Jon von Werth. Roman aus dem Dreißigjährigen '5ri« von Fcan „ Herwig. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Die Zudringlichkeit gesiel Jan wenig. Er sprang aus und stieß den fremdeil Kahn fluchend mit dem Fuß fort. Das Fahrzeug schlug beinahe um. Seine drei Insassen riefen leise: „Gut Freund! Gut Freund", und hoben die Hände zum Zeichen, daß sie ohne Waffen waren. „Nicht näher heran als auf Ruderlänge!" rief Jan und hob die Pistole. „Gut Freund, und ich soll Euch wohl um den Hals fallen!" Aus dem Dunkel klang es: Mißt Ihr, wo ich Herrn von Werth finde?" Jan lies; die Pistole sinken. „Fahrt ein wenig neben uns dem Ufer zu und ich will Euch Herrn von Werth zeigen." Lautlos trieben die Fahrzeuge nebeneinander her. Dort, wo der rote Schein der kaiserlichen Wachtfeuer das Dunkel erreichte, sagte Jan: „Ich bin, den Ihr sucht. Was wollt Ihr?" In dem srenlden Kahn erhob sich ein kleiner, gelber Mann mit schwarzen, mandelförmigen Augen und lüstete den Hut: „Ich bin Bolini. Hauptmann in der Herzoglichen Garde. Ich biete meine Dienste an." „Dienste? Dienste welcher Art?" Bolini begann erregt mit den Händen zu fuchteln. „Ihr seht in mir einen Erkannten. Ich habe Verdienste, Kreuz Gottes! Man hat mir einen französischen Offizier vor- aezogen, eine gemeine Bestie, den Monsü Durante." (Jan bin die Zähne zusammen.) „Ich habe es satt, einem undankbaren Herzog zu dienen, der ein Landeskind von der verdienten Beförderitng ausschließt!" Er beugte sich über den Rand des Kahnes, und sein langes, schwarzes Haar fiel über sein Gesicht. Er keuchte: „Ich will Euch die Stellungen sagen. Ich will noch mehr tun. Bott heute in zivei Tagen habe ich die Wache an der Brücke, zwei Nächte nacheinander. Wenn wir einig werden, will ich blind laden lassen. Versteht Ihr? Aber es kostet Geld." Jan setzte sich auf eine Ruderbank. Den Kerl ersäufen wie eine Katze? Ihn gebunden zu den Mantuanern schicke;:: „Hängt das Lumpenbündel!"? „Jener Durante —" begann der Italiener wieder. ,^Jener Durante", sagte Jan, „mag sein, wie er will. Wenn ich ihn hier hätte, würde ich ihn erstechen. Aber er ist guter Soldat. Hub Euer Herzog wird Gründe genug gehabt haben, ihn Euch vorzuziehen, tvenn ich so höre, was Ihr mir anbietet." „Er hat mich beleidigt." „So fordert ihn." Da brach der Italiener los: ,^Jch will Euren Rat nicht. Beim Leibe der heiligen Jungfrau, wollt Ihr auf meinen Plan eingehen und Eurem Kaiser dienen, oder wollt Jhr's nicht? Dann -führt mich zu Eurem General!" Es ist Krieg, dachte Jan. „Eure Bedingungen?" fragte er. „Zweitausend Skudi und ein Hauptmannspatent bei Euch." „Welche Bürgschaft wollt Ihr?" „Die Unterschrift des Generals und die Eure als /Zeugen." „Gut. Und wohin wollt Ihr Antwort?" Der Italiener deutete zurück. „Drüben beim Turm Asinello habe ich Wache." „In einer Stunde habt Ihr Antwort", sagte Jan und hob die Hand halbtoegs zum Helm. — „Noch eins! ©agt mir doch, weshalb kommt Ihr zu mir?" Der Italiener schickte ein verbindliches Lächeln über sein Gesicht: „Oh," sagte er, „ich stand neben Herrn Durante und sah, wie Ihr den Kampf wie ein Sonntagsspiel betriebt. „Wer ist jener Kavalier?" fragte ich. — „Der?" sagte Durante, „ein gewisser von Werth: ich dachte, er hätte längst drei Fuß Erde auf seiner verdammten Fratze." — Ihr verzeiht, aber er sagte wirklich so. Daraus glaubte ich entnehmen zu sollen, daß Ihr Euch wenig liebtet." //Nein, in der Tat, wir lieben uns so wenig, daß wir gegenseitig unsere Bäuche mit Degenstößen zu Sieben machen könnten, und wir würden uns noch obendrein die Nasen ab- beißen." Jan winkte seinen Soldaten. Die schlugen die Ruder ein. Der fremde Kahn verschwand in der Finsternis. Jan rumorte Aldringhen wach, erhielt die Unterschrift und einen zärtlick)en Fauftstoß in die Seite, kratzte seinen Namen neben das ungeheure, selbstbewußte „Aldringhen" und schickte den Zettel an das mantuanische Ufer. Dann setzte er sich aus Jose Marias Strohschütte und redete zwei geschlagene Stunden von der erbärmlichen Treulosigkeit der Italiener im allgemeinen und eines gewissen Bolini im besonderen, flocht wie knallrote Blumen ein paar Flüche auf Durante in seinen Schimpfkranz und schlief endlich mit Knurren an der Seite des Freundes ein, der schon längst wieder schnarchte. Am andern Morgen wurde Ruhetag befohlen. Joss Maria nahm Jan unter den Arm und ging mit ihm in der Gegend bei Brückenkopfes ein wenig spazieren. ,>Sieh, Jan," sagte er, „du bist töricht, daß du den Herrn Pollo oder Polenta, oder wie er heißt, verwünschst. Ohne ihn könntet ihr noch lange vor Mantua liegen. Ihr habt die Mauern zerschossen und die Türme, gut. Ihr habt selbst in die Kuppel von Sant Andrea drei Löcher gemacht, und das — 182 Kreuz, ihr Barbaren, habt ihr krumm geschossen. Aber die Mantuaner haben einen Bogen der Giorgiobrücke gesprengt, und ihr liegt davor und wünscht, ihr könntet Hüpfen wie die Heuschrecken. Aber ihr könnt es nicht. Eine Notbrücke bauen, wenn zwölf Kanonen hundert Schritt davor stehen? — Also sei dem Herrn Bolletti dankbar." „Schurke, Verräter, der er ist!" „Und du kommst an deinen Freund Durante und kannst ihn ein wenig mit der Degenspitze kitzeln." „Trotzdem Schurke und Verräter." „Ein zukünftiger Kamerad." „Und du meinst, Jose Maria, ich leide es?" Er lächelte bösartig. „Was willst du tun?" '' „Lies schon heut eine Messe für sein Seelenheil." Und er drückte den Korb seines Degens herunter und ging davon mit bebendem Schnurrbart. — Heute war der fünfzehnte Juli. Am nächsten Tag gegen Abend sahen die kaiserlichen Feldgeistlichen lange Reihen von Soldaten zur Beichte kommen. Es gab kein langes Hin- und Herdisputieren. Soldaten waren keine Weiber, die — Gott sei's geklagt — immer Skrupel haben. Frischweg und klar: „Ich bekenne..." und nach zwei Augenblicken ein ebenso frisches und klares: „Ich spreche dich los". Die Nacht brach an. Wie sonst taten die Geschütze zuweilen ihre leuchtenden Augen auf. Hier und da knatterte eine Musketensalve. Aber in den Lagergassen traten die Regimenter an, Fahnen bloß, Musketen aus den Fuß gestellt, schweigend, ernst. Es schlug in Mantua Mitternacht. Da liefen leise Befehle blitzschnell durch die finsteren Reihen, und aus dem Lager stieg cm vages Geräusch auf, wie von fernem Landregen: die Regimenter setzten sich in Bewegung. Nach und nach verstummte das Geschütz. Die Sturmius-Dragoner schoben ihre aus Balken gezimmerte Brücke, die bestimmt war, den gesprengten Bogen zu überdecken, auf Walzen heran. Dann hörte man das Plätschern der Ruder im Wasser. Gegen das Castello di Corte rechts und die herzoglichen Gärten links der Brücke fuhren rasch die mit Soldaten besetzten Barken los. Jan rief „Vorwärts!" und lief die Brücke entlang. Erst als die Barken der Kaiserlichen an das mantuanische Ufer stießen, erwachten die Geschütze und Musketen. Nun aber zu spät. Jan hatte mit seinen Dragonern den gesprengten Bogen überbrückt und die im stadtseitigen Brückenkopf zum Schein feuernden Soldaten und Bolini zum Schein gefangengenommen. Und indessen die Hauptmacht der Kaiserlichen sich nun in donnernden Fluten über die Giorgiobrücke ergoß, schwenkte Jan links und griff die Gärten des Herzogs an. Dort wurde nicht zum Schein gefeuert. Da rissen die großen und kleinen Kugeln blutige Bahnen in menschliches Fleisch, aber da die auf Kähnen übergesetzten leichten Fußtruppen die Gartenmauer bereits an verschiedenen Stellen überklettert hatten, war es für Jan, der mit rasender Schnelle vordrang, leicht, ins innere zu kommen. Die Lusthäuser brannten. Ihr schwarzer Qualm mischte sich mit dem schwefelgelben Dampf der Geschütze. In dem wüsten, zuckenden Licht lief Jan, Degen bloß, durch die Gärten und schrie: „Durante! Durante'" Wo noch ein Widerstand aufflackerte, tauchte er in den knirschenden, keuchenden Knäuel, und als auch die Letzten flohen, brach er mit seinen Dragonern in die Stadt vor und stieß auf die Rückseite des gewaltigen Castello di Corte. Ha, da waren glatte Mauern, die schräg in dem stinkenden Qualm auf- stiegen, da war ein tödlicher Regen von Feuer und Kugeln. „Brände in die Häuser, damit wir Licht haben!" Sie brannten. Erst flatterte ein winziges helles Fähnlein vom Giebel, dann quollen aus den Ziegeln Nester von schwarzen, ineinander sich windenden Rauchschlangen, die sich gegenseitig verschlangen, und plötzlich schlug die Lohe triumphierend und mit hellem, freudigem Lachen aus allen Löchern, schlug zusammen, und über sie hin tanzten die Funken. Und mit Widdern gegen die Tore des Kastells! In die schwarzen Löcher Handbomben, die mit dumpfem Gebrüll platzten! An den Mauern empor wuchsen Pyramiden von Menschen; Scharfschützen, in Deckung aufgestellt, schossen das schreiende, quiekende Gezeu^ weg, das über die Schwalbennester den Kopf erhob, und in diesem rasenden Lärm schrien die Glocken der Stadt „Not! Not!", schrien gellend und wimmernd und dunrpf, aber sie schrien vergeblich. Gegen einhalb zwei Uhr fiel das Kastell. Durante! Wo ist Durante! Herr d'Estre siel in Jans Hände. „Durante hält das Tor Cerese." „Mir nach! Nach Porta Cerese", rief Jan. Das Tor lag am Ende der Stadt. Im Innern tobte noch der Kampf. „Mir nach!" Die Pferdehalter waren mit den Gäulen herangekommen. Im Funkenregen auf die sich bäumenden Tiere und im Galopp um den Ring der Mauern, von Schüssen begrüßt, wo sich noch auf den Verschanzungen ein Häuflein von Mantuanern hielt. Galopp, dahin, wo das Donnern des Geschützes noch klang. Haufen von fliehenden Italienern karnen ihm entgegen, die er überritt. Vor ihm verstummte das Schießen nach und nach. Endlich sah er das Tor. Aber es war zerbrochen und offen, und kaiserliche Truppen fluteten hinein, über Wälle von Toten und Trümmern. Jan hielt und wischte sich abwesend die Stirn. Das Tor ist erobert? Wo ist Durante? Drei Schritte von ihm ließ sich ein junger Leutnant von einem Soldaten den Arm verbinden. „Herr Kamerad, kennt Ihr jemand, der hier befehligte und Durante hieß?" Der Leutnant lachte. „Er hat sich brav geschlagen. Den Hieb habe ich von ihm." „Was ist aus ihm geworden?" „Er hat sich ergeben. Sieben Standarten d-azu." „Ergeben? Wem?" „Dem General Galeazzo. — Bind fest zu, Kerl, ich bin keine Jungfrau!" Jan rttt dem General nach. Man hatte ihn da nnd dort gesehen. Er traf ihn, wie er vor einem vornehmen Hause wieder aufs Pferd stieg. Jan fragte ihn. „Dort drin ist er," sagte der General. „Ein paar Schmarren hat er. Der Feldscher flickt ihn gerade." „Ich bitte um eine große Gnade, Euer Exzellenz, überlaßt mir diesen Kavalier." Galeazzo sah ihn groß an. „Ich habe nicht die Ehre, Euch zu verstehen. Er hat mir seinen Degen gegeben. Nicht Euch." „Aber —" „Wenn Euch au dem Herrn so viel liegt — nun gut, schafft mir einen anderen Adligen von seinem Rang." Trab und fort. O Jan, in Mantua tobt schon der plündernde Soldat. Sollte irgendwo noch ein Oberst stecken, den man noch nicht gefangen? Um die Fortezza raste noch der Kampf Der Herzog war darin, sein Sohn — der ganze Hof. „Ich muß den Franzosen haben", knirschte Jan und ritt los. Er ritt'mittenhinein in Greuel und Scheußlichkeit. Das gellende Gekreisch gequälter Weiber und das Wiehern der Soldaten, die sich ergötzten, drang nicht in sein Herz. Emem Greis schoß man die Pistolen ins Gesicht ab; er hatte seine Habe verteidigt. — Hält hergeben sollen. Und die Weiber, die da mit in Fetzen gerissenen Kleiderii mit heiserem Geheul wie irrsinnig im Kreise herumliefen, bis zwei Fäuste sie bei den Haaren niederrissen — . Hätten sich in die Kirche retten sollen. Da drängten sie sich jetzt um die Altäre, die Bettler und Adligen, die tugendhaften Nonnen und die leichtfertigen Weibchen, und ihre lauten und sinnlosen Gebete erfüllten die hohen Schiffe. Kriegsrecht und Soldatenbrauch! Jan sah kaum hin. In den Kot getreten lagen silberne Geräte und Goldstücke. Zerlumpte Bettelbuben, in Mauereckcn versteckt, schossen darauf los und lasen aus, was glänzte. In den Magazinen der Stadt, die bis unters Dach mit Ballen kostbarer flandrischer Gewebe vollgepackt waren, in den Bankhäusern des Ghetto, wo Pfandgüter und Goldbarren in erstaunlichen Massen lagerten, waren die kaiserlichen Kom- mmare an der Arbeit. Da hielten Lastwagen, die man belud, und Soldaten mit Musketen im Arm standen dabei Wache. (Fortsetzung folgt.) Krühlinqsqlaube und Lrühlingsbräuche. Kulturgcschickitliche Skizze von Hans Otto Becker. Aiich heute in der Modernen Zeit der l-ochentwickelten Technik finden »vir tu fast allen Gegenden innerer dentsckien Heimat zahl- veick)? Frühlingsbräuche, die in unseren Tageii noch, fast so mi verändert .gepflegt werden, wie im Mittelalter und wohl mrck, noch viel, viel früher. Die Frühlingsbläu che haben ihren Grund tnr Volksglauben, und wir können geraden einen Frühlingsglauben fcststellen. Volksglauben und -bräuche gehlen weit zrrrück in die heidnisch-gernlanische Vorzeit. Zu den Jahres- zeiteil, an denen wir heute christliche Feste feiern, bestanden schon. in unserer Borzeit heidnische Feste, die im innigsten Zusammen-- Hang mit der unS umgebenden Nattir standen, und das Christentum konnte gar nichts besseres tun, als die kirchlichen Feste mit den alten heidnischen Feiern zu einer Einheit zu verschmelzen deren Ergebnis wir heute noch haben. Das Christentum hätte vhne Anlehnung an drese alten geheiligten Gewohnheiten unseres Volkes niemals, sicherlich aber nicht so rasch und freudig, die Ber breitung gefunden, die es tatsächlich erlangt hat. Es bewies sich tolerant zum bewachten Zweck seines Erfolges und verlieh den Erinnerungen an die alten Götter die Nameni seiner Heiligen; dadurch wurden die germanischen Gottheiten ins Christliche über tragen. Frühlingsglaube und Frühlingsbräuche stehen also im engsten Zusammenhang mit der alten deutschen Mythologie, und es bestehen daher heute noch Erinnerungen und Zusammenhänge mit Mythologischen Erscheinungen vergangener Jahrtausende. Die germanischen Gottheiten, die mit dem Frühling, dein erwachenden Leben in der Natur, der Sonne, dem Licht Be ' Ziehungen haben, sind Holda, Freir,. Basder, Donar. Holda, mit der wohl gleichbedeutend die Göttin Ostara, ist die Göttin des Lichts und des Frühlings. Freir oder Fro ist der Sonnengott. Ihm ist ja vor allem das Weihnachtsfest als altes Julfest heilig, aber auch mit Frühlingsbräuchen steht der Sonnengott im Zu sammenhang. Dre Sonne wird symbolisiert durch das Rad, und das ans Stroh geflochtene brennende Rad, das den Berghang hinabgerollt wird, spielt eine grosse Rolle in den Frühlings oräuchm. Bekannter ist ja wohl dieser Brauch am Johannistag, zur Mittsommerzeit, aber er findet sich auch zur Wtntersonnm- wende, und, was uns hier mehr interessiert, zu Beginn des Frühlings, an Fastnacht — ich erinnere an den alten, heute noch geübten BraiÄ voll Langental ttn Ulfmbackstal —, sowie an Ostern. Verschieden von den: Sonnengott Fro ist wieder Balder, der Gott des Lichts, des Tages. Auf Baldur, den nordischen Frühlingsgott, ist letzten Endes die Sage vom Helden Siegfried, der die schlafende Walküre erlöst uitb wachküstt, zurückzuführen, und die letzte Modifikation dieser Mythe ist das herrliche Märchen vom Dornröschen, das dicrch beit Küß des Prii^m vom hundertjährigen Schlaf erweckt wird. .Die Bedeutung dieser Mären ist klar: der belebende Küß der Sonne erweckt die Erde vom langen Winterschlaf. Wenden wir uns nun zu einzelnen V o l k s b r ä u ch e n. Dabei behalten wir die Reihenfolge des Kalenders bei. Die erste Ahnung des Frühlings fällt in den Februar, wenn auch oft genug der grimmige Nachwinter alle Hoffnungen wieder zerstört. Am 2. Februar feiert die katholische Kirche, in der sich, wie wir sehen werdm, Frühlingsbräuche noch in reichem Maße erhalten haben, den Lichtmeßtag; da werden in der Kirche die für den Gottesdienst bestimmten Kerzen und die aus den Häusern gebrachten Lichter geweiht; letztere werden dann zu Hause aufgehoben, um bei Gewitter und in Krankbeitsfällm angezündet zu werden. — Dann folgt die Fastnacht, die Faselnacht, eine Verbindung verschiedenartiger Elemente, denn im christlichen Karneval leben noch Erinnerungen an die altgermanischen Feste der Erdgöttin und an die altrömischen Saturnalien und Luperkalien. Fastnachtsbräuche des Volks sind natürlich völlig verschieden vom Mummenschanz und den Maskenbällen des städtischen Faschings. Da wird ein Drache, der die Nackt, die Kälte bedeutet, in feierlichem Umzug herum- getragen und schließlich erschlagen, damit er nicht länger mehr die Menschheit mit der Winterkälte quäle. Weit verbreitet war auch das Herumziehen eines mit ausgelassenen und verkleideten Menschen besetzten Schiffes auf einem Wagen — Our navalis genannt; ob davon aber das Wort Karneval abzuleiten ist, scheint fraglich. Auch wird ein Pflug, der die Hoffnung auf den nun bald wieder beginnenden Anbau des Ackers bedeutet, von Frauen und Mädchen gezogen; bisweilen' ging es durch einen Bach und dabei wurden die alten Jungfern verspottet, die jungen Mädchen aber geneckt und C " mgen. Des Brauches des Fastnachtsfeuerrades wurde schon gelt. — Kommt nun aber der Frühling wirklich, so wird der Bote der schönen Jahreszeit, Freund Adebar, überall vom Volk freudig begrüßt: der Storch erfreute sich von Alters wie kaum ein anderes Tier der allgemeinsten Sympathie des Volkes. Das Kind, das ihn im Frühling zuerst erscl)aut, erhielt eine Belohnung; sein Nest auf dem Kirchdach oder Turni wurde als heilig gehalten und aegen jede Verletzung geschirmt. Das war einmal — heute ist der Lieblingsvogcl des Volkes strichweise ganz ausgerottct. Den Palmsonntag feiert die katholische Bevölkerung mit der Weihe der Palmen, an deren Stelle bei uns die Blütenkätzchen der Weide treten, oder auch mit Blumen und Bändern gezierte Stangen. An manchen Orten würde am Sonntag vor Ostern auch ein Palnvesel ans Holz hermn geführt. Am Gr ün donnerslag würden die Erstlinge der Frückste in der Kirche dargebracht. Bekannt ist, daß ümn an diesem Tage auch ettvas grünes in Suppe oder Pfannkuck-en essen mich. Am Karfreitag besnckien die Katholiken das Heilige Grab in der Kirche; am K a r s a m s 1 a g wird oit Stelle der ausgelöscksten Feuer durch Reiben von Hölzern neues Feuer entzündet, ein Brauch, der sich übrigens bei vielen Völkern der.Erde rm Frühling findet. Katholisch ist endlich auch der Glaube, dcch die Glocken der Kirche am Gründonnerstag nach Rom zun« Papst fliegen, um von ihm gesegnet zu werden; am Karfreitag werden sie ersetzt durch Holzklappern, uitb am Kar- samstag kommen sie zurück von ihrer Romfahrt. — Vor Ostern Mtch Ml ptzulchen Orteg h« Walz der Som in er tag gefeiert. wobei ein Zug von Kindern, die Stäbe mit bunten Bändern und Brezeln ttagen, durch die Straßen zieht. Mit Ostern selbst ist mancherler Brauch und Glaube verknüpft. Abzulerten ist das Wort Ostern sicherlich von der schon erwähnten Frühlmgsgöttin Ostara. Mit dem heidnischen Auferstehungsfest der Natur vereinigt sich das christliche Fest der Auferstehung Christi. Mit dem Osterei, das nach fröhlichem Kinderglauben der Osterhase legt, l>at es folgende Bewandtnis; Der Hase ist ein wegen seiner Fruchtbarkeit der Frühlingsgöttin geweihtes Tier, dcö Ei aber das Symbol des neu auskeimenden Lübens. Durch das Christentum wurde das Er dann auf die Auferstehung Christi gedeutet. Die Farben des Eis waren bei unseren Vorfahren vot uird gelb, das fitib die Fmersarben, die Farben des Donnergottes, dem alles rote in der Natur heilig ist. Mit dem Sonnengott aber steht der Brauch des Feuer- rades in Beziehung, dessen schon gedacht wurde. Am Ostermorgen macht die Sonne beim Aufgang nach allem Glauben drei Freudensprünge. Das O st e r w a s s e r, das unter tiefem Schweigen geschöpft werden mußte, soll den jungen Mädchen, die es zum Waschen benutzten, Schönheit bringen. Osterkuchen wurden und werden noch gebacken in Gestalt von Tieren; wir finden da den heidnischen .Hasen unfi> das christliche Lamm. Denken wir noch an das Herumführen des geschmückten O st e r o ch s e n, so haben wir die Erinnerungen an heidnische Opfer von Tieren und Lebensrnitteln beisammen. Heute noch wirft die Jugend auf dem Anger vor dem Dorfe die gefärbten Eier; auch das alte Eierlesen und der Eierritt, letzterer ein Wettspiel zwischen einem Läufer oder einem Berittenen imd einem Eierauf- leser, hat sich noch erhalten und wird in manchen Gegenden mit Musik oder Tanz, Gelagen, Aufzügen gefeiert. Der erste April ist bekannt genug durch die ewig wiederkehrenden Scherze, mit denen man den lieben Nächsten in den April schickt, um ihn dann als Aprilsnarr oder als Aprilsesel auf seine Leichtgläubigkeit aufmerksam zu machen. Auch unsere Zeitungen leisten sich ja gern dm Spaß, ihrm ganzen Leserkreis durch eine erfundene Mitteilung in den April zu schicken. Die Sitte läßt sich auf dm altm Glauben an bestimmte für den Menschen verhängnisvolle Tage zurückführm. Der letzte April bringt uns die Walpurgisnacht, an die sich der Glaube an dm Ritt der Heren zum tmstischm Fest auf dem Blocksberg knüpft. Auch hier haben wir wieder eine Erinnerung an alte heidnische Opferfeste, die das Christentum, um sie zu bekämpfen und auszurotten, mit dem Teufel in Verbindung brachte. Alte Getränkeopfer leben hmte noch fort beim Maiwein — das wird sich selten jemand beim Genuß einer dustmden Maibowle träumen lassen — und in dein Maiwasser. Der M a i b a u m , der von den Landleuten im Wald geholt und feierlich ins Dorf gebracht wird, hat auch seine Be-! deutung; er macht die Kühe milchreich und vertreibt die bösm Hexen. Er erinnert uns daran, daß im alten beidnischen Glauben Baumgeister und Bäume verehrt wurden. Auf dieselbe Erinnerung ist ein anderer Brauch zurückzusührm, die Umritte und Umzüge, die man mit blumengeschmückten Mädcken oder mit in Laub eingehüllten Burschm veranstaltete. Schließlich können wir eine nicht nur durch dm Gleichklang der Namm Maja und Maria zu erklärende Vereinigung der heidnischen Göttergestalt mit der christ- lichm Muttergottes feststellen: an Stelle der heidnischen Maifeiern traten die in jeder katholischen Landschaft wohlbekannten Mai- a n d a ch t e n auf dein Feld vor dem Dorfe. Ohne Zusammenhang mit einem altm Kultus, vielmehr ein reines Fest der Freuds über die VAderkehr der schönen Jahreszeit, ist der mittelalterliche Maireigen, der: Burschm und Mägde auf dem grünen Anger sprangen, mit Bändern und Blumen geschmückt, bei Tanz, Musik und Ballspiel. i Wir könnten geradezu einen Kultus der Frühlingsnatur verfolgen, der um die Fastnacht beginnt und seinen Höhepunkt an Ostem erreicht, sich aber noch bis zur Pfingstzeit fortsetzt. Dis christliche Kirche verstand es, wie gesagt, eine innige Vereinigung von Naturgottesdimst und kirchlichen Festen zu schaffen und diese dadurch ihren Gläubigm vertraut zu machm. Längst ist jeder Gedanke da rar: im Volk geschwunden, aber wir wollen dock) nicht vergessen, daß zwischen den kirchlichen Frühlingsfciern und der heidnisch germanischen Vorzeit, die weit älter ist als das Cbristen- tuin, sichere Beziehungen bestehen. Noch lebm viele alte Bräuche im Volk, wie sie hier geschildert wurden. Wo sie bestehen und lebenskräftig sind, da soll man sie pflegen als heiliges Vermächtnis der Ahnen, daß sie noch recht lange Trotz bieten dem alles nivel lierenden Einfluß der modernen Kultur. Verkehrt aber, ist es. längst vergessene Bräuche, deren Sinn dem Bolk unverständlich geworden ijt künstlich wieder aufleben zu lassen. Damit dim.l man nicht der Sache, sondern leistet nur einem neuzeitlichen Fcs.-nm^iet Vorichub. Tiere als Schützen. Dast die Natur die Lehrerin und die Vorläuferin des München in so vielen seiner Fertigkeiten ist. erläutett Willwim Bälsche in einer seiner sckwnen naturwissensckxiftlichen Plaudereien, die er im nächsten Heft der bei der Deutschen Verlags Anstalt in Stuttgart ersckiein enden Zeitschrift Heber Land und Meer verösfcntlickt, an dein Beispiel der ,,schiessenden Tiere". Nach den Angaben des „Vaters der Tierkunde", Konrad Gesner, lebte anno dazumal in Italien ein wahrhaft fürchterliches Geschöpf, das „Dorn- 184 fchwein", von dessen „natürlicher Anmut und Art" der Gelehrte zu melden weist. batz. „so es gejagt wird. so bringt eS mü seiner Stinun -mvege. baß alle andern seinesgleichen Dornschwein zusammen rüchlcn, ihren Balg crschütten und zu den Lunden und tzägern ganz rrutziich nrit ihren Stacheln schieben: ist auch seiner SÄssen ganz und gar gewib". 'Dies merkwürdige Tier ist unser braves Stachelschwein, da- ja tvirklich dem^ der eS neckt, einen aehürrgen Schrecken einjagen kann. ES sträubt dann nämlich unter lautem Gerassel seine stacheln bis zur vollen Bretlcnverdop- lung deS ganzen TiereS hoch und konzentriert seinen willkürlich wegten Speerwall genau in der Riciitung des Angreifer-. Während vorn die langen gelben Zähne unheimlich fletschen, wendet sich der rückseitige gestraffte Lanzenklunrpen blitzschnell gegen alles, was von hinten oder seitwärts kommt, und wem er gegen die Beine führt, dem bringt er so gefährliche Wunden bei, batz man sogar an eine Tlrt Vergiftung durch den tzauttalg dabei gedacht hat. Noch heute glauben die Leute in der römischen Eampagna, daß eS im äußersten Wutanfall imstande sei, seine wie GlaS barten und scharfen Kiele durch wildeste Muskelanspannung aus ihren Laut- laschen herauszuschleudern und dem Feinde kunstgerecht in den Lech zu schieben. Nach den alten Schriftstellern sollte solch ein Schuß sogar nn dickes Brett durchbohren. Nun hat zwar schon Buffon das „schießende Dornschwein" als ein zoologisches Märchen erkannt. aber in allerneuester Zeit hat der vortrefflich Zoologe Vosseier für das wirkliche und wahrhaftige Schießen des Stachelschweins eine ernsthafte Lanze gebrochen und gezeigt, daß z. B. ein Taschentuch, das auf die Stacheln geworfen war, bei dem jähen Ruck der herausfahrenden Stacheln volle 2 Meter weit fortgefchleu- dert wurde. Während das Stachelschwein aber doch höchstens ballistischer Wirkungen fähig ist, entpuppt sich unsere Wei überall n o Gartenschnecke als richtiger Schütze. Sie besitzt zu diesem Zweck ein wirkliches Schießorgan, das auf der rechten Seite neben dem Atemloch liegt. Ties Organ hat durchaus den Bau eines kleinen Pistolenlauses, und darin steckt ein regelrechter spitzer Keil aus harter Kalkmasse. Will die Schnecke nun schießen, so richtet sie den Lauf durch besondere Muskeleinstellung, zielt und entsendet den Pfeil in prachtvollem Stoß aus der Mündung, wobei auch ein weißes Wölkchen zerstiebender Flüssigkeit wie der Tampfftrahl des Schusses aufpufft. Ter Kalkpseil, der stets nur gegen eine zweite Schnecke gerichtet ist, bohrt sich energisch in deren Laut, ko daß die Getroffene merkbar zusammenzuckt. Aber etwas Gefährliches ist diese Pistolenschießerei der Schnecke nicht: sie ist im Gegenteil eine Liebesbezeugung, die der andern Schnecke Spaß macbt, und leitet das Liebeswerben der Schnecken ein, ist eine merkwürdige und fühlbare Art Liebeserklärung. Während bei ihrem Schüsse aber der Knall fehlt, sorgt dafür im Reiche der Natur ein kleines kokett gefärbtes Käferchen aus dem Laufkäsergeschlecht, das den Namen „Kracher" oder „Explodierer" führt. Wenn dieser „Bombardierkäfer" in Gefahr gerät, dann gibt er einen richtigen Schreckschuß ab:, es pufft nämlich ein bläuliches oder weißliches Gaswölkchen auf, und dazu gibt es einen hörbaren Knall. Andere Tiere erreichen wieder als Zieler Fabelhaftes, so das Chamäleon, das mit seiner endlosen Klebzunge mit unfehlbarer Sicherheit weit entfernte Fliegen immer wieder und wieder trifft. Tie sog. „Schützenfische", halblauge Barsche in Siam, schießen in fast unglaublicher und doch streng erwiesener Weise aus dem Fluß mit Wasser ans User. Der Schützenfisch legt sich horizontal nahe unter den Wasserspiegel, äugt scharf hinauf und schnellt dann durch besonderen Muskeldruck bei geschlossenem Munde von der etwas vorstehenden Unterkieserspitze einen dicken WassertrMfen gradlinig über die Fläche empor aus die nichts ahnenden Msekten, die aus den Pflanzen oberhalb des Wasserspiegels sitzen: vergnüglich ver- schmaußt er dann das getroffene Opfer, das ins Wasser fällt. Der „Ameisenlöwe", die gefräßige Larve eines libellenbaften Insekts, der in einem selbstgeschaffenen Sandtrichter haust, eröffnet aus der Tiefe auf Ameisen und andere Kleintiere, die an den losen Rand seiner bösen FaUe geraten, eine regelrechte Beschießung, indem er Sandgarbe um Sandgarbe nach dem strauchelnden Opfer schleudert, bis es in sein Bereich herabstüczt. vermischte». Die Infanterie. Tein Infanteristen und seine Gruft- namen wobt zumeist voii den berittenen Truppen angehängt worden. Lieht doch die Reiterei o't mitleidig lächelnd auf dos Fußvolk berab, wenn eS mühsam daherkeucht, ein andermal sich faß die Lunge ans dem Leibe rennen und dann wieder lange Zeit ununterbrochen geduldig aut dem Erdboden liegen muß. So'erklären sich die folgenden Spottnamen von selbst: Fuß- oder Sand- lat'üer, auch Fußlappen oder , ußlappentndianer, Kilo nelersresser und Kllomete»lchweine, Stoppe'hopser und Candbasen, Treck- ftampser und Lakenpatscher („dd. Lake --- hochd. Lache), endlich • hürger. — 7 c e. nennen die nn-eren II- fantirillen mit Bezug aus die von der eiaenen aebweichende Farbe tlirei Uniform auch Blausäcke Lie selb'! aber heißen wegen ihrer grünen Unitorm Grün oechte od r Lanbsrösche - andere Truppen- gottnnaen rufen ihnen gelegentlich, wenn sie ihnen begegnen, ein ^Quak! Quak!" zu —, außerdem auct) Grashüpfer, Ltrauch- oder Staudenjäger, letzteres wohl, weil man sie mit Vorliebe ln Wald und Busch verwendet. Tie Maschinengewehrableitunaen nennt man Dachdecker. oder man beutet da» iDI. G. K. (= Maschinen- gewebrtompagnie) entweder als Mordgesellenklub oder al» Mutter- gotleskompagnie Tie Garde bezeichnet man gern al» Paradeoder Sonntagssoldaten. Imme (Essen). Die Küche im Kriege. (Nachdruck dringend erwünscht.) Lungengericht: 1 Lunge mit Herz, 20 Gramm Fett, 10 Gramm Mehl, 1 kleine Zwiebel. Pfeffer, Salz, 1 bis 2 Eßlöffel Essig. Die Lunge und daS Herz werden ausgeschnitten, in 2 Llter Wasser mit einem gehäuften Eßlöffel Salz gargekocht, die Häute, Sehnen und Kn-orvel entfernt und grob gehackt. Die Zwiebel wird in kleine Würfel geschnitten und mit dem Fett durchgeschwitzt, die Lunge hinernaeschüttet und daS Mehl darüber gestäubt, alleS gut verrührt, Essig und Brühe dazugedan und das Gericht noch 10 Minuten durchgeschmort. Einige gehackte Kräuter verbessern den Geschmack. Man gibt Bratkartoffeln dazu. vüchertisch. — .Deutsche Worte — Deutsche Liede rV (Verlag Druckerei Bauer, Marburg.) Sammlungen von KriegSvoesie sind in den letzten Monaten in überreicher Fülle erschienen. Da» ist bei diesem Heftchen nicht der Endzweck! Sonde^p die sorgfältig auSgewahlte und gegliederte zeftgenÜssische Lyrik wird hier herangezogen als Ausprägung der Stimmung unseres ganzen Volke», die auf die AüSiaat unserer nationalen Klasuker zurückgesührt und damu gewissermaßen htuorisch »mterbaut ivird. — 19 14. Ein Tagebuch über den Weltkrieg von Pros. Tr. Eduard Ciigel. Mit Urkiinden, Bildnissen, Karlen. Band II. Gebunden b, 0 Mk. (Verlag von George Wesiermann, Braunichweig, Berlin Lau» iirg.l Von dem großen kriegsgeschichttichen ^.erke .1914. Ein Tagebuch" ' Verlag von George Wettermann in BraunscvweftO vo»i Prot. Tr. Eduard Enget ist mit der soebc» erschienenen 1 . Lieferung der ziveile Band abgeschlossen, der bis »um 81 Te- zeniber 1914 reicht. Einbettig bat die deiltsche uiid die österreichische Kritik, ja selbst die der ne. traten Länder, a»ierka>in>, daß hier ein GeschtchtSiverk größten Stils über den Weltkrieg vorltegt: die Herze nSgeschichte des Krieges, wie sich eine große deutsche Zeitschrift anSdruckte. Zn beaeisierter. »ind begeisleriider Darstellung, tu meisterlicher Sprache, sprühend von Geist, dabei mit tnuiiet- haiter Vollständigkeit der U r f u n b e n wird in Edua> d Engels schon jetzt kla lisch zu neiinender Geschichte des Weltkrieges alles senget,alten, was fonft zum größten Teil verstreut und un- wiederbringlich iväre. Engel bietet lein buntes Bilderbuch mit dürftigem Text, sondern der Inhalt ist die Hauptsache seliies monumentalen Wertes Aber die Bildnisse aller Helden de- Kr»eges, die Karten unb Kärtchen aller wichtigen Schauplätze werden in stattlicher Zahl und tadelloser Wiedergabe dargebolen, und alle amtlichen Urkunden iverden grundsätzlich für immer aus- bewahrt. — Eduard Engels ,I9i4", dem als dritter Band „1916* folgen wird, ill das einzige Buch in der schon ungeheuren Literatur über den We lkrieg. da- neben der Kriegsgeschichte zugleich die Seelengeschichte der größten Zeit Deutschlands »mb Oesterreich- zu schildern unternommen und mit glänzendem Gelingen vollbracht hat. — Auch oie er zweite Baiid, fein gebunden und lisch reicher geschmückt als der erste tostet niir b,ä0 Bit. Die LteferungS- anSgabe tu Heften zu je b0 P g. bleibt nach wie vor bestehen. TaS Wert sollte in feiner Bibliothek, auch nicht in der kletnslen, fehlen. _ Magischer (yuadrat. In die Felder nebenstehenden Quadrats sind die Buchstaben A A A A ADO LLNNPRR U l) derart emzntraqen, daß die wagerechten u. senkrecht.Rethen gleichla»itend folgendes bedeuten: 1. Männlichen Vornameit. 2. Stadt in Spamen. 8. Seltenes Metall. 4. Ein Eigenschaftswort. Auslösung in nächster Nummer. Auflösung der Königspromenabe in voriger Nummer: Ein unaeftöries Glück verlangen, Heißt MoudeSlicbt mit Netzen sangen, Ten Sonnenstrahl mit Ketten fesseln U»td Rosen sordern von den Nesseln. Schriuleitung: Au». Goetz - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schcn Universität»-Buch- und Steindruckerei. R. Lgngc, Gießen.