Zurück zur Schotte. Koman von Ewald Gerhard Seeliger. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) .. von Winkelberg das kleine Arzneifläschchen tn den Händen t)ielt, las er auf deni Etikett das Wort: Digitalis. So schlimm also stand es schon mit seinem Herzen! Am Mend lvar Aiigust Knorreck mit sich^ ins reine gekommen. Er fragte seine Krau, die eben das Herrenhaus verkästen hatte, wie sich der Herr Baron befände. „Ganz gut!" sagte sie lebhaft. „Die Tropfen haben rhm sehr gut getan. Dann wurde es wieder still, nur das Ticken der Wanduhr war zu hören. „Lag mal," begann August Knorreck wieder, und die Worte wurden ihm nicht leicht, „sag mal, hat er zu die über Hedwig gesprochen?" Frau Knorreck sah ihn erschreckt an, als hätte sie sich eben bei einem Unrecht ertappen lassen. Dann faßte |te Mut. . - "Amtlich hat er von Hedwig gesprochen!" rief sie furchtlos. „Das i)t doch das einzige, was ihn: Freude macht. Ich habe chm alle Briefe gegeben, die sie geschrieben hat!" ,,^>o!" meinte der Inspektor ruhig, als wäre er nicht tm geringsten überrascht „Und das erzählst du mir erst heute." '■ 'Au willst doch von der ganzen Sache nichts wissen!" verteidigte sie sich. „Du bist doch gegen die Heirat!" „Denkt er daran auch noch?" ries August Knorreck überrascht. „Und da fragst du noch lange?" „Ich denke, das hat er sich ganz aus dem Kopf ge- schlagen." ö „Du wirst dich Wundern!" rief sie triumphierend. „Wenn er gesund ist, reist er nach .Halle. Und dann wird Hochzeit gemacht. Und wenn du wieder nach Zdurotschin ziehn willst, dann zieh. Ich bleib hier. Du l^ast das ganz« Unglück angerichtet mit deinem Eigensinn. Wenn du hier nr Britzkawe geblieben wärst, lag der Baron da oben nicht krank. So, nun weißt du meine Meinung." August Knorreck erwiderte nichts, stützte den Kopf in die Hände uiid starrte auf den Tisch Ueber eine Stunde saß er so regungslos da und kämpfte mit sich einen schwereck Kanrps. Dann hob er den Kops. „Geh zu Bett!" befahl er. „Ich muß noch arbeiten." Als er allein lvar, holte er einen Briefbogen heraus und setzte die Feder an. Aber er brachte keinen Buchstal>en kämpfte hart gegen sein inneres, besseveS Selbst, ohne es besiegen zu können. DaS Handgelenk blieb steif. Da machte das Eintreten Thomas Hauschilds, der vom Borwerk heransvam. der Qual ein Ende. August Knorr- eck legte die Feder hin nnd besprach mit ihm die Aussaaten und die anderen laufenden Arbeiten. Drei Tage darauf kam Doktor Vielschowsky wieder. Der Baron fühlte sich besser. Die Geschwulst an den Füßen hatte bedeutend abgenommen. „Sie haben mir Digitalis verschrieben!" fragte er argwöhnisch. „Soll ich Ihnen vielleicht kalten Kaffee verschreiben?" scherzte der Arzt und untersuchte ihn wieder. Das Herz arbeitete stärker, aber die Unregelmäßigkeiten hatten sich naturgemäß vergrößert. glaube, ich könnte aufstehen!" meinte Fritz von Winkelberg. „Versuchen wir's!" ermunterte ihn der Doktor. „Herzkranke müssen ihren Willen haben. Hoppla!" Er half ihm in die Kleider nnd schob den Lehnstuhl heran. v _ „Ich fühle mich bedeutend besser!" konstatierte her Baron, als er saß. „Das alte Leiden der Herzkranken!" lachte der Doktor. „Sie fühlen sich immer bester. Machen Sie mir keine Extravaganzen! Wenn Sie grade Mut haben, wagen Si« immerhin ein paar Schritte durchs Zimmer. Llber dünn immer gleich in den Stuhl zurück." „Ich werde den Stuhl nicht eher verlassen, bis ich Ihre schriftliche Erlaubnis in Händen habe," lächelte der Baron. „Das soll ein Wort sein!" sprach Doktor Bielschowsky befriedigt. „Sie sind der vernünftigste Herzkranke, der mir in meiner Praxis vorgekommen ist. Die meisten sind nämlich, im Vertrauen gesagt, unausstehlich. Bor allen Dingen keine Aufregung. Ich empfehle Ihnen die mathematischen Probleme, wenn Sie geistiger Beschäftigung bedürfen, das kleine und das große Einmaleins. Es gibt auf der ganzen Erde keinen herzkranken Matbematikprofessor. Merten -Sie sich das! Und vergessen Sie nicht, regelmäßig die Medizin zu nehmen. Aber ja nick-L mehr als drei Tropfen. Mehr hält Ihr Herz nicht aus." In diesem Augenblick drückte sich Cäcilie mit ihrem Marchenbuche durch die Tür. Ihre Augen strahlten vor Gluck, als sie den Vater im Stuhl sitzen sah. Sie nahw zu seinen Füßen Platz und legte ihre Wange an seine Hand. Dann blätterte sie nachdenklich im Märchenbuch. „dtun, gnädiges Fräulein, was gibt's heute?" fragte der Doktor neugierig. „Sneewittchen", buchstabierte die Kleine. „Nein!" rief der Doktor und ließ seine Augen rollen. „Das verbiete ich. Diese Geschichte ist zu traurig. Du darfst deinem Vater nur lustige Geschichtchen vorlesen, wobei er lachen kann. Zum Beispiel: Sechse kommen durch die ganze Welt, oder die Bremer Stadtmusikanten, oder von dem, der auszog, das Gruseln zu lernen." Und Cäcilie entschied sich für die Sechs«, die durch die ganze Welt kamen. — 454 August Knvrreck loartctc vor der Haustür auf den Doktor. Der nahm mit Befriedigung rvahr, das; die rechte Handfläche wieder durch einen Verband geschilpt war. geht's dem.Herrn Baron'?" fragte der Inspektor. „Scheinbar besser!" meinte der Doktor pessimistisch. „Mer nach acht Tagen haben wir den schönsten Rückschlag. Handeln Sie nur genau nach meinen Instruktionen. Sollte er wieder ins Bett müssen, schicken Sie mir sofort Nachricht." Und da geschah das Wunder. August Knorreck besiegte sich selbst, ging schnurrskracks über den Hof, setzte sich an seinen Sekretär und schrieb nach Halle einen Brief, den er eigenhändig in den Kasten lvars. Nur zwei kurze Zeilen standen drin. „.Hedwig soll- sofort heimkommen. Ich' hole sie übermorgen mittag in Zdurotschin ab." Hedwig empfing dieses Schreiben, als Hugo nicht zu Hause war. Wochenlang, seit August Knorreck wieder in Britzkawe war, hatte sie auf einen Ruf, nach Hause zu kommen, gehofft, und jetzt, wo sie ihn wirklich in Händen hielt, fing sie an zu zittern und zu zagen. Sie sank aufs Sofa und saß zwei Stunden aus einem Flecke, ohne die Hand rühren zu können. So fand sie Hugo, als er mittags aus der Bor-« lesung kam. „Was ist dir, Hede?" rief er bestürzt. Wortlos wies sie auf den Brief. Er las und ließ ihn langsam sinken. Dann sah er Hedwig an und überlegte. Er hatte sich in Blick und Ton bereits etwas Salbungsvolles angeeignet, was zu seiner geistigen Ueberlegenheit, die er nicht abgelegt hatte, vortrefflich paßte. „Es scheint!" sprach er abwägend und strich ihr über den Scheitel, „es scheint sich alles zum guten zu wenden^ Vater gibt nach. Ich hätte es nicht geglaubt. Mutter wird ihm natürlich scharf zugesetzt haben." „Waun muß ich reisen!" ries Hedwig Plötzlich und sprang auf. „Etwas nur beunruhigt mich!" wehrte er vornehm ihre Eile ab. „Warum hat Mutter nicht geschrieben? Ihr gestriger Brief enthält nicht der geringste Andeutung, daß Vater nachgeben will. Ta scheint mir doch etwas' nicht zu stimmen." „Ich reise!" ries sie heftig und begann sofort ihre Koffer zu packen. Da gab er ihrem Ungestüm nach, suchte das Kursbuch heraus und strich die Züge, die sie benutzen mußte, mit Blaustift an. Eine ganze Stunde vor Ankunft des Zuges, mit dem Hedwig von Posen auf Zdurotschin zufuhr,' kam August Knorreck auf dem Bahnhofe an. Er hatte den Korbwagen mit den beiden Wallachen genommen und kutschierte selbst. Die Wartezeit füllte er aus, indem er in die nahe Zucker-, siederei hinüberging und sich die Generalabrechnung geben ließ, die er zu Hause nachprüfen wollte. Als der Zug endlich einfuhr, sah er Hedwig durchs Lenster winken. Sie fiel ihm um den Hals und küßte ihn aus beide Wangen. „Hede!" murmelte er zärtlich „Nun bist du wieder da!" Tann lies er zum Gepäckivagen und ließ den Koffer auf den Magen tragen. Hedwig kletterte auf den Sitz und griff die Leine. Aber August KUorreck nahm sie ihr aus der Hand und ließ die Braunen durch Zdurotschin traben. Auf der Landstraße fielen sie von selbst in Schritt. „Was macht Hugo?" „O!" ries Hedwig freudig. „Ter ist fleißig, sehr sogar!" „Und du meinst, er wird sein Examen machen?" „Sicher!" „Na, dann ist's schon gut!" meinte er zufrieden. „Da hat Mutter doch ihven Willen durchgesetzt. Wenn er nur nicht durchfällt." „Er wird schon nicht!" erwiderte sie zuversichtlich. „Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie fleißig er lernt!" „Herr Gassel hat auch gelernt, und trotzdem haben sie ihn durchfallen lassen. Und oabei hat er lange nicht so viel auf dem Kerbholz wie Hugo." „Darauf sehen die Herren nicht!" „Meint er!" knurrte der Vater besorgt. „Ich will's ihm Wünschen." Dann stockte das Gespräch. Gemächlich zogen die gut- gepflegten Tiere das leichte Gefährt durch den Wald. Hed- üng ging es zu langsam. „Laß mich fahren!" bat sie und streckte die Hände nach Zügel und Peitsche aus. „Nein!" sagte er und suchte nach Worten. „Ich Hab noch was mit dir zu sprechen. Nämlich —" Da saß er schon fest und wußte nicht weiter. Seine Miene wurde tiefernst. Hedwig erbleichte plötzlich und begann zu zittern. „Was hast du denn, Mädel!" rief August Knorreck! bestürzt. „Der Baron ist tot!" schluchzte sie auf. „Nein!" erwiderte er mit Nachdruck. „Nein, wie kommst du nur darauf? Er lebt. Aber es geht ihm sehr schlechte Das Herz ist schwach. Er darf keinen Aerger und keine Aufregung habeil. Und da Hab ich gedacht, wenn du wieder zurückkommst, das bringt ihn vielleicht auf die Beine!" Mit angehaltenem Atem hatte sie ihm zugehört, jetzt seufzte sie befreit auf, aber sie schwieg. Nur ihre Wangen röteten sich. „Ich Hab mir die Sache überlegt!" fuhr er fort und machte ein gedrücktes Gesicht. „Ich hätte gleich nachgeben sollen. Ich kann nicht gegen ihn aufkommen, er ist einmal oer Herr Baron. Und ich bin bloß der Inspektor. Und du hättest mich auch im Stiche gelassen, wenn er nach Halle gekommen war. Hab ich nicht recht!" Hedwigs Gesicht glühte, und schamvoll senkte sie den Blick. „Erst muß er gesund werden. Wenn er dich dann noch heiraten will, dann mag er's tun. Meine Einwilligung aber kriegt er nicht." „Vater!" bat sie, unter stillen Tränen lächelnd. _ „Nein!" beharrte er auf diesem letzten kümmerlichen Rest seines Eigensinns. „Meine Einwilligung geb ich nicht. Ich will nicht schuld sein, wenn ein Unglück draus entsteht. Aber bei ihm bleiben werd ich und ihn nicht im Stiche lassen, und wenn ich mir wieder die Haut von den Händen arbeiten muß." Dann gab er den Pferden die Peitsche. Um diese Zeit saß Fritz von Winkelberg im Lehnstuhl und horchte auf sein Herz. Es machte ihm heute weniger Schmerzen als jemals. Auf einem Schemel zu seinen Füßen hockte Cäcilie und las das Märchen von den Bremer Siadt- musikanten. Zuweilen, wenn ein langes Wort kam, stockte sie und buchstabierte. Dann aber- sobald das Hindernis überwunden war, ging's um so schneller vorwärts. Der kleine Günther saß draußen vor der Tür aus der obersten Treppenstufe und versuchte ein unzerreißbares Bilderbuch zu zerkleinern. Von diesem Platze aus konnte er das ganze Haus überschauen, von der Haustür bis zur Bodenstiege. Saß er an dieser Stelle, gab er Ruhe. Das Kinderfräulein stand mit einer Handarbeit am Flurfenster und warf zuweilen einen Blick aus ihn. Da hörte er unten einen Wagen rattern. „Pferd!" ries er mit seiner hellen Stimme. Das Mädchen drohte ihm, ruhig zu sein und wies auf die Tiir des. Schlafzimmers. Was das zu bedeuten hatte, wußte Günther ganz genau. Er preßte die Lippen aufeinander und hielt die Haustür im Auge. Wer würde hereintreten? Der Wagen hielt. Hedwig war dem Vater in die Zügel gefallen. Sie machte Miene herunterzuspringen. „Willst du nicht lieber mit Mutter hinausgehen?" fragte August Knorreck. „Sie ist jetzt beim Melken. Sie weiß noch nicht, daß du hier bist." „Ich komme gleich nach!" flüsterte sie schnell. „Ich will nur sehen, wie's den Kindern geht." Dann drückte sie klopfenden Herzens die schmiedeiserne Klinke herunter. Lautlos öffnete sich die schwere Tür. Scheu sah sie sich um. Der untere Flur war dunkel, nur oben, auf den ersten Treppenstufen lag ein heller Lichtfleck. Und mitten drin saß der kleine Günther. Der erkannte sie zuerst und blieb verwundert sitzen. (Fortsetzung folgt.) Dar vischarin. Von Alfred Bratt. Es war das edelste Exemplar seiner Gattung, elastisch und voll Kraft, kein grobknochiges „Mulaid", das in Der Karawane Lasten trägt — es war ein echtes „Bischarin", das leichtgebäute Reitkamel vornehmster Rasse. Wer nicht zumindest bis an den Rand der Wüste gereist ist, weiß launi mehr von der Geschichte des Kamels, als daß es einen außerordentlich langen Hals und einen außerordentlich buckligen Höcker hat.. Und das genügt für das europäische Kamel, das 456 Schaustück der Zoologischen Gärten. Wohl mag cs Vorkommen, daß einer der großen Damvfer auch ein Bischarin hcrübcrbringt; aber wenn es auch hinter dem Gitter täglich sein volles 'Futter' bekommt, so sehnt es sich doch nach der hemmungslosen und primitiven Sonne Arabiens, es wird träge und lahm, die Augen verlieren allen Glanz, und an den Fesseln und Kniegelenken treten harte Knollen hervor. Das ist es, rvarum wir bei uns nie ein echtes Bischarin zu sehen bekommen: das war so und wird auch in Zukunft so sein. Denn das Bischarin gehört zu jenen, die in der Gefangenschaft nicht bleiben können, was sie sind. Das Tier, von dem ich berichten will, war kein Bischarin landläufiger Art. Es war selbst für arabische Begriffe — das beste seines Stammes, mit einem Rücken wie eine gespannte Bogensehne, mit schmalem Kopf, der im vorgestreckten Lauf die Luft durchschnitt, und mit dünnen Beinen, die aus Gisendraht gemacht schienen. Es war wert, von einenl jungen Scheck im Kriegsschmuck geritten zu werden. Und doch war sein Besitzer, Hussein, ein einfacher Araber ohne Stammbaum und Würden. Das Bischarin war alles, was er besaß, es bedeutete ihm Leben und Familie, Reichtum und einzigen Stolz. Aber nichts ist des Menschen ungeteilter Besitz. Das sollte auch Hussein erfahren, als das dumpfe Rollen der europäischen Kricgstrommel bis in die schwüle Einsamkeit Arabiens drang. Das Volk der Wüste folgte dem Ruf des heiligen Krieges, die Kamelscheiks traten mit ihren Stämmen in den Dienst des türkischen Heeres, und auch Hussein uiib sein Bischarin wurden in den Sturm gezogen, der von allen Enden der Welt zu blaseiß begann. Die Araber wurden in Kamelreiterkorps formiert, als Späher und Plänkler flogen sie dem Heere voran, das von Damaskus aus seinen schwierigen Marsch nach dem Suez einsetzte. Aber das war nicht mehr der Krieg, von dem die -Väter erzähl« hatten, — die Engländer kämpften nicht mehr in Karrees wie zu Zeit des Sudanfeldzuges, und die Türken führten großkalibrige Geschütze mit sich, im Vergleich zu denen die einstigen Kamelkanonen das reinste Kinderspielzeug waren. Die Arabertruppen lernten das Ausschwärmen und ähnliche schwierige und moderne Tinge, wie alte gedrillte Soldaten. .^>ie schwangen wie einst ihre Gewehre über den Sattelknöpfen der Kamele, aber sie kämpften mit europäischer Berechnung, und auch das Bischarin gewöhnte sich an den Schall moderner Feldsignale. Diese Späher, denen auch Hussein angehörte, kamen sehr begreiflicherweise des öfteren in Plänkereien mit englischen Vortruppen, und bei einem dieser _ Gefechte wurde das Bischarin von der blinden Faust des Schicksals getroffen. Ein Streifschuß warf Hussein von dem Rücken seines Tieres, er landete leichtverwundet auf dem Sand und sah von hier aus, wie die Engländer nach abgeschlagenem Angriff zurückgingen. Aber das Bischarin hatte weniger Glück: es geriet in Gefangenschaft. Bald darauf stand es im englischen Lager, während seine Kameraden die freie Luft der Wüste atmeten. Die englischen Soldaten erwiesen sich dem Bischarin gegenüber gutmütig, soweit sie es verstanden. Es bekam Kniefesseln, die so lose waren, daß es sich bequem bewegen konnte, und im übrigen durfte es in der Umzäunung, die die englischen Reiter für ihre Pferde errichtet hatten, herumspazicren so viel es ihm beliebte. Und das Futter war reichlicher, als ein Kamel es sich gemeinhin.- träumen läßt. Aber das Bischarin zeigte sich durchaus nicht dankbar. Es rieb die Beine an den Kniefesseln und röhrte in die Luft, weil es kein besseres Mittel wußte, um seiner Unzufriedenheit Ausdruck zu geben. Es sah zu, wie die Pferde mit plebejischer Gefräßigkeit ganze Futtersäcke voll Hafer verschlangen, während es selbst an wenigen Körnern Genüge fand. Aber Vornehmheit macht selten satt, und so kam es, daß das Bischarin in immer schlechtere Verfassung geriet. Es konnte an nichts mehr Frieden finden, nnd selbst der Anblick getrockneter Datteln veranlaßte es nur zu einer müden Kopfbewegung. Des Nachts aber, wenn die Sterne sprühend am Himmel emporschossen, wenn das Stampfen eines Pferdes im Schlaf und die murmelnde Weise eines fernen Soldatenliedes in weitem Umkreis die einzigen Geräusche waren — in den Nächten, die tief sind wie die Sehnsucht eines lebendem Wesens, ja. in diesen Nächten streckte das Kamel den langen Hals über die Umzäunung, und seine Augen, die in der Dunkelheit wieder blank wurden, ^änderten von rechts nach links und wieder zurück, und es war, als ob der Glanz des Mondes in ihneru schwämme. Tann richtete es die Ohren auf: es hörte die Nacht, es hörte die Wüste, die weit draußen lag, es roch die Lust, die von der Hitze rastet, und ein gedämpfter Klagelaut schnob aus seinen Nüstern. In einer solchen Nacht zerriß das Bischarin die Fesseln, die es würde gerieben hatte, es brach durch die Umzäunung, bevor das Krachen der Aeste die Soldaten herbeieilen ließ, und setzte mit gewaltigen Sprüngen in die große Einsamkeit hinaus — der Wüste entgegen. In einem Nu lagen Lärm und Signallichter des Lagers weit zurück, nach vorne hin streckte sich der hügelige Sand, der nach dem trockenen Landstrich begann, und das Bischarin fegte darüber hin, während der Flugsand kühl und keusch unter seinen Beinen fortrieselte. Das war kein Lauf mehr, kein Galopp — es tvar ein rasender Flug, ein Federn auf nimmermüden Beinen. Das Tier sauste dahin wie eitle fabelhafte Präzisionsmaschine, seine Lunten atmeten breit in kräftigem, regelmäßigem Takt, es streckte stch in seiner ganzen unwahrscheinlichen Länge, e3 schwamm durch die Wüste, die sein Element war, durch die Welt von Sand und umschließendem Schtveigcn, die sich endlos dehnte. Immer weiter jagte das Bischarin, in gerader Richtung, die sein Instinkt ihm genauer angab als der beste Kompaß: es wiegte sich in der Geschwindigkeit seiner Fahrt, es roch die Heimat, es roch die Feuer der Kamelscheiks — ja, das tvar der Gott der Wüste selbst, der sein Reich durcheilte. So vergingen die Stunden, bis das Bischarin den Kopf aufwarf und ein röhrendes Geschrei aus- stieß; es witterte das Ziel — dort hinter dem schweigenden Hügel glänzte ein roter Schein, dort war sein Lager, dort lagerten die Kameraden, dort... 3a, dort ini Schutz des Hügels rastete die arabische Vortruppe öom Marsch des Tages. Die Kamele lagen still auf dem weichen Boden und bewegten wiederkäuend die Köpfe in majestätischem Nicken. Aber auch sie waren Tiere vom Stamme des Bischarins, auch ihre Nüstern rochen den Genossen: sie bewegten die Rücken, sie warfen die Köpfe herum, in einem Augenblick war das Lager erivacht. Die Araber sprangen aus ihren hockenden Schlasttrllmv- gen —: etwas kam auf das Lager zu, ein feiner sausender Ton aus der Wüste, untermischt mit einem schnaubenden Keuchen. Sie griffen nach bcu Gewehren, und Hussein, der am vordersten Wachtfeuer saß, schoß ab. Es war ein kurzer Knall, den die Nacht schnell verschlang. Und gleich darauf rann der Sand die Böschung hinab; das Bischarin, von der Kugel unterhalb des Schulterblattes getrosten. erreichte mit einem letzteil Satz den Rand des Lagers und stürzte dann in die Knie. Es hatte nicht mehr die Kraft, sich aufzurichten, es sank ganz zusammen, und^sein Kopf stel auf den Sand. Mer während es mit einem letzten Schnaufen die Sandkörner von seiner Nase trieb, umfaßten seine Augen den Kreis des Lagers, es zog den scharfen Geruch von Ammoniak ein, der den Kamelen ensttrömt, diesen herben Duft der Tiere, die seinesgleichen waren. Ja — im Schein der zuckenden Feuer hockten die anderen Kamele und wiegten die Köpfe in neugierigem Staunen. Da streckte das Bischarin seine schlanken Beine von sich, und sein letztes Schnaufen klang wie der Seufzer Eines, der heimgefunden hat. vermischter. * Ein B a h n b a u mit Hindernissen. Die neuerliche Kongreßbewilligung von 35 Millionen Dollar« zum Bau einer weiteren Bahn in Alaska veranlaßt die New Parker interessante Einzelheiten au« der Geschichte früherer Bahnbauteil aus dein dainaligeii Goldlande mitzllteilen. Eine besondere Rolle spielten dabei die Baren, mit denen die Arbeiter bei vielen Gelegenheiterl ill Berührung traten; sie wurden von ihnen zivar nicht angegrifferr, dafür aber ill der schanllosesten Weise — bestohlen. Meister Petz paßte ilämlich genail auf, wenn die ArbeitSlolonnen aiiszogen, dann schlich er sich in ihr Lager cnl und fraß in aller Gemächlich- keit ihr Mittagbrot aus. Dabei paßte er sich den Anforderungen des Bahnbaues geschickt an: wurde eine Svrenglmg vorgenommen lllld staiid ein Steinhagel zu b-Nürchten, so trollte er sich davoii, sobald obeil der Warnrilf des Vorarbeiters ertönte. Was aber den Bahnbau in Alaska besonders erschiverte, da« war die ungeiesselte Natur des Laildes. Währeiid der ersten 40 Meile>i der Strecke mußten iiicht iveinger als 87 Brückeil ausgeführt werden, weil das Gelände von schroff abfallcudeu Schluchten, sogenannten „Canons*, durchschnitteil war. In, Wi-.'ter fielen so gewaltige Schneerilassen, daß o't erst 8 bis 10 Meter Schnee iveggeräumt werden mußten, ehe ein Spatenstich getan werden konnte . . An, schwierigstell gestalteten sich die Verhältnisse an, Eovrer-Flusse. Ter Copper-Rtver stießt ilämlich mit reißender Schnelligkeit zwischen zwei gewaltigen Gletschern, dem Miles- und Childs-Gletscher hindilrch. die im Frühjahr beträchtliche Wassermengen in den Fluß hinabsenden. Nun lnußte der Fluß überbrückt werden, allem diese Aufgabe schien zunächst undllrchführbar. Währelld des Winters ,v,»rden starke, mit dicken Stahlschienen verstärkte Betonpseiler bi« 15 Nieter unter da« Flußbett getrieben und dort verankert. Nach Beendigung dieser Arbeit »ltißte ein stählerner Fahrdamin darübergelegt werden, eine Aufgabe, die bet der bitteren Kälte und den zahlreichen Schnee stürmeil die Kraft der Arbeiter auf eine harte Probe stellte. Kaum war indessen die letzte Schiene gelegt, als sich herausstellte, daß sich die tragenden Pfeiler lim etwa 30 Zentimeter verschoben batten. Der Fluß lag noch unter einer über 3 Meter dicken Eisschicht, seine Wasser rumortel, aber bereit« ,uld fie — denn der Frühling näherte sich schon — hatteil die ganze Eisdecke um 6 Nieter gehoben. Die drückte mm gegen die Brücke l»nd drohte sie -i» verilichteii, sobald das Eis schwand und der Fluß mit seinem starkeil Gefälle die erschütterten Pfeiler vollends »nnriß. Hier war nur ein Entschluß möglich: zur Rcttiina des rvertvollen und mühsam anbeförderten Materials mußte der ganze Bau abgerissen werden! Da nun aber die Pfeiler in der Eisdecke fest eingefroren wareii, so war es zunächst nötig, sie mit heißen Dämpfen, die aus allen möglichen Maschinen durch Schläuche herangeleitet wurden, soiveit zu erweichen, daß sie zertrümmert werden konnten. Mit fieberhafter Schnelligkeit wurde gearbeitet. Hunderte von Querstücken wurden entriegelt und entfernt, ivährend die Eisdecke langfain stieg, 150 Meter des stolzen Brückeiiivcrkes inußten auf diese Weise zerstört werden. Als dam, aber der Frühling kain und der Copper» Fluß schäumend und brausend zwischen den beiden Gletschern an- 458 - schwoll, da war die Brücke geborgen. Im nächsten Jahre ist sie dann früher im Jahre wieder begonnen und tatsächlich ausgeführt worden. * Krieg«gespräche in einer englischen Klein' st a d l. ES ist sür un« Deutsche interessant, 31t erfahren, wie man in den breiteren Kreisen der englischen Bevölkerung über den Krieg, seine wahrscheinliche Dauer und seinen AuSgang denkt: Die Meinungen darüber sind besonder« unter den einfacheren Landbewohnern widersprechend, und man mag daraus ersehen, wie kraß die Ansichten der Engländer über die Unternehmungen und die Zukunft ihres Lande« anseinandergehen. Der englische Publizist Twetlö Bex, der die englische Provinz bereiste, um die Stimmung des Volkes zu erkunden, berichtet in einem Londoner Blatt über verschiedenerlei KriegSgespräche, die er in dem Landstädtchen St. AlbanS zu belauschen Gelegenheit hatte: .In dem Stammlokal der Honoratioren waren hauptsächlich Landleute versammelt. Ein hünenhafter Mann stritt mit einem temperamentvollen''Achtzigjährigen. .Ich kann von den fünf Jahren nicht- ablaffcn,* versichere der Riese, .ich glaube sogar, daß der Krieg noch länger dauern wird. Und ein vollständiger Sieg ist ausgeschlossen. — ©in Anderer unterbrach: .Ich gebe dem Krieg höchsten? noch fünf Monate!• — .Es gibt keinen Winterfeldzug mehr! . . . ries der der Achtzigjährige. - .Was / entgegnete fein Widersacher ent- ruitet, .der Stampf um die Dardanellen wird allein 5 Jahre in Anspruch nehmen/ .Lächerlich/ erwiderte der GreiS, .die Deutschen sind bereits vollkommen erschöpft/ Ein anderer Bauer meinte: .Deutschland ist so stark wie nur je/ Ein Kaufmann mischte sich in» Gespräch: .Jeder vernünftige Mann in England weiß jetzt, daß eS unendlich schwerer und langwieriger sein wird, als wir eS unS träumen ließen/ Als der achtzigjährige Optimist erklärte, daß die Engländer mit Hilfe der Holländer nach Berlin marschieren wurden, war ein allgemeines schallendes Gelächter die Antwort. Ein Hotelbesitzer meinte: .Wir haben noch immer zu viele Schwächlinge! Hier in der Stadt gibt es allerdings Väter von zwei und mehr Kindern, die als Soldaten an die Front abgehen. Aber ich kenne auch einen jungen Mann, der sich auf seine Herzkrankheit beruft. Er spielt im Winter Fußball, im Sommer Tennis! . . . In Bezug auf die Dardanellen muß ich sagen, daß die Männer, die verantwortlich sind, vollkommen versagt haben. Unsere Soldaten ziehen freudigen Mutes an« — die Regierung hat ein verdammtes Pflichlkonto ihnen gegenüber/ Ein Bolizeibeamter tagte: .Wir sind falsch unterrichtet worden. Deutschland mag die (ritte seiner Armeen verloren habett, aber man darf nicht vergeben, daß alle — jung oder alt — geübte Soldaten sind/ Ter erste Kaufmann der Stadt äußerte seine Meinung über das Koa- lltton»Ministerium wie folgt: .Tie jetzige Regierung kamt erreichen, was einer Parteiregierttng unmöglich war. Aber vorläufig bin ich darüber entsetzt, daß wir für die nächsten Monate nicht genug Munition haben. Das ist das Unerhörteste, was ich jemals erlebt habe. Aber was konnte man auch nach unseren lächerliche,! Fehlern n den letzten Jahren erwarten? Tie Dardanellen-Angelegeaheit war der kolossalste aller Mißgriffe! . . .* - .^^"sonettsn an die französische Front! .Es genügt nicht, daß wtr unsere Soldaten bewundern, wir müssen sie auch zerstreuen / So lautet der neueste KriegSfürsorgerui der Pariser. Dte Soldaten können sich nicht ununterbrochen schlagen sie gehen auch von Zeit zu Zeit zurück ins Etappengebiet, um sich ausjuruhen. Und hier haben sie dann einen anderen Feind zu bekämpfen: die Langeweile. Auf Grund dieser Erwägungen sor- bett da« .Journal des DSbatS* die Bürger Frankreichs auf, ihren Soldaten nicht nur pauem, sondern auch eircen-jes zu geben : .Unsere Soldaten brauchen Vergnügungen Tie Engländer haben auch im Felde ihre sportlichen Spiele - Tennis. Fußball. Polo - bei- behalten. Dte Deutschen besuchet, nach Möglichkeit Theater und Konzerte. Rur unsere Soldaten haben nicht« zur Zerstreuung. Cie lesen allerdings Zeitungen und machen tnanchmal selbst welche. Aber sie brauchen etwas anderes: Kinos, um die Augen zu er- ^"En, und leichte Musik, um vom Lärm der Kanonen attSzuruhen. fceitaen wtr ihnen Schattspielerinnen und Gesangstruppen hinter die Front. Senden wir ihnen Sänger und Ehansonetten. Eine patriotlscve, hübsche und gefällige Chansonette hätte dort großen Erfolg lind wurde viel Gold einnehutett, auch wenn ihre Stimme nicht ganz aus dem gleichen Metall wäre. Wir müssen daran denken, unsere jungen Helden auszuheitern/ an ^ersaglierimode in Paris. Tie Pariser Modedamen sind für den rastlosen Fortschritt: nicht« verblüfft sie, und selbst der Weltkrieg konnte sie nicht in Verwirrung bringen. -Cte Barben und Uniformen der Verbündeten feiern in den Kleidern und Hüten der französischen Damenwelt wahre Feste, bei denen die - egetsternng für die gemeinsame Sache der Alliierten allerdings o t über de,t guten Geschmack geht. Ter Eintritt Italiens in den .s,'eg hat natürlich den Ehrgeiz nicht ruhen lassen, bis die be- ruhmte nopfbedecknng der Bersaglieri in eine Haartracht für Frauen °"'"gewandelt war. Tie französischen Zeitungen be- rtchten voll Stolz über diese Frisur, die von den wehenden Hahnenfedern der Tersaglieri gekrönt wird und .sowohl kriegerisch tute anmutig aus sieht. Nun ist auch die Mode — die bereits belgi- fll)e Voltzethauben, ÄeueralShüte und englische Mützen auswies, durch die italienische Kriegsfrtsur um noch einen Verbündetet! reicher geworden. m,-. Der Krieg ln der Kinderstube. Zwei zwölfjährige Mädchen unterhalten sich über den Krieg. .Ach, meine Liebe/ sagt dte eine der kleinen Damen, .seit mein Bruder an die Front gegangen ist, bin ich um zehn Jahre gealtert l* (Erl de Pari».) vüchertisch. “7 KriegSveröffentlichungen des Deutschen Bundes Heimatschutz: Ostpreußen, seine Bergangen- helt, Gegenwart und Zukunft, 2 Heft. Vortrag des Oberprnsidenten der Vrovmz Ostpreußen Herrn von Batockt-Bledau, gehalten in Berlin am 16. März 1916. Mit einem Bilderanhang. Zum Besten der .Ostpreußenhilse'. Verlag von Georg T. W. Eallwey in München. Preis 1 Mark. — ©enaue Angaben über jede» Kriegsschiff der kä m pfenden europäischen Staaten werdet! in der !® ebl !J Lwciter erheblich erweiterter Auflage erscheinenden Schrift »Flottentabellen der Kriegsmarinen aller ^Staaten gemacht. (Nach dem Stande vom 15. Mai 1915 zu- sammengestellt von Dr. Felix Feldmann, Bremen (Verlag des Deutschen Osftzierblattes Gerhard Ctalli.ig in Oldetiburg i. Gr.f '"ehrfarbiger großer Flaagentafel und einem Register mit Erklärungen sämtlicher Kriegsschiffsnamen 1 Mk.) Tie knappe, äußerst übersichtliche AuTkunftserteilung über jede« KriegSsahrzeug von einigem Ge'echtSwert dürfte dem praftifcljeit Büchlein auch weiterhin viele Freunde unter den Zeitungslefern verschaffen. , ' e ^ aten der Emden und a n d e r e r K r e tt $ c c - « Unter otefern Titel erschien soeben in HesseS Volksbücherei als ^cr. 1)^1 zu,,, Preise von 20 Pfg. ein Büchlein, das u. a. auch den prachtvollen Vortrag deS kühnen Führers des Restes der Emden» Mannschaft enthält. Kapitänleutua.it von Mücke schildert in teilelnder, oft humoristischer Weise die Fahrten der „©inben*. seine dentetier auf und mit der .Ayesha" und die gefahrvolle Reise bis zur glücklichen Ankunft an der Bahnstation El Ulah. — Ferner erschienen in derselben Sammlung zivei Bändchen, die sich eben- !al S ganz vortrefflich als Liebesgaben eignen : Nr. 1001 bringt utiter dem Titel .Tturtntage vor boissons" ernste und heilere Krtegsskizten des im Felde stehenden Redakteurs Paul D a h nt S. die den Vorzug deS unmittelbaren Erlebnisses haben, und Nr. 1006 panne,ide. zum Herzen sprechende Kriegsgeschichten (.Kriegsfreiwillige ) des bekannten VolkSschriststellers Gustav v ch r ö e r. 1 un ® oes Verständnisses, gesammelt von Hann« Floerke «Verlag von Georg Müller. München: geh. Mk. 3.—, geb. Mk. 4.—). Gerade unsere jetzige Zeit interessiert sich für die Stimmung de» Auslandes über Deutschland und -die Deutschen, die — im guten tetmte - viel zu wünschen übrig lassen und die sich tn der Hauptsache m den Aeußerungen deS Haffes u,id der Derständnislosigkeit unseren nationalen Eigentümlichkeiten gegenüber in der feindlichen » x dokumentieren. Um so angenehmer dürste es sein, ,venn au * den feindlichen und neutralen Ländern Stimmen der Sympathie und Anerkennung laut werden. In diesem Werk mm sind sie gesammelt und der breiteren Oeffentlichkeit zugänglich gemacht. In einem Vorwort kündigt der Herausgeber an. daß nach dem Kriege noch em anderer Band erscheinen werde: ^Dokumente des Hasse»*. Logogrjph. In der Erde Schoß gebannt. Holt mich doch des Menschen Hand. Großen Dank zoll' ich dafür: Lasten trag' ich gleich dem Tier. Ja, viel stärker zeig' ich mich, Niemand mir an Kräften glich. Stolze Bautet! muß ich stützen, Ueberatt fast kann ich nützen. Willst du ./ statt .i' mir geben. Bin ich nötig dir im Leben. Auflösung in nächster Nummer. ui uviiijri ytummer: Abkürzungen: tr = Treff, p = Pique, c = Coeur, c&r = Carreau trB = Treff-Bube, pA = Pique-Aß, cD = Coeur-Dame usiv. Mittelhand besaß: trA, tr8, tr7. cZ , c9, c8, c7. carK car9 car8, Hinterhand den Rest. Im Skat lagen pZ und carZ ' Da» Spiel verlies solgenderntaßen: 1. B. pB ^ " 2. H. pA 3. M. tr8 4. B. cD M. tr7 H. trB — — 4 Augen. B. trZ M. trA = — 32 H. 93. trK M. cZ H. earA — — 24 Sa. — — 60 Augen. Schriftleitnna Aug. Goetz Rotationsdruck und Derlaa dcr Br-Ühl'schen UniversitätS-Buch- und Sleindrnckerei. Lange. ffliefsen.'