Han von Werth. Roman aus dem Dreißigjährigen Kriege von Franz Herwig. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Am Abend zog das Kornett vor dem Zelt des Feld- kavlans auf. Gewichtig thronte in ihrer Mitte das Weinfaß. Jan hatte den Zeltvorhang zurückschlagen lassen und sah zufrieden aus die Zechenden. Die saßen am Boden. Von Lagerfeuern, die Jan nicht sah, sprühte zuweilen ein Schauer Funken über ihre spiegelnden Eisenhelme. Ganz fern am dunklen Horizont schwankte eine matte Röte hin und her, die zuweilen sich groß über den ganzen Himmel rockte: irgendwo in der Festung brannte es. Zuweilen brach im Kornett ein dröhnendes langanhaltendes Gelächter los; wenn es schwieg, klang von ferne der Gesang müder Soldaten, die von beu Schanzen heim kehrten. Ab und zu trat einer von Jans Kameraden ins Zelt, er erschien Jan riesengroß gegen den brandbeschiedenen Himmel, und hielt ihm den Becher hin. Jan nippte. Joso Maria saß schweigend am Bett. Da sagte Jan: „Gs ist nichts schöneres auf der Welt, als Soldat zu fein. Mitten im L^ben ist er, wo's am heißesten wirbelt und dicht am Tode. Lebe, Soldat, sagt der Tod, du weißt nicht, wann ich komme. Und er erlebt die Nacht wie nie ein Bürger. Der freie Wind weht mutig um seine Stirn. Und cs ist, als rvenn er die Stimme der Erde hörte, er und sonst keiner. Er berennt Städte und reitet übers Land. Er setzt durch Flüsse und klimmt über Berge. Das Leben ist ihm jeden Tag neu und immer macht er am Becher des Lebens die Nagelprobe, denn ihm über die Schulter greift wohl schon der Knochenmann nach dem Becher. Gerad so schmeckt er gut." Es war ein seltsam Wundern in ihm. Aber Jos6 Maria spottete: „Der nachdenkliche oder philosophische Soldat, oder Bellona in der Toga des Weisheitsfreundes. — Mir wär's anders wohlcr. Wo sind meine Bücher, Jan, wo die schönen Abende, die ich mit geistreichen Leuten im Gespräch znbrtngeu tvolltc, wo die königlichen Essen, zu denen man mich ein- geladen hätte? Wenn ich nicht diese dumme Liebe zu dir hätte, wär ich in Mus Jahren Domherr. Im übrigen irrst dn. Sprich deine Weisheit den Kameraden vor und sie lachen und sagen: Prosit Jan. Dummer Jan, der du deine Kameraden tiefsinnig findest!" (Jan schwieg verletzt. Aber lauge nachher sagte er leise und zuversichtlich: „Ich habe doch recht, Jos6 Maria. Sie emvfmden alle so wie ich. Sie wären sonst nicht dem Kalbfell gefolgt. Sie wissen'? nur nicht und machen kein Gerede darum." Der Abbe aber schien zu schlafen, denn er antwortete nicht mehr. Eines Tages starb Oberst Sturmius an seinen Wunden. Als Jan am nächsten Mittag die Trompeten hörte, die die Sturmius-Dragoner zur Totensolge riesen, litt es ihn nicht mehr im Bett. Er stand auf und legte die Montur an. Und als der Leichenzug durch die Lagergasse kam, trat er ins Glied, ohne Helm zwar und mit verbundenem Kopf, aber der war hochaufgerichtet. „Torr — Torrr — Torrrr," wirbelten dumpf die sechzehn Trommeln. „Torrr— rorrr — rorrr." Und langsam, mit festem Schritt, schweigsam wie Kar- thanser, aber die Augen fest gradaus, marschierten die Dragoner hinter der Bahre ihres Obersten. „Torrr — Torrr — Torrr," wirbelten die Trommeln, und mit leisem Rauschen schlugen die Reitersähnlein gegen den Schaft, wenn ein Seewind kam. Eine halbe Stunde über die grüne Ebene bis zu dem Dorf Middeldam, dort auf dem kleinen Friedhof wurde der Oberst begraben. Die Musketen donnerten dreimal, jedesmal wie ein gewaltiger Schlag, die Fähnlein sanken in den Staub, und dann ging's frisch ins Lager zurück. Der Generalissimus. Herr Spinola, ließ sie vorbei. Als er Jan sah, drohte er ihnl mit dem Handschuh. „Bist du wieder auf den Beinen? Dachte schon, ich sollte dein Pferd erben." „Pipen und Flöten, aber nicht mein Pferd!" ries Jan fröhlich und Spinola lachte, denn er verstand Spaß. s Hinter der Front der Spanier nach Breda zu streiften Trupps holländischer Bauern. Sie störten die Zufuhr und singen hier und da Wachen ab. Das dritte Kornett erhielt Befehl, Ordnung zu schassen. Jan ritt mit, jauchzend vor Lebensfreude, auf seinem Rappen, der unter ihm tanzte. Aber es gefiel ihm wenig, daß er und seine Kameraden mehr Henker als Soldaten sein mußten. Rings im Land hingen die Bauern am Baum wieKrammetsvögel. Da erhielt Jan die Erlaubnis, mit drei Kameraden neben dem .Haupttrupp als .Kundschafter einher zu reiten. Die Festung Breda war in bedrohlicher Nähe. Jan ritt mit seinen vier Pferden so ruhig aus der großen Landstraße von Hertogenbvsch nach Breda hin, als wüßte er eine ganze Armee hinter sich. So zog er eines Tages in das stattliche Dorf Koewarden ein, gab vor der Kirche ein paar Musketen- schüfst ab und ließ die ersten besten Bauern greifen. Darauf schwur er unter gräßlichen Flüchen und ließ sein Pferd sich bäumen, daß er alle Einwohner aufhäugeu, das Dorf aber an allen vier Ecken anstecken werde, wenn nicht fünfhundert Gulden Lösegeld in einer halben Stunde vollwichtig vor ihm anfgezählt würden. Die Bauern, die glauben mochten, daß die ganze Armee Svinolas heran sei, beeilten sich die fünfhundert Gulden zu schaffen. Jan band die Beutel zierlich an seinen Sattelknovs und ritt davon. 158 Als er so eine Stunde getrabt war, stieg vor ihm über der Landstraße Staub auf. Er ritt mit den Kameraden in ein dichtes Weidengebüsch am Wege und sah endlich ein halb Dutzend holländischer Reiter daherkommen, die eine vornehme Reisckutsche eskortierten. Da lachte er übers ganze Gesicht und schrie „Los!" Los ans die Straße, gespannte Musketen, krach, krach, denn drüben zogen sie; ein paar Pistolen knallten, dann war Jan heran und sein Degen biß herzhaft zu. Ein Kamerad Jans, ein Jülicher, der so fein singen konnte wie ein Mägdlein, siel. Aber von den .Holländern lagen schon vier im' Staub, die anderen rissen aus. Da ritt Jan an den Schlag und drinnen sah er eine Dame mit ihrer Zofe sitzen, die ihm blaß und unter strömenden Tränen die Hände entgegenstreckten. „Herr Kavalier", ries das Fräulein, „tötet uns nicht. Mein Vater ist der Kommandant von Breda, er zahlt Euch Lösegeld wie Ihr wollt." „Oh," machte Jan und steckte den Degen ein, „tvas das betrifft, so sind wir keine Wegelagerer. Aber wenn ich Euch raten darf, so steigt ans und macht den kurzen Spaziergang nach Koewarden zu Fuß. Denn wie ich schwören will, gehört diese Kutsche meinem Herrn General Spinola." „Ihr müßt Euch irren, Herr Kavalier_" „Zackerbombenundslöh," schrie Jan unb riß die Augen auf. Sofort gehorchten die Mädchen. Die vier Gäule wendeten und dann ging es im Galopp zurück. Am Abend kamen sie im Lager von Bergen an. Jan ließ die Kutsche vor das Quartier des Generals fahren. Spinola saß beim Abendessen. Jan ritt vor, Hand am Helm. >,Was bringst du da?" „Die Kutsche für Euer Exzellenz. Die Tochter des Kommandanten von Breda läßt sich Erich empfehlen." Ein lautes Gelächter brach los, Jan verzo^ keine Miene. i»,Jan," sagte Spinola. „Bursch, es jst das drittemal, daß du solchen Streich machst. Hüte dich vor oem vierteil, sonst mach ich dich zum Leutnant." „Bereitet immerhin das Patent vor", sagte Jan und wendete. „Wohin willst du?" „Mein Kornett suchen", und ritt davon. — Mit solchen Streichen war Jan gern bei der Hand. Man sprach im ganzen spanischen Heer von» tollen Hans, und da er immer brav Beute machte und seine Kameraden nicht dürsten ließ, gab es keinen, den man so gern hatte wie ihn. Aber mit dem Leutnant hatte es gute Weile. Der Sommer klomm aus die Höhe; Regen setzte ein. Regen, der eine Sintflut einzuleiten schien. Das Lager war ein knietiefer Brei, Seen standen in den Gassen und kein Zelt hielt mehr dicht. Wochenlang lag die Armee ohne Feuer, fast ohne Nahrung. Das Pulver konnte nicht mehr trocken gehalten werden. Zwei Ausfälle der Holländer mußten mit der blanken Waffe zurückgeschlaaen werden. Nur die Bergenscheu Kanonen donnerten noch, denn ihr Pulver lag in Kellern wohlverwahrt. Die Bomben schlugen mitten in den spanischen Stellungen ein und warfen wahre Sturzwellen von Schlamm und Schmutz umher. Die Spanier sahen Menschen nicht mehr ähnlich. Sie schienen allmählich sich zu Erde zu wandeln, woraus sie Gott geschaffen. Schließlich brachen Krankheiten im Heer aus. Als endlich der Regen nach sechs Wochen nachließ und die Sonne zum erstenmal am Abend durch die Wolken schien, sah sie aus bleiche, entkräftete Krieger und eine endlose Reihe nachlässig gehäufter Gräber, aus denen verwesende Glieder, vom Wasser sreigewaschen, starrten. Es dauerte aber nicht drei Tage, da schmetterten die spanischen Kugeln mit einer Wut, wie nie zuvor, gegeiv die Festung. Ueberall stiegen Brände auf; die halbe Stadt war Trümmer und Schutt und Spinola ritt jeden Tag mehrere Male vor das Lager, um die weiße Fahne zu. sehen, die doch endlich von der Groote Kerk flattern mußte. Er wartete vergebens. Daaegen begannen, wie es gegen den September ging, beunruhigende Nachrichten aus Deutschland und Frankreich -u kommen. Zwar hatte Tilly, der Feldherr der Liga, den tollen Christian und den Mansselder, die beide allern noch -um Winterkönig Friedrich hielten, bei Wimpfen und Höchst geschlagen. Mer diese verwegeireu Reiterführer hatten gesammelt was reiten konnte, und rückten in wilden Märschen den Rhein herunter, brannten im Kölnischen und Trierschen, brannten in Lothringen und eine französische Armee bildete sich, niemand wußte wozu. Es gab wohlunterrichtete Leute, die meinten, Richelieu und Ludwig, getreu ihrem alten, Haß gegen Spanien, sähen mit Vergnügen Spinola vor Bergen festliegen und wollten gemeinsame Sache mit den Holländern machen. Jan hörte das mit Entzücken. Ginge es doch nach Frankreich! Nur heraus aus diesem stinkenden Käseland! Aber plötzlich kam sichere Kunde: der Mausfeldcr und Braunschweiger rückten in Eilmärschen in Brabant ein, im Dienst des Oraniers. Da ließ Spinola 5000 Mann anssitzen, rosste an leichten Geschützen zusammen, was da war und ritt nach Süden, indem er das Kommando der Belagerung dem' Oberst Wessenberg übergab. Sie ritten in unerhörter Eile- tvas die Gaule hergaben, vierzig Stunden mit dreimaliger Rast, denn es galt, den: Feind den Uebergang über die Maas zu verlegen. Am Nachmittag des 6. September kam die Botschaft, daß Mansfeld und Christian schon über den Fluß feien* und aus Fleurns zogen. Da rasteten die Spanier, und am Morgen sahen sie auf den Höhen, die die Maas begleiten, die feindliche Borhut. Tie Spanier zogen sich eilig auseinander und standen lautlos, in fünf eisernen Reihen. Die Gäule ein wenig unruhig, die Soldaten mit starren, nach vorn gerichteten Gesichtern. Ueber die Hügel drüben quollen Wolken regelloser Reiterei, die stutzend hin und her wogten, verschwanden und in Ordnung tvieder auftauchten. Sie schoben sich langsam hügelab, hielten und verdichteten sich; die Sonne schien auf ihren Helmen und Kürassen. Spielende Blitze zuckten ans. Und immer war eilte große Stille. Plötzlich stieß eine Trompete drüben einen gellenden, langanhaltenden Schrei ans. Dann schmetterte es hundertfach. Die Lawine kam ins Gleiten, Sausen, Brausen und ergoß sich tobend, indes sechstausend krieggewohnte Männer aus vollen Kehlen ein rasendes Geschrei ausstießen, bergab, bergab. Da bliesen auch bei den Spaniern die Trompeten. Die Degen kreischten ans den Stahlscheiden und suukelten, erhoben wie Speereisen, über den Helmen. „Attackier, attackier, heute kommt der Tod zu dir!" bliesen die Trompeten. Und die Eisenmasse brach los, Standarten hoch, Jans Regiment am linken Flügel, Mordio, mordio! Rasseln, Klirren. Geschrei, Getobe, Schenkel ran, Zähne verbissen, so rasten die Linien auseinander los. Das Geschütz regte sich nicht. Auf einer Wiese krachten die Massen zusammen, im Ru in Hunderte. Tausende von Knäueln verbissen, die sich umeinander drehten. Hier ein Gaul, drei — Dutzende jagten reitertos umher, trabten im Kreis, oder, gewohnt der Zucht, galoppierten in das Gewühl zurück. Der linke spanisch Flügel drückte durch, warf den Gegner und knickte seine Linie ein. Jan mit gesträubtem Schnurrbart, seinen Stachel, an dem das Blut lief, ins dickste Getümmel tauchend. Mordio! Mordio! (Fortsetzung folgt.) Die Fra» des Feindes. Skizze von G. D r o s s e l. Es war schließlich nur ein unbedeutendes Erlebnis, das Ulrich Pslanzner begegnet war. Dutzenden von anderen Menschen wäre es geschehen, ohne daß sie einen Gedanken daran verschwendet oder ein Erinnern dafür gehabt hätten. Ulrich Pslanzner war aber ein Dichter, und was die Seele eines Poeten streift, weht nicht vorüber und sinkt ins Dunkel, es hakt sich mit feinen Wurzeln ins Gartenrcich der Träume, es blüht ans und erhält Dust und Glanz. Ulrich Pslanzner hatte eines Tages, nachdem er mit seiner Kompagnie schon alle die Mißhelligkeiten und Sonderbarkeiten! der Einquartierung in vernachlässigten und verlotterten sranzösd- scheu Dörfern erlebt, in denen die grundlosen Wege und die hinter den Häusern aufgestapelten Unrathausen zu den harmlosesten Unbehaglichkeiten gehötten. das Glück gehabt, ein nobles Quartier in einem alten französischen Schloß, zu den, man durch lveite Land- strecken einst blühender und jetzt verwüsteter Weinpslanzungen gelangte, zu erhalten. Schon die landschaftlichen Schönheiten aut dem Wege dahin hatten sein entpsängliches Herz, sein empfängliches Auge entzückt. Als er nun das Schlößlein selbst mit Türmen und Quadern durch Laubgehänge schimmern sah und ihm, als er den Schloßhof durchschritt, wilde Tauben vom Dachrand entgegen- slogen, als er den altertümlichen halb vertrockneten Brunnen erblickte und fern in den Parkwegeil sogar einen hochmütigen Pfau stolzieren sah, hinter sich mit königlicher Würde den aufgespannten gold, blau und grün flimmernden Fächer seiner Federn tragend, glaubte er ein Märchen zu erleben und schnurstracks aus das Schloß des schönen deutschen Dornröschens zuzumarschieren, die die liebste Marchenprinzcssin seiner Kuabenträume gewesen lvar. Und still wie in Dornröschens Schloß lvar es auch drinnen. Nach langeul Harren erschien zwar endlich der Besitzer, der Baron, der den rechtell Arm in der Binde trug und audj den rechten, augenscheinlich von einer Verwundung noch nicht geheilten, dick umwickelten Fuß schleppend' nach sich zog, mit höflicher, aber eisiger Miene, der ihm ein Zimmer inl Erdgeschoß, das sicher das Boudoir einer Dame gewesen, anwies, ihm jedoch auf seine Bitte um Dienstpersonal, das ihm bei der Reinigung und Instandsetzung seiner durch die Strapazen defekt gewordenen Uniform behllslich sein köimte, mit höhnischem Lächeln bedeutete, daß alle Bedienten das Schloß verlassen hätten. Daß dem üicht so lvar, stellte sich allerdings schon in Kürze heraus. NaMein Pslanzner im Keller einen jungen anstelligen Burschen in Tienerkleidung eiitbecft hatte und einer drallen neugierigen, Köchin, die er aus einem Gitterfenster Herauslugen gesehen, höflich aber energisch bedeutet hatte, ihren Thron am Küchenherd wieder einzunehmen, kamen 'allmählich von selbst aus verborgenen Winkeln eine appetitliche Zofe, ein alter Gärtner und ein Stallbursche hervor. Der Baron registrierte das Wiedererscheiuen seiner verleug- neten Dienerschaft nur mit seinem eisigen Lächeln. Sein Anblick war Pslanzner höchst fatal. Er fühlte den ingrimmigen Haß des Franzosen fast sichtbar auf sich niederstrahlen und gestand sich selbst ein, daß es ein Glück war, daß er erst jetzt im zwanzigsten Jahrhundert die notgedrungene Gastfreundschaft des Edelmannes annehmen mustle. In früheren weniger skrupellosen Zeiten, etwa im dunkelsten Mittelalter hätte sich dieser sonst durchaus ritterliche Baron wahrscheinlich nicht gescheut, den feindlichen Gast für Lebenszeit in einem Kellergewölbe seines Schlosses anzuketten oder ihn sonst durch Gift oder Dolch aus dem Wege zu bringen. Der unheimliche Aufenthalt aber begann für ihn an Schrecken zu verlieren, als er zum erflcnind die Dame des Hauses sah. .Er wußte ich vor-!Staunen schier nicht zu fassen, als er sie erblickte. Er hatte ich die Gattin des Barons als eine pompöse Landedelsrau mit unonischen Formen, etwas vom Glanz der Sonne der Provence n den mütterlichen Augen, vorgestellt. Die mädchenhafte Frau aber mit dem hellbraunen, kranzartig von Flechten umrahmten Kopf, mit dem hellen seinen Antlitz, dem kindlichen Munde und den großen blauen Augen erschien fast wie eine Deutsche, erschien ihm so sehr als eine Deutsche, daß er sich verwunderte, als sie, da er sie unwillkürlich mit ein paar höflichen deutschen Worten, anredete, ihm aus französisch bedeutete, daß sie die Sprache zwar' verstäube, sich aber gar nicht oder doch nur höchst mangelhaft und ungeschickt darin ausdrücken könnte. Weitere Fragen an sie, die er aus der Zunge hatte, vereitelte das Hinzukommen des Barons, der mit einem feindseligen Blick das Zusammensein seiner Frau mit dem deutschen Offizier beobachtete. „Margot, komm bitte einen Moment zu mir und schreibe einen Gruß an meinen Brief an Henri bei/" sagte er auf Französisch zu seiner Frau und nahm rasch ihrem Arm, sie mit sanfter Gemalt da voi«zuführen. Margot ging. Im Vorwärtsschreiten aber wandte iie noch einmal lächelnd das Haupt zurück. In ihren schöllen blauen Augen glaubte er die Bitte zu lesen, die Unhöflichkeit und Sonderbarkeit des Gatten nicht ungnädig aufzunehmen. Margot war es allein, die ihm den allmählich unerträglich lverdenden Aufenthalt freundlicher gestaltete. Der Baron mx ia Alt klug und gesellschaftlich zu verbindlich, um direkte Feindseligkeiten gegen ihn oder direkte Beleidigungen zn wagen. Mer Pftanzner spürte ständig seinen heimlichen Haß, seine heimlich knirschende Ohnmacht, die sich nicht befreiend entladen durfte. Wo er dem Gast einen Tort antun, ihn in seinenr Deutschtum kränken vouute, tat er cs. Die Dienerschaft, die ihm zuerst seines höflichen und freundlichen Wesens halber ganz willig und zuvorkommend entgegeugekommen war. begann, aufgestachelt durch den Baron, auch wieder Bockigkeit und Feindseligkeit zu zeigen. Wenn Pslanzner die versteckten Bosheiten uild Kränkungen des Barons mit aleicher Münze heintzahlen ivollte. sahen ihn die blauen Augen Margots mit rührender Bitte an. Tann bezwang er sich, kämpfte seinen Zorn nieder. In seinem Zimmer aber fand er nach solchen Szenen immer einen Gruß, eine stille Aufmerksamkeit, mit der ihm Margot ihren Dank bezeugen wollte. > Entlveder ein Schüssel- Sen mit einem Leckerbissen, den sie. wie er wußte, selbst zubereitet batte, oder eine Kristallkaraffe mtt altem Burguildernnin, eine Base mit ein paar Blumen oder auch ein in Seideudamast gebundenes Büchlein mit alten französischen Volks und Liebesliedern, die ihn sehr interessierten. Er mußte sich etngestehen, ihm lvar noch nie ein Mädchenbild von fo zarter Schönheit und Holdseligkeit, von solcher Feinheit und Seelengüte begegnet wie die Frau seines Feindes. Die erschien ihnr nebelt dem Uithold lvie eine Lichtgestalt, auf Erden gesandt, jedem der litt, Trost zu spenden. Eines Abends aber machte er eine Elttdeckung. die ihn bald überraschte, ihnr andererseits aber die Richtigkeit seines ersten Eiitdrucks zu bestätigen schien. In einer Lade des Damenschreibtisches in seinem Zimmer fattd er, als er beim Briefeschretbcn nach einem Löschblatt suchte, eine Elsenbeinmalerei, die er im ersten Augenblichfür das Bild Margots hielt. Als er genauer Ansatz, bemerkte er allerdings, daß das Bild, so ähnlich es ihr auch war, doch viel fremde Züge hatte. Die Brauen waren höher geschlouugen und lveiter ausetnandcrgcrückt, die Nase gerader, der Mund voller und die Gestalt frauenhafter. Haar und Augen aber waren licht und hell lvie Margots, der Ausdruck des Gesichts lvie der ihre von einer reinelt Güte, lvenn auch von einem schwereren und nachdenklicheren Ernst. Als er aber das Bild umwaltdte, fand er auf dem Karton, der in die Rückwand des Rahmens eingelassen lvar, zu seinem Erstaunen goethesche Verse. „Wer nie sein Brot mit Tränen aß, Wer nie die kummervollen Nächte Auf seinem Bette weinend faß, Der kennt euch nicht — ihr himmlischen Mächte." war da hineingeschrieben in feiner zierlicher Frauenschrist. Darunter stand Datunt und Jahreszahl und der Name „Margarete". Der Fund erregte ihn aufs höchste. In einer Mendstunde gelang es ihm^der Baronin auf den Wegen des Parkes zu begegnen. Langsamen Schrittes, bleicher und schwermütiger als sonst, lvie ihm schien, lvaitdelte sie durch die Alleen, begleitet von ihrem großen, prachtvollen Hund. Selbst das Tier knurrte ihn feindlich an. als er herantrat. Er lächelte ein wenig spöttisch. Das einzige Licht in diesem Lande, das freundlich aus ihn ntederglänzte, war der Strahl aus Margots güttgeit Mtgen. Glücklich^ neben ihr herschreiten zu können, ging er au ihrer Seite. Sie näherten sich schon dem^Hause, als er erst den Mut fand, von seinem Fund zu sprechen. Sie neigte traurig das feine Haupt. Ein paar Sekunden schwattg zwischen ihnen ein fretndes ttnd sonderbares Schweigen. Ta standen sie an der Terrasse. Sie schlattg den violetten Seidenschal über ihren Schultern fester zusamuten, als fröstelte es sie. Sie reichte ihm die kleine tiihle Hand. Tränen schimmerten in ihren Augen. Dann sagte sie leise: „Das Bild, das Sie fanden, ist das Bild meiner Mutter. Sie war eine Deutsche, sie liebte ihr Heimatland, das sie nach ihrer Heirat niemals lviedersah, mit ihrem ganzen Herzen! Hier lvar immer die Fremde für sie! Sie hat viel gelitten — mehr noch als ich!" Bevor er etlvas entgegnen konnte, hatte sie sich schon von ihnr gewandt. Ms hätte sie zuviel gesagt, floh sie angstvoll die Terrasse hinab. Der Hund stürmte ihr in langen Sätzen nach. Pflanzners Herz schlug plötzlich mit raschem und glückhaftem Schlag. Nu« war sie also im Grunde eine Rose seines Landes, die Frau seines Feindes, die er verehrte. Was hatte sie ihm an- gedeutet? Was hatte sie verschwiegen? Geheimnisse, die sie nicht enthüllen durfte, schienen ihm auf dein Grunde ihrer tränenschim- mernden Augen, ihrem wehmutsvollen Lächeln gelegen zu hadert. Er ging noch lange träumend umher in den dunklen Alleen. Er war viel erregt, um schlafen zu können. O, dürfte er mit vorsichtigen Händen die deritsche Rose aus dem fremden Erdreich lösen, sie einsenken in Hcimatboden! Wie würde die blasse erglühen und wacküen und mit Begierde den Atem der deittschen Luft in sich trinken. Er begrüßte am anderen Morgen ungeduldig den neuen Tag. Er mußte Margot sprachen. Mußte mehr hören von dem Schicksal der schönen Deutschen, die an der Seite eines reichen Gatten in Frankreich lebte und doch nicht die Sehnsucht nach der Heimat überwand, doch unglückselig lvar! Es durchschanerte ihn, lvie er jetzt in der Morgensonne noch einmal niedersah auf die zitternde Schrift der Worte: „Wer me sein Brot mit Tränen aß . . Die Baronin aber kam den ganzen Tag nicht zum Vorschein. Auch in den folgenden Tagen gelang es ihm nicht, sie auch nur von ferne zu erspähen. Auch der Baron blieb unsichtbar. Nach ihm wagte er schließlich den Gärtner zu fragen. Der streifte ihn mit einem mißtrauischen Blick. „Der Herr wäre verreist," brummte er. „Würde aber in jedetn Augenblick zurückerwartet." Am Meud saß ihm der Baron auch lvieder beim Mendessen gegenüber mit einein noch böhnischeren und fataleren Lächeln als sonst. Bald wußte sich Pslanzner die Eigentümlichkeit dieses Lächelns zu deuten. Die Baronin sah er nicht mehr lvieder. Von der Dienerschaft erfuhr er. daß der Baron mit ihr in erster Morgenfrühe zur Station gefahren war. Die Zofe flüsterte ihm sogar mit mitleidigen Blicken zu, daß die junge Frau sehr geweint hätte, als sie ihr das Reisekleid geschlossen habe. Was geschehen lvar, erfuhr Pslanzner nicht. Hatte der Baron gemerkt, daß Margot dem Deutschen, den er haßte, mit Güte entgegenkam. daß sie sich vielleicht schützeitd vor ihn stellte, lvenn er Böses gegen ihn tm Schilde führte? Hatte er Angst, die deutsche Rose »volle sich lösen auS der blutigen Erde Frankreichs, die das Lebensblut der Söhne ihres eigentlichen Heimatlandes purpurn färbte? PslanznerS Aufenthalt in dem Doritröschenschloß lvar zu Ende. Weiter ging eS inS Land hinein. In Schützenaräben brachte er das Leben hin. Das forderte die ganze Kraft seiner Sinn.^ seiner Nerven. Selbst zum Träumen wurden die Gedanken zu matt. Als Schwer verwundeter lvurde er, als eine Kugel ihn getroffen. inS Lazarett gebracht. Die Aerzte gaben ihn verloren, aber seine junge und gesunde Nattir rang sich zum Leben durch. 180 Jus Feld aber konnte er nicht mehr -reden, irr kehrte wieder em in sein Elternhaus am Rhein, griff «Hebet rum Manuskript und zur Feder, die er forlgelegt. als er zum Kampf hmausgezogen. DaS erste, was er schrieb, n»ar dem Gedenkender Frau geioeiht, die sein Herz noch in der Erinnerung mit Dankbarkeit und glückhaftem Zauber nnuvob. Er schrieb die Geschichte von der deutschen Rose, die vor Sehnsucht verdorren mutzte im fremden Land. VermiS^tci. * Tastenzeitgebote, Ter ehrsame Rat von Nürnberg hielt, je lebenslustiger die Bevölkerung der blühenden Reichsstadt während der Faschingszeit war, um so strenger darauf, dag i'uguS und lockeres Leben während der daraui folgenden Wochen etngedännnt wurden, und zahllos sind die Strafen, die er wegen Uebertretung ferner Aufwandsgesetze verhängte. Junge Da,neu, die seidene Schleier getragen, Patriziersöhne, die zu lange Satteldecken führten oder sich ein zu kostbares „Wammes" ge- leistet hatten, mutzten alle so und fo viel Gulden oder Ps»ind Heller zahlen. Beispiel« finden sich in den Akten genug vor. Sa wurde 143b durch den Büttel HanS Hartlieb als Gebot deS Rates auSgerui.n, »dah sich zirr Faste»,zeit nie.nand mit seinem Antlitz verkehren' solle." Daher wurde ,\ Franz. Hans und Philipp Birk» heüner um 1b Pfu»ld gestraft, weil sie »roch am Aschern,itlivoch wider der Stadt Gebot 0 tm pöctlet» gelausten" (b. l). wohl eine BockS oder Satirmaske getragen bauen,. Während der Karwoche gar duckte kein Wirtshaus besllcht werden, und alliährlich wurde dies aufs neue durch einen Büttel von der Kanzel herab verboten. * Parts fängtau zu lesen. Paris hat jetzt.so wenig andere Vergnügungen, datz es sich wohl oder übel zu dem bescheidenen Vergnügen de- Lesens von Büiern bekehren muh. T»e Statlitiken der Pariser Stadtbüchereien weisen eine auffällige Zunah,,»e der entliehenen Bücher auf. In den elfte,! Monaten deS Krieges, im August und September, war Paris so sieberhast er- reut, bah man nur die täglichen Berichte der Heeresleitung las. Die Zahl der auSgeliehenen Bücher ging in dieser Zeit bei den Stadtbibltotheken aus unter 40 0i>0 zurück. Fm Januar aber war d,e Zahl der in diesem Monat entliehenen Bücher auf ILLE gestiegen, und diese Zister ist beträchtlich höher als die in dem ent- fvrecheuden Monat der Jahrr 1913 und 1 14. Sie steigt seitdem noch weiter. Ta die meisten dem Pariser vertrauten und gewohnten Unterhaltungen kehlen, da die Ea'SS und Restaurants sehr krüh schlienen, so mutz er seine Abende in der Stille keines Heims verbringen unb sucht sich die Langeweile durch Bücher zu vertreiben. Merkwürdigerweise ist es gerade der 80. Bezirk, in de,n last »rur Arbeiter wohnen, wo die Ausleihezister am stärksten gektiegen ist, während der 1. Bezirk, in dem die Akademiker und Gebilde«« überwtegen, am wenigsten nach Büchern fragt und die geringste Ziffer tn der Statistik ausweist. Die Küche im Kriege. (Nachdruck dringend erwünscht.) »artoffelauslaus 3 Pid. Salzkartoffeln (heiß durchgestrichen), 40 Gramm Fett, 1 Teelöffel Salz, 90 Gr. Lüsereste, V« Üiter saure Milch. Die durchgestrichenen Kartoffeln werden mit Salz, dem flüssigen Fett, dem geriebenen Käse und der sauren Milch gut durchgearbeizet, tn eine Auflausform getan und eine Stunde gebacken. Sehr i Heldenlahrten eines Hilfskreuzers, van Erlebnisse!, im Unterseeboot 1914, von der Maiennacht auf der Themse, von der Versenkung der „Gneiseiiaii" im Haken vo»i Antwerpen Belehrende Artikel in grober Zahl erhöhen deii Wert des Kalenders. Genannt seien : Geheunrat Paasch«: Was ni»t Tsingtau verloreii ging: General der Infanterie von Blume: Truppcnbesörderung mH Schiffen: Kapitän z. S. Türck: Die Seeschlacht: Kapitän Biedermann von Sonnen- bera: Fliegerkampf zur See 1914. Ferner enlhäli das Buch novellistische Beiträge von Jda Bon-Ed: „Halbnock", ergreifende Erzählimg ans dein Leben der Kaiserlichen Marme: Kapitan z. S. Pmdier: Leiden »>nd Freuden der Flotten Rekiuten: E. von Her-feldi „Ter Seekadeit und feine Ausbildung" und zahlreiche alidere ln- terestame Erzählungen und lelehrende Artikel. Besondere Aukmerk- samkett ist aber selbstverständlich dem statistischen Teile gewidmet. Ec billigt ein vollständiges Verzeichnis der deutschen Kriegsschiffe Uild Hilfskreuzer mit Angabe der Grobe, Wasserverdrängung, Pferde- kra'te, ^Anzahl der Schrauben, Gesch>vlildigkelt,Arnnerii!lg,Besatzungs- stärke, Maschlnenrei eslrecke, deS 'Alters iistv. nfin. Sodann eine BeförderungStabelle für alle Dienstgrade, vorn Obermatrosen biö zum Admiral, von, technischen S kretär biö zum Oberbaurat. AuS- luhningen über Gehalts- und Lohr,„ngSverl)ältnisse bei der Kaiser!. Marme usw. Dem Werke sind ersret.lich v,el Bilder »»nserer bekanntesten Marinemaker in sehr qntcn Reproduktionen eln gefügt, ©o ivird auch dieser fünfzehnte Jahrgang zu den alten Freunden viele neue hnizugewinuen und ein deutsches Hausbuch im besten Sinne sein, aus dem Jung und Alt Anregung und Belehrung, Unterhaltung urrd nrbauung zu schöpfen vermögen »rach Herzenslust. — K r t e g S n u m m e r 3 1 der „Illustrierten Zeitung" (Verlag ?. I. Weber. Leipzig». - Die ueue Nummer befatzt sich in der Hauptsache mit deir Kämpfen der deutschen und onerreich sch-ungarischen Armeen gegen 9^alland. Ein ausaezeich-- netes dopoelselttgeS Bild Felix Schwormnüdts rergegenivärtigt die denkwürdige Lzene, wie der Kater nach der Winterschlacht in Masuren mit tljn umjubelnden Gruvoen der siegreichen.'lrmee mH P* ,M Marktplatze tn Lyck zusammentrifft. An grüneren Bildern seien ferner erwähnt: Dculscher Sturmangriff tu Ruistsch-Boten, von Professor G. Tipvel: Rückzug der Rlisten auS der Bllkoivina, von A. Reich; Elnzrig der österreichisch ungarischen Trnvpen in Ezernoivitz, von W. v^ause, der ancti mit einigen kleineren siotten Bleistiftskizzen vom gatizischen Kriegsschauplätze ve:treten ist. An kleineren Bildern sinden wir einige Zeugmste russischer.Kultur", »nie sie sich bei ihrem letzten Einbrüche tu Ostpreunen offenbart bat. und eine ganze Anzahl Bilder auch vom »venlichen Kriegs» schauplatze. u. a. zwei ans ..feindliche" Kreideerde gezeichnete Skizzen von O. I. Olbertz, Schanzarbeiten bei Nacht darstellend. Neben emigen gröberen Bildern aus dem Westen, u. a. anch von H. v. Hapek, erwähnen wir von den interessanten Textbet ragen die folge»iden: A. v. Gleichen-Rutzwurm „Vom deutschen Element tn Flandern", H. H. HmrichS-New York.Amerikanische Stimmungen während des Weltkriegs", F. MewiuS „RnsilandS neue Verkehrswege zum Westen und zum Eismeer" und Wirkt. Geh. Rat Josef Szterenyl „Ungarische KriegsfürsorgeV Eine ausgezeichnete Relief» karte vom Argonner.vald gibt eine anschauliche Darstellung der dort erzielten deutschen Erwlge. — Preis der N»,mmer 1 Mark. BiertetfahrSabonnenient 9 Mark. Silbenratfel. alt, der, bergh, che. doli, ei, erb, gt, ing, ifch, le, ött, ren. ri, fche, fen, sil, tib. Aus vorstehenden Silben und Buchstaben sollen acht Wörter aelildet und derart unter einander gesetzt werden, bah dt« Anfangsbuchstaben. von oben nach iinten, und die Endbu.i staben von unten nach oben gelesen, das Ziel vieler VerguttglmgSie,jender bezeichnen ES bedeuten aber die einzelnen Wörter Folgende-: 1. Ge ehriaen Vogel. 2. Baprfichen Wallfahrtsort. 3. Edles Metall. vücherlijch. — Das neueste Heit derK un stzettf chrift „M etster der Farbe", die nunmehr fett 12 Jahren im Verlage von E. A. Seemann tn Leipzig erscheint, bringt einen sehr tnterestamen Auf- katz über Lodz von Grete Waldau. Dre „Aieister der Farbe" sind ein Unternehmen zur Verbreitung guter zeitaenössicher Kunst durch Wiedergabe hervorragender Gemälde in^de,, natürlichen Farben der Originale. Preis des Heikes mit 6 Widern und Text Mk. 2. - im Abonnement aus einen Jahrgang von 12 Heften. - «öhlerS Illustrierter Deutscher Flottenstal e n de r fü r I 9 1 b (300 Seiten Umfang mit b Kunstbeilagen und 13, Abbildungen, begrüildet von Konter-Admiral Vlüddemann erlegt he. W ilWlm Köhler, Vaterländische Verlagsanstalt. Minden W.), ist am 27. Januar auch für da- Jahr 191b erschienen. 5. Türki'che Stadt. 6. Einen Banm. 7. Deutschen Dichter. 8. Nahrhafte Hnlsenfrüchte. Auflösung iu llächster Nummer. Auslösung des Rösselsvrungö in voriger Nummert Denn die Unsterblichen lieben der Menschen Weitverbreitete gute Geschlechter Und ste fristen das flüchtige Leben Gerne dem Sterblichen, wollen ihm gerne Ihres eigeneil ewigen Himmels MitgeniekendeS fröhliches Anfchali'n Eine Weile gönnen und lasten. Goethe. Schrfstleitung: Aug. Goeh. - Rotationsdruck „nd Verlag der Brühl'schen Univerfltäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange. Gießen.