtskandidat, Moritz Gassel einen Besuch ab. Er traf ihn im Garten, wo er noch einmal die wohlverpackten Bienenvölker revidierte. Dann saßen sie in der angewärmten Wohnstube am Tisch. Hugo legte sich nicht wie früher lang ansgestreckt aufs Sofa, sondern nahm aufrecht und sittsam ans dem Stuhle Platz. Er lehnte Zigarren und Bier, mit denen Moritz Gassel aufwarten wollte, ab und fragte ihn nach seiner Schularbeit. „Es geht?" meinte Moritz Gassel etwas kleinlaut. „Zufrieden bin ich noch nicht. Mit den Kindern wohl, aber nicht mrt mir. Ich Hab so eine tiefe Ahnung, als wenn ich nicht als Schulmeister sterben würde." „Daniel zwölf, Vers drei!" sprach Hugo mißbilligend. „Die Lehrer werden leuchten wie des Himmels Glanz." „Sagen Sie bloß!" platzte Moritz Gassel heraus. „Ist das Ihr Ernst, oder machen Sie Scherz? Früher haben Sw nicht so geredet." ^ „Da ging ich auch in der Irre!" erwiderte Hugo schlicht. „- 0 ") habe eine Entwicklung durchgemacht." „Aber eine sehr merkwürdige." „Wieso?" fragte .Hugo unschuldig. „Na!" lächelte Moritz Gassel etwas unsicher. „Sie mit dra'n^" 0 andcgen Freiheitsgefühl und Judividualitäts- „Alles ist eitel!" dozierte Hugo mit dem tiefen Ton innerster Ueberzeugung. Wif™'" proteftierte Moritz Gassel, der unverbesserliche „och> habe die Wahrheit dieses Wortes an mir selbst erfahren!" „ihr Hugo fort, ohne den Einwurf zu beachten "'w-TV 6 "un. daß ©ott der Herr all das Unglück über mich geschickt hat, um mich auf den rechten Pfad zu bringen und mrch für mein Amt vorzubereiten!" 9 . s^te Moritz Gassel, und sein gesundes Wirkliche keltsgefühl sträubte sich heftig gegen diese frommen 93e* ''Das ist Ansichtssache. Darüber läßt sich nicht diskutieren. Andere Leute nennen das Zufall" ’ gibt keinen Zufall!" entschied Hugo bestimmt Wett ein^Ünllnn." " ™ ^ pet| ' önlirf > en G°tt ist di« ganze „Welt?" sagte Moritz Gassel abweisend. „Was aebt tontmt ,E o?F>°!rf -i au L 2ola "9 e si« nicht nach Britzkawe kommt, geb ich nnch nicht mit ihr ab. Und wenn ich am Ende bin, dann werde ich froh sein, daß ich mich einmal ganz gehörig ausruhen kann!" „Sie leugnen also auch die Unsterblichkeit der Seele!" ries Hugo sichtlich empört. „Ich weiß nur, daß ich nichts weiß!" meinte Moritz Gasset gelassen. „Was ich nicht weiß, darüber kann ich keine Verantwortung übernehmen. Und wenn die Welt kein Unsinn ist, dann muß das seinen Grund haben, daß wir hier aus der Erde sitzen." „Um uns auf die ewige Seligkeit vorzubereiten." „Mag sein!" lehnte Moritz Gassel ab. „Aber vorläufig sitzen wir hier unten und können nichts tun, als den Platz, den wir inne haben, mit allen Kräften auszufülten. Und da sind wir wieder bei dem Begriff Arbeit. Darin liegt die ewige Seligkeit und der Weg zur Vollkommenheit." ^ „Sie aber!" erwiderte Hugo und wurde persönlich. „&ie aber begehen sonach eine Sünde wider den heiligen, Geist, wenn Sie ein Amt weiterverwalten, für das Sie sich nicht eignen." „So arg ist das nicht!" verteidigte sich Moritz Gassel, aber der Schreck jagte ihm das Mut ins Gesicht. „Jedenfalls aeb ich mir alle Mühe, und mit der Zeit werd ich mich schon daran gewöhnen." Bis zum zweiten Januar blieb Hugo in Britzkawe und hatte mit Moritz Gassel noch manchen scharfen Redekampf über das Leben und seine höchsten Güter. Mer keiner ließ sich von dem andern bekehren. Hugo fuhr gläubig nach Halle zurück, um die christliche Heilslehre weiter zu traktieren^ denn er wollte schon im Herbst das Examen bauen. Und Morch Gassel suchte am letzten Ferientage die pädagogischen Lehrbücher hervor und dachte an seine zweite Prüfung, die er zu Pfingsten noch einmal versuchen wollte. Aber er hatte sich dafür ein anderes Seminar ausgesucht. Am^nächsten Morgen schneite urplötzlich Doktor Schrill m die Schulstube. Obwohl er überzeugt war, daß Moritz Gassel ein miserabler Lehrer tvar, wollte er ihm noch einmal Gelegenheit geben, sich von diesem bösen Verdacht zu reinigen. Aber schon bei der dritten religiösen Prüfunqs- frage, die Moritz Gassel stellte, fuhr der Kreisschulinspektor daztmschen, verschüchterte mit seiner Manier die Kinder, daß sie weder den Finger hoben noch den Mund anftaten, nahm dies als Bestätigung seines Verdachtes und schrieb ein Protokoll, in dem man vergeblich nach einem anerkennenden Worte gesucht hätte. Dann schickte er die Kinder hinaus und verlas Moritz Gassel unter vier Augen griindlich irnd durchgreifend die Leviten. Mit Hilfe seiner Geheimakten hatte er sich über alle Schandtaten, die Moritz Gassel inzwischen auf sich geladen hatte, hinreichend unterrichtet. „Sie haben trotz meines Ausdrücklichen Verbots Spaziergänge mit den größeren Mädchen unternommen >Sie haben am sechsten September die Schule versäumt. Sie haben ohne Erlaubnis den Schulgarten vergrößert" Moritz Gassel verteidigte sich, nicht, verschränkte die Arme über der Brust uiid schaute gelangweilt zum Fenster hinaus. ' „Sie verletzen fortwährend die Achtung Ihrem Vorgesetzten gegenüber. Weshalb antworten Sie nicht?" „Um die Achtung meinem Vorgesetzten gegenüber nicht LU verletzen!" erwiderte Moritz Gassel ruhig und dachte dabei an den Brief des verstorbenen Barons. Dieses Be- sanstigungsmittel war leider hinfällig geworden. Und Doktor ^ch^ll hätte sich wohl schwerlich dadurch beruhigen! taffen^ Er war einmal im Innersten von der Untauglich«. Dassels uberzeugt und mußte, um seiner Pflicht als Rrcisschulinspektor zu genügen, aus Mittel der Abhilfe sinnen. 1 1 „So darf das nicht weiter gehen!" entschied er rasch. ,"dcein! Mgte Moritz Gassel und schaute ihn fest an Ich werde mich bei der Königlichen Regierung über Sie beschweren, ^ch werde da oben Ihr unmoralisches Spio- mersystem aufdeckeu. Ich werde den Nachweis führen daß ^e unfähig sind, den Stand einer Schulklasse aufzuneh^ men!< _(Fortsetzung folgt.) Der Einzige. Von F. S. (Schluß.) ■ * verstrichen. Tie Eltern waren einsame, chene Menschen geworden, deren Tage einairder freudlos die Häiwe reichten, graue Gaste, die wie Schatten vorüberzogen. Vorzeitiger Mtersschnee deckte den Scheitel der Frau, die glanzlosen Augen sprachen von vielen Tränen und über der gebeugten Gestalt lag eine müde Hoffnungslosigkeit. Much der Gotte schien merklich kleiner geworden durch seine zusammengesunkene Haltung, der jede Lebens energie mangelte, trotzdem er den Kopf nach wie vor, in eiserner? Willensbeherrschung, stolz emporreckte, dkbcr die steile Falte zwischen seinen finster zusammengezogenen Brauen und der tiefe Leidenszug, der sich von der Nase zu den Mundwinkeln zog, sprach beredter als Worte vom Nichtvergessenkönnen. Nie wurde der Name des Verstoßenen zwischen den Gatten genannt, das Schicksal hatte wie ein Rauhreis seine erstarrende Hand auf ihre Herzen gelegt. Ta brach das große Bölkerringen aus: eine Welt voll Feinden bedrohte beutegierig wie die hungrigen Wölfe das Vaterland. Jung und alt rüstete zu Schutz und Wehr. Mit fliegenden Fahnen und klingendem Spiel zogen sie hinaus, die Jungen, die Reifen und selbst die'Ergrauten mit den slamwenden Jünglingsherzen. Blumen an Helm und Brust, marschierten sie singend zur Bahn und Mütter, Frauen, selbst Kinder jubelnd nebenher, alle vom Taumel des großen Erlebens erfaßt und über egoistisches Abschiedsweh empor getragen. Hinter dem Vorhänge ihres Fensters verborgen schaute die Mutter mit tränenden Augen auf das fesselnde Bild dort unten. Auch ihr hatte Gott einen Sohn geschenkt, den sie, den Müttern da draußen gleich, mit Stolz und wehmütiger Freude zu Kampf und Sieg hinausgeschickt hätte, aber das Leben hatte ihn ihr genommen. Wo war er, gestorben? verdorben? Sck>eu blickte sie ^u dem Gatten hinüber, den das klingende Schauspiel an das andre Fenster gelockt. Wie trug er dies? Steinern stand er da, kein Muskel, keine Wimper zuckte an ihm, nur für eines Herzschlages Tauer beschattete seine Rechte die Augen, als hätte diese der helle Tagesschimmer geblendet. Mit ruhigen, gemessenen Schritten ging er zum Schreibtisch zurück, die unterbrochene Arbeit wieder aufnehmend, niemand durfte ahnern was sich unter der Maske seiner finstern Verschlossenheit barg. Selbst als der Helle Siegesjubel durchs Land brauste, verriet kein Hauch, keine Miene, wie er darunter litt, daß sein eigen Fleisch und Blut kein Teil an diesem Großen haben sollte. Wie ausgestoßen und enterbt kamen sich die beiden vor, wenn sie mit brennenden Augen sahen, wie die Feldpost in jedes Haus Grüße und Nachrichten von da draußen brachte und wie selbst auf der Straße die Eltern, Frauen, Bräute, sogar Kinder dem Postboten entgegeneilten und beglückt die Briefe und Karten ihrer Feldgrauen in Empfang nahmen. Ihnen war die gleiche Freude versagt, ihre Hoffnungen hatten sie vor Jahren schon eingesargt. Da geschah plötzlich das Unerwartete, das Unfaßbare, auch zu ihnen kam die Feldpost und brachte ihnen ein Schächtelchen, dessen Adresse von einer zierlichen, fremden Frauenhand geschrieben. Fast schon ein Jahr tobte der fürchterliche Krieg und brachte Schmerz und Trauer über viele tausend froh schlagende Herzen: sollte jetzt ihnen, den Leidgewöhnten, aus Kanonendonner und Pulverdampf ein unerhofftes Glück erblühen? Eine atemraubende Freude durchflutete sie bei dieser Hoffnung und mit bebenden Händen öffneten sie das Kästchen. Darin lagen zwei Eiserne Kreuze, eine Tapferkeitsmedaille und zwei Briefe. Ter eine trug die Handschrift der Adresse, der andere war von Männerhand geschrieben. Mit flimmernden Augen und jagenden Pulsen lasen sie diese Zeilen, die ein Hanvtmann an sie richtete, und worin er ihnen in warmen Worten für sein Leben dankte, das ihm ihr Sohn mit Aufopferung des eigenen gerettet. Er erzählte weiter, wie er im selben Gefechte mit seinem Retter verwundet, und wie der allezeit hilfsbereite, liebenswürdig'e Kamerad ihn, der schwer am Oberschenkel getroffen, aus der Feuerlinie geschleppt, und. ihn mit eigenem Leibe vor den sie dicht Umsausenden Geschossen deckend, fast schon in Sicherheit, eine tödliche Kugel ins Rückenmark bekommen. Iw gleichen Lazarette untergebracht, habe er nach dem inzwischen erfolgten Tode seines heldenmütigen Lebensretters, die sie Beide pflegende Schwester veranlaßt, diese Zeilen den ihnen von dem Sohne übersandten Ehrenzeichen beiznlegen. In begeisterten Worten schilderte er die Tapferkeit und Unerschrockenheit des Verstorbenen, die fast an Tollkühnheit gegrenzt und dem Vaterlande unschätzbare Tienste geleistet. Seine echt Lilien cronsche Gestalt mit ihrem Draufgängertum habe in suggestiver Macht den ganzen Zug zu Heldentaten hingeriisen, die in der Geschichte dieses Weltkrieges ein denkwürdiges Ruhniesblatt bilden würden. „Wie die Leute unter seiner umsichtigen Feuerleitung cinnl feindlichen Schützengraben von vierhundert Mann Besatzung erstürmten. wodurch die Aufrollung der feindlichen Stellung gelang mit dein Ergebnis von über tausend Gefangenen' tvie er mit nur einigen zwanzig Mann die dem gefallenen Fahnen- trager entsunkene Fahne, unter Einsetzung des eigenen Lebens, im stärkste,! Feuer unter der erdrückenden Uebermacht des Feindes mit zähem Widerstande rettete, wie er bei einer Erkundunqs- patrouille mit mir drei Mann Begleitung fünfzehn Gefangene machte, und noch viele andere Einzelheiten seines Heldentums, Chatte ich mir vor, in dem Urlaub nach meiner Genesung Ihnen perfonlich zu berichten, — so hieß es lveiter in dem Briefe —> bcnn eö bräiiöt mich, die gottbegnadeten Eltern dieses Tapfersten dn Tapferen, der unsterblich im Herzen seiner Kameraden weiter- sannen zu lernen. Seine schnelle Beförderung und : oie Ehrenzeichen, die wir ihm mit Stolz und Freude auf die tapfere 1 'Stuft hefteten, geben beredtes Zeugnis dafür, ivas er dein Vater- tande gewesen. Ein Samariterwerk krönte dieses reiche Helden- leven durch einen erhabenen Tod im Tienste höchster, reinster -lenschenliebe. Wohl dem Vaterlande, das solche Söhne sein eigen nenrtt und Heil den Eltern, die ihnen das Leben gegeben." «?° der Brief. Und wieder griff das Schicksal mit harter o ^ü ö , na A den Herzen dieser schwergeprüften Eltern. Aber das ^ew, das heute zu ihnen kam und das sie in dieser unheilschweren £ eit vwlen Tausenden gemeinsam trugen, hatte nichts von dem bitteren Weh vergangner Zeiten, als sie ihren Einzigen als Unwürdigen rn ihren Herzen eingesargt. In tiefster Seele ergriffen tiopfte heißes Naß aus ihren Augen, aber scheu wichen ihre Blicke Iicy, aus, um nrcht zu verraten, wie tief in jedem von ihnen die Hoffnung auf ein Wiedersehen gelebt. Und als ob sie eines aus des andern körperlicher Nähe Ruhe und Fassung schöpfen wollten, um fchlangen ffc sich fest, als sre tränenden Auges das andre Schreiben lafen. Wie ein Hauch aus dem Jenseits grüßte die Seele des Lohnes die ihre mit seinen letzten Worten: „Teure, innigst geliebte Eltern, om Schatten 'des Todes wage ich es. Euch noch einmal mit einer Bitte zu nahen Da mir die Kraft fehlt, selbst die Feder zu führen, hat die gütige Schwester die Mission für mich übernommen. Meine stunden find gezählt und bald werde ich vor dem ewigen Richter ftehen .Aber ich kann nicht scheiden, ohne vorher Eure Verzeihung erfleht zu haben. Was der törichte Jüngling verbrach, vergebt es dem bitter bereuenden Sterbenden. In heißem Ringen habe ich zu sühnen versucht und der Erfolg heftete sich an meine Fersen, aber der Segen blieb aus, Bor jede Freude schob sich mir das traurige Bild, Eurer geliebten, gramgebeugten Gestalten und hetzte mich ruhelos wie Ahasver durchs Leben Etwas Großes- Hohes wollte ich erreichen, damit vor Euch Antreten und mir Eure Herzen wiedererschließen, aber was ich auch errang, nicküs Ulen mir dieses hohen Preises wert. Da rief das Vaterland. ^tzt hat die Stunde geschlagen, in dem Ringen Biele kannst du dich entsühnen. Erspart mir. Euch von den Muhen zu erzählen, bis es mir endlich gelang, in den Reihen der kämpfenden Brüder zu stehen. Aber daun spornte es mich zu Außerordentlichem. Mit Anspannung aller meiner Kräfte sucAe ich dem Vaterlande zu dienen, drängte mich zu den ehren-, wenn auch gefahrvollsten Posten und hatte das Glück, das mir Aufgetragene immer unversehrt auszuführen: ich suchte den Tod nicht, aber ich fürchtete ihn auch nicht, deshalb schien ich gegen ihn gefeit und durste alles wagen. Dafür schmückte man mit Ehrenkreuzen meine Brust, unter der in heißem Jammer mein Herz nach Eurer Liebe und Verzeihung lechzte. Was der glühende Wunsch meiner Jünglingsträume geivesen, das Ehrenkleid des Offfzie^, es umhüllt meine sterbenden Glieder, aber alles, alles gebe ich hin für ein verzeihendes Wort aus Eurem Munde. Grollt mir nicht' über das Grab hinaus, sondern gichenkt meiner m der alten Liebe meiner Kindertage und solche Kraft wird diese Liebe haben, daß sie mich noch über den Tod hinaus finden und mir die Erde leicht machen wird. Meine Ehrenkreuze mö-- gen Eilch beweisen, daß Ihr keinem ganz Unwürdigen das Leben geschenkt, nehmt diese und meinen nicht unbedeutenden Besitz als mein letztes Vermächtnis entgegen. Zum ersten Male macht es mir fetzt Freude in dem Gedanken, damit Euren Lebensabend sorglos zu gestalten Mein für die hohe Idee der Vaterlandsliebe verrinnendes Blut hat den Flecken, den törichte Küabenhand ihr zu- gefügt, von meiner Ehre gewaschen, deshalb tilgt ihn auch aus Eurer Erinnerung. Die langen Jahre voll Gram und Kummer uni mich kann ich leider nicht ungeschehen machen, aber mag Euch der Gedanke milder stimmen, daß auch mein Leben freudelos war. Noch ein letztes Mal stehe ich von dei' Schwelle des Grabes aus: „Vergeht und vergebt, dann ivird Gott auch meiner armen Leele gnädig sein." — Nachschrift der Schwester: -,Ter letzte Hauch des Sterbenden war ein Segenswunsch für seine Eltern." T Erschüttert barg die Mutter ihr Haupt an der Brust des Gatten. Heiß flutete der Schmerz über sie hin und sie wehrte ihm auch nicht. Schluchzen durchbebte ihre Gestalt und rück- lfaltlos flössen ihre Tränen, aber sie waren der Tau des neu aufblühenden Mutterstolzes, dieses Weh schenkte ihr den Sohn wieder. „Der Tapfersten Einer", so hatte ihn sein Hauptmann genannt und mit seinem Blute hals er die Saat beftuchten, aus der dem Baterlande Ruhm und Glanz und der gesicherte Frieden emporblühen sollte. Sie fühlte wie auch durch die Gestalt des Gatten ein Straffen und Dehnen ging und, mit feuchten Blicken zu ihm ausschauend, schien er ihr gewachsen, so stolz hatte er sich aufgerichtet und seine leuchtenden Augen glichen zwei Sonnen. Ein Atemzug, so abgrundtief, als müßte er eiserne Reifen sprengen, hob seine Brust und stoßweise brach es von seinen Lippen: „Mutter — unser Junge — unser lieber Junge — nicht verdorben — gestorben ist er als Held — ein Ueberwinder — kein Ueberwundener." Dann kam ein Laut, so seltsam, war's ein schluchzen? war's ein Jubelton? Oder war's beides zugleich? Lange hielten die Eltern sich wortlos umschlungen und nt dieser stummen Umarmung feierten ihre Herzen die Wiedergeburt ihres Einzigen. Nun trieb sie eine rührende Geschäftigkeit. Aus den Tiefers des Schreibtisches wurden alle Photograghien ihres Jungen hervor- 468 geholt. In allen Lebensphasen, vom unbeholfenen Säugling vis zum kecken Abiturienten, wurden sie nebeneinander gestellt. Und tausend liebe Züge seines Wesens wuchsen aus der Erinnerung empor. „Weißt Du noch", und ..weißt Du noch", so raunte es von Mund zu Mund und ein glückliches Leuchten stand in den Augen und ein wehmütiges Lächeln umspielte die Lippen. Selbst seine leichtsinnigen Streiche erschienen ihnen jetzt in anderer Beleuchtung. Sogar an das Schlimmste wagten sie zu rühren, nicht ohne einen großen Teil der Schuld auf sich zu nehmen. Dann wurden die Siegesberichte _ herbeigeholt. Ob er hier wohl dabei war und da uird dort, fragten Mund und Augen und in dem Ueberfluten ihrer so lange eingedämmten Zärtlichkeit jauchzten ihre Herzen: „ja", überall wo der Sieg war, glaubten sie ihn dabei. Wie er wohl ausgeschaut haben mag, ihr Held als Feldgrauer und mit von der neuen Freude noch fast ungeschickten Fingern glitten ihre .Hände über die Ehrenzeichen, die seine tapfere Brust geschmückt. Aber wenn der Frieden kam, daun wollten sie zu seinem Grabe hinpilgern Kein Prunk, kein Tand, sollte seinen Hügel vor dem der gefallenen Kameraden auszeichnen. Nur auf das einfache Kreuz unter seinen Namen wollten sie es schreiben: „Er war unser heißgeliebter Einziger". Wie das den Schläfer unter dem grünen Rasen freuen wird — Bieleri tausend Eltern reißt der männermordende Krieg die Söhne vom blutenden Herzen, diesem einen Eiternpaar hat er ihn lviÄrergeschenkt „ihren Einzigen". vermischtes. * Ein Witz unsere- Kaisers. Als kürzlich nn Haupt- quartier des Deutschen Kaisers bei der Geburt des jüngsten Kaiser- Eukels aus da- Wohl des HohenzollernsproßlingS getrunken wurde, erzählte der Kaiser selbst folgende Geschichte: Als er in Bonn studierte, stand er boxt mit dem späteren, 1895 in Australien ermordeten Forschungsreisenden ShlerS in regenr Verlehr, der auch später noch sortbestand. Als dann der Prinz Vater wurde, schickte ihm LblerS ein Glückwunschtelegramm, daS er in die studentische Form kleidete, die beide oft bei gemeinsamen KorpskneipEreien beim Zutrinken vernommen hatten: .Ich habe die hohe Eh,* und da- Vergnügen, auf daS Wohl des jüngsten Hohenzolleru einen Ganzen -u trinfem* Umgehend erhielt Ehlers die Antwort de- Kaisers, die m die gleiche studentische Form gekleidet war: .Der jüngste Hohenzoller bauft und trinkt.* • Englisches Seeräuberwesen im Baltischen Meer. Wie die Engländer schon in früheren Jahrhunderte'! unter falscher Flagge segelten und Seeraub betrieben, das zeigt die folgende, jetzt ':icht uninteressante Erinnerung, die sich an den Schauplatz heutiger Kämpfe knüpft: Den Engländern war das Ostseegebiet bis zum 16. Jahrhundert verschlossen. Sie rächten stch dastür, brachen das Völkerrecht und segelten uuter falscher Flagge in den baltischen Gewässern, um Seeraub zu treibe,,. Im 15. Jahr- hundert überfiel ein englische« Schiff mehrere Rigasche Salzschiffe in der Ostsee und führte sie als Beute fort Ein andermal landete eme große englische Kauffahrteistotte im Rigaschen Meerbusen und beo achtete die reichbeladenen Schiffe der Ostseeländer. Als einige nnt ivertvoller Ladung gefüllte livländische Schiffe a»>S der Duna fuhren, schmeichelte stch die englische Mannschaft an die Besatzung heran, versprach ihr Geschenke und lud ste zu einem reichen Gast- inahl auf ihr Schiff. Dort überfiel sie die Ahnungslosen hinter- *‘ lcf t/2 n0lbete ,lc lmb ,0Qrf bic Leichen in- Meer, während sie die Schiffe m,t der Ladung als Beute nach England brachte dem sich enlsptnneuden weitläustgen Prozeß sicherte Koni., Hein- rich^I. den Livländcrn eine Entschädigung zu. ohne je sei» Versprechen einzuloen. Mit derartigen Geschehniffen :>,ag es i,n 3u- fammfnbaug stehen, daß auch späterhin die Engländer in den Ostseelandern nicht sehr beliebt ivaren. Tie in den baltischen Stadtei» herrschenden vorz st.chen Lebensoerhältniffe lockten im 17. Jahrhundert viele Auslüuder an, so daß sich die Stadtväter ""F onrch e»n besonderes Gesetz entledigen konnte, i. Das richtete sich nun vorzüglich gegen die Engländer. In Riga z B war den Engländern und Schotten der Aufenthalt bet Strafe ver^ boten, gestattet wurde ihnen alleniallS. sich auf den Duna-Znfeln und den »»derbalb bei Stadt gelegne» bolme» an,usicdeln. vor- auSgeferch daß sie sich e,neS .auständigen Betragens besteißigen*. La »ich die Engländer auf deni sog. Hasenholm »iederließen, hießen c noch die, Dasenhül.nerE, ivaS einen verächtlichen und lächer- licken Beigeschmack hatte. m * ^""uncto» - offizieller K r i e q « ch r o n i ft' -tun Eud.ich ist daS Schicksal Gabriele d'AnnunzioS entschieden. ; eme fe,n2l,che K»«gel wird ihm den Garaus machen. Er hat enien !^o^en erhallen, der seinen Ruhn» ver» ehren und ,egl:che hJ- «f»Lf?°K^ , x.^ b ^ aIlen * oCL * ie römischen Blätter verkünden ^ bati b ^nnuiijio zum offiziellen Chronisten des italtenj. scheu Feldzuges ernannt wurde. Ter D,ch:ec brauchte also nicht o,e e^eder mit dem Degen zu vertausch«-,,, den er zwar an seiner durch alle Städte Italiens schleppt, aber mals ivird -ucken können« Ans diese Weise wird er allerdings nicht a»-.l eigenen Leibe erfahren können, was er vor seiner Abreise nn 5 9Jom so laut verkündete: .äulee et äeeornm e«t pro patrla wori!" Ob er sich darüber sehr kränken wird? . . . ' Ein verhängnisvoller Druckfehler. Daß in diesen Zeiten politischer Wirren sogar der Druckfehlerteufel für und ,vider Stellung uiinmt, beweist die folgende Berichtigung im Journal': .Ein unangenehmer Druckfehler hat sich in den letzten Artikel unseres Berichterstatters vom italienischen Kriegsschauplatz eiugeschtichen. Darin hieß es: Auk seiner Reise längs der Front konnte Ealandra vom Wagen des Königs aus die gebräunten Infanteristen im Kampfe sehen, di? am Kragen die weiß-roten, weiß- grl«nen und blau-schwarzen Abzeichen der Briganten von Apulien niid Palermo trageil. Es sollte natürlich nicht Briganten, sondern Brigaden heißen.' . . O iveh l vüchertisch. Mi L Tho,„ a's n e u e st e Radierungen bringt die °ü m, n 1 ^ l,v bn§ deutsche Knust- und Geistesleben ,Bühue und Welt', herausg ge en von Wilhelm Kieler. Mit den neuen Werken des Meisters belaßt sich A. R n d o l v h un selben He'te und ein hervorragender Tbomakenner, Auto,, Fendrich, schreibt dann über das Seelische »einer Kunst. Neben diesen wertvollen Beitragen zur bildenden Klmst enthält die cS Heft bedeutende Beitrage allgemein-gestriger und literarischer 9>atur. So ist vor . EM ein Zinssatz .Neue Geineinschasl' von Diedrich Bischofs, eme Abhandlung über den .Krieg und die Tragödie' von Rndol! P u ch neben einem Aussatze über .Der Krieg und die deutsche Buhne von Wi.helnl Kiefer erwähnenSivert. — .Ueber den biologischen Wert der Kunst' schreibt Heinrich DrieSman« eine bedeutende Abhandlung - Robert W a r n e ck e erinnert an die Bedeutung von Grabbe'S Hohenstaufen-Drama lmd Mar 9l r e n d an das nationale Element in GlnckS Musik. - Ein Nachruf Ernst Wachlers auf Jocza -LavitS beschließt den Hauptteil diese- reich- haltigen HesteS, dem „ch die Rundschau mit wertvolle,i und in- tereffantei, kleineren Beiträgen anschließt. - Preis «0 Pfg.. ein ^lbiahrSbeziw 3,- 0 Mk. — Probeheite verse,ldet der Verlag von »Buhne und Welt*. G. ,n. b. £)„ Hamburg 83. o Irland und Freiheit, jenes rühmlichst bekannte Kriegsbildwerk der Montanus-Bücher lHermann Montanus. Verlagsbuchhandlung Siegen und Leipzig, leder Band 2 Mark) bringt soeben einen dritten Band heraus, der gleich wie seine Vorgänger die ergebende Gr oße des gewaltigen Volkerringens und seine Schrecken nnt plastischer Klarheit dem Beschauer zeigt. Bekanntlich haben von A,i ang an Verleger und Herausgeber an« alle fantastischen Darstellungen und Zeichnungen verzichtet tlnd alle diejenigen Bilder weg gelaffen, dre nicht die Grüße der Stunde lebendig werden ließen Lo entsprechen diese Bände durchaus dem dentschen Wahrhaiiiakeits- sinn und bringen lediglich Wirklichkensa,„nahmen aus dem große,, Kriege. M.tzt man den Wert eines Bildwerkes an der Anzahl bis- lang unbekannter und noch nicht gesehener Bilder, so ist unzweiiel- Haft dem leyt vorliegenden dritten Bande die erste Stelle zuzuerkennen. -^Kunstwart. Erstes Angusthest. Gedenkheit: Ein Fahr Krieg! (Kriegsallsgabe zuni halben Pre 2 , 2 2 b Mk ^tliahrlich. Verlag von Georg D. W. Lallwey. München.) Inhalt: Avenarms. Ein Jahr! Artur Bonus, Für welchen Welt- gedanken kämpfen wir? Dietrich Freiherr v. Miltitz. Im Kriege eloer ,st das Letzte nicht der Krieg. Karl Nohel, Die Zeit zum Umlernen. AuS Martin Rades KriegSanda chten. Btlderbeilagen: Hugo Grtmui, «odenkblatt für Gefallene (farbig). Martha Schraa Soldatenz.ige. Bruno Bieleeldt, Ruffenein'all. Im Tert zwei Zelchiinngen von Ernst Ltebermann und Willibald Weingartner. ^ ^ Er a n li von Eisen, Ro>nau aus Ostpreußens Drecke,'Stagen von Fritz Stow rönnet. Verlag von Otto Janke, Berlin SW. 11). Da« deutsche, das eiserne Volk schildert Fritz Lkowronnek au einem typiscken Vertreter, dem ..Mann von Eisen . Während der russischen Invasion in Ostpreußen bietet der veld der Erzählung russischem Uebermut die Stirne, indem er nicht von der Scholle weicht und d,e Ehre seiner Geliebten gegen russische Angriffe verteidigt. Aus dem rauhen Hintergründe des Kriege- spielt eine Liebesgeschichte von anmutiger Feinheit. verfteckratsel. Man suche ein Sprichioort, dessen einzelne Silben in folgenden Wörtern versteckt sind, wie die Silbe »an* in .Wanderer*. Schöppenstedt — Wannenbad — Der,vorfenheit — Gartenhaus — Tier.ualer — Drachenblut - Bidassoa - Krautheim - Vergißmeinnicht - Gänsefeltbemmchen. Auslösung in nächster Nummer. Auflösung des Rösselsprungs in voriger Nummer: Liegt dir Gestern klar und offen. Wirkst du heute kräftig frei, Kannst du auf ein Morgen hoffen, Das nicht minder fröhlich sei. Kch7i!!le't,mq: Au«, «oet, - Stotationfbruct itnb «erlag der «rLHI'Ichen Univers,tä,»-B»ch- und 6Mnkru(fewi SH. Sonne, Gieße»