Dss Oarsdies der Lrde. Noman von Ada von G e r s d o r f f. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Weiß der Kuckuck? Ich weiß jedenfalls nur selten, der wievielste des Monats ist. Natürlich habe ich einen Kalender, euren ganz famosen sogar: Pferdekopf: Horizont II — Stall Weinberg. Aber abends — schwer müde — vergesse ich meist ihn abzureißen. Und den Regulator ziehe ich mich nicht immer auf. Meiers Qnadratpfoten kann ich aber nicht an so subtile Dinge heranlassen. Sonst ist er ja fabelhaft zuverlässig und macht alles in meinem Haushalt. Dienst gib-ts nicht viel, Reserven entlassen. Unser Kommandeur — „zum Verlieben!" sagt der kleine Brencken II, der Vetter von Brencken I; bei ihm gipfelt das „Paradies der Erde" im Verlieben. Höher schwört er nicht. Unglücklicher Jüngling in diesem Nest! Er phantasiert manchmal im „Eldorado (bedeutet ja auch Paradies) von Versetzenlassen nach Berlin — Gardeinfanterie. — Habe noch nie einen Kavalleristen gekannt, dem so etwas Ernst, gewesen wäre! Dabei hat er Geld und ich fürchte, er liebt auch das „Jen". Wenn das Betzingslöwen merkt, wird er wohl versetzt werden zu den „Urlaubern", aber nicht zur Garde? * Septembe r. Datum überhaupt unnötig. Monat ge nügt. — Gestern Diner bei dem -Kommandeur, Oberst von Betzingslöwen. — Der erste „Rummel" hier. Die Köminan deuse war bis vor kurzem verreist, in England, wo sie Ber wandte hat. Ist geborene Engländerin und reich. Beim wuu derbaren Gott, das Weib ist schon! war mein erster und einziger Gedanke, als ich sie sah, in perlgrauem Samt, echte, ganz große Perlschnur im Haar, frische Veilchen an der Brust. Adjutant Graf Poncalet scheint ihr Sklave zu sein. Es war langweilig, steif, zugeknöpft. Das Diner ging früh zu Ende, und ich ging nach Hause und schrieb Tagebuch. Zum Abendessen im „Eldorado" war's noch zu zeitig. O k t o b e r. Heut abend jenten wir im Kloster. Brencken verlor achthundert Mark an mich. Er lvar in Hitze und raste los. Wir andern waren ganz konsterniert, keiner muckste sich . . . ich mag das nicht, nein! Ich gab ihm Gelegenheit, sein Geld wieder zu bekommen und noch hundert Mark dazu! Im Kloster sollen einige Kameraden oft spielen. Da draußen, wo sich die Füchse Gutenacht sagen, sucht sie so leicht nie mand. Ich gehe lieber ins „Eldorado". Was soll man hier machen, wenn der Dienst zu Ende ist? Junge Kerle! Kein Theater, keine Mädchen. — Familienzirkel teils nicht offen, teils langweilig bis zur Grausamkeit. . . Alkohol ist hier nicht beliebt, liegt auch nicht mehr im Zeitgeiste, wie anno dazumal in Winterfelds Romanen „Der stille Zecher" in der kleinen Garnison ein stehendes Bild lvar. Was sie nun alle hier machen, wenn sie frei sind? Uns den Straßen na, sagen wir Gassen — läßt sich selten einer sehen. Manche sitzen in der „Herrenstube" im „Eldorado", rauchen, trinken ein oder zwei Tulpen miserables Bier und schimpfen auf die Gegenwart oder schwärmen von andern Zeiten und Orten, oder von Erinnerungen an „süße Herzchen" und schöne Pferderücken, oder simpeln Fach. Einer und der andere sitzt auch auf seiner Bude und ochst für Kriegsakademie oder gar Generalstab, und ein paar sind mit den. Krümpern aufs Land gefahren. Nette Güter liegen hier herum und die Chausseen sind gut. Da verlohnt sich's schon, auf dem Lande einen gemütlichen Nachmittag oder Abend zu verleben. Angenehme Leute gibt's in der Nachbarschaft. Ich machte natürlich auch gleich Besuche. Glücklicherweise hat es fast gar keine heiratsfähigen Töchter hier herum, auch keine im Regiment, nur verheiratete, oder noch Kinder. Nur beim Oberwachtmeister Granstedt. Nett. Schablone. Draußen in Groß-Runow lebt der alte famose Baron Kallwein hat auch eine Tochter. Nicht hübsch auch nicht zum Ersatz amüsant, oder fesche Sportniaid, was man zuweilen bei einzigen, reichen, verwöhnten Landmädchen findet. Also kein Mädchen — keine Bälle. Letzteres im ganzen erfreulich. Und Bälle im Regiment sind fast nur Dienstangelegenheit. Mir gefällt's am besten in Regenwalde, bei den beiden seudaleit alten Jungfern Komtessen Wietersberg. Besonders die Gräfin Wanda ist sehr sympathisch. Schon über Vierzig, aber Rasseweib! Und die kann reiten und versteht mehr davon, wie mancher von uns. Der Apollo hat ihr's angetan, sie lvollte ihn kaufen und bot anständig. Damit gewann sie aber nur mein Herz, nicht meinen schönen Satan. Denn ein Satan ist und bleibt er. Wenn man Grillen fängt, braucht man nur ein bißchen auf ihm au die Luft zu reiten. Ein gött liches Gefühl, wenn er so allmählich beigibt und abkaut und vor lauter Lebensfreude und Kraftgefühl stöhnt, und der fliegende weiße Schaum einem hoch oben nnf der Uniform sitzt.Ja, wahrhaftig, ich bin selig, das; ich hier bin. Manchmal wache ich morgens auf mit dein ersten Gedanken: Gott, kann das Leben denn so schön sein? — Mir gefällt's hier sehr. Wenn auch zum „Paradies der Erde" das Ewig weibliche fehlt die beiden andern Dinge find voll und ele gant vorhanden: Gesundheit des Leibes und Pserderücken. Aber von Frauen, Mädchen Mietzis und Lietzis — keine Spur. Und tugendhafte Bürgermädchen zählen nicht mit für unfe reinen. O k t o b e r. Poncalet war wieder bei mir. Der Mann ist gemütskrank! Der hat was. Ich glaube - er hat das dritte Ding „im Paradies" gefunden in Zwielitsch, ein Weib, Frau oder Mädchen, lvas ihn interessiert. Im Rätselraten lvar ich nie stark. Aber auch kein anderer könnte erraten, lvie hier einer etlvas Ernstes oder auch nicht Ernstes finden kann. Denn die Frau seines Kommandeurs — das ist doch nicht möglich, das geht doch in kein Leutnantsgehirn! — Er hält die Journalmappe, ist bei Borstell abonniert, liest die „Zukunft" nn'd hat ein Klavier. Da wird malt freilich nachdenklich. * Was ihn eigentlich zu mir zieht? Vielleicht der Kegen sah. Er lag in meiner Sosaecke und ich betrachtete ihn. Eine Schönheit ist er nicht. Sein Haar ist zu dünn, seine Nase zu lang, sein Munid zn grob, die -lugen sind zu klein. Aber seine Figur! Donnerwetter! Der Mann ist gewachsen wie eine Zeder vom Libanon. — Und was er nun wollte? Einen Ball arrangieren mit einem Wohltätigkeitsbasar zum Besten ..verwahrloster minder". Die Kommandense hat's besohlen. „Die Kommandense" - lvie er das sagte, so ganz wie jeder vernünftige Leutnant das sagt. Nein, in die ist er nicht verschossen. Unmöglicher Gedanke. Ich sagte meine Mitwirkung als maltrv de plaisir zn. Im „Eldorado" soll das Fest sein und ganz Zwiclitsch soll, ohne Ausnahme, die Eintrittskarte zu einer Mark, teilnehmen können. Mit dem ganzen Offizicrkorps tanzen zu dürfen, wird den kleinen Zwielitscher Mädel- das Opfer einer Mark wohl wert sein. Ich fand den Preis zu niedrig. * Oktober. Habe heute in der Bahn geritten. Bei den» miserablen Wetter war es brausten ans dem Platz zu glitschig und glatt. Der Oberst wunderte sich über mein Reiten, da ich doll so lange Infanterist war. Ich sagte: „Gestütssohn, Herr Oberst." Er nickte und lud mich zu einem gemütlichen Abendtee ein. Tante Lalli hat geschrieben, das; sie mich demnächst besuchen lckird. Ob hier ein Hotel ist? Ich schrieb ihr, sie solle zum Basarball kommen. Da kamt sie kaufen und mit ihr Portemonnaie geben zum Bezahlen. Man kann sich mit ihr sehen lassen. „Grande danie“, was man so sagt, an die Siebzig alt. Rauscht in Samt und Seide. Freue iitich. Unwillkürlich musterte ich meinen „Salon", in dem sie sich doch meistens aufhalten lvird. Anstößiges gibt es iticht! Keine Bilder, keine Statuetten, keine Photographien von Mietzi und Lietzi! Vaters grüne Ripsmöbel kennt sic ja. Viereckiger Tisch vor dem alten, großen Sofa. Vaters Bild über Paters Schreibtisch am Fenster. Friedrich Wilhelm III. und Friedrich Wilhelm IV., bei den Urgroßvater Flügeladjntant war, in Oel überm Sofa. Kaiser Friedrich mit eigenhändiger Unterschrift vom Großonkel geerbt, über dem Bücherschrank, in dem alte Schindler sind und eine Menge kleine, alte französische Romane und Beckers Weltgeschichte und Meyers Lexikon. Alles, lvie's bei den Eltern gelegen und gestanden hat.... Gott, die lieben, lieben Eltern! Wie Vaters blaue Augen, diese elvig jungen Augen, lvohl lachen würden, wenn er seinen Harry als Kürassier sähe! Und daß Tante Lalli ihm das Portemonnaie dazu gegeben hat und ihn zu ihrem Erben ernennt die Würdigkeit bis dahin voraus gesetzt? Als Jungen konnte sie mich nicht leiden. Nnn, ein ekliger Bengel war ich ja. wenn auch Vater immer zu sagen pflegte: „Die ärgsten Fohlen werden die besten Pferde." Ob sie mich später hübsch fand und mich deshalb liebgewann? Ja. wenn lang und dünn und braun und schwarz ihrem Gescknnacke besonders zusagte, dann waren es lvohl jene persönlichen Eigenschaften. Von Mutter habe ich nur ein Braut- bild, wie sie im Spitzenkleide, mit großen, blauen Kinder äugen und einer unglaublich schönen weißen Hand ans einer grünen Moosbank ruht. Als Junge war ich einmal in das Bild verliebt. Es war eine richtige unglückliche erste Liebe. Also habe ich doch eine gehabt! Meine Mutter hatte keine näheren Verwandten Sie war schon als Kind nach Berlin bekommen, und ihre Eltern sind dort gestorben. Geld hatten lie nicht. Aber sehr vornehm waren sie, von innen und außen. Unsere Familie ist überhaupt, wie es scheint, im Aussterben begriffen. Deshalb wünscht auch Tante Lalli. daß ich sobald als möglich heirate. Natürlich hoch hinaus, jedenfalls der uralten Familie Rehn Track durchaus ebenbürtig. Leider haben nur ich weiß es erst seit meiner Einsegnung, auch em „Skelett im schrank". Es hat mal ein Bruder von Tante Lalli existiert, ein ganz verbummelter Mensch, der irgendwo in Anika oder Ehina verkommen ist: nicht etwa in Armut, sagt Tante Lalli, aber in Unehren. Die Art, lvie er zn Frau und Geld gekommen ist, soll so wenig einwandfrei gewesen lem. daß sich die Geschwister von ihm losgesagt haben. O k t o b e r. Großer Gott, was habe ich heute erlebt! Ich nll den Apollo zum Dienst draußen ans dem „Polnischen Feld". Der Kommandeur sieht mich immer so freundlich an. rvelm ich den Racker vor der Front zwinge. Und sie, das hlinmlnche Weib! Ick glaube, das bat noch nie eine Kom mandeuse von sich behaupten können, und kein Leutnant hat's von ihr gesagt), sie steht immer am Fenster zufällig, wenn lch auf ineinem Avvollo vorbeitänzle, und neigt ernst königliches Haupt, wenn ich halb Front mache und hinaus- grüße. Ich muß dann immer an den „jüngsten Leutnant" denken und an das Couplet: „So grüßt seinen Kaiser der Gardehusar!" Aber nicht das war das Erlebnis. - Korrolewski betras es, den Antiquitätenhändler mir gegenüber. Ich war zu spät ausgestanden. Alles ging im Jagdrennentempo. Apollo war sehr übler Laune und renitent. Ich auch? Lange fackelte ich nicht. Ich spring' von hinten auf ihn 'raus. Alter Boxer spruug Glückt! Sitze fest. „Bahn frei! Tor auf!" schrei' ich Meiern zu. Und lvie die Kugel aus dem Büchsenlauf, saust Apollo mit mir ans die Straße, die sonst immer still und leer ist. Heute ausgerechnet war sie's nicht. Der alte Herr Korrolewski kommt mit einem Paket auf dem Arm ans seiner Tür und hinkt quer über den Damm und ich — überreite ihn! In meinem ganzen Leben vergesse ich den Mvment nicht. — Der daliegende alte Mann — über die Steine ein rotes eiliges Bächlein rinnend. Hoch ans stieg der Gaul! Einen Moment noch, ein llebersckstage.n und neben dem Alten hätte der Reiter tot oder schwer verletzt ans dem Pflaster gelegell! Aber Apollo kippt nicht so leicht über. Ich herunter vom Pferd! Ter Alte lebte und rappelte sich. Ich kniete neben ihm, umschlang ihn und hob ihn. Er stammelte einige Worte. Gott sei gelobt! Er lebte, er konnte sogar stehen und gehen? Nur unter seinem grauen Haar lies rotes Blut hervor. Meier iss da. Meier sagt: „Es ist ihm nischit passiert! 'n Loch im Kopf, das heilt, wieder zu! So 'n pollscher Schädel hält lvas aus! — Herr Leutnant haben keine Zeit! Schnell nur in 'n Sattel! Ter Ahpollo ist zum Glück noch verbiestert?" —- Und den günstigen Moment der „Verbiesterung" Ahpotlos benutzte ich denn auch, während ich noch sah, wie der alte Herr «auf Meier gestützt, ganz ruhig in seine Höhle schlürfte, und raste int verwegensten Sinne des 'Wortes durch die zn dieser frühen Stunde llvch totenstillen Gassen nach dem! „Polnischen Feld". — Ich sah wohl emu Fenster ein weißes Gesicht und ein weißes Kleid, aber zum „Kaisergruß" blieb keine Zeit: Dienst! — Der Kommandeur hatte Besuch Ein prinzlicher Gast von Berlin. Deshalb sollte ich den Apollo vor der Front reiten, ihn zwingen, ihn meistern! Er lud mich zu Tisch. Er wollte den Hengst kaufen, nicht für sich sondern jür seine Frau und bot mir eine Unsumme. Ich sagte: Nein. Er wollte ihn dressieren, zureiten lassen. Das Pferd würde unter einer Dame gut gehen, es könne nur das Aufsitzen und den Schenkeldruck nicht leiden. Ich sagte: Nein! Es wäre Mord und ich würde mich erschießen, tvenn der gnädigen Frau ein Unglück geschähe. Er sah mich einen flüchtigen Moment lang aus seinen tiefliegenden, ernsten Augen so von unten herauf an. Bor dem Diner zog ich mich um und wollte zu Wladzio Korrolewski hinüber. Meier sagte, das wäre nicht nötig. „Der Alte ißt und trinkt und sitzt da und rechnet in seinem Buche." Also ging, ich erst, am' Abend hinüber. .Es war ein abscheuliches Wetter, kalt, windig und regnerisch. Die alte schiefe Holztür drübeu knarrte und quietschte wie tausend Teufel, die mir den Eintritt wehren wollten. — In der engen Borflur zog ich, eine altmodische Klingel. Der Alte öffnete mir, sehr schnell und sehr höflich. Sem Kopf war verbunden, der linke Arni in der Binde. Es waren nur einige Fleischwnnden. Gottlob', das nxir noch gnädig abgegangen. Wir standen in einem dunklen, niedrigen Raum, voll- gepfropft mit Gegenständen ehrwürdigen Alters, für die fick in Zwiclitsch kaum Liebhaber finden mochten — Por- zellameug, Stand und Wanduhren, die vielleicht seit hundert Jahren nickt mehr aufgezogen worden lvareu, verstaubte Gipsstatnetten und Büsten, rostende Waffen aller Rationen, Jagdgewehre aus den Tagen unserer Urgroßväter, rotbraune Kupferstiche, altfränkische Möbel, Bücher in Sckweinstedcr und andere mumienhafte Dinge, deren ehemalige Besitzer längst vermoderten Generationen an gehörten. Das alles tauchte fast gespenstisch in Dem grün licken Scheine einer kleinen schiefen Lampe auf, während von draußen die elende Straßenlaterne ihr rötliches Licht zn dem Fenster hereinsandte, das ein dunkelgrüner Vorhang zur Hälfte deckte. Die Lampe stand aus einem Tische am Fenster zwischen Rechnnngsbüchcrn und Schreibutenstüen. ihr In einer [rt>öu gesc hissenen Kürasse, ein o rdin äres Trink 7 glas zur Seite, funkelte hellroter Wein, herrschte ein undefinierbarer Geruch ähnlich Kirchen, die nie gnAstet werden. Allenthalben »nie in alten (Fortsetzung folgt.) An der §omme. Gebet vor der Schlacht Von Hans W i n a n d. „Aussteigen!" Fünfhundert Kriegsfreiwillige recken die jungen Glieder, lii Stunden Bahnfahrt find im Schlafwagen eineNervew- probe; im Güterwagerr aber eine Körperstrafe. 2er Kommando- ruf war Erlösung. Kalt war es auch, und stockfinster bö^u. Tornister her — so! — und imr taumeln ins Freie. Em Oellicht flackert im Morgenwind; die Gestalt, die es hält, hat den breiten Mantelkragen bis hoch über die Ohren geschlagen. „Servus. Bayern!" Tie Oellaterne tanzt wie zum Grütze durch das Tuntel auf und nieder. „Servus, Eisenbahner!" „Grütz dt (Hott. Prcuß!" Im müden Lichtscl^ein erkannten wir das h aus der Schulter und die schirm rz-iveiße Kokarde am schwarzen Mützenrand. „Sakrisch kalt is!" Ter Eisenbahner lacht nur. Ein paar Schritt neben uns klirrt es metallisch: beschlagene Stiefelabsätze stoßen auf Eisen. Kies klappert. „Ärunfu!" ruft eine Stimme Tann stolpert man schon selber über schienen. Einen Augenblick blitzt weih und grell der Schciir einer Tasckzetckatcrne auf. Man blinzelt; und schon kommt eine scharfe Stimme: „Licht aus!" Und die Finsternis hat dich wieder am Nacken. Fragt mich nicht wie: aber seinen Platz fand dock) ein jeder. Wo das Auge verzweifelt, triumphiert der Tastsinn. „Geh weg!" ruft es und eine Hand schlägt auf eine andere die da im Tunket den Nachbar zur Identifizierung abtastet. „Ach, du bist's!" „Nu freilich. doch nicht mei Tante!" Er hat recht; grau mag seine Tante sein, aber feldgrau noch nicht ... ^ t . _ Eine ganze Weile dauerte es, bis das Auge sich au die düstere Lage ein wenig gewöhnt. Das Ohr erriet es schneller; bis weit hinaus über bcu kleinen Bahnsteig klirrte leise Schanzzeug, knarrte neues Leder. Jetzt schrie es dort unten. „Pfcrdewärter!" Ein Gaul schnaubte. Neben dem kleinen Bahnhofsgebäude stieg der Rübenacker in sanftem Bogen an. Das sah man nicht, man fühlte es nur. Und dann hörte man es: ait der Stimme, die von dort oben kam, aus dem Dunkel, herab vom Hügelrücken. „Borrücken zur Straße!"" kam es von oben. Das war des Häuptlings Stimme. Später blitzte dort aus der Kuppe auch ein Licht aus; einen Pserdehals sah man, und den behelmten Kops des Reiters, der ein kleines Helles blinkendes Biereck in den Händen hielt. Ein paar Sekunden lag der Lichtschimmer auf Karte, Hand, Gesicht und Pserdenacken. Tann erlosch alles, war sortgewischt, und es blieb nur das dumpfe Stampfen von Pferden, die dahingaloppierten. Sic galoppierten gewiß über einen Acker, der feucht sein mußte, fort über schwarze, fette, nasse Erde. Tann aber, als wir hielten und die Geivehre zusammengesetzt hatten, da klang noch etwas anderes an unsere Ohren. Nur sver sich ein paar schritte von den dichten Gruppen entfernte, konnte es hören, dann aber auch so deutlich und fein, daß. kein Raum blieb für eine Sinnestäuschung. Ta »oar es und blieb: ein Glucksen und Quirlen, ganz dünn, ganz zart, das nicht dnfhörte und die Nacht durchwachte und sich immer gleich blreb. . Mein Nachbar machte vorsichtig zlvei, bret Schritte. Plötzlich packte er wich hart am Arm. 2a raschelte es, es war das singende Rauschen von ausgestörtem Schilf, ein leises, hastiges Schnattern: und nun ward es jäh lebendig im Rohr. „Wildenten!"" flüsterte mein Nachbar und preßte meinen Arm so heftig, daß« ich mich losriß. „Tu, Mensch, Kind Gottes, — mir sind da: wir sind an der Somme!" Und weiß der Teufel, er hatte rcckck: endlich, endlich warm mir „da"" — an der Somme... Dort, um die Weidenhecke den Erdrücken hinauskricck< führt der zum Feind. Aus zlvei sckrlanke heNe mündet diese ke; uvischen ihnen hält ein Bursche einen Alpselschimmel. 'as Pferd mirft den Klops, daß die silbergraue Mähne hoch gegen den leuchtenden Abendhimmel auftvirbelt; das Schnauben des Tieres erreicht unser Ohr; im Dämmerglühen funkelt der Odem svie Melalldampf. Fern dröhnen Schüsse. „StittgcstandenEine Mauer lebendiger junger Menscheil versteinert und hin über ihre Kopse geht der Hall einer klaren bellen Mannesstimme. Begrüßungsworte: Willkommen den Jungen. Seit zwölf Tagen liegt das Regiment im Schützeir- groden. 2ie fernen Kanonenschläge schlagen dm Takt; dumpf Poltert ihr Donner in das Gefüge der Sätze und crsttckt den Klang einzelner Worte. . Ta tritt ein Mann in ungewohnter Tracht vor die Front. Am grauen Militärrock Aufschläge dunklen Violetts; auf der Brust, die der Abendsonne zugekehrt ist, fimfelt und blitzt cs mie Temalit. Wessen Brust da draußen trägt anderen Schmuck als den von Eisen? An lairger. güldener Halskette leuchtet das Wahrzeichen des Krnizes. Und Worte vom allmächtigen Gott unb seiner Ewigkeit klingen hin über Hügel. Aecker und Menschen. „Zum Gebet!" Es senken sich die Köpfe. Zur Helmschiene gleitet die Hand. Und tiefes Schweigen um alle. Trei ©tuitbcn, vielleicht zlvei, — und die Zeit zur letzten stillen Einkehr ist dahin. Wird einer jenen Augenblick des SchweigNlö vergessen? Hinter denen, die da in der Stille die Hand zum Helm hoben, versinkt die Welt der Daheimgebliebenen tu wundersam tiefe Unerreichbarkeit. Immer noch rufen und suchen die Kanonen. Tas Klirren einer Säbelscheide flattert wie ein verstörter Vogel durch das Schweigen. Oben längs des Weges rast knatternd ein Motorrad vorüber: man hört, wie das Rasteln deö Motckrs verebbt; plötzlich ist es ohne Uebergang erloschen. 2a kommt eilt Komwaitdornf; wie unter dem Sck,lag eines Hammers zerbricht klirrend die Stille. „An die Gewehre." Unter hastenden Füßen wirbeln schlvere schwarze Erdschollen hoch vom Acker empor. In tauseltd Patronentaschen rasseln gedämpft die Patronen. Tas graue Auto, das dort hinten wie vom Teufel gehetzt den Hügel emporbraust, konimt iroch gerade recht, um vor der Marschkolonne die Straße zu überqueren. Ter Schlamm, den die großen Räder auslvirbeln, schlägt noch den ersten Leuten ins Gesicht. Hinter einer Kurve verschwiltdet der Spuk' Es ist fast dunkel; kaum erkennt man noch int grauen Zwielicht die ttefen Furchen, die der Kraftwagen in das Wegbett gezogen. Als sich die graue Schlange hinter einer zerschossenen Scheune, deren ausgebrannter Tachsttihl gleich einer stunnnen Anklage zum Nachthimmel emporstrebt, hervorgewunden hat, liegt vor uns Ebene, Nacht und Finsternis. Was wollen die Kanonen des Feindes in solcher Nacht und solchem Nebel? Immer klarer hören wir ihre Stimmen. Bald werden wir ihre Sprache auch verstehen lernen Hinten im zweiten Zuge beginnt ein Mann zu singen. ES ist ein schöner weicher Bariton; eine zweite Stimme fällt ein. „Du mein allerliebstes Mädchen, — wir sehen uns nicht mehr, — du mein allerliebstes . . ."" „!1iuhe!" kommt halblaut von der Spitze ein hastiger Befehl. „Nicht singen. Wir sind im Feuerbereich."" Feuerbereich! Wie von ungelösten Geheimnisseit behängen Hallen die vier Silben im Ohr nach Schwarzgran ist der Nebel geworden: keine zehn Schritt iveit reicht der Blick. Tapp—tapp — die eisen beschlagenen Stiefel bahnen sich wie von selbst ihren Weg durch Lehm und Pfütze. Wo sind nur? Wohin geht es? Seltsam, ivie die mechanische Gewalt des RhychmuS die Glieder hypnotisiert; du brauchst nicht inehr zu wollen, ganz vor: selbst setzen beine Beine da unten die Füße weiter. Tie Gespräche sind verloschen. Ruhe ist besohlen, grüßte Ruhe. „Ter Wind geht zum Gegner"" — er trägt ihm gern (Geräusche zu. Ruhe — Wind — Gegner — dunkel l-allen die Worte in dir nach, ohne ihren Sinn lebendig jwerden zu lassen. Unjd während die Stiefel unter dir weiter tappen, durch Lehm und Pfütze, fragt es halbverschlafen in deiner Seele: „Wo sind wir?. Wohin gchts?" Jrgenbtvo im Unterbewnßtsein hallt es zur Antwort: „Feuerbereich — Feind!" Tie Somme lvar es; aber »vir sahen sie nicht mehr. Als das Morgengrauen kam, lag sie schon »veit hinter uns. Als es im Osten licht ward, hingen uns die Stiesel schon schwer von Schlamnt und Lehm an beit Füßen. Tie Mittagsstunde ist sang dahin, als der .Befehl fällt, der uns halten macht. Tic Nebelstreifen, die uns begleiteten, als sollten die künftigen Streiter noch ein letztes Mal in Watte gehüllt werden, sind verschwunden. Ter graue Himmelsraum hat sie sortge- trunken. Schüchterne Streifen aus mattem, blassem Blau zeichnen sich am Horizont ein, sie wachsen; als der General kommt, sind sie schott leuchtend und gelb geworden. Ter Herbstabend will verdämmern. Tort unten, ganz fern, wo ein langer schmaler schwarzer Streifen einen Wald ahnen läßt, weht Kumm eine Ftuctgarbe gen Himmel, lieber der Flamme tanzt finster der Ranch, bis der Wind seiner Herr ist: der Wind nimmt ihn mit sich und zerfasert die dunklen Wolken, bis sie locker und zart werden gleich grauen Spinnweben. Ganz kahl ist die Hngelktrppe, aus der die jungen Feldgrauen letzt antretcn. Tie sliekl klammern lies int feuchten Ackerboden. * Deine Füße, die da tappen, deine Seele, die da dämmert — sie haben Recht. Nebel und Nacht decken uns zu: nach einer halben.Stunde ist auch der Länn der Geschütze eingeschlasen Ein Tors gleitet vorüber: es liegt wie toi im Dunkel. Eiu Posten an der Straßenkreuzung winkt uns zu: in einem leeren Hof heult kläglich ein verlassener Hund. Tann mußt du dich zusammenreißen, um nicht zu fallen. Steil geht's hinab, nun wieder hinauf — eine Schlucht. Tie Müdigkeit läßt von deinen Gliedern. Verdammter Nebel *— über ein zerbrochenes Gewehr bist du gestolpert. Tu prallst ans deinen Vordermann: „Au,"" flüstert der grimmig. „Halten!"" Es klirrt leise ringsunr; ohne Kommandoruf wird das Getvehr abgenomnien. Wer gab das Zeichen? Im Nebel huschen schwarze Gestalten. „Daher!"" sagt halblaut eine fremde Stimme. „Obacht und dann gleitest du hinab in ein tiefes, schmales, schwarzes Loch. Na also, da wären wir! Feuerlinie? Ter Nebel I*U alles zu ged eck t — auch den Kamps. Feucht und kalt geht es heuts 6 zu, aber .ganz friedlich. Und 36 NebeMunden sollten vergehen, ehe die Feuertaufe fant. Dann aber kam sie doch mit ihrem ganzen Zeremoniell an Lünn und Toben und fröhlich, wiewohl mit der trcuntuv irellen vagen Beklomnwnheit des Täuflings, ward sie von allen in Ehren empfangen. _ 2lu$ dem Tanfregister unserer Zlot^e. Ruhmvoll klingen die Namen der „Karlsruhe", „Emden", des „U 9" und anderer deutscher Kriegsschiffe und Unterseefahrzeuge, denen sich künftig noch so manche andere vom frische!» Lorbeer umkränzte zugesellen werden, bnrcf) den Wandel der künftigen Zeiten. Bemüht oder unbewußt ist eben uns Deutsck>en lviie allen seefahrenden Völkern das Schiff, und insbesondere wieder das Kriegsschiff, ein persön- lickns' Wesen, und deshalb interessiert auch vor allem der Name, der oft ein eigentümliches Verhältnis zu dem Taufpaten knüpft und ganz allgemein manches Bemerkenswerte zu bieten pflegt. Um an die ./Emden" und ihre Namensschwestern anzuknüpfen, sp ist diele Art der Bezeichnung nach Städten, Provinzen oder Bundesstaaten auf das Vorbild der britischen „Eounty-Cruisers" oder „Grafschasten-Krenzer" zurückzuführen, deren Benennung ein engeres Band zwischen der Grafschaft oder Stadt und dem Schiff fimpfeti sollte, derart. daß erstere dem Patenschiff bei besonderen Anlässen, z. B. beim Stapellauf oder wenn sich der Kreuzer irgendwie besonders auszeichnet, durch Geschenke oder Stiftungen ihren Anteil bezeugen.. So entstanden bei uns die Linien-* schiffe „Mecklenburg", „Braunschweig", „Elsaß" und andere, sowie die Städtekreuzer „Berlin", „Leipzig", „Königsberg", „Karlsruhe", „Emden", „Lübeck", „Danzig" usw. Im übrigen ist die Taufe der Flottenersatzbauten durch mehrere Kabi-* nettsorders geregelt, deren älteste grundlegende aus der Aera Stosch 1875 datiert. Ohne auf die weitläuftigen Einzelheiten einzngehen, sei nur erwähnt, daß die Namen der Fürsten („Kaiserklasse"' „Friedrich der Große"), Fürstenhäuser („Wittelsbach", ,.Wettin") sowie z. T. der Bundesstaaten und preußischen Provinzen für die Linien- und Großkampfschiffe Vorbehalten sind, während sich eigentümlicherweise Schlachtennamen. die zu verschiedenen Zeiten für wechselnde Schiffsklassen bestimmt waren, nicht durchsetzen konnten. Augen- ' blicklich ist nur ein Schlachtname („Wörth") in der deutschen Flotte vertreten, die anderen mußten gewissen Rücksichten weichen: so wurde die ehemalige Kreuzersregatte „Sedan" 1876, als Prinz Heinrich seine Weltreise auf ihr machen sollte, aus diplomatischen Erwägungen, weil nämlich ein französischer Hafen anzulaufen »var, in „Prinz Adalbert" umgetauft. Im allgemeinen aber führt man nach guten! Brauch dieselben Namen in der Flotte weiter. Verschönt und veredelt doch den gleichgültigsten Schiffsnamen die Patina des Alters, der Erinnerung, des Historischen. Wie viel voller klingen uns daher jene Namen ins Ohr, wenn wir wissen, daß eine „Amazone", das erste preußische Kriegsschiff, vor' etwas mehr als 40 Jahren den rasenden Novemberstürmen der Nordsee zum Opfer fiel: daß eine „Arkona", jetzt schon zum dritbenmal in der Flotte vertreten, die erste preußische Expedition nach Ostasien führte: daß eine „Frauenlob", von den freiwilligen Spendet! deutscher Frauen erbaut, auf eben dieser Fahrt im Taifun mit Mann und Maus zugrunde ging: daß eine „Nviuphe" sich mit Dänen und Franzosen hernm- schlu^, auf einer „Thetis" und ,.9ttobe" ein großer Teil unserer Adrnirale und Kapitäne seine erste Ausbildung empfing. Auch der einzige Narne eines eroberten feindlichen Schiffes, der in unserer Flotte fortgepflanzt wird, gehört hierher, der der dänischen „Gesion". Ist auch Freiligraths Vorschlag, das Flaggenschiff der seligen deutschen Reichsflotte von 1848 „Die freie Presse" zu taufen, nicht durch- gedrungen, so sieht mau doch, wie abwechslungsvoll und an interessanten Erinnerungen reich das Tausregister der deutschen Kklegsflotte ist, in dessen Blättern man künftig noch viel Ruhmvolleres finden wird. vermischtes. * Alpenglühen a u f dem Monde. Der Krater Kopernikus des Mondes ist von dem Züricher Astronom Pidoux mit bloßem Auge gesehen worden. Wie die „Naturwissenschaften" mitteilen, konnte er bei besonders reiner und durchsichtiger Luft während des ersten Mondviertels Len Ring des Kraters von einer Höhe bei Genf aus mit dein die unbewaffneten Auge deutlich erkennen: er erschien auf dem dunklen Teil des Mondes trne ein glänzender Fleck mit leuchtendem Ring. Dieser Anblick läßt sich nur dadurch er klären, daß die höchsten Spitzen des Kraters tvährend der Beobachtung bereits Sonnenlicht empfingen, »vährend die tieferen Gegenden noch in Dunkelheit dalagen. Der Astrononl hat also mit bloßem Auge ein Alpenglühen auf dem Monde wahrgenommen. _ „Hessen" an Hessen. Unsere blauen Jungen von S. Ni. S. »Hessen" kleiden ihren Da> k für die Liebesgaben au§ dein Großherzogtum Hessen in folgende Strophen: Unser Dank! Heut fiel's wie Sonnenstrahl in unsre Reihen — Ein Heimatgruß a» S treucm Hessenland. An Liebesgaben dnr'te bent' Jan Plant sich freuen, Die timt die Wacht erleichtern, hier am Nordseeslrand. „Hallo!" ,,üt Heil,, und mit geivandter Znnge S. lnebr er den Prien, erst schnell nach Steuerbord, „Tk Swarleu iS darbi? Na warte, Junge. Up den har ,t schon lange 'spannt an Bordl" »Hit mine Piep lechzt ook na Füllung," grunzt Krischan, »Längst ,,'ür de Tobaksbüdet Nap un leer" — »llit die Zigarren un Zlgaretlen jeden mich an!" Sagt Willen,, — „jieb nach n,al die Kiste her!" Co ist für jeden bald berausgefnnden, Wofür er schwärmt und waS ihm Freude nracht. Und wenn's dann guatmt und schmökt in unfern freien Strmden, Wird dankbar unserer braven Spender auch gedacht. Wir dürfen ja verraten, das; mit Groll im Herzen Und llngedrild wir harren Tag mrd Nacht, Daß wir fo gerne uns re Waffen ,r,ächten wetze», Am Britenvolk, in Weier offner Schlacht. Woi l jnbelten wir ,nit, wenn unser Heer bekämpfte Und auch besiegte unserer Feinde Schar. Do l, Gran, und Trauer o t gar unsre Freude beimpfte, Weil, ach, an uns noch nicht die Reihe war. Nun habe», wir das überwunden Und mit Geduld gewappnet uns und grinunigem Hnnwr. Wir wissen ia. S' konuut auch noch unsre Stunde: »Dann England hüte dich! Ter Hunne steht vorln Tori" 's glübt ja an Bord in eines jeden Seele Bon, Kommandant herab, bis auef) zum jüngsten Mann En, Wunsch: Den, Gegner an die Kehle: und Vtieder um dir, falsches Engclland! So woll'n wir dankbar denn Zigarren fchinauchen, Die uns gespen et sind ans tveuem vessenland; Doch seid versichert: 's wird auch krätig „rauchen" Weuu wir dem Feiud erst feine angeb rannt! Dan, geben »vir „Zigarren" ihin tuid recht viel „Feiler". Dam, liegt der See»na,u, ganz gewiß m bt auf den, Ohrt Für solchen Freund in stärkster Tabak nicht zu teuer Doch „blauen Timst" inacht er uns nicht mehr vor! «Bolldainps voraus!" nennt sich dann m,fre Losung! „Klar fein ist alles!" heißt dann unser Ziel! Und dieser Kurs feimt Klippen nicht und Brandung T, e>veil am Ruder steht das Pfllcbtgesühl! Dann w rd auch unsre „Hessen" wacker streiten Gleich einein Bollwerk, wenn die Stürme wehn. Ein Wunsch, ein Wiüe nur soll un- dann leiten Und der heißt: Siegen oder nntergehnl Rudolf Dübeler, Ob.-Masch.-Maat S. M. S. „Hessen". verfteckrätsel. Man suche ein Sprichwort, dessen einzelne Silben in folgenden Wörtern versteckt sind, wie die Silbe „an" in „Wanderer'. Steuerruder - Zorndorf — Kistenbauer — Edelsteine — Fürstengeschlecht — Muttersprmlie — Gehein,- ratswuwe — Magenbitter — Lebertran. Auflösung in nächster Nummer. Auflösiing der Skat-Aufgabe in voriger Nummer: Mittelhand hatte: trA, trZ, trK, tr9, pA. pH, p7, cZ, cK, e9. im Skat liegei, ear8 und car7; Hinterhand besaß die ilbrtgen. Spielgang: 1. V. pB M. pA H. trB = — 16 Angen, 2. H. earA B. ear9 M. trA — — 22 „ 3. H. carK V. carZ M. p7 = - 14 Die weiteren Stiche fallen dem Spieler zu bis auf ev, wobei Gegner aber 24 Augen erhalten. Schriftbitnng: Ang. Goetz. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen UniversitätS-Buch- und Steinbrnckerei, R. Lange, Gießen.