Nr. 305 Der toicfcuier Anzrigek erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: GtehenerZamlliendlätter; NreirUalt für den «reis Gießen. vezugrprcir: nwna tl. M k. 1.35, vierte I - jährlich s Ulf. 4.05; durch Abhole- iu Zweigstellen nwnatl. ‘Dlf. 1.25; durch diePost Alk. 4.05 viertel- jährl. ausschl. Bestell^. Fernsprech - Anschlüsse: für dieSchristleitnnqN2 Verlag,Geschä>t-)stelle51 Anschrist für Dra lim ach- richlen: Anzeiger Hießen. Erster Vlatt W8- Jahrgang Montag. 3l. Postscheckkonto: §ran!sutta.M. 11686 ODülmgzrund-ruck u. Verlag: Vrühl'sche Univ.-Buch- u. 5teindruckerei K. Lange. Zchristleiturig, GesüzästzfteUe n. Druckerei: Zchulftr. 7. Dezember lG3 Annahme von Anzeigen die Xöflcenummcc vis gum Nachmittag vorher ohne jedeBe: bindlichkeit Zellenpreise: iür örtliche 2l «zeigen 25 Pi.,für auswärtige 30 Pf., für Reklamen Mt.1.-nebst 20" „Tcue- rungsznschlag; Platzvor- schritt 20 % Aufschlag. Hauptschrittleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aua. Goetz: für den übrigen Teil: vr. Neinhold Zenz; sür den Anzeigenteil: H. Veck; säintllch in 0)ießen. der RegierMg. Die Krisis in Berlin hat einen Ausgang genommen, wie das deutsche Volk ihn erwartet hatte — so heißt es in einem Aufruf der in ihrem Amte neu bestätigten Berliner Führer. Nun, erwarten und vermuten hat eigentlich niemand recht gekonnt, höchstens wünschen und fordern. In weitesten Kreisen war die Besorgnis eingekehrt, die alte Regierung könne fallen und neue Minister würden sie von der radikalen Ecke her ersetzen. Daß es nicht so gekommen ist, daß wir eine Regierung ausschließlich aus Mitgliedern der Mehrheitssozialisten erhalten/loll uns fürs nächste befriedigen, aber uns keineswegs in großen Illusionen wiegen. Diese neue Regierung muß zunächst zeigen, was sie kann, ob sie den Milieu hat, gegenrevolutionären Bestrebungen, die jetzt Nur noch von links her drohen, beizeiten mit aller Kraft cntgegcnzutreten. Die Unabhängigen haben bei ihrem Austritt erklärt, sie würden auch ferner die vorwärts treibende Kraft der Revolution sein! Was das heißt, wns unter biesein Ansspruch sür Absichten sich verbergen, müssen wir ablvarben — aber die Regierung darf nicht nur abwarten., sie muß auch Vorbeugen. Große Massenkundgebungen, wie sie gestern in Berlin stattfanden, genügen nicht. Bor allem rückt die Frage näher, ob die neue Regierung in Berlin bleiben will, oder ob sie nicht eine andere geeignete Stadt sich zum Sitze erwählt, wozu sie von allen Seiten an.fgefordert wicd. Auch den Ort der Nationalversammlung möchte man bald bekannt gegeben haben; nach einer neuen Meldung wird mit zunehmender Bestimmtheit Nürnberg genannt. Der lange Aufruf der Regierung an Arbeiter, Bürger, lSoldaren^ ist recht schön und gut, aber den Willen, den sie vom Volke fordert, muß s ie zu allererst haben. Nach wie vor steht die übergroße Mehrheit des Volkes bis zu weiteren Entscheidungen der Nationalversammlung hinter ihr. Die veratrmg des Zenttalrales der A.- und S.-Räte. Berlin, 2S. Dez. (WTB.) Wie der „Vorwärts" berickstet. begann die Sitzung des Zentralrates der Arbeiter- und L-Urntenräte härte mittag. ^änttticfo Regierungsmitglieder waren anwesend. Vom Vvllzugsrat fehlten aper noch einige Mitglieder. Der Btsginn gestaltete sich äußerlich ruhig nach einem Bericht Gberts, den Haase ergänzte. Laase gab bisher in feiltest Ergänzungsbericht keinerlei Rücktrittsabsichten zu erkennen. Berlin^ 29. Dez. Unter der Führung des früheren Ltbgwrdneten Cohen (Neuß) herrschte im Zentralrat bis in die späten Nachtstunden hinein das Bemühen, einen Ausgleich zwischen den Mehrheitssozialdemokraten und den Unabhängigen zustandezubringen. Den Kernpunkt der ganzen Verhandlungen bildeten die Vorgänge am 23. Dezember; alles Uebrige trat demgegenüber in den Hintergrund. Zwischen 10 nüd 11 Uhr faßte der Zentralrat seinen ersten Beschluß, indem er das Vorgehen von Ebert, Scheidemann und Landsberg am 23. Dezember billigte, aber gewisse Ausstellungen an der Form des ergangenen Auftrages machte. Der Beschluß des Zentralrates war aber so vieldeutig und so wenig klar, daß Ebert und Scheidemann ihn ohne weiteres a b l e h u t e n, weil >es für sie schon seit Wochen feststand, daß nur eine klare Entscheidung die Arbeitsfähigkeit der Regierung sichern könne. Dem trug auch der Zentralrat Rechnung, ha auch er sich überzeugen mußte, daß bei dem jetzigen Gegeneinander innerhalb der Regierung von Regierungsfähigkeit und Regierungsautvrität nicht die Rede sein könne. Die Folge idavvn war, daß Haase, Dittmann und Barth, die nur geblieben wären^ wenn der Zentralrat sich wider Erwarten völlig auf ihre Seite gestellt hätte ^ ausdemKabi- nett austraten. ßn den Verhandlungen des Zentralrates haben die unabhängigen Mitglieder der Reichsregierung folgende Fragen an den Zentralrat gerichtet: 1. Billigt es der Zenttalrat, daß die Kabinettsmitglieder Ebett imb Scheiden: am: gemeinsam in der Nacht vom 23. mm 24. Dezember dem Kriegsminister den in keiner Weise begrenzten Auftrag erteilten, mit militärischer Gewalt gegen die Volksmarine- divifion. im Schloß ümd im Marstakl vorzugehen? 2. Billigt der Zenttalrat das am Mjorgen des 24. Dezember von den Truppen des Gen-erarkommaiidos Lepnis erfolgte mit nirr zehn Minuten befristete Ultimatum sonne die Artilleriebeschießung ixm Schloß urid Mar st all - 3. Erklärt sich der Zenttalrat für die sofortige^ strikte Durchführung der vom Kongreß der A - und S.- Räte gefaßten Beschlüsse über die Abschaffung der Rangabzeichen und des Untersagen des Wafsentrag«:s außerhalb des Dienstes für die Offiziere im Heimatheer? 4. Billigt es der Zenttalrat, daß die Oberste 5)eeresleituug in einem vertraulicher;. Telegramm au die Heeresgruppe Ober-Ost erklärte, sie erkerrne diese Beschlüsse der A- m:d S.-Räte rächt an? 5. Billigt der Zenttalrat die von den Kabinettsmttgliedern Ebert, Scheioemamr und Landsberg befürwortete Verlegung der Reichs reg ierung von Berlin nach Weimar oder einem mrderen Orte Mitteldeutschlanös? 6. Billigt der Zenttalrat, daß statt der völligen Demobilisierung des stellenden Heeres nur eine Reduzierung desselben ans den Friedensstand mtter Zurückhaltnng und eveftueller Auffüllung der beiden Jahresklassen 1807 uird.1898 stattfindet? 7. Steht der Zentralrat mit uns auf dem Standpunkt, daß die Negierung der sozialistischen' Republik sich militärisch nicht stütze:: kann und darf ans die (^ne-- ralttät und die Reste des ans den Sklaven gehorsam aufgebauteiv alten stehenden Heeres, sondern nur aus eine nach demokratischen Grund sä tz«: aus Freüvilligen zu bildende Volkswehr? 8. Jft der Zeirtralrat dafür, daß die Sozialisierung der dafür reifenJndustrien' durch gesetzgeberischen Akt sofort iu Angriff genommen wird? Die Antwort des Zentralrates auf diese Fragen lautet nach der „Freiheit" folgendermaßen: 1. Tie Volksbeausttagden haben lediglich den Ltuftrag erteilt, das Nötige zur Befreiung des Oienosseu Wels zu vwanla-ßm. Das frft aber auch ea.st gesck-el>«:, nachden: i:en drei Volksbeauftragten von dem Führer der Volks Marinedivision telephonisch mrtgeteilt wtorden ivcrr, daß er süjr das Leben des G/enossen Wels nicht mehr garantieren könne. Das billigt der Zenttalrat. 2. Die ziveite Frage beantwortet der Zenttalrat mit Nein. 3. Ter Zentralrat stetst aus dem Standpunkt, daß die aus dem Kongreß gefaßten Beschlüsse durchzusühven sind. Der Rat der Volkslrpusttagten wird ausgevr- dert, dre Ansiührungsbestinunungen alsbald vorzuleg«:. 4. Tie vierte Frage wird mit Nttn bechttworlw. Zu 5, 6 und 7: Der Zenttalrat kann diese Frag'en ohne vorherige eingehende Erörterung mit dem Rat der Volksöeamtvagken nicht beanüoortmr. 8. Der Zeir- ttalrat ivünscht in allernächster Zeit vor. der für die Vorbereittmg der Sozialisierimg eingesetzten Kommission einen Vortrags über bcd Stand ihrer Llfrbeiten zn hören. Er ist der Meinung, daß die^So- zialisürungskomntisfron in Ausführung der Beschlüsse des Kongresses der A.- und S.-Räte fo schnell wie möglich Vorschläge über tue Sozialisierung der dafür reisen Betriebe, insbesondere des Bergbaues, .macht. Lrn Ausruf der Regirrung an das deutsche Volk! Tie Reichsregiermrg veröffentlicht soloendm Ausruf: An das deutsche Volk! Arbeiter, Bürger, Soldaten! Die Regierungskrise hat die Lösung gefunden, die das.deulsck-e Volk erwartet hat: Tie Unabhängigen find ausgeschiedeu. Die Reichsregierung wird aus den Reihen der Mehrheitssozia- l i st e n ergänzt !Verden und, von inneren Hemmungen ftei. an die Lösimg ihrer großen Aufgalxm gehen: die Wahlen zur Ratio- na l ver san:m inug und dm: Frieden porzubereilen und bis dahin die Aufrcchterhattung einer frei h e i t l: ch e n O r d:: u n g sicherzustellm. Die Vertrvker der Unabhängigen sind Misgetreten, der Zmrtralrat der deutscher: soüalistischen Republik gegen sie entschiede:: hat. Der Zentralrat hat erklärt: ^Die Volksbea::;treghm Elxrt, Landsl>erg und Scheidemaun lraber: i-em Krie^minister lediglich tcn Auftrag erteilt, das 3lötige zur Befreiung des Gerwssen Wels zu v-rm:lassen. Das ist aber auch erst gescheit, nachdem den drei Volksbeauchvagter: von dem Fübcec der Volksmarinedcvuwn telephorrisch mitgeteilt ivorden ist. daß er für das Lebe?: des Genoß«: .Wels nicht :nebr sen, Mißbranchern der Straße zu beweisen, rvo die Mel/rheit sielst. Auf ihrer Solidarität beruht unser Auftrag und unser Amt. die Massen sind unsere Rechtfertigung. Ihr Wille gibt uns die Kraft zu bei Riesenaufgabe' Arbeiter, Bürger. Soldat«-:! Vttt eurer Demonstiration allein ist es mcht getan! Habt einen Willen wck) zeigt einen Willen! Dann ist der Abzug der ttnabhiingigen weiter nichts als die langerselgite Harchlungsfteiheit einer «nheitlick?en Regierung. Keine rmfruchtbar«: Parteizankerei«: inelu. .sondern einheit-, liche Arbeit in Euren: Sinne, im .vepublrkLnisck^-sozicckistisck-en Sinn! Hoch die Deutsche Volksrepublik. Die Reichsregierung. Die neuen NegierungSmrLflUeder. Berlin, 29. Dez. (WTB. Amtlich.) Ter Zenttalrat bat in gemeinsamen Sitzungen mit der Regierung die Herren N o s k e, Löbe (Breslau) und Wissel arr Stelle der mrsscheidendetz Unabhängigen bestimmt. Noske war seit Ausbruch der Revolution Gouvcrmeur von Kiel, Lobe Redakteur des Bresl-mrer Volksrvacht. Er g«:ießt in Schlesien allgemeines Vertrauen. Wissel ist ein hervorragender Sozialpolitiker, der zuletzt den Wahlkreis Nieder-Varnim den Unabhängigen in überwältigender Mehrl)cit entriß. Der Austritt der Unabhärrgigen vollzog sich am Sonntag morgen um 1 Uhr mit der Verlesung einer Erklarimg durch Dittmann. Nach ihm ergriff L»aase rwchmals das Wort und führte aus, er möchte dem aufrichtigen Wrmsch Ausdruck geben, daß nach dem iAusscheiden twr Unabhängigen die Regicrrmg in der Lage sein werde, die Regierungsgesckstiste wirksmn zu führen:mb eine kraftvolle, nach außen und innen völlig geachtete u?:d gesicherte Regier «rüg darzustellen. Daraushir: verließ«: die drei Unabhängig«: die Sitzung. Die Berliner Mafienknndgebnngen. Berlin. 29. Dez. Dem Ausruf der Mehrheitscko zia- listen und dt'r D e m o k r a t i s ch e n P a r i e i an das Volk von Berlin zum Probest gegen den Terror und die :merhörten Mis- schreilungen des Spartakusburches war am gestrigen Sonntag ftait; Berlin gefolgt. Hunderttausende bevölkctten alle Stadtteile Geschlossene .Regimenter und Fo «Nationen, «nzelne Sol- jdat«: und ^Nattoscn. F-aüriken, Bureaus und Behürd«: waren in absehrbarer Menge vertreten. Es war eine Demonstration, w« sie im politisck-en Leben Berlins bisher nicht gesehen ivurde. Die Gegendemonstration, die d:e „revolutionären Ob- leube" aus Anlaß der Beisetzung der am 24. Dezember grsallenen Mattosen angeordnet hatte. Hai nicht den zehnten Te:l der Menschen auf die Beine gebracht, die sich an der Veranstaltung der Mehckheitssoziolifteii und Demokraten beteiligten. 0 'l:egrr, Musikkapell«:, Lastkraftwagen und Wessen aller Arten .vett- eiserten in ihrem Eintreten sür die Nationalversammlung, sur die Regierung Ebert-Scheideinann, sür Freiheit und Brot und gegen den Terror der Spartakusleute, gegen jedes Willkürregrmrnt und geg«: die Diktatur von links. Eme Republik „Groh-heffen". Die Anregungen des Herrn Geheimrcts Sommer in Nr. 299 unseres Blattes und die v-on uns veröfftntlichten ZuftimmungserNärungen haben, soweit wir jetzt sckZon aus der Presse es ersehen konnten, im Lande die weiteste Be- «chturrg gesurrden. In einer Wählerversammlung in5peuchel- heim hat, wie wir berichteten, der demottatische Kandidat sür die Nationalversammlung des Reiches, Justi^rat Grü ne w a l d , die Durchschliagsttaft des Gedankens gleichfalls hervorgehoben, und heute finden wir auch in einem Organ der nächster: preußischen Nack-barschast, im „Wetzlarer Anzeigettß eine nachdrücklich zustimmende Würdigung oes Vorschlages. Das Blatt schreibt u. a.: „Sehen rvir ab von lokalen Sonderwünschen, die das B:lö des großen Ganzen nur beeinttächtigen, so ist der Gedanke der Bildung einer Republik Groß-Hessen doch nur eine natürliche Folge der Berliner Vorgänge, wie sie sich namentlich in der allerletzten Zeit abgespielt haben und au anderen öteüeit ähnliches angeregt haben. Hat sich Berlin schon während des Krieges vernröge der Anhäufung ungezählter Organisationen zu dem Wasserkopf des Deutschen Reiches ausgewack?sen. so ist ^ gegenwärtig der Hexenkessel, in dem (beschicke Deutschlands von einer Schar rvildgewordener Köche zusammengebrnut werden. Dem deutschen Volke aber wird zugemutet, geduldig zu rvarten bis es mit dem verkochte» Gebräu übergossen wird, mtfcr inzwischen alles mit „Gesetzeskraft" — ohne gesetzgebende Körperschaft — Beschlossene als höhere Weisheit lftnzunehmen. Dre Spritzer, die wtt bislang bekommen haben, lassen das Schlimmste in oezug aus das fertige Produkt befürchten-. Wir brauck-cn auf die Vorgänge nicht l^sonders Istnzutveisen, sie sind bekaimt genug. Ter Endefsett ist stmmer der, daß eine schwache Regierung den Gewalttaten einer Minderheit -nicht zu widerstehen vermag und mit dieser zu paktieren gezwungen ist, bis zu dem bald einttetenden Augenblick, wo diese wieder zu neu«: Gewalttat«: schreitet. Das wiederholt sich scheinbar ohne Ende bzw. bis zum Ende mtt Schrecken. Ist es da dem som't mit Lammesgeduld ausgerüsteten deutschen Volke außerhalb »Berlins zu verdenken, wenn es den schüchternen Versuch macht, feine Geschicke in die «genen Hände zu nehmen und den Berliner ,Gewalthabern ein „Bis hierher und nicht weiter" zuzurusen? Nachdem der Gedanke .einer Bildung von SonderrevublikeU innerhalb dcS Deutschen Reiches, die sich alle unter einer Zentral- gervalt zusamm«:zufind<'n hätten, mehr und mehr Fuß gefaßt, ist es auch gerechtfertigt und das einzig Richtige, diese Sonder« republikeu nicht mehr nach den rein zufälligen geographischeul Begriffen der bisherigen Soirderstaaten zu gliedern, sondern naÄ ethnographischen .Begriffen, d. h. nach deutschen Stämmen.,wie sie in ziemlich fest umgrenzten, bzw. in unschwer zu rekonstruierenden Gebieten ansässig geworden sind. Haben sich die Stämme erst zu fest in sich geschlossenen^ StaatsP:bilden geftlnden, so werden .sie eine gesunde Grundmasse für die n«:o großdeutsche Republik abgebeu und in der Lage sein, _in freier Wahl eine Zentralgewalt einzusetzen, der die gesetzgeberisch«: und aussührenden Befugnisse, soweit sie für das ganze Reich gelten, übertrag«: werden. Aus diese Weise 'werden dem einzelnen Stamm alle kulturellen und bis zu einem gewissen Grade auch wirt-^ schaftlichen Eigenheiten gewahrt und lausen nicht Gefahr, vop Berlin aus mit einer scheußlich grauen Eiiche:tsfarl>e überpinselt zu werden. Damit würde auch der Verärgerung der Einzel Maten untereinander zum groß«: Teil der Boden «ttzogen seü:. diese Zenttalgeüvalt mcht in Berlin säße, so l>ätte .das noch den ungeheuren,Vorteil, daß der dottige Terror sich unge-^ hindert austoben könnte, ohne jeden Augenblick das ganze Räderwerk der Regierung zu stören. Er würde sehr bald in eine Sackgasse geraten und sich totlaufen. Wem: vorstehende (hrmrdsätze als richttg anerkannt wgrden., so ist auch der Botxm sür eine Republik Groß-Hesse n) bestehend aus den: Großherzogttm: Hessen imb der Provinz Hessen- Nassau — gegebenenfalls noch einer entsprechenden Grenzberick>- ttgi«ng — einschließlich .des Kreises Wetzlar, geschaffen. .Bei dieser EntNnckelung der Tinge würde der neuen Republik „Groß- Hessen" auch noch eine besondere Aufgabe zufallen, nämlich die der Annäherung von Nord- und Süddeutschland . Völkische Art muß Uebergäuge haben, sollen Reibungen möglichst vermieden werden. Tie Kvmstimktiou per Mainlirrie mit dem Angelpunkte Frau sin tt als Grenze zwischen Nord- :n:d Süddeutschland ist ein Unding, der scharfe Gegensatz zwischen beiden rührt lediglich daher, daß uns ein ausgeprägtes Mitteldeutschland, fehlte. Die großhessische Republik wird in Zukunft die Rolle eines solck>en zu übernehmen haben." Mikson in London. London, 28. Dez. (WTBö Das Reuterschi' Bureau ist ermächtigt, zu erklären, daß die Konferenzen m it Präsident!' Wilson im Buckingl-aiu-Palast und in Downingstreet iür beide Teile sehr befriedigend waren. Die Koklseren: war aus Wilson, d«: Premierminister und Balfour lvscknäukt und dauerte fünf Stunden. Sie schloß um 5.30 Uhr nachmittags. An: ?lb«:d wurde dem Reuterschen Bureau mitgrsteilt, daß nicht die Absickit bestehe, ein Konnnnnigue an die Presse auszugeöm, es umrde aber erklärt, daß sich die Besprechungen über ein sehr Westes Geistey erstreckt«: mto daß auch die 14 Punkte W i l s o u s erörtert ivurden. Der Meinungsaustausch >oar gau; int formell und hatte den ClM'aktcr einer ofstm«: .persönlichen Aussprache. Diese denk nürdige Uttterreduug werde von w e i t r c: ch c n d e t: F o f o c n sein. Alle Staatsmänner, die daran teilnabmen. standen ui.ter dem Eindruck der dlufrichttgkeit und der ausrichtigen Stimmung mtt fi« bie Uittemtomflen öcfü^rt hnisben, und i*?.?; 11 W. an |-©djiiCuffe der Konferenzen über das Ergebnis oer Arbeven dieses Ta<^s sehr befriedigend aus. Ein Staatsmann; ^ w nnen ruhig sagen, dag Verne ernsten Meimuigsver-, 'anedenl/erten rwrharlücn waren. Trinksprüche. 54. London, 28 De». (WTB.) Reuter. Auf dem Stvatsbankett mPalast zu Ehren Wilsons sagte der K ö n i g u. a. .- ^ ^Ekomimmn S-re als ei,um Mrmr, dessen Einsicht. Ruhe l uw W urde bei der Erfnllimg seiner hohen Pflicht wir betvundernd verfolgt haben. Wir erblicken in Ihnen die glückliche Vereinigung der Gaben cmes Gelchrteri mit denen eiires Staatsmannes Sie kamen aus der em.igen aladennschen Stille in den vollen Strom de-, Tatkraft erfordernden öffentlichen Lebens. Ihre Erllärunaon verrieten eine großzügige Anfiassuiig und erfaßten die Welt- Vrob^eme mrt einer meisterhaften Erhabenl>eit txs Ausdrucks, der , ^^^ung beredten Ärisdruck gegeben, nämlich, das; ein um,doS Ziel zu erreichen, fiir.de/sen künftiger Kriege, wenn die Nationen VE der unerträglichen Last, welche die Furcht" vor 4?°"«?kgebürdet. hat,^befreit. Die britische Nation sr$rS? e Skjatintffen, 111 welche Sie hier mit unseren ver- von dem uneigennützigen Wohl- wollen und Pflichtgefühl getragen werden mögen, das der Macht entspricht, die wir als feierliches Pfand besitzen In Antwort auf die Rede des Königs sagte Wilson: ' .^?frira liebt die Freiheit. Ich glaube, daß es d'e selbstlos liebt. Ich hatte das Privilegium, Sir, mit SfoJ+nSZS! eignen Regierung und den Wortführern der und. Italien zu sprechen. freut j iid), jjagen zu tönnm, dag ich dieselbe Auffassung habe, die uns CÜ S fi ?- adKn öie §rw!en Worte „Recht" «ns mb muffen letzt zeigen, ob wir die Worte 2“% ll l tb topfa im einzelnen ans die ^Lvmachuugen M^urenden sind, die den Krieg abschließen Müssen. Wir müssen sic mcklt nur Erstehen, sondern auch den Mut l-aben, nach unserer UA rn hcm^ln. Nachdem ich dis Wort „Mut" ausgesprochen ha^drangt stchmtt ine Ueberzeugung auf, daß es mehr Mut er- n-weru wurde, der großen nwralischen StrümuM Widerstand ru o!ö » SCä % »ebt jetzt eine zrvhc Strö. duschen waren sich me zuvor bewußt, wie wenig wrd Gerechtigkeit in den verschiedenen !3l v«rMedmen Staatsgsvalwn bestand. 5% J? 1 ?, ld >. glaube, unser hohes Vorrecht 'uvralr,ckpe Urteil der Welt aus die eiirzelneiv anitveben werden, rnzuwenden, sondern auch dre morali,che Korst, die Welt dazu zu organisieren, die Kräfte der Menichhznt m nck-ere Bahiien zu leiten und Reck-t und Gerechtigkeit. Venen stich große Nationen wie die unseren geweiht haben, zu der vorherrschmden rmd alles beaufsichtigenden Macht der Welt zu hÄ ^geisterndes in dem BemußtL dR ^ «uszuführen wir gekommen sind. Nichts ^ lxi>e - ** gerechtfertigt haben, daß ich die wicküigen Aurgaben dre mir auf der anderen Sette des Meeres zugerallen sind, rm^ttche ließ, als das Bewußtsein» daß sich damit nichts anderes an Wtchtigkeit vergleichen läßt. Empfang in der Guildhall. London 28. Dez (WTB.) Reuter. Nach dem Empfang bei ^Emkarnschen Botschaft fuhren Wilson und Frau Wilson nach der Guildhall, um die °°5 £ 0 ndon entgegenMirehmen. Von der in den Strafen an ge sammelten Menschenmenge wicrden dem Präsidenten ^^Vr?^^L^^>rgcbracht. Nach Ueberreichuna der?ldrcsse Wckson es /er interessant zu beobachten, dass von allerr ^bt fein Mächte-Gleick)gewicht zu ft 1 oraua^. sondern eine überwältigend mächtige Grupve von der Gründer des Weltfriedens sein werde. Die Völker b l md ^ .«men Frieden der nicht nur auf dem Siege, «uch auf einem Uebereinkommen beruhe in der Guildhall begaben sich Wilson und^dre andererr Gälte nach dem Mansion-House !ü°*K Cm ^ r Ä: ,lb ^ ltei1 üon b«m Lordmayor ein Frühstück gegebeir! °uf den Trinkspruch. dellde? L-L?^ ?u!.bas Wohl Wülons Misbrochte, antwortete der Präsident, er 2 111 l m F Rerse nach Euroyll die feinen Tradi- UP Gunter den gegebenen Umständen Ä t mtVmm tmmÜn fcnn ™ >Ed-n. ©inc Abordnung der Bötkerbundliga bei Wilson. ‘Rrrtrw^n^/r^‘ '(MTB.) Heute vormittag empfing immlw ® jffi* V“ «d^r amerrtanischen Botschaft eine Llbord- uung der V ö ttcvbiunbßliga. 1 Ber dieser Woämung befon- bar sich Lorch Gvey Asguittz, Lord Bryce und der Erzviscl»f ^^^^^rbury Bmder Vorstellung der Abordnimg sagte Grey Ongland und Aimerrka seien srch darüber einig, daß der Völkerbund em>e der wrchtlgiten Angetegenheiteir sei und daß es ein Unglück F'nedensLnferenz auscinandergeben sollte, ohw. ern Ergebnis zu haben. Darauf verlas der Erzbisckot von Canterbury eine Adresse. ^rzona-of fhräsident Wilson erllärte in seürer Antwort: „Es i. höchst erfveullch, daß die Mitglieder dieser Regierung, die bin? Nw Verpflichtungen, die sich auf einen Vertrag ' ]lürc t’ "nter denen sind, die mir dieses, mv (TUT t>pr «^>enr Seite des Wanershaben drese Beweggründe sehr bewundert rmd den (^rund^- latzen lne dre Regierung Großbritanniens bewegten, bei gepflichtet v3te haben rn dieser moralrscki-en Mahnung öffentlich gezeigt wie wrr organisieren müssen, nämlich diesen Sinn für Ber- pflrchtnngen m erwecken, sonst wird das, was ivir jetzt auf- EM. nrcht von Zairer sein .Ich bür davon stark dnrck^rungen daß es ganz besonders ermutigend für mich ist, zu erfahren, wie sürrk imd gebreterrsch dieser Gedanke geworden iss" Die Wiederherßtelrung de» Verkehr» zwischen dem besetzten und nicht besetzten Gebiet. Berlin, 27. Toz. Die deutsche Waffenstillstands- kom Mission teilt mit: Ach. 23., 24. und 25. Dezember verhandelte in Luxemburg im Hauptquartier des Marschalls Fach erne deutsche Wirtschastsdelegation unter Leitung des Staatssekretärs Tr. August M ü l l e r mit einer französischen Delegation über Fragen, die in erster Linie die Wiederk^rstellung des Verkehrs zwischen den nickst besetzten uno den besetzten Gebieten Deutsch- ^uds betreffen. Tie sehr schrvierigen Verhandlungen führten schließlich zn einer allgemeinen Einigung. Sie läßt sich wie folgt zusammenfassen: 1. Deutschland verpflichtet sich, bis zum Ende des Waffcnltillstandes die gleichen Lieferungen an Koks, Kohle Niangan- erzeir und Sckpovtt in die besetzten Gebiete gelangen zu lassen, die es während des dritten Quartals 1918 dortlstn sandte. 2. Deutsch- land „verpflichtet sich, bis zum Ende des Waffenstillstandes nach Möglichkeit dafür Sorge zu trageil, daß den Fabriken des besetzten Gebietes, die derctsche Masckünen benutzen, die benötigten Maschinell und Ersatzteile geliefert werden. 3. Die Alliierten erllären, nicht die Miickfr z>u liaven, den Verkehr zwischen den links- und rechts rheiinichen ^zelneten systematisch zu unterbinden. Sie nehmen ferner davon Kenntnis, daß Deutschland sich zu vbenervälinten Leistungen nur unter den Bedingungen verpflichten kann, daß nickst innerdeutsche Verhältnisse (TrrnsVortlage, Arbeitiwfrage, Streiks, Nickende Arbeitsleijtungen, höfere Gewalt) die Lieserungszusage unerfüllbar gestaltet. P a ris , 28. Dez. (WTB.) Meldung der Agence Havas: Die Deutschen beginnen die W a f f e n st i l l st a n d s b e d i n g u n g e n nanwntlich hinsickstlich des rollenden Materials etwas befriedigender durchzusühren. An einem einzigen Tage wurden den französischen Behörden 3500 Waggons und 200 Lokomotiven abgcliefert. .Tie übrigen Lieferimgen lverden regelmäßig folgen. Die Wahlen in England. H a a a, 29. D^. Reuter meldet aus Loudon: Das Ergeh- nis der Parlaments wählen stellt sich wie wcht: C^v ählt wurden als Mitglieder der Koalition 334 Uniouistcm, 127 Liberale n.nd 10 Mitglieder der Arlnnterpartei. Ferner wurden folgend'? Abgeordnete gewählt, di.' nicht der Koalition angehören: 37 Anhänger von Asanith, 48 unabhängige Unionisten, 5 andere Unio- uisten, 65 Mitglieder der Arbeiterpartei, eine Frau. 7 Natirnialihen ttnd 70 Sumfeiner. Drei Wahlbezirke stehen noch aus Die K»w- brtion hat mit 471 gnvählten Al>genrdneteu eine Majorität von 228. sß fedsch die Majorität noch größer durch die 48 unabhängigen Unionisten. Die auslzelicferten Ll-Boote. Berlin, 28. Dez Laut ..L.-A." sollen nach einem Funk- spruch aus Lvon vom 24. ds. MtA. eine weitere beträch.t- I.l th e A n zahl deutscher U-Boote bi'nTwn kurzen: der Auf- Ncht der englischen Admiralität imterßellt werdeir Es sind 30 giwße Fahrzeuge des neuesten Modells, die noch nickt fertiggestellt waren, als die ersten 114 U-Boote ausgi^lieferl wurden Die Zahl der ausg-lieferten U-Boote wird dadurch auf 164 erhöht. Das lind mehr, als Deutschland nach der allgemeinen Ansicht zurzeit der Unterzeichnung des Waffeustillstondes besaß. Eine russische^reiwrtkigeu-Armee. Athen, 28. Dez. llHovas. WTB.) In Südrußland wurde eine freiwillige Armee zum K a m p f g e g e n d i e D e u t- s ch e n und ihre b 0 l s ch e w i st i s ch e n Verbündeten von General Kornilow, dem sich General Atexcjow anschloß, ins Leben gerufen. Die Truppen bestehen «vis Ä'chängern der verschiedensten russischen Parteien. Viele Offiziere der ehemaligen) russischen Armee dienen als einfache Spldcrden in dieser Armee. Die Freiwilligen-Armee wird imstande sein, mit der moralischen und materiellen Unterstützrmg der Miierten bis zur Besiegung der Bolschewisten zu kämpfen. 1. —15. Januar 19 i 9 bzw. für Dezember 1918 fiid>et statt: i>jar 2. —8. Januar. Die im November Entlassenen habe:: nur «wch Anspruch auf die Unterstützung für den Monat Dezember. Die in dec Zeit vom 1. bis 14. Dezember Entlassenen erhalten die Unt','r- stützung noch bis zum 15. Januar, die in der Zeit vom 15. bis 31. Dezember Entlassenen bis zum 31. Januar. Weitere Unterstützungen können nur dann noch gezahlt lverden, wenn durch Bescheinigung des zuständigen Truppeureils nachgewiesen iss daß auch nach den: 1. Januar 1919 noch Militärdienst geleistet wftd- ** Hochwasser. Infolge des raschen Witternngs- Umschlages, der Tauwetter uud eine schnelle SchneesclMelze mit sich brachte, ist die Wieseck aus ihren Ufern getreten und hat die Wiesen zwischen Philosopheruvald und Wieseck in einen lveiten braunen See verroandelt. Auch der Wasserstand der Lahn ist erheblich gestiegen. ** T ie Frauenversammlung> der Deutsch-naq tio nalen Volkspartei am 29. TlHenrber, ab-:nds um 8 Uhr. un Hotel Groß Herzog, war sckhr MU besucht. Der Vorsitzende de» Ortsgruppe Gv'ßen, Herr Ko hl Hase, eröffuete die Versamm. luilg und dantle den Awoeservdcn für ihr Erfckxüuen. Svdwru. schiloerte er in lxwedter Weise die jetzigen Zustände in Teutsckcka'ch imd wies darauf hin, daß das Wohl.und Wll-e des einzelnen mit Schicklal der Gesamtheit eng verbunden sei. Bei den !vminenden Wahlen für die Natiotmlversammümg.fei es desl-alü notig daß eu: jeder seine Stimme abgebe, und baß auch die Frauen sich mit Intereiie an dn: Wahlen ^beteiligten. Ter Redner legte nun mich d:e vermuedeneil politischen Systeme dar und betonte, daß für ine Deutsch-nationale Partei der 'nationale Gedanke als oberstes Mite. Tann erteilte er Frau Geheimrat Sieders ras ^ort. >Lrc sprach vor allem als Frau zu den Frauen und erinnerte an die Zeiten vor 20—30 Jahren, da ein junges Mädil)en, das Mi. einer politischen Frage Hervortrat, kurz abgefertigt Wade, mit ^em Bemerken, es .möge sich um feinen Strickstrumpf beküm-- ut^n.. Dre ganze Erziehung, sei unpolitisch gewesen und wurde gefront durch dm AnfenrlMlt m emem ausländischen, srauzösisck>en tf* Sckstvetzer Pensionat. .In der Ehe sei die Frau dem poliMchm Leben nähergetreten, >l)abe aber mir eine unbewußte Politik betreiben können. Die Frauenbewegung habe es der Frau ermog.rcht, sich nunmehr auch belvußt politisch zu betätigerr. Das Wahlrecht setzte sur die Männer die Wehrpslickst voraus Mer auch die Frau habe ellvas Gleichwertiges in die Wagschale zu werten, dre Geburt des Kindes. Also sei das Wahlreäst für sie ^Lbschenkt. sondern es komm« ihp zu. Die Beteiligung an den Wah-en fet, nunmehr eine Ehrensache und niemand dürfe ffi 1 / Stimme abzugeben. Die Rednerin verlas noch die ^^stlmien für das Programm der Deutsch-nationalen Volkspartei und Orderte alle Amoeienden auf, für diese P^rrtei einzutreten Die klarm Ausrlrhrungen der Rednerin wuckden von den Anwesen- den nnt lautem Beifall ausgenommen. Ter Vorsitzende sprach ^^L^^wvers dm Tank der Versammlung aus und Kahle, welche m einem wolstdurck-- r a ? or ? a T ( f P^obleni der Trennung von Staat und darauf hin, daß .Kirck^e und Slaa' ^s- bltrC ^ mamnü'mckpr Art verbunden seien. U vlole Schuld gerade der Kirche ihre Entstehung verdankten. Durcp st me Oberauhrcht bürgt der Staat dafür, daß der Relst giou sunt erricht eme ihm gebührende Stellung in der -Schule ein. Trennung prn Staat und Kirche sei ja ^ erwrderlnb, aber der chnstlich- Ueterricht und dir christ- m den Schicken erhalten bleiben im Jnter- orlf-iV ^ ai ^ cn .Auch Frau Prof LÜahle fand mit ihrer. Aus fuli-rlmgen rera-en Bei fäll. Der Vorsitzewde dankte der Neduerin sodarm erne Entschießung, dB -- unb forderte die Aitwesenden Ans dem Reiche. Der Neligionsunterricht »n Preußen. B e r l i n, 28. Dez. (WTB.) Amtlich. Mit Nückficht auf die lebhaften Bedenken^ die vielfach gegen den Erlaß über den Religionsunterricht vom 29. November geltend gemacht worden sirrd, ordne ich hiermit an, daß seine Durchführung überall dort/lvio sie auf ernste Schwierigkeiten stößt, bis zur Entscheidung durch die preußische Nationalversammlung zu unterbleiben hat. Der Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung: > Haenisch. Schlinrme Zustände in Oberfchlefien. Beuthen. 28. Dez. (WTB.) Amtlich wird mitgeteilt, daß auf den Grul^n des oberschlesischen Z entralkohlen-, reviers reiner Bolschewismus und Anarchismus herrsche. Tie Generaldirektoren und Direktoren werden zwangsweise in die Zeck>enhäuser gebracht und unter Bcdroh-uug zu Unterschriften gezwungen. Mnin die Regierung nicht sofort schärfste Maßnahmen ergreift und inilitärisck-e Hilfe sendet, besteht die -Gefahr der Stillegung der oberschlesischen Gruben und damit der Zusammenbruch des ganzen Wirtschaftslebens. Die Zahl der Aüf- ständigen erhöhte sich wieder. * Berlin, 27. Dez. (WTB.) Dem Vernehmen nach beabsich- tigt das preußische Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung. denjenigen jungen Leuten, die in den Schuljahren 1914 und 1915 bis Ostern 1916 die regelrechte Versetzung nach der Unterprima erlangt und bis znm Schluß des .Krieges im Heeresdienste geitanden haben oder als Kriegsbeschädigte entlassen wurden, das Reifezeugnis yn erteilen. Die Lebensmittelversorgung TentschlandS. ^ ^?d.) Nach einer Reuter-Meldung aus Ämw'm hat die ui he rutschen Gewässer entsandte Marine- ^nninon der Alliierten einen Bericht veröffentlicht, in dem u. a erklärt wird daß die Le bc:nS m i tte lu erfj ä l tn i f fe in 0 ^ c . u iJ d) J fj schlimm seien, wie behauplet fffig 1 L'stMau habe ferne Zeichen von Unterernährung gefimden. .t- stundentag s- in den «städtischn Betrieb 4. Beschaffung von Diensträumen für die Stadlvi'ripittung, 5. ttebernahme der Mete für die Brockensammlimg auf die Städtkasse, 6. Herstellung von Ein- saslungsgrabern auf dem ueiieil Friodhtof. ** Die Auszahlung der Familienunterftützun- gen an die Angehörigen der zmn Heeresdienst Erngw'ckmeu für wn!^ ^ erEtMiMig angenommen 2JSJVS 1 ? korderte oie Anwesenden zu einer Aussprache auf Herr Gehnmrat Haupt er'griff das Wort uud legte die Gn'iuh L^^ deneu ern Zusmuurengeheu für die Teutsch-imtioilall .7°^. anderen Parteien nicht möglich tvar. Ter Vor- s ernei^rtere EiUsckzließuug, worin vorgc sch egen ^ Natrvualversammlung nicht nach Berlin, sondern \w& Hrndenburg als Reichsverweser m ernennen. Auch diese Entschließung wurde mit großem Beifall auf*™™™. In der Aussp«ch? beteiligt«, sich nech Fräulein L^hrrrrn Schneider uuv Fräulein Lehrerin Dingeloey. u -, ** zur Nationalversammlung. Die Wähler- Dezember bis emsch'i.-ß si«) 6. Januar 1919 cm Stadthaus Zimmer Nr. 8 zur Einsicht aus. Da sie die gleicher' MEi^dfr Stimmbevechligten enthält wie die bereits osfengelegt« Wählerliste fiir die Hegische Volkskammer, könnte von denjenigen -Ätimmberechtigten die von der letzteren Einsicht genommen haben aus die Einsichtnahme letzt verzichtet werden. , . r l* Die Frauen gruppe der Deutschen dem okra- ti sche n Partei halt heute abend 81/4 Uhr rm Saale des Hotels Großherzog von Hessen eine öffentliche Wählerversammlung ab über das Tl-ema: „Die sftauen und die Demokratie". Sprechen werden Frau Marie Boustet und Prof. Eck. .. J i * ( . &iv l neu . t ArbeiLergewerkschaftaufwirtschgfts- h ' l /?L l ^ er ai mb ^a/wnaler Grundlage hat sich am 20. November ^bildet. Bereits smd Frankfurt a. M., Wetzlar, in Rhünland, Wes« lalen, Hannover, m der Provinz und rui Königvnch Sachsen und m anderen Gegenden große Scharen von Arbeitern dieser neuen Geiverkschaft zilgetzrömt. Insbesondere haben sich die Mit- glteder der Werkvereme, die drrrch he Revolution zumteil zwanas- H e aufgelöst tvordeii, sind dieser Gewerkschaft migeschlossen. Näheres besagt der rn der heutigen Nummer unserer Kitung tr>, schienene Aufruf. rer • ^ kunftsscheine. Die Eftiwohner der Stadt 0-iehen, die während des Triippendurchmarsck)es Militärpersonen Pferde u dch. aufgenmnmen haben, haben die Unter tunfts scheim dem ^)tädt. Emguartierungsamt bis zum 2. Januar vorMlegen. Die bereits ber der Orts-Kohlenstelle abgegebenen Unterkunfts- w>enie können am Einguarfiernngsaml wi^tzcw in Empfang genommen wcrdcn. T ej -n gwl Cinw hner, di: l ie llnterkunf s cl)e ite nicht' vorzeigen, erhalten ohne iveiteres Eincsilartierung. ** Lichtspielhaus. Heute tritt zum letztenmal he Tänzerin Olga Tssmond in „Die Frmr des StaatsMNvalls" auf. Ab morgen bis Fweitag nnrd „Ter Roman einer Schulreüeciu" mit Lori Lcux in der Hauptrolle gegeben. MUchliehs TtacfyvMrtetu rlathottsche Gemeinde. Dienstag, 31. Dez., nachm. 5Vs Uhr: Silvester-Andacht mit Tc ^enm. Amtlicher Teil. Betr.: Tie Mahlen zur verfassunggebenden Volkskammer der Republik Hessen. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürger» meistereien der Landgemeinden des Kreises. Infolge der Verlegung der Wüsten zur Volkskammer auf . Sonntag, den 2 6 . Januar 1919 Liiderir sich folgende Termine: 1- Die UebereinstimmunF des für den Wahlvorsteher bestimmten Exemplars der Wählerliste mit dem Haupteremplar und die statt geleibte AusleMng der Wählerliste ist am 25. (nicht 18.) Jamrar 1919 nach Eintrag der Wotte „vom 26. Dezember 1918 bis zum 3. Januar 1919" zu bcs 2. Die Bekanrttmackmng, daß die Wahl am 26. (nicht^ 19.) Januar 1919, von vormittags 10 Uhr bis nachmittags 3 Uhr, erfolge, hat unter Beifügimg der Namen der Wahlvorsteher und ihrer Stellvertreter, der Mgrenzung der Mstimmnngsbezirke spä^ testens am 17. (nicht 10. Januar 1919) stattzufinden. 3. Der Wahlvorsteher hat ^n Protokollsülwer nebst Bei- sitzern spätestens am 23. (nicht 165 Januar 1919 einzuladen. 4. Das Wablprowkoll muß spätestens am 28. (nicht 21.) Januar 1919 bei uns einlausen. Gießen, den 28. Dezember 1918. KreiSamt Gießen. I-B.: Welcker. ' ^ Kr. 3J5 Zweites Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Montag. ZL. Dezember lyj8 Au» Stadt und Land. Gießen, den 30. Dezember 1918. ** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt lvurdc am 19. Dezember der Oberlehrer an der Realschule in Langen Professor Georg Wibnrann zum Oberlehrer an dem Realgym- i^sium in T.amstadt mit Wirkung vom 1. Januar 1919 ab; der Lehmmtsafiesjor Hermann Stöhr aus Offtnbach zmn Ober- lehver an der höheren Mädchenschule in Offenbach. — Ernannt wurden am 20. Dezember die Privatdozenten vr. Alfred Brüggemann und vr. Adolf Jeß in Gießen zu außerordentlichen Professoren bei der medizinischen Fakultät der Landesnniversität Gieß^'n. — In den Ruhestand versetzt wtrrden am 16. Dezember mit Eöirkung vom 1. Januar 1919 ab : 1. der Oberlehrer Professor vr. Karl Baltz — Malgymnasium Tarmstadt — aus sein Nachsuch n unter Anerkemrung der dem Staate während 41 Jahren geleiteten Dienste, 2. der Oberlehrer Professor vr. .Her- nrann B r i c g l c b — Gymnasium Worms — auf sein Nach snchen unter Anerkenmmg der dem Staate während 32 Jahren geleisteten Dienste, 3. der Oberlehrer Professor vr. Karl Weins- b c i m c r - Liebigs lOberrealschule Darm stad t — auf sein Nachsuchen unter Anerkennung der dem Staate während 37 Jahren geleisteten Dienste. ** Hessische Bolkspartei. Um ans vielfache Anfragen ^nd Zweifel ?ljusknnft zlu geben, sei mitgeteilt, daß die Landes- !7ruhpe der Deutsch-natiormlen Volkspartei den Namen Hessische Volks Partei führt, entsprechend den Vorbildern in Baden, Bayern und Württemberg.. ** Schafft Arbeit! Die Deinobilnmchung hat begonnen, unsere Feldgrauen kehren in die Heimat zurück. Alles kommt jetzt darauf an, das lvirtschaftliche Leben lvieder in Gang zu bringen, in Staor und Land Gelegenheit zu redlicher Arbeit zu schaffen, denn Arbers osig cft bringt die Gefahr vor Hun^ersaot und Aus- schreitungcm Deswegen ergeht außer an die öffentlichen Körperschaften mich an jeden Privatbetrieb mrd Privathaushalt der Ruf: Denkt an die Handwerker lntb Arbeiter, die ans dem Felde oder aus dem Hilfsdienst heimkehren und jetzt wieder Brot und Arbeit baben wollen und muffen. In jedem Betriebe mrd Haushalts werden Arbeiten oder Anschaffungen vorzunehmeir sein, die während des Krieges zurückgestellt waren, wird es Aenderungen und Aus- l esserungen geben. Jetzt ist die rechte Zeit, sie in Auftrag zu geben. Berlaffe sich niemand darauf, daß vielleicht in wenigen Wochen die Preise niedriger sein werden. Bleiben unsere Handwerker und Geschäftsleute jetzt ohne Verdienst, so können daraus Zustände entstehen, die der Gesamtheit und jedem einzelnen unendlich viel teurer zu stehen kommen. Kreis Büdingen. ^Ortend erg, 28. Dez. Am 2. Weihnachtstaq fanden hier »rnd ui Bergiheim für die heimgekehrten Soldaten kirchliche Begrüßungsfeiern statt, die in beiden Genreinden überaus zahlreich besucht waren und bei denen auch die Kinder mit Gesängen und Gedichten die .Krieger begrüßten. — Das in E ck a r t s b o r n am heiligen Abend liegende Pionierbataillon ivurd? auf Bitte des Adjutanten vom hiesigen Franenverein mit Liebesgaben bedacht. Lluch an Selters veranstaltete die Gemeinde am 2. Weihnachtstaq den ernguartrerten Soldaten eine Bffcherung, wofür die Geldmittel durch eine Hausse mm lmrg aufgebracht -raren. 4 Aus dem Niddertal. 27. Dez. Pünktlich mit dem Lit .zog der Winter ein. lieber nacht hatte es nun doch roerße Weihnachten gegeben. Nach vorübergehendem Tauwettcr am 1. Feiertag herrscht seit gestern starker Frost. Die Schneedecke kommt bei? Äaaten sehr zu statten. verrnischteA. * Plünderung en in Goethes Gartenhaus. Wie aus Weimar berichtet lmrd, haben Diebe das von der ganzer^ Kulturwelt als Heiligtum betrachtete „GoethehauS" im Park erorochen urw beraubt. Die Einbrecher hatten, nachdem die sck)werr Srä^icholztur ihren Angriffen widerstand, Eingang durch die oenster des unteren Stockwerkes gffnnden und konnten von da in die oben. Lrnst von Karl August bewohnten Räume gelangen Hier hat man tüchtig aufgeräumt und neben zahlreichen Gebrauchs- gegenstanden das alte wertvolle Porzellan aus den Tagen des Herzogs und seines Freundes Goethe gestohlen. Offenbar in der Auffaftnng. day man es mit einem modernen Stück zu tun habe baben^ die Spitzbuben auch die charakteristische HornürMe Karl Augusts gestohlen. Eingesandt. D)ür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel uoerminrm d-e Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Zum bargeldlosen Zahlungsverkehr. In dringmder Weise wird feit langer Beit die Norwendrßkeit Aum barg-ldloscn Zahlungsverkehr überzugehen, betont Die Staatsb-Hördc! eben>o ;vie die großen Zeitimgen, z. B. die Frank- wrter Zeitung, werden nicht müde, diese Reform unseres Geld- verkehrs zu empfehlen. Was nützt es alier dem Verbraucher, der sich etwa an d»as Poftsck-'ckkonto angeschlossen hat, ivenn die große Masse der Geschäftsinhaber dieser Nliiernng fernbleibt? Zugegeben aber, daß ein großer Teil der Geschäftsleute sich im letzten Jahr ern PoslichnJonio zug'legt hat, woher soll es der Empfänger einer Rechrmng^wissen, wrn.r es mdjit auf der Rechnung vcannerkt ist? In der ^at vermißt inan selbst bei großen Gießener Geschäften von denen man annelMen muß. daß sie ein Postscheck- oder Bankkonto besitzen, cmen solchen Himveis auf der Rechnung. Es seien deshalb die Geschäftsleute dringend ersucht, beiin bevorstehenden Ausschreiben der Rechnungen diesen Hrnweis nicht zu vergessen. Sre können überzeugt sein, daß sie dadurch nicht allein ihrem Kunden Arbeit sparen, sondern daß sie auch direkten Vorteil davon hoben werden. Term eine Rechrmng, die man von seinem Schreibtisch aus bezahlen kann, wird man immer früher berichtigen, als eine andere, die man erst durch das Dienstmädchen dem Geschäftsinhaber ins Haus tragen lassen muß. Fr. * Das Jahr geht zu Ende, und die Geschäftsinhaber schreiben iMe Rechnungen. Da ergeht von neuem die Mahnung, sich eint Postscheckkonto zuzulegen und den Vermerk auf die Rechnung zu letzen. Es gibt nichts Besseres, um raschen Eingang der Zahlung zu iict>ern, als ein solches Klonto. Wer auch die Rechnungsemp- wuger sollen gemahnt werden. Immer wieder hört man aus ihren Kreisen den Eiwoand, man habe ein Bankkonto, das mache das Postscheckkonto überflüssig. 'Dabei wird immer wieder ver- gJNM, daß man die Banken mit der Begleichung kleiner Beträge nicht belästigen soll, vor altem aber, daß Vas PostsckMckkonto die Bezahlimg aller Rechnungen, Ver eins beitrage und dexgl. nach auswärts uugemein erleichtert. Allein die Erwägung,'daß der Inhaber eines Posffcheckkontos niemals den Postschalter aufsuck-en muß und dadurch Zeit und Kräfte spart, ist durchischlagend. Seit mit der Benutzung des Kolchos keinerlei Kosten mehr verbunden Mrd, ist jeder Einlvand hinftitlig geivorÄen. Uebrigens sind nach Mitteilung des Postscheckamtes Frankfurt im abgetanfenen Viertel- lahr wieder 31 Personen bOv. Firmen dem Postscheckverkehr bei- gptreten, imb > c Gesamtziffer erhöht sich dadurch auf 472. Das ist im Vergleich zu anderen Städten kein schlechtes Verhältnis. Aber den vollen Nutzen, den sie haben kann, wird die Einrichtung erst bringen, wenn möglichst alle, die im geschäftlichen Verkehr stepen, sich ihr angeschlossen haben. Für solchen Anschluß ist der 1. Januar der geeignetste Termin. Letzte Aacr?ricLsterr. Das Programm der neuen Regierung. Berlin 30. Dez. (WTB. Tvahtm.) Die Reichsregierung erläßt folgenden Ausruf an das deutsche Volk. Arbeiter, Soldaten, Bürger, Bürgerinnen! T ie Unabhängigen sind aus der Regierung ausgeschieden. Tie verbleibenden Mitglieder ldes Kabinetts stellten dem Zentralrat ihre ?Nandate zur Verfügung, um ihm vollkommen freie Hand zu lassen. Einstimmig wurden sie von ihm aufs neue bestätigt. Die bisherige Schwierigkeit ist überwunden. Die Reichsregierung ist jteu und einheitlich gebildey. .Sie kennt nur ein Gesetz, zu handeln: Ueber jede Partei den vollen Bestand und die Unteilbarkeit der Republik! Zwei Mitglieder sind auf einstimmigen Beschluß des Zentral- rates an Stelle der ausgeschiedenen 3 Unabhängigen ein ge treten; Noske und W'iffel . Vorsitzeirder ist Ebert und Scheidemann. Und nun an tzie Arbeit. Im Innern gilt es die Nationalper^ sammlung vorzübereiten und ähre ungestörte Tagung sicherzustellen, für die Ernährung ernstlich Sorge zu tragen, die Sozialisierung im Sinne des Räte-Kongresses in die Hand zu nehmen die Kriegsgewinne in der schärfsten Form zu ierfassen, Arbeit zu schaffen, die Arbeitslosen zu rmterstützen, die Hinterbliebenensürsorge jicherzustellen, die I o l k s w e h r mit allen Mitteln zu fördern und die Entwaffnung Unbefugter durch zusetzen: nach Außen den Frieden so schnell und so günstig wie nwglich herbeizuführen, die. Vertretung der deutschen Republik im Auslande mit neuen von neuem Geiste beseelten Männern zu besetzen. Das ist in großen Zügen unser Pro- granrm bis zur Nationalversammlung. In enger Fühlung mit den deutschen ' Freistaaten sott es verwirtticht werden. Die Ausführung im Einzelnen wird nicht in Kundgebungen, sondern in Taten zum Ausdruck kommen. Jetzt haben wir Ärbeitsmögilichkeit. Es wäre unsere Schuld allein, wemr wir sie nicht zur Arbeit benutzten! Uns die Arbeit. Euch allen aber die Mitarbeit. Der neue Freistaat ist unser aller Besitz! Helft ihr sichern. Auch an euch ist die Frage des Zentralrates gerichtet: Seid rhr bereit, die öffentliche Ruhe und Sicherheit gegen gewaltsame Angriffe zu schützen und mit allen zu Gebote stehendem; Mitteln die Arbeitsmöglichkeit der Regierung gegen Gewaltsam- ffiten ganz gleick> von welcher Seite zu gewährleisten? Ihr müßt diese Frage mit Ja beantworten. Die Reichsregierung bekenuk ffch aufs entschiedenste zu diesem Ja. Ohne dieses Ja bleibr jedes Programm Papier und Worte. Wir aber wollen über den Aufruf zum Aufbau kommen! Wir gehen ans Werk! Wir glauben an euch! Wir kommen durch! Berlin, 30. Dez. (WTB. Drahtn.) Tie neue Reichsregierung fielt am Sonntag nachmittag ihre erste Sitzung ab, in der vor allem das Programm und die nächsten notwendigen Maßnahmen festgeslettt und durchgesprvchen wurden. Tie neuen Mitglieder des Kabinetts nahmen an den Beratungen teil, in denen bestimmt wurde, daß S ch e i d e m a n u die A u s w ä rt i g e n Angelegenheiten, Noske die Militärischen, und Difsel die Sozialpolitischen Aufgaben übernehmen oll. Es wird bei dieser Gelegenheit aufs neue darauf hrngewiesen, day es sich hierbei lediglich um eine Arbeitsteilung innerhalb des Kabinetts handelt, durch welche die Zuständigkeit der Reichsämter in keiner Weise berührt wird. Die Lage im Rnhrrevier. Duisburg, 29. Dez. Nach langandÄnerTrden Verhandkun- gen rm Rathaus zu Mül'haim an der Ruhr, an denen anch> der Miinster Ströbel, Unterstaatssekoetär Giesberts und Arbeiterführer Huv teilnahmen, wurde eine Einigung mit den Streikenden erhielt und in folgendem Dokument zusammenM gefaßt: .„Wir, die Gewerkschaften Deutscher Kaiser, Lohberg und Rhnn I., müssen entsprechend allen unseren bisherigen Erklärungen Abmackyrngen zwischen den Organisationen sesthaltew Mit Rückircht aus die durch den langanhalt enden Streik entstandene Notlage in den Bergarbeiterfamalien sind loir aber bereit, die ent-, standenen Streikausfälle zu bezahlen und zwar in der Form, daß leder Verheiratete 200 Mk., jeder Unverheiratete 100 Mk. und . 14 Jahren 25 Mk., im ganzen aber nicht mehr wre 2o Mk. Kindergeld erhalten. Die Zählung erfolgt in zwei Raten, dre erste am 30. ds. Mts., die zweite vierzehn Tage später. Voraussetzung ist, daß die Arbeit anr Montag voll aufgenomnvM wird, vom 1. Februar nächsten Jahres die Achtstnndenschicht voll verlahren wird, wie von den Organisationen vereinbart, und daß aUe übrigen Organisationsabmachungen sofort voll eingehalten werden." Diese Vereinbarung wurde von beiden Parteien und den obrn- genannten Vermittlern unterschrieben. ""'Hin ^tuuny . ^ Berlin, 28. Dez. (WTB.) Die heute abend erschienene ^nnta^nnmmer der „Freisinnigen -Leitung" enthält eme Rei^ Abschiedsartikel, so von dem Abg. Dr. Wremer, ^ Leitung im politischen Leben gerecht wird, wahrend Abgeordneter Gehermvat ^Eassel mit persönlichen Elin- Gerungen an .Eugen Richter des Begründers der Zeitung gedenkt. Eheftedakteur Dr. Jßbenrer gedenkt Eugen Richters als Iour- 'nalisten. Carl Kunde! plaudert über den Normalarbeitstag Eugen Richters als dessen Mitarbeiter. Die beiden Redakteure Georg Harte rrnd Jakob Scherek entbieten den Lesern einen tiefbewegten Abschieds grüß. Unter Mschiedsworten gnS Freundeskreisen ftn- den sich solche von Professor Eickhof, Dr. MUgdan, Müller- Mermgen, Syndikus -Oskar Meyer u a Wilson in London. London, 28. Dez. (WTB. Renter-Mekdung.) Der König besuchte heute morgen W i l s v n in den Gemächern des Buckrnghmn- Palast, um rhn zu seinem Geburtstag zu beglückwünschen Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Bel r.: Familienunterstützungen. Das Reichsamt ftrr wirtschaftliche Demobilmachung hat unterm 9. Dezember d. I. angeordnet, daß Familien von Kriegsteilnehmern, die nach dem 31. Dezember 1918 noch Familienunter- stütznngen beziehen wollen, eine Bescheinigung darüber beibringen müssen, daß der Kriegsteilnehmer sich noch im Heeresdienst befindet, andernfalls darf die Unterstützung nicht weitergewährt werben. In dieser Bescheinigung muß zuni Ausdruck kommen, daß der A^ffEgsteilnehmer nicht in Erfüllung seiner gesetzlichen aktiven Dienstpfticht bei der Truppe verblieben ist. Die Familien, die die Unterstützung über den 31. Dezember 1918 hinaus beanspruchen, werden hiermit aufgefordert, die vor^ erwähnten Bescheinigungen der zuständigen Stellen, d h des Truppenteils, des Ersatztruppenteils oder des Bezirkskommandvs, dem Gemeinderechner vorzulegen. Weitere Zahlungen von ft Übungen dürfen ohne diese nicht geleistet werden. Gie ßen, den 27. Dezember 1918. Kreisamt Gießen. I. V.: Langermann. ami lienunteres chernigungen An die Bnrgermeistereren der Landgemeinden des Kreises. Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie ortsüblich veröffent- lichen. Gießen, den 27. Dezember 1918. Kreisamt Gießen. _ I. V.: Lan germa itn. Betr.: Weihnachtsgnben 1918 für die Truppen im Felde. An die Ortsausschüsse für Rotes Krmz und Kriegshilft. Da unter den veränderten Verhältnissen die Weihnachtsbescke- rung für unsere Truptxm nicht in der beabsichtigten Weise statt- finden konnte, hat der Landesverein vom Roten Kreuz in Darmstadt die auf Rechnuirg des Kreiskomitees erworbenen Geschenke hier zur Verfügung gestellt, um sie nach Maßgabe der eingesandten Beträge an die einzelnen Gemeinden zu verteilen. Den Bürgermeistereien ist mit dem Ersuchen, die hier bereitstehenden Kisten bis spätestens 4. Jamrar 1919 abholen zu lassen, zugleich auch Weisung zugegangen, wie in solchen Fällen, in denen aus mehrere Gemeinden eine Kiste entfallt, die darin enthaltenen Gaben unter die in Bettacht kommenden Gemeinden zu verteile nrd. Es ist ihnen ferner auch nahegclegt worden, sich ivegen einer- zweckmäßigen Verwendung der Gaben mit Ihnen ins Benehmen zu etzen. Jrrdem wir Ihnen hiervon Kenntnis geben, bitten wir zugleich, Ihre Mitwirkung bei der Verteilung der Geschenke nicht zu versagen. Gießen, den 27. Dezember 1918. Das Kreiskomitee für Rotes Kreuz und Kriegshilfe. J.A.: Dr. Alles. M niM&crhuiif MkiitkUtt -eS Kenn Kslshstz Asm Ronvan von A. H. Adams. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Sre zog ihre Hand zurück und schaute in neugierig Aufmerksamkeit auf ihren geritzten Finger. „Es kann nichts von Bedeutung sein, es fließt ke Blut," sagte er beruhigeird. „Kein ©Tut?" raunte sie mit zuriickgehaltenem Ate: „Aber sehen Sie, es ist ein ziemlich großer- Riß und ti dazu. Und er blutet nicht!" Galahad sah deutlich.- daß die kleine Wunde in ihre Finger wirklich tief war. Seltsam schien es, daß sie nic blutete L>eine Vorstellung von ihr ajls von einem zarte ätherischen Wesen gewann eine neue Bestätigung. War mvglrch, daß irgend jemand so gemtzt wurde, ohrie bluten? Er drückte die Wunde sanft. Kern roter Se ^raus obgleich die zerrissenen Seiten auseiuanderktafste Boiler Bestürzung jchante er sie a-i. Es kam ihm beina vor, als sei sie schon tot. ..Es kann nicht tief genug sein, um *u Bluten, oder t> ■cHut<ö>eru sind c-richt getroffen," sagte er ängstkich ..Es blutet nicht," flüsterte sie. „So ist es also waki es ijt wahr!" Galahad stieß das Boot sanft vom Ufer ab und ruv-er IK/ 3 ^ Zn Ha-sen. Der abnehmende Mond hüllte d stille Nacht m ein milchiges Licht. Es war fast so als r dünnem, weißem Nebel über einen geheimnisvoll! ^ ee ^> cr ^■ und sie waren allein in einer sttrmmen We! Endlich ließ Galahad die Wider auf dem Wasser rubc und wartete, bis seine Darne den Zauber der Nacht th ©ee und des ^chlw-eigens brechen würde. Sie schien ik ganz, vergessen zu haben, wie sie auch alles aiidre veraessc Lu haben schien außer ihrer unsinnigen Besorgnis Wege des winzigen Stecknadelstiches. Es war wirklich törich lich darüber Gedanken Kr machen; aber Sibtzl faßte d Dlnge immer mit einer Ernsthaftigkeit ans, die an Leidenschaft grenzte. Armes Kirrd — denn sie war nur ein Kind — eine viel schwerere Sorge erwartete sie! Und nun sehnte sich Galahad danach, sie zu trösten. Aber es war nichts Unreiries in seinem Verlangen, er war ganz Mitleiden; denn nur Mitleiden war es, was das hilflose, sich här- rneiide Wesen von ihm verlangte, und er mußte sich nun ein gestehen, daß er sie lieve. Er war die tiefe, nnver- nnnftige Liebe des Vaters für ein verzogenes Kind. Denn dieses Mädchen war sch.rrach, leidenschaftlich, herrschsüchtig und grenzenlos selbstsüchttg. Er konnte das alles zngeben und dennoch liebte er sie. gerade ihrer Unvollkommenheit wegen. Er sehnte sich danach, ihr ein Wort des Trostes sagen. Attein dieses Wort lvar rveder in der Nacht, m in der ^ee, noch in der Stille zu finden, mrd ihre düft-c Unbeweglichkeit schien sie vo;i seiner unbeholfenen Zä lichkeit ab zu schließen. Er saß da und schante sie an. ^ Da erweckte ihn ein Erinnern. Der Gedanke an 6 kräuselte die ruhige Oberfläche des stillen Sttinens. 5Jaft griff er in seine Lasche und zog seine Angelschnur herai Gr steckte einen Küder aU den 5)aken und warf die b schwerte Leine über Bord. Diese Verrichtung erweckte Sibhl aus ihrem Brüte „Was tun Sie da?" fragte sie. „Angeln," sagte Galahad. ^ "Sie sind hierhergekommen, um zu angeln?" frag das MädckMr in zortrigem Erstaulven. „Ich bin hierhergekommen, um zu angeln," er wider er. Dann, als er ihr Erstaunen sah, erklärte er ihr alle Er erzählte ihr von Em, seiner Frau. „Sie sind verhrfforrtet?" rief sie votter Berwunderm aus. „Ich — ich habe Sie niemals für einen verheiratet Marrn behalten." „Sie haben mich, nie gefiagt," sagte er ernsthaft. „Ich habe überhaupt niemals darüber naclM'dacht bekamrte sie grMisam. „&k frabcn eine Frau —" „Und Ms Kinder." „O!" rief sie beinahe bestürzt. „Tie Aelveste, ein Mädchen, ist gerade in Ihrem Mer — älter, glaube ich." Er war entschlosseii, die Sache jetzt zu Ende zu bringen. „Dann —" L>ibyl erlebte einen Augenblick peinlicher Ueberlegnng. „Dann habe ich vielleicht von Ihnen mehr verlangt, als ich irgend ein Recht hatte. Ich habe nie daran gedacht, daß noch jemand da sein könnte. Ich iiahm Sie eben nur so hin. Es ist mir in meiner Selbstsucht nie in den Sinn gekominen, daß noch eine Frau und Kinder — sieben Kinder da sein könnten." „Fünf," verbesserte Galahad rasch „Nun, dann fünf," räumte sie ziemlich gleichgülttg ein. „Äch kann mit nieiner Frau ferttg werden," sagte er streng, mit der Rciene eines Haustyrannen. „Em —" „Ihr Name ist Em?" „Em." „Und sie weiß alles?" „Sie weiß noch nichts, aber ich beabfichtiqe. es ibr zu sagen." „Was fällt Jhiien ein!" „Nun nicht alles." lenkte er ein. „Da ist zum Beispiel diese Angelschnur," er zog sie herein und begann sie auf- znwraeln. „Ich kMe ihr gesagt, daß ich die Absickft habe zu angeln, und vielleicht wird sie nackffehen, ob die Schnur naß rst. Man darf keine Vorsicht außer acht lassen," fügte er mit dem überlegeneii Lächeln des langverheirateten Mannes hinzu. Das MüdckMi lächelte schwach. „Wo befinden wir uns?" fragte sre. die gerade vor ihnen lag. „Sotten wir zurückfahren ' r "Wollen wir uns nickft ein Weilchen einfach treiben lassen?" fragte sre. „Natürlich können wir das," sagte er strahlend. „Aber wrr iwerdchi nrrgelrds hinkommen, tvenn wir uns rrur treiben lchsen, nicht wahr?' Er läckielte, um sie aufzuheitern. (Fortsetzung folgt) Atelier Gebr.StrauS jetzt 68» Bildes Seltersweg 44 SIK früher Zu allen Aufnahmen geben wir von heute bis 1. Januar 1919 umsonst eine Bahnhofstraße 64 Vergrößerung der eigenen Aufnahme Aufnahmen jederzeit, auch abends beä Dunkelheit. Sonntags geöffnet von 10—6 Uhr fielt Ife-tai Montag den 30. Dezember abends 8 J / 4 Uhr im Saale des Hotel Großherzog von Hessen. Thema: M Mm: KrellNsrik Vsusstt, Herr Prss. Elk. Freie Aussprache! Frauen und Mädchen aller Stände, auch Männer, willkommen. 10117D MWWMM« takrafata Partei. Gekanutmachung die Wable» znr verfafinnaaebende» Deutschen ^Nationalversammlung betreffend. Die Wählerliste für die au der Wahl zur Verfassung- gebenden Deutschen Nanoualvers.rmrnltlng in der S-adt Gienen mit der Gemarkung Schiff'enlurg und Herrenwald sltmmberechliüten Personen liegt von Montag den 30. Dezember 19IH ins Montag den tt. Januar lttlv, tetbe Tage etnichlietzlich, auch an Sonn- und Feiertagen, und zwar an Werktagen vormittags von 8—12 Uhr und nachmittags von Uhr, an Sonn- und Feiertagen nur vormittags von 8—12 Uhr, auf dem Stadthaus, Zimmer Nr. 8, zu jedermanns Einsicht offen. .. , Einsprachen gegen die Nichtigkeit und Vollständigkeit dieser LtUe sind bis zum Ablaus der Auslegung»trist bei Meldung des Ausschlusses bei dem Oberbürgermetster auf dem Stadthaus. Zimmer Nr. 8, schriftlich anziizeigen oder zu Protokoll zu geben. Giesen, den 27. Dezember 1918. 10143ß _T.schüler s. Prävg. randenanstalt vor? Schrift!. Angebote tn. Preis unt. 09129 an d Geschänsst.d.Gtest.Anz. Wer erteilt einem schon etwas älteren Jungen WlkeclikeliMiiLlmM Angeb. mit Preis unter 09133 an den Giest. Ans, erbeten. | Klavier- Stimmen Reparieren Polieren in tadelloser Ausführung Wilh.Rudolph Pianohandlung Pernspr 389 • Sei tersw.91 Jagdgelegenheit sucht 7antr«t«r. Bchsaovk, tt. d. 8., HoUl Schatz. Mo» Elisabeth-KlMin-tOsle, Giehes. SweckS Gntbebuug von NeuiabrSglückwünsche» °uch in beefem I°br° «oben «wlS«"Ä!SS®.. * roerb ' n t ' c6UC, “ a tm Ebener c» ^ .^abrtkan! Bänninger, Ludwigstr. 78: Pfarrer BechlolSheimer, Liebigstr. 56: Iran Weichensteller Bechtold Buddestr. 3: Lvarkaffenkonirolletir Haas, Stephmtstr. 17- Iran .Commerz enrat Heyltgenstaedt, liebigstr. 49: Frau Schuhmacher,neisterHoy. Hillebrandstr.S:Qberbibltothekar Brot. Or. Heuser, Ost-Anlage 12; Frau Stadtverordneter Wtnn. Hofmannstx. 14,- Kaufmann LoutS Woiff, Schiffen, oerger Weg 21. ioii3D &ür den Vorstand der Eitsabeth-Kleinkinderschule: Bechtolsheim er, Vorsitzender. Bekanntmachung. In unser Genossenschaftsregistcr wurde heute der der gemeinnützigen Baugenossenschaft e. G. m. b. H. in Hungen eingetragen: Schreinermcister Hermann Schmidt I. in Hungen ist infolge Ablebens aus dem Vorstand ausgeschieden und an seine Stelle Bureauvorstcher Ludwig Schneiderin Hungen in den Vorstand gewählt worden. Hungen, 21. Dezember 1916. 101 MV Hessisches Amtsgericht Hungen. Handarbeits-Zeichnungen für Blusen, Kleider, Decken, Kissen werden schnellstens ansrefertlfft 9947a Bekanntmachung betreffend dieErgänzung-wahl des Vorstandes der israelitischen Religton-gemeinde Gießen. Bei der heute vorgenommenen Ergänzungswahl wurden zu BorftandSmitgliedern gewählt: . Herr Geh. Kommerzienrat S.'Heichelheim mit 96 Stimmen aus die Dauer von b Jahren 2. Herr Moritz Strauß mü 88 Stimmen aus die Dauer von 4 Jahren, 3. Herr Leopold Mayer mit 72 Stimmen auf die Dauer von 3 Jahren, 4. Herr Adolf Bär mit 52 Stimmen auf die Dauer von 2 Jahren. TS wird dies mit dem Anfügen bekannt gemacht. und ist den Gewählten besonders mitgeteilt worden, daß während drei Tagen, nämlich am 1., 2. und 3. Januar 1919, in der Wohnung des Unterzeichneten WahlkommiffärS das Wahlprotokoll mit allen Anlagen offengelegt sein wird, und daß während der unerstrecklichen Frist dieser drei Tage jeder Stimmberechtigte, sowie die Gewählten von dem Wahlprotokvll und deffen Anlagen Einsicht nehmen und auch Einwendungen gegen die Wahl oder gegen die Gewählten, bzw. auch Ablehnung der Wahl, bei Meidung des Ausschlusses, bei dem KreiSamt Gießen Vorbringen kann. Gießen, den 27. Dezember 1918. Der Wahlkommiffär: Siegmund Rosenbaum. ioi90v ZütMljebWliöi-NklijghrsBFilijlilsllje!! ninaen Gaben ein von Fr. 8. Bender sen., Pfarrer Aus selb, Bäcker Sommer und Frmt, Wilh. Rudolph und Frau, Frau Johanna Georg! und Tochter, Rektor Jann, Optiker Heinrich Schmidt und Frau, Oberst Mohr, Frau Melchior Schäfer Ww., RechnnnaSrat Merten, Wein- Händler Kückei und Frau, Fmnttte Baumann, Schloffer- metster Stohr und Frau, Rcattebrer Straub und Frau. 8 rau Rektor Schaaf, Gustav Walter und Iran, Lehrer Müller, Frau Herwine Purh, Frau Wehrheim, Lehrer Wörner, Frl. Minna Georg, Prokurfst Ghristian Georg, L. Woiff. Bäcker Deibel und Familie. Frau GeomelerSpatz ilSl auf erste oder zweite Hypothek fin> auSzuletben. Ang. u nter 09099 an d. Giest . Anz. W. lief. lägt. % bis 1 Liter Angebote an 09117 Frau ßaaptnsan« vou Tk&ain BtSmarckstraste 44 L 10188) Wer liefert täglich - 1 Ltr.ZikßkWi!ld ng.an Frau Carl Echulze SelierSweg 1, Ecke Kreuzvl . Schwarz. 2llaskavelzmufi am 24. Dez. gegen Abend verloren. Der ehrl. Finder wtrd herzinnig gebeten, da ein An- dettken, denf. geg. 199 Mk. Pelobnuna abzngeben 091181 West-Aulaae 19. 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Louis Nochenbergrr. Teleph. 176. Neuenweg 22. Vereine Lügentisch „Sauer“. Silvester-Aheud foasu Welhnachtskneloe. Loltung Hermann Stelngoettor. Montag d. 30. Dezember, abend- 7 1 /* Ubr: Volksvorstellung Die Räuber. ita 4Ci An unsere nalionalliberalen Parteifre unde! Vas Deutsche Reich, für das unsere Großväter gelitten, unsere Väter gekämpft, wir selbst uns begeistert und unsere Zähne und Brüder opfermutig den Tod erlitten haben, ist zusammengebrochen, wie für alle anderen, so hat auch für unsere Partei der Weltkrieg mit seinem erschütternden Ausgange neue Lebensbedingungen geschaffen. Nur auf dem tatsächlich gegebenen Boden der deutschen Republik und auf demokratischer Grundlage kann der Wiederaufbau des Vaterlandes ins Werk gesetzt werden. Ls gilt, gesetzmäßige Zustande wieder herzusteUen. Geht es weiter wie bisher, so sind Staats- bankrott und Hungersnot und in ihrem Gefolge Plünderung und Gewalttaten unausbleiblich. Dies Unglück kann nur eine regierungsfähige Mehrheit in der bevorstehenden Nationalversammlung abwenden. Je mehr das deutsche Bürgertum in Parteien gespalten, um so schwerer ist dies zu erreichen, viel zu lange schon hat die Parteizersplitterung im deutschen Volke gedauert und zur Schwächung unserer volkskrast beigetragen. Deshalb sind wir dem Drängen zahlreicher Parteifreunde aus allen Gauen des Reiches nach einem festeren Zusammenschluß der freiheitlich gesinnten Kreise unseres Volkes gefolgt und haben uns mit anderen auf demokratischer Grundlage stehenden Organisationen unter Hintansetzung bisher bestehender Gegensätze zur Deutschen demokratischen Partei vereinigt. Ausschlaggebend war für uns, daß in einem Staate der Volksherrschaft nur große Parteien den Willen ihrer Wühler verwirklichen können. Die Deutsche demokratische Partei hat mehr als jede bloße Fortsetzung der alten Parteien die Bussicht, die gewaltigen Scharen der frischen Wählerschichten der Frauen und der Jugend mit sich zu reißen, die ohne Verständnis für alten Zwist mit offenem Sinn für neue Gedanken in das politische Leben herein- strömen, wir trauen ihr zu, daß sie die große Partei ist, die, alle Schichten des Volkes umfassend, jede einseitige Klassenherrschaft verhindert! Die Gesinnungen, die uns bisher geleitet haben, bleiben in der Deutschen demokratischen Partei in guter Hut. Die liberale Idee von dem besonderen wert des einzelnen und seiner Seele und bim Rufstieg des Tüchtigen, der soziale Gedanke der Gerechtigkeit und des Schutzes des Schwächeren unter uns und die nationale Forderung der Einheit aller Deutschen und der Wahrung der Rechte des freien deutschen Volkes unter den anderen Völkern. Rn alle unsere ehemaligen Parteifreunde im Lande richten wir die dringende Bitte und Mahnung, unserem Beispiel schnell zu folgen. Berlin, 15. Dezember 1918, abends. Bartels, Fabrikbesitzer. Magdeburg, 1.Vorsitzender der Provinz Sachsen. Delian, I. Bürgermeister Ctlen- 2 r * Dlankenburg, m. d. ft., Oberlehrer. Zeitz. Dr. Bollert, m. d. R., Zustizrat. Berlin Dr. Böhme, ITI. d. R., Syndikus, Berlin, v. Bülow, IN. d. ft., Geh. Iustizrat, Homburg v. d. h. Dumrath, IN d.ft Landrat, Winsen i. L. Dr. Fischer, Vankdirektor. Berlin. Fleischer, wirk!. Geh. Gberregierunasrat. Berlm-Stegütz. Friedberg, M. d. ft, Staatsminister a. V., Berlin-Charlottenbura. Grund. M. d. ft.. Stadttat, vreslau. Ickler. M. d. R., Vorschlosser. Berlin-Friedenau. Iunck. M. d. R., Geh. Zustizrat, ^erlagsbuchbändler. Berlin-Zehlendorf-West, äauffmantt, Rechtsanwalt, Berlin» Stuttgart. Keinath, M. d. R., Schriftsteller, Berlin. Kirchralh, Thesradakteur. Magdeburg. Dr. Köhler. K B 4Ü n "- ^a*r m.d.ft., Gutsbesitzer, hoppenrade. Künne, Fabrik- befttzer. Llber^eld l.Vorsitzender der Rhemprovinz. Llchtenberg, Rektor. Magdeburg. Liepmann. M.d.ft. Geh Iustlzrat. Gharlotlenburg. List, M.d. R..'Rechtsanwalt. Berlin-Grunewald Ludewig.M.d ft Geb Iustrzrat. Erfurt. Lucas, A., Iw d. ft Geh. Rommerzienrat, Berlin. Lusenskp, M.d.ft.. Ministeriah ™ m Marwitz Zustizrat. .Berlin. Nagel, Chefredakteur. Berlin. Nitzschke. Staatsminister. Dresden. FL 0, ?? ar r bur 2 a- £ * ? a ?- f Fabrikbesitzer. Remscheid. Pflug, Oberlehrer. Zittau. Nebmanm Geh. hofrat. Rarlsruhe. i. Vorsitzender für Baden. Neitz, Geh. Zustizrat, Magdeburg. *2'. ^ u ‘ ^ ' ^egilationsrat. Berlin Schiffer, Staatssekretär des Reichsschatzamtes «ltterg^pSchter, Niemberg bei Gbernigk. Prinz Heinrich zu Schönaich Taro^ 1 Zl R A \ Rmtrtz Stadthagen, Geh. Regierungsrat, Lharlottenburg Trittel. M. d. R.. Gnm» naslaldirektor, Neuhaldensleben. Bogt. Geh. Regierungsrat, Berlin-Friedenau. Wachhorst de Wente. M. d. R u. R., Hofbesitzer. Gnabrück usw. usw. ^ _ f!0213hv Ihre am 28. Dezember 1918 stattgefundene Vermählung beehren sich anzuzeigen Hermann Wölfer und Frau Martha geb. Lentz. Gießen, Liebigsttaße 68 . EtabüssementFürslenhof Sill Pjrfp Täglich llil UOiÖ nachm. 4-7 adsnäs 8-11 SRilsfa^Streich-Korszeri mit Solisten-Einiagen u. Gessngsv^rfrägen Alice Timon und Dodi Fahr als Gast Im großen Konzerisaal Sylvetrterabend ab7‘/ 3 Uhr abends Gemütliches Zusammensein mit Tanz. Am Ketsjahrstaßab4Uhr nachmittags Absohiedsfeier einer Militärformation verbunden mit Tanzkränzchen. ioroi Liebigshöhe. Am Mittwoch, 1. Januar (Neujahrstag) Grosses Militär-Streiciikonzert ausgeführt von der gesamten Garnisoukapelle unter persönlicher Leitung des Kapellmeisters Herrn Hermann. Anfang 4'/, Uhr. Anfang 4'/, Uhr. Einladung 6 ur Besprechung des Themas: Grosz-hefte,, am Sonntag den 5. Januar früh 11 Uhr im Hotel Großherzog. „, 07 V Prof. Dr. Sommer. Geh. Med.-Rat Keim Scheiden der Leichten Mun.-Kol 118? Feldart.-Regiments 6 spricht dieselbe den Bewohnern von Grossen - Linden für die überaus freundliche und liebevolle Aufnahme nochmals den herzlichsten Dank aus und wünscht ihnen ein glückliche» Neujahr. DleTage In Grossen-Llnden werden uns stets unvergesslich bleiben. 0#t4# Unteroffiziere und Mannschaften der Leichten Mun.-Kolonne 1182 Schles. Feldart.-Rgts. No. 6. Verschiedenes Gebild. Mann, 29 Jahre, evang., wünscht eine junge Dame, nickt über 26 zwecks späterer Heirat kennen zu lernen. Anonym zwecklos. Schriftt. Angebote mit Bild »nt.09155 an o.Gieb Anz. erb. Kleiner welker Hund, auf den Namen „Lump" hörend, entlaufen. Wiederbrtnger erhält Belohnung 10208 Markt 1 « 25 - 3001)1 Wut auf erste Hypothek, nur gutes Objekt, sofort ausrulethen. Angebote unter 09157 an den QJieu. Anzeiger. '/, Dienstagsah. I. SparrsRx ataufleben. Westritr.SL Privat- «.Oe. Tanzunterricht erteilt zu jeder Tageszeit Tanzlehrer Th. va ulle Schiffeaberger Wea 58 p. üss isl DDd n will der ffeitte Der Deutsche Arbeiterbund ist eine gewerkschaftliche Arbeiterorganisation. Aus- Gliederung seiner Dtttgliedschaften nachZBetrieben, BctricbSgrupve«. erstrebt er die wirtschaftliche, soziale uud geistige Hebung der Lage seiner Mitglieder «ud die Wahrung und Förderung der Standes- und Beruföiutcrefse« der deutschen Arbeiter. Er gewährt seinen Mitgliedern für einen wöchentlichen Beitrag von 80 Pf. lie nach der Dauer ihrer Mitgliedschaft) Mk. L— bis Mk. 10.80 wöchenillche Unterttiitznng im Falle der Krankheit, bei Arbeitslosigkeit, Streiks. Aussperrungen und Mastregelungen, cln Sterbe geld von Mt 30.- bis Mk. 150.-. » Mk. 20 .— Unterstützung bet Entbindungen, eine Unfaslnnterstütznng bei Unfällen ausierhalb der Arbeitsstelle von Mk. 1000.- -. bei Umallen mit tödltchem Ausgange und von Mk. 1000.- bei Unfällen mit dauernder Invalidität, Rechtsschutz und Rechtsauskunft, Arbeitsvermittlung, die Verbandszeitung „Deutscher Arbeiter" lfrüher Mitteldeutsche Rundschau). Ein Ausbau der Unterstützung-- _ elnrlchtungen und eine Erhöhung der Unterstützungssätze ist vorgesehen. Der Deutsche Arbeilerbund ivurde am 20 . November 1918 gegründet, um die Arbeiter und Arbeiterinnen, die einlreten für ein politisch starkes, wirtschaftlich wettbewerbungssähiges, einiges Deutsche- Reich, für die Erhaltung der christlichen Grundlage unseres Staats- und Volkslebens, ftir freiheitliche Verfassung, Vermaltunglund Gesetzgebung unter Mitwirkung aller Staatsbürger ,ind insbesondere für den freiwilligen, friedlichen Ausgleich von Gegensätzen zwischen den einzelnen Erwerbsständen und für die Ansrechterlialtung der Privatwirtschaft unier entschiedener Ablehnung der Sozialdemokratie, zu einer groben, wirtschaftsfriedlichen und nationalen Ar- beilerorgan'.fation zusammen zu fassen. Der Deutsche Arbeitcrbuud fordert günstigeLobirverbältnisie, besfereTeituahmc deS Arbeitnehmers am Ertrage der Nuternebmnna. angemessene Arbeitszeit, Regelung deS Rechts des Arbeit»- Vertrages, gesetzliche Regelung deS Einignngswesens, Rechtsfähigkeit der Berufsvereine, Gewährleistung der Koalitionsfreiheit, gesetzliche Einführung des Arbeiterurlanbs, Ausbau der ArbeiterversirbernnaSgeictzgebuna. Teilnahme der Arbeiterschaft an der (Sewerbeaufsickt, Gewährleistung des sozialen Aust von Arbeiterkindern durch zweck,nähige Ausgestaltung unseres Schul- und BoldungSwelens u. a. m. Ausführlicheres über die Forderungen des Deutschen Arbeiter-Bundes auf sozial- polittschem Gebiete besagt sein Programm. Von der Erkenntnis ausgehend, daß das ArbeitsverhällniS ein direktes Zusammenarbeiten zwischen Werkslettung und Arbeiterschaft erfordert, und dah die ge samte Arbeiterschaft eines Betriebes innerhalb desselben durch besondere gemeinsame Interessen verbunden ich ist der Deutsche Arbeiter-Bund nicht auf fachberuslicher Grundlage, sondern auf der Gliederung seiner Mitgliedschaft nach Betrieben tBetriebs- gruppen) aufgebaut. Fachberusliche Interessen nimmt der Deutsche Arbeiter-Bund wahr durch besondere Fachausschüsse. , Arbeiter und Arbeiterinnen: die ihr wahrhaft national denkt und wirtfchaftssricdlich gesinnt seid, sckltetzt euch dem Deutschen Arbeiter-Bund an! Ihm wird die Zukunst in der deutschen Arbeiterbewe- anng gehören! Wenn der nationale Gedanke und der Wille zu friedlicher Verständigung unter den einzelnen Erwcrbsständen während deS Krieges Allge ttieingut deS deutschen Volkes gewesen wären, dann wäre Deutschland unüberwindlich gewesen und unsere Feinde hätten den Zlrieg nicht so viel Fabre bin- ziehen und ibre Völker nicht auf die Wirkung der daS deutsche Volk zersetzenden inneren strafte vertrösten können. ^ a c ^ . National und wirtschaftssriedlich, das und die idealen Grundgedanken, die unser deutsches Volk allein befähigen können sich aus harter Fronarbeit für grausame Feinde, in die es durch die Nevölution ae- bracht worden ist, wieder zu Freiheit, Ansehen, Wohlstand und Glück emvorarbeiien zu können. Wer diesem hohen vaterländischen Ziele zustrebr und der Ueberzeugung ist, dag nur aut solcher Grundlage die gewerkschaftlichen Interessen des deutschen Arbeiters dauernd erfolgreich in der Zukunft vertreten werden können, der fchliene kick dem Deutschen Arbeiter-Bund an! Nähere Auskunft erteilen uud Beitrittserklärungen nehmen die DauptverwaltunaS' Kelle l"r Henen-Nasiau und Hessen, Frankfurt n. M„ Schlesistr. 117, und Gewerkschaft- fefretdv Mütter, Wetzlar, 5kalsmu:strahe 19, sowie alle Zahlstellen entgegen. In den Orlen, in denen noch keine Zahlstellen des Deutschen Arbeiter-Bundes vorhanden sind werden solche baldigst eingerichtet werden. ML 4 Für die liebevolle Aufnahme während des beinahe dreiwöchigen Aufenthalts in 6rohen-Linden spricht den Bewohnern der Kaiferftrafie und des Steinroeges feinen herzlichsten Dank aus otiao tm JTamen der 3. Batterie Felbartl.. Regts. o. Peucker (1. Sdjlef.) ITr 6: S a d) s, Ctn. d. Res. u. Ratterie=Föl]rer. 1 zweofitz. Kinderschlitten, 1 schöner cleg. Damenbnt zu verkaufen. 09158 _Löwengasse 13. Ane zroße Kante Miß zu verk. Neustadt 88 . l»,,« KAUFGESUCHE Der I. Abteilung Fe!d-Artillerie-Regts. Nr. 6 war 68 vergönnt., vor dem Abtransport in die schlesische Heimat 3 Wochen im schönen Hessenland zuzubringen. In Hörnsheim n. Großen* I,Inden hat die Abteilung eine überaus liebevolle uud gastliche Aufnahme gefunden. Ganz besonders schön ist den Angehörigen der Allteilung das Weihnachtsfest gestaltet worden. Herzliches Gedenken der Schh sier möge den Bewohnern der genannten Orte ihre Gastfreundschaft danken. Den lick» Gasigste» ei»,Micks Neujahr!“ 09151) von jRutzinskjr Hauptmann und AbteiL-Kommandeur. Pferde versteigern ng. Donnerstag, d. 2 ., Frei- tag, den 3. und Samstag, den 4. Jan. 1919, jedesmal von 9 Uhr vorm, ab, werden täglich 109 überzähl. Dfenttvferde öffentlich gegen Barzahlung versieig. Die Verslelgerung sindet aus dem Hof der städt. Hainkaserne lfrüher Ossizier- Gcsangenen-Lager) zu Weil- burg a. d. ^aba statt. Händler werd. nicht zugel. Feder Käufer mun eine Pferdekarte od. ein. Ausweis d. zustand. Behörde vorleg., datz er be- recht., Pferde z. kauf. Halfter u. Stricke sind mitzubringen. 1020GD F. A.-R. 27. 102i5i Eine nächtige Ziege und ein Läuserschwein zu verkaufen. 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Die Beerdigung findet am 1. Januar nachmittags 2 Uhr vom Trauerhause Gießener Straße 88 aus in Wieseck statt. Am 29. d. Mts. vormittags 9 Uhr entschlief sanft in dem Herrn nach kurzer Krankheit mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Herr Ludwig Reuschling im 71. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Reuschling geh. Bast. Rödgen, den 30. Dezember 1918. Die Beerdigung findet am 1. Januar 1919 nachmittags 3 Uhr statt 10209 Li mm mmmmm 10218D Todesanzeige. Km 28. Dezember verschied plötzlich und unerwartet infolge eines Uuglücköfalles auf den Buderusschen Eisenwerken Wetzlar mein lieber Baier, Bruder, Schwager und Onkel Kitz Schmidt im Alter von 56 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N. Familie Scheer Willi Schmidt. Gienen tSounenstr. 13), Düsseldorf, den 29. Dezember 1918. 09141 Die Beerdigung findet Dienstag den 31. Dez. V/t Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 1863—1913 Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Alterskollege Friedrich Schmidt infolge eines Unfalls plötzlich verschieden ist. Fünfziger- Bereinigung. Beerdigung ist Dienstag nachm. 3 1 /., Uhr aus dem neuen Friedhose. 101970 Vermietungen 5—6 Zimmer-Wohnung, I. Etage, m. Garten, Wieson- »Jrafie 2 s!Mlig mit Küche, evenl. auch möbl. Schrtstl. Angeb. unter 10140 an b. Geschäfts st. d. Gien. Anz. Nr BllrkllllMkkke werden ein od. zweiZimmcr r..i mieten gesucht, möglichst sofort und Mitte der Stadt. Schrtstl. Angebote unl. 09043 an d-n Gtetz. Anz. erbeten. Junger Beamter sucht freuiiW Ml. Zimmer. Angebote mit Preisangabe unter 09127 an den Metz. An». Zwei leere Zimmer zum Abhalten von Sprechstunden gesucht. Angeb. unter 09135 an den Gien. Anzeiger. 1V Ml. Belohnung demjenigen, der kinderlosem Ehepaar 1 bis 3 möblierte Zimmer mit Küche sofort zu mieten besorgt. Schr. Angeb. unter 09134 an den Gieh. Anz. Zur Einlagerung größerer Mengen Kartoffeln geeignete Mimlichkeiteii zu mieten gesucht. Angebote sind zu richten an die 10186V Garnisonverwaltung Gießen. Laden sofort oder Avril gesllcht. Bahnhofstraste, Seltersweg, Marktplatz bevorzugt. Schr. Angebote unter 09145 an den Gien. Anz. erbeten. mm Buchhalter für Bilanzarbeiten sofort gesucht. Schrift!. Angeb. unter 10200 an den Gieß. Anz. erbeten. Im letzten Halbjahre verloren wir wieder aus den Reihen unserer Mitglieder: am 10. August infolge eines Unglücksfalles an der Front . fes. Karl Litten Inhaber des E. K. II. Kl. und der Hessischen Tapferkeitsmcdaille. am 27. September durch Artillerie - Volltreffer i|. Hugo ßUhl am 16. Oft. als Opfer einer tückischen Krankheit H-ks. Otto Langsdorf Ein ehrendes Gedenken ist auch ihnen gewitz. Giehen, den 30. Dezember 1918. 10217V Sttitßpjf). WWaft „Welsberger" unD Damcnabteilung e. V. A. Karnbach, I. Vorsitzender. Oanksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden ihres teueren Verstorbenen, insbesondere dem Herrn Pfarrer Dörr für die trostreichen Worte am Grabe, sagen herzlichsten Dank die tief trauernden Hinterbliebenen -. Familie Hofmann 09122 Familie Brück Ferdinand Brück. Heuchelheim, Kiel, den 28. Dezember 1918. Für alle Beweise der Teilnahme an unserem schweren Verlust kann ich leider nur auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank aussprechen, zugleich auch im Namen der übrigen Hinterbliebenen. 101960 Etnily Freifrau von Fritsch geb. Freiin van der Hoop. Schmitte, (Post E-odheim a. d. Bieber), 25. Dezember 1918. Für unsere gut eingefuhrte Ware soeben wir per sofort für die dortige Gegend tüchtige, erstklassige Wer* tr@t®r Gefällige Angebote mit Referenzen an Kittwerk München 6. m. b. H. 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Dienstag den 31.Dez. 1918 kommen in Rockenbcrg 1V1810 2-10 Pferde schweren und leichten Schlages, darunter belgische Zugpferde, die zu landwirtschaftlichen Zwecken gut geeignet sind, des Jnf.-RegtS. 186, zur Versteigerung. Stallhalster und Anbindeketten sind milzubringen. Teilnehmer an der Versteigerung müssen durch behördlichen Ausweis dartun, daß sie keine Händler sind und die Pferde im eigenen landwirtschaftlichen Betrieb benötigen. Lrfatz-Vatattton Znscmterle-Regimentz 168 . Dem obil. -Abteilung. Tiicht. Mädchen tagsüber gesucht 10183 “ ' sä. J Etaissemsitt Fiirslenfisf Dir.: Oskar Stritzl. Wein-Diele Täglich ab 8 Uhr abends: Original Wiener Schrammeln Dazu Gesangseinlagen u. a.: Curt Speyer, die Stimmungskanone Lona Raven u. Wally Waranoff als Gäste Hans Göbel am Flügel .