Donnerstag, den 27. Mat i MV 1 ij Lurück zur Schotte. Nomon von Ewald Gerhard Seeliger. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Ob ich wohl mal tanze?" fragte Karl Zdurotschin unternehmungslustig. Mer Moritz Gassel widerriet es ihm, gestützt auf seine traurigen Erfahrungen. „Prost!" rief Karl Zdurotschin glücklich. „Und Hinunel- fahrt komm ich nach Britzkawe. Menschenkind, werden die Zdurotfchiner Äugen machen!" Moritz Gassel erwiderte nichts. Karl Zdurotschin bot ihn: eine Zigarre an, und beide qualmten schweigend und schauten in das Tanzgewühl. Hedwig war mitten drin. Sie tanzte schon wieder mit Thomas Hauschild. „Dem Kerl brech ich die Rippen!" knurrte Karl Zdurot- schin und ballte die Faust. Moritz Gassel beobachtete die beiden längere Zeit. Tho- inas Hauschild bemühte sich, während des ganzes ein Gespräch anzuzetteln, doch Hedwig verhielt sich ablehnend. Moritz Gassel schloß das aus ihrer abweisenden Miene. „Ich glaube," erwiderte er, „die beiden haben wohl doch nichts miteinander." „Das möcht ich dem Schubiak auch geraten haben!" brummte Karl Zdurotschin und öffnete die Faust wieder. Thomas .Hauschild erkannte endlich das Vergebliche seiner Bemühungen und kümmerte sich plötzlich gar nicht mehr um Hedruig. Er wollte sie eifersüchtig machen. Mer sie beachtete ihn nicht, wenn er auch noch so toll durch den Saal fegte. Denn er war ein vorzüglicher Tänzer. Hedwig schenkte ihm keinen Blick mehr. Darüber giftete er sich so sehr, daß er sich ins Spielzimmer setzte und anfing &u mauscheln. Und er hatte, wie immer, Glück bei den Karten, rückte zum Bankhalter auf und vergaß, was um ihn her vorging. Am Nebentisch spielte August Knorreck mit drei Förstern einen Dauerskat und dachte an die Aussaat. Das konnte er sich schon leisten, denn das Spiel war nicht so aufregend, weil es nur um halbe Mennige ging. Frau Knorreck aber nährte sich inzwischen redlich von Kaffee und Kuchen und ließ sich von ihren'Freundinnen alle Familienbegebeu- Heiken der näheren und weiteren Umgegend haarklein erzählen. Zum Dank dafiir berichtete sie mit Stolz von .ihrem hoffnungsvollen Söhnchen Hugo, der in Halle so schrecklich viel studieren müsse, um Theologe zu werden. Sie sagte nicht „Vastor", das Wort war ihr nicht vornehm genug. Um Hedwig brauchte sie sich nicht zu kümmern, die war von den jungen Herrn immer umschwärmt. Da trat der Oberförster K>ochalke unter den Kronleuch-. ter, klatschte schallend tu die Hände und ries: „Damenwahl. Die Stadtkapelle spielte eine flotte Polka. Die Mädchen schwärmten aus und hblten sich ihre treuesten Ritter heran. Sogar im Spielzinuner machten sich die Folgen bemerklich Thomas Hauschild ließ sich von seinem Nachbar vertreten und stellte sich an die Tür. Mer Hedwig schritt auf Pest Tisch zu, au dem Karl Zdurotschin mit seinem jüngsten Freunde saß und qualmte. Als er Hedwig kommen sah, legte er sofort die Z,igarre nieg und erhob sich langsam. Seine grauen Augen funkelten wie zwei Perlmnttknöpse in der 'Sonne. „Herr Gassel!" rief Hedwig. „Wenn ich bitten darf." Karl Zdurotschin sank plump auf den Stuhl. Moritz Gaffel wurde krebsrot. Das hatte er nicht im Traume ep« wartet. Neberglücklich stürzte er sich in das wogende Gewicht und hatte, dank ihrer .Hilfe, geschwind den Polkaschritt heraus. „Sehen Sie, daß es geht!" rief sie triumphierend. „Ich, wahrhaftig!" lachte er verdutzt. „Ich hätte eS nicht geglaubt!" Karl Zduortschin aber qualmte wieder. Er hatte sich schnetl beruhigt. Das kleine Schulmeisterlein wurde ihm weiter nicht gefährlich! „Ich glarcbe," sprach) Moritz Gassel mutig, „jetzt kann ich auch Walzer tanzen. Mer nur mit Ihnen r „Mgemacht!" lachte jic fröhlich. „Versuchen toir's nachher. Ich warte auf Sie. Halten Sie besser Takt." „Wechselt Tritt!" kommandierte er. „Es stimmt wieder nicht. Und ich bin doch sonst nicht so dumm." Erschöpft hielt er inne. Da war auch die Musik zu Ende. Thomas Hauschild machte sich sprungbereit. Jetzt kam esn Walzer, dchch einmal wollte er sein Glück bei Hedwig ver«, suchen. Doch Moritz Gassel kam ihm um drei Nasenlanger zuvor. Da schlich der Wrrtschaftsgehilfe ingrimmig zu Herr Karten zurück und übernahm wieder die Mauschelbank. Und er gewann. Zwei Stunden weiter in diesem Tempo, und et konnte morgen sein Reitpferd bezahlen! Denn an diesent Tische wurde nicht um halbe Pfennige gespielt, da flogen Taler. Nach verzweifelten Anstrengungen hatte Moritz Oktffel den Walzertritt endgültig ausgegeben und Hedwig ans den Platz zu rückgeb rächt. Sie hatte' ihn nach Kräften, jedoch vergeblich, bemuttert und tröstete ihn. Aber bald wurde sie ihn: entführt, und er fand sich zu Karl Zdurotschin zurück. „Antreten zur Polonaise!" schrie der Oberförster Kochalte und engagierte die rundliche Gattin des Zucker- siedereidirektorö, der diesem Inspektorenball schon aus Geschäftsinteresse nicht fern geblieben war. „Das ist leicht!" rief Moritz Gassel und sah Karl Zdurotschin herausfordernd an. „Ich kann mir's leisten, nicht zu tanzen!" enoiderte der eigensinnig. Außerdem hatte, er schon zu viel getrunken. Moritz Gassel blieb bei ihn), denn Hedwig war bereits von dem langen Zuckersiedereidirektor engagiert worden. Um zwei Uhr legte August Knorreck die Karten hin mü> bezahlte. „Wir fahren in einer halben Stunde!" sprach er im Bvrdeigeheu jai dem ara beschäftigten Thomas Hmischild, der grade die Karten mischte. Der nickte nur, ohne nach der Uhr zu sehen. Der Inspektor ging hinunter in die Kutscherstube und befahl Daniel Zpuppack, der da unten das große Wort Myrte, die Rappen anzuspanneu und vorzufahren. August Knorreck stieg wieder hinaus und wurde auf der Treppe von dem Zuckersiedereidireklor aufgehalten, der eben nach Hause wollte. Im Saale sah! er sich zuerst nach Hedwig um. Kaum hatte sie ihn erblickt, kam sie herbei und hängte sich ihm an den Arm. „Amüsiert?" fragte er gutgelaunt. „Danke, seht Hab' ich genug " erwiderte sie. „Ich Hab schon den Zpuppack gerufen." „Du Bater," schmeichelte sie, indem sie sich an ihn schmiegte, „aber nicht böse sein. Ich habe Karl Zdurotschin eingeladen." Er schaute sie groß an, als n-enn er sie nicht ver-« standen hätte. „Er wird uns Himmelfahrt besuchen!" „Ter Kerl!" entfuhr es ihm unwillkürlich. „Du bist nicht bei Tröste!" „Herr Gassel meint auch, er ist gar nicht so schlimm, wie die Leute reden." „Aber was willst du denn mit ihm?" rief der Bater entsetzt. „Er hat doch so schrecklich viel Geld!" flüsterte Hedwig. „Deswegen hckst fcm ihn eingeladen!" August Knorreck wurde an seiner Tochter fast irre. „Dir bist nicht recht gescheit!" „Ich Hab mir gedacht," meinte sie altklug, „daß er dem Herrn Baron vielleicht helfen kann." „Dafür sind Bartenstein und Levisohn da." „Aber du schimpfst doch immer auf die beiden. Undj wenn Karl Zdurotschin das Geld gibt, —" „Der ist vielleicht noch schlimmer," brummte August Knorreck unwirsch. „Nein!" »vehrte sie sich eifrig. „Herr Gassel sagt, er ist ein herzensguter Mensch. Er ist nur ein bissel unge^ schliffen." „So?" fragte er verwundert, dachte ein wenig nach und schüttelte dann den Kopf. „Geh zu Mutter und macht euch fertig. Wir fahren bald." Dann schritt er in die Ecke, ioo Karl Zdurotschin und Moriü Gassel saßen. „Meine Tochter hat Sie eingeladen?" sprach er ohne weitere Einleitung zu dem reichen Zdurotschiner. „Ich komme!" rief der „Bestimmt! Himmelsahrt." „Wie's Ihnen am besten paßt!" erwiderte der Inspektor gleichgültig und wandte sich an Moritz Gassel. „Wollen Sie mitfahren." Der sagte freudig zu. „Punkt halb drei!" ries August Knorreck zurück und suchte Frau und Tochter auf. Moritz Gassel sah nach der Uhr, verabschiedete sich von Karl Zdurotschm, der schon halb schlief, und war zur rechten Zeit am Wagen. Daniel Zpuppack zündete die Laternen an, denn die Nacht war finster. Frau Knorreck und Hedwig stiegen zuerst ein. „Kommen Sie, Herr Gassel!" forderte ihn Hedwig auf und rückte zu. Da stieg er ein. Frau Knorreck fragte ihn, wie er sich anrüsiert habe und wie er über Karl Zdurotschin dächte und ob er wirklich so reich sei. Der Inspektor wartete am offenen Schlag noch ein paar Minuten und schaute dreimal nach der Uhr. Mer Thomas Hauschild kam nicht. „Los!" befahl er dann, schwang sich in den Wagen und schlug die Tür zu. ? Daniel Zpuppack hob die Peitsche und schnalzte laut, fn diesem Augenblick sauste Thomas Hauschild die Stufen erunter. „Sie müssen ans den Bock!" sprach August Knorreck und schob das Fenster hoch. Der Gehilfe kletterte über das Vorderrad, und Daniel Zpuppack ließ die Rappen laufen. Hedwig lehnte sich müde in bte Ecke und schloß die Augen. Moritz Gassel machte sich Mühe, das matte Gespräch im Gange zu erhalten. Als sie über die Grenze sichren, schlief es ein. Frau Knorreck gähnte zweimal und senkte den Kopf auf die Brust. Auch Moritz Gassel mußte gegen die Müdigkeit ankämpseu. August Knorreck sprach kein Wort und schaute bei jeder Waldschneise links und rechts. Nur Thomas Hauschild war inunter, denn die scharfe Nachtluft strich ihm frisch irm die Ohren. Er schlug den Mantelkragen in die Höhe und steckte die Hände in die Taschen. Dreiundachtzig Mark hatte er gewonnen. Zuletzt war sehr hoch gespielt worden. Jetzt konnte er die erste Abzahlung auf sein Reitpferd leisten. Das war erfreulich! Neber .Hedwig aber ärgerte er sich. Und er hätte sich noch mehr erbost, wenn er gewußt hätte, daß Moritz Gassel im Wagen saß. Argwohn schöpfte er nicht, und bei Daniel Zpuppack anzufragen, ging ihm wider den Strich. Der hatte auch genug zu tun, in der Finsternis nicht vom Wege abzukommen. Als sie nach einer Stunde ins Dorf einlenkten, brannte im Herrenhaus noch Licht. Fritz von Winkelberg hatte eben den angefangenen Brief beendet und wachte noch. „Brr!" machte Daniel Zpuppack, und Thomas Hauschild sprang vom Bock herunter. August Knorreck öffnete den Schlag. Zuletzt stieg Moritz Gassel aus. Der Wagen rollte davon. Thomas Hauschild ließ die drei andern vörangehen und stellte sich dann vor der: Nebenbuhler in Positur. „Also Sie!" zischte er wütend. „Ja ich!" erwiderte Moritz Gassel ruhig. „Wir dachten. Sie wollten noch länger bleiben, weil Sie so unpünktlich waren." „Schulmeister!" schimpfte der Gehilfe grob. Moritz Gassel drehte ihm den Rücken und ging. „Na warte!" knirschte der andere und ballte die Faust hinter ihm drein. „Wir sprechen uns noch!" X. August.Knorreck gönnte sich nur zwei Stunden Schlaf. Um sechs Uhr war er schon in den Ställen. Dann letzte er sich vor seine Wirtschaftsbücher. Der Baron erwachte viel später. Erst als die Glocken vom nahen Turme das Ende der Messe anzeigten, erhob ec sich. Der Inspektor erschien sofort mit dem Frühstück. Fritz von Winkelberg gab ihm den Brief mit der Weisung, ihn in den Postkasten zu werfen. „Befehlen der Herr Baron sonst noch etwas?" „Jawohl, Knorreck!" sprach Fritz von Winkelberg und stellte sich mit dem Rücken gegen das Fenster. „Ich möchte meine Familie herüberkommen lassen. Aber erst, wenn's hier etwas freundlicher aussieht. Und deshalb müssen wir noch ein paar Zimmer dazunehmen." „Wie groß ist die Familie des Herrn Baron?" „Nur noch meine Frau und ein kleines Mädchen von drei Jahren." „Da werden sechs Zimmer nötig sein," rechnete der Inspektor nach. „Drei für die Frau Baronin, zwei für die Baroneß und ein Speisezimmer." „Wo denken Sie hin, Knorreck!" lachte der Baron. /,Zwei genügen vollkommen. Meine Frau trennt sich nicht von dem Kmde. Denken Sie doch an die Belastung des Etats durch Küche und Dienstboten." .,Eine Köchin, ein Stubenmädchen, eine Kammerzofe, ein Kindersräulein, ein Diener, eine Schlenßerin," zählte August Knorreck aus. „Den feudalen Teil können Sie ruhig streichen," erwiderte Fritz von Winkelberg lächelnd. „Bleibt übrig eine Köchin und ein Stubenmädchen." „Wann werden die Frau Baronin und Fräulein Baroneß ihren Einzug halten?" fragte der Inspektor. „Vor Ostern jedenfalls nicht. Erst muß ich hören, ob meine Frau schon kräftig genug ist, die Reise zu machen." „Also noch acht Wochen Zeit!" rechnete August Knorreck iiach. „Ich denke," sprach Fritz von Winkelberg und setzte sich an den Schreibtisch, „wir überleben die ganze Sache dein alten Abraham. Sind Sie damit einverstanden?" „Wenn der Herr Baron befehlen!" (Fortsetzung folgt.) 928 Die Glocke aus Flandern. Von 5t o u r a b Marlin Laut. In der Wohnung des allen Mnsikprofessors Erwin Meinardu- herrschte geheimnisvolles Dämmern. Vom kleinen Garten vor den Fenstern, der wieder einmal voller Fliederbuft UTti> Goldregenzauber war, fiel noch ein letztes Streifchen Licht von dem scheidenden Maitag in das Zimmer, während von drüben her, wo der Einturm des Münsters wie eine drohende Schmu rhand in den 2lbendhimm l wuchs, ein schwerer Schatten sich an das Häuschen drängte und >en leuchtenden Schimmer langsam zerdrückte. Tic Zeit zwischen Tag und Nacht tvar dem einsamen Mann von jeher die liebste. In früheren Jahren, als die nun lange in Frieden schlummernde Gattin noch sorgend neben ihm stand, war diese Stunde erfüllt von Musik und Gesang. Da saß Meinardus an seinem Klavier und phantasierte sich alles Frohe und Schwere vom Herzen oder die Gattin sang seine klingenden Lieder, die er am Tage niedergeschrieben hatte. Das alles tvar längst vorbei. Nach der treuen Gefährtin war auch der einzige Sohn aus dem Häuschen gewandert, zwar nicht in den sttllen, evheunmspon neuen Winkel von St. Aurelien, wohl aber ins blühende Leben, das er als tüchtiger, zu Ehren und Ansehn gekommener Maler gemeistert hatte. Nun stand der Junge als Hauptmann der Landlvehr draußen bei Dpern im Feld, und zu der Einsamkeit des Lebens gesellte sich für den alten Professor nockt die Sorge. Seit vierzehn Tagen hatte der liebe, präcli«tige Mensch nichts von sich hören lassen, bis endlich heute, gerade um Mbendwerden, ein seltsamer Gruß aus Flairdern eintras. Meinardus hatte die Lampe aus seinem Schreibtisch anae- zündet und stand jetzt wieder vor der geöffneten schweren Kiste, ckus der ein ttefer Metallglanz ihm warm entaegenquoll. Der brave Dans hatte tatsächlich sein Vorhaben ausgeführt. Bei einer Streife im südlichen Flandern war ihm von einend belgischen Händler eine alte, wertvolle Glocke angeboten worden, die in sriedlickien Zeiten zu einem mm untergegangenen Glockenspiel gehört hatte. „Der Mann behauptet," schrieb Hans in seinem vorletzten Brief, „die Glocke stamme von dem Gießer Petrus Hemony. Ich weiß nicht, ob es stimmt. Wenn wir den Handel abschließet:, schicke ich Dir das hübsche Stück für Deine Sammlung." ~ ^Nun war der Fremdling aus Flandern da. Aus einein Wust von Papier, getrockneten: Gras und alten Lappen hatte Meinardus ilju aus der Kiste gehoben. Es war ein reichlich zwei Spannen großes Ding mit ein ein Spruchband am unterer: Rand und einem kräftigen, jetzt freiltdj abgenutzten Klöppel. Ein Laie hätte wohl kaum etwas Außergewöhnliches an ihm entdeckt. Den kundigen Musiker aber, der über manche Glocke sein Urteil abgegeben hatte, ehe sie aus den Turm ztvischen die Schallöcher kam, entzückte das Kunstwerk aus den ersten Blick. Allein schon der leuchtende Glanz des Metalls ließ ans eine vortreffliche Mischung von Zinn und Kupfer schließen: vermutlich tvar cs die alte Legierung, von der schon der Mönch Theophilus in seiner berühinten Schedula diver- sarum artium gesprochen hatte. Die Form war vornehm und rein, nach unten kraftvoll geschwungen, nach oben schlank und in edler Verjüngung. Möglick)erweisc stammte das Werk tatsächlich von Petrus Hemony, zum miltdestcn von Albert de Grave oder dem wackern van den Gheyn. In dein Beschauer er trachte der leidenschaftliche Drang zum Prüfen und Forschen. Mit einer ihn: sonst ganz ftemden Unruhe entnahm er dem Schreibtisch ein altes Vergrößerungsglas und die stets griffbereite Stimmgabel. Tann wurde in gleicher freudiger Hast eine kräftige Schnur vom Fenster zUr Tür gespannt Und die Glocke emporgezogen. Im Stübchen tvar alles feierlich füll und ernst. Die morschen Büchergestelle und Schranke tvarsen gespenstige Schatten unter die schwebende Glocke: von der Wand blickten die Bilder Beethovens und Bachs mit klaren Angen in das Halbdunkel: nur draußen im Flieder des Gärtchens verbuchte die erste Nachtigall ein schluchzendes Lied. ' Der Alte trat an die Glocke und schlug mft dem Knöchel des Zeigefingers gegen den Mantel. Ein heller, unendlich süßer Ton erfüllte, langsam zerfließend, den Raunt. Es ktcurg wre der Hauch einer Geige oder das Beben eines edlen Kvistalls. Proseffor Meinardrrs stellte die Höhe des Tons nach der Stimmgabel fest Und nickte befriedigt. Er hatte es ertvartet. Dem silberneit drei- g " eichenen D hatten die langen Jahrhunderte von seiner Rein- und Güte nichts nehmen könne::. Ein ztveiter, kräftiger lag mit dem Klöppel weckte neben dem Hauptton nun auch die Nebentöne. Ganz deutlich vernahnr das geübte Ohr des KennerS den Grundakkord mit Quinte, Terz und den beiden Oktaven. Ein wundersames, ergreifendes Läuten tvar es, das jeden Winkel der sttllen Stube mit Wohlklang durchzog. Fünvahr, ein solches.Werk konnte nur ein großer Meister aus der flandrisckjen C^gießerzunft geschaffen habeit. Aus ihm sprach derselbe niederdeutsche fromme Geilt, der aus den hehre:: Kathedralen und der» Bildern der mittelalterlichen Blamen mit starker Ueberzeugung redete. Man mußte noch beten und an seinen Gott glauben können, Um eine solche EngelstimMe zum Töne:: zu bringen. Den Heuttgen war haK versagt. Für sie war das Glockengießer: nur noch ein Geschäft, darum griffen ihre Glocken den Menschen auch nicht Mehr so ttes ins Herz. In sttller Bewegung nah-in Meinardus die Glocke von der Schnur und stellte sie unter das Lampenlicht. Nun galt es noch, das Spruckchand zu entziffern, das znnsckien Ranken aus lebhaft bewegtem Epheu um die äußere Wölbung lies. Vielleicht ließ von ihm sich etwas über Herkunft und Zett des Frenidlings erfahren. Ganz leicht war die Ausgabe nicht. Die Buchstaben, späte Majns- keln Mts der Mitte des 17. Jahrhunderts, lvaven eng aneinander gedrängt, um dem vermutlich lairgen Spruch den nötigen Platz zu sck-asfen. Mit Hilfe der Lupe entdeckte der sorgsame Forscher zunächst die Worte vita und sumus. Also vom Leben erzählt das Erz, gewiß von dem gleichen holden Leben, bas der Glockenmnnd so tönend verkündete. Tann folgten in neuer suchender Arbeit oie übrigen Worte. Eins nach dem andern, aber keines mehr hell und freudig, sondern schwer wie die Schläge deS Schicksals und niederdrückeird tu ihrer grausamen Wahrheit: Media in vita morte circumdati sumus. Der alte Musiker ließ die Hand mit der Lupe sinket: und strich sich) über die Stirn. Was war das? Wie kam die kleine Glocke Mrs Flandern, die doch gewiß die lieblichste unter ihren Schwestern im klingenden Spiel des nieder geschossenen Glockenturmes war. zu diesem qualvollen Spruch? Mittenim Leben sind wir vom Tod umgeben. War daS die wahre Seele des Glöckchens oder hatte sein Schöpfer die Worte ihm nur ausgeprägt. weil er sie selbst im harten Leben erfahren hatte? Den einsamen Mann in dem grabsttllen Zimmer überkam eine unerklärliche Bangigkeit. Immer von neuem hämmerte das Wort an sein Herz, während die Schatten um ihn zu wachsen schienen! und die Airgen der beiden Großen dort an der Wand ihn rätselvoll ansbarrten. Mötzlich mußte er des fernen Sohnes in Flandern gedenken, der mit seiner Kompagnie wohl eben jetzt in irgend einem Graben lag und das Vaterland schützte. WaS hatte der Junge doch heute geschrieben? „Wenn Du die alte Glocke in Deinen: Stübchen zun: Läuten bringst, singen die englischen Kugeln uns sicher ein weniger friedliches Hallekujah!" Dem alten Professor wurde die Luft im Zimmer zu schwül. Mit einen: heftigen Ruck schob er die Glocke beiseite und streß die Fensterflügel auf. Ueber dem Gärtcl-en draußen stander: die Sterne der Mainacht und streuten ihre Lichttropfen auf das blühende Glück, daß alle Aeste und Zweige geheimnisvoll aufblitzten. Ein letztes Schluchzen der ytachtigall ftatterte ängstlich znm Münster, von den: die gigantische Schwurhand mit unaufhörlichem Drohen ins Dunkle griff. Der Träumer am Fenster .schreckte plötzlich zusammen. Ein gellernder Schlag zerschnitt die Stille des Zimmers und brach mit einem schrillen Bersten ab. Am Boden neben dem Schreibttsch laa die kleine Glocke aus Flandern, die wohl zu nahe an den Tischrano geschoben worden und nun herabgestürzt war. Vom Spruchband gegen den fein geschwungenen Hals die Worte vita und morte treirnend, zog sich ein scharfer Riß, der ihre klingende Seele für immer vernichtet hatte. In tteser Erschütterung nahm Professvr Meinardus die stumme Glocke wie ein lotkrankes Kind aus den Arm und bettete sie mit zärtlicher Sorgfalt zwischen Gras und Papier in die offensbehende Kiste. Ihm war zu wdute, als hätte er eben einen lieben Menschen begraben. * Zwei Tage später ttaf in dem Häuschen beim Münster die Nachricht von dem Heldentod des HauptmonnS Meinardus ein. In derselben Nacht, in der die Glocke ihre süße Stimme zum ersten Mal erhoben hatte und dann so jäh verstummt war, hatte eine englische Granate daS Herz des Kindes zerrissen.. s Weltkrieg und volkszahl. Wie der Weltkrieg auf die Bevölkern ngszahl und damit aus die künftigen Machtverhältnisse eintvirken wird, wird in einer Arbeit im nächsten Heft der „Grenzboten" untersucht. Wenn man behauptet hat, daß die Verluste an Menschenleben durch den Krieg von keiner nennens- tverten Bedeutung für die Bevölkerungszahl wären, da ein Land tvie Deutschland sie mit seinem großen Geburtenüberschuß in wenigen Monaten ersetzen könnte, so wirb dieser Optimismus den Tatsachen wenig gerecht, zumal da in diesem Weltkriege mit solchen Riesenzahle:: gerechnet norden muß. Einen Anhalt für die Beurteilung gibt der Einffuß des Krieges von 1870/71 auf die Bevölkerungszahl Deutsältands und Frankreichs. Dre Zahl der Eheschließungen, die 364 267 im Jahre 1869 betragen hatte, gina 1870 um melw alS 70 000 auf 313 961 zurück, und sie hob sicn auch 1671 nur um noch nicht 23000 auf 336 745. Erst 1872 schnellte sie um 87 000 empor und erreichte damit auch Verhältnis- mäßig einen Höckiststcnch. Die Geburtenzahl sank 1871 um mehr als 162 000, von 1 635 646 aus 1 473 492, anstatt entsprechend der Bevölkerungszunahme um 20—30 000 zu steigen: die Zahl der Sterbcfälle stteg 1870 nur um 30 000, aber 1671 abermals um 88 000. Die Bevötkerungszunahme tvar 1870 infolge der hohen Geburtenzahl noch übenrormal. 11.1 pro Mille gegen 10,9 im Vorjahre, sank aber 1871 ans 4.9, um erst 1872 wieder die etwa nvr- 824 male (dfe tnm 10,5 zu erreichen. 1871 allein betrug der Ausfall an BevolrerungSzunayme also etlva 6 \nv Mille — 250 000. Das ist der ivirkliche Einfluß dtzs Krieges von 1870/71. der so [tan ivar, obivohl der ganze Krieg ün AuSlande geführt wuroe und SQlcl-eu nicht ausbrachen. Die Verluste durch feindliche Waffen und durch Krankheit ufro. im deutschen Heer, die sich 1670/71 nur auf 40 861 beliefen, stellen also nur etloa 17 o/o, ,mr ein «Sechstel der durch den Krieg verursachten Hernnrung deS Be- völkeruugsivack^tums dar. Nock) jetzt zeigt sich die Minderzahl von Geburten im Jahre 1871 darin, daß irn Jahre 1911 am 1. Januar in Preußen vorhanden loaren: im Jahrs 1869 Geborene 461 724, 1670 Gävrene 478 929, 1871 Geborene 406 036, 1672 Geborene 516 984. Der Jahrgang 1871 »oeist also gegenüber den Nachbar- jahren noch jetzt eme Minderzahl von fast 73 000, beztv. 111000 aus. Setzt man nun gegenüber den Ziffern von 1870 die geivaltig erhöhte Stärke deS deutschen Heeres in diesem Weltkriege, die jetzt vielleicht schon die viersack>e Höhe und bei langer Ausdehnung des Krieges die fünf- oder sechsfache Höhe erreicht, so wird eine entspräche,ü>e Steigerung der Verluste deS Heeres an Toten und ein Ausfall in der Geburtenzahl der Jahre 1915 und 1916 in vier- bis sechsfacher Höhe zu erwarten sein. Nicht ganz so groß, weil diesmal sein jugendliche Kriegsfreiwillige und auch mehr ältere Leute zur Jahne herangezogen sind und »veil auch die Geburtenziffer auf etwa *k der damaligen Zeit gesunken ist. Aber selbst der vierfache Verlust an Menschenleben und Geburtenausfall würde die Verminderung deS Bevölkerungswachstums für Deutschland auf eine Million, also IV« der natürlichen Bevökkerungsvermehrung eines Jahres bedeuten. Die russischen Verluste an Menschenleben sind zweifellos ungeheuer groß; man wird schon jetzt die Hem^- mung der natürlichen Bevölkerungsverinehrung aus mehr als yh —2 Millionen schätzen müssen, aber bei dem ungeheuren Geburtenüberschuß von l s /4—2 Millionen jährlich kann Rußland, solchen Verlust am leichtesten vertragen. Verhängnisvoll, aber liegen die Dstrge für Frankreich. Obwohl eine Verlustliste döS Krieges von 1870, 71 nicht veröffentlicht worden ist, kann inan schätzen, daß die Verluste des Heeres 90—150 000 betrugen, und wenn man die Bevötkerungsziffern dieser Jahre ansieht, gelangt man zu dem Ergebnis, das; Frankreichs Verluste au Bevölkerung durch den Kriog (abgesehen von der mchr als IVr Milionen zählenden Bevölkerung won Elsaß-Loshriugen) rund 3 A Milionen, das Dreifache vom Verluste Deutschlands, fast 2Prozzent einer Einwohnerzahl betrug. Bedenkt man mm, daß Frankreich alle Kräfte zusammenrafft n,ü> vielleicht die fünf- bis sechsfache Zahl der Soldaten von 1670 ins Feld stellt, daß der Prieg wiederum aus 'ftanzösischem Boden gesührt wird, so roird man die Menschenverluste Frankreichs auch aus das Vierfache, auf miip- destens IV» Millionen, vielleicht sogar 2 1 /» Millionen annehmen müssen. Das bedeutet aber für Frankreich einen ungeheuren, tatsächlich unersetzlichen Verlust von 3%—6V* Prozent seiner Volts zahl, der nicht wieder ausgeglichen loerden könnte, auch wenn das Land nicht unter der künsÜichen Herabdrückung der Geburtenzahl litte. Dementsprechend muß Frankreichs militärische und politische Bedeutung immer mehr sinken. vermischte». "Blühende K a st a n i e n b ä u »n e. In diesem Jahre haben wir eine ganz besondere Veranlassung, der wundervollen Blütenkerzen der Roßkastanie zu gedenken. Tein, sie sind offenbar die Veranlassung dazu gewesen, daß der Baum die Wanderung aus seiner Heimat, dem uordgriechischen Gebirgslaude, zu unS an- getreten hat. Man trifft ihn dort noch heute unterhalb der Tannenregion in einer Hohe von 1000 bis 1300 Nietern wildwachsend an. Sein eigenartiger Blütenschmuck erregte die Aufmerksamkeit der Türken, nachdem diese im Jahre 1453 Konstantinopel erobert und sich damit dauernd in Europa festgesetzt halten. Tie Türken sind, wie bekannt, sehr große Blnmenfceunde; sie haben eine große Zahl der herrlichsten Frühlingsgewächse, die bis zu ihrer Zeit in Europa gänzlich unbekannt waren, dorthin verpflanzt, wie die Tulpe, die GaUenhyazinthe, die verschiedenen Ranunkelartel,, die Kaiserkrone, und vor allem den herrlichen blaßblau oder weiß blühenden Flieder, die Syringe, die ihnen zu Ehren in verschiedenen Gegenden unseres VateslandeS noch heute tttrkiicher Flieder genannt wird. Die kerzengerade nach oben gerichteten pyramidenförmigen Blüten der Roßkastanie mochten die Türken in besonderer Weise an ihre LieblingSblume, die Tulpe, erinnern, die ebenfalls eine ausrechtstehende Blüte auiweist. Sie pflanzten den Baum in Mengen auf dem Balkak, an, und von dort kam er im 16. Jahrhundert nach dem westlichen Europa, wo er wegen der schon gekennzeichneten Vorzüge schnell eine große Verbreitung fand. Ter botanische Name ^eseulas hippocastanus rührt davon her, daß die -r.t'irken die Frucht als Heilmittel gegen den Husten ihrer Pferde verwandten. "Der Getreidebau nach d e m Kriege. In einer tnteressanten Serie von Artikeln über „Brot und seine Eigenschaften , dre der bekannte Berliner Physiologe Prof. Max Rubiier in der »Deutschen Medizinischen Wochenschrift" soeben veröffentlich^ kommt der Gelehrte aus die Zukunft der Brotfruchtprodnktion nach dem Kriege zu sprechen. Es ist bekannt, daß wir mehr Roggen, etwa 36 Proz., und weniger Wetzen, etwa 16 Pro», produzieren, als wir brauchen. Um ui,8 von der Abhängigkeit des Auslandes frei zu machen, könnten wir den Weizengenuß zugunsten deS Roggens etnschränken, wie dies auch jetzt wählend des Krieges gescheheil ist. DicS wird aber nicht nach dem Wunsche der Bevölkerung fein, die ben Wetzen dem Roggen vorzieht. Nun ist ein solcher Uinschwlmg aber gar nicht nötig, denn auch bei mäßigen Ernten ließe sich die Produktion des Weizens so erhöhen, daß kein Weizen in,portiert zu werden braucht. Die Mehrproduktion läßt sich bitrd, Steigerung der Intensität der Kultur erzielen. Dies trifft zweifellos für lehr erhebliche Teile TeiitschlaudS zu. namentlich für die kleinbälierlichen Betriebe, wo zweckinäßigere Bodenbearbeitung und Düngung zu besseren Ernteergebnisse«, führen werden alS bisher. Auch die Gervinnung „euer Bodenflächen für den Ackerbau dürfte dazu beitragen. Dabei brauchte garnicht einmal eine Erweiterung der Weizenanbaufläche um die 16 Proz. stattfinden, die wir, wie oben erwähnt, einführen. Sondern e€ genügt eine geringere Vergrößerung, da das Erträgnis an Weizen mit Rücksicht aus die Ernährung deS Menschen günstiger liegt alS als für den Roggen. Schon das WeizenerträgniS für Weizen ist größer als daS für Roggen. 1 Hektar Land bringt 1700 kg Roggen, aber 2030 kg Weizen. Nach Abzug des Saatgutes von 10 kg pro Hektar Ist der Weizenertrag um 330 kg größer als der deS Roggens. Zieht man weiter den Mehlverlnst von 5 Proz. noch ab, so erhält man 1455 kg Roggen und 1767 kg We'zen Der Boden wird also durch den Weizenbau bester auszenutzt. ES kommt aber noch ein anderer Un,stand dazu, der de«, Weizenacker viel günstiger erscheinen läßt. Der Roggen läßt sich nämlich viel schlechter auSmahlen als der Weizen. Sein Mehlkern ist nicht so leicht abzuscheide«,. Sei«,e Ausmahlung kann in, atlgen,einen nur aus 65 Proz. getrieben werden, während der Weizen bis auf 76 Proz. ohne Schwierigkeit gebracht werden kann. Damit würden sich die Erträgnisse zugunsten deS Weizens noch mehr vers«ieben. Auch vom Standpunkt der Backware a»«S ist der Weizenbau b.ffer zu veriverten als der Roggen. Es besteht überhaupt keine Notwendigkeit, Roggen zu genießen. Das Bedürsnis nach Weize«, wird sich steigern, wenn die Wahl frei ,st. Tenn der Konsum deS reinen Roggenbrotes hat sich nur da erhalten, wo der Boden Roggen trägt und seine Berarbeltung in den kleinen Mühlen der Erzeug,mgSgebiete stattfindet. DaS Kleinbrot auS Weizen wird auf dein Lande nicht gegeffen, weil noch in, Haufe ge- backei, wird und daS Bäckereigewerbe sich auf dem flachen Lande nicht einbürgern kann. Fällt auch dies Hindernis, so wird auch der Anspruch auf Weizenbrot steigen, da die konservative Richtung dern Ansturm des Luxus nirge«,d,vo standhält. Vüchertlsch. — In den Heften 27 und 88 der Zeitschrift »Der Völkerkrieg" (Verlag von JuliuS Hoffmann i«, Stuttgart) wird die Schilderung der Ereigniffe im Westen bis Mute Fannar 1015 zu Ende geführt. Feine Eharakterisliken der Persönlichkeit des Kaisers (aus der Feder Cabasino-Rendas und Gang- Hofers), des Generals Joffre (von Nax Nordau) und der verschiedenen Soldatentypen des deutschen Heeres und der fei«,blichen Armee vertiefen da? Bild des in den vorhergegnngene«, Heilen geschilderten Ringens. Tie den »Soldatentod" der verschiedenen Lebensalter und Stände behandelnden Skizzen von Otto Flake sind meisterhaft entworfe«,. Zur weitere«, Abrundung dient eine eingehende Darstellung der organifatorilche«, Leistungen unserer Zivilverwaltung in Nordfrankreich und Belgien. — In Heit 28 beginnt eine vielversprechende Schilderung der in««eren Verhältnisse Frankreichs während des ersten Kriegshalbjahrs, eingeleitet durch einen Aufsatz von Jra«,z Wugk* der eine intime Kenntnis französischer Z,«stä«,de verrät. Tie beigegebe««en photographischen Aus- „ahmen sind den, Text sehr geschickt angepaßl; ihre vortreffliche Wiedergabe kennzeich«,et die Gediegenheit und sorgfältige Bor- bereit,,ng deS ganzen Unternehmens. Magisches Zahlenquadrat. I«, die Felder nebenstehenden Quadrats solle«, die Ziffer«, 8 13 26 49 viennal derart eingetrayen werden, daß die Sun,«ne der Zahlen in leder der senkrechten, wagerechten und Diagonalreihen stets »6 beträgt. Auflösung in nächster Nummer. Auftösuug der Charade in voriger Nummer: Traueriveide. Schristleitung: Aug Goetz. - Rotationsdruck und Verlag der Brübl'kclwn UniversitätS-Buch- und Ctemdruckerei. R. Lange. Gießen.