Sflö Dgrudies der Lrde. btoman von ?! d a von Oersdorfs. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung., Dezent der. Bon dem schweren Ernst des Schicksals, dos drei Menschen Zugleich zermalme« zu wollen schien, bis ms Tresste erschüttert, ging ich gestern nacht gar nickt zu Bett. Ich sollte raten, helfen und ich sah doch keinen 'Ausweg. Das Schicksal mußte seinen Gang gehen. Ich aber auch. Ohne mir vorher zurechtgetegt zu haben, was ich tun und reden sollte, befand ich mich früh um sieben Uhr Ui>r der Dur des Konnnandeurs. Es nnrr nvckr vol.ig dunkel, kaum ein graufahler Dämmerschein kroch am Fimmel herauf. ^ Dann stand ich in seinem Arbeitszimmer. Ans dem Schreibtisch brannte die Lampe mit der großen grünen Kuppel und er fast in voller Uniform davor, als erwarte er einen Besuch, eine Meldung. Seine Haltung, uric er sich erhob und mir schweigend gegenübertrat, war so ruhijgl und fest wie immer. Mer der Ausdruck in feinem Gesicht gab mir einen Stick durchs Herz Dieses gütige, edle Gesicht mit den sonst so freundlich milden Augen und dem liebenswürdigen Lächeln schien wie erstarrt in herrisch beherrschtem Schmerz, die Lippen so fest znsammengepreßt, daß die markante Form des Kinns ausfällig hervortrat, eine tieseingegrabene Falte aus der Stirn, in den Almen einen abwesenden kalt-ruhigen Blick fester Entschlossenheit. Mir ituu die Kehle Plötzlich wie zugeschnürt. Eine Meldung hatte ich nicht zll machen, das sah er wohl, obwohl ich im Meldeanzug war. Schweigend setzte er sich wieder an den Schreibtisch und wies höflich einladend ans den Sessel gegen über dem selnigen. Ein zufälliger Blick auf den Schreibtisch machte mich zusammenzucken und bestürzt sah ich ihn an. Da lag sein Abschiedsgesuch — dieser große, schon tnver- tierte Brief an das Militärkabmett Seiner Majestät hhu nichts andres. „Ja," sagte er, ein wenig leiser wie sonst, aber mit völlig unbewegter Stimme, „das mußte sein .. Was führt Sie zu mir? Sie kommen nicht zum Kommandeur, -nie ich sichle. Sie kamen als Mann zum Manne, als Freund eines Dritten, der dieser Freundschaft nicht nmvert sein kann." Aufs höchste überrascht, fand ich augenblicklich kein Wort der Entgegnung oder der Frage, während er schweigend vor fick hinsah. „Sie Wichten alles, Herr Oberst ?" stotterte ich. „Bon % „Ja Bon meiner — von Harriet Und ich habe Sie erwartet, lieber Freund. Ihrer Vermittlung, Rettung, Hilfe, die Sie ihr versprachen, bedarf es nicht Hier ist vollkommen klare Situation. Ich will Ihnen das darlegen. Sie werden nie im Leben so überrascht worden sein von der Lösung eines so furchtbaren Konfliktes. Aber ui> will es so Sic ist fnr mich " er brach ab und sein der Büste des Kaisers über den, Schreibtisch zngewendetes Gefickt erschien noch nutze weg Ucker, noch verschlossener in der grauen Blässe, die sich über die scharsgeschnittenen Züge legte. — „Diese Lösung, begann er wieder, „ist für mich unbedingt die schwerste, die zu finden war. Und rvenn sie bekannt würde, würde mich -alle Welt verurteilen und der Fluch der Lächerlichkeit wäre mir obendrein sicher. Aber mein Entschluß ist unwiderruflich. — Ich verdamme meine Frau nickt, und vom rein menschlich: n Standpunkt aus verdamrne ich auch nicht unbedingt den Mann, der sie liebt. Als Mensch steht mir nicht das Recht zn, hier zu richten, zwei andre Menschen.zeitlebens tief Unglücklich zu «rächen. Die erste Schuld trifft mich selbst. Ich haue unrecht. Im Sturme spät erwachter Leidenschaft das junge, lebenSfrol-e, warmherzige und unerfahrene Geschöpf an mich, den dreißig Jahre älteren Manu, zu ketten, ihrem jugendlichen edlen Triebe, andre zu beglücken, nach zugebe«, denn ich hatte wissen müssen, daß sie sich täuschte über ihr Gefühl sowohl wie über ihre Kraft Diese Stunde ist nickt die erste, in der ich bereue und gutzu-machyl Wunsche. Biete andre gingen ihr schon voraus — sorgenvolle., bange Stunden — Nie gab sie mir Veranlassung, darüber nnt ihr zu sprechen, aber sie kämpfte wie tck und ihre Gesundheit begann darunter Zn leiden, und ich fürchte sehr für ihr junges Leben, rvenn sie an meiner Seile weiter kämpfen und leiden soll... Ueber ihn, den Grafen, habe ich schon einmal mit Ihnen gesprochen und unser Urteil stimmte überein. Jahrelang hat er, wie ich wohl weiß, das eiserne Joch qualvoller Selbstbeherrschung getragen. Daß seine Kraft der gewaltigsten aller Leidenschaften.'die ihn für die gleichaltrige Frau ergriff, auf die Dauer nrchl gewachsen war, ist für mich tein Grund, ihn zur Verantwortung zu ziehe::, wie dies sonst £ii geschehen pflegt Sterben soll er dafür nicht. Denn wenn ick» ihm gegenüber trete mit der Waffe in der .Hand, dann ist es kein Spuck, dann stirbt er?" Einen Moment flammte ein Blitz so glühe,* den .Hasses in den eingesunkenen Augen des alten Manne i auf, daß ich an seine beispiellose Objektivität nicht mehr recht glaubte. Aber gleich darauf fuhr er so ruhig und iß~: lassen wie vorher fort: „Er, der Graß würde ,nich nick! treffen. Und sie und ick, die stirnckbleibenden? Trennung ans jeden Fall. Beide friedlos, glückros für alte Zeit Ihr so zartes Leben sicherlich gebrocken. Nein, das sott so nick! sein. Nicht dnrck mich. E§ ist Sitte, ist genJfermaßen Gesetz für uns, das; der verratene Gotte fick sein Riecht mit betvafsneter Hand zu rücknimmt." Ein verächtliches stolzes Lächeln zuckte flüchtig um seine feingeschnittenen Lippen. „Ich verzichte darauf." — Jeder Kamerad n»ird begreifen, das; ick im ersten Moment betroffen mein Auge von dem Offizier abwandte, der mir sagte, daß er seine Ehre nicht mit Blnt reintvaschen lvollte — so einfach menschlich die Gründe auch erscheinen. Als aber mein Blick ans das edle, jetzt von Grain gezeichnete Gesicht zurücklehrte, das in Mi,inten gealtert war ,lnd ,ntch 46 — in feinem tiefernsten Ausdruck an die starren ’^ilac eines toten Kameraden erinnerte, der sich infolge ähnlicher Her- zensirrungeu erschossen hatte, da griff Ich unwillkürlich nach der Hand, die auf dem bereitliegenoen Abschiedsgesuch ruhte, und preßte sie selbstvergessen wie gestern die ihrige und sagte, wie es mir das Herz eingab : „Herr Oberst, ich kann da nichts tun, nichts; ich kann nur bewundern und bedauern. Bedauern, daß ich diese — diese heroische Objektivität, diese schlichte Menschlichkeit, niemals nachzuahmen vermöchte." Er nickte mit «feinem stillen gütigen Lächeln. „Jugend," jagte er, „Jugend..." Ta fuhr ich jäh empor. Ich hatte keine Tür gehen hören, keinen Schritt vernommen. Aber in der Portiere stand die Frau, im lichten losen Hauskkeide, die schweren, tief- schwarzen Zöpfe lang herabhangend. Und dann war sie bei ihrem Manu, und ganz langsam kniete sie neben ihm nieder und legte ihre beiden schönen Arme, die in schneeiger Weiße aus dem offenen Aermel hervortauchten, um seinen Nacken... „Mein lieber, mein guter Mann — behalte mich bei dir! Laß mich hier... hier!" Sie schmiegte ihr blasses, himmlisches Gesicht an seine Brust und beide sahen sich au. Ich ging schnell und still hinaus. Und draußen im Flur mußte ich mich einen Moment au die Wand lehnen... mir schwindelte ein bißchen... und mußte meine Hände vor mein Gesicht drücken und als ich sie wegnahm, waren sie naß ... Dezember. Ich bin unsagbar glücklich. Eigentlich kein sehr schöner Zustand. Man hat ein Gefühl von Schwindel, als balancierte man aus einer ungeheuren Höhe mit berauschender Aussicht, wo man sich aber nicht lange halten kann. Ter Zustand hat, so widerspruchsvoll das klingen mag, viel Aehnlichkeit mit dem Gefühl unsäglichen Unglücks wie die Berührung eines heißen oder eiskalten Eisens denselben Schmerz erzeugt. In solch hochgespannter Seelen- stlmmung, wo ein einziger Gedanke alles übrige unter seine Herrschast zwingt, wird uns das ganze Leben zu einer flüchtigen Wanderbühne, die sich um uns herum dreht, ohne daß ems der Bilder faßbar standhielte. Keiner BeschästigmDo vermag man sich mit Ruhe hinzugeben. Die unabweisbarsten Tagespfllchten verlangen eine Willensenergie, eine gewaltsame Sammlung, die geradezu schmerzhaft ist. Nur schnell vorwärts damit, unmer weiter und weiter, damit man sich so bald wie möglich wieder mit Leib und Seele in das große einzige Gefühl des Lebens, das Glück oder Unglück vertiefen kann. Das kann natürlich nicht so bleiben. Was sollte zuletzt daraus werden? Aus solchen Gipfeln kann man sich ja nicht t* 1 /, l cibet 3 geradezu, wenn man überschwenglich alücklich ist Und was ist denn das nur für ein Glück? .Habe ^,57 «Ä 'llwnenerbschast gemacht, ohne daß meine gute rw. 2 U Serben müssen? Hat mir Majestät einen Ä überreichen lassen für den veredelnden Einfluß, den ich auf eme seiner kleinsten Garnisonen ansübe? Habe ich über eine ganze Reihe von Leutnants und Rittmeistern einen Sprung zum etatsmäßigen Major oder wegen phänomenaler Begabung in den Generalstab gemacht? Ohne Äf£ n Jx et l ? ^ Mbt's sonst noch für Glück? Daß NI ch die Serben oder die Bulgaren zum König haben wollen? Nichts, gar nichts, kein Schimmer von dem schwin- dflndfu Gluck, wa» man beinah wie Unglück empfindet, und ,m „Eldorado" von den Kommissern oder im iä^r^von. den Jeuratzen tüchtig ausgelacht werden Also, ich liebe! Liebe unsagbar ein süßes Weib - wiedergeliebt, auch unsagbar! Zum Denken, zum Ueberlegen komme ich vorläufig gar nicht. Es ist alles noch v r rM Crb Ä / f ? iung, daß kein Mensch in solchem Seligkeitsgefuhl nach Ziel und Ztveck fragt. Und wenn das unbequeme Wohin und Wovon mol geschlichen komm, erstickt und cs bleibt nichts als das süße, selige Gluck: Tatiana! Tatiana !— ®f„!°“ r m n ^ einem Nachmittag. Das Wetter war leidlich unangenehmer Regentage und die Land- straste vassierbar. iwmt man auch freilich bei schärferer Gangart den schöne» Spruch gelte» lassen „»istlk: .Arischer Z*» Äo&ülleriften." Der Himmel, der so hoch und gewölbt ilber der weiten Ebene „ni Zwielitsch hing baß er sie wie eine bunte Glasglocke an den ciußersten ty ien ’ schimmerte rot und golden und gniii. Auf einer violetten Wvlkenbank im Westen lag die untergehende Soiine wie ein großer roter Ball, ohne Strahlen, als wäre sie müde von der Arbeit, Zwielitsch zu erleuchten, und dächte ans Schlafengehen. Mer ein wunderbar goldrotcr Schein ging über oie schwarzen nassen Aecker, über den dunklen Forst am Horizont, wo in strengen Wintern noch Wölfe gespürt werden sollen. Die Schmuhund Wasserlachen ans den Feldwegen, über die ich ritt, sahen ordentlich schön aus, wie jener Farbenglanz sich darin spiegelte. Es war windstill, mäßig kalt und ein ganz seines Reiten, denn der Weggrund war ziemlich fest und stark sandig und an den Rändern, wo das Wasser ablausen konnte, selbst für Fußgänger trocken und gangbar. Wie ich so in verlangsamtem Tempo dnrch den Abendschimmer reite und von der entschwundenen .Huri meines Paradieses träume, und der Chargenganl (in solchem Werter reite ich den Apollo nicht spazieren) die nicht einwandfreien. Beine so schläfrig aus dem nassen Lehm zieht, l-ebe ich meine Angen auf und sehe, daß sie mir entgegenkommt, ja sie, von der ich eben träume. Eigentlich sah ich schlechtweg eme Frauengestalt nur ans dem trockenen Pfade von dem linken Wegende herankommen, denn erkennen konnte man mit bloßem Auge noch niemand aus diese Entfernung hin, aber ich sah mit dein Herzen und mit allen Nerven und harte innerlich schon so oft dasselbe gesehen, daß meine leiblichen Augen ans diese einzige Gestalt eingestellt waren. . Ja, sie ivar es — Tatiana! Tatiana! Ganz allein mit mir auf dem Wege auf der weiten Ebene, aus der es, außer uns, sonst kein menschliches Wesen zu geben schien. Wie mir das Herz schlug! Wie es raste gleich einer rv-ahnslnnig gewordenen Uhr! Ein namenloser Jubel, eine beklommene Spannung, ein Fieberschauer, alles durcheinander hatte mich gepackt. Ich denke mir, so inag es sein, wenn nlan in seiner ersten Schlacht die Trompete „Zur Attacke?" blasen hört und nichts mehr tveiß noch kennt als siegen! siegen! Wie sie immer näher und naher heranschwebte, immer deutlicher und klarer sich von dem heitersarbenen Himmel abhvb, schien dieser dem wunderschönen Bilde nur als Folie zu dienen. Kann man sich vorstellen, daß ein erfahrener, gereister Mensch, der doch so manch schönem Weibe völlig gefaßt und als Herr der reizendsten Situation gegen üb er st and. daß dieser tapfere Kürassierleutnant, der sich des Rufes erfreute, sich vor dem Teufel nicht zu fürchten und keine Nerven zu haben, nicht weiß, was er tun soll, als ihm unter den harmlosesten Umständen in der Einsamkeit der Landstraße ein junges Geschöpf begegnet, mit dem er getanzt hat, und an dem ihm alle Rechte zarter Huldigung zustehen? Wird man es glauben, daß er völlig verwirrt und mit einem atemraubenden .Herzklopfen, das ihn in keiner denkbaren Lebensgefahr übersatten würde, an der Königin seines Herzens mit einem ernsten, sehr reservierten Gruß vom Gaul herab, als wäre er darauf festgeschmiedet, vorbeireitet, °*) nc ein freundliches Wort hervorzubringen? Nein, das ist undenkbar, um so weniger, als er dabei hätte auf- Mreren mögen vor Glück, sie zu sel>en, an die er Tag und Nacht mit allen Gedanken und Träumen gebunden war ivotch em Grad von Liebeswahnsinn — Liebeshörigkeit hieß Leilttiantsherz' T° lt ~~ * CmiC11 tr,cni 8 felddienstsäyige Jetzt war sie dicht bor mir. Jetzt sah ich sie ganz nah, sah m 'hre großen schwarzen Sonnenaugen, sah ihr dunkles iippiig bauschendes Haar mit dem roten Glanz der Sonne darm, sah den Mund... den samtroten Mund, wie eine Rose zu mir ausblühend und - ritt kühl grüßend vorbei, ^wohl. Ritt vorbei.... Der Gott der Liebe verzeihe mir, ich kann es nicht und sie darf es nicht... es war ein nn- sühnbares Verbrechen an ihr! Im schwarzen Tuchkleide, eine schwarze Pelz schlau ge “ m . *> c " j? flt *' e cl i2 schwarzes Pelzbarett mit einem weißen RelheiZtutze aus ihrem wunderbaren .Haar, sah sie ,oie eine hn}! wT 6 aus und schritt einsam in den herabsinken den Abend hmern. Und ich ritt vorbei und hatte nicht einmal fil/m' f af T e Galanterie, ihr mit dem Hinweise ans mög- lrche Gefahren meme Begleitung anzubieton und den Gaul an die Zugel zu nehmen. Nein. Ich stolperte meines Weges nach Hause. Ms einmal aber packte mich ein wilder Zorn und Grimm über mich selbst, ich setzte dem unschuldigen Chargengaul die Sporen m die Flanken und jagte nach Hause, daß die Funken stoben und die Pfützen spritzte»! und die „Zierde des Kavalleristen" mich über und über bedeckte. -Meier stand seelenruhig in der StaÜtjtr. Ich sprang herunter: „Nachher absattelu.," besaht ich, „jetzt nur schnell in den Stall mit ihm! Andre Sachen, zweiten- Ueberrock, zweite Mütze? Aber schnell? In ein paar Se künden muß ich lv-ieder fort!" (Fortsetzung folgt.) vom wandsbecker Voten. Zu Matthias Claudüts' 100. Todestage, 21. Januar. So reich gesegnet auch jenes große, durch die Gestalten Klop- stocts und Goethes umrahmte Zeitalter der deutschen Literatur und Bildung an seltenen Persönlichkeiten gewesen ist — der alle Wandsbecker Bote behauptete doch auch unter ihnen allen seinen Platz. Es war an Matthias Claudius etwas Besonderes: eine riefwurzelnde Bodenständigkeit, ein inniges Berwvbensein mit Bolksart und Bolksgeist. Wohl mag etwas Wahres an jenen „Ein> saltsprätensionen", deren Goethe ärgerlich den Boten beschuldigt hat, sein, aber dafür ist dann auch wieder vielerorts echte Einfalt m seinen Schriften i:nd Gedichten, und wo er am besten ist, scheint die Stimme uralter Bauern- und Bolksweishcit selbst aus ,hm zu sprechen. Sein Winterlied, sein schönes Gedicht „Ter Mond ist aufgegangen", die innigen Verse, darin er Sein und Wesen des Menschenlebens in wenigen Linien umfaßt, bleiben in ihrer Art Perlen unserer Lyrik, und aus Elaudins' G^ichte „Der Tod mrd das Mädchen" hätte Meister Schubert nicht jene wahrhaft überirdischen Klänge hervorlocken können, hätte sie nicht schon vor lhm der Dichter angeschlagen gehabt. Der Mann war im Leben wie im Dlchten. Wirklich bei sich war er nur in seinem stillen Wandsbeck, und als ihm Freund Derber ein einträgliches Amt am Darmstädtcr Hofe zu ver schassen gewußt hatte, da war doch seines Bleibens im Hessen lartbc nidjt lange, und von der vollen Krippe des Annes wandte er sich schon nach ein paar Jahren wieder zu seiner Wandsbecker Dürfttgkett. Dort lebte er. Dichter und Bauer, schwärmerisch und nüchtern zugleich. Bost, der sein Wandsbecker Leben längere Zeit mit ihm geteilt hat, erzählt, wie sie gewöhnlich bei einer Gartenlaube aus emem Rasenstücke im Schatten lagen und dem Kuckuck und der RachtlgaU lauschten. Frau Rebekka, Claudius' innigst aelrebte Lebensgefährtin, die er stolz sein Bauerumädcheu nannte, ag dann, ihre kleine Tochter im Arme, neben den beiden mit wsgebundenen Daareii und als Sclstiferin gekleidet So tranken fte Kaffee oder Tee, rauchten eine Pfeife, und schwatzten oder dichteten etwas Gesellschaftliches für den „Boten", den Claudius I<71 begründet hatte, und der bekanntlich das Werk seines Lebens geworden ist. Eine andere Schilderung gibt ein Bild von der Ungezwungenheit und Einfachheit des Lebens im Claudiusschen Kreise. Wenn die Familien Claudius und Bost deS Abends sammenkamen, dann ward die Tafel in dem Hause gedeckt wo nach vorhergegangener Untersuchung das mciftc Essenwürdige sich «and. .Eine bedeutende Rolle spielte ein Stück kaltes Pökelfleisch oder ein Karpfen, den man vom Fischer im Schloßgarten selbst aus dem Deiche heben sah und ins Schnupftuch gebunden nach Hause trug, Mer auch bei Reisbrei und abgesottenen Kartoffeln war man miteinander lustig. Wenn Claudius bei Boßens lvar, so hatte er ^mmer seine älteste Tochter mit einem Kreuzgürtel mis den kmicken gebniiden, die ward baim bei den Freunden aufs Bett gelegt, bis sie tvieder heim gingen. Eine lebendige Anschauung von dein Wandsbecker Idyll hat Chodowieki gegeben, der ans emem Kupfer zum Wandsbcckcr Boten den Leiter des Blattes wlbst wi Schlasrock und Pantoffeln, die Nackftmütze aus dem 'kopse, geschildert hat. Wie er über den Knaben den Ehrensprung tut, wahrend Rebekka mit den. Kleinsten aus dem Arme ver^ wundert und fröhlich zuschaut. Diesen Knaben hatte Claudius übrigens damals noch mcht, aber an Kindern I>at es zu feinen «VJ «kmeru Hause.gefehlt: schließlich waren es ihrer zehn, und Elaudins hatte mit ihrer Ernährung und Erziehung alle Hände voll zu tun. Am bekanntesten unter seinen Kind, rn ist die älteste Tochter. Caroline. gtNvvrden. die dem jungen Buch Händler Friedrich Perthes als Gattin gefolgt ist. Eine edn GIcnilnuMdif Fannlienszene war es. wie der stilliebende Freier vom Weihnachtsbauine der errötenden Caroline einen vergoldeten Apfel als As symbolische Bekenntnis seiner Neigung überreichte, auch un Bilde ist die liebliche Szene, die man in BZaudts Lebeiisbrld von Caroline Perthes fein geschildert findet, fest- gehalten woiden. Ter wohlbekannte Gothaer Verlag von Perthev hat es seither his zum heuttgen Tage als eine Ehrenpflicht ange Anderen von Claudius liebend zu pflegen, und das Wertvollste der Clandruslileratur, wie die musterlwfte Ausgabe Ausgabe semer Werke von Redlich, die tüchtige ClandiuSbiographie J 0 . 11 aiP CV i' das erwähnte Lebensinld von Caroline usw ist bei Perthes erschienen. Claiidius persönliche Erscheinung war nicht leicht zu ver * 0 e|fni. Ter Besuckser stand vor einer mittelgroßen Gestalt im mguemen Hausrock nnt schlicht zurückgestrichenem. von einenr Kamme znsainmengehaltenen Haar, schönen blauen Augen und Er charaktensttsch stark hervortretenden Unterlippe. Im Ge spräckf pflegte er sich des Plattdeutschen zu bedienen. Kennzeich nend für seine Unterhaltung ,oar ein sanfter Ernst. Er- sprach wenig und in kurzen Satzeti, aber was er sprach, war voller Herzlickfleit. oft voller Witz und Laune. Die irrnige Fühlung mit der Natur lvar ihm tiefes Bedürfnis, und er wurde nicht müde, seinen Kindern die Augen über die Wunder der Schöp l"ng zu öffnen. Er tonnte mit ihnen Bocksprüngc wie ein. ausgelassener Junge machen, dennoch wurde ihre tiefe Ehr furcht vor dem Vater dadurch niemals gefährdet oder erschüttert. Mit dem zunehinenden Alter wurde Claudius ernster und hielt sich immer engn zu der Heilswahrhcit des Christentums. Von manchem atten Freunde sah cr sich geschieden: Bost ging einen anderen Weg, selbst Herder wurde kühler, lind Claudius faub sich gegen den Schluß seines Lebens in der deutschen Literatur ziemlich vereinsamt. In seinen letzten Lebensjahren hatte er noch Schweres zu tragen. Drr Krieg von 1813 trieb ihn ans Wands deck, und als er nach nrannigsachen Leiden und Beschwerden iiu Mai 1814 wieder in sein Haus zurückkehreu konnte, fand er da alles im Argen Daß sein Landesherr — denn Claudius war dänischer ^Untertan -— iirbem großen Befreiungskriege zu Napoleons rsachc hielt, bas hat ihm das Herz gebrochen. Neuer von den Taten der dicken Verla. Zn den ungläubigen Thomassen, die nicht glauben rvollten, das das deutsche Heer im Besitze beloeglicher 42 Zentimeter- Mörser sei, gehörte im Anfänge des Weltkrieges der Amerikaner Jrvin S. Cobb, der als Kriegsberichterstatter der „Satnrday Evemng Post" tätig ist. Er hat auch späterhin die dicke Berta nicht von. Angesicht sehen können, allein deuZche Stabsoffiziere haben ihn an den Stätten hernmgeführt, ivo sie gearbeitet hat, und »vas cr da gesehen hat, hat ihn so gründlich bekehrt, daß er nn richttges Loblied aus das Kruppsche Riescngeschüy anstimmt. Beim Anblicke der Verwüstungen, so drückt er sich aus, hätte er kaum geglaubt, daß Menschen solche Bernichtnngsiverk- zeuge schassen könnten, die mit so teuflischer Genauigkeit arbeite», und so vollkommene Vernicht niig belvirken. Für die Wirkung die dicke Berta zum erstenmal ans französischem Boden gesprockien. Aus den Erläutenmgcn der deutschen Offiziere entnahm er. daß die dicke Berta 8 —9 Kilometer weit von iljrent 3idc entfernt stand und sich erst einschießen inußte. Dieses Einschießen — die ersten Schüsse gingen zu lueit — uwr ein bitterer Borge jchmack für die Besatzung des Forts. Die Einschußlöcher auf freiem Felde, die dabei entstanden waren, besichtigte der Amerikaner aus dem Wege zum Fort. Hübsch hintereinander in Abständen von rund 150 Metern (so schreibt er) sahen wir eine Reihe schornsteinfürmiger Krater mit glatter Wandung. Bon einem solck-en Krater nahmen wir die Masse: oben war cr durchschnittlich .50—60 Fuß (15—18 Meter) lweit, und er reichte bis zu einer Tiefe von 18 Fuß.( 5^2 Meter) in den Kalkboden. Nach unten verjüngte cr sich, und auf dem Boden hätten gerade noch zsvei Mann Platz gehabt. Wir waren erstaunt darüber, daß eine Granate von etrva einer Tonne so konstruiert sein konnte, daß sie soweit in festen Boden eindringen konnte. ohne» zu explodieren. und daß sie bei der Explosion so »oohlgesonnte Höhlungen erzeugte. Am meisten waren wir darüber verwundert, daß die aufgeworfene Erde, gairze Wagenladungen, nickt zu entdecken war. Sie war nicht etwa am Rande der .Höhlung anfgehäuft, sie lag auch nicht in der Nähe aus den: Felde, son der« sie lvar verschlvunden, und daraus entnachi'en wir, daß die Kraft der Explosion so stark war, daß der ganze Boden zer- pulven und als feiner Staubregen aus die Erde niedergesallen sein mußte." Das Erstaunen des Amerikaners stieg noch mehr, als er bei dein^ Fort selbst die Gesckwßwirknng sehen konnte. Das Fort Des ^sarts ist 1883 ungelegt, aber im Sommer 191.» weiter ausgebant. also ein ganz modernes Fori, und seine Be satzung lvähntc sich in Sicherl^ir vor dem deutsckh'N Angriff. Wie enttäuscht und überrascht sie ivnrde, ist bekannt. 'Der Amerikaner folgte bei seinem Besuche der Einschußöffnung eines Treffers „Durch ein Loch in der ersten Briisttvehr gingen wir hinein, daun ging es über einen halb mit Trümmern angeftillten Gra ben, und so kamen uht in das einstige Herz des Zvrts. Hätte ich nicht schon eine gcnässe Vorstellnng von der vernichtenden Kraft der tonnensckweren, vier Fuß langen Geschosse gehabt, so l>ätte ich behaupt et, die Stelle, an der wir stmroeu, sei sttintn'u laug bombardiert rvorden, daß hunderte von Bomben hier ein geschlagen hätten Nun aber glaubte ich denr deutschen Haupt mann gern, als er mir erklärte, wahrscheinlich hätten nur fünf oder seckfs Geschosse das Ziel getroffen. Mögen es selbst sechs gelvcsen sein? Mer was diese sechs angericküet hatten, läßt sich rncht bcsckfreiben. Jetzt erst rmiß ich, n»as d,is Wort Chaos eigentlich bedeutet: hier war e$ ansckianlich definiert. Alles zi: schildern ist nicht möglich, aber einige Einzelheiten werden gr nugen. Hier hatten sich die nnterirdiscktz'n Gewölbe, die Schlaf säle, die Magazine lrefnndvn. Alles tvar. jetzt nur ein Loch in; Bodeu, und wir standen am Rand und sahen in die endlo- fch ein ende Tiefe. >?Ns lvir aufwärts blickten, sahen wir 40 Fllß über uns eine große Oeffnung im Ei-dboden Nassen. Um uu-^ herum lagen MetallspUtter. ans deren Form ick, erkenne» konnte. 48 bofe irij Stücke- von filtern Schutzschilde einer Mammc vor mir batte; die Sfaiumr war irnettb wo oben ausgestellt gewesen. DaS Geschoß, da- die Kanone zerstörte, batte die Panzerung lnerher geswleübert. Ich suchte nach entern Vergleich, der den Eindruck des Panzerrcstes schildern sollte, aber ich fand ihn nickst; doch denke ich. wenn man sich einen irdenen Topf von einenr hohen Gebäude aus die Strafe geworfen vorstellt, bat rtuui ein Bild von dem Anblick. Alles um uns tag in Trümmern, nur an der Mauer eines Raumes, der früher wohl eine Offiziers^ kamrner gewesen war. hingen noch ein paar eiserne Bettstellen, unbeschädigt, -obwohl der Fnfstwden darunter iveggesckstagen war. Tie 42-Zentimeter-Mrauaten haben die gleichen Launen wie Vsirbelstürme " 'Ter führende Stabsoffizier erzählte seinem Gaste dann, wie sie die Ereignisse bei der Beschießung des Forts re- temstruicrt hätten: in die untersten Räume hatte sich die Besatzung geflüchtet, nnd sie lag rmter dem riesigen Trnnnnerhaufen begraben. Tarnt ging mau weiter durch den Hinteren Ansgang ins Freie, und hier erzählte der dentsckie Offizier dem Ämerv» kaner, was für ein furchtbares, unauslöschliches Schrcckbild er an jdieser Stelle gesehen hatte. Hier tiäntttcb hielt er. als das Fort die Weiße Flagge aufgezogen hatte, und hier sah er den Rest der Besatzung, an die 200 Mann, aus dem rauchenden, brennenden Fort flüchten. Sie machten bfii Eindruck von Wahn sinnigen, sie kamen taumelnd, nach Luft schnappend heraus, fallend nnd wieder aufstehend, offenbar geistig zusammengebrochen. Ter Ranch, die Gase, das Feuer, die Erschütterung, alles «vas sie Überstauden nnd nun hinter sich hatten, halte sie toll gemacht: sie lanztelr. sangen, sckwwen. lackten und brüllten wie sinnlos, bis sie ni-edersielcn... . kann dle,ec. wesckiche Deutschland nicht verlassen, ohne den starken und bleibenden Eiirdruck mit fortzunehmen, daß das Vaterland mit all seinen Riesenkräften daran arbeitet, um für die letzten Möglich- lerten des Krieges gerüstet zu sein." vermischtes. * ^ k r sch laue B u ch bändle r. Die Engländer möchten gern den Uinchein erwecken, daß in Kairo alles in schönjster ll11 ^ 2 r r lnm fl fst. aber unabsickitlich schleichen sich rn dia Gerüchte doch einzelne Züge ein, 'die erkennen lassen, daß man dort vwl mehr mit den Türken nnnpaktzisiert, als den letztgrn Machte hapern lieb in. Dafür zeugt and» ein lustiges kleines Geschickstchetk, das em Bercchterstatter der ..Times" so nebenbei erzählt. Ein Buchhändler in Kairo hatte sich, ermutigt durch die Begeisterung^ mit der Aegypten J908 die iungtnrkische Reform begrünte, '>000 türkische und arabische G r a m m a t i k e n zu- gelegt, für die er bei der neuen Vorliebe für alles Türkische eiuen guten Absatz erhoffte. Aper seine Spekulation schlug damals fehl, und in di'n nächsten 0 Jahren verkaufte er nur 40 Grammatiken!. I^tzt aber war der rechte Augenblick für ihn gekommen, nnü> sein Weizen blühte. Schon als die Pforte mehr nnd mehr eine feinde liche Haltung gegen die Verbündeten einnabm, lvucks der Verkauf der'Grammatiken außerordentlich, nnd als die Türkei dann den Krieg erklärte, da wurde sein Laden geradezu von. Aegvvtenli gestürmt. Die meisten warnt Türkensrennde, die mm auch ihre sprachlichen Kenntnisse vervollständigen looUtoir. um die alten Herren pei ihren» siegreichen Eumrarsch in vertrauten LautenI begrüßen zu rönnen ; viele aber waren muh furchtsame Estendis, die noch rasch türkisch lernen wollten, um' ihre Stellungen befrag Kam I ten ZN können, wenn die türkische Herrschaft beginne. So verkotlftc 1005 v£H 001t Krupp erzählt ttmö. I der schlaue Buchhändler inl Handumdrehen seinen ganzen Vorrat, Ein Sonderberichterstatter der „Daily Mail", der einem | und er bedauert jetzt mir. daß er sich tlicht noch ein tun Ichn- ueuttalen Lande angeboren soll, hat Deutschland mehrere Wochen I tausende mehr von diesen Grammatrken 1908 angesckaffr hatte; lang bereist und sckstldert seine Eindrücke, die trotz aller Vorein- I C F wäre ,re auch spielend los geworden, denn die Nachfrage nach genommenheit bes Schreibers dock einen großen Eindruck von I kurkrschen Grammatiken tft weiter ansterorderitlich groß, der Kraft unteres Landes »md unseres Volkes nicht verberzzen kvmren. So -ist -er auch in Essen gewesen und hat hier die Krupp werte besucht Er entwirft ein Bild von dieser ungelteuren Unter* nehmung, deren Feueressen ivetthiu den Himmel erleuchten und deren unermüdlich tätige Maschinen ein gewaltiges Lied der Arbeit singen. „Man kann nicht zweifeln, daß die Myriade von Händen, die hier in Deutschlands großem Wasfenarseual hinter diesen sorgfältig bewachten Mauern am Werke ist, eine ebenso wichtige Lebensbcdingutrg für Deutschlands Krieg ist »vie die fünf Millionen Soldaten in der Feuerlinie. Essen bei Nacht erfüllt einen piit einem geradezu überwältigenden Gefühl von den grenzenlosen Hilfsmitteln des Kaisers für die Kriegssnhrung. Um sich eine;! Begriff z», machen von der Lüisdehnung nnd der Olröste dieser Werte, müßte man Sheffield nnd Rewcastle on- Tyne und Barrolv-in-Fnrnef; in eins zusammen fassen, uuö auch dann würde »nan noch keine Elle haben für diese 42-Zenlimeter- Maße. Seit 1870 hat Krupp seinen Riesenbetrieb nicht Dag und Rocht in einem so nngeh.ureu Tempo in Tätigkeit gesetzt. Tie Arbeik uürd gegenwärtig von 44 000 Mann ansgefnhrt. die m Schickiten voll 8 Stunden arbeiten. Die Aufträge find natürlich ausschließlich von per deutschen Heeresleitung gegeben. Für Oesterreich kominen die Licternngen >weniger in Betracht, denn die Skoda Werke, der „österreichische Krupp", sind ebenfalls eine lehr gut geleitete und ausgedehnte Unternehmung, sähig, dem K'atscr Franz Joses dieselben Dienste zu leisten, die des Kaisers Legionen nnd Flotte» aus Essen empfangen. Etiva sünl Sechstel der ganzen Bevölkerung von Essen ist airf irgend eine Weise von Krupp abhängig, so das: jeder Mann. Frau und Kind in Weser rnßigcn Stadt der Arbeit persönlich stolz ist aus die wichtige Stellung, die Eisen jetzt im Vaterland«' einuimntt. „Das Retch hat die Ri au nee, Essen ha! die Panzerplatten, die Gra- nateu und Kanonen. Triele beiden ursamtuen müssen gewin- u ™: ' Est ider Geist, der Krnppstadt beseelt. Tic Essener '.vtlsen, daß die englische»! Flieger seit langem den Krupp,verken einen Betuch abltatten möcknen. Aber sie fürchten sich nicht. Sie ver- iranen aus die Soldaten, die jeden möglichen Zugang und Aus- aang der Werke bewachen. sie vertrauen' aus ihre zur Abwehr von Flugzeugen gebauten Kanonen und wissen, daß jeder Angriff aus der Lust, der gegen diesen Lebensnerv des Vaterlandes gerichtet rverden tollte, abgeschlagen lverdcn tvird. Der Name von Krupp "i so allmächtig in Essen, daß keiner an eine Gefahr glanlwn kann. !!.!', .lüde Übungen, daß die. Kl tapp heit von Rohstoffen die Arbeit m '. behindern könnte, finden hier keine Beachtung. Mag « ■ ™ ----M T „ u , fl noaj Du- Getßel des Krieges Platzen, wie Hamburg und Bremen. I Schellen(Earreaus-Neim, ntukde»nnachGrünlPigue)-Tournee spielen, uub. u grschlagen und ihre Industrie gelähmt haben, so er' ! Tos Spiel wird mit Schneider gewonnen. -- Wie ,nüssen die Karten verteckt sein und wie wurde gespielt? Anslös«»g in nächster Nummer. vüchertisch. — »Are»! a*. Diese handliche Ottapausgabe von „tteber Land und Alecr- (Deutsche Verlags-Wlftalt, Stuttgarts hat vor kurzeut ihr sechstes Hett ausgegeben, das erste in! »reuen Jahre. Eine Zeichnung Lutz Ehre»lbergerS, die deutsche und österreichische Ossi- stere in e'»»e»n Schützengraben vor Warschau bei einer traulichen Silvester'eier zeigt, lecket es ein. Und dann beginnt »nieder d,e Folge sorgsan» ausge,vahlter NrtegSpbotographien, künstlerisch ge- sebener imb dltrchgeiührter Gemälde, erläuternder Anffäne, fesselnder Novellen, »vuchtiger und zarter Lyrik, die von altersber jede Nickniner dieser vornehnien Zeitlchrnt ans reizvolle, ab,vech!k»ttigS. rciche Weife belebt. Ernst Zahns jüngstes Werk .Der Gern groß" geht zu Ende. Neber Geschoßbahnen unserer schweren Geschütze plaudert Professor A. Keller, von de,» Senufn erzählt F. Baumani», die Wirkung d«S Krieges in Wien bespricht E. Goth. Peter Paul Sch,venu, jPaul Rosenvayn. Hans Hyan sind mit Prosaschrt'len vertreten. A»»gnste Supper, Rudolf PreSber, Leo Heller, Ernst Zahn, Max Preis, Kai! Hans Strobl, Wilheln» Schüssen steuerten Gedichte bei. Vom KliegSschauplatze schielten ,nieder Ernst Klein und Wilhel»n Mietzner aktuelle Beckrage, die aber durchaus nicht nur für de»» Tag geschrieben sind: dieSn»al bietet die Siubrik mit vielen Bildern E. L. Oster»nayer4 eine besonders wertvolle Be- reichen,ng der nbermähig großen Kriegsliteratur und Kriegskunst unserer Zeit. _ 5lat-rrufgrbr. Ta Vorhand und Hinterhand passen, to»irniert Mittelha,»d in der Hoffnung, einen oder zwei Wenzel z», finden — Grand will sie nickck riskieren — mll folgenden Karten: r r v^ w |V + ♦ v i *h Lt_±j L l_ Q.Q B i O . V» lffn ^^^üige Industriestädte, wie Düsseldorf, Dnis n«r«?. .Nulheiin. Bochum, Dortmund und noch viele andere Plätze . "na Westfalen einer nie gesehenen „Blütezeit". ! •f! 1 !' ü'oe Gießerei, jedes Geschäft, das Kriegsmaterial orbeitt t. lst m anqelvannt^ler Tätigkeit. Za. auch zahllose Werke, r>k lruher srudlrche Dmge tzerstellt^m, schaffen für den Krieg. Man ^ch.i'cke t : Aug Goetz - ''olalionsdrnck nnd Verlag der Brühl'schen lluroersitats-Buch. nnd Steindruckerei, N. Lange, Gieße»,. Auslösung dcS Bilderrätsels in voriger Nummer: Wo man raucht da »nagst du ruhig harren, Böse Mensche»» haben nie Zigarre»».