Lurück zur Schotte. M-oman von Ewald Gerhard Seeliger. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Im Jnspektorhause brannte auch ein Lichterbaum. Heb- tvig banr endlich aus dem Herrenl)ause herüber ulid fand sich reicti beschenkt. Thomas Hauschild, der die Feiertage in seiner Heimat verbrachte, Ejatte eine kleine, zierliche Bernsteinbrosche unter den Baum gelegt. Aber Hedwig sah sie kaum an „Steck sie doch an!" mahnte August Knorreck. Hedwig gelwrchte und vergaß ganz, das Schmuckstück wieder abzulegen. Im ganzes, war die Stimmung etwas» gedrückt. August Knorreck dachte an die Treibjagd, zu der die Hälfte der Schützeil noch immer fehlte, Frau Knorreck schaute verstohlen zu Hedwig hinüber, um sie unbemerkt beobachten zu können, und Hedwig saß in tiefes Sinnen versunken da und schwieg. Da schlug plötzlich Waldmann an, im Hausflur ertönten starke Tritte, und in der Tür stand Hugo, dei) Zeitungsmann. Das gab eine Neberraschung! Frau Knorreck blieb vor Freude für ein paar Auaenblicke die Luft weg. .Hedwig fiel ihm um den Hals und half ihm den schweren .Koffer hereintragen. Er lvar mit einer Numpeldroschke von Zduro- tschin herübergekomm^n, hatte einen starken Hunger und nocki mehr Durst, und die Mutter eilte sofort in die Küche. Im Hui? war der Tisch gedeckt. Hugo legte den schönen Winterpelz ab, der Frau Knorrecks höchstes Erstaunen erregte. Und sein nobler Anzug brachte sie vollends aus dem Häu-chen. „Hugo!" rief sie außer sich. „Das hast du dir alles allein angesck)asft?" „Kunststück!" lachte er selbstgewußt. „Ich verdiene ungefähr doppelt so viel wie Vater!" „Mit dem Zeitungsschreiben!" rief die Mutter und schlug entsetzt die Hände zusammen. „Wie ist das möglich?" „Wenn das nur nicht ausgeschnitten ist!" knurrte der Vater. „Pack mal den Koffer aus!" sprach Hugo zu Hedwig und begann sich mit den guten Sachen ju beschäftigen, die aus dem Tische standen. „Hier ist der Schlüssel. Es ist für jeden war drin." Hedwig schloß aus, und drei Pakete fielen heraus. Das rößfe, das für Vater bestimmt lvar, enthielt die Nummern er Zeitung, in denen Hugos größere Artikel standen. Sie waren blau an gestrichen. Dabei lag ein Blatt, aus dem vermerkt war, daß August Knorreck, Gutsinspektor in Britz- fawe, für die Folge die Zeituntz gratis zugeschickt bekommen würde. „Ist das die Zeitung, bei der du schreibst?" fragte der Vater uub legte die Blätter beiseite, um sie morgen eingehend zu studieren, denn bei Lampenlicht las er nicht gerne. Hugo nickte nur, tveil er den Muird voll hatte. Die Mutter bekam einen großen Fetzen schweren Seidenzeugs für ein Staatskleid. Sie lvußle sich vor Neberraschung nicht zu fassen. August Knorreck knurrte anerkennend. Hedwig bekam ein Dutzend feine Glacehandschuhe. „Die kannst du doch nicht brauchen!" meinte der Vater. „Hier nicht!" pflichtete ihm Hugo bei. „Aber in Berlin, wenn du mich besuchen kommst. Ich Hab schon schön mit dir herumgeprahlt." „Dummheit!" gab der Vater zurück. „Sie hat hier genug zu tun!" Endlich hatte Hedwig die drei Flaschen Sekt gefunden, die Hugo von Berlin mitgeschleppt hatte. Und Hugo wurde nun ausgesragt. Er legte sich vornehm in den Stuhl zurück, spielte mit der wohlgepflegten Hand auf der Lehne und gab Audienz. Er hatte Glück gehabt, brauchte nicht mehr den Tagesbericht zu redigieren, sondern bemühte sich auf allen journalistischen Gebieten mit gleicher Geschicklichkeit. Er schrieb kräftige Leitartikel, politische Wochenübersichten und betätigte sich auch im Feuilleton. Er sprach sehr bedeutungsvoll und sehr überlegen. Frau Knorreck war bald geneigt, ihn für ein höheres Wesen zu halten. Hedwig hörte schweigend zu. Der Vater aber knurrte nur zuweilen, ob zustimmend oder abweisend, konnte man nicht erkennen. Aber er gedachte sich morgen seinen Erstgeborenen herzunehmen und ihm wegen des Studierens den Kopf zurechtzusetzen. Jetzt, am heiligen Abend, wollte er sich damit die Laune nicht vev- derben. „Hugo, du bist ja verlobt!" rief plötzlich die Mutter und deutete auf den Mng, der ihm an der linken Hund saß. „Jawohl!" antwortete er herablassend. „Gestern Hab ich mich verlobt und im Sommer werden wir Hochzeit machen." Die Mutter,überschüttete ihn mit einer Flut von Fragen nach seiner Auserwählten. „Ihr werdet sie ja kennen lernen!" lächelte Hugo generös. „Auf den Hochzeitsklimüim verzichten wir. elber auf unserer Hochzeitsreise kommen wir hier durch mit unserm Automobil." „Automobil!" wiederholte die Mutter tonlos. „Ist sie denn so reich?" „Es geht an!" gab Hugo zu. „Sie ist nämlich Witwe, aber erst achtundzwanzig? Ich Hab sie ganz zufällig kennen gelernt. Und da hat sre sich in mich verlieb:. Ich bin doch ein ganz hübscher Kerl. Und sie ist die schönste Frau von Rixdorf. Sie wird euch schon gefallen." „Aber eine Witwe!" warf Frau Knorreck ein. „Sie hat wohl gar Kinder!" „Gewiß!" erwiderte Hugo. „Zwei kleine reizende Mädchen. Ich verwalte ihr Vermögen. Das versteht sie nämlich nicht." 386 — „Wieviel hat sie denn?" fragte die Mutter eifrig. „Sieben Millionen!" sprach Hugo, ohne mit der Wimper zu zucken. „Jetzt wird mir's aber doch zu bunt!" rief August Knorreck und ging zu Bett. Hedwig erinnerte ihn an die dreißig Mark, die sie bei Franz Wiegelt bezahlt hatte. Hugo gab ihr sofort einen Hundertmarkschein. Tie andern drei aber saßen noch lange aus. Hugo, oer den Sekt fast allein austrinken mußte«, befand sich als glücklicher Millionenbräutigam in einer seligen Stimmung. Taß seine Braut früher beim Theater gewesen war, erzählte er nicht. Am Weihnachtsmorgen saß August Knorreck auf dem Sola, den rostigen Zwicker auf der Nase, und studierte Hugos Artikel. Uno je weiter er las, um so aufmerksamer wurde er. Manche Sätze waren ihm rein aus der Seele geschrieben. Aber Hugo mußte trotzdem der Kops zurechtaesetzt werden. Das bißchen Zeitungsschreiben war keine Beschäftigung für einen gesunden und starken Menschen. Das konnte er so nebenbei machen. Und als Hugo endlich ausstand, verlas ihm August Knorreck tüchtig die Leviten wegen des Studierens, das er vernachlässigt hatte, und wegen der Siebenmillionenbraut, an die er nicht glaubte. Hugo ließ ihn ruhig roden unfo stopfte die süßen Streuselkuchenstreifen in sich hinein. Dann stand er auf, zündete sich eine Importe an, klopfte seinem Vater aus die Schulter und sah ihn liebevoll an. „Lieber, alter Herr!" tröstete, er ihn. „Du lebst dein Leben, ich lebe mein Leben! Es lebe das Leben!" „Was sollen die Flausen!" fuhr ihn der Vater unwirsch an. „Das heißt: du bist ein Landmensch, und ich bin ein Stadtmensch. Punktum! Und daH Geld, das du für mich ausgegeben hast, kriegst du auf Heller und Pfennig zurück. Ich bin eben ein Glückspilz. Karl Zdurotschin wollte mir auch hunderttausend schenken." „Aber du hast ja nichts gelernt!" rief August Knorreck, der sich vergeblich bemühte, seine Unsicherheit zu verbergen. „Die beste Universität ist das Leben!" sprach Hugo sehr hoheitsvoll und nahm den Hut. „Tu vergißt wohl, daß ich dein Vater bin!" brummte August Knorreck vor sich hin und vertiefte sich wieder in seine Zeitungen. Hugo schritt über den Hof, um sich dem Baron vorzustellen. Doch der war schon lange aufgestanden und machte einen Marsch über die Felder. Dia spazierte Hugo ins Dorf hinein, übersah vornehm Frapz Wieaelts Kretscham und traf Moritz Gassel gerade beim Frühstüa. Nach einer kurzen herzlichen Begrüßung legte sich Hugo lang aufs Sofa und gähnte. Moritz Gassel spülte den Kaffeetops aus und steckte sich eine Zigarre an, die chm Hugo groß- mütigst anbot. „Sie führen doch^in.ganz miserables Leben!" sprach Hugo herablassend. „Wieso?" fragte Moritz Gassel ehrlich verblüfft, als fiele er aus allen Wolken. „Na, so als Dorfschulmtzister!" fuhr Hugo fort und blies Rcmchringel in die Luft. „Unfrei nach jeder Richtung hin, Hunaergehall und so weiter. Kommen Me mit nach Berlin. Da ist man wahrhaft frei. Da ist man eine Individualität. Man taucht im Strome des Lebens unter." „Daß mich der Affe lause!" rief Moritz Gassel lachend. „Ich will aber nicht untertauchen. Und mit den Genüssen der Großstadt bleiben Sie mir vom Leibe. Die kenn ich von Breslau her!" „Breslau ist ein polnisches Dorf!" „An welcher Zeitung sind Sie denn eigentlich?" fragte Moritz Gasset, um das Gespräch auf ein erquicklicheres Thema zu lenken. „,Dte X.-Zeiturrg!" enviderte Hugo gelassen. „Was?" ries Moritz Gassel entsetzt. „Bei diesem erz- konservativen Blatte? Sie mit Ihrem Individualismus? Das hätte ich Ihnen nicht zugetraut." „Was haben Sie gegen die Konservativen?" wies ihn Lugo zurück und setzte sich ans. „Das ist die einzige Partei, die den Individualismus achtet. Es.ist die einzige Partei, die kein Zutunftsprogramm hat. Alle andern Parteien haben sjch durch solch ein blödsinniges Fortschrittsprogramm fest- gerttten. Gs sind samt und sonders Doktrinäre. Es ist die Doktrin der Masse, die bekanntlich immer idiotisch ist. Nur dre konservative Partei hat sich von dieser Verblödung freigehalten. Hier nur sind Individuen möglich. Nur in dieser Richtung zeigt sich die wahre Freiheit!" Moritz Gassel saß mit offenem Munde da. „Sehen Sie das nicht ein?" rief Hugo ärgerlich. „Das tvohl!" erwiderte Moritz Gassel. „Wenn man's Von der Seite ansieht. Aber dann steht alles aus dem Kopfe." „Die Welt ist rund!" dekretierte Hugo, erhob sich, warf seinen Pelz über und ließ sich von Moritz Gassel zum Baron begleiten, mit dem er den ganzen Nachmittag diese hochpolitischen Dinge weiter traktierte. Doch hier hatte er einen schwereren Standpunkt, denn Fritz von Winkelberg kannte die Welt und war nicht so naiv wie Moritz Gassel, der bald in seine Mause zurückkehrle uud die Lehrbücher für die Weite Prüfung hervorsuchte. Am nächsten Morgen fuhr Hugo wieder nach Berlin zu seiner Siebenmillionenbraut, deren Vermögen er verwalten mußte. Länger als drei Tage wagte er sie nicht allein zu lassen. Drei Tage vor Neujahr kam der alte Mraham ans Sulitsch nach Britzkawe und meldete elf Schützen an. Mehr hatte er nicht zusammentrommeln können. Auch an den Kreisschulinspektor Doktor Schrill hatte er gedacht, ihn aber wieder von oer Liste abgesetzt, weil er doch nur daneben traf. „9kvch nicht genug?" fragte der Baron seinen Inspektor. „Dreißig müssen es mindestens sein!" gab August Niwr- xeck Mrück, und der Förster, der diesmal mitgekommen war, bestätigte es durch Kopfnicken. „Laden Sie die Bauern ein!" schlug der Baron vor. „Wer sich einen Jagdschein kaufen kann und eine Flinte hat, mag mitgehen." „Herr Baron!" warf der Förster ein. „Wenn das nur gut abläuft." „Wissen Sie einen andern Ausweg?" Karl Ruppert, der Grünrock, schüttelte den >vopr. Auch August Knorreck hat schwere Bedeuten, alle Bauern, ohne Ausnahme, zur Treibjagd einzuladen. „Welche befehlen der Herr Baron?" fragte er. „Me!" erwiderte Fritz von Winkelberg. „Je e r kommen, desto besser. Damit wir endlich von dieser Landplage befreit werden." t wei Tage vor Beginn der Schonzeit traten die Schlitzen reiber aus dem Gutshofe- zusammen. U B da-in knallte es auf den Britzkawer Feldern, als wären M Patronen, überhaupt nichts wert. Augus : Ährten die beiden Flügel der Schlachtordnung, d ichtig und leise um jeden Kessel Auf irns Treiber kam immer ein Schätze. Zue \ oe 'mrn-cher Fehlschuß getan. Aber aegen Mittag, als rie Felder im Süd- revier eingekreist wurden, gelang! es n mehr durchzubrechen. Ter alte Abrahm,>. fuhr mit ei icnt grnchen Schlitten hinterdrein und lud die Beute auf. Sechsmal mußte er nach Britzkawe zurück, um den Snnitten ;it leeren. Am Abend gab's im Kretscham ein großes Jäger 'sseu. Htmig war Christian Reuschel, der Müller, der dreiund-, achtzig Langohren das Lebenslicht auAgeblasen hatte. Und dabei hatte er nur neunzig Patronen verkna! i gelt hatte es.sogar bis auf hundert gebracht. D.-äi lchite er aber dreizehn ganze Hafen getroffen,'von denen über die Hälfte nur krank geschossen und von den Treibern mit dein Knüppel totgeschlagen worden war. D i .. l.r r-io hatte einen Gutsknecht angeknallt und veiband die leichte Wunde am Arm mit einem Zwanzig^ ließen ihren Baron hochleben und zechten auf seine Kosten. Als er heimging, gerieten Christian Neuschel, der siB auf seine Schußsertigkeit nicht wenig zugute tat, und Marl Ruppert, der Förster, aneinander, und August knorreck hatte Mühe, Frieden zu stiften. Auch Moritz Gassel, der zwanzig Hasen geschossen hatte, für einen Schulmeister eine ganz achtungswerte Leistung, ging bald nach Hause. Am nächsten Taae fuhr der alte Abraham mit sechs Schlitten voll Hasen nach Sulitsch. Täe Preise hatten sich schon wieder an gezogen. * (Fortsetzung folgt.) Pflanzenkult am Johannistag. Zum 24. Juni. Bon Friedrich Spree n. Mittsom'MLrtag ist's! Die Sonne hat ihren höchsten Stand erreicht, und die Natur prangt in üppigster Sästln-eit. Dicht wölbt sich das Dach des Waldes, der grüne Teppich in Feld und Flur, 387 in öflin und Garten ist mit einer v-erschivenderischen Fülle der prächtigsten Mumen und Blüten durchwirkt, und allüberall begegnet unser Auge vollen Formen, satten Farben, reifender Schönheit. Kein Wunder, daß an diesem Tage die grünende und blühende Natur von jeher eine hochbedeutsame Rolle spielte. Man schmückte Haus und Hof, Stiche und Kammer mit duftenden Blumen und frisck-grünen Zweigen; Laub- und Blumengewinde wurden von einem Haus zum anderen quer über die Straße gezogen und an ihnen Kränze und Kronen befestigt. Vielfach lvurden auch an den Haustüren gritne Maienbäumchen gesetzt, ja, hier und da errichtete man vor den Häusern sogar kleine Lauben, und während die Erwachsenen sich's in ihnen bei Speise und Trank wohl sein ließen, gaben sich die Kinder fröhlichen Spielen hin. In den meisten Gegenden rmseres Vaterlandes sind ja diese schonen Bräuche der Vergessenheit anheim gefallen, aber vereinzelt treffen wir sie doch noch an und dann ist nicht nur der Brauch, sondern auch sein tieferer Sinn im Volksbewußtsetn lebendig geblieben. So werden noch heute in manchen Gegenden Schlesiens Blumengewinde, namentlich am Anfänge eines Torfes quer über die Straße gespannt, damit „kein böser Geist einziehe", und in den Roseil-, Feld- oder WiesenblumenkrLnzen, welche man in der Rhön und im bayrischer: Wald mit einem fronrmen Spruche über dem Hoftor, über Haus- und Stalltüren aufhängt, darf keinesfalls das zauberkräftige Johanniskraut (Hypericum perforatum) fehlen; denn „Hartheu (Johanniskraut) und weiße Heid' Tun dem Teufel vieles Leid." Wollen wir diesen 9>raiccf> recht verstehen, so müssen wir zu- rückblickea irr die graue Vorz it unseres Volkes. Tie kürzeste Nacht und allem oei ch Agende längste Tag des Jahres ist unseren Vorfahren feit undenklichen Zeiten bedeutsam gewesen; man dachte sich die Götter der Erde und den Menschen besonders nahe, die Welt war voll von übernatürlichen Mächten u::d Kräften, voll des Außerordentlichen, Segensreichen, Unheimlichen. Das Wasser ge- wann heilende Kraft, die Walderde ließ Zauberkräuter und Pflanzen der Volksmedizin hervorsprieß«:, Blumen und Wurzeln, deren Besitz übermenschliche Kraft verlieh, wurden gesucht und von Kündigen oder Glückskindern gefunoen. Man schnitt die Wünschelrute, vergrabene Schätze „blühten", d. h. sie zeigten sich an, indem sie sich hoben und wie Flammen glühten, und die Gabe, in die Zukunft zu schauen, ward jedem zuteil, der auf die vom Herkommen angeratene Weise nach ihr strebte. Taneben galt es aber auch, sich gegen allerlei krankheilbringende und schädigende Dämonen, die ebenfalls in dieser Zeit ihr Wesen trieben, zu schützen, und dies geschah unter anderen: durch Blumen und Kräuter, denen die Götter schiutzspendende Kräfte verliehen hatten. Im höchsten Ansehen stand, wie schon erwähnt, das Johanniskraut. „Es heilte Krankheiten, es verjagte böse Geister, es schirmte in: Kriege, es feite." Schon in frei frnifch-germanisck>er Zeit wurde es viel gebraucht. Mit ihm schmückten unsere Vorfahren zum Mittsommerfeste Götterbilder und Opfertiere, und im Mittelaller galt es als Dauptmittel gegen bösen Zauber, gegen Unholde, Hexen und e bst oen Teufel, weshalb es denn auch Fuga daemonum, Tenselsflucht, Teufelssuchtel, Fleuch oder Jageteufel genannt wurde. Schmückt inan an: Johannistag mit ihm Haus und Hof, so :var man gefeit gegen allen bösen Zauber, gleichzeittg war es aber auch ein wirksamer Sck>utz gegen Wetter- und Feuerschäden. In der Havelgegend hörte man wohl heutd noch, von allen Leuten bei heftigen Gewittern sage::: „Ist denn keene olle Fraue, Tie kann pflücken Hartenaue, Tet sich det Gewitter staue." Seine wunderbaren Kräfte verdankte es dem Blute des guten, freundlichen Lichtgottes Baldr, den: es nach heidnisch-germanischem Glaube:: entsprossen. Die christliche Legende liat natürlich für Baldr eine:: ihrer Heiligen eingesetzt und erzählt, das Kraut sei de:n Blute Johannes des Täufers zu danken. Eine wichtige Pflanze des Johannistages ist auch der Beiiuh (Artemisia vulgaris). „Wer Beifuß im Hause hat, dein mag der Teufel nicht schaden", schreibt Grimm in seiner „Mythologie". „Hängt die Pflanze über dem Tor, so ist das Haus gesichert vor dem Einschlüpf«: böser Geister und gegen Feuersgefahr. Mau gürtet sich mit Beifuß inü> wirft ihr: an: Johannistage unter Sprüchen und Reimen ins Feuer, daher tyat die Pflanze auch ben Namen Johannisgürtel oder Sonnwendgürtel erhalten." Neben Johanniskraut imd Beifuß fehlen auch die gelben Blüten der Arnika und die grünen Blätter des Farnkrautes nie in den zu Schutz ünd Zier aufgehängten Kränzen, da auch diesen beiden Pflanzen schützende Kraft mnewohnte. Gleichzeitig kannten sie, auf die rechte Weise gesammelt, ihrem Besitzer zu unermeßlichem Reichtum verhelfen. Mit den am Johannistag gepflückten Arnikablü'en konnte man. nach einer Sag-e des Fichtelgebirges, die Sckiatzkammern des Ochfenkopfes öffnen, und der Same des Farnlrau.es zeigte seinen: glücklichen Besitzer in der Johannis- mitternacht Goldadern und vergrabene Schatze an, verschaffte ihn: Glück in: Spiel, brachte ihn: Erfüllimg aller seiner Wünsche und nwchte ilji: vor allem unsichtbar. Zahlreiche Geschichte:: gehn: davon in: Volksnrunde uni. Wie tief solcher Johannisglaube noch heute im Volke wurzelt- selbst in unseren Großstädten, dafür bietet das Johannishändchen, die harllfförmige Wurzelftwtte des gefleckten Knabenkrautes (Orchis Maeulata), einen schlagenden Beweis. Von jeher schrieb man i bt, wohl wegen der eigenartigen Gestalt, heil- und zauberkräftigc Weckungen zu, und noch heute wird auf den Blumenmärkten, die alljährlich am Johannisfeste vor den Leidiger Friedhöfen abgehal- ten werden, ein schwungvoller Handel mit ihr getrieben. Glück im Splckl und Geld im Bßütel soll der jederzeit haben, der sie tzei sich trägt. Seit alter Zeit war der Johannistag auch einer der wick>- tigsten „Los- oder Lurtage" aller HeiratÄustigen, und mehr als an jedem anderen Tage bedient mian sich an ihm der grünendes und blühenden Pflanzenwell, um der Zukunft Schleier zu lüsten. Schtoeiaend )vird um die Stunde der Mitternacht Johanniskraut «pflückt, in das Wasser gestreut und aus dem Blühen oder Welken der Stengel geschloffen, ob bald ein Freier naht oder nicht. Anderenorts wird beim ersten Hahnenschrei eine fette Henne (Sedum telephnüu.) «holt und am folgenden Mittag unter einen Kreuz- balle:: gesteckt. Bleibt sie hier zwölf Stunden lang frisch, so steht eine fröhliche Hochzeit nahe bevor. Um zu erfahren, wieviel Jahve noch bis zur Eheschließung vergehen, pflücken die Mädchen des Bogtlandes in der Mittagsstunde des Johannistages neunerlei Mumen, unter denen Storchschnabel, Feldraute und Weide nicht fehlen dürfe::, flechten daraus einen Kranz und umwinden ihn mit einem Faden, den die Binderinnen selbst, und zwar in der nämlichen Stunde, gesponnen haben. Tann werfen sie den Kranz rückwärts auf einen Baum. So oft er a«vorsen wird, ohne hängen zu bleiben, so viele Jahre bleibt das Mädchen noch ledig. Sehr zahlreich sind die geheimnisvollen Bräuche, durch welche man das Bild des Geliebten im Traume zu erblicke:: hofft. Ball» ist es Johanniskraut, bald Beifuß, bald vierblättriger Klee, bald Sumpfvergißmeinnicht, bald ein am Tlbend vor Johann: aus neunerlei Blumen gewundener Kranz, der unter das Kopfkissen gelegt wirb, NUd von dem man sich wunderbare Wirkungen verspricht. Will oaS Mädchen den zukünftigen Gatten in lüobafligev Gestalt erblicken — selbst dies ist in der geheimnisvollen JoyanniH, nacht möglich — so sät es in der Stunde der Mitternacht in Hos oder Garte:: Hanf, indem eS spricht: „Hanffamen, ich säe dich, Hanffamen, ich behacke dich, und wer mein Herzliebster ist. Komm' hinter mir und mähe dich" rücklvärts in de:: Garten und pflücken schweigend geh«: logen sie in ein«: Bogen reines Papier und nehmen siä Andere eine Rose erst zu Weihnachten wieder heraus. Sie schmücken mit ihr, die noch so frisch wie im Juni sein loird, ihre Brust, und der Rechte wird dann kommen, sie sich zu erbitten. Im Brand«ll>urg:sch«tz winden die Mädchen in der Nacht einen Kranz auS Klebekraut (Galium), während sie dreimal das Haus umschrnten und sprechen! Mebekranz, ich winde dich, itzchen, empftnde dich, :n du willst der Meine sein, »mm vor meinen Augenschein. Natürlich erscheint dann der Ersehnte: nur muß sich das Mädchen beeilen, den Kranz nach den: dritten Umlauf fertig zu haben, da es sonst bedenklich erkranken würde. Schließlich wirken, ein Trost für alle unglücklich Liebendenverschiedene Pflanzen in der JohanniSnacht besonders liebe»- «auberkräftig. Zweiblättriger Klee, am Sonnwcndabend während des Ave-Maria-Läutens gepflückt, verhilft zu baldiger Heirate Unwiderstehlich macht ein frisch gebrochenes Sttäußchen Johanniskraut oder eine am Johannistag vor Sonnenaufgang gegraben» Wurzel des Fünffinaerkrautes (Potentilla), und als wunderwirken- der Liebestrank wird Honig, gemischt mit dem Saft deS Eisenkrautes ^Verbena) empfohlen. Zum Schluß sei nock) eines Brauches gedacht, deS schönsten und sinnigsten des MittsommertageS, der ^cktmückuna der Gräber. Zu Tausenden :vallsahrten am Johannistage die Menschen hinaus zu den stillen Stätten, um an den Gräbern ihrer Lieben Blumen und Kränze niederzulegen, und ntckZt selten gleichen die Friedhöfe in diesen Tagen wahren Blumenhainen, wahren Rosengärten. Strauch an Strauch, Busch an Busch glühen u:rd blühen die Rosen, die der Liebe Hand um die stillen Statten pflanzte, dicht umranken sie schlichte Steine und stolze Monumente, und in verschwenderischer Fülle sind sie dahingestreut über die grünen Hützel. Diese schöne ^itte ist aber bei weitem nicht so alt wie die anderen Bräuche des Johannistages, bei »oelchcn die Pflanzenivelt eine bedeutsame Rolle svielt; sie läßt sich erst im vorig«! Jahrhundert Nachweis«:, und die Stadt Leipzig darf sich rühmen^ diesen aus dem tiefen und innigen Gemütsleben de» deutscher" Herzens entsprungenen Brauch zuerst geübt zu Hab«:. Bo:: Leu»- zig aus bat er sich aber rasch verbreitet, und heute ist wohl kein Ort, an dem man nicht in treuer Liebe der Toten gedachte und ihre Ruhestätte mit frischen Blumen schmückte. Lin Lisch als Kapitän. Ans der „Flotteukunst der Tiere" erzählt Wilhelm Bölscbe in einer fesselnden naturwissensckiaftlichen Plauderei, die er iri nächsten Heft der bei der Deutschen Verlagsanstalt in Stuttgart erscheinenden Zeitschrift „lieber Land und Meer'' veröffentlicht, ein sehr merkwürdiges Beispiel. Er weist darauf hin, daß es Tiere aibr. die sich durchaus nicht darauf beschränken, im „Selbst- vhiff" zu fahren, d. h. mit ihrem eigerren angewachsenen Apparat, sondern daß unter Umständen ein Tier vergnüglich im fremden Schifflein sitzt und es als Kapitän lenkt. Unmittelbar beobachtet wurde dieser Fall von einem unserer besten neueren Beobachter, Richard Semon. Aus den Korallenbänken der Sundainsel Vlmbon versuchte er eine prächtige Qualle lebend mit einem eingelauchten Glase zu erwischen. Immer lvieder mißlang es. denn die OuaUa Und) in sehr geschickten selbst.indiaen Bewegimgcn aus. Solches «fsrnierte, aut starke Intel! igenzteilung deutende Verhalten er* schien mm bei einer Qualle durchaus ungewöhnlich, ja unmöglich. Und wie ersdaunie der Forsckrer, als er wirklich feftfteflett konnte, daß in diesem Falle die dumme Qualle in der Tat einen klugen Kapitän hatte, der sich in ihrem lebenden Kristall schiff verbarg. Es war auch diesmal ein kleiner Fisch vom Matrelenschlage, der gewohnheitsmäßig in solchen Quallen hauste. Noch in dem Eimer, in den Semon seine endlich gefangene Qualle gesetzt hatte, trieb der verwegene kleine Kavitan seine Arbeit unermüdlich weiter, indem er sein lebendiges Boot durch fortgesetzte zielbewußte Stöße in bestimmter Anclnung sortzutreiben suchte und zu unausgesetztem Herumschwinnnen zwang — natürlich in dem umgrenzten Raum ohne jeden Erstllg. Ähnlicher Fischbrauch, gerade in den schwimmenden Glaspalästen der Quallen zu leben, ist auch sonst vielfältig beobachtet worden. Der Fisch fiubet in diesem Falle nicht bloß eilt fremdes Schiff, sondern er fährt auch in einem guten Kriegsschiff zugleich: die Qualle führt nämlich furchtbare Nessel-- organe, wahre Giftboniben, die im Wasser jeden tierischen Angreifer böse abfatlen lassen. Der Fisch selber aber wird von dieser Quallenbatterie nickt geschädigt. Nach gangbarer Ansicht ist auch das stumpfe Geistesleben solcher Qualle doch immer noch empfänglich genug getvesen, um sich einein fenen Genossenschastsinstinkt vor offenkundigem .Vorteil nicht zu verschließen: sie schont den fremden Insassen, eben weil er sich rn Gefahr als intelligentes Steuermann erweist. 'Andere Meinung vertritt allerdings, daß diese Quallenkacktöne einfach» selber gegen das brennende Quallengin ,,immun" geworden seien, es rndji mehr fühlten. Ihre Bor- mhren sollen trotz der Batterie so manches Quallenschiff im Sturm genommen und ausgefressen haben, und dabei wären sie als Piraten durch die Ernahruna von Quallensleisch schließe lich ganz giftfest geworden wie der hörne ne Siegfried der Sage, der sich mit Drachenfett salbte. Daß ja Tiere gelegnrtlich in dieser Weile wirklich immun werden, zeigen unsere Schmetterlingsrauven des Admiral und kleinen Fuchs, die geivohnheitsmaßig ganz gemütlich die Matter der 'Zrennessel abweiden. Wer aber nun recht habe in der Deutung: das geivoltsame Ausscessen solches Quallen- schins ist jedenfalls an sich wieder interessant. Air alle haben von Münchhausens armem Pferd vernommen, in das sich ein Bär ein- fcaß: als er es ganz gefressen, saß er selber an Deichsel und Riemen, und Münchhausen kutschierte vergnügt mit ihm heim. Fast so geht es bei gewissen kleinen Krebschen des Ozeans aus der Gruppe der hup,enden Flohkrebse. Ihre Weibchen fallen als böse Piraten über^die zierlichen glashellen Schifffein her, die sich ge- tvin'e andere Seetiere aus der weit entfernten Gruppe der Manteltiere Tunikalen), die 'in vielem an Würmer, in manchem sogar an niedrigste Wirbeltiere erinnern, geschaffen haben. Indem sie die berechtigten Insassen heraus fressen, bleibt von denr fremden Lchtffe nur ein hohles schwimmendes Tönnchen übrig, dessen durchscheinende Wand ausgeivart nach dem Brauch dieser Manteltiere auch noch aus der sonst nur im Pflanzenreich üblichen Zellulose, alw aus regelrechten! Holzstoff besteht. In diesem Holzfäßlein als Fremthchin aber ntzt jetzt wirklich beinahe wie Münchhausens Bär der Fresser selber, der Krebs. Hier erlebt er Mutterfreuden Und da der, alte Bewegungsavvarat des Schiffs geschwunden ist, muß er es fernerhin selber lenken ; so reckt er sein hinteres Leibesende vvrnchng aus dem vorne sejtgehalrenen schwimmenden Faß hervor mW rudert »ich und seine Kinderstube geschickt, wohin er will. Daß er dabei unter falscher Flagge segelt, Krebsinhalt im Manteltierschiss, das macht chm so wertig aus, wie dem Schiffshrlter daran liegt, was für 'worden über seinem Menschenschiff wehen. Wie lvenig aber temr bei dem Tier, das sein !-ülzernes Fremdschiff nicht nur selbst- f})§. 'andern auch selber sich zum bequemen Sitzrauin ge- hoblt hat, bis zum „Einbaum" des Menschen's Vermischtes. " Röntgen strahlen gegen Heuschnupfen. Ter Heuschnupfen gehört zu den zwar nicht mlheilbaren, aber doch schwer beeinflußbaren Krankheiten, für die eine Unzahl von Kuren und Medikamenten angegeben worden sind, ohne daß diese in den meinen Fallen chr Ziel erreicht hätten. Als neuestes therapenti- U. phlitl gegen bnT lästige Leiden werden jetzt von Dr. Karl Lcmi'.idl»Hall erstadt die Rötllgenstrahlen in der Münche>,er Medi- zn >'l en Wochenschrift empfohlen. ''Ausgehend von der Erfahrung, oa. die Bestrahlung auf gewisse juckende Hautkrankheiten lindernd cuiuirfi, behandelte der genannte Arzt, der selbst an schweren Henfiebererschemunge» leidet, sich mit Nontgenstrahlen. Tie Wirkung war derart, daß der Juckreiz, der schon seit einigen Tagen bestand, alsbald säst völlig verschwand. Auch bei anderen Heu- schnupfenkranken ließen stch ähnliche Erfolge erzielen. Ob es sich freilich um Dauererfolge handelt, muß erst die Zukunft entscheiden. Jedenfalls fühlen sich die Kranken infolge der Verwinderung des Juckreizes erheblich gebessert. Es enipftehlt sich nach AuSbruch der Krankheit, zwei Bestrahlungen in Istäglgeur Abstand vorzunehmen. Tie Behandlung ist keine fpezisische, die sich gegen die llrsachen des Heusiebers wendet, sondern eine rein symptornatische, welche die Erscheinungen bekänipft. * Ein automatisches Mädchen für alles. Al»S Amerika kommt die Nachricht von einem »nerkwürdtgen Apparate, der kürzlich dock erfunden worben ist. Er besteht aus einem läng- 11^011 B>ahagonikasten, der auf drei Mctallräderu läuft, zwei vorn und einem hinten, und der einen Elektromotor, eine Speicher- battene, zwei Seleninmzellen, zwei Relais mib zivet Solenoid- Magneten enthält. An der Stirnseite trägt er zwei große, gewölbte 77!"'k«^llgen. Wenn man nun den Motor andreht und mit einem Lichte vor dem Apparate hergeht, so folgt er seinen! Führer, wendet stch dieser links, so dreht auch er sich links, geht er nach rechts, so folgt er ihm gleichfalls. Tas Geheimnis de? Vorganges erklärt sich al,s den beiden Selenim'.'.zellen. Wird das Licht nach links ven'egt, so wird die linke Zelle dilrch die linke Linse hindurch mehr belichtet und infolgedessen mehr gereizt als die rechte; sie gestattet auf diese Weise der Speicherbattcrie,. mehr Strom in den linken Magneten fließen zu lassen, der dann das Hinterrad liitf« herum- DvCQt und den Apparat nach dieser Richtung lenkt. Tie entgegengesetzte Wirkung wird erzielt, wenn das rechte Auge belichtet ivird. Wlrd der Umichalthebel hermngeivor'en, fo läuft der Apparat mit der gleichen Fixigkeit rechts oder links rückwärts. Von diesem Apparate will inan sich nun ivahre Wundertaten versprechen. Wie prächtige Dienste kann er nicht z. B. beim Großreinemachen leisten! Es ivird ihm einfach eine walzenförmige Bürste und dahinter ein Korb angehängt, dann kurbelt die Dame vom Hause seinen Motor an, belichtet ihn mit einer Taschenlampe, leitet ihn wohin sie will, schaltet um und hat in drei Minuten den größten Smyrnateppick gereinigt. Auch beim Nähen kann er sich nützlich machen. Eins selner Räder wird gegen en» Zahnrad auSgetauscht, da 3 mit dein Treibriem ei» der Nähmaschine verbunden ivird; der 4 l pp a rat ivird ebenfalls durch esiie Tascheulainpe in Betrieb gesetzt. Herrscht elu- 'n^-dAädchenmangel, so wird auf dem Universalapparat einfach eiu Tisch montiert, der dre Gerichte a»is der Küche nach dem Svei'e- zunmer ziehen und die gebrauchten Teller und Bestecks zur Rück- be>ördernng in die Küche in Empfang nehmen kann. Am zukunftS- reichsten scheint aber seine Verwendung als Polizitt. Er ivird 511 diesem Zwecke ans einen Tisch gestellt, mit einer Glocke verbunden und, wenn mö lick», auch mit einem photographischen Apparat und einen» Revolver ausgerüstet. Betritt nun ein Einbrecher den Raum und leuchtet mit feiner Blendlaterne umher, jo trifft er unfehlbar die Glasaugen des nn Dunkeln lauernden Ungetüms, die Glocke ertönt, der Revolver geht los, der Apparat nimmt sein Bild auf rmd ... die Folgen sind gar nicht anszudenken. Rösselsprung. ahnen wird den den UN» daS die UNS bald der knien ge schat le wol kann» den am grab gel im daß ten unser me glei ter hauch ken stro wir auf dem fpie ten zieh,! chet vä der spiel Auflösung in nächster Nummer. Auslösung des Zitatenrätsols in voriger Nummerr Nimm Rat von Allen, aber spar' dein Urteil. Schristleitung: Ang. Goetz. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl's che» Universitäts-Buch- und Cteindrnckerei, R. Lange, Gießen