Lurück zur Scholle. v>«m«n von Ewald Gerhard Seeltger. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Lassen Sie mir den Zpuppack in Frieden!" wies Knor- reck'den Gehilfen zurecht. „Er tut seine Arbeit fiir den halben Loh,:!" „Der wird schon seine Gründe haben!" knurrte Thomas Hanschild. „Mir scheint, er ist hinter der Pelagia her!" „Aha!" rief August Knorreck und .sah den Gehilfen scharf an. „Daher bläst der Wind. Sie wollen wohl wieder da anbandeln?" „Ich?" verteidigte sich Thomas Hauschild. „Ich denke nicht dran. Aber wenn sich der Zpuppack da drüben festsetzt!" „Ach was!" lachte August Knorreck. „Sie kann ganz andere haben als den Zpuppack, der n.öchts hat und oberie drein noch dumm ist!" „Na!" sprach Thomas Hauschild herablassend. „Mir kann's ja gleich sein. Ich bleib höchstens bis nach der Ernte hier. Ich hab's nun satt. Fräulein Hedwig ist immer unsichtbar. Wozu soll ich mir die Jacke zerreiben, wenn es doch keinen Zweck hat. Ich such mir eine selbständige Stellung." „Suchen Sie!" erwiderte der Inspektor lächelnd. „Wer Sie als Inspektor nimmt, der mutz rein mit Blindheit geschlagen sein!" „So?" rief der Gehilfe schlagfertig. „Dann mutz es eben an meinem Lehrmeister liegen, daß ich hier nichts Gescheites gelernt habe." „Was reden Sie da wieder für dummes Zeug!" lenkte August Knorreck ein. „In zwei, drei fahren lernt man nicht aus. Sie sind doch erst dreiundzwanzig. Können Sie's denn nicht erwarten? Ich Hab mich erst mit dreihig Jahren selbständig machen können. War zeitig genug. Ich Hab noch manche Dummheit in den ersten Jahren gemacht. Bleiben Sie noch ein Jahr. Sie sollen auch Zulage kriegen. Aber das Mädel lassen Sie mir in Frieden. Die hat den Kopf voll mit den Kindern. Nehmen Sie sich die Zeit. Uebers Jahr, wenn sich der Herr Baron wieder verheiraten wird, werd ich selber mit ihr reden. Das versprech ich Ihnen!" Damit hielt er ihm die.Hand hin, und Thomas Han- schild schlug ein. Moritz Gassel regte seine Hände fleißig im Garten. In der Schule arbeitete er mit Ruhe und Gemächlichkeit. Die Kinder vergaßen wieder die Flüsse Amerikas und die Gebirge Asiens, dcnu den Vogel Strauß, denn Moritz Gassel mußte sich mehr den Kleinsten widmen, denen er die Geheimnisse der Schreiblesefiebel zu enthüllen bestrebt war. An die zweite Prüfung dachte er sehr selten, an den neuen Kreisschulinspektor noch seltener. Dagegen überlegte er sich sehr genau, ob er den Schulacker schon dieses Jahr in den Garten yereinziehen, oder db xr den freien Meck mit Daser besäen lassen soltte«. Gr entschied sich für den Aaser, weil er es dieses Jahr vort- erst mit der Hühnerzucht versuchen wollte. Jeden Montag und Donnerstag ging er nachmittags aufs Schloß, um mit dem Baron Schach zu spielen. Schon um fünf Uhr war er geladen, je weiter aber der Frühling vorrückte, um so länger mußte Moritz Gassel auf den Baron warten, der manchmal erst mit der Dunkelheit von den Feldern heimkehrte. Aber Moritz Gassel ließ nicht von seiner Pünktlichkeit, denn er hatte daun zuweilen das Glück, ein paar Minuten mit Hedwig plaudern zu können. Und so traf er sie einmal auf dev Terrasse, über der die dünnen Zweige der alten Parklinden gerade ihre Knospen trieben. Sie nähte mit flinken Fingern an einem Jäckchen. Neben ihr saß Cäcilie, die schon ins fünfte Jahr ging, und mühte sich mit Stricknadeln ab, mit denen sie den widerstrebenden Wollfaden einfangen wollte. Der kleine Günther lag int Kinderwagen, krallte seine runden Fingerchen in die Decke und gab zuweilen brummelnde Töne des Wohlbefindens von sich. Moritz Gassel zog den Hut, und Hedwig bat ihn, Platz zu nehmen. „Sie sehen!" lächelte sie schelmisch, „ich pfusche Ihnen ins Handwerk!" Dabei wies sie auf die fleißige Cäcilie, die mit flehenden Augen Verzeihung für eine entschlüpfte Masche erbat. Hedwig holte den Flüchtling ,nieder heran. „Ach!" seufzte Moritz Gassel ergeben, „ich bin der Pfuscher, nicht Sie!" Dann teilte sie ihm einige ihrer hausmütterlichen Sorgen mit, und er hörte aufmerksam zu. „Cäcilie muß nächstes Jahr zur Schule!" sprach sie etwas bekümmert. „Der Herr Baron wird sie wohl in ein Pensionat geben müssen." „Hm!" machte Moritz Gassel und überlegte lange. „Lesen, Schreiben und Rechnen könnte ich ihr ja bei- b ringen." „Wie schön!" ries Hedwig erfreut. „Das ist ein Gedanke!" „Ich will es gern tun!" fuhr er fort. „Für den Einzelunterricht bring ich wohl das nötige Geschick auf. Und sie kann dann noch ein paar Jahre Zu Hanse bleiben!" „Das wäre wunderschön!" rief Hedwig ans und strahlte vor Freude. Dann erzählte er von der geplanten Hühnerzucht und von seinen Bienen, die den Winter sehr gut überstanden hatten. Währenddessen ging Thomas Hauschild über den Hof und sah die beiden zusammensitzen. Wieder quoll ihm die Eifersucht zum Herzen. Llber er ballte nur die Faust im Sack. Uebers Jahr tvar sie doch sein! Das hatte ihm August Knorreck versprochen. Und der pflegte sein Wort zu halten. Endlich erschien der Baron, scherzte ein wenig mit dem kleinen Günther, ließ sich von ihm den Bart zausen und begann endlich Cäcilie zu necken. „Was soll das werden?" fragte er sie, indem er das unregelmäßige WoNfadengebilde auseinanderzog. 378 — „Zwei Strümpfe!" gab die Kleine zur Antwort. „Mir dich zum Geburtstage!" „Na!" lachte er froh. „Dann beeil dich aber. Sonst muß Ich an meinem Geburtstage barfuß lausen." Zuletzt band er mit Hedwig an, denn er tuar jgwhetr Laune. „Eigentlich ist das Stricken eine sehr überflüssige und zeitraubende Beschäftigung!" behauptete er, indem er Hedwig von der Seite ansah. „Striimpsc kaust man heute billiger und besser!" Hedwig aber strafte ihn dafür mit einem bittenden Blick. „Kommen Sie, Herr Gassel!" sprach er und erhob sich. „Es stehen Erziehungsgrundsätze aus dem Spiele. Und da läßt Fräulein Hedwig nicht mit sich spaßen." Hilflos sah sie ihn an. < „Verzeihung!" sagte er sanft, erhaschte ihre fleißige Hand und drückte, ehe sie es verhindern konnte, einen leisen Kuß darauf. „Sie wissen, )vie sehr ich Ihnen dankbar bin. Ohne Ihre Hilfe wäre ich hier verraten und verkauft." Dann schritt er mit Moritz Gassel hinein, um die unterbrochene Partie vom letzten Male zu Ende zu führen. Hedwig aber senkte ihr erglühendes Gesicht auf die Arbeit, die auf ihren Knien lag. „Was hast du, Tante?" fragte Cäcilie und drängte sich an sie. Da zog Heb,mg das Kind an sich uild küßte es innig, auf den weichen Mund. Und schon meldete sich Günther, der Hünger hatte. > Im Mai hielt der kleine Lehrerverein seine Sitzung in Britzkawe ab. Das Herrenzimmerchen Franz Wie- gelts war der Sammelpunkt der acht Mitglieder. Diesmal konnte sich Sebaldus Pohl nicht drücken, und so erschien er,, als Moritz Gassel gerade mit seinem Vortrage begann, den er unter dem Titel: „Die Dorfschule — eine Standesschule", zu halten übernommen hatte. Er war der Jüngste des Vereins, und die älteren Kollegen schauten von oer Höhe ihrer reichen Erfahrung gelassen auf ihn herab. Für neue Ideen waren sie überhaupt nicht sehp empfänglich, nur bei der Besprechung von Gehaltsftagen konnten sie sich noch ereifern. Moritz Gassel gab sich alle Mühe, seine Gedanken in den Köpfen der andern Ängang finden zu lassen. Seine Ausführungen gipfelten in den Sätzen: ,„Die Dorfschule ist eine Standesschule und hat den, Landvolk die Bildung zu vermitteln, die es braucht. Sie muß sich also andere .Zjielle stecken als hie städtische Volksschule. Alle Zweiae des ländlichen Erwerbslebens sind in den Lehrplan einzuschalten. Aller unnützer Wissenskram, der die Ueberlastung des Gedächtnisses bezweckt, ist auszuscheiden. Nur der Besitz des Bodens macht den Menschen! wahrhaft sittlich und ^rei. Deshalb hat die Schule nur das eine Ziel zu verfolgen, die Kinder mit dem Boden, der sie geboren hat, in innigste Beziehung zu setzen. Somit ist die Heimatkunde im »veitesten Umfange in den Mittelpunkt des Unterrichts zu stellen, und alle andern Fächer haben sich untergeordnet darum zu gruppieren." Nachdem Moritz Gassel eine Stunde lang gesprochen und damit sein pädagogisches Glaubensbekenntnis entwickelt hatte, herrschte zwei Minuten tiefe Stille. Dann räusperte sich der dicke Vorsitzende. ,^at einer von den Herren etwas dazu zu bemerken?" Wd) kie saßen da wie die Oelgjötzen. Keiner rührte, sich. Was von dem Trptt ihres Amtes ablag, wurde vor, ihnen mit seltener Einmütigkeit ignoriert. Endlich meldete sich Sebaldus Pohl und beantragte, zur Tagesordnung überzugehen. Die anderen nickten. Es war besser, bte Moritz Gasselschen Ketzereien in der Versenkung verschwinden zu lassen, als sich mit ihnen zu beschäftigen, um srch womöglich an ihnen zu infizieren. Ehe es aber zur Abpimmung kam, verlor Moritz Gassel die Selbstbeherrschung und schrie Sebaldus Pohl, dem lieben Kollegen von per andern Konfession, seine Schändlichkeit ins Gesicht, warf chm w heftiger Erregung Unkollegialität vor und gab die Geschichte von der geheimgehaltenen Hupferkarte zum besten. Den andern Kollegen war die Sache sehr peinlich, doch sie konnten wenigstens Moritz Gassels Entrüstung begreislich finden. Sebaldus Pohls Entschuldigung, daß er diese Karte durchs Schriftstück betrachtet hätte, schlug nicht « bin überzeugt!" rief Moritz Gassel heftig, „daß Kollege Pohl die Kürte in böser Absicht unterdrückt hat. Ich als Protestant hätte eine solche Gerneinheit nicht auf mein Gewissen nehmen können. Mer er als Katholik hat es bequemer. Er geht zum Pfarrer und beichtet es ab." Dieses Wort wirkte wie eine Bombe. Der Vorsitzende sprach eine Rüge aus, weil konfessionelle Streitigkeiten von den Beratungen des Vereins ausgeschlossen seien. Sebaldus Pohl fand in den beiden katholischen Kollegen, die außer ihm noch dem Verein angehörten, tatkräftige Unterstützung, und alle drei verließen unter Protest den Sitzungsraum. Die andern setzten sich nieder zum edlen Skatspiel. In der nächsten Versammlung, die in Guhre abgehalten wurde, verlas dqr beleibte Vorsitzende die Austrittserklä- runa der drei katholischen Kollegen, die sich unter dem Vorsitz Sebaldus Pohls zu einem neuen Verein zusammengeschlossen hätten. „Das haben wir Ihnen zu verdanken!" wies er Moritz Gassel ärgerlich zurecht. „Sie haben den Verein gesprengt. Sie haben den Keil der Zwietracht Hineingetrieben. Sie sind jung, Sie sind noch nicht angestellt, Sie müssen sich von den älteren Kollegen schon etwas ^gefallen lassen!" „Fällt mir gar nicht ein!" unterbrach ihn Moritz Gassel. „Bor den Satzungen ist jeder gleich." „Mer die größere Erfahrung muß man achten!" brüstete sich der Vorsitzende und legte gravitätisch die rechte Hand aus die mittleren Westenknöpfe. „Sie sind überhaupt ein Revolutionär. Sie haben in Ihrem Bortrag Ideen ent-« wickelt, die den Lehrerstand und damit die Schule aufs schwerste kompromittieren. Und dabei l)aben Sie noch nicht einmal die ztveite Prüfung gemacht. Seien Sie froh, daß Ihre Vorgesetzten nichts davon erfahren. Mir könnte sonst um Ihr weiteres Fortkommen angst und bange werden." „Wer gibt Ihnen das Recht dazu, mich abzukanzeln!" rief Moritz Gassel empört und sprang auf. „Mein Alter und meine Erfahrung!" erwiderte der Vorsitzende, und die anderen vier nickten gravitätisch dazu. „Schulmeister!" schrie Moritz Gassel laut und hob die Faust. „Schulmeister seid Ihr! Mich werdet Ihr nicht schulmeistern. Macht eure Bereinsschläfchen ohne mich. Aber ich würde euch raten, gleich mit dem Skat anzufangen. Die Gehaltsfrage ist ja geregelt." Damit schlug er die Tür hinter sich zu. Nie wieder nahm er an den Sitzungen teil. Ausgeschlossen aber wurde er nicht. Der Verein konnte unmöglich auf einen Ruck zwanzig Prozent seiner Mitgliederzahl einbüßen. Auch nrußte der Austritt schriftlich beantragt werden. Moritz Gassel zahlte in der Folgezeit seinen Beitrag und war damit zufrieden. Sein Garten war ihm seine Welt, benn die Ferien brachen herein. Er erzielte mit Hilfe des alten Abrahams gute Einnahmen, legte die Hühnerzucht an, sing Schwärme ein, behäufelte die Spargelpflanzen und freute sich über die Obstbäumchen, die dieses Jahr schon dankbar trugen. Am Abend dachte er zuweilen an seine zweite Prüfung, die er nächste Pfingsten machen wollte. Aber die Bücher, die er sich zur Vorbereitung heranholte, verrnochten ihn nicl)ft m interessieren. Und er legte sie wieder, beiseite, in dev Hoffnung, im Winter damit bessere Resultate zu erzielen. Die Gutsernte verlies zufriedenstellend und gab reiche Erträge. Der Baron ging in dem Betrieb seiner Landwirtschaft auf, und August Knorreck freute sich darüber, wenn er's auch nicht zeigte. Auf Hugo wartete er aber vergeblich. Statt seiner kam eine Karte rnjit der kurzen ^totiz, daß er, seine Ferien au.f Weihnachten verschoben habe, weil er den verantwortlichen Redakteur des Tagesberichtes zu vertreten hätte. Er rückte allmählich herauf. An welcher Zeitung er wirkte, verriet er noch immer nicht. „Also Weihnachten!" knurrte der Inspektor in sich hinein. „Dann werde ich ihm schon den Kopf zureclMetzeri. Verschieben wir's so lange!" (Fortsetzung folgt.) Zur pflege des Bon A. Bo Keimatsinner. >tzler. (Schluß.) Erfreulicher,veife mehren sich in den letzten Jahre,! die Be- strebunaeu aus den versänedensten Gebieten, die darauf lstnaus- gehen, das Heimatgefühl besonders bei der ländlichen Bevölkerung stärken, die Hemmt ,nieder lieb und ,oert zu ,nack)en und damit eine, die Vvlkskrast scl)Hdigende übermäßige Abivandening in die großen Städte hintanzuhalten. Zu diesen Bestrebungen gehören auch die Versuche, unsern Dörfern und Landstäütchen wieder ein traulick-es Aussehen und einen gemütvollen Eindruck zu ver- fchaffep, kurz, das Torfbild zu verschönern. Schön ist es. wenn» das Dorf von einem Kranze wohlgepflegter Gärten eingeschlossen ist, und diese wieder mit einer lebendigen Hecke aus Hainbuche, Weißdorn, Haselnuß und Fichten umgeben sind. Und wo ein Rain ist, wo eine Schlucht hinzieht, da pflanze man Hecken. An Eisenbahndämmen wirkt außerdem die Anpflanzung von Akazie wie eine Verankerung gegen Dammrutschungen. Dadurch wird das Landschaftsbild einmal abweckffelungsvoller, lieblicher und sck-öner, und dann haben in den Büschen die treuen Kameraden des Landmannes, die nützlichen Vögel, Nistplatz und Versteck gegen Habicht und Katze. Empfehlenswert ist ferner die Anlage eines Teiches in her Nähe des Dorfes. Sauere Wiesen sind in jeder Dorfgemarkung ^u finden. Vorteilhafter als das kostspielige Trainieren wäre da die Anlage eines Fischteiches, der rings mit Waiden Pflanzungen umgeben sein kann. Daran könnte sich ein Bleichplatz mit regelmäßig verteilten Pfählen zum Aufhängen der Wäsche anschließen. An des Dorfes steingcfaßter Quelle noch 2 schattenspendende Lindenbäume könnten hier ein tvahrl-aft idyllisches Plätzchen schaffen. Im Winter bietet der Teich eine schöne Eisbahn für unsere Jugend. Und ihr dazu auch noch eine Rodelbahn verschaffen, ist eine Forderung, die schlechterdings nicht mehr von der Hand gewiesen werden kann. Mich erfüllt es immer mit Wehmut, wenn ich sehen muß, lvie die Kinder vor dein Polizeidiener und Gerwarmen in die Höfe flüchten, tvenn sie mit ihrem Schlitten auf der abschüssigen Dorfstraße lustig dahingleite::. Ich gebe ja zu, daß die Straße für den Verkehr frei bleiben muß und die glatten Stellen Unfälle für die Passanten zur Folge haben können, aber dann schütte man das Kind nicht mit dem Bade aus, sondern schaffe eine künstlich. angelegte Rodelbahn abseits des Verkehrs. Bei jeder Feldbereinigung kann hierauf Rücksicht genommen werden. Mit dem Rodelverbot ist es gerade wie mit dem Spinnstnben- verbot bestellt. Wer sie nicht dulden will, der verbiete sie nicht einfach, sondern schaffe bessere Verhältnisse, die jede Gefahr im gemeinsamen Verkehr unserer Heranwachsenden Jugend ausschließen. Nicht bloß verbieten, sondern verbessern, wo es not tut. So wie die äußere Umgebung des Dorfes einen freundlickien Eindruck machen soll, ebenso das Dorf selber, der Hausbau, Straßen, öffentliche Plätze, Kirche und Schule, Backhaus, Spritzenhaus usw. Schönheit, praktische Anlage und Ausführung dürfen sich nicht gegensätzlich gegenüberstelle?:, sondern müssen sich größtenteils decken. Bei den alten ländliäien Bauten sind diese Richtlinien in allererster Linie zum Ausdruck gekommen. Auf die Gestaltung der Haus- und Hofanlage haben von jeher Bodenbeschaffenheit, Formation, klimatische Verhältnisse, Charakter und Lebensgenwhnheit der Bewohner eingewirkt. Davon haben sich nicht geändert Volkscharakter, Nimatische Verhältnisse. Geändert haben sich die Lebensgewohnheilen und die Bodenbeschaffenheit, die durch den intensiveren Betrieb der Landwirtschaft verbessert ist, so daß also heute eine Umbildung des alten. Hauses ben modernen Anschauungen und Ansprüchen entspreck^end erfolgen darf. Hier sollte der Staat durch gesetzlich^ Maßnahmen die neuzeitliclum Bestrebimgen unterstützen und namentlich die technischen Bildnngs- anstalten sollten sich dieser Aufgabe mehr annehmen, so daß eS den Behörde?: leichter wird, nicht nur auf dem Papier, sondern! auch in der Praxis Heimatschntz zu treiben. Zur Förderung heimatlicher Baurveise ist ferner zu empfehlen, wenn seitens der Kreisbehörde ftir ländliche Bauweise ein Preisausschreiben erlassen loürde, daß innerhalb einer festgesetzten Zeit — etwa 2 bis 3 Jahre — für einen bis dahin zur Ausführung gelangten Bauplan eines Bauern- oder Arbeitenvohnhauses zroei Preise ausgesetzt wiirden. Die Wohnhäuser müssen ziveckent- spreckxmdc Gestaltung, ländliche Eigenart und lieimatliche Bauformen auftveisen. Zum Wettbelverb sind nur Häuser zugelassen, deren Baukosten nicht über 8000 Mark kommen In den Preis teilen sich Planverfertiger und Bauherr zu gleichen Teilen. Das Preisgericht wird von der Kreisbehörde bestimint Wie ein altes Haus neuzeitlich umgebaut und dabei der alte Baustil doch beibehalten, ist bei Renovierung der Großen Lindener Pastorei mustergültig ausgeführt worden. Pfarr und Schulhäuser sollen überhaupt dem Orte zur Zierde gereichen und sich in ihrer Bauart dem Charakter der ganzen Dorfanlage anpassen. Bessere Zeiten sind ja gekommen, und was Schulhausbauten betrifft, ist in dem letzten Jahrzehnt in unserem Kreise geradezu Vorbild»- liches geleistet worden. An den Schul hausbauten der achtziger und neunziger Jahre dagegen erkennt man auf den ersten Blick, daß sie unter dem Druck einer strengen, auf Ersparnisse zielenden Rechnungskammer ächzend und flucknmd init Reißschiene und Zirkel aus einem vielmals als zu kostspielig beanstandeten Entwürfe herausgepreßt sind, und das, was daraus entstanden, ist ein Angst- und Notprodukt. Wo sich Fachwerkbauten vorfinden, sollten die Besitzer bei Renovierung de?: alten Verpuß entfernen lassen und das Fachwerk ??:it eine??: gefällige?? Anstrich ?vieder hervortreten lassen. Mit den unschöne?: Backsteinkästen kann durch einen hellgrauen Verputz, weißem Fensteranstrich, iveiß oder grün gestrichener Kandel ettvas mehr Freundlichkeit abgetvonnen werde?:. Ein weiterer Schmuck eines jeden Hauses kann durch Anpflanzung iwn Spalierobst und Rankengewüchsen erreicht lverden. Nichts ist so geeignet, den Gebäuden etwas Anheimelndes zu verleihen, alB das Bepflanzen mit grünen Ranken. Wo Weinrchen oder Obst- spalierbäume aus irgend einem Grunde nicht zweckmäßig oder un- bel?ebt sind, empfehle ich das Anpslanzen von Schlinggewächsen, i • Efeu, Kletterrosen, wildem Wein, Pfeifenstrauch und Wald- rebe. Ta aber die Anpflanzung von ausdauernden Schlinggewächsen mcht überall durchführbar ist und es auch immerhin mehrerer Jahre bis zur vollen Entfaltung bedarf, so empfehle ich ferner die Anbringung von geschmackvollen Blumenbänken und die Ausstellung von Blumenkisten und Blumentöpfen vor den Fenstern. Als Topfpflanzen, die ziemlich anspruchslos, schnellwüchsig und schönblütig sind, haben sich bewährt: Geranien, Fuchsien, Kala. Kaktus, Wasserbalsaminen, Astern, Buntwicke und Malwe. Wo es angeht, nwge ein zierliches Borgärtchen mit hoa>- sbämmigen Rojen, Nelken. Levkojen, Astern und Reseden gegen d:e Straße abschließen. An Stelle solcher mit Holzspalier ein-, gefriedigten Vorgärten, die an verkehrsreicher Straße liegen und :m Straßenstaub niemals die gewünschte Wirkung erzielen, erweisen sich baumbestandene Rasenflächen mit Mauer und darauf hinziehendem niedrigen Lattenspalicr auf die Dauer zweckentspre- chender und für die Gesamtwirkung, ?:amentlich in der Baumblüte, angenehmer. Hierzu kommt noch die Nutznießung an Obst und die geringe Pflege, die sie beanspruchen. Eine besondere Beachtung seitens der Gemeindeverwaltung verdient das Hauptgebäude des Torfes, die Kirche. Sie darf niemals die Spuren des Verfalles an sich tragen. Wo angängig, muß die Umgebung gärtnerische Anlagen aufweisen. Die Wege müssen gepftastert oder mit Kres bestreut sein. Im Innern der Kirche dürfen zur Schmückung des Raumes keine Nägel in Kanzel und Emporen eingeschlagen »oerden. Dafür seien Häkchen angebracht, die diesen Ziveck eWllen. Innerhalb des Torfes können durch Verebnung hügeligen Geländes oder Ausfüllen von ehemaligen Sleinbrüchen freie Plätze geschaffen werden, die, mit Bäumen bepflanzt, zu Turn- und Spielplätzen wie geschaffen sind. Auch alte Brunnen sollten bei Neuanlegung einer Wasserleitung beibehalten und der Platz Mit einer Ruhebank versehen lverden, daß an (sonn« und Feiertagen den älteren Leuten eine Gelegenheit zum Plaudere stündchen gegeben ist. An diesen Brunnen und auch auf anderen freien Plätzen inmitten des Torfes ist auch die geeignetste Stelle für Pflanzung eines Gedächtnisbann:es, lvie Jahrhunderteiche, Lutherltnde, Reformationslinde, Kaiserlinde usw. Zur Reinhaltung der Straßen ist Gossenpflasterung unerläßlich. Lagerplätze für Bauholz, Steinhaufen, Kehrichthaufen und anderem Unrat dürfen innerhalb des Torfes nicht IÄmldet lverden. Und kommt noch zum Gltten der Glanz und Lxhi.mm.er durch Anlage einer Baumallee längs der Straßenzeile, dann ist ein Torfbild geschaffen, das Heimatliebe weckt und stärkt. Glücklicherweise konnte das Hasten und Jagen unserer Tage bei dem vorwiegend konservativen Sinn unserer Landbevölkerung bisher nur einen Bruchteil des Volkstümlichen verlvischen. Noch ist an manchen Orten reger Sinn für heimatliches Wesen erhalten. Er muß gestärkt, gepflegt und zu friscl-em, frohen Wachsen und Gedeihen gebracht lverden. Mfit ihm bleibt ein lvescntlicher Faktor zur Festigung unserer Bolkskraft, zur Pflege de??tschen Gemüts» lebens bestehen. tebenrinitlelpreise in Gietzen in den Teuerungsjahren ^6 und 18g. Von Dr. H. Berg 6 r - Gießen Vor den Befteiungskriegen, im Jahre 1811, lvaren die Lebensmittelpreise in Gießen ?wch billrg Man erhielt 1 Pfd. Ochsenfleisch.fnr 29 Pfg, Rindfleisch für 20 Pfg., Schlveinefleisch für 29 Pfg. Tas Pfund Wurst kostete 27 Pfg., das Pftmd Sckftn- ken 46 Pfg Butter und Fett waren verhältt?:Smäßig teuer : denn man zahlte für das Pfund Butter 60 Pfg., für das Pfund Fett 48 Pfg. Tie Preise für Brot mtl> Backnxrren hielten sich, den Frnchtprcisen entsprechend, — da das Achtel <200 Pft>.) Weizen 18,80 Mk., das ?l!ch1 el Korn 10.20 Mk.. das Achtel Gerste 6.50 M. kosteten —, in mäßigen Grenzen. 4 Pfund Schwarzbrot waren zu 32 Pfg. erhältlich: für 1 Kreuzer (3 Pfg.l erhielt nur?? 66 Gr. Milckchrot, 150 Gr. „Taigscher". Tie Milch ?var in? Liter zu 10 Pfg. zu haben. Während der Befreiungskriege stiege,? trotz des Mehrverbrauchs von Lebensmitteln die Preise verbaltnis???äßig nicht übennäßig Ter "Aufschlag bei Ochse??-und Rindfleisch betr?:g in? November 1813 gegen ftüher nur 1—2 Pfg Dagegen war die Steigerung bei S W4 var um 17 Pfg. gestiegen: eS kostete 1817: 50 Pfg. Für Rindfleisch mußte man jetzt 44 Pfg. zahlen statt 23 Pfg. im Jahre 1816. Der Preis für Schtveinefleisch stieg von 36 Pfg. auf 44 Pfg., der für 1 Pfd. Schzveinefett pon 63 Pfg. auf 90 Pfg. Zahlte man 1816 für 1 Pfd. grob geschälte Gerste 21 Pfg., so war jetzt dafür 36 Pfg. zu zahlen. (Die hier ermittelten Preisverkältnisse für Lebensmittel sind, wie man damals rechnete, in der Guldenwährung angegeben und ionr- den hier in die Markwährnng umgeivandelt.) Erwägt man, daß die Einkommensverbältnisse sehr mäßig, der Arbeitsverdienst von damals nur den fünften Teil von heute betrug und der Geldwert mindestens dreimal so hoch war wie heute, so würde man. mit den heutigen Verhältnissen verglichen, Zahlen feststellen, die das Bild der damaligen Teuerung in geradezu erschreckender Weise beleuchten. Ueberalt wurden Suppeuanstalten errichtet, um der Not der ärmeren Bevölkerung zu steuern. Die Gießener Armenkasse half, soviel sie konnte. Die Stadtkasse schaffte Zaatkartofselu an, die an dürftige Personen abgegeben wurden. Zum Glück brachte das Jahr 1818 einen Rückgang der unerschwinglichen Lebens mittel preise von 1817; immerhin waren sie noch hoch genug: denn sie bewegten sich zun, Teil noch über den Sätzen von 1816. Erst 1820 war wieder der Preisstand von 1813 erreicht. _____ vermischte». '«Er haut drein w i e D e t t e >, h o f e r*. Auch tu Galizien wieder, wie schon zu verschiedenen Malen in diesem Kriege, haben die bayerischen Truppen besondere Tapferkeit gezeigt. Dabei mag daran erinnert ,verden, baß eS lange im deutschen Heere eine sprich- wöttliche Redensart gab: „Er hant brciii wie Dettenhoser*, die ans eiii Vorkommnis ans dein 70er Kriege znrückzuführen ist. Franz Dettenhofer, Korporal des Königlich Bayerischen 3. Chevauxlegers- Regiments, erhielt am 7. Dezenlber 1870 nach dem Gefecht von Meung abends den Befehl, auszukundschasteu, ob eine am Tage besetzte Batterie noch im Besitz der Bayern sei. Mit acht Mann ritt er vor imb bemetfte plötzlich ans eine Entfernung von 70 bis 30 Schritt eine französische Abteilung von etwa 25 bis 30 Mann, französischer Infanterie, Me bäuerische Gefangene, darunter einige Offiziere, eskortierten. Einer der- Gefangenen rief Detteu- hofer zu: .ChevauxlegerS, wir sind gelangen, reitet zurüch so,ist ergeht es euch ebenso !* Und gleichzeitig begannen die Franzosen aus die bayerischen Reiter z,l schießen. »Bei uns werd nix g'fangt,* antwortet Korporal Dettenhofer lind cnU seinen Leuten zu: .Haut's z,^ was könnt'sl* Und fällt mit seinen Leuten über dre Franzosen her. Er tötete 8 Mann, machte 14 Gefangene und befreite die gefangenen Bayern. Von seinen Leuten ,var nicht einer verwundet. Bald fand sich ein bayerischer Volksdichter, der die Tat des tapferen Franz Dettenhofer, der später in Freising bei München etil bekannter Hotel,virt war, tu einem zun, Volksliede gewordenen Gedicht in bayerischer Mundart besaiig, in deni es heißt: »Mir ian net g'fangt — Schwalanaschier haut's dreiii,' Schreit Dettenhofer, sprengt uiiter sie 'nein. Hurra! Tie tapfer,! Schwalangschier, Die hauen frisch ein, ganz ohne Schenier." * Au» der chinesischen Medizi,,. Eigenartige An« schauuugen über Natur und Bedeutung de» Pulse- bei den Chinesen wiegeln Mitteilungen a»lS der ärztlichen Wissenschaft des Volkes der Mitte ivieder, die Tr. H. Vortisch van V l o t e n in dem Archiv für Schiffs- und Tropenhygiene gemacht hat. Danach halten die ch'ne,ischen Aerzte, di« übrigens weder z»ir Wissenschaft, „och zu den vier aneickannten Ständen, sondern mit Wahrsagern, Schauspielern und Barbieren zu den »Nenn Unstäten* gehören, den n « ic H ü0in Blute erzeugt, da? nach ihrer Ansicht in den Benen feststeht, sondern von der .Lebenslust*. Das Anssetzen de« Beziehungen zur Lebensdauer. Setzt er einmal bei 50 schlagen ans, so ist der Mensch gesund, bei 40 Schlägen stirbt er in 4, bei 10 Schlägen in einem Jahre. De»n Patieliten, besten Puls zum Metall gehört, droht im 7. oder 8. Monat der Tod: wenn er dann nicht stirbt, wird er wieder gesund. Außer dem Pulse, der zun, Metall gehört, gibt eS a,ich solche, die zu den anderen Ele,nenten. Waster, Feuer, Holz, Erde in Beziehung stehen. Der Arzt richtet sich in seiner Behandlung nach den, Grundsatz« Lüvllis. dissimilibus, d. h. er kuriert mit den» Mittel, daS die entgegengesetzte Wirkung hat: also gibt er bei »Heißem Feuerpul»* eine »kalte WasseraiHnei*. _ vllchertisch. — Unser Seeheld Weddigen. Au- der Schar der namenlosen Helden, die zu Abertausende,, in treuer Pflichterfüllung und freudiger Hingabe den Opfertod für unser Vaterland erleiden, ragen einzelne hoch empor: die Führer und Liebling« in dem furchtbar blutigen Ringen um Dentschlaiids Ehre i»ud Freiheit. Unter ihnen nimmt Otto Weddigen einen ersten Matz eil». Da ist es eine Pflicht der Dankbarkeit gegen ihn und sein treildeutsche» Heldentum, ,venn wir in Stnndeu füllen G.deukenS den Entwicklung-- nnd Werdegang des nnvergeßlichen Kon,Mandanten von „U 9* und »11 29* mit liebevoller Andacht verfolgen. Dr. Otto Weddigen, cm Namensvetter des vor den, Feinde gebliebenen Unterseedootführers, zeigt uns in lebendiger, packender Sprache Otto Weddigen als Mensch und als Soldat, als Offizier. Wir dc- gleiten ihn durch die Jahre seiner Jugend- nnd Knabeuzeit, bis er Seekadett der Kaiserlichen Marine ivtrd, nnd verfolgen von da an mit regeu, Interesse seinei, Lebensiveg bis zu lenem großen unvergeßlichen Augenblick, da eS seiner Tatkraft und Unerschrockenheit am 22. September 1914 gelang, mit seiner kleine!,, tapferen Schar drei englische Linienschiffe in den Grund zu bohren. Das Buch (Preis 1 Mk.), da« im Verlage August Scherl, G. m. b. H., Berlin, erscheint, enthält 80 Seitei, Text, ist mit einem künstlerischen Umschlag versehe,» „l,d mit 10 Abbildungen geschmückt. — »Der letzte Dl a n n*. Der bekannte Marinemaler Professor Han» Bohrdl hat uns itt seinen, Monnmental-Gcmälde »Dar letzte Mann* ein eindrucksvolles Kriegsdild geschenkt. Der Vorwurf knüpft an den heldenhaften Untergang unserer Uebersee- Flotte bei den FalklandS-Jnseln an. Deutscher Seen,anirsn»ut und deutsche^Treue, so oft im deutschen Liede geleiert, sind in der ruhmreichen Seeschlacht bei de,r FalklandS-Jnseln wieder einli, al herrlich zur Tat geworden. Gegen große Uedermacht haben deutsche Schiffe sich dem Gegner zu offeiter Schlacht gestellt, und Deiitschlands Schiffe »Gneisenau", .Scharnhorsts, „Nürnberg* und „Leipzig* haben bei ihren, Untergange nach tapferen, Kampfe auch den letzten Mann mit in die Diese genoinmen — nur keine Gnade von dem verhaßten Gegner! Ja, selbst im letzten Augenblicke, als die versunkene »Leipzig* noch einmal kieloben treibt, ersaßt ein bereits mit den Wetten ringender Matrose noch eine deutsche Bootsstagge und erklimmt mit ihr de», an» dem Waster tauchenden Kiel des Schiffes. Mit nerviger Faust den abziehenden und brennenden englischen Dreadnoughts drohend, schwingt dieser »letzte Mann* „och einmal die schwarz-weiß rote Flagge fürs Vaterland. Der Verlag von Otto Gustav Zehrseld in Leipzig hat das Bohrdtfche Gemälde durch Vervielfältigungen den, Knlisthandel zugängig gemacht und dadurch ein würdiges Schinuckstück für das deutsche Heiin geschaffen. (In künstlerischen, Vierfarbendruck Mk. 4.-). - — Kürschners B ü ch e r s ch a tz. Als 1010. Band ist unter dem Titel „Aus M a s u r e n s Wäldern" eine Sammlung von vier größeren Erzählungen aus der Feder Fritz S ko wrönne ks erschienen. Der Verfasser, der seine mahiriiche Leimat kennt wie fcinn ein anderer, schildert uns mit der ,hm eigenen Frische. Lebendigkeit und Ursprünglichkeit die bisher in Deutschland so rvenig bekannt gelvesenen Gegenden unseres Vaterlandes, die durch die unsterblichen Siege Hindenburgs mit einem Schlage in den Mittelpunkt imseres allaemeinen Interesses gebracht worden sind. Alle, die diesen Band lesen und ztvar nicht nur die Feldgrauen allein, werdendem Autor dankbar sein für die vortrefflichen und lebenswahren Schilderungen, die er uns hier von seinen engeren Deimatsgenossen entworfen hat. Tauschrätsel. Segen — Onkel — Aln, — Hebel — Taube — Ader - DachS — Horn — Mauer — Asche — Falle - Elster — Hand. Die Anfangsbuchstaben vorstehender Wörter sind mit anderen Buchstaben derart zu vertauschen, daß man ebenso viele neue Wörter erhält, deren Ansaugsbuchstaben den Namen eines Bildhauers ergeben. Atlstösung in nächster Nmnmer. Auslösung des Rösselsprungs in voriger Nummer r -Faß daS Leben schnell: Laß keiner Stunde Zeigerschlag vorüber, Wo du nicht sagst, der Augenblick war mein, Ich habe feine Freude», auSgekostet, Kein Tröfleiu Balsam ließ ich in den, Kelch. Die Zeit ist schnell, noch schneller ist daS Schicksal. Wer feig des einen Tages Glück versäumt, Er holt- „tcht ein, und wenn ihn Blitze trügen. Körne vchristkektuug: Aug. Goeh. - Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen UniversitätS-Buch- und Eteindruckerei. R. Longe. Gieß,»*