Nr. 1*» 1 ». ii>n Kreisblatt für d en Kreis I>» , ;oU*;ncl- C vi. [ 4j | l . Z7,„>7°>ksma«7 ,u gotlar.^' Bekanntmachung. ^us ft>vunb bcß 8 2 beu Kaiserlichen VEdmmgLtr tmi 21 ^uli 1914 , betreffend das Verbot der Ausfuhr und Dnrd?- M«tttton. P-uLver und SprengstMen foiwc mibereu VlriiWii des Kriegsbedarfs und Goren stcdkden, du zur Ver- fteflsma von KriegSbedarssartikeln dienen. Eis«,t»ahmnsNrml ÜUer Art, Telegmpchen- und FsruspEhgerät fonnj Teüeir davon, Lnstschisfevgrrät aller Art, FalwLvngen und ^cUmi MaWoMn, die bei der H-erstellimg von Gegenständen des Kiiegs- ledaris Mir Vettoendirng gelangen:, ^ Verbands- und Arzneimittel son'ie ärztlichen Instrumenten und (Mer ä tot, bringe ich nachstehendes zur ofjeutlicken Kenntnis: I Es wird verboten die Anfuhr imd Durchfuhr l amtlicher Waren der Abschnitte 17 B bis H des Zolltarifs (B. Mumrnrum und Aluminiumlegierungeu: C. Blei und Bleilegiernugen: 0. Zuck und Zinklegier NN gen; .L. Zinn und Ziuulegleiungen >e,nsMiewrch des Britanniametalls); F. Nickel und Nickellegeernngeu; E. Kupfer und Kupserlegierungen; II. Wauen, nid# unter die Unterabschnitte A bis G fallend, aus unedlen Metallen oder ans Legierungen unedler Michaile). ^ , II. Diese Bekamttmad ung tritt an die Ldelle alter früher auf GlHuid der .kaiserlichen Verordnungen vom 81. Juli 1914 über Ms- und Durchstihrverbode erlassenen B-lanutmackttugen, fasern sie Waren der M schnitte 17 B bis H des Zolltarifs -um tz8'genstande laben. III. Das Verbot unter I entrecht ftd> nickt aus: а) Sendungen ron Erzeugnissen ans Munttnium, Blei, Zinn, Nickel. Kupfer, Antimon oder ihren Legierimgcn und Bei- dindiengen untereinander und mit andei-an Stoffen (ftudj in Alliuetall, Abfällen und Rückständen, swveit sie ein Gewicht ron 2 kg nid# übersteigen oder nid# mehr cchs 2 kg der geuanuten Metalle oder ihrer Legierungen und Beibin- dnng-kii euckxrlten: d) Sentmugeu ron Erzengnrfsen aus Zink oder in Verbindung mit Zins, soweit sie nicht mehr als 25 kg Zink enthalten, einschließlich solcher ans Legierungen, iveldje nid# mehr als 25 kg Zink imb insgesaurt 2 kg der unter lila genannten Melalle enthalten: e) Kobalt und Kobaltlegiernngen, roh oder verarbeitet: б) Bildcrklisd,ees (Galvanos) ans Ausfuhr-Nr. 874b des Sttu- listischen Waren Verzeichnisses: . e) Rosenkränze aller Art der An sfr ihr-Nr. 885 b des Statistischen Wa ren verz eichu i sses. IV. Tie uuLer lila bis c vorgesehenen Mrsnohmen finden Mf die nackchehend genannten Waren TV-mc Anwendung. Aussuhruummern des Statt stischreu Warenverzeichnisses 1 Artitleriozündauigen, Zünd!Kt.deu, uugefü'ltte Patlicmeuhülfen ans Kupfer oder Messing . 878e 2. Bleck, mit Gold l^legt 'plattiert') .... aus 88la Draht, and; aus anderen Draht aus unedlen Metallen oder Legierungen unedler Metalle gesponnen, mit Gold l>elegt «plattiert) aus 882a Waren, ganz oder teilweise ans mit Gold belegten bfattierten'i unedlen Metallen oder Legierungen une.tter Metalle . . . aus 884 a/b 3. Bruchbänder .......... 03i ö 889 4 d inirgi sche Just rum eute. 891h 5 Draht aus Aluminium und Alumrniunriegie- ruugen ........ 846 Drahtlitzen und -seile aus Aluminium und Al um iuinmlegi erungen.. . aus 848 n. 849 D.ah: mit Ausnahme des zementierten Drahtes-: aus Kupfer: Ersendraht mit Draht a-uch zementierten) aus Kupfer umsponnen, umfloch^eu oder uiniviclelt . 871a aus anderen Metallen oder MetaUegieruugen der Nr. 869c bis f; Ersendraht, mit diesem Draht umsponnen, umflochten oder umwickelt . 871b Draht, zementiert, ans Kupfer oder Kupfer- legierungen . . 872 Drahtlitzeu imb -seile aus Kupfer oder Kupfertegiernngen, rveder lackiert noch Pjo- ttept, mit Mnmruium überzruien oder vernickelt, gefärbt oder wniicrt. 873 Aussuhruummern des Stattstttchen WarertverzeichnisseÄ Draht (Lrtzen, Geftackitt' »sw.) aus unedlen Metallen oder ans Legierungen unedler Metalle, überzogen, umw-dett, umsponnen oder umflochten, für die Elettrotcchttk . . *90o 6. Druckt nopfe. • ••••- 7. ^(anomeler, nicht elektrische, ohne Ubincek mis 8dta 8. Äretalltnch aller Art für gen erd! i ehe Zwecke insbesondere für die Herstttl'ung von Paper, endlos oder in Rollen oder Stücken, miß Draht, auch mit Gefpiusteinlagen: Vordruck- ioatzeu >Egoutteureh grat! rstrer gcinppt, mit oder ohne Wasserzeichen ....... 870 9. Münzen ans Aluminium, Nickel, Kupfer, mit der Mastgabe, dast die Mitnahme derartiger Münzen uadi. dem Mrsland bis z-um Betrage von insgesamt zwei Mark für eine Person qcsmttct ,4. ... 10. optische Meßinstrumente, B Polarniat uns- inst in, mente ustr, Bnssoler, Kompasse einschit. der Kreiselkompasse, astrvuomifche .vrrurvh.e und andere astronomische, gevdätisd^e. nautisch.', geophv Malische und meltvvologische Justtumontc . 11. Präzisronslvtzgeu: Instrumente für Nletralo- gie. und Eichnesen: baroim.et.risckch. kalorimc- i rifcf e, ih rinomet l ischt und d-emische Instrumente . ...... dNFr 12. Sdweiburasch.>iu-k i .• • ^yil 13. Tickirrheitslampen für Bergiverke ... rerfchnmeue 14. Sicherheitsnadeln .• • verfchesoeuo 15. Ta schon feuerzenge mir Zündern aus Cer- metall! Über Cermeta-llegrernngei \ . . . versch"."dene 16. Znrbehürteile z. B v-ü.ven, Laternen, Si gnalglocken nfw.) tik KiaftsalMzenge und Fahrräder.. versch. error V. Die dem Ansstilyrverbot durch die. vorstehendem Bestimmungen unterstellten, bisher für die Aussubr nid# mlHaioum« Gegenstände sind znr Ans st ihr frei^ulasfeu. son^it fn- bis z.uin 6. Ittli 1917 zur Beförderung anfgegeten sind. Berlin, den 30. Ituii 1917. Der Reichs kan zier. In: Aufträge: R i ch t e r XVNI. Armeekorps. Stellvertretendes Generalkommando Mt. III b. Nr. 10 392/3008. Frankfurt a. M., 1. Juni 1916. Betr.: Verkehr mit Tauben. Für den nnr unterstellten Korpsbrzirl und — rm Einvernetimen mit dein Gouverneur — auch für den Befeblsdereich der Festung Mainz bestimme ich: ^ i. Brieftauben darf außer der loeeresvernmltuna nur halten, n*fr dem Verbaude deutscher Briestanben-Liebbaber-Vere-.ue ang^-- bdrt. A n d e r e Taubenbeiitzer haben ihre Brieftauben bis jiim 1. Juli bei bei Polizei anzumelden. Diese Tauben unterliegen der Besdilagnabme. Mit der Beschlagnahme geht das freie Perfügungsrecht über die Tauben auf die Militärverwaltung über. 6 9 r cvnrpi'fv«'H' i \o& (.vifhtii'h'w hrv flipfliffi’u’lt gpvrvfilN und Kreis St. Goarshausen ist der Handel mit lebenden Tauben jeder Art und der Transport von lebenden Tauoeu verboten. Tauben dürfen in diesem Gebitt deshalb nur getötet aus die Straße oder auf den Marli gebracht werden. Ties gilt nidtt für Militärbriestauben und die Brieftaube »die der Heeresverwaltung vom Verbände deutscher Brieftmlben-Lieb- haber-Bereiue zur Verfügung gestellt sind. § 2. Junerlialb des im 8 2 angegebenen Gebietes haben sämt- liü)e Taubenbesitzer ihre Tauben (Brieftauben und andere Tauben) der Polizei bis zum 1. Juli anz^umelden. 8 4. Zwecks Nachprüfung der Tanbensdchäge werden von Zeit zu Zeit kurzfristige Tanbensperren für Tauben jeder Art verhängt werden. Wenn die Umstände es ersordern, kann auch eine dauernde Sperre verlKngt werden. Während der Sperre dürfen keine Tauben außerhalb ihres Schlages sein. bk während der Sperre ins Tyvcicit bctt offen werden, iintcuifflfu dem Ad schach durch die Polizei tz ö. Ten mit der Oiafl.ln*üTimo der Bestände BecuntragUn M jederzeit Zutritt zu den Schlügen zu gewähren und ,edc verlangte' Auskunft LU erteilen. , . . . «her t> 6 Zugeflogene Bricttant*en \omc arttgefunde»' ie,te ooer Kennzeichen von Brieftauben sind sofort der nach,een PM-zet- oder Militärbehörde abzuliefern. .... . . . Li 7 Wer den vorstehenden Vonchruieit zmotderlsttnrnl., nnrö ■jc. .. n u .. > 1.'« >>W>>lnfi >,nr,,Nlind Mlt OnlLNa- ooer nnr tsetoirrate m-.-. „u luw T . • tz 8. Polizei- und Militäebebördeu, denen cme Brteitanw e,m aelicftn wird haben, sofern nicht jeder Verdacht einer Spconagst LnausgeschloHn ist, sofort die Militärbrteftanben- station bei der Königlichen Fortisikntion m Mamz zu beitachrtchtt- g«r und dieser die Daube zu übersetzen. Das gleiche gilt, wwi( Reste oder Kennzeichen von Brieftauben erngelrefert werden, -c- tuende Tauben sind lebend zu übersenden. Der Kommandierende General: Freiherr von Gall, General der Infanterie. XVIII. Armeekorps. Stellvertretendes Generalkommando. Abt. III b. Tgb.-Nr. 23 256/7071. ' F r a n k f u r t a. M., den 11. Dezember 1916. Betr.: Verkehr mit Tauben. Verordnung. Für den mir unterstellten Kor^bezirk und — im Einvernkb-- men mit dem Gouverneur — auch für den Befehlsbereich der Fest-' uug Mainz bestimme ich: in WW08 — Tie Verordnung vom 1. Jum 1916 — III b U)3J2,oUU» wird wie folgt abgeandert: ^ ^ 1. Paragraph 1 erhält nachstehenden Zu,atz: „I-n begründeten Ausnah metallen lvtrd ^ stellvertretende Generalkommando auch nicht zum Verbaiche Tent" scher Briestaubeir-L-iebh aber-Vereine gehörigen Brteftnuben- bc sitze rn das Weiterholten von Brieftauben gestatten. 2 Die in Paragraph 4 vorgesehenen Taubensperren juiö auf das in Paragraph 2 bezeichnte Grenzgebiet zu beschränken ,ud in diesem regelmäßig mit den Seprrzetten für dre Saatenschonung zusammenWlegen. 3. Der letzte Absatz des Paragraphen 4 ward gestnchcn. Durch Kaiserliche Verordnung vom 2A September 1914 (Reich^Gesctzbl. S. 425s sind alle gesetzlichen Vor,ehrtftcn, tue dos Tüten und Ginsangen fremder Tauben gestatten, für das Rerclfs- gebiet außer Klaft gesetzt worden. Tiefe Verordnung wird hiermit tu Erinnerung gebractst. Jedes Töten fremder Tauben l>at zu unterbleiben. Der stello. Konunandierende General: Riedel, Generalleutnant. B e t r.: Brieftauben. An den Oberbürgermeister zu Gießen, die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden, Grrchh. Polizeiamt Grctzen und die Großh. Gendarmerie des Kreises. Wir sind veranlaßt, im Interesse der brr die .Knegsführung außerordentlich wertvollen Brieftauben am dte Wichtigkeit der oben äbgedructten Verordnungen des konnuandtercnden Generals voM 1. Juni 1916 und 11. Dezember 1916 betreffend den Verkehr mit Tauben erneut aufmerksam zu machen. Gießen, den 18. Juli 1917. Großhcrzogliches Kreisamt Gießen. J.B.: Langermann. Betr.: Die Haltung der Faseltiere. An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Bei der Eber-Besichtigung hat es sich gezeigt, daß in einer Anzahl von Gemeinden die Eberhaltnng nicht zufriedenstellend war. Wem: auch über Mangel an Kraftfutter und .Kartoffeln geklagt mxb, muß doch alles daran gesetzt- rverden, die Zucksteber und die F a s e l t i e r e überhaupt aus e i ucn gu t e n Z u st and zu briu gen tmd auf ihnt zu crhaltetr. Es muß hierbei auch gelingen, big bei Abschluß der F a s e l h a l t u n g s v e r t r ä g e vielfach bezüglich der FütterungsVorschriften hervorgetreteneu Schivierig- leiten ztr beseitigen. ^ ^ ^ . Ms sachverständigen Bor,Gag werden daher dre Falte- ru n gs v o r sch r iften wie folgt festgesetzt: Es sind während der Kriegsdauer zu verwenden: 1. Für 1 Butten: die vom Kriegsernährungsamt bewilligte Hasermenge, zurzeit 2 Pfund für den Tag, .außerdem 20 Pfund gutes Wiese nheu. 2. Für 1 Eber: 3ma! täglich je ca. 10 Ltter tvarines aus Fntterkartoffeln. Futterrilbnt mit Heuhncksel zusammengekostch 3 ' SnU tägftchO^Pchnd Mlrs Heu mit> 2u*i Mrbeu>uttrL»k mit j« i/o Pftrnd Kleie oder Gersteltfchrr't. Sie' wollen bei ?lbschluß der FasekhalttiNgSvetträge m^ev Zugrundelegung dieser Beding trugen für entsprechende Dattmrg und Pflege der FaselNere eftureten und die Beobachtung Tm vorstehend angegebenen FntterimgS vvrsclw > flen übe,-wachen. Gießen, den 16.IM 1917. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. B.: Hemmer de. Bekanntmachung. Betr.: Betatungsstelle für ländlichen Grnlndbeüprrxchial. Unter BezugnalMe ans mrsere Bekanntmachmrg vom 7. ds. Mrs. (K reis bla tt Nr. 115 vont 12. (Mi ds. Js.) lvivd zur Konkurs gascht, daß bei Groß!?. Aavtsgericht Lanbach reden Dounefetag vornttttag Spreclvftnnden stattftnden. Gießen, den 13. Juli 1917. GroWerzo«»kiches Kreisamt Gießen. I. V.: H e m m erde. An die Großh. Bürger me istcrcien Sttingslmufen, Münster. Röthges und Billingen. Wir empfehlen Jhneit die Jnteressettten auf vorstcheudc Be- kau ntuvechnng sowie diejenige vom 7. ds. Mts. aufmerksant zu ntaclien tmd sie eintretendenfalls zu veranlassen, den Rat und be Hilfe Groß!'. Amtsgerichts Lanbach einzuholen. Gießen, den 7. Juli 1917. Grvßhetzoalickes Kreisamt Gießen. J. V.: Hem werde. Bekanntmachung. Der n 20 Pfennig Beim Bettviegen von Waggonlsdtutgen ft'ir I0O Zentner Nkk. 1,50 „ 200 ,. „ 3,— „ m „ „ 4 — _ „ 400 „ „ 5— __ Bekanntmachung. Der Gebührentarif zur Benützung der Biehu-age der G-.nistnde Münster ist al>geänderl worden: die neuen Gn Kreis- blalt i,t Kraft. Gießen, den 18. Juli 1917. Grvßherzogliches Krcisamt Gießen. I. D.: Hemmerde. ^ - Betr.: Die Gentetndeviehtvage tu Münster Gebühren - Tarif gemäß Arribcl 187 der L. G. O.. geuelMigt birrcl’ Betiügnng Großh. Mittisteriunis des Innern zu Nr. M. d. I. III. 12 256 vont 27. FuM 1^917: Ät< • 1. für Kleinvieh, als Schlvrtue, ^chafe, Kälber, Zregeti nsw. von einem: j-edea Stück . ^.. - 10 Psg. dem Wiegen,eister von jedem Stück . ..10 „ 2. für Großvieh, aks Ochsen, Kühe, Rinder ustv. bis zu 8 Zentner von jedem Stück.40 „ über 8 Zentner von jedem Stück . . . - - - - ^0 „ dem Wiegetneister von jedem Sttick die Hälfte der Gebühr gleich.- 20 " bzw. 25 ,. 3. Für jeden anderen Gegenstand, als Frucht, Kartoffeln usw. bis zt, 3 Zentner.10 ./ für jeden weiteren Zentmr.2 „ dein Wiegemeister . . ..10 „ Zwittingsrnnddruck der Brühl' scheu Nn'v.-Ruch- und Skmn drucke reu R. Lange. Gießen.