Jan von Werth. tftoman aus dem Dreißigjährigen Krieiga von Franz Herwig. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Sie sagte die Fliesen dc „Und _^_ * .. ^Sie wirk sogleich hier sein. Herr Durante." . Ms sich Stritte der Tür näherten, warf Durante seinen Hut auf eure Bank. Die Oberin ließ Marie-Anne und Griet, mütterlich lächelnd, vorbei und ging lautlos aus dem Gemach. )Lch bin gestern," sagte Durante und verbeugte sich, -aus Italien zuruckgekommen. Ich bin geeilt, um nacl) Eurem Wohlbefinden zu fragen." ... • Marie-Anne sah ihn hilflos an und hielt sich fester an Griets Arm. ' ' ift sanft wie ein Engel und still wie eine Taube.' Oberin ru dem Kavalier, der ungeduldig auf dei s Sprechzimmers auf und ab ging, langsam wie eine Srbneckt»" Frtnr-i-pr !»«ehmt Platz, ich bitte Euch/' sagte sie teife. In ihre, Stimme horte man ihr Herz klopfen. ..Darf ich hoffen, daß es Euch wohl geht?" Marie-Anne stiegen die Tränen auf. Sie schüttelte hef. tig den Kopf. ^ v ' ~ Durante," sagte Griet, „wie lange will der Herr Kardinal die Gräfin noch quälen?" „Ah, du bist auch da? llebrigens, da ich dich sehe, erinnere ich mich, daß ich bei Mantua jenen Burschen traf 1-enen —" u ^.Werth!" rief Griet und hob die Hände. ,Hch glaube wohl, Werth. Er läßt sich jetzt Oberst nennen und hat em Weib genommen. Eine Mantuaner Dame wie man sagt." Marie-Anne umarmte Griet; man rvußte nicht, wollte sie Halt suchen oder Trost spenden. Durante sah gelassen zu Boden und fuhr dann fort: „Uebrigeiis ist die Frage, wie lange der Herr Kardinal die Gräfin noch quälen wolle, töricht. Ich weiß nicht, was wrt dieser Fraae gemeint ist. Denn ich bin der Ansicht, daß die Gräfin nach ihrem eigenen Wunsche l/ier wohnt'?' 5 'Erstellt Eilch nicht, Herr Durante, ich bitte EucLu" sagte Marie-Anne und sah ihn an. „Ihr wißt so gut, lme ich es weiß, daß ich hier gefangen bin. daß ich eingekerkert, bin, daß ich schlimmer behandelt werde als eine Ber- brecherin." „Wenn Ihr wirklich die Wahrheit redet, so steht es doch jeberjcit bei Euch, eine standesgemäße Heirat zu machen, wie der Herr Kardinal, Euer Vormund, dem Ihr, verzeiht, mit Undank lohnt. Euch vorgeschlagen." „Schweißt doch, ich bitte Euch." rief die Gräfin. „Man soll mich freiaeben. Soll mich nach Deutschland oder Flandern reisen lassen." „Mitten hinein in die Kriegsfurie? Uebel denkt Ihr vom Herrn Kardinal, wenn Ihr meint, daß er Euch solchen Gefahren aussetzen würde." „Dann will ich in den Staaten des Königs bleiben; ich will in ein Asyl mich verkriechen, wo ich niemand störe." „Das habt Ihr hier." „Hier, wo ick —?" Sie brach in Schluchzen ans. „Sie wird schwächer von Tag zu Tag," sagte Griet. ,Zch werde den Arzt senden, den Leibarzt Seiner Eminenz." „Nein, nein!" rief die Gräfin. „Fort will ich — hinaus." „Mer, ich bitte Euch — befehlt nur, und morgen hält dw Kntsche des Herrn de Iussac vor dem Kloster, und ich gebe Euch mein Wort, daß der Herr Kardinal zu Eurer Hochzeit kommen wird." „Griet? Bring mich fort von diesem Menschen!" „Noch nicht," sagte Durante und stand auf. Der Mensch, von dem Ihr sprecht, ist Euer Freund." (Marie- Anne schlug die Hände vors Gesicht) „ist Euer Freund. Eu er Freiiiid wird den Hern» Kardinal bitten, Eiich einen anderen Wohnort anzuweisen." „Wie?" „Ein anderes Kloster, um deutlich zu sein. Vielleicht St. Petrus mit dem Schlüssel in der Normandie. Es ist allerdings dort noch ein ivenig stiller als hier, aber bedenkt, Ihr habt Torheiten begangen. Ihr seid noch nicht ruhig genug geworden, und der Herr Ordinal liebt Euch zu sehr, um Euch wieder solche Abenteuer unteriiehmen zu lassen wie damals — Ihr wißt." Marie-Anne aiitwortete nicht mehr. Mer Griet trat dicht vor Durante hin utib sagte sehr fest: „Es gibt keinen falscheren Menschen als Euch Das wissen wir. Wir wissen auch, daß Herr Werth kein Weib genommen hat. Wissen es zuversichtlich!" „Woher?" fragte Durante unbedacht. „Zerbrecht Euch den Kops. Herr Durante," rief Griet triumphierend, bcmt sie freute fick), daß ihre List gelungen. „Zerbrecht Euch den Kopf!" ,.?ar le mort bleu!“ schrie Durante und riß an dem Klingelzng. Aber Griet zog Marie-Anne mit sich fort, indem sie lachte. Sie hörte noch, wie Durante nuten tobte: „Saubere Botschaft für meinen Herrn! Es sind Briese ins Kloster gekommen, jawohl. leugnet es nicht ab!" Oben sank Marie-Anne erschöpft in ihren Lehnsessel. Sie sagte müde: „Du glaubst noch immer an die Menschen. Sie könnten dir das Aergste antun, und du würdest noch immer an sie glauben." „Ja", lachte Griet und ging in der schmalen Zelle tänzelnd auf und nieder. Sie nickte dem handgroßen Spiegel- chen zu: „Meinen Glückwunsch, Griet. Glnckötind; Jan ist Oberst. Ich möchte dich küssen. Griet." Marie-Anne hielt sie am Kleide fest. 194 „Du glaubst wirklich, Griet, daß dein Jan — ?" „Oberst geworden ist. Der Franzos hat uns mit dieser Nachricht kränken wollen, sonst hätte er es nicht gesagt. Wie er wohl aussieht, der Jan? Braun sicher und mit einem großen Schnurrbart, vielleicht mit ein paar Narben über der Backe. Aber seine Augen müssen die alten sein. Die guten, kleinen, strahlenden Aiigen." „Nun freust du dich. Und ich —?" „Du mit, HerzenSgräfin! Jan ist treu! Die einzige Botschaft, die bis zu uns drang, lautete: Jan ist treu! Weiht du's nicht mehr? Er wird uns retten, so oder so. Er vetz gibt uns nicht." Marie Anne schüttelte den Kops. „Doch, doch! Und sollte er warten müssen, bis er General ist. Aber dann, daun kommt er mit seinen wackeren Regimentern nach Paris und —! Wenn wir nu. einen einzigen treuen Menschen fänden, der ihm Nachricht brächte!" Griet trat zum Fenster. Wenn sie ihr Gesicht fest an die Eisenstäbe preßte, konnte sie noch einen Streifen des Gassengrundes sehen. Sie fing plötzlich hell an zu singen: „Der Kurfürst Friedrich oon der Pfalz, Einen Winter lang war er König, Einen Winter lang steckte ihm Böhmen im Hals, Dann —" „Griet! Griet! Weshalb singst du?" „Der heilige Alphonsus steht vor seinem Gewölbe. Ich sehe gerade auf sein ölglänzendes, langes Haar. Er hört mich wohl, denn er schielt unruhig umher, wie ein Köter, der gern möchte, aber Angst hat." „Um Gott, Griet, willst du dem eine Botschaft für Jan geben?" „Nein, der schwarzhaarige Halunke ist falsch. Nur necken will ich ihn." „Du Kind!" „Lab mich. — O weh", ries sie plötzlich und sang dann, so laut sie konnte: „Und als die Schlacht geschlagen war. Da halt' er verloren Pferd, Schwert und Land. So wird die Falschheit immerdar Zuschanden werden durch Gottes Hand! Zuschanden werden durch Gottes Hand!" „Ich bitte dich, Griet, schließ das Fenster!" ,Ha, jetzt. Aber diesen schönen Vers mußte ich noch singen. Gerade ging Herr Durante unten vorbei, und der heilige Alphonsus verschwand, als er ihn sah, mit vielen Verbeugungen." „Hat dich Durante gesehen?" „Nein, aber gehört. Ich weiß es. Aber er ging nicht einmal schneller. Oh, der hat ein hartes Herz." Die Oberin trat erregt ein. „Hier ist gesungen worden. In einem Kloster gesungen! Ich werde die Fenster mit Brettern vernageln lassen müssen." Griet küßte ihre Hand. „Ich bin's gervesen, ehrwürdige Mutter. Verzeiht mir. Aber laßt Marie-Anne nicht tragen meiner leiden!" Die Oberin gab ihr einen leichten Backenstreich. „Ich habe euch ja lieb! Aber der Kardinal ist ein stren- ^öseS "kr ^irit nicht, Marie-Anne, ich tue euch nichts Gerade jetzt dachte Jan allerdings nicht an Paris. Als Durante das Auferstehungskloster verließ, saß Jan nn „Roten Hahn" zu Nördlingen an der Tafel, zusammen mit dem Generalwachtmeister Fürstenberg, dem General Aldringhen und einigen Obersten der italienischen Armee, die sich seil Wochen in Franken und Schwaben l)erumdrückte, um me Reichsstädte zur Vernunft zu bringen. Denn Magdeburg lvar gefallen, vom Schwedenkönig war nicht viel zu hören, und die Kaiserlichen hatten Oberlvasser. Die Fenster standen offen. Der Abendwind, der die großen Ulmen an der Georgskirche bewegte, strich den Offizieren um die tveinglühenden Stirnen. „Wischt Euch dreimal das Maul," ries Aldringl-en einem Obersten zu, „dann habt Ihr den bayrisck-en Sold!" Er schlug auf den Tisch. ^ ^^ld? Von Bauern Sold, von den Reichsständen Sold? Greis zu. Bruder, praktizier' Wallensteinsche Maxime. „Sold liegt überall", sagte der." „Haben ihn drum auch abgesetzt." „Der bat ihn abgesetzt?" schrie Aldringhen. „Der Kaiser." „Nein, der Kurfürst von Bauern, der Herr Maximilian! Und die Dreckhosen von Neichssürsten haben ihm zugestimmt. Und lvoshalb? Angst hatten sie vor ihm, weil seine Soldaten zu essen haben wollten, und weil sie an ihm hingen. „Frcßt, Kerls," sagte Wallenstein, „wo ihr Futter findet, und wär's in Kurfürstlich Bayrischem Gebiet." — Nur ja nichts opfern! Die Ketzer ausrotten, ja. Aber es darf nichts kosten. Dreckhosen. allesamt." Jai^ saß besinnlich da und trank andächtig und mit kleinen Schlucken. Sah nett aus in Deutschland, wenn's so war. Und da trat ein schlanker Graukopf in die Tür, schwarz von Kopf bis zu Fuß, mit einer großmächtigen goldenen Kette über der Brust. „Neumann!" Aldringhen fuhr hoch und schwankte nach der Tür. Er umarmte den gutmütig Lächelnden und zog ihn an seiner goldenen Kette an die Tafel. „Den Herren präsentier' ich hier den Hofkriegsrat Neumann aus Wien. — Setz' dich, Herzbruder. Wo wehst du daher?" „Bin auf München zu. Ich horte hier, daß der General Aldringhen —" „Und bekamst Sehnsucht, Bruderherz, nach dem guten, alten Aldringhen. Das lohn' dir die heilige Jungfrau. Trink!" „Ihr seid immer noch frisch und allewege lustig. Kein Wunder! Ihr zieht durchs Reich, hierhin, dorthin, schlagt zu, macht Beute —‘ uird so ein Hofkriegsrat sitzt in seiner Kanzlei oder fährt in der Kutsche durchs Land, und der Bauer glotzt und zieht die Kappe. Und hat man etwas ausgedacht der gemeinsamen katholischen Sache zum Vorteil, so werft ihr Kriegsleutc es mit dem Schwerte wieder um."' „Oder unser gnädigster Kurfürst mit dem Maul." — Der Rat stimmte in das wilde Gelächter diskret ein. Jan wollte von anderen Dingen erfahren und neigte sich vor: „Weiß der Herr Rat, wie es mit Schweden steht?" „Herrlich. Man konnte wünschen, einem protestantischen Reichsfürsten zu dienen." „Wird man also bald die Kanonen donnern hören?" „Euer Generalissimus, Herr Graf Tilly. marschiert und weicht und rückt vor und marschiert. Er hat kein Zutrauen." „Soll draufgehen, dann kommt das Zutrauen von selber", sagte Jan, und seine Augen blitzten. „Ja, Hans," sagte Aldringhen und hob den Pokal, „aber zum Drausgehen gehört Willen, und den hat er nicht. Er nicht, und keiner hat ihn." „Der Kaiser", sprach der Rat vor sich hin. Aldringhen hatte die zwei Worte vernommen, aber trotz des Weins, der in ihm rumorte, ließ er sich nichts merken. „Sag' mir doch, Neumann, was ich tun soll. Der Kurfürst will drei Regimenter nach Donauwörth haben, der Tilly mein Korps nach Thüringen, der Kaiser schreibt mir, ich soll nach Böhmen ziehen, wo Wallenstein gegen die Sachsen steht. Lehr' mich das Kunststück, wie ich's machen soll." (Fortsetzung folgt.) ver gute Major. Eine Erzählung von Wilhelm Hagen. „Nun wären wir ja endlich über den Berg! Die Wunde heilt, die Eiterung ist iveg. ein paar Wochen noch und wir haben Sis wieder auf die Beine gebracht, Herr Leutnant!" Der alte Stabsarzt schob die Decke über das Bett, in dem noch blaß und matt, aber mit klaren Augen der junge Infanterie-Offizier lag. wandte sich zur Schwester, die ihm beim Verbinden geholfen hatte und nun im kleinen Lazarettzimmer noch etwas Ordnung machte: „Ich danke Ihnen, Schwester Marie, und ich will Sie nicht loeiter in Anspruch nehmen. Ich bleibe noch eine kleine Weile bei dem Herrn Leutnant. Wenn etwas ist. rufen Sie mich." Leise, fast geräuschlos verließ die Schwester das Zimmer und schloß die Türe hinter sich. Der Stabsarzt nahm gemächlich neben denr Bette Platz, währeird ihn der Offizier verwundert und fragend ansah „Sie wundern sich wahrscheinlich. Herr Leutnant, daß ick "nch so eiieach bei Ihnen zu Gaste lade, aber ich w ll Ihnen gleich sagen, warum ich das tue. Ich möchte mir nämlich elwaö von Zi.uan erzählen lassen." „Wenn ich dazu in der Lage bin —" _ „Ich glaube ja. Sie standen doch beim Bataillon meine- Freundes Eder, nicht wahr?" „Gewiß, Herr Stabsarzt." „Sie waren auch bei ihm, als er fiel, wenn ich recht untere richtet bin?" „Jawohl. Und da Wünschen Sie wohl Näheres darüber zu erfahren?" „Darum möchte ich Sic bitten, Herr Leutnant. Ich wollte mir das schon längst von Ihnen erzählen lassen, aber nun habe ich doch wenigstens Ihren ersten fieberfreien Tag abgewartet. Und dann — es geschieht nicht wegen mir allein: Ich war nicht nur Eders Freund, sondern auch sein Hausarzt. Ich habe sogar in der Familie verkehrt und nun seiner armen kleinen Frau versprochen, Nach-' forschungcn anzustellen." Ter Leutnant sah den Stabsarzt nachdenklich an: „Sie sollen alles erfahren, was ich weih, und cs freut mich, das; ich Ihnen sehr viel erzählen kann. Auch ich habe an unserem guten Major einen väterlichen Freund verloren. Er starb als Held. Was aber' seinem Tode voranging, das ist die ergreifendste Geschichte, die ich je gelesen oder miterlebt habe. Hören Sie mich an: Sie wissen vielleicht, das; Major Eder etwa zu Anfang Dezember unser Bataillon übernahm, nachdem Major Madlehner bei einem tollkühnen Nachtangriff gefallen war. Madlehner war in allein das Gegenteil von Eder gewesen. Für einen ungewöhnlich schneidigen, ja tollkühnen, wagemutigen Soldaten bekamen wir in Eder einen ruhigen, umsichtigen, gütigen Vorgesetzten und waren mit dem Wechsel wohl zufrieden. Hatte man Madlehner als Helden bewundert und verehrt, so liebte man Eder wie einen Vater. Besonders ich trat bald in ein näheres Verhältnis zu ihm. Durch ein paar unbedeutende! Vorfälle kamen wir in Berührung miteinander, er zog mich häufig ins Gespräch, obwohl ich junger Leutnant sein Sohn hätte sein können, und fast immer traf es sich, das; lvir einer Meinung waren. Weniger zufrieden mit ihm war mein Kompagniekamerad Löwe, der an Eder eben jene Tollkühnheit vermiete, die seinen Vorgänger ausgezeichnet hatte Selbst ein wagemutiger Draufgänger, fand er das vorsichtige, ruhige Wesen Eders langweilig und so bildete sich bald zwischen ihnen eine gewisse Gegnerschaft heraus, die Eder stets zu mildern suchte, indem er in seiner ruhigen, sachlichen Weise seine Maßnahmen traf und mit einer feinen Ueberlegenheit oem Jüngeren gegenüber seinen Standpunkt vertrat. Aber Löwe ließ sich nicht bekehren. Er erklärte uns stets wieder, Eder wäre ein unverbesserlicher Leimsieder, der ihm nicht imponieren könne. So vergehe,; die nächsten Wochen, in denen wir gelegentlich kleine Teilerfolge errangen oder auch einmal vorübergehend zurückmußten, wie es eben der Kanrpf in den Vogesen mit sich bringt. Ta wurde unser Regiincnt gegen Ende Oktober nordivestlich Tann angesetzt, inn einen Höhenzug. der von der Grenze her in südöstlicher Richtung verlief, vom Feinde zu säubern. Unser Bataillon, durch vorhergehende Kämpfe ziemlich) geschpvächt, sollte von Süden her in langsamen, Vordringen die gewaltigen Hänge säubern. Bis Anfang Novenrber gelang es uns, den untern Berg allmählich zu nehmen. Es blieb nur noch ein steiler, bewaldeter Llbhang unter einen, kleinen Hochplateau, auf dem eine von den Franzosen stark befestigte Ferme lag. War dieses Gehöft erobert, so konnte es nicht mehr schtver sein, das Hochplatean zn halten und von dort aus aiuh den eigentlichen Gipfel, der sich weiter »vestlich erhob, zu gewinnen. Die Erstürmung dieser Ferme war somit für die nächsten Tage unser Ziel, aber ilwe günstige Lage erschwerte jeden Angriff ungeheuer. Ter Berg sprang hier an seinem südlichsten Ende weit ins Land vor und bildete eine »ratürliche Befestigung. Gegen Westen spaltete eine tiefe Schlucht den Hang in zwei Teile, »velche unten durch eine kleine Waldwiese getrennt war. Diese Waldwiese konnte sowohl von der Fenne wie vom Givfel aus bestrich>en werden. Sie endete ölen in einem verlassenen Steinbruch), dessen steile Wände bis unmittelbar unter die Ferme reichten. Diese Schlucht galt es zu vermeiden und so blieb uns nur der Angriff den bewaldeten Hang hinaus. Nun waren aber vonr Waldrand bis an das Gedöst noch) etliche 100 Meter über die freie Wiese zurückzulegen. Unsere ersten fünf Stunnangrisfe r iterten hier unter dem mövderisckum Feuer der Franzosen, die der Ferme vorzüglich gedeckt lagen, währerck» unser Angriff ihren Maschinengewehren die besten Ziele bot. Gerade unser letzter Angriff hatte uns schtvere Verluste gebracht. Gleich zu Beginn waren zwei Hauptleute gefallen, ich hatte die Führung unserer Kompagnie übernehmen müssen, während Löwe die Tritmmer der dritten Kompagnie aus dem Feuer führte, die all ihre Offiziere verloren hatte. Nickst nur viel mehr als 100 Mann kamen wieder in den Schutz des deckenden Waldes und eine tiefe Niedergeschlagenheit stand auf allen Mienen zu lesen. Nur Leutnant Löwe trat in verbissener Wut vor Major Eder hm und rief: „Ich bitte gehorsamst, mir einen nock),nalige„ Sturm zu gestatten, Herr Major. Die Ferme muß fallen." Der Major sah erschüttert auf die Reste seines Bataillons und schüttelte mit den, Kopf: „Nein. Herr Leutnant, ich kann das nickit verantworten." Es ist ganz gleichgültig, ob diese Ferme henke fällt oder übermorgen. WaS wir tun konitten, haben wir getan. Nun soll uns morgen Artillerie helfen. daS Nest zusanrmenzuschießen." Der Leutnant sah seinen Vorgesetzten stark an: „Es wäre eine besondere Ehre kür unS, die Ferine ohne Hille der Arttllerie genommen zn haben. Ich bitte den Herrn Major ynir tu gestatten, mit Freiwilligen . . Der Major winkte energisch ab: „Ank keinen Fall, Herr Leutnant! Ich habe nicht n»rr Ferme *u stürmen, sondern auch über daS Schicksal meiner Leute zn wachen. Es ist genug für beute." Der Leutnant salutierte stmmn ,md niitfl abseits. Der Major ließ samnreln. stellte Posten arrs und sandte eine Patrouille zurück mit derr Bitte um Artillerieunterstützung. An diesem Abend saßen wir müde und zerschlagen im Walde umher. Ter Major schlief, an eine Tanne gelehnt, während wir Os izicre in einem mühsam aufrecht erhaltenen Gespräch die Zeit vertrieben Löwe eiferte noch- immer gegen den Befehl des Majors. Er war wütend, daß ihm seine Bitte nicht gestattet worden war und wünschte die Artillerie zum Teufel. Niemand widersprach ilnn so recht, obgleich wohl fast jeder von uns die Maßnahmen Eders billigte. Allmählicki verlor sich das Gespräch und die Nacht senkte sich nieder. Ich schlief noch am andern Morgen, als ein krachender Kanonenschuß das ganze Bataillon alarmierte. Unsere Artillerie beschoß die Ferme und es dauerte nicht sehr lange, so stieg Rauch ans den Gebäuden auf und die Franzosen mußten ihre Teckung verlassen. Ta kommandierte unser Major selbst den Sturm u»ib eine Viertelstunde darauf war die Ferme unser. Wir hatten zehn Tote und einige Verwundete und in, Hof der Ferme stand freudig sttahlend Major Eder und rief Leutnant Löwe zu sich heran: „Nun, Herr Kamerad, vergeben Sie mir es jetzt, daß ich einem halben Hundert unserer Soldaten das Leben gerettet habe? Löwe stand stramm und entgeguete mit kühler Höflichkeit: „Die Ferine ist- unser, im übrigen niäße ich mir kein Urteil an." Ueber Eders offenes frohes Gesicht huschte ein leiser Aerger. Aber er riß sich zusammen und gab seine Befehle weiter. Wir richteten uns auf dem eroberten Gutshofe ein, löschten die Brände und teilten uns in die wenigen vorhandenen Räumlichkeiten. Ein paar Zimmer des weitläufigen Bauernhauses wurden für die Offiziere bestimmt, während die Mannschaft in einem riesigen Heuhaufen, der in, Hofe aufgeschichtct war, llnterkommen fand. Wir buhten ab und dachten an nichts schlimmes, als mit einemmal Granaten über dem Gutshof platzten. Gleich der erste Schuß war ein Volltreffer und setzte eine Neine Scheune in Brand. Und ehe wir uns noch richtig.llar tverden konnten darilber, daß die feindliche Artillerie, welck>e die Entfernung genau kennen mußte, vom Gipfel des Berges berüber- schoß, befanden wir uns mitten in einem vernichtenden Schrapnellfeuer. Plötzlich, man wußte nickst wie es geschehen war, brannte der Heuhaufen lichterloh, eine ganze Anzahl unserer braven Soldaten. deren Unifvrnien in hellen Flammen standen, liefen schreiend in, Hof umher und die Verwirrung stieg aufs Höchste. Kaum war durch unsere Bemühungen die Ordnung lvieder einigerrnaßen hergestellt, griffen auch schon die Franzosen wieder an und zwar mit einer Uebermackst, der »vir nickst lange standzuhalten vermochten. Wir wehrten uns, so lange es ging, in der Hoffnung, von de,nl Nachbarbataillon Verstärkung zu erhalten, eS war umsonst. Wir mußten zurück und als in diesem Moment ein geschickt vorbereiteter Vorstoß der Franzosen in die Ferme eindrang, wurde unser Bataillon auch noch in zwei Hälften gespalten, während die größere Hälfte den bewaldeten Whang wieder geioann, wurde ein Halbzug mit Eder, Löwe und mir nach den, Steinbruck) zu abgedrängt und von einer vielleicht fünffachen Uebermacht den Hang hinuntergeworfen. Etwa 20 Mann kamen wohlbehalten unten an. Dann hatten »vir noch ungefähr ebenso viele Verwundete und auch einige Tote. Der Major war verzweifelt. Niemand konnte ihm einen Vorwurf machen, aber es yina ihm doch nahe, daß die Ferme »nieder verloren war und wrr so sch»oere Verluste erlitten hatten. Und ehe »vir noch Zeit hatten, uns weiter zu überlegen, erhielten »vir im Steinbruch anch schon Granatfeuer vom Givfel herüber. Wir deckten uns so gut es ging und versuchten nach Osten um den Bergvorsprung herum zu unsere», Leuten zu gelangen. 9lber auch das schien unmöglich, denn durch den an dieser Stelle ziemlich lichten Wald pftfsen die Kugeln der Franzosen, die.inzwischen oben den Hang besetzt hatten. Die Situation »var verzweifelt und erschien fast aussichtslos, als mich noch von Westen her eine Kompagnie Mpenjäger gegen den Steinbruch vorstieß. Was sollten lvir tun? Die Verwundeten im Stickte lassen? Einen Versuch machen, durch das Feuer des Feindes lnndnrckHukommen? Wir »vußten es im Augenblick selbst nicht. Einige unserer Leute begannen schlapp zu »verden und so kam der Major zu dem Entschluß, sich gefangen zu gelnn. Kaum aber liatte er das ausgesprochen, da fuhr Löwe wie rasend aus: „Niemals. Lieber tot als das. Wer Mut hat, folge mir." Damit stürmte er davon, einige Beherzte hinter ihm drein. Major Eder »var bei diesen Worten aschfahl geworden. Tann zog er den Degen, stieß rauh und abgebrochen die Worte heraus, „ein jeder tue, was er für recht hält", und stt'irzte hinter Lötve snein. Ich feuerte die paar Leute um niich herum mit einigen Worten an, mir zu folge», und kan, eben »wch recht, um dem Major «und Löwe beizustehen, als sie sich durch eine große Ueberzabl von Feinden, die den Hang l)eruntergesprnngen waren, durchschlagen tvollten. Es kam zu einen, ensetzlichen Handgemenge, das nnchl in stummem ftirchtbarem Ringen eine halbe Stunde währte. Einer nach dem anderen von unseren paar Soldaten fiel und Lötve brach eben schwer verletzt zu Tode getroffen zusammen, als ein Vorstoß unserer Leute uns Luft machte und die Franzosen zu- rücktrieb. Sie flohen den Dang hinauf, während unser emsiger nock) lebender Hauptmann dem Major ergriffen die Hand schüttelte. Als nur uns umsahen, gewahrten »vir, daß außer uns beiden von unseren Leuten niemand mehr am Leben »var. Ich selbst hatte diesen Schuß in- Knie und einen Säbelhieb übe,' de», Kopf erhalten, während Eder, der am verztveifelndsten gekämpft hatte, nur leichtere Verletzungen aufwies. Wir wurden zurückgebracht in unsere alte Stellung, und bald sank die Nacht auf die blutgedrängten Gefilde hernieder. Ich schlief ettvas ein, zu Tode 106 ermattet von den Anstrengungen dieses Tages, als ich eine Hand an der meinen fühlte. Ich sah auf mrd erkannte im Moiidschin das Gesiebt deS Majors: es war totenblaß. ,Lch möchte Sie etlvas fragen/' kam es abgerissen von seinen Lippen. „Aber ich verlange Ihre offene Meinung, auf Ihr Ehrenwort." „Aber selbstverständlich, Herr Major", erwiderte ich. Er sah mich starrr an: „Kann mir irgend jemand einen Vorwurf daraus machen, daß ich heute nachmittag unsere Leute aufsott>erte, sich zu ergeben?" Ich »vor aufs Tiefste erschüttert. Denn aus dieser Frage klang die ganze Qual eines bis ins Tiefste getroffenen edlen und großen Herzens. Er hatte seinen Leuten wenigstens das Leben retten wollen: desl-alb hatte er blutenden Herzens die Ergebung vorgeschlagen. Nun waren sie alle tot, und nur er und ich hatten unS durchgeschlagen und wahrend ich im halben Wundfieber lag, quälte er sich mit diesen Gedanken ab. Ich sah ihm offen ins Gesicht und sprach mit Nachdruck: „Niemand, Herr Major. Ich hätte es genau ebenso gemacht wie Sie." Er schüttelte mir die Hand. „Ick- danke Ihnen, Kamerad." Dann ging er. * Als ich am andern Morgen erwachte, erfuhr ick), da st er in der Nacht als Führer einer Patrouille, die mit einem tollkühnen nacht- ltmeu Angriff durch den Steinbruch die Ferme zurückerobert hatte, gefallen war. Der Entdecker der Köntgenttrahlen. Zum 70. Geburtstage Wilhelm Konrad Röntgen». 27. März. Straßburg, in Hohenheim, in Gießen, und dann länaere Zeit m Wurz bürg tätig war. folgte 1890 einem Stufe nach München, ipo tr seitdem fjebUeben ist. Tie Euldedung der Rönlgennrahten gebürt der Würzburger Zeit an. Sr-me experimentellen A»brtten gelten unter audt-rem der genauen Beutmmnng des Verhältnisses der spezifischen Wärmen der l'iät, der Ae.iderung des Volumen« und der Toppelbrechung elektrischer Körper durch Elekkttnerung »nid der eleltrodynainitischen Wirkung solcher Körper bei ihrer Bewegung im homogenen elettrischen ftelbe; weiter hat Röntgen auch ole Kon»p,esiib»itlat vou Flnsstgkctten und de»» Emstust des Drucke» auf einige physikalische Eigenschaiten untersucht. Bor 14 Jahren hat Röntgen de»» Llobelprets erhalle»». Die Küche im Kriege. (Nachdruck dringend erwünscht.) Stock -oder Klippfisch mit ausgebratenem Speck oder Zwiebeln. Vr Pfd. trockenen Fisch, 100 Gr. Speck, 2 große Zwiebeln. Der Fisch wird der Länge nach durchgeschnitten und in 2 bis 3 fingerbreite Stucke geschnitten, dann wie vorher bereitet. Man setzt den Fisch mit kaltem Wasser aufs Feuer, zieht ihn, sobald er ansaugt zu kochen, zurück und läßt ihn dann noch 10 bis 15 Minuten je nach der Größe der Stücke, ziehen. Zu diesen Fischstucken gibt man eine Sauce von ausgebratenem Speck und Zwie- oelwürseln. Schmackhaft sind hierzu in der Schale gekochte Kartojseln (3 Psd.). Für 4 Personen. Es gibt wohl kaum emen Phy'cker. dessen Name in weiteren Kreisen so bekannt geworden tft, wie der Wilhelm Kourad Röntgens in München, wenn auch fc,e Engländer die vou ihm entdeckten Strahlen unter^ geüisienllicher Verschiveigung de« Namens des Entdeckers als X-Strahlen bezeichnen. Daß Röntgen so bekannt geworden ist, hat feinen gnlen Grund: die Entdeckung der Röntgenstrahlen mit ihren erstaunlichen Eigenschaften war nicht nur verblüffend und erregte mehr Aufsehen als irgend eine andere Entdeckung der modernen Physik, sondern sie erivie» sich a»,ch als anstergeivöbnlich fruchtar und segensreich. Heute spielt sie eine gewaltige Rolle in der Heilkunde, und die Entwickl n,g der Rüntgen- dtamoje, zu der der Kranke „gerönlgent" wird, soivte die Rcntgen- bestrahlnng, die gegen gewisse Krankheiten angeivaiidt wird, haben eine grobe Industrie der Röntgenröhren hervorgerufen. Im An- iauqe des Jahre» I8vtt, al» die Wlnider der Rüntgeustrahleu bekannt ivurden, sprach alle Welt von nichts anderem: in den photographischen Handlungen hingen die ersten Röntgenauinahnien — meiilen» durchleuchtete Han e — aus, und Geltungen und Zeitschriften brachten Oe ebenfalls und behandelten d,e Entdeckt,ng in langen ^ltifsälien. Röntgen hat dem eng lscden Phy'ike» S»r James Tavtdson einmal erzählt, w,e e« bei der Entdeckiing der Rüntgen- stradlen zuging. Dieser besuchte Röntgen t.n Jahre 1896 tu Würz- burg. Ta» Gespräch zw»s »en den beiden Vkynkern »nuß zteinlich drollig geiveien sein, den» der Etigländer verstau) wenig Dentlch und Röntgen nicht viel Enalisch, io dost zn biefen beiden sprachen ba» lateinische al» Aushil'e hinzugezogen »verden mußte. Sir 9«»eS Tavidion iragte: .Was täte,, Sie mit der Hitto»ischeu /'öhre. al» Tie die Entdeckung der X-Strahlen machten ?“ — .Ich fnb norfo unsichtbaren Strahlen ans.- - -Was brachte Sie auf den Gebrauch de» Schirme» mit Barmmvlatmcyanür ? - - .Wir be- ihn in Deutschlanb zur Beobachtling der utistchlbaren Strahlen de» Liektrun», und ich hielt die cheinische Verbtudling für geeignet, a»lch etiva vorhandene uustchtdare Strahlen zu entdecken, die eine olcde Röhre abgeben könnet - Bei fern Besuche des Enqlänb«.» of fleni Laboratoriuin lag dieier erste Schirm, ein ein acheS ^Euck Pappe. mit einigen Krystallen der chemischen Verbind,,ng auf dem Tische Röntgen er-Üblte dann den Verlauf seiner Ent- öerfuitq „öd) genauer: wie er alles Licht ausschliesten wollte, dazu o>e Rohre sorgfältig m,t schlvarzein Papier uniwidelte und zu seinen» größten Erstaunen sah, dost der mehrere Meter entfernt tegende eebirm doch bell anUeuducte. Aus fcfe Frage de» Be- sudierS, wa» Röntgen std> bet dieser Beobadittnig dachte, t at der deutsche Physiker die klassische Anlivort gegeben: -Ich dachte überhaupt nicht, ich untersuchte." Physikalische Entbeckungeli spielen sich »uelsten» so ab, daß nach dem ersten Anstöße »n,d seinem Beka»intwerden »iehrere Gelehrte BoiiNem auf Baustein zusammenlragen. woraus allinählich e»n einheitliche- Bauwerk entsteht Bei Röntgens Entdeckung war llnhu? I*v üe , wesentlichen Eigenschasten der Röntgen- strahlen bat »hr Entdecker sogleich ausfindig geinavt. so daß den übrigen Forschern nl.r eine dürftige Nachlese blieb. Tie Technik und die Anwendung ist ireiltch auch von anderen auSgebant uL,n/"i.‘ a IS- rn fäUl hicrbel eiu Dostes Verdienst zu, und 5?- die Röntgentechnik durch ZebnderS Erfindung der gefahrlosen Röntgenröhre erheblid) gefördert worben. I’lr" Röntge.,strahle.» ist die sonstige Täli feit Röntgen» üon der -Illgemeucheit z>en,lich unbeachtet geblieben. Röntgen der AfMteM "!. »!!! lbunä genoß und daraus'als Assment seines Lehrers nach Wnrzburg ging, eine Zeitlang in vüchertisch. — Richard Wagner: WaS ist deutsch? Schriften und Tlchtunaen des Meisters iür die Zeit de» heiligen deutschen Kriege» ausgewählt von Professor R. S t e r n i e l d. — Gemeinschaftlich mit E. F. W. Sieget» Atusikalienbandlung (R. Liiinemann) herausgegeben von der Ve,tag»buchhandlung Breikopf & vartel, vewztg. Aus dein überreichen Schatze der Sdiriiten Richard Waguer» »vnrben in diesem Bändchen d»e wichtigste», iür d»e -Krieg»zeit bedeutungsvolle.» Altisätze und Tiditimgeu zusginn»engestellt und für die Sammlung der Titel seiner iZiiuelschr»fl-Was ist deutsch?" a!» Geia.uuitel gewählt. Richard Wagner in iür viele nur der große Musiker und Dramatiker; diese Ausivahl seiner herttichen Schroten be,ueiil jedoch, daß er arich mit dem Worte ein Mahner und Berater seine» Volke», ein Wecker und Wahrer deutschen WeienS u.»d des Teut d)tnn»s «var. — Deutsche Kriegerbibliothek herausgegeben von Toni Schwabe, erschienen im Frauenverlag, Jena. Preis pro Band 70 Pfennig. Der erste Band — Goethes Faust l — vor. Folgende Bände sind als Fortsetzung geplant: II. Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts. — III Fritz Reuter: Tat Randetvuh, Wvans icf tau 'ne Fru lamm, T« Waterkunst. — IV. Morike: Die Historie von der schönen Lau, Lune Gelinervth. — V. E. Th. A. Hofsmann: ToS Fräuhpin von Scuderi. — VI. Heimat- und Liebeslieder. — Die ganze Ausstattung der Bücher verfolgt den einen Zioeck, ein Buch speziell für den Soldaten »in Felde zu schaffen. . -- ,.B i s m a r cf". Eine hübsche Gabe schenkt uns der Berlaa der MontanuS-BÜcher (Herin.. Montanus. Siegen und Leipzig) in dem soeben erschienenen Bismarckwerke dieser Samnüuna: Wir fiiiden hier fast 2 0 0 wertvolle Bilder aus dem Leben des Kanzlers, die in ihrer Gesamtheit einen intimen Sieiz aus üben. Dieses überreiche Leben zeigt sich uns hier