Luriick }nx Schütte. Oiotitau von Ewald Gerhard Seel iger. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Ich wünschte, ich wcir's!" antwortete Moritz Gasse! un.d lieft die Mundwinkel hängen. ,^Ich wünschte, ich lstitte ein Stück Land, das mir gehörte. Aber »vir Beamten sind heimatlos!" „Sie kverden sich da bös reinreiten!" warnte August Kn or reck. „So arg tvird's nicht?" meinte Moritz Gassel. „Ich habe bei meinein Bruder noch ein paar hundert Mark stehen. Die sbecke ich hier in den Boden hinein Und in zehn Jahren soll er mir hundert Prozent bringen. Denken Sie ein paar Jahre weiter. Im Mai, wenn alles blüht. Fünsnndzwanzig Bienenvölker stiegen. Jede Biene bedeutet einen Apfel oder eine Birne vder einen Pfirsich Späterhin nehme ich noch den Schulacker dazu. Ich werde ganz Idnrotschin mit Ge müse versorgen!" „Und wenn Sie nächstes Jahr versetzt werden?" sprach der Inspektor ernst. „Ja!" antwortete .Moritz Gasfel und lieft die Mund winke! hängen. „Das ist auch meine einzige Sorge." „Sie sollten sich einmal an Fürchtegott Frit scher fyei>- an machen," riet der Baron. „Ich glaube, der Mann mnft etwas aufgemuntert tverden." „Dem Manne ist nicht mehr zu helfen!" erwiderte Moritz Gassel „Hab schon mein Glück bei ihm versucht. Er will ^ich nicht helfen lassen!" „Biel Glück!" wünschte Fritz von Winkelberg und wandte sich zu in Gehen. „Ich hoffe, Sie bald bei mir begrüßen zu können." . Moritz (Staffel machte auf diese freundliche Einladung hin eine Verbeugung, aber sie fiel sehr unglücklich ans, weil er noch immer auf dem Balkengerüst säst. Als die beiden andern wieder auf der Strafte waren, hörten sie schon wieder die herzhaften Hammerschläge, mit denen Moritz Gassel die Nägel ins Holz trieb „Ein ganz prächtiges Kerlchen!" sprach der Baron. „Ich werde mein Möglichstes tun, dast er bei uns bleibt." „Viel $u schade zum Schulmeister!" knurrte der Inspektor vor sich hin und nickte dazu. Nach einer halben Stunde hatten sie das Vorwerk erreicht. Rechts von der mit alten Wcidenbäumen bestandenen Landstraße lag der Hof mit drei großen Wirtschaftsgebäuden, links ein kleiner Teich zur Aufzucht des Karpfensamens und sieben kleine Häuschen, in denen die Dtenstlente lvvhnten. Bis auf das letzte standen sie leer. Da hauste der Teichwärter, ein alter, mürrischer Granbart, von dem August Kn or reck hie Schlicksel holte. Er sperrte das breite Gütstor auf, und sie durchschritten die leeren Gebäude. Sie waren gut in Stand gehalten. Nur der Pferdestall hatte ein paar Löcher im Dach. Als sie wieder im Tore standen, kam ein schweren Wagen von der Chaussee heraufgerattert. Es warein großer, langer Kastenwagen, hochbepackt mit Kommoden, Kisten, Kleiderbünoeln und Arbeitsleuten. Born fast der alte Abraham und lenkte mit kundiger Haud die beiden derben Ackergäule. „Herr Baron!" schrie er schon von weitem. „Herr Baron,, nu, was sagen Sie? Bin ick nicht flink? Sie sollen sich noch wundern, und der .Herr Knorreck auch!" Damit hielt er an und kletterte schnell vom Wagen! herunter. August Knorreck besichtigte unterdessen das Ele- spann. Es kam ihm sehr bekannt vor. Auch den Wagen hatte er schon einmal gesehen. „Nu!" lachte der alte Abraham. „Was schauen Sie so? Sollte man's glauben, der Herr Inspektor kennt seine eigenen Pferdchen nicht wieder. Wals wollen Sie geben?" „Was sollen sie kosten?" Der alte Abraham nannte den Preis für Gespann und Wagen. „Das ist viel 511 teuer!" rief der Inspektor entrüstet, obgleich er von dem Gegenteil überzeugt war. „Wie Sie wünschen!" meinte der alte Abraham gleick- gültig und hob die spitzen Schultern. „Dann nehm ick die Pferdchen und das Wägelchen wieder mit. Ick Hab seste Preise. Morgen sollen Sie was Billigeres haben!" Doch August Knorreck hatte schon angebissen. Es war wirrlich das vierte Gutsgespann, das der dicke Friedländer vor knapp drei Wochen aus dem Stalle gezogen hatte. Sie lvaren gut gepflegt. Auch der Wagen stammte aus Britzkawe. Es fehlte an ihm keine einzige Schraube. „Nn, Herr Baron!" rief der alte Abraham und schwang die leichte Mütze. „Ich Hab Ihnen Leute gebracht, gute Leute, gelernte Leute, die was von der Landwirtschaft verstehen. Sieben Mannsleute und vier Weibsleute. Wenn Sie einen nicht mögen, den nehme ich gleich wieder mit!" Die Polen standen und saßen auf dem Wagen lutfc rührten sich kaum. Stumpfsinnig stierten sie aus den .Handel uno sprachen kein Wort. „Das ist der Daniel Zpnppack," pries der alte Abraham seine Ware an. „Er kann sehr gut Deutsch." „Ipuppack, tu das Maul auf!" schrie er dann auf polnisch. Daniel Zpuppack grinste übers ganze Gesicht, daß die starken Backenknochen noch mehr heraustraten, tat das Maul wirklich auf, aber er sprach nickt. Der alte Abraham fluchte kräftig aus polnisch und trieb ihn vom Wagen herunter. „Wo bist du vorher gewesen?" fragte Fritz von Winkelberg. „Bin ick gewesen Kutscher bei Panje Waslewskv" druckste Daniel gputyMä heraus. „Weshalb bist du weggegangen?" ..Ist sich Paule Graf gezogen nach Paris/' Inzwischen halte August Knorrcck Gespann und Wagen zum dritten Male iintersncht und trat heran „Nu, Herr Inspektor, wie »st's mit den» GelchKst^^ „Ihr tönnt den Wagen dalasscn und auch die Pferde. Wenn der Herr Baron damit einoerstanden sind?" „Ganz, wie Sie befinden, mein lieber Knorrcck," antwortete Iris) von Winkelberg. „Ich verlasse mich ganz ans Sie Prüfen Sie auch die Lenke nnd treffen Sic da eine Entscheidung Der Daniel Zpuppack spricht ja gerade kein glänzende-) Deutsch, —" „Nu, .Herr Baron!" fiel der alte Abraham schnell ein. „Wie kann er können gilt Deutsch, lvo er ist ein Polack? Sie werden vielleicht doch einen Ditscher brauchen Der Daniel Zpuppack versteht sich auf die KntsclZiferdc! Er hat gedient drei Jahre in Posen bei der Artillerie. Er kann auch deutsch lesen, wenn man ihm Zeit Iaht. Sie »vcrden schon mit ihm Aiifiicbi'ii sein. Sie sind reell bedient, Herr Baron! Wofür bin ich der alte Abraham!" Anglist .Diorreck hatte llntcrdcsseli die Leute angesehen. „Groß niid stark sind sie, nnd gesund nnd)!" entschied er znsrüde»,gestellt „Nil, Herr Dior reck!" fuhr Ujnt der alte Abraham in die Parade. „Wenn ich schon Leute besorge, dann sahr' ich doch nicht ins Krankenhaus?" „Sind sie auch alle ledig?" fragte der Inspektor. „Meinen Sie, ich Hab einen Handel mit Neincn Kindern? Haben Sic in Britzkawe noch nicht genug davon? Sie haben ooch schon zlvei denisck)e Schulen. ^vollen Sic noch eine polnisch ballen?" Fritz voll Winkelbrrg lachte, lind Augi'st Zvnorrelt schloß das Tor des Borlverks unb steckte den Schlüssel ein. Doch der alte Abrahanr lvar lioch llicht sertig. „Nu, .Herr Baron!" drängte er hartnäckig. „Wie ist cs mit dem Inventar? Ich wcrd das alte Inventar zurück- kalifell, wo lch'ö kriegen kann. Und was ich nicht kriegen kann, das besorg ich z»l zivilen Preisen lvo anders her. Was Sie »licht nlöge»,, nehm ich wiederinit. Ken» Perzentchen verdien ich an Ihne», Nur um d,c Eiilslihrnng ist's mir zll tun!" "Halten Sie sich nur an Herrn Knorrcck!" winkte ihm dcr Baron ab. Sie . Der Herr Inspektor ist ein Antisemit, aber ein Anti- jeniit, r mit sich reden läßt." Damit griff dcr alte Abra ham wieder nach den Zügeln, doch er machte noch einma -kehrt. „Nli, Herr Baron, Sie werde»! doch nicht denken, das Ich fann leben ohne Perzente Sie haben da nnten mi dei Ehanss.-e zwei Teiche mit Karpfen. Wollen Sie mir dac Gcsckästcken geben? Ich leg das bare <-vcld gleich ans der Tisch!" „Schon gllt!" lachte Fritz von Winkelbcrg „Das machcu S»c nur nilt Herrn Dior reck ab. Ich will nicht, daß sic um Ihre Perzentchen kommen!" „Herr Baron!" ries dcr alte Abrahanr ehrlich begeistert Sie sollen leben nnd gesund bleiben, tausend Jahre! sind kelll Antisemit! Nu, Herr Knvrreck, wollen Sic mitsahren?" „Fahrt nur zu!" erwiderte dcr Inspektor mürrisch „Ick' geh zll Fuß." Dcr alte Abraham knallte mit der Peitscl)e. die Pserdc zogen an, lmd August Knorrcck wollte dem Wagen nach. Fritz von Winkelbcrg blieb stehen. „Befehlen der Baron noch etwas?" ' „Nichts, mein lieber Knorrcck. Wenn Sie mit ihm einig ind, gebest Sic ihm nur das In^ntarverzeichnis. 'Dann brauchen Ste übermorgen nicht nach Breslau Ich denke, wir lölinen uns ans ihn verlassen." „Ick) hätt's nicht geglaubt," sagte August Dior reck ehrlich „Dcr Wagen ist wirklich erstaunlich billig." „Kein Wunder!" erwiderte der Baron. „Wenn er vor drel Wochen fiir ein Spottgeld verschleudert worden ist' Und sperren Sic sich nicht, wenn er die Karpfenteiche etwas niedrig tariert. Verdienen muß der Mann." „Herr Baron!" warf der Inspektor ein. „Er wird sckwn »"tht^zu kurz kommen, der alte Abraham. Wenn wir ihm die Teiche vorher geben, wird er uns nicht gut bedienen!" „Also nachher!" entschied Fritz von Winkelberg. „Lassen Sie sich nicht aushalten, ich gehe über die Felder." August Knorrcck marschierte mit langen Schritten dem Wagen nach, und der Baron schleuderte einen Feldrain ent- lang, kam auf die Straße nach Dvorsimtrke, die mit iunaeu Ebereschen bepflanzt war, lind stieg geniächttch den Wind- mühtellbcrg hinan. Lalltlos fächerten die vier migelchlack^ teil Flügel durch beit klaren Winterhimmel. Bor der Mühle stand ein Wägelchen, nuf das Säcke geladen wurden. Ehe Fritz von Winkelbcrg heran war, machte sich das Bäuerlein mit seinem Mehl davon. Ehristian Muschel aber, der Mittler, blieb stehen lind zog devot die Mütze. „Der gnädige Herr haben sich wohl die Felder angesehen?" begann der Mütter und machte dabei eine Miene, als könnte er kein Wässcrlein trüben. Fritz voll Winkelberg gefiel das grobe ansgednnsene Gesicht, ans den» zlvei scheue listige Acuglein zwinkerten, nicht sehr. Doch er bezwang seinen Widerwilletl tmd gab eine freundliche Antwort, 2 kns ein Gespräch aber ließ er sich nicht ein. Ehristian Muschel wischte sich mit dem bemutterten Acrmel über die Nase nnd scl-ante mit einem höhnischen Gesicht dein Baron nach. „.Hat sich was, Baron!" dachte er. „Schulden hat er wie etil Baron, sonst nichts!" Fritz von Winkelberg aber trat wieder ins Tors und ging ins Kretsä-ain, um ein Glas Bier zu trinken. Franz Wiegelt rnachtc einen neserl Bückling und öffnete das.Herren- zinimer. Aber dcr Baron setzte sich in die große Gaststube aus die Banernbank und tat so, als sei er ein ganz geivöhn- licher Mensch. Die Bauern, die hereinkainen, und besonders Franz Wiegelt, rechneten ihm das hoch an. Endlich erschien auch Fürchtcgott Fritsch er, der schon wieder das graue Elend hatte. Er setzte sich ans seinen Platz, lrank sich ans einer Literslajche Mul und begann ans die großen Herren zu schimpfen. Das war seil» Morgen- nnd Abendlied Franz Wiegelt verbot es ih»n leise nnb wies ans den Baron Der Bauer riß die Augen auf. „Prosit!" rief Fritz von Winkelbcrg 511 ihm hinüber und Hob das Glas. Fürchtcgott Frilschcr erhob sich, streckte den abgezehrten Hals vor nnd starrte den Baron an wie ein Gespenst. Plötzlich ging ihm ein Licht auf. „Nu da, nll da!" grinste er, kam herübergewankt nnd stieß an. „So eine Ehie, so eine Ehre? Die kommt nicht alle Tage." D-ann nahm er stehend einen langen Schluck. „Sie häben ein Herz für die kleinen Leute. Aber die anderen Grafen und Barone, die müssen alles h'e rau sg eben. Dias u»hrh> dann unter die kleinen Leute verteilt. Eher aber iv-ird kein Friede im Land!" „He!" lachte Fritz von Winkelbcrg. „Weshalb soll ich grade eine Ausnahme machen ?" „Nu!" grinste Fürchtegott Fritjcher mit dcr btitzanigcn Hellsichtigkeit eines Trunkenen. „Sie werden die kleinen Leute schon nicht ansfressen Sic haben doch selber nichts!" Der Baron nickte betroffen und schwieg. Unterdessen hatte sich August Knorreck mit dem alten Abraham bis aus die Karpfenteiche geeinigt. „Könnt Ihr nicht auch das Geld hcrai,schassen?" fragte der Inspektor. „Aber zu vier Prozent. Daß »vir von Barrenstein nnd Levisohn ganz loskommen. Wenn wir in den ersten fünf Jahren eine schlechte Erilte haben, itzen wir drin." „Ich könnt schon," antlvortetc der alte Abraham osjcn- herzig, „aber ich wcrd mich hüten. Wo sind die Sicher- heilen? Wenn der Baron morgen stirbt, ich will's ihm nicht »vünschen, aber kein Mensch ist sicher vor dem Tode, dann bin lch pleite. Kinder sind nicht da. Und wenn sic da waren, wer gibt mir die Garantie, daß der junge Baron bezahlt ? Er war dumm, wenn cr's täte. Das Majorat bleibt ihm, und auf die andere Erbscchrft kann er schon verzichten. Und wenn die Nebenlinie drankommt? Eine fällte Sache, so ein Majorat. Der Bartensteitl und der Levisohn, die Haltens schoil aus. Wenn die einmal Konkurs anmelden, gibt's noch immer eine schöne Masse!" Dann ging er zu Fuß aus Lnschelau zu, das Invcnlur- verzeichllis trug er in der Tasche. (Fortsetzung folgt.) Der Spargel. Eine hauöuürtschaftliche Plauderei. Bon L. Malten. unter den FrUhlmgsgcmüsen nimmt er ohne Zweifel den ersten und voriiehmstcn Platz ein. Mit Recht. Denn er erscheint in so kurzer Folge, daß seine Anhänger ihn wübreild seiner scchs- wöchigen Herrschaft gehörig auskosten loollen. Bom 1 Mai bis Johanni i»t er vollwertig, was vorher erscheint, stammt aus 2f9 dem Giften invb Belgien und hat meist durch den Transport gelitten. Alle Gemüse reisen lcick>t. Der Spargel Ist mrr ganz frisch gestochen eine »virklicbe Delikatesse. Und selbst unsere vorzüglichsten Konserven können mrr als schöner Behelf Anspruch auf Auerwn- nung erheben. Ueber die Ausbewadrung ist viel gestritten Ivorden. aber neben dem Gesagten möchte ich mir nock) hinzusügen, daß das Frisch- halten im Wasser geradezu ein Unfug ist. Wer ihn aufbewahrcn Mtnh, lege ihn trocken wie er ist in feuchte- n>eißcs Papier verpackt in den Eisschrank, oder sofern dieses Möbel fehlt über Rackü arrs offene Fenster — am besten n>o Gegen zug ist. Diese beständige Kuhle erhält ihn frisch. Selbstverständlich dehne man die Frist nicht ungebührlich lange aus. Auch die sorgfältigste .Aufbewahrung schädigt das Aroma. Tic Zubereitung richtet sich nod) dem Geschmack Tie landläufigste Darbietung ist wohl der Spargel in zerlassener Butter, die möglichst Heist zu reichen ist, da sie so das Aroma des Gemüses erhöhl. Feinschmecker bevorzugen die geschlagene Butter und hart- gekochte Eier. Es ist auch hier wieder zu betonen, dast der Spargel selbst sehr Heist zur Tafel gegeben werden must, und es empfiehlt sich, ihn ans einer sehr heisten Schüssel, worauf eine ebensolche gefaltete Serviette liegt, zu Tisch zu bringen. Die Italiener geniesten den Spargel mit Butter und geriebenem Parmesankäse, waS nicht zu verwerfen ist; das Gericht schmeckt außerordentlich fein: es lvürde z. B mit gefüllten Tomaten als selbständiges Gertcht fllr die Abendtafel eine sehr feine Schüssel bilden Wer den Spargel als Mischung liebt, möge ihn mit Morcheln oder seinen Schoten als Bruchspargel servieren; dabei ist zu bedenken, dast man die Köpfe zehn Minute»' später in das kochende Wasser wirft, da sie schneller lveich werden. Jedes der Gcrnüsc ist besonders zu kochen, die Vdorcheln in Butter zu dlinsten. die Schotenkörner mit wenig ööasser, Butter und einem Stäubchen Zucker zu kochen. Das Gemüse wird zuletzt gesalzen und mit ein wenig Sahne und Mehl bündig gemacht Feiugehackle Petersilie ganz zuletzt damit vermischt — ohne r nieder aufzukorl>kn. Dieses Gemüse eignet sich recht gut jui kalter Beilage, Spargel mit Rührei iü für einen Spargel rest zu verwerten. Außerordentlich sein als kaltes Gericht schnieckt far Spargel in einer gut gekühlten Majonnaise, die mit KvebSschwanzen oder Garnelen gereicht wird. Auch als Salat mit Essig, Qel. Salz, wenig Pfeffer und einigen Kopssalatherzcn vermischt ist er nicht Witc»schätzen Ais Beigabe zu Hummer mir BurM. zu geräuchertem Lachs, als Pastete verfehlt er niemals siMen Zweck, die Reize b<» Tafel zu erhöhen. Für die Kriegsküchc dürste er zumeist wohl als dickteö G-e- mnsc Bevorzugung finden, schon desfalb, weil dafür nickt die Auslese m Betracht kommt und auch eine zweite Sorte, die natürlich frisch sein muß, genügt. Man verwendet die bekannte hollän- dlM Tunke oder eine Sakn»e»rtunke Recht gut schmeckt atich eine solche von fernen Kräutern, die mit Scknoitzmehl, Spargelwasser und tninn Eigelb -übereilet ist. 2Ulc Tunken, das ist zu befür- worten. dürfen nicht sck-arf feilte das Aroma des Spargels bars niemals übcrtönt werden. Und es gilt als eine feine Kunst. die Znsammettstekluna so zu mischen, daß auch die verwöhnteste Zunge ans ihre Kosten kommt. Eine andere Mischung des Spargels ist mit Mohrrüben, die krmgeschnitten und sehr jung sem müjfen, zü erivähnen Die bewan Gemüse können zusammen in kochendem Salz Wasser gar 9 ^'E werden. Die Brühe. die nicht viel mehr sein darf als für die Personen zahl nötig ist, wird mit einer Hellen Mehlschwitze bündig gemacht und mit Salz, Zucker und etwas Prtersilie gemischt. Eine vorzüglich warme Schüssel, die auch für den bescheidenen Vansl>alt zu erschwingen ist, kann von Bruchspargel, einem halben Pfund m Butter geschmorten Morcheln, kleinen Fleischttößen, die in Spargelwaner gar gekocht sind und mit Butter gedämpften Reis hergestellt lveroen. Das Spargelwasser, das man immer nur gerade in far aller- nolrgswn Menge hinzngeben soll, ist immer als Suv;>e zu ver tm'rten, da cs für den menschlichen Organismus außcrordentltch wertmrll ist. Bei rxw Vorbereitung des Gemüses verfahre man möglichst Vvrncnttg. d h. man wasche die Pfeifen unter fließendem kalten YSasser, dag der Sand ans den zarten Schlippen der Köpfe heraus- ge!)t rmd schäle nach dem Waschen mit scharfen Messern und zirka «per Fiugcrgliedern weit unlex dem Kopf, beginne mit dünnem Aniatz und schale unten ,e nach Qualität dvS Spargels etivaS dicker', v^ll Un k cr ' n Sorte ist, ckmfo zarter sind seine Beim Einkauf koste man eine Probe, ob er nicht bitter ist und tze es inerter beim Dckwlen, um die bttteke Pfeife fortznwers«m. die das ganze Gerietst verderben tvürde. Der ausgedehnteste Spacgelhau in Deutschland befindet sich b^t Braunscknveig: aus diesem Grunde gilt der Braunschweigor Sptrrgel als der beste und ist gärtnerisch bekannt als Ruhm vor; ^^uustlüverg Indessen nicht minder gut ist der Lübecker und der markriche Spargctt den wir unter dem Namen Beelitzer rennen. G^ovc Kulturen zltckstet Hannover, die Umgegend von Kolmar Und Erfurt, "buch die Dresfauer Heide hält ans zarterr und ergiebigen Spargel anlau Algenteuil reiwrgt die Pariser. Wahrend in Belgien große .'kulturen gebuchtet werden, ist man in .Holland nicht minder gut versorgt. Indessen gilt der Holländer als etlvas herbe. Tie grün betörten Pleisen ivachsen auf Italiens Erde u»rd werden von uns mit Nnreclst ,-twos mißtrauisch angesehen. Ihr G-esckpnack ist fein und aromatisch. Unsere Hausfrauen betrachten auch die blauen Spa» ge! köpfe mit rvenig Wohlwollen Aber zu Unrecht. Ter Geschnrack leidet unter dem blauen Hütchen nicht. Man lagt, der Wind sei scharf drüber hin ge strichen, darüber sei die zarte Meist: ersckwockeu und blau angelanfen... Für die große Tafel, an der man nicht nur mit den» Gaumen, sondern auch mit den Ang-tM genießt, ist eS natürlich schöner, lmmn das Gericht ciu- farbig mit seinen -arteil Leibern auf der Platte oder im Spaegelkorb erscheint. Aber der. der auf dem täglichen Tisch Platz fiitNf, wlltc auch mit seinem blauen Hut für voll angesehen gelten. Zuletzt rin Wort über Spargelesscn... Die Berührung mit dem Stabl gut als verpönt. Die alte Sitte gestattet die angc- borenc sünfzinkrge Gabel. Denen diese EssenSart nicht zusagt, -erdrücken die Stange und nstckeln sie geschickt um die silberne Forke In Amerika gilt die Zange für zulässig . . . ein zierliches Werkzeug vor. Silber oder '.'.ickei — vielleill>t auch vou Gold . Aber nur Multimillionäre oder Qz^ernlänger können sie sich leisten. vom Kucfud und Hudurtsruf. Tic Bedeutung des KilckutkSrufs ''ür unser Bolkslebcn hemgr tzweifellos damit zusammen, daß der früher mehr als faule rätsel- haste Bogcl seiner Msonderlichkeiten tvegen als nett überualür^ lickxn Kräften ansgestattet und zu den Gölten! in näherer Be. zicbttng stefand aedackt n*i:rde. Er ersck-cint im Polksglaubcu rieb fach als Diener oer Gottdeir oder rvobl gar als der (verwandelte) Gott selbst, so in den Redensarten: Da urc,ß der Knchrck — Potz Kuckuck, d. i. Gottes KUckick? Rach E. M. Arndt >oar cs eheinals verboten, den Vogel zu töten. Der Ausruf: Da schlage der Kurklick drein! bientet: „da schlage deinen iiberaU freudig begriißt lvurk< Rach Jadob Grimms „Rcchtseltertümcrn" haben wir Frühlingsanfang, wenn dn Gculch niufucf, guckt oder juchzet Die BezielTiingen Kuckucks zu Donar, dem segnenden Gott, ergebe»» sich daraus, daß Umn nach seinem Rufen das Wetter und den Aus^ fall der Enuc zu bestimmen stlchte: Wenn die Kuckuck' im März viel schreien. Kann man sich auf einen naher! Frühling freuen. Wenn der Kuckuck nach Iol-anni singt. Einen nassen Herbst er bringt. SVenn der Kuck.ick tiach Johanni schreit, Provfazcit cr teure Zeit. Wenn der Kuckuck Nur Johanni aufhört zu singen, so soll es zeitig ansa»rge»l zu frieren; wenn h bis Peter Paul ZUui) siugt, so hvfst Utäu aus etncu rvarnicu Herbst. Schreit der Kuckiick nach Johanni, so rvird der Wein herb Tic dem Zkuckuck einst bei- aeleate göitriche Bedenttlng !vr»rde unter dein Einfluß des EhrMntnms in eine teuslisckre verkehrt. Der Kuckuck »>rlt nun als teuflischer Vogel oder a'S Terifel selbst, so in den Rcdonsarterr, Das glaube der Kuckuck! Der Kuckuck ist loS! Der Kuckick soll dick, holen! u. a Das „Rheintveinlied" von Elaudinö lautet in keiner 7. Strophe: Der Blocksberg ist der lange Herr Philister^ Und macht nur Wind wie der, Es tanzt der Kuckuck und sein. Küster Aus ihm die Kreuz und Quer. Die Ansdnlcke „D-er Kuckrck und sein Küster" haben verschiedene AiiSlegung erfahren. Unter dem Küster vcrsteht man gelvühnlich den Wiedehopf, der einige Tcn Gelächter und Geschrei a»if den Bäumen hören läßt, sy läßt sich auch fald hernach der andere Rarr, der Klickicck, hören; denn ich halte die ztvei für Narren unter den Vögeln." In Grimms „Mtztlwlogie" wi»H ähnliches darüber berichtet. Maunhardt nremt, daß der Name. „Küster" vielleicht aus oes Kuckucks segnenden Einfluß bei Ehcbündnisscn als Vertreter Donars Hinweise. Simrock dagegen befanptet, d»rß der Wiedehopf des Kuckucks Küster sei, sei im Volksglauben nicht ge- gn'indet, wenn er gleich e»ne Gemcinschrft zwilchen faiden an-- nimmt. Der Klicknck bedeutet hier den Tnilel, für den des K-uc!»»cks Name noch täglich aebrai^cl-t nürd. Einen Kitster hat er, weil in der längsten Nacht die knrche ihm zu gehören scheint." Sv hätte auch Sanders recht, der für-„Kuckuck Uüd sein Küster" Tensel und Tcufelsippschaft setzt, und Wander könnte gleichfalls beigestimmt werden, werrn er meint, daß „der Kilckuck und sein Küster" äfyi lichen Sinn haben wie „der Teufel und seine Großmutter". Nach einer Sage ist der Kuckuck cüp rvegen seiner Hartfawziakeit venvandeltcr Bäcker, dessen mitls 800 Töchtern al- Siebengestirn an den Hütt»nel versetzt tvnrd«. An diese Sage erinnert folgender Spruch: Englische Krankheit r»erschn»inde Wie der Tau vor der Sonne, Wie der Kuckuck vor dem Siebenstern! In Strelitz gibt eS die Redensart: Se läl'en aS Kuckuck un Däbenstern, d b- sie leben in Unfrieden und meiden sich daher. vermischtes. -* Was die englischen Soldaten von V pe c n erzählen. Interessante Stellen aus Tagebüchern und Briefen englischer Soldaten, die die Schlacht bei Ädern mitcrlebtcn, werden in den „Times" wiedergegcben. Von dem Beginn der Schlacht erzählt ein Kanonier in seinem Tagebuch: „Donnerstag, den 22. Avril. Wir hatten heut einen sehr ruhigen Tag, aber es wird bald heiß hergehen, da ans unser« linken Flügel ein starker Angriff erfolgte... Dieser Angriff schritt fort, und wir mußten schleunigst zu unfern Kanonen, als wir etwa gegen sechs Uhr morgens den erhielten, zu schießen. Wir eröfsneten das Feuer auf 8000 in mit Lhddit. Wir gingen 200 m zurück, dann nochmals 200 m. So wußten wir genau, daß etwas nicht in Ordnung war. Doch als lvir wieder 200 m vorgingen,'dachten wir, alles sei wieder sicher. Der nächste Befehl war „Feuer alle 30 Sekunden" und danach „Feuer einstcllen und zur Munitionserneuerung vorbereiten". Unsere Batterie wurde beschossen, und wir verloren vier Mann. Ein .Gerücht lies um. daß unsere Mittellinie zurückgegangen und daß wir völlig eiirgeschlossen seien. Wir weigerten uns, das zu glauben. Wir sahen ein oder ztvei französische Kolonialsoldaten ans uns zukommen Und erhielten kurz darauf den Befehl, die Kanonen zum Losfeuern bcreitzuhalten. Wieder hofften wir, daß die Sache gut stünde. Die ganze Zeit Granaten, Granaten mit großer Explosivkraft. .Die Gespanne kamen heran und brachten neue Munition. Sie erzÄlten uns Neuigkeiten, die nicht schlecht klangen. Tann kamen Kanonengespanne, die unsere Kanonen znrncknehmen sollten, und wir erkannten, daß es nicht unsere eigenen waren. Da wußten wir. daß eS sehr ernst stand. Unsere eigenen Gespanne lvaren fort, und diese anderen hatten schon die eigenen Geschütze ans dein Feuer geholt, ehe sie zu uns kamen. Ein Mann begleitete jcbe Kanone, und die andern blieben bei. den Wagen und den Verwundeten. Die Gespanne «rußten ztvermal fahren, und während wir auf ilire Rückkehr warteten, mußte ich einen Verwundeten in Deckung bringen. Wir mußten quer über die Feuerlinie. Granaten flogen um uns herum. Es war eine furchtbare Zeit..." Ein anderer Soldat erzählt von dem ersten Eindruck, den er von den Deutschen empfing: „Wenn Ihr das geistige Zusammenwirken einer großen Neugierde und einer großen Furcht kennt, iverdet Ihre unsere Gefühle verstehen. Ich selbst zitterte: alles schien so unwirklich und gräßlich. Natürlich feuerten wir die ganze Zeit wie wild, und wir sahen viele Deutsche fallen. Aber gleich stand anstelle des gefallenen ein anderer Mann, sodaß es ganz gleichgültig schien, wie viele wir verwundeten. Ich l>abe eine undeutliche Erinnerung an Gasgeruch und an das Geräusch von Granaten, die über unsere Köpfe hinwegsausten. Granaten explodierten um uns der. Wir erwarteten, daß die Deutschen herankommen würden, und ich glaube, sie kamen bis zu uns. Ich tveiß, daß uns befohlen wurde, uns zurückzuziehen und daß wir durch den Verbindungsgraben weiter hinten in einen alten Schützengraben gelangten« in dem Wasser stand. Wir gingen so ruhig zurück wie möglich und nahmen unsere Verwunetden ru.it, darunter auch ein oder zlvei, die unter den Wirkungen der Gase zu leiden hatten. Wäbrenst unseres Rückzuges feuerten wir immer weiter und fuhren damit fort, als wir den zweiten Schützengraben erreicht hatten. Unsere Geivehrläufe wurden ganz heiß. Wir waren alle furchtbar angestrengt. Dann kam die Nacht. Wir gingen wieder zurück, schossen aber weiter. Wir benutzten unsere Gewehre, wie es gerade kam: als Bajonett oder als Keule. Wir vereinigten uns mit der ersten herankommcrrden Brigade. Ich hatte das Land, außer bei Nacht, nie gesehen. Ich wußte nicht, wo ich war, aber wir blieben bei- rii«nder und erreichten eine Straße. Ich glaube, es lvar die St. Julien-Straße..." * E i n e A u s st e ll n n g d e u t s ch -s r a n z ö s i s ch e r G e g en- stände in Frankreich. Ein bezeichnendes Licht ans die Erfolge des deutschen Wettbewerbs im Welthandel wirst eine Eingabe, die die französische Vereinigung der kleinen Fabrikanten an den Handelsminister in Paris gerichtet hat: »Wir haben die sicheren Beweise für Misere Armut in Erzeugnissen erhallen, die früher einmal den Ruf der französischen Fabrikation begründeten. Wir waren erschreckt, als wir bemerkten, daß wenigstens 200 deutsche Kollektionen sich am Pariser Platze befanden, die fast alle außerordentlich reich an Modellen waren. Die Häuser, von denen die Modelle stammten, hatten angenjchelnlich nur einen Vertreter in derselben Stadt. Bet dem lcbhasten Interesse, die die Sache iür nur hatte, baden wir Nachforschungen über die Durchschnittsziffer der Geschäfte angcstellt, die d-.efe Vertreter deutscher Häuser gemacht habe«: jeder Vertreter empfing Bestellungen im Werte von 12 —16 Hunderttausend FrcS. im Jahre. Das war gewiß ein schönes Ergebnis für einen einzigen Vertreter, der mit nur einem Angestellten arbeitet. Schließlich war uns der deutsche Wettbewerb nicht unbekannt, ach nein, aber wir hielten ihn nicht iür so furchtbar. Das war nicht tnehr Konkurrenz, da» war die Eroberung des französischen Handels. Deshalb, dert Minister, glauben wir. daß eine Ausstellung von deutsch-öster- reichtschen Artikeln in diesem Augenblicke für den Handel unseres Landes nützlicher wäre als die bedeutendsten Ausstellungen französischer Artikel/ Ob eS wohl auf!o einfache Weife möglich sein wird, die Kräsle, die zu der Ueberlegenhett deS deutscheu Wettbewerbes geführt haben, für alle Zeiten zu besiegen t viicherttsch. — Eine Frage! Wie erhalten wir der Zukunft die erhebenden Kräfte dieses Krieges? Bon Johannes Marbod. Verlag Julius Springer, Berlin, 1915. Preis 0.50 Mk. Gine Flugschrift zum Kriege, deren Inhalt das Gegenteil bringt von dem, was die meisten nach dem Titel erwarten dürsten, nämlich den Hinweis auf positive Arbeit für den nährenden Boden der Grenzlande. Der Verfasser erinnert an die einmütige opferfreudige Bewegung, die unser Volk durchbrauste, als es von allen Seiten überfallen wurde. Dieser Hochstand des Volksempfindens soll, so meint der Verfasser, dadurch zu einem dauernden gemacht werden, daß man ihm eine große nationale Aufgabe auch nach .dem Kriege zulveist. Diese Aufgabe soll nach dem Kriege darin bestehen, in den neuen Grenzgebieten in Ost und West eine „Austanschsiedelung" in die Hand zu nehmen, durch lvelche die bisherigen Bewohner veranlaßt werden, auszni- wandern und so freien Raum für deutsche Ansiedler zu schassen. Eine kräftige Ansiedlnngspolitik wird in gewissen nachbarlichen .Verhältnissen Unterstützung finden, nämlich in dem Bevölke- rnngsmangel in Frankreich und der barbarischen Russisizierung der Westprovinzen Rußlands. Die Bewohner der hinter unseren Truppen liegenden Gebiete wollen gar nicht bleiben. Sie haben nur die eine Frage: Werden lvir für das Land entschädigt? Diese Entschädigung in Friedenszeiten dem besiegten Gegner ausznerlegen, muß ein Hauptziel des uns anfgezwungenen Kampfes sein. Eine solche Siedlungspolitik wie sie Rom groß und stark gemacht und dem Osten deutsche Kultur gebracht hat, dürfte eine ganze Reihe unmittelbarer Vorteile haben. Sie würde dem Landhunger nnt abhelfen können und durch Seßhaftmachung zunächst die Zahl der periodisch Arbeitslosen und damit der Unzufriedenen vermindern. Sodann würde sie den wertvollsten Stand, die Bauern, an Zabl und Kraft mehren und stärken. Und daS nicht nur durch Misere eigenen Bauernsöhne, die bisher kein eigenes Anwesen haben konnten, sondern auch durch Zuzug deutscher Kolonisten ans anderen Ländern, wo sie infolge deo Krieges ganz besonders hart bedrängt werden, wie z. B. die Schlvaben am Schwarzen Meer und an der Wolga. Sie wäre auch eine wirtschaftlich vorteilhasbero Form der Kriegsentschädigung, da sie zu nachhaltiger produktiver Arbeit zwingt. Sie ist in letzter Linie eine Erweiterung unserer Eigenproduktion und bedeutet eine größere Unabhängigkeit unseres Binnenmarktes. Was das aber sagen will, das sind lvir in diesem Kriege besonders gclvahr geworden. Mit ihrer Richtung aus das Positive und bei der nationalen Bedeutung der hier erörterten Frage ist das Studium der Schrift jedem Baterlandssreunde auf das wärmste zu enipfehlen. — H i n d e n b n r g - A n e k d o t e » Zweite Serie. 1. bis 10. Tausend. 1915. Verlag von Kirchheim & (io. in Mainz. Preis geh. 20 Psg. — Tie weitere Serie der Sauunlung enthält nach nach einem kurzen Vorwort: „Unser Hindenbnrg* zahlreiche unterhaltende Einzelzüge aus dem Leben und Wirken unseres populärsten Heerführers. Tie Lektüre bereitet einen erfrischenden Genuß, an bem man auch unsere tapfcren Feldgrauen draußen durch Zusendung des Hestchens sollte teilnehmen lassen. Uapsel-Nätsel. Bernstein, Zigarrenkiste, Reisender, Wanderer, augenblicklich, Reederei, Hungersnot, Verschwendung, Indigo, Hadseligkelt In vorstehenden Wörtern ist der Reihe nach je eine Silbe eines Zitats anS Schillers »Wattenstein" enthalten. Auslösung in nächster Nummer. Auflösung der Skat-Anfgabe in voriger Nummert Abkürzungen: tr — Treff, p = Pique, e — Eoeur, car — Earreau trZ — Treff-Bube, pA. — Pique-Aß, cD = Coeur-Tarne usw Vorhand hat unverlierbares Null ouvert: tr7, tr8, tr9, trZ, trD, trK, car7, car9, carZ, carA. im Skat liegen c7 und p9, Hinterhand bekommt den Nest. Spielgang: 1) V. carA M. carD H. car8 — — 14 2) V. carZ M. carK H. cZ = — 24 3) V. trZ 3)1. trA H. carB — 23 Sa. = 61 Augen. Kchristleltnna: Aug Goeh - Rotationsdruck und Vcrlaa der Brühl'schen UniversitätS-Bu.ch- und Steindrnckerei, R Lange, Gießen A