Zurück zur Scholle. Roman von Ewald Gerhard Seeliger. (Nachdruck verboten.) * (Fortsetzung.) Für Hugo aber hatte das sein Gutes. Ms er während des Prozesses in der Redaktion einer radikalen Zeitung erschien, um einen zahmeren Artikel los zu werden, wurde inan auf seinen Namen aufmerksam und fragte ihn ohne weitere Zeremonien, ob er Gerichtsreporter werden wolle. Das Gehalt war nicht groß. Hugo, der vor der entehrenden Notlage stand, nach Hause schreiben zu müssen, um sein Wort zurückzuverlaugen, griff mit beiden .Händen zu und schabte sich die Aermel auf den Schranken des Schöffengerichts blank wie zwei silberne Spiegel. Hier wurde seine Weltanschauung geivaltig gefördert, indem er sich stets in innerlicher Opposition den juristischen Organen gegenüber befand. Der Richter war ihm nichts anderes als das Instrument, dessen sich die Gesellschaft zur Vergewaltigung des Individuums bediente. Auch an den kleinsten und lächerlichsten Magesachen konnte das haarscharf nachgewiesen werden. Immer nahm Hugo Knorreck für den Angeklagten Partei. Den radikalen Lesern der Zeitung gefiel das sehr. Da er außerdem jeden einzelnen Fall von der höheren Warte seines Individualismus ans betrachtete und mit immer kühneren Strichen die notwendigen Folgerungen zog, zeigten seine Berichte eine so entschiedene persönliche Färbung, daß sich die leitende Stelle der Redaktion bald veranlaßt sah, diesen jungen, begabten Mann höher heraufrücken zu lassen. Man ließ ihn auf das Landgericht los, vor den: eben ein großer, sensationeller Prozeß gegen einen genialen Spekulanten zur Verhandlung kam. Jetzt inachte Hugo Knorreck die Probe auf fein Weltanschauungsexempel. Und es stimmte aufs Haar. Dieser Kaufmann, der mit seinen Gründungen zehntausend Menschen Brot geschafft hätte, wenn er nicht über einen lächerlichen Paragraphen der Gesellschastsmoral gestolpert lväre, dieser Napoleon des Geschäfts, diese Eroberernatur, wurde unschädlich gemacht, indem man ihn ins Gefängnis warf. Wie hätte ihm aber dieselbe Gesellschaft zugejubelt und sich schmuurelnd an seinen Dividenden beteiligt, wenn ihm sein Borhaben geglückt wäre! Nach dieser Talentprobe durste Hugo Knorreck zuweilen einen Leitartikel schreiben. Selbstverständlich mußte er sich dabei etwas inäßigen, und das siel ihm schwer genug. Schon winkte ihm eine feste Anstellung, da nahm er §ich heraus, seine Abneigung gegen die sozialdemo- tratische Partei, dieses Nonplusultra der gesellschaftlichen Unmoral, zu kennzeichnen, und er saß plötzlich auf dev Straße. Die Zeitung konnte, obwohl sie sich, liberal nannte, einel^solchen erzkonservativen Mitarbeiter nicht brauchen. So saß Hugo Knorreck binnen eines halben Jahres z>um drittenmal mit leerem Beutel und leerem Magen vor oer traurigen Notwendigkeit, verhungern oder sein Wort zurückfordern zu müssen. Doch das Guick im Unglück verließ ihn auch diesmal nicht. Der Redakteur der X-Zeituug hatte sein Sck)icksal verfolgt, seine grundsätzliche Abneigung gegen die unmoralische Arbeiterpartei aus dem Leitartikel der Bür- gerzeituug erfahren und bot ihm schon drei Tage später schriftlich den Posten des Gerichtszeiruugsredakteurs an. Hugo schlug ihn nicht aus. verfiel völlig dem Tintenfaß, handhabte Papierschere und Leimpinsel mit gelassener Geschicklichkeit und lvurde allmählich in diesem konservativen Betrieb, in den er auf Grund seiner Abstammung sehr gut hineinpaßte, von den extremeren Folgerungen seiner Weltanschauung bekehrt. War denn1)ie Moral etwas Absolutes? Schließlich hatte die Moral der Gesellschaft dieselbe Berechtigung wie die des Individuums. Es kaiu nur darauf an, welche von beiden starker war. Und das war nicht die der Gesellschaft. Damit konnte man sich schon trösten! Individuen wie Napoleon sind selten, wenn sie aber auftreten, dann buttern sie die ganze faule Gesellschaft durcheinander wie Hirsepavpe! Hugo Knorreck aber hatte alle seine Napoleonsgelüste ansgegeben. Der elende Kamps um den Groschen hatte ihn ^anz mürbe gemacht. Er fühlte sogar schon etwas wie Befriedigung in seiner neuen Stellung und schrieb aus dieser schönen Empfindung heraus, nicht länger ein unnützes Glied der menschlichen Gesellschaft sein zu müssen, den ersten längeren Brief nach Britzkawe. Als dieser Brief ankam, war der Park schon ohne Blätter, und die Novemberstürme brausten um das Herrenhaus. August Knorreck, der glücklich die Wintersaaten in den Boden gebracht batte und sich etwas verschnaufte, wurde wild, als er die Nachricht empfing, daß Hugo an eine Fortsetzung der Studien nicht mit einem Worte dachte. Die Mutter flehte, der Bater drohte. Es hals nichts. Hugo schrieb als Antwort ans eine Postkarte: „Ich bin ein Mensch für mich und l?be mein eigenes Leben von nun an. Mein Wort Ijalte ich, und nicht nur auf ein Jahr, sondern hoffentlich fürs ganz? Leben. Im Juli fommc ich auf ein paar Wochen heim. Gruß Hugo/' Die Mutter wollte nach Berlin reisen, aber August Knorreck verbot es ihr ernstlich. Auch Hedwig riet ihr ab. Und so blieb Hugo, der Mensch für sich, allein in Berlin und sich selbst überlassen bis zum Juli! Mit dem Herbst kamen für Malviue von Winkülberg schwere Wochen. Ihr Gang wurde schwerfällig. Matt und krastlos lehnte sie den größten Teil des Tages in den Kissen des Sofas. Wunschlos und müde blickten ihre Augen. Kein Laut der Klage kam über ihre Lippen, aber Fritz von Winkelberg sah, daß sie viel schwerer litt als vor Cäcilieus Geburt. Täglich wuchs feilte Sorge, und Daniel Zpuppack mußte säst jede Woche nach Zdurotschin fahren, um Doktor Bicljchowskh zu holen. Der aber lvar seiner Diagnose sicher, nahm die Krankheit leicht und sprach fortwährend Mut ein. — i „Lassen Sie nur erst das Kinld ba fein!" sagte en Muitt Äaron, als er ihn auf Ehre und Gewissen fragte, wie es stände. „In demselben Augenblick verschwinden alle diese Erscheinungen." Trotzdem verließen Fritz von Winkelberg die Sorgen nicht. Er dachte an das lange Krankenlager, das Cäciliens Geburt gefolgt war, wich kaum eine Stunde von seiner leidenden Gattin, rückte ihr die Kissen zurecht und hielt jede Störung von ihr fern. Aber ihre Kräfte nahmen stetig ab. Vierzehn Tage später verordnete Doktor Bielschowsky Bewegung. Aber nur mit großer Mühe und Anstrengung vermochte die Baronin ein paar Schritte durch das Zimmer zu machen, gestützt auf den Arm ihres Gatten. Sie begann zu klagen und verlangte zurück zur Ruhe. Jetzt machte der Doktor doch ein nachdenkliches Gesicht, murmelte etwas von Komplikationen, versprach wiederzukommen und verlangte, sobald sich neue Symptome bemerkbar machen sollten, sofort benachrichtigt zu werden. Doch das Leiden hielt sich in den alten Grenzen. „Hast du Schmerzen?" fragte Fritz von Winkelberg ängstlich, als sie einmal die matten Augen schloß. „Nein!" flüsterte sie und versuchte, mit dem Kopfe zu schütteln. „Eher das Gegenteil. Meine Glieder sind so leicht, daß ich sie kaum noch fühle." Näjchtle um Nächte saß er an ihrem Läger. Er magerte ab, sein Blut wurde fiebrig, und sein Herz setzte zuweilen aus. Aber er wachte weiter bei ihr. Denn nur, wenn er ihre Hand fest in der seinen hielt, fand sie den Schlaf. Sobald er aber, zum Hinsinken erschlafft, am Morgen sein Lager aufsuchte, erwachte sie und lauschte mit angstvoller Seele auf die rauhen Stürme, die das Haus umrasten und an den Fensterläden rüttelten. Doktor Bielschowsky war mit seiner Kunst zu Ende und verordnete nun sich selbst Mut und Geduld. Dem Baron aber empfahl er ernstlich, sich zu schonen. Denn zu dieser ununterbrochenen Aufregung im Hause kamen bald neue Aergertichkeiten von außen. Das Wild hatte sich so stark vermehrt, besonders die Hasen, daß die keimen'- den Saaten, die überdies, weil es nicht schneien wollte, dem Frost ansgesetzt waren, an vielen Stellen große Fraßflecken zeigten Karl Ruppert, der Förster, war mit seiner Büchse machtlos gegen das Geschmeiß. Auch die Gärten des Dorfes hatten viel zu leiden, nur der Schulgarten blieb verschont. Denn aus die Ausbesserung des Zaunes hatte Moritz Gassel besonderes Gewicht gelegt. Die Bauern aber wußten sich anders zu helfen. Sie nahmen noch eine Latte heraus und hingen eine gelbe Schlinge aus Messingdraht davor. Fand Karl Ruppert einmal ein solches Mordinstrument, dann wollte der Besitzer nichts davon wissen. August Knorreck brachte die Sache vor den Baron, der sie sehr milde beurteilte. 6 _ „Verschonen Sie mich mit solchen Kleinigkeiten!" bat er inltandig „Später wollen wir darüber sprechen. Göiinen Sie doch 'den Leuten den Braten und seien Sie froh, daß wieder ein paar Hasen weniger sind." "Wie der Herr Baron befehlen!" sprach der Inspektor. „Aber wenn wir eine Treibjagd machen, sind wir die Hasen los." „Treibjagd!" ries Fritz von Winkelberg. „Nur jetzt keine Aufregungen. Nächstes Jahr nieinetwegen? Diesmal muß es io gehen Nehmen Sie doch die Flinte und Helsen Sie dem Ruppert. Earn um einen Jagdschein ein, ebensc Lyrmas Dauschild, und die beiden gingen seitdem jeden ^ndausden Anstano. Die geschossenen Hasen brachte der rt der jebe Woche zweiinal vorsprach, nach .Moritz Dassel hatte seinen Garten für die Winterrubc vorbereitet. Die Psirsichbäumchen und die Weinreben waren gut verpackt. Die Rosenstämmchen blieben noch frei denn sic tollten erst nächstes Jahr veredelt werden. Jetzt brachte er die Bienen ins Winterquartier. Zwei Honigwaben nahm er heraus, denn sie hatten in der Herbsttracht mehr als aenna eingehamstert, fegte die Wohnungen sauber aus, verpackte die Brutnester, wohin sich die Völker in eineni Klumpen zusammengezogen hatten, init Strohmatten, verstopfte die Ritzen mit weichem Waldmoos und setzte die Vorderwand in das Bienenhaus. Jetzt konnte der Winter kommen! Dre beiden Honigwaben aber schickte er durch ein Schulmädchen ins Schloß und ließ der Frau Baronin baldige Besserung wünschen. Am Abend lud ihn der Baron zu sich, aber zum Schachspielen kam es nicht. Fritz von Winkelberg teilte ihm seine Sorgen uiid Nöte mit; es war ihm ein iiineres Bedürfnis, von Zeit Lu Zeit sein Herz auszuschütten. Moritz Gassel hörte schweigend zu und nickte zuweilen. „Können Sie schießen?" fragte plötzlich der Baron. „Dann besorgen Sie sich einen Jagdschein und Helsen Sie die Hasen abschießen. Eine Flinte wird fich schon austreiben lassen. Ich würde selber mithelfen, wenn ichs nur oürfte." Moritz Gassel dankte höflich und reichte ein Gesuch um Verabfolgung eines Jagdscheins ein. Der Amtsvorsteher war nicht dagegen, tveil er von August Knorreck den Grund erfuhr, der Landrat aber hatte schon sein Bedenken, weil es sich unl Britzkawe handelte, das nicht einmal fünfzig Prozent konservative Stimmen ausgebracht hatte, unb der neue Kreisschulinspettor, Doktor Schrill, der selber ein großer Nimrod war, wenn er auch immer daneben traf, uno dem das Gesuch zur Begutachtung vorgelegt worden war, erhob sogar tiefgründige Einwendungen, die auf die große Jugend des Antragstellers abzielten, und beantragte, das Gesuch glatt abzuweisen. Und so wäre Moritz Gassel der Jagdschein verweigert worden, wenn August Knorreck nicht persönlich auf dem Landratsamt vorstellig geworden wäre. Er brachte auch eine Flinte mit. Und jetzt begann es rund um Britzkawe zu knallen. Moritz Gassel sperrte nachmittags seine Schule zu, hing sich die Büchse über die Schulter und marschierte das Tors hinauf, um seinen Standplatz an der Ecke des Pfarrwaldes zu erreichen. Sebaldus Pohl, der ihn schon wegen seiner Besuche bei dem Baron beneidete, knirschte jedesmal vor Wut, wenn er den lieben Kollegen von der andern Konfession mit dem Schießgewehr vorüberkommen sah. Doktor Schrill aber merkte sich den Namen des neuen Hasentöters sehr genau. Warum lud man ihn nicht nach Britzkawe, um die Jagd abzuschießen! Moritz Gassel aber verknallte an jedem Tag seine zwanzig Patronen, dachte dabei zuweilen an seine zweite Prüfung, dann traf er immer vorbei, und sein Interesse an der Schule erlahmte bisweilen mehr als gut war. (Fortsetzung folgt.) Lin stiller Held. Eine Erzählung aus dem großen Kriege Bon Wilhelm Hagen. Nach Wochen der Trennung saßen wir wieder einnial gemiitlich um den lange verivaisten Stammtisch. Freilich, unser Häufckien war sehr zusammengeschmolzen: standen doch die meisten noch draußen im Feld, aber ivir Taheimgebliebenen trafen uns doch regelmäßig, und heute galt es ja auch, den eben verwundet zurückgekehrten Freund Hans zu feiern, der wohl manches zu erzählen hat. Wir mußten lange warten, bis er kam: denn seine Zeit, war karg bemessen, und er hatte Familienbesuche zu machen und auch sonst allerhand Bekannte aufzusuchen. Aber er kam doch noch und brachte viel neues mit. Erfreuliches wie seine letzte Auszeich- nung und Trauriges wie den Tod eines der Treuesten von uns, des lieben, stets fröhlichen und tapferen Leutnants Fritz D . . ., der bet einem der letzten Kämpfe in den Vogesen gefallen war', Wir wußten schon davon, aber Hans war ja bei ihm gewesen und hatte seinen Tod miterlebt. So baten wir ihn, uns alles zu erzählen : als per Zeiger schon leise aus Mitternacht rückte, begann er: „Wir lagen damals in den Vogesen, vor einem elenden Nest hart an der Grenze, das genommen werden mußte. Aber wir waren nicht sehr stark, und so gelang es uns auch nicht, die paar Häuser rm Sturnr zu erobern. Täglich wurde gekämpft, das Dorf siel nicht wohl aber nahm der Kampf einen Grad der Gehässigkeit au wie me zuvor in den langen Monaten des Krieges. Nicht nur, daß die Zivilbevölkerung mrt auf uns schoß, es wurde kaum je Pardon gegeben, und besonders erbittert waren lvir über ein \xuxv Fälle- des wütendsten Hasses, den man sich denken kann. Das eine Mal war unier Stabsarzt der Wut der Feinde zum Opfer gefallen Er hatte einen schweroerwundeten Elsässer, der in unsere Hände ge>- fallen war, im Kugelregen verbunden, weil der sich sonst verblutet hatte Kaum aber hatte der Arzt das Liebeswerk vollendet, da zog der Bauer emen Revolver und schoß ihn über den Haufen Im' zweiten Falle wäre beinahe Fritz das Opfer eines haßerfüllten Gegners geworden Als wir den letzten Schützengraben vor ydm Torf nahmen und eben zur Deckung etwas vergrößern wollten bemerkte er emen schweroerwundeten französischen Alpenjäger, der vor dem Graben lag und flehentlich um Wasser bat. Gutmütig, nahm Fritz seine Feldflasche, begab sich unter Lebensgefahr zu dem Verwundeten und flößte ihm von seinem kalten Tee ein, den er in der flasche hatte. Kaum aber hatte der Franzose getrunken, so blitzte auch schon e,n langes Dolchmesser auf, und Fritz konnte sich eben noch einem tödlichen Stich entziehen. Blutend sprang er zu uns herein, um sich verbinden zu lassen. Tas Messer hatte! ihm eine ziemlich tiefe Fleischwunde im Arm gerissen, die heftig blutete. Wir alle waren entrüstet über diesen Zwischenfall, nur Fritz sagte anfangs kein Wort. Er ging zum Arzt, ließ sich verbinden und stöhnte nur einmal leise auf, als der mit der Sonde die Wunde untersuchte. Der Doktor lachte: „Ja, Herr Leutnant das haben Sie nun von Ihrer Menschenfreundlichkeit; eine Hand breit weiter nach links, ich wäre vollständig überflüssig.," Fritz schwieg, aber der Doktor fragte spottend weiter: „Vielleicht lassen Sie den nächsten Verwundeten von dieser Gesellschaft da drüben ohne Labung; die Bande verdient es nicht besser. Menschlichkeit ist eine sehr schöne Tugend, man darf sie nur nicht ainj falschen Objekte anwenden. Finster erwiderte Fritz: „Wenn wieder so ein Kerl um Wasser bittet, so geb ichi's ihm; aber — dafür garantiere ich — beim leisesten Versuch, noch ntehr, bei der ersten verdächtigen Bewegung schieße ich ich: übern Haufen."' Inzwischen hatte eine heftige Kanonade unserer Artillerie eingesetzt, die das Dorf bös zusammenschoß!. Wir sollten die Erfolge der Beschießung abwarten und dann mit allen Bataillonen npd) einmal stürmen. Wir Offiziere des zweiten Bataillons standen zusammen und besprachen das Nötige. Auch Fritz war bei uns, und wir redeten ihm zu^ er solle doch zurückgehen und dt« Wunde wenigstens den nächsten Tag noch pflegen. Aber er wehrte ab, und als bald darauf der Befehl kam, den Sturm vorzubereiten, ging ich mit ihnl zu unserer Kompagnie und begleitete rhn bis zu seinem Zug. Dort nahmen wir Abschied, wünschten uns gegenseitig alles Gute, und gleich darauf gellten die Hörner. Wir stürmten mit wildem Todesmut, aber ins Dorf kamen wir auch diesmal nicht; in den Häusern am Dorfrand waren Maschinengewehre ganz tief eingebaut, die furchtbare Lücken in unseren Reihen rissen. Wir mutzten zurück und konnten froh sein, datz wir den schützendeir Graben wieder erreichten. Da der Feind keinen Gegenangriff machte, konnten wir uns in Ruhe sammeln. Als ich die Verluste meines Zuges festgeftellt hatte, ging ich hinüber zum nächsten Zug und fragte nach Fritz. Niemand wußte etwas von ihm. Er mutzte wohl gefallen oder wenigstens verwundet sein. Da meldete sich plötzlich fein Bursche und deutete hinaus auf die Wiese zwischen dem Torf und unserem Graben. Die Entfernung betrug nicht viel mehr als 200 Meter; man konnte die jgrüne Rasenfläche leicht übersehen und bald erkannte ich durch das Glas unter einem Haufen Verwundeter Fritz, der eben einen Versuch machte, iveiter zu kriechen. Ich verfolgte gespannt seine Bewegungen; er schien keinesfalls sckpoer verwundet zu sein. Aber wenn er nur vorsichtig genug war und sich nicht bemerkbar machte; denn die Franzosen schossen ja auch auf den einzelnen Mann ganze Salven ab. Da stutzte ich plötzlich, denn ich sah, datz er sich zu einem gefallenen französischen Offizier hinüberbeugte, der ihm eben mit den Händen etwas zu- wiickle. Ich sah deutlich, wie er sich an den Feind heranschob, seine Feldflasche abnahm und ihm zu trinken gab. Ich muß sagen, ich ärgerte mich. Hatte er doch erst vor knapp einer Stunde das Erlebnis mit bent Mpenjäger gehabt und konnte froh sein, wenn er sich selbst mit heller Haut in Sicherheit brackste. Mer was war das? Plötzlich trachte ein Schuß und ich sah durch das Glas, lvie der Franzose zurücksank. Offenbar ivar ihm Fritz zuvorgekommen und hatte ihn niedergeschossen, als er eben einen heimtückischen Ueberfall auf seinen Wohltäter plante. Sofort setzte aber nun auch vom Dorf aus das Schießen wieder ein, und sie feuerten ganze Salven, ohne eigentlich zu zielen, auf die Wiese hin. Ich hoffte, datz nun Fritz sich decken würde, damit ihn nicht noch eine Kugel traf. Wer was tat der, ich war starr vor Staunen und wollte meinen Augen nicht trauen. Er bemühte sich neuerdings um den Gegner, den er eben niedergeschossen hatte, hob ihn sorgsam auf und schleppte ihn mit sich vorwärts, auf unseren Graben zu. Tas war nun doch zu seltsam. Lebte denn der Franzose überhaupt noch? Und wenn ia, was hatte das dann für eine Bedeutung. uns den Mann mit l>crüber zu schleppen. Bon der Stelle, wo Fritz lag, bis zu unserem Graben waren es gut 100 Meter. Auf dieser Strecke konnte man also wohl zehnmal erschossen werden. Wir riefen ihm zu, er solle doch den andern liegen lassen, aber alles half nichts, er schleppte rhn mühsam weiter. Und nun hatten ihn auch die im Dorf bemerkt. Sie schossen nicht mehr in Salven, sondern wohl gezielt nach Fritz, der ein paar Mal zusammenzuckte und auf die Seite fiel Mer immer wieder, versuchte er den Franzosen mit vorwärts zu schleppen. Entsetzlich aufregend war dieses Sckmuspiel. Und wenn auch Frrtz trotz des Kugelregens hübsch vorwärts kam, so dauerte es dock geraume Zeit, bis er so nahe kam, datz man ihn hätte holen können. Aufmerksam verfolgten wir ihn und erösfneten gleick>- falls ein lebhaftes Jnsanterieseuer, um die Gegner abzulenken. Aber es.half nichts. Sie schossen immer wieder nur auf den einen und plötzlich sahen wir, wie er die Hände hoch tvars und dann schwer zusammenbrach. Da sprangen ein paar beherzte Leute hinaus und brachten ihn sterbend herein. Ich lies; ihn in meinen geschützten Unterstand tragen, und als ich die anderen hinausgebracht hatte setzte ich mich zu ihm und fragte ihn: „Was hast du denn mit diesem Franzosen gehabt, Fritz? Hättest du ihn doch liegen lassen!" Da kaM es! bebend von seinen Lippen: ,Zch habe einen Unschuldigen erschossen, Hans! Latz dir erzählen!" Und nun erzählte er den Hergang, abgerissen und mit Unterbrechungen. ^er französische Offizier hatte ihn um Wasser gebeten und er war hinübergekrocl-en und hatte ihm seine Feldflasck-e gegeben Ter Mann hatte getrunken und gedankt: aber kaum hatte er die Flasche abgesetzt, da griff er in die Brust und zog cttvaS heraus, genau wie der Alpenjäger. „Und nun," so sprach er, „ergriff mich ein wllder 'Zorn, daß auch der Verwundete, ein Offizier, ein Gebildeter also, einen so plumpen Ueberfall plante. Noch ehe er die Waffe herausziehen konnte, schoß ich ihn nieder. Er sank zusanimen und die Hand, die eben noch nach der Waffe gegriffen hatte, öffnete . etwas fallen. Aber das war reine Waffe, das war ern Bild. Ich hob es auf; es war eine Frau mit einem' etwa 10- jahrigen Maden und auf der Rückseite stand der Name und die Adresse. Offenbar hatte er mich bitten wollen, seine Angehörigen zu verständigen und ich hatte geglaubt, er woltte mich meuchlings mederschießen, und hatte einen Mord begangen. Ta wollte ich retten was noch zu retten war; und deshalb, Hans, bitte ich dich, sorge dafür, daß der Offizier lebend oder tot hereingeschafft wird. Ittid wenn er tot ist, dann verständige du seine arme Frau, und schreibe ihr, wie er ffel." 1 ^nmttcxtnWite ich ihm diesen Wunsch; es war sein letzter. Noch am Abend starb er an der schweren Verwundung, die er erlitten hatte. Aber auch den Franzosen konnte ich nur mehr tot hereinbringen lassen. Tags darauf haben wir die beiden, die Feinde waren und doch für und durch einander fielen, in einem gemeinsamen Grabe beerdigt. Der Tag von Waterloo. Zur 100. Wiederkehr deS 18. Juni. , Dort, wo sich in einem zwischen zwei sanften Bodenwellen eingebetteten Talgrunde filblidj, von Brüssel der denkmalgekrönte Löwenhügel von Mont Saint-Jean erhebt, standen sich am Morgen des 16. Juni 1815 Napoleon und Wellington, 72 000 Mann und 246 Geschütze gegen 67 000 Mann und 180 Geschütze, zum letzten, entscheidenden Schlage gegenüber. Nach mehreren ergebnislosen Vvrtämpfen setzte Napoleon gegen 2 Uhr zum Hauptstöße gegen Mitte und linken Flügel der Engländer an, den er mit einer Kanonade aus 80 Feuersch-lünden einleitete. Vier mächtige Anariffssäulen drangen in den Talgrund vor, umklammerten den m ferner Mitte liegenden Pachthof La Haye Samte und schlugen sich dort mit den Holländern des Prinzen von Oranien, während drei der vorgehenden Stnpmkolonnen den jenseitigen Talrand erklommen und die dort aufgestellten Hannoveraner und Engländer in wütendem Ansturm »urückdrängten, bis ihnen ein noch rechtzeitig hervorbreck)ender Angriff schottischer. englischer und irischer Reiterregimenter Luft machte, und die Anareifenden bis in den Talgrund znrücwrangte. Dort entspann sich ein verzweifeltes Handgemenge: die englische Reiterei wurde von französischen Kü- raisieren, Gardelanciers und Dragonern umfassend angegriffen und mußte sich mit schweren Verlusten zurückziehen. Da hielt Napoleon, der von einem Hügel bei Rossomme aus die Entwicklung deß Gefechtes beobachtete, den Augenblick! zu einem Hauptstoß für gekommen: auf seinen Wink setzte sich der Marschall Ney an die Spitze eines mächtigen Reiterheeres von 40 Schwadronen und stürmte Wellingtons augenscheinlich wankenden Reihen entgegen. Der Gefahr zu begegnen, raffte der Herzog die in Reserve stehende Gardereiterbrigade Somerset, die holländisch-belgische Brigade Trip- Carabiniers und die englisch-deutsche leichte Dragonerbrigade zn- sammen und führte sie Neys Schüvadronen entgegen, die, vom Feuer der verbündeten Schützen ohnehin stark mitgenommen, zerhauen, zersprengt und unter ungeheuren Verlusten in den Tal- grunb hinabgeiagt wurden. Unten kam aber die Verfolgung zum Stehen: der schlachterpwbte Marschall zog eine neue Gardereit erdi Vision an sich und ftlhrte mit ihrer Unterstützung einen Gegenstoß aus, der die Engländer auf den Mhang zurücffagte und ihre Vierecke erneut in Mitleidenschaft zog. Mer Ney er- lahwte allmählick), da ihm keine Infanterie zu Gebote stand. Napoleon ließ jedoch von seinem Plan nicht ab. — Er ballte eine neue, iwch mächtigere Reiterinasse von 77 Schwadronen zusammen, die sich unter Führung des Marschalls erneut auf die Engländer und Hannoveraner stürzte. Die Lage der Engländer war unter diesen Umständen überaus kritisch: sie schienen bereits verloren: ein Regiment Cumberlandhusaren, das von Brüssel her zur Verstärkung heranellte, machte entsetzt kehrt und flüchtete nach der belgischen Hauptstadt zurück, den in Gent weilenden Bonrbonep- wurde bereits ein Sieg Napoleons gemeldet, sie zogen sich Hals über Kopf nach Antwerpen zurück. Das eben noch so stelze Heer des eisernen Herzogs war auf 30 000 Kampffähige zusammcnge- schmolzen, und wenn es ihm auch gelang, den mächtigen Ansturm der sranzösisckien Reiterbrigade mit zäher Beberztlieit noch einmal zurnckzmveisen — > seine Widerstandskraft war doch geschwächt und konnte einen zweiten derartigen Ansturm nicht mehr aushalten. Um öVs Uhr ging La Haye Sainte an die Franzosen verloren, die Lage verschlimmerte sich immer mehr. Wellington, der biehcr mit dandyhafter Gelassenheit an einer Hohen Ulme vor dein Dorfe Waterloo gelehnt und dem Kampf zugcsckwut hatte. Wellington selbst biß sich auf die Lippen und schlug mit der Reitgerte ungeduldig gegen seine Stiefel. Sein Blick streifte den grauen Himmel, der regcndurchsätligt auf das Kampffeld herabhing: „Ich ivollte, die Preußen kämen," murmelte er vor sich hin, „oder c: würde Nacht.. 372 I Die Preußen! Sie Ovaren auf dem Anmarsch, das wußte er, denn Blücder hatte cs ihm persönlich zu^esagt und Blücher hielt sein Wort. — In der Tat war der Marsck-all Borloärts schon bei Tag-canbruck» von Wavre aufgebrochen, um Zielen über Ohain dein linken Flügel Wellingtons zu Hilfe zu senden, Bülow und Pirch über St. Lambert dem rechten Flügel Naposiwns in Flanke *itb Rücken fallen zu lassen. Ekn B^.and in Wavre u.'nd vor allem der Zustand der durch die voraufgehenden Regentage in Schlamm aufgelösten Straßen hatten seinen Marsch gehemmt. Ter alte Held batte sich dadurch aber von seinem Borsah nicht abbringen lassen: mit schneidigem „Bornxirts, Kinder, vorwärts!" war er an den mühsam marschierenden Truppen entlang geritten: seine Allgegenwarl hatte sie fortgerissen, und um 4V? Uhr konnte Bülow bei Trischermont aus dem Bois de Paris hervorbrechend Napoleon im Rücken angreifen. Der Schlachtenkaiser erkannhe die drohende Gefahr: mit eiserner Ruhe warf er den Preußen den MarschaU Mouron mit dem 6. Korps entgegen und sandte ihm, als seine Kräfte sich als unzureichend herausstellten, die junge Garde zu Hilfe. Er hoffte, die Umgehungskolonnen dadurch aus zuhalten und Wellington vollends niedcrnu'rfen zu können, ehe das Gros der Preußen l)erannahte. Und so befahl er gegen 7 Uhr den Angriff seiner flacht er probten Mreu Garde. Ta dröhnt^ von Osten her Kanonendonner, Blücher tvar da, sein rechter Flügel vereinigte sich mit der linken Flanke der Engländer, unter brausen-« dem Hurra griffen die Preußen in den Kamps ein, die heiß-- umstrittenen Meicrhöfe im Talgrunde wurden erstürmt, und nun raffte Wellington seck)5 Kavallerieregimenter zusammen 'und warf sie gegen die französisch^ Infanterie. Ihre Reil>en begannen zu wanken, während schon halb im Rücken Napoleons das Tors Planceiwit erstürmt wurde nnb jenseits pre»»ßisä>e Batterien a ein solcher Befund zunächst un,vahrschei>»l»ch erschien und inan »aum aus erner einzigen Röntgenansnahme den Sitz eines Fremd« körpers genau lokalisierei» kann, wurde der Rekonvaleszent im Röntgenologischen Zentralinstituk von» Roten Kreuz in München von Dr. Fra'iz Glaser »lnd Tr. Karl Kaestle »viedcrholt untersucht. Aber soviel Ausnahmen man auch von allen Seiten machte, das Erschoß blieb in, Herzen, und zwar in der rechten Vorkanuncr, liegen. Man muß sagen, daß der Vetletzte ein nngehenres, absonderliches Glück gehabt hat Tie Kugel hat die Einige dnrch- schlagen, ist an den großen Gesäßen vorbeigeschlüpst, ohne sie zu zermalmen, und hat schließlich die dünne Vorla»n»ner>van) dnrch- ichlagen, ohne zu einer Verblutung zn '»ihren. Ter Zustand des Verivnndeten ist gut, Besch,verden von seilen deS Herzens kehlen. Eine operative Entferiinng des Geschosses ist unterlassen, da die Overation an» Herzen z»» gefährlich ist. * WaS d i e r ö n» i s ch e », L e g i o »» ä r c verzehrten. Tie Wichtigkeit einer rationellen Ernährung der Krieger ist schon in» Altert,,m bekannt gewesen. Tie rön»ischen Legionäre bekamen, bei einer Marimallast vor» 1.6 römischen Pklinden — 43,2öS Kg., für Bekleidung, Rtäslnng, Wofien und I6tägigen Proviant »md bei einem mittleren Körvergeivicht von 70 Kg., 852 Gran»»»» Weizen Kir Kleievollbrot. 117 Gr. gebratenes Hannnetfleisch oder jeden drilten Tag 96 Gr. Cchiveinesleisch oder Speck, 1 llnze — 27 Gr. Nase. 1 LextarinS = 0,5 Liter Wein nnd 31 Gr. Ealz. Tiefe ^ahrrmgs.ilenge entspricht 120.7 Gr. Eiweiß, 44 Gr. Fett »mb £1. Gr. Kohlehydraten; sie repräsentiert einen Wert von 33t2 Kalorien. Ungeiähr ans derselbe»» Höhe halte»: sich, vale Tr. Grandjean- Hirte» in der Te»»tschen Aledizinrschen Wochenschrift berechnet, die Verpflegungssätze der »noderne»» enroväischen Heere. Tre Schiveiz gibt täglich in» Felde 3314,5 — 3297,3: C'eftericid) 3822,76; Teutsch- la»»d 3214,8, in» Wi>»terscldz»»g aber 4484; Frankreich 3679,8 nnd Italien 3254,7 Kalorien. vüchertisch. — „Die Tate»» der d e »»t s ch e „ Flotte i »n Weltkrieg e/ Uebcrall in, de»»tschen Vaterlande »md auch draußen, so weit die deutsche Zunge klingt, habe»» die beispiellos kühnen Taten unserer j»ingen dentschen Flotte höchste Bewunderung hervor- qer»r cn. Mit ateinloser Spannrurg haben »vir die Meldungen »»nsrreS Adiniraistabes gelesen, die uns von dcn bis r nicht ge- ahnten Erfolge»» uni rer U-Boote imb von den ruhmreichen Kämpfen linieret- Kre»»zer »mb Cchlachtschisse berichteten. '.Ulte diese Qrielle»» amtlicher Natur, soivie die zahlreiche»» Berichte von Angenzeitgen dieser Seekampse liegen einer Tarslellung zugrrmde, die soeben »n'ter den» Titel: „D i e T a t e n der dentschen Flotte in» Welt- k r i e q e* von G. A. Erdina,»»» (Bielefeld, Belhagcn L KlasingS Volksbücher Nr. 128/29) erschiene»» ist. Ter Verkäster hat es verstände»», die »nannig^achcn kriegerische»» Ereignisse ank den verschiedensten Meeren z>» emer einheitlichen Darslellu»»g z»»san»»ne»»- znkasse»», die das I»»teresse deS Lesers bis zun» Schluß gefesselt halt. Ta überdies alle bis jetzt veröstentlichten »vesentlichei» Berichte »md Brieke von Teilnehiner», an den Seegefechte»» im Wortlaut rvieder- gegebei» sind (so z. B. der audlührliche Bericht deS Kapilä»»le»itnants v. Mücke über das Ende der,Emde»,' u»»d die abente»'.erliche Fahrt der Ayeshak, so »vird das B»»ch auch als Quellcnschrikt gern zur Hand genommen »verde»». Wie bei alle»» Bä»»de>» dieser San»»»»- l,mg begleite», auch hier de», Text viele mterestante Abbildu»»geu. — Von den zahllosen Bildnissen H i n d e n b »r r g s, die Knnsllerhaud geschaffen hat, sind nur ganz ,ve»»ige nach de»;» Leben porträtiert Tie »neisten Maler, die sich mit dieser Ankgabe besckiästigl baten, >n»»ßte»» sich mit emer Umschreibung der vorhandene», Photographien begnügen. Einer der Wenigen, beneit der Feld marsch all Sitzungen geivährt hat, »st Profestor Hugo Vogel: Hindenbnrg hat an ihn» so großes Gefalle»» gesunden, daß Vogel rin»» schon seit Monaten »u Hmdenblirgs Ha»»ptg»»artier lebt und in forrivährenden» Umgang mit ihm nicht nur den ällßeren u>»d inneren Aieuschen seines Heldei» zn studieren die Möglichkeit hat, sondern auch die Wege geebnet bekommt, um die Befreiung Ostpreußens, deren Zeuge er geivesen ist, in einigen großen Gemälden darstellen z»» können. — Zunächst hat Hugo Bogel'eme Reihe rasch hingesetzter Portratstudien des Ge, eralseldmarjchalls geinacht, vo»» denei» eine bcsor»de»S gut g.lnngene soeben in» Berlage von E. A. See»nam» in Leipzig sarbig zu»»» Preise von Mk. I.— erschienen ist. Zun» erstenn»al sehen »vir hier Hindenbnrg »in Profit: schon ans diesen» Grunde ist dieses Bild als Ergänzung der Vorderansicht von hohen» Wert: sie ist cs aber vor allen», »veil von ihr ein Hauch des Lebendigen anSgeht, der den üblichen Hindenbnrg- Bildnissen fehlt. Ter Verlag Seemann kündigt gleichzeitig ent weitere« farbiges Knnslblalt an. das in, allergrößte», Forinat her- gesiellt, de»» Generalfeldntarschall im Schnee vor dem Schlosse zu Posen, in breiter »nartialischer Halt»n»g stehend, zeigt. Silbenrätsel. a, a, ar, b, be, de, en, e»». la, la, liSk, me, nt, ne, nee, ni, ni, o, o, or, pel, re, ros, si, Ans vorstehenden Silbe»» »md B»lchstaben sollen sieben Wörter gebildet nnb derart untereinander gesetzt »verden, daß d»e Anfangsbuchstabe»^ von oben nach unten, und die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen, den Namen eines gefcieiten Malers ergeben. Es bedeuten ober die einzeln«», Wörter Folge»»deS: 1. Vorderasiatisches Reich. 3. Eine»» Opcrnkontponisten. 3. Stadt i», Italien. 4. Fremdländisches Bamverk. 5. Berühmten sranzöslschen ^lrzt. 6. Fluß in Amerika. 7. Eine der Eunda-Jnseln. Auslösung in nächster Nnnuner. Auflösung des magischen Quadrats in voriger Nummer; T H 0 |R H A 8 1 E 0 S * 1 A R E A ! o Schristkeitnng: Ang. Goetz - Rotationsdruck und Verlaa dcr vniht'schen UniversitäkS-Buch- nnd Steindrrickerk'. R Lenge. Gießen