nt. 303 Ter UMCueiur Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: OlehenerHannliendlalteri Areirdiatt ftir öen Ureis Gießen. Vezngrprsir: monatl.Rik.1.35,vie:-tel- iährlich Mk. 4.05. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. All. 1.25 durch die Post Mk. 4.05 viertel- jährl. ausschl. Bette Ilg. ^eruiprech" Anschlüsse: sürdle Schrtttleilung1I2 Vevlag.Geschä'tsstellebl Auschrist fürDralnuach- richlen: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt *68. Jahrgang Aeitag, 27. Dezember 1^8 postscheckfonto: 5rantsurt a.M. 11686 General-Anzeiger ffir Gderhessen Vankverkehr: Gewerbebank Gießen 3w!llingsrunddnick u. Verlag: Brühl'sche Univ.-Buch- u. Lteindruckerei «. Lange.Schristleitsng. GtschMstell: u.Dnickrrel- Schuljtr. 7. „»lahme von Anzeigen j. die LageSlunnmer bis zu>n Nachmittag vorher ohuejedeBerblndiichkett Zeiienprcise: für örtliche Anzeigen 25tzf..fürausivärtige 30 Pi., für Reklamen Mk.1.-nebst 20° oTeue- rungszuf läag;Plat;vor- schrift 20 % Aulschlag. Hauptschri tleiter: Aug« Goetz. Verantwortlich für Polit'k: ^luq. Goetz: für den übrigen Teil: 1)5. Relichold Zenz; für den Anzeigenteil: p. Beck; fäintllch in Gießen. 5traßenkämpse in Berlin. , Zum Bogim: des Weihnachtsfestes haben uns die Ber- lrner Gewaltapostel ein schreckhaftes Lied vom hohen Turm des Rereyes geblasen. Das Uebelste, das wir seit langer Zeit erlebt haben, und zugleich dcks Kläglichste. Das Tragische ist ganz und gar ins Häßliche und Abgeschmackte verzerrt worden. Ein Matrosenhaufe, der ursprünglich nicht in dieReichs- yauDtstadt gehörte und wieder aib^iehen sollte, hat darum, und tverl ihm Lohnnnsprüche einsttverlen noch nicht erfüllt tvur- den, mit Gewalt" die Stadtkommandantur und sodann auch das Reichskanzler-Palais, in dem heute Herr Ebert residiert, mit Gewalt bestürmt. Der Reichskanzler wurde über eine Stunde lang gefangen gehalten. Ums ehemalige kaiserliche Schloß und die Kommandantur entbrannten Straßenkämpse, mit Aufgebot von Artillerie und Maschinengewehren. Regierungstreue Truppen waren, zum größten Teil freiwillig, aus den Kampfplatz geeilt, um die Matrosen, denen sich auch plündernde „Spartakisten" angeschlossen hatten, zur Raison zu bringen. Das Weitere finden unsere Leser in den nachstehenden ausführlichen Meldungen. Es fanden, nachdeni zahlreiche Tote und Verwundete am Boden lagen, unter der Assistenz des Herrn Ledebonr, den heute auch das Berliner Tageblatt als „eitlen Theaterdemagogen" bezeichnet, Verhandlungen statt und der „Streit" wurde geschlichtet. Ein Blick in den „Friedensvertrag", den wir nachstehend ebenfalls abdrucken, genügt, um sestzustellen, daß die Matrosen in dem Streithandel gesiegt haben. Ihre Forderungen werden im wesentlichen erfüllt, sie werden der Berliner Soldatenwehr eingegliedert, und haben nur das Schloß zu verlassen. Sie verpflichten sich, in Zukunft nicht wieder an Aktionen gegen die Negierung teilzunehmen. Dafür wird aber auch die Division Lequis sofort zurückgezogen. Man muß sä>on sagen:-Die Regierung Ebert-Haase ist gegenüber ihren aufrührerischen Widersachern, die gestern noch gefordert haben, die Negierung solle abdanken und einer neuen Führung Ledebour-Liebkuecht Platz machen, sanftmütig und freundlich. Das sind sonst lobenswerte Eigenschaften, aber ob in diesem Falle ein energisches Handeln nicht vorzuziehen gewesen wäre, darüber kann eigentlich kaum ein Zweifel bestehen. Wenn auch am Beginn der Äffaire vielleicht eine ungeschickte Behandlung der Löhnungsfrage stand, so verhindert dies, wie das Berl. Tagebl. mit Recht sagt, nicht den Eindruck, daß die Regierung steuerlos von einer Auffassung zur andern schwankt. Auch der „Vorwärts" spricht es aus, man hätte sich diesen „Frieden" mit den Matrosen anders vorstelten können. Vorher hatte das Blatt von der Regireung scharfe Maßnahmen gefordert. Volksherrschaft oder Vcrbrecherherrschafs — so hatte der Leiter, Friedrich Stampfer, gefragt, und auch dem Mitläufer- tum der kleinen radikalen Minderheit Fehde angesagt: „Es muß osten ausgesprochen werden, zroischen der Sozialdemokratie, die für Voltsfreiheit kämpft, und dem Sparta- knsbund, der in der Ausrichtung einer gewalttätigen Verbrecher herrschiait sein angeblich „revolutionäres" Ziel erblickt, hat sich ein ekelhafter Nationalliberalismus eingenistet. Haben denn die Herren von Sowohl-Als- auch und Einerseits-Andererseits kein Gefühl dafür, irelche traurige Rolle sie spielen?" Inzwischen ist Eduard Bernstein ein Führer der „Unabhängigem", mit öffentlicher Erklärung wieder in die alte sozialdemokratische -Partei eingetreben.^Wir wollen nur wünschen, daß die Mehrzahl seiner Gesinnungsgenossen ein gleiches tun, lvenn man freilich auch das Gefühl haben muß, daß diese Wirren innerhalb der Sozialdemokratie die bürgerlichen Stimmen vermehren müssen. Allein inan darf über all dem die größte Gefahr nicht vergessen, daß der äußere Feiird aus der Lage Folgerungen ziehen wird, die unser Unglück no ch mehr vergrößern. Lin Mattosenübersall oaf das Relchskanzlerhaus. Berlin, 23. T-ez. (WTB.) Einen U e b e r f a l l gegen die Reichsregierung nnternalM. heute nachmittag gegen 43/4 Uhr die zum „Schutze des Reichskanzlerhauses" dort unter- ye brachte Wach der Bpttsmarined:vis:ou (Schloß). Bor den Votksbeaustragteu Ebert und Landsberg erschienen zwei Matrosen der Wach in voller Ausrüstung und erklärtem daß sic den Befehl von dem Kommandanten Dörnbach der Bolks- tittrjiitcbiuiiuit erhalten hätten, die Tore des Hauses zu schließen, kernen der Anwesenden heraus und niemanden hineinzulassen, gleichzeitig l-attcn sie auf Befehl die Telephonzentrale besetzt und den Telephonverkehr von und mit dem Hause unterbunden. Tie Sperre, welch die Abwicklung wichtiger Regierungsgeschäfte verhinderte. dauerte fast eine Stunde lang. Um J / 4 6 Uhr jgalien die Matrosen aus den energischn Einspruch des Bolks- , beauftragten Ebert den Zugang zum Hause und den Telephon- bervehr wieder frei. Am Abend lviedcrholte sich die Besetzung des 'Michslanzlerhauscs. Berliner Truppenteile, die zum Schutze her- beigeeilt ivaren. trafen ebenfalls in der Wilhelm,traßc ein. Nach längeren Unterhandlungen gelang es, ohne daß es zu irgendwelchen Zwischenfällen gekommen war, die Matrosen zum Abzug I ii bewegen, während gleichzeitig die Truppen abzogcn. Ter olksbeauftragte Ebert richtete an die Truppen folgende An- „Ich will im Augenblick auf die Vorgänge nicht eingehen, die fiel) heute abgespielt haben, ich will nur die Tatsache sest- stellen, daß die Regierung eine Zeitlang im Reichs kauzlerhaus? durch ihre eigene Wache fcstgehalten wurde und niemand das Haus verlassen durfte. Tie Telephonzentrale war besetzt, so daß alle Telephougeiäche unmöglich waren. Später ist es inir gelungen. die Matrosen zu bewtzgeu, abznzichen. Wir haben werter festgeswllt, daß die Matrosen das Haus verließen, gleichzeitig Müssen nun aber auch die anderen Truppenteile fortgchen. Ich bitte Sie. alles zu tun, um ein Blutvergießen zu vermeiden. Wir haben in diesem Kriege so viel Blut vergossen, daß es einfach Wahnsinn wäre, noch neues Blutvergießen hcrbeizuführen, wofür Nieinand die Berantivortung übernehme könnte. Ziehen Sie also in Jlpe Quartiere." Ter Gruird des Vorgel)ens der Matrosen w^rr folgender: Tie Neicbsrcgierung l-atte die Zahlung der am 2l. Tezenrber fälligen Löhnung der Matrosen davon abhängig gemacht, daß sie das Schloß zu räumen hätten. Unerhörte und umfarrgreiche Diebstähle an Jurwutarstücken gaben die Veranlassung z:rr Stellung dieser Bedingung. Die Matrosen, die übrigens schon bei der Zahlung [ der Löhnung am 11. Tezember die Räunnrng des Schlostes ver- sprock>en haften. wollten auf die Bedingmig nicht eingehen und suchten die Zahlung durch ihr heutiges Vorgehen zu erzlrungeu. Neue Ausschreitungen in der Nacht auf Dienstag. Berlin, 24. Dloß und, Mar stall lvieder cnff. Ter Kommcnrdaut von Berlin, Wels, ist nti Lause der Nacht abermals von Matrose:: verhaftet worden. ^egeu 3/ 4 7 Uhr rückten die Tnwpeu über die Schloßbrücke aus das schloß vor. Aus etwa fünfzig Sck-ritt stelltest sich ihnen tue Matrosen mit fünf M asck-ii lengioehren u:ü> einem sck-üvereu Geschütz entgegen. Tie Artillerie beschiß das Schloß. Ztvei Schüsse -sitzen rrt Höhe des Weißerr Saales. Tie Fenster der ^Saalg^rlerie sirw geborsten und die beiden Portale vrcklkdminen eingescl-ossen: Ter Balkon w-eist enk tiefes Loch ans. Es gelang chnn Militär,^ in dielen Terl des Schlosses cinzudriugcn. Tie Fassade des Marstalls i|t schver beschädigt. Auch die VerlMrungen ini Jmreru schüren errorm zu sein. Gegen 10 Uhr zügten die Matrosen an dem Marstall eine weiße Fahne. Eine Dcatwse'.chputation wurde darauf von deu Truppen üi Empfang genommen. U,m 11 Uhr erschien der Stadtkommandant Wels, der im 9Nars-all in einem Raume untergebracht war, in welchem die Leichn der gestern gefallenen Matrosen lagen, im Reichs'kcrrzlerpalais, Berlin, 24. Tez. (WB.) Während des Feuerkampfes ut der Nähe des Schlosses drangen gegen Vpll Uhr, als an einem Fenster des Marstalles die weiße Fahne sich zeigte, Tausende, von Zivilisten durch die Absperrung, überschritten, vom Zirkus Birsch kommend, die Kaiser-FriedrichBri'icke und sammelten sich zwischen den: Dom und der Nationalgalerie. Ms die Schießerei ansgehört hatte, wurde die schvach Absperrung am Lustgarten, die von der Soldatenwehr übernommen vxrr, durchbrochen, uird in dichten Massen fluteten die Zivilisten aus das Schloß zu. Zuerst glaubte man, es seien Neugierige, aber bald wurde man gewahr, wie die „B. Z. a. M." schreibt, daß es sich nur um eine Demonstration handelte, die sich vielleicht yn eurer Aktion entwickeln könnte. Ti? Zivilisten kamen bis an das Sckckoß heran und drangen teilweise sogar in die Höfe ein. Eine Nachricht an die Kommandantur besagte, daß die Zivilisten sich in den Besitz von Maschinengewehren gesetzt hätten. Taraufhin rückten aus dem Depot neue Mannschaften der. Svldatenwehr bermr, sperrten die Schloßbrücke ab und versuchten vre Massen zurückzudrärbgen. Zugleich wurden die in die Sckiloßlchse Eingedrungenen von dortigen Mannschaften der Garb-e-Kavallerie-Brigade hümnsgetrieben. Während der Wasfen- panse erzählten die Matrosen, daß von allen Seiten und aus den Vorortei: Garde-Regimerlter im Anmarsch seien, die, von den Matrosen telephonisch 1>erblungeu zwischen der Regierung, die durch die Mitglieder des Zentral- bzw. des Vollzugsrates Eohen-Reuß, Richard Müller und Tost vertreten icar, und den Matrusen geschlossen. Eiiese führten zu einem Abkommen, das, wenn es gew-ilsenhast gel>alten wird, tue Grundlage für festere Verhältnisse bilden kann. Der Wortlaut des 'Abkommens ist folgender: 1. Die Voltsmatrosendivision verpflichiet sich, sofort das Schloß zu verlassen, wenn der Vertrag vom 18. Dezember durchgeführt wird. Demnach hat die A l atrosendivision Anspruch aus Bureauräume im Marstall. 2. Die M-atwsen tverden der republikanischen Soldatenwrhr eiug-?gliedert, die dein Befehl der Kommandantur untersteht. Die Form der Angiliederung bleibt einer späteren Vereinbarung Vorbehalten.^ 3. Die Matrosen verpflichten sich, tu Zukunft nicht wieder an Aktionen gegen die Regierung teilzunehmen. Meiunngsverichiedenheiten sind stets auf dem Berhand- tungswege durch die zuständigen Stellen zu erledigen. Die Division des Generalkommandos Lequis wird sofort zurückg?Zogen. Die Alarmbereitschaft der Berliner Truppen und der Matrosendivision wird sofort auigehohen. Die Matro;en und Soldaten kehren in ihre Quartiere zurück. Der Kommandant Wels ist sofort freizulassen. Berlin a;n ersten WeLhnacht4fe ertag. Berlin ,25. Dez. (WTB.) Berlin bot heute, am ersten Weih- nachtsseiertag, ein ruhiges Bild. Tausende von Menschen besichtigten die Stätten der gestrigen blutige:: Ereignisse und der Verwüstungen, die das königliche Schloß soivohl lvie da., Marstall- gebäude erlitten hatten. Am Schlosse fällt insbesondere die Zerstörung der großen mittleren Fercher über dem Hauptportal und eine Beschädigung des Balkons aui, von welcher:: der Kaiser an: 4. August 1014 das Wort sprach: „Ich kenne keine Parteien inehr." Das berühmte Mosandersche Porial des Schlosses ist glückli.t-errveise unversehrt. Auch das Denkmal Kaiser Wilhckms I. ist nicht ernstlich besckKdigt, obrvohl es zahlreiche Spuren von Flintenschüssen aufweist. Am ärgsten mitgenommen ist der Marstall, »vo di? Artille.ie- igeschosse eine zienrlich eindringlick-e Wirkung hatten. Ganz zuverlässige Angaben über die Zahl der Toten lieren nich: vor, doch dürfte sice k a u m 2 0 erreick-en. Unter den Spaziergärrgern werden viele frmrzösische m:d englische Kriegs ge fang me bemerkt, die nicht in: geringsten beläfftgt wurden. Llus der Menge vernahm man vielfach Ausdrücke des schmerzlichsten Bedauerns, daß zu gleicher Zeit die deutsck)en Gescnrgerlen bei den Alliierwn noch ü: strengster Abschließung, manchnml sogar in umvürdiger Behandlung sich befinden. Die wa!;ien zur Nationaiversainmiung. Berlin, 23. Dez. (WB.), Um die WaMeiheit für die- Nationalversammlung in den besetzten G e bieten zu sichern, k:at die deutsche Waffenstillstarrdskommissiou am 23. Dezember m Spaa folgende dringende Forderungen überreicht: 1. Freiheit für alle amtlichen Bekanntnurchimgen über dw Nationalversammlung. . . ^ .. 2. Freiheit für alle staatlichen Organe, die mit der Aupteltung der Wählerlisten, der Zeit der Wahll-andlinrg, den^Emtscher- dungen über Beschtverden über die Aufstellung von Wählerlcsten sowie der Feststellung des Wahlergebnisses beauftragt sind. 3. Baldigste Regelung des gesamten Personenverkehrs zivilck>en den besetzten und den nichtbesetzten Gebieten in: Sinne eines weitherzigen Entgegenkommens, wie es Foch im Trier zusagte. Insbesondere müssen oie Vorbereitungen für die Aufstellung der Walstvorscklläge ungel/iitdert alsbald gelrofslnr tver- den. Tie Wahlvorschläge sind bis zum 4. Jamrar bindend festzu- steilen. Tie Parteiführer müssen die Möglichkeit habe::,, :mgebindert sich in vechits- und linksrheinischem Gebiet zu treffen, da di? Wahlkreise besetztes und nichtbesetztes ^ Gebiet umfassen. Die Erfüllung dieser Forderung ist besonders wichtig, da sonst die ganze Wahlhandlung ungültig sein könnte. 4. Freiheit des Personenverkehrs innerhalb^ des gesmnten besetzte,: Gebiets, so daß Redner und Agitatoren, die m dem besetzten Gebiet wohnen, sich dort frei beioege:: können., 5. Versammlungsfreiheit für alle Wai.lvrwsamm- lungen der Nationalversammlung und Freil-eit in der Verteilung der Flugblätter und Stimmzettel eventuell unter Aufsicht der Bes atzun gsbehörde::. 6. Freie Zulassung rechtsrheinischer Zeitungen mindestens von seLt bis zum Tage der Nationalverl'ammlung. Proteste der deutschen WaffenftillftandS»ommissron. Berlin, 23. Dez. (WTÄ.) Betreffs der über Elsaß-Lothringen verhängter: Gre!:z'p?rre wuroe, wie die Deutsche Waffen- stillstaudskommiffion nntteilt, in der Sitzung der internationalen Waffenfti'ckstandskornmiffion am 22. Dezen:ber so^gcnrde Note überreicht: Bon der Sperre werden außer den ansgennesenen Deutschen besonders hart die aus dem Heeresdienst entlassenen elsaß-lothringischen Soldaten deutscher Abstammung betroffen, die sich am Rh.in- übe:gang bei Kehl anstauen. Sie werden vor: de:: Franzosen ent- neder am Uebergang verhindert oder internierck. Es fehlt ihnen jede Möglichkeft, mit ihren Familien in Verbindung zu tteten und deren Unterhalt sicherzustellen. Es wird daher Freigeleit für alle nach Elsaß-Lothringen entlassenen Soldaten beantragt, weil kern Zweifel darüber bestehen kam:, daß die Aussperrung der entlassenen Soldate:: dem Artikel 3 des Wafsenstillstandsverttages widerspricht, aus Grund deffeir Joch kürzlich die Entlassung samt- licher elsaß-lothringischen Soldaten irrnerhalb einer kurzen Frist verlangte, (tzege:: die völlerrechtÄvidirge Auslvcismrg der deutschen Gesandtschaft in Luxemburg durch tue französischen Behörden wurde protestiert. Gegen die vertragswidrige Geiangennahnre eine- bab-erisch.n Generalkommandos und 4000 rbiann W.rlschas.Struppen durch die Rumänen bei Kroi:stadt ließ die deutsche Regierung bei der rumänisch-?:: Regierung Protest einlegeu. Die Deutsche Waffenstillstandkommisfion bat F 0 ch u:ü> die alliierten Regierungen um Unterstützung dieses Protestes. Diese Bitte wurde kurz abgelehnt. Hierzu bemerkte General v. Winterfcldt, daß dir deutsche Regierung nicht in: Zweifel darüber sei, daß sie kein Recht habe, zu verlangen, daß ihre Proteste von dem alliierten Obcrkornmando und den alliierten Regierungen unterstützt würden. Der deutschen Regierung sei aber bekannt, daß die deutschen Kriegsgefangenen im Jahre 1017 von den Rumcnten außerordentlich schlecht behandelt wurden, so daß sie zu Tausenden infolge Hungersnot, Krankheiten uud Äcißhandluugeu zugrunde gegangen sind. Sie sei daher in großer Sorge um die Deutschen, die jetzt in die Hände der Rumänen! gefallen seien. Sie glaubte, daß die alliierten R«?greru!lgen gerade in dieser Sache die Bitte uni Ernivickmtg auf d:e befreundete rurnä- nische Regierung nicht ablehnen würden. 9cunmehr müsse mit Bedauern feugciteltt werden, daß der Oberlon:mairdi?reride o?r Alliierten cs abgelehnt habe, im vortiege:iden Falle, wo es sich nur um allgemeine inenschliche Interesse:: handle, zu intervenieren. Zur Ablieferung de» BerkehrSmatcrials. Berlin, 24. Tez. (WB.) Die Deutsche Wassenstillstaichs- vommission teilt uns mit: Tie Abgabe des Verkehrsmaterials wird duxch neue Bestimmmrgen der Alliierten ungemein erschwert, wenn nicht unmöglich geniacht. Tic französische Abgabekommission weist alle Wagen zurück, die länger als drei Jahre nicht untersucht wurden. Bald nach Kriegsausbruch :m:rde die Untersuchuugsfrist unsererseits aus fünf Jahre festgesetzt. Jusolg? der ganz neuen inroegrüiwet hervortrelenden For- derwtg der Eatteatte würden z'tvei Fünftel unseres Wagenparks vo^ vornherein vom der Annahme ausgeschlossen sein, selbst ganz neue Wagen, die länger als drei Jahre nicht untersucht wurden. Gegen diese Verschärfung der Waffenstillstandsbedargungen, welche die reckst- zeilrg? Abgabe des Verkchrsnmterials einfach mrnröglich macht, wuroe P r 0 t e st eingelegt. Französische Truppen irr Mannheim Mannheim, 24. Tez. (WTB.) Nach inzwischen erfolgte« Verha:ck>lung?n ^zwischen der deutschen und der französischen Obersten Heeresleitung, wird nur ein Bataillon französischer Infanterie in Stärke von 1000 Mann zur Uebenvachnng der hier gebildeten Sammellagerstelle für die Ixein: kehrende kl Gefangenen der alliierten Mächte in Mannheim einrücken. Das eigene Bat- laillon der 110cr und bic Urlauber dürfen hier bleiben. Die heute früh veröffentlichten anderslautenden amtlichen Verfügungen wurden inzwischen wieder rückgängig gemacht. Englischer Verzicht auf Gibraltar? Kopenhagen, 23. Tez. „Polittken" berichtet aus Paris: Ans Anlaß des Besuches des spanischen M i n i st e r v : ö s i - deuten Romanones in Paris schreibt „Echo de Paris": Meldungen aus besonderer englischer Quelle wollen wissen, daß England bereit ist, Gibraltar ab zu treten, n>eil dessen strategische Bedeutung durch die moderne weitreichende Arckilerrc! erheblich vermindert worden sei. Als E n t s ch ü d i g u iti g söllk England außer einem wirtschaftlichen Schadcnwrsatz entweder' Ceuta oder einen anderen Punkt au der maroktänischen Küste im Büttel- meer erhalten. * % Die Wahlen in Ungarn. Budapest 25. Dez. (WTB.) Ter Mini ( errat beschloß cste Anssckfteibung der Machten für die Konstituante für die zweite Hälfte des Januar. Togo den Tschechen? Wien 25. Tez. (WTB.i Der Prager Korresp r ?-> „Neuen Wiener Tagblattes" null von authcnii.'chc'r S st er . cn hiaben, die Entente l-abe beschlossen, den Tschechen die > üo?re dcnttsche Kolonie Togo zu gebcar.. Der Oarholiztsmu- in Holland gegen die Sozialdemokratie. Amsterdam. 23. Dez. (WTB.) Das katholische Blatt imeldet: Gestern wurde in allen katholischen, Krrchen Hollands ein Hirtenbrief des Erzbisä^s Vvn Rotterdam und d-^-r vier holländischen Bischöfe verlesen, in km es Hecht: Die siozialistischen Lehren über Eigentum, Be itz, Ehe, Fa- miltc, Obrigffstt und meirschliches Zusannueulfbai lassen bi: evigen wrd unabänderliä-en Gesetze Gattes und die Lehre des Evangeliums völlig außer arftf. Ter Sozialismus stehe im Streit mit dem katholischen Glauben. Es ist deshalb den Kdtlv- Irken verboten, Mitglieder mmrchistischer oder sozialistischer Ber- ttmgmrgen zu sein oder solche zu untersttitzen. ^Das Sakrament muß ledem Katholiken ver.oeigert werden, solange er Anhänger des So- zralisnrus oder Anarchismus ist. Da- Befinden des Kaiserpaare-. Ämerongen 24. Dez. (WB.) Die Nvcderiändische Tele- yraphenasenttrr meldet: Tie Unpäßlichkeit des Kaiser- Paares hält noch an. Beide hüten das Bott, jedoch ist eine Besserung zn konstatieren. Ueber die Art der Kcankheit ist nichts Bestimmtes bekannt; es heißt, daß sie eine Art leichter Grippe ist, Ivälxwnd von anderer Seite behauptet wird, daß jetzt eine Rcakttonj rnlioh-e Nervenüberveyärnig eingetteten ist. Tie Schloßb«vr»hner im Ungewissen über die ärztlichen Ratschläge. Der Erfrier soll Mvxilar sehr in sich gekehrt sein Weihnacksten wird J2 f ® I i dem^ Sck/oß gefeiert. Im Krankenzimmer wird ein EhrptDaum aufgei^lt. Der Kaiser wird das Weihnachtssest mü seviem Lernen Gefolge nach deutsckxr Art feiern. Ans dem Reiche. Eine DeUMLcht§gabe ftür Kri^gsveftsMiglr. Berlin 24 T^. (WTB.) Das Vaterland hat durch den Mrmd inner Beauftragten immer wieder den Opfern des Krieges erklavnr lassen, daß es seiner verstümmelten und krieas - beschädig ten Söhne nicht vergessen werde. Heute cm Wbih- jnaäststag macht rnm die Reichsregievung dieses Versprechen lvahr denen, die auf Versorgung durch die Allgemeinheit ein. vceart haden und die den vieriährigen Kampf mit ihren Gliedern JrFV' Wimbfieit bezahlt haben, ein Weihnackstsgeschenk ans P 6 "*' 1 ' 1 ?; ToutschlMid tft arm aber auch in seiner Mmut denkt es an tue Opfer des Krieges und will ein wenig Freude und Zu- friodeir.>nt m jedes Haus eines Kriegsbeschädigten bringen. Eins -neue Verordnung verdoppelt ffür Zamrar die laufenden Bersor- .Awssgebül^id Md UntersttlMngen bei den Rentenzuschlägen. G, tritt eme EcholMng von 50 bis 100 Prozent, je nach dem Girrd der Enrxrbssahigkeit. em. Auch die VmtünimelimgK;ula«ren, auswelche ehemalige Soldaten keinen gesetzlichen Anspruch lpaben wttdm wesentlich, so bei schrv-erem Siechtum und Geisteskrankheit Dreifache erhöht. Es muß aber darauf cvrfmerffam ge- v^cht werden, daß dre Auszahlungen in dieser erhöhten Weise aus technisckien Gründen bei der großen Zahl der Bersorgungsberech- ngten rerder nicht vor Ablauf einiger Monate wird bewirkt werden koavren^ neoer, Dtarnz; 12. Bernhard -Rechtien, Arbeitersekretär, Worms; 13. Friedr. Vetters, Redakteur, Gießen; 14. Anton Lur, Landwirt, Rieder-Flors ladt; 15. Friedr. Hartmann. Landwirt, Mühll-ausen; 16. Franz Gruber, Stadtverordneter, Alzey; 17. Konrad Dechert, Stadtverordneter, Alsfeld: 18. Margarete Steinhäuser, Offcnbach a. M.; 19. Josef Bauer, Kaufmann, Mainz; 20. Heirrrich Bornemann, Redakteur, Darmstadt; 21. Albert Schulte, Kaufmann, Worms; 22. Bruno Wittig. Buchdrucker, Butzbach; 23. Franz Roß, Stadtverordneter, Bensheim; 24 Häuser, Gießen; 25. Lang, Urberach; 26. Will). Knoblauch, Redakteur, Tarmstadt; 27. Wilh. Pie bl er, Gen»erksckiM'tsl>eamler, Mainz; 28. Jakob Vpst, Lager! ater, Ost.ven; 29. Will). Widmann, Pa 'e- sekretär, -Osfenbach a. M.; 30. Bernhard Sckstlvbach, Nedar.eur, Msiitrz,; 31. Frau Rauck, Tarinstadt; 32. Karl Neff, Gachvirt, Michelstadl; 33. Martin Neck, Koirtrvlleur, Bildes; 34. Mann, Gießen; 35. Martin K»>b, Stadtverordneter, Heppenheim; 36. Gg. Adam Zffik, Aufseher, Rieder-Ingelheim; 37. Frau Hapre. Of>n- bach a^M.; 38. Karl Stadtnmller, Stadtverortmeter, Olfenbach am ,Main; 39. Hütfch. Geiverkiclafi sbo.im.er, Darinstadt; 40. Anton Sparr, Arbeitersekretär, Darmsbadt; 41. Moritz Leinert, Angestellter, Mjainz; 42. Peter Reichert, Landrvirt, Finthen: 43 Jak. Msinder, Kaufmann, Bad-Nauheim; 44. Mick>ael Jeck, Nieder- Liebersbach; 45. Peffer, Gießen: 46. Richard Weiler, Worms; 47. Heinrich Lachmann I , Maurermeister, Sssstitz: 48. Georg Köl>- ler, Stadtverordneter, Alzey; 49. Georg Pullmann, Lagerhalter/ Groß-Zimmern: 50. Benkert, Neu-Jsenlmrg; 51. P. Erkrath, Mühlheim a. M.: 52. Jung, Arhnlgen: 53 Stork, Ee'verksck-afis- bcamter, Tarmstadt; 54. Phil. Becker, Kontrolleur, Mainz: 55. Ottstadt, Stadtverordneter, Mainz-Kvstheim: 56. Jakob Jhl, Gastwirt, Friedberg; 57. Hermarm Tiller, Bäckermeister, Gernsheim; 58. Frau Mann, Gießen; 59. Joseph Siska, Schwüder, Worms; W.\ ^Hornung, Arbeiter. Spachbrücken; 61. Beutel, Brmrdau; 62. Weigel, Pnngstcht: 63. Braband. Ol-er Ram'adt 64 Feudi er, Trebur; 65. Heinrich Trelle, Gewerkschfflsbeam'er, Main,; 66 L. Eppstern, Kaufmann, Mainz; 67. Karl Wäch'er, Maurer. Cambach; 68 Tr. Gveffier, Jngenl^im: 69 Georg Winter, Gürtler, Of.en- bach a. M.; 70. Will, Klein-Krotzenburg. Ans L)cfsen. WEvorfchlöge dtr Hrssisck>en Volkspartei. D« H e l s i s ch e V o l t s p a r t e i hat folgenden Wahlvorschlag &F Volkskammer bisher festgelegt: 1. Heinrich Brauer. Dcuht«ioesitzer, Ober-Ofleiden; 2. W. Fenchel, Lmcdrvirt, Lweryörgern; 3 Or Dehllnger. Landwirt, Löeilerhof bei Wol^- 4 - f ?zJ> T -*Mk Diehl, Professor ant Predigersemiurv Fned.crg (früher Pfarrer m Darmstadt und Hirschhorn); 5. W. Dorsch, Landwirt, Wülferschnm; 6. Bürgermeister Krapp, Sicken- 5Sr ; o 5“ Delmvld Rechtsanwalt, Friedberg; 8. Gust Korell. Londimrt, Angenrod; 9. Bürgermeister Konrad Phil Dieh< Ziegrlelbesitzer Hochweisel; 10. Mrldhier Karl Meisel, Rechts- pertslmrg; 19. Bürgermeister Zinster. Schlitz; 20. Jakob Sieferl, LÄndttart, Frohrichaupm i. Odiv. Dqe Liste wird noch ergänzt Jin ganzen stellt die Partei 70 Kandidaten auf. Rheinhcssen blecht vorläufig offen. Zur Rationalversammliung hat.die Hessische Volks- parter fvlgcirde Kandidaten aufgestellt (die Liste wird nock) ach 9 ergänzt): 1 Profissor Dr. Werner, Butzbach; 1. Landwirt m%vvfd> Wölfirshain; ß. Fabrikant Karl .Klingspor, Offenbach a. Maur; 4. Wolf, L-andwrrt, Mbig. . Dahlvorschläge der SoziaDemokruten. In der Landeskonferenz der Kreisvorstände der hessischen Sozialdemokratie, die am Sonntag unter dem Vorsitz des Genossen Ulrich ftattfand, wurden die Vorschlagslisten zur Hessischen Volkskammer fertig- gestellt. Ms Kandidaten für die Rationalv ersa m m- lung wurden folgende Genossen bestimmt: 1. Ulrich. Minister- prändent; 2. Dr David, Untersdaatssekretär im Auswärtigen L Dr. Huessel. Tarmstadt; 4. Hasen zahl, Erbach; 5. Frau Kmll, Offerlbach; 6. Belgeordireter Adelung, Mainz; 7 Engel- mann, Mmirz. 8. Lux, Fwiedberg; 9. Vetters, Gießen. Die Zusammensetzung der Vorschlagsliste für die hessische Volks- ka mm er ergab ßvl gendesBiw: 1. Karl Ulrich, Ministerpräsi- dent, OsfmLach a.M.; 2. Dr. Hecnrich Fulda, Ministerialdirektor, Tarmltadt; 3 Hsrmaml Reumann, Ministerialdicekwr, Offenbach am Mam; PGwrgRvab Ministerialdirektor, ^ffmgstadt; b rxorihard Eißnerff Beigeordneter, Offenbach a. M.; 6. Georg Kaul, Redakteur, Offenbach a. M.; 7. Heinrich Dclp. Ge- werksckMsbeamtm:,, Daemftadt; 8. Jung, Rüsselsheim; 9. Bern- ^ Adelung, Be^ordneter Mchnz; 10. Johann Engelmann, ^Lrbeitr ff ckverar, Mamz; 11. Wilhelm Seel, Stadwerord- Aus mxb Catiö. Gießen, den 27.Dezember 1918. DieWeihnachtstage. Ter Weihnachtsmorgen brachte nach dem smrnitien FriihlingsWetter des Vorabends als Ueber- raschung eiiw Schneelandschaft. Und so hatten die Weihnachtstags doch ein recht weihliachtliches Gepräge. Um Mittag trat in der Stadt gelindes Tau Wetter ein, aber der Abend braclste erneut ffroft, der seither angehalten hat. Wer einen kurzen Gang in die Rattir machte, trat in bmc herrlichsten Wintermärchenwalo. Das Welbnachtsfest der Familien litt vielfach an dem Mangel an Weihnachtskerzen. Wer vorsorglich die Stümpfchen der Vorjahre aufbewahrt hatte, war gut daran :md konnte am Weihnachtsbaum die Lichter brennen lassen. Mit Geschenken war man im allgemeinen in diesem Jahre zurückhaltender. Dafür konnte sich jedermarrn au leinen Weihnachtsbraten freuen, der ibm von der Lebensmittelverwaltung reichlicher als sonst zu geteilt war. Lluch eine Sonderration von Kommißbrot war ansgegeben. So ist es wohl zu er- llären, daß trotz der steigenben Knappheit an Lebensmitteln an den Tageii vor Weihnachten reichlich Kilcheiibleche mit verlockeiider Auflage ilber die Straße getragen wurden. Zu unserer Freude hören wir, daß vielen hier curweseiiben Soldaten die Möglichkeit geboten wurde, bei ihreir Quartiergebern die Weih nachts seier mit-i zuverleben. «Auch die geschlossenen Verbäirde l-atten Weihnachts- feiern. So geht mrs z. B. nachstehender Bericht über Weihnachtsfeiern der Rachrichten^Müeilung 18 auf der Liebigshöhe zu: Am 21. und 23. d. M. fanden im Saale der Liebigshöhe die Weihnachtsfeiern der Ferirsprech- bzw. Funkerkvmpagnie statt. Durch Vermittlung des Roten Kreuzes! hatte es di-e Bürgerschaft Gießens der Nachrichten-Abteilung ermöglicht, jÄ>en Mann mit einer.Waihnvchtsgabe zu bedenken, wofür der Erntwohiierschaff hiermit d^r wärmste Dank ausgesproclien sei. Die Feiern wiesen beide recht reichhalttge, mit lebhaftem Beifall aufgenommerre Vortrags- solgen auf. Eingelebst lvurden sie durch VegrüsumgÄrnsprachen der Herren Kompamr'eführer wch ctmti rsame G änge. Dar« . sch offen nch rn bunter Folge nLusikalische Vorträge, Rezl.tattonen und Eou- plets. von denen die von einem Mitglied des Soldatenrats der Icacha 18 in Hainburger Platt vorgetragenen besondere Höhepunkte bildeten. Auch den eiitaktigeir Schwänöen wurde lebhaffer Beifall zuteil. Zu ihrem Gelingen trug die freundliche Mitwirkung einiger Gießener- Damen, denen hierfür auch an dieser Sttlle nvchma.s gedantt sei, wesentlich bei. An las Programm schlossen gemütliä-e Tanzkränzä-en, die sich bis spät in die Nacht hinein-zogen. Beide Ferern, zu denen auch die Offiziere der Nachrichleir-Abteilung vollzählig erschienen waren, verliefen somit zur vollsten Zufrieden- hcrt aller Beteiligten. _y ** Amtliche Personal Nachrichten. Ernan n t wurde am 16. Tezenlber der Oberlehrer an der Obcrrealscknüe in Wornrs Dans Seiler zum Oberlehrer an dein Realgymnasium m Gießen vom 1. Januar 1919 an. — Der pom Fürsten zu Erlxui--Schön- berg als Vormund des Grafen EraSmus zu Erbach-Erbach auf dre jUKitc evrnrgelifche Pfarrshelle zu Reichelsheim i. O. erfolgten Prasentatvon des Pfvrvverwalters Otto Keil zu Arheilgen wurde ine Bestätigung erteilt. — llebertragen wurde am 19.'Dezember dem Lehrer Plfflipp Zimmermann Zu Birkert, Kreis Erbach bde erledigte dritte Lel-rersMe an der Volks,ä-ule zu Steirckach, Kreis Erbach. ^ ?, 5 ^ichtiaung. In dem Bericht über die Versammlung der Teutschnatwnalen Volkspartei heißt es, daß Obcapostschasffrer North im Minen der Unterbeamlen gesprochen hätte Dies ist nicht zutreffend. o ?^bank. Samstag den 28. Dezember 1918 werden von 2—4 Uhr die Rrn. 1001—1150 beliefert ' Jrr £ Ä fHcl ! , . ,lll§ (Bahnlwstr. 34). Don Samstag bis enffchlleßfich Montag findet eff: Albert-Bassermann-Gastfpie! Patt Der Küiistler tritt in dem Lebensdrama „Vater und Sohn" auf. Landkreis Gießen. __ .k.^ieffeck. W. Dez. Ter seit 18. Airgust dieses Jahres als vermißt gemeldete Musketier Karl Kreiling, Rfferve-Jn;lgt. Für das gesamte Gebiet des Abschmts III, südlich der Lahn einsckstü'ßlich Diez und Freicnlüez, ist von seiten des Ober- wmmandos der französischen 10. Armee eine derartige ErlMlbrns zur Ziiretsc der Zivilbevölkecung in das von den Fran- zo^en besetzte G.biet'nickst erteitt worden. Für derartige Gesuche mtkß die Zuvetjeerlmtbnis von Fall zu Fall durch besonderen Antrag oeim Kommandeur der neutraleil. Zone Abschnitt III erbeten wetten, der sie an das ffairzösische OberLnilinando weitergeben. Es must bannt geveck-uet wercherr, daß nur in drn,lg-.nips!en AuSnahmefalllm und nach eitler gewissen Rerl-e von Tagen ettvaiae Erlaubnrs ertellt wird. In die neutrale .Zone nach chrem Heimatsort beur» o s it Mllltärpersonen melden sich beim Zuständigen Llffnbratsamt zur Genehmlguttg ihres Aufertthalts. Sie dürfen kerne Waffen tragen. . Eit^e ZureisegenehmvguTlg aktiver Mrlitärpersonen in das besetzte Gebiet ka'ni strckst erteilt werderr Für die Rückreise der wls dem HeereÄstenst ordnungsmäßig entlassenen M r l i t ä r p e r) o n e n in ihren Hcimatsort des von Amerikanern besetztrn Gebietes imrd ein besondeier Passier- schun nickst Ordert, jedoch von den Franzosen für das von ihnen besetzte Gebiet südlich der Lahn. Äv Koblenz Molikestr. 1, ist vom Kommandeur neutraler Zone Abschnitt III eine Paß-Nebeiistxlle eing?rickstet, die über Paßfvagen der reisenden Zivilbevöllerirng Auskuriff erteilt und Oberwmmaildos der 3. amerikanischom und 10. frcrnzö- slschen Armee in Verbindimg shelst uikd vernrittelt. (Leiter Hailpt- mann ^chulz-Bachlmsen, Koblenz, Fernspreck^r Nr. 770.) Der Kommandeur der neutralen Zone, Mschnüt M. _ Schütze, Generalmajor. 101181) Statt Karlen Eustel Dambmann Josef Geißelsöder Verlobte «ichen München Weihnachten 1918 lLusty Easteier Hans Müllenbach Verlobte Biebrich a. Rh. Corde! b. Trier Gießen a. d.L. Weihnachten 1918 6 ktlorr. ist,, v. B. Hnlterh«! zu verkaufen. (E Ludwigsplatz SIN. , Ein reinrassiger §iiiiü!t!itll!tt ZillhtbüSt I zu verkaufen. 10110 Keil, Bliraernietster _Ettinasbauien. Eil» Pferd LeibaeiiernerWes24. kttalLr Hühnerhund billig zu verkaufen 10051 fnlonbraoerel. 3 Ferkel Su verkaufen 10085 Trinkaus, SelterSwea ö0. Einige °** Si Telephon-Apparate zu verkaufen. L u dwig straße 19, II. Für Musiker! 1 Baftlrorn iveüofon), neu iFriedensinitrume itl, verk. Willi. Bvlk >1. Nieder«Qbm en tOberbeil.». Wasserschtauch 12 m, 22 mm Weite, preiswert abziigeben 00002 _Liebigstraße 13, 1 Grammophon mit 45 Platten, 1 Oalnr und 4 Hübner zu verkaufen. 09018 _S te in st r a i re 43. Ia. Nähmaschine «Skoewerj mit cma lang. Tisch u. stark. Figur, gußcmaill. LVasch- kefscl, 83 cm Durchmesier, 1 Stange Werkzeugftabl, 3 SX 40 mm ztrka 24 > 1 ilogr., einige Meter gef. Brennholz iEichcn ». rlffichen. abziigeb. 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KnadenmantelHif^ dem Weqelvtesten-Watzenborn— St et>' berg ver lo re». A bzug. bei Konrad ^unk, dienen. Rie gel pfad 32 . 0iKX20 Zweiten fleiertaa abends schwarze Bricstalchc, In- halt 22Llk.. perloreu. Gegen gute Belohnuua abzugeben «o» Labultratze 19 , l 4» T Samstag den 28. d. Mts. wUtlu*UliJ abends 8 1 /, Uhr im Hess. Hof. Redner: Herr Univ.-Pros. Vr. Mittermaicr- Gießen und Herr Dr. vetzendörser - Gießen. 4n WffMifl am SamStag den 28. d.MtS. abends ^)U LilvUnI 8 Uhr im Gasthaus D. Schmitt Ww. Redner: Herr Dr. -lvemarie-Gießen und der Kandidat für die hessische Volkskammer Herr Htlberg-Daubringen. ivioöv Zu den Versammlungen sind Männer und Frauen eingeladen. Montag den 30. Dezember abends 8 1 /* Uhr im Saale des Hotel lttroßherzog von Hessen. Thema: ti )) RcLütt: gr«a Muck Llnisstt, Herr Prif. kt. Freie Aussprache! Frauen und Mädchen aller Stände, auch Männer, willkommen. 101170 MHM UM« taHscta Pari Allgemeiner Deutscher Zrauenverein Ortsgruppe Gießen. Ich erinnere nochmals daran, die Wählerlisten nachzusehen: sie liegen nur noch morgen aus. Die Vorsitzende. 1V102V Vkttmii.driiWkuNMsMlki (seither Natlonalliberaler verein). Unser Virre«u befindet sich vorläufig Uirchstratze 16 p. (Zernrus J24J). (Es ist täglich (außer Sonntag) von 9 — 12 und 3-6 Uhr geöffnet. Sprechstunden des Partei- Vertreters 5-6 Uhr. (»*« 0 ) Der Vorstand. Frauen Gießens! Die Wahlen zur Hessischen Volkskammer stehen vor der Tür. Alle über 20 Zahle alten grauen und Prädchcn sind wahlberechtigt und haben die Pflicht, zu »vählen. Keine Frau versäume, in der Wählerliste nachzusehen, ob sie dort eingetragen ist. Ist dies nicht der Fall. io kann sie nicht mähten. Die Wählerliste liegt aus auf dein Stadthaus Zimmer Nr. 8 von Samstag dcn 21. dis SamSlag den 28. De;, vorm. 8—12 u. nachm. 2-6 Ubr an Dona- und Feiertagen nur vormittags. 9913D Verein für ^rcmcnftimmrcdbt. Der Plan über die Herstellung einer oberirdischen Telegravbenlin»e an der Landstra;e von 5!esielbach nach Appenborn ließt bei dem Postamt ln Londorf lOberhessen» von heute ab 4 Wochen aus. 10095V Darmüadt, 23. Dezember 1918. Qber-Postdirektion. Eülhtlniüg m Nechhrs-ClwiiNslhel!. Die Unterzeichneten erklären sich bereit. Gaben znr Ablösung von Sieujahrs-Glückmünschen zum Besten der Klcinkittdev-BcN ahranftalr entgegenzunehmen. Die Namen der Geber werden im Gteirener Anzeiger veröffentlicht werden. Gienen, den 27. Dezember 1918. 10092V Pfarrer AuSfeld, Rektor Iarm, Pfarrer Mahr, Panb* gertchlsral Vieuenhagen. Pfarrer Schwabe, Weinhändter Schwan, LUrchenrat Strack, Mediztnalrat vr. Walger, _Pro kurist Wo lfs._ Weihnachtsbeschcrmig der Kleittkinderbewahranftalt. Allen, die eS uns durch ihre freundlichen Gaben ermöglicht haben, unfern Kindern eine Weibuachtvfreude zu machen, sag n wir herzlichen Dank, besorlders der ^oge „Ludwig znr Treues oen Lehrerinnen und Schülerinnen der Hä rerrn und Erweiterten Ntädchenschute, den Damen des Vorstandes und den NiilaliSschwestern. 100Ü3D Greven, den 27. Dezember 1918. _ ftür den Vorstand: AuSseld. pferde-versteigerung. Am SamStag, 28. und Sonntag, 2v. Dez. finden aus dem Schulhof in Nidda jeweils*> 1/2 Uhr vormittags Pierde-Versteigerungen unter den bekannten Bedingungen statt. 100 WV l. Krsatz-Ablkiliii!!! t>, Tcsi.-Abtciliiüg. Sättuftrirt iMort In )§osr gewQnseHU* Ausstattung stilrein u.preUwsrt 41* äiüW’mä« UaU.-DrualLarel Deutschnationale Volkspartei Ortsgruppe Glessen. za einer aus Sonntag den 20. Dezember, abends 8 Uhr, im Saale des (Srotzherzog von Hessen. ES sprechen u. a. Fron Prof. Kahle u. Frau Gehetmerat Slevers. Freundinnen unserer Sache sind herzlich willkommen. ioi 04 v 6rofie Auswahl • fleujat)rskarten Kalenber» Blocks für 1919 (Dorrätig in verschiedenen örCjjen) Uerlobungs= u. Dermä!]Iungs=finzeigen Befuctyskarten und alle Orten Farniltenbruckfadjen Telephon = 215 = empfiehlt die Luctidruckrrei und Papierhandlung J. weinett, Siesten neuenroeg Während des ganzen Krieges wurde 10124hv Dr. GentnerS Lederputz bll§rin als reine velwachSmare geliefert und wird auch fernerhin so hergestellt. Prompte Lieferung. === Hersteller, auch des beliebten Parkettbodenwachses „Noberin": Carl (Zentner, Göppingen Vh *4 TeilsclialteMnapo m Jalre 11 Htylizks^kiit & 6mnp., NttlzkUMschimfahrik mii) kiseiizitßttti AlticugkscüsÄit, kießrii. Bei der heute in Gegenwart eines Notars vorge- nommenen ordentlichen Verlosung unserer zu 102"/, rück- zahlbaren ±7* % Teilschuldverschreibungen v. Jahre 1911 sind folgende Nummern gezogen worden: Lit. A zu je 1000.- M. 878 430 442 185 859 458 Lit B zu je 500.- M. 4 142 15 31 50 186 197 47 157 132 198 Die Rückzahlung dieser Teilschuldverschreibungen, deren Verzinsung mit dem 30. Juni 1919 aufhört, erfolgt am l. Iuli 1919 bei der Dresdener Dank. Filiale Cassel, Cassel, „ „ Dresdener Bank in Frankfurt a. M. Frankfurt a.M., * dem Bankhause Baruch Strauß, Marburg und Frankfurt a M., „ „ Bankhaus« Baruch Strauß Nachf., Gießen, sowie unserer kaffe in Gießen. Aus der vorjährigen Verlosung sind die Schuldver- schreibungen Vit. A Nr. >449 über M. 1000. — und von Lit. B Nr. 128 und 187 über je M. 500.- zur Rückzahlung noch nicht vorgezeigt worden. Gießen, den 23. Dezember 1918. Heyligenftacdt L Comp., Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei Aktiengesellschaft. 10094V Joseph Herz, Bankgeschäft Giessen, Neuen Baue 23 Eröffnung laufender Rechnungen — Annahme von Depotitoneinfagrn —Scheckverkehr- Ankauf und Verkauf von soliden Anlage- papieren, fremden Noten und Geldsorten Ausführung sämtlicher bankmäßigen Geschäfte! Habe, aus dem Felde zurückgekehrt, meine Tätigkeit wieder aufgenommen. Spreclistnnden mittags 12-1, abends 7-8 Uhr. Dr.med. Walther Adler Grossen-Buseck ,«« Kassenarzt für alle Kassen, ansser Eisenbahn. Nabeth-Milllindkrschlllt, Wen. Zwecks Cntbebnng von Neujabrsgllldwünschen nehmen die Umerzelchneten auch in diesem Jahre Gaben für obige Annalt entgegen. Die Namen der Geber werden rechtzeitig im Gießener Anzeiger veröffentlicht. Frau Fabrikant Bänninger, Ludwigstr. 73: Pfarrer Bechrolöheimer, Viebigstr. 58- Frau Weichensteller Bechtvld, Birddejtr. 3: Svarkassenkontrolleur Haas, Steohanstr. 17. Frau Kommerzienrat Schuhmachermeis Proi. vr. Heuser. Wtnn. Hosmnnnstr. 14: Kaufmann 2outü Wolff, Schiffen- berger Weg 21. 10113V Für den Vorstand der Eitsabeth-Kleinkinderschule: vechtolSheimer, Vorsitzender. Batterien -- vom Guten das Beste — für Kantinen — Wiederverkauf l Car! Schmack Lichtspielhaus w M Bahnhofstr. 34. m * Täglich Künstler-Konzerte. Nur 3 Tage, von Samstag bis inkl. Montag k Albert - Bassermanti - Gastspiel fej Deutschlands bester Schauspieler in seinem hervorragenden Lebensdrama: ^ IVateru dSohn. d sowie das glänzende Beiprogramm! ^ M __ dk K.-A.-£fiff 1 K.-A.-6ciffnpbtt la. gdunictmfifiinaittcl schäumend und markenfrei. V-sEsülvek. ma $F häl laufend abzugeben: Georg Wallenfels, gegenllb. der iLngetapoth. Karbid- ernpklsblt Carl Schunok Praan Bedleaa gesetzt irechüizt d. bell. all.erist- elasLSauger, im Gebauch sait sümtl. Säuglingsheime Deutschlands, ab« folutgeruchioS.l2St.M. 15.85 fr. Nachn., SchnullerM. 7.20 p. Dyd.. auch paarw.. so lange Vorrat. Frans Redlo»s, •rulud.!, PeUerfträtze 1? Kaffee Astoria = Heute abend — KONZERT B elm Scheiden der leichten Mun.-Kol. 961 F. A. R. 6 spricht dieselbe den Bewohnern der Krenzgasse und Judengztee der Gemeinde Leihgestern für die überaus freundliche und liebevolle Aufnahme nochmals den herzlichsten Dank R5iBHBnS^lTinSr!IInniTn3IBrEänTSTBtinTiiiC5nSai!S^rü^f555ir T T^'^ T T^~T^JTr7Tr.T7I aus und wünscht denselben ein frohes Weihnachtsfest und weiteres Wohlergehen. Leichte Mun.-Kol. 961 Schles. Feld-Art.-Rgts. 6. Allen Bewohnern von Watzenborn und Steinberg ein herzliches Lebewohl' und innigen Dank für die warmherzige Ausnahme, die wir bei ihnen gefunden. 09013 Die WeihnachtStage 1918 werden uns stets unvergeffen bleihen. Im Namen der HI. Abt. Feld-Art.-ReirtS. v. Peucker (1. Schles.) Nr. 6. Wiesen, Hprm. d. Res. u. Abr.-5kdr._ Beim Verlassen des gastlichen Ortes KROFDORF * schallt aus dem festgefügten Verbände des Pionier- |J Bataillons Nr. 23 den Quart!ergebera einstimmig der Ruf r „Herzlichen Dank!" entgegen. Das Bataillon ist von der durch Einquartierung schon vorher stark belasteten Einwohnerschaft so überaus freundlich aufgenommen, dass aus vieler Munde verlautete: „Es war mein bestes Quartier fm ganzen Kriege l" Mit den besten Wünschen für das noch verschleiert daliegende neue Jahr dankt das Bataillon aufrichtig. Heiligabend 1918. 10112V Doering, Major Kommandeur des 2. Wcstpr. Pionier-Bataillons Nr. 23* Den Einwohnern von Leihgestern nochmals ein herzlichesLebewohl und vielen Dank für die überaus freundl. Aufnahme. II. Abt. Kgl. Pr. Feldartl.-Regt. v. Peucker (I. schles.) Nr. 6. 09007 vtr Gemeinde Leihgestern besonders den Bewohnern der Bahnhof-, Wilhelm-, Rathausftraße und Iahlgafse sagt die 5. Batterie F.-Art..Regts. 6 für die ihr entgegengrbrachte Gastfreundschaft herzlichen und aufrichtigen Vanf. Die Batterie wird sich der schönen Tage in Leihgestern jederzeit gerne und dankbar erinnern. 3m Namen der 5. yatt. 5e!--Art.-Regls. v. Pencker ([. schief.) Nr. 6. ^ Kachel, Leutnant d. L. und Datterieführ Batterien v*m Goten da« Beste, für 17iedert erk&Dfer, § Carl Scttunck Tieferschüttert teilen wir allen Verwandten und Freunden die schmerzliche Nachricht mit, daß mein lieber Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder, mein lieber Sohn Gastwirt Karl Göbel I. Gemeinderatsmitglied und Ortsgerichtsmann heute morgen gegen 6 Uhr infolge eines Herzschlags im Alter von 54 Jahren sanft entschlafen ist Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Göbel geb. Frey und Kinder als Mutter: Marie Göbel geb. Kätscher. Londorf, den 26. Dezember 1918. Die Beerdigung findet Samstag den 28. Dezember nachmittags 2 Uhr statt Danksagung. Für die zahlreichen Beweise wohltuender Teilnahme anlässlich des Hinscheidens unsres teuren Verstorbenen sagt herzlichsten Dank 1011» Namens der trauernden Hinterbliebenen: Isaak Simon. Londorf,Westerburg,Darmstadt u. Gladenbach, 24. Dez. 1918 16121D Nachruf. Pott demjAllmächtigen hat es gefallen, am vorigen Dienstag unfern langjährigen Börzcrsieißkr Sem Georg Kühl im Alter von 66 Jahren in ein besseres Jenseits o&Äurufen. Bereits im Jahre 1889 zum Bürger- meiiter gewählt, hat er durch sein hervorragendes Können und persönliche Liebenswürdigkeit das Vertrauen seiner Gemeinde in so reichem Mähe erworben,dah ihm daS Bürgermeisteramt immer wieder neu übertragen wurde. Allzeit bereit, jedem mit Rar und Tat zur Sette zu stehen, genoh er grohe Beliebt- heit und Ansehen. Auch weit über die Grenzen seiner Gemeinde hinaus war er eine allgemein geachtete, beliebte und bekannte Persönlichkeit. ‘gerben dem Heimgegangenen in herzlicher Dankbarkeit dauernd ein ehrendes Gedenken bewahren. 101Ä) Im Namen des Ortsvorstandes: . Schmidt, Beigeordneter. Dorf-Güll, den 26. Dezember 1918 . Todes Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, dah nach Gottes unerforschlicheni Rat- schluff meine liebe, gute Frau, unsere Herzens- gute Mutter, Grohmulter, Schwiegermutter, Schwester und Tante Katharina Berg geb. Schupp Wer von 71 Jahren am 2. Feiertag vorm. 5.30 Uhr nach kurzem schweren Leiden durch einen sanften Tod erlöst wurde. Im liefen Schmerz im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Berg. Giehen (Schitterstr. 26), Hausen, Werdorf, Neuwied, den 26. Dezember 1918. Die Beerdigung findet Samstag den 28. Dezember 1918 nachminags 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 10105 Danksagung. Für die vielen Beweist herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Schmidt an ihrem Grabe, und allen denen, die ihr die letzte Ehre erwiesen haben, sagen wirunserninnigstenDank. Ludwig Vogel VIII. Fam. Ludwig Zügel I!. Fsm. $tfj. Fcyh. Staufenberg, 20. Dezember 1918. 100S4 ■ aff?" Danksagung. Nachruf. Am 4. September starb infolge schwerer Der. wundung in englischer Gefangenschaft der Schütze Ernst Wirth 2. M.-G.-K., 2. Voll. Infanterie-Regiments 81 . Als treuer, lieber Turnbruder wird ihm allezeit ein ehrendes Andenken bewahren Der Turnverein Langsdorf. Für die herzliche Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer geliebten, unvergeßlichen m Mutter, der Frau J Gertrrrde Müller geb. Habeth sagen wir hiermit allen, insbesondere der Sicherheitswache, Kolonne I, Gießen, aufrichtigen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Neuenweg 42), den 27. Dez. 1918. Suche für sofort auf mehrere Tage eine Putzfrau, ferner ab 1. Januar geeignete wünnl. oö. Mbl. Hilfe für Sprechstunde und zur Instandhaltung des Instrumentariums u. der ärztlichen Ärbeitsräume. vr. Reincwald, Facharzt für Ohren-, Nasen- u. HalS- krankhetien, _Liebigstraffe 31 10108 Für die vielen Beweise herzlicher Teil, nähme anläßlich des Hinscheidens unserer lieben Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Kranzspenden sagen wir innigsten Dank. Für alle> Angehörigen und Verwandten: A Schulze. Lollar, den 22. Dezember 1918. 10078 Danksagung. r Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme be, dem plötzlichen schweren Verluste meines lieben Gatten, unseres ireusorgenden Vaters Philipp Rodenhausen IV. foroie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Sattler, ferner für die vielen Kranz- spenden und allen denen, die den Verstorbenen ^ur letzten Ruhestätte begleiteten, sagen wir auf diegem Wege unseren innigsten Tank. Die tieftranernden Hinterbliebenen. Frau Elifabetba Rodenbausen. Wieseck, den 21. Dezember 1918. moan Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für bte zahlreichen Blumenspenden bei dem Verluste unserer lieben, unvergeßlichen Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir aus diesem Wege unseren innigsten Dank, insbesondere Herrn Psarrer Sattler für die trostreichen Worte am Grabe, ferner für die vielen Kranz- und Blumensvenden, sowie Frl. Gerl ach nebst den Mitschülern und allen denen, die unserem liebep Entschlafenen bei seinem Heimgange die letzte Ehre erwiesen haben. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Samflie Heinrich Ulötz. Putzfrau für einen Tag i. d. Woche gef. 09003 W est- Anlage 46, L Suche sofort oder per 1. Februar ein shrilobes lieh für Küche u. HauS (Familien- anschluff.) Es wird aus nur vrima Zeugnisse reflektiert. Alter nicht unter 25 Jahre. Schrift!. Angeb. unter 0-310 a n den Gieff. Anz. erbeten. Mt., sauberes Mcheil für sofort oder später gesucht Frankfu r ter Str. 76. Suche für sofort br«BC§, töditigcS SHIiuötH für kleinen Haushalt. laMt Frau Bauunternehmer Stamm, Bad-R aubeinu Gesucht ein in Haushalt u. Gartenarbeit erfahrenes, nicht zu junges 9212 Müilclien. Gruft Ciebeck. Psarrer, M erlau, Post Mücke «H es sen). Tücht. Mädchen zum 13.1. oder 1. II. gesucht. Näheres in der Geschäfts- st elle des G ien . Anz. 0900» Mädchen für Hausarbeit oder saubere Stuudenfrau gesucht. Prof. v. Jaschke. > tQmm 1* Kt = 2,34 Fstm. tos 3 Er. 7c, J 7 S^mme 2. «1 9,25 Fstm. Los 4 Distr. 7c, 45 * 3. Kl. 32,31 Fstm. Los 5 Distr. 7c, 75 „ 4. Kt 22,01 Fstm. Kiefern. PnÄ ß Tal 1 StNMM 2. Kl. — 1,09 FstM. 6 Distr. 7a, J 12 Stämme 3. Kl. - 6,81 Fstm. Los 7 Distr. 7a, 41 * 4. Kl. - 13,68 Fstm. Los 8 Distr. 7 a. 6 Rin. Schichtnutzholz 3. Kl. 2 Mtr. lang. Die Gebote sind für den F-estmeler bzw. Raummeter — nach Losen getrennt — bts zum 31. Dezember 1918 mittags 12 llhr an den Unterzeichneten abzugeben. Sie müssen den Vermerk enthalten, dah Bieter sich den hier gültigen allgemeinen Holzverkausöbedingtingen, welche auf dem Bürgermeisteramt zur Einsicht offen liegen, rückhalts- loS unterwirft. Nähere Auskunft erteilt Herr Förster Möller in Krofdorf. Krofdorf, Kreis Wetzlar, den 18. Dezember 1918. Der Bürgermeister: Braun. 9911D 26 Jahre alt, ev.-luth., bis zum Ausbruche deS Krieges als GiuSinfveklor und im Getreide - Engros - Geschäft tälig gewesen, strebsam und stet big, Wt utr sofort SteSang. Gest Angebote erbeten an Uff'z. F. Bald, Feld-Arr.- Regt. 2t>3, 199. I. D. Z. Zt. in Ulri chstei n._1 0088 lucht tagsüber vülillijlu stundenweise Be- schästigung bei einein Arzte oder ähnliches. Zu erfragen bei M. Ruh, Bahn- hosstraffe 45 I. 08998 Gu/gehende kl. Pension sucht Llozz oder tiniamilienliaus f ür jetzt oder später. Schr. Angebote unter 08675 an den Gienener Anzeiger erbeten. Zum 1. Jan. od. später K—6 Zimmer - Wohnung für s;ainilie von 3 Pers. gesucht. Geh. Äug. m.Preisang. an Schlicht. Bleichstr. 16 II. Z-g-Zirsirr-WMiill, bezw. 2 leere Zimoucr mit Kochgelegenheit von lindert Ehepaar gesucht. Angebote a unter 09012 an den Gieß. Anz.090 Mölil. Kmiiltt mit voller Pension zum 7. Januar gesucht. Angeb. unter 08868 an denGieff.Anz. I Herr, den ganzen Tag über > nicht zu Hause, sucht vor 1. Jan. möbliertes Zimmer. I Schr. An geb. m. Preisangabe unter09015 an denGieff.Anz. ÖM. Zimmtr in der Nähe der tierärzt lichen Klinik gesucht. Angeb unter 08913 an den Gieff M! mit Nebenräumen gesucht. Angebote unter 08641 an den Gteffener Anzeiger. Zwei Damen suchen per 1. Januar 1 oder 2 möbl. Zimmer mit 2 Betten in utem Hause. Angeb. unter 19 an den Gteff. Anz. kiiis.mdl.Küiliikr mit voller Verpflegung von Kaufmann sofort zu mieten gesllcht. Schrift!. Angedoie mit Preisangabe unt. 10101 an denGieff. Anz. erbeien. ü Knechte für Pferde u. t Arbeit aufs Jahr sucht 10068 (Sut Wartbof b. Grünberg. Znm Besuche von Landwirten geeignete fleiffige Vertreter gesucht. Wohnort beliebig. Geeignet für Landwirte. Kriegsbeschäd., Pensionierte und dergl. Angebote unter F. S. 6. 3.9 an Kadol! llo&ie, Fra&kfarl a. D. 10008ss Fuhrmann für Landwirtschaft gesucht Rodheimer Str. 5«. (1 verheirateter u. 1 lediger) auf sofort gesucht geg. hoben L' hn, schöne Wohnung vo, h. Ebristian Ötansch, Obern- wenerbof bet Schotten. als Diener. Verwalter, Be gleiter,Portier, Kellner ufw., als Ztinmermädchen, Hausmädchen, Kinderfränletn, Kainmerjungser. Servier- fräuletn, Llüchin usw. nach Besuch der «.t>ss Faeksehal« für Btrrseliatts* nsd BattlptrsoBtl v D.WashUr, (l«A«slierg/Hh. Pkrftkte StfnBfDPiüin gesucht als Privatsckretäriu für je 2 Stunden an vier Nachmittagen wöchentlich. Zuschrifien unter 09005 an den Gteffener Anzeiger. gesucht. Lohn-60Mk. bei freier Beköstigung ohne Wohnung. Meldung Samstag * vraugaffe, 10123Dj Zlmmer 24. Pntzfran "'r 09017 BiSmarckstr. S v. 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Ohm. — Am 18. Dezember ds. Js. wurde Jlohaunes North seinrrchtunqen 9o 000 Mark gefordert. Die bisher bestel-enden privaten KcaftdroschLn- betriebe sollen eiwveder in städtischen Betrieb übernommen wer- hln ck>er es wird ihnen rrach Nnbranchbarwerden der lausenden WlagM keine neue Konzession erteilt, da die Stadt eine Mmropol- sbellung zur Mirtschastlichdit des Betriebes für erforderlich hält. Man rechmet mit einem jährlickien Ueberschuß von 540 000 Mk., zuntal Brnzol und Schmieröl auS de?t Gaswerken in geitügendec Menge ansällt. — Der Momstvot veranstaltet in den Frankfurter Thaattrn und -den großen Festssälen am 11. Januar eine große Acgrüßungsserer der heimkelnenden Krieger Frcorkiutts, drenebcn eurer Ansprache nur rein Künstlerisches bieten soll. Tie Krtegs- fürstxvge leistete einen Anschuß von 25 000 Mk. Gießener Strafkammer. Gießen, 23. Dezember 1918. Marie H. von Marjost, eine oft und streng besttafte Gewöhn- heitsdiebin, die aus dem Landeszuchthaus Marienschloß, lvo sie eine IVäährige Zuchthausstrafe verbüßte, entwichen war, hat tu der Nacht vonr 13 .zum 14. Jäcki l. I. der Witwe I. in Echzell,wo sie unter falschem Namen übernachtete, Kleider u n d W ä s che - stücke im Werte von etwa 400 Mk. entwendet. Die geständige Tlngeklagte, die die Sachen alsbald cm unbekannte Liebhaber verkauft haben will, gibt zu ihrer Entschuldignnb an, sie könne das Stehlen nicht lassen. Die Strafkammer verurteilte sie zu 2 Jahren stnckühaus, auch wurden ihr die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 I h cn aberkannt und zug eich auf ZuiLisigf.it der Erbitterung mw zunr Teil mit offenem Hohn, daß die Matrosen einen vollen Sieg ernmgen haben. Das offizielle Organ der llnab- l/ängigen, die „Freil-eit", die anfangs einer Stellungnahme aus dem Wdge gegangen war, stellt sich jetzt an die Seite der Matrosen. Im Gegensatz zur übrigen Presse rechnet sie sogar mit dem Beste.-en einer Kabinettskrise .die infolge von sachlichen Meinungsverschiedenheiten über die Beschlüsse det Rätekongrckies >n stanoen sei nnd sich tn 5>cnt lebten zwei Tagen so verschärft habe, daß es in wimigen Tagen wahrscheinlich zu einem offenen Bruch kommen iverde. Vom WaffenstillsLandSausschuß. Berlin, 25. Dez. (WB.) Die Abgrenzung, der Brückenköpfe Köln, Koblenz und Mainz stößt tn der Durchführung vielfach aus Unzuträglichkeüen, aus welche die deutsche WasfenstillstandsSommissiou versck-icdentlich hi iwies. Die AllccLr- teit tmterbreiteteit daraufhin mel/rfach Vorschläge, um eine zweckmäßige, den praktisck-en Bedürsiüssen entspreckzende Regelung herbere zusül/rerr. Tarauchiu wurde gestern der interalliierten Kommissum in Spaa folgende Note durch deir deutschen Vertreter übermittelt: „Tie detitsclie Negierung ist mit dem Borschag einversbattdcn, den engen Streifen zwischen deir Brückenköpfen Mainz und Koblenz in die Brückenköpfe einzubeziehen. Sie stimmt auch der Lnue Mickvelback^-Mleudorf als Ostgretize im allgemeinen zu, wünscht jedocks, daß Ortschaften wie Eisighofen, Dversdors, Berghausen, die eine gute Verbindung in das neutrale Gebiet haben, ohne das besetzte Gebiet zu berühren, nicht besetzt werden. Diese Forderung entspricht der Begründung der Note 111 g, wonach der Hauptgrund sür die Erweiterung Ler Brückenköpfe die fehlende Verbindung sein sollte: für die genannten Ortschaften trifft diese j Begründung nicht zu. Tie Einzelheiten werden örtlich zu regelnl Der M?t-gcr Jvhann-S M. X. in Gambach ist vom Schöffen- ] fein. Tie deutsche Regierung beantragt als Ausgleul?. iu dresem gcricht Bndbach wegen G eh c i m s chl ä ch I e r e i usw. zu 5> Mo- ^ Entgegenkommen datz dre Vororte ,iranksurt bis cinschlievl^ naten Gefängn^ und zu einer Geldstrafe von 2000 Mk. verurteilt l Pochst aus dem Bruckrnkovf heraussmomnirm wcwen Tres ift worden. Seine gegen dieses Urteil eingelegte Berufung nahm der,! im Interesse des Arbetterverkehrs drtugend erwünscht. Angeklagte vor Beginn der Verhaudftmg zurück. ^^ t | ^ Berl in, 26. Dez. (WB.) Die Waffenstiillstandskommission Vorstellung des Vorsiizenden der deutschen Waffen» Die" Kaufte ule Levi Sch. nnd Michael W. in Vilbel sind vom ] teilt uns mit: dortigen Schöffengericht wegen übermäßiger P r eiSstetge- ! „Aus eine . ru n g, und zwar Sch. zu 2000 Mk. und,W. zu 5000 Mk. Geld- . stlllsLandskomMission entschied Marschall Fo ch daß der Arbe r,ts« strafe verurteilt worden, auch wurde die Einziehung deS übermäßr-^ ^e r ke hr ^ und nach der Haupt-LoSvmotivenwerkstLtte Nied gen Gewiw's im Betrage von 24 486 Mk. ansgesprochen. Zur \ jxi Frankfurt a. M. wieder fr eizu geben ist uttd daß Herabsetzung der Strafen verfolgten die beiden Angeklagten gegen , ferner alle Maßnahmen ergriffen werden, damit den an der Grenz«; dieses Ürleil Berufung. Das Rechtsmittel hatte auf Grund der Beweisaufnahme und der Gutachten der Sachverstäirdigen insotvett Erfolg, als die Geldstrafe des Angeklagten Sch. auf 1000 Mk. er- Nläßigt und der einzuziehende übermäßige Gewinn auf 12 000 Mk. lierabgesetzt wurde. HochschulnachrichLen. I. Darmstadt, 23. Dez. Die Technische Hochschule plant Massenspeisung ihrer Stndierenden. Sie übernimmt zu diesem Zweck die Kücheneinrichtuug des zur Auftösung gelangenden Hochschul-Lazaretts. Die Speisung soll einem Wtrte in Regie übertragen werden. Das warme Mittagbrot soll 1,50 Mk., das Abendbrot 1,20 Mk. kosten. LttrehLrche Israelitische Neiigionrgemeinde. tziottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag 28. Dez Borabd.: 4.30; invrg. 9.00: Predigt: abds.: 4.45 u. 5.25. — Israelitische Religionsgesellschaft. Borabd.: 4.10; vorm. 8.30: Predigt. Begrüßung der Krie- ger nach ihrer Heimkehr, dtachm.: 3.30; Sabbalausgang: 5.25. Wochengottesdienst: Morg. 7.10, abds. 4.00. vermachtes. * Heiteres beim Wnhlerlisten--Aufstellen. Der Niddaer Anzeiger erzählt folgende lustige Anekdoten, die, we?m nicht wahr:, so doch mit erfunden sind. Me früher nur der Dolks- zähler, so hat jetzt der Wählcrlislx:n-Aussteller neben recht mühevoller Arbeit inanchmal recht heitere Vorfälle bei Ausübung seines Amtes zu verzeichnen. Wenn auch nur die Spalten Vor- und Zuname, Berus und .Geburtsdattrm auszufüllen sind, fo ist es bei dem außerordentlich weit ausgedehnten Wahlrecht für Na- tioitalvcrsammlungs- und Landtagswahl-en doch noch für manch« Wähler gar schwierig, diese VoraussetztMg für das Wahlrecht durch Antwort aus die Fragen des Liftenanfftellers zu erfüllen. , Besonders den tveiblickien Wählern scheint das bisweilen Sckiwierigkeit zu berciteit. Ein altes Weibchen soll sein Geburtsdatum angeben. „Ach, m-ei Gedächtnis," sagte, sie, „das hat nachgelasfe. ich waaß gvar rret nvehr recht-ich waaß aad)i im Aagebluk net, wo mei Gedenkblatt is-awwer am 13. März is mein Gebnrtsdog, das waaß ich gewiß — un, ach Herr, Sie kenne besser reckMe als ich — das letzte mol sein ich 72 Jahr alt woarn!" — Ein alter Mann soll den Bcmiamen seiner besseren Hälfte angeben. „Hirmnelgewirrer, wäi hääßt se dann nur!" sagt er und kratzt sich hittter den Ohren. Ta kommt die Frau gerade zur Tür herein. Erleichtert ruft er chr zu: „Katherine, wäi hääßt de?" Letzte Nachrichten. Regierungsti isis in Berlin. Berlin x27. Dez. (WTB. Drahtn) Die „Voss. Ztg." meldet: Tie Vorgänge am Dienstag führten, verstärkt durch die Ereignisse der beiden WeihnackiLs eiercage, zu einer Regierungs- k r i s i s. Während des ganzen gestrigen Tages wurde zwischen den Bolksbeauftragten und außerhalb der Regierung stehenden Unabhängigen verhandelt. Um 9 Uhr crbenos fand eine entscheidenite Kabinettssitzung statt, deren Ergebnis bis in die späten Nachtstun dm inoch muht vorlag. Der Kommandeur der Garde- truppm, General Leanin, ist zurückgetreten und durch Gmeral- leutncmt von Luettevitz ersetzt worden. Berlin , 26. Dez. Die Organe der Unabhängigen ver- zeichnm triumphierend, die Blätter aller mrderen Parteien mit nrch in den Brückenköpfen liegmdm Fabrikm und Werkstätten kcine Hindernisse bei der Fortführung ihrer Arbeit bereitet werden.. Tie Arbeiterzüge verkehren bis Frankfurt und Darmstadt." Liebknecht und der Bolschewismus. Berlin, 26. Dez-. (WB.) Ein russisches Blatt bringt am 23. November die Rede Bncharins auf dem allrussischen Kon, greß der Arbeiterinucn in Petersburg, in der Bucl-arm einertz Ueberblick über die deutsche Revolution gab. Interessant ist hierin die Darstellung, die er von der Tätigkeit Liebknecht- gibt: „Liebbrecht und senre bolschewistäsche Spartakusgruppe nahm nitseoe bolsck-elvistische Taktik an uttd ging mit uns Hand in Hand. Ich werde den Augenblick nie vergessen, als Liebknecht zu uns in das Gebäude der russischen Botschaft kam. Tie Reg-ierung hatte, unt Liebknecht die Flügel zu beschneiden, und seine unausgesetzte Tätigkeit in den Fabriken usw.lahmzulegen, zu der List gegriffen, ilM vorzuschlagen, in den Vollzugsrat einzutretcn. Lteb° kuecht kam nun ganz furchtbar aufgeregt zu uns und fragte, was er tun solle. Wir besckstossen gemeinsam, daß Liebknecht in die Regierung nur bann eintteten solle, wenn diese folgende von uns aufgestellte Forderungen vertrete: AuseinandertreibunA des Reichstags sowie Terror gegen die Bourgeoisie und die Offt-teve, falls sie gogen uns auftreten würden." Die Haltung des „Vorwärts". Berlin. 25. Dez. (WTB. ) Am heuttgen dlachmittage fan* den mehrere von rcvoluti^närm Obleuten und Vertrauensmännern! der Großbetriebe Berlins veranstaltete Versammlungen in der Siegcsallee statt. Nach den Versammlungen zogen die Demorv» strantm in einem Zuge durch die StM. Ern größerer Trupp tzweigte sich von dem Zuge ab nach der Lirtdmstraße und besetzte idas Gebäude des „V o r w ä r t s". Ter Polizeipräsident versuchte persönlich, die Sache beizulegen, was auch insofern gelang, alSs die Druckerei geräumt wurde und unter Bewachung der Sicherhetts- nrannsckasten des Polizeipräsidiums ^gestellt werden konrtte. Der „Vorwärts" war, als die Massen eindrangen, von einem Jägerkommando bewacht. Es waren Maschinengewehre ausgestellt: ein Panzerauto befand sich auf dem Grurtd-stück der „Vorwärts"- Druckerei. Das Panzerauto wurde von den ein gedrungenen Ma^ trosen weggeführt, die Jäger-SLutzwachc entwaffnet und neue Posten wurden von den miteingedrmrgenen Soldaten, urtter denen sich auch ziemlich viel Mitglieder der republikanischen Soldatenwehr befanden, ausgestellt. Es nürd versichert, daß die Besetzung des „Vorwärts" tveder von politischen Parteien oder Gerippen, noch von revolutionären Obleuten veranlaßt worden sei: sie fei vielmehr die Empörung der Massen gegen die Haltung des ,vorwärts" spontan entsprungen. Anschluß Bessarabiens an ein denwkratisches Nunräirien. Jassy, 27. Dez. (WTB. Trahtn.) Havasmeldung. Die bes'arabisckie Nationalversammlung beschloß die Derernigungs Dessarabiens mit Rumänien mit dem Vorbehalte seiner Autonomie in der s)bnnahnre, daß das künftige Groß-Rumänien eine reine Demokratie sein werde. ^ Hochwasser am Oberrhrin. Freiburg i. Breisgau, £7. Dez. (WTB. Trahtn.) Durchs das Hochwasser des Rheins sind außer den Schiffbrücken von Neuenburg, Breisach auch die von Seckbach (Kreis Breisach) nndt bei Opl^enheim (Laar i. B.) durch die Strömung weggeriffei^ Worden. Bei der letzteren fanden 15—20 Franzosen, die mit Bergungsarbeiten beschäftigt waren, den Tod in dett Mitten!. Die genaue Zahl der Verwtglückten ist troch nicht festgestellt. Zrve» weitere Franzosen sind beim Kahnfahren auf dem Rhein in gketcher Gegend dem Strome zum Opfer gefallen. W wss^ckiae ünto i)cg Harn Kalchd Jsncs. Roman v-on A. H. Adams. (Nachdruck verboten.) (39 (Fortsetzung.) Die Nacht versprach Mondschein. Vorsichtig schlich er nckch der Mauer. Da machte er im Lichbe der Straßenlaterne eine alles vereitelnde Entdeckmrg. Die ganze Mauerkappe entlang mar eine doppelte Reil)«e von Stach:ldraht gezogen. Augenscheinlich hatte Herr Beach Borsichtsmaftveyeln g-egen ferneres Eindringen in seinen Garten getroffen. Aber die Verschwvrerseete Galahads frohlockte bei dem Gedanken an die Mühelosigkeit, mit der er selbst die Finoigkeit von Sibyls Vater übertrumpfen konnte. Er eüte nach dem Rande des Wassers. Eine Reche von ^gespitzten Pfählen, durckH-ogen von einem Stack-e'.drahtgewirr, 'war an das Ende der Mauer an gefügt wordcnr und ragte gerade über das Wasser hinaus Der Emgel staud vor dem Tor des Paradieses, um sein abwehrendes Schwert war von Stacheldraht. Nenntes Kapitel. (üalahad schaut den Tod. Eine sorgfältige Untersuchung des 5-indenüsseS zeigte Galahad, daß er nur durch Schlviinmeir Zutritt zu den: Garten erlangen konnte. Verzweiflungsvoll wairüte er sich ab. Drinnen im Garten wartete Sibyl auf ihn, oder vielmehr auf Horace, mit brennendeiu Herren, voller Angst und Ungeduld. Er stand unter der Mauer still und versuchte, das Tor zu öfftreu: es war natürlich verschlossen. Daun schaute er an ter Marter empor, in der wahnsinnigen Absicht, h-nmberzuklettern, was auch GTeder und Kleider da- v'ontragen nvockffen. Er lvandte sich ab und tat einen schnellen Blick über seine Schulter. Aller Wahrsch.üulick)-keit nach war die Straße belvacht, und rvenu er den verriickten Versuch machte, würde er sicherlich von ihrem ergrimmten Bater abgefaßt lverden. Daun hatte Sibyl ihren einzigen Freund verloren — einen Freurrd dazu, oer das Geheimnis von Harares Verräterei bewahrte. Auf alle Fälle mußte er sie heute abend spreclien. Aber gab es denn kernen andern Weg? Das hintere Tor vielleicht. E§ mußte noch ein Eingang für die Lieferanten da sein. Der war vielleicht mr? verschlossen. Er mußte sich in der aardern Straße befinden. Er rannte um die Ecke nnd das sckMale Gäßck>en hinab, das mit der .Hauptstraße parallel lief. Allerdings befand sich da ein Eingang, eine große glatte Tür war in der hohen Mauer. Er klinkte behutsam. Sie war nicht ver- schhossien. Vorsichtig stieß er sie auf, und von der andern Seite der Tür ließ sich klar uird deutlich ein leises droHürde s Kirurren verne hinen. Ein Hund! Galahad zog die Tür hastig wieder zu. Einem Hunde vermochte er nicht gegerrüberMtreten. Er dachte jedoch nicht so sehr an seine Beine, als an deren Bekleidung. Er konnte kein Paar neue Hofen aufbringen. Auch beruhigte er sich urii der lieberlegnng, daß der Hund ihni doch derr ganzen Haushalt auf den Hals gehetzt, hätte, und welche Anssicht hätte er dann, Sibyl zu sekwn? Dieser Erngar^ war also auch versperrt. Aber Galahad lvar nicht der Mann, die Sache aufzu- geben, selbst angesichts dieser Hindernisse. Gab es nicht oemroch irgend einen andern Weg? Und als er mit hängendem Kopf oahnrschlich überkam ihn die große Erleuchtung. Von drei Seiten lvar der Girrten sicher genugj benacht, aber die vierte grenzte mrs Wasser. Das nmr der schwache Punkt der Festung. Er lächelte in sich hinein, als er sich überlegte, daß alles, was er brauchte, ein Boot sei. Ja, eine Bootshalle lvar weiter unten an der Bai. Es lvar spät, aber es mußte möglich fein* selbst jetzt noch für eirre Sttrnde ein Boot zu mieten. Schnett lies er nach der Bootshalle, wo er ohtre wertere Umstände mit einem Boot zu eirrern Schilling die Stunde versehen wurde. Dann ruderte er ziemlich ungeschickt herum nach dem Vordergarten. Das .Haus lag in voller Dimkelheit, als er dielt, um erst Ausschau zu l)alten, kein Mensch war ün (^rwn zu erblicken, die Terrasse war leer. Er rrrderte näher h n.zu uird ruhte, auf die Rudler gestützt, lviedernm aus. Ta kam sanft wie eine langsam dahin treibende Schneeflocke oder wie ein rosig überhauchtes Blumenblatt, das zur Erde herniedertteibt, eine lveiße Gestalt geräuscküo- die Stuserr der Terrasse l>erabgeschritwn, um ihm erttgegen- zugehen. Es war Sibyl. Null lvar alles gut! (Fonsetzmrg folgt.)