Nr. 53 27. Mai 1916 Nr. W. II. 1800 5. 16. K. R A. .. $ü der Bekanntmachung iiber «Höchstpreise srir Baumwolispinustosse und BaumwoSSgespinfte. (Nr. W. II. 1800 2. 16. K. N. A.) Vom 26. Mai 1916. Auf Grund des Gesetzes über den BelaENNgsrustandvom 4 Juni 1851 — in Bayern aus Grund des Bayerischen Ge,etzes über den Kriegszustand vom 5. November^l912 m VerbiMmg tmt der Mlerhöchsten Verordnung vom 81 ^ull 1914 wnd naa> stehende Bekanntmachung mrt den: Bemerken Lur aNgemcmen Kenntnis gebracht, daß Zuwiderhandlungen nach der BarschrM des Gesetzes, betreffend Höchstpretie, vom 4 August 1914 k-5^51 Gesetzbl. S. 389), in der Fassung vom 17. Dezember 1914 * (Jte dg- Ge etzbl. S. 516). der Bekanntmaclmng über dre Aeichernm d Gesetzes vom 21. Januar 1915 (Nerchs-Gesetzbl. S. 25), vom! 23. September 1915 (Neichs-Gesetzbl.S. 603) und vom 23. Matz 1916 (Neichs-Gesetzbl. 2. 183) bestraft werden*), so.ecn nrüst nach den allgemeinen Strafgese^n höhere Strafen angedroht smd. Der § 2 der Bekanntmachung über KöEtp^e für Baunmwll- spinnstoffe und Baumwollg^P.nsde (Nr. Vv. II. 1600 -. 16. ft. Ji ü.) erhält folgende Fassung: ^ ^ Von den Anordnungen gegenwärtiger Bekanntmachung sind ^Äuslandss'pinnstoffe und Auslmtdsgarne im Smnedes § 3 Abs. 2 Nr. 4 des Spinn- und Webverbots Vs>. II. ^00,2. 16. K 9t A in der Fassung der Bekanntmachung W. 11. o7Uü,4. ib. K. R A. ^ < TT Artikel II. . s 4 Abs. 6 der Bekanntmachung erhält folgende Faiiung . Ballenpacknug ist frei. Für alte Kisten kann brs ru 2 50Mk., für neue Kisten bis zii 5 Mt. für das Stuck berechnt werden. Artikel III. An die Stelle der mit der Bekanntmachung W. II. 1800,2 IG. M, 9t. A. veröffentlichten Preistafeln 1 und 2 treten die nachstehenden Preistafeln 1 und 2 A r t t k e 1 I >. . r Diese Bekanntmachung tritt am 26. Mai 1916 m Kraft. ^ *) Mi Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe bis ru zehntausend Mark oder mit einer dieser Strafen wird bestraft. 1. wer die festgesetzten Höchstpreise überschreitet; 2 ive'- einen anderen znni Abschluß e.nes Vertrages aufsordert, ' burd) den die Höchstpreise überschritten werden, oder sich zu einem folc£>eu Vertrage erbietet; ^ 3 wer einen Gegenstand, der von einer Aufforderung (5 2, 3) ‘ betrossen ist. beiseiteschasft, beschädigt oder z-erMt: 4 fver der Ailsfordernug der zuständigen Behörde zum Ver- kauf von Gegenständen, für die Höchstpreise sestge.etzt smd, 5 ^Vorräte^an Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt sind, den zuständigen Beamten gegenüber verhemilicht: 6. wer den erlassenen Anssührnngsbestimmungen zwvider- Bm vorsätzlichen Zufviderhandlrmqen gegen Nr. 1 und 2 ist die Geldstrafe mindestens aus das Doppelte des Betrages ru bemessen, mm beit der Höchstpreis überschritten tvorden ist oder m,den Fallen der Nr 2 überschritten werden sollte, übersteigt der Mmdestbenag Zehntausend Mark, so ist aus ihn zu erkennen. Im r)atte mildernder Umstände kann die Geldstrafe bis auf die Halste des Mindestba- trages ermäßigt werden. Bei Zlüviderl^mdlungen gegen Nummer 1 und 2 'kann neben der Strafe aNMordnet werden, baß die Zornrfti- lnna ans Kosten des Schulden ösfentlich bekanntznmacheil ist. auch kann neben Gefängnisstrafe ans Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden. _ Preistafel 1. Batlmwcühöchstpreise. a) Baumwolle. ! ^ . ' < Preis für 1 leg: in Pfennig 1. Nord- u»b mittelamerikanische Bannt- wolle: a) ordinary Sin b) good ordinary c) low tniddling d) middling, gutfarbig, 28 mm e) füllt) middling, gutfarbig, 28 mm Preis für 1 kg in Pfennig 247 260 1) good middling, gutfarbig', 28 mm Z72 g) fully good mibdliiig, gutfarbrg, 23 mm ßix ps middling fair, g'utsarbig, 28 mm , Für Abweichungen in Klasse. Stapel und Farbe sind lediglich die üblichen Zuschläge und Abschläge | , zulässig. . 2. Ost indische Baum wolle: a) Scinde, Bengal, Klasse fme b) Klsandeisb. Omra, Klasse sine £§X c) Gomilla, Tipperah, Assam di Dhanvar, Western, Northern, Madras, Klasse good 215 6) ©o ooitaba, fair red f) Bhownuggar, Klasse sine SS g) Broach, Tinivelly, Gimptah, Masse ftne ^ Für abweichende Massen smd lediglich dre üblichen Zu.- und Abschläge zulässig. ' 3 Afrikanische, insbesondere ägyptische, . , | ferner Sra-Jsland-Banmwvlte: j , a) oberägyptische und sonstige nachstel-eud nrcht besoirder^ , . bezeichnete Sorten afrikanischer HerkNNst. niedrigste Klasse (fair) . “X? oberste Klasse (fine) ^ , 86/ b) Mitafisi, niedrigste Klasse (farr) LsL oberste Klasse (ftne) Dia c) Mbari, niedrigste Klasse (mibdlnig) £§§ oberste Klasse (sinei ^ . 090 d) Joanovich, Sakelaridis, niedrigste Klasse (farr) 323 oberste Klasse (fine) e) Sea-Island, niedrigste Klasse ^ DZX oberste Klasse . . m _ . Ä • 500 Für abweickwnde Massen im VerMtms. 4. Asiatische Baumwolle: asiatische Baumwolle, beste Sorte j ^ 5. Peru- und Brasil-Baumwolle: Peru- und Brasil Baumwolle, beste Sorte*) 300 b) Linters. 1. Beste spinnsähige Linters Fancy laut Bremer Stau- dard I*) »82 2. Beste Ltfritti uird Scarto *) > c) Baumwollirbgänge und Bmnnwollabsattr.**) 1. Baumwollabgänge, Stripse icnd KänGilinge, beste Sorte *1 2. Andere BaumWollaWlle Optischer Herkunft, beste 3. Sonstige BaumivollrbMe, beste Sorte *) d) Kunstbnumwotte. 1. Knustban»,wolle ans besten loeißen oder Makofaden. ^ 2 ^nnstbannnoolle aus besten Makvtrikotabfällen. besten ^ Luisianatrirolabsallen und besten Strickwarenab- ^ 3. Kmstbanmwolle aus fonstigen gebrnnchien und un- geb anchte.l Sloswbfällen, auch gemacht mit Kunst-- Iran inwolle aus Garnabfallen, beste Sorte ) 180 Für gefärbte und gebleichte Baumwolle usw. treten -u obigen Preisen iwch angemessene Veredeltmgszu- schlage hinzu. . „ ^ . Suid Baumwollspinnskiste mit lvollenen opmn- stofwn gemischt, so tritt zu dem nach erstehenden Sätzen berechneten Preise ein angemessener Zuschlag hinzu. *) Geringere Sorten entsprechend billiger! **1 Garnabfälle siehe Preistafel 2 Ziffer Ix. Preistafel 2. Baumworlgarnhöchstpreise. Preis Tut 1 kg in Pfennig I. Robe einfache Garne nach denn System der Dreizv- linder-Spinnerei kargestem, ans Kops 1 Garne ansschließlid! aus amen'eamfdKv Bannt- malle, Nr 20 englisch für alle Drehungen 06a 2 PreiZ für 1 kg in $fcmtiö* Mnsschließlich ans fuITi) gvod middling oder höheren Klassen, Nr. 20 englisch für alle Drehungen £. Garne aus amerikanischer Baumwolle, gemischt Mlt Banniwolle anderer Herkunft, jedoch mit mindestens einem Drittel des Gewichts in Baumwolle Amerikanischer Herkunft, Nr. 20 englisch für alle Drehungen B. .Garne a) aris Mischungen von weniger als einem Drittel amerikanischer Baumwolle mit Baumwolle anderer Herkunst 385 345 335 d) aus vstiudischer oder ähnlicher Baumwolle c) aus Baumwolle mit einem Zusatz von Lin- 1 ters, Baumwollabfällen, Kunstbaum wolle j oder nichtbaumivollenen Spinnstoffen, Nr. 20 englisch für alle Drehungen > Mir wollgemischte Garne darf ein angemessener Zuschlag berechnet werden, der dem Prozentsatz des Wollgehalts entspricht. -> - .Treiz ylindergarne mit weniger als t < 50 v. H. Gehalt an Bauniwollc (nicht Lin- ^ " ters, Abfällen oder Kunstbaumivolle) bestmimt sich der Höchstpreis nach Ziffer Va. Wr abweichende Nummern der unter Nr 1—3 genannten Garne aller Drehungen mit Ausnahme vvn Schußgarn der Nummern 42 und 44 englisch gilt wlgende Staffel: Nr. bis _8 10/12 14_ 16 18 20 22 — J2 =TÖ —8 -6 -3 — +8 24 26 28_30_32 34_ 36 38 + 16 +24 +32 +4Ö +50 +62 +70~+75~ 40 50 60 70 +80 +120 +170 +230 SMjcve Nummern als 9h\ 70 je um 8Pf. teurer: iZtvlschennummern im Verhältnis Für Schrchgarn Nr. 42 gilt der Preis des entsprechenden Kettgarnes Nr 36 .Für SckMssgaru Nr. 44 gilt der Preis des entsprechenden Kettgarnes Nr 38 Mr gekämmte Garne der Ziffer I darf ein Zn- Gag von höchstens 85 Pf. für das Kilogramm in Ansatz gebracht werden. N. Viaognegarne, auf Kops, Nr. 6 englis» F,iÄ C T * Nummern nach folgender' Abstufung: m Nr. 4 5 6 7 8 9 10 II 12 - , -4 -2 - +12 +20 + 82~ +45 +55 +65 mir Vigognegarne mit weniger als 50 v H Ge- ' : In? 11 Baumwolle (nicht Lin ters, Abfällen oder Kunstbaumwolle) bestimmt sich der Höchstpreis nach Ziffer Vc Für Ivvllgemischte Garne darf ein ange- fJhteschürt werden, der dun Prozent- Wd des Wollgehaltes entspricht n" Zwttzhliuberspinnerei > '^rgr jtcut, auf Kops, Nr. 6 englisch qok .Abweichende Nummern nach folgender Abstufung: - 34 5 6 7 8 9 JO 12 “ +6 +12 +18 +24 335 335 325 +- N Zweizylindergaruc mit ivemger als 50 v fr Anhalt an Baumwolle (nicht Linkers, Abfällen oder Z fÄ bWuttwUe) bestimmt sich der Höchstpreis nach vfr wollgemischte Garne darf ein ange- messener Zuschlag berechnet werden, der dem Neu- TV H Woll^'halt^ entspricht! ^ ' aus ägyptischer oder aus Sea- Marrd-Baumwolle, auf Kops. ^Äfc eife fe<5nt fid) au§ Agenden Wetten 3 Baumwollsorte nach Mast-, gak tcr Preistafel I, vermelnt um den Abfall^ «BALLLLAA-SM ^ Nr 7O uud"a °fwäkts.^ Emmten Garnen der d) Spinnlvhn: Ausgangspunkt = Nr 50 englisch mit einem Spinnlvhn von 220 Pf für *' ■- bn kardierten, von 250 Pf. für 1 Kla bei ap- *** abweichende Numn.ern b's Nr. LO abwärts 4 Pf. für die Toppel- ^ ' Nr"E lwu, 9 er als der Spinnlvhn ftw dvn Nr. 20 abwärts Iveiterhin für jede Doppeln um mer 2 Pf. weniger, 'F!lr 0() auftoärts bis Nr. 80 für jede Tvppelnummer 10 Pf mehr * von Nr. 80 aufwärts bis Nr. 90 Doppelnummer 12 Psg. mehr, von Nr. 90 aufwärts für jede Toppelnum- mer 16 Psg. mehr. Garne von Nr. 140 englisch und aufwärts unter liegen keinen Höchstpreisen. ^ Garne aus Abfällen, K n u st ba u m w o l l e vder Mischungen derselben, auf Kops: a) Aach dem Treizylindersyftem gesponnen: Nr. 6 englisch 9lbweichcnde Nummern nach folgender Abstufung: 3/5 6_ 7/8_ 9/10 11/12 — 1 — +1 +2 +3 ^üc höhere Nummern darf ein angemessener Zuschlag berechnet werden. b) Nach dem Zweizylindersyftem gesponnen: Nr. 6 englisch Abweichende Nummern nach folgender Abstufung: 3/4 5 _J>_ 7 8 9 10/12 “4 —+ — +6 +12 +18 +24 a) Nach .den: System der Bigogncspinnerei herge- Nr. 6 englisch Abweichende Nummern nach folgender Abstufung: Jli _ 5 6 _ 7 8 9 JO 11 12 —6 —4 — +12 +20 +32 +45 +55 +ßK~ • d) SchlaAkoü)^' 1 Unb 2 CUgm (f09Cnanntc Nr. 2 eiiglisch, beste Sorte ^^ringere Sorten und stärkere Nnnimcrn entsprechend billiger. VL 3 'Lp n J. ’l e J N/;S trick-uud Stopfgarne: Ulo .frochstpreis für zwei- oder mehrfach gezwirnte oder auf Kreuzspulen ohne Rück- slcht auf du Drehung' gilt der Garn preis, vermehrt amt folgende Zuschläge per Kilogramm: bis Nr. 12 englisch Preis, für 1 kg in Pfennig! für jede 260 Nr. 14/20 „ 24/26 „ 28/32 „ 36 „ 40/42 „ 50/54 „ 60 „ 80 „ 100 .. 120 139 48 Psg. 64 „ 72 „ M „ 96 „ 104 „ 128 „ 150 „ 200 „ 250 „ 310 .. 400 VII. VIII. B r r ff ^ll ll ■ JiMcne wn Nr 140 englisch ,md aufwärts unter-, liegen keinen Höchstpreiseu. Dazwischen liegende Nunnncrn nach Verhältnis Für gezwirnte Ztmrne, sogenannte Kordonetts, Le-- Spr'e'L LJ^ltPreis durch Zuschlag auf t 33 a SfSösr Wr bie tommcrn ^ ' 62 Ä?iÄ®' in ' Wr Mc 5h,mmern bis '^N^8O^ Kilogranim' für die Nummern über VsSPZiufmachuug aus Kops ist der handelsübliche Mschlag zu Lerechne,, Für Ausmachung in Zweileas ^Be? ?"Wag berechnet werden, r if tsc !■ ' me* ^5>pf- und Häkelgarnen in ^lssertrgen Aufmachung«, für den Kleinverka ff sind die Besttnimiingeil über die Höchstpreise von Zwirnen nicht anwendbar. ' on Veredelte Garne „nd Zwirne nrit Au s- n a hm e vo n N a h fa d en un d Nähz w i r n en * a SVO^rbts, Makoimitatgarne, melierte, mer- rer+ette, lustrierte, gasiette und sonstwie ver- edelte Garne und Zwirne tritt zum Garn- Lezw sckMg^nzn. angemessener Veredelnngszu- b) Gebleichte Garne und Zwirne. KiwgramL^ 8uba ^ t JSff . ^ r ü et r er Gewichtsverlust mit 7 v fr m Rechnung gestellt werden. ' b sondere Aufmach ungen: Ä», St die Aufmachung in Zweileas ein solcher ' hinzugerechnet ,verden. G 290 290 210 165 Preis für 1 Ke in H. ß)arn- und Zw i rnab fälle: Beste weiße oder Makosädcn Geringere Sorten entsprechend billiger. ' ^^dlblieferu-ng geschlossener Wagenladungen von IO 000 kg darf cm Zuschlag von 5 v. H. gezahlt werden. Frankfurt (Main), den 26. Mai 1916. _ Ltcllv. GentraLkommando 18. Armeekorps. Bckantttm^chnttg. Betr.: Nachtrag zu der Bekanntmachung, betreffend Höchstpreise n,r Baunnvollsp-rnnstoffe und Baumwollgespinstc. An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden ^ . . . des Kreises Giftzen. oitocnt trnr auf die vorstehende Bekanntmachung des stcllvcr- Ä™ Generalkommandos des XVIII. LlrmeeEorps verweisen beauftragen wir Sw folgendes alsbald ortsüblich M veröffentlichen: stellvertretende Generalkommando des XVIII. Armee- Zrorp^ bat zu der Bekanntmachung betreffend: Höchstpreise für Baumwollspinnstoffe und Banmwollgcspmste unterm 26. Mai ds. ^s. cmen Nachtrag erlassen. Dieser Nachtrag ist im Gießencr ÄN§N wcÄen"" ,tnb k°nn auf unserer Amtsstube *»tfcmt Cr i f i Ä e Ä" aciocr c kKreisbl-tt). der obige Bekanntmachung auf Wunsch den Interessenten vorzi,legen, H ™ ’ e Ä 3lll§Tunft äu r-«ben- ^^^Ugliches Kreisamt Gießen. —__ Z- B.: Lange r mann. Nachtrag ?L b S c vorn 33 . Dezember } 9 * 5 Nr.VV. III. 1577 / 10 . 15 . K.R.A., be- Ocffenb Be-chkag-rnhme, Vcrwc,iduna mtb L-erlinßernttg do» Bastfasern (Inte, Flachs, Ramie, europäischer Hanf und überseeischer -Hanf) und vor, Erzeugnisse» aus Bastfasern, vom 36 . Mai 1016 . .Nr. W. III 1500/4. 16. K. R. 9k. ft,» NachstehEde Bekanntmdchjung wird hiermit auf Ersuchen des Komglicheu Kriegsunnistermms mit dem Bemerken zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß iede ZiUmderhandlUng auf Grund der Sicherstellung des Kriegsbeoarfs vom 21. Juni 191o (Reichlo-Gesetzbl. S. 357) in Verbindung mit den Erganznngsbekauntmachungen vom 9. Oktober 1915 fNeichs-G'- Abs S 6 5, ,md vom 25. November 1915 sReiWs-M J e ^' c Zuwwerhandlung gegen die Vorschriften ^bffend Boston dserhebung und Lagerbuchführung auf Grund ioir aw '5?Ä in Ä ^jber Vorratserhebungen vom 2. Februar (Rcichs-Gesetzbl. S. 54) in Verbindung mit den Bekanilt- machungen vom 3. September 1915 (Reichjs-Gesetzbl S 549?K wmi 2!. £ !l o6n- 1915 (Reichs-Gosebl. © 684 **) St ft "° cmnnot Strafgesetzen höhere Strafen L ^ Mit Gefälignis bis zu einem Jahr oder init Geldstrafe fifa' -u z ehntawsend Mmrk wird, sofern nicht nach den allgemeinen Strak- geschevi höhere Strafen verivirkt sind, bestraft: ^ 2 beschlagnahmten Gegenstand beiseite schädigt oder zerstört, verwendet, verkauft oder Äst L ir°b7S.-^''^ -b« Erwerbs- 3. wer der Verpflichtung, die beschlagnahmten Gegenstände m verwahren und Pfleglich zu behandeln,zuwiderhanW ^ zuwiderhandelt ^ AuSfüyrnngsbestimmnngen K SfÄ n »®Ä to,fenbJOtarf bestraft auch. ko°ine.°LL^ 7veW°g^ L im Urteil für dem Staate verfallen erklärt werden Ebenso W iiN!i7',SAK^.SL'E-i-«-»"> «m,. -V ÄVSRÜVB ta fs: 9?f#n " Cn ^^"bücher emznrichten ob« ™ fife Artikel I. «A**'. DL Tinbmr, Verwendung und Veräußerung von Bastfasern s^„te kurvpäischcr Hanf und überseeischer Hanf) und Msnngk Bastiascrn. erhalten folgende geändert- 8 l. Von der Bekanntmachung betroffene Gegenstände. n f°l\ breser Bekanntmachung werden betroffen: ^ 55 ' a ^ c I n u ” Stroh oder im rohen, ganz oder teillveise gebleichten, kremierten oder gefärbten Zustande. leben' Ep Ä^^Ui Sulne der Bekanntmachung sind anzu- c Nanlie, europäischer Hanf, Ibanfart r p 11 tw **^ Sisalhanf oder die indischen Vanfavten, Neuseelandflachs uird andere Seilerfasern) sowie b> 2 'Kb x " m “" mb *»“'■ ÄS,SfÄS B » ndühJf & /016 aus dem Reichsanslande nachweisbar ein- Wor su ! ■ ? ie bon der deutschen Heeresmacht besetzten Jag* ”* *“ - «i SS § 2 . ■ Bcschtagnahme. Beschlagnahnit werden hiermit: a Mrwi m r be^eichneten Bastfasern mit Ausnahnie des Basttaserstrohs, beS Kardenabfalls und des Fabrikkehrichls- k nr{rn^itr!wie Garne, Web- zwirne und Seilfaden,' c) alle Md} Maßgabe des § 4 Abs. 2 auf Vorrat fertigqestell- tcn Halb- und Fertigerzeugnisse aus Bastfasern^ Allgemeine Berarbeitungserlaubnis. bis o« ^und Färben roher Garn- in den Nunimern bis 28 englisch cinschließlich bleibt erlaubt. 2. Ferner bleibt erlaubt: a) Seilerwaren in den SaudwerksmäHig ge- Mlfarbeitnng der am ^Erleben, sowevt sie zur umsarveming der am ttV’r m fce J l betreffenden Betrieben vorhanden gewesenen Bastfasern oder Halberzeugnisse erfolgt. b) be ? zehnten Teiles des am seweiligeu Wnn m ©eUeSS" 6 " fo1 ^ Seiler. Manila brown, Manila daet - ' - - Manila strings, 1 Zamadoque, , M ®» 00 fair averag e ^nd geringer. Herstellung von Garnen und ihre Weiterverarbeitung gcrisseneii Bastfaserlumpe,i, Fa. denabsallei Spmnabfallen und Kürdenabfällen. d) Herstellung von Geweben und Klöppelspipen aus Vast- faserrohgarn ferner als Leinengarn Nv 51 englM oder ai^ ganz oder t-erlweise gebleichtem oder gefärbtem Garne n e JZl e I, ^ CI ^0 a r, Nr. 29 englisch. Garne, welche nur gekocht sind, gelten nicht als gebleicht. e) ^.re Verarbeitung der am 27. Dezeinber 1915 auf Kett- bcnlmen besrndlicherr Und der bis 1. Juni 1916 bcschlag- nahmefrcicn Garne, welche sich auf Kettbäumen befinden, a laemem sowie der ani 26. M^ri 1916 auf Kettbäumen befindlichen oder für dre Herstellung von Klöppelspipen Garne der Nr. 45 bis 50 englisch roh, ohne Rucksrcht auf die aus ihnen anzufertigende Ä)are. werden ( ^ { ^ ll ^ arn beliebiger Numüiern verwendet ^ bn Finspmnstühle bis zum 20. Jmii 1916 Mit Garnen ferner als Leinengarn Nr. 28 aus Rohstoffen ffwrnEn k ° imi ' - 916 beschlaguahmefrei waren. Die ge- S"idm"° flK ^ r - 50 k°n"en beliebig m> Veränßcrungscrlaiib^s für Bastfascrrohstoffc. beschlagnahme ist die unmittelbare Veräiißeruug Meid an und beschlagnahmten Ab- Irn 5 J CT J< ! « ,tle «t c « oder .feifutien zulässig: außer- v ^/raußerung und Lieferung von Fadenabfällen an die Kvwgswyllbedarf-Aktiengesellschaft, Berlin SW 48, Vers &ci\^ Jfpn rktlb ’ f ' V inc Veräußerung oder Lieferung von 'B.ist- o'^re Personen ist nur dann zulässig, wenn %!,r WArfrlu * 1 ^ lU ^ n ^"Urag einer Bastfaserspinnerei oder -feilerer 2-Ur Besehafsnng von Bastfaserrohstoffeii vorweisen. WrtiM !!. Nebel gangsvorschriften. ^^b^'ar 1916 getätigte Verkäufe von Gr-zeuw- 1916 beschickagnahmefreien Bast^rser- whstoffen dürfen erfüllt werden. Ebenso dürfen vor deui 26. Mai 1910 übernommene Kriegsliefer ungen, für melche R! 1.^ Nähzwirn Verwendung finden, ohne besonderen Buegs Nähgarn ausgeführt werben. . Artikel!!>- Tiefe Bckanntmachnng'ttit/anr 1. Juni 1916 in Kraft. Frankfurt«. M., den 2b. Mae 1916 6 «rneroifu mmniibo M 18. Armeekorps^, Bekanntmachung. B et r ' Nachtrag zu der Bekanntmachung vom 23 Dezember 1915 Nr. W. III 1577/10. 15. K.R.A., betreffend Beschlagnahme, Verlvendung und Veräußerung von Bastfasern (^zute,Flachs, Ramie, europäischer Hanf und überseeischer Hanf) und von Erzeugnissen aus Bastfasern, vom 26 Mar 1916. An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. . . Indem wir auf die vorstehende Bekanntmachung des stellvertretenden Generalkommandos des 18. Armeekorps verweisen, beauf- tragen wir Sie, folgendes alsbald ortsüblich zu veröffentlichen^ ,Das stellvertretende Generalkommando d s 18. Armeekorps hat zu der Bekanntinachung betreffend Beschlagnahme, Verwendung und Veräußerung von Bastfasern. Kute, Flachs, Ranne europäischer Hanf und überseeischer Hont) und von Erzeugnissen au" Bastfasern, unterm 26. Mai ds. Js. einen Nachtrag er bissen. Dieser Nachtrag ist im Gießen er Anzeiger (.Kreisblatt) enthalieii und faun auf unserer Amtsstube cingesehen werden. Der Gießener Anzeiger (Kreisblatt), der obige Bekanntmachung enthält, ist von Ihnen auf Wunsch den Interessenten vorzulegen, letzteren auch auf etwaige Fragen eingehende Auskunft gu geben. Gi e ß e n, den 26. Mai 1916. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. _ I. V: Lang er mann. ___ Bekanntmachung über die Abänderung der Bekanntmachung überkünstttche Düngemittel vom 11. Jamrar 1916 (Rerchs-Gesetzbl. 16). Vom 11. Mai 1916. . Der Bundesrat hat aus Grund des A3 de? Gesetze-> über die Ermäßigung des Bundesrats zu wirtlchaftüchen Maßnahmen In vom 4 August 1814 (R-ichs-Gesedbl. S. 327) folgende Ver- ordnung erlassen. Bekanntmachung über künstliche Düngemittel vom 11. Januar 1916 (Reichs-Ges-tzbl. S. 13) wird folgender ^Abmv iL Verordnung, betreffend Einwirkung von Söchstvreisen aus laufende Der träge, vom 11. November 191^ iReicks-Geselzbl. S. 758, finden aui »ertrage über Lreferung von künstlichen Düngemitteln entsprechende Airwcndun.g a.ie m Sf Abs 2 Sab 1 der Verordnung vom 1 l. November 191o bezeichn nete Befugnis, das Schiedsgericht anznrusen, besteht mir bei Verträgen, dt- vor dem 12. Januar abgeichGssen finb; sre rs ausgeschlossen, soweit Lieferung vor dem 13. Kn 1916 erfolgt rst. Artikel 2. Diese Verordnung tritt am 13. Mai 1916 m Berlin, den 11. Mai 191Ö i Der Stellvertreter des Reichskanzlers. __ Delbrück. _ Bekanntmachung betreffend die Vorausverwendung von Malzkontingenten. Vom 18. Mai 1916. Der Bundesrat hat auf Grund des § 3 des Gesetzes über die Er mächtiaung des Bundesrats zu wirtschaftlichen Maßnahmen usw. vom 4^August 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 327) folgende Verord.'.ung erlassen.^i^el ^ Die Landeszentralbehörden oder die von ihnen bestimmten Behörden können den Bierbrauereien im Falle eines besonderen Bedürfnisses aus Antrag gestatten, das auf Grund der Verordnungen vom 15. Februar 1915 (Reichs-Geiebl. S. 97) und vom 31 Januar 1916 lReichs-Gefetzbl. L. 77) fur das briete Vierteljahr 1916 festgesetzte Malzkontingent tm Streiten Bierteftayve voraus zu verwenden. . . ^ .. . ^ Artikel 2. Die Verordnung tritt mit dem Tage der Ver kündung in Kraft. , Berlin, den 18. Mai 1916 Der Stellvertreter des Reichskanzlers. __ Delbrück. __ Betr ' Die Ausführung der Bekanntmachung des Reichskanzlers " vom 23. September 1915 über die Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel; hier: des Viehhändler? Isaak Wertheim zu Räddingshansen. ^ ^nrdi Beschluß des Krersauchchusses vom 16. Mai 1916 ist f$ f aa f Wertheim zu Rü ddings h a uf en als unzuverlässige Person bis auf weiteres vom Handel Mit Vieh ausgeschlossen worden. , Gießen, den 22. Mai 1916. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: La n g er man n. Bekanntmachung. ^ " Das vo>n Herrn Reichskanzler unterm 23. April ,1916 erlassene Durchfuhrverbot von Vieh, Fleisch nsw. (Berlage zur ,,Darmstädter Zeitung" Nr. 100 vom 29. April 1916) gilt ebenfalls auch, für nach Oesterreich-Ungarn gerichtete Sendungen Jwvch sind die Zollstellen ermächtigt worden, die unmittelbare Durchfuhr von Sendungen von Vieh, Fleisch, Fleischwaren znzulassen, wenn sie gerichtet sind an: ^ . a) das Oesterreichische Syndikat ftir Vieh- und Fleischeinfuhr in Wien, zu Händen von Allgemeiner österreichischer Viehverwertungsgesellschast M Wien, oder Erster Wiener Großschlächterei A.-G. in Wien, oder Josef Saborsky Söhne in Wien, oder Wiener Fleischhauer-Genossenschaft in Wien, oder Moritz Soffer in, Brünn, oder Karl Bergmann in Prag: .. „ . b) KricgSprodnkten-Akticngesellschast in Budapest: ei K. u. K. Sckilachtviehsammelstelle, in Bodenbach. Das Durchfuhrverbot für Schweineschmalz gilt nichß, für Sendungen nach Oesterreich-Ungarn. T a r m st a d t, den 23. Mai,1916. > Großherzogliches Ministerium des Innern. I. V.: S cfi t i e v 1) a f e. __ _ Bekanntnrachung. Betr.: Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche Wir bringen zur allgemeinen Kenntnis, daß auf Grund der im Reichsanzeiger veröffentlichten Nachweisung über den Stand der Maul- und Klauenseuche vom 15. d. M. als verseucht zu gelten haben: ^ .. - al 1 Im Großherzogtum die Kreise Dieburg, Groß-Gerau, Offenbach, Büdingen, Friedberg, Mainz, Worms. 2 Im Reichsgebiet alle Bezirke mri Ausnahme von Stadtkreis Berlin, Liegnitz, Osnabrück, Aachen. Niederbayern, Oberfranken, Bautzen, Leipzig, Zwickau, Sachsa-Weimar, Nkecklenburg-Strelitz, Koburg, Schwarzburg-Rudolstadt, Schlvarzburg-Sonder^hausen/ Maldeck, Reuß ä. L., Reust j. L., Lübeck. Bremen, .Hamburg. Gießen, den 25. Mai 1916. Grostherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: H emmerbe. _ ^ _ Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Li ch; hier die Regulierung der Wetter ober-und unterhalb des Wegs 178. In der Zeit vom 7. bis einschließlich 23. Juni l. Js. liegt auf Großh. Bürgermeisterei Lich während der Geschästsstunden das Projekt über die Regulierung der Wetter ober- und unterhalb des Wegs 178 nebst Beschluß vom 2. Dezember 1915 zur Einsicht der Beteiligten offen Einwendungen hiergegen smd wahrend der oben angegebenen Offenlegungszeit bei Großh. Bürgermeisterei Lich schriftlich emzu- r iedberg, den 18. Mai 1916. Der Großherzogliche Feldbereinigungskomnuftar: Schn ittspahn, Regierungsrat. _ Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Lich.: hier: Pachtentschädigungen In der Zeit vom 10. bis 'einschließlich 19. Juni l. I. liegt werktags während der Bureaustunden auf Großh Bürgermeisderet Lich ein Pachtentschädigungsverzeichnis zur Einsicht der Beteiligten ^^Vergütung"der bei Erweiterung des Friedhofslveges sowie Bau der Wege' 370 und 371 in Anspruch genommenen Obstbäume, sowie 2. Hauptpachtentschädigungsverzcichnis der für die Erntejahre 1914 und 1915 fälligen Pachtentschadigun'gen und zwar Anlage und Freigabe des Weges Nr. 275, _ Anlage des Grabens Nr. 376 (westlich der