Mittwoch, den 23. Zunl jLi&as&s. <5 f - J Zurück zur Schotte. Koman von Ewald Gerhard Seeltger (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) der Ernte kam der alte Abraham und machte mit okui Baron die Schlußrechnung. Fritz von Winkelberg schenkte rhu: volles Vertrauen, und der alte Abraham ver- diente es auch. Sogar August Knorreck kam gut mit ihm aus. Das Goldkettlein war längst vergessen. Herr Baron!" lachte der alte Abraham und rieb sich die Finger. „Dreißig und ein halbes Perzent ohne die .Kartoffeln und die Rüben. Was sagen Sie jetzt! Sie werden noch ein Millionär werden! Und die Versicherung? Ä?., jpfo ich werd einhalb pro Mille durchdrttcken können. Weil Sie's sind, Herr Baron." Dann notierte er sich die Zahl der Strohschober, die draußen ans den Feldern! standen, rtnd die Wertsnmme der gefüllten Scheunen. „Wissen Sie schon das Neueste?" ries er dann, indem er. '/ln Notizbüchlein einsteckte. „Der Frilscher hat geerbt. <>iel frcilid^ nicht. Von seiner Tante in Gontkowitz. Er hat den Wechsel bezahlt dem Gottlieb." „Sollte mich freuen," erwiderte Fritz von Winkelberg, „wenn er wieder in die Höhe kommt!" „Glauben Sie?" lachte der alte Abraham. ,Lch nicht! Warten ^ie's nächste Jahr ab, da sitzt er um so ärger in der Tinte!" Aber der alte Abraham hatte sich wohl getäuscht. Fürchtegott Fritscher hatte sich aufgerafft, einen Knecht in Dienst genommen, und saß nicht mehr so viel hinter der Flasche. In der Ernte arbeitete er tüchtig, trieb in der Gemeindeversammlung scharfe Opposition und grüßte den Baron nicht, wenn er ihn traf. Denn der hatte ihn vod jeuiem Erbe bringen wollen! Als die Rüben herausgeiiommen worden waren, lief sich Thomas Hanschild selbst im Wege herum. Das Sechsundsechzigspielen mit Franz Wiegelt brachte nichts mehr ein. &o ritt er denn jeden Sonnabend nach Zdurotschin hinüber, wo er bei Dudeck im Hinterzimmer die Bank hielt. Aber als Franz Wiegelt im November ein großes Schwemeschlachten machte, fehlte auch Thomas Hauschild nicht. Mittags gab's Wellfleisch und abends wurde getanzt. Die Guhrer erschienen in geschlossener Masse. Pelagia Dubin drehte sich wie ein^Kreisel, und Daniel Zpuppack mühte sich nin sie vergeblich. Sie hielt es heute mit den Guhrern, die sie umschwärmten wie die Wespen den Honigtopf. Und doch wurden sie von Daniel Zpuppack allesamt ansgestochen, als die Musikanten einen Krakoviak anfspielten. Da mußten alle vor Daniel Zpuppack zurückiveichen, der den Tanz mit Pe- lagia Dübln zu Ende führte. Zuletzt stampfte er allein mit ihr durch die Stube, und die andern, besonders die Guhrer, standen im Kreise herum und hielten Maulaffen seil. Seitdem blieb er an ihrer Seite und sie tanzte mit keinem ai^- dern. Das gefiel den Guhrern durchaus nicht, und sie schimpften und rempelten Daniel Zpuppack an. Als Franz Wiegelt fünf Minuten vor Mitternacht Feierabend kommandierte, er wollte sich nicht wieder von dem Gendarm, den er schon witterte, aufschreiben lassen, gerieten die Guhrer draußen vor der katholischen Schule mit Daniel Zpuppack, der Pelagia Dubin nach Hause brachte, zusammen. Es gab eine herzhafte Prügelei, wobei Daniel Zpuppack sich wie ein Löwe wehrte. Zuletzt stach er mit dem Messer um sich. Doch das wurde ihm schnell entwunden, und er wurde so windelweich geklopft, daß er liegen blieb. Die siegreichen Guhrer suchten nun ihren Mut an den Britz- kawern zu kühlen, warfen Sebaldus Pohl ein paar Fensterscheiben ein, wurden aber endlich mit blutigen Köpfen zum Dorfe hinausgetrieben. Der Schmied, bei dessen Werkstatt sich das Gefecht vorbeiwühlte, griff mit einem Hammerstiel beftinnnend in den Kampf ein. Da gaben die Guhrer Frieden und zogen eilig ab. Denn der Gendarm kam angeritten. Er erwischte aber keinen. Daniel Zpuppack wurde von Pelagia Dubin über den Pfarrgutsgartenzaun hinweg in Sicherheit gebracht, die Guhrer zerstreuten sich wie die Hasen über die Felder und in die Büsche, und der bewaffnete Hüter der Ordnung inußte sich damit begnügen, die Blutlachen und die zerbrochenen Fensterscheiben zu zählen. Eine Untersuchung förderte nichts zutage, .aber Britzkawe bekam beim Kreisausschuß in Sulitfch wieder einen kohlschwarzen Strich. August Knorreck war wütend und verdächtigte sofort Daniel Zpuppack als den Anstifter der Prügelei. Doch der kam drei Tage nicht zum Vorschein, ließ slch von Pelagia.Dubin gesund pflegen und hatte, als ihn der Inspektor zur Reoe stellte, noch einen großen Mund. August Knorreck setzte es beim Baron durch, daß der verdammte Polack auf reden Fall sofort abgeschoben wurde. Fritz von Winkelberg ließ ihn zu sich rufen. „Hier ist dein Lohn bis Weihnachten," sprach der Baron und schob ihm das abgezählte Geld hin. „Du wirst noch heute abfahren. Pack deine Sachen, der Herr Inspektor wird anspannen lassen." „Ist nicht nötig, Panje Baron!" grinste Daniel Zpuppack und strich das Geld ein. „Hab ich genommen eine Stelle als Kutscher beim Dubin drüben auf dem Pfarrgut." Als August Knorreck das hörte, fluchte er, aber ändern ließ sich nichts mehr: der verdammte Polack saß fest. Auch Thomas Hauschild sah das bald ein. XVII. Als die Wintersaaten keimten und der erste Schnee siel, machten sich auch die Hasen wieder -emerklich, und zwar viel stärker als im vergangenen Jahre. August Knorreck ging sofort zum Baron. „Befehlen der Herr Baron, daß die Treibjagd vor oder nach Weihnachten stattsinden soll?" „Je eher, um so besser! Treiber sind wohl genug da. Woher nehmen wir aber die Jäger?" Der Inspektor zahlte die erreichbaren Flinteil zusammen. Sogar den Doktor Bielschowsky vergaß er nicht. „Fünf!" meinte er kleinlaut. „Wenn der Herr Baron mitschreßen wollten, sechs." „Nein?" wehrte Fritz von Winkclberg ab. „Die Jagd regt nlich zu stark auf. Sie kennen ja das Winkelbe-rgsche Herz." t - „Wenn der Herr Baron dann vielleicht all di>e benachbarten Herrschaften schreiben lvollten." „Das kann ich ja tun!" versetzte Fritz von Winkelberg leichthin. „Glanb's aber kaum, daß es was nützen wird. Die weitverzweigte Verwandtsckfaft meiner lieben Stiefmutter wird mich schneiden, wie ich sie geschnitten habe." „Wenn der Herr Baron wenigstens den Versuch machen wollten!" Fritz von Winkelberg setzte sich hiil, und August Knorr- eck diktierte ihm die Adressen. Fast bei allen schüttelte der Baron stumm mit dem Kopfe, aber er schrieb doch die Einladungen aus. Es kamen nur vier Zusagen, und zwar von bürgerlichen Gutsbesitzern. August Knorreck tat sich in Zdu- rotschin um, und die Treibjagd mußte einstweilen ver- choben werden. Karl Ruppert, der Förster, Thomas Hauchild ulld Moritz Gassel, dessen Jagdschein durch des Jn- pektors Vermittlung verlängert worden war, schosseil einstweilen, was sie konnten, ohne aber eine merkliche Abnahme der schädlichen Langlöffler zu erzielen. Nur drei halbwegs sichere Schützen vermochte August Knorreck in Zdurotschill aufzutreiben. Jetzt war das erste Dutzend voll. Zum Glück kam drei Tage vor Weihnachten der alte Abraham, der es übernahm, bie übrigen Jäger in Sulitsch zusammenzubringen. Doch deshalb war er nicht nach Britzkalve gekommen. Er hatte in der Zwischenzeit ein paar feine Vartien für den verwitweten Baron aüsgestöbert und wollte ihn einmal aushorchen. Fritz von Winkelberg empfing ihn mit einem freundlicheil Händedruck. „Was bringen Sie mir-"' „Nu, Herr Baron!" begann der alte Abraham vorsichtig und rutschte auf dem Stuhle hin und her. „Nur eine Frage möcht ich mir erlauben. Sie sind jung, «Sie sind gesund, Sie sind Witwer, Sie haben zwei kleine Kinder, Sie werden sich acwiß wieder verheiraten wollen?" Schweigend schüttelte Fritz von Winkelberg den Kops. „Nu ja!" gab der alte Abraham zu. „Ich versteh Sie schon. Aber sehen Sie doch nach der andern Seite! Sie machen eine gute, seine Partie, kommen von Bartenstein und Levisohn los und sind fein raus. Warum wollen Sie das nicht? Wenn man seine Verhältnisse verbessern kann, dann soll man's ja tun! Sie können doch Ansprüche machen. Eine aanz Junge ist nichts für Sie, eine Alte auch nicht. Aber so was in den besten Jahren- Man sucht eben, bis man was Passendes gefunden hat!" „Sie haben wohl schon eine auf Lager?" lächelte Fritz von Winkelberg. ,,Nu?" lachte der alte Abraham. „Und wenn ich schon eine für Sie hättie? Ich' Hab ein paar äu der Hand. Aus den feinsten Familien. Und Geld ist auch da, inehr als Sie vorderhand brauchen. Sie werden auch wieder mit den benachbarten Herrschaften ins Reine kommen!" ftolz ö * ^ nb id) ni(bt nötiö! " sprach Fritz von Winkelberg . „Nu freilich!" pflichtete ihm der alte Abraham bei. „Ich mem ß ja auch nicht so! Ich mein, nur so äußerlich. Man tut so. Inwendig denkt man sich das richtige. Was wollen Sie, mit den Wölfen muß man heulen'" „Aber ich nicht!" rief der Baron und sprang auf, weil ihm oas Gespräch unangenehm wurde. . .^u!" drängte der alte Abraham hartnäckig. „Dani denken Sie doch an Ihre beiden Kinderchen." „An die denke ich eben!" sprach Fritz von Winkelben ernst. Ich will ihnen keine Stiefmutter geben. Fräuleir Hedwig sorgt für sie, und solange sie da ist, —" or , „Solange sie da ist!" wiederholte der alte Abraham. „Aber sie wird nicht immer da sein. Sie wird sich mal verheiraten, und dann ist sie nicht mehr da. Sie können doch nicht verlangen von ihr, daß sie da bleibt. Und dann sitzen Sre da mit den beiden Kinderckien uird können sich mit den Dienstboten herumärgern. Nu, und wo bleiben da die Kinder? Dann sistp Sie, meiner Seel, ein richtiger Stiefvater!" Der Baron tour and Fenster getreten und schaute schweigend m den schncebehangenen Park. „Adieu, .Herr Baron!" sagte der alte Abraham und schlich zur Tür. „Ich empfehle mich. Vielleicht überlegen Sie sich's noch!" Fritz von Winkelberg nickte stumm, ohne sich umzuwenden, und der alte Abraham drückte sich. Lange stand der Baron regungslos am Fenster und starrte hinaus. Dann schloß er geblendet die Augen. Zu einem Entschluß aber kam er nicht. Diesmal wurden auch die Dienstleute zum Weihnachtsfest geladen, wie es August Knorreck vorgeschlagen hatte. Es war eine alte Sitte in Britzkawe, daß das Gesinde an der Feier teilnahin und beschenkt wurde. Frau Knorreck und Hedwig sorgten für die Gaben. Im Speisezimmer nmrde eine Tanne aufgestellt und mit Lichtern besteckt. Auch Moritz Gassel fand sich ein, um auf dem Klavier ein paar Weihnachlslieder zu spielen. Cäcilie stand neben ihm und sah ihm auf die Finger. Hedwig hatte den kleinen Günther auf dem Arm, ließ ihn nach dem bunten Flttter des Christbaumes greisen und unterhielt sich mit ihm in seiner Sprache. Die Dienstleute sangen kräftig mit, ließen sich von Frau Knorreck die Geschenke weisen und bedangen sich bei ihrem Herrn Baron, der jedem freundlich die Hand drückte. Doch er war weniger aufmerksam, als es den Anschein hatte. Immer wieder irrten seine Blicke zu Hedwig hinüber, die sich, mit dem kleinen Ckünther auf dem Schoß, unter den strahlenden Baum gesetzt hatte und traumverloren vor sich hinsah. Als die Dienstleute sich um den Barou drängten, drückte sich Cäcilie scheu in die Ecke und schlich endlich zu Hedwig hinüber, die den Arm um sie legte und sie fest an sich zog. Urrd Fritz von Winkelberg sah dieses Bild und verlor es nie wieder aus dem Gedächtnis. Endlich sprach August Knorreck im Namen des Gesindes ein paar Tankesworte, und das Zimmer leerte sich. Moritz Gassel rückte den Schachtisch zurecht, denn Fritz von Winkelberg hatte ihn gebeten, den heiligen Abend bei ihm ziu bleiben. Jetzt erhob sich auch .Hedwig, um die Kinder zu Bett zu bringen. Cäcilie küßte ihn stürmisch und hing sich an seinen Hals. Aber Günther, der bald das erste Jahn hinter sich hatte und schon die ersten Schritte versuchte, wollte auch an die Reihe kommen. Er streckte seine kurzen, runden Aermchen aus. Hedwig hob ihn höher. Und wie immer erhaschte der kleine Mann ein paar Barthaare des großen, die er nicht eher hergab, bis er sie ausgerissen hatte. Jedesmal wurde dies die Veranlassung, daß Fritz von Winkelberg mit Hedwig ein paar Scherzworte tauschte. Doch diesmal wagte er es nicht. Er erkannte plötzlich ihre Zartheit und Keuschheit und beugte sich nieder, um ihr die Hand M küssen, -lber sie entzog sie ihm schnell und flüchtete mit den beiden Kindern. Lange stand er -u.f einem Fleck und, schaute auf die Tür, hinter der fie verschwunden ivaren- bis Moritz Gassel mit oen Schachfiguren klapperte und die Wirtsckfasterin den Tee brachte. Dann spielte Fritz von Winkelberg mit Moritz Gassel bis Mitternacht. Aber er war nicht aufmerksam, und Moritz Gassel setzte ihn viermal hintereinander matt. Dann singen sie an zu plaudern. (Fortsetzung folgt.) -- Zlieger überm «anal. Bilder von der Kü st en wacht. Von E r n st Wilde. Jüngst schrieb mir ein Bekannter: ,Hhr habt's doch gut draußen, denn boi Euch ist gar kein Krieg, Ihr könnt den Frühling genießen, lveil Ihr allcjs um Euch findet, wonach sich ein Erdemnensch gewöhnlich sehnt." Er hat nicht ganz unrecht- Wir haben lncr an der flandrischen Ki'iste Frühling. Es blüht und grünt ringsum, marni und freundlich lacht die Sonne und das Wasser singt ein altes und doch immer neues Lied. Aber leider dürfen wir uns lüer dennoch nicht als Kurgäste fühlen, wir haben nämlich Dienst, uiw zwar einen strammen Kriegsdienst. Vom Wasser und aus der Luft drobt uns Gefahr. Nicht uinsonst stehen die Strand- battcnen, dräuend ihre Rohre gen Westen und zum Himmel gerichtet. Man untersckwtze ja nicht unsere Küstenwacht, sie ist notwendig, da die Herren Briten sonst unseren Braven au der französischen Grenze schon lange ini Rücken säßen. Freilich, Zeit haben tmr, mel Zeit, die wir uns auf unsere Art vertreiben können Wenn man gerade Nachtwache l>at, sitzt man und schaut* un- verivandt tu die Nacht, hört das Rauschen der Wvgeit und in der — 388 — Ferne den lieblichen Gesang der Nachtigall, empfindet den Frühlingshauch und die tiefe Einsamkeit und läßt sich vom Müten- duft umkosen, just wie daheim in Vaters Garten in warmen, süßen Sommernächten. Die Gedanken kommen und geh>en. Dabei spitzt man die Ohren, denn wer würde selbst in dieser Seligkeit seinen Dienst vergessen? Oft horcht man auf. „Was tvar das?" Man späht in die Mondscheindämmerung über die dunkle unruhige Wasserfläche und sieht doch nichts, sucht den Himmel ab und findet dort nur die Sterne ftiedlich ihren gewohnten Weg ziehen. Feinde verraten sich, ob sie wollen oder nicht. Jeder von uns hat schon einen erspäht, er weiß also wenn sie nahen. Diesmal ist es nichts, weiter dauert also die Wache! . . Aus dem Hinterlande dringen gedämpfte Stimmen zu mir. Kameraden sinds, die,^dienstfrei, die Nacht genießen, sage ich mir, tod? da höre ich das Summen eines Motors. Gen Himmel richtet sich der Blick. Nichts ist zu sehen: ein Flieger aber muß es sein. Jetzt scheint er über mir zu fliegen. Ich stürze zum Fernsprecher. „Hier Ausguck Nr. .. . Mädung: Soeben Flieger über mir. Sck>eint in großer Nähe zu fliegen, da unsichtbar. Richtung West!" „Tann laß er fliegen!" komMts zurück. Weshalb sollten wir diesem Besuch in der Luft Zielscheiben geben? Daß es ein feindlicher Flieger sein mußte, war mir!klar, da man uns keine deutscher* Flieger für diese Stunde angezeigt hatte. Kaum habe ich den Fernsprecher fortgelegt und, nach oben schauend, mich der Küsts genähert, als etwa fünfzig Meter von mir etwas aufklatscht, mit dumpfem Knall sich das Wasser antürmt und ein leiser Sprühregen sich über mich ergießt. Das war der Scheidegruß des Heimkehrcnden. Auf gut Glück hatte er seine Bombe geworfen, denn kein Feuer, kein Licht wjar weit urrd breit, nichts hat ihnr verraten, uw er sich befindet, vielleicht hat es die unten brandende Flut getan? Das Surren des Motors ist lange verhallt, wieder Ist es einsame Nacht geworden, als vom Wasser her aus weiter Ferne ein dumpfes Grollen fontmt. Dieses Geräusch kenne ich und kann mir denken, daß weit auf dem Wasser, vielleicht nahe an Englands Küste, ein Unterseeboot an der Arbeit ist. Der dumpfe, lange, gurgelnde Ton sagt mir, daß wieder einmal ein Torpedo gesessen hat. .. Auf dem Wasser gebt in der Nacht gervöhnlich ctlvas vor, doch ist es nicht für uns Landratten bestimmt. Wir haben unserv Strandkanonen schon zu oft und zu deutlich sprechen lassen, deshalb lassen uns die Engländer in Ruhe, dafür suckln unsere U-Boote sie auf urrd finden in der Nacht ihre beste Beute. * Der unserem Hühnervolk beigegebene Hahn hat den beginnenden Tag schon lange verkündet, als ich, dienstfrei, mich meinem Blumengarten zuwandte. Er brauchte noch viel Pflege, da ich ihn erst etwas spät ins Leben gerufen hatte. Wir an der Küste haben unsere eigenen Passionen. Ter eine zieht sich Schweine groß, der andere hat sich Hühner zugelegt, där dritte baut sich Gemüse und der vierte vertreibt sich die Zeit, wie ich. mit der Blumenzucht. Ich bedaure gerade meinen verwelkten Rosenstock, als vom Strande Alarm kommt. Blumen und alles andere ist in diesem Augenblick vergessen, bergauf und bergab, über Dünensand und durch Gestrüpp geht's im Laufschritt zur Batterie. „Was gibt's?" tönt es durcheinander. „Brite überm Kanal!" Richtig, mit bloßen Augen kaum sichtbar, taucht am fernen Himmel ein kleiner Punkt auf, der die Richtung zur Küste hält. Unsere .Geschütze richten sich nach oben, und erlvarlunasvoll harren wcr unserer Ausgabe. „Jst's auch ein Brite?" „Mensch, kannst nich kieke?" Mit bloßen Augen war freilich nichts zu sehen, aber durch's Glas schien der Flieger als Engländer festgestcllt zu sein. Die Minuten des Wartens werden manchmal zur Qual, hauptsächlich dami, wenn man damit rechnen muß. daß der Feind noch im letzten Augenblick eine andere Richtung einschlagen kann. Doch diesmal hielt er tatsächlich auf die Küste zu. schraubte sich aber, höher und höher. Das Kommando „Feuer!" kam. Unsere Blicke folgten der Wolke, die durch den blauen Aether binaufstrebte. dicht hinter dem Flieger zerstob und seinen Apparat für einen Augenblick einhüllte. Durch einige geschickte Wendungen und die unerreichbare Höhe entging er uns. Seine Aufgabe schien er jedoch erfüllt zu haben, denn sein Weg führte zurück übern Kanal . . . Wir haben Fliegerbesuch! Ehe zwei unserer bekannten Flieger ihre Reise übern Kanal antreten. rasten sie ein »venig bei uns, da eine weite Fahrt bereits hinter ihnen lag. Mle. die nicht der Dienst sesthält, sind auf dem Landungsplatz erschienen und in respektvoller Ferne staunen die Beivohner von .... zu den Fliegern und ihrem Flugzeug herüber. Wir alle legen Hand an, als es weiter gehen soN. „Glückliche Fahrt" wünschen wir, als die beiden Leutnants das Flugzeug besteige,! und drei'donnernde Hurras klingen ihnen nach als sie in die Luft steigen. „Legen Sie den Engländern 'paar hübsche Dinger aus den Kvpf, daß sie auch was vom Kriege spilren, Herr Leutnant," ruft unser Obermaat. „Wird gesck)ehen! Ihr iverd's lesen!" Höher und höher steigt der Vogel, bald ist er unfern Augen entschwunden. Wir Unssen: seine Insassen roerden ihre Pflicht tun, denn diese Flieger sind just so, wie unsere Unterseeboots! eutv. fte haben stkerven von Stahl imd einen unbeugsamen Willen, der Taten vollbringt... Eine Stunde inochte es her sein, als von der Küste wieder, einmal Alarm kommt. „Flieger in Sicht!" Tatsächlich kommen von Englands Küste nicht einer, sondern sechs oder sieben Vög< angeflogen, voran in respektvoller Entfernung ein deutscher, tmi föitnen durchs Glas bereits das Kreuz erkennen. Es sind unsere Flieger, sagen wir uns, es sind die beiden Leutnants, die vor knapp einer Stunde vvn uns Abschied nahmen. Aus dem Manöver, das unser Flieger macht, schließen wir, daß er von Engländern verfolgt wirv, und machen uns bereit, ihm beizustehen. Kurz vor der Küste verlangsamt das deutsche Flugzeug seinen Flug, steigt aber höher hinauf, was die Gegner veranlaßt, es ihm glnchtzutun. Eine weitere Steuerbeivegung, dann dreht unser Flieaer auf die Feinde ein und vor unseren Augen beginnt ein Fliegerkampf. Wir sind ruhige Leute, nun begannen unsere Nerven aber doch zu fiebern; einer gegen sechs, das schien uns doch etwas gewagt, aber unsere Flieger, sis wagen alles! Kaum merkten die Gegner die Absicht, als sie unser Flugzeug zu umschwärmen begannen. Einige versuchten höher zu steigen, andere das deutsche Flugzeug von hinten zu fassen und die übrigen es von vorn anzugreifen. Die sich uns zu nahe wagten, d. h. hinter unserem Flieger soaren, wurden von uns auf's Korn genommen. Nach drei guten Schüssen schwankte ein feindlicher Zweidecker bedenklich und mußte im Gleitflug niedergehen. Die Gegner, die über unser Flugzeug zu kommen trachteten, wurden von unserem Flieaer beschossen. Wir konnten sehen, daß der Begleiter in einem der Flugzeuge zusammensank und das Flugzeug sich bedenklich auf die Seite legte. Dieser zcheite Unfall lvar den Feinden das ge»' gcbene Zeichen, sich schleurngst zur Flucht zu wenden. Unsere Flieger liehen es sich nicht nehmen, die Fliehenden noch eine Weile; -u verfolgen, dann landeten sie hinter den Dünen, aus der ebenen Fläche, von wo aus sie ihren Aufstieg unternommen hatten. Die notlandenden Gegner- waren inzwisck>en von unseren Leuten gefangen genommen worden. Es war eine aufreibende, aufregende halbe Stunde, wie wfr sie nicht oft an der Küste erlebten. Wir bedauerten nur, daß die Engländer sich nicht näher herangewagt hatten und wir deshalb unseren Fliegern nicht besser Hilfe leisten konnten. Doch waren sie mit uns zufrieden Für sie war der Kampf in der Luft ein lange erwartetes Ereignis. Sie sprachen nicht viel darüber, man merfte es idnen jedoch an daß sie sich freuten, gegen sechs Feinde Sieger geblieben zu sein. „Wir waren nicht mehr weit von Englands Küste entfernt", erzählte der eine Leutnant, „als wir daS feindliche Geschwader kommen sahen, schnell hatten wir unsere Rechnung mit unserm Gott gemacht, und dann begann unser Manöver, das uns zurückführte. Daß nnr glücklich zurückkommen würden, haben wir nicht geglaubt." Als sich der Abend leise heranschlich, saßen beide wieder in ihrem Flugzeug, das sie lvieder zu Englands Küste trug. Sie batten einen Auftrag, und ohne ihn ausgeführt zu haben, wollten sie nicht zu ihrer Truppe zurück. Später hörten wir. daß sie mehr geleistet hatten, als sie eigentlich leisten sollten. «riegstiere und «riegspflanzen. Die Zeit wird komrnen. n*> sich die Wissenschaft mit der Frage zu befassen hat, ob, in tvelchem Umfange und in rvelcker Art der Weltkrieg auf die Tier- und Pflanzemoelt der europäischen Länder und besonders der Kriegssck-anPlätze Einfluß ausgeübt und Veränderungen darin hervorgebracht hat. Geipiß ist. daß die Kriegs- aeschicifte auch im Tier- und Pflanzenleben manche Spur hinterlassen hat. Es sei da an den heimischen blauen Seide nschivanz erinnert, der in Deutschland vielfach „Kriegsvogel", in Holland dagegen „Pcstvogel" genannt wird. Diesen grimmigen Namen verdankt das harmlose Tierchen der Eigenart, daß es plötzlich zu versdpoinden und ebenso plötzlich wieder zu erscheinen pflegt, und zwar will der Volksglaube, daß sein Verschwinden und Wieder^ kommen sich in einem Zeiträume von sieben Jahren »viederhole. Sieben ist ja die bekannte heilige, aber auch unglückliche Zahl des Vol^glcmbens, und er deutet sich das Verschwinden und Erscheinen des Vog^s dahin, daß er Krieg oder Pest ankündbre So hieß es denn nnrklich auch tat vorigen Jahre, beim Ausbruch des Krieges, daß der Kriegs- oder Peiwvgel in Holland gesehen worden sei. Mch die geivöhnliche Feldlerche ist zum Träger von KriegScnnne- rungen geworden. Sie hat den Namen „K o s a k e n v o g e l" erhalten, und zwar behauptet das Volk, daß dieser Vogel bis zum Anfänge dos 19. Jahrhunderts in Deutschland noch unbekannt gewesen und erst 1813 mit den Russen ins Land gekonunen sei. Ur- sprttnglick» habe sie sich nur in Ostpreußen angesiedelt und sch von da aus er-st allmählich «ach Westen hin weitergelvandert. Richtig ist soviel, daß die Feldlerche von Hause aus ein Steppenbewohner ist, aber tatsächlich hat sie mit den Kosaken und ihrem Erscheinen in Deutschland nichts zu tun. Eher wäre das schon von jenem wenig beliebten Insekt denkbar. daS bei uns „Ru s se n" zu heißen pflegt Es trägt übrigens, me in einem Aufsatz im „Algemeen Handelsblad" bemerkt wirb, redjtt verschiedene Namen: bei Plinius heißt es Btlatta, bei uns im allgemeinen Schabe, woraus dann durch 384 eine unartige Veränderung der Name ^Schwabe" geworden ist: urü» wenn wir daS unangenehme Ungeziefer nach seiner Herkunft ..Nüssen" Venennen, so lyeiftt es dafür bei unseren östlichen Nachbarn wie^xTT „Praußen". indem sie behaupten, daß die aus dem siebeniLüngen Kriege heimfebrenben russisären Truppen das Insekt mit in das heilige Rußland gebracht hätten. In ähnlicher Weise kennt man in Nordamerika eine Fliegenart, die die hessische Fliege heißt und von der berichtet wird, daß die mit englischem Gteft* gemieteten hessischen Hilfstruppen im Jahre 1776 bei ihrer Landung auf Lang Island in dem nritgebraästen Stroh die Larve dieser Insektenart (Cecidomyia destructor) eingeführt hätten. lieber- Haupt schieben die Völker und Erdteile sich gegenseitig die Einführung verschiedenen Ungeziefers zu. So sollen wir in Europa die liebliche Wanzeden .Kreuzzügen verdanken, durch die sie aus dem Morgenland? zu uns herübergebracht ivorden sei: die Amerikaner aber behaupten wickerum, der Floh habe in der amerikanischen Tierwelt nicht existiert, bevor die spanischen .Kriegsheere diesen Plagegeist mit übers Wasser gebracht hätten. Sie berufen sich darauf, daß noch heute gewisse Indian er stamme, ivenn sie einen Floh sehen oder haben, von ihm als dem ..kleinen weißen Mann" sprechen. Auch im Pflanzenreiche gibt es verschiedene Arten, von denen die Ueberlieserung berichtet, daß ihre Geschichte in engem Zusammenhänge mit der der europäischen Kriege steht. Do soll in der Umgegend von Paris seit dem Jahre 1871 allerlei Gewack^ gedeihen, das ursprünglich in Schlesien zu Hattse ist und daher von dort Mitgebrackt worden sein müßte, und ebenso wollen Wiener Pflanzenforscher etwelche Bestandteile der Wiener Flora auf die Belagerung der Stadt durch die Türken zurückführen. Sind doch auch die Kornblume und die .Klatschrose möglicherweise erst von den Kreuzrittern aus dem Morgenlande zu uns herübergebracht worden! Ob wohl der furchtbare Weltkrieg auch ein so anmutiges Andenken in der Pflanzenwelt hinterlassen wirb? vermischter. •* 3u cf er feilen. Bisher ist Zucker bisweilen zu billigeren 6eiien als Füllmaterial hinzugesetzt worden, jetzt, da die Fette, die zur Seisenherstellung benutzt werden, knapp geworden sind, ist c9 durch ein neue# patentiertes Verfahren gelungen, Zucker bei der Seiieutabrikation so zu verwenden, daß er geradezu an Stelle des Fettes treten kann und nicht nur als Verschönerungsmittel dient. Wenn auch die iZrage nach der Wirkung des Zuckerznsatzes noch nicht völlig geklärt ist, so sind doch, »vie iin »3entral1lQtt für die Zuckerindustrie* geschrieben wird, die Nebennmstände, die mit dem Gebrauch der Zuckerselie eingetreten sind, so günstig, daß sie an und für sich schon genügen, diese Seile einzubürgern. Nach den Erfahrungen Mr Grobwaschanstalten können mit solchen Seifen Stoffe gewaschen werden, die früher zu ihrer Reinigung in chemische Waschanstalten gebracht werden mußten. Auch lassen sich feine, empfindliche, sogar seidene Gewebe mit ihnen waschen. Tie Festigkeit der Gewebe wird selbst durch atzdauerndeS Waschen nicht ver- mindert, während andere bisher verwandte Substanzen die Fasern empfindlich angriffen. Ferner treten die Farben leuchtender hervor. Als iveiterer Vorzug ist zu erwähnen, daß die Seile im Wasser schivimmt und schließlich, daß man auch scknvach salzhaltiges Seewasser, iine ba§ der Ostsee, benutzen kann. Diese Tatsache ist besonders für die Marine von großer Bedeutung. ES wäre recht erfreulich, wenn auch hier die deutsche Zuckermdnstrie, die unS während des Krieges schon mehrfach zu Hille gekommen ist, indem sie Alkohol und Hefe aus ihren Beständen Herstellen ließ, als Netterin auS der Fettnot hervorträte. * D a s G e s p e n st e r k l o st e r. Eine lustige Geschichte von den schwarzen und iveißen Bundesbrüdern wird in den »Daily NewS* aus Frankreich erzählt: Ein C i ft e r a i e n \ e r f t o ft e v locir zum großen Teil in ein Lazarett verwandelt worden, so daß nur ein Flügel und die Kapelle für die Mönche lreigehalten wurde. Bis vor kurzem war dieser Teil durch hölzerne Wände von dem übrigen Ban gOtrennt; erst nach langem Kampf wurde die Zurück- llrzogenbrit der Mönche noch iveiter gestört, inde»n man die TrennungSmauern niederriß. Unter den Verwundeten ivaren viele Schwarze, die, kaum verbunden, nach ihrer Gewohnheit im Bau heruinzufpazieren und zu untersuchen begannen, tvo man sie eigentlich untergebracht hatte. Sie wählten für diese Belustigung gerade die Zeit zwischen zwei und drei Uhr tnorgenS, in der die Mönche zum Gottesdienst gegangen ivaren. Manche legten sich in die Betten der Mönche und ließen eS sich wohl sein. In gemessenem Schrttt kamen die Mönche zurück und nun gabs eine entsetzliche Aufregung. Tie Schwarzen glaubten, al« sie die weißen Gestalten durch den Korridor wandel,! und in die Zimmer koiumen sahen, daß das Gebäude von Gespenstern bewohnt sei, rvährend die Mönche, als sie plötzlich einer schwarzhäutigen Menge gegenüber landen, ,ucht minder entsetzt waren und böse Geister vor sich zu sehfn venneinten. Beide Parteien begannen mit der Wut der Angst zu schreien. Glücklicherweise rief der Lärm einen Mann der beide Patteien über daS eigentliche Wese«, der Gespenster ausklaren konnte. ^L'Klt-nli-be im Tierreich. Die Florentiner ^euschrtp »Diana berichtet über einen interessanten Fall von Nächstenliebe im Tierreiche, dessen Held ein fleiner, schlanker, braun imb weiß gefleckter Rattenfänger im Alter von S Jahren ist, der in der Nähe des Irrenhauses in Lucca lebt. Im Garten des Irrenhauses war eine Katze gestorben, die zwei kleine Mietzchen hinter- lassen hatte: die beiden lagen in einem dichten GesträMh versteckt und wären an Hunger gestorben, wenn sich nicht ein Han-freund ihrer Mutter ihrer erbarmt hätte. Dieser Hausfreund war Pierinc, ? er Rattenfänger. Wie wiederholt beobachtet wurde, schlich er leben Morgen in den Garten, um die beiden kleinen Kätzchen zu besuchen; dann faßte er eine mit dem Maule am Genick, trug sie durch den Garten aus die Straße, sprang eine Treppe hinauf, überquerte mit seiner Last eine Terrasse und l»eß sie endlich neben emer Milchschüssel »lieber, die eigentlich für ihn hingestellt tvorden war. Hatte sich die eine gesättigt, so trug er sie behutsam in ihren Busch zurück und holte die andere, um den Vorgang mit ihr zu wiederholen. * Der Fernsprecher als Wecker. In Stockholm wird der Fernsprecher in recht zweckmäßiger Weise dazu auS- lle'mtzt, Personen, denen es sauer wird, das Bett rechlzeiktg zu verlassen, zum Ansstehen zu nötigen. Beim dortigen Fernsprechamte ist eme eigene Abteilung errichtet, die »VernuttlungSbureau* heißt und bei der sich jeder, der einen Fernsprechanfchluß hat, für eine bestimmte Summe abonnieren kann. Das Fräulein aus dem Fern sprechamte hat dann die Verpflichtung, den Abonne>iten an- fenlem Bette herauSznklingeln, eine Aufgabe, die allerdings nicht muner leicht fein soll. Für „geweckt* gilt der Abonnent, tvenn er dem orräuletn mit „Hallo!* antwortet. Süchertlsch. — Kunst wart. Zweites Iuniheit. KriegSansgabe zuin halben Preis. Verlag von Georg D. Callwey, München.) Größere Aussätze: AvenarinS. Ja. auch Italien! Franz Gürtler. TageSerzengnisie und Musikkritik. Erich Vogeler, Kriegsbilder. AvenarinS. Die Sage lebt. Lose Blätter: AuS NatorvS „Tag des Deutschen*. Die Rtmdschau enthält n. a.: Bendixen, Sprach- neuheiten. Düset» Literattirdramen. Stapel, Austanschsiedelnngen. Gregori, Vom Ersatzbataillon. Hammer, Den Wandervogel stark halten l Ferner: Haß und Zorn, Nachruf ans Max Buri. Ge- melndliche Kriegschroniken. Die »Aufklärungsarbeit* des Dreiverbandes ln Jlalien. Die hausmütterliche Tätigkeit als Beruf. Denkmäler für unfere Krieger tifiv. Bilderbeilagen: HanS von Volkmann, Deutsches Land. Fritz Dolizeite, Landschaft. Ferner: Drei Entwürfe zu Kriegerdenkmälern. Nolelibeitage: Hermann von der Vfordten, Das Lied von Hiudenburg. — »Warum ich auf den Erfolg Deutschlands im Weltkriege hoffe* überschreibt Prof. Dr. Gustaf F. Stefien- Etockholm, Mitglied der Ersten Kau,,ner deS schwedischen ReichS- tages, seine bedeutsamen Betrachtungen über die gegenwärtige Weltlage m der soeben erschienenen stummer 3755 der »Leipziger Illustrierten Zeitung*. Steffen betont in seinen von warmem Verständnis für deutsche Art und deutsches Wesen getragenen "Ausführungen, »daß er auf den Sieg der deutschen Waffen im Völker- riitgen deshalb hoffe, weil er überzeugt fei, daß das deutsche Volk — aber sicher nicht das englische, französische, russische oder ita- lieuische — die für eine gute Ausnutzung des Erfolges im Interesse der ganzen Menschheit vor allen Dmgen nötige kulturelle Einsicht und Weikherzigkeit besitzt.* — Ter Einzelpreis der »Illustrierten Zeitung* beträgt I,— Mk., im VierteljahrSabounement kostet diese älteste und bedeutendste deutsche Wochenschrift 9,— Mark. — Kürschners B ü cb e r j ch a tz. Die neueste Erscheimmg der Sammlung — Band 1011, Hermann villger Verlag. Berlin- Leipzig — stellt eine gute und fesselnde Erzählung auS dem Berliner- Leben »Kampf umS Dasein* von En,il P e s ck k a n dar. Sitatenrätsel. AuS jedem der folgenden Zitate ist ein Wort zu nehmen, so daß sich ein neues Zitat ergibt: 1. Nimm, ich kann sie nicht verdienen, Deine Kroile, nimm sie hin! 3. Wenn der ÜKat eines Toren einmal gut ist, so muß ihn ein gescheiter Mann anSsühren. 3. Alles Höchste, cs kommt frei von den Göttern herab. 4. Kannst bu nicht Allen gefallen durch deine Tat und dein Mach' es Wenigen recht: Vielen gefallen ist schlimm^stweik. b. Still mit dem Aber! die Aber kosten lleberlegung. 6. Spar' deine Worte: willst du helfen: gieb! 7. Nicht in die ferne Zeit verliere dich, Den Aitgenblick ergreife, der ist dein. 8. DaS Glück der Schlachten tst das Urteil Gottes. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Tauschrätsels in voriger Nummer: liegen — Knfel — Ilm — Nebel — Haube — Oder — L.achS — Horn — Hauer — Hs che — «alle - Alfter — Saub; Reinhold BegaS. SchrW-Ituna: A»g. Goetz - Ro,a,io»,dr»rk und Verlag der BrNHI'schen U„iv.rsItA„.««ch. und Sleindruckrr«>. N. Longe. (Sieben