Euriidi zur Scholle. Woman von Ewald Gerhard Seeliger. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) In der ersten sternklaren Nacht aber schritt Fritz von Winkelberg durch die Britzkawer Gemarkung und suchte seinen Inspektor. Aber er traf ihn nicht. Gerade an diesem Abend war Auaust Knorreck zu Hause geblieben. Bis um ein Uhr wunderte Fritz von Winkelberg die Feldraine entlang, sprang über Gräben, querte über Sturzäcker, strich am Waldraude hin, bis weit ins Südrevier hinein. Und da, als er schon umkehren wollte, siel ganz in seiner Nähe ein scharfer Büchsenschuß. Er sah die Pulverflamme aufleuchten und schlich sich näher. So vorsichtig fühlte er sich mit den Fußspitzen vorwärts, daß nicht ein Zweiglein knackte. Endlich, immer am Waldrande sich entlangtastend, sah er im Licht der Sterne den Wilderer vor sich, der am Boden kniete, um den eben erlegten Nehbock aufzudrechen. Es ivar Ehri- stian Reuschel, der Müller. Die Büchse lag schußbereit neben ihm. Fritz von Winkelberg rief ihn scharf an und trat auf ihn zu. Der Müller riß die Büchse an die Wange und zielte. ,.Sie werden zu Ihrer ersten Dummheit eine zweite setzen!" warnte chn der Baron ruhig und blieb dicht vor der drohenden Mündung stehen. Da senkte Christian'Reuschel beschämt das Rohr, und Fritz von Winkelberg trat schnell mit dem Fuße darauf. ,^Ich rate Ihnen dringend," fuhr der Baron fort, ohne die Buchse freizugeben, „für die Folgezeit selche Späße zu Unterlasten, cs könnte vielleicht schlimm aolauten. Der Förster ist Ihnen auch schon auf der Spur. Also nehmen Sie sich in acht. Sie haben Weib und Kind." „Was kommt's Ihnen denn ans so einen lumpigen Rehbock an!" würgte sich der Windmüller heraus. „Es ist doch nicht der Rede wert." „Es handelt sich hier nicht um den Rehbock!" schnitt ihm der Baron das Wort ab. „Wenn Sie schon das ver>- dammie Knallen nicht, lassen können, warum sind Sie nicht zu Mir gekommen? Ich hätte Ihnen die Erlaubnis gegeben. Und Sie hätten dann wohl nicht die Frechheit besessen, mir in der Gemeindeversammlung Opposition zu machen. Jetzt natürlich werde ich Ihnen diese Erlaubnis nicht geben. Hüten Sie sich aber in Zukunft. Ich kann Sie ins Zuchthaus bringen!" \ „Oho!" lief der Müller und riß die Büchse unter dem Fuße heraus. „Du wärst mir der Rechte, du Lausebaron! Klag doch, wenn du Zeugen hast. Ich schwör alles ab!" Damit verschwand er schnell in der Finsternis des Waldes. Fritz von Winkelberg mußte sich an einen Baum lehnen, so stark pochte ihm das Herz. Drei Nächte später klopfte Karl Ruppert kurz nach Mitternacht an das Herrenhaus. Der Gärtnerbursche ließ ihn ein und rührte ihn an die ^ochlafzimmertür. Der Förster pochte den Baron aus dem Schlaf. „Was ist los?" rief Fritz von Winkelberg und zwang sein Herz zur Ruhe. „Ich bin's, der Förster!" gab Karl Ruppert zurück. „Ich bab ihn', den Reuschel. Ich weiß, wo er seine Flinte versteckt. In der alten Ulme beim Schwedenleich." „Wildert der Kerl rwch immer!" fragte der Baron aufs höchste aufgebracht, und fuhr schnell in die Kleider. „Gestern hat's wieder geknallt!" .Fünf Minuten später trat Fritz von Winkelberg heraus und ging mit dem Förster auf den Schwedenteich zu. Als sie bei der Försterei vorbeikanien, machte der Baron Plötzlich halt. „Holen Sie mir eine Flinte heraus!" befahl er kurz. „Sie braucht nicht geladen zu sein!" Karl Ruppert brachte eine und steckte zwei Schrotpatroneil hinein. „Sie ist geladen!" sprach er, als er sie dem Baron reichte. Der nickte und ging mit starken Schritten voraus. Der Förster halte Mühe, an seiner Seite zu bleiben. Als es im Dorfe eins schlug, standen sie vor der alten Ulme, deren Stamm einen handbreiten Riß zeigte. Fritz von Winkelberg griff hinein und fühlte einen Gewehrschafl und eine Blech- schachtel mit Patronen. „Jetzt müssen wir uns auf die Lauer legen!" flüsterte der Förster aufgeregt. „Ich habe alle allen Bäume durch- fucht,^bis ich auf den gekommen bin." Sie zogen sich zurück und warteten eine Stunde. Da hörten Jü eilige, schleichende Tritte. Im schwachen Licht der Mondsichel, die eben im Osten heraufftieg, sahen sie den Müller, der die Büchse herauszog, sich ein paar Patronen cniitedfte und leisen Tritts über die Schwedenschanze huschte. Der Förster pirschte sich den Abhang hinauf und schaute ihm nach. Fritz von Winkelberg wartete unten. „Herr Baron!" flüsterte Karl Ruppert, nachdem er sich über die Richtung, die der Müller eingeschlagen batte, vergewissert hatte. „Er geht auf Podraschke zu. Dicht bei der Lärchenschonung ist der Wechsel. Da können wir ihn gut beschleichet!." „Vorwärts!" befahl Fritz von Winkelberg und nahm die Flinte unter den Arm. Der Förster schlich voraus. Er folgte dem Müller nicht auf dem geraden Pfade, sondern zog einen Umweg vor, um möglichst bald den Schutz des Waldes zu erreichen. Auf der Straße nach Podraschke machte er plötzlich halt. „Wir müssen ihn von zwei Seiten anpirschen!" sprach er leise. „Sonst reißt er aus. Gehen Sie langsam bis zur nächsten Schneise vor. Ich halt mich auf der andern Seile. Wenn er geschossen hat und über dem Bock ist, schnell vorwärts!" 442 Damit verschwand der Förster im Gehölz. Der Baron schlich vorsichtig bis an den Waldrand vor und wartete. Endlich trat aus der gegenüberliegenden Schonung, argwöhnisch sichernd, ein starker Rehbock. Und schon rollte ein scharstr Schulz über die Blöße. Das Wild inachte einen Sprung und lag. Dann rührte sich eine ganze Weile Nichts. Rach einer Biertelstuiide erschien der Müller. Geduckt, die Büchse nachschleppend, schob er sich über das Feld. Jetzt ging der Baron vor. Ohne Unfall gelangte er in eine Entfernung von zwanzig Schritt. Der Müller sah ihn nicht. Fritz von Winkelberg hob die Flinte, um sich zu sichern. Da knackte unter der Sohle des Försters, der sich durch die gegenüberliegende Schonung heranpirschte, ein Zweig. Blitzschnell fuhr der Müller herum, bemerkte den Baron, riß die Büchse an die Wange und drückte ab. Fast gleichzeitig dröhnten zwei Schüsse durch die Stille der Hcrbstnacht. Fritz von Winkelberg fühlte plötzlich einen scharfen, stechenden Schmerz neben seinem Herzen und sank ohnmächtig zu Boden. Das war die Kugel des Müllers. D-er aber siel eine Sekunde später, von bcu Rehposten des Försters übel zugerichtet, auf das Wildbret. Ueber ihn hinweg sprang Karl Ruppert zum Baron, der sich erholt hattie, sich mühsam aussetzte und die.Hand auf die Wunde preßte. Der Förster riß ihm Weste und Hemd mit einen! Schnitt entzwei und untersuchte die Wunde. Das Blut rann nur schwach. Eine Rippe auf der rechten Seite war zerschmettert. Die Kugel war dadurch von ihrer Bahn abgelenkt worden. Das Herz schlug sehr kräftig, aber auch sehr unregelmäßig. A.us den Fetzen des Hemdes und den beiden Gewehrriemen machte Karl Ruppert einen Notverband, mit dem er das Blut glücklich zum Stehen brachte. Dann hüllte er den Verwundeten in seinen Rock und lief ins Dorf nach Hilfe. Währenddessen kam Christian Reuschel auf die Beine und schleppte sich, gestützt auf seine Büchse, zu seiner Mühle hin. Nus einer Leiter wurde der Baron, der in tiefer Ohn- macht lag, ins Schloß getragen und sorgsam auf das Bett gelegt. Thomas Hauschild sprengte in Karriere nach Zdurot- schin zu Doktor Bielschowsky. Der Förster blieb bei dem Verwundeten, bis er von Moritz Gassel, den mau noch mitten in der Nacht von dem Unglückssall benachrichtigt hatte, abgelöst wurde. Unter Sturm und Regen dämmerte ein trüber Morgen herauf. XXV. Bleich und regungslos, mit geschloffenen Augen, ruhte Fritz von Winkelberg in den Kissen. Die Ohnmacht wollte noch immer nicht von ihm weichen. Kurz vor sieben Uhr, um welche Zeit die Schule anfing, kam der Förster wieder. Moritz Gassel sprang schnell das Dorf hinunter, gab den Kindern ein paar schriftliche Arbeiten, ermahnte sie zur Ruhe und lief wieder ins Sckfloß zurück. Hier mußte er zunächst Cäcilie und den kleinen Günther beruhigen, die schon nach dem Vater schrien. Dann schlich er wieder ins Krankenzimmer. Flüsternd fragte er den Förster, wer den Schuß abgegeben hatte. Der wollte nicht mit der Sprache heraus und sah furchtsam nach dem Baron hinüber, der eben mit der rechten Hand eine schwache Bewegung machte. Gleich darauf öffnete er die Augen. Wirr und matt schweiften seine Blicke im Kreise. Er mußte sich erst zurechtfinden. Endlich dämmerte ihm eine schwache Erinnerung auf. ,-Jst Knorreck schon da?" fragte er tonlos. Moritz Gassel schüttelte den Kopf. „Kirorreck soll kommen!" befahl der Baron und schloß die Augen. Mer Förster lief sofort hinunter, um einen Boten nach Zdurotschin zu schicken. Als er zum Gesindehause hinüber wollte, prallte er mit Thomas Hauschild zusammen, der eben im Galopp durch das Hoftor kam. „Dei^Doktor ist schon unterwegs!" rief er und wollte aus dem Sattel springen. „Der Inspektor soll kommen!" sprach der Förster. „Er hat eben nach ihm verlangt." Thomas Hauschild riß den Gaul auf der Stelle herum, daß er stkg, und preschte wieder zum Tore hinaus. Karl Ruppert klomm die Treppe hinauf, ging aber nicht ins Krankenzimmer, sondern setzte sich ins Arbeitszimmer und ließ lßSn Kopf hängen. Denn er hatte ein schweres Gewissen wegien der Rehposten, die er dem Müller in die linke Seite gesetzt hatte. ™ ^ ^uterdessen hatte der Baron zu trinken verlangt. Moritz Gassel hob ihm den Kopf und hielt ihm ein Glas Wasser an die Lippen. Durch diese Bewegung wurden die verwundeten Luftwege beunruhigt, und der Atem ging Plötzlich ruckweise und röchelnd. Endlich kanl ein starker Bluthusten, der schnell Erleichterung schaffte. Zwei Glas Wasser trank der Baron, dann sank er in Kissen zurück. Geschlossenen Auges begann er zu sprechen. Nur mit den Lippen bildete er die Laute. Moritz Gassel mußte ganz nahe h-eranrücken, um dieses tonlose Flüstern zu verstehen. „Ich muß sterben!" sprach Fritz von Winkelberg ruhig. „Ich fühle cs in meinen: Herzen. Die Kugel drückt daraus. In ein paar Tagen wird sie es erdrückt haben!" Moritz Gassel wußte nichts daraus zu erwidern und ließ traurig den Kopf hängen. „Ich kenne mein Herz genau!" fuhr der Baron fort. „Ich habe es zwanzig Jahre lang studiert. Morgen, spätestens übermorgen wird es aufgehört haben zu schlagen!" „Herr Baron!" preßte sich Moritz Gassel durch die widerspenstige Kehle und schluckte die Tränen hinunter. „Sie dürstn nicht die Hoffnung verlieren!" „Was haben wir Menschen für eine Hoffnung?" antwortete der Baron. „Nur eine: das Grab." „Der Arzt ist schon unterwegs!" meinte Moritz Gassel kleinlaut. „Gegen mein Herz kann er nichts ausrichten!" flüsterte der Baron hastig. „Es geht seinen Weg, ich fühle es deutlich Bis jetzt hatte ich es in meiner Gewalt gehabt. Nun ist es mir entschlüpft." Erschöpft schwieg er, und Moritz Gassel trat zum Fenster, um nach, dem Arzt auszuschauen. Endlich sah er eine Kutsche aus dem Walde rollen. Das konnte Doktor Bielschowsky sein. In einer Viertelstunde mußte sie da sein. Plötzlich wurde der Baron unruhig. „Ich muß mein Testament machen!" sprach er lebhafter und suchte sich aufzusetzen. „Stecken Sie mir ein paar Kissen hinter den Rücken. Und dann Papier und Feder!" Moritz Gassel brachte das Verlangte, aber Fritz von Winlelberg war nicht imstande, die Feder zu führen. Er reichte sie Moritz Gassel und lehnte sich in die Kissen zurück. „Soll ich die Kissen wieder sortnehmen?" „Nein!" flüsterte der Baron. „Das Sitzen ist mir zuträglicher. Schreiben Sie, ich werde Ihnen diktieren. Holen Sie den Förster herein, damit er zeugen kann, wenn's not tut." Karl Ruppert trat an das Fußende des Bettes und hörte genau zu, was der Baron diktierte. „Mein letzter Wille. Ich ordne an, daß das Majorat Britzkawe bis zur Großjährigkeit meines einzigen Sohnes von meinem Inspektor August Knorreck verwaltet wird. Ich lege in seine Hände sämtliche Vollmachten, die mir als Majoratsherr zu Gebote stehen. Ich übertrage ihm ferner die Vormundschaft über meine beiden unmündigen Kinder Cäcilie und Günther und bestimme ausdrücklich, daß sie niemals mit meiner Stiefmutter in Berührung gebracht werden dürfen. Jich befehle, daß dieser Frau unter keinen Umständen das Betreten des Gutes Britzkawe gestattet wird. Die Erziehung meiner Kinder übertrage ich .Hedwig Knorreck." Hier machte Fritz von Winkelberg eine lange Pause, und der Förster wischte sich verstohlen über die Augen. „Da für meine persönlichen Verbindlichkeiten," fuhr der Baron fort, „das Majorat nach meinem Tode nicht hastet, lege ich meinem Sohne hiermit die ernste Pflicht ans Herz, am Tage seiner Großjährigkeit meine Schulden zu tilgen mit Zinsen und Zinseszins." Dann mußte Karl Ruppert das Testament laut vorlesen, und Fritz voi^ Winkelberg setzte mit vieler Müh>e die steilen, eckigen Schristzüge seines Namens darunter. Noch konnte er Moritz Gassel bitten, das Blatt in den Geldschrank zu legen, dann war's mit seiner Kraft zu Ende, und er verlor wieder die Besinnung. (Fortsetzung folgt.) Die patriotenllga. Skizze von M. Johannes. Die Erde dampfte und der Regen rauschte eintönig tvk dtf Gießbach vom dunkelgrauen Himmel. Seit Tagen, feit Wochen gm- das so, vran konnte glauben, daß zu alfem andern in diesem 443 gliicksjahr Frankreich auch noch, ersäuft werden solle. Herr Jules Baroche stand, in einen seidenen Schlasrock gehüllt, aber sonst fertig zum Ausgehen angekleidet an dem hohen, breiten Fenster seines eleganten Frühstückszimmers und starrte in den trüben Morgen hinaus. Er war groß und hager und hatte ein schmales, faltiges Ton Quichotte-Gesicht, von dessen Kinn ein weißer Knebelbart wie ein dicker Eiszapfen heruntertropfte. Tas Frühstück stand unberührt. Tie flackernden Flammen des Kaminfeuers warfen zitternde Reflexe auf beit kostbaren Perser- tcppick, sie spiegelten sich in dem schweren Silbergeschirr, das auf der Tainastdeckc des Tisches stand und in ihrem Schein golden anfglühte. — Jules Barockst sah nichts von der ganzen Herrlichkeit. Seit einer Stunde starrte er hinüber nach dem Städtchen Bcauville, das er bis vor kurzer Zeit als Bürgermeister beherrscht batte. Seine Billa lag etwas von der Stadt entfernt neben seiner Fabrik auf einer Anhöhe. Er tonnte ganz Beanville überblicken. Las, in einen feuchten Tampf gehüllt, trüb, schwarz und melair- cholisch vor ihm lag mit deni viereckigen Rathausturm m der Mitte. Wie ein drohend erhobener Finger sah dieser Turm von ferne aus. Jules Baroche stöhnte. Jetzt war es halb zehn Uhr und er hatte sich feierlich) verpflichtet, um zehn Uhr den Major Rochow zu erschießen, den die Deutschen als Ortskommandanten eingesetzt hatten und der jetzt ahnungslos dort im Rathaus saß. Wie ein wüster Traum erschien ihm das jetzt. Immer lmeder fuhr er sich mir der seu ästen Hand über die Stirne, als ob er damit seine Gedanken wegwischen könnte, aber sie wichen nichts Wie ganz anders hatte er sich diesen Winter vorgestellt! Als der Krieg ansbrach, war er eben im Begriff gewesen, sein Amt als Bürgermeister niederzulegen. Tie Leinwandfabrik, die er aus kleinen Anfängen zu hoher Blüte gebracht hatte, sollte sem Schwiegersohn übernehmen, der jetzt irgendwo in einem Schützengraben lag. und er selbst ivollte einmal aufatmen, zum erstenmal seil dreißig Jahren einen vergnügten Winter in Paris verlebe::. Alles war nichts, alles halten ihm die Preußen verdorben mit ihrem Krieg. Wenn sie durchaus die Welt erobern wollten, so konnieir sie damit doch wenigstens warten. bis er gestorben war^ Wie er sie haßte, diese Preußen, diesen dicken, alten Major, der da drüben in seinem einstigen Amtszimmer saß und mit einem Tutzcnd Uandwehrleutcn ganz Beanville in der Hand zu haben glaubte. — Glaubte! — Baroche pfiff durch die Zähne. — Glaubte!! — Ter dicke Major wußte nicht, wie es unter der ruhigen Oberfläche gährte, nickst, daß l)eute schon der Aufruhr losbrechen würde. Seit Wochen war die Patriotnüiga heimlich am Werk, jeder Mann in Beanville ivnßte, was er zu tun hatte, wenn die Sturmglocke läutete. Wie ein Blitz mußte:: sie über die kleine Besatzung kommen, die hilflos war. wenn der Kommas deur fehlte. Mit Begeisterung hatte er gestern abend, als die entscheidende Sitzung der Patriotenliga in seinem Hause stattfand, sich? selbst erboten, den Major auf sich zu nehmen. Es war der schönste Augenblick seines Gebens gewesen. Mle jubelten ihm zu. drückten ihm die Hände, umarmten ihn. Gvnz Frankreich würde dem Beispiel von Becuwille folgen mrd sich erheben wie ein Mann, wenn erst einmal an einen: Platz reiner Tisch gemacht lvar, wenn sie sahen, wie leicht es ging. Jetzt, im kalten Licht des.Myrgens stiegen dem Bürgermeister allerlei Bedenken auf. Er war seiner Sache nicht mehr so ganz sicher wie am Abend vorher, als der schwere Wein die Begeisterung mächtig aufflammen ließ. Ohne daß er sichs selbst recht eur- geslehen mochte, bedauerte er fast, sich so sehr in den Vordergrund gedrängt zu haben. Er hatte noch nie einen Menscher: ersclioffen — das mar auch so eine Sache. Würden seine Hände nicht zittern, würde er nicht der: Mjut verlieren? Und dann wußte mar: nie sicher, rvie so etwas ausging. .Wenn etwa der Major z u e r st schoß? Jules Baroche wurde ganz kalt bei diesem Gedanke::. Tie Uhr über derr: Kanrin schlug dreiviertel zehn Uhr. Mit einem energischen Entschüch schlüpfte Jules Baroche aus seinem Sckstafrock und kleidete sich vollends an. Ter Diener brachste den Ueberzieher, die Gummischuhe nnd einen Regenschirm. Als er das Zimmer wieder verlassen hatte, steckte Jules Barocke einen kleinen, niedlicher: Revolver :n die Tasche, die sich komisch bauschte, als stecke ein Llpfel drnmen. Gut, daß er sich rvenigstens von niemandem zu verabschieden brauchte. Frau u:ck> Tochter waren im Süden. Er roarf einen langen, schmerzlichen Blick auf den ihm lieb gewordenen Raum und dann ging er. Ms die Haustür hinter ihm: ins Schloß fiel, schauerte er nervös zusammen. Er rvar fertig mit dem Leben. Mit zögernder: Schritten ging er hinab zur Stavt. Nur ein ganz aufmerksamer Beobachter hätte merken können, daß fick) in Beanville etwas vorbereitete. Es standen trotz des Regerlwetters mehr Männer als sonst auf der: Straßen uml-er, die Jules Baroche mit gespaunter Aufmerksamkeit rmchblickterr. Bor der Kirche, dem Rathaus gegenüber. traf er Jean Labarbe. Er rvar ein kleiner dicker Mensch mit einen: scharf geschnittene:: Gesicht. der sich einbildete, ein Doppelgänger des ersten Napoleon zu sein und der nicht lvenig stolz darauf war. Er hatte die Auf- aabe, im rechten Moment, sobald der Leinerveber mit dein deutschen Major fertig war, das Zeick-en zum Läuten der Sturmglocke yu geben. Darauf wartete er, die Arme über die Brust vcrschrärrkt, und starrte in die Lust. Jules Baroche begrüßte ihn. „Biel Glück," sagte Labarbe. Darur zog er die Brauen hoch), es fiel ihm auf, daß Baroche kreidebleich war. „Nun?" fragte er verwuichert. Jules Baroche hörte die Frage gar nicht, es lag ihm wie ein Nebel auf allen Sinnen. Eine rmgeheure Aufregung hatte sich seiner bemächtigt, er zitterte an allen Gliedern und befaß nur noch soviel Selbstbeherrschung, daß er geradeaus lief. Er wußte, daß er um kehren würde, wenn er jetzt nur erst stehen blieb. Sein Herz schlug :vie ein Hammer. Er stolperte die Rathaustreppe empor, sah wie durch einei: Borhaug die Landwehrleute, die in einem Dartcrrezimmer die Wach? hatten und klopfte endlich :M ersten Stock an die Tür seines einstigen Amtszimmers. „Herein!" schrie drinnen jemand so laut und energisch, daß der Bürgermeister znsammenfuhr. Ter Major war eben mit dem Frühstück fertig. Ter Tiener stellte das Porzellan auf einem Seroierbrett zusammen, als Jules Baroche eiutrat. Major Rochow verknüllte die Serviette, tvarf sie auf den Tisch Und erhob sich-. Er war groß nnd breit, mit einem glatt rasierten, irttelligenten Gesichit. „Ah. welche Ueberraschung!" sagte er liebenswürdig in aus- ausgezeichneten: Französisch. — „Willkommen, Herr Bürgermeister ! —" Er schob dem Besucher selbst einen Stuhl zurecht, wahrend der Tiener Hut und Schirm des Bürgermeisters nahm und schüttelte ihm kräftig die Haud. Baroche setzte sich ängstlich und widerlvillig und deckte die Linke über die gebauschte Tasche, welche den Revolver barg. Rochow schob ihm die gefüllte Zigarrenkiste zu. Ter Franzose wollte abwehren, aber feine Zigarre brannte, ehe er selbst lvußte, wie. Jules Baroche fühlte sich immer unbehaglicher. Ans dem mächtigen bartlosen Gesicht des Offiziers sahen ihn ein Paar graue, scharfe Angen ruhig und durchdringend an. Nervös wandte er den Blick weg imd sah auf die Hand des Alten, welche die Zigarre hielt. Es war eine große, schvere Hand, wohlproportio-' merk, mit starken Sehnen. Wen diese Hand ergriff —! Der Bürgermeister schauderte, wenn er das zu Enoe dachte. „Nun darf ich wohl fragen, was Sie zu mir führt?" Jules Barockst fuhr aus, als ob er eben aus einen: Traum erwachte^ Er fühlte, daß er erblaßte, aber er nahm sich zusammen. Er hatte sich eine große Rede zurechtgelegt. Nicht ime ein Räuber wollte er den Major überfallen, den ganzen Schmerz Frankreichs, die ganze Wut des Volles wollte er ihm ins Gesicht schleudern, ehe er zum Revolver griff. „Herr Major," sagte er und versuchte, sich droheiw zu räuspern, „Nordsrankreich ist verwüstet, die Bewohner verarmt, die Industrie ve:m:chet „. „Ja, ja," erwiderte stiochow, als der Franzose eine kurze Pause mache, „das ist traurig, ich weiß es; aber wir beide werden es wohl nicht ändern könne::/' „Unsere Industrie ist vernichtet," wiederholte Baroche, der den Faden seiner Rede in der Erregung plötzlich verloren hatte. Ter Major blies eine mächtige Rauchwolke gegen die Tecke.. Er verstand nickst, worauf der Franzose hinaus wollte. Er :var dock) nwhl nich nur deshalb gekominen, um sich Trost zuspreck-en zu lassen. „Bei Ihnen hier ist es übrigens nicht einmal.so schlimm," sagte er. „stttckst schimm?" Baroche reckte sich empor. „Nicht sästimm? Wie könne:: Sie das sagen! Wissen Sie, was ich sonst verdiente und :oas ich jetzt verdiene?" „Wenn Sie cu:ch jetzt nur fünfzig Prozent..." „Fünfzig Prozent!" Ter Bürgermeister wurde rot wie cin Krebs und rang die Hä:che. „Wie können Sie daS sagen. Ich» fetze zu! Sehen Sie ^ Er fanrb auf, um näher an den AÜajor heran zu kounnen, hielt diesem die gespreizten Finger vor die Llugen und begann zu reden, zu rechnen. Er rechnete feine Ausgaben vor und feine Einnahmen, Punkt für Punkt. Je länger er sprach, desto mehr geriet er in Eifer. Er l>atte die Patriotenliga. den Revolver in seiner Tasckst. die Befreiung Frankreichs — alles vergesse::. Er lvar mir Geschäftsmann. „Und so steht es mit allen von :ms, wir gehen zugrunde," jammerte er. „und roer hilft unS?" Ter Major begann zu verstehen. „Tas ist ein inerkwürdiger UnfaU," sagte er, nackfidem er eine Weile geduldig zugehört hatte. „Ich habe heute morgen," er nahm ein großes Kuvert von einem Seilentisch, „-luftrag er- l)alten, große Warenvorräte zu requiriere::, und ich dachte eben daran, Sie zu mir bitten yu. lassen, als Sie selbst kamen. ES handelt sick; um große Warenposten verschiedenster Art." Damit entfaltete er einen großer: Bogen vor Jules Barocks, den: plötzlich das Sonderbare der Situatior: zum Bewußtsein kam^ Statt diesen Mann zu erscksteßen.. 2lch :vas. dachte er. Und dann zog er sein stiotizbivch, um sich die Mlfträge zu notteren, die ihn persönlich an gingen. Eine Stunde später ging es im Nebenzinlmer des ersten Weinrestaurants von Beanville sehr erregt zu. Jean Labarbe tobte vor Wut u:tt> nannte der: Bürger:neister eine:: Berräter Und einen Spion, es fehlte :venig, so iväre zuletzt hier noch Mut geflossen. Aber gelang, die beiden zu trenne:: nnd als Barocks Ungefähr auszählte, :oas der Major alles brauchte — gegei: bares Geld — unirdcu die Gemüter bald ruhiger, Tie Diskussion nahm zusehends sanftere Formen an. „Was sollen wir," wagte endlich ein Weinhäudler zu sagen „einen Menschen erschienen, mit dem wir Geschäfte machen können. Hast du nicht gehört, was er an Wein kaufen will. Wenn wir den Auftrag teilen..." Säue Worte sollten Labarbe gelten, aber umsonst sah er sich jetzt nach) dem Napoleonskops desselben um. Während noch die Wogen der Erregung hoch gingen, uxu Labarbe geräuschlos oei schnwnden. Jetzt war er schon im Rathaus, denn er wußte, daß es außer ihm noch ein Dutzend anderer WeinhäMer in Beau ville gab, _ vermachtes. ^ Die # itönen Neffch and eller*. In den vierziger Jahren spielte im alten Berlin das Garde-Schützen-Bataillon eine große Rolle. Es war ganz eigenartig zusammengesetzt. Sein Ersatzbezirk war nämlich das Fürstentum Neufchatel in der Schweiz, das durch Personalunion mit der Krone der Hohenzollernkönige verbunden war. Der Ersatz wurde zum Teil in Neufchatel durch Handgeld geworden, zum Teil durch Dreijährig-Freiwillige gedeckt. Tie Notabel« von Neufchatel halten das Recht, dem Könige junge Leute ihres Standes zur Erueunung als Oifiziere vorzuschlagen. Diese »jrimtn Neffchandeller", wie fte im berliner Volksmund hießen, waren ungemein beliebt bei der Bevölkerung, insbesondere bei der weiblichen. Tenn diese jungen Schiveizer sahen nicht nur in ihrer grünen Uniform sehr hübsch auS, sondern waren auch flotte, lustige Leute, und in den beliebten Lokalen von Alt-Berlin, insbesondere tn den .Zellen", wurden sie als gute Tänzer sehr bevorzugt. Sehr drollig war die Sprache dieser grünen Chasseurs. Kamen sie als Rekruten nach Berlin, so sprachen sie noch in den ersten Wochen Französisch, das sich aber sehr bald mit einem so ausgesprochenen Berliner Deutsch, von ihren Küchenbekanntschasten nur zu schnell erlernt, mischte, daß nur echte Berliner es verstanden. Zu diesen gehörte vor allem die Kantineuwirt»»», die in der Köpemcker Straße gegenüber der Kaserne wohnte, Schönwetter hieß, aber von den Soldaten Madame Beautemps genannt wurde und sich selbst Frau Botang unterschrieb. Sie verstand sofort, wenn ein „Nesschandeller »ave ebripps odroiröe paar au sekser et na körn fe!r§* verlangte. Gepfefferter Korn war Kornbranntwein, dem »roch gestoßener Pfeffer beigemengt war, damit er beffer brenne. Der Mann dieser ,Frau Botang* war Kasernen»värter. Als seine treffliche Gattin plötzlich starb, teilte er daS der Welt durch folgende Todesanzeige mit: »Jestern starb Frau Botang aus die Resschandeller Kantine. Wer meinen Schmerz jekannt, wlrd mir ermessen. Schöuwelter, Kasernenmärter in der Köpenicker Straße/ * Ein Fahnen Wechsel. Als Metz schon längst reichs- dentsch geworden war, wehte auf der Kathedrale daselbst noch einige Jahre die französische Trikolore. Sie saß auf der höchsten Turmspitze und war nicht ohne Lebensgefahr hernnterzuholen. Der solches wagte, mußte, auf der Turmspitze angelangt, noch über eine große Kuppel und dann noch auf eine zweite kleinere Hügel zur Fahnenstange klettern. Bis zum Jahre 1874 wehte die Fahne auf dem deutschen Tom. Endlich setzte inan eine Belornuna von 100 Talern für die Herabholung aus. Und am 16. Juli des genannten Jahre« wurde das Wagnis ausgeführt. Ein Pionier, Karl Ltto Bredenow aus Prenzlau, war der Mutige, der die Jahne holte. Zur Mittagszeit rückte mit voller Musik eine Truppen- abteilung auS, den kühnen Pionier in der Milte. Er hatte tn der Tasche große Nägel und einen Hannner, mit dem er die Nägel stufenweise einschlug und so immer höher stieg. Plötzlich — der Kiihne war bereits auf der großen Kugel ängelangt — ertönt unten lmter den vielen Tausenden Zilschanern ein Entsetzensruf: ^Er fällt!* Bredenow war ausgerntfcht. Aber er Halle sich noch festzuhallen gewußt, und eS gelang ihm in der Tat, die blau weiß-rote Flagge herabzuholen imb eine riesige schwarz-weiß-rote an der Stange zu befestige,,. Tann putzte er noch die große Kugel blank und kletterte hinunter. Vier Stunden hatte da? Werk gedauert. Mit einem Hurra, in dag auch viele ein- stimmten, die damals in Metz noch nicht deutsch gesinnt waren aber die Kühnheit deS Pioniers bewunderten, wtirde der Waghalsige empfangen. * Io ff re-Blau. Die Pariser sind trotz Kriegstaumel und Knegsernst ihren kleinen äußerlichen Liebhabereien nicht untreu geworden. Auch in dieser bitterernsten Zeit ist ihnen die neue .Rode eine wichtige Frage geblieben, und fte köiinen es nicht unterlassen, hin und wieder das diesinal besonders schwierige Problem zu erörtern. Selbstverständlich ist die neue Mode — wenn auch nur sehr lose — mit der Kriegszeit in Zusammenhang gebracht. Die Farbe der Modcnwelt ist diesmal das helle Blau voll Vaterlandsliebe „Joft're-Blau" genannt. Nun widmet das Journal des T-6bats der neuen Farbe eine patriotische Be- grußungsr^>e: „Das blasse Blau, das jetzt an der Tagesordnung ist, heitzt Horizont-Blau, wenn es zur Färbung der Uniformen verwandt wird, und Joft're-Blau, wenn es das Kleid der Fra« bel-erricht. Jedes Jahr hat seine Farbe — wir hatten weiße und rore Jahre, und diesinal ist's leider ein schwarzes Jahr. Aber schließlich gibt es nod> immer Schneiderinnen, eine Mode und Danren, die sie tragen: und die Arbeiterinnen leben davon. Das Blau ist eine französische Farbe, es paßt zu keinem Lande so wie zu dem unsrigen, zu keinem Himmel so wie zu dem leichten, flüssigen Himmel unseres Vaterlandes. .Ja, wir haben diese Farbe erfunden?..." In der schönen Erkenntnis, daß cs doch etwas übcrhebcnd lväre, allen anderen Ländern das Recht aus blaue Farben ab-usprechen, fügt das Blatt hinzu, daß es allerdings auch ein Preußen-Blau gäbe. Aber dies sei eine öde und dumme Farbe. 9tun, wir lverden auch das zu ertragen wissen!... vüchertisch. — D t e Leipziger l l u st r i e r t e Z e i t u n g" beweist mit ihrer soeben erschienenen Nummer 37öV von, 15. Juli auf« neue, daß sie in Bezug auf die bildliche Kriegsberichterstattung aichergewöhnliches bietet. Im vorliegenden Heft finden wir u. a bemerkenswerte Zeichnungen von Proseffor Hugo Unqewitter. Professor HanS v. Hayek, Wilhelm Buddenberg, Felix Schwor,nslädt, Karl v. Tombroivöki und Ernst Bnfch. Einen besonderen Wert erhalten die KriegSnnmmeri, der »Illustrierten Zeitung" durch dir hälisig beigegebeiien Reliefkarten größerer und kleinerer Ausschnitte der gerade im Vordergründe deS Interesse- stehenden Operationsgebiete. Die besprochene Nummer bringt eine sehr ins einzelne gehende Spezialkarle des KainpfgebieteS an der Lorettohöhe und eine z,var in größerem Maßstabe gehaltene, aber ebenfalls noch alle wichtigen Einzelheiten erken>i?n lastende Darstellung des Kriegsschauplatzes in Ostgalizien. In dem nicht ininder reichhaltigen Textteil dieses Heftes finden »vir Georg Hirfchfeld und Hermann Schönfeld mit spannenden Kriegsnovelle»» vertreten. Profeffor Dr. Dinger plaudert über beu Weltkrieg und Theaterkultur und macht beachtenswerte Vorschläge, wie die Lehren unserer Zeit für die Entwickelung deS deutschen Theaters an» besten nutzbar z»» machen si>»d. Proseffor Tr. Gramzoiv zeigt in von historischer Beweiskraft getragenen Ausführungen die llnhaltbarkeit der Behauptung. daß die Franzosen unser ritterlichster Feind seien. Ein reich illustrierter Beitrag von StabSvetermär Rühm, betitelt »In» Pferdelazarett*, schildert die außerordentliche Bedeutung der tierärztlichen Tätigkeit für den erfolgreichen Fortgang unserer mtli- tärischen Operationen in Feindesland. — Neuerscheinungen von Reclams Universal- Bibliothek. Nr. 577!, 5772. Die Milttärversorgungs- g e s e tz e (OsfizierspensionSgesetz, Mannschastsversorq»»ngSgeletz, 2t»li- tärhinterbliebenengesetz» Lufifahrerfürforgegejetzj fü r d a S D e u t f ch e Reich nebst AnSführungsbesttunnnngen des BundesratS. Textausgabe mit kurzen Anmerkungen und Sachregister. HeranSgegeben von Karl Pa»»nier. (184 S) I»» Leinen 80 Pig. — Nr. 5773. Meister Andrea. Lustspiel in zwei Aufzügen. Von Einanuel Getbel. (63 S.) — Nr. 5774. Echte» Gold iv i r d klar i in Feuer. Ein Sprichwort Einakter. Don Einanuel Geibel. (27 S.) — Nr. 5775, 5776. Da» eins« »ne Land. Erzählungen. Bon Baldeinar Lindholm. Autorisierte Uebersetzung aus dein Schwedischen von At. Rassow. (213 S.) - Nr. 5777. Ueber d a S V e r h ä l t n i S der b i l d e n d e n Künste z u r N a t u r. — Gedanken über Malerei. Von F. W. I. Schelling. Herausgegeben und eingeleitet von Prof. Dr. Ludwig Kuhlenbeck. (100 2.) — Nr. 5778. Firma M»»rkS. Von L. Schermann. Heitere Schilderungen a»,s dem Geschäitsleben. Trittes Bändchen. (96 S.) Bde. 1 bis 3 z»»f. geb. In Leinen 1 Mk. — 9!r. 5779. N a ch d e n» S ü n d e n f a l l und a n d e r e N o v e l l e n. Bon Luise Westkirch. (95 S.) — Nr. 5780. Berichte a»»s de m Großen Hauptquartier 1914 15. HeranSgegeben von Karl Wilke. 1. Band. (95 S.) Die ausführlichen Berichte des Großen Hauptquartiers über einzelne Abschnitte und Ercigniffe des Krieges verdienen für immer emc» hervorragenden Platz in unserer kriegS- geschichtlichen Literatur. Sie sind eine zuverlässige Quelle für die Erkenntnis der Geschichte dieses Krieges und ein ausgezeichnetes Hilfsmittel, un» die Elemente der militärischen Geographie aller derjenigen Gebiete kennen zu lernen, die den Scha»,platz dieses riesenhaften VölkerringenS bilden. Diamanträtsel. In die Felder nebenstehender Figur sind die B»lchstabe>» a a a b e e f h i i iiilmmnnrssttttz derart einzutragen, daß die »vagerechten Reihen folgendes bedeuten: !. Einen Buchstaben. 2. Stadt in Belgien. 3. Teil eines Bauines. 4. Ein Land. 5. Männlichen Bornainen. 6. Aegyptische Gottheit. 7. Einen Buchstaben. Die senkrechte und wagerechte Mittelreihe ergeben das Gleiche. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Palindroms in voriger Nun»»»,er: Gras, Sarg - - 4 r -f— Schrlftleitnng: Aug. Goetz, - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen UniversitälS-Buch- und Steindruckcrci. R. Lange. Gießen