0flö Oarndies der Lrde. Roman von ?l d a von Gersdorss. (Nachdruck verbaten.) (Schluß.) Als Gräfin Wanda hereinkam, zum Ausgehen angekleidet, sagte ich es ihr. Ich tat das in trockenen!, gleichgültigen! Tone, ohne Entschuldigung und ohne rechte Gründe... Dennoch wunderte ich mich ein wenig, daß sie es ohne Befremden hinnahm und kein Wort des Bedauerns fand. Doch in dem Blicke, den ich auffing, lag etwas von beiden!. Un- inittelbar hinter ihr trat Fräulein von Kaltwein in die Halle. Gräfin Wanda gab mir die Hand und sagte: „Es tut mir leid, sehr leid, lieber Rehn, daß Sie eher reisen wollen, als sie beabsichtigten: aber Sie mögen recht haben, und es ist vielleicht besser so, in jeder Hinsicht." — Dann ging sie. Das Mädchen war an das Fenster getreten und blickte ihr nach, mir den Rücken zndrehend. Sie hatte wieder das lose Morgenkleid an, in ganz Hellem Rosa mit weit offenen Aenneln, ich sah ein Stückchen ihres merkwürdig weißen Nackens unter dein dicken Flechtenkranz und den einen der weißen, so zarten Arme bis zum Ellbogen, den sie gegen das Fenster gelehnt hatte und die Stirn darauf stützend, während sic unverwandt hinaussah. Was mochte sie wohl da so interessieren? Ich fragte sie danach, um sie an meine Gegenwart zu erinnern, denn daß ich in der Halle geblieben war, schien sie vergessen zu haben. Und dieses stumme getrennte Beisam- mensein war mir peinlich. Mer sie gab keine Antwort. Ohne sich zu regen, blickte sie nach !vie vor hinaus. „Baronesse," sagte ich halblaut vom Kamin ans, „sind Sie mit' böse, und weshalb?" Als sie den Kopf schüttelte, trat ich langsam auf sie zu und stellte mich neben sie. Mit einer an ihre alte, jungenhaft trotzige Art erinnernden Bewegung drehte sie das Köpfchen nach der andern Seite. Ich wußte es wohl: die Beschleunigung meiner Abreise hätte sie in Trauer versetzt. Hatte ich doch den kindlich erschrockenen Blick in ihren großen Augen bemerkt, als Gräfin Wanda vorhin von meinem Entschlösse sprach. Ich hätte es vielleicht nicht tun sollen, aber dein Drange des Augenblicks gehorchend, nahm ich ihr Händchen, das rn den Falten ihres losen Kleides niederhing, und weil mir nicht entzogen wurde, bückte ich mich und letzte es leise. Darauf legte ich es sanft wieder in die Falten des Kleides und sagte mit recht freundlicher Stimme: „Da ich nun reisen will und nicht mehr wiederkomme und wir uns nie inehr Wiedersehen werden — nicht wahr?" Sie nickte und wandte ihr Antlitz ganz nach der andern Seite, so daß ich nur noch die goldenen dicken Zöpfe vor mir hatte. — „So will ich Ihnen schnell Lebewohl sagen," fuhr ich sort, „und Ihnen alles Glück und allen Segen für Ihre Zukunft wünschen und möchte Sie auch bitten, manchmal meiner zu gedenken, wenn ich da draußen in der weiten Welt bin .... freundlich, ja? Und auch ein bißchen mitleidig — nicht ivahr?" „Nein," klang es zu meiner Ueberraschuna> beinahe trotzig. — „Nicht freundlich und erst recht nicht mitleidig —i gar nicht will ich an Sie denken, wenn ich irgend kann . . . gar nicht!" Schnell lvich sie aus meiner Nähe, und ehe ich mich noch gefaßt hatte, war sie aus der Halle verschwunden, und ich blieb allein am Fenster zurück und starrte hinaus. Eine Stunde später rollte der Ponywagen vom Hose. Fräulein von Kallwein war nach Groß-Runow gefahren, um erst abends wiederznkommen. — R e g e n lv a l d e, ein Uhr nachts. Tie Dämmerung war herabgesunken. Ich hatte gepackt und saß in meinem Zimmer in trüben, ernsten Gedanken voll Abschiedsweh. Da tönte ein leichtes Wagenrollen an mein Ohr. Ich zuckte zusammen: Lilli kam wohl aus Groß Rnnow zurück. Aber nein! Was sollte das denn bedeuten? Nur der kleine Groom sitzt in den! Wägelchen. Wo blieb sie? Was war ihr geschehen? Ich eilte bangen Herzens die Treppe hinab und traf in der .halle mit Gräfin Wanda zusammen, als sie eben dem Jungen einen Bries abnahm. Seltsam ernst war ihr Blick, den sie einen Moment lang aus mich richtete, während sie den Brief erbrach. Ich stand regungslos und suchte in ihren Mienen zu lesen, als ginge der Bries unmittelbar mich an. Plötzlich zuckte sie ans und ein erschrecktes: ^,Mein Gott!" brach über ihre Lippen, während sie den Brief sinken ließ, mich groß ansehend. „Ich bitte Sie, Gräfin, was ist geschehen? Quälen Sie mich nicht!" entfuhr es mir angstvoll. „Lilli !vill, mein Einverständnis vorausgesetzt, nicht nach Regenwalde zurückkehren, sondern in Groß Rnnow bleiben. Sie bittet mich um meine Vermittlung, ihre Ber- lobnng mit .Herrn von Brencken zu lösen," sagte die Gräfin langsam. Mir war's, als risse ein leuchtender Blitz die graue trübe Wolkenwand, die sich schwer über mein Leben, meine Zukunft zu legen begonnen hatte, auseinander. „Meinetwegen?" stammelte ich säst besinnungslos. „Und vor mir floh sie auch?" Das alte feine Lächeln zuckte um Gräfin Wandas Lippen. „Wissen Sie das nicht besser als ich und echensogut lvie Lilli?" fragte sie sanft. „Und, lieber Freund, ist es immer noch notwendig, daß Sie morgen reisen, um das Glück in der Ferne zu suchen?" fügte sie nach einer kleinen Panse ernst hinzu. „Ja," sagte ich ebenso ernst, mich tief über ihre dargebotene Hand neigend, „es ist notwendig, das; ich reise. Brencken ist mein Kamerad, Gräfin... aber inein Glück will ich nicht mehr in der Ferne suchen; das lasse ich hier zurück. Uebers Jahr komme ich wieder, und dann tvill 106 — Ich wieder hier stehen, wenn ich darf. So lange aber lege ich meines Lebens Wohl und Weh' in diese Hand; so lange schützen und behüten Sie mir die holde Eva in meinem Erdenparadiese. Für heut aber, teure, liebe Freundin, habe, ich eine andere Bitte..." „Ich kenne sie schon und gewähre sie voraus," war die freundliche Antwort. „Ich soll hinüber zu dem Kinde noch heut. Und nicht wahr, ich werde doch eine Vollmacht mrt- uehmeu, durch die ein heißes, treues, tapferes Herz beglückt wird?" Ich brachte kein Wort über meine Lippen vor innerem Beben. Nur stumm den Kops neigen konnte ich. Eben ist ihr Wagen vom Hofe gefahren. Welch eine Freundin habe ich in dieser Frau gewonnen! — Ich werde morgen noch nicht reisen. Ich muß und will mit Brencken Zusammentreffen. Vie lhängt, davon ab. Die Grasin kam spät in der Nacht zurück. Ich erlvartete sie in der Halle. Sie gab mir nur die .Hand und sah mich lächelnd an. Ich glaube, sie hatte geweint. „Fragen Sie mich noch nichts," sagte sie lerse. O wie gefährlich bist du doch — Situationszauber! Heute empfand ich wieder deine ganze Macht. — Brencken kam. Gräfin Wan da empfing ihn allein in der Halle. Mein Herz schlug wie ein schwerer Hammer gegen die Brust, als ich sein heiteres Lachen bei der Begrüßung hörte. Dann wurde es so still, so bang erwartungsvoll still, als lauschte das ganze alte .Haus, der schweigend im Älbend- licht stehende Park, wie ich selbst mit allen Sinnen, mit dem ganzen .Herzen lauschte, wartend am Fenster stehend. Da hörte ich klingende Schritte durch die Stille und sah Brencken allein über die Terrasse in den Park gehen — den „Todesweg" nach dem Mausoleum zu. Ich ging hinunter ihm nach. Da drehte er sich um und blieb stehen, um mich herankommen zu lassen. Er sah sehr ruhig, fast heiter aus. Nur ein Seni-g blaß schien mir seine sonst so blühende Gesichtsfarbe, und der Blick der hellen Augen war nicht so knabenhaft leuchtend wie sonst. Was ihm die Gräfin gesagt hatte über mich und die unbeabsichtigte Begegnung zwischen mir und Lilli, die dieser, ohne mein Zutun, den Anstoß gegeben, die Verlobung mit Brencken auszulösen, weiß ich ja nicht; aber die Art, wie er mir schweigend die Hand hinstreckte, war so kaineradschast- lich offen und ehrlich, daß es unwillkürlich über meine Lippen kam: „Brencken — Sie wissen, daß ich Ihnen nicht mit Vorbedacht —" Er unterbrach mich mit einer lebhaft abwehrenden Handbewegung und wir gingen ein paar Schritte schweigend nebeneinander her. Und dann begann er zu erzählen, ziemlich unvermittelt Ktoar, aber doch ,m richtigen Anschluß an die Fragen, die meine Gedanken beschäftigten. „Ich glaube, Rehn, es muß Ihnen viel daran liegen, nach einer gewissen Beziehung hin beruhigt zu sein, und deshalb lassen Sie mich Ihnen Mitteilen, wie das zustande kam und begann, was heute endigte. — Es war von Anfang üu ein innerliches Mißverstehen oder, um ein Wort von Ihnen zu gebrauchen, das mir immer sehr gefallen hat: es war der Situationszailber, der wenigstens auf mich stark wirkte. Bei ihr freilich war es etwas andres. Aus einer Spazierfahrt geschah es, die ich mit ihr allein machte, als ich einmal aus mehrere Tage in Groß-Runow war. Sie hatte mich mehr oder weniger verstohlen schon öfters nach Ihnen gefragt, und aus dieser Fahrt, wo wieder die Rede auf Sie firm, e^ählte ich ihr, daß vor einiger Zeit in Zwielitsch» gemunkelt wurde, daß sie eine Leidenschaft zu der schönen Polin Tatiana Korrolewski hätten." „Ah! Das haben Sie ihr erzählt?!" rief ich zusammenzuckend. „Ja. Warum nicht? Sie hatten zu mir nie darüber gesprochen. Ich beging also keine Indiskretion, sondern erzählte nur nach, um ihr doch irgend etwas Interessantes von Ihnen zu berichten. Sie sagte ganz ruhig: .Das habe ich schon damals gewußt, als ich die Polin aus dem Basar sah/ Dann aber wurde ihr plötzlich schwindlig, sie bekam einen Ohnmachtsanfall und fiel mir in die Arme. Ich trug fie bis zu der alten Holzsällerhütte im Jagen IV und da WMte ich weiter keinen Rat Wasser zum Trinken war nicht >a, nach Haufe war es eklig iveit und allein lassen, um emand zu holen, konnte ich sie doch nicht. Na — und wie ei xrnn eigentlich kam, weiß ich auch nicht mehr recht — jeden- alls hatte ich ihr einen oder mehrere Kiisse gegeben, wie ie so bleich und so hilflos in meinen Armen lag, mit ihren lübschen dicken Blonozöpsen an meiner Schulter. Eine schöne Hoffnung, die ich einstnrals gehegt, bestand zurzeit nicht mehr. Die Frau, die ich mal geliebt hatte, konnte ich nicht bekommen, und mich immer so allein durchs Leben zu schlagen, war mcl)t mein Ideal. Sie wissen ja, für intcf> war immer: .Am .Herzen des Weibes das Paradies der Erde/ Nach und nach, wie wir schon einige Tage verlobt lvarem kameii mir allerlei Zweifel an Lillis Liebe für mich und ich geriet auf den Gedanken, jener Ohnmachtsanfall könnte vielleicht mit meiner etwas feurig vorgetragenen Erzählung von Ihrer großen Leidenschaft in Zusammenhang gestanden haben. Um ihr Herzcheii gegen Sie zu schützen, habe sie bcu übereilten Entschluß gefaßt, sich mit mir zu verloben. — Nun, Rehn, und Gräfin Wanda hat mir dies eben bestätigt." BrcnckenS anfängliche Verlegenheit war im Laufe seiner Rede geschwunden und sein Ton war immer unbefangener und herzlicher geworden. Tie heiße Leidenschaft meines Lebens, die nur Höhen und Tresen, keine ebenen Wege ännte, lag hinter mir. §ätte mir ihre glühende Sonne über >em Paradies der Ehe geleuchtet, so würde sie alles verengt rrnd verbrannt haben. Sacht, ganz sacht haben sich chon Schatten auf Schatten über Tatianas gar zu unwirklich schönes Bild hinabgesenkt, der allerhäßlichste in jener Nacht, als ich zuletzt mit ihrem Vater sprach — und jetzt ist es schon im blassen Nebel eines fernen Traumes verschwunden, und bald darf ich vielleicht die .Hand ans- strecken nach einem faßbar wirklichen Glück. Auf Brenckens Geständnis vermochte ich keine Antwort zu finden, wie sie mir im Herzen lag. AehnlicheS wie das, was er mir anvertraute, hatte ich ja auch schon geahnt. Ehe wir aus den Schatten der Allee heraustraten, blieben wir stehen und gaben uns nochmals die Hand. „Ich reise in einer Stunde wieder ab," sagte er in resigniertem Tone, „um Nachurlaub zu nehmen — irgendwohin nach dem schönen Süden. — Auf Wiedersehen nachher, Rehn — in guter Kameradschaft und Freundschaft allezeit!" Aus der Terrasse stand Gräfin Wanda und sah zu uns uns herüber. Ich ging aus sie zu, lvährend Brencken seitwärts nach der: Ställen abbog. „Rehn," sagte sie sanft, nachdem ich ihr in kurzen betagten Worten mitgeteilt, was zwischen Brencken und mir soeben ins reine gebracht worden war, „halten Sie es noch immer für iwtig, em Jahr lang sich selbst aus dem „Paradiese" zu verbannen?" „Nein, Gräfin," gab ich leise zurück, „und Ihnen habe ich dafür zu danken — Ihnen allein.. Die Romantik des Lazaretts. Bon Egon N o s k a. Kaum kann es für den Romanschriftsteller ein günstigeres Feld geben, Einblicke in das Seelenleben der Menschen zu macheu, die Romantik des Mcnscheuherzens anszuschöpfen, als ein Lazarett. Und merkwürdigerweise ist dies selten genug zum Schauplatz von Romanen gemacht worden. Die Erklärung hierfür liegt freilich auf der .Hand: wenn Lazarette eröffnet werden, ist selten Zeitt romantischen Stoffen nachzuspüren. Während des Krieges wird unwillkürlich auch der Idhllendichtcr zuur Heroiker, und die Kriegspoesie regiert die Welt. Alexander Baron von Roberts läßt eine seiner hübschesten Novellen aus dem Deutsch-französischen Kriege 1870/71 zum Teil wenigstens im Versailler Schlotz-Lazarett spielen. In seiner Novelle .^Schlachtenbummler" wird die Heldin Krankenschwester, um einen Offizier, den sie liebt, &u pflegen, und Kaiser Wilhelm wird dabei zum unfreiwilligen Ehestiftcr, indem er die Schwester als Gattin des Offiziers begrüßt. Das eigenartige Verhältnis der .Schwester" znm Verwundeten sollte eigentlich einen unerschöpflichen Stoff für den Ro- manzier bieten. Dcmr einerseits liegt es ut der Natur dieser Beziehungen, daß beider Herzen Feuer fairen, nad\ dem Vorbilde Tesdemonas und Othellos, von denen der enteren Shakespeare die Worte in den Mund legt: „Ich liebte ihn, weil er Gefahr bestand. Er liebte mich uin meines Mitleids lvillen." Airdererseits geben mancherlei andere Momente für die Entwicklung des Romans mancherlei Stofs, so das Gelübde der Entsagung. das vielen Schwestern, die einem Orden angehören, auf- erlegt ist. oder die freiwillige Entsagung', die sich selbst viele dieser Frauen auserlcgt haben, als sie diesen schweren Beruf ergriffen, der nicht selten ja der Rirhehafen im wilden Meere der Lebensenttäuschungen ist. Andere Momente für romantischen Stoff bieten die mancherlei seltsamen Verwundungen vieler im Ärzarett befindlichen Personen: da kommt es nicht selten vor, daß sich gar manche für vollkommen lebenskräftig halten und die kühnsten Pläne für die Zukunft schmieden und aus edler Menschlichkeit von ihren Pflegerinnen darin bestärkt werden, obwohl diese nur zu genau wissen, daß sie Todeskandidaten vor sich haben, oder unglüclliche Krüppel, obwohl diese von dem Unglück ihrer Verkrüppelung keine Ahnung haben. Und das eigenartige Verhältnis dieser Schwester zu dem ihrer Pflege Empfohlenen bringt cs ferner noch mit sich, daß sie auch dessen Vertraute in allen ihren persönlichen Beziehungen wird. Sie schreibt für den Verwundeten Briese an seine Angehörigen, an seine Mutter, an sein Weib, an seine Braut; sie empfängt auch deren Antworten, und hat sogar nicht selten die edle Pflicht, was ihr Pflegebefohlener ihr diktiert, zu ändern, um nicht zu sagen: zu fälschen. Tenn wenn ein Todeskandidat an seine Braut hoffnungsvoll jubelnde Briefe diktiert, hat sie die Pflicht, die Empfängerick mindestens vorzubereiten darauf, daß sie nicht allzu vertrauensselig solchem Jubel gegenüber wird, und ebenso wird es ihr manchmal zur Menschenpflicht, blutenden Herzens dem Empfänger der Briefe die Aeußerungen des Bedauerns seiner Angehörigen zu mildern oder ganz zu verheimlichen. Welche Fülle von feiner Psychologie enthüllt sich da! Dazu kommen Komik und Tragik nebeneinander zu ihrem Rechte. Tie Schwester hat oft genug Gelegenheit, unter Wehmut zu lächeln, und selbst in wahrhaft tragischen Fällen fehlt es nicht an komischeir Situationen. Solche Tragikomik findet sich zum Beispiel in den folgenden Mitteilungen einer Samariterin: „Einem meiner Soldaten waren beide Beine zerschossen; ihm mußten dieselben dicht am Rumpf amputiert werden; man hatte ihm das Bett ans Fenster hingesetzt, damit er etlvas auf den Marktplatz hinausschauen könne, nicht ahnend, daß er gerade von hier aus die Stelle sehen konnte, an der er von den Kugeln getroffen worden war. Je nach seiner Stimmung erfaßte ihn Wehmut oder Zorn. Be: einer Nachtwache bat er mich, an seine Braut zu schreiben, da er doch hoffe, sie einstmals heiraten zu können. Ich setzte mich hin und schrieb einen richtigen Liebesbrief, den er natürlich vor Absendung prüfte." Bis dahin wirkt der Fall tragisch; nmt kommt die Komik, der freilich nur zu schnell die Tragik wieder folgt. Die Mitteilung lautet lveiter: „Zwei Nächte darauf sprach er dieselbe Bitte air mich aus, an seine Braut zu schreiben. Anfänglich glaubte ich, er spräche im Fieber, da er aber die Bitte loiederholte, brachte lM. lhw in Erinnerung, daß ich schoii geschrieben hätte und nun erst cnte Antwort abwarten müsse. In welches Erstaitncn aber setzten mich seine folgenden Worte: „Tie meine ich nicht, ich meine die andere." — „Was. K., Sie haben zwei Bräute? Das ist doch schlecht von Ihnen!" Ta belehrte er niich des folgenden: „Sehen Sie, Schwester, das Mädchen, an welches Sie vorgestern schrieben, ist wirklich meine Braut, die will ich heiraten; aber die andere, bei deren Eltern ich beim Turchinarsch in: Quartier gelegen, hat mir immer so viel Wurst und Speck und Branntwein gegeben, daß rch versprochen habe, sie bei meiner Heimkehr aus dem Kriege zu lferraten. Beim Abschied hat sie noch gesagt; „Schreibe nur immer, wo du bist, dann schicke ich dir immer etwas zum Essen. Sehen Sie, Schwester, ich möchte gern Wurst und Schinken ha- -!!' ,2°™ i"ite ich Sie, zu schreiben. Ans Heiraten denke ich Nicht." Nachdem ich meine Meinung ausgesprochen hatte und versprochen, Wurst und Schinken solle er auch ohne eine zweite Braut erhalten, beruhigte er sich. Wenige Tage später gab er seinen Geist auf." . lind solche und ähnliche Gegensätze wiederholen sich nur zu oft rm Lazarett, ivo sich täglich gewaltige Sckficksalslvendungen erfüllcii. Ein roniantischer Vorfall in Callots Manier, lvie geschaffen, unr einen Stoff für eine Novelle von E. Th. A. Hoffmann herzugeben, ereignete sich rm Jahre 1870 in einen! Berliner Lazarett. Die Sache klingt beinahe unglaublich, und daß sie doch buchstäblich sich so begeben hat. wie sie erzählt wird, dafür bürgt die! Berichterstatter"!. die Gräfin Hedwig Rillberg, eine auf deni Gebiete der sreiwilligeu Krankenpflege bekannte Tante, die damals als Oberin dem betreffenden Lazarett Vorstand und die die Gesichte in ihren Lebenserinnerungen mitteitt. Ter Schauplatz der Geschichte war das kurz vor dem Kriege erst eröffnte Angusta Hospital. Gräfin Rittberg also erzählt von einer Krankenschwester dieses Krankenhauses, die ihr und den Kranken durch ihren Pessituismus das Leben recht schwer ntachte. Sechs Wochen vor dem Wcihnachts abend langten in dem zum Kriegslararett benutzten Augusiahosvital in Berlin drei schwerverwundete Offiziere an, welche in den Saal dieser Schwester kamen. Einer der Offiziere lvar sterbenskrank, sein alter Vater hatte ihn nach dem Lazarett begleitet. „Ter Vater, die Schwester und ich," so erzählt die Gräfin Rittberg, „standen an seinetn Lager: da tat er mit schwacher Stimme die Frage: „Nicht wahr, Schwester, Sie schenken mir etwas zu Weih- uocftteit?" — „Natürlich, Herr von R", war ihre Antwort. Der Vater sah uns verzweifelten Blickes an, glaubten wir doch alle. daß der junge Krieger diesen Dag nicht mehr erleben toürdc. Trotz- dcnt ging er auf die Rede seines Sohnes ein und meinte zu der Schwester: „Wenn Sie meinem Sohne etwas schenken, muß ich Ihnen doch auch etlvas geben; was wünschen Sie sich?" Mit stoischer Ruhe erwiderte sie: „Tann geben Sre mir einen Leichcn- schein." Der Vater und ich waren wie gelähmt vor Schreck ob dieser Rücksichtslosigkeit, und ich konnte nicht umhin, der Schwester später Vortoürse über ihr Verhalten zu machen. Langsames Schri: tes ging wider Erwarten die Besserung in dem Befinden des Herrn von R. vorwärts, so das; wir hoffen konnten, daß er das Fest möglichst wohl verleben würde. Am Abend des 18. Dezember kam die in Rede stehende Schtvefter in inein Zimmer gestürzt und meldete sich krank, sie habe Blutvergiftung. Mir waren derartige Aeußc rungen ihrerseits nicht fremd, trotzdem schickte ich sic zu Bett. Als die zweite Schrvester etwas später zu ihr kam, fand sie die Patientin in furchtbarer Aufregung, glaubte sie doch, daß sie an einem Bruch operiert »Derben nrüßte. Natürlich ließ ich den Arzt sogleich holen, welcher eine übergroße Nervenerregung konstatierte, sonst aber keine krankhafte Erscheinung finden konnte. Die Erzählerin schildert dann ausführlich, wie nach schrecklichen Tagen und Nächten die Schwester am Morgen des heiligen Abends starb, Herr von R. aber an der von der Königin Angusta veranstalteten Weihnachtsbescherung teilnehmen konnte und bald gesund wurde. Tic Sektion der Leiche der Schwester ergab aber, daß sie wirklich, lvas keiner der Aerzte zu begreifen vermochte, an Blutvergiftung gestorben lvar. Welche Fülle von Romanstoffen fließt aus den Schicksalen der Verwundeten selbst? Ta mar im Jahre 1870 bei Scchan ein Soldat — er schilderte in späteren Jahren seine Schicksale selbst — im Gesicht verwundet lvorden. Mit Eisbeuteln auf den Augen liegt er im Lazarett in Meinungen und möchte gern erfahren, wer von seinen Kanreraden bei Sedan gefallen lvar. Die Schwester liest dem Verwundeten die Namen der Verlustliste vor, und plötzlich tönt sein eigener Name an sein Ohr. Beinahe war es ihm, als ob er träumte, als ob er womöglich wirklich in einer anderen Sphäre sich befinde. Später ergaben dann die Nachforschungen, lvie der Irrtum geschehen konnte. Er hatte ohne Wissen und gegen den Wunsch der Aerzte sich aus dem Etappenlazarett, in das er gleich nach der Verwundung gebracht worden, eoa- cuieren lassen bei einem Massentransport von Verwundeten, und so war ein anderer ans sein Lager gekommen, an dem noch sein Name befestigt gewesetr, und dieser andere war bald darauf ge- storbeit. Man bedenke, ivelche Fülle romantischer Komplikationen sich aus solchem Irrtum ergeben können, »venn womöglich der richtige Lebende gegenüber dem für ihn gehaltenen Toten seine Rechte wahrnehmen muß: und man denke auch des unbekannten Toten, der unter dem Namen des Lebenden begrabefi »vard. Andere romantische Motive ergeben sich aus der Verschiedenheit der Kreise, aus denen sowohl die Verwundeten stamnren, wie die Schlvestern. Man »vird es wohl kaum sonst irgendwo anders im Leben finden, daß eine hochgeborene Dame einem armen Arbeiter die niedrigsten Dienstleistungen verrichtet. Im Lazarett konimt das nicht selten vor; denn unter den Schwestern befinden sich nicht selten Angehörige vornehmster Adelskreise. Und eine ungemein romantische Begebenheit, die sich in einem österreichischen Lazarett während des österreichisch-italienischen Krieges im Jahre 18bst ereignete, wurzelt in dieser Eigentümlichkeit des Lazaretts. Ta hatte eine junge österreichische Aristokratin die Samaritertätia- keit ergriffen, unr dem Manne ihrer Liebe, einem jungen Offizier, in den Krieg folgen zu können. Sie konnte ihm auch im Felde nahe sein, aber leider erst, als er ein Schwervcrwundeter war, ein Todeskandidat, den sie dann mit Aufopferung pflegte, bis er in ihretr Armen seinen Geist aufgab. Tann aber »vandte sie sich mit gleicher Aufopferung einem anderen Bertvundeteit zu, der ihr deshalb besonders lvert geworden lvar, »veil er ihr von dem Manne ihrer Liebe erzählen konnte. Er lvar der Bursche jenes Offiziers gewesen, war ihm bis zu seiner Verwundung treu zur Seite geblieben, hatte ihn. den Schwerverwundeten, aus dem Schlachtgetümmel unter großen Mühen heransgetragen, und war ein Opfer dieses Liebesdienstes geworden: denn gerade dabei traf ihn me Kugel, die ihm den Fuß zerschntetterte Und ihn dauernd zum Krüppel niachte. Sckwn hierdurch »nochte der romantische Geist des Mädchens sich für den braven Burschen entzündet haben, und dieses Feuer wurde genährt, als nmt der Verwundete seiner Pflegerin voti feinem toten Herrn sprach, an dem er mit Liebe gehangen und von tvclchem er mit treuer Anhänglichkeit erzählte, wie etwa eilt Vater von seinem verstorbenen Sohne erzählen mochte; beim her Offizier war ein junger, zarter Aristokrat geivesen. und fein Bursche ein kräftiger, starker Mann aus dem Volke, der seinen Herrn mit Zärtlichkeit betreut hatte. Und aus diesen (besprächen wuchs eine Liebe zwischen dem ehedem so kraftvollen und nun Sinn Krüppel gewordenen Soldaten und dem Edelfräulein empor, daß diese beschloß, fortan ihm dauernd als seine Gattin ihre Dienste zu widmen. Sie hatte deshalb natürlich mit ihren An gehörigeck die größten Schlvierigkeiten zu überwinden. Mer sic überwand sie und wurde ein Omer der Romantik de? Lazaretts, aber, wie es hieß, eine sehr glückliche Frau. Soen hedin. Au feinem 50. Geburtstage, 19. Februar. Wenn Sven Hedin anr 19. Februar seinen 50. Geburtstag begeht, dann darf und will unter denen, die ihn zu diesem Tage beglückwünschen, das deutsche Volk nicht fehlen. Es grüßt in ihm nicht allein einen der kühnsten und erfolgreichsten geographischen. Entdecker unserer Zeit, sondern auch den aulrechten Mann, der sich in der Stunde der Mt nicht um Vorteiles 'willen, sondern aus freier politischer und sittlicher Ueberzcugung als Freund der deutschen Sache bekannt und öffentlich als solcher bewahrt hat. Zu Stockhol in geboren und erzogen, übernahm Sven Hedm nach Vollendung des Schulbesuches eine Stelle als Erzieher schwedischer Kinder in der kaukasisck-en Stadt Baku, und schon dort begann er seine Wanderungen, die ihn, obgleich ihm nur die bescheidensten Mittel zur Verfügung standen, bis tief nach Iran und Mesopotamien hineinführten. Ziel und Ideal standen dieser energischen und unternehmungslustigen Persönlichkeit schon von Jugend auf fest: ihn lockten die unerforschten Gegenden des Tarimbeckens und Tibets, deren Bereisung er sich zur Aufgabe setzte. Nachdem er jn Stockholm und Upsala seine Universitätsstudien gemacht hatte, erhielt er seine letzte Schulung als Geograph und Forschungsreisender in jenen berühmten Uebnngen, die Richthofen an der Berliner Universität abhielt. Eine vortreffliclse Einführung in seine künftigen Aufgaben bot ihm die Reise iiach Persien, an der er 1890 als Sekretär der schwedischen Gesandtschaft König Os- karS II. teilnchmen konnte. Bei dieser Gelegenheit führte er eine Besteigung des gewaltigen Elburs-KegelS Dcnunveno ans, besten geographische Schilderung er später zum Gegenstand seiner Doktor- dissertatwn machte. Es war am 16. Oktober 1893, als er zu seiner ersten großen Forschungsreise ins iinbekannte Asieii von Stockholm ausvrach. Dieser ersten Unternehmung find dann in den Jahren 1999 und 1905 zwei weitere Expeditionen gefolgt. Mit jeder neuen Reise steigerte sich Hedins Ruf. Die Akademien und geographischen Gesellschaften der ganzen gesitteten Welt zeichneten ihn durch Ehrungen aus, und König Oskar von Schweden verlieh ihm im Jahre 1902 den 2ldel. Als er im Februar 1909 von seiner dritten grostcn Fahrt nach Stockholm znrückkehrte, wurde er von seinen Mitbürgern wie ein Sieger empfangen. Alle Schiffe prangten im Ftaggenschinuck, intb eine unübersehbare Menschenmenge hieß Hedin aus schwedischem .Heimatsboden will- ko minen. Die Expeditionen Hedins gehören zu den kühnsten Unternehmungen dieser Art, die die Geschichte der Entdeckungsreisen kennt. Jn seinen bekannten Reiscwerren, deren deutsche Ausgaben regelmäßig bei F. Wj. Brockhcnrs in Leipzig erschienen sind, hat er sich als ein meisterlicher Schilderer seiner eigenen Erlebnisse erwiesen. Unter den zahlreichen dramatischen Episoden seiner Reisen ist die berühmteste wohl die Katastrophe, die seine Expedition im Mai .1895 in der Nähe des Chotan-darja erreichte, als sie von einem Wüsten sturme überrascht und durch Wassermangel in die äußerste Not gebracht wurde. Damals gingen bis auf drei Teilnehmer alle Mitglieder der Gesellschaft und alle ihre Kamele zugrunde: Hedin selbst vermochte nur mit dem letzten Aufgebot seiner Levensenergie soweit zu wandern, bis er sich endlich an einem Tümpel mit herrlichem kaltem Wasser fand und damit gerettet roar. Wenn Hedin der fast unermeßlichen Schwierigkeiten, miit denen er auf seinen Reisen zu kämpfen gehabt hat, immer Herr zu lver- den vermocht hat, so hat das seinen Gruud darin, daß er als ein svahrcr Meister des Reifens sich erwiesen hat. Zugleich entschlossen und geduldig, wissenschaftlich denkend und praktisch handelnd, verstand er sich den Umständen vorzüglich anznpasscn. Dazu ist er sprachkundig und hat die Gabe, mit den Eingeborenen nmzugehen. Für sie hat er ebenso wie für die Tiere, deren er sich bedient, ein warmes und aufrichtiges Mitgefühl. Von den wissenschaftlichen Ergebnissen seiner Reuen hat in einer 1911 bei I. P. Bachem in Köln erschienenen Irefslichen Schrift über Sven Hedins Anteil an der Erforschung Zentralasiens Max Rieger eine gute Uebersicht gegeben. Hier sei nur daran erinnert, daß das berühmte Lop nöa> Problem durch ihn die interessante Lösung gefunden hat. das; er den Lop-nor als wandernden See erwies. Im Jahre 1907 hatte er die Genugtuung, die Hairptgnelle des gewaltigen, sagenhaften Brahmaputra zu entdecken: weniae Monate später stand er auch als der erste Weiße an der Quelle des Indus. Uralte Probleme sind so durch den kühnen schwedischen Reisenden der Lösung zngeführt worden. ^ Was aber Sven Hedkn seinem Reisen noch besonders verdankt, dar? sind tiefe Einblicke in die weltpolitischen Probleme, die in »entralasien, wo die Interessensphären großer Mächte sich so nah begegnen, besonders rein hervortrcten. Und Hedin war nicht der Mann, sich solchen Problemen gegenüber gleichgültig zu verhalten. Die politische Zukunst der Welt, Europas, des Germanentums und seines über alles geliebten schwedischen Vaterlandes, hat ihn je länger, desto intensiver beschäftigt. Schon sein Reisewerk „Int .Herzen von Asien" beschloß er mit einem warmen üatccläiibijcljcn Appell an seine Lands ge nossen. Als dann die Verteidignngssrage das sclpvedische Volk im Innersten aufrührte, erhob er jenen „War- nungsrus" cm sein Volk, worin er ans die drohende russische Gefahr hinwles. Daß er damals von russischer Seite als der „Diener dessen, der zahlt", als ein von Deutschland Erkaufter denunziert tvurde, hat ihn in .Haltung und Ueberzengung nicht irre nrachen können: und als nun der große Weltkrieg ausbrnch, da war es ihm keinen Augenblick zweifelhaft, in welchem Lager Recht und Zukunft zu suchen seien. Sein prächtiges, jetzt so lviel besprochenes! Blich „Ein Volk in Waffen", das gerade vei Brockhaus erschienen ist, zeigt, daß Heddffr mit vollem Herzen an unserem Kampf, an unserem Siege teilnimmt. Dieser Mann, der stolz darauf ist, der Sohn eines Heldeirvolkes zu sein, hat Sinn und Verständnis für einen .Heldenkampf: dieser Mann, der russische utib englische Weltpolitik an der Quelle kennen gelernt hat, weist, wofür Deutsckstand sicht. Wir aber werden ihm seine Mannhaftigkeit und Treue nie und nimmer vergessen. „So wohl tut nicht der Sonne Blick im Lenz, wie Freundes .Angesicht in solcher Stunde." Die Küche im Kriege. (Nachdruck dringend erwünscht.) ' Spinat-Suppe. Haserflocken werden in Wasser gekocht, lvenn sie halbweich sind, tut man einige Tomaten hinein, bis beides ganz weich ist, dann kommt sein gewiegter Spinat dazu und rocht noch 10 Minuten mit. Dann rührt man die Sirppe durch, gibt ein gutes Stück Butter, roh« geriebene Zwiebel und süßen Rahn: dazu. Statt der Tomaten kanit man auch gleichzeitig mit dem Spinat Tomatenpüree daran tun. Das ist eine sehr sättigende, aber keine so billig« Suppe. Fast alle die vorstehenden Srtppen haben den Vorzug, daß sie ungemein nahrhaft und sättigend sind und im Notfall ein weiteres Zcogericht überflüssig machen. M i l ch k a r t o s s e l n mit Schinken. 3 Pfd. Kar- tofseln. Wasser und Salz zum Kochen, 3 Eßlöffel Fett, 2 Eßlöffel Mehl, 80 Gramm Schinkenlvürfel oder Speck, 1 kleine Zwiebel, ty 4 Eiter Milch, Liter Fleischsuppe, Salz. Die ge- waschenen Kartoffeln werden in der Schale gekocht, geschält, in Scheiben geschnitten. Man läßt im Fett die Schmken- ivürfel glasig werden, dünstet dann die Zwiebel und dann das Mehl, bis es hellgelb ist. Die Einbrenne wird ausgesüllt. die Sauce gesalzen (Vorsicht, weil Speck auch gesalzen ist) und dann eine halbe Stunde eingekocht. Sie wird geseiht unL mit den Kartosfelscheiben gemischt. Man kann das Gemüse in einer Form überbacken, dann läßt man die Speckstückchen drinnen, bestreut das eumefüllte Gemüse mit Semmelbröseln und pflückt kleine Butterstückchen ans, Backzeit eine halbe Stunde: nötig ist dies jedoch nicht. Die Kartoffeln sind in diesem Jahre als Lebensmittel wichtiger als je zuvor. Es ist häufig darauf hingewiesen, daß man die Kartoffel besser in der Schale kochen sollte, damit nicht hu viel Msall entsteht, noch Nährwert verloren geht. Pellkartoffeln kann man natürlich ebensogut wie Salzkartosfeln zu jedem Gemüse und zu jedem Flersch essen. Aber auch an und sür sich lassen sich mit Pellkartoffeln die verschiedensten Abwechselungen Herstellen. , Silbenratfel. a, an, bon, cli, cot, d, der, ge, 1er, nar, ue, neun, o, o, o, on, ra, ri, ton, ter, yir, w. AuS vorstehenden Silben und Buchstaben sollen sieben Wörter ebildet und derart untereinander gesetzt werden, daß die AnfangS- uchftaben von oben nach unten und die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen den Namen eines bekannten Malers ergeben. ES bedeuten aber die einzelnen Wörter folgendes: 1. Einen Raubvogel. 2. Wohlschmeckenden Fisch. 3. Erzeugnisse des Kunstgewerbes. 4. Deutschen Strom. b. Stadt in Frankreich. 6. Berühmten Anatomen. 7. Ein Sternbild. Auflösung in nächster Nummer. Auslösung der Schach-Aufgabe in vorigeir NttvMkkt Weiß. Schwarz. 1) Ddft-dl. L h 1— g 2. 2) K e 1 - d 2. Beliebig 8) D gibt Matt. Schristleitung: Ang. Goetz. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universttä'lS-Bnch' und Steindruckeres, N. Lange, Gießen.