Jan von Merth. Roman aus dein Dreißigjährigen Kriege von Franz Herwig. (Rachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Aber Jan war eigensinnig. Es waren so wenige Leute in der Kirche, und man konnte doch ein wenig plaudern! „Laß mich wissen, ums dich druckt. Laß mich mit dir gehen und ein wenig bet dir sein." „Nein, nein," flüsterte sie, „nicht heute abend. Ich bitte dich, schweig." Und sie sah sich erschreckt um, als fürchtete sie, daß jemand sie belausche. Ein wenig später drehte auch Jan seinen Kops und blickte sich um. Aber hinter ihnen war niemand, nur ganz hinten, bei dem großen Bronzeengel, standen die zwei Kavaliere, mit denen er aus der Straße zusnmmcngetrosfen war. Pah, die! Und seine rechte Hand riskierte einen kleinen Spaziergang, senkte sich in das Dnnkel uit-b tauchte mit erstaunlicher Sicherheit, obgleich Jan starr nach dem Altar sah, gerade da wieder aus, wo Griets Taille den letzten entzückenden Knick nach vorn machte. Aber in demselben Augenblick erhob sich Griet hastig, seine Hand sank betrübt herunter, und indem Griet so tat, als wenn sie den üblichen Knicks vor dem Altar machte, raunte sie schnell: „Schwörst du, daß du mit' treu bist „Bon Herzen, süße Griet." „Dann komm morgen abend wieder." Und damit war sie fort. Erst jetzt dachte Jan an Frau Joseph«, aber der Treuschwur war ihm so schnell entschlüpft! Immerhin mußte er es beichten; eine Sünde war es Zweifel los. Und es erstaunte ihn gewal.ig, wie schnell man zu einer Sünde kommen konnte, ucs war dies wieder ein Zeichen dafür, tute wütend der Böse hinter der armen Seele heu war. Und das machte ihn so beklommen, daß er schließlich in die rechte Stimmung kam, um ganz zerknirscht den Gärig nach dem Beichtstuhl autreteu zu können. Aber noch zerknirschter war er, als er eine Stunde später wieder auf die finstere Straße hinaustrat. Poppen und Pojaz, halte der Pater ihm den Kopf gewaschen! Und er sollte Frau Josepha zu ihm schicken, und sie sollten das Aufgebot bestelle», oder Jan sollte aus Köln heraus. Das wäre ja ein recht christliches Luderleben, Heilige drei Könige? Jan ließ den Kopf hängen und warf ihn wieder in den Nacken, gerade wie die Gedanken ihn stießen. — Ja, ja, ich bin ein Sündenlümmel, und ich muß die Josepha heiraten, und am Hochzeitstag muß ich einen Steingutkrug auf ihrem Kopf zerschlagen, sonst macht sie'S bei mir so. Und Griet, die süße, kleine Griet, das holde Püppchen mit den Rehaiiigeu? Er hatte ihr Treue geschworen —» aber der Josepha auch. Und ich heirate die Josepda nicht, nein! —, Ach, war' ich doch bei den Dragonern; die lagerten jetzt schon um schwelende Feuer, und der Krug ging rundum. Die Schildwachen riefen in der Ferne, und im Zelt des Obersten sangeil die Herren Offiziere. — Sicher hatte die Josepha ihn mit Absicht zur Beichte geschickt; so schlau war sie, um ihn und seine Gefühle ein loenig in Schwung zu bringen. Schließlich — er wurde Wirt im „Mauen Häht". Er zupfte gedankenvoll an seinem Schnurrbart. Wirt zum „Blauen Hecht!" Und es gab einen Menschen, der sich dagegen sträubte, und der Esel, wahrhaftig der Esel, war er, Jan von Habenichts. llud er tolterte wie trunken durch die Gassen und hatte die Kappe im Eieilick, und es gab keinen Menschen auf Gottes Welt, mit dem er so unzufrieden war wie mit sich selbst. Er riß die Tür zum „Blauen Hecht" auf, daß die Kliugel entsetzt schrie und sich minutenlang nicht beruhigte, und als er den Bürgertabak roch und sie sitzen sah mit dem protzigen Kinn und dein dicken, selbstgefälligen Gerede, da schmiß er seine Kappe hinter die Theke und griff erst einmal nach seinem geliebten böhmischen Humpen, ehe er sich so weit in Gewalt hatte, um störrisch der Josepha einen guten Abend zu wünschen. Da fragte sie ihn schon, ein wenig lächelnd, wie ihm schien, ob er gut davongekommen wäre. Er sah sie nicht an, murrte: „So, so," und machte sich an die Arbeit. —i Da, wo die Wendeltreppe im Zwischenstock verschwand, hauste die große Amsterdamer Uhr. Erst kam der Apostel Andreas, und es schlug acht. Dann kam der Apostel Bartho- lomäus, und es schlug neun. Und das war das Zeichen für Frau Josepha, 311 verschwinden, llud dann brachen langsam die Gäste aus, sie gingen paarweise und trampten sckiver- fällig. Als die Letzten gegangen waren, kam der Apostel Johannes, den Jan besonders liebte, einmal, tveil er sein Namenspatron war, rmd ferner, weil es bei seinem Kommen zehn schlug, das Zeichen für ihn, die Haustür zu schließen und die schwere Eisenstange vorzulegen. Darm ließ er eine Fünfrnaßkanne langsam vollausen, nahm die Lampe und ging leise über die Diele nach hinten und ans den Hof. Ah, Jose Maria war schon daheim; das kleine Fenster- chen über dem .Holzstall war hell. Und zum erstenmal heute lächelte Jan zufrieden und schob sich die Leiter empor. Er druckte durch die Falltür in der großen Kammer aus, die kein arideres Gerät hatte als eine zerbrochene Bettstatt und einen Stuhl, dessen Schilfsitz zersetzt war. Die Balken an der Decke rvaren mit Spinngeweben geschmückt, die wie schwarze Bärte herabinngen und sich, wenn man ging, unwillig bewegten Der .Herr dieses Ge- machs trug die Soutane, war ein schlanker Jüngling von sechsundzwanzig, mit kühlen und schönen Zügen und nahm, als Jan eintrat, sofort zwei Rapiere von der Wand, die dort neben zwei sorgfältig cingesetteten spanischen Degen hingen, und gab Jan das eine. Beide setzten sich schweigsam dicke Filzhüte auf, stellten ein Bein vor, und der Abvö rief: „Los!" Die Eisen rasselten gegeneinander. Unter den stampfenden Sprüiigen der Fechter krachten die Dielen. Staub stieg auf. Von den Wänden siel Kalk. Plötzlich rief der AbÄ „Halt!" und sagte verletzendkilhl: „Mein Sohn, die steile Terz pariert inan so!" Und das Rapier pfiff in seiner Hand. „Und beim böhmischen Kniff legt man so wieder aus, und dein Gegner zappelt am Degen wie eine Wachtel. Das ist das zweitemal, daß ich dir's zeige! — Weiter!" Nach einigen Gängen hatte Jan einen Stoß gegen die rechte Schulter. Er ließ das Rapier sinken und lächelte verlegen. „Das kann jedem passieren," sagte der Abbe, indem er sich eine Locke aus der Stirn strich. „Aber was nur einem geborenen Bauern passiert, ist —" und feine «Stimme nahm einen verteufelt verächtlichen Klang an — „daß er mit einem Stich in der Schulter dasteht und daraus wartet, daß man ilpk absticht. Nimm Rache für den Stich, Kerl, oder ich wers' dir das Rapier ins Gesicht! Los!" Und wütend stürzte sich Jan auf ihn. „Piano, piano," ries der andere, indem er weitersocht. „Uebrigens, ein Stich in die Schulter, süßer Heiland, damit kannst du noch drei kalt machen. Piano, Kerl. So So." Und er pfiff, als wenn er ein Pferd beruhigen wollte. Obgleich Jan wie ein Lastträger schwitzte, rief er zwischen den einzelnen Stößen und Hieben: „Ich geh' in den Krieg, Zackerbombenundslöh? Ich geh' ins Feld!" Ter Abb6 mochte in diesem Augenblick wohl ein wenig unaufmerksam sein, denn sein Rapier flog plötzlich schlenkernd an die Decke, lind Jans Eisen rannte ihn vor die Brust. „Sprich, Jos6 Maria," rief der Sieger, „stehe ich schon meinen Mann?" Der Abb4 war gerade mit dem Fünfmaßkrug beschäftigt und konnte nicht sofort antworten. Dann sagte er: „Zweifellos, kleiner Jan. Aber gebrauche die Vorsicht, deinen Mann vorher zu fragen, wie lange er schon dient. Wenn er sagt, zwei, drei Monate, so kannst du es immerhin riskieren. Sonst geb' ich für dein Leben keinen rheinischen Heller." Jan kratzte sich verlegen am Kopf und machte ein trauriges Gesicht. Aber Jose Maria klopfte ihn derb aus die Backe und sagte warm: „Dummer Jan, du kannst den Rittmeister vor die Front fordern, kleines Ungetüm, das bu bist." „Wirtlich?" Und lachend warf Jan die Arme um den Hals des Freundes und fügte ihn trotz seines Sträubens herzhaft ab Der Abbe machte sich frei, und indem er mit großen Schritten in der Kammer auf und nieder ging, hielt evl Jan folgende kleine Predigt, wenn man des profanen Themas wegen so sagen darf. t,Nun glaubst du, Sohn und Freund, daß du ein Meister wärest. Dazu, o Jan, fehlt dir viel. Du hast prächtig lange Arme — " „Das kommt vom Fässer stemmen." „Schweige. — Und bu weißt, ein Arm, der um' eine Handbreit länger ist, als der eines Menschen von einigem Anstand, setzt deiner Degenlänge eine .Handbreit zu. Du hast also den kürzeren Weg. Ferner hast du die hellen Augen und die rechte Lebendigkeit, die die Absicht des Gegners errät — " „Das kommt vom Weintrinken." „Aber du hast auch," uud Jos6 Maria erhob seine Stimme — „zuweilen die blinde Wut, die dreinschlägt ohne Besinnung, und das kommt von deiner bäurischen Abstammung. Außerdem hast du einen dicken Schädel, bu Bauer, und ehe bu den böhmischen Stich, das spanische Ävemaria und jene entzückende Finte, die man den Apfelstich nennt, nicht gelernt hast, bis du kein Meister. Ein Mann von Welt wirst du aber nie werden, sonst ginge dir dein greulicher Fluch nicht so glatt vom Munde, obgleich ich dir mehrere- mal gesagt habe, daß es 8acr6—Nom -de — Dieu heißt" „Sag' ich doch." „Sacre—Nom—de—Dieu! Sprich nach." „Zackerbombenundslöh über dein verdammtes Französisch. Mir wird, als hätte ich jungen Wein im Leibe, wenn ich das spitzmänlige Gewäsch höre!" Der Abb6 schüttelte das Haupt, zog aus der abgrund- ttesen Tasche ferner Soutane ein halbes gebratenes Huhn ^rvor und letzte sich auf einen Stapel Bücher, der in einer Een, da fie «ioch nicht vorbeirrait war. 'Ein guter KriegShnnd u u b fchlechterPatriot. Wenn auch die Einstellung vo»i Kriegshunden tu der deutschen Armee erst in den achtziaer Jahren erfolgte. so haben Hunde doch schon in einzelnen Fällen auch im Kriege von 70/71 glite üenste geleistet, treilich auch deu Gegnern- Bei Magny vor Metz hatte die französische Feldwache einen Borpostenhund, ^er mit grögter .lui- mcrksauikeit jede Patrouille schon eui weiteste Entfernung ivillrrte und der Bedecke meldete. Ja. der Hund unternahm gerade-l» selbständig lliS auf hundert Schritte vor der deutschen Linie Patrouillen. Die- hatten die deutschen Schutzen bemerkt, und der Soldat Martin kroch in einer dunklen Reumondnackt an die semd- ltche Chasseur k ctwvLl-Vedetre bis auf hmrdert Schritte heran, nackdem er sich vorder im besten einer Diatrtschlüige geübt lratre, ruro stellte die Sckliiige auf den Steg. Ta der Wind günstig ivar, hatte ihn niemand bemerkt. Nun liest er einen weiter zurück- liegendeii Kameraden ctu Geräusch machen, und sofort kam auch der Hund vor, betrat ahnungslos den Steg, auf bem die Schlinge ausgestellt war, die nun Martin zuzog. Der Hund, ein gefährlicher Gegner, war gefangen. Zwar kam die Vedelte auf den Klagelaut des TiercS vor und ichost ihren Karabiner in die Nacht hinein, aber die Nacht war zu dunkel, der Eonp war gelungen. Indessen schickte man den Hund mcbt in die Gefangenenlager nach Deutschland, sondern behielt ihn bei sich, und Marly, — so nannte man ihn, — erwies sich als schlechter Patriot, er leistete fortan den deutschen Schützen gute Dienste. ' Wie Napolon ein kugelsicheres Panzerhemd b e k a m. Kugelsichere Panzer, die der Beickievung mit dem modernen Iulanteriegewehr widerstehen, werden jetzt vielfach angeboren, und man hat sie nicht nur bei uns, sondern auch bei Miseren Gegnern. Nach kugesicheren Panzern hat man wohl ge- sllcht, so lange man Feuer,paffen kennt. Auch Napoleon 1. hat dieser Frage seine Aufmerksamkeit geschenkt. Eines Tages — die wenig bekannte Anekdote teilt das „Atgerneen Handelsblad' mit — bestellte er bei einem Waffenschmiede einen knaeliicheren Panzer. Aach einiger Zeit war daS Panzerhenid fertig, der Waffenschmied lieferte es selbst ab. und Napoleon fragte, ob es wirklich kugelsicher sei. Tie Frage wurde bejaht und darauf liest der Kaiser den Schmied das Panzerhemd anziehen. Der Schmied 'war nicht wenig erschrocken, als Napoleon eine Pistole aus der Tasche zog und sagte: „Wir wollen das Panzerhemd auSproben." Er zuckte aber nicht mit der Wimper, als Napoleon «in paar Schritte zurücktrat und ihn mitten auf die Brust schob. Tatfächlich prallte d,e Kugel ab und siel in einer Ecke nieder. ,Urndrehen,' befahl Napol'eon, und schost dem Schmiede auf den Rücken mit dem gleichen Erfolge Dann nahm er ein Jagdgewehr und fchost noch mehrmals aus den Schmied. Immer blieb das Panzerhemd unbeschädigt mrd der Schmied auch. „Ich bin zufrieden. Wie viel bekommen Sie für Ihre Arbeit?" fragte der Kaiser, der nun offenbar sehr gut gelaunt war. ,18 000 Franken" erwiderte der Schmied. „DaS ist zu wenig,- errtqegnere der Kaiser. „Lassen Eie sich von meinem Zahlmeister 33 00 Franken anszahlen. Sie haben die Probe meisterhaft bestanden.' am nächsten Tag in dickere Scheiben scüitznden, diese braten und mit geschmortem Backobste essen. Genau so kann man Haferbrei oder Reisbrei bereiten und die etwaigen Reste verwerten. Saure Kar tv sseln: Man schneidet wieder die ab- geschälten Pellkartoffeln in Scheiben. Mit feingeschnittenen Zwiebeln läßt man einige Löffel Mehl in einem guten Stück Butter gelb schwitzen, fügt elloas Salz, ein klein wenig Zucker und etwas Essig hinzn, so daß inan eine schwach- sämige, süßsauer schmeckende Tunke erhält. Diese Dünke gießt man über die Kartoffeln und läßt sie noch etwlvs damit durchziehen oder einmal damit aufkochen. vüchertisch. - Arena Vor kurzem ist das siebente Heft dieser von Rudolf Presber heransgegebenen Monulschrrü erschienen— wiederum ein stattttcl^S Buch, mit Bildern und Textbe,trägen reich auS- gestartet, natürlich wieder in seinem ganzen Inhalt aktuell. Ein Kaiserbrld Professor FahrenkrogS l.Jck kenne kerne Parteien mehr») lestei es ein. Darm beginnt Rudolf Presbcr einen neuen humoristischen Roman. „Der Rubin der Herzogin", als willkommene Gabe für die vielen Freunde dieses geistreichen Plauderers und kraftvollen Dichters. Bon den anderen Poeten und Schriftstellern, die Beiträge spendeten, seien nur die folgenden hcrvorgehoben, deren Namen in der Literatur längst erneu guten Klang haben: Rudoli Herzog, Earl Hauprmann, Thea von Putlkainer, Richard Schankal, Leo Heller, Ernst Jäckh, Wilhelm Pieper ufw. Besonders rvertvoll ist ern Anbau, in dem ein türkücher Leutnant. Hassan Raghrb mit Namen, sein Urteil über das nrohannnedani che Heer nrrlleilt. — Gemälde und Zeichnungen und eine Reihe aktueller Photographien vervollständigen den Inhalt dieses HeiteS. — Kunst wart. Zweites Februar Heft. Kriegs- ansgabe zunr Halen Preis. lVerlag von Georg T. W Eallwen, München. Grünere Aufsätze : Rembold S«eb«rg, Genie und Heldentum. Ezard Nidden, Bücher der Zell? AvenarmS, Apokalyptisches in unserer Bildkrurst. Alice ©domo», Kriegsdienst im Haushalt. AvenarrnS. TuS „Persönliche" in Scuven Spittclers. Lote Blatter: Neue Soloateutieder, vor dem Auszug und im Felde gedichtet. In der Rundschau n. a.: Alexander v Gteicberr-Rutzrvurm, Ter Heh- geist. F M. Huedner, Teuticher Ausnahmezustand. H v. d. Psordten, Bücher über Brahms. Ehr. Wieuecke, Hinoenburg >ür alles. Hans Wehberg, 7 ie Böllerrechtswissenichgst und Völkerhab ? O. E. Lessing, Wir Deutfch-Anrerikancr. Bilderbeilageirr August Bronrse, Die apokalyptischen Reiter. Arnold Bocklin, ter Krieg, erste und zweite Fassung. Dürer und Peter Eornelru-, Die apokalyptischen Reiter. Kopf- und Schlichlerste nach Holzschnitten Dürers. Noten- bt-iiage: R. Schaad, Vertonung von ZuckermannS 'ievreicöt|ct)ein Reiterlied". — Die „Btlderinappen fürs deutsche HauS' des Stiftungsverlages rn Potsdam haben sich durch künstlerische Gediegenheit, vornehme Aussialtung und trotz dessen ungewöhnlich billigem Preis in der deutschen Famrlre längst einen Ehrenplatz gesichert, denn es sind echt deutsche Künstler, die der Verlag dafür gewomien hat. Das gilt ganz besonders von Rudolf Scharfer, diesem Groden im Reiche der Zeichner. Aus seinen Bildern spricht uns der Geist deutscher Innerlichkeit und Herzlichkeit io echt und wahr an, duff ,v r daraus m er germants i eS Welen mehr lernen als aus mancher dick geschwollenen Kulturgeschichte. Jedes Kind versteht ihn. und die Alten sitzen sinne»,d vor fernen Werken wie vor einem tiebgervordenen Buche und entdecken immer neue Schönheiten. Auch die soeben erschienene Mappe tO: -I m Wanderschrrtt deS Lebens", 6 Zeichnungen von Rudolf Schaefer in seiner Diappe, 26x33 Ztrn., Preis Mk., ist wieder eine reife, köstliche Gabe des ech! deutschen Aieisters. Im gleichen Berlage, irr derselben Ausstattrmg ittib zunr selben Preise erschienen weiter die empfehlenswerten Mappen: „B i s m a r cf - , 6 Origina zeichnuugen von Karl Bauer mit einem Gedicht von Dr. Cour. Müller in Potsdam, und ..Allerlei Brunne n", 6 Zeichnungen deutscher Brunnen von Wilhelm Thiele. Die Küche im Kriege. (Nachdruck dringend erwünscht.) Sehr nahrhaft ist Buchweizengrütze; sie ist bei Kindern gewöhnlich besonders beliebt. Man wäscht die Grütze in heißem Wasser, rüürt sie dann in kochendes Wasser oder in kochende Milch, gibt etwas Sulz und Butter dazu und läßt sie -unter häufigem Umrühren zu dickem Brei einlochen Den in Wasser gekochten Brei ißt man mit heißer Milch; den in Milch gekochten mit Zucker und Zimt oder mit brauner Butter- Ist von dem Brei etwas übrig geblieben, so läßt man ihn erkalten und kann ihn dann Logogriph. Mit ,1" ein spinlsivebfeirreS Ding, Nicht greribar, nur gedacht im Raume; Doch ist's auch wesenlos, gering: Durch ,d" statt „i° wächst eS zürn Baume. Auslösung in nächster Nummer. Auslosung der Königspromenade in voriger Nummer: Keine Freude der Welt, dre nicht auch vom Leid ist begleitet i Aber rvarnm geht slcts dann auch daS Leiden allein? Grerrst Schristleitung: Ana. Goetz - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Buch- und Ctcindruckerei, N. Lange, Giesien.