Lurück zur Schotte. Koman von Ewald Gerhard Seeliger. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Günther!" rief Hedwig leise und setzte den Fuß aus die Treppe. „Güntherckzen, kennst du mich nicht mehr?" Da leuchtete eine Erinnerung über sein volles, gesundes Gesichtchen, er hob die Hände und stand auf. „Bleib sitzen!" flüsterte sie heraus. „Du wirst fallen, ich komme!" Aber der Junge patschte mit beiden Händen an das Geländer, klanimerte sich feft; schüttelte den ganzen Körper vor Freude und schrie, daß es wie ein gellender Fanfarenstoß durch das ganze Haus tönte. „Tante Hedwig! Tante Hedwig!" Weiter kam er nicht, denn Hedwig riß ihn in ihrs Arme und verschloß ihm den Mund mit einem Kuß. Das Kindermädchen sprang auch herbei. Fritz von Winkelberg aber, der eben an seine Reise nach Halle gedacht hatte, schrak auf. Er hörte Günther schreien, verstand die Worte, und sein Herz begann plötzlich stürmisch zu pochen. Cäcilie ließ das Buch sinken, schaute den Vater, der auf einmal so ganz anders aussah, verwundert an und stahl sich auf die Seite. Ter Baron, lauschte angespannt. Das lange Krankenlager hatte sein Gehör außerordentlich geschärft. Ein leises Flüstern drang ins Zimmer. Das war Hedwigs Stimme! Er erhob Tich mit einem Ruck und ging zur Tür. Ohne Stütze und ohne zu schwanken machte er die sechs Schritte. „Oeffne!" befahl er Cäcilie, die sofort hinaussprang und Hedwig freudig entaegeneilte. „Hedwig?" rief er, als er sie sah, trat aus die Schwelle und breitete die Arme aus. Unwillkürlich wich sie zurück. Sein abgemagertes Gesicht schreckte sie. Doch seine Augen, die vom Glück leuchteten, schlugen sie in Bann. „Hedwig!" flüsterte er tonlos und wagte noch einen Schritt. Nun erst kam sie mit den beiden Kindern näher. Da tat das Winkelbergsche Herz den letzten Schlag und stand still. Die Arme sanken schlaff, das Feuer der Augen erlosch wie ein zages Licht im Sturm, und die hohe Gestalt brach wie vom Blitz getroffen in sich zusammen. Hedwig schrie verzweifelt auf und warf sich über ihn. In der grenzenlosen Verwirrung, die jetzt hereinbrach, war Frau Knorreck die einzige, die den Kopf nicht völlig verlor. Sie ließ die weinenden Kinder durch das Mädchen in Sicherheit bringen und sprang Hedwig bei. Die war bleich wie das Sterben, hatte weder Worte noch Tränen und ließ sich willenlos sortführen. Tie Mutter brachte sie in das Arbeitszimmer nebenan und setzte sie auf einen Lehnstuhl. Dann suchte sie nach tröstenden Worten. Aber Hedwig hörte und sah nichts. Regungslos, mit starren Augen, kämpfte sie gegen den Schrecken, der ihr Hirn wie mit einer Klammer umspannte. Thomas Hauschild, der sich am schnellsten gefaßt hatte, rief ein paar Leute herauf, trug oen Toten ins Schlafzimmer und legte ihn aufs Bett. August Knorreck aber stand unten aus der untersten Treppenstufe und könnt« nicht weiter. Seine Knie wankten und versagten den Dienst. Eine graue Wolke schwamm vor seinen Augen. Er wollte das Treppengeländer packen und griff in die Luft. Die Tienstleute, die Thomas Hauschild geholfen hatten, kamen jetzt auf den Zehenspitzen die Treppe herunter. Der Inspektor sah sie nicht, obgleich er die Augen weit offen hatte. Dann schlug ein Gemurmel an sein Ohr. Durch die graue Wolke erkannte er Thomas Hauschilds Augen. „Soll ich nach Zdurotschin zum Doktor reiten'?" fragte der Gehilfe. August Knorreck verstand die Frage nicht, aber er nickte. Die graue Wolke verdichtete sich. Dann fühlte er wieder nach dem Geländer. Als er es endlich hatte, hörte er draußen scharfe Hufschläge, die sich das Dorf hinaus verloren. Ta schloß er die Augen und tastete sich die Treppe empor. Als er oben die Augen öffnete, war die graue Wolke bis auf einen dünnen Schleier verschwunden. Er hörte Stimmen im Kinderzimmer und wankte hin. Seine Kniee bebten noch immer, und er fühlte auf seinem Nacken die Last eines Mühlsteins. Als er eintrat und Hedwig sah, die sich noch immer nicht regte, verdichtete sich plötzlich der dünne Schleier vor seinen Altgen. Er fühlte sich zu ihr hin, setzte sich neben sie und nahm ihre Hand, die kraftlos herabhing. Tie streichelte er unausgesetzt und schüttelte dazu mit dem Kopse Die Augen hielt er geschlossen. „Sie muß ins Bett!" sprach Frau Knorreck, die jetzt die Angst überfiel. „Laß Sie!" murmelte er, ohne jede Betonung. „Laß sie, ich bleib bei ihr. Sie wird sich schon erholen. tSie kommt wieder zu sich." Frau Knorreck ließ die beiden allein, um schnell in der Wirtschaft zum Rechten zu sehen und Hedwigs Lager zu richten. Auch die Kinder ließ sie ins Inspektorsusl bringen. Das alles nahm mehr Zeit in Anspruch, als sie erwartet hatte. Außerdem wurde sie in der Küche und im Milcht'ellcr verlangt. Dazwischen warf sie immer einen schnellen Blick ins Kinderzimmer, wo Hedwig und der Vater saßen. Eine volle Stunde streichelte August Knorreck die blasse Hand, als sei er geistesabwesend, bis diese Hand plötzlich zu zittern begann. Ta öffnete er die Augen. Die graue Wolke war völlig verschwunden. Er sah Hedwigs blerckzes Haupt an der Stuhlroange lehnen. Ihre Augen waren geschlossen. Hin und wieder lies ein starker Schiittelsro-st über ihren ganzen Körper. Ohne ein Wort zu sagen, nahm sie der Vater aus die Arme, trug sie die Treppe hinunter, übe" 468 den Hos nach Hause. Mutter packte sie sofort ins Bett. Doch das Fieber ließ nicht nach. Es stieg fortwährend. „Der Doktor!" sprach August Mnorrecf tonlos, und wies zu nt Herrenhaus .hinüber. „Er muß bald da sein. Hol ihn!" Die Mutter verschwand, und der Inspektor setzte sich ans Bet! und wachte. Als Doktor Bielschowsky nach einer Stunde ankarn, drückte er Fritz von Winkelberg die Augen zu und schrieb den Totenschein. Er war von diesem plötzlichen Ableben nicht überrascht. XXVII. Mit dem Sinken der Sonne verschlimmerte sich Hed- wigs Fieber, bis sie endlich zu phantasieren anfing. Sinnlose, unzusammenhängcndc Silben und Worte stieß sie heraus, zuletzt fand ihre geängstigte Seele einen Punkt, um den sie fortwährend ängstlich flatterte, wie der Nachtfalter um das grelle Licht der Laterne. „Ich bin schuld!" flüsterte sie hastig, und wiederholte die drei Worte immer und immer wieder. Wohl zwanzigmal, ohne Pause und ohne Betonung drängten sie sich über ihre blassen Lippen. August Knorreck erhob sich und beugte sich über sie. Wieder schwamm ihm vor den Blicken der Schleier. Zweimal mußte er sich über die Augen wischen, ehe er wieder deutlich sehen konnte. „Hede!" sprach er leise und streichelte ihr die blassen Wangen. „Hede, sei still. Ich bin schuld, ich ganz allein. Ich hätte nicht nachgeben sollen. Ich bin schuld." Und wieder verdichtete sich der Schleier vor seinen Augen zur grauen Wolke. „Ich bin schuld!" stöhnte er aus. „Ich hätte dich nicht nach Hause rufen sollen. Sei ruhig, .Hede! Ich nehm alles auf mich. Du kannst ja nichts dafür." Doktor Bielschowsky, der hereingetreten war, halte die letzten Worte gehört, kam näher und stieß ihn beiseite. „Was reden Sie da für Unsinn!" wies er ihn zurecht. „Sie wissen ganz genau, wo der Schuldige sitzt. Ter Baron hätte das neue Jahr doch nicht mehr gesehen!" „Sie sind ein Mensch!" preßte sich der Inspektor durch die Kehle. „Sie sind ein Mensch/ und können sich täuschen!" „Sie auch!" meinte der Arzt mit Gleichmut, schob ihn zur Tür hinaus und wandte sich zu Hedwig. Er beruhigte sie mit einer Dosis Opium, und sie schlief sofort ein. „Es hat nichts weiter auf sich!" tröstete er die Mutter. „Morgen hat sie's überwunden." Dann empfahl er sich, versprach am Begräbnistage wieder vorzusehen und fuhr mit seiner Kutsche aus die rote Sonnenglut zu, die am westlichen Himmel hinter dem Walde aufflammte. August Knorreck aber lief über die Felder. Stundenlang war er unterwegs, und mit dem sinkenden Lichte des Tages verschwand für immer die böse graue Wolke vor seinen Augen. Als er kurz vor Mitternacht auf der Schwedenschanze stand, hatte er sich selbst wiedergefunden. Und er schritt fest und aufrecht heimwärts. Als Hedwig am nächsten Morgen erwachte, erschien ihr alles wie ein böser Traum. Sie wollte aufstehen, aber bin Mutter litt es nicht. Sie hielt auch die Kinder von ihr fern. August Knorreck schickte Thomas Hauschild nach Zdu- rotschin, um beti Sarg zu bestellen und die Begräbnisanzeigen zu holen. Tann ging er zu Hedwig, die fassungslos vor sich hinstarrte, nahm ihre Hand und sprach ihr Mut ein. Unter seinen festen, sicheren Worten beruhigte sie sich allmählich. - „Soll ich Hugo ein Telegramm schicken?" fragte er, als er auf stand. Da nickte sie stumm und schloß die Augen. Im Dorf hatte die traurige Kunde schnell den Weg von Ohr zu Ohr gefunden. Man sprach von nichts anderem und stellte Betrachtungen an, was wohl nun werden würde. Moritz Gaffel, der die Kinder um zwölf Uhr aus dem Klassenzimmer entließ, kam gleich nach dem Mittagessen zu August Knorreck und bot ihm seine Hilfe an. Unterdessen war auch Thomas Hanschild mit den schwarzgeränderten Begräbnisanzeigen an ge kommen. Moritz Gaffel nahm die Feder und fck)rieb die Adressen. August Knorreck diitierte mit ruhiger Stimme. Alle umliegenden Herrschaften wurden eingeladen. Auch die verwitwete Freifrau von Wintelbera nannte der Inspektor. Moritz Gassel hob verwundert bcn Kopf und dachte an das Testament. „Die kommt dock) nicht!" meinte er und ließ die Feder ruhen. „Ganz gleich!" sprach August Knorreck. „Es gehört sich so!" Als Moritz Gassel fertig war, packte der Inspektor die Briefe zusammen, nahm das Paket unter den Arm und schritt nach Luschelau, um sie aus die Post zu bringen. Da gab er auch das Telegramm an Hugo aus. Dann ging er zum Pastor und bat ihn zum Begräbnis zu kommen. Der Geistliche fragte ihn nach dem Lebenslaufe des Verstorbenen, nach den Kindern, und nach diesem und jenem, und was denn nun mit dem Majorat werden würde. August Knorreck verweilte sich dabei länger, als ihn lieb war. Die Sonne hing schon dicht über dem Walde, als er sich wieder auf den Heimweg machte. Bei der Försterei traf er ans Karl Ruppert. Sie gaben sich die Hände und sprachen nicht. Der Förster begleitete, ihn ein Stück. „Habt Ihr schon das Testament gelesen?" fragte er plötzlich. „Testament?" gab August Knorreck verwundert zurück. „Davon ist mir nichts bekannt." „Cs liegt im Geldschrank!" fuhr der Förster fort. „Herr (Staffel hat s aufgesetzt, und der Baron hat's eigenhändig unterschrieben. Ich war dabei?" „Wann ist denn das gewesen?" „Damals, als Ihr noch nicht da wart." „Was steht denn drin?" „Ihr seid Vormund und Verwalter, bis der junge Baron großjährig ist." „Das wären achtzehn Jahre!" sprach der Inspektor und blieb stehen. „Wenn das Vormundschaftsgericht keinen Einspruch erhebt." „Es wird schon nicht!" meinte der Förster. „Ihr seid doch der Nächste dazu. Viel schlimmer bin ich dran, wenn die Schießerei mit dem Reuschel herauskommt." „Unsinn!" wies ihn August Knorreck zurück. §.Der Doktor hat „.Herzschlag" auf den Totenschein geschrieben. Ich sage nichts, und Ihr sagt nichts, und der Reuschel hält das Maul schon von selbst." „Aber der Doktor?" stöhnte Kurl Ruppert. „Wenn der plaudert." „Hat's denn einen Zweck?" sprach der Inspektor. „Wenn er den Müller ins Zuchthaus bringt, davon steht der Herr Baron nicht wieder auf. Aber wenn wir ihn fre/il herumlausen fassen, dann haben wir ihn in der Hand, und dann muß er kuschen, wenn wir wollen!" (Fortsetzung folgt.) Tausch. Eine heitere Episode von Paul Rosenhayn. (Nachdruck verboten.) Er konnte nicht schlafen. Daran war einesteils die Hitze schuld. Anderseits hatte Oberst Treumann die eiserne Ration an Insektenpulver, die er immer bei sich trug in einem Brustbeutclchen, schon verstäubt. Drei Nächte ohne Schlaf. Und nun ein Bett haben und ein Zimmer . . . und nur wegen dieser verfluchten Quälgeister ... Nervös, wütend schleuderte er mit einem Ruck die Bettdecke auf den Fußbooen. Wohlig spürte er plötzlich die Kühle der Nacht aus seinem müden Körper. Vielleicht rvar cs auch nur die Kerze an seinem Kopfende, deren flackernder Schein ihn störte: er feuchtete zwei Finger an, hob den Arm. der von der Ueberanstrengung ganz starr war, und klickste das Licht aus. Dann wollte er sich noch das Kissen ein bißchen bequemer zurechtlegen. Aber aus halbem Wege sank ihni der Arm wie betäubt auf den Rand der Bettstelle nieder, und in derselben Sekunde schlief er ein. Eine halbe Stunde mochte er tief und traumlos geschlafen haben, als er das deutlche Gefühl hatte, als ob eine schwere' Hand an seinem Arm rüttle. „Joszka", er warf sich schlaftrunken herum, „Joszka, verfluchter Kerl, laß Deinen Herrn schlafen!" „, Das Rütteln dauerte fort. „Joszka!", er schrie es außer sich vor Wut, „elender Halunke ... ich . . ." „Still . . . oder ich schieße . . .!" Jäh ermuntert, richtete er sich mit einem blitzschnellen Ruck auf und öffenete die Augen. Tann stieß er eilten halblauten Ruf der Ueberraschung aus. Vor seinem Bett standen, die blitzenden Revolver aus ferne Schläfe gerichtet, zwei serbische Soldaten. „Sind Sie der Oberst Treumann ?" fragte einer der beiden nach einer Pause freundlich. Der Oesterreicher warf einen wütenden Blick auf den Frager und zuckte resigniert die Achseln. „Ja", sagte er endlich in erwachendem Galgenhumor. „Ich bin das Oberst Treumann." Er blickte einen nach dem andern an. „Was verschafft mir die Ehre?" Der serbische Soldat zwinkerte mit den kleinen Aeuglein und warf einen erwartungsvollen Blick auf seinen Kameraden. Dieser machte einen verhältnismäßig intelligenten Eindruck; auf seinem Mantel prangten die Unteroffizierstressen. „Her Oberst", begann er, indem er die Hand an die Mütze legte, in leidlich gutem Deutsch; „auf ihren Kopf ist von unserer Regierung eine Belohnung von 10 000 Dinaren ausgesetzt. Die wollen wir uns jetzt verdienen. . . . Wollen Sie die Güte haben, aufzustehen und sich anzuziehen." 1 Oberst Treumann rieb sich die Augen und sah die beiden' Serben abwechselnd verdutzt an, die ihn grinsend betrachteten. Instinktiv machte er eine blitzschnelle Bewegung unter das Kopfkissen. ... „Geben Sie sich keine Mühe", sagte der Unteroffizier mit einem breiten. behaglichen Lachen. „Ihren Revolver werden Sie nicht mehr vorsinden . . . Wollen Sie sich bitte nun ein wenig beeilen." Achselzuckend erhob sich Oberst Treumann mit ingrimmigem Gesicht. „Ich möchte mich waschen", sagte er verdrießlich. „Ihr habt doch nichts dagegen?" „Wenn's sein muß . . ." entgegnete der Serbe. Und indem er sich seinem Kameraden zuwandte, setzte er erläuternd hinzu: „Oesterreichische Offiziere waschen sich jeden Tag, mußt Du wissen!" Das kühle Wasser, das ihm planschend um das erhitzte Gesicht spülte, machte seinen Kopf im Augenblick klar und hell. Eine verfluchte Gesckstchte war das . . . und nirgends ein Ausweg . . . keine Möglichkeit, mit diesen beiden Tölpeln auf irgend eine Weise fertig zu werden Verstohlen schielte er nach der Tür... „Nein", sagte wie zur Antwort der Serbe grinsend: dieser Herr schien die angenehme Gabe zu besitzen, jeden seiner Gedanken Au erraten. „. . . Flucht ist nicht", fuhr der Serbe freundlich fort. „Unten im Auto sitzt unser Hauptmann und wartet!" „Zu viel Ehre!" lächelte Oberst Treumann wütend. ^,Gib mir mal meine Hose!" Ein bißchen verblüfft reichte ihm der Serbe das Kleidungsstück vom Bett herüber. Oberst Treumann ließ sich auf den krachenden Holzstuhl niederfallen und zog langsam erst das rechte, dann das linke Bein an. Irgend etwas ging ihm im Kops herum. . . . „Sagt mal", begann er im gemütlichen Plauderton, indem er den Leibriemen anzog, „ihr habt mir da etwas erzählt von einer Belohnung, die ihr für mich kriegt . . ." „Jawohl", antwortete der Serbe schmunzelnd. „Zehntausend Dinare, Herr Oberst." „Und nun sage mal: wer bekommt denn diese 10 000 Dinare?" „Nun . . . Hauptmann Jsaiwitsch erhält 8000, und jeder von uns kriegt 1000 Dinare." ' „So ... so ... hm ... hm ... gib mir mal die Stiesel . . . Tanke schön!" Er fuhr mit dem linken Fuß in den Schaft hinein. „Weißt Du, eigentlich ist das dock; eine ungerechte Geschichte, wo Ihr die ganze Arbeit habt . . . und die Gefahr . . . und dabei bekommt Ihr jeder nur 1000 . . . und Euer Hauptmann, der unten vergnügt im Auto sitzt, steckt acht Mille ein . . . rvie mm, wenn ich nicht geschlafen hätte? Tann wäret Ihr jetzt zwei tote Männer . . . mein Revolver ist gut!" Die beiden sahen sich an und nickten. „Oberst recht hat." Der Gemeine zog nachdenklich die Augenbrauen hoch. „Was sollen wir mack-en?" ergänzte der Unteroffizier achselzuckend. „Wir sind arme Soldaten und müssen gehorchen. Ueberdies: 1000 Dinare sind ein ganz schönes Geld für unsereins . . ." Der Oberst biß die Lippen zusammen und sah gedankenvoll auf eine Wanze, die sich beliaglich in der Frühsonne wärmte. Wie vollgesogen und zufrieden das Tier aussah! „Pssft" machte er plötzlich. „Kinder. .. hört mal zu." In diesem Augenblick wurde krachend die Tür ausgerissen. Die beiden Soldaten standen stramm, und mit funkelnden Augen stand aus der Schwelle ein serbischer Hauptmann. „Was gibt's hier so lange zu tändeln?" fragte er barsch und mißtrauisch, indem er dröhnend die Tür hinter sich zulvarf. „Seit einer halben Stunde warte ich unten im Auto ...!" „Pardon!" Ter Oesterreicher trat einen Schritt auf den Ankömmling zu und legte die Hand an die Mütze. „Oberst Treu^ mann!" Der Serbe errötete ein wenig, und indem er die Hacken zu- saminenschlug, sagte er salutierend: „Hauptmann Jsaiwitsch... zu dienen ... Verzeihen Sie meine ungestüme Art — aber ich habe keine Zeit zu verlieren. Darum muß ich um Bestcheunigung bitten !" „Ich weiß," lächelte der Oberst; „die zehntausend Dinare locken." Der Serbe zuckte die Achseln und blickte den Oberst erwartungsvoll an. „Bin ich so recht?" Treumann zog wohlgefällig' den Rock prall. „Vollkommen!" Der Oberst stülpte den Tschako auf. „Sagen Sie, Herr Haupttnann... ist es nicht eigentlich ein bißchen wenig... 10 000 Dinare für einen Mann wie mich? . . . Ich z. B., Herr Hauptmann, würde mit Freuden für Sie das Doppelte bezahlen." Der Serbe lächelte, sichtlich geschmeichelt. „Wie soll ich das verstehen, Herr Oberst?" „Brennen Sie darauf, Herr Hauptmann, an Ihre Front zurückzukehren?" Ter Serbe sah nachdenklich und ein wenig verblüfft auf seine Stiefelspiheu. „Brennen ..begann er zögernd, „brennen wäre ein bißcheil zu viel gesagt." „Hm ... wäre es Ihnen nicht z. B. sympathisch, wenn man Ihnen einen Ruheposten verschaffte? Eine behagliche, sichere Existenz hinter der Front... fern jeder Gefahr... ?" Der Haupttnann spitzte die Ohren. „Wie meinen Sie das, Herr Oberst?" „Nun ... in St. Pölten bei Wien haben wir schöne, kleine, elegant eingerichtete Villen für distinguierte Ausländer . . „Ah . . .!" Ter Serbe trat einen Schritt zurück und sah den Oberst vom Kopf bis zum Fuß an. ,Lieber Freund ... ich weiß, was Sie sagen wollen: Zu einer solchen Villa gehört auch eine anständige Apanage . . .! Mb^r auch dazu könnte ich Ihnen verhelfen . . ." ,Herr Oberst . . . ich . . ." ,^Fch denke mir die Sache ganz einfach: wenn män das Geschäft umgekehrt machte?" „Herr Oberst . . . wollen Sie mir jetzt auf der Stelle folgen^" „Sie kriegen für meine Gefangennahme achttausend Dinare . . . wenn ich nun diese Dumme verdoppeln würde . . ." „Sie, Herr Oberst? . . . Einen Preis auf sich selbst?" „Unsinn. Auf Sie, Herr Hauptmann!" „Herr . . . Sie haben mich zum besten . . ." „Ich denke nicht daran . . . also, kurz und gut: was ich Ihnen da Vorschläge, ist klar und einfach wie der junge Tag, der da draußen dämmert. Ich nehme Sie mit Ihren beiden Soldaten gefangen. Dafür erhalten Sie Sechzehntausend Dinare . . . und leder dieser wackeren Burschen zweitausend." Ter Hauptmann schüttelte stumm den Kopf und sielte verstohlen auf seine beiden Soldaten. Die standen da mit leuchterrden Augen. „Sie gestatten," begann der Oberst. „Sagt mal, Jungeris, was ist euch lieber: Tausend Dinare und wieder in den Krieg . . . oder zweitausend Dinare und in Gefangenschaft?" Eine kleine Pause entstand. Dann sagten beide grinsend: „Gefangenschaft!" „Nun, Herr Hauptmann!" Ter serbische Offizier sah unschlüssig zu Boden, rvie in einem schweren innerlichen Kampf. „Was Sie mir da proponieren, Herr Oberst . . ., das ist nicht mehr und nicht weniger als ... als .. . und überhaupt: wann bekomme ich denn das Geld?" „Auf der Stelle: Kasse bei Ablieferung," erwiderte der Oberst feierlich. Mit ein paar schnellen Schritten ging der Hauvtmann im Zimmer auf^und ab. Tann schnallte er mit einer raschen Bewegung den Säbel ab, und, indem er ihn dem Oberst übergab, sagte er in dienstlichem Ton: „Herr Oberst ... ich melde mich hiermit als Gefangener!" veulsche Zlieger in amerikanischem Lichte. Im goldenen Buche der deutschen Kriegstaten gebührt unseren Fliegern eine besondere Ehrenseite. Selbst die Feinde haben der Kühnheit der deutschen Flieger ihre Anerkennung nicht versagen können und ein neutraler Berichterstatter, der Amerikaner Edward Lyell Fox widmet ihnen und ihren Taten im „New Bork American" einen großen Aufsatz, der der- Bewunderung voll ist und eipe Reihe von fesselnden Eirrzelzügen über deutsche Flieger und ihre Leistungen mitteilt. . . Wie die ganze Welt, so ist auch der Amerikaner von dem Nmsange und dem Betriebe des deutschen Flugwesens im Kriege ganz überrascht. Vorher habe nian immer nur von den deutschen Zeppelinen gehört; daß Deutsck>- land auch ein paar Flugzeuge habe, das wußte man wohl, aber e§ sei in der Oeffentlichkeit nicht viel davon zu merken gewesen. Aber schon im Dezember 1914 konnte ein deutscher Fliegeroffizier dem Amerikaner mitteilen, daß das deutsche Heer jetzt ül>cr nicht weniger als 1500 Flugzeuge verfüge, eine Zahl, die sich seitdem wohl noch wesentlich erhöht haben dürfte. Als Fox auf diese Mitteilung hin seine Neberraschung nicht verbergen konnte, ging ein Lächeln über die Züge des Offiziers und er sagte: „Wir haben sie nicht gerade alle erst seit Kriegsbeginn gebaut." Ter Amerikaner verstand. Deutschland weiß seine Heeresgeheimnisse zu wahren. Ebenso wie die 42 er Kanonen geheim gehalten wurden, so auch die Stärke des deutsckien Kriegsflugwesens. Fox hat den deutschen Fliegern und ihren Leistungen besondere Aufmerksamkeit zugewandt mtb die Geschichte von manch einem von ihnen in Erfahrung gebracht. Da ist „Phil Wurst". Phil Wurst ist von Geburt Deutsckwr, von Staatsangehörigkeit aber Amerikaner. Er hatte sich in St. Louis ansässig geinacht und war Flieger geworden. In amerikanischen Fliegertteisen war er lvegcn seiner Rastlosigkeit und Kühnheit wohl bekannt und hieß allgemein der „tolle Deutsche". Im Frühling 1914 machte Ph«l Wurst einen Abstecher nach Berlin, um seine Mutter zu besuchen. Ter Krieg brach aus und Wurst wurde Freiwilliger- ber der Fliegertruppe. Er sagte zu Fox: „Das war doch eine seine Gelegenheit, alles zu lernen, ivas über KriegSNugzeuge sich lernen läßt. Und Spaß «nachts «wf«." Der deutsche Flieger must, bevor er das Zeugnis zur Befähigung zum selbständigen Kriegsslugdienste erhält, sich erst das gelbscywarze Abzeiä>en erwerbe«:. Dazu gehört ctlvas. Man must nicht allein seine völlige technische Sicherheit, sondern auch Tapferkeit und Geschicklichkeit berveisen. Es werden Erkmr- dungsflüge «md Flüge mit Bmnbenabwurs verlangt. Bei Phil Wurst „feite nix", «vie unsere Tiroler Freunde sagen: er erwarb sich das Abzeichen. Dann flog er über Reims, ließ seine „Bon- bons" fallen und erwies sich der Arnrae veeringen als sehr ««üblich. Aber seine Großtat vollbrachte er erst aus dem östlichen Kriegsschauplätze. Es war in de«« Kümpfen vor und um Lodz. Da ward eines Tages der Befehl gegeben, die Beleuch- tungsansdalten von Lodz zu vernichten und die Stadt in Dunkel zu versetzen. Es «var Phil Wurst, dein der Auftrag erteilt wurde. Phil Wurst steigt in seinen Albatroß, fliegt durch Pole«« «rnd erreicht unerachtet der heißen Grüße der russischen Artillerie unoer-, sehrt die polnische Industriestadt. Kreuzt über der Ltadt, dreht, »«m den Wi«rd zu gewinnen, und sängt an, seine Bomben abzuwer- sen. Die große fiel nur in die Werkstätten, die zivLite zertrümmerte die Dynamos und Lodz sank in Nacht. In Nacht blieb eS neun Tage lairg, dann hatten die Deutschen Lodz erobert und es kostete sie eine volle Woche, um die. Dynamos lvieder berzustellen, die Phil Wurst zerstört !>atte. Noch dramatischer «md auch tvagifdjer ist eine zweite Flrcger- geschichte, die Fox erzählt. Ihr Held ist der Flieger Wolfe. Er überflog mit einem Beobachter die französische Stellung in der Rühe :wn Soissons, stellte die Anwesenheit einiger französischer 75er fest und bemerkte, daß der Feind Truppen massierte «md offenbar sich zu einem Angriff vorbereitete. Die Franzosen er- öftneten ein wahrhaft höllisches Feuer auf das kühne Flugzeug. Der Beobachter erhielt einen Lungenschuß, blieb jedoch am Leben. Wolfe selbst wurde durch ein Scbrapnellstück ein Arm zerschmettert, während er gleichzeitig am Nacken und Hals noch andere Wunden erhielt. Kaum komrte er sich nod) aus seinen« Sitze halten, er war bl«U überströmt von Kops bis Fuß. Aber mit dem einen Arm, der ihm «roch geblieben «var, steuerte er fest sein Flugzeug. Er «vußte: «vurde die Meldung von den französischen Angrifssvor- bereitungen nicht gemacht, so war Gefahr im Verzüge. Und brachte sei«« Flugzeug heim, «md stattete die Meldung ab! Fox sah ihn im Lazarette Der Mann glich einem Schatten, und er «var abgcma- gert, wie nach einer Hungerkur. Aber das Eiserne erster hatte er und ein schwaches Lächeln lag auf seinen Zügen. Das ist der Geist dieser Flieger, so schließt der Amerikaner. Sie sind anders als die Landsoldaten. In ihnen wirkt jener merkwürdige Lustzauber, den jeder kennt, der sich eininal mit einem Flugzeirge in dre Wolken erheben durfte. _ vermischte-. * Ein Legat für «verbliche GeschichtS st»« denken tn Norwegen. Ein DerrnächtniS von nicht gewöhnlicher Art ist soeben der Universität Kristiania zngelatten. Sie hat näin- Uch von Dr. Grace Raymond Hebard, die eine Professur an der Staatsuniversität von Wyoming in Laramie bekleidet, eine Anweisung über 1000 Dollars emvfangen, die als Grundstock zu einen« Legate dienen sollen, da- den Nanren von Professor Agnes Mathilde Wergeland tragen soll. Diese Dame hatte an der Universität von Laramie eine Professur für Geschichte inne, und Miß Hebard hat den Wunsch, da» Andenken an diese, ihre verstorbene Freundin, die Norwegen«« «var, durch die von ihr begründete Stiftung zn erhalten. Die Zinsen des Legate- sollen, nachdem diese- eine gervisse Höhe erreicht hat, einem weiblichen GeschichtSstudenten der Universität Kristiania -««fallen, «md -war alö Preis für eine Arbeit, die Norwegens Beziehungen zu den Vereinigten Staaten behandelt' Sollte eine solche Arbeit nicht vorltegen, so ka«,n der Preis a««ch einer Studentin -nerteilt iverden, die sich sonst mit amerikanischer Geschichte beschäftigt, oder er kan«, auch als Beitrag zn einer amerikanischen Studienrelse an eine norivegische Geschichtsstudentin vergeben werden. Es ist anzunehmen, daß eS eine UniversitätSstistung «nit solcher Bestimmung an europäischen Hochsch«,len bisher noch nicht gegeben hat. Ameisen a ls G a r t e n p o l i z i st e n. Biele, besonders tropische Pstanzen beherbergen stets eine große Zahl von Ameisen, und man t)at bekanntlich gewisse Beziehungen zwischen diesen Pflanze«« und ihren Bewohnen« im Sinne eines Schlitzes der erfteren feststellen f. 0 ! 111 * 11 ; Trage ist allerdings umstritten, vor allen« die. ob es stch dabe« nicht mehr um Zufälligkeiten als um «virkliche Gesetz- mavlgkeiten handle. Einzelne Forscher gehe«» sogar so «veit, anzu- nehmen, dag Ameisen den Pflanzen meistens mehr Schaden als ,$2 brachte«:, indem sie, «in: nur ein Beispiel zn bringen, Spechte anl^klen, welche dann den Pflanzen große gefährliche Wnnden bei- vrachtei«. D,e Frage scheint sich nun neuerdings dahi«: zu klären, daß es nur die fleischfressenden Sorten von A«««eisen si««d, »velche als Beschützer von Pflanzen in Betracht kommen. In China hat man aus Grund dieser Erkenntnis, «vie wir de««: Hand-Wörterbuch der Naturwissenschaften e»«tl«ehn:e»l, schon seil alterS raubgierige, sleischfressende Ameisen sozusagen als Pol«zisten in den Orangen- und Mandarinengärten absichtlich angesiedelt. Auf Java, z. B. Tjilmtjtng bei Batavia, verfahrt n«an ähnlich. Man fan««nelt die Nester einer sehr bösartigen, fleischfressende»« Ameisenart und hängt sie in die Mangobäume. Um den Ameisen den Verkehr zu erleichtern, verbindet man die ei««zell»en Bäume mit Bambus- stangen und hängt außerdem Leg«,ankadaver als F««tter a««s. Die so gehegten Ameisen säubern den Obstgarten von eine««: das Obst sonst «mfehldar vernichtenden Rüsselkäfer. I«: ähnlicher Weise «ver- de«: in Oberitalien Obstbäume geschützt, und neuerdings wird ^"kh bei tropische,« Kulturen ei«« Versuch in dieser Richtung gemacht. Am ergiebigsten in der Vertilgung von Schädlinge«« ist die Lelstuiiasfähigkeit einer großen Wald an« eise (Formica rofa). Von biefer Art vernichtet die Bevölker«mg eines ei««zigen großen Nestes, wie r^orel feststellte, an einem Tag 100 000 Insekten! vüchertisch. — »Mit den fiegreichen verbündeten Heeren vo»n D««najec bis Lemberg betitelt sich eine Serie hochinteressanter Zeichnungen des Wiener Malers Richard Aßmann, eirieS unserer besten Illustratoren, mit deren Veröffentlichung die Leipziger »Illustrierte Zeit«« n g" in ihrer soeben erschienenen Nummer 37- 0 beginnt. Aßmann harte als Sonderzeichner dieses Blattes Gelegenheit, den großen Durchbruchsschlachten in Galizien von Anfang an beizuwohnen. Die von ihm ans Grund der gewonnenen Eindrücke geschaffene«« Bilder tragen dei« Stempel des belbslerlebten. Bon dem «veiteren Inhalt der umfangreichen Nummer fesseln die beiden Buntdrucke .Gefangenentransport in Lille' von Georg Macco und .Am hä,«Slichen Herd in FeindeS- tand' von Felix Schivormstädt. Der Nummer ist beigegeben eine vierseitige Beilage .Skizzen vom «vestiichen Kriegsschauplatz' in Offsetdruck (ein iieueS Berviel'ältigungSverf ihren. das jeden Strich des Malers «viederzngeben vermag). In der Tat wirken die hier reproduzierten Bleistiftskizzen von Karl Felder, Professor Hans von Hayek und Fritz Grote»«eyer «vie kl'mstlerische Originale. An größeren textlichen Beiträgen enthält die Nummer einen Leitartikel de« bekannten Berliner Publizisten Graf E. Reventlorv .Die Neutralen in diesen« Kriege", die Kriegs,«ovelle .Das Testament' von August TrtniuS und eine Schilder«,,,g des deutsche,« Sanitätsdienstes im Kriege aus der Feder von Stabsarzt Wetneck in der Medizinal- Abteillmg des Kgl. Preußischen Kriegsministeriums. — Ein luftiges Buch «vird in diesen schivereu Zeilen jeder gern lesen «vollen. A««ch unsere «vackeren Feldgrauen sehnen sich danach, «,« den kargen Stunden der Ruhe, die ihnen beschieden sind, sich in ein gutes gediegenes Buch zu vertiefen, das sie die Mühen und Anstrengungen des Feldzuges vergeffen läßt. Ei» Buch, das sich als Lektüre soivohl für unsere tapferen Krieger als auch für die daheim- gebliebeiiei« vortrefflich eignet. ,st der soeben erschienene !017. Band vo»,„ Kn Zehners Bücherschatz': .Stan iS l a wa s N a ch so l g er« n «I en und andere Humoresken von Kate Schnitzer Die Verfasserin verfielst es ganz au4geze«chnet, mit ihren den« Lebe,« abgelauschten, d««rch einen echten sonnigen Humor ausgezeichneten Erzählungen uns in eine fröhliche Stimmung zu versetzen. Deutscher Heldentod. Gedicbte von« Opfermut im Felde «lnd Daheim 1914/1915. Au-gewählt von Dr. Rudolf Krauß. Verlag von Juli»,« Hoffmann, Stuttgart. Preis kartoniert Mark 1.&0, in Ganzleder Mark 4.50. - Deutschland und der Orient. Heft 1 der Feldpostbücherei des .Neue»« Deutschland', heransgegeben von Dr-Adolf DrabowSky. Berlin W. 57, .Politik", BerlagSanstalt «md Buchdruckerei, G. m. b. H. Preis 50 P'g. Das .Steue Deutschland" da« sich in den drei Jahren seines Bestehe,«S eme führende Sielluna unter den deutschen Zeitschriften erobert hat. gibt ein neues Unternehmen heraus: eine Feldpostbücherei. ES sind das kleine handliche Büchlein, die mit Briefumschlag unter 50 g wiegen, so daß sie als portofreie Feldpostbriefe versandt werden können. Als erstes Heft der genannten Reihe ist soeben „Deutschland und der Orient" erschienen. Die Hauptauisätze, die in der letzten Zeit über diese heute im M«ttelp«,„kt deS Interesses stehende Frage im .Neuen Deutschland" sich fanden, sind hier zufamme,«gestellt. Ztädterätsel. Arnsberg — Budapest — Frankfurt - Iserlohn — Kreuznach — Wien — Wiesbaden. Die vorstehenden Städtenamen sotten derart geordnet werden daß der erste Buchstabe des ersten Namens, der zweite deS z,veiten' der dritte deS dritten ««siv. «viedertim einen Städtenamen ergeben'. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Logogriphs in voriger Nummer: Eisen, Essen. 8chr>ftle>tuuj>: Au,. ffioetj. - Rolaliouldruck imb «erlag der Brühl'sche» Unw-rsitälZ.Buch. und Llemdnickerci. N. LjMgk. Aieb^"