Jan von Werth. Roman aus dem Dreißigjährigen KrieM von Franz Herwig. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Es war Stunden später, als Jose Maria Fan wieder fand, allein, und mit den Blicken am Boden. Ringsum war das entfesselte Toben einer lufthungrigen Menge. Es waren nicht mehr Generals und Bürgermeister, Obristen und Handelsherren, Eheweiber und Jungfrauen: es waren nackte Menschen, deren Sinne im Sturm des Weins wie Flammen flackerten. Bänder und Blumen lagen aus dem glatten Estrich. Ein AtlaSschuh schuß, von mutwilligen Füßen gestoßen, kreuz und quer durch das Getümmel. Hie und da protestierte ein trunkener Kavalier dagegen, daß man ihn hinausführen wollte. Einer rutschte seiner Tänzerin aus dem Arm und schlug hin. Sie stand dabei und lachte mit weitgeöffnetem Mund. „Nun Jan," fragte Jos6 Maria, „wann ist Hochzeit?" „Ach," erwiderte Jan und sah in die Ferne, „ich wollte, ich hörte unseren Trompeter Reveille blasen. Der Morgen käme gelb und kühl über die Waldberge und man stiege frisch und fröstelnd in den Sattel: Helf uns Gott, junger Morgen zu einem guten Tag!" „Gehen wir!" „Ja," sagte Jan und sie gingen Arm in Arm davon. An der Saaltür war eilt dickes Knäuel von Männern. Obrist Mercy, schwankend, umarmte Jan: „Du kriegst das Kornett, Herzenskamerad! ^omm morgen zu mir ins Quartier. — Und geh noch nicht! Bleib Gutfreund, jetzt wird's lustig!" Joss Maria sagte Mercy ins Ohr: „Laßt ihn gehen! Eine galante Verabredung! Ihr versteht!" „Hahohoho!" lachte der Oberst. „Laus toller Jan! Ich versteh! Ich versteh! Und wenn mein Knäblein kommt zur Welt: Pardibautz und Bum und valdera . . . Jan schlug die kühle Nachtlust entgegen. „Hach," machte er und atmete tief. 7. Kapitel. Guten Tag, Herr Durante! Wochenlang verschoben die Regimenter ihre Quar* tiere. Die Wäloler, die, halbnackt um» wild, von Ulm her auf ihren riesigen mit Weidenruten verflochtenen Flößen die grüne Donau abwärts schossen, sahen von Neuburg an. über Jnaolstadt, bis über Rogensburg hinaus die kaiserlichen Völker kampieren, deren Lagerfeuer nachts den gurgelnden Strom beschienen. Endlich, als der Schnee schmolz und man hoffen konnte, im Gebirge passierbare Wege anzufinden, setzte sich das Heer, 35 000 Mann, in Bewegung, Mercys Regiment mit Jan an der Spitze, am äußersten Ende der ungeheuren Schlange das schwere Geschütz. Sie zogen langsam durch Schwaben nach Süden, streiften den Bodensee, der in dieser Frühlingssonne blaßblau und still glänzte und bogen in das Land Arlberg ein. Langsam hob sich der Weg. Die ersten Pässe waren schneefrei. Erst als die Spitze in das Tal des oberen Inn einschwenkte, waren die Wege vereist. Schneestürme überfielen das Heer auf der Malser Heide. Es war ein heimtückischer Schnee, hart wie Sand, sein wie Pulver und dicht wie Wolken, in die man hineintappte, ohne eine Armlänge weit voraussehen zu können. Man mußte das Land schrittweise und keuchend erobern. Der Feind, der ihnen entgegenstand, war nicht zu fassen. Gegen den halfen keine Wursteten und noch so gute Klingen. Und dieser Feind würgte besser wie ein anderer. Er lockte ganze Kornetts und Kompagnien vom Wege ab und stürzte sie in eisige Schluchten. Die Soldaten fühlten Plötzlich vor sich eine gewaltige Lücke im Zuge und nur der Atem des Todes wehte ihnen daraus entgegen. Es sielen eiserne Krieger zu Boden, erfroren wie Wachteln und es gab viele, die lieber unter einem Felshang sich niederhockten und den Tod erwarteten, als daß sie werter marschiert wären. Aber die Hauptmasse, von den Offizieren angefeuert, die ihr die Schätze der lombardischen Städte und den Reichtum des französischen Trosses mit strahlenden Farben schilderten, drängte vorwärts, vorwärts. Welcher Jubel brach aus und schwang seine donnernden Flügel über das Gebirge und feuerte die Letzten an«, als das Mercysche Regiment endlich ins Tal der Adda niederstieg, in die gesegneten Weingefilde des Valtellins. Langsam schob sich das Heer wieder zusammen. Ltber sein Leidenszug war noch nicht zu Ende. Die Sümpfe der Adda begannen unter der sengenden Sonne, die von gigantischen, kahlen Felsen widerstrahlte, zu kochen und ziu gären. Ein ekelhaftes Gespenst, stinkend und riesengroß, ging um: daö Fieber, und sog gesundes Leben aus blühenden Männern. Dazu war die Wut des Aufruhrs noch nicht erloschen, den der vermaledeite Pfarrer von Scharans, Herr Jenatsch, seit Jahren immer »nieder entfacht hatte. Die Rebellen, bleich vor Haß, vergifteten die Brunnen, und als man das Wasser mied, vergifteten sie den Wein. Da ritt Jan voraus, ließ die Einwohner wahllos greifen und zwang sie, von dem Wein zu trinken. Er sah wütend zu, wie seine Kerls den Bauern die Zähne ausbrachen und ihnen mit einem Trichter den vergifteten Wein maßweise in den Schlund gossen. Und er sah ungerührt zu, wie .Hunderte sich in Krämpfen zu winden begannen. „Besser ihr, wie wir," sagte er. Die guten Fässer wurden an den Weg gerollt, Posten mit geladenen Musketen dabei und die Soldaten, die voriiberzogen, konnten nun trinken, trinken, was die Kehle hielt. „Man glaubt es nicht," sagte Jan zu Joss Maria, „eine wie heilsame Arznei der Wein ist," denn in der Sünd- flut des herben, feurigen, roten Weins ertrank das Fieber. Der Abb6 zuckte verächtlich die Schultern. „Erzähl deine Neuigkeit Troßknechten. Dummer Jan, mit HUtem Wein kannst du Sterbende wieder gesund machen, das ist eine alte Regel. Vorausgesetzt, daß man die Arznei nicht zu kärglich gibt." An den goldenen Hängen des Comer Sees vorbei, der mit weichen, purpurblauen Wellen die bekränzten Gestade schlug, ergoß sich das Heer, breitete in der Ebene sich fächerförmig aus und umschloß mit eisernen Armen die Festungen Gozzolo, Borgosorte und Governolo. Im Lager von Governolo lachte Jose Maria Jan aus, denn die Hauptmasse des französischen Heeres war längst davon und nur kleine Abteilungen, mit venezianischen Hilssvölkern vermischt, streiften im Lande. Jan war vier Tage vor Wut krank. Als er wieder in den Sattel stieg, war sein Gesicht verzerrt. Er konnte vor Zorn kaum sprechen. >,Jeder Franzose, der mir vor die Klinge kommt . . .", aber er schluckte nur ein paarmal und schüttelte die Faust. Und indessen die kaiserlichen Kanonen Governolo zerschossen, daß es aussah, als habe ein Erdbeben seine Häuser und Tiirme durcheinander geschüttelt, ritt Jan auf die Streife und sing keinen Franzosen, den er nicht an der nächsten Ulme aufhängen ließ, wo der arme Schächer mitten in den Weingirlanden hinch die von Baum zu Baum sich schwangen und starr, mit verdrehten Augen aus die purpurdunklen Trauben sah, die über ihm hingen. Jan fegte umher wie ein böses Wetter. Er setzte über den Oglio und trug den Schrecken bis nach Cremona. Nach einem wilden Ritt rastete er eines Abends in der Dämmerung am Wegrande. Er ließ eine Kalvakade anhalten, die des Weges kam. Ein guter Paß wurde ihm präsentiert, der auf den Namen eines Edelmannes namens Justino lautete und er gab den Weg frei. Plötzlich glaubte er in der Dämmerung ein Gesicht zu sehen, ein Gesicht...! „Halt!" schrie er. Die galoppierten davon. „Schießt! Kerls schießt!" rief Jan seinen Soldaten zu und war mit drei Sätzen bei seinem Gaul. Ein paar Schüsse krachten in die Dunkelheit hinein, noch ein paar. Jan stob den Kugeln nach. Einige hundert Schritt weiter lagen zwei am Boden. Er sprang ab. Sie hatten Kugeln im Rücken. Der eine war tot, der andere keuchte schwer mit weitaufgerissenen Augen. „Mensch!" schrie Jan und schüttelte ihn, „wie hieß der Edelmann?!" .^^^Erwundete sah ihn an und bäumte sich und stieß um sich. Blut quoll ihm aus dem Mund. „Den Namen! Den Namen!" „Durante," stöhnte er und streckte sich und lag still. Jan sah sich um. Seine Leute stießen nach und nach zu chm auf müden Gäulen. Sie schienen auf dem weißen Min- cwnebel zu schwimmen, wie Gespenster. Hatte der Kerl, der zu leinen Füßen erkaltete, wirklich „Durante" gesagt oder hatten ihn Geister gerufen in dieser erdfremden Stunde? Durante! Nein, nein er war's. Es war Durante Er hatte es gesehen, sein gelbes hageres Gesicht mit den großen Augen. Und plötzlich erschien Jan das Leben noch eins so schön. Er lachte aus seinen Gedanken heraus und schlug seinen Wachtmeister auf die Schulter: „Ins nächste Gasthaus! Heut ist Festtag, grad fäll, mir s ein. Wir wollen feiern." — Nach acht Tagen fiel Governolo. Die kaiserlichen Bölkei schlugen ziver ungeheure Halbkreise um Mantua, die sich gegeneinander schoben und sich eines Morgens bei den Händer faßten wie Mädchen beim Rundtanz. Oh, welch ein schöne, Tanz wurde das! Seine Musik war das unaufhörlichc Krachen und Donnern der kleinen und großen Geschütze, in das d,e Musketen eifrig und vorlaut hineinknatterten. Mer- cy s Regiment griff zusammen mit den Regimentern Sulz und Penner die Vorstadt San Giorgio an, und bei diesem Kampf, der von derMorgenfrühe bis gegei, Abend dauerte war tß wo Jan nicht weit vor sich im Gewühl Durante sap Da rühmte er nch m den Bügel aus, legte die Hände an den Mund und r,ef: „Guten Tag, Herr Durante!" . Und sah ihn über die Köpfe der Kämpfenden hinweg Degen nach Jan hinüber. In der engen Vorstadtgasse konnte Jan nicht an ihn kommen, er hatte ihn durch Stunden inkmer im Gesicht, aber er kam ihm nicht näher. Am Abend zogen die Mantuaner sich hinter den Brückenkopf von San Giorgio zurück und seine Kanonen feuerten noch, als es schon völlig finster war. Am andern Morgen ritt General Collalto die Stellungen ab, hinter sich Oberst Mercy, der die Vorpostew- stellungen hielt, und Jan. Coltalto sah auf seine Geburts- ftadt mit kühlem, hochmütigem Gesicht. Er hielt sein Roß an: „Achtet auf meine Worte: Gradaus der Brückenkopf. Kann flankiert werden. In einer Woche fällt er. Dahinten die Giorgio-Brücke. Eure Aufgabe zuerst ist, zu verhindern, daß sie gesprengt wird. Daher: Nachdrängen sobald die Besatzung im Brückenkopf losläßt. Dann habt ihr links der Brücke am jenseitigen Ufer den Boloardo. Niedrige Mauern. Rechts das (ürstello di Corte." (Das letzte sagte er mit erhobener Stimme.) „Nur mit Sturmgerät zu erobern. Tie Dippel ist Sant Andrea; daneben, spitz, der Glockenturm." Und er hielt noch einen Augenblick und sah spähend nach seiner Vaterstadt hinüber, die in der silbernen Herbstsonne mit ihrem Reichtum an Türmen sich erhob. Dann gab er das Schußfeld für die Geschütze frei uno auf eine Handbewegung krachten die mit Vollkugeln geladenen Stücke gegen den Brückenkopf. Die herzoglichen Garden, dre den Brückenkopf hielten, wehrten sich wie Wölfe. Es verging kein Tag, an dem sie nicht mit Ungestüm ausfielen. Jan ließ sich die wenigen Gefangenen, die die Oesterreicher machten, vorführen, und er wurde nicht müde, nach Durante zu fragen. So erfuhr er, daß dieser Herr nach dem Befehl des Herrn Kardinals Ri- chelieu sich nach Mantua geworfen hatte, um die Verteidigung zu leiten. Er führte den Titel Oberst und seine Soldaten klebten ihm an den Fersen. „Ich muß ihn haben!" knurrte er. „Zackerbombenuird- flöh!" Er drängte sich nach vorn, sobald das Musketenknattern einen neuen Llusfall verkündigte. Und immer wieder kehrte er niedergeschlagen in sein Quartier zurück, ein zerschossenes Haus, das die Musketiere mit Binsenmatten gedeckt hatten und sagte zu Jos6 Maria: ^,Er ist wie der Teufel. Alle Welt redet von ihm und keiner kriegt ihn unter die Fäuste." Einmal war er ihm näher wie sonst. „Hierher Durante!" rief er. Ter lachte höhnisch und richtete die Pistole auf ihn. „Feiger Marodeur!" schrie Jan. „Degen heraus!" Ta krachte der Schuß. Jan warf sich blitzschnell hinter den Hals seines Pferdes. Der Gaul zuckte zusammen und schnob Blut. Jan richtete sich wieder hoch und rief: „Eine Heldentat für einen Obersten! Pferde töten! Kein Wunder, Euch hat ein Walfisch zum Obersten gemacht!" „Krach," sagte die zweite Pistole. Und „vorbei" rief Jan. Sein Pferd strauchelte, er riß es empor. „Du bist hoch gestiegen, Herr Oberst! Ich werde dich bald nach Höher steigen lassen!" Und er machte die Gebärde des Hängens. Aber da knickte sein Pferd mit den Vorderbeinen ein und stürzte hin. Jan griff im Getümmel einen ledigen Gaul, aber als er hoch war, zogen die Mantuaner schon wieder in den Brückenkopf. (Fortsetzung folgt.) vle vedeutung des Garlenbauunterrichts für die weibliche Jugend. Von Frau Ully Pfältzer, Lehrerin am Gießener Pädagogium'. Bedeutende Führer und Fübrerinnen der modernen Jugendbewegung haben schon lange auf die außerordentliche Bedeutung des Gartenbauunterrichts hingewiesen. In verschiedenen Landerz l eh u n As ([einten, sehr selten aber in höheren Schulen unserer Städte, sind iene Ermahnungen zur Tat umgesetzt worden und der Segen dieser frisch-fröhlichen Arbeit klar zu erkennen. Doch ist leider der Allgemeinheit die Notwendigkeit solcher Einrichtung noch nicht bekannt, notwendig und von allergrößtem Werte sowohl für die Gesundheit als auch für die Gesamtbildung unserer Jugend Ich möchte mich in folgenden Ausführungen nun hauptsächlich für unsere imigen Mädchen verwenden, für die zwar schon vi3 Atlant, — ich erinnere an die verschiedenen Kongresse und die häufigen Versammlungen von Lehrerinnen und Jugendpslege- rinnen —, aber doch noch herzlich wenig getan wurde. Wir finden -war hier und dort Wandervo^elgruppen für Mädchen und Pfad- finderinnenabteilungen, doch eme durchgreifende, streng geregelte. Tag für Tag festgesetzte körperliche BMtgung der schüpflichtigen A duck schulentlassenen Töchter gebildeter Stünde, wie sie die Garten- bauarbeü im Rahmen der Schule bieten kann, finden wir fast nirgend-. Es mutz aber unbedingt mehr für die Gesundheit als duch für die Erweckung der lebendigen Anteilnahme unserer weiblichen Jugend getan werden. Wir wollen kräftige, widerstandsfähige Frauen haben; wir wollen ferner Menschenfinder unserer Erziehung entwachsen sehen, die, obgleich dem leider oft mit Recht verspotteten schwachen Geschlecht angehörend, dennoch mit fiarer Ueberleaung und offenen Auges, selbständig oder als ebenbttrfiger Kamerad des zukünsfigen Gatten, durchs Leben gehen können. Zur Stählung des weiblichen Körpers, wie auch zur Heran bildung eines fiaren Blickes und einer vertieften Anteilnahme cm allem, was unsere Umgebung ausmacht, trägt in nicht geringem Maße die Gartenbauarbeit bei. Ihre naturgemäße Forderung ist die fortwährend wechselnde 'Körperbewegung, durch die jeder Muskel in Tätigkeit versetzt wird. Die oft einseitige Inanspruchnahme der Körperkräfte, wie man sie bei manchen Arten von Sport antrifft, wird hierbei ausgeschaltet. Bücken, Kauern, die verschiedensten Arm- und Beinbewegungen, Heben, Tragen, Springen, all dies wechselt ganz von selbst miteinander ab. Daß die hierdurch wieder notwendig gewordene sach gemäße lose Kleidung, die selbstverständlich das in den Entwick lungsjahren so überaus schädliche Korsett ausschließt, zum Gedeihen des jugendlichen Körpers beiträgt, braucht wohl nicht besonders erwähnt werden. Eine wohltuende Müdigkeit und infolgedessen ein erquickender Schlaf sind die unmittelbaren Folgen der Gartenarbeit; nicht darf aber auch der rege Appetit nach solchen Anstrengungen vergessen werden. Ein tüchtiges, sogar trockenes Stück Brot mundet dann besser als die feinsten Leckerbissen, mit denen unsere oft an Unlust zum Essen leidenden jungen Mädchen verzärtelt werden und die doch anerkanntermaßen der Entwicklung des Körpers fast gar nicht dienen, wenn sie derselben nicht sogar schaden. Der leider bei den Städterinnen so häufig anzutreffenden Bleichsucht wird hierdurch wirksam ent gegen gesteuert. Ern weiterer, nicht hoch genug einzuschätzender Faktor ist auch der regelmäßige Aufenthalt in frischer, gesunder Luft. Mit geröteten Wangen kehren die fleißigen Gartenarbeiterinnen heim und erfreuen ihre Mitmenschen schon allein durch ihr gesundes, blühendes Aussehen, das Vorrecht der Juaend. Welche Bedeutung der Gartenbauunterricht für die wissenschaftliche und hauswirtschaftliche Bildung unserer Mädchen hat, braucht wohl nicht eingehender erörtert werden. Viele sehr oft wohl dem Namen nach gekannte Pflanzen müssen gründlicher studiert werden; Lebensbedingungen, Pflege, Wachstum, Ernte der Gartenpflanzen und ihr Nutzen für den Haushalt werden jeder Schülerin durch eigene Anschauung und Arbeit bekannt. Auch das Gebiet der Tierkunde wird durch diesen Unterricht berührt, denn eine kluge Gärtnerin muß selbstverständlich auch die vielen ihren Pfleglingen schädlichen Tiere kennen, über ihre Bekämpfung und Vernichtung genügend Bescheid wissen und dieses. Wissen praktisch anzuwenden verstehen. Der Gartenbauunterricht gibt aber auch den Erziehern Gelegenheit, ihre wichtigste Pflicht gegenüber der ihr anvertrauten Jugend zu erfüllen: Erziehung zur Freude an der Arbeit. Dies Zwingendste Gebot für Eltern und Lehrern wird leider so oft unter dem Druck der Alltäglichkeit vergessen, leider aber auch zurveilen selbst in den Schulen. Die Mädchen lernen teilweise nur aus Pflichtgefühl oder aus Furcht vor Strafe; viele unserer Backfische kann der rein wissenschaftliche Unterricht nicht fesseln und befriedigen; sie sehnen sich nach praktischer Arbeit. Diese wird ihnen beini Gartenbau geboten. Mit Ungeduld erwarten sie die Stunde, wo es binausgeht in den Garten, wo sie graben, säen und pflanzen dürfen, wo sie die Früchte ihrer eigenen Hände Arbeit und Geschick beranreifen sehen und ernten können. Mit leuchtenden Augenl betrachten sie den offenbaren Erfolg; etwas, ich möchte saaen. Lebendes verlangt ihre Sorge und Mühe und zeigt sich danwar da- mr. Mit welchem Jubel Selbstgezoaenes begrüßt wird, wie keine Arbeit gescheut wird, die kleinen Pflänzchen zu prachtvoNem Gedeihen zu bringen — das haben wohl alle diejenigen an sich selbst erfahren, die schon einmal ein Blumenbeet oder aar einen Teck der GemüseanPflanzung ihr Eigen nannten. Freude, an der Arbeit, sogar an der zuweilen mühsamen und ermüdenden — hier finden wir sie? Wenn so unsere jungen Mädchen tagtäglich sich mit den wunderbaren Gebilden der Schöpfung beschäffigen können, dann wird in ihrem Herzen auch die Liebe zur Natur erzeugt. Woran sie früher oft achtlos vorbeigingen, was sie in ihrem Werte gar nickst zu schätzen verstanden, durch den Gartenbauunterricht wrtt> ihr Mae sehend und ihre Seele erfüllt von Bewunderung und Andacht vor so vieler Schönheit. Die Religiosität muß in unserem Volke neu erweckt werden, die Frauen müssen ihre Hüterin sein. Zu dieser Charakterbildung beitragen kann der Gartenbauunterricht infolge der durch ihn gepflegten engen, tiefinnerlichen Fuhüing mit dev Natur. D^s Ergebnis dieser Betrachtungen und ihr Schluß auf prak- sche Nutzanwendung fasse ich nun kurz in folgenden Worten zu- .nrmen: Wegen seiner großen Bedeutuirg für die Gesundheit, für leist und Gemüt der Heranwachsenden weiblichen Jugend darf der lartenbcnmnterricht im Lehrplan unserer modernen Mädchen* len nicht mehr fehlen. An und hinter der französischen 8ront in Zlandern. Schilderungen eines holländischen Kriegsberichterstatters. Von Amiens aus ist in den letzten Februartagen eine größere Anzahl von Kriegsberichterstattern an die französische Front gegangen, darunter auch ein Holländer, der jetzt über seine Erlebnisse dem Nieuwe Rotterdamsche Courant" einen fesselnden Bericht schickt. Die Kriegsberichterstatter wurden in zwei Gruppen geteilt, deren eine die Neutralen, die andere nur Untertanen der Verbündeten enthielt. Nachdem der Holländer eine kurze Spanne fteier Zeit vor dem Aufbruche zur Besichtigung der Kathedrale von Amiens verwandt hatte, ging die Reise in fünf Automobilen der Front entgegen. „Es ist eine eintönige Landschaft —" schildert der Holländer. „Wir nähern uns Flandern. Am Horizont eine wehmütige Erinnerung an unser Land. Eine Windmühle ragt über die Bäume empor. Sie ist in der Mitte eingeschnürt, trägt wkett einen weißen Kragen um den Hals und winkt uirs uiraus- hötlich mit den Armen zu. Gegen Abend kommen wir nach . . emer alten Stadt, wo die Verproviantierunasstelle des Heeresl ihren Sitz bat, das wir besuchen wollen. In dem alten Gasthofe, wo wir absteigen und wohin wir jeder: Tag zurücKehren soffen, ist eine Gruppe ftanzösischer und englischer Offiziere einquarfiert. Unsere Ankunft löst ein ziemliches Aussehen und sparsame Sympathie filndgebungen aus . . . Am nächsten Tage: ein Zug von sechs Autos fährt uns am frühen Morgen von . . . nach . . - dem Hauptquartiere des Generals de Maud'huy. Der Weg senkt sich in ein Tal und steigt dann plötzlich aus den Hügelkamm. Es hat nachts geschneit und gereift, die Sonne bescheint das Land und läßt tausend Kristalle in den Bäumen glitzern. Das Auge folgt den Linien der Felder, der Weiden, Brachen, der kleineu Gehölze, die alle mit einem feinen Reif bedeckt sind: irgendwo geht ein einsamer Pflug im Felde. In der Ferne heben sich die roter: Dachflächen eines Hauses von der violett schimmernden Erde ab. Große Kruzifixe säumen der: Weg, schmerzvoll sieht ein Heiland zum Himmel. Drei Raben sitzen aus seiner Schulter, und krächzend komntt aus dem Westen ein ganzer Schwarm der schwarzen Vögel, um seine Gefährten nach den Schlachtfeldern mitzunehmen. Im Tal stößt ein Schornstein Rauchwolken aus, beladene Züge verkclzren von der Front und nach der Front, die nicht mehr fern ist. In dem Stcüstchen, wo das Hauptquartier untergebracht ist, herrscht reges Kcmrmen von Automobilen und Wagen. Aul dem Marktplatze fegen deutsche Kriegsgefangene den Schnee beiseite. Ein paar Sttahenjungen werfen mit Schneebäffen nack) ihnen und werden durch drohende Bewegungen oder kräftige deutsche Flüche in die Flucht gejagt. Dann beffagen sich die Sttaßenjungen darüber, waS die Deutschen für „Hammes möchantS" sind . . Unserem Zuge haben sich drei Offiziere vom Stabe des Generals de Maud'huy angeschlossen. Wir warten in einem ffeinen Raume, dessen Wände mit riesigen Karten des umgebenden Gebietes bedeckt sind, auf denen affe Laufgräben, auch die des Feindes an* gegeben sind. Man hat sie auf Grund von Fliegerphotographien eingezeichnet. Plötzlich wird die Türe geöffnet. Ich höre ein« Stimme rufen: General de Maud'huy und ein nicht großer, lebhafter, noch fast jugendlicher Mann mit ergrauendem Haare kommt herein. Er begrüßt uns und versichert uns, daß er uns, soweit es irgend möglich ist. daS Frontgebiet zeigen lassen nrirb. Er hat ein freundliches Gesicht mit hellen, energischen Augen, ist sparsam mit Gebärden und höflich tm Ausdruck: er stammt vom bre- tontschen Landadel, und seine Vorfahren sind Seeleute gewesen Wal-rend des Krieges ist er vom Divisionsgeneral zu seiner jetzigen Stellung aufgerückt .... Wir besteigen wieder die Autos, die uns an die Front bringen werden. Gestern hat man durchblicken lassen, daß man uns vieffeicht in das Dort C. führen wird, das dadurch merkwürdig ist, daß ein Teil von französischen, der andere von deutschen Truppen besetzt ist. Man führt uns auf eine interessante Höhe, die eine strategisch b^eut- same Uebersicht gestattet, abgesehen von dem prächfigen Anblick der Landschaft. Die Autos machen Halt, und zu Fuß gehen wir auf einem Seitenwege nach dem Hügelkamm. Bor uns erstreckt sich das ebene flandrische Land, ohne Furche oder Falte; hinter uns liegt das anmutige Hügelland von Artois. Seit dem Oktober hält das französische Heer diesen Hügelkamm besetzt, während die Deutschen sich weiter weg in der Tiefe eingegraben haben. Links steht ein großer gelber Fesselballon am Himmel und bald steigt ein zweiter in unserer Nabe auf; rechts in der Ferne hängt ein deutscher Ballon in der Luft, und ganz rveit weg hört man das Geschütz. Hier ist alles ruhig, nur das Gerassel eines Maschinengewehrs unterbricht manchmal die Stille. Wir sind in der Nähe des Waldes von Bouvigny, rechts vor uns ist die Kavelle von Notre Dame de Lorette, die von beiden Seiten abwechselnd beschossen, genommen, aufgegeben und wieder genommen ist. Rechts sieht man das Dorf Earency, auf das während eines einzigen Tages die französischen Batterien eine unerhört große Anzahl von Geschossen geschleudert haben; seit dem Beginne des Krieges war ein solcher Geschützdonner noch nicht da. Aus der Ferne hört man das Geknatter der Maschinengewehre. Das Tempo ändert sich, denn die Ueberlegen- beit (?) des französischen Maschinengewehrs beruht gerade darauf, daß die Schnelligkeit der Schüsse willkürlich geändert werden kann. Pie interessanteste Art des Gebrauches, die man hiervon macht, ist. — 17 n — wohl folgende: die Bedienung des Maschinengewehrs, die sich ttt der vordersten Linie und in der Flanke des Feindes befindet, gibt durch willkürliche Aenderung des Ratterns des Maschinengewehres Morse-eichen für die rückwärts gelegenen Batterien. Selbstverständlich wird damit gerechnet, daß diese Zeichen, die „aeschickt werden", auch vom Feinde verstanden werden. . . Fern, dickt bei der Front, bewegt sich etwas im Schnee. Der Weg hebt und senkt sich abwechselnd, und schließlich erscheint ein Wagen, dahinter eine lange Reihe Soldaten, weiter eine Patrouille berittener Gendarmen. Der Wagen ist nrit allerhand Gerätschaften hoch beladen. Es ist eine Gruppe, die aus dem Schützengraben kommt. Die Männer grüßen ernsthaft. Ihre Gesichter sind abgemagert, doch sehen die Männer gesund und kräftig aus. Sie erzählen allerhand von der Kräste-t anspannung im Schützengraben, wo sie ein paar Tage ununterbrochen tätig waren. Nach einem Kriege von vielen Monaten, nachdem sie Regen, Kälte, Schnee, Eis und allerhand Entbehrung ausgehalten haben, und die Kameraden um sich haben fallen sehen, nachdem sie Artillerieseucr und Bajonettangriffe überstanden haben, sind sie noch guten Muts und munter. Allem es fällt auf, wie ernsthaft sie aussehen. Sie zeigen einen Ernst und eine Entschlossenheit, die vor dem Kriege niemand bei diesem lustigen und spotte süchtigen Volke erwartet hätte. . . vermischte». * Der Triumph des Periskops. Wir leben heute im Zetalter des Periskops, so schreibt Gino Calza-Bedolo in einem Londoner Briefe des Giornale d'Jtalia. Vor den: Kriege haben auch wohl Männer von akademischen Graden nichts vom Periskop gewußt; hatten doch die Deutschen seine Nützlichkelt der Kultur- weit noch nicht praktisch vorgestihrt. Jetzt gibt es in London kein Kaufhaus von Bedeutung, das nicht Periskope ebenso selbstverständlich auf Lager hat wie Rasiermesser. Nach den Anzeigen zu urteilen ist heute ein Periskop für das Leben ebenso notwendig wie eine Zahnbürste. Es gibt solche von allen Größen und in allen Preislagen, feite und tragbare, gerade und krumme, für das Land und für die Stadt. So bin denn auch ich in ein Kaufhaus in Bond Street gegangen, um mir den Gebrauch deS Periskops erklären zu lassen. Ich genierte mich ein wenig, nach den» Periskop- lager zu fragen, »vie jemand, der in einem Kanarienvogelgeschäft sich nach dem Preise eines Elefanten erkundigt. A»»f meine Frage aber erhielt ich die Gegenfrage: „Wüilfcht der Herr ein Periskop für den Schützengrabe»», ein Bootsperifkop oder ein Wohnungs- veriskop?" Als ich mich von meinem Staunen erholt hatte, sagte ich schüchtern: „Ich »nächte alle Qualitäten sehe»». . / Fünf Minuten später schwamm ich in eine»»» See von Periskopen. Ter Verkäufer erklärte mir, daß er im Durchschnitt fünf Schützengrabeu- periskope täglich verkaufe. Er pries seine Ware in allen Tonarten: »Sie werden begreifen, daß es sehr angenehn» ist, mit 40 Schilling die Haut einer lieben Person vor Schade»» zu bervahren . . Sehei» Sie, dies ist eii» billiger Typ. unsere eigene Erfindung. . In sechs Monnten, wenn der Krieg fo lange dauern wird, »vird jedes Paar Soldaten fein gutes Periskop haben, und dann »vird jeder Soldat in dem Schützengraben so sicher fein »vie 31 t Hause. Er braucht seinen Kops nicht inehr hera»»szustecke>» und den deutschen Kugeln auszufetzen. Sehen »ind selbst nicht gesehen werden, das ist das Geheimnis. . .* Als der Mann sich überzeugte, daß ich selber nicht für den englischen Schützengraben in Betracht kam, bot er mir, allerdings im ,ve»»iger zärtlichen Tor», das Hausperiskop a»»: »Sehen Sie, mit diese«»» h»er kön»»en Sie jede»» »»nliebsainen Besuch vermeiden. . / Ich wurde aufmerksam. Das HauSperiskop ist in der Tat ja nichts weiter als der modernste Ersatz für die „Spione" der g»«tei» alten Zeit, die Spiegel, die »»»an draußen a»n Fenster anbrachte, um die Straße z»» beobachten. In England ist die Anwend»»ng dieser Spiegel »»icht möglich, weil die Dienerschaft im Untergeschoß woh,»t und a»»S der Tiefe mit ih»n nicht sehen kan»», was oben vorgeht. Das Periskop hat das schwierige Problein gelöst; eS kann z»»m Untergeschoß »vie zum obersten Stock eines Hause- das Hera»»nahen des »»»»erwünschten Besuchers ohne weitere- melden. So hat das Periskop von den U,»terseebooten zu den Schützengräben, von den Schützengräben zu bei» Prioatwohnungen seinen Trinmphmg fortgesetzt, und es »vird überall in» tägliche,» Leben feine Rolle spielen. »Sehe»», ohne selbst gesehen zu werden," wird auch im Frieden viel Vergnügen machen, und die Fülle der Möglichkeiten, die sich hier auf allen Gebieten erschließt, ist garnicht auszudenken. . . „Such, Milo, such!" Lange bevor offiziell beim deutschen Militär KriegShnnde eingeführt wurden, was bekanntlich erst in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts geschah, gab es bei den Truppen vereinzelt H»»nde, die in Krieg und Frieden die Soldatei» begleiteten. So z»lm Betsviel „Milo voin 1b. Re- g»n»enl", der eine Kompagnie des 1 b. Jnfanterie-Regilnents in Minden in die Kriege von 1864, 1866 und 1870/71 begleitete und »nancbe g»:te Dienste den Truppen leistete. Er »var bei Beginn des SchleZwig-Holsteinischen FeldrugeS mit einem Splitter' im 33etn der Truppe zugelaufen, als drese irgendwo Rast «»achte; ein Weslsutc namens Milo zog den» Ht'.nde den Splitter heraus, wusch uud verband die Wunde, und der Hund, der nun nach jenern Soldaten benannt wurde, blieb auS Dankbarkeit bei der Truppe, zu der er in großer Treue hielt. Besonders verdie»»t »nackte er sich 1870 i»» denjenigen französischen Q»iartieren, ,vo die Leute alle Eßwaren vergraben, verma»iert oder sonstivie versteckt hatten und der Einq»»artierung die »»öttge Nahrnng vorei»thieltei». Ta »var eS den»» der treue Milo, der in Ha»»s, Hof »n»d Garten herum- scknupperte und jene Schätze zumeist schnell entdeckte. Ans den Befehl: „Such', such', M,lo, hier gibt's was zu essen!" »nackte er sich auf die Entdeck»u»gsfahct, und wei»n der braun »»nd »veiß gesteckte Hühi»erh»»nd n»it seiner Rute »vedelte, dan»» bra»»chte man nur der» Spürer» nachzugehei». In» Feldzüge 1866 hatte Milo ein ins Wasser gefallenes Kind vom Tode gerettet, wurde aber selbst i»n Gefecht bei Kissingen ver»vni»det »»nd lag sechs Wochei» im Lazarett neben einen» Unteroffizier seines Regin»ents. Auch im Deutsch-Französischen Kriege erkrankte er unb mußte der Behandlung eines französischen Tierarztes übergebe,» »verden. Doch konnte er glücklich mit seiner Truppe heimkehren und in Minden, geschmückt mit einem Eisernen Kreuz, das die Soldaten ans ge- fan»melten bleiernen Geschossen für ihr» gegossen hatten, mit der Truppe festlich einziehei», doch war er altersschwach. Indessen starb er erst, dank der treuen Pflege, die ihm in der Kaserne z»rteil »vnrde, i»n Januar 1876. • * Uebertrumpft. Bon dem kürzlich verstorbenen Florentiner Theateckritiker Jarro, der in ganz Italien bekannt und »vegen seiner scharfen Z»»»»ge gefürchtet war, erzählt ein Freund folgendes Gefchichtchen: „Ich traf ihn einmal in einer Schenke zusammen mit dem Marchese Torrigia,»i, einen» großen Jäger vor de»»» Herrn. Ma»» sprach vo>» der Jagd, »,,»d jeinand i>» der Gesellschaft, bemerkte, daß die Ktlnde des Lockvogelruss unter dei» Anhängern des edlen Waidiverks doch entschieden abnehme. »Ich habe einen Bekannten/ sagte da ein andere- Mitglied der Gesellschaft, das »vegen seines Jägerlateins berühmt war, »der den Ruf deS Distelfinken so a»»sgezeich»»et nachmachen kann, daß soiort, wenn er es tut, ganze Scharen von Vögele herankoinmen." »DaS ist noch garnichts, fiel da Jarro ein, »ich halte einen Freund, der, »venn er das Krähen de- Hah»»eS am Abend nachmachte, damit sofort die Sonne aufgehen ließ." _ Die Küche im Kriege. (Nachdruck dringend erwünscht.) Stock- oder Klipp sischfrikan bellen. V 2 Pfd. trockener Fisch. 2 alte Semmel, Pfeffer, 1 Ei, etwas Petersilie, 1 Eßlöffel geriebenes Brot, 60 Gramm Fett, 6 Eßlöffel Milch oder Wasser. Der Fisch wird 24 Stunden mit kaltem Wasser hingestellt, dann mit frischem kaltem Wasser aus den Herd gesetzt und lcurgsam gekocht, bis er ganz weich ist, dann von Häuten und Gräten befreit und sehr sein gehackt. Das in Wasser ausgeweichte und sehr fest ausgedrückte Brot wird mit 'Qn, dem Gewürz und dem Fleisch recht aut durchgearbeitet, von der Masse Koteletten geformt, diese in geriebene Semmel gewendet und in dem heißen Fett gut braun gebraten. Man gibt Kartoffelsalat dazu. Vüchertisch. — Meister der Farbe. Gen»älde moderner Meister in farbiger Wiedergabe. 12.Jcihrgang 1915. Inhalt des Januarheftes: F. Eourtens, Allee im Sonnenschein. Charles De Groux, Zu spät! I. Montigny, Belgischer Wi»»ter. A. Steven-, Ferne Gedanken. A. Baertson, Ansicht von Ge»»t. Kare! OomS, Verbotne Lektüre. Abonnementspreis des Heftes Mk. 3.—. Verlag von E. A. Seemann in Leipzig. Skat-Ausgabe. Nach den ersten vier Stichen 1 . besitzt der Spieler noch folgende Karten: Pique-König, -Dame -Sieben, Carrea»»-Aß, -Zehn und -König), wobei er noch einen Stich abzugeben hat. Gleichwohl gewinnt er das Spiel mit Schneider. — Wo sitzt der Spieler, »vas spielt er, wie sind die Karten verteilt und w»e ist der Gang des Spieles? 9 Auflösung in nächster Nummer. Auslösung des Arithmogriphs in voriger Nummer: 8 chach — Ohina — Heine — Ameise — Unna — lkssain — Wahnsinn — Eilen - Ischta — Aachen; Schaumwein. Schriftleitung: Aug. Goeh. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniverkitälS-Buck- und Eleindruckcrei. R. Lanae. Hießen.