n?. ZA Der «»icbtncr Anzeiger Erscheint täglich, außer bonntag-. — Beilggen: SlebenerFamllieiibläller; KfC.sMott (flr den Kreis Gießen. Bezugspreis: monntl.'Dif.1.35, uiertet- jährlich ü)if. 4.05; durch 5Ubl)ole- il Zweigstellen monatl. TU. 1.25; durch die Post Mk. 4.05 viertel- jährß ausscht. BesteNq. Fernsprech - Anschlüsse: siir dieSchristleilung 112 Verlag,Deschäitsstelle51 Anschrist sürTrablnach- nchten: Anzeiger Siegen. lb8. Jahrgang Montag. 2^ Dezember YZ8 ^nuaome von Anzeige» j. die 'Lagesnunuuer dis zum Nachmittag vorher ohuejedeBerbindllchkert ScUenpreise: sur örtliche 'Anzeigen 25 Li..sur auswärtige 30 Pi., sür Reklamen Mt.1.-nebst 20°/,2eue- rungszus l-lag; Playvor- schrist 20 % Austchlag. Hauptichretleiler: Aug. Goeg. Verantwortlich vanfvertehk: iür Politik; Auq. Goetz: SkwerbebMl Kietzen '«r den übriqen Teil: vk. - iii; . — — V , , Nemhold Zenz; sur den W ngrrund-ruck u. Verlag: Srühl'sche llnlo.-vuch- u. Steindruckerei ki. Lange. Schristieitung. Geschäftsstelle u.vruckerei- Schulstr.7. ^!nn,ch'°n, Gießen'. Postscheckkonto: Lranlsurt a.M. N686 eneral-Anzeiger für Ohecheffen Die nächsten Aussichten. mT a unnter liegt die Zukunft schwarz verschleiert vor rrprifrfSnA U ^ Cn °^ aa tD€r ^ cn von der geg- nertscheu Serbe, noch immer ru recht unversöhnlichem Geiste geführt, und die Anwesenheit Wilsons in Paris macht sich noch nicht erletchlernd oder vermittelnd bemerkbar Was er 1{S Unterredung einem Mitarbeiter der „^imes offenbart hat, bietet keine Handhabe, um Folacrun- hi? Dieselben allgemeinen Wendungen, < 5 Vi,fS\rJs 0f -L Ö0rt Y lIrm öe ^ rt hvhen unid seit er gegen Deutschland nicht mehr geradezu wettern und verdanimen rann, findet er kerne energischen Willenstöne mehr. Doch, torni« uns ttotten. Die „Freiheit der Meere" wird Friedenskonferenz zweifellos ein Disferenzpunkt zwischen England und Amerika sein. Die freundlichen Redensarten, die Wilson der „Times" gegenüber gebraucht hat, deuten aber darauf, daß der Präsident eine gütliche Einii- IjmfdJoft U ^ e ^ UTl ^ Etwa brüske amerikanische Vor die Festsetzung des Termins sür die •!?i an a *i*5 na ^ cr föinintung auffassen, wissen wir noch Nicht. Man konnte zunächst denken, daß sie sich eines Ein- rn Dinge enthalten wollen, die nur eine Sache des deutschen Volkes sei Aber bei näherer Prüfung fällt diese Annahme doch wohl fort. Während des ganzen Krieges haben die Entcntesuhrer versucht, unsere inneren Angelegenheiten nritzuregieren. Und das sollte ans einmal anders sein? Wi5- !on hat rtvch kein Wort gegen den äußersten Radikalismus m der Sozialdemokratie geäußert, wozu er doch das Recht gehabt hatte, wenn es ihm darum zu tun war, die Ordnung in Deutschland möglichst bald hergestellt zu sehen. Man muß demnach des Gedankens sich entschlagen, daß Wilson uns letzt, nach der Demokratisierung Deutschlands, einiges Wohlwollen entgegenbnnge. Ans der anderen Seite wollen wir Deutsche nkf>t wünschen, daß Amerika oder seine Verbündeten sich in unsere inneren Angelegenheiten einmischen. Wir hoffen, aus eigener Kraft und Einsicht des Volkes wieder „auf den Damm" zu kommen. Damit wahren wir das Natwnalansehen und ersparen es uns, daß in späteren Par teigegensätzen diese Einmischung des Auslandes eine schädi gende Rolle spielen könnte. Aeutzerungen Wilsons. London, 21. Dez. (WTB.) Die morgige „Times" wird ein Interview veröffentlichen das ,ihr Pariser Korrespondent mit W r l s o n hatte. Als der .Korrespondent ftaqte, was seiner Ansicht wach die Hauptabsicht der Konferenz und das große Ziel sei, wonach die Alliierten trachten wollten, antwortete er: „>;ch glaube, es ist klar, daß jetzt alle Nationen mit ängst- b.cher Erwartung nach Versailles blicken, und ich bin sicher, daß dre Menschen nur eine Frage stellen: Werden die Staatsmänner, die dort versanimelt sind, über genug Klugheit und Entschlossen!- chert verfügen, um einen Schutz gegen zukünftige Kriege zu schassen. Die Schwierigkeiten und Verantwortlichkeiten, die durch die erfolgreiche Beendigung des großen Krieges entstanden sind, und von denen einige sehr ernst und dringend sind, müssen natürlich von den großen Nationen der Welt als Kameraden der weniger Mächtigen geteilt werden. Falls ich keine Gelegenheit haben _fallt«, die alliierten Armeen zu besuchen, so hoffe ich doch rvenigstens etwas von unseren Waffmkainieraden in ihrem eigenen Lande zu sehen. Ich möchte gerne Italien besuchen, das Land, aus denr so viele meiner Mitbürger geSomrnien sind: es interessiert und .befriedigt mich, zu hören, daß in der italienischen Armee so viele Männer sind, die wemgstens einen Teil ihres Lebens in den Vereinigten Staaten zuürachten. Auch dein Besuche Brüssels, das jetzt glücklicherweise aus den Händen der Feinde befreit und teurem Volke und Könige wiedergegeben ist, sehe ich init besonderein Interesse und besonderer Genugtuung entgegen. Wir in den Vereinigten Staaten fühlten für das belgische Volk wegen seines standhaften Vertrauens ebenso wie für die Völker von Nordfrankreich und Italien, denen der Krieg eine so tragische Last aufertegte, sehr starte Sympathie und versuchten diese auch zum Ausdruck zu bringen." \ Der Korrespondent fragte den Präsidenten dann, ob er auch Zeit ^u einem Besuche der großen Flotte haben würde, was der Präsident verneinte. Dabei fam Wilson auf die Rolle zu sprechen, die die britisch Flotte bei der Auftechterhaltnng der „Freiheit der M e e r e für die fteien Völker >der Welf während des Krieges spielte. Ter Korrespondent fragte Wilson, ob er nach seinem iekigen Besuche in Europa Zeit haben werde, nach England zu gehen. Wll- svn antwortete: „Es freut mich, sagen zu können, daß ich E n g l a n d in allernächster Zeit zu besuchen hoffe. Ich gehe um so lieber dorthin, da ich weiß, mit welclier Einstimmigkeit und begeifterler ltcX>ex - zeugung die Völker Großbritanniens und AnreriL^ dieselbe Auf- hlissung von Freiheit und Geveckiffgkeit haben. Es ist von wesentlicher Bedeutung für die Zukunft des Weltfriedens, daß zwischen den beiden englisch spveckienden Temokratim möglichst aufrichtige! Zusammenard'it und großzügiges Verständnis l-errschm. Ich glaube, wir verstehen die schwierigen Probleme zu würdigen, die der Weltkfteg für das britische Volk mit sich brachte. Wir haben volles Verständnis sür die besonder«: internationalen Fragen, die aus der Tatsache der besonderen Stellung Englands als Jnsclr.ich e i\U stehen." Wilson gab seiner Uelxwzengmm Ausdruck, daß nichts die heramiahende Konserenz daran hiiüsern köime, w i r k l i ch s o l i d e Garantien fü r den zu kü n f tig e n Fri ede n z u s cha f - fen. Ter Kiorrespoiürent fragte den Präsidenten, ob er bezüglich des Ergebnisses der bevorstehenden Zusamm-nrküüte ir-errdwie besorgt spi, da es L^ute gebe, die sagten, daß die Schrecke:: bei Friedens beinal>e noch schlimmer sein würden, als die Schrecken des Krikges., Wilson antwortete, er ft'ihle keine Besorgnis und fuln fort: „Ich bin im Gegenteil davon überzeugt, daß es den Stnats- toärnieni der Welt möglich sein wird, in gemeinsamer Deratsmla- Mrng eine gerechte und vernünftige Lösung der Pw- bleinc zu erreichen, vor die sie gestellt werden, uud sich vvuf diese Wtisc die Dankbarkeit der Welt für den kritischsten und notwcn- drgsten Tieufst zu erwerchen, der ihr jemals geleistet wurde." London, 21. Dez. (WTB.) Der König gibt am 27. Dezember im Buckingham Palast ein Bankett zu Ehren Wilsons. Frankreichs Mitschul- am Ausbruch des Arieges. Berlin, 21. Dez. (WB.) In einer llnterreduirg, mit dem Sonderberichterstatter des „Lokalanzeigers" spiruch der frühere dentlche ^lotsct-aiter m Paris, Freiherr v. Schoen, über die Vorgeschichte des Krieges. Er sagte u a., das französische Volk Babe zweifellos 1914 den Krieg, nicht gewollt. Aber es bcshuvd m Frmrkreich eine Kftegspartei, die schließlich die Oberhand gewannen hat. Frankreich sei wol-l vorbereitet und anscheinend ohne Zögern in beit Krieg gegangen. Erst seit Kriegsausbruch wiffe er, daß auf Drängen des Generäls Michel der Stadtrat von Paris rm Januar 1914 einen, Beitrag in Hi che von 400 000 Franken ö^ül'gte, um die Mehlversorgung vonParis im Kriegs- fall^ lrcherzustxllen. Im Mai 1914 schlug der französische Bot- lamffer der Schwei; vor, sich von ifaeit Nachbarn Neutralität garmtreven zu lassen und als Gegenleistung die Verpflichturrg der Verp:1-gnng chori Verwundeten der kriegffchtendon Staaten im Kriegsfall zu übernehmen, voogege:: Frankreich geneigt sein würde, der vpdjlud; die Getreideeinfuhr auf seinen Bahnen zu sichern. Vn den daran ffolgeirden Verhandlnirgen zwisck>en dem französischeir Muttärattachö, Major Pag.iot, und dem. scl^veiberischen Generalstaü erklärte Vagovt u. a.: Da die Ausgleichsversuche zur Beseitigung des oeutscki-ftanzö fischen Gegcarsatzes in bezug auf Wsaß-Lothriwgen erwlglos gAvesen wären und ein Entgegenkonimen Deutschlands nicht zu erivarten.sei, müsse es schließlich einmal zu einer Ltus- enimrdersetzung komrnen. Der Major habe unbebiiigt mit der Mi wirkmtg Rußlands, Englands und mindestens mit der Neu- tralität Italiens gereckMet. Es sei damals zu keiner schriftlichen! Abmachung mit der schtveizerischen Regierung gekommen. Aber der Vorschlag des französischen Botschafters, daß :m Kriegsfälle Frankreich die Getreidezufuhr nach der Schweiz unter der Bedingung zusichern wolle, daßdie Schweiz den Ver bl ei b des Getreides :m Lande garantiere, habe dort außerordentliches s?luf- sehen erregt, und eine Anftage bei der deutschen Regierirng v'er-, anlaßt, ob sie in der Lag? wäre, die ungehinderte Zusu.hr von Getreide und a i') Mn .Kohle zuzusichern. In Berlin sei die Tragweite dieser Anftage srvhl nicht richtig gewürdigt worden. Man glaubte so wenig au eine unmittelbare Kriegsgefahr, daß o ic Ver Han dl: argen mit der Schweiz wegen dtu ssührnng des Kohlen- abtommens erst für den Spätsonrinw in Aussicht gcuiomMen wurden. Frankreich rechnete mit absoluter Sicherheit auf Eirglauds Unter- stütmng in einem Kriege gegen Denffchland, da es der Schweiz zu verstehen gab, daß im Kriagssialle die Getreidezufuhrstraße über Rotterdam durch Deu.tsch,lond gesperrt sein würde, Frankreich aber allein die Blockade iricht hätte dirrchfühven können. Während der Spannung^ des Balkankrieges schlug der Botsckmfter dem ftanzö- sffchen Mwisterpräsidenten den Verzicht was die gegenseitigen Rüstungen und ein friedfertiges Nebeneinandeüleben vor, worauf Barthon mit der Forderung der Rückgabe Elsaß-Lothringens artt- wartete. verhanölungrn in Spaa. Berlin, 20. Dez. (WTB.) In der Sitzung der internationalen Waffenstillstandskommission vom 20. Dezember in Span wurde vom Vertreter der deutschen Regierung eine Note überreicht, nach dar die norwegische die britische Regierung ge-, beten ' »j—', , , '\,. f j’ v,f ; -j-j , 1 auf dem Wege bort/iu befinden, uüd mit t,orwegisch.n, gen;aß dem amerikanischen Wkommen mit zur Ausfuhr freigegebmen Fisch- Produkten beladen sind, ebenso einigen deutschen Tainpfern- dre mit Rohmaterialien f ü r N o r w e g e n beladen sind, Geleit- s che ine bis z-um Beftimmlrngsort zu erteilen. Im Jntereffe der Lebensmittelversorgung Deuffchlands wurde dieses Ersuchen öo;f der deutschen Regierung unterstützt. Äe deutsche Waffenstillstandskommiffion. ^erlin, 20. Dez. (WTB) In der letzten Sitzung der Gefangenenkommission in Spaa erklärte der ftanzösischz Vorsitzende, daß die in Weil-Leovoldshöhe zu stationierende deutsche Kompagnie in die Liste der Polizeitrnppen für die neu träte Zone ausgenommen werden könne. Die Gefangenen müßten so schnell wie möglich abbeföcdertj werden, z. B. in S a m m e l l a g e r a m Rhein, wo die Entente die ^Verpflegung übernehmen werde. Der Vertreter des Kriegs- Ministeriums hielt die Ausftchrnng infolge der augenblicklichen Ver- kehrslage sür sä^vierig, der Abtransport über Holland und dre Nord- nnd Ostseehäfen habe schon mehrere Tage unterl'rvcl^n wertst msüssen. Die Gestellung von Eisenbahnma te rial hierfür wurde foanzösischerseits abgelehnt. Der deutsche Vorsitzende erinnerte an» den sckion vor einem Monat erfolgten Hinweis auf die drohendes Ernähr:: nys schwierigkeiten. Eine Milderung der Blockade fei auch im Interesse der Gefangenen geboten. Auch dies wurde verweigert. Lluf eine Anfrage des englischen Vertreters) ob für englisckie Sanitätszüge, deren Lokonwttven mir bisi Herbesthal verfügbar seien, deutscherseits Maschinen gestellt werde :{ könnten, konnte eine bestimmte Antwort noch nicht erteilt werden'. Es wurde empfohlen, den englischen Maschinen nach iüüienisck-em Muster deutsche Führer bcizugeben. ei gen tum deutscher Banfirmen, das im jetzigen besetzten Gebiet zurückgelassen imirde, alsbald heransgesührt ivewOtz darf. Die Mrttvort der Alliierten ^steht noch aus. Englands FriedenSbedingungen. Amsterdam, 21. Dez. (WTB.) Reuter zufolge berichtet „Daily Expreß", daß gestern in der Sitzung des Reichs- kriegskabinetts die Bedingungen besprochen nwrden, bei der Friedenskonferenz vorgelegt werden sollen. ES verlautet, daß wichtige Beschlüsse gefaßt wurden. 'Auf der Friedens- konfereikz wird verlangt iverden daß die deutschen Kolonien nicht zurückgcgeben werden sollen. .In dieser Frage ist das Reichs- kriegskabinctt einer Meinung. ^Was die Schadenvergütung be- trisst, wurde darauf 'hingewiesen, daß die britischen Forderungen vielleicht ein p anderen Rohmaterialien soll nach dam Vorschlag der ftanzösischen Regierung am 23. Dezember in Luxemburg mit dem vom Generalstab und von Foch bestimmten französisck-cn Generalobersten M ercier und einer deutschen Kommffsion, die höclfftens stuS drei Pstrsaiven besteht, verhandelt iverden. Die t«ltschen Delegierten werden stel, alsbald dorthin begeben. — Vom 23. bis 27 Dezember fallen die Sitzungen der Wassenstillstmü^kommisswn in Spaa aus. Berlin, 21. Dez. (WTB.) In der letzten Vollsitzung der international«: Waffenstllljtondskommission in Spaa wurde von General Nudant bekonntgegeben, daß die Jagd innerhalb der :ventralen Zone der Kontrolle der milttärisckren Lokakbebörden miter- L'ge. Bezüglich der Internierung der Armee Mackensen erklärt Nudant, daß die Entiva'fmmg und Internierung dieser Truppen uud des General^ldmarschalls im Aufträge Fochs be- stehm bleibe. Bon deutsche Seite wurde erwidert, daß Mackensen sich freiunllig fügte, daß der Pwtest Deutsclstauds gegen die den Bestimm uugm des Wffsanstillsstmdsab^>mniens v >m 11. Nvtxml'er nickst entspi-eckiiende Internierung aber aufnecte-. Irckten nx-tt^e Dev Bonvurf des ftcmzösischm Vorsitzenden, d.iß du deutsck>en Mlitar- behörden dem boisck>eivistffcken Vonnarsch in den baltischen Pro- innzen Vorsckmb leisteten die Operationen der estnischen Truppen behindertm, wurde energisch znrück^wiesen. Ferner wurde die Note Fock>s über angeblich grausame Bel-andlimg sranzösischer Kriegsgefangener in Ostdeutschland überreickst. Der deutsche Vertrete ernnderte. daß er die Beanttvoi-tuip; dieser Note seiner Regierung überlassen müsse. Er wies jedoch sofort darauf hin, daß bei der sehr großen Zahl der in so kurzer Zeit znrückzusülirenden Ge- siangene::. unangenelmie Zunschenfälle sich ereignen konnte: Er nAckOe :m übrigen noch ans den Gstgematz in der Aufnahme des Mchen Oberkommandos bi der Entente und den Vertretern der Alliierten m.Verlm ausmerffam. Auch die deirtsckie Regieruw: besitze reickcholtiges Material über die Behandlung ihrer Krieg-^Mi- 0«.«, m Frm.ke.ch. das s.-inerz«t bei der Friadenskm.»«,, in alter Oe, fentIirf>Fcrt vorgelegt iueri>cn würde Berlin ,21%®^.) Ach Weisung des Staatssekretärs Astern m der Sitzung der ständigen Waffenstillstands Lvnwüss»m eure Note überreicht, woiuxch das PrivatEin Aufruf >. indenburgS. Kassel, 21. Dez. (WTB.) In einem von der „Kasseler Ml- gememen Zeitung" veröffentlichen Aufruf .gegeben im Gr ßen Hauptquartier Wilhelmshöhe, Weihnächte:: 1918, blickt Geueral- teidmarschill v H i n d e n b n r g auf die gewaltigen Kriegs!'i'ttm- gen des zur Wehrhattitrkeit erzogenen deutschen Volkes in Waffen J 11 -.??. wc e ^ UCT Welt von Feinden zusammengehrock^n te: Hierzu befähigt sei es durch das heilige Feuer der Vaterlands- twve, dsti Willen zun: Liege und den Geist der Treue. Das deutsche Heer M dahin, zersetzt, awgelöst, obwohl bis zuletzt gesürchet und geachtet von den Fernden. Den Osftzieren, hoch und niedrig, komme EErz'e^rn und Führern des Volkshceres unbestreitbar ein hoher Aßtell an dem RuhE zu. Es sei eine k l e i n l i ch e R a ch e, ihnen Zeichen und Waffen abznsprachen und sie als unsäbig der rn erklären. Die Zerstörung der nationalen Kraft des deutschen Volkes von Grund ach sei die Absicht jener vnmcinenden .' ^nir. bw a.u WetL seien, um die Neugestairw^ des Reichs ow gesunder volitischr und wirtschftlichr Gnmdlag« öu hemmen. Trotz manck-erlei Krankheits-Erschiwungen, zelten galten von ^elblffuch, Eitckkeit und UnwachHastigkeit kehre TOcpttW Offizier korps gesund und stark aus dem Kriege zurück Pl&5 crillo P? kerngesund: seine Lebensaufgabe sei k^is Wohl der Gesamtl)nt und die Elxre des deutsche Namens^ ^arnm habe es sich auch in den Dienlt der neuen R gierung acstellt. unl^ den Zusammenbruch unseres nationalen und wirffchg tlicben -Utinnji zu verlchchern. Dabei muß es aber erbitten:, wenn in kleinlicher R/ajch che Mtorität im Heere untergraben wird. Alle \e.ie aber, che sich als Schmarotzer im dentschn Offfzierkorps gezeigt l)aben, ,Zollten ßnd müßten abgeschltttelt werden. Der Aufruf schließt: Wenn ich als Oberbeiehlshaber des deutschen Feldheeres aml Ende meiner militärischen Laufbahn meine Stimme erhebe für meine Kameraden und Untergebenen, meine treuesten Stützen in Kamps und "cot, so möge man darin auch ein heiliges Vermäckftnis aus der V^gistTenchnt enttlehmen sür che nme Zeit, für die glücklich Zukunft unseres Voltes und. für che Einheit der deutschen Stämme mit der alten Näghnimg: „Was du ererbt von chinen Vätern chst. erwirb es, um es zu besitzen." Das Kaifcrpaar erkrankt. Haa p : 21. Dez Der Kvcmkheitsznstand der Kaiserin ist derart, dag fte wohl kaum das neue Jahr erleben wird. Sie hatte vor eiingen M-onaten einen Schlaganjall erlitten, auch machte ich Htwzteiden wahrend der letzten an>i-egenden Wochen, als che ^lu^- lieterungsftage m der Oeffentlichkeit behandelt wurch?, starke Fwr't- sanntte, wodurch eine schwere Nervendepreffion lnnzuttat, die' dvr Zustand der Kaiserin rau das bedenklichte beeinffußte. Der Ka i s e: 'Vbenfa11 s ernfthaft erkrankt. Sein Ochenleiden hat nA orchblrchl verichlechtert, und es bestelst che Gefahr, daß es auf das Gehirn :chrgrei-t. Beim Kaiser sind eben'alls nervöse ErsckZn. nungen als Folge >der Auftegungen festzustellen. Aus dem Reiche. Der Zrntralrat. ^ 21 Dez. (WB.) Amtlich. Der Zentralrar ^benffchen sozialistischen R^mblik Hit sich koifftitnrert mck) dte Geschäfte chr das Reich und Prenßm übernommen. Sein Buwau befindet sich vorlramg. im.Herrenchns, Leipziger Straße. Ter •" 9 -fi 1 c und Soldaten rate Groß-Berlins ^ O^schufte für Gvoß-Berliner Ai^legenhstten iin Ab- g^orchletenhaus. Mle Vollmachten und Legitimationen, die vom ^?^ffuosrat ansgestellt ,md, verlieien am 28. Dezember ihre Gültigkeit.- Die Villmacksten für Ai^elegenchiten des Reickvs und Preupens werchn vom Zenttalrat der Republik, neue mach.en Tut Gvoß-Berlmer Angelegenheiten vom Vollzugs rat der Arbeiter- und Soldatenräte von Oftoß-Berlin aus^steilt ^ „ dllwlf Hoftnaun. Berliit, 21 Dez. (WB. Anrtlich.) Dem Minister Achffpft Hofmann ging folgende Versüginig zu: Die preußisch Regnn-mg ern.annte S:e durch Erlaß von chnte zum BcvollmäcuffqtenPreußmS :m Bundesrat. S:e werden ch.nvon urit dem Bemeillm ergebend m Kenntnis gesetzt, daß das Reichsmnt des Innern und'ch? Mmffter > »rr misivartigen Anyelcgenlieiten eirtsprecivild benack-> inchtigt wu-den sind. S t roebet _ d^schluß darrar können wir mittellen, daß es Hoimann Ter Arzt sprach die Hofßmng aus. den Patienten nunmehr durchbnngen zu können. + ‘ ^ Me Wahlen für Pttusten. 21-Dez. (WTB.) Tie von der prenßischn Regie- rimg beschlossene Verordnung über die Wahlen zur ver. fa ssun g gebend en Preu ß i sche u Landes ve rsa m m- liuiq lehnt stch eng an das NeichsN'ahlu>lan-<- sthließungsgrüiide sind die gleichen wie in: Reichswvhtgesttz bar sind alle Wahlberechtigten, die am Wahltag leit myrdeftenSl einem Jahr Preußen sind. Auf 100 000 Einwohner entfällt im allgenxinen ein Abgeordneter: in l23 Wahlkreisen, die sich ant die Provinzen und Regierungsbezirke Milehnen, fverden insgefantt 401 Abgeordiiete gewählt. Die Wahlen firrden am 26. Januar statt. ZentrumsbnnühnrMn für eine unabhängige Republik Odcrschlesien. Breslau, 21°. Dez. (WTB.) Tie oberschlesische Zentrums- presse enthält in ihrer Auflage vom 18. Dezember eine übereilt-, stimmend lautende Erklärung, die zur Bildung einer unabhängigen Republik Oberschlesien unter der Garantie Deutschlands, Polens und des Tschechenstaates aunorderl. Lierzu teüt das polnische Kattowitzer Blatt „Gazeta Ludowa" vom 20. d. M. mit, daß die Anhänger diefer Idee bereits drei Abgesandte nach Prag geschickt hätten, um dort mit Masaryk zu verhandeln Dieser hat erklärt, daß die Tscl)echen Anspruch auf Teile von Oberschlesien maclien würden, aber einer Republik Oberl'chlesien sympathisch gegenüberstäirden. Alles hänge von der Entente ab. Ec sandte einen Kurier rmch Paris, um über diese! Frage Bescheid zu erhalten. Die Abschaffung der Rangabzeichen. Berlin. 21. Dez. (WTB.) Seit dein Beschluß des Rcichs- kongresses der Arbeiter- und Soldatenräte über das Ablegen von Orden. Ehrenzeichen und Rangabzeichen geht bei der Reichsregicrung eine außerordentlich große Anzahl von Telegrammen großer und kleiner Formationen ein, die alle gegen diesen Beschluß protestieren und rn ihrer Mehrzahl ihn als einen Angriff auf ihre Ehre und eme Herabwürdigung des einzel-ren und der Formation bezeichnen. Es muß embrücll ch ■ a mt h ngmn? en focrdcm, daß es sich um ci e.r o dyn die Ehre berührenden Angriff weder 1 )anoelt, noch daß ein solcher beabsichtigt niar. Tie Orden und Rangabzeichen, für deren, Ablegung sich der Reichskongreß der Arbeiter- und Soldatenräte entschieden hat. sind Kennzeichen des einstigen, heute nicht mehr bestehenden Militarismus. Die Verdienste des einzelnen und das erworbene Recht sollen auch unter den neuen Verhältnissen unangetastet bleiben. Die Arbeitslöhne. Berlin, 21. Dez. (WB.) Die außerordentlich hohen Lo hn ste i gern ng en, die gegenwärtig an der Tagesordnung sind, stellen ?mr scheinbar eine Verbesserung der wirtschaftlicl-en Lage des Arbeiters dar: fr™ Einkommen wird lediglich nominell^ aufgebessert, in Wahrheit.sührl eine Erhöhung nur zu einem nocl)l stärkeren Anziehen der Leberrsmittel- und späterhin der Rohsdoff- und Mietpreise. Es ist hohe Zeit, daß die Lohnfestsetzung loiever in die Bahn des Tarifvertrags zurückkchrt uiid den gewerkschaftlichen Einflüssen zugänglich ivird. Ebenso muß die Anordnlrnj-g von Arbeitsniederlegungen, für die der Augenblick sicher so un-, günstig wie möglich gewählt ist, ausschließlich den Berufsvereuren der Arbeiter überlassen bleiben Von dem Unternehmer muß weitgehende Rücksickst aus die Lebensbedingungen seiner Arbeiter verlangt w-.'rden, aber auch von deren Seite ist Rücksicht auf die Produktivität des Betriebs zu nehmen, ohne die die' kapitalistische Wirtschaftsführung ebenso unmöglich, wie die Vergesellschaftung ist Ar?s Stadt unO Cnnfc. Riegen, den 23. Dezember 1918. Lebensmittel. ** Bro tverteilung. Das -aus Beständen der Heeresverwaltung übernommene Brot soll am 23. und 24. ds. Mts. ..markenfrei" gegen Abgabe des oberen Aufdrucks der 52. Wochenbrotmarke (52. Woche, vom 23.-29. Dezember) in den hiesigen Bäckereien zum Perkairf kommen. Es entfällt auf die Person iy 2 , Psicnd. Der Preis für Kommißbrot beträgt pro Pfmrd 20 Pfg., das in hiesigen Bäckereien erbackene Brot pro Pfund 23 Pfg. ** Zwiebel-Verteilung. Von Dienstag den 24. bis Dvgnstag den 31. J Dezember 1918 gelangen gegen Vorlage der Lebensmittelkarte und Maabe des Bezugsabschnittes Nr. 13 t wiebeln zur Ausgabe. Auf den Absckxnitt entfallen 2 Pfund wiebeln. > m * Einschränkungder Milchverso rg un g. Seitens des Lebensmittelamtes lutrb uns geschrieben: In der letzten Woche war es infolge der geringen Zufuhr von Vollmilch nur unter oußewiden blichen Schwierigkeiten möglich, die Bezugsberechtigten Nrit der ihnen zustehenden Vollmilch yii beliefern. Wie in allen «Jahren ist gerade vor dem Weihnachtsfeste infolge des Kuchen- ' backeus der ländlichen Bevölkerung ein weiterer Rückgang der 'Anli'ferung zu verzeichnen. Es werden deshalb, falls am 24. d. Mts. nicht genügend Vollmilch vorhanden sein sollte, an diesem Tage nur Kinder im 1. und 2. Lebensjahr und Stillend« beliesert werden. Diese Maßnahme wird selbstverständlich nur im äußersten Notfall erfolgen. In der Folge erfolgt die Lieferung dann wieder regelmäßig. ** Keks und Bo nbons werden ab heute mittag in verschiedenen Geschäften verLruft, die aus dem Anzeigenteil zu ersehen sind. ** Freibank. Dienstag den 24. Dezember werden von 2—4 Uhr die Nummern 881—1000 beliefert. T * ** P ers o nalna chri chten. Uebertrvgen wurde am 12. Dezember dem Lehrer Ludwig H orn zu Schwanheim vom 1. Dez. ab, eine Lehrerstelle tofsbescl)>as- fungen stehen wir in Vorverhandlwrgeir und werdeir rncht verfehlen die beteiligten .Kreise entspreckvmd zu verftändigen, so- bald die einzelnen Pläne so weit spritchreif werden. ** Zur Berufswahl. Eine große Anzahl von Kmdern, dic in jedem Jahre mrs der Schule entlassen wird, erlernt keinen Beruf. Den Eltern ist es vor allem toichtig, daß die Kinder so schnell als möglich etwas verdienen. So 'treten die Kiraben als Gelegenheitsarbeiter oder dergleichen in irgendein Geschäft oder einen Betrieb. Sie arbeiten bald lfter, bald da, verdienen ivohl sofort Geld, stehen aber im späteren Leben weit hinter ben g>'lernten Arbeitern zurück. Den Eltern, Vormündern und Lchrertr kannicht dringend genug angeraten werdmr, belehrend einzuw'rken, oaß die der Schule entlassenen Kinder einen ihren körperlichen und geistigen Anlagen entsprecharden Beruf erlecnen, denn die Wahl des rich igen Berufs ist entscheidend für das Glück des Lebens. Der Ortsgewerbevercüz Gießen hat im Anschluß au die l>ereits bestehende 5)ani>werker- Beratungsstelle (Geiverd'haus, Kirchstraße 16) eine Lehrlingsoer m it ttungs stelle eingerichet, die sowohl den Hand- nerkern, wie auch den >Lehrlingen unentgeltlich zur Verfügung steht. . , ** T ie Deutsche demokratische Partei hielt, che man uns schreibt, bis heute nenn Versammlungen ab, die sämtlich sehr gut besucht waren uiid den Rednern reichen Beifall eintrugen. So z. B. ani Sonntag (22.) in Leihgestern und Steinberg-Watzen- born, wo Justäzrat Gr ü n ewa l d-Gießen vor einer 150 bis 250 Leute zählenden Zuhörerschaft das Programm der Partei unter nahezu einstimmig?! Zustimmung der Amvese,rde,i entwickelte. ** Die Amtsräume des H auptste u e r a m t s sino am 25. ds. Mts., dem ersten Weihnachlsfeiertage, von vorinitt-rgs 11—12 Uhr zur Abfertigung von aus dem Auslt.ibe eingehenden den Zusagen von Fvch verfügte der französisck-e Ortskommaitvcuik- idaß alle männlichen Personen, die nicht bereits vor dem Äräeg daselbst ansässig nraren, interniert werden, wenn fte fich nchiL innerhalb 48 Stu,ü>en entfernen. Diese Anor-mnng trifft eine große Anzahl Eisenbahnbe-anrte und viele hundert Arbeiter d«c dortigen Hau ptwer kst ä t te , der größten für die Entente arbeitenden Lokomotivwerkstatte, die dadurch vollständig lalMgelegt wird. Diese Maßnahrne macht es Deutschlmrd unmöglich . die in Tner läbernommene Ablie eiTUng von Lokomotiven durchzuführen. Bon der Waffen still st-cmdskom Mission in Span ist Protest eingelegt wordm.. Ti-? deutsche W.i'f nstillüandtL>?mmission. ^ Frankfurt ä. M., .2 Dz. Die Ue e g-an s.oege von dem besetzten Gebiet in die neutrale Zone ivuroen am ^amsrag oon den Franzosen durch mächtige Drahtverhaue abgespcrct. Höchst, 22. Dez. (WTB.) Der französijche Platzkomm a n d a n t von H ö ch st ordnete an, daß der gesamte Verkehr zwischen dem besetzten Gebiet und der neutralen^ Zone, also auch zwischen Höchst und Frankfurt a. M., völlig gesperrt wird. Me erteilten Pässe sind als ungültig erklärt ivorden. Die Franzosen rissen in der Grenzstadt Nied die Schienen austHier- durch entsteht in den Vororten Frankfurts in kürzester Frist Ar- lieitslosigkeit. Die französische Besetzung ordnete gleichzeitig die Gestellung von Geiseln an, welche das Wohlverhal^c der Arbeiter gewährleisten sollen. Gegen diefe Verordnung, die zum Wortlaut oes Waffrnstillstcmdsabkmnmens in Wi.erspruch steht, ist Protest erhoben tvorden. Die deutsche Waffenstillstandskommission. =3 Frankfurt a. M., 20. .Dez. Einer Anordnung der französischen Militärverwaltung in Höchst a. M. zufolge wurde der .Verlauf der Besatzungsgrenze gegen Frmrkfurt wie folgt frstA'setzt: Ter Westvcurd von Neu-Isenburgs die Straße Ne u-J,carba rg—Niederrod, die Eisenbahn westlich Niederrad, brr dAain bis Niddamündung, die Nidda vom Main bis Rödelheim (dieses nicht besetzt), die Linie Rödelheim nach Oberursel, von hier in den Taunus nach Arnolds Hain. Oberursel wird nicht besetzt. Diese Grenze gilt als endgültig. Tie Bewohner der besetzten Zone die endgültig in die nicht besetzte Zone übersiedelst wollen, müssen dies dem Administrateur militaire srancais in Höchst durch Vermittlrmg ihres Landrats anzeigen. Für den besetzten Teil des Oberbaunustreises wird in Cronberg ein neuer Landvat eingesetzt. Berlin .22. Dez. (WTB.) Die deutsche Waffenstillstands- konlmission ist nach der Entscheid,mg der Alliierten nicht in der Lage, Ein- uird Ausreiseerlaubnisse in den besetzte,: Gebieten zu erteilen oder zu vermitteln. Sämtliche Ersuchen müssen an die lokalen Militärbehörden der Allier'«'' gerichtet werden. Die deut sche Was enstllis'.a nds ommvsion. 2lmtlicher Teil. Wnh'nachts-PosMrketen geöftivet. ** Berichtigung. In der Besprechung Hessens Kunst in der Sonntagimmmer mußten aus Platzlmrv.gel nack)träglich toesent- liche Kürzungen vorgeiwmmerr worden. Durch ein Versehen^ sind hierbei bei Hessen buch 1918 einige Zeilen ausgefallen, so daß ein; sinnentstellender Passus entslairden ist. ■ Es muß richtig heißen: Dm Echpfriler des Buches bildet eine Novelle von Atfted Bock: „Alte Liebe", die auch dm Charakter des Hessenbuches am besten wabrt, denn sie gibt Land und Leute in kerniger Volks,raher Weife. Kasimir E d s ch m i d t, der sick» in der modernsten Literatur einen Namm gesckmffm hat, ist nrit dem Beitrag „Ter Lazo" vertrotm, der Abwendung eines Uebersättigten vo,ch der Ueberkullur, unr „von gauz unter her die Welt zu ^durchstoßen". Der Beitrag ist stark dl der Schilderineg gestrafften Erlebens, leidet aber noch au über gärigem Stilsuchm und ausgvdehntm Reslexioue,: inmittm knapper Scknlderung. — Auch in .unserer Ronlaufortsetzunr; ist durch Verschiuldm des teckflnischen Betriebes ein Satz fort ge b liebe u„ toodurch der ganze ZusammenhaM zerrissen wird. Es muß in der zweiten Spalte zu Beginn des erstm Absatzes heißm: „Als er am Nachmittag nach Hstagsabgvordncten Rick:errd Müller Fulda, auf. An zweiter Stelle folgt ein Arbeitersekretär. -- Frankfurt a. M., 22. Dez. Mit dem Sitz in Frankfurt a .M. wurde hier für Hessen und Hessen-Nassau auf Veranlassung der hessischen Regierung und des Oberpoäsidcnten in Kassel eine Landwirtschaftliche Zweig st eile errichtet. X. Hanau, 20. Dez. Zum Direktor der hiesigen städtischen Oberrealschule ist der Direkwr der Realschule in Barth (Pommern), Dr. Franz Ost, gervählt. , = 5? a f f e l % 22 . $«*. Tie Stadwermckmetenversammlung bewilligte 5 955 000 Mark für Notstandsarbeiten, die sofort in Angrift genommen werden sollen. Maßnahmen der Franzosen im Brückenkopf Mainz. Fran t f ur t a. M 23 Dez. Die deutsche Waffenstillstands- kommlsswn teilt dem WTB. nrit: Ter Vorort Nied bei Frankfurt M, ist gcshevi von den Frgn-vsen besetzt worden. Entgegen Bekanntmachung. Velr.: Unterricht der Husbeschlagschalle zu Gießen. Mit dem 1. Jammr 1919 nimmt die Hufbeschlegschule zu Gicßm ihre Tätigkeit wieder auf und beginnt auf Grund der Lehr» ordrunig vom 19. Juan 1891 einen halbjährigen Unterrichtskursus zur Vorbereitung für die Prüfung zivecks Erlangung des Besähi- gmigsaustveises zur selbständigen Ausübung des HufbcschLag- getverbes. Für die Teilnahme an dem Kurs kommen ;tur Schmiede in Frag?, welche die zur Erlernung des Hufbeschlags ilnumgänglich notwendige Handfertigkeit bereits besitzen. Anmeldungeii haben zu erfolgen bei dem Kreisveterinärarzt Prof. Dr. föiell in Gießen, Wilhelmstraße 21, der auch zur Abgabe weiterer Auskünfte bereit ist. Gießen, der: 21. Dezember 1918. Kreisamt Gießen. _ I. V.: L a n g e r m a n n. _ Bekanntmachung. Auf Grund des Art. 16 der Verordnung über die Wahlen zur verfassunggebenden Volkskammer der Republik Hessen vom 3. Dezember 1918 fordere ich hierdurch die Wähler auf. Wahlvor- schlüge für die am 19. Januar 1919 stattsindenden Wahlen spätestens bis zum Moirtab den 30. Dezember d. I. bei mir einzu- reicheii. Es wird liier be: darauf hin gewiesen daß nur für unver- änderted Wahl Vorschläge gestimmt werden darf. Bei der Einreichung der Wahlvorschläge ist das Folgende zu beachten: 1. In einem Wahlvorschlag dürfen nicht mehr als 70 Bewerber vor geschlagen werden. Kein Bewerber darf sich in mehr als einen Wahlvorschlag cmffiehmen lasten. 2. Die Vor geschlagenen sind nach Zu- und Vornamen, Beizeichen. Stand oder Beruf und Wohnort, bei verheirateten Frauen auch Geburtsnamen, zu bezeichnen und in erkennbarer Reihenfolge^ aufziiführen. 3. Jeder Wahlvorschlag muß von mindestens 50 in der Wählerliste eingetragenen Personen unterzeichnet sein. Die Unterzeichner der Wahl vor sch läge sollen ihren Unterschriften die Angabe ihres Berufes' oder Standes smvie ihres Wolmorts (auch Straße und Hauslmmmer ihrer Wohnung) beifügen. Dieselben Unterschriften sollen nicht unter mehreren Wahlvorschlägen stehen. 4. Dem Wahlvorschlag ist cmzufügen: a) die Erklärung eines jeden Vorgeschlagenen, daß er der Aufnahme in den Wahlvorschlag zustimme, b) eine amtliche Bescheinigung der Bürgermeisterei, daß die Unterzeichner des Wahlvorschlags in die Wählerliste ein- gettagen sirrd. 5. Jeder Wahl vor schlag soll mit einem mrs die Parteizugehörigkeit der Beiverber hinweisenden oder sonstigen Kennwort Verse l>en sein, das ihii von allen anderen Wahl vor schlagen deutlich unterscheidet. Das Kennwoi't darf weder gegen sttafgesetzliche Be- stimMimgen rroch gegen die guten Sitten verstoßen. 6. In dem Wahlvorschlag soll ein Vertrauensmann be- zeickmel^ werden, der für die Verhandlungen mit dem Landeswahlkommissar und der Landeswahlkommission, zur Rücknahme des Wahlvorschlags sonne zur Abgabe und Rücknahme von Verbin- dungserllarungeu bevollmächtigt ist. Jir derselben Weise kann ein Stellvertteen und zu behandeln süid. In solchen Fällen müssen dic Unterzeichner der betreffenden Vorschläge oder die Vertraueiismüwier übereinstimmend spätestens am Dienstag den 9. Januar 1919 dem Landesfvahlkomuiissar gegenüber schriftlich erklären, daß die Vorschläge miteinander verbunden sein sollen. Jeder Wahlver- schlag darf nur einer Gruppe von verbundenen Wahlvorschlägen angehören. Wahlvorschläge oder Verbindungen von solchen, die verspätet eingereicht oder erklärt siird, oder den gesetzlichen Erfordernissen nicht eiitsprechen, werden iiicht zugelasten. Die Anschreiben sstid zu richten an den Laudeswahlkommissar in Darmstadt, Staatsministerinm, Neckarftraße 7. Darm stadt, den 14. Dezember 1918. Der Landeswahl kommistar. Dr. Neid hart. Bekanntmachung Die von der Front zurückkehrenden Truppen haben viel Vieh zurückgebracht, welches größtenteils Maick- und Klauenseuche hat und daher zur Verhütung der Weiterverbreitung der Seuche ab- geschilachtei werben muß. .Infolgedessen sind wir nicht in der Lage, in der näckstten Zeit Vieh von Landwirten abzunehmen. Wir bitten die Landwirte, 'das Vieh, das zur Wlieferung bestimmt war, trotz der Futtcrknappheit noch einige Zeit zu behalten. Würden wir das aufgenommene Vieh jetzt abnehmen, so würde im Früh- jaln eine außerordentliche Knappheit an Vieh und Fleisch cin- tteten c 10014c .Gießen, den 21. Dezember 1918. tvberhessischer Viehhandelsverband. Der Vorsitzende: ' ^ Prof. Ro sende rg. Eetzte Nnckrichten. Hkrdenburgs Anteil am Sturze c^tu**«* tin *23. £<**. Herzogs „Republik" vorössentlicht in ihrer führl ich mit der <&Tfoit des Reichs Ürners n SÄ" --- «ÄSJÄfÄSÄs SMM-MZM sir.ff.-t r ^"seichen )d, mcht LUs den Rerck-ZLmrler Ik-nd «K te« «ä.t sH"l? £ ' X b°-va«t. bi^TSnVjät^l wÜi 7 ? l r Zusammenhang darf ich ab.r aub allae-nein tzu.l ^e shvhe Bedeutung hinioeisen, die m^nes Eoach en^ ^ne Eden wlittchcn FüL,E MS D-ranstellen wiCC n& Me 'Äbeutunj, Mc ein solch« ywtt nrr das Bertrauen des Volkes zu Ein Msil'^Ft/i-t Öorftrmtg^n, Me . Masestitt mit dm Poll- Mhrem 'mrd dws leteen, dast Mar ®t>. Wasestät gewillt [inb, bem Vtokc et« gtdfcveS 9fta& ton Mitarbeit an beit Geschicken des Landes zuzugefwlMN, daß at>er die Grenzen seststeh-n Dann werden bte linken Parteien sich bescheiden bid rechten aber werden sehen, dass die beschrittenenl ^ K5^1 W 1 " den Abgtunb führen. Beide werben ton per Bonttk nblenfcn nnd ftott benot positiv Mitarbeiten Ew Ma. Mt werden aber ans emer solchm FühlnngnalMe mcineZ Er. die Ueberzeugnng gewumen. daß die recktten Parteim noch vr'ner die Vertreter desientgm Teiles des Volkes sind, der auch M ^h chn chs«n wib »kme Forderun»! bereit ist. selbstlos ,*ü m lebten einznstehen. mögen mich !?» Fest^lten am Ba!tehe!iden und im Betonen chres Standpunktes manchmal zu weit gegangen sein. Ew. Majestät toerbejt aber auch anherdem ein sichereres Bild Über mmiche andere -dorgange aus dem polrttschen Gebiete erhalten. Die Stock- L°, ;ül r jL“<" 3 FC 'i'; n , i . tft leider in den Augen der Welt und des MKt» Volkes mcht das geM'^m. was sie sein sollte: ein priva'er Schritt der sozialdemokratiichen Partei. Sie ist wM$f tt 9ru‘£ '$K Atchenwelt"glanbt^dahwter ^Ewf Absichten zu sehen und noch mehr fühlen sich die anderen Iss nmLkcknie Mkckm Urs #rrrn ss^lchztz Jms. lu-uen ,:cy ote anoeren irS c-S * 1 Recht hinter den schnnüar von der Regierung 8 5.§^°°lrohr bcmchten So.naldemokra.'en zurückg-seht. Durch die Ä. bt ,? rnternatwiialen sozialdemokrat,schien Tendenzen zweifellos verstärkt und auch un Innern hat dadurch das Au- ieyen des monarchischen Staates sebr aelitten BdSthS? ^ die Politischen Fnhr^ Ew. Majestät bestätigen. Gestatten Ew. Maiestat nnr noch ein Wort über M?^?ldemokratie. ,Die sozialdemokratische Tendenz J? Ändert nicht so- verbreitet, als dies mich dem Auftreteij §emes;eir, angenommen sJ U S 1 «!? s^te sich der sozialdemokra- 5arbeitenden Bevölkerung überhaupt von seinen Führern los, so oaß drese nun allem standen. Leider übernahm es f ln ^'^ r€ : r J Clt -rtT die F-Ührung zu übernehmen. Masse ist dann allnrählich wieder in die Vande der soz ra lde m o kr a t i s ch en Häupter gekom- rmüfrÄ^r lt nur Mitläufer. Die sozial- demokratische Arber sgemernschaft hetzt die niedrigsten Instinkte auf nnd dre sozialdcmokransche Mehrheit ist gezwungen, um nicht den Nommr von A. H. Adams. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) (37 Aber diesmal lvar in ihr^ir Tränen mehr äks bloßer Mrrmner. -Sre toar nicht länger ein schmollendes Kind, ^rrkl ar Vt\ .? l0n großer Sorge niedergedrückt L?be. Und wahrend rhr Vater noch schwankte, kehrte lene Nacht m serrr Gedächtnis z-urück, da er sie allein im ,Dnn*eln lMtte weinen Hörem Auch entsann er sich jener Unterredung m fernem Schlafzimmer, als das arme Kind fast rm Begrrsse stand, chn rns Vertrauen zu ziehen. Dann sahen ihre hübschen Augen in letzter Zeit anch so aus. Ms ob fte zn vret gerveint hätten; sie loaren von Schatten Umlagert, die das Herz des Vaters gnättem Sie ging mit starrer (Ärtsck/lossenheit in den Angen im Hause umher, schrak auf, weirn darüber zu ihr geredet ivnrde. rrnd versank rn gedankenvolles Schweigen, Und nun wurde durch, die Umschlingung dieser weichen 'Arme Galäl-ad Jones, der irrende Ritter, Friedensrichter Mmllrenvater, Bankbeamte mild achtbare Hausverwalter nt Versuchung geführt. „Laß sie heute abend ausgehen," lautete sein Richter- sprrrch ; ,^aber rn Zukunft muß sie sich mehr in acht nehmen. Sre hat sich wahrscheinlich auf heute abend gefreut, aber sre muß das nach,temal erst die Erlaubnis ihrer Mutter einholen. Urrd sie muß um zehn zu Hause sein." Kathie küßte chren lieben älterr Papa und trocknete ihre D:anen — sre brauchte sie ja jetzt nicht mehr — und ver- schwarrd, um sich prächtig für ihn herauszuputzen. Ernfluß zu verlieren, ebenfalls alle Forderungen ihrer Anhängsk, mögen sre noch so albern und ungerecht sein, zu vertreten !Äenn sonnt eine sozialdemokratische Gefahr zur Zeit noch nicht besteht, so ist es doch höchste Zeit, daß die Regierung die Zügel straff nimmt. Die höchste Sorge ist augenblicklich, die Stimmung im Volke zu heben; das muß unbedingt geschehen. Sonst verlieren wir Auch unsere Bundesgenossen bedürfen einer kräfrigeren Rückenstärkung. Soirst ist die Gefahr vorhariden, daß sie absallen. c f_ i c ßt, im Innern dre schwierigsten wirtschaftliäicS und für die Zukunft bedeutsamsten Fragen zu lösen: die Ernäh- »niNffypniE Vorliereit.'mg der Umstellung in die Friedenswirt- scha t usw. Es en st h bl: Fc:ge O) b i Kurz e zu : Lösung dieser vi-'ugerr — und jie müssen richtig gelöst werden, sonst sind wir verloren — imstande ist. gez. .Hindenbnrg." Die Frage der deutsche,» Kolonien. ^ 21. Dez. MTB.) Reuter: Minister de Wet erklärte auf denr Kongretz der Tiamantgräber, die britische Regierung beabsick>tige, Deutsch-Südlocstafeika der Regierung der Union zu übergeben. , Diese solle auch darüber zu Rate ge-og« werden, was mit Teutsch-Ostafrika zu geschehen habe. Wilsons Pwgramm. #£!}• i 1 - Der. (WTB.) Im Senat schiug der republikanische Führer Lodgeoor, fünf von den 14 Punkten Wilsons bis nach Mschluß des Friedenskongresses zu vertagen nämlich, den Völkerbund, die Freiheit der Meer«, me geheime Diplomatie, ^die wirtschaftlichen Beschränüingen und die Einschränkung der.Rüstungen. Wilsons Besuch in London. §oudon.s21. Dez. (WTB.) Reuter: Die Anordnungen für den Besuch Wilsons sind jetzt so getroffen, daß Wilson Montag, den Jo., in Dover an kommt, wo er vom Herzog von EonnaugM und dem amerikanischen >Botsck>aster empfangen wird. Der Prä- ,ident wird London ^im 2 Uhr 30 nachmittags erreichen lunb vom König und von der Königin auf dem Bahnhof Charing Croß empfangen, worauf die Fahrt nach dem Buckingham-Palaft geht. Wilson wird am Vorinittag uiid Nachmittag des 27. Dezember mit den britische nMiniftern konferieren, am 28. eine Willkommen- adreße der Citv entgegennehmen, am 30. zum Ehrenbürger; von Manchester ernannt -werden. Mn 31. Dezember Wirer London weder verlassen. Konkursverfahren. Ueber den Nachlaß des Zimmermciners Richard Schubecker in Gießen wird heute am 21. Dezember 1918 vormittags 9 3 / 4 Uhr das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Louis Althoff in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursfordernngen sind bis zum 9. Januar 1919 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Berwallers, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in 8 132 der Konkursordnnng bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Freitag den 17. Januar 1919 vormittags 10 Uhr vor dem Unterzeichneten Ge- -richte — Zimmer 11 — Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konknrsmaffe gehörige Sache im Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Besriedigunc in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 9. Januar 1919 Anzeige zu machen. ^_.Hessisches Amtsgericht in Gießen. iooi 9 B Ern füarrte ihren Mann an, als ob er ein Fremder sei. mtb grng frnfter an ihre Vorbereitungen zum Abendbrot. Und nachder etwas bedrückten Abendmahlzeit, während di^M^eren Mädchen aufwnschen, schalt Em ihren irrenden . "Ich Wundere mich über dich, Vater, daß du dem Kind Ü u^ b?T herumzntreiben und in wer weiß .vas für UimnnehnilickMten zu geraten, und daß du dich von rhr um den kleinen Finger wickeln läßt." so jung." erwiderte er demütig. „Laß sie SI> 42 mie6cn ' ® m - ®“ ^ißt K wir ttraren ^ tnfft ntit emem jungen Mann zusammen!" keifte Em — niro ihr Keifen war wirklich gerechtfertigt. „Gerade deswegen wünsche ich, daß sie ansaebt" saate dreser verwunderliche Ehemann. 9 , lag „Nun, bei allen —!" begann Em und erhob- protestie- wnd ihre dicken Arme zur Zimurerdecke empor, die aber für sre ein tauber Himmel war. „Erllmerst du dich nicht mehr daran, was für Mühe es um mit mir zusammen- zutrefsenfuhr dieser erstonnliche Ehemann fort. „Ent- srnnft du dich nicht rnehr all der kleinen Kniffe, die du anwenden nnlßtest, um deine Mutter hinters Licht zu füh- rem? Wrr srnd alle nur einmal jung, und Käthie soll ihre .Mgend rncht zerstört werden." örürgt sie ihn nicht mit zUm Abendbrot, damit ich ihn nnr anichanen kann und sehen, ob alles mit ihm in Ordnung ist?" ^ "^ber diese kleine Heimlichtuerei ist der beste Teil des Spaßes für sie," erklärte ihr Mann urrd lächelte sie freundlich an mit ernenl Blick seiner kleiner: inunteren Angen der rn der Vergangenheit weilte. „Erinnerst du g'oohurtig wir uns vorkamen wegen unsrer uuser Geheimnis ganz für uns zu behalten?" Em lächelte. O ja," sagte sie beinahe eifrig. „DaS war ern großer Spaß. Und nachher bekamen wir heraus, w. n! e 6«nze Seit über gewußt hatte; Mütter haben schärfere Augen, als wir glauben." ein, da sie sich bewußt wurde, daß sie gar nicht oeabsichtrgt hatte, so etwas zu sagen. Gally hatte ihre Stellung als zornige Mutter ernem rebellischen Kiiide gegenüber untergraberl. Mer der kurze Aerger verschwand. ^ sch^.ergend da und ließ ihre Erinnerung zurückschweifen in iene Zeit, da Galahad, der elegante, ehrqeiziae Bankbeamte ihr heimlich fcxm Hof rnachte. Ja, das waren Tage gewesen — und Lkbende! „Ich glaube, wir werden alt, Gally," sagte sie mit ungewohnter Weichheit in ihrer Stimm? und eine? ^ oochtigen Trubheit m ihren müden Augen. Ich ataube me ^ r llanz mitfühlen oder versieben' ^ VÜ K 0x1 S^r b 2 n 6Ezen Dag über im Laden ab^ grausam, wenn man sie an den ^ Q Mt U71 ^ ^ Mädchen ist doch noch SÄ ii? 5 ZÄÄ TO1 '' ~ iä > (Fottsetzung folgt.) Die Nachrlchten-Erfatz-Adteilung 18 benötigt etwa 9907 O 10-30000 qai bcHtlkien Skai tleerstebcnde Fabriken) zur Lagerung von Fernsvreck- geraten usw. Angebote mit Mietbedtngungen sind an die IOei»nnS8. nndi Fc*Itl S eittte-Ko..i»ni««Ion der ^achrlch(en l,nia!g-Abteilung 18 zu richten. Senoscop-Apparaf Das Kino im Hause STea! ^Ten! dankbares Weihnachtsgeschenk f. d. Jugend empfiehlt Med.-Drogerie zum Kreuzplatz 6 pezlal*Photo*Ilaai Kreuzplatz 9. (yüi oie ^elüvermn, .ungSgeseüschaitz.O.ueckborn sollen Montag den 3(1. Dezember vorm. 11 Ubr auf dem Viachnu-> zn Qneckborn in mehreren Losen vergeben werden Grabenarbeilen veranschlagt zu . . 870 Mk. HohlverschleifnngSarbetten „ „ . . 4350 Mk. Die B erdivgungönnerlagen liegen auf Heff. Bürgermeisterei Qneckborn zur Einsicht offen, wo die Angebote in Prozel,.en des Kostenanschlags verschlossen und postfrei vis zum Eröffn- ngStermin einzureichen sind. Znschlagssrisi 3 Wochen. 10021V Gießen, den 20. Dezember 1918. Kulturtnspeklion Gießen._ H- Steinba ch, Baurat. Bekanntmachung. Zwecks Lichtersparnis werden voil Montag den 2 3. Dezember l. I. ab die Kassestu n den der Unterzeichneten Sparkasse bis auf weiteres auf 8 1 ' bis 1 Uhr vormittags festgesetzt. 9998. De r Vors tand der Bezirksfparkasse Gießen pserde-versteigerZlngi Dienstag den 24. Dezember werden 150 Pferds in Lollar versteigert. — Beginn vormittags 9 Uhr. * 0007 D Pserdr-Kommission. Konkursverfa hren. Schwarz - Weiß - Lichtspiele Selterswes 81 Selterswes 81 Täglich Künstlerkonzert «WWMMM ■ | w«*"-) ii im iif'iim |||||inniiii.jj!.|]j.j|,|, idiiii, n„, lu Ab Dienstag 24. Dez. bis inkl. Freitag 27. Dez. kommt der erste Teil des grössten Kultur- und Aufklarungsfilms der Gegenwart Keimendes Leben r in 6 Akten von Dr. Paul Meissner zur Uraufführung — = jj t n 1 ! 1 m i n 111111 n 1111 m i üTTTmTiTTttttttt^ 1 . Peieitag von abends 7 Ubr ab im Bootshaus Pferde, Puppen usw. »ehr gronse Answahl, Wiederverkflufer Rabatt. Carl Schunck. Ueber das Berntögen des Nachlasses von Zimmermeister Wilhelm Bechthold in Gietze» wird heute am 20. Dezeniber 1918 vormittags 11'/z Uhr das Konkursverfahren erösfnet. Der Kaufmann Louis Allhoff in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 9. Januar 1919 bei dem Gerichte anzi,meiden. Es wird zur Beschlußsassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Glän- bigcrausschussi's und cintretendcn Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstäüde und zur Prüfung der angemeldetcn Forderungen auf Freitag den 17. Januar 1919 vormittags 9 Uhr vor dem Unterzeichneten Gerichte, Zimmer 3, Termin anberaumt. 10018ß Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegebcn. nichts an den Gemeinschnldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlcgt, von dein Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen- dem Konkursverwalter bis zum 9. Januar 1919 Anzeige zu machen. Hessisches Amtsgericht in Gießm. «strobsäcke, solange Vorrat reicht, hm abzugeben [0879 t 9JL Mühlstein, Gießen Selleröweg 81 . Tel. 532. r die feoimneiideii Feiertag! empfehle einen vorzüglichen Pi- ii. Weiflweia. i Tob. Seidel, LudwiaSv lan Batterien == vom Guten das Beste, = tflr Kantinen —Wiederverkauf I Cav*fi Schunck 10013 i>er Vorstand. Habe mich in Fronhausen, Bezirk Casse! als praktischer Arzt und Assistenzarzt meines Vaters niedergelassen. ^ D. Wigand jun., praktischer Arzt. Fronhausen (Bezirk Cassel), den 14. Dez. 1918 Sie finden solche in gewebt gestickt und aus Satin in allen 9946a Arten. Mit und ohne Füllungen! Preise: 20,' 50 15,°° 9 00 d. 7. 50 Kissen ^ehnusKnlomon "dessen%Z/ Sciiu&mß* viele Formen, alle Weiten Mäßige Preise! Cjf fedehaus Q qbrtion (atrj«a) Karbid- TiSinprn empfiehlt C®»p! Schunck Durchschlagpapier Kohlepapier Farbbänder i zu günstigsten Preisen, Franz VogUCo., Cieflen Schreibmaschinen h i us Goethestr. 32. TeL 2064. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzlich© Nachricht, dass unsere liebe, stets treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Schwester, liebe Grossmuttor, Schwägerin und Tante Gerirud© RSüSles* efel».l 3 atje , &li heute morgen um 4 Uhr plötzlich infolge eines Herzschlages sanft entschlafen ist. , «.u l Im Namen der tieftrauemden Hinterbliebenen: Fräs« 3Iarie llhlenhant Witwe Familie Hugo Thlelmann Familie Hann ltinsland Familie Wilhelm Kaiser Familie Marlin and Lambert Habetta nebst 6 Enkcikindera. Giessen (Neuenweg 42), den 22. Dezember 1918. 08889 Die Beerdigung findet Mittwoch den 25. Dezember mittags 3 Uhr ron der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt Todes-Anzeige. Was ich jetzt tue, weißt du nicht, Du wirst es aber hernach erfahren. Tieferschüttert teilen wir allen Verwandten und Freunden die schmerzliche Nachricht mit, dass mein lieber Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder, unser lieber Sohn und Bruder, Schwager, Schwiegersohn und Onkel, der Betriebsführer Jakob Zeiler Iihaber des E. K. II and des Erlogsehrenzslchsas heute morgen 4 Uhr an derselben tückischen Krankheit verschieden t wie seine beiden ihm im Tod vorangegangenen Brüder. In tiefer Trauer im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lina Zeller geh. Jockei. Stockhausen, 22. Dezember 1918. Die Beerdigung findet am Dienstag den 24. Dezember nachmittags 2 l /*Uhr statt. — Von Beileidsbesuchen bitten wir wegen Erkrankung der Familienmitglieder absehen zu wollen. 10014 Todes-Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß nach Gottes unerforschlichem Ratschluß unsere liebe, gute Tochter und unvergeßliche Schwester, Tante und Nichte Elisabeth© Hinge! im blühenden Alter von 23 Jahren am Samstag nachmittag 3 Uhr nach kurzen schweren Leiden uns durch den Tod entrissen wurde. In tiefem Schmerz Die Hinterbliebenen: Eltern: Heinrich Ringel, Wagnermeister. Fli&abethe Ringel, geb. Weller. Heinrich Ringel. Xlarg. Ringel. Heinrich Jlank u. Frau Laste geb. Ringel. Wilhelm Ringel. Lina Lötz und alle Angehörige. Alten-Buseck, Bad-Nauheim, Wieseck, den 21. Dezember 1918. Die Beerdigung findet Mittwoch (L Feiertag) nachmittags 2 Uhr rom Slerbehaus aus statt. 0S392 Matthäus - Frauen - Verein Freitag den 27. Der. nachm. S Uhr im Markussaal Vortrag von Fr!» Flick Warum sollen wirFrauenrvählen? Alle trauen und Mädchen der Gemeinde sind hierzu freundltchst eingeladen. 10033d Der Vorstand Aty Freitag den 27 . Dezember l. I». (3. MeihnachtSfeiertag) abend» 8 1 /* Uhr findet im Gcwerbehau», Kirchstraße 16 Part. eine Versammlung statt, zwecks Aussprache über Zusammenschluß de» Handwerk», Errichtung einer Zentralgeschäft», stelle sow. Stellungnahme zuwicht. TageSsragen. Referent: Prof. vr. Krausmüller. Das Erscheinen der Handwerker au» allen BerusSzweigen (auch Nichtmitgiieder) ist dringend notwendig. 10025D Ortsgewerbeverein Gießen Lina Weisenbach geb. Rochensies Louis Weisenbach Verlobte Leihgestern, Dezember 1918 Zwiebel-Verteilung. (Ausgabe Nr. 13.) Von Dienstag den 24. Dezember bis Dienstag den 31. Dezember 1918 gelangen gegen Vorlage der Lebens' mittelkarle und Abgabe des Bezugsabschnittes Nr. 13 in den Kleinhandelsgeschäflen, bei denen die Vorbestellung erfolgt ist, Zwiebeln zur Ausgabe. Auf den Abschnitt enlfallen 2 Pfund Zwiebeln. Die Kleinhandelsgeschäste haben die vereinnahmten Bezugsabschnitte Nr. 13 zu sammeln und zu je 100 gebündelt bis spätestens 2. Januar 1919 au das Stadt Lebensmutes- amt, unter Beifügung einer schriftlichen Mitteilung über die Anzahl der abgelieferten Abschnitte etnzusenden; die nicht abgeholten Zwiebelmengen find dem Stadt. Lebens- mittelamt, Zimmer 12, zu melden. „ ri _ . Nichteinhaltung dieser Frist, sowie Unregelmäßigkeiten bet der Abgabe haben den Ausschluß von der Zwiebelverteilung zur Folge. _. OT , Gießen, den 22. Dezember 1918. 10043B Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). __ MpitioiveMr die Verbindungen mit der Industrie haben, für eine einträgliche Sache (keine Versicherung» gesucht. Angebote an die 10031 sl Industrie - Beratungsstelle Treuhandgesellsch. f. Technik m. b. H. Cbarlottcuburg 4, Mommsenitraße 14. sucht 08599 u. Brotverteilung. Das ans Beständen der Heeresverwaltung übernommene Brot soll am 23. und 24. ds. MtS. »markenfrei" gegen Abgabe des oberen Aufdrucks der 52. Wochenbrotmarke <52. Woche, vom 23.-29. Dezember) in den htefigen Bäckereien zum Verkauf kommen. Cs entfallt auf die Person l l /a Pfund. Der Preis für Kommißbrot beträgt pro Pfund 20Pfg., das in hiesigen Bäckereien erbackene Brot pro Pfund 23 Pfg. Gießen, den 22. Dezember 1918. 10045B Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt)._ In den nachstehenden Geschäften werden ab heute mittag KekS die Nolle zu 37 Pfennig, und Bonbons das l l 4 Pfund zu 1,60 Mark in Originalpackung verkauft: 1. Abels Schokoladengeschäfi, SetlerSweg. 2. Alienvohl, Geschw., Plockstraße. 3. Bakof, Frieda, Seltersweg. 4. Hunte,nanu, M., Seltersweg. 5. Leo, Geschwister, Bahnhofstrahe. 6. Norddeutsches Schokoladenhaus, SelterSweg. 7. Richter, Fr., Sirchenplatz. 9. Weihl, Lrna, Mäusburg. Aas dem Felde zurück, 10034 habe ich nach 4'/,jährigem Heeresdienst mein Geschäft, welches von meinem Vater teilweise weitergeführt wurde, in vollem Umfang wiederaufgenommen. L Albert Hess, Schmiedenieister. 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