Mittwoch, den 30. Juni „ Zurück jur Schollk. «Oman von Ewald Eerharl» «e.lsg.r (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) «öf . , K , rsx." r *" ,n ' *^ u “• s»säS“t Sä «ib ruf ch bestä^t^ angestelltk und wider be .de Zwtw ^..? ^^'ne>strr. der „irgend- eine bled S-MWMDr- kSD &$Vnb^Zlt'Z mn9 M ' nm ‘ h * norr «* u'" reaunÄlo7 b f l !L** W \S ,5 eibe ^"de und schaute “flHfi-r S”~”«»« p .. 1 f u .^bsken.Jm Schul Haus traf er ihn nicht Aber s°h ÄL« ?.^ri"hocke., von w'Ämf' m,r ,e,ne Dummheiten!" rief er ihn schon Gaffel lächelte bitter und reichte ihm die Hand ras rss ä sL wassel^trUbs-ttg"^^^ ^ "°^ 6inl " sprach Moritz & Art t r^fw ä s Und Moritz Gaffel schöpfte wieder Mut. leate die Ein. 3 sKs»?tfä hatte. Sern Garten verlangte dringend der Arbeit und als ihm der alte Abraham zum dritten Male dns ßWh g« 5 BSää“ jfiSS e "’ en bricht zur Hebung bTriJS XIX iiw ^udertjährigen Lindeubaume, ote stol _^^^kich den Schloßpark beherrschten, begannen st' m-f* Y 7rT5“ MV * vnrenfu/urn, vvgannen ,cy alFx L Ö * on gelbschunmernden Blühen knospen zu be- decken. Bis dicht aus den Rasen herunter senkten sic ihre aebaUen^d!^ ^ Ur 'u*** Wegen waren sie etwas l)öl)er bequem darunter hinspazieren konnte. uSh tilÄ!J^ r f waren letzt diese gewundenen Gänge Äe 1 ? u ' te bc8 prangenden Frühlings erfüllt. ÄÄ" ? Qr 5J ! ?w«r verstummt, dafür durchwühl- aastl^P.. m-i b abertausend Bienen die stolzen Kronen der eüiVrte^h Um f u ^. tfn schwirrend und hastig nach kp«^o§ ' biss es sehr eilig gehabt hatte. Lag man unter man SSe/ÄcJl^f Unb W * Me ^ugen. so hörte "mkte den bcrauscl^nden Duft des kommend«,, Sommer- 0c Y nbc . von der grllnen Lichtslut, die sich in» Dchlasztn.merdran a te. die Auge». Dann öffnete er leise die Arbeitszimmer, setzt« sich au den Schreib. >E^ne^Är^§ dw, d°«"K>nder^Auch"da » 4 .. :L- L». 7 u r «£"f ^u^er verlangte ziemlicL stürmisch f/ine Milch. U^pe- Der boshafte Strumpf fand sich endlich hinter dem ^wn. Hedwig stöberte ihn aus. Und zur Belohnung durfte aek»naÄenS letzten Traum hören. Der wurde ihr?nS Ohr geflüstert. Aber es mußte ein lustiger Traum fein denn es wurde da drinnen ausgelassen gelacht. Fritz von Winkelberg hörte Hedwigs sanfte». klinaendeS °uch dann war ein ferne« OKotfeXttn W"dei schloß er die Augen und lauschte regungslos ' r ., h ie au f' und die beiden Kinder stürzten Luther wackelte behäbig hinterher. Nach der glücklich uberstandenen Lungenentzünduiia batte ^ der Junge so gut erholt, als wollte er Äerhäüpt nicht mehr krank werden. Er verlangte sofort, auf den Arm ae- f!5Za m ™.äu werde», und Läcilie, obgleich sie schon ü^er bo^kt?Eoar, bcachpruchtc gleiches Rech,. Ter Vater in* fm>>or ' dviickte st« zärtlich a» sich und trat so Ns Eßzimmer, wo er Hedtnig begrüßte. Seit Günthers Mbü!il CX L™ tte fiC £*!? Y aron uicht wieder in die Almen mtt sprach, hielt sie den Kopf und die HohL 9 £ ""nn seine Worte von Dankbarkeit über- wider^e niA- ^ ® 3anöcn eine ^ine Röte. Doch sie erden mnä ^"^.^^^bstück zog Hedwig mit den Kindern in ^c?ark, breitete aus dem arößten Grasplatz, unter den Fenstern des Schlosses, einen Teppich aus und setzte den klei. u-n Günther mitten drauf. Cäcilie surrte wie eine will!. uwher und pflückte Blumen. Hedwig hatte ihr diese ö idenschaft iloch nicht abgewühnen können. Der kleine GÜn- 398 Her dagegen kroch bald an den Rand des ^Es^^der^auten Kuh". Mit beiden Händen rupfte er wahllos aus der guten Mutter Erde heraus, was ihm Zwilchen i bieJ rt f ^ V” b frhirfte fidi an die grüne Beule m den Mund zu^liopsc . ^ier aber griff Hedwig, die die beiden Kinder keinen Moment aus den Augen ließ, mit List^und ZorfreA ein und t>e^ schwatzte ihn zu einem besseren spiel. Denn wenn de Mann merkte, daß man ihm nicht seinen willen lchsen wollte dann konnte >r cinen wahren Fcucrlarm anschlagen Und wenn Cäcilie vom Serumtollen müde war, mu«te Hedwig Märchen erzählen. Das verstand ne, so gut, daß sogar der kleine Günther zuweilen die Ohren spitzte, dazwischen kugelte sich aus dem Teppich hin und her. , . . Fritz von Winkelberg sah diesem Treiben von seinem lenster aus zu, bis sein Blut unruhig wurde und er zuin Hute griff. Dann durchschritt er den Hof und die Stallungen, den Garten und die Scheunen, und besprach sich mit-.lugust Knorreck. der die Gcrätschasten für d,e Ernte '"stand setzen ließ: aber in den Park wagte er sich nicht. Erst am Mittag traf er wieder mit Hedwig und den Kindern zusammen. ->ach dem Essen brachte sie die Kleine» ans ein paar -tmiden zu Belt. Doch auch daun ließ sie die Hände nicht riihen. Cacilie hatte eine besondere Geschicklichkeit, Löcher in bte . ©trumpf« zu reiße», und dem kleinen Günther wurden Kleidchen und Jacken schnell zu kurz und zu enge. - . . Um diese Zeit entsloh Fritz von WrnkeHerg auf die Felder hinaus, als flüchte er vor sich selbst. Moritz Gasfel wartete setzt sehr oft vergeblich auf ihn, wenn er zum Schachspielen kam. Und zu Hedwig, die mit denAmbern auf der schattigen Terrasse saß, wagte er sich auch nicht -Leit seinem Prüfunasunglück hatte er ferne Unbefaugercheit ganz und gar verloren. Das Gespräch, das früher so lustig zwischen ihnen hin- und hergesprungen lvar, stockte bald, verlor sich im Gewirr der heimlichen Gedankeii und versiegte. Manchmal saßen sie stundenlang nebeneinander, olme ein Wort zu wechseln. Wenn Hedwig am Mend die Kinder zur Ruhe brachte uiid der Baron nicht gekommen war, ging Moritz Gassel heim. Hedwig reichte ihm die Hand aber sie dachte an andere Dinge. Und auch am letzten ..icu kehrte Fritz von 'Winkelberg erst nach Sonnenuntergang Yeun. Sein Herz l-atte sich beruhigt. Er schritt, berit £ut rn der Hand, langsam durch den schweigenden Park, dessen Gange vom schwachen Licht der Mondsichel erfüllt waren. Plötzlich hörte er rasche Schritte. Hedwig kam daher, eilenden Fußes, um durch den Gemüsegarten nach Hause zu gehen. Fritz von Winkelberg trat zur Seite, tn den Schatten eines Lindenstammes. Sssin Herz begann wieder zu klopfen. Er preßte die Hand darauf und rührte sich nicht. Hedwig huschte in der Dunkelheit dicht an ihm vorbei, ohne ihn zu bemerken. Dann verklangen ihre raschen, leichten .Schritte. Fritz von Winkelberg fiel schwer auf eine Bank und saß. bis ihn die kühle Nachtluft schaudern ließ Am nächsten Morgen begannen die Linden ihre Bluten zu öffnen. Erst scheu und zaghaft, als trauten sie der Sonne nicht recht. Am Mittag aber war chr Mißtrauen besiegt. Berauscht taumelten die Bienen durch das Dufttneer, und das Glockenläiiten kam näher und näher. Wieder stand Fritz von Winkelberg an diesem Abend hinter der Linde. Er schämte sich seines Lausckens, aber er handelte wie unter einem Bann. Diesmal ram Hedwig langsamer daher. Ihre Schritte waren zögernd, sie stockten. Endlich sank sie auf die Bank und seufzte tief auf. Sie dehnte ihre Arme auf der Lehne und strich sich mit dem Handrücken über die Stirn. Dann aber sprang sie auf und entfloh. Der Luftzug, den ihre flatternden Kleider erweckten, strich Fritz von Wittkelberg kühl über die fiebernden Hände. In dieser Nackt siel ein feiner, warmer Regen und brachte die letzten Knospen zum Springen. Und als der dritte Mend kam, stand Fritz von Winkelberg wieder auf seinen! Lauscherposten. Diesmal mußte er länger warten, denn die Ungeduld hatte ihn viel zu zeitig von seinem Spaziergang heimgetrieben. Wieder schritt Hedwig mit stockenden Schritten über den knirschenden Kies der Parkwege. Hier und da blieb sie stehen und reckte sich in die Höhe, um einen Lindenzweig zu erreichen und die Blüten abzupflücken. Die sammelte sie rn ihre Schürze. Als sie bei der Bank war, auf der sie gestern gesessen hatte, zog sie einen besonders starken Ast hernieder und beraubte ihn seiner duftenden Last, bis sie die Schürze gefüllt hatte. Dann setzte sie sich aus die Bank, drückte ihr Gesicht in die süße Bürde hinein, hob es nicht wieder und bcguu» leise zu schluchzen. Da trat Fritz von Wiu'ci- berq leise auf sie zu. Sie fuhr empor, und> der lähmte sie. Silbern tropfte das Moudltcht Purch die ^tüCtQC „Hedwig!" rief er leise und setzte sich neben sie. Langsam entglitten die Blüten ihrer schürze. Sn rührte sich nicht. Ihre Lider waren geschlossen, und ihre Hände hingen schlaff herab. Noch einmal rief er sie beim Namen, ^.ann berührte er sanft ihre linke Hand. Da löste ein schmerzhafter Seufzer den Baun, der aus ihr lastete, und s^.i^nk haltlos gegen seine Schulter. Er legte die Arme um sie und hielt sie sesN Das brachte sie zur Besinnung. sn sträubte sich und wollte -entschlüpfen, doch er gab sie nickst, frei f „Kind!" flüsterte er und zog )\c an sich ,.Wav fürchtest du dich! Ich bin es ja. Sei ruhig, es geschieht drr nichts Ta gab sie das Wehren auf, aber ihr Kops blieb 9C1CH , f ,$)u hast geweint?" fragte er sanft und richtete ihren Kopf in die Höhe. 0 .. „ Wieder quollen tue Tranen aus ihren Lidern. „Weshalb hast.du geweint?" fragte er drängender. Da schlug sie die Blicke auf, schaute ihm seit langer Zeit zum ersten Male wieder in die Augen, schlang ihre Arme um seinen Hals unb barg ihr Gesicht an seiner Brust. Leise rannen ihre Tränen, aber sie schluchzte nicht niehr. Regung',— los und schweigend saßen sie beide wohl eine stunde. Dann riß sie sich los. . „Ich muß fort!" rief sie bestürzt . A . . C nein!" erwiderte er und tu fernen Augen lachte es froh" „Dich soll mir keiner entführen. Du bist mein liebes Hausmütterchen und sollst es immer bleiben!" „Herr Baron!" stöhnte sie verwirrt und wollte ihre Hand befreien. „Bitte, bitte, lieber Herr Baron, lassen Sie mich fort!" .... k „So leicht entkommst du mir nicht!" flüsterte er und zog sie auf seine Knie. „Morgen abend bin ich wieder hier. Ind drüben erzählst du nichts!" .. t ... „Aber wenn Vater es erfährt!" erwiderte sie furchtsam. „Das laß nur meine Sorge sein!" tröstete er sie. „Diesmal muß er sich ergeben. Tenn wenn er mir spane macht, setz ich ihn auf die Straße!" Hedwig stieß einen leichten schrei des schrecken^ aus. „Närrchen!" begüttgte er sie. „Ich werd's nt«t tun. Aber ich drohe ihm damit, wenn er nicht klein beigibt, ^ch weiß genau, was ich an meinem August Knorreck habe. Bis dahin sei fein schweigsam, damit uns niemand stört!" Sie nickte nur, und es lag Trotz in dieser kurzen Bewegung Da preßte er sie an sich und küßte sie dreimal ans den blühenden Mund. , . Auf Wiedersehen, Hausmüttercl-en!" sprach er lächelnd und 'gab sie frei. Durch die silberne Dunkelheit taumelte sie davon. Mit zitternden Knien erreichte sie die Tür ihres Vaterhauses und lehnte sich bebend an den Pfosten. Endlich raffte sie sich auf und trat ins Zimmer. „Du kommst heute spät!" sagte der Vater und schaute „iu ~ ~ ... ' ’ von seinem Kreisblatte aus. Die Kreuzzeitung war vor einigen Wochen plötzlich ausgeblieben, und am Tage hatte er jetzt keine Zeit zum Lesen. Hedwig erfand eine Notlüge, aß ein paar Bissen und ging bald zu Bett. Aber den Schlaf fand sie erst in den Morgenstunden. . . . Diesmal erschien der Baron un Schlafzimmer ferner Kinder, als er Hedwig eintreten hörte. Er wich den ganzen Tag über nicht von ihrer Seite, plauderte mit ihr und weidete sich an ihrer Befangenheit. Am Nachmittag erst ließ er sie mit den Kindern allein. „Kommst du?" fragte er leise, daß es der kleine Günther nicht hören konnte. Sie sah ihn hilflos an und nickte. (Fortsetzung folgt.) Der Urieg. Seeskizze von Hans Fr. Blunck. Sävn Hans Appens Vater und der alte Detlef Brand hatten einen unversöhnlichen Haß gegeneinander getragen. Niemand wußte, woher der kam und wie er entstanden ivar, und tue beiden, selbst erinnerten es wohl kaum. Aber die Leute wußten. wenn, einer von ihnen in der Schänke ivar, durfte der andere nicht dazu- kommen, durften auch seine Freunde nicht hinein. Denn nn Trunr 399 — oiiia der Daß weit über den einzelnen hinaus, llnd als die bewert sicir einrnal einfach auf der Straße getroffen, hatte ein Wortwechsel begE^ L erst damit ervbetc, da» Xcttef Brand und d-r alt- Ewerführer Jan Appen bewußtlos liegen blieben. Das Gericht hat spater dem Erpen die schuld rugelchoben, er hat ein oder zwei Jahre allein sür ;ich verbringen musten. ^er was macht das aus, wenn der Daß schwelt zwischen zwei Geschlechtern. Denn Hans Appen, der^ Jüngere, der heranwuchs, erbte ihn wie er die dicken knotmen Stirnabern von ieinem Late^ hatte. Und die kleine Wieb, bic mutterlos aus gelles Grands Ewer heranwuckis, hörte nur das eine wieder und wieder, da-- über ihr alltägliches Leben hinausragte: Den unerbittlichen Zorn gegen die Appen^ Und sie lernte bald, das;, wenn der ^vliewcr von Schweden kam, Detlef Brand's Freunde kamen und Acht gaben, baü er nicht von Bord ging, das; in den Tagen viel getrunken nnirde und daß die Männer mehr als einmal hmnbergrohlten zu dem braunen hochgestapelten Schwedenfahrer, der totenstill an der Mole lag und sich wohl ängstlich duckte, wenn er das Lchr».ien Ke rte Und Wieb Brand, die scheu hinüberblickte, wunderte sich, das; der andere so ruhig liegen blieb und sich nicht verkroch vor der Wut all der bärtigen Fisck-er, die mit ihrem Vater zuiammensaß.n. Denn a?S W eb sch)n lange Kleider trug und aus dem Einer anvacken mußte w e ein Bestmann, brachte ihr Detlef Brand eines Ws Zeitung mit, in der stand, daß der braune Dolzewer gesunken sei, und daß von den vier Mann, die an dord gewesen, mir bans AvP-n, der Jüngere, halbtot vom Sch'fi gehvlt le, ^ dem Tag trank der Seefischer nicht, sondern lag lang uusgenrcm ^i Deck und grübelte vor sich hin. Wieb, Brand aber Wimbertel ^ch und in ihren aufsliegenden Gedanken sahste den Sturm ^und M Nor des Schwebenfahrers, sah die &**'*'* Avven Bord spülten und den Jung, und sah das 'Boor, das hmis -wven au§ dem Mast lwlte. gerade, ehe der Ewer Erbrach. Wre ^an- Appen wohl aussah? Db der ebenso war wie das Bild, das sie von ihm in ihren GÄianken trug? (Aist eine lange Zeit vergangen, bevor Wieb Brand chst gesehen hat. Aus dem Jahrmarkt ist s gewesem irgend einer batte flüchtig einen Namen genaiint, uiid das Mädchen batte voll SÄ eS daß es Jan Appens Sohii n^r ^ drüben m t seineii Gesellen zusammen ivar. Und daß er säst g.eman so ivar, Nie sick ihn gedacht hatte. Nur etwas größer Weit er, und ^^Sie"halte"^ heimlich fortgeschlichen voni Boarrd hätte ihr nie erlaubt, den Markt zu b^such^n. er INt W/w^rn sie sich putzte. Sein Jung und sK besterRud^knecht w^sie für ihn, n«s wollt' der unter, den Frauensleuten ? Für das Mädchen aber n»ar das wie ein Rausch, den emen zu sehen, dessen Bild all ihre jungen Gedanken wieder und wieder gezeichnet S SdmU imb zornig, Aer nie ohne ivildes begehrendes ^^mrestuin. Und nun sah sie ihn mit zorniger Neugier ohno ^^Si^kamS, daß Wieb Brand Da,iS Appell lieb gewann? An jenem Tag spracheii sie ftch zuerst, lacherw'und trotzend. Und als !§ns Appen im nächsten Jahr vor der Z^t fc*F* e fr te ; Mark! zursäst zu kommen, sagte er thr. daß et sich ^M^ommen hatte, sic nnederzusehen. Und er karn iwä, emmal, und Wieb Brand Men, als begänne die Welt erst mit dem Tag an, an dem ne den anderen zuerst gesehen hatte. Und dann eines Ta^ ^äl,,^'sÄ Appens Eioer wieder aus dem Hafen suhr, wai Wieb Brand sein Weib und stand am Äwhseacl. so wie der KneclN uorber^ Seit dem Tag glaubte Detlef Brand, daß er Dans Appen er- ^^Aber bte beiden wnßteil sich loohl zu ivahren. fuhren lange zwischen fremden Häfen. uiid der Seeftscher, der von der Bagger- bank bis zur Elbmündung kreuzte, sah nichts , mehr von Wieb und von dem Sä),vedenfahrer. Niir in QkWen Tolgtc er ipnen,Jo wie sich ein Brand über die Deide frißt, raate hinter Dans Appen her, und in feiner Kajüte zog er bunte Striche über die Karte.wenn er aus Zeitungsberichten über den Dolzewer erfuhr, seine Tochter hatte er fast vergessen. Seitdem er den einäugigen Peer stower an Bord hatte, der Dich ein guter Bestmann. lvar. entbehrte ep sie wenig. Hatte die denn überhaupt Schuld, war s nicht ein Appen, der andere, hatte der sie nicht sinnlos gemacht. oder beivußtlos. als er sie an Bord schleppte? Natürlich, das hatte er wohl, und Tetlos Brand's Sache war's, den dafür zu strafen, der ihin seine Tochter genommen hatte. .Hatte Jan Appen ihm nicht mich den Knecht genommen, damals, als sie sich halbtot schlugen? Aber jetzt hatte er ja ein Recht dazu! Ja. das hatte er wodl * Eine laiige Weile dauerte es. bis Dons Appen ifch wiedev vor die Elbe wagte. Wieb hatte ihm drüben in Schweden einen Jung geboren. Da waren Kriegsgerüchte dilrä, die Welt ge« gangen und er fuhr heim, um das Schiff sicher zu legen Ueber die Nordsee fichr ein leichter Nvrdwest, sagte.lange tiefarüne Wogen über die Weite und ttieb eine salzige suichta Lust zum Land. Die Sonne schien bell «ms dem graublauen Dmi- mel und weckte lausend gelbe Flecke, die in wunderlichem D«r« Hann von Gischt- zu .Gischtkronen sprangen und sich wie eine bunte ^rtc uni Daiis Appens Ewer legten. Der Schiffer steht am Steuer und das junge Weib vorn an der Jfr*, totffc», dab der Krieg gekommen ist, ein Torpedoboo, bar sie qcmarnt, und nun streben si« der Elb« zu m wnnderlrchen Gedanken. Hans ?lvven soll sich soiort stellen er nnrd bald ans irgend einen, Kriegsschiff sein, wert von W,eb und von seinem Ter Ewer läuft vorm Wrnb und die junge Frau stal Jeit, mit dem Kind zu spielen. . ... Trüben laufen drei Fischerkutter vor der Kurre. Die wissen wohl nichts von den EnAischen, halten auf die Elvmunduns-u wie sie, aber südlicher, als wollten fte jensetts von Delgolaiid vorder Ta kommt ein Ruf vom Ruder her, daß das sunge Weib aufsahrl U]Xb I?nnst die^Ewer^Äieb?" Sie versucht die Zahlen M lesen. Die Fahrzeuge sind näher gekommen, und es gelingt ihr mit Muhe. 67, 84 und 85 stehen oben im braunen Tuch. Einen Augenblick fährt sie erschrocken zusammen, aber dann lacht sie über ihre eigene ^.Rechts ist Vaters Kutter. Dans." Ter nickt, will zu ihr hinüberlachen und fühlt nur, wie sich seine Züge krampten. JYw ist, als sei 65 ausgeschoren, hätte die Karreemgezogen und hielte auf den 5>olzewer. Warum weint das Kind? Ach so, Wreh spielt nicht mehr mit ihm. Die sieht mir grotzen Augen zu den see, fischern hinüber. Was sie wohl denkt? Ob sv Angst hat? Und sie hatte doch so viel Mut, damals, so viel Mut . Dons Apve» lacht leise vor sich hin wie in einer glücklichen Erinnerung. War genau solch' Wetter gewesen als sie hinauswhren und m der Frühe unter .Helgoland kan,en. Dritten sie damals nicht auch nach allen Fischerkuttern gesichtet, die hinter itzen aufkameu. uiw laut g^ lackst, als sie ihren eigenen Weg nach Norden fuhren? Und als die anderen zurückblieben, kleiner und kleiner in der grauen Kimmung. Ganz laut halten sie gelacht. Ja, das hatten sre. . Und jetzt ist Krieg mit den Eiigli'chen? Gut, datz ne s bald geben dürfen! .Hat Wieb auch gesagt. Wie die doch die Eng lischen haßte! ^ Hätte er doch einen Knecht mitgenommen, aber er hat kernen bekomme» könne», und hatte cs no» einmal mtt Wttb gävagl Hans 'Xppens Blick gleitet plovlrch über das Deck, als ^chteer irgend envas, das er i»dic,Fau,t nehmen, könnte. Warum schatt, Wieb. was sagt sie ? Die L>egel lärmen so! Aä so. der «rtter da drüben, was unü der? Der legt sich ,a gerade m chren Weg. ^"tzan? Apv^fachte vlövlich trohig aut, nahm das Ru^r fester in die Faust und versuckste unruhig das Lchtsf tn bessem legen ^Zär die verwünschte Dolziadung niÄ. ^ ^h^te oen ^rg in die See. daß er kamn Lun holen Zonn e Was fch^e Wieb? Sie war dock nicht ängstlich, letzt, nach all der Ze". me ste zu sckmmen gewesen waren? Ach so. des KndeS wegen. Was fache ste, sie winkle Natürlich, der Ewer kam n8her, der kreuzte ihre FE. irgendwo geradeaus. Als ob Detlef Brand sie fabnMll* junge SchMsr schrie plötzlich etwas nach vorn, riß die schoten an und warf das Ruder herum . . Warum tat er das? Hatte \a wenig Znxck. wüt bet nicht hoppelt so rasch wie der schwere Ewer? .Aha, der solche ihm schon! Warum weinte Wieb? Dunime Deern, er wollt's dem dllten schon zeigen, wenn er kam? „Bring das Kind hinunter!" Ter Himmel steht eisblau mü glase nun Stauen Stxäuyen. Tie Wellen sprinaen höher und der Wind reißt die ÄA. Kämmen wie weiße, flatternde Fahnen. Dckwäg zmn bw^r ;ach der Kutter, kommt näher und näher, als ^volltt er den sreev«i tte in den Dolzewer bohren. Was wäl der? Warum ruft da keiner, als wäre niemand an Bord? Dans Appen reißt noch numal mtt aller Kraft das Steuer herum, zerrt an den Lckoolen und mutz den Befan doch schlagen lassen, ein-, zlvetmal, bis Wieb ru «me kommt Ta gehl der andere über sraak und kommt von Steuerbord hinter seinem Deck auf, ganz dicht, näber und näher. Warmn ist niemand an Bord da drüben, Web soll nach unten gehen. Hans Avven bindet das Ruder feit er hat eme Spiere m der Faust. Wieb soll nach unten, verwünscht, ist die un,rnntg. Ltzar, ^ der andere mit der Leine, der Bestmann da drüben, ist der verrückt? Herrgott im Himmel, ocr fährt ja mit dem ganzen ÖCf< ®S Krachen ist das. als ob beide Schiffe bersten wollten 0b der Kutter das ausDt? Ter ©wer schafft's! «tote drüben, der mußte drmrf? Natürlich. Aber dav tst letzt einerlei^ Das mußte dock einmal sein zwischen ihm und dem Filcher^w wtt zwischen Jan Appen und Brand. Wenn er rhu dock erst vor sich hätte' Wo ist Wieb? Die ist wohl unten mrt dem Jung? Aha, jetzt kommt der Alte! Wie der ausftehl! Ter m ja blau im Gesicht! Dans Appen laän plötzlich und krmnpft deeAauü fester um die Spiere. Warum grinü der Einäugige b>rt drüben? Mit dein wird er auch noch fertig! ^b er ..cut hätte? ,.Kumm ran. Dertef Brand, kumm ran. Zstnr+n Wie das birst und prasselt da vorne, daL sind oder das G-sckürr von, Grohnialt. Warum \&uh b" anberedahl» Ack, w. der- ivill hcriiberkonMen! ^der i«»t ist er ivvhl scki^i da Er kann tfri dock, nicht scheu vorn, Segel! Aber seht W>num komntt er nicA näher? . HanS Avven ft.hlt ptStzlM als bliebe snn verz f ^ steht znüsä-en ihnen und hat Blut am Arnr. Oder vom V" vE^eevenl^ ^ *°* >m Segel? Waren wohl Splitter sn f > ^ ®^ f ' ?** skhveit'S ihrem Vater entgegen, so wre er fie noch me gehört hat. ^ ' „Slah cm dot!" Hans Appen springt mit der Sni?»-- Knr °® et da-i ffieib fd,Ieitbert tim zurück mit üdernrenschliünl littst' Tird"^r MT °° 8n ™' ® nW>cr: u Krieg! Mi hedbi keen . E ie !L& m l rt6rUI Mt We Minne tote Sch„g ,*>* O^e^nidÄl^ 1 a “ f fie ' W>innt *“ als traute fÄ „Kneg, Deern?" "ffrieÜV'^TStoüjE! ? Ufl, . an £ Ml Mon»«iiU> sind iiökng!" ^Krng. T« Einäugige drüben johlt plöhlich laut auf vor «nbÄ MV“'*’ Öa,li>1 " fM mM - drand steht eine Weile wie unsinnig Er reckt den !*** au i' lich über den SNrbel, tastet ungläi»- fi$ Tb# mV*Ä ^ r J°% n u-rd schrick, v,öz,.ch",usänL^ in unlWto %lf2j W Smtr u^1u"cht se^en' kit& X tifjH “* und ftch?'!auLd uL wtenbI°b^ ®“ &£& vun Bord, «adder, wi hebbt keen Tied!" tovZnl'ZlTnTC.Tn «TAÄ^ Äfi? fertatf lchweren gefangene,, Miedern, und ^J* Englischen, Teern?" .. «.«d.. ... „ »crmlfrgtc». ZMZZMMM? SSiSÜpl NZLMMMß MLKMWDZM Uno zu meinen Füßen Eine Quelle letten l ttftv£tetf“ u Und dem Alten kühle »Di- K.i». Seinen Durst die Quell«! SaÄS'B£Ä"fÄi SLWL-LMA6M Horn be.nerkte, daß vünerbeinseififfl “ ^rruckten. Als " einen Ordonnanzoffizier zu ,hu ^'^erte, sandte "icdts. er mußte bünerdetn« versuchte. Vs halt ihm .Wenn da- alle Honwieh ÄS ITllT Ä'*‘ ®'tfcn. US WsNRMWLZ- WMZWMZW hat.» — .Lieber branft/u ^ i? e,m # f ,f emen Dreckhaufen gefundeu fehl, Majestät! !?Ste der Monarch. >Zu Be- aitfbrummen obne ^ lhm der Käfer vor dem Schnabel Nafen dr7ngt> ^ ^ ein. Stänkeret bis zu Allerhöchst dero totatnt\urf ^ " dltellung „Wide r die Fliege». Fm <Än„.fi,^rdibi,ioM" b °»«^.,""' Aurstellung wider di« Nliege geht H, «2? erifrn«( worden, deren Zweck dahin bt« {U| t0 , nnh r hi', nfl s^ 0tfi6, I aulMlären, welche Gefahr Inndhel, 8ars,!nt s uÄ die pau.fllege, fiir btc ®e- riefenhalte Tar elluna der SInSslellung bildet eine di- axoitn ©„«i B , W » ,em M-bsfab« machen Dchmut» die Eß besonders deutlich, wieviel geb.Ide? Inäi ' « "“,“ können. Weiter ist ab- und »e'mlt "hren kfülwn Nahrung«,»!,,.! legen fl«n>o<,„ÄStSrfS IS«Ä,'!.” un , b ' D,t , "urch. ihr. Lebens- könne». Diese Keime lied, unseren Körper -«raten LL?LL «?7, .-- .'-^TS'LSe'»^ "s&ris&ssrF ^pstasda Ätsn? ss & sh T 1 - W 1 ms worauf das Stroh verbrannt mirh Nir!? •?! b °^ *? verpupven. mals auf diese Weif- hVfiiM J ÄtI>orlt,».^ m " ,we,: Amandn, gaure, der in den erN.7. °°^»a«nd- Numn>er -L^eL!' ferner vertreten: Poppe FolkertS Al-r^a!-^? a? Nummer Schreuer. Walter W Bl m Professor Ludwig Koch, M. Lebe«, Ern^t Lich bt¥t un alles auf Grund persönlichen Erlebens entston»>-^!."ai d-n .ertlichen Beiträge., l.ü.ln ,„ e-ü.- Lin 7 dl llEu. und der Krieg". ' ^ vWroit» .Die Arbeiterschaft Charade. Mein Erstes mSchte der Geringste fein. Doch mancher sich limfonst d'ruin Mühe »nackt A^Etn Zweites dringt dir in dein Kämmerleim' Verläßt es aber »neistenS in der Rächt. ^ Sit 9 aanzen wußten uns re Zeiten Ein hockmodenieS Schlag,vort zu bereiten Das offenbart sich nnn als Jarvendtchtimg von einer etwa» vielumstrittnen Richtung Auflösung in nächster Nummer. AusUsung des AnthmogriphS in voriger Nu,um«,' »--- _ Keif - Irene - «rie - Keim«: F er »«„.' 8„, n . ®oe„ - R°.a.i°n,drnck nnb Berlag der Hl'fch.n „n.o,rfttä.«.B„ch. und E.eindrnckereh R. Sange. Ueßtift.