M. 298 168. Jahrgang feicfetncr Anzelyer crtd^iut täglich, nutzer Eoi'ntagS. - Vciloaen: Girbener/kamilievtzlSIter; drerttctt frir den Nreir SietztA. V^!>g««relr.- monotltöck.1.35, oiertrl- jahrlich Mt. 4.05 durch Abbecke- u. Ziveiqstellen momitl. Mk. 1.25 durch die Post M. 4.05 utcrtel- jahrl. ausjchl. Beites svernsprech - Anschlüsse: mrdieCchristleitungNZ Verlag,VeschästssteNeöl Anschrist für Draht nach- - .. - — « , , richtktt: s»j?igcr titfecw. »AilüngrE-ruck u. Verlag: SrShl'sche Univ.-Vuch- u. Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung. Seschästtstell- u. Druckerei: Schulstr. 7. Donnerstag. \% Dezember \ \$ psfSschecklsnto: Lrankfsrt «.M.U686 eneral-Anzeiger für Gberhefftn Vankverkehr: Gewerbebank Gießen Attnagme von Anzeige» f. die Lagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeVer bind! ichkert Zeilenpreise: für örtliche Anzeigen 25 l??..für auswärtig« 30 Pf., für Reklamen QJIf.l. —nebft 20 8 o Deue- rungszusilagiPlagvor- schrist 20 % Ausschlag, Hauptschri tleiter: Äug. Goeg. Verarrtworrlich tür Politik: ^tug. Goetz: für den übrigen Teil: Or. Neinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck; säinlllch in Gießen. Die neuen Berliner 5chw!erigkelten. Auch der gestrige Verlauf der Reichskonferenz der Soldatenräte in Berlin muß im deuten Volke schere Vedew- ken Hervorrufen. Wiederum erschienen Soldatenabordnungen der Berliner Radikalen im Saale und erpreßten Abstimmungen über chre Wünsche. Es war übrigens festgestellt ^»ruen, daß dre tags vorher erschienene „Deputation" von M Mann rerneswegs Beauftragte der gesamten Berliner Garntson waren; einzelne Truppenteile haben sich ausdrück- nch gegen diese Alrmahme und gegen die Anmaßung der Dreißig verwahrt. Die Arbnterdeputation, die während der gestrigen Sit- KUira erschien, erhob die radikalsten Forderungen, die sich oEUcen lassen. Wjenn sie auch schließlich sich dazu verstand,! den Antrags auf Beseitigung der Volksbeauftragten teilen zu lassen, so sind von dem Kongreß doch auf dem Wege des Kompromisses Wünsche angenommen worden, die auf unsere rnnerrn Verhältnisse kein gutes Licht werfen werden. Was soll diese ständig wiederkehvende Furcht vor einer Gegenrevolution? Kein verrmnftig-er Mensch in Deutschland denkt an eine solche! Was die Berliner Radikalen mrd schließlich auch die Reichskonferenz bei ihrer Abstimmung vergaßen, das war die Gefahr, die von außen, dom Feinde, droht! Dieser hat von neuen: gesehen, wie über unsere zweifellos heute sehr schwache Volks reg ierung wiederum von Soldatenräten abgestimmt wurde, die von der Entente nicht anerkannt werden. Es ist unbegreiflich, daß diejenigen, welche die Ergebnisse der Revolution sicher-' stellen wollen, fortgesetzt an der jetzigen Volksregierung herummäkeln, die doch allein in der Lage ist, das Werk sortzuführei:. Würde sie gestürzt, so greift die Hand von außen l)er in unser Land ein, und dann droht eine scharfe Reaktion. Die deutsche Waffenstillstandsabordnung legt in einer besonderen Meldrrng heute noch einmal ausdrücklich fest, daß dieser Tage eine Besprechung zwischen den deutschen Herren und Vertretern des alliierten Oberkommandos stattfand, als deren Ergebnis Staatssekretär Erzberger mitgeteilt wurde, daß die Entente unter keinen Umsckurdcn die Arbeiter- mrd Soldatenräte anerkenne. Es ist wirklich Zeit, daß die Regierung Eberl-Scheide- mann handelt! Das deutsche Volk, auch in seinen weitesten „bürgerlichen" Kreisen, will sie stützen und aus beschleunigtem Wege zur Nationalversammlung gelangen. In dieser Richtung hat auch eine von der Deutschen Volkspariei in Gießen einberufene große Versammlung, wie wir an anderer Stelle berichten, klar, deutlich und mutwll gesprochen. Die Reichskonferenz der Arbeiter- und Soidatenräte. Berlin .18. Ter. Lei ne rt eröffnet die Verhandlungen wrd ermahnt die Delegierte und die Zuhörer zu größter Ruhe unb Zuruckhaltung. Ferner teilt er mit, daß er strenge Anweisungen gegeben habe, keine Personen in den Saal zu lassen, die nicht Delegierte sind. Schließlich wird eine Geschäftsordnung genehmigt, um den Kongreß arbeitsfähig zu machen. Zilr Beratung stehen zunächst die gestern am Schluß der Sitzung überreichten Anträge der Soldaten. Lampel (Hamburg) von der Soldaten-Fraktion: Wir be-- stntragen, daß die Anträge der Delegation als Richtlinien mr- gesehen werden. Boß (Berlin), Matrose, erklärt: Nicht alle Offiziere sollen verschemnden, sondern nur die, zu denen die MannsckEen kein Verbauen haben. (Beifall.) Die Angelegenheit ist zur sofortigen Enedrgung rvff; wird sic versrUepPt, so werden die Kameraden zur Selbsthilfe greifen! Sa hm (Ostfront): Dir Soldaten sind gestern zu einer politischen demonstrativ,r mißbrauch!: worden. Wenn das so weitergeht noch Masclmrengewchve gegen rms ausgefahren. (Un- naie.) Wir lassen uns aber in unserer! Arbeiten nickst stören Nur erheben wr Widerspruch gegen die Beseitigung der Obersten Heeres lertlmg mrd ihre Ersetzung durch einen Zentralsoldatenrat. (Star ker Bepall.) . c. v?** Antrag der Unabhängigen-Fraktion verlangt, daß dre Kom mandvgewalt in den Garnisonen in den fanden der örtlichen Arbeiter- und Soldatenräte liegen soll Günther (Breslau) von der Soldatxn-Fraktion: Was die Beruner verlangt haben, ist auch in Schlesien längst durchtzesührt. Wrr handeln rn der Provinz, in Berlin vergißt man: über dent Rieden das Handeln! Mit demselben Recht, wie gestern die Svl daben, könnten heute die Berliner Dienstmänner hier ersck-einen -^a ist jedes^ Verhandeln unmöglich. Däumig (Berlin): Die Forderungen der Berliner Svlda ren waren zeitgemäß und notrvendig. Es muß so schnell wie mög nch ^gepackt werden, dcmrit auch die letzten Reste des alten So stems beseitig! werden. ^Vorsitzender Leinert teilt mit. daß die gestrige Depu- ratron der Mari nie truppen wieder ersckstcnen ist. Sw wumche mit Vertretern der Fraktionen zu verhandeln. Ihre Forderimgen wollen sie abändern. — Es wird beschlossen, die Weiter- beratmig auszusetzen, bis das Ergebnis der Beratungen mit den Soldaten vorliegt. Darauf wird die gestrige Beratung über den Bericht des Vvll- Nm^rates und des Rates der Volksbeanftragten fortgesetzt Der gestern gestellte Schlußmrtrag wird angenommen. Die Verhmrd- lungen »ocrden um zehn Minuten vertagt Ncach Wiedevaufnahuie der Verhmidlnugen teilt Vorsitzender ^ernert mit, dav wreoer einige Deputationen er-s scheuen find darunter, Vertreter der Berliner Ärbeiter, die Mf' WJ? ^ T £ vorgelassen werden, morgen mit 2oO 0Mdie Arbert mederlegen wollten. — Es wird emMmmig beschloffen, für die Empfänge voik Deputationen einen besonderen Saal zur Verfügung zu stellen. In diesem Augenblick erscheint eine große Arbeiter- de pu tat ron im Saal: sie trägt Plakate und rotä 9Lachdem Lemert die Forderungen zur ordnungsmäßigen Er- ledrgung entgegengenommen hat, verläßt die Llbordnung allmäh- lrch den Saal. Sodann ergreift Richard Müller das Schlußwort zum Bericht: Tie Deputierten scheinen in vorgefaßter Meuiung lsterhr gekommen zu sein. Weder an der Ver- noch an der Enthrftung der Großindustriellen tvar der VollzugZrvt beteiligt. Wenn Landsberg trotzdem dem Vollzugsrat diese Handlungen zu schiebt, so be- weist das nur, daß ihm jedes Mittel rächt ist! (Widerspruch.) Wenn er behauptet, wir wollten die TiÄtatur, so seht mir dafür jeder parlanrentariscl-e Wisdruck. (Der Saal weist imnver größere Lücken auf.) Daß die Unabhängigen^ das W. T. B. besetzt hätten, ist unrichtig. Scheidemann hatte sich verbeten, daß sie irgend jenrand dort hineinsetzten. (Scheidemann ruft: Weil 30 000 Mark in eruem Monat vertelegraphiert wurden!) Wir mußten die Verordnungen verbreiten. Es ivurde uns doch vovgetvvrfen, die Aufklärung genüge nicht. Die Nachrichtenämter sind noch von Offi- zreren besetzt. Volksbeanftragter Dittmann: Dein Antrag Ledebours auf Absetzung Eberts wurde in einer gemeinsamen Sitzung der Volks- beaustnagten und des Vollzrigsrates von 35 Mitgliedern nur von 5 zugestrmmt. (Lebhaftes Hört, hört!) Das Proletariat muß bei r^n NatronalversainTnlimgswaWen süh zusammensch,ließen zum Z<.ampf gegen den Kapitalismus. Tonn braucht niemand besorgt M sein um den Ausgang der Wahlen. Es wird heißen: Mit uns das Volk, mit uns der Sieg.^ (Brausender Beifall.) Volksbeauftragter Scheidcmann weiü>et sich in persön- lrckien Bemerkungen gegen Rickjlard Müller. Das Funkwesen sei notwendigertveise zentralisiert worden. Die Entente wollte nicht mit den anderen Parteien verhandeln. Rack) weiteren persönlichen Bemerkungen tritt Mittagspäuse ein. Schluß 21/4 Uhr. Die NachmittagSsitzung. In der Nachmittagssitzung gelangte eine Erklärung des stellvertretenden Generalstabes in Berlin zur Verlesung, in der Einspruch erhoben wird gegen die Behauptung des Vollzugsrates, ev h^rbe bei seiner Entstehung eine Summevon450 000 Franken zu .seiner Verwendung vocgesunden. Das Geld sei zu Unrecht ^beschlagnahmt worden und der Vollzugsval habe auch geivußt, daß es sich um eine widcrreckMch: Beschlagnahme han- pelte. Ter Soldcrtenrat sprickst dem Bollzugsrat das Reckst ab, drest Gelder auszugeben, ohne sich mit dein Generalstab in Ver- brrViung zu setzen und verlangt die Rückgabe dieser Dumme alt den Genevalstab. Hieraus folgte die Abstimmung über die vorliegenden An- rra<^ Angenomrnon ilvurde ein Antrag Remscheid, sofort alle Maßnahmen zur Entwaffnung der Gegenrevolutionäre zu ergrei- stn. Es folgte die Abstimmung über den wichtigsten Antra gder Mehr h cxi ss 0 zialift e n. Der angenommene Antrag lautete: „Die ReichsVnsevenz, der Arbeiter- und Soldatenräte Deutsch- lands die die gesamte politisch Vüacht darstefft, überträgt bis zur anderweuigen Regelung durch dre Nationalbersamnuung die gesetzgebende und vollziehende Gewalt im Reich an oie Volks- beauftragten. Ter Kongreß bestellt ferner einen Zentral« rat der Arbeiter- und Soldatenräte, der die llcberwachung des onwchn und preußischen Kabinetts übernimmt Ihm steht das mecht der Berirftrng und der Alsterusung der Vvlksbeanstragten des Deutschen Reichs und bis zur endgültigen Regelung der staallrchen Verhältnisse auch der preußischen Volksbeauftragten m. Zur Ueberwachung der Geschäftsführung in den Reichsämtern werden vom Rat der Vokksbeauftvagten Beigeordnete der Staatssekretäre bestellt. In jedes Reichsamt werden zioei Beigeordnete entsandt, dre ans den beiden sozialdenrokratischn Parteien zu entnahmen sind. Vor Berufung der Fachminister und der Beigeordneten ist der Zentralrat zu hören." Inzwisck>en 'imx der Ausschuß zur Berattmg der Soldaten- antra ge mit seinen Arbeiten fertig geworden. Volks beauftragter Haase erstattete bev (Bericht. Die Anträge wollen die oberste ^)lrtrsche Gewalt über Heer, Marine und Schtztruppcn den Bolksboauftragten unter der .Kontrolle des Vollzugsrates geben verlangen die Entfernung aller Rangabzeichn, ein Verbot des außerdrenstlrchen Wasfentvaqeirs, die Wschasftmg aller Orden und! Ehrenzecchn und des Adels, die Absckjaffung des sehenden Heeres nnd die beschleunigte Errichung ei,rer Volkswehr. Haase teilte Ast, daß^ der Ausschuß seine Beschlüsse einstimmig gefaßt habe. Tre Abncht die oberste politische Gewalt einem ständigen -voldatenrat zu übertragen, ist fallen gelassen worden. Die Anträge sollen nicht nur Richtlinien fern, sondern sofort in Kraft treten. Tie Sold.itenanträge werden einstimnrig angenommen. Am Donnerstag wird zur Frage der ^Nationalversammlung Stellung genommen. Vertraulichkeit erteilt werden, ferner, daß die ffanzösisch und die alliierten Regierungen einen mit derr nötigen Vollmachten aus« schatteten Komnnssar bezeichnen, damit die schoeberrden Fragen giem-cinsam mit einem für diesen Zweck ernannten dentschn £‘om* nstssar behandelt werden Lörrnen, ivogegen die französisckjen Tele-» gierten .nichts einzuwenden haben. Die deuffchn Delegierten erklären, die Verpflichtung betreffend die Elsaß-Lotljrrnger nur uuter dem Vorbehalt der Gegenseitigkeit unterzeichnen zu kömren. Wilson in Paris. Rotterdam, 17. Dez. Ter N. Rott. Cour, meldet auS London: Ende dieseriWdch wird Lloyd George nach Paris fahren, um Wilson zu begrüßen. Es werden sofort in Gegenwart von Telegierten anderer alliierter Länder Beratungen über den vorläufigen Frieden beginnen, .an denen Präsident Wilson teil- nehmen wird. Man erwartet, daß sie innerhalb einer Woche beendet sein werden, und daß die H a u p.t k 0 n f e r e n z in de^ erstenIairuarwoche zusarn men treten wird. Präsidrmt Wilson wird auch diesen Beratungen beiwohnen, wemgstens während der ersten zloei oder irret Wockjen. Ende Januar ivird er in Lonvvn erivartet, wohin ihn König Georg und die britische Regierung eingeladen Haben. < Der Verkehr mit den besetzten Gebieten Köln, 17. Tez. (WTB.) Von morgen ab wird der Fern«^ verkehr, ztvisckjen dem besetzten Gebiet und den übrigen Teilen des Reiches gesperrt. Die Sperre des Post- und DvahlverAehrs tritt erst Sonnabend Mitternacht in Kraft. Das Telegraphenamt nirnmt keine Telegramtmc nach Saarbrücken an. Aus dem Reiche. Zur Schuldfrage des Kaisers Biermer, ein Bruder des verstorbenen Gießerrct Profesiors der StoatÄmssenschaften, im „Tag" folgendes mit: „Ber den häufigen Besuchen des Kaisers bei seinem Leibregiment m Gwß-u Beschtcuniauna und Anr Hessen. Landesverband der deutschen denrokratischm Partei für Hessen. F ra n kfu r t a M 18. Tez. Unter starker Beteiligung aus Starkenburg und Oberheften — Rhein Hessen war wegen der feind- lichen Besatzung nicht vertreten — vollzog heute der bisherige Landesverband der Fortschrittlichen Volkspartei für Hessen rn erner außerordentlick-en Versammlung seine Umwandlung rn den Landesverband der^ deutschen demokratischen rV te - 1 l Ur H Vermögen des alten Bcrlmndes gelst aus die neue ^Organisation über, ebenso übernimmt diese L^E^ck^nden Aenderungen die Satzungen. Der Antrag auf ^Erbendes an die Reichszentrale für Demokratie ^ tn or^ tl ?r a ^m e ^ ^us der Mitte der Versammlung gab sodann eme Anzahl Retnier Winke und^praktrsche Vorschläge Erstehenden Wahlkämpfe. Zu^rsitzenden des Bw- ^E'Nirnrfter Henrich-Tarmstadß Justiz- und ptan Oberbürgermeister Tr. Dulto- Ossenbach. Mrt letzterer zieht die erste Frau in den Vorstand einer wlrtftchen Orgonlwtwn Süddentsckstauds ein. In den weiteren Vorstand wählte man: Zehrer Loos, Sanitätsrat Tr. Kolb und Frau Gehnnwat Balzer, sämllich aus Tarnistadt, Prof Kontrolleuren bestumnte man ti, IS 5 ™, fft ' 1 ' ■ rSt "' “* 3 " fc - c? 1 ^bschotag folgende neun Kandidaten auf: Staats- 1 ^^rmpadt, Justiz rat Grünewald-Gießen Paus II.-Bvsenheim, Frau Prof. 'Dr. Bo gt- Greßen, Fabrrkmit Sauer- Zwrngenberg, Prof. Dr Bousset- Gießen Prof Dr. vou Lißt-Brlin, Lhrer L 00 s-TarmsL)! und rzabrikant Kappus- Ofienbach. Die ^>Iuswahl der 70 Kandidaten für die Hessische brachte folgendes Ergebnis für vorerst 25 .Kmi- didatm-Henrich- ^.armstadt, Justizrat Reh- Alsfeld ^ebrer Loos-Darmstadt, Prof. Tr. St r eck er - FricdbergFabrikaM fiP T enD *$- Dnickererbesitzer Damm-Friedberg, Ar- tlV? 1 5 er9 ' ^cfecn, Direktor Paech ^ Darm stad t Nstn. bahn-Obersekretär Ho f mau n - Darmstadt, Pfarrer Weidner- Z^l.ais, Rechtsanwalt Windig- Michelstadt, Frau Dr Grern-Offeubach, Prokurist Steurer-Dcttmstadt Bürwi- merster Melior-Vonlmusen, Postbeaniter S chuckma u n- Groß-Gerau, Gesangenaufsehcr V e i t h - Darmstadt Beamter D a h m e r - Butzbach, Bankdirektor T ic hl-Offenbach w i«. rhernhessischen Mandate bleiben vorerst offen. Die Auswahl der Kandidaten wurde wegen der vor^seriicktcu Zeit deni Bor- ^"ven^hm-m mit den wähserversammlnng der Veuischen vottrpartci für hoffen. Tie öffentliche W ähle rve rsa^u m l u i/a „ KEx" Bolkssartei nnigestalteten Nativuallu -ernlen^Par^ Gießens, dw gestern abend nn Stadtthvale,- wtvvfo a Flucht mrd nahm einen würdigen Verlaus De Ä Kommerzienrat Kliugspor. teilte iu den ' nut, dasff as ^-plante Lblsammentreten der Nativ,ml siuwoftm mi der fort chnttttck»,. Votksmnn zu einem swft" ^n Lai g>^schettert und damit das Bürgerttun im b t-orsi, I.r-iv.i lmks und rechts gestalten sei. Hinter n!ks -- L iswtzer Ersolge, aber auch schtverer Täupchmgeu, voi an-, a Jl kölrnten Niit Reckst stolz sein ans \m\cr* taW ^ crai Druppeit me unüei iE LurüM-hpen, ata die SchuldäumL. i an bcm schreckliche. jähen Zipammenbruch müsse geprüft und die Schuldigen müßten zur ReckZenschaft gezogen werden. J^re %uxua= gekehrten Soldaten fanden das Vrrterlcn»d verändert. Wenn ihnen zugerufen wurde, das Haus sei bereits Treu gebaut und schon woyn- lich eingerichtet, so stimme das nicht: denn die Gesetze würoen nacht geachtet, das Heeresgut werde verschleudert, unser Kredit rm ous- urnde sei total vernichtet, die Sozialisten konnten nrclft verr wewen über den Bolschewismus, das Bürgertum müsse Mithelfen Gme alte Welt, das Reich Bismarcks, sei zusommengesturzt, ev gelte nun, eine neue Ordnung $u schassen. Deshalb seien jetzt die Männer und zum ersten Male auch die Frouerr zur Wahl aufgerufen sur die konslituiereirde Nationalversammlung. ^ ^ Frau Larrdgerichtsrat Schn dt führte aus, dass den, Frauen über Nacht das Stimmrechjt z-ngefallen sei, um das sie m ihren Vereinen so laiige gekäirrpft Hütten, daß barmt btc Frauen aber auch Pflichten übernehnren müßten. Sie erinnerte an dre Emrg- fdt intb Begeisterung aller deutschen Parteien rm August 1814 Mi die Mitarbeit der Frauen an allen Forderungen, die dre 'Not des Krieges an sie gestellt lxrbe. Jetzt gelte es für dre r^ramm, die aber rwch lange nicht alle zu erstrebende Rechte rn der Gleichstellung mit dem Manne erlangt hätten, mitzuarbeiten, dre pvlr- tischen Versammlungen zu besuchen, um dre Kenntnisse zu ertl^rtcrn, die Gleichgültigen auszurütteln und vor allzu radikalen Forderung m der Zeit zu warnen. M ar , . Hierauf betonte Professor fl) r. R v l o f f rn fernen .lns- führnngen. daß der Zusammenbruch des alten, Reiches Den Jto» tionalliberalcn besonders schmerzlich (fei, weil sie Mit dem Staat Bismarcks so eng und imrig verwachen waren. Es Felle, letzt ftir sie. mitzuarbeiten, um die politische Einheit^des Rcuhes als Vorbedingung unserer Existenz M erhalten. Gute Monarchisten könnten nicht über Macht umlernen, es sei falsch, zu beharrptcn, derr Kaißn treffe schwere Schuld, seine Flucht nach Holland |ei keine Falinenflncht. sondern eine sittliche Pflicht gewesen, um Unruheli im Laude zu verhüten. D^ie Deutsche Volkspartei lverde die jetzige Regierurrg in ihren Bestrebungen ,Ruhe und OÄmnng zu schaffen, unterstützen und auch die republikanische staatsform anerkennen, wenn sie für die Größe des Deutschen Reiches not'i wendig sei. Sie 'wolle aber keine Gemeinschaft mit den Parteien die uns in das namenlose Elend hineingeführt hätten, nacht mit hen Konservativen und nicht mit Tirpitz und Reden t low, die durch ihre maßlosen Welteroberimgspläne imc-' um den letzten Rest von Sympathie in der Welt in Amerika den .Kriegswillen hervorgerufen und den Verdacht erweckt hätten, Deutschland Mhre keinen Verteidigungskrieg, sondern einen Eroberungskrieg, die aber auch durch ihren fvrtgesetzterls Widerstand gegen das allgemeine Wahlrecht in Preußen die Autors tät des Staates erschüttert hätten. Auch die alten Führer der Nationalliberalen Partei. Fuhrmann, Beckmeifter und Lehmann, seien als Führer der neuen Partei abzulehnen, weil sie sich in allen Mitteln vergriffen hätten. Sodann Irefte aber auch die Sozialdemokratie ein großes Maß von Schuld «nm Zllstrmmenbruich. weil sie in dem Augenblick des Wassenstillltands- angebotes uns durch -die Revolution wehr- und willenlos^ gemackst -habe. Mcht der Mangel an Lebensmitteln, nicht die Sehnfucht Nach Freiheit habe den Zusammenbruch hervorgeruftn. sondern der Mangel an .Pflichtgefühl, Mi Pttriotismiis. die Beeinfttft- sung der Arbeiter im internationalen Sinne sei die Ursache. Tie Führer der Sozialdemokratie haben die Führerschaft nicht zu behaupten vermocht, um nun mich den radikalen Forderungen entgegenzutreten und geordnete Zustärrde wiederherznstrllen. _ Ja der Regierung kömie jram mit den Mehrheitssozialisten zusammengehen, aber bei den Wia'hken müsse die Scheidung eintreten. Dre Stellung der Deutschen (Volk^partei zum Zentrum als einer konfessionellen Parten sei gegeben. Gegenüber der deur- scheu demokratischen Partei lMüsse er eine stark staatliche Regierung, auch in der auswärtigen Pvlittk betonen. Professor Dr. Gmelin führte aus, daß bei dem Versuch der Verschmelzung der Ncttionaltiberalen Partei mit der Demv- koatischen Partei die Gefahr bestand, daß dann viele Demokr aten- Irvach links und viele Nationalliberale nach rechts abgeschwernt lptren. In vielen Fragen könne man ja ganz gut zusammengehen/ «wer trotzdem sei die Trennung aus taktischen Pfründen richtig. Zwar hüben Demokraten und Sozialdemokraten im Krüge ihre Scliuldigkeit getan, aber jetzt schienen 'sie das Nattonalgeftlhl, das Nationalbewusstsein mehr oder weniger über Bord werfen zu wollen. Die Grundlage der Einheit des Reiches sei das dnttsche Nationalgefühl: dieses sei in der auswärtigen Politik des alten Reiches übertrieben worden, weil man sich auf die Macht am besten zu stützen glaubte, auch im Kampfe mit der ganzen Welt. So habe sich Deutschland auf den Friedenskonferenzerl im Haag stets ablehnend verhalten, während England und Frankreich in dieser Zeit mehrere Streitigkeiten durch Schiedsgerichte erledigt hätten und so zu einer engeren Verbindung mW Einkreisung Deutschlands gekommen seien, während wir uns nur auf Oesterreich-Ungarn sttitzen konnten. Unsere auswärtige Verwaltung verschmähte die Mittel der Schiedsgerichte, lehnte die Vorschläge im Haag ab und beugte sich vor der Milttärgewalt. Die Drohung Wilsons wurde jetzt nicht beachtet, die Hoffnung auf Revolution in den feindlichen Ländern erftlllte sich nicht. Die Entente brauche jetzt eine verhandlungsfähige deutsche Regierung, um Frieden zu schließen. So war es auch 1871 in Frankreich, wo Bismarck die Republik unterstützt habe, um mit Frankreich zum Frieden zu komnken. Der Fehler unserer alten Regierung war das antokrcttische System, baS zu dem demokratischen England, Frankreich und Amerika nicht paßte: unsere jetzige Re« gierung kann sich nicht auf eine Volksvertretung sttitzen. die Entente erkenne die Soldaten- und Arbeiterräte nicht an. Zwar seien jetzt die Verhandlungen über die auswärtige Politik öffentlich, aber die Veröffentlichung der Dokumente über die Schild mn Kriege hätten die FriÄ>eirsaussichlen nicht gebessert, die Chauvinisten in den feindlichen Ländern wollen den Frieden hinausschieben. Unsere frühere Regierung sei oft anmaßend rmd l>och- faljrrcnb gewesen, der jetzigen Regierung fehle es an Beständigkeit imb Festigkeit, der Wechsel in den Aemtern der auswärttgen Politik sei verwerflich. Unsere jetzige Lage sei derienigen Frankreichs zu vergleichen nach dem Sturze Napoleons I. Damals habe die heilige Allianz die Beauffübtigirng Frankreichs übernommen, wie es bei uus jetzt durch einen Völkerbund kommen wird. Aber ein Taillerand hal>e bald die Gleichberechtigung Frankreichs durch ein schlag-, fertiges Heer erreich. So müsse mich jetzt unser Heer nach dem Zusammenbruch des preußischen Militarismus umgestaltet werden, vor allem müsse die Dssz-iplrn wiederhrrgestellt werden, damit wir unsere 'Grerrzen im Osten schützen können und wieder bündnis- falflg werden. In der Frage der Trennung von Staat und Kirche liege ein Hauptgrund der Scheidung zwischen der Deutschen Volkspartei uad der Demokratie. Doch sei vielleich eine Listenverbindung bei der Wahl ratsam, was der Redner an dem Beispiel der Wablen in Anhalt und Strelitz erörterte. Die Heranziehung des Volkes zur Mitregierung durch die Selbstverwaltung sei. wie 1807, ein Mittel zur Wiedergeburt. Nur durch Selbstzrubit und durch die Pflege des Veranttvvrtlichsteitsgefühts könne die Niederlage überwimden werden. Der Redner erörtert dies an dem Beispiel Frankreichs nach 1870 und an dem Polenreich. Zrrm Schlüsse sprach noch Regierungsassessor Din geldey der die herbe Kritik an den Männern nicht billigte, denen wir vier Jahre zugejubelt hätten. Die Ge'ahr im Innern bedntte eine sozialdemokratische Mehrheit in der zu wählenden Nationalversammlung, die dann durch die Bergesellschastung der Produktftms-« mittel das Wirtschaftsleben mit der Vernichtung der Emzeleri- fixrrrnt untergrabe und die geistigen Grundlagen der Einheit des deutschen Volkes'durch die Trennung von Kirche und Staat zerstöre. Daß nach Mm Zusammenbruch die Ordnung noch einigermaßni auf- reä)twl)alten blieb, sei nicht das Verdienst der Soldatenräte, sondern der Beamten, die weiter im Dienste ihre Pflicht erfüllten. Unter großem Beifall wandte er sich zum Schluß noch gegen die „Frankfurter ftrttimo" und gegen das „Berliner Tageblatt". .Um der Mutschen Ehre und des deutschen Selbstbewußtseius willen forderte er dann zur allgemeinen Beteiligung au der Wahl aus. Hieraus schloß der Vorsitzende mit e'nem kurzen Schlußwort die Dersammssmo. die allen diesen offenherzigen, sachlich^ und von Datertondsliebe getragenen Ausführungen mit großer Auftnerffam- keit gefolgt war. Aus Stadt und Lund. Lebensmittel. ** Lebensmiltelkarten-Ausgabe. Die Ausgabe der Brot-, Butter-, Zucker-, Nährmittel- und Karteffelmarken geschieht am Freitag den 20. ds. Mts. für die Bezugsberechtigten mit den Buchstaben A—K, am Smnstag den 21. ds. Mts. für dre Bezugsbereckstigten mit den Buchstaben L—Z. ** S tadtifcher P ferdefl eischverkauf. Der rm 'tädttschen Sckflachthof eingerichtete PfcrdcsleisckUverkaus erfreut sich eines regen Zufpruches. Das Fleisch umb zu 50 Planmg^ für das Pfund abgegeben. Durchweg kommen solche Tiere zur Schlachtung, die infolge der langen Märsche lahm geworden frnd rmd niast weiter können. Tie Schlachtungen erfolgen unter Auftccht des stäoiischien Schlachthofs. Es ist also Gewähr geboten, daß einwandfreies Fleisch zum Verkauf kommt. Der Verkauf wurde rm Schlachithof eingerichtet, da dort die nötigen Verkanssemrrchtungen zur Verfügung standen und besonde'oe Auftvendungen hierfür nickst zu machen waren. Auf diese Weise war es möglich, -as Fier ich zu dem billigen Preise von 50 Pfennigen für das Pfum» a^u- etzen. Nackdem der erste Andrang jetzt vorbei ist, erfolgt der Verkauf ohne Vorbestellung. _ _ . ** Freibank. Freitag den 20. Dezember, von 2—4 Uhr, von Nummer 601—700. ** Ein sechzigjähriges Doktorjubiläum. Geheimrat Dr. Alex. Naumann, als Professor und Direktor des chemischen Laboratoriums in Gießen, sett 1. Ort. 1^15 im Ruhestand, beging am 17. Dez. 1918 sein s e ch z i g t a h ri g e s Doktorjubiläum, welches zu erleben nur überaus selten lemand beschieden ist. ^ . ** Stadttheater. Auf die am nächsten Samstag statt- indende 8. Faeitags-dlbonnenrentsvorstellung — es ist die achte und nicht die neunte, wie irrtümlicherweise auf dem Wochenspiel plan angegeben ist — sei auch an dieser Stelle hingewiesen. Gegeben wird Björn so ns Lustspiel „Wenn der junge Wein blüht ** Eine öffentliche Frauenversammlung ftndet hercte Donnerstag abend 8 Uhr im Stadtthertter statt. Herr Dr. Horneffer wird sprechen über: „Die Revolution und die deutsche Frau". ** Tie Deutsch-nationale Volksparter veranstaltet am Jreitag den 20. Dezember, abends S l / 2 Uhr, im Stadttheater eine Versammlung. Es tverden sprcchm u. a. die Herren Pfarrer Fritsch (Ruppertsburg), Gehcimrat Dr. Gyevrus. Ober Postschaffner North. ^ ^ , . ** Diebstahl. In der Nacht znm 18. Dezember wurde m einer hiesigen Zigarrenfabrik ein Einbruchsdiebstahl begangen, wobei dm Dieben eine Anzahl Zigarillos, 10 /20 oV garren, Marke „Iris mit Ring" "/re Marke „Rerngold mrt “ng" 13 / 2 o Marke „v. Mackensen mit Ring" 18 ( i0 Marke „Im lde mit "Ring" 20 / 2 o Marke „Bella Diana mft Ring" 6 / 20 Marke „Barbarossa Erwachen mit Ring" V 20 dito ohne Ring, m die Hände fielen, die in drei kleinen Körben sortgetragen ivurden. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. ** Zulagen zur Altersrente. Nach einem Erlaß des Reichsvcrsicherungsamts erhalten rnmmehr ,auch die Empfänger von Altersrenten für die Zeit vom 1. Januar 1919 bis 31. Tezeml'er 1919 eine im voraus zahkbare Zulage zu ihrer Rente in Höhe von 8 Mark monatlich. In den ehemals Großh. Hessischen Landgemeinden sind die - Z ulagegu.it tim^ear bei den Bürger- meislereien. in den Städten bei den Polizeiämtern bezw. -Revieren erhälttich. Landkreis Gießen. **Nieder-Bessingen, 18. Dez. Ersatz-Reservist Georg St-e i n im aktiven Jnf.-Regt. 22 erhielt das Eiserne Kreuz. Kreis Büdingen. e. Nidda, 17. Dez. Aus Gründen der Demobilisierung ist dir Strecke Friedberg—Nidda bis auf .weiteres ge sperrt. Um wenigstens die allernotwendigste Beförderung von Personen und Gütern bewerkstelligen zu können, ist zwischen Baienheim und Nidda ein Auto mobilverkehr eingerichtet. Die Strecke Friedberg—Hungair ist in regelrechtem Betrieb: leider findet man aber in der Richtung Nidda—Gelnhttusen meist keinen Anschluß, der sich bei einigermaßen gutem Willen unschöner bewerkstelligen ließe. = Orlenberg, 17. Dcy. Gestern abend 8 Uhr fand hrer eme Bürgerversammlung statt, in der Pflarrer Kahn über die Umwandlung der A.- U. S.-Räte in Volksräte Vortrag hielt und die Bürger zu einigem Zusammenarbeiten auffvrderte. Dem Vortrag folgte eine lebhafte Aussprache. in der mehrere Redner in Alrbetracht der s. Z. mcht gen.ügend bekannt gegebenen Wahl des A.- u. S.-Rates, der außerdem erfolgten Walstbeteiligung von auswärttgen Bürgern und der dadurch hervorgerufenen ttefgel-enden MiMmmung des größter Teils der Bevölkerung ettre vollständige Neuwahl forderten Man einigte sich auf Vorschlag des Redners und anderer Herren schließlich aus eine bloße Znwahl von 5 Landwirten m den schon bestehenden A- u. S.-Rat, der den Namen Volksrat führt. Es ^wurden gewählt die Herren Heinrich Jüngling. Georg Heinrich Hebbel. ..Wilbelm Pfeiffer I., Heinrich SKIst II. und Heinrich Strauber. Auch der Frauenverein soll das Recht haben, zwei Vertreter in den Vvlksrat zu entsenden. Kreis Schotten. e. Ulfa, 17. Dez. Der älteste Sohn des Gastwirts und Metzgnmeisters Christ. Müller^ der sett längerer Zeit als vermißt gweldet worden war, hat letzt aus englischer Gefangen sck>aft Nackricht gegeben. 8 Aus dem westlichen Vogelsberg, 18. Dez. Gestern haben die letzten Trnppendrrrchznge auf unseren HMlptstraßen stattgefunden. heute ist das lebendige Soldatenbisd von ihnen wieder versckftvunden Außer den mm gerade gewohnten Kolonnenwaqen mehrte sich seit Sormtag die Infanterie der 1. Armee, die meist mit klirrgendem Sdiele durch die Ortschaften zog oder in ihnen Quartier belegte. Die Truppen, die seit Sonntag kamen, haben in unseren Ortschaften Standquarttere bezogen. Sie leiern mtthin mit uns das Weihnachtssest in rmseren Heimatdörfern. Starkenburg und Rheinhessen. R.M. K. Tarmstadt. 17. Dez. Fünftausend Mark Belohnung werden von den Migehörigen einer fett Montag früh gegen 10 Uhr aus bcm hiesigen Städtischen Kranken Hanse wo sie seit etwa einem halben Jahre tätig war, verschwundmen Aerztin für denjenigen auSgefchrieben, der ü.ber den Aufenthalt der Dame genaue Auskunft geben kamt, so daß sie zur Rückkehr veranlaßt werden kann. Wer die Leiche einliefert, erhält drei Smtfenb Mark. Tie Dame hat sich anscheinend in der letzten Zeit in ihrer Tättgkeit etwas überarbeitet, nxrc nervös gewor den und verlieh anscheinend nach einer ihr erteilten unbedeu?- ten^den Rüge das Haus nachdem sie in Briefen ihre Absicht sich ein Leid anzntnn, rundgegeben hat. Alte damit zusammen hängenden Feststellungen bittet man an das Städttsche Kranken Haus zu richten. RMK. Tarmstadt, 17. Dez. Wegen der widerrechtlich, art den nahezu 100 Wagen des seitherigen Grvßherzogs, entgegen der reichsgesetzlichen Verordnungen, zurückbehaltenen .Gu mmiberei- fnn gen . hat mmmehr der Redaktenr und ReichStagsabgeordnetg Dr. Qu esset, Delegierter des A- u. S.-Rates, gegen die früheren drei hessischen Minister v. Gnald, v. Hombergik wrd Tr. Becker bei der StaatsaMvalttckraft Strafantrag gestellt, und finden zur 'Zeit über den Tatbestand, refp. über Berechttgung dieser Anklage Vorerhebungen statt. vessen-Nassau. ][ Marburg. 16. Dez. Unter der Bezeichrmng „Politische Akademie'^ bildete sich an der hiesigen Universität eine freie Bereinigung von Akademikern zur Berttefting politischer Mld'img Von Februar bis März nächster Jalwes werden hier besondere Lehrgänge für Kriegsteilnehmer abgehalten. verinischte». * Wechsel in der Schriftleitung von „Deutsche l ands Erneuerung". An Stelle des erkrankten Dr. Kühn Ijat Professor Dr. Haus Fvecherr von H. 1ebig die Schriftleittmg wn ..TeurschlandL Ermmeruns" tLbernommc» Pwfessor von L«. big rst der Verfasser des mm frergegebenen Werkes „Dre PvlMk von Bethmann-Hollwegs". kirchliche Nachrichten. Israelitische Religlonsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Smnstag 21. Dez. Vorchöd.: 4 . 30 : nwrg.^ ^00» abds • 4 40 n 5 20 — Israelitische Ne1lglonsge,ellschnst. Lab^tt- feier am 21. Dez. Freitag abd.: 4.05; Samstag vorm.: 8.30: nachm.: 3.30; Sabbatausg.: 5.20. Wochengottesd.: morg. 7.10, abds.: 4.00. Landwirtschaft. -- Darm stad t, 16. Dez. Nach einer Bekanntmachung des Landesernährungsamts, ergänzt durch eure lolche des Starkenburger Viehhandelsverbandes, wird von Antzmg 1919 ab das in der Provinz Starkenburg aufzubrrngende Schlachtvieh auf die einzelnen Gemeinden auf Grund der letzten Vrel^zahlung unter Berücksichtigung besorrderer Verhältnisse umgelegt, ^re Gemeinden sind verpflichtet, die hiernach wöchentllch auf Ue ertt» faflende Viehumlag' regelmäßig und vollständig dem Vreyhandels- v.wlmnd zur Verfügung zu stellerr und haben zu dreiem Zweck durck) eine örtliche Kommission das vvrlzandene Schlachtmey «Rm- der. Kälter, Schweine und Schafe) feststellen und bezeichnen zu lassen. Tie Wochenumlage jeder Gemeinde wird m Rrndern ies> gssotzt und ihr mitgeteilt, doch können in bestimmtem Verhaltms !ür Rinder mich Kälber, SÄoeine und SckZafe g'liefert werden. Tie Gemeinden haben es daher selbst in der Hand, ihren Rm^r- bestand zu sckwnen, indem sie die vorhandenen und entbehrli.chen Kälber, Schweine und Schafe, die jetzt vielfach durch unberechtigten Verkauf -rnd heimliche Schlacküung der Allgemeinheit entzogen werden, vollsländig erfassen und sie anstatt der Rinder zur .Ab* lieferung bringen. vücherttsch. Infolge des Papier- und Platzmangels können vorläufig die Buch« ein gange nur verzeichnet werderi. Eine Besprechung ist nur in den allerseltOisteri Fällen möglich. — Medusa. Zeitgenössische Dichtungen, herausgegeben in Lieferungsheften vom Schwabinger Eigenverlag Dtünchen. — Die neue £ite rat ur f riti f, im gleichen Verlage. Bezugspreis für beide Schriften: Ausgabe A in Bütten lxniduumeriert chhrl. 36 Mk., bei freiem Bezug vierteljährlich 3 Mk. Ausgabe B jährlich 12 Mk., für Einzelnummern 1,50 Mk., vierteljährl. bezogen 3 Mk. . — Ter Tabak. Anbau, Handel und Verarbeitung. Von Jacob Wolf. Zweite verbesserte und ergänzte Auflage. Mit 17 Mbildungen im Text. (110 S.) 8*. (Aus Natur und Geiltes- wclt Samn lung wisscuschchttich-gemeinverfländlichr Darstellungen, 416 Bcmdckien.) Geh. 1,20, gep. 1,50 Mk. Hierzu Teuerungs- zuschläge des Berlages und der Buchhaiidlu.ngen. Verlag von B. G. Teubner, Leipzig und Berlin. 1018. — Tie Weltbühne, der SchrNbuhne 14. Jahr. Wochenschrift für Politik, Kamst, Wirtschaft, hermisgegeben von Siegfri^> Jacob so hn, Nr. 47. Preis 60 Pfennige, 6,50 Mavk vierteljährlich, 22 Mark jährlich. Pnodmummern kostenfrei durch alle Buchbcnid- lungen und Po-stanstalten sowie durch den Verlag der Weltbühne, Charlottenburg, Dernburgftraßc 25. Letzte NachrichteL Die amerikanischen Friedensforderungen. London ,18. Dez. (WTB.) Meldung des Reutersihen Bureaus. „Daily News" schreiben: Die g rundlegenden Argumente der amerikanischen Telegation in Paris werden folgende sein: 1. Ter Völkerbund müsse ein Teil des Friedens- Vertrages bttden. 2. Die Freiheit der Meere muß eine der hauptsächlichsten Prinzipien sein, die durch den Bund seitgeietzt werden, danrtt Amerika nicht eine Flotte bauen muß, -bie groß genug ist, um Sicherheit gegen jedes wttlkürliche Vorgehen durch das eine oder andere Polk zu schaffen. 3. Die gereckjten Ansprüche die an Deuffchland gestellt werden sollen, müssen festgesetzt und es muß bestimmt werden, wie weit und aus welckie Weise Dcutsckuand bezahlen kann und muß. 4. Die Präliminarverhandlungen köniisw vertraulich sein, aber die Endbeschlüsse der Kvnseoenz müssen öffentlich gefaßt werden. 5. Mle Friedensdelegierten müssen äls Vertreter der neilen Welt rmd rttcht als deren Beherrscher zusammen- knnmen. Jede andere 5xrltung würde einen Frieden bedeuten, der Haß hinterlasse, au§ dem dann wieder neue Kriege entstehen kön-' .nen. Wie verlautet, sind die amerikmttschen Tel egi w!en daiür, Deutschland in deii vor geschlagenen Völkerbund Mlszunehmen, wenn cntch unter der Bedingurrg eirrer Probezeit. Es wird von einem s^l-on fertig aus gearbeiteten Programm Lloyd Georges,. Clemen-- oeaus rmd Orlarrdos gespwchm, aber man nimmt an, daß ihre Verabredungen vorläufigen Elxwakter und den Zweck haben, eine feste Grundlage für Me Beratungen zu schaffen. Wie vwlarttet^ behandeln diese Verabredungen u. a. auch die Frage der Schadens- Vergütung. Wilson in Paris. Paris >18. Dez. (WTB.) Foch besuchte gestern abend den Präsidenten Wilson Und hatte eine halbstündige Besprechung mit ihm. Rchabiliticrung Doktor Arons. Berlin. 16. Dez. Das .pvOißische Kultusministerium ijct beim preußischen Staatsministerium die Rechrbilitierung deS frühe» mt Privatdozenten Doktor Leo Arons von der Berliner Universität beantragt. Professor Arons war seinerzeit wegen Bekimdimg sozialistischer Gesinnung aus rein tvlttischen Grürrden gemaßregelt worden. Mtt der Annahme dieses Antrages durch das Staatsmini» sterium ist nicht zu zweifeln. Die Fakultäten der Universität Berlin hatten übrigens seinerzeit gegen die Maßregelung protestiert und selbst, sckwn eine Relrabilitterung befürwortet. In Anerkennung seiner wissenschafllickjen Verdienste ist Lev Arons der P r 0 f e s s 0 » renlitel verlieherr jvvrden. Ausschußsitzung des Zentrums in Frankfurt 0. M. Berlin, 18. Dez. >Der Vorsitzende des NeickOausschusses der Zentrumspartei, Llbgeordneter Gröber, hat eine Aisschußsitzimg für Montag. 30. Dezember, nach Frankfurt a. M. unberufen. Ausweisungm aus Elsaß-Lolh^ingen. Müllheim (Baden), 18. UDez. (WTB.) Fm Laufe des gestrigen Nachmittag kamen über die Rheinbrücke bei Neuenbürg etwa 50 Familien ^insgesamt gegen 200 Köpfe aus dem Elsaß an. Es lxmdelte sich nm Beamte und Alldeutsche aus Mühlhausen, die mftt nur 30 Kilogramm (Gepäck ihren Wohirort verlasen mußten. Bei dem Abtransport wurden sievonderZivil- bevölkerung verhöhnt und mit Steinen beworfen. Die BelMtdlnng war Me derrkbar schlechteste. Die Ausge-' wiesenen wurden in Mülll-eim und Umgebung vorläufig unter- gebracÄ: 'eine Kommission mtt Regierungsrat Keller und dem Bürgermeister Witz (Neu>enburg) an der Spitze sorgt ftir Rat und Urtterkunft. Wettere Transporte von Arsgewiesenen sollen folgen. Amtlicher Teil. Betr.: Ferien. An die Schulvorstände des Kreises. Laut Derftigung des Ministeriums für Bildungswefen, W» , teilrmg für Schulangelegenheiten, sollen die diesjährrgen Weih, nachtsferien in den Volksschiulen gleichzeitig mtt denen der höyereüt Schnlni beginnen und schließen. Mit Rücksicht auf die vielfackjen Störungen des Schulbetriebs im laufenden Jahre haben die lnesigen höheren Schulen den Sck)«llschlnß. vor Weihnachten für den 21. De, zember 1918 nnd den Wiederbeginn des Unterrichts rm neuen Jahre für den 2. Jamrar 1919 vvrgeselien. Wir empfehlen Jhnen^ hiernach das Erforderliche für Me dorttgen Schulen anzuordirsn. Gießen, den 18. Dezember 1918. Die Kreissckulkommissttm. J.V,: Langerminnn. «MlNchrr xcu. »■»*.! 8»t»iWn«tthnTft brr Ärvrru-r' Sbt bnt Oberbüryermeister zu Kietzen und die Bürger, mcistcreieu der Lonügcmeinden des Kreises ^lgenLen Anregung des RnchsarbeitsmnteS wollen Sie «^kommenden Fnlles ouch Ihrerseits entsprechen. Gießen, den l,v. Dezember 1918. v Kreisamt Gießen. trmai 3. $>.: ü u ii a nu. *** fejWS 01 Gckvcheit Hai der Reichstaa mra?r«rt *Ä{|^ SSoC9rf>en aUcr bctelligivn Berwaltungsb.-Hö^n A ®Jj|L .Mislündiger Lvhnllmisxs^ namentlich ^ a0t- beltlMjrl«, LllsrrunMlvertröge: ^.^T^de^behaLtun- sonne dem Ausbau der im Kriege zwischm Arberlewrganisationen cntftanbenm ' Sfr- &gÄw Schlrchtnngs-dmmiffionen und ihres tarii- Bek«»»tmach«ng. B »«<--- Die «ahl» «nt toerMfJot«(e6aiben KokWLmrmrr der Republik Hessen. Gemäß Anikel 38 de der venmvnsny über obige Wahlen, teilen AbittmnrungSbczirke ein. raven mü Anstrngsbuchsdaben von AbftttmmmgSbezirk 2: Tie Straßen mit An^rnysbuchshiben von Innerhalb jeder Straße Vlgen die Häuser nach Nummern, mnerhatb iedeS HauseS dce Wul-lberrchtiglen in alphabetischer Reihen folge. Gießen, den 14. Te-ember 1918. Krcisaurt Gießen. _ I. V.: Dr. Welcker. SflS ßaiikffi®? Btntm iikS ßkm Sfllfiläü IM." toomcat von A. H. AdamS. (Nachdruck verboten.) (84 (Fortsetzung.) . eC'FVJ * 11 b' ru dem ersten Brief kam," prahlte £f r §/^rverzErcherweye. „Wirst ihn aus ihrem Fen- strr )u mir herab und wmkt mit ihrer liliemveißen Hand." ,^hren ersten Brief?" . lÄ' ® n ut , id> llberschrieben. Bat mich, ihr zu helfen, ein Weiberrock in'Not war^L sprach dch^s. Nutte ihr also zu und rief, um ihr Mut zu JSTvi* Wmmertc s'ch nicht darum. Aber ,ch achtete auf das Fenster, wenn ick) meine AuSgänge machte nno grng nnmlals daran vorbei, ohne daß mir sozusagen das Herz anstng zu Tlopfen. Und gestern sah ich ihr Pfötchen herauskommen, mvd dann kam dieser Brief." „Aber er ist an mich gerichtet?" ^ ^ ^J? m andern Umschlag, und der zog aus der Brusttasck)e ein ^erknrltertes <^lück Papier und, lindem er es mit den fertigen ^is^r ^ den freundlichen bmrke Ahnen sehr für Ihre Bemühung." sagte jAaLckZod ohne srnidertiche Wärme. V ^DurckMus tcvte Dtühe gewesen." räumte der Fleischer ern_ mrr ein Vergnügen, einer Dame zu Betauuimachuug. Betr.: Maul- wnb Kicmenßild^. Wegen Ausbruchs der Mirul- und Klauenseuche in Leihgestern (Neuhof) Gießen, werden die Gemarkungen Leih- geitern und Gießen als Sperrbezirk, die Gemarkungen Großen- Mnden, JanyyönS, Wahenborw^veinkery. Grüntngen, Garden- reich Hausen und . Schiffenberg, Heuchelheim, Lollar und Wicseck als Bw bachtu ngSgebiet erklärt; wegen Ausbru-chS der Seuche in Sich die Geinarkimg Lich als Sperrbezirk, die Gemarkungen Steinbach, Musd>etcheim. LangSdorf, Torf^Ül. Jtwf* Gill uub Birklar als Beobachtungsgebiet. Gießen. 16. Dezember 1918. Kreisaml Gießen^ I. B. 5 Langer mann. An den Oberbürgrrm-eifber zu Gftßen und die Bürger^ meistercien der Gemeinden Leihgestern, Grotzcn-Linden, Langgöns, Watzenlwrn-Steinberg, Grüningen. Garbentcich. Hausen, Lich. Steinbach. Dtuschenhenn, Langsdorf. Dorf- GU1, Eberstadt, Birklar, Heuchcll-nm. Lollar und Wleftck. Vorstehende Anordnung ist unter Hinweis auf bie bestehenden gesetzlichen Bestimmungen ortsüblich begannt zu mad>en. (A 154 ff. der Ausführ-nngsvorschriften zum ReiäMichseuchengesetz.) Gießen. 16. Dezember 1918. _Kreisamt Gießen. J.V.: Langermann. Dcnm schaute er Galcchad mit Neugier und Verachtung an. „Na," sagte er dann und grinste belustigt mit ver- standnrsnrnrger Miene, die (YxiUdyab wie ein Peitsck-enhieb tras „So ern alter Kerl wie Sie rennt hinter einem so hubscheri, unschuldigen Aukcrpüppchen her! lind Sie noch dazu als verheirateter Mannt' Achtes Kapitel. Galahad geht pnt Angekn. . _^ CE ' ^ sollte wieder in all die Wirrnisse hlneiTrgezjogen Eden, Eh seiner Reutz und seinen treffliä>en Vorsätzen, ^wyl war in großer Nor und er der eine vertraute Diener, ar: den sie sich instinktiv urn Beistand wandte. Er beschloß. Horace sofort anf^usNchen. Nachdem er sorgfältig den letzten Bonknvtenhanfen ver- fchüossen, den Klebstoff vmi seirien Fingen: ge)vasck)en und mrt Hilfe des winzigen Bureauspiegels gescheitelt lMte beschrrtt 0>.ckahad noch einnnck den Pfad der Romantik, or Er bei Blonghs vorspr^chnr, ilttt Hovaces ^kommen; beim es rvar anslniehmen, daü Stbyls Ahnung wahr sei. Der junge Sßtmti mußte nach JfT r f ^ [m5n ^ rtbe r NaHt vollständig ersähst gewesen sein, Galah^rd machte srch Vorwürfe, daß er sich durch seine ergencn Leck)^ hatte verhindern lassen, nack^fragen, wie fernem Mitschuldigen ergangen sei. Aber wie er- stairnteer, als er das Geschäfts lokal der großen Fmport- auf seinem gewohnten Platz hinter dein Ladentrsch fand! ^ Diesmal keimte kein Zweifel darüber obiwalten, daß veutjch-nationale Vslksparter Freitag den 20. Dez. abds. 8 % Uhr im Stadttheater Versammlung (Es wertxn sprechen u. a. die Herren Pfarrer pritsch (Nupperts- burg), Geheimrat Dr. Siseviur. Oberpostschaffner Notth. m?o MSnner, Frauen und Mädchen sind ber Uick willkommen. Horace beim Anblick seines Besuchers von Bestü füllt wurde. Schnell kam er hinter dem Ladenti' und zog Galahad in eine Ecke. „Was gibt es denn?" fragt« er voller Angst. „Sie sind also nicht krank gewesen?" flüsterte Galahad voller Erstaunen. „Kr30.OeKCmsSer Mitglieder - Versamniiung. ««Giessen Tageiordnung: 7,1 hi»li«rs_ 1. Vorst»ndswahL 2. VortrAff des Herrn Prof. Bousget Über „Staat und Kirche“. im.tmr»:inrrs ßtlmmb«rochtUrt gtnd auch die am Abend neu ein- tretenden Mitglieder, m»D Der Vorstand. Deutsche volkspartei in Hessen (früher: Rationalliberale Partei) Mitgliederversammlung Areit«g de« 20 . Dezember 1S18 8 1 /* Uhr im Saale des Hotels Schütz. Tages ordnung: 1. Beratung der Vorschläge für die Wahllisten, 3. Aussprache. Wir bitten unsere Mitglieder, Frauen und Männer, um zahlreiche- Erscheinen. S906V _Der Vorstand. Batterien fCari Schur*ck Herwegs« iCragegi alle Formen alle Welten Ohne Bexaffnehein MlmMi ^ Wekanntmachung Die Wahlen zur verfastunasebenden Volkskammer an v. ber Republik Hege« betr. Die Wäb erline flir die zu der Wahl zur versafiuna- BE ammer der Reoublik Hessen in der Smdt A'bben rntt der Eemurkung Schiftenberg und Herrenwald utnimbereckitgten Penonen Itent von Samstag den S1. Dezember biö Samstag den 28. De> , . . remder 1918, itnh C a m?? e rt « n iui 1 s? 11 ^ an * on Sonn' nnd Feiertagen, und zwar an Werktagen von vornimagS 8—12 Ubr und nachmittags von 2—6 Ubr, an Sonn- und fVetertagen nur vorm.llags von 8-12 Uhr auf dem Sradtbau^ Ammer Jlr. 8. zu jedermanns Eln,lchk offeu Innerhalb des an- gegebenen Zeitraums von 8 Tagen können daselbst Ein- &5l b i Un /!£! fioen die Richtigkeit und ^ottständigkeit der werden '^ irhrtstlich oder mündlich zu Protokoll erhoben _53erec^ti?rf zur Erhebung von Einwendungen find alle Personen, manntichen nnd weibltchen Geschlecht-, die zur Seit der SBabl das 20. l'cbenoinbt WTÜtfgclfm hoben und 4,Da «i bei v^ n,let Eintragungen in die Wäbierii'te. dielen dt ,"'in Wr,«?, U r n 3 b'n^^äblerS verlangt, muh für diesen die in Artikel 3 der Wabloerordnung*) für die auaesührten Erfordernisse Nachweisen. ^ Nachwette bi, zum Ablause der Einspruchs. BBXatlC6> ’ '° Mclbt b “ des Soldatenstandes sowie au« dem Militär. h?r ene ^ t,oncr )' öie der Zeit von der Mobil, machung bis zur Demodilmachung zum HeereSdienit ein- SieO stnd^nkb"' ^nd au die Einspruchsfrist nicht gebunden, ^te find auf thren Antrag auch nach Ablauf dieser Frist bis zum Tag vor der Wahl nachträglich in die Wählerliste aufzunehmen, sofern sie die in Art. 3 für die Stimmderech. ttgung angeführten Erfordernisse Nachweisen. Gtehen, den \7. Dezember 1918. __Der Oberbürgermeister: Keller, *! Art. 3 der Wabloerordnung lautet: Stimmberechtigt bei den Wahlen find alle deMschen Männer und Frauen einschließlich der Personen deS ^oldarenstandev, welche zur Zeit der Wahl das 2V. Lebens- jahr zurückgelegt haben und in Hefien wohnen. 9S18B Franz Redleaa gesetzl. gechützt, b. best. all. epist. elasl.Sauger, im Gebauch fast sämtl. Säuglingsheime Deutschlands, ab. folut geruchlos. 12 St. M. 15.65 fr. Nachn.. SchnuUerM. 7.20 p.Dtzd^ auch vaarw.. so lange Vorrat. Franz Redicen, Drssdsa-A. 1, Polterstrahe 17 \ar noch bin Achtung! In Gießen J nur Mäusburg 1 (am Denkmal) Drssdsa-A. 1, Polierstrahe 17* tfe— 38. Dsa. U Bl»flsa"^ g fiindergarten-verein. Die Weihnachtsfeier des Volks-HinHerkgortens findet am Sonntag den 22. Dez. nachmittags 8 Uhr, hte te» Lürger-Uin-eFgirrtens Sonntag den 22. Dezember nachmittags 3 Uhr, die des Heimgcrrtens Sonntag den 22. Dezember nachmittags um 6 Uhr statt Alle drei im Hause Wiesenstrahe 5. 1 Trevve. bet iSifif 8 Lebensmittelkarten-Ausgabe. .Die Ausgabe der Brot.. Butter., Zucker-, Nährmittel- und Kartoffelkarten geschieht wie folgt: 1. »re,tag den 20. d. M. für die Bezugsberechtigten, y ^^una.uen beginnen mit den Buchstaben A-K. ^ b * m ' fü ! ble Bezugsberechtigten, deren Zunamen beginnen mit den Buchstaben jl—Z. Giesten. den 19. Dezember 1918. 9905 B Der Oberbürgermeister (LebensmittelMnI). Bohnhoffitr. 14. 9811« Nach 2‘/,|ihr. Abwesenheit ans dem Felde zurAckgekchrt, habe Ich meinen Betrieb wieder voll aofgenommen Uebemehme alle Arten Wäsche bei billigster Berechnung und schonendster Behandlung Georg Hüttenberger Waschanstalt vncl Rascnblcfchcrci —» Spielwareu Pferde, Puppen usw. »ehr grosse Aoswalil, Wiederverkäufer Rabatt. Carl Schunck. 8elbntce fertigte 9720 Schulranzen für Knaben und Mädchen In Kroüer Auamahl A“g* Kliblnger, Seltersweg 79. Ilasiiäa- Raupenleim Gtirtolpapler. AdL-Droff. Selterswe{? 39. _Otto 8ch aa f._ |1 ^'»T nocli bliij fcB Achtung! Jetzt nur noch AN Tage @ in Giessen. Aus demHeeres-Sanitätsdienst entlassen, habe ich meine Tätigkeit wieder aufgenommen L. Kratz staatl. geprüft. Heilgehilfe und Masseur Schulstraße 11 (Stadtpost) • Telephon 354 Schwitzbäder (Li ^ Bl y Massage Elektrische Behandlungen Aus dem Heeresdienste entlassen, führe ich die ror dem Kriege betriebene Schreinerei von Vetter L Wagner unter meinem Namen weiter und empfehle mich meiner werten Kundschaft in allen’vorkommenden Schreiner-Arbeiten Hochachtungsvoll Anton Wagner, Schreinermeister Dammstrasse 46 p. 08687 Pferde - Versteigerung. 50 Pferde schwere, leichte und Panjepftrde, sowie 17 Wage-, 7"^" a-n Sonnabend. 21. Dezember 18 , vorm 1 « Uhr In RiippcrlSburg in der Becrgartenstraße öftent ich mci,lb>elend gegen Barzahlung verstcigcrl. Händler sind ausgeschlossen. _____ Et.-Mnuit.-Kol. 17. Os«» st859c- 30. Des. in GieSon Photo-Apparate sowie sämtliches ZubehOr als praktische Geschenke empfiehlt Central - Drogerie, SchnUtr. Emil Karn. JS (Kragen n. 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Dezember 1918. 06046 Gestern abend 11 Uhr verschied sanft nach langem, mtt Geduld ertragenem Leiden unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Grovmutter und Urgroftmutter giM Lsthuitt geb. Deuber tm Mter von 78 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilhelm Kammer. Postsekretär Lina Kammer ^ „ Familie Schmidt. Vostverwalter Jcnnv Kammer geb. Seidler. Londorf, Gieften. Auerbach, Darmstadl, den 17. Dezember 1918. Die Beerdigung findet Freitag nachmittags 2Uhr in Londorf statt. 9001 ;; Wi 1 Kurblet Lampen empfiehlt I 9606 C^rl Schunck Beieeedg eder Vertreter welche regelmähtg die SNaS- waren-, HauS- u. Küchen- geräte-Kletnbandlungen besuchen, von Glaow.-Grofth. z. Mitnahme ihrer Art. gegen Provision gesucht. Angeb. mit Res. n. 9621 a. d. Gteft. Anz. 2 tüchtige Tchuhiglichkr gesucht. Emil Svitz. Hille brandstrafte 2 . 08497 Tüchtiger, fletftiger SAlnflSlherßthilse sofort gegen hob- Lohn gesucht. Ga. Schnell, Schuhmacher» mstr., Lollar b. 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Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Christian Vogel. Alten-Busech den 18. Dezember IvlL «« Sultaninen frische, eingetroffen bei 08690 Emil Alschbach. Frisch gewässerten Stockfisch empfiehlt 9394 J. M. Schulhof, Marktstr. 4 . Tel. 110. Batterien ----- vom Guten das Beste — förKantinen — Wiederverkauf ICaH Schunsk igelernter Schuhmacher) zum 1. Januar 1919 gesucht. »""OjPr ov .-Biechenaustalt . M a n n L zum Viehfültern und Melken gesucht Marburger Str. 66 . Fünütttr SoirffponDent perfekt in Stenographie und Maschinenschreiben, sucht An- sangsftelle bei geringeiu Salär. Angeb. unter 06579 an den Gieft. Anz. erbeten Kraft., junger Bursche als Hilfsarbeiter sowie ein weiterer als E&üsbursclie zum sofort. Eintritt gesucht chm Möblierte* Zimmer ohne Bettwäsche z vermieten. Näheres i. d. Geschäftsstelle des Gieftener Anzeigers. Bekanntmachung Betr. Belohnungen von Dienstboten. Soweit eS die Verhältnifie zulasien werden, sollen auch diesmal wieder Belohnungen an Dienstboten des Evarkaffenbezirkes verteilt werden. Belohnungen können von 6 zu 5 Jahren solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und Wohnung haben und sich darüber, sowie über gute Führung durch Zeugniffe autzweisen können. Bon Bollendung der 5 Dienstjahre kann nur dann im letzten Dienftjahr abgesehen werden, wenn der Dienftaustritt durch Einberufung zum Heeresdienst, durch Auflösung des HaushaUS oder durch Gründung eines eigenen Haushalts erfolgt. Es werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach diesen Bedingungen auf eine Belohnung glauben Anspruch erheben zu können, aufgefordert, sich unter Vorlage der Dienstbücher, eines Zeugnisses der Herrschaft über gute Führung, sowie eines etwaigen Sparkassenbuchs (bic Angabe der Nummer des Buchs genügt ebenfalls) bei unserer Kaffe oder der Bürgermeisterei deS Wohnorts bis zum 31. Dezember l. I. zu meiden. Die Bürgermeistereien des Bezirks werden ersucht, vorstehende Bekanntmachung auf geeignete Weise zur Kenntnis der Ortseinwohner zu bringen. Bezirksivarkaffe Gieße«. ZacheiS. 19832 D Rübenschneider Häckselmaschinen Vielifutterdämpfer Kartoffelquetschen Strohschneider Putzmiihlen, Trieure sowie alle anderen Geräte für die Landwirtschaft empfiehlt HL üßsenthai Ldebfgstraße 13. (9619c) Fernsprecher 77. Düngerstreuer für alle I>nnsarten Ackergeräte jed.Art Jauchefässer Jauchepumpen Dezimalwaagen Pferdegeschirre und Geschirrteile iüx kleine und große Pferde, eigener Anfertigung, empfiehlt sehr preiswert 9719 Amg. Ailbhiger, Seltersweg 79. * echt Wchwarzwälder, seidefreie Haat, Schwedenklee, Italienisch. iRaygras offeriert zu Richtpreisen Heinrich Hahn, 4*leasen Hamen handlang Telephon 403. (*,?*) Bahuhefitrafie. Möbl. Zimmer per L Jan. zu vermieten 08696 Reue» Bäue L, I. St. IIS Gutgehende kl. Pension sucht Eiage oäer toiüeF,ta für jetzt oder später. Schr. 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