Samstag, den 1? Juli M Knterhaltlnigsblatl )irm!§iHenerAnzeigei- lAeneml-A^eiger). Lurück zur Scholle. Vloman von Ewald Gerhard Sseligev. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) » iÄ rc * brauchte die Nachricht, daß FürchtegotL fvrltschers Hof in Britzkawe in Rammen stände, um bis nach Mirotschm zu kommen. Ms August Knorreck das hörte, vlklt es ihn nicht mehr im Hause. Er griff wortlos zu Stock und Mlitze und ging. Diesmal wartete er nicht erst bis zum Dunkelwerden An der Britzkawer Grenze schrägte er mitten mrrch «den Wald, um auf der belebteren Straße nicht einem Bekannten in die Hände zu laufen. Als er den Waldrand erreichte, begann die Rnsternis die Fluren zu bedecken. Friedlich lag das Dorf auf dem sanften Hügel. Nur hinter dem Kirchturm zuckten zuweilen Flammen auf. August Knorreck setzte sich hin und wartete. Es wiar ih!m noch immer nicht finster genug. Aus einem Baumstumpf hockte er, den Stock «oischen den Beinen, und rührte sich nicht. Und er dachte an Fürchtegott Fritscher und hatte Mitleid mit ihn:, wenn es auch ein ganz infamer Brandstifter war. Thomas Kanfchild und der Gendarm suchten ihn noch immer. Bei den anderen zehn Schobern l>atten sie ihn auch nicht gefunden. Jetzt pirschten sie am Waldrande entlang. August Knorreck sah sie kommen und blieb ruhig sitzen. „Da sitzt einer!" schrie Thomas Hauschild und gab fernem Gaule die Sporen. Ms sie aber heran waren, erkannten sie den Inspektor. „Haben Sie den Fritscher gesehn?" fragte der Gendarm. August Knorreck schüttelte denKopf. Da ritten sie im Galopp nach Britzkcuve hinüber. Hier hörten sie iin Kretscham, daß sich bei der PodraMer Sandgrube eine verdächtige Gestalt herumtreibe. Gleich saßen sie wieder aus und nahmen die Verfolgung! aus. In scharfer Karriere asusten sie die glatte Straße hinunter und ver^ schwanden bei der Försterei hinter dem Walde. August Knorreck begann nun seinen nächtlichen Rund- aang. Kaum hatte er hundert Schritte getan, da sah er bei dem ersten Strohschober ein schwaches Lichtlein, das un- ruhig hin und her schiuankte und endlich in einer haushohen Flamme über den Hausen hinausschlug. August Knorreck lief querfeldein aus das Feuer zu. Er keuchte schwer, setzte ohne Aufenthalt über Grüben und nasse Wiesen, durch Kartosselkraut und Rübenfurchen, kam endlich auf den Stoppelacker, stolperte mit langen Sätzen über Sturzäcker. Da veränderte er plötzlich seine Richtung. Am zweiten Schober schlug auch eine weiße, leuchtende Stichflamme ernpor. Jetzt endlich hielt der Inspektor einen Augenblick an. Und dann rannte er sofort in der Richtung auf den vierten Schober zu. Er sah ihn nicht, aber er wußte es genau, wo er lag. Der dritte Hansen brannte schon Hundert Schritt vom vierten war August Knorreck entfernt, da schlugen auch da die fressenden Flammen herauf, NM aber sah er den Brandstifter laufen. Den fünften Haufen, bei dem die Dreschmaschine stand, ließ er aus. Dafür schrägte er mit langen Sprüngen zum sechsten hinüber. Das aber war ein Getreideschober. August Knorreck lief, wie er in seinem Leben nicht gelaufen war. Da er sich nicht genau hinter dem Flüchtling hielt, sondern ihm von der Seite den Weg abschneiden wollte, wußte Fürchtegott Fritscher nicht, der eben dabei war, es dem Baron, der ihn ins Un» glück gestürzt hatte, gehörig anzustreichen, daß ihm schon jemand auf den Fersen war. Aber er hatte es trotzdem eilig, denn er wollte ja möglichst schnell nach Amerika. Als er den sechsten Haufen erreicht hatte, kniete er nieder, rieb ein Streichholz an und warf es in die Garben. Aber es erlosch. Er war an eine feuchte Stelle geraten. Wütend riß er eine Handvoll Stroh heraus, steckte das trockene Ende an und ging mit dieser größeren Flamme den Hausen an den Leib. Schon fingen die nassen Halme an zu glimmen und krümmten sich glühend unter der Hitze. Aber es wollten noch immer keine hellen Flammen herausschlagen. Der Haufen war zu fest geschichtet. Wieder rieb Früchtegott Fritscher ein Streichholz an. Aber er kam nicht dazu, es zu gebrauchen. August Knorrecks Faust fuhr ihm in den Nacken und schleuderte ihn zur Seite. Ein wuchtiger Schlag mit dem Stock traf ihn am rechten Arm. „Du verfluchter Kerl!" schrie der Inspektor, entriß ihiy die Streichholzschachtel und gab ihm einen Fußtritt, daß er zu Boden taumelte. August Knorreck kümmerte sich nicht um ihn und warf sich auf den glimmenden Hausen. Mit beiden Händen griff er in die Glut und riß die angesengten Garben heraus. Das war eine harte Arbeit. Denn kaum spürten die Halme Luft, lohten sie hell ans. Mit Füßen und Händen, mit dem Kopf, zuletzt mit dem ganzen Körper ging August Knorreck gegen den flackernden Feind vor, bis er ihn endlich zum Weichen brachte. Fürchtegott Fritscher war unterdessen davongelaufen. Jetzt miloeten sich Husschläge. Thomas Hauschild und der Gendarm hatten die brennenden Hausen von Podraschke ans gesehen und sofort kehrt gemacht. Äe trafen aus August Knorreck, der jetzt schon mit dem Stock das Feuer im Schach halten konnte. „Wo ist er hingelaufen?" schrie der Gendarm. „Auf den Schwedenteich zu!" schrie August Knorreck zurück und schlug sich weiter mit den bösen Funken herum. Die Husschläge verhallten wieder. Eine ganze Stunde noch wachte August Knorreck bei den Hausen. Dann war die (&• fahr vorder. Die Leute kamen herangetaufen, sie bemerkten ihn nicht. Schweratmend saß er am Rain und ruhte sich aus. Seine Hände brannten ihm wie flüssiges Feuer. Bart und Haupthaar waren versengt, und sein Rock zeigte große Brandstellen. Er war nicht wiederzuerkennen. Aber er hatte gesiegt. Wieder kamen Leute aus dem Dorfe h-erbeigelausen. EndUch kam der Wasserwagen angerattert. „Hierher!" befahl der Inspektor und wies auf das schwarze Loch, aus dem er den Wischen Feind vertrieben hatte. Es wurde reichlich mit Wasser gerankt. August Knorreck ging davon, als er den Baron kommen horte. Keiner hatte ihn erkannt. Der Gendarm und Thomas Hausclsild aber waren hinter Fürchteaott Fritscher her, der in die Schonungen fluche tete. Da konnten ihm die Pferde nicht nach. Der Gendarm prang aus dem Sattel und verfolgte den Flüchtling au ruß. Immer näher kam er ihm. Da sah Fürchtegott Frischer eine sandige Anhöhe vor sich. Die sprang er hinauf. ?ben standen sechs alte Kiefern. Mit der Krast der Verzweiflung kletterte Fürchtegott Fritscher auf die größte, bis ganz auf den Wipfel, und hielt sich für geborgen. Aber der Gendarm entdeckte ihn bald und rief ihn an. „Runter, oder ich schieße!" schrie er und hob den Revolver. Der erste Schuß, der in der Trommel saß, war blind. Fürchtegott Fritscher rührte sich nicht. Unterdessen war Thomas Hauschild mit den Pserden nachgekommen. Der Gendarm kletterte in den Sattel, stellte sich ans und erreichte so den untersten Aststummel der Kiefer. Langsam rückte er Fürchtegott Fritscher aus den Leib. „Herr Fritscher, kommen Sie doch runter!" ries Thomas Hauschild nach oben. „Es hat keinen Zweck. Sie könne,, ja nicht weiter." Aber Fürchtegott Fritscher konnte doch weiter. I« näher sich der Gendarm heranschob, um so weiter nickte der Flüchtling auf dem stärksten Aste nach außen, bis er sich unten der ungewohnten Last bog. Der Verfolger hielt es nicht für ratsam, sein Leben diesem tückischen Aste anzlwertrauen, blieb am Stamm und hob wieder die Waffe. „Ich schieße!" schrie er Fürchtegott Fritscher an, der kaulm fünf Meter von ihm entfernt saß. Da ließ Fürchtegott Fritscher den Ast fahren und sprang in die Tiefe. Er siel mir dem Kopf auf den Sandabhang und brach sich das Genick. August Knorreck, der in diesem Augenblick über die Britzkawer Grenze schritt, faßte seinen Stock fester, schritt kräftig aus und erreichte Zdurotschin noch vor Sonnenaufgang. Seine Frau erwartete ihn, sie hatte auf dein Sofa übernachtet. Als sie ihn erblickte, stieß sie einen Schrei des Entsetzens aus. „August! Um Gotteswillen! Wie siehst du aus!" rief sie erschreckt. „Wie werd ich aus sehen!" knurrte er. -,Jch Hab löschen helfen." Mer er schaute doch in den Sviegel, den sie ihm hinhielt. Er erkannte sich selbst kaum wieder. Sein Gesicht war ge- chwärzt und blutig, das Blut stammte von seinen Händen, ein Bart wär bis auf die Stoppeln abgesengt, das Haupthaar bis auf den Scheitel verbrannt, und seine Augen waren rot vom Rauch. „Ich glaube, ich Hab mir den Finger verstaucht," sagte er dann und beschaute sich seine Hände. Da war die Haut an Handflächen und Fingern abgeschürft, und das rote Fleisch trat überall zutage. Frau Knorreck wollte gleich zum Doktor lausen. „Ist nicht nötig!" sagte er barsch. „Gib mal die Spiri- tusslasche her." Damit wusch er sich die Wunden und setzte sich wieder in den Lehnstuhl. - „Tut dir denn das nicht weh!" schrie seine Frau. „Es wird schon Vorbeigehen!" sagte er und verlangte Frühstück. Am Abend aber mußte er doch zu Doktor Bielschowsky gehen. „Na, hören Sie mal, mein Lieber!" sprach der, als er sich die verbrannten Handflächen beschaute. „Das war aber die höchste Zeit. Wo haben Sie sich denn das geholt?" Doch August Küorreck gab ihm keine Antwort aus diese Frage. In Britzkawe aber riet man hin und h!er, wtzr der fremde Mann gewesen war, der den Schober gerettet Hütte. Auf August Knorreck kam keiner, denn Thomas Hauschild sagte nichts. Nur dem Baron gegenüber hielt er nicht dicht. Er »vollte August Küorreck bei Fritz von Winkelberg herausstreichen. Der nämlich war der einzige, der das Richtige ahnte, und forschte bei Thomas Hauschüd mit ein paar vorsichtigen Fragen nach der Wahrheit. „Das war Herr Knorreck!" sagte dür Gehilfe, ohne mit her Wimper zu zucken. Der Baron drehte sich weg Und mußte sein Herz gegen sich selbst härten, um nicht weich zu werden. Ml nächsten Tag schon erschien der alte Abraham, schwatzte eine Stunde auf die alte Fritschermutter ein, die den Tod ihres Sohnes mit großer Fassung ertrug, und ging dann zil Fritz von Winkelberg. „Nu, Herr Baron!" sprach er. „Was wollen Sie noch mehr. Sie haben das Stroh fein verkauft an die Versicherung. Und die Fritschersche Wirtschaft können Sie jetzt auch haben von der alten Frau für biNiges Geld." „Und wenn nun die anderen Schober abgebrannt wären?" fragte der Baron. „Nu?" meinte der alte Abraham unverfroren. „Sind sie denn ja abgebrannt?" „Ohne Knorrecks Hilfe ja!" erwiderte Fritz von Winkel- berg ernst. „Hab ich ihm vielleicht gekündigt?" truinpste der alte Abraham auf. „Lassen Sie ihn doch kommen!" Aber Fritz von Winkelberg schüttelte langsam das Haupt. XXIV. Fürchtegott Fritscher wurde ganz in der Frühe beerdigt und hatte ein seht kleines Leichengefolge. Frih von Winkelberg jedoch fehlte nicht und warf als erster drei Handvoll Erde auf den kahlen Sarg. Auch Moritz Gaffel mit seinen Schulkindern stand dabei und sang ein paar Choralverse. Die alte Mutter wurde aus den Gutshof gebracht, bekam im Gesindehaus eine Strrbe, Pflege und Unterhalt und erholte sich wieder. Ihretwegen lieh der Baron den Doktor Bielschowsky aus Zdurotschin holen. Der brachte sie auch wieder auf die Beine, daß sie auf einem Stuhl vor der Haustür sitzen konnte. Unterdessen hatte der alte Abraham Fürchtegott Fritschers Schulden ausgekaust, mehr als vierzig Prozent brauchte er nicht zu geben, und die abgebrannte! Wirtschaft auf den Namen des Barons Übersckreioen lassen. Die Trümmer wurden weageräumt, und an die Stelle des Wohnhauses und des Stalles ließ Fritz von Winkelberg eine massive Scheune setzen. Die Körnerfrüchte waren beinahe geborgen; schon am letzten Getreideschober, ganz unten beim Sudrevier, stand die Dreschmaschine und brummte. Zum ersten Male schnitt der Pflug quer über den langen Rübenfleck Fürchtegott FritscherS. Eine Woche später war nichts mehr davon zu entdecken. August Knorreck saß ivährend dieser Zeit im Lehnstuhl Zund ließ sich die Hände kurieren. Als er. endlich den Verband von der linken Hand los wurde, ergriff er am Abend Stock und Mütze und marschierte nach Brmkawe, um lvieder «um rechten zu sehen. Draußen auf den Feloern fand er alle- in Ordnung. Die Schober waren ausgedroschen, und die Maschine stand wieder im Schuppen. Ueberall hatte der scharfe Pflug die Erde ausgeschnitten. Die Kartoffelbeete waren schon hier und da aufgewühlt. Nur an die Rübeni furchen hatte man sich noch nicht hierangemacht. Als August Knorreck an die Stelle kam. wo früher Fürchtegott Fritschers langes Feld in den Dominialacker hineingeschnitten Hütte, fand er nichts mehr davon. Und er nickte befriedigt. Nur die Furchen waren Trumm. Das wollte er Thomas Hauschtld schon bei Gelegenheit unter die Nase reiben. Diesmal wagte sich August Knorreck aus dem Heimwege durch das Dorf. Hoch hing der hielte Vollmond im Süden. Leise und vorsichtig drückte sich der Inspektor im Schatten der Häuser entlang. Er wollte nicht vom Nachtwächter gesehen werden. Als er aber beim Kretscham vorbeikam, saß der Wächter aus der Bank unter dem Haustürvorbau und schlief. August Knorreck zögerte nicht einen Augenblick, packte den Mann an der Schulter und riittelte ihn wach. „Wächter!" rief er leise. „Ihr schlaft ja!" „Ich schlaf nicht!" lallte der, noch halb im Traume. ,Lsch tu bloß so." Dann rieb er sich die Augen, gähnte, sah sich nach dem Störenfried um. fand ihn aber nicht, und ging langsam ins Dorf. August Knorreck, der sich schnell zurückgezogen hatte, hörte, wie er unten drei Uhr pfiff. Aber es war schon eine aute Viertelstunde weiter. Vor dem Gutshofe hielt der Inspektor an und lauschte. Ganz dumpf brüllte eine Krrh. Das war die Blässe mit den schwarzen Ohren. Er erkannte sie an der Stimme Mit Gewalt aog es ihn zu den Ställen hinüber. Sckon hatte er das Hoftor, das nachts immer offen stand, erreicht, da schlug der Hund an. Doch er erkannte sofort den Eindringling und begann freudig ztn winsem. August Knorre'ck machte auf der Stelle kehrt und war um stuf Uhr wieder in Zdurotschin. Seit dieser Nacht Kalte er reine Ruhe mehr. Jeoen Abend, sobald die Dunkelheit an^ brach, ging er nach Britzkawe. Und wenn es noch )o starr regnete, er mußte wenigstens bis an die Grenze laufen. (Fortsetzung folgt.) „hauptmann Sternliefer“. Erzählung von Martin Proskauer (Berlin), Durch die Aula des Gymnasiums stöhnte ein verhaltenes Schluchzen und Schnauben von den Plätzen her, wo die Eltern! saßen, als der alte weißhaarige Direktor aufstand und den Primanern die Zeugnisse ü&crrcidjte. Tenn jeder der jungen Menschen mußte morgen schon in das Regiment eintreten, bei dem sie sich aNe als ÄiegsfreiwiUige gemeldet hatten^ Ta bestieg der Ordinarius der Quarta das Podium- Straff ausgerichtet, selbst noch jung, mit leuchtenden Augen, sah er auf die kleine Schar der Schüler vor ihm. Ueber der Autnantsunt- jbrm, die er trug, leuchtete grell eine breite weiße Binde, in der fein linker Arm schwer und unbeweglich lag, „Liebe Schüler," sagte er mit klingender Stimme, „liebe Schüler und morgen schon liebe Kameraden, unser Derr Direktor hat mir ausgetragen. Euch als Lehrer und Soldat ein Schlußwort auf deii Weg zu sagen. Ihr braucht keine Angst zu haben daß ich eine gelehrte Rede über den Heldenmut der alten Griechen oder dergleichen halte; denn ich sage Euch, Taten, wie-sie-heute dort hwußen geschehen, und Männer, wie sie heute im Felde sich schlagen, hat es gÄßer auch in der Vorzeit nicht gegeben. Und statt eines Vortrages möchte ich Euch ein kleines Erlebnis erzählen, daS mir tzlbst innerlich mehr gegeben hat als alles Lchlachtengcwü lnd icb glaube, daß es mit daran schuld ist, wenn der Rest von ugendlichem Ueberschwang, der in mir war. in Ernst verwandelt ^ Ich war damals aus dem Lazarett entlassen worden, weil mein Armschutz so gut wie geheilt erschien und wurde auf mem Bitten hin felddienMähia geschrieben. Aber ich kam Nicht mehr in den Schützengraben, sondern zu einer Munttwnskolonne, bis immer zwischen Front und Etappe hin und her pendelte. DaS War mir nun sehr langiveilig, und ich zerbrach mir den Kopf, wie ich wieder fortkommen könnte. Plötzlich gab es große Truppenverschiebungen; der Feind, der einen Durchbruch befürchtete, gmg zurück, und Unser Ärmeeführer jagte ihm zunächst einmal ein paar Regimenter in Eilmärschen nach, die dem abziehenden Feind auf den Hacken bleiben sollten. Und zu den Kolonnen, die dem BerfolgungStrupp Munition nachschafften, gehörten auch wir. Llber wenn ich gedacht hatte, daß es nun eine fröhliche Jagd ins Feindesland hinein geben würde, so hatte ich mich geirrt. Denn wir wiirden mit einer schweren Prvviantkolonne zusammew- rekoppelt, und die Führung übernahm ein alter graubärtigep ^-ndwehrhaupttnann, der Leiter dieser „Bäckereifiliale", wie wir oft genug ingrimmig nannten. In Zivil ivar der Hauptmann irosessor an einer Sternwarte, und da unsere Mannschaften sein Znteresse für den Sternenhimmel natürlich gleich herausgefunden atten, hieß er bei .ihnen nur noch „Hauptmann Sternkiekelr^ Sir jungen Leutnants nahmen die Bezetckimng, die uns damals öchst verächtlich erschien, unter uns begeistert auf. Tenn was HaiiptMann Sternkieker mit Marschordnung, Sei- tendeckung und Patronillenreiten trieb, ging uns allen über die Geduld. Wir Hütten an seiner Stelle herausgeholt, was Pferd und Mann hergeben konnten, um hinter unserer Truppe herzukommen, statt dessen gab es fortwährend Sicherimgsposten, Aufklären rechts und links, selbst wenn die Landsttaße blank wie ein Tischtuch vor uns lag. Ä) kam es, daß Hauptmann Sternkieker bei uns jungen Offizieren — ich will nicht sagen, in den Verdacht der Feigheit -aM — aber als ein Ebenbild jenes römischen Feldherrn Quintus Fabius erschien, der seines Zcniderns wegen den Beinamen „Cunc- tator" erhielt. ^ ^ Also Hauptmann Sternkieker zauderte fernen Weg entlang. Einnral, als wir in der Nähe einer Brücke ivieder kostbare Zeit mit Herumschnüffeln verloren, erlaubte ich mir die Frage, warum wir nicht einfach eine Handvoll Geißeln aus dem nächsten Torf holten, die für die Sicherheit der Brücke bürgen müßten. Haupt- Mann Sternkieker sah mich nachdenklich durch seine Brille an, dann setzte er mir auseinander, daß es das gute Recht des Feindes sei, jene Brücke zu minieren, daß die Dorfbewohner ja nichts davon zu wissen brauchten und so wckiter. Ich war froh, als ich Mein Pferd herumdrehen konnte. Diese Angstmeierei war nicht mehr auszuhalten. Schließlich, ein bißchen riskiert ja jeder im Krieg, und wer das nicht ertragen kann, sott nach Hause gehend So brumMten wir Leutnants untereinander. Wäre es nach uns gegangen, so wären nur mit Holla und Hussa durch das stille Land gebraust, denn weit iml Umkreise war niemand zu sehen, und es passierte nichts. Und wir wären früher, als vorgefchrieben, an die Truppe her- angekommen. denn „noch schneller als befohlen" erschien uns als der Inbegriff der soldatischen Höchstleistung. — Dis wir an die Brücke über den Pelouse-Bach kamen, da lernten wir alle um. Und Hauptmann Sternkieker war unser Lehrer. Ueber den Bach gab es nämlich keine Brücke mehr. Tie lag in Treck und Splittern im Wasser, und wir Mußten eine Furt suchen. Tas ging schnell genug.- denn breite Wagenspuren führten deutlich sichtbar an einer sandigen Uferstelle ins Wasser hinein. „ „ „ „ . _ Natürlich gab es auch hier wieder großen Aufenthalt. Der Hauptmann schickte die Aufklärer über das jenseitige Ufer üor/ weil dort Büschwerk war. Ta drinnen konnte ja ein feindliches Armeekorps stecken, sagten wir uns höhnisch. Aber nicht einmal die Furt durften die Reiter benutzen, Hauptmann Sternkieker fügte sie oberhalb der ehemaligen Brücke durch das tiefe Wasser. Inzwischen hielt der Hauptmann auf seinem Gaul, einem knochigen hohen Ostpreußen, am Ufer und stierte in das Wasser. Wir standen neben ihm und machten halblaut Witze, die er gar nicht zu hören schien. Nach zwei Stunden kam die Patrouille zurück, natürlich war weit und breit nichts zu sehen gewesen. Wir seufzten erleichtert auf, denn nun konnte es doch «Mich durch den Bach und weiter gehen. ... Ta richtete sich Hauptmann Sternkieker auf und kommandierte: „Aufgesessen! Ganze Kolonne kehrt und 300 Meter vom Ufer zurück. Tort haltmachen und warten!" Und ehe wir noch eine Erklärung dieses Befehls erwarten konnten, gab er seinem Pferd die Schenkel und ritt langsam auf den Bach zu und ins Wasser. . Nun, wir mußten zunächst natürlich gehorchen und namnen die Wagen, wie befohlen, zurück. Tas war schnell geschehen, dann stellten wir uns seitwärts auf einen Lehmhngel, von dem' Man das Gelände überschen konnte. . . , Ta ritt Hauptmann Sternkieker, halb vom! Sattel hangend, iM langsamen Schritt im Wasser auf und ab. Und während er fern Pfero immer wieder in der Furt hin und her lenkte, starrte er angestrengt in das Flußbett herunter. Wir sahen uns erstaunt an. „Was macht er denn da?" fragte einer. ^ c , glaube, er sucht Minen," sagte ein anderer und dachte, einen Witz damit zu machen. . , „ . 0 . _ Im ersten Augenblick wollten nur lachen, denn das Bild des alten Hauptmanns, wie er da schief im Sattel hängend im Wasier herumpatschte, war zu komisch. 9lber das Lachen wollte aus uw* seren Kehlen nicht recht heraus. Ich spürte ein Schreckgefühl. Zum Teufel —. es konnte doch wirklich eine Mrne rM Fluß* bett liegen! Und wenn das Pferd auf die Zündung geriet ■— *—■ es wurde uns aNen plötzlich heiß. , . . Tabei ritt der Hauptmann immer noch im Wasser- ruhig uno unbeirrt, zehn Meter rirnter, zehn Meter rauf, und immer ein bißchen weiter den: anderen Ufer zu. Daß dort die rechte Furt war, sahen wir, denn das Wasser reichte dem Pferd noch nicht an den Bauch. , _ „ „ So verging wohl eine Viertelstunde. Ich glaube, uns allen saß es wie ein dicker Kloß im Halse, und wir starrten jetzt auf daS Wasser, das zwischen den Pferdebeinen aufspritzte. Konnte nicht urplötzlich aus solchem Spritzer eine Wassersäule werden,- die den Hauptmann wegblies wie eine Mücke? -— Ter Mann dort war weitaus der älteste von uns, verheiratet, hatte eine Frau und kleine unversorgte Kinder zu Hause wre durfte der sich so in Gefahr begeben? . . ^ . Da hielt der Hauptmann sein Pferd an und winkte zu uns herüber. Ich preschte hin und wollte dem Hauptmann etwas sagen, ihn bitten, solche gefährlichen Sachen uns zu überlassen — lauter unsinniges, unmilitärisches Zeug dachte ich — aber da rief er mit Herr Leutnant, nicht näher! Bitte schicken Sie mir sofort den Feuerwerker mit einer Drahtschere!" Und es lag in seiner Stinckr'e, sre sonst halblaut, fast schlichtem war, ein Klang, der mir neu war, etwas Festes', Hartes, das mich einfach schiveiqen hieß. Ich machte kehrt, und gleich daraus war der Feuerwerker mit der Schere da. Ter Hcuiptmann zog fernen Degen' und steckte ihn an einer Stelle ins Wasser, dann ritt er langsam zum Ufer, uw er abstieg, dem Feuerwerker sein Pferd zum Halten gab und mit der Schere in den Back, zurucksnerelte. Tort, wo sein Degen steckte, bückte er sich, ftihr Mit den Händen ins Wasser und richtete sich gleich ivijeder aus. In tat Händen schien er etwas wie ein langes Stück Draht zu halten. So ging er langsam, uneirdlich vorsichtig, Schritt für Schritt zur Seite. Um User wickelte er das Drahterrde um einen BiaumstcünM, dann kam er langsam auf uns zu, stieg auf sein Pferd uiti> ritt -ur Kdlonne. jgrijt Kommando hallte über die Straße, gleich darauf rückten me Gäule an, die Wagen platschten mit Hüh und Hott in den Bach und auf der andern Seite wieder heraus. Ich ivar als Schließender hinter dem letzt«: Wagen geritten und wollte gerade in die Furt, als mich der Hauptmann an rief: „Bitte, Herr Leutnant, bleiben Sie hier, ich möchte Ihnen etwas zeigen!" — Inzwischen war unsere Kolonne in den Büschen jenseits d«S Ufers verschwinden. Ter Hauptmann stieg ab, nah«: den Draht, den er um den BauM gewickelt hatte, und stieg ivieder auf. Tann ritten unr langsam zurück. Scküießlich lMt er an und sagte: „Wissen Sie, mrs ich vorhin tut Bach gefunden habe? .Achten Sie auf Ihr Pferd, letzt geht's los!" — 436 Er rif^ait dem Dvccht, uitb uitteu int Wasser der Furt brüllte auf Die User bebten, Sand. Steine und Gebüsch flogen hoch und prasselten wie Blitz und Donner Drunter. Ich War von dem furchtlxrren Knall noch wie betäubt, als ich deS Hauptmanns ruhige Stimme hörte: „Das ivar eine Flattermine, Herr Leutnant nl inir die Wagenspuren in die Furt tnnein zu einladend deutlich schienen^ befürchtete ich etwas Ähnliches. deshalb lieh ich die Patrouille iricht durch die seichte Stelle. Und weil das Auf suchen zu gefährlich ist. habe ick es lieber selber getan. So ein Ding liegt halb im Fluhbett. und ouer im Wasser ist der Draht gespannt — ein Huftritt — mtd das Unglück ist geschehen. Wenn unsere Kolonne aus diese Stwengladuiig geraten wäre, so wäre jetzt nicht mehr viel davon übrig!" -— Sr sah mich mit ruhig lächelnden Augen an. und in diesem Ari.fenLlick, lieber Schüler, ivar mir unser alter Haupttnann Sternkieker der Inbegriff der Pflichttreue als Mensch und Soldat " Der junge Ordinarius in der Leutnantsuniform machte eine Panse und ruckte den verwundeten Arm in der Binde zurecht, dann beugte er sich über das Podium zu den Knabeuföpfen, die alle mit heihen EKsichtern zu^ ihm emporstarrten. ,^Jch will keine Schlußfolgerungen au meine Geschichte knüpfen, liebe Jungen, ich sprach als Kamerad zu euch, nicht als Lehrer. Aber wenn ihr verstanden habt, was ich euch sagen wollte, so habt ihr genug daraus gelernt!" ver»»,Uchte». * Der Zucker als Heilmittel im Mittelalter. Der Zucker, der neuerdings nicht nur als ausgezeichneter Kraftspender erprobt ist, sondern auch als Heilmittel in der Medizin, B. bei der Wundbehandlung, zur Verwendung kommt, genießt feinen Ruf als Medikament schon seit Den Anfängen der Heilkunde. Ursprünglich war eS natürlich nicht der Zucker selber, sondern daS UrfüßmUtel, der Honig. Ihm schrieb man Heilwirkungen auf Störungen de- Magen» und Unterleibes zu. Auch sollte er, äußerlich angewandt, die Trübheit der Augen heilen. Aricenna, der berühmte arabische Arzt, lehrt dasselbe von seinen beiden Zuckerarten, von Alhusar und Tabarzet. Erst nach und nach ging man daran, ihn nur wegen feiner Süßigkeit zu gebrauchen. Die Aerzte des Mittelalters rühmten ihn als steberwidrig; man behandelte mit ihm. dem man konservierende Eigenschaften zuschrieb, eiternde Wunden, machte ihn zum Brustmittel, um Erkältungen zu heilen. Der Zucker wurde im Lause der Zeit allgemein beliebt. Der Apotheker mußte einen guten Teil seiner zu Arzneien bestimmten Spezies mit Zucker konstzieren, .kandieren". Neben dieser Tätigkeit als .EoniectuariuS* wurde er, wie Hermar Echelenz in einem interessanten historischen Rückblick in der Berliner Klinischen Wochenschrift erzählt, Destillateur und Liauorist, indem er zu flüssigen Arzneien wie Sirupen und Elixieren Aguavitae-Spirilus hinzusetzte Frühzeitig fand man Geschmack an den leckeren Zuckersachen der Engländer, der: sweet meats, und man ging in dieApo- theke^um dort im Hinterzimmer den Magen mit den Aquaviten und Süßweinen, die noch -stark gezuckert wurden, .«d lonxawritam" zu stärken. Eine Unzahl von gezuckerten Genußmittteln war damals im Schwange und wurde bei den üppigen Banketts gereicht. In einer .Condamnacion du Banqnet“, die ein Leibarzt Ludwig« XU., wahrscheinlich La Ehesmay, veröffentlicht hat. zählt dieser die beliebtesten Leckereien seiner Zeit au«, unter diesen eine Fülle von .Eingemachten": Psnites = Gerstenzucker. Girofle — Nelken. Triasantali — eine Konfektion aus drei Sandelkorten, Galiugal — Galyant. Masst» — Muskatblüte, MuSc-Moschu», MuScade ^ Muskatnuß u. a. m. Man kannte aber auch üble Folgen deS übermäßigen Genüsse« von Leckereien, inan schrieb ihnen das Entstehen deS üblen Mundgeruches zu. So läßt Shakespeare in »Romeo und Julia" von den Lippen einer Schönen sprechen: ^Ost plagt die böse Fee mit Bläschen diese, da ihren Odem Näscherei verdarb.E lliachdem mart einmal zu der Anschauung gekommen war, daß der Zuckergentlß zu Erkrankungen und Ansschlägen am Körper führe, suchte man die damals in Europa grassierende Syphilis, ebenso wie den Skorbut darauf zurückzusühren. » -r Wiederkehr d e s Parifer Hörnchen«. Die Bartser haben da- Ziel langwährender Bemühungen erreicht: da» Hörnchen, da- der Krieg so unerbittlich au» den Bäckerläden verbannte. ist wiedergekehrt. Es war ein freudiges Wiedersehen. Seit ets Monaten verlangten die Pariser einstimmig unter Geltendmachung aller Rechte de- freien Gewerbe- und auch des Magens feine Rückkehr, und siehe da, dieser immerhin in aller Bescheiden- he:t geäußerte Wunsch ist nun erfüllt worden : es bildet von neuem eine lackende Zierde der BäckereiauSlaqen in Paris. Freilich war lem Verschwinden keine allzu harte Entbehrung, denn die n,eisten "En die Verordnung zu umgehen gewußt, indem «r E? l^bäck herstellten, das eine andere Form hatte, aber an «o.uqetchmack dem verbannten Hörnchen nicht nachstand. Jminer- gm wurde vielleicht manches korrekte Gemüt durch den Gedanken i*!l » dEfetze»bieg»ng be»mruhigt. und daS ^rzehren des '""er den billigenden Blicken der Obrigkeit erhöhte entschieden den Genuß. Nur eine Schattenseite gibt es daber. Nicht alle Pariser Bäcker scheinen über die Aushebultg de- Höruchsn- backverbote« orientiert zu sein, und so kann eS geschehen, daß matz in einer Bäckerei noch ganz warme, knusperige Hörnchen erstes und in der nur wenige Schritte entfernten erfährt, daß aus da» Backen der Hörnchen immer noch eine Strafe von 3—5 Franc» steht. Hoffentlich, so schreibt der »GauloiS". wird auch diese letzte Unklarheit noch verschwinden, damit die Pariser ruhigen Herzen» und ohne den geringsten Zweifel an der Aufhebung deS Verbotes sich ihre wiedereroberten Hörnchen gut schmecken lassen ttnb sich de» errungenen gastronomischen Erfolge? uitbehiltdert erfreuen können. vüchertlsch. — Ueber daS weibliche Dien st fahr spricht Helene tJ 1 2 3 4 5 " E in der soeben erschienenen Juli-Nummer der MonatS- schrlst .Die Frau" (W. Mocser, Bnchhandlimg, Berlin 8. 14). Ztltn erstenntal werden in diesem Aufsatz statt der beliebten Luftschlösser auS lauter idealen Fordermtgen die praktischen Älöglich- keiten einer Einführung des Diensljahres und der Dienslpsticht der Iran bis inS einzelne ausgestellt. Wir müssen damit rechnen, daß bet der Riesenbelastnng aller öffentlichen Mittel durch die KriegS- folgen keine Einrichtung möglich ist, die viel Geld kostet. An dieser Tatsache hat das weibliche Dtenstjahr die unüberschreilbaren Grenzen seiner Verwirklichung. Die Verfafferin versteht unter Dienstpflicht die obligatorische Uebernahme von Ehrenämtern in allen Zweigen der öffentlichen Wohlfahrtspflege. Bei der zu erwartenden Erweiterung dieser Aufgaben wird ein starkes Bedürfnis nach weiblicher Mitarbeit entstehen. Diese aber muß geschult feilt, um wirklich nützen zu können. DaS haben die Kriegserfahrungen klar und zweifellos gezeigt. Als Grundlage jeder Schulung für soziale Arbeit ist ha»lS,virtschaftliche Bildung aiizusehen. Sie »nuß für die au» der Volksschule entlaffenen Mädchen den Hauptinhalt des weiblichen Tlenstjahre» bilden. A» eine ElnbeUehmig dieser Mädchen für eui AuSbUdungsjahr in staatlichen Anstalten zwischen dem 17. und ^0. Jahre. die das Ideal wäre, ist ans wirtschaftlichen Gründen jetzt nicht zu denken. Statt deffen aber müßte eine beffere Sicherung der hanSwtrtschaftlichen Tüchtigkeit der Frauen durch eine Verlängerung der weiblichen VolkSschulpflicht um ein halbes hau»- wirtschaftliches Jahr versucht werden. Tie Schülerinnen der höheren Schulen müßten ihr Tieustjahr — d. h. ihre Ausbildung für soziale Arbeit - ln sozialen Frauenschulen ablegen. Auch hier ist für eme allgemeine obligatorische Einführung die Zeit noch mcht gekommen. Vorläufig muß versucht rverdeu, durch Verbreiterung der Ausbildung freiwilliger Kräfte einer späteren Zwangsausbildung die Wege zu bahnen. Der Aufsatz bietet eine Behandlung de- Themas. die sowohl daS Wünschensiverte. wie auch das Maß deS Erreichbaren, auf das sich d,e gegenwärtigen Be- miihungen richten können, ln besonnener Weise klarstellt. — Scherz und K n r z >v e t l für unsere Feld' grauen. Ein nützliches Büchlein gegen die Langeweile von August Schlipköter. Inhalt: 1. Rätsel. 2. Scherzfragen. 3. Rechenaufgaben. 4. Streichholzspiele. 5. Leichte Kunststücke. 6. Ztmmerfpiele. 7. Gesellschaftsspiele. 8. Humoristischest Anhang: Ratsellösungen. 64 S. 8 ° ln Umschlag. 20 Pfennig. 20 Stück Mk. 3.50. 50 Stück M. 8 .-, 100 Stück Alk. 14.-. Verlag der Agentiir des Rauhen Hause-, Hamburg 26. Ein böser Feind unserer Feldgrauen ist die Lange»veile. tm Lazarett sowohl, wie im Schützengraben und auf einsamen WachtkoinmandoS. Da kommt dieses kleine, nützliche Büchlein des Herausgebers der iveit bekannten Spiel- und BeschäftignngSbücher ivie gernlen, um unferen Soldaten die Stunden des Wartens kürzeii zu helfen. Der reiche Inhalt bietet so viele Abwechslung, daß den Besitzern dadurch auf lange Zeit hinaus mancherlei Anregung und Abwechslung gewährt wird. — .Kürschners Bücherschatz* (Hermann Htllger Verlag, Berlin-Leipzig). Band 1015 : »D a S A r m b a n 5* von Mar Kretzer. * Magisches Dreieck. I Qn die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben aa, b b, e e e, i i, r r r r, s s derart einzutragen, daß die einander entsprechenden wagerechten und senkrechten Reihen gleichlautend folgendes bedeuten: 1. Bekanilteu Romanschriftsteller. 2. Afrikani cheS Negervolk. 3. Nebenfluß des Arno. 4. Japanisches Maß. 5. Einen Buchstaben Auslösung in nächster Nummer. Auflösung des Tauschrätsels in voriger Nummer: H^ageu — «Iber — «ose — HH'eber — Aft — «eige — Keller — «alle — Klbct — Wurft — Iller — Xnme — ÄTeiö — Tanne; Wer wagt, gewt u u t. Schnstleckung: Al,g. Goeh. - Rotationsdruck und Verlag der Bnihl'schen UniversitälS-Buch- und Steiudruckerei. R. Longe, Gieße»