1915 - Nr. 91 Montag, den M. Zuni Lurück zur Scholle. Btoman von Ewald Gerhord Seeliger. (Nachdruck verboten ) (Fortsetzung.) ^ ?tm nächsten Morgen zog der Inspektor mit den (Schnittern und Aufrasferinnen auf die Felder, und fast vpne llnterdrechung, von morgens bis abends, blinkten oie scharfen Sensen durch da-? hohe Korn und legten den goldnen -Legen ans die Stoppeln. Ack>r Tage ließ nZLu es dorren, dann wurde es sofort durch die Maschine gesagt, die langsam den Schnittern nachi tickte Heißer brannte die Lonne ans das dürstende Land, das üppige Kartoffelkraut rergilbte und sank zusammen, nur noch der Klee und die Rüben, die sauber ausgezogen waren, erfreuten das Auge durch ihr Grün. Doch es glanzte nicht mehr, denn.der Tau der S Jiad)t war nichvwörk genug, den Staub von den Blättern zu waschen. August Kn orreck gab als Erntegetränk kalten Kaffee, ^as war eine langjährige Praxis, mit der er ininzer gute Erfolge erzielt hatte Doch die polnischen Arbeiter kiesten !iv^ -v^ l an Ö e grf.lten und machten Revolution. Ter ..'caschimst. der Lokomobile, der organisiert und sehr ziel bewusst war, hetzte austerdem. llnd eines Mittags, als lvieder die große Milchkanne mit dem lallen Kaffee kam, cs war unten beim Vorwerk Riederbritzkawe, gossen sie das uerhaßte Getränk weg und legten die Arbeit nieder. Thonias Haufchitd. der sie zu beaufsichtigen hatte, war gegen die Empörer machtlos. Sie verlangte^ ihren Schnaps, tute sie es tu der Ernte überall gewohnt waren. Daniel ^chnppack nrachke den Anführer, weil er am besten deutsch sprechen tonnte. Thomas Hausckuld warf sich aufs-Pferd und sprengte zii August Kuorreck itach Britzkawe. der hinter dem Gut bei # der Dreschmaschine stand und die Säcke zählte. Sofort ' schwang sich der Inspektor in den Sattel, preschte nach dem Vorwerk hinunter und unterdrückte mit kräftiger Hand die Revolution, indem er Daniel Zpuppack ein paar hinter die langen Löffel 'gab, daß ihm grün und blau vor den Augen wurde. Der war auch der erste, der die Senfe wieder hob. Mit Panje Inspektor lvar nicht zii spaßen! Der hatte eine schwere Hand' August Knorreck blieb bei den Ansrührern bis zum Feierabend. Dann verlas er ihnen lisch einmal gründlich den Text, drohte mit dem Gendarm, und der Friede war gesichert. Doch der Maschinist erfuhr davon und brachte Daniel Zpuppack dazu, daß er znm Baron ging und sich über den Inspektor beklagte. Fritz von Winkelberg säst mit Malvine ans der Terrasse und genoß den kühlen Frieden des Sommerabends und das Glück, fein liebes Weib gesnnden zu sehen. Da trat Daniel Zpuppack näher und drehte die Mütze. „Was willst du?" fragte der Baron freundlich. „Panje Baron!" druckste Daniel Zpuppack und ließ seine Mütze wie einen Kreisel tanzen. „Panje Inspektor hat mich gehauen ins Genick. Muß ich Panje Inspektor verklagen." „Weshalb hat er dich geschlagen?" forschte Fritz von Wittkelberg und erhob sich. „Du bist faul gewesen?" „Er will uns keinen Schnaps geben, der Panje Inspektor. Wir können nicht arbeiten ohne Schnaps. Wir sollen trinken Kaffee, aber der gibt keine Kräfte." „Es ist gut!" entschied der Baron, und Daniel Zpuppacks Mütze Farn plötzlich znm Stillstand „Geh zum Herrn Inspektor und sag ihm, er möchte Herkommen, wenn er Zeit hat!" ° Grinsend schob sich Daniel Zpuppack von der Terrasse. Malvine, von der Szene unangenehm berührt, ließ sich von ihrem Gatten ins Zimmer geleiten. „Panje Inspektor soll sofort kommen zum Panje Baron!" rief Daniel Zpuppack in den Hausflur hinein. Dann machte er schleunigst kehrt, denn er fürchtete sich vor der starken Hand. August Knovreck stand drei Minuten später vor dem Baron. „Daniel Zpnppack twt über Sie Beschwerde geführt," sprach er und trat näher. „Warum wollen Sie den Leuten keinen Schnaps geben?" „Er macht sie schlapp!" erwiderte August Knorreck, und in seinem Innern lochte es vor Zorn über Daniel Zpuppacks Frechheit. „Aber die Leute sind es einmal gewöhnt!" „Befehlen der Herr Baron, daß die Leute Schnaps kriegenfragte August Knorreck gekränkt. „Nein, nein!" ries Fritz von Dinkelberg schnell. „Sie mißverstehen niich schon lvieder. Ich mochte Ihnen nun meine Bedenken mitteilen. Wenn der Zpnppack nun rum Kadi läuft?" „Dann bezahl ich fünf Mat? Strafe!" versetzte der Inspektor ruhig. „Aber so kann es doch nicht weiter gehend „Wenn die Leute -schnaps kriegen, dann ist meine ganze Autorität znm Teufel!" sprach August Knorreck fest. „Wenn der Herr Baron darauf bestehen, dann müssen der Herr Baron sich nach einem andern Inspektor Umsehen." „Knorreck'" rief Fritz von Winkelberg verblüfft „Sie werfen mir den Kram vor die Füße? Jetzt in der Ernte!" „Der Herr Baron zwingen mich dazu." „Also eine Kraftprobe'" lächelte Fritz von Winkel borg. „Ich gebe nach. Sie lmben lvieder einmal gesiegt!" August Knorreck machte eine BeBdeugung „Aber es lvird sich hoffentlich ein Mittelweg finden lassen!" fuhr der Baron fort. „Sie müssen diese ärgerliche Angelegenheit ans der Welt fdvxfffen, ohne bah Ihre Autorität darunter leidet. Diese Leute sind min einmal mit dem Fusel großgezogen und können ihn nicht mehr end, hehren. Wohlgemertt. das sind nur Vorschläge, die ich Ihnen mache! Wenn Sie der Meinung sind. Nif* der Schnaps die Leute erschlafft, dann verdünnen Sie ihn tK>ch bis zur Un- schädlichkeit. Oder geben Eie das Gesöff am Feierabend. Jedenfalls möchte ich nicht, daß sich solche Aergerlichkeiten wiederholen, schon in Ihrem Interesse nickst." Und August Knorreck betrat den goldenen Mittelweg. Tie Polen bekamen ihren geliebten Schnaps, aber erst nach Feierabend und bis an die Grenze der Berdünnungsfähig- reit verwässert, und labten sich tagsüber an dem kalten Kaffee, den sie nicht mehr weggossen. Seitdem war Friede, bis die Ernte zu Ende war. Der Muschinist wurde abgelohnt, die Erntearbeiter abgeschoben, und August Knorreck setzte sich vor die Bücher. Einundzwanzig Prozent rechnete er heraus. Jetzt hiug's von den Zuckerrüben ab, ob die dreißig voll wurden. Fritz von Winkelberg ließ sich nach der Schnapsrevolution öfters auf den Feldern sehen, und Daniel Zpuppack zog jedesmal schon von weiter Ferne die Mütze. Bei dem Inspektor hatte er ausgespielt. Und wenn er auch noch so fleißig war, August Knorreck hätte diesen heimtückischen Denunzianten am liebsten gleich mit den Erntearbeitern ab- geschoben, wenn sein Kontrakt nicht auf ein ganzes Jahr gelautet hätte. Auch die Bauern hatten endlich ihr Getreide geborgen, und nun wurde das Erntefest gefeiert. Knechte und Mägde zogen im Sonntagsstaat, mit der Musik voran, durchs Dorf. Hinter den Musikanten trugen zwei Mägde in weitabstehenden, steifgestärkten Röcken den Weizenkranz, ein bienenkorb- förmiges Gebinde aus Stroh mit bunten Bändern und Schleifen verziert. Sv hielt der Zug vor dem Herrenhause. Sie ließen den Herrn Baron hochleben, den Herrn Inspektor daneben und rückten sofort ins Kretscham ab, wo ihnen Fritz von Winkelberg nach altem Brauche ein Faß Bier und ein paar Steinkrüge des geliebten Schnapses auflegen ließ. Dann wurde bis ties in die Nacht hinein getanzt, gejuchzt und gezecht. Daniel Zpuppack war der beste Täuzer, nur konnte er seine Kunst nicht so zeigen, weil die Gaststube gedrängt voll war. Die tanzenden Paare drückten sich nur mit Mühe in dem dichten Gewühl aneinander vorbei. Vom Brummbaß hörte man nichts, auch die Trompete richtete wenig aus, nur die Klarinette überkreischte zuweilen den Lärm. Doch das tat dem Vergnügen keinen Abbruch. Pelagia Dubin, die einzige Tochter des Pfarrgutpächters, der alt und zittrig am Ofen saß und sich den Freischnaps schmecken ließ, eine dralle, schwarzhaarige Dorfschönheit mit dunklen Augen und breiten Hüften, war die begehrteste Tänzerin. Sie erbte einmal einen Batzen Geld und wehrte sich nicht, wenn sie im Dunkeln geküßt wurde. Denn es war so heiß in der Stube, daß sie nach jedem Tanz draußen Kühlung suchen mußte. Daniel Zpuppack war fortwährend hinter ihr her, doch sie kümmerte sich nicht viel um ihn. Hier hatte sie bessere und reichere Bewerber als den armen Kutscher vom Dominium, mit dem sie nur eben vorlieb nahm, wenn kein anderer da war. Der alte Abraham erschien gleich am nächsten Tage, bot gute Preise, uni Bartenstein und Levisohn, die sich schon auf die Ernte gefreut hatten, endgültig auszustechen und versprach August Knorreck zum Oktober deutsche Dienstleute heranzuschafsen. Da liefen die Kontrakte der Polen ab. . . Fürchtegott Fritscher war der einzige im Dorf, der eine schlechte Ernte gemacht hatte. Die Gläubiger drängten ihn härter als jemals, und dreimal kam der Gerichtsvollzieher. Aber er fand nichts Pfändbares. Fürchtegott Fritscher war reif für den dicken Friedländer. Doch der war tot. Dafür erschien eines Tages Gottlieb, sein Geschäftsfreund, und versprach, Fürchtegott Fritscher zu helfen. Er bekam bar Geld ut die Finger, unterschrieb ein Papierchen und hatte vorderhand Ruhe. Seine Mutter kam wieder etwas auf die Beine versorgte das Vieh, und Fürchtegott Fritscher bekam wieder neuen Lebenomut. Er scharrte seine Kartoffeln aus der Erde, Nickte das Stalldach und die Scheunenwand und tat ein paar Wochen so, als wenn er ein neuer Mensch werden möchte Doch es dauerte nicht lange. Als sich die alte Mutter wieder hinlegte, war's mit seiner Kraft zu Ende, das alte Elend schlug über ihm zusammen und er saß bald wie zuvor, tagein, tagaus, hinter der tröstenden Flasche. ... r? ec a ? t€ Abraham, der seine Augen überall hatte und Nch selten em gutes Geschästcheii entgehen ließ, der besonders Britzkawe als seine Domäne betrachtete, hatte bald erfahren daß Fürchtegott Fritscher dem schoflen Gottlieb, dem Goi, eni schlimmes Papierchen unterschrieben hatte, und wußte sofort, welckies Schicksal ihm und seinem Gütchen bevorstand. Zuerst besprach er die Sache mit dem Inspektor, der jhn mit zum Baron nahm. denn der zwölf Morgen große Rübensleck, der mitten durch den Donianialacker schnitt, stand in Frage. „Herr Baron!" rief der alte Abraham. „Sie müssen kaufen. Sie dürfen nicht erlauben, daß sich ein anderer dahin- einsetzt. Oder das Gütchen wird in kleine Stücke zerspitzelt. Das ist noch schlimmer. Denn der Gottlieb ist schlimmer als zehn von unsere Leut. Er macht Krawattel. Nächsten Herbst setzt er den Fritscher auf die Straße. Er hat ihil in der Hand. Kaufen Sie! Dann mag er sehen, wieder zu seinem Gelde kommt." „Kaufen?" lächelte Fritz von Winkelberg und sah seinen Inspektor an. „Sie brauchen kein Geld!" fuhr der alte Abraham eifrig fort. „Das Gütchen kriegen Sie ohne Geld. Sie übernehmen bloß die Verbindlichkeiten. Das kostet nichts, bloß die Zinsen!" Der Baron sah wieder seinen Inspektor an und wartete. „Die Gelegenheit ist günstig!" gab August Knorreck zu. „Aber ich glaube nicht, daß er verkaufen wird. Was soll aus dem Mann werden?" „Nu," machte der alte Abraham und zuckte mit den Achseln. „Seine Sorge!" „Wir können ja den Versuch machen!" entschied der Baron nach kurzem Ueberlegen. „Holen Sie mir den Mann her." Am nächsten Morgen kam Fürchtegott Fritscher aufs Schloß. Er hatte sich schon den nötigen Mut getrunken, und seine Augen blickten starr. „Herr Fritscher!" begann Fritz von Winkelberg uub hieß ihn sitzen. „Ich weiß, daß es Ihnen schlecht geht, und möchte Ihnen helfen. Ich werde Ihr Gut übernehmen. Sie bekommen ein paar Pfennige in die Hand uub brauchen sich nicht mehr mit den Interessen zu plagen." Fürchtegott Fritscher sperrte den Mund auf, er konnte sich das nicht zusammenreimen. Der Baron wollte ihm helfen? Sein Blick wurde unstet. „Sie verstehen mich wohl nickst?" fragte Fritz von Winkelberg. „Ich möckste Ihr Gut kaufen?" „Kausen?" stotterte Fürchtegott Fritscher. „Ich ver- kaus's nicht!" „Es wird Ihnen aber nichts übrig bleiben!" sprach der Baron. „Ueberlegen Sie sich's genau. Heute können Sie noch ein paar hundert Mark Bargeld herausschlagen, übers Jahr —" /,Jch kann doch nicht Hofeknecht werden!" rief Fürchtegott Fritscher mit dem beleidigten Stolz des freien Bauern. „Das verlangt ja niemand von Ihnen!" begütigte ihn Fritz von Winkelberg. „Sie gehen dann nach Sulitsch und suchen sich eine passende Beschäftigung." „In die Stadt!" schrie Fürchtegott Fritscher und wurde plötzlich wild. „Ich soll in die Stadt ziehen? Nu, daraus wird nichts! Ich bleib hier in Britzkawe. Ich geh nicht weg. Um keinen Preis." „Beruhigen Sie sich doch!" sprach der Baron. „Ich habe ja nur gefragt." „Das kennt man!" ries Fürchtegott Fritscher böse. „Wenn die großen Herrn was fragen, dann wissen sie schon warum. Sie sind auch einer von den großen Herrn, die die kleinen Leute auffressen. Aber das könnt mir passen! Da kennen Sie den Fürchtegott Fritscher schlecht. Ich laß mich nicht auffressen. Ich verkaufe nicht, auch keine Quadratrute. Was mein ist, das bleibt mein! Da kommt mir kein Baron drüber und kein Graf, und der Kaiser nicht." Er brüllte zuketzt, daß seine Stimme überschnappte. In diesem Mlgenblick trat die Baronin ins Zimmer. Fürckste- gott Fritscher machte kehrt, schlug die Tür hinter sich zu, daß es krachte, und polterte die Treppe hinunter. „Was wollte er?" fragte Malvine erschreckt. „Nichts!" beruhigte sie der Baron, und zog sie an sich. ,/Jch wollte etwas von chm, und er hat sich gewehrt." „Ich habe Angst um dich!" flüsterte sie. „Sei ohne Sorge!" lachte er sicher. „Der tut keiner Fliege ein Leid! Nächstes Jahr wird er bitten kommen." Fürchtegott Fritscher aber setzte sich bei Franz Wiegelt hinter die Flasche und trank bis Mitternacht. Dann begann er jfct toben und um sich zu schlagen, zerbrach Flaschen und Gläser, zerstieß drei Fensterscheiben und vollführte einen solck>en Lärm, daß ihn Franz Wiegelt, dessen bester Gast er tvar, an die Lust setzen mutzte. Der Nachtwächter brachte rhu nach Kaufe. (Fortsetzung folgt.) vor hundert Jahren: Kriegslasten der Stadt Siesten im Jahre MS. (Nnat r:al zu den »teresianten Prorleu'.en dieser Sfuftif des Schlachtenl »rmS liefern wird. * lieber den (Bel ft des Schützengraben- spricht das „Aiaemeen Handelsblad* m einem bemcrfen« werten Zinssatz. Aller Streit, Hatz und Fehde auS den Tagen vor dein Krieg seien bei den neuen Höhlenbeivohnern vcr-schwturden. Wenn wieder Friede »'t. werden diese Kampier sich verivundert erinnern an die frühere Unzuiriedeuheit über Heine Nichtigkeiten, tiin neuer g rrf, Viele für ein gemeinschaftliches Ideal. sei geprägt worden. chnlter an Schulter haben sie gelebt, gelif.en und gestritten in den» Schützengraben mit Genosse,!, Todesgefahr haben sie sittlichem, sozialem uiid künstlerischen» Gebiete diirchziehen das Ganze gewisse Leit.edanken. die sich etiva in den Toppelbegriff .Ideale und Pflichten* znsam,ncnfassen lieben. — Kunst wart. Erstes I u n i f) c f t. (KriegSauSgabe jmn halbe.» Breis. Vierteljährlich 2,25 Mk. E^Erlag vou Georg D. W. Callwer^ München.) Grübele A»»ftälze: Wilheln» Stapel, Kriezerlei iistatten. Erich Vogeler, Kriegsbildcr. Alired H. Fried, stiir Friel?«i,4beivegi,ng. Eiivin Stem, T,e Kriegsfürsorge der ctälTe. Gustav F. Stessen, Tie britische Politik nnd der Welt- kr,ea. Al,S der Rnndschail: Slvenarins, Sluch Italien 7 Karl Lainprecht. Heinz Jahn, „Ja nach de.n Kriege —Boi'ilS, Zu LanteS Geburtstag, ttalrenischen ZeitungSleuteil ge»vidmet, Wolf» gang ^chnmaui', Von» ne»»en Ge» t und vom alte»». Hermann Hafter, Krieg nnd Kine»natogrrrphie -f. 0. E. Lessinp, Die Etim- Niung in Amerika nsw. Bill erbeilagen: Bez»>ba»d Wn»ter, Sprung auf — marsch, maisch! Dcll'Slittonio, Holzbüste des Generals Bilsing. Notenbei.age: Ioh. Sldokf Haffe, An» einem Flötelikoiizert, Klavierübertva ping. 1^14* E»u Tagebuch. Da» ue> este Hest voi» Professor Edu-,d Engels im Eifchernen bea iffeue»», schnell allaemein bekannt gewordeueu, kriegLgeschichllichem Werk ,1914. Ern T a g t ü u dj (George Wettermann, Braunschweig. Berlin, Hamburg) ent.,alt folgende beuierkß»S»verte Ausführung : Tre Eroitermigei» oariiber, ob mau gege i unsere Feinde, gegen alle oder doch einen, Hau empfinden und auSiprechen dürfe, gehen in der Vresie hin und her. Ich htsgesprochcu, daß lveder unfere Brüter nn Felde, noch ^"^usegebltebene den aliständig lau.p enden Femd hassen, e ü0 " öet Gerecht,gnnq, ,a von der sittliche», Pflicht des Hasses gegeri einen oeind gesprocheii habe, da »var es der Haß ge -.en das Böke. daS Teuf» sche deS FemdeS. und dieses Hasses braucht feiner sich zu schämen. 2l?er z. B. vom Hasse gegen daS sranzottsche Volk sprick t, der »vill damit nicht sagen, das» er, auS- geraNct mit der Macist dazu, da-; ga,»ze französische Volt auS- rotten möchte; so .der», sein Gefühl ist daS aller», t.nlichste! da» oer liefen ini,ereu ^ttketzr a/,e»l eine grobe. »liannigfallig zusanimeii- gctttzte Einheit, m itt fidj ui bl vereiuzelt. sondern so niassenhaft und so regelmäßig besittu, te dose, ,a leullische Züge gezeigt haben, oaß man nicht von Ausnahmen, sonder,» vo»» tiesivurzeliiden, danernden, unzer körbare.» We!enSlriebei» sprechen darf. Feige Gr.msa.nkert ge '.en Wehrlos^ gege» Frauei», Kinder. Greise. Geangene, Bernmrrdete i-t einer der nicht erst in diesen» Kr,ege offenbarten Grnudzuge rauzo .scheu Wefens. Sich von einem Volke mit lolchen »md ande»en adttoveude», Elgeuschasten voll 'Abscheu weg- znwenden, keine -Leeleugemelnschaft mit ihn, zu wünschen, nun gar, '^Enn dre eS Volk unadkäsng M»»f unsere Vernichtung ftimr, das nenne Haß, und ich mochte iriisen, lver solchen »edlicher» deutschen Hab verdammen will Dieser Hab braucht nicht pbarlsoisch überhebend zu sern. er l rcni bt »ltckst blind z»» machen gegen die l effere»i »gen- scha ter» e»i,es -o windet, »ms nicht z»l berauben der »vertvollen Gaben. d,e ein solcher,«asten gehaßte« Volk zu l ieten vermag, aber ec wird uns davor bewahren, in »,achc.ff«nde Aube:ung eines Volkes zu verf.r. .'>». deffe», We>euSkcrn unS »licht nur fremd, sonderi» äuucr- l ch und innerlich femdsilig nt. Co e.klärt, kan., sich der Hast gar uw l ikrtia.ieu mtt dem gelaffenen Wunsche: Blag eS diesen, Volke gut ergehen, ,nag c-S sich aut seine Art glücklich i»,hlen »md gedeihen. — wenn wir nur nuhl« auS der 5'erze»4nähe mit ihn» zu schaffe« bekommen.^ Jede» Leichchen aber, der über den abscheul»ck>en Han gegen die Lodc.ude Deurschlauds. besonders gegen die geliebten Frai-zosen, hochuberlege.» salbadert, un^rsuche »nan zuvörderst aus sein Verhalte» gegen d,e ck^lkSgenossen f Hat er sich gegen d.eie niemals gebäff'kq stets so liebevoll wie gegen die Franzosen be- »oniineu, daun ,volle» wir ihn anhörcn, sonst >»icht. Scherzrätsel. ^ (E h a r a d e.) Dem Laien ivird eS, wie die Erste sagt, Den Mathematik»»; ganz zu versteh'», Wenn dieser von der Zwei zu lehren wagt: „Nie ist eS greifbar, kaum kann man es sehn; Unn'effbar wi,»zig i i'S nnd beispielloZ gering E Doch ivird die Ein und Zwei verbunden richtig. Ist'» aauze dem, der gern nach Hause ging, Ans Zickzackpfaden manchn»al, äußerst ivichtig. Auslösung in nächster Nlmtmer. Auslösung des LogogriphS in voriger Nummer: Wurst, Durst. fc<6ri"teitunfl: A»,g Goetz^ Aotak onSdrnck und S'erlag der «rühllchen NniversitäkS-Buch- und Steindnickerei, R. Lange, Giche^