iBös Paradies der Erde. Non,an von Ada von G e r s d o r s f. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Ahnuiigk Jo. es ist Ernstes geschehen! Aber . chi denen^ an d.e ,ch dachte! -- Mir ,st'S geschehen, mir S; ^ch kmn, mich nicht fasse». Ich kann nicht be- gesehen! elttoa * ,nlr »>bt! — Ich habe — sie - ^ " n Leben jeden Mannes nur ^ a Denn daß es diese eine mehrmals ffrkintJt 0 ** unmöglichI Sie steht immer ganz allein. Um wkffiii’k'r'Ä T nichts. Ich stand in der Tür- »nd sah sre. Und sie sah mich.... Uni uns ein Mensckienstro,». ^"^"^V'^ufik, Sprechen. Lachen, Blumen, Wein, ttVr mm- ti nu , r f,e - die eine . und ihre Augen .. iWprW f 1 ( ^oher kam sie? Wie war's denkbar, daß sie hierher kam, nach Zwielitsch, auf diesen Basar - denkbar, dort stand, keine drei Schritt vor mir, kein .Maukel j,nillli tC $i C r'' U ' ( feine Traumerscheinung! Rein, rhi.f , bo l‘ "nter dem rotweißcn Balda- cl., 1 , rrnev Berkanfszeltes! Zu wem gehörte sie? Mit weni KÄ n L nCn 2 ®. ie basalles mit allen nur denkbaren ^.ogtchkctten durch me men Geist blitzte! Aus Zwielitsch, aus «ii argegeud? Unmöglich Sonst hätten es die Zwielitscher ^^"'.ber Landadel, die Garnison, einer dem andern zehn Meilen in der Runde zngerufen. Nein, zu Bekannten gehörte sn nicht. Aber zu den Unbekannten, zu dem fremden Volk, oav nie oder nur feindselig unser Weichbild betrat oder die ^-ege des - fflzierkorps kreuzte. Eine Polin mußte. konnte sie nur sein Nur eine Poßtn sann so sinnbetörend schön und ernst und stolz aussehen, das weiß die Weltgeschichte Und auch die weiß roten Streifen ihres Zeltes, der weiße Adler lin roten <>elde der Flagge darüber deuteten ans Polen hin Und dennoch, wie sollte es denkbar sein, daß der hiesige polnische Landadel, der uns nur bittere Feindseligkeit Zeigte eine grauen und Töchter auf das Fest der preußischen weiter von Zwielitsch sandte? i>.L stand irU regntigslos unb staunte sie an und mar- wite mich mit prägen, als trennte mich eine iveltentiefe >ktnst von ihr und keine Seele wäre um uns, die mir hätte Antwort geben können. Und nun kam das ganz Unerhörte- ** « ia! ? C !l ^"e sie schoii längst gekannt und geliebt. Wo? Wann? Bor Jahrtausenden vielleicht, als unsre Seelen in andern Körpern wohnten, zum erstennial auf die Erde geschickt, atv sie Kieopatra war und ich Antonius? ^a, ich kannte sie. das wußte ich! c. ^ebnisse sind so überraschend, neu, so schreck- hast seltsam, das; man wie festgebannt dasteht, sich geistig und körperlich wie erstarrt fühlt, das Einfachste und Zu- llachsttiegende, lvas man tun sollte, vergessend, betäubt wie ern Trunkener. Irgend jemand lachte und sa>gte ettvas zu niir und schob iuich vorwärts uud ich ging »nechanisch weiter und stand vor ihr, wortlos. Und wir sahen »liis stumm an. Vielleicht haben sich Adam und Eva im Paradies einst so angesehen, als sie sich zunr erstenmal erblickten. — ~ Da steht sie vor mir, umwallt von goldgelben losen «eroenfalten, die mit antik geformten Ainethystspangen uderall gerafft sind, so daß ihre schneeweißen Arme und Schultern hervorleuchten. In ihren nachtschwarzen Maaren, me ln schwerem starken Knoten hoch oben aus ihrem Scheint. geounden sind, schimmert eine goldene Kette, und ein rleines Kreuz von Amethysten hängt zwischen ihren langen, schwarzen Augenbrauen auf ihre Stirn hinab. Nie habe ich .lugen von dieser ins Tiesgriiire schillernden Farbe gesehen, ^ind dieser traurig ernste und doch stolze Blick erinnert an d-e gefangene königliche Löwin. Unsagbar schön ist der ^tund. Nichts auf Erden" kann den Mann, der ihn berühren durste, ans den Fesseln dieses Weibes lösen. — Der Angen- bU< *, lvv rch sw sah, war eine Offenbarnng, durch die ich mich selbst entdeckte und ein andrer wurde für alle Heit varry Rehn -> ergib dich! 'Ergib dich ohne Widerstands denn „sie" ist da! — Wie ein Dieb in der Nacht ist sie über dich gekommen, die große, wahre, ewige Liebe. Es ist Ta- tiana Korrolewski, die Tochter des alten polnischen .Handelsmannes mir gegenüber! Sie ist in Posen in einer renommierten Buchhandlung als Kassiererin. Ich weiß jetzt, daß ich sie wirklich kannte. Ich -sah ihr Kinderbild in ihres Paters Hause. Und was nun? — Was soll daraus werden? Still... Tatiaira ... Tatiana... Ich mußte anfhören zu schreiben. Ein solches Gewimmel von Gestalten und Bildern erfüllte meine du ulte Stube und mein Gehirn. ^>ch konnte Freude uub Schinerz nicht mehr unterscheiden, alle Regungen des Gemüts fchienen vertauscht. Zn ^ett ging ich gar nicht. Ich zog rnich nur um, duschte und ging nach dem „Kloster" hinaus - vier Uhr morgens. Ich wußte, da saßen noch einige und ba gab's etwas, das jeden andern Reiz betäuben kann. Hohes Jen! Aber wie ich so durch den naßkalten nebeligen Winterinorgen die schmutzige Straße hinunterklirrtc und die finsteren alten Mauern sah und dahinter mir die Gesichter dachte, diese leeren, starr- gläsernen Aiigen, die heiseren tonlosen Worte, die häßliche trübselige Heimlichkeit... da mußte ich plötzlich an den besten alter Kommandeure denken und was er wohl dazu sagen würde, wenn er auch mich unter diesen Elementen fände. Ich kehrte um. Der stille Gang durch solch einen finstern Morgen, wo man schon von fern vereinzelte Laute envacben- den Lebens und mühseliger Tagesarbeit ums tägliche Brot t - l J' k Cm Menschen gut, in dem auch ein neuer, vielleicht schwerer Tag mit seiner Kampsarbeit erwachen tvill, wenn auch nicht unis tägliche Brot seines Leibes, wohl aber um das feiner Seele, ohne das sie nicht leben tonn die Liebe! Ich flinfl tu bfn stall und sattelte Apollo. Meier lag im Bett neben ihn» x)ch beneidete ,hn last um seinen nngiauv- lichen -chtaf. denn er rührte sick» nicbt be^ neltenMrren und Trampeln. als ,ch den Gaul »»erauszog Am r,tt ytvci stunden in das langsam ans der Tämmernng nenvl tretende c^elände hinter den Pappeln de-^ -cknennanves stand der Halbmond so blau iwb iväiirig. dag di r alt« Bnrm»e »nie venve»nt auasad. Abcr er fiKiibilf den aller not»ve nd»gilen Sdiinnner siir Apollo Es »st bei Nad»l geradezu eine Wonne, aus ihm zn sitzen, dieser sidnre, ledernde, regelmaftigelnang gibt einem düs Gefühl eine» Kinde» in ba Kriege, dao von feiner Mutter bewacht wird, rix nt bade ,d» keinen Tu*mt in Rück»',du ans meinen gestrigen alS »nnitro ,!v plrusir. Ifr* nt da allerlei passiert, lvas tdi nicht ganz ignorieren kann und »na» nult, stört Ta ,st das N»edr-rsd»reidc i, sehr praktiid» Man wird sid, librr ll,»klare» klar und scheidet manches an». das sich sonst immer wieder unbernsen znnsdn'n die t^edanken drangt Gräfin Uanda lvar gnch ans dem Basar. Es ka»n mir litchi unerwartet, aber es giiig nur doch wie ein Llict» durch alle Nerven. alS ich »ie sah zn gleicher Zeit mit der der; »>nd sinlib,inäenden Pol»n sie stand hart nebeii ihr. Wie tui d>t bar ernn jie anssah in ibrem langen schwarzen Ule,de von starre-. Leide. Tie Lilberfüden ihre» Haares schienen mir noch viel dichter neben der ebenholzschwarzen Krone über dem jungen, himmlischen (Besicht daneben. Poncalet sagte einst, wie e» tausendmal leichter sei, einein beleidigten Mvnn in die Mündung seiner Pistole zu sehen, als einem Weibe, dem man web getan bat. vielleicht »veb tun mtts'te, in die traurigen Augen. Gerade die Aller besten, die Aller,nttttgslcii unter unS machten da feige kehrt, auch n.^nn sie sich gar keiner Schuld bewnstt seien. Aber das ginge Über unsere u raste, und was man vorher gar nicht war. wird man bei fold-er Begegnung, nämlich grausam. Ad» »rar alles zusammen: feige und grausam und schwach, während sie sich gar nichts merken lieft. Ruhig und vor- „vt*,it freundlich grüftte sie »ntch. ihre Augen zeigten den selben »lugen » aren Blick, der alte Lchimmer ihres liebenswürdig sarkastischen Lächelns umaab ihren seinen blassen Mund, Es kam mir ans einmal völlig traun,hast vor, daft je „etwas ' zwischen uns „passiert" sein sollte, wie man so sagt, und ihr seltner, banger Brief »vollte mir jetzt ganz anders erscheinen, wenn nicht der mattrote Schimmer über ihre herben, scharsgeschniltenen 'füge geglitten »väre. Aber das »rar doch nur natürlich: vielleicht hatte ich in den Brief mehr hineingelegt als borin stand, und dann »var es noch immer nicht ausgeschlossen, daft mir diese edle vornehme Frau doch noch ein guter, kluger Freund und Berater werden könne Tras dies nicht zn. so ivsar jedensatts eher mein Eni».finden als das ihrige daran schuld. Ach wallte erst seit wärt» ol'jd'iilen, als ich sie sah, und mich ans einem andern Wege an mein Hiiiimelsbilb !.'ranscküängeln. da kan, jie mir bereit» einen halben Schritt entgegen und reichte mir ruhig die Hand Cd» sie so ruhig »mir, »vie sie anssah? Tie Land war eiskalt, aber der Blick, der den »neiingen direlt suchte, so mütterlich herzlich das liebe feine Lächeln so l esch.i»nend überlegen, daft mir »var. als ob die schöne Hand »vieder so mütterlich über mein Haar streich- wie an jene»», Abend, und dich ich mich unwillkürlich in reinster Tantbarl. it und Verehrung darüber neigte. Aber sie wollte »ueinen Handkrift nicht und sagte mit ihrem schöne», tiefen L^rgan: „Nicht doch lieber Rehn; Freunde wechseln einen Händ.'truck, und »vir »vollen Aren»,de sei», . bitte!" setzte sie etlras leiser Hinz»», nm meine sichtliche Verlegenheit zu beseitigen. Ach raffte mi denn auch zusanimen und rückte um den, i». rvor. nas mir eben auf der Lippe sah und gerade das hätte icl> nnterdrürkeit sollen, denn eigentlich »var es grau »am Ad> fragte sie nämlich, »ver das wunderschöne junge Mädchen im gelbe», üleide wäre, das mich in einer Weife frappiert l abe, wie es znir noch tzne in mdnem Leben geschehen sei, und wenn sie mich Ni bekannt »midini »vvltte, »uim- sie meiner tiefsten Dankbarkeit gewift ^ie sagte sreni,dlid>: .Sie haben vollkommen recht. El»rMs so Vollendetes an Schönheit siebt ,nan selten Es ist uns von, Komitee des B^isars ordentlich schiver ge»vorden, uns die kleine Schönheit von ihrem alten Vater, dem de- flaitnty,, Autiquirätenbündter in N-r Rosen nasse, auszubittcn, CM»* sie die von ihm gesch-nlrcn Gegenstände auch selbst hier verkaufen tonne." ,.Lebr sie denn jetzt bei ihm? Ach bade ** noch »,i« -»>' st Heu," stotterte ich el»va» hastig und meine Anige regt Heu innft »ich u ohl recht naiv gnsgenommen staben, denn die G,I. sin sab mich einen Moment lang mit leicht zttsammenu'cs », den Augenbrauen.prüst-nd an, eh' sic sagte: ..L»e ist bisher il, Polen gewesen Actzt, da sie, glaub' ich anstcr Ltellnng »st. wird s,e wohl Mir einige Hfit bei ihm bleiben " Sie sah mich mit einem schnellen, »vie erschreckt nagen» den Bl»ctl an, und ich mnftte scinveigend meine Augen senken. sjensichtticher häkke ich mich dieser derzen-knndigen Frau gegenüber nicht verrate», können. Ach suhlte und sic statte es bemerken müssen daft alles Blut au» mcitirm kaifern braunen (Besicht lvtch und »vie niriiiC Haut sahl »vurde, an die eigentüinlichc- Erscheinung bei Negern erinnernd, deren Haut färbe de, jaden Gcmütsasfekten in» Grünliche übergeht. K srei- lick. nenn er die nötiaen Mittel hat, mit Leicinibkert vor dieser Nor schützen :^mn darf er sich dann nicht als einen Patriot an» dczkick.tun Tour mehr als je sollte diese eiserne Zeit jeden Einzelnen lehren, daft er während des Krieges nicht nur die Pflicht bat, für sich und seine Nächsten zu sorgen, sondern daft er die Mitverantlvortung für sein ganzes Volk trägt. Und »venn ünmcr noch so viele Nagen, daft ihnen die Gelegenheit fehle, etwas fürs Vaterland zu tun, so bietet sich hier besonders allen Frauen, aber audi den Männern. Gelegenheit genug, sich für das Volks»vohl zu betätigen. Tie gute Organisation zu Hanse und das fldvrr (VS*ffih;, das; Tirr auch bei länger anhalteudi-n» Mvicfir Tritte % t emfttfc.n fniut, trnat rrlblid dazu bei. unfern» j ui C pni ,m Fette tni m#rflliid .’H Mut ;n ftärlcii. -as können uir uittf fltfr md ."i und ' i 'l > g nn n > «Inste» S?er«dncbciuurb in dcr S^ad«!«.» flnitod», tm Abfall Kbftf foaufc* irt VkhlflltfTima >u pfr»i»eueit T blJiint mtni m« irt'läflf iiücu'ii hier uidjt. 'Kur ronin in j.N m C it hau >nli-»n btflfv Seite eine Zentrale ge,d.i'iai lufia . non wo au* •»<* Abfälle au# den verid ied»nsta, Käufern »nsamm.-n.»'holt und ridii« verwertet wurden, ließe sich in der Ta» vier eine grotz. Ersparnis anbahnen 'JMtiftt der Hausfrau d.N'e, märe, da, der Abfall in saubere Eimer getan, feiu.n Beiden»enHeu nach gleid ge «ändert und zum Abboleu Urteil .lfttclli würde Ber dcrbencr oder angesäuerter Abiall ist nalürtid' ivertlss g.ivor den. Ter gute Wille führt hier nur zun» Ziel, mm et ne feste Hand die Zache' ordnet und in die richtige Bahn leitet T.-r Siadlverwaltung in, engeren Sinne, die in dienr Zeit obnctin mit Arbeit überlastet »st, wrrd man du L'r iannanon na türlid nicht zumutcn können, uirllndu fände sich aber n; lat«r wirtschaftliche T cputation bereit, sld« der flemift dank baren Ausgabe anznnehmen. Eine weitere Ersparnis wäre nach vieler Verständigen Au sich notwendig bei der Anwendung von Liebe.' «aben Man tollte sidi dod, mit denen im Uelde in Verbindung setzen und nwgl»d,tt solche Liebesgaben hinausichiden. wne sie den» wirklichen Bedurt nis entsprechen und u>re sie auch bei langer Pollverzügeriing nn beschädigt ankommen können. Tie Liebesgaben tür die Lazarette bilden ein Kapitel für sich Wem müchjt es wohl nicht Vtreud.. ban heimgekehrten Bcrwnndete,» so viele Liebe und Fürsorge angedeihen zu lassen wie nnr möglich Fürsorge und lahme Sentimentalität sind aber zwei sehr verschiedene -ränge Es wäre Hier doch vielleicht nützlich', iid: mit den leitenden Aerzlen und den Schwestern der einzUnen Lazarette in Verbindung zu setzen, nn» zu Hören, was unsere Verwundeten in jedem einzelnen Lazarett in Wirklichkeit als Verpflegung bekommen, was als Ergänzung resp. Erfrischung tvünschrnslvert wäre, was aber int einzelnen Falle direkt schädlich wirkt. Tie schwerste Verantwortung trägt aber iede Hau. «Wu in ihrer eigenen Wirtschaft. Dast wir zum Brot ans Anordnung der Militärbehörde immer mehr Rogzenmcht statt Weizen ve» werten, kann. >me mir ein Arzt sagte, der künftigen Generalioi' nur zugute kommen. Blinddarmentzündungen und dcrgl uebel» Vorbeugen Es handelt sich aber »licht unt die Befolgung dieser einzigen Verordnung, wenn wir unserem Volk gegenüber mit gutem Gewissen beistehen wollen. Jede einzelne Hausfrau »nur daraus sinnen, den Ihrigen eine nahrhafte, wohlschmeckende, ab wcchselungSreich'e und doch möglichst billige Moft zu bereiten, und dadurch erlvächst chr eine viel größere Mühe, als wenn sic ihren Haushalt gedankenlos nad) Schablone „F" weitersührt. Ter dänische Arzt. Tr Hinthede, hat sd,on vor Jahren ein billiges 5tod buch heranSgegeben. nach den» er ein halbes Leben lang die darin empfohlene Ernährungsweise mit glänzend,-»" Ertol» an sich und seiner Familie ausprobiert hatte £»e dänisch. W, gierung hat den tüchtigen Mann aus jede Weise unterstützt, und so viel ich weift, seit Jahr und Tag in der einen Hälfte^ des dänischen Heeres schon seine Ernährungsweise eingeführt. Zeine Prinzipien saftt er an die einsachen Worte zusammen: Keine Mahlzeit ohne Hunger Hört auf zu essen, sobald der Hunger gestillt ist! Bei Tische wird nicht geredet, sondern gekaut! Esset Brot, esset Kartoffeln! Tas H int Hede'sche Bud» kann in dieser Zeit zum größten Segen a»»ch für unser Volk werden, da es, wie gesagt, lautep erprobte Rezepte bringt, die zur Verbilligung der ganzen Ernährungsweise dienen. Tas langsame Essen und gute Maneir ist ja »n den letzten Jahrzehnten von ärztlidcr Seite immer wieder empfohlen, in der Hast dcr Zeit aber and immer ivieder überhört worden. Und dock: hängt von dem sorgfältigen Manen nicht mir in erster Linie die gute Verdauung ab. sondern ein. gut gekaute Brotrinde gibt auch noch gewissermaßen mehr .straft wie eine dreimal so große Portion, die ohne richtiges stauen hinuntergeschlungcn wird. Ter Kaffee wird immer teurer und dürste endlich wohl ganz ausdleiben. Sb cs da md-t nützlid» wäre, n.nn »vir Unseren Minden» wieder wie in alter Zeit eine gute Roggen mehlsuppe, eine M»ld supve od,r dergl. als Morgenbrot vorletzten. Audi ohne sta, fee und Tce weift, man allerlei wohlschmeckende Getränke zu bereiten. Ick) erinnere da an den Apfel lee, der durch das Auikochen von sterngchäufcn und Apfels schale»» hergestellt und iint Zucker gewürzt wird, oder an Hage- buttentce, oder Gerstenschleim, Haferschleim mit etwas Zitronensaft und Zucker gewürzt. Alles das gebt gesunde, kühlende' und wohlschmeckende Getränke. Zur Anregung für die Hausfrauen lasse ich einige Rerepte folgen, die jeder nach eigenem Geschmack mir Lrichtig eit c bände n und an gestalten kann Wenn «eder, oder wenn jede Provinz sich dabei nicht ängstlich an die altgewohnten Lokalgerichte hält, so ist dies für die Erziehung des Einzelnen und für das Wohl des Ganzen sehr förderlich und befömnilich. Suppen. lst ranv e n i 11 v p e Man schneidet Sellerie, Lauch, Mohr- rübe», auch etwas Wirsing und wchste Rüben, altes recht fein, schmort eiu- seingeschnittene Zwiebel ii» Butter, bis sie dnrdi- sicht»» ist und lockst dann alles mit Graupcn zusammen lang - « a m weich. Entweder rührt man nachher das Ganze durch und tut, »penn man will, «»och ein Eigelb daran, oder n«an lägt das ganze Gemüse darin. .„ ~ „ . .. ist r ii n k erns upp e Man schneidet reichlich Sellerie, Land«. Mohrrüben «ein. kocht alles mit geschmorten Zwiebeln zu einer krätngen Brühe, rilhrl die«, durch und kocht in derselben^dann Grünlernilocken Ein Eigelb zum Schlnst verschönert die Suppe, «st aber nidst nötig. S u p p c v o n w e i ß e n B o h neu: Man quellt am Abend vorher grvfte weiße Bohnen, nachdem man sie geivaschrn hat. tu genügendem Waijcr au» Früh am nächsten Morgen setzt man he mit demselben Wasser an und gibt etwas später sein geschmtle- neu Sellerie und Land« daran nebst geschmorter Zwiebel. Ist alles n.ich. «o rührt man. es durch und kann »todj ettvaS Zitronensaft und Soja daran tun. W»-r üppig sein »trill, tut etwas saueren Rahm daran. . (st r in u s,* i ii p u c ni itReis: Man schmort Zwiebeln, schneidet an Gemüse klein waS man nur hat: Sellerie, Mohrrüben, Land». Wirsing, Bohnen. Rüben, and« Erbsen. Wenn alles halb rcriri) ,st, tut man Reis daran M o h r x n U c ii Suppe: Eine gute Portion Mohrrüben und Sellerie werden zu gleichen Teile»» in seine Scheiben ge- schnitten und mit Zwiebel eine halbe Stunde lang in Butter oder Pflanzenfett gedämpft. Tann gibt inan Muhendes Wasser daran, fodit es meid» und rührt es durch. Tann tut man grobe«» Grieö in die Brühe Und zuletzt etwa# Soja Will man eine seine Suppe daraus machen, so rührt man noch ein Eigelb und etwa# süßen Rahm daran. Man kann durch Hinzunigen von Eigelb oder von Sah»»e die mdite» Supp» n noch nahrhafter und «vo hl schm ecke »»dcr machen. Vlber and» ohne diese Zutaten sind diese «uppen sehr sättigend und nahrhaft und werden in Südfrankrach von mancher Familie als einziges Mitlagsgeridit genossen. Wer Wert aus Fleisdi legt, kann natürlich jede dieser Gemüse- suppe,» and« mit einem Stück Fleisd» kochen oder er kann sie ohne Fleisch als sättigendes Vorgericht vor einen, leichten und billigen Hauptgericht geben. Ein jeder must sid» hier von seinen Bedürfnissen. seinen Mitteln und seinem Geschnracke leiten lassen. Die Rezepte sollen nur ein Fingerzeig sein, wie man für gute Ernährung, sorgen und dod) alles möglichst praktisd« und wohlseil einrichten kann. Aus das Bud» von Hinohede sei immer wieder hingewiesen. Es heißt: Tr. med. Hindhede: Mein ErnährungSsystem. Verlag von H. Vobad> n. Co. Berlin Leipzig. Hagebutten suppe: Hagebutten werden am Abend vorher mit so viel kaltem Wasser, als man Suppe will, aequollm (nachdem man sie getvaschen hat). An» Vormittag daraus kocht man sie meid,, streicht sie durch ein Haarsieb, quillt den Saft mit etwas Maizena, gibt Zucker und etwas Zitronensaft nach Geschmack daran. Mild» Griehklöstchen kann man an die Suppe tun. Graupensuppe mit B a ck p f l a u in e n: Man weicht abends in reichlich heißem Wasser Backpflaumen ein (immer nachdem man sie vorher getvaschen hat). Morgens kocht man Graupen in Wasser weich, rührt sie durch, schüttet nun die Backpflaumen mit ihrem Saft in den Graupen schleim, kocht sie darin vollends weich und tut etwas Butter, Zitronensaft und Zucker daran. Buttermilch Suppe: Mau kocht Buttermilch auf, hat vorher Kartosselbrei bereitet. Sobald die Buttermild) kvd)t, tut mau den Martoffelbre» hinein, so daß es eine ganz ebene dicklige Suppe gibt Man schneidet Speck in seine Würfel, zerläßt ihn und schüttet diesen zerlass.neu Speck in die Suppe. E » u e andere Buttermilch-Suppe. Beim Auskocheu dcr Buttermilch quirlt mau, um das Gerinnen zu verhindern, wenig Mehl in süßer Milch rcd)t klar und gießt es zu der Buttermild». Dieselbe m»»st dabei aus ziemlich starkem Feuer unter fort gesetzte»,! Rühren kochen. Inzwischen kocht mau Graupai oder Grütze in Wasser «veich und tut sie in die kochende Buttermilch. Sehr nahrhaft ist Buchweizengrütze: sie ist bei Mindern acwöhnlid) besonders beliebt. Man wäscht die Grütze in heißem Wasser, rührt sie dann in kochendes Wasser oder in kochende Mild), gibt etwas Salz und Butter dazu und läßt sie unter häufigem Umrühren zu dickem Brei einkochcn. Den in Wasser ge koditen Brei ißt man mit Heister Mild«: den in Milch gekochte»» mit Zucker und Zimt oder mit brauner Butter. Ist von dem Brei etwas übrig geblieben, so lästt man ihn erkalten und kann ihn dann am nächsten Tag in dickere Scheiben sdineiden, diese braten und mit geschmortem Backobste essen. Genau so kann mau Haferbrei oder Reisbrei bereiten und die etwaigen Reste verwerten. Spinat-Suppe Haserilocken werden in Wasser gekocht, wenn sic halbweich sind, tut man einige Tomaten hinein, bis beides ganz weich ist, dann kommt fein gewiegter Spinat dazu und kod)t noch 10 Minuten mit. Tann rührt man die Suppe durch, gibt eiu gutes Stück Butter, rohe geriebene Zwiebel und süßen Rahm dazu. Statt der Tomaten kann man auch gleidizeitig mit dem Spi»»at Tomatcnpürec daran tun. Das ist eine sehr sättigende, aber keine so billige Suppe. öb — ?'a|t alle dre vorstehenden Suppen haben den Vorzug, das; sie ungemein nahrhaft und sättigend finb und im Notfall ein weiteres Zugertcbt überflüssig machen. Die Kartoffeln^ find in diesem Jahr als Lebensmittel wichtiger als je zuvor Es ist häufig darauf hingewiesen, da st man vre Zkvrtoncl besser in der Schale kochen sollte, damit ruckst zu viel Abfall entsteht, noch Nährwert verloren gebt. Pellkartoffeln kann man natürlich ebensogut wie Salzkartoffeln zu jedem Ge- mttle und zu jedem Fleisch essen. Aber auch an und für sich lassen such mit Pellkartoffeln die verschiedensten Abweckstelungen Herstellen So kann man sie verwenden zu Petersilie Kartoffeln; ?*ttn laßt rem gehackte Zwiebel in Butter gelblich schwitzen, tut lern gelmckte- Peterfilte dazu, rührt etwas Mehl mit warmem Wasser dtrran. so daß man eine dünnsämige Tunke erhält, in welcher man nun dre tu scheiben geschnittenen Kartoffeln tüchtig untschüttelt ^der saure Kartoffeln: Man schneidet wieder die abgeschälten Pellkartoffeln rn ^chetben. Mit sein geschnittenen Zwiebeln läßt man einige Löstet Mehl in einem guten Stück Butter gelb schwitten Lugt etwas ^alz, ein klein rvetug Zucker mtb etwas Essig hinzu ^ ^ daN man^eme fchwachsännge. süßsauer schmeckende Tunke er- * * *' c * u i lfc areßt man über die Kartoffeln imb läßt sie nock» ettvav oamtt durchziehen, oder einmal dainit auikochen. Oder ^ rL. T L* * Klurtorsteln: Porree wird gewaschen, geputzt »utd fein gelchnttteu und tu Butter gedämpft. Daitn werden die Kartoffcl- fmetben wie vorder tnneingelan und kochen noch eininal mit der Lmike auf. Kartosleln mit Zwiebeln: Man häutet die Pell kartoffeln ab, schntüdet sie in Scheiben, ebenso häutet man Zwiebel 2? ] . CTÖet anch in Scheiben. Dann läßt inan eine Lage Kartoffel, nne Lage Zkviebet dazu, oder etwas Butter dazwischen, m das ganze etwas Wasser und läßt es auf dem Feuer zusammen 22* dunsten Oder man kocht eine Tunke folgendermaßen: Man schneidet rerchlkch Zwiebel fein, schmort sie in Butter oder Mar garine, tut etwas Mehl daran utrd rührt nach und nach Milch daran, fo daß es eine schöne ebene Sauce gibt, die zit Pellkar tofselu vorzugltch fchmeckt. Ein schmackhaftes Gericht ist auch das Eff "drmmet und Solle". Man kocht Salzkartosfeln, zer- stampft ne, gleichzeitig hat man ?lepsel in Stücke geschnitten, das Kernhaus entfernt und sie zerkocht. Man rülwt dann beides zu- fammetk. tut entweder gebratene Speckwürscl darait, oder etwas Kartoffel klö tze der verschiedeusten Art und ebenso on verschiedensten Kartosfelfalate vervollständigen diese Kar wsselgerrchte Emen besonders wohlschmeckenden Kartoffel salat erhalt man von gleichen Teilen Kartoffeln, ttem geschnittenen Aepseln und in Würfel geschnittenen Salzgurken ? ^alak angemacht. Einige sonstige wohlfeile Gerichte h t - Öru be: I* Liter Wasser, 250 Gramm unge Aaattnnehs. -salz. Das Wasser ivird zum Kochen ge bracht und wahrend es langsam kocht, das Mehl daran gerührt vomck^es ganz schwach eine halbe Stunde kochen muß. Dann gibt "was Butter daran urrd ißt es mit süßer Brotsuppe: Kommrsbrot wird in Stücke geschnitten in atfr oetan wie zur Lirvve nötig ist und mit genügend «E»,,men zusammm gekoM Daä fta„ze wnü dann durch- /Ä" ain rtHrfl dasmkocht- Brot durchschluqm und. dann du Backpflaumen mrt dem Saft ganz hinciutun stwet. ^ngrütze: 200 Gramm Zwetfchen. »/I L?ter Wasser, 75 Gr' -agometst genügen für 6 Personen. Die qe- Zwettchen werden tüchtig gewaschen, am Abend vorher .um nächsten Morgen dann in demselben Wasser Smrtr 6 Ä d?«& J'T* 9 .-»t* *> ^ mit süßer Milch nick, te.» » lcbr stiltial, »ährt nich dadurch Aepfel Nehmen, " ^ Pllniimrn kann man auch getrocknete rf ‘’vi, 1 «i Äflr6 “" ai,f mit Fleische etwa für ^c-wetueflersch (Wellfleisch, 100 Oiramm ,L 4 ° ^>umm gertebenen Zwieback. Salz ufw.. 25 Gramm ^ulnrm. Das Reisch wird einmal durch die w -? nt öen gekochten geriebenen Kartoffeln und demg^leveneaWeiNbrotvermttchi. Satz, eventuell etwas Pfeffer hrn.,u getan und ans dieser Masse stack» gedrückte Klöße geformt dre m etnen Mehlbrei etugetnntl und in einer Pfanne i.t Palm n gebraten werden. Man gibt sie mit erner San^ und SS, Dtllrge slerschkl 5 ßchen: 250 «ramm Fleisch w «ramm Kar^fteür, 1 Et, etwas Pfeffer, 1.5 Gramm ^aü 10 ^amm Hebeln. Für etlva 6 Personen. 2.50 Gramm ^vieates bSPtZh Sotlofidti mit sLt fei iroch darauf hingelviesen, daß Nüsse aller Art eilten in"cheser^Keit^^^^ Jede Hausfrau tvird außerdein IrrftlhPu i e iL erhr £ m|(f \ lmxb ^ mit einiger Sorgfalt bald ^eakltschste zu verwerten und neue schmack- hafte Gerichte zu erstnnen. P rlegyp/en als vaumwoll-kan-. biblische V»rwaltung in Sle„liptkli. die ein Meister- (ti rt bet SkirgetwiUuiutü} eines Landes üarftcÜt, bat in J ‘1' stets nur de,, Vorteil Englands and nie de» Ägyptens tut Auge gehabt. Dies ist auch bei der ldebnng der «aninmollpwdnktioi, der Fall, die sich die britischen f e & c "»gelegen sein ließen In einem Äufsal! rwec Aegtzpten und ben Suezkanal in der Dentschen Revlte macht der bekannte Wiener Geograph Prof. Engen Ober- Hummer, auf diese Tatsache aufmerksam. Aeqyptert, seit unoordentticheil Zeiten ein ackerbauoirdes Land, loar die mtchttgste Kornkammer des röniischen Weltreiches, tmd der Getreidebau bildete bis frtu Neuzeit die fast cutsschließliche ^uelle der Volks-w-trtjchaft. Erst infolge des amerikanischetl Bnrgerkrreges wurde Baumtoolle in größerem Umfang ägyptische Pfund im Jahre 1911 -^...-iu^fuhr an Baunnootte betrug 1911 nwt** ber einer Grsamtausfrthr von ^.>98 991 Pfund. Im Gegensatz zu Indien, »00 es eine llibk. fehlt diese aber in Aegyp te , vollstandtg, und das Land tst so gatiz auf den Absatz nach rtese emsettige Ansmttzmrg des Landes, deren Bortetl nur auf fetten des die Baumwolle verarbet- ttnden England liegt, bedeutet für Sle.gypten selbst emett schweren schaden und kann bei einer Krise des Banntwoll- martte--. dte verf^ttgnisvollsten Folgett Hatzen lv.s» 7r- ■. . . “ Himyvucii Flat lotse ll mit ÄÄr ’ Uit «• -»» mit Gen» m ^ Jrishstew ohne Fleisch, ril,™ ?"?’ Wirsing fein, ferner 2 rasten wo« SHotir- Vermischte». Der älteftc «che ck. Ei» iinerefsaistes Tokimieut ifi imi- enmm'iiin, wovi TcuhuntMafeilen aus der ©cfcbtcfitc iCj Bankwesens zlljiewiesen Ivorden, die die Beremiauna "'«» Donk.eiS besstg. Ls ist 0cr ältei.c Cch-ck. öö.stdeü'? mmi Jiunbe ijol. ^as woblerhattene Stück Papier das IM n , , ,»? IW !! P «eura ein gerchen ist, stammt ans dem Jahre 167.1 und zellst mcOf, nie tutfeve moderne,t Cchecks, den Namen Stempel fehlt. Sehr gnt ist mit durch die Zeit verllaßte., aber noch ga»^ deutlicher Tinte zu lesen- Mr Tdo.nas vowles Ich Drtte Sie, an Mr. Samuel! -^ward d e ^n.nme von 9 Pfund, 13 Schillm^ und 5 Pence zt. Dalsten und Vamtt die Rechmmg zu belasten Ihres Dreners Edmond Warcnrp " Tte Aduße lautet : „An Mr. Thonras Fowles, Goldschmied in seinem Laden zwischen den beiden Temple-Wates, Jleelstreet." 'Auf Howard den richtigen Empfang der Summe be Cutcr bcc bekamtke:cu Goldsch.niede, die zur Zeit Karls II. lebten: er war mt Jahre 1686 Sberiff von London Geographisches verschiebrätsei. - patz - Paris - Sudeten - Bern - Nttza. vorstehende Flomen sollen derart »mtereinander geschoben werden, dav eine BuchNabenrethe, von oben nach unten geiesen den Namen eures vrel besuchten Ausirchtsaunktes tu der Sächsischen ori)n>et 5 ergibt. Anftüsung in nächster Nummer