Donnerstag, den 7. Januar Baa Daradies der Erde. Noninn von Ada von GerSdorff. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) 0 Er hielt das Buch fest und ihre Hand mit dem Buch, beugte sich herab und küßte die Hand. Es war ein schwüles Spiel. Dann trat sie wog und öffnete das Piano. Mir war auch ganz schwül geworden — dieser starke Duft nach Blumen oder Parfüm, die stickige Lust in dem kleinen, von Möbeln und Stoffen übervollen Raum! Und — das Gedicht war von ihm! Ganz selbstverständlich! Mir schwindelte, und wenn ich die Verse auch schauderhaft fand, zum Lachen war mir -durchaus nicht zumute. — Erst als er mit prachtvoller Verve einen famosen Attackenmarsch erbrausen ließ, wurde mir gemütlicher und ich konnte die Kvmmandeuse wieder allsehen. Sie stand crm Tisch und hatte das Buch aufgenommen, darin blätternd, und sah schön und stolz und m'armor- haft aus, wie immer. Da ging drüben eine Tür ans und ein sporenklirrender Tritt kam über den Teppich heran. Noch ein verspäteter Gast? — Der Oberst stand unter der Portiere. „Mein Gott, Bernhard!" ries seine Frau und ging ihm entgegen — „das ist ja überraschend!" „Ja. Meine Angelegenheiten waren schon heute mittag beendet mtb mich zog's heim. Da bin ich eoen losgefahren. .. Guten Tag, Gras! Willkommen, lieber Rehn..." Ich konnte kaum schnell genug die ausgestreckte .Hand ergreifen, denn ich hatte mich bücken müssen, weil im Moment, als der Oberst eintrat und fie das Buch schnell auf den Tisch legte, ein Blatt Papier herausgeglitteu war, gerade mir vor die Füße. Ich wußte nicht, warum ich cs einsteckte, als gehörte es mir, und nicht einfach ans den Tisch legte. . aber jetzt weiß ich's. Es wurde ltorf) ganz gemütlich. Ter Oberst erzählte sehr amüsant voll Berlin und dem tollen lustigen Leben dort. Auch brachte er mir Grüße von meinem ' Kameraden in meinem alten Regiment. Er hatte da einen Bekannten und war zum Frühstück im Kasino gewesen. Sie hätten auch von mir gesprochen, sagte er mit ctnem sehr freundlichen Blick. Mir wurde bei seinem Lobe des Ossitzierkorps und des famosen Geistes, der da herrsche, ganz wehmütig, und ich hatte so ein schattenhaftes Sehnen, wie es vielleicht zuzeiten die Seligen im Paradiese überschleicht, wenn ein neuer Ankömmling da erscheint und von der alten lieben Erde erzählt. Poncalet ging fort. Er hatte noch eine Verabredung im Kasino. Mich forderte die Kommandcuse aus, noch zublewen und an einer Partie Whist teilzunehmen. Der Oberst schloß sich ihrem Wunsch lebhaft an. So fand ich keine Gelegenheit, Poncalet das Blatt Papier zu geben, das offenbar rhm gehören mußte, denn es war and seinem Buch gefallen. — Da liegt es vor mir. Es war beschrieben, doch seine Handschrift, die ich von den Regimentsbefehlen her kenne. war es nicht, sondern eine fremde. Große lateinische Buchstaben. Auch ein Gedicht. Ich las eS — das heißt, ich hatte es schon gelesen, sobald nur mein Auge darauf fiel: „Trauben von den Dornen ernten, Bon den Disteln süße Feigen, Brotkorn aus den Sümpfen ziehen, — Einen Friedenstempel bauen Auf derund Sünde Boden, —i Herz, wem ,z,s je gelungen?! Säulen wanken, Mauern brechen Auf dem unterwüblten Grunde, Und den Gott auf dem Altäre Reißt es splitternd in den Staub." Ich werde es morgen mittiehmen zu Tisch. Ich weiß nur nicht, wie ich mich bei ihm entschuldigen soll, daß ich eZ einsteckle. Ich muß gestern Visionen gehabt haben_Ja, hier in Zwielitsch wird am Ende auch in ' Klarste von Wahnideen befallen, wenn er eine lMfche Frau nur sieht und nun gar eine so wunderbar hübsche, so geheimnisvoll hübsche? Unsre andern Damen sind auch recht nett und elegant, aber ich weis; doch nicht, ob man selbst hier in Zwielitsch von einer unter ihnen träumen würde, wie ich mir ganz untertänigst diese ganze Nacht lang gestattet habe, von meiner gnädigsten Frau Kommanden.se zu träumen. Tolles Zeug! Recht merkwürdig, daß man im Traum mit aller Lebendigkeit und in allem Ernst so blödsinnig glühend jemand lieben kann, der einem sonst ganz gleichgültig ist, so lieben, wie es im Leben gar nicht möglich wäre ! Und das Merkwürdigste ist dabei, daß inan am Tage darüber lacht, und daß am Abend doch die gmize wahnsinnige Traumlicbe so intensiv wieder da ist, wie in der vergangenen Nacht. Ich glaube, führte uns irgend ein Zufall eine solche Traumerscheinung in Wirklichkeit in den WeH, so müßte sie uns unfern Zuftand anmerken und kein Waster und kein Blut — Ich weiß wieder nicht recht gehört das Zeug nun in dieses reine Buch von Kaiser Friedrich? — Mit Goethen wollt' ich inich wegen der verrückten Traumlicbe schon stellen. Und Tante Lalli — na, die soll es schon nicht zu sehen kriegen. Ihre großen runden Augen würden inir störend sein. Uebcrhaupt, wenn man sich sozusagen im geistigen Negligs zeigt in so einem Tagebuch, dann möchte man so wenig wre in Persona einen Zuschauer haben. Und wenn rnan die Früchte jedes Tages erst sortieren und dann darunter auswählen soll, dann ist die ganze Geschichte doch Mumpitz. Ich weiß nicht, wie lange ich das durchführen kann, <£m Kamerad erzählte mir, er hätte auch mal ein Tagebuch geschrieben, aber nur so lange, als er nichts zu schreiben hatte, das sich der Mühe verlohnte. Nachher aber hätten ihn keine zehn Pferde 'rangebracht. Ja — der war aber auch in der Hölle, in Berlin, und ich bin im „Paradies der Erde" — in Zwielitsch. Oktober. Jagdeinladung vom alten Freiherrn von Kallwein, Groß-Rnuow. Habe niich gefreut. Das ganze Re- 14 — fimcnt war da Parsorce hinter dem Fuchs Wundervoller Herbsttag, frisch und sonnenklar, die Wälder prachtvoll bunt. Eine Lust, tvie Mas so klar und herb und golden! Apollo zum mü||cii, Jagdpserd ersten Ranges, wurde mir von alten Nennern gesagt. Ter alte Freiherr, einer der besten Retter in der ganzen (Hegend, früher bekannter Herrenreiter, lobte mein Reiten über den grünen Miee und meinte, es »väre kaum zu glauben, das; ich so lange Infanterist ge- tvesen sei, aber das müßte freilich angeboren feilt. DaS konnte ich ihm bestätigen: Landsohn, Kavalleristenkind, Mutter Schottin. — Ich kam als Erster 'ran, hob aus: Jagd- käntg! Ich! — Mir war'S einmal, als müßte ich die Zähne »usammenbeißen. um nicht laut hinauSzuschreien, wie der Hirsch an solch frühem .Herbstmorgen tut, vor lauter Gluck und Seligkeit War das ein Xog -- eine Lust, ein wildes Mraftjaum.zetl in meinen Ädern, sehnen, Nerven — »venu ich Nerven überhaupt habe. Jugend! Gesundheit! Pferderücken! Ein Weiberherzcheit war auch vorhanden. '.Iber nur ein sehr kleines, mageres, unreifes, und ich svurte keine Sehnsucht danach, hätte sogar manchtnal gute Lust gehabt, laut hinaus- -»lachen über die unverblümte Huldigung meiner werten Person, die dieü naivste aller kleinen Landmädchen mir so selbstverständlich darbrachte. Laust mir unterm Arm durch, hoffentlich noch nicht au-gewachsen, diese kleine Kallwein. Sie ist das einzige Kind des alten Herrn, der sehr spät geheiratet hat. Alle Reize eines sechzehnjährigen Backfisches vom Lande vereinigt sie in ihrem Persönchen — Milch und Blut, st roh blond mit Bergißmeinnichtaugen, in denen das dumme kleine Mädelherz so unalaublick» offen sitzt, rein wie Gold. Natürlich! Wo sollen da schon Trübungen hineinkommen? Und dabei von einer llngeschicktichkcit und Eckigkeit und einem Mangel an Grazie, daß cs fast rührend ist. Sic müßte nach Berlin und da zurechtgemacht und dressiert werden. Jetzt ist sie wie ein Junge, der Mädchenkleider anhat, die ihm sehr unbequem sitzen, und schlägt muten und vorn aus, daß bic Nücke fliegen. Und dabei heißt sic Lilli' ^olch süßer Blnmen- name, unter dem man sich dock, etwas ganz andres vorstellt! Vielleicht träume ich mir heut nacht eine intensiv blödsinnige Liebe zu ihr an. Viel verrückter wie zu meiner Kommandeuse lvär'S am Ende auch tiicht. An» Ende sogar gescheiter, denn sie soll einen schweren Batzen Geld haben und das schulden- freie wundervolle Groß Runow! Na, Glück zu, »venu jemand Lust bat, iu den kleinen, grünen, säuern Apfel zu beißen, der sich auch noch für süß hält. Muß furchtbar sein, »venn einem das Messer derart an der Kehle sitzt! Und reiten mußte das Wurm auch noch »vollen! Und wie saß sie auf dem hochbeinigeil Gaul! Wie die Matze aus dem Birnbaum, wenn unten ein Terrier bellt, so angeklannnert, und so graulte sie stch. Wie kann bloß der Vater das erlauben! Aber »ver, wie er, mit dem Pferde seit Ewigkeiten aus du und du steht, der kann sich gar nicht denken, daß man so talentlos sein kann, wie seine süße Lilli. Ich habe mich, weiß Gott, um sie ge- äugstigt. als sie die Zügel zerrte, das; der Braune sich beinah aus die Kruppe setzte, und als sie dann hinter mir über den ersten Grabe,! torkelte und ich sicher glaubte, sie würde im Wasser landen. Und immer hinter mir her, daß ich dachte, sle wollte mir mit ihrem Schinder, der an sich gar nicht übel war, partout an die Gurten. Ich dachte jeden Augenblick, es gäbe ein Unglück. Nachher dank der Ueberlegenheit Apollos l,cß ich s,e bald hinter mir, und ich weiß nicht, wie ihre Reltcre, schUeßUch endete, jedenfalls aber glücklich, denn zum Diner erschien ne lebend in rotem Tarlatane mit künstlichen Maiglöckchen aus ihrem strohfarbenen, Möpschen. Scheußlich' dachte ich kopfschüttelnd, hat denn das Kind keine Tante oder Gouvernante, die ihm ein bißchen Dreß beibringt? llnd sie war die Tochter des Hauses! Und ich war der Jagdkönig und mußte sie zn Tisch führen! Die Unterhaltung war einseitig. Sie plapperte immer drauf los und wartete nicht aus Antwort, und ich konnte ungestört die Kommandeuse bewundern, die mit dem alten Freiherrn mir vis a vis saß Gott, wie bezaubernd die Frau wieder aussah! Ich glaube, es war weißer samt, den sie anhatte, und natürUch trug sie wl.eder Perlen. Uud dazu dieses blüteuweiße Madonnengesicht mit dem wic'Atlas.glänze,»den rabenschwarzen Scheitel, und die schmale durchsichtige Hand mit den zarten blauen Aeder- chen, immer wieder etwas erhoben, als wollte sie ihr Herz schützen oder verbergen . Und da mußte ich plötzlich wieder ujt das Polenmädchenbtld der Autiguitätenbude denken (sonderbar! Aehnlich waren sie sich doch gar nicht. — Auf rf, s C so unstarre — ich glaube, ich starrte sie wie verzückt und zu lauge an — fühle ich eine vand auf meiner Schulter, und als ich mich umdrehe, sehe ich gerade in Poncalets kleine Wasseräuglein. Es war nämlich .Hufeisen gedeckt und »vir saßen uns dos a dos. „Ehe ich's vergesse," sagte er, „haben Sie etwa- in Berlin -u bestellen? Ich fahre noch heute nacht, gleich nach dem Diner." Mir fiel augenblicklich nichts ein als die erstaunte Gegenfrage: „Warum denn so plötzlich?" „Nachher!" sagte er. Ich fand, daß er verdammt blaß aussah — hatte er denn keinen Wein getrunken? Aber richtig — er trank ja so aut »vie gar keinen. Als ich mich wieder umdrehte, sah ich rn die großen schivarzen Augen der Kommandeuse, aber auf mich direkt »varen sie nicht gerichtet. Dann sagte sie etwa- zu mir, das ich bei dem Stimmengebrause und Gläserglirren — es wurde gerade ein Toast ausgebracht — nickt verstehen konnte. Sie lächelte bedauernd uud ich . . . ja, ich muß mich wahrhaftig schämen — ich reichte ihr über den sehr breiten Tisch meinen Bleistift Über meiner Uhrkette und meine Tischkarte. . . . Und sie lächelte lieben-lvürdig harmlos, schrieb etwas ans das weiße Blättchen und schob es mir mit iyrent Fächer »vieder zu. Ich blickte aus dieselben steilen großen, lateinischen Buchstaben, die ich schon einmal aus einem Blatt Papier gesehen hatte! — Ich sollte morgen nachmittag fünf Uhr in Angelegenheit des Basars bei ihr vorsprechen. Sie stand an der Spitze und ich war maitre de plaisir. Famos! jetzt war also ich ihr Adjutant, der andre war weg. Auf »vie lange und »varum? Bah — egal! ^Freut euch deö Lebens, Solang noch das Lämpchen glüht, Pflücket die Rose, ,Ey' sie verblüht —" spielte gerade die Tischmnsit. Nachher wurde getanzt, in einem mäßig großen Zimmer, bei einer Temperatur von mindestens fünsundz»vanzig Grad Reanmnr. Die Paars konnten kaum aneinander vorbei. Es »var überaus erquicklich, das vom Rauchzinimer aus mit auznsehen, denn das dauernde Andenken, daö mein Knie seinerzeit erhalten hatte, verbot mir das Tanzen, wenigstens ossizicll. Dankbar gedachte ich des Attentäters, als ich den rotslammen- den Tarlataurock in der erstickenden Enge Hüpfen und springen sah. Sie mußte göttlich tanzen, die kleine Lilli Kallrvein, wenn sie dabei nur annähernd ihre Reitkunst erreichte. Und mit ihr mich herumzuschwenken hätte ich nicht umgehen können. Ja, wenn die Kommandeuse »roch getanzt hätte! Dann hätte ich vergessen, daß ich nicht tanzen durste, uud »venu ich vor ihr zusammengeknickt »väre. Aber Stel- lung und Würbe erlaubten ihr keine Rundtänze mehr. Arme Frau, mit zwanzig Jahren! Als das Zimmer geräumt und Franyaise sür die älteren tanzlustigen Herr- W tcn besohlen wurde, legte ich meine Uppmann hin und auf sie zu. Untenveas rettete mich nur ein für mein „invalides" Knie sehr geschickter Seitensprnug vor einer heftigen Karambolage mit Lilli, die mit glühenden» Gesicht, säst so rot »vie ihr Kleid, quer über meinen Weg gepoltert kam. Wenn ick geglaubt hatte, daß sie da sitzen und auf mich warten würde — die Kommandeuse, meine ich — so hatte ich mir zu viel eingebildet. Da »varen schon zehn abgeblitzt! Sie tanzte mit einem jungen Major der achten Ulanen, zu meiner heimlichen Freilde nicht mit Poncalet, der »var schon abgeschwommen, nachdem er mir gesagt, daß er in Familienairgelegenheiten einen vierzehn tägigen Urlaub genommen habe. Wollte er sich etwa verloben ? Nichts »väre »vohl unwahrscheinlicher geivesen! Ich »vandte mich daun zur Gräfin Wauba Wietersberg, die mir sehr sympathisch ist. Sie gehört natürlich auch zu den nur Franyaise Tanzenden. Aber man merkt ihr die fünsundvierzig Jahre aar nicht au. Vielleicht liegt's in de»n Blick oder an den» liebenswürdigen Zuge um ihre»! Mund. Peinlich »var mir'S ja, daß sie »nick bei der .Kommandeuse batte abblitzen sehen, el>e ich zu ihr kam. Aber sie ist viel zu vernünftig, um Dinge übelzunehmen, über die nur junge Damen das Näs- chen rümpfen. Wir unterhielten uns ausgezeichnet und ich blieb bei ihr sitzen, als die Fran?aise längst zu Ende »var. (Fortsetzung folgt.) Ludwig IN.. König von vayern. Zum ft«b|fgfien Geburtstage. . 1846 — 7. Januar — 1916. Von Paul Pastg. ______ Mitten in die Tage schweren Ringens und Kämpfen- de- Vaterlandes um seine nationale Existenz, die ihm neid- und baß- erfüllte Gegner in maßloser Ueberbebung und unerhörter Selbstsucht streitia zu machen suchen, fällt der. siebzigste Geburtstag eines deutschen Fürsten, der an die Spike des zweitgrößten Bu:u- desstaateS gestellt, selbstlose Hingabe an die Interessen deS großen deutschen Vaterlandes mit treuester Fürsorge für das mit dessen Wohl auf das Innigste verknüpfte Gedeihen des engeren Heimat-- landes stets aus daS Glücklichste zu vereinen gewußt hat: Es ist Könia Ludtvia III. von Bayern. Der Ernst der Zeit verbietet rauschende Feste und glänzende Festlichkeiten. Aber mit dem allezeit getreuen Bayernvolle weilen an diesen: wichtigen Gedenktags alle Deutschen mit herzlichster, teilnehmender Freude und innigsten Segenswünschen im Geiste an: Throne des erlauchten WittelS- bacher Fürsten, der, wenn auch erst in höheren Jahren Negierung berufen, es doch in vorbildlicher Weise verstanden hat. sich die Herzen seiner Untertanen im Sturme zu erobern und sich die ungeteilte, aufrichtige Zuneigung und Liebe aller Deutschen zu erobern. König Ludwig III., mit seinem vollen Namen Lildwig Leopold Joseph Maria AloiS Alfred, geboren am 7. Januar 1845 in München als ältester Sohn des damaligen Prinzen, späteren (seit 1886) Pnnzregcnteu Luitpold von Bayern, lvar nach menschlicher Voraussicht ursprünglich ebenso wenig zur Regieruna be»- rufen wie sein erlauchter Vater, und erst die Königskatastvophe im Starnberger See, wo der einst mit so stolzen Hoffnungen begrüßte, geistesumnachtete Ludwig II. ein selbstgewählteS Ende fand, hatte die bekannte Aenderung zur Folge. Denn da Ludwig II. unvermählt und kinderlos verstorben war, — seine Verlobung mit der geistvollen Herzogin Sophie von Bauern im Jahre 1667 wurde später gelöst, — Jo wäre nun sein jüngerer Bruder Otto der Thronerbe gewesen. Allein da dieser als geistesgestört nicht in Betracht kam, so übernahm nun alS nächster thronberechtigter Prinz, der Oheim beider, Luitpold, die Regierung, die er bis zu seinem am 12. Dezember 1912 im Alter von 91 Jahren erfolgten Tode in segensreichster Weise führte. Seit dieser Zeit steht Ludwig III., der also damals bereits 6? Jahre zählte, an der Spitze der Regierung, und zivar führte er zunächst den Titel „Prinzregent". Wenn er auch, wie das in fürstlichen Häusern Brauch ist, eine militärische Erziehung erhielt, so trat doch bet ihm wie bei seinem Vater, dem Prinzregenten Luitpold, die Vorliebe für das rauhe Kriegshandwerk nicht in deni Grade hervor, wie es im Hodens zollernhause traditionell ist. Doch trat Prinz Ludwig ins Heer ein u:w nahm bereits als junger Lljähriaer Offizier an dem deutschen Kriege im Jahre 1866 teil, in dem sein Vater eine» Dimswn gegen Preußen befehligte. In denr Gefecht bei Helen-- stadt am 25. Juli 1866 schiver verwundet, gab Prinz Ludwig später den aktiven Dienst ganz auf, avancierte jedoch, als nach dem französischen Kriege die einzelnen Bundesstaate:: im machtvollen Deutschen Reiche inniger miteinander verknüpft waren, im deutschen Heere bis zun: hohen Range eines Generalobersten und General- feldmarscballs. Eine ausge,prochene Vorliebe zeigte Ludwig HI. schon frühzeitig für die Landwirtschaft, wozu ihn seine Eigenschaft als Besitzer einer Anzahl vorzüglich bewirtschafteter Güter ange- spornt haben mag. Eng damit hängt seine Wirksamkeit für das bayerische Känalsystem zusammen. Denn die Landwirtschaft bedarf vor allem zum Betriebe ihrer Erzeugnisse günstiger und zahlreicher Verkehrswege, unter denen die Kanäle, schon wegen der geringeren Beförderungskosten, obenan stehen. Ueberhaupt nahm Ludwig III., namentlich solange er noch als unverantwortlicher Prinz sich freier bewegen konnte, gen: zu den öffentlichen Angelegenheitei: Stellung und zeigte dabei ungewöhnliche Begabung, indem er in fließender Rede seine:: Gegenstand überrascheiw beherrschte und geschickt verfocht, tvobei er übrigens, wie man zu sagen pflegt, aus feinem Herzen durchaus keine Mörderarube machte. Manche charakteristische Anekdote acht darüber im Volke um. lieber seine treudeutsche Gesinnung ließ er bet all seiner Betonung des bayerischen Standpunktes jedoch niemals eine:: Zweifel aufkommen. Uebrtgens tvurde er lvegen seiner Verdienste um die Landwirtschaft zum Dr. öcon. publ. 'der Universität München ernannt, und aiuh die dortige Technische Hochschule ehrte ihr: durch Proniotion zum Dr. ing. In der Regel sind Kronprinzen oder überhaupt Prinzen, ehe sie zur Regierung gelangen, hftc der herkömmlich Ausdruck lautet, „ein unbeschriebenes Blatt", d. h. man weiß lvegen der» ihnen mehr oder weniger durch Gesetz und Herkommen auferlegten Zur ücklial taug noch nicht, wessen man sich von ihnen als Rer- geten zu versehen hat. Anders bei Ludwig HI Als dieser nach den: Htuscheiden seines verdienstvollen greisen Vaters am 12. Dezember 1912 die Zügel der Regierung ergriff, rvnßte alle Welt u:ü> vor allem jcher Bayer und jeder Deutsche, fcmfe mit deni nunmehrigen „Prinzreaenten" Ludwin III. ein Herrscher de:: ehrwürdigen Thron der Wittelsbacher bestieg, der willens und bo [ä&tat war, die ruhmvollen Traditionen dieses erlauchten Fürstenhauses nicht nur zu pflegen, sondern auch kraftvoll und ziel bewußt lveiter zu entwickeln Und zu fördern. Und dazu gehört bekanntlich vor allem auch die Pflege der Kunst, die ja von jeher in: Bayerlande eine vielbeneidete Heimstätte gesunde,: hat. Bekanntlick) ging das Bestreben aller >:ationalen Kreise Bayerns dahin, gleich nach der Thronbesteigung Ludwigs III. dein unhaltbaren Zustande, daß ein für unheilbar geisteskrank erklärter Herrscher, wem: auch nur nominell, die Regieruna des Landes ans- ühte, ein Ende zu mache:: und die KönigÄvüroe auf den. der sie tatsächlich besah, $u Übertragen. Aber VerfassnngSbedenken. die namentlich von fct tm der mächtigen ultra montanen Partei dagegen geltend «macht louvden, ließen cS vorerst nicht dazu komme,:, und Ludwig 111 . zeigte sich auch hier als durck-aus konstitutiv- neUer Herrscher und ließ es zunächst beim Alten bewende::. Erst als cö zu einer entsprechenden Verfassungsänderung gekommen: und diese von allen dazu berufne:: Jnstcmzen gebilligt worden war. erklärte sich Ludwig 111. zur Annahme des KönigStitelS bereit (6. November 1913). Seitdem ist den: längst als unhaltbar erramtten Zustande der Prinzregentenschaft m Bayern ein Ende gemacht, und der tatsächlich:' Herrscher führt auch de:: Ihm zukommenden Titel. Jeder Deutsche :ociß, »vie Ludwig III. seit seiner Thronbesteigung keine Gelegenheit vorübergeyen ließ, nicht nur seine persönliche treue Hingabe,an Kaiser und Reich zi: betonen und |U bestätigen, sondern auch bei aller Wahnma der berechtigten Sonderstellung seines Landes bestrebt war, seine Regierung in echt nationalem Geiste zu führen. DaS geht n. a. nicht :mr aus de:: Veröffentlichungen der auf seine Veranlassung inS Leben gerufenen ,,Bayerischen Staatszeitung" hervor, sondern auch cuoS de:: verschiedensten Veranstaltungen, die er teils selbst getroffen hat oder an denen er teilnahm. In aller Gedächtnis ist ,uxl) da- ebhaste Interesse, das Ludwig III. der huiwert jährigen Jubeleier der Befreiungskriege im Jahre 1913 entgege::brachte. Er elbst lud zu einer prunkvollen Feier in der von seine::: Großvater Ludwig I. errichtete:: Befrciungshalle iu Kelhcim (26. Aug.) die deutschen Fürsten, an ihrer Spitze de:: Kaiser zu sich) und betonte in gehaltvoller Ansprache seine aufrick)t:ge, echt deutsck»- na:ionale Gesinnung und als T«utsck)laichS Fürsten im Verein mit Vertretern auswärtiger Regierungen sich an: 18. Oktober desselben JahrcS auf Leipzigs blutgedüiyften Fluren cinfanden, um daS großartig« VölkersckKacküdenkinal zu weihen, da fehlte a:rch Ludwig III. nicht. Und seitdem Deutschlands wackere Söhne in den: heißen fftingm um des Vaterlandes Ehre unb Sein wider dessen erbitterte, haß- und neiderfüllte Gegner Sieg auf Sieg an ihre ruhmreich:: Fahnen hefte::, hat Ludwig III. zu wiederholten Malen nicht nur sein tiefes Verständnis für die hohe nationale Ausgabe bekundet, sondern auch keine Gelegenheit vorübergehe:: lass«:, seinen lvackeren Bayen:, die unter sei- nem Sohne, dem Kronprinzen Rupprocht, so hervorragenden Anteil an den jüngsten Ruhmestaten der deutschen Armeen haben, seine Anerkennung auszusprechen und sie zu neuen Heldentaten anzufeuern. Darum wurde ihm vom Kaiser bereits die höchste KriegSauszeichmmg, das Eiserne Kreuz erster und ztveiter Klasse, zuteil. So steht König Ludwig III., der seit de::: 20. Februar 1868 mit feiner hohen Gemahlin, geb. Erzherzogin Maria The- resia von Modena (geb. 2. Juli 1849), ein überaus glücklich)«- Familienleben führt, als vorbildlicher, 1r«:deutscher Bundesfürst da, eine der festesten Säulen des demschen Reichsbaues, ein Fürst, in d«n gewissermaßen Bayerntum und Deutschtum sich zu einer höhern Einheit in herrlichster Weise verschnwlzen haben. Ihn: gelten aller Deutschen aufrichtigste Glück-unb Segens,oünsch«! Vas Leben der Kriegsgefangenen in wologöa. Gleich beim Ausbruch des Krieges wurden von der russischen Regieruirg deutsch gesinnte Leute unter irgend einem Bonvand als Kriegsgefangene nach de:n Gouvernement Wologjdcr verschickt. Jetzt sind dort etwa 7000 solch unfreiwilliger Ansiedler vorhanden. Biete unter ihnen sind, wie aus einem Bericht der „Rjetfch" hervorgeht, bemittelte Leute, die Mehrheit aber völlig mittellos. Fast alte lebtett vorher in Riga, Liban, Reval und anderen Städten der Ostseeprovinzen. Etwa 3000 Maim der Kriegsgefangenen sind in kleine:: Orten und in Dörfern untergeoracht, die übrigen in Wologda selbst. Seitdem die Kälte eingetreten ist, leiden die armen Gefangenen, denen eS cm den notwendigsten Bekleidungsstücken fehlt, außerordentlich. Die Behörden künunern sich Herzlich ivenig um sie u:ck> ordnen nur an, daß die begüterten Kriegsgefangenen für ihre armen Leidensgenossen sorgen sollen. Die ersteren bildeten auch ein Hilfskomitee, das unter ftrenaster Aufsicht der HeereS- verwnltnng steht. Dieser (Änrichtn:^ verdanken tausend Mensck)en eine Volksküche, in der anfangs däs Essen ^ür 10 Kop. adgegeben wurde und jetzt schon für 6 Kopeke::. Auch die Kranken sind lediglich ans dies Hilfskomitee angewiesen, das ein Ambulatorium, eine Apotheke eingerichtet und Upei Aerzte — einen deutschen und einen österreichi schea — ttttgeftdlt hat. Zwei große Geb'äutK, d-ie 600 Manschen aus nehmen können, w urteil in Wologld-a nach Verordnung d-er Lldministratwn für die wohlhabenderen Gefangenen eingeräumt Die andern, die über Nlitbel verfügen, hatten sich in den besten .Hotels eingerichtet, wo bald alle Zimmer von ihnen beseht waren. Die Kriegsbehörde erteilte hinterdrein den Befehl, daß jeder Gastwirt nur den dritten Teil seiner Zimmer den .Kriegsgefangenen übev- lassen dürfe. Anfangs fühlten die neuen Bewohner sich recht wohl in Wologda, sperrten iit Gruppen durch die Straßen, sprachen deutsch miteinander und brachten mitunter sogar öffenüich ein .Hoch aus aus die deutschen Heldentaten. Diese Unvorsichtigkeit büßten sie durch den Erlaß strenger Maßnahmen, die ihr Leben genau regelten. Sie dürfen nunmehr nur zu zweien aus der Straße sich sehen lassen, müssen um 6 Uhr aberrds zu Haufe sein, dürfen der Eisenbahnlinie nur bis zu einer Entfernung von dreihundert Schritt nahekommen und haben täglich einen schriftlichen Ausweis ihrer Lebensführung an dae Tür zu hängen. Die Gefängniswärter müssen für die Ruhe und Ordnung unter den Kriegsgefangenen anskommen und ebenso für die regelrechte Erledigung ihrer Lagesarbeit. Sie besteht im Holz-- jägen, im Aus und Abladen von Holzern im Hasen und in verschiedenen Handleistungen in den Schneidemühlen. Anfangs war davon die Rede, daß die intelligenteren Kriegsgefangenen in den Kanzleien und sonst mit schriftlichen Arbeiten beschäftigt werden sollten. Die sck>on vorgesehene Erlaubnis hierzu wurde jedoch znrüchgezogen. Im ganzen ist das Leben der Kriegsgefangenen in Wologdn erträglich, soweit sie selber die Möglichkeit haben, sich zu ernähren und warm zu bekleiden. Unter harten hmtbehrimgen müssen aber die Unbemittelten leiden und selbst den Wenigbemittelten wird es recht schwer, durchzuhalten, da die Lebensmittel dort eine ganz ungewöhnliche Verteuerung erfahren haben. So ist jetzt auch dre Butter bedeutend im Preise gestiegen, weil die Folgen der Unterernte in Futterstoffen sich allmählich recht peinlich bemerkbar machen. Dermifcbtc*« * Seltsame Was len aus I e t n d e S l a n b. Die Fülle der modernen, für den ehrlichen Krieg -«gelassenen Waffe» aenüqt unser,, Feinden nicht mehr, sondern sie greifen zu Mordgeräten, dre sonst nur von lichtscheuem Gesindel im Kamps gegen die Tiere der Wild,ne zur Anwendung kommen. Neben die Dumdmn-Gesckwffe stellen sich noch andere seltsame Waffen, über deren Verwendung in diesem Kriege Generaloberarzt Dr Brenner in einem Aussatz der bei der Deutschen Verlagsanstalt in Stuttgart erscheinenden Zeitschrift Ueder Land und Meer berichtet. So hat man in Frankreich Gßßen unsere Soldaten Gewebrstöcke oder Stockgewehre verwendet, wie z. B. die Erzählung eines WebrmanneS beweist, der beim Ringen mit einem Zuaven einen Stock aus Metall erbeutete. Erst später stellte sich heraus, daß es ein Ltockgewehr war; es erscheint äußerlich ganz alS ein eleganter schwa>zer Svazerstock mit vernickeltem Griff, dessen Schaft mit einem breiten Ringe verziert ist. Ter Gewehrslock wregt 510 g, hat eine Gesamtlänge von 82 ern. Der schwarzlackierte Teil besteht aus einem Stahlrohr, das abgeschraubt werden kann und innen glatt ist. Schießt man mit dem Gemehrstock, so wird eine Patrone eingesetzt und der Griff angeschranbt. Der 3 cm breite Ring am Schall des Griffes wird gegen den Druck einer Feder zurückgezogen und durch Drehung nach link« seftgestellt. DaS Gewehr in dann gespannt, kann aber unauffällig als Spazierstock getragen werden und wird durch eine leichte Drehung des Ringes nach rechts abgeschossen. Im englischen Heer führen nicht nur die indischen Truppen daS gefürchtete Kukri, ein krummes Meffer, daS durch geschicktes Werfen zum Töten von Schlachttieren und zum Erschlagen von Feinden benutzt wird, sondern die schottischen Hochländer haben auch ein furchtbares Dolchmesser, daS in der Hand emeS Meuchelmörders ein sehr gefährliches Werkzeug ist. Die Waffe ist eigentlich ein Sportmesser für Segler, das einen Dorn zum Lösen der Knoten trägt. Dieser Dorn, der bei den Segelmeffern kurz ist,^ ist bei dem Schottendolch sehr lang, so daß er eine richtige Stoßwaffe mit dein Messer als Handgriff bildet. Da« geschloffene Taschenmesser ist 18 em lang, hat 10 ern Umfang und wiegt 226 g, 31» der einen Seite trägt es eine breite starke KNnge und einen langen Oefiner für Konservenbüchsen, an der anderen Seite einen 10 cm langen, 8 mm dicken, runden, leichiaekruiinnten, dolchartigen Dorn. Der gerieselte Griff liegt leicht und bequem in der Hand, und so ist das Instrument nicht nur zum tztrken Stoß in Brust und Bauch, sondern auch zur Durchbohrung des Schüoels geeignet. Tie Verwendung des F l i e g e r p s e i l e s, der durch die Wucht des Aufschlag? auch recht schwere Verletzungen hervorruieu kann, ist bereits häufig erwähnt worden. Die Serben bedienen sich im Kamps der Sprengbombe, die in der Tasche versteckt getragen werden kann. Eine de>artige Bombe warf Princip aus den Erzherzog Franz Ferdinand: sie bestehen aus einer geschloffenen Stahlflasche und stoßen beim Anffallen wahrscheinlich einen Schlagbolzen in die Züno,nasse, die das Dynamit zur Sprengung treibt. * Schütze »graben poesie. Zu den mancherlei Zeug* niffen, die beweisen, daß unseren wackeren Krregern auch selbst unter den härtesten Kriegsnrapazel, weder der Humor noch die Lust jit gebundener Rede auSgeht, gesellt sich jetzt alß neue hübsche Probe ein Gedieht, das der zurzell im Felde sie ende Bantzener Buchhändler Walter Stark tm Buchhändler-Börsen blatte oeröffcnt- licht Lauge hatte er vorn im Schützengraben gelegen, wo fast täglich Angriffe der Franzosen abzuwehren waren, bis seine Ab- teilung endlich aus sechs Tage in Ruhe tellung etwa 500 Meter hinter dem Schützengraben in den Wald zurückgezogen wurde.' Zusiand und Stimmung in dieser Lage schildert der poetische Buchhändler in folg nden hübschen Versen: Wenn abends hier das Feuer raucht, Ta sitzen wir, und jeder schmaucht, Da wird geschwatzt von dem und dem, Und wenn'- nur bald zu Ende Mm’; Was am polit'scheu Himmel schwebt Und waS man so bisher erlebt; Ob aud> Pakete augekomme«, Und was man ihnen hat entnommen. Ob jemand waS zu lesen hat. Und wie eS war' mit einen, Skat. Der wird de8 öllern auch gespielt. Ist Schluß, man sich ins Lager wühlt. Bedeckt die Stlelll schön mit Stroh, Den KorpuS mit dem „Paletot" Und schlaft wie König Salomo. Nun seil säst einem Vierteljahr Man nicht in Hau§ und Bette war, Ist auch seit reichlich 1b Wochen Nicht wieder ans der Hos' gekrochem Din auch seit Bautzen nicht rasiert, Weshalb mich jetzt ein Vollbart ziert. Kn,-zun,, in punkto Reinlichkeit Läßt man sich notgedrungen Zeit. Für solche Kerle scheint der Wald Der einzig richt'ge Aufenthalt. * Amerikanische Aphorismen zum Krieg der Türkei. Tie Russen haben die Absicht, Konstantinopel „Zargrad" zu nennen: aber es dürfte vielleicht besser sein, wenn sie es am Ende mit einem „b" schreiben, denn es könnte leicht zum „Zargrab" werden. (Taeoma News.) Jetzt fehlt nur iroch, daß auch Türkisch-Amerikaner an die Zeitungen schreiben. (Philadelphia North American.) Das Schlimmste ist bei dem Vertust eines türkischen Soldaten, daß er so viele Witrven hinterläßt. (Waslsington Post.s Die Kanonen donnern jetzt rings um den Sinai unb Ararat. Das ist die Wiege der Menschheit und ein uraltes Stück Erde, aber trotzdem ist es immer noch nicht ruhig geworden. (Springfield Republican.) Rösselsprung. ist den und rein glut richt seih' mel klar r« toll der ver erst be w der mut und nach war merS . 1« auch hin, deS ü sie der fom gend wenn Auflösung in nächster Nummer. < * ' " ■ --- ' 1 Auflösung des LogogriphS in voriger NunnnAt . j Pelz, Pilz. Schrilllellung: Aug. Goetz. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steiudruckerei, R. Lange, Greß«n.