Nr 293 Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer SonntaqS. - Beilagen: Eichener Zmiüllenblätlrr; LreirdtaN fLr dev Ureis Gießen. Vtzngrpreis: monatl. Ätk.1.35, vierteljährlich Mk. 4.05. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.25; durch die Bost Mk. 4.05 viertel- jährl. ausfchl. Bestell^, fierusprech - Anschlüsse: sür die Schristleitung112 Verlag.Sieschäst4stel!e51 Anschnitsi'lrDrahtnoch- richlen: Anzeige? Sietzen. Erstes Viatt 168. Jahrgang §reitag. 15. Postscheckkonto: Frankfurt a.M. 11686 General-Anzeiger sür Gberhessen Sankverkehr: Sewerbebank Hießen Zwülingsrunddruck ».Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. ZteinöruSerei R. Lauge. Zchristleitung, Geschäftsstelle u.Druckerei: Zchnlstr. 7. Dezember Annahme vsn Anzeige» f. die Tagesnurmner b»S zum Nachmittag vorher ohnejedeBerbiudllchkeit Seilenpretje: für örtliche Anzeigen 25 M..sürauswärtlg« 30 Bi., sür Reklamen Mk.1.- nebst 20"'tzTeue- rungSzusihlag;Blatzvor- schriil 20 % Austuilag. Hauvtichri'tleiter: Aug. Goetz. Berantivortlich sür Politik: ^lug. Goetz: für den übrigen Herl: llr. Renchold Zenz; sür beu AnzLlgenteü: H. Beck; sämtlich in Gießen. Bekanntmachung Detr.: Oeffentlickies Gesundheitswesen. An alle Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte des Kreises Gieren. Me das Gesundheitswesen betreffenden Fragen, Anregungen kmd Beschiverden sind zunächst an das vom .'Hess. Arbeiter-, Bcmerw- und Soldatenrat, Ausschuß für öffentliches Gesundheitswesen. lim Anschluß cm die einzelnen Kreisämter gebildete Gesundheitsamt zu richten. Soweit ^ in der Macht des Gesundheitsamtes steht, wird dies von dort aus geregelt, falls dies nicht der Fall ist. ist eine Umerbreitung an den Ausschuß für öffentliches Geftmldheitswesen Mrch das örtliche Gcsundheitsanrt erforderlich. Gießen, den 9. Dezember 1918. 9654L Arbeiter- und Soldatenrat Siehe». Schindlmeier. Kiel. „Schulgemeinden" und „Schölerräte". Herr Tr. Schnell, Direktor der Oberrealschule zu Gießen, schreibt uns: Die Einrichtung der „Schulgemeinde" und des „Schülerrats" Ist, Uwe Prof. Messer in seinen! Artikel dargelegt hat, den Fachleuten durchaus niafts neues: ja, der diesen zu tbrunde liegen.de Gedanke t«er Schülerselbstverrvaltung ist in vielen hessischen Schulen längst in die Tat umgesetzt ivorden. Angeregt durch die Förster'scheu Schriften hat^das hessische Vdinisterium vor etwa zel)-n Jahren die höheren Schulen veranlaßt, mit der Schülerselbstverwaltung praktische Versuche zu machen. Einen solchen Versuch stellt die in vieler! hessischen Schulen bestehende Einrichtung der Klassen-Ver- trauensniäuner dar. Tie Schüler der einzelnen Klassen ivählen ol-ne jede Beeinflussung durch den Lehrer einen Kauleraden zum Vertrauensmann, defserr Amt «es nun ist, den Klassenführer oder' Direktor Wünsche J»or Klasse mitzuteilcn. auch sie von etwaigen Mißstimmungen d r Klasse in Kenntnis zu sitze i und überhand eine innigere Verbindung zwischen Lel/v.rn und Sckiülern herzrrstellen. Ein anderer derartiger Versuch ist die Heranziehung älterer Schüler zur Pausenaufsicht. Dies entspricht ja ganz und gar dein, was der neue preußische Erlaß fordert, wenn dort gesagt wird, „der Schülerrat hat im Einvernehmen mit der Schulleitung und der Lehrerschaft für Ordnung zu sorgen". Wie von Einsichtigen voransgesehen wurde, haben diese Einrichtungen einen erkennbaren Einfluß auf den Geist der Schule nicht gehabt. Sow-it die Tätigkeit der Vertrauensmänner harmlos blieb, beschrankte sie sich darauf, dem Direktor oder Klassensührer kleine Klassenwünsche vorzutvagen, so wenn an schönen Tagen die Vertranensmmmer einer nach dem andern bei dem Direktor erschienen., nur im Namen ihrer Klassen zu bitten, einen Schulspazier- gang nracheir zu dürfen. Weniger schön wurde die Sache aber, wenn sich der Vertrauensmann zu einer Beschwerdeinstanz gegen die Lehrer enllvickelte. Da kam der Herr Vertrauensmann mit dem Gesicht dos amtlich bestellten Anwalts und erklärte, der Herr Ober- Lel-rer Wacker hat dein Meier einen Fünfer gegeben und nach einstimmiger Ansicht der Klasse hat der Meier eine bessere Note perdient ; oder der Müller hat eine Stunde Arrest wegen Vorsagens bekommen und der Krast, Becker und Huber können bez-eugen. daß er nicht vorgesagt hat. Ich habe selbst einen Treikäseh>ch von Quintaner erlebt, der alle paar Tage in dieser W.üse Beschoerde bei mic sl'chrte. Al>gesehcm davon, daß bei dm Verhandlungen gewöhnlich nicht viel mehr als eine Mißstimnrung bei dem angeklagten Lehrer herauskommi, wird dadurch bei de:! Schülern ein Geist der Ansässigkeit hervorgericfen, der die allgemeine Schulzucht geradezu Unter höhlt. Außerdem enttmckelt sich bei dem Vertrau ensmmin da- dirrch, daß er Männer zwingt, sich geioissermaßen vor ihm zu reckw- fertigen, allmählich eine Anmaßung und Rechthaberei, die von: erzieherischen Standpunkt viel sckstinrmer zu bvoerten ist. als eine kleine vermeintliche oder wirkliche Ungerechtigkeit, die ein Schüler einmal hrirnehmau muß. Viel ho r ausgenommen ist auch nickst bei der Einrichtung der Aufsicht durch Schüler. Da muß immer wieder ein Lehrer bestellt nvrden, der die Aussicht darliber führt, daß die aufsicht-führenden SckstUer ihre Aufsicht riclstig führeu. Und dann kann ich die Tätigkeit des Schutzmannes überhaupt nicht als obren glücklichen Erziehungssaktor ansehen. Tie Anregungen des Ministeriums hatten semerzett bei Lehrern mld Leitern ein williges Entgegenkonmlen gefunden. Wenn trotzdem dieser Versuch der Einführung einer Schülerselbstver- walttmg. man formt ruhig sagen, mißglückt ist, so liegt dies bl dem ganzen Wesen unserer SckIuleinrichtungeu begründet. Die Ai- regun.gen Försters gehen von Jnter:mten aus und auch die „Schul- gnneinde" rnck der „Schülerrat" Whnekens sind Ernrickitungen/die in dessen Internat entstanden sind. Solche Anstalten ersetzen dein Zögling Schule und Familie. Ta form natürlich, nicht den ganzen Tag unter der strengen Aufsicht und Leitung des Lehrers gelernt werden: da fbrden sich die Zöglinge zu gemeinsamen, mehr selbständigen Unternehmungen zusammen, da werden Fragen und Meinun ^-^Verschiedenheiten an stauchen, die zu gemeinsamer Aussprache drangxm. das enge Zusammenleben fordert einen Ordnungsdienst, und manches, was untere Schüler int Kreise der Familie oder im Freundeskreis verhandeln, muß im Internat selbst bestochen werden. Ta mögen „Schulgemeinden" und „Schillerrate" zweckmäßig? EmrickMmgen sein. Sie wachsen dann naturgemäß aus den Bechältnissen der Mstalten.heraus. Unsere Schüler dagegen fonttn-m ncorgms um, 8 l / 2 Uhr und gehen um eins. In dieser Zeit haben sie 5 Lektionen!, die völlig mit geistiger Arbeit unter Leitung des Lehrers auZgefüllt sind. Zwischen den Lektionen liegen Pansen, die g:r<Ä>e zum Frühstücken und ein wenig Unterhalllmg ausrrickren. Die Zeit von 4'/; Sttrnden, die die Schüler beisammen sind, ist also so eingeteilt ur4> ausgenutzt, daß für gemeinsame freie Betätigimgen, die die Voraussetzungen jener parlamentarisck)eu Einrichtungen Wie „Schrilgernemde^' nrid „Schnlerräte" sbrd, überhaupt k ine Zeit und Gelegenheit bleibt. Wenn ich merrrc Schüler von Obertertia bis Oberprima zu eink-r „Schllgenrebide" zusamnrenriese, so hätten sie, das bin ich Überzeugt, icherl-crupt keinen Stoff zur Beratuirg. Worüber sollten sie st-vech>.m? Sollen, sie etwa becatcn, ivatche Lehrstoffe zu behandeln, seien? Ich bin so altmodisch, zu meinen, daß der Schüler davon nichts versteht. Nur der form mitsprechen, der über der Sache stetst, ^ nicht der, der eben im Begriff ist, einzudringen. Sollen sie lauen Ordnurrgsdienst cinrichten? .Für die paar Minuten Pause branck^n wir den nicht, den versehen beffer die Lehrer, U7w> als Erzielßmgsmittel tan kst er nicht viel. Ja, darm bleiben als Beratungsstofs vllcder mrr die Beschverden über die Lehrer übrig. Man stelle sich mm vor, wie die Schiulbuben in öffentlicher S-ckpll- berMNmlnng über ilste Lehrer zu Gericht sitzen uiw was das dann für eine l-eramvachstnde Jugend gibt. Ta tvollen wir doch Irebm imsere Frnger davon lassen. Ich bm der Meinung daß gerade der Krieg unseren seither!cten Erret.amg->ernrrchtungrn das glänzendste Zeugnis ausgestellt (ja!. Jahve lang, bis vor einem halben Jahre, haben wir doch alle geglaubt, daß sich das deutsche Volk in diesem Kriege herrlich bavahrt habe. Und ich habe diese Meimmg auch heute noch Wir haben uns tückstiger .gezeigt als jedes ebtßduc Volk, mit dem uür Krieg geführt haben. Wir haben ja auch nicht etioa durch Untüchtigkeit, sondern durch eine furchtbare politische Koustellation den Krieg verloren. Daß das deutsche Volk aber allen Völkern überlegen war, verdanFt es der ihm zuteil gewordenen Erziehung, von der die Schulerziehung zlvar nur einen Teil, aber einen sel>r wesentlickfen Teil ausmrckst. Unser Volk war geistig hervorragend geschult und loar zur Arbeit, Pflichltersüllung und selbstlosen Hingabe cm ein ideales Ziel erzogm. Das sind die Kräfte, die tvir uns erhalten müssen. Nur durch sie fonnen Unt unser Volk aus der Lage, in die es geraten ist, wieder hevausbringen, und darum dürfen wir an den seitherigen Grundlagen unserer Erziehnn'g, aus denen diese Kräfte hervorgelvachsen sind, nicht leichtfertig l-erumestperim entieren. Gewiß sind unsere Schulen nicht Gebilde reichster Dollkonimen- heit. Vieles kann und soll besser werden. Die Frage ist mir, wo soll die Reform jetzt angesetzt werden. Nach meiner Meinung ist das größte Uebel, das rmseren höheren Schulen mchaft-et, die Schulverdrossen heit bei derr älteren Schülern. Mit ihrer Beseitigung würden die meisten sogenannten Schulfragen von selbst Wegfällen. Aber wo^her kommt die allgemeine Verdrossenheit? Offenbar daher, daß die Schüler die Schule nur als Ort der Bevormundung, der harten Pflichterfüllung und erzkvungenen Arbeit kennen lernen, dessen Vorstellung sich im Bewußtsein mit der Er- imverung an viele Unxurnehmlichletten und nxmig Behagen assoziiert. Hier muß der Hebel angesetzt werden. Wir müssen Einrichtungen schaffen, daß die Vorstellung der Schule mehr von lu st betonte:; Gefühlen begleitet wird. Zu solchen Einrichtungen rechne ick N>eite, schöne, mit allen Mitteln, ausgerüstete Spielplätze, wenn iwöglich mit Gelegenheit zum Schwimmen und Rudern. Hier sollten die Schüler in der wänneren Jahres,zeit ihre ^Nachmittage, die alle frei von wissenschwstlichein Unterricht sein müssen, bei Spiel und Sport verbringen. Dabei ergeben sich dann die Bedingungen für die Verwirklichung der ^'öedanken von Förster, Kerschen- stviner und Wynefon ganz von selbst. Hier haben die Schüler Gelegenheit zur Betättgung der sozialen Instinkte (Gründung von Spielverenugui'gen, Vermrstzlltung von Wettspielen, RuderfaHrten u. dgl.), zur Selbstregierung, zur freiwilligen Unterordnung bei gemeinsamen, selbstgewollten Aufgaben: die Führernaturen treten hervor und bringen sich zur Geltung. Die Lchrer kommen mit den Schülern^ in einen natürlichen Verkehr und können ihren erziehlichen Einfluß besonders wirksam ausüben. Ferner sollten im Schulgebäude .Lese- und Spielzimmer eingerichtet werden: gemütlich und geschmackvoll ausgestattet sollten sie den älteren Schülern für den Nachmittag und Abend zur Verfügung stehen. Größere Tageszeitungen und geecgnete Zeitschriften müßten aufliegen, und eme Bücherei, die von den Schülern in eigene Berwalllrng genommen werden könnte, sollte vorhanden sein. Auch die Lehrer könnten sich hier cbcsinden, und d.- böte sich ihnen mancherlei Gelegenheit zu Besprechungen, für die im regelrechten Unterrichr forn Platz ist. So könnten sie im Anschluß an tne Lektüre der Wertung allgemein politische Belehrung^! ein fließen lassen: es böte sich Gelegenheit zu Anssprachen über Weltanschauungsfragen, für dre die älteren Schüler ein brennendes Interesse haben: Unterhaltungen, über literarische Tagessragen und bildende Kunst gaben nuntxfyrlei Anregungen: gelegentlich könnte auch einmal Musik gemacht und Tlteater gespielt werden. Aber alles sollte nicht schulmäßcg unterrichtend, sondern unterhaltend und anregend be- bandelt werden. Da kämen sich Lehrer uird Schüler näher. Manche ^vinge würden zu allgemeitren Debatten anrogen, und tvenn die Schüler sie einmal in parlamentarischer Form erledigen wolllen, dann möchten sie rulstg auch cirnnal Parlamentches spielen, ein Gegenstand von Bedeutung ist dies nicht. Nur für den Verkehr zwrschen Lehrer und Schüler lehne ich die parlameirtarische Ordnung rundweg ab. Tie Wirkung des Erziehers beruht ganz ans seiner Persönlichkeit, und diese frrbujt sich nicht im parlamentarischen sondern im patriarck-alischen Verhältnis zur Geltung ^ Tie neue preußische Negierung hat mit der „Schulgemeinde" und dem „Schülerrat" die Sache von hinten angesangen. Ihre Anordnung ist von vornherein zum Tode verurteilt, >veil sie rz-ornien gibt und nicht für den Stoff sorgt, mit dem diese Formen' aus ge füllt, locrden können. Wenn sie in Wirklichkeit mid nicht auf dem Papier reformieren will, dann muß sie es schon anders ansangen. Line Rede Lloyd Georges. London ,11. Dcz. (WTB.) Rniter-Meldwig Jn cim-r» lammumg IN Bristol sagte LloydGeorge.IniidasMilitä dienstgesetz ausgehoben werde, sobald die Notwendigkc-ir daf mngehört habe. Es bestehe nicht die Absickst es zu erneuern. Ob: zukiMsttg die Tienstpflich! in irgendcin r Fornr nötig hebe:i werd haiigt nicht von den Ansichten irgendeines pollrischen Führers i sondern lintb ganz von den Friedensbadrngungen abl)ängen. Wtz wrr einen danerndai Frieden l)aben wollen, nruis-en roir die Diwi pflickstarmeen auf dem europäischen Kontinent beenden. Ueber Marine sagte Lloyd OKorge, sie sei keiiie Offensiv-, sondern ei ^Lesenslvwafse. Deshalb beabsichtige Eligtand nicht, sie auszuged hat England whrhunderlalang vor der Jnvajian bewahrt. Ei land beabsichttgt nicht, seine Zukunst aufs Spiel zu setzen. We wir, sagte Lloyd George, auf der Friede-nsÜNiserenz nicht einen ^ ftai-id säsasm. der die Konsfkriptton auf der ganzen Well beend tlurme unvermeidlich eine Zeit kommen, da Großbritannien s weder m einen Kmrstikt würde stürzen müssen, weil es der Hau vertechiger der Freiheiten der Welt ist. lieber die Kriegsen '^a^^ung sagte Lloyd George: In jedem zivilisierte:! Lar der Willt werde bei Sprüht der verlierende Tell zur Zahlu verurtellr. Es harcdle sich nicht um eine Frage der Rache, sc .dern der Gereckstig^it Wir eihossen. sagte er. für die £ IMt, daß für die Völker diese owiindsätze für Reckst mrd Uwe ^^^.uvrden, nn-e für beu Einzel nun ischen. Acherdenr hc der >wlsg in Deutschland wmiger gekostet als in England V mußten erne riKw Flvtte erhcllteii. Lloyd George sagte, er < um frinc falsche Meinung zu erweck ZE ^ K^ege jer der Reichtum Deutschlands auf 15 000 AJWX) JJftlIu>nen Pfund Sterling geschätzt worden. Die Re nimg betrage 24 000 Millionen Pfund, so daß der ganze Rei tum Deutschlands dafür mcht ausreichen würde. Bor ehric ^Wochen fei tx>nt Krcogskäbinett eine Kommission ernannt Word um me Lelsllmctssähigkeit Deutschlands zu untersuchen. Er glau daß der Wohlstand Deutschlands bisl>er imterschätzt worden ^ Etc Nwirscl-e nur ztvei Bedingungen zu machen: 1. daß nicht ' ulaxynmiirte Zeit eme große Besatznngsarmee rn Deutschlo gehalten lverden solle: 2. daß die Zinsen des Geldes^ nicht dadii abgetragen werden sollen, daß England mit billstzen Waren üb wtwc^ D^ffchlcryd l-abe eine Kriegsschuld von 6 <,,^Earden Pfund Sterling. Es sei klar daß die Kosten ! Eierten vor den Ktiegsfosten bezahlt tverden müßten. Bi Standpunkt der Gerechtigkeit haben ioir das absolute Recht ganzen Kriegskosten von Deutschland zu verlangen. Wir beabsi lttgtur auch, sie zu verlängern Bezüglich des Kaik«r^! wmi* 9h George, es stehe zweifellos fest, daß er,Verbrechen gegen dce nationalen Rechte begangen habe und dafür zur Beranttvortung gv- ^txp werden müsse. Amerika tverde zweifellos derselben ANlicht sein. Der Klwnprinz sei sicher^ einer der Mitschuldigen, nach dem vorliegenden Beweismatcrial vielleicht der Hauptanstifter. — Ueber die Deutschen in England sagte Lloyd George: Sie werven nicht lairge in diesem Lande sein. Ich kann ihnen versichern, dag man sie lstnausfeuern wird, und daß sie nicht rvieder hrnemrommen. (BeifÄl.) cvx ^ c ^ n < w London, 12. Dez. In einer anderen Rede sagte Lloyd George, die Negierung hat ihr Friedensprogramnt mitgeteilt. Es ist ein Programm strengster Gerechtigkeit. Es darf keine Rache geben; Gerechtigkeit ist nicht Rache. An deiijenigen. die dafür vecmttworllich sind, daß die Welt in dieses Elend ge-i stürzt wurde, muß strenge Gerechtigkeit geübt werden. Diejenigen^ die den Klneg begannen und ihn unterlrützten, müssen bis zum letzten Pfennig zahlen. (Lauter Beifall.) Wir werden zu diesem Zwecke ihre Taschen untersuchen. (Gelacyter.) Es l>at keinen Zweck, l'wer einen Weltfrieden zu sprccheu, wenn man, Deutschland erlaubt, in dem Algenblick, wo der Krieg vorbei ist, feilte Armee von vier bis fünf Millionen Mann von neuen! auf-* Dieser Versuch muß von Anfang an vereitelt werden, und wenn das mit Deutschlaud geschieht, muß es auch hier geschehen. Test Schutz aber, den die Flotte gewährt, werden wir nicht au (geben, wer immer das auch verlangen möge. London, 12. Te^. (WB.) Reuter. Das Kolonialamt verösfenllicht ein Weißbuch mit Erllärungeii von Häuptlingen ans Samoa, Kamerun, Togvland, Südtvest-Afrika und Deutsch-Ost-Afrika, in derren die Häuptlinge den Wunsch aus- sp-reck-en, unter britischer Herrschaft zu bleiben. Lord Grey über die Freiheit der Meere- London, 12. Dez. (WB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Ter frühere Staatssekretär des Äeußern, Lord Grey, hielt in Tewsbnry eine Rede über die Freiheit der Meere, in der er sagte, .über diese Frage bestehe in England ein beträchtliches Vorurteil,' das darauf zurlützuführO! sei, daß man sie für eine deutsche Frage halte. Sie stamme aber aus Anerika und sei von den Deutschen nur für ihre eigenen Zwecke ausgenommen! worden. Was bedeutet die Freiheit der Meere in Friedenszeiten? Wo inrmer die britische Flotte in Friedenszeilen m der Lage gewesen ist. Einfluß und Macht 'auszuüben, l-at sie diesen Einfluß un.parteiisch für die Freiheit der Meere für alle Völker ohne Unterschied ausgeübt. Die Bereinigten Staaten haben, so viel ick weiß, ein Gesetz, wodurch es fremden Schiffen verboten wird, Waren zwischen den Vereirngten Staaten Um> bm Philippinen zu verfrachten. Einige andere Länder haben ähnliche Bestimm mungen. Wir hatten niemals eine derartige Bestimmuna Wir sorgen in Friedenszeiteir in viel weitergehendem Maße für die Freiheit der Meere, als irgendein anderes Volk. Ich glaube/ wir sollten für die Tatsache, daß wir die britische Seemacht in FriiHenszeiten niemals dazu verwanden, das Befal/ren der Meere für uns selbst leichter zu machen ohne eS gleichtzettig auch unter denselben Bedingungen für andere erleichtern, ettvas mehr Anerkennung ernten, .als wir tatsächlich finden. Bozugtich der Freiheit der Meere in Kriegszeiten möchte ich sagen, daß die Vereinigten Staaten seit sie in den Krieg erntraten, nnt der Durchführung der Blockade nicht nur einverstanden waren, sondern auch mit allen Kräften dabei mitwirkten. In früheren Stadien des Krieges war die Blockade nickst annähernd so vollständig, 'mell die Vereinigten Staaten viele Einwände erhoben. Aber in den! späteren Kriegsjahren wurde die Blockade mit .Hllie der Vereinigten Staaten vollständig genracht. Ohne diese Blockwe wäre der Krieg nicht gewonnen worden. Die neuen WaffeuftillstandSverhandlnugen. Trier, 12. Dez. (WTBst Die deutschen Delegierten der Waffenstillstandskommission sind nunmehr sämtlich in Trier angekommen. Nachdem gestern morgen Staatssekretäi Erzberger mit etwa 30 Personen und deren Begleitern von Berlin kommcmd im Hotel „Zur Post" abgesttegen waren, kaincn gestern nachmittag die fünf deutschen Delegierten von Spaa, unter ihnen Oöeneral v. Winterseldt, an. Letztere wv-hncn rm Domhotel: es sind sielen Personen. Bei ihrer Ankimft mar der Haupt- bahnhof durch die amerifonischen Truppen abgesperrt. SonwU die Kdmmissionsmitglieder im Tomhotel als die im Hotel „Zur Post" sind strengstens interniert. Niemand.hat zu ihnen Zutritt. Tie Vertreter der Alliierten find noch nicht mlgefommen. Heute wird Marschall Foch in Trier emtreffen. Taft über den Völkerbund. Neu York. 11. Dez. (WTBst Reuter. Taft erklärte bei einem Tiner im Lotns-Klnb: Wenn von der Friederiskonferenz kein Völkerbund errichtet werbe, so sei der Krieg ein Mißerfolg. und es nmrden auch der FriedenÄiertrLg mld der nach- herige Friede Mißerfolge sein. Die Gewaltherrschaft der Franzose». Berlin. 12. Dez. (WTB.) Aus zuverlässiger Quelle erfahren wir: Ettva 1000 junge Männer. Söhne vmr altdeutschen Eltern, sind aus Straßburg zur Zwangsarbeit nach Belgien abgeführt worden. Belgische Ausschreitungen in Aachen. Amsterdam, 11. Dez. (WB.) We die s-ozialdemokrattsche Zeittmg „Het Volk" aus Vaals meldet, haben mn Sonntag abend belgische Soldaten in Aachen s chw e r e Ausschreitu n- gen begangen. Sie plünderten $Ouftäbeu, mißhandelten Belvohner und erstachen einen Juwelier. Französische Soldaten stelllcn die Ordnung mit Waffengewalt ivieder her. Die frühere Kaiserin ernstlich erkrankt. Haag, 11. Dez. (WB.) Wie „Het Baderfond" meldet, ist die frühere deutsche Kaiserin in illmerongen an einem Herzleiden sehr ernstlich erkrankt. Ein Berliner Arzt wurde telegraphisch nach: Amerongen gerufen. Eine schweizerische Einladung an Wilson. Bern, 11. Dez. (WB.) sstdeldung der Schioeizerischen pescherragentur: Der Bundesrat hat dem Präsidenten Wilson mittellen lassen, daß er sich freuen würde, wenn Wilson anläßlick^ seiner Europa reife auch die Sckjavc'iz mit einem B e, u ch bcvlrrer wollte. Ter Bundesrat wirrde darin einen Benvis der Freund. schaft zwischen der größten und der ältesdeu Republik selum. Wllson wäre Gelegenhoil geboten, fick) persönlich von der Syinpatdie des Schweizer.Volkes zu überzeugen. Art§ dem Reiche. Die Aufrechterstastung der Vressi'fr-.'ilb'it. Berlin .12. Dez. (WTB.) Der R a t der Bol ts bennf^ t r a gte n erläßt folgende Bekcrnnttnachittig für die P r e i s e s i > u heit: In den lehtten Tagen färben sich die Eingriffe von Vlr vra-. ttnd L-oldateirrLt-M in die Pressesroit.eit derart gehäuft, daß die Rnchsregrcrung ihnen auf das eutzchi«d«tste cmtgegenlwttn muL So ist z. B. vl Leipzig eineZeitung mll Sttknuymi undZer- Word«: mrd in Mülheim (Rrchr, sind Druckereien stlllgclegt ,md an PlaLttssrulen ist xnr Selbsthilfe argen diese Zeitung anfgears«: worden und in Mühlheim (Ruhr) ftnd Druckereien stillgelegt und Platten zerschlagen ,vorden, weil sich die deutsche Bolkspartei und die Z«ttrums Partei in Flugblättern gegen die BerhLftung von Mülhümer Bürgern warrdte. Aehnliche Vorgänge werden ans zahlr^>er: anderen Städten gemeldet. Die Rei chs regierung verwahrt sich aufs entschiedenste gegen jede gewaltsame Beschränkung des freien Wortes. Sie fordert von den Arbeiter- und Soldatenräten die völlige Auf rechterhaltnng der Pressefreiheit, die eine ihrer ersten Programm punkte ist. Es wird die Ausgabe der Reichs konfe venz der Arbeiter- und Soldatenräte sein, zu erwägen, wie gegen lokale Organfl-ationen vvrzngehei: sei, die sich solche willkürlichen Hcmdllmgen zuschulden ftymmeit lassen. — Der Rat der Volksbeauf- tragten: Ebert, Haase, Scheidemann, Landsberg, Tittmann, Barth Die zwangsweise Umfangsöeschrönkung der Zeitungen. Magdeburg, 12. Der. Der Vorsitzende des Vereins Deutscher Zeitungsverleger hat an das Reichswirtschaftsamt ein Telegramm gerichtet, in dem er im Namen der dem Verein an- geschlossenen 1600 Zeitungen feine dringende Bitte erneuert, das Reichswirtschaftsamt wolle hie angefochtene Verordnung über die UmfangsbeschränkungderZeit ungenaufheben oder suspendieren, mindestens aber erklären und sofort durch das Wolsfbureau erklären lassen, daß die Strafandrohung bis Neujahr unwirksam sein solle, da jeder Tag des Fortbestehens der Ver ordnung dein Wirtschaftsleben und der Presse gerade in der gegenwärtige: Weihnachts-Geschäftszeit, von der bei vielen Zeitungen der Erfolg des ganzen Jahres abhänge, nie wieder gutzumachenden Schaden zufügr. Keine Einberufung des Reichstags. Berlin, 11. Dez. Die Mitteilungen des „Berl. Tagebl" Mer eine unmittelbar bevorstehende Einberufung des dentschenReichstages oder scher Berattmgen der Regierung, in solchem Sinne entbehren jeder Begründung. Thysftn und Stinms unschuldig. Dortmund, 12. Dez. (WTB.) Ein Kriminalbeamter aus Berlin und ein Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates aus,' Mülheim waren heute hier, um die Angelegenheit Thyssens Stinnes zu untersuchen. Der Urheber der An schul - digungeu ist ein Kellner namens Robert Börsch: dieser ist Schriftführer des SicherheitsMrSschirsfeS des Arbeiter- mrd.Sol datenrntes in Dortmund. Bei der heutigen Vernehmung gab Börsch zu, daß er die Anschuldigungen erdichtete. Daraufhin wurde Börsch verhaftet. Berlin, 12. Dez. (WTB.) Zur Der Haftung der rhei^ nischenGroßindustrielken bringt die „B. Z. am Mittag" Darstellungen von Fritz Thyssen und Stinnes. Fritz Thyssen erzählt tr. ä.: Erst int Moabiter Untersuchungsgefängnis, wo sie vom Polizeipräsidenten Eichhorn vernommen wurden, erfuhren die Verhafteten, wessen sie beschuldigt wurden. Sie boten sofort den Beweis! dafür an, daß sie an dem fraglichen Tage gar nicht in Dortmund gewesen sein könnten und daß August Thyssen sen. sogar am Bahn-i Hofe in Mülheim festgenommen wurde, als er gerade von einer mehrtägigen Reise zurückkam. Die angebotenen Zeugen, ,mteri denen sich auch der Oberbürgermeister von Mülheim, Lemke, befand, wurden aber vom Polizeipräsidenten abgrlehnt und nicht befragt. Wie Stinnes u. a. mittrilt, war er erst am Tage seiner Vechafttmg «rls Leutnant aus dem Felde heimgekehrt und wurde zu seiner großen Ueberraschung aus seinem Arbeitszimmer geholt, da die Beauftragten des Arbeiter- und Söldatenvates ihn zul sprechen wünschten. Diese erklärten ihn sofort für verhaftet und führten ihn ohne Federlesen in das Mülleimer Gefängnis. In Mülheim seien weder Schriftstücke noch sonst irgendwelche Urkunden beschlagnahmt worden. Es lag offenbar eine Verwechslung ruft einer Versammlung von Zementinteressenten, die am 4. Dez. in Dortmund stattgesmrden hatte, vor. Tie Herren haben dem Arbeiter- und Soldatenrat sowohl die Präsenzliste wie das Protokoll zu den Verhandlungen zur Verfügung gestellt: daraus hat sich ergeben, daß keiner der Verhafteten in Tortmmrd gewesen ist. Hu» State und Cattd« Gießen, den 13. Dezember 1918. Zrrr Heimkehr der 116 er am 13. Dezember 1918. Kränze ranken um die Fenster, von den Giebeln flattern Fahnen, Grüßen flatternd, grüßen rankend langersehnte Karawanen, Heißersehnte? — Seid willkommen Väter, Gatten, Söhne, Brüder, Was uns auch das Herz bedrücket, heute sinkt's in Jubel nieder. Heut' sei ausgelöscht, daß anders wir uns eure Heimkehr dachten. Wenn von hohen (Äockentürmen bunte Siegeswimpel lachten. — Kehrt ihr doch als Unbesiegte! — Schicksal ift's und Schuldverkettung Andrer, wenn aus euren Daten nicht erwuchs der Heimat Rettung. !— Viel, was grundtief schien verankert, hat sich morsch im Sturm erwiesen — Aber aus des Alten Trümmern wird bald neues Leben sprießen: — Freiheit gründet ihre Hallen, Gleichheit pflanzet die Standarte, Völkerbund und Völkerfrieden sieht mm: von der Zukunft Warte! — Mögen alle Träume reifen, jede Hoffnung sich erfüllen; Mitzuschaffen ist geladen jeder, der von gutem Willen; Mitznschaffen seid vor allem ihr berufen, wackre Streiter, Wie bis jetzt wir auf euch bauten, hoffen wir -- Und so grüßen wir euch freudig, einer Welt habt ihr mit z Taten Dargetan, was in der Welt vermögen deutsche Kameraden —• Einer Welt habt ihr getrotzt als ein einig Volk in Waffen — Nun gilt's eine Zukunft gründen als ein eifrig Volk im Schaffen! Die wir unbesiegt im Streite, laßt uns mutig vorwärts sehen, UnbesiegbarinderArbeit, werden wir nicht untergehen! Hermann Steingoetter. Leben-mittel. Städtischer Wildverkauf. In den Städtischen Dildverkaussstellen, bei denen die Vorbestellung erfolgt ist, wird Samstag den 14. ds. Mts. auf die Bestellausweise 550—700 Wlldfleisch gegen. Ablieferung der FleischmarLn der 51. Woche abgegeben. Aui den Wochenäbschnitt entfall«: 500 Gramm. Ter Berkaas findet von morgens 8 Uhr bis nachnrittags 6 Uhr statt. ** Freibank. Samstag den 14. Dezember 1918 von 2 bis 4 Uhr von Nummer 211—310. ** Die Ausgabe der Fleischkarten findet am Samstag in sämtlichen Bezirken statt. * ** S chulna chrtch ten. Ernannt wurde der Oberlehrer an der Realschule und dem P-rogymnasrnm in Dieburg Karl Naumann zmn Oberlehrer an der Oberrealschule in Heppenheim a. d. B., ferner der Oberlehrer an der höheren Mädcheiffchule und dem Lehrerinnenseminar in Mainz Professor Phflipv Ru pp -um Oberlehrer an dem Gymnasium in Worms; der Lehramts assessor Friedrich Michel aus Groß-Umstadt zum Oberlehrer an der höheren Mädchenschule uild dem Lehverinnenseminar in Mainz; der Lehramtsassessor Heirrrich Nolda aus Mainz zum Oberlehrer am der höheren Mädchenschule und dem Lehrerinnenseminar in Ddcrmz. — Uebertt-rgen wurde der Lehrerin an der Höheren Düvger-/Mädchen-)schule in Alzey Friederike Markendorf abte Lehrerinstelle an der Höheren Bürger-m. Davon femnnen auf: Erzählende Literatur 1049, Zeitschriften 193. Juaendschviften 149, Literaturgeschichte 10, Gedichte und Dramen 28, Länder- und Völkerkunde 33, Kulturgeschichte 15, Geschichte und Biographien 66, KunstgestAchte 9, Naturwissenschaft und Technologie 55, Heer- und Se«vesen 4, Gesund- beitslehre 12, Religion imb Philosophie 33, Staatsnässenschast 11, Sprachnnfferrscktcäl 10, Fremdsprachliches 23 Bände. Noch auswärts kamen 42 Bände. ** Allgem. Verein für Armen- und Kranken- flege. Auch in diesem Jahre konnte die Hausversammlung erst hr verspätet abgehalten werden. Der Vereins Vorsitzende, Pfarrer, Schdoabe, erstattete den Jalwesberi>cht für das Geschäftsjahr 1917, der ein Bild der umfangreichen Tätigkeit und der Größe der Aufgaben des Vereins gibt. Aus demselben sei der Allgemeinheit mit- getellt: Die „Helfer-Klbteilung" urtter Leitung von Pfarrer Aus- felb imterstützte 43 Personen durch Darreichen von Mahlzeiten Anppcnzetteln), Milch, Brennstoff, barem Geld usw. In den vier Kirchengemeinden wurde von den Schwestern in 624 Familien gepflegt und 23 202 Pflegebesuche gemacht, 15 TaAepslegen und 314 Nachtwachen übernommen In dem Ev. Schwesternhaus wurden 382 Kranke mit 5577 Vcrpflegungstagen ausgenommen, in dem mit dem Schwesternhaus verbulüftnen Lazarett 375 Soldaten mit 15 620 Verpflegmlgstagen. Neben den Diakonissen waren in der Pflege Frau Professor Hölflbaum, Frau Pfarrer Schorlemmer, Frl. Anm Koch und Frl. Sauer tätig. Das Hospiz wurde von 11 Damen besucht, in der Krippe des Vereins tourten 62 Kinder mit 6368 Ber- pflegilngstagen «ifgenilMMren. Die Waisenpsk^e wird wie früher in Verbindung mit der stg-n dspr'uug des Berteis, dw inzwischen nach dem früheren Cafs Lest verlegt werden mußte. Im Arhre 1917 wurden 134 735 Liter Essen (1916 = 97 882 Liter), also täglich durchschnittlich 369 (1916: 3 ö 0) Liter ausgegeben. Die Ausgaben des Vereins sind nach dem Bericht auch in dem ab- FelaufenLN Geschäftsjahr loixder erheblich gestiegen; immer größer werden die Anforderungen, die :m Jtzttereffe der Armen und) Kranken an den Verein und insbesondere an deffen Mittel gestellt werden. Es bedarf kaum der Erwährcmrg, daß die schwere Zeit, die über unser Vaterland herein gebrockt: ist, eine weitere Steigerung dieser Änfvrderlmgen bringen wird. Deshalb ergeA an die Ein^ wohner unserer Stadt die herzliche und dringende Bitte, in immer größeren: Maße in dem Verein mitzuarberter: und namentlich seiner Ziele durch reichlichere Gaben zu gedenken. Men det«n aber, die tat Verein bisher schon unterstützt haben, sei auch hier herzlichst gedmrkt. ** Erhöhung der Eisenbahntarife. Es ist damit zu rechnen, daß für das gegeiovarlig lausende Haushaltsjahr 19l8 ein Defizit von V-U Milliarden bei der Eisenbahrrvenvaltung chrttret-en wird, und es sind keinerlei Momente vorhanden, die für das Jahr 1919 günstigere Aussichten stellen. Ter jetzt eingesührte Achtsttmdentag fordert,cine rechnungsmäßige Mehrausgabe von 192 Millionen Marck, und dairn sirrd große Neueinstellungen notwendig, um den Fuhrpark wieder in Ordnung zu brirrgen, vor allem auch um deswillen, well allein die Prmchisch-Hesfffche Eiferstahngemeinschast 4400 Lokomotiven und über 100 000 Güterwagen an die Feinde ausliefevn muß, und daß etwa 14M erstklassige Lokomotiven in Polen, in Rumänien und in Oesterreich-Ungarn zurückgeblieben sind. Der BeschädigungsFustand der Lokomotiven beträgt zur Zeit 32 Prozent. Es ist daher geplant, einen all- gerneruen Zuschlag auf alle Gütertarife in Höhe von 60 Prozent erntveten zu lassen. Auch beim Personenverkehr soll eine Staffeürug in den Zusck-lägen eiutreten. Die 4. Masse soll nttt 20 Pv^ent die 3. Klafft mit 25 ProMmt. die zweite mit 35 Prozent und die erste Masse mit 100 Prozent mehr als bZÄher belastet werden. Der Vorortverkehr, der Arbeiter- und Schulnverkehr sollen keine Zuschläge erhalten, namenttich auch mit Rücksicht aus eine gesunde Wohnungspolitik. Für die Zukunft ist ?? Klasseneinteilung in Aussicht genommen. Es soll kmrfttg nur noch zwei Klaffen geben, eine gepolsterte und eine ungepolsterte. und für die neuzuerrichtenden eleLrisch betrie- ibenen Strecken soll überhaupt nur eine Klafft geführt werden. Beratung für entlassene Kriegsteilnehmer. In den rrachskM Tageü werden bedeutende Truppenmengen zur Entlassung kommen. Die Enttasftuen werden Auskunft m den verschiedeiren sozialen und wirtschaftlichen Fragen nötig haben. Einer Anosgung von draußen entsprechend hat der Bürgerrat für Stadt und Kreis Gießen im Gewerbeh.rus in Gießen, Kirchstraße 161, eine Auskunfts- und Be ra- tungs stelle für entlassene Kriegsteilnehmer errichtet. Außer der Beratung in allen sozia len urü> wirtschaftlichen Fragen erfolgt die Anfertigung der notwendiges Schriftstücke durch die Mskunftsstelle kostenlos. U. a. sollen anch die Ratsuchenden "bei der Einreichung schriftlichen Offerten und bei Mfassung von Zeitungsanzeigen zur Erlangung einer Stellung iffw. durch die Auskunftsstelle unterstützt werden; für Bedürftige können die Kosten für Porto, Zeitungsanzeigen usw. üdernommerc werden, soweit die entlassenen Ädnegsteilicehmer vorerst oder überhaupt keine versicherun^pflichtige Beschäftigung aufnechmen, wird die Auskiinftstelle bemüht sein, zu verhüten, daß den Ratfuckien- den bezüglich der KKvnken- Md Jnvalidenversicher rung Nachteile erwachsen. Mit der Leitung der Auskunftstcllc wurde Bern ssgersffftn.scha ftsftkretär H. Kirchner-Gießen betraut der bereits über langjährige praktische Erfahrungen auf diesem) Gebiete verfügt. ** Zur Bekämpfung des Schleichhandels mit Vieh und Fleisch hat Großh. Ministerium des Innern intter oem 23. Oktober 1918 eine BeKauntmachlug erlaffen, und der Oberhessische Viehhandelsverband unter dein 8. November 19l8 eine Ausführungsverordnmrg dazu. Das Wesentliche daraus ist folgendes: Niemandem darf ,Vich vom Landwirt oder Händler übergeben werden der nicht einen vom Oberheffischen Biehhandels- verband mcsgestellten Erlanbnisschein vorzeigt. Die Befördenmg von Breh darf nur noch erfolgen auf Grund eines Beförderungs- cheines^ Dies ist für die Beförderung auf der Bahn ein besonder, vom Oberhessischen Biehbaridelsverband ausgestellter Frachtbrief, ür die Beförderung zu Wagen ober zu Fuß, wenn es sich um Niltz- urrd Zuchtvieh 'handelt, ein ebenfalls vom Oberhessifchen Vichkhandelsverl^and ausgestellter Befördermrgssckiein; «emr es sich aber um die Beförderung von Vieh zum Zwecke der Schtachtung an eine Sanunclslelle des Dberussischen Viehharrdelsvcrbandes handelt, ein von der Bürgermeisterei des Herkunftsortes des Tieres ausgestellter Befördermrgsschein. Zuwiderhandlungen gegen die vorstel-end mitgeteilten Bestimmungen werderr streng bestraft. Insbesondere erfolgt die entsckMnigrevgslvse Beschllognahrve ledes Tieres, das ohne den erwähnten Erlaubnisschein erworben worden ist oder ohne den Beförderungsschein befördert wird. ** Erleichterungen im Wertpaketverkehr. Bisher ist es aus Mängel an brairckcharen Verpackungsstoffeir. Bindfaden, Siegellack usw. den Absendern vielfach nicht möglich gewesen, bei Postpaketen von der Wertangabe Gebranch zu machen. Infolgedessen blieb bei den jetzigen hohen Preisen der Schadenersatz, der seitens der Postverwaltnng auf Grund des Postgesetzfts iri Verlust-- und Beschädigungsfällen zu leisten war, oft hinter dem wirklicheir Wert der Sendungen zurück. In ent gegen ko mm ernde r Weise hat nun der Staatssekretär des 9^ick>s^Post>amts verfügt, daß vonc 15. November ab bei Paketen mit einer Wertangabe bis 100 Mark v-ersu-ckisweise keine höheren Anforderungen an Verpackung und Berschuß zu stellen sind, als an gewöhnlich Pakete ohne Wertangabe. Insbesondere wird bei den Paketen bis 100 Mark keine Versiegelung lmohr verlangt. Dadurch wird es jedem Absinder möglich gemacht. Pakete im Wert bis 100 Mark ohne tveiterej Schwierigkeiten unter Entrichtung der Bersichrimgsgebühr von 10 Pfennig als Wertpakete aufzuliefern. Gehen derartige Pakete verloren oder werden sie beschiWgt( «oder beraubt, fo wird bei der Ersatzleistung dir Wertangal-e zugrunde gelegt, sofern »ncht der angegebene Wert den gemeinen Wert der Sendimg Übersteigt. In diesem Fall wird mrr der letztere ersetzt. Aus Betriebsrücki sichten ist bei Paketen bis 100 Mar? der Wert nur auf den Paketen selbst anzugeben. ** Erleichterung der Bez uasscheinpfki cht für Oberbekleidung. Von berufener S e wird uns flefdjrirficai; In den Kreisen der verbrauchnden Bevölkerung scheint noch Iveni d bekannt zu sein, daß in der Zeit bis zum 8. Ja-.ruar 1919 jede; zu versorgmde toeiblich Person 2 S>onderbezilgssck>eine, urrd zwar einen ftzr ein Kleid oder ein Tellstück der Oberkleidung, und einertz für Mantel (Jackett oder Uinhang^ oder für Stoffe zu diesen Gegen-, ständen ohne Prüfung des Bedarfs erl-alten kann. Tie gleich Vergünstigung wird für einen Männer- oder Knaben-WiTttermant^ genährt. Dieses ZugestmLmis der ReichbekleidungsisMe I>at gerads für die bevorstehende Weihnachtszeit eine er lieblich Bedeutung^ denn dadurck> ist wieder die MöHlichlkell vorl-anden, zu dem ftüher geübten Brauch zurüchrckehren, Geschenke in Form von Bekleid dungsgegerfftänden zu machen. Während der Kriegszeit war man von dieser Gepflogenheit notgedr-ingen aügewichn, weil die Be-^ schaffuny von BelleidungSgegenständen mit erheblichen Umständen verknüpft war. Tie Erleichterung in der Bezugsscheinpflich wird zweifellos begrüßt locrden mid dürfte manckiem Veranlassung geben- m der alten Sitte der Weihnachtsbeschäkung in Gestalt von Be- llcidungsgegenständen zurückzukehren, da diese Art des Besclienkt- werdans meistens mehr Freude auslöst, als wenn daS Geschenk nur in Form eines Geldbettages erfolgt. ** Zulagequittungen. Tie Lande sversiche^ rungsanstatt „Hessen" in Tarmstadt ersuch uns, die Empfänger von Invaliden- Kranken-, Witwen-, Witweirkranken- und Witwerrenten darauf hinzuweiftn, daß 1. die monatlichen Zu- lagerr auch für das Jahr 1919 weitergezahlt werden, 2. daß llr der Art der Erchbung mrd QurttungÄeistung sich nichs geärcdertj^ hat. 3. daß die Abgabe der Zulagequittungcn wie im abgÄaufervenU Jahre in den Laichgemeinden .an die. Bürgermeistereien und in, deil Städten an die Polizeiämter bzw. die Polizeireviere erfolgt, und 4. daß der Versand der Zulagequittungen im Laufe des Mo-' nats Dezember so zeitig qescheht, daß die Renteirempfäuger in der Lage sind, solch rechtzeitig bei den zustäudigeu Stellen in Empfang zu nehmen. Weiter tvird wiederholt darauf aufmerksam ge^ macht, daß auch die Rentenempsäuger, die ihre Rente von einnr anderen als der „HcMchn" Versicherungsanstalt (Vers.-Anstalll Nr. 25) beziehen, sich mit den erforderlichen Quittungssornub* l-aren zu versehen haben. Nur ist in diesen Fällen aus der Zulaae- quittuug die Versichrungsanstatt 25 in die betteffeude andere Nr. handschriftlich entsprechend zu ändern. Ferner erheisch der zur Zeit herrschende Papiermangel sparsamsten Verbrauch der .Quittungen seitens aller Beteiligten. ** Erwerb der Staatsangehörigkeit, llm hie- vielen Zweifel zu bel-eben, die sich mit Hinblick auf die komrirmden Wahlen bezüglich des Enverbes der heffischen Staatsangesvrigkeits ergeben, sollen die hauptsächlichsten gesetzlichen Bestinnnungen nach« stehend erwähnt werden. Das Reichsgesetz vmn 22. Juli 1913 bestimmt; § 3. Tie Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaat wird erworben: 1. durch Gebittt (das Kind eenirfct die St. a scm ^örig-, Zeit des Vaters), 2. durch Legttimation (das legitimierte Krad erwirbt die Staatsangehörigkeit des Vaters), 3. durch Eheschießung l()dye Frau erwirbt die Staatsangehörigkeit des Mannes), 4. für euren Deutschen dirrch Ausnahme, 5. für einen Ausländer durch Einbürgerung. § 7. Die dhrrnalyne muß einem Deutschen von j-edem Bundesstaat, in dessen Gebiet er sich medergelassen hat, auf ftinrn Mttag erterlt werden, falls kein Grund vorkiegt, der nach 3 bis 5 des Gesetzes über die Freizügigkeit vom 1. N-vember 1867 (Bundes-Gesetzblatt, Seite 55) die Abweisimg eines Neu- anz-iehenden oder die Versagung der Fortsetzung des Ausenthalls rechtfertigt. . § 16, Abs. 2. Die Aufnahme ober Einbürgerung erstreckt sich, insofern nicht in der Urkunde ein Vvrbelralt gemacht wird, zugleich auf die Eheftau und aus diejenigen Kinder, deren gesetzlicke Vertretturg dem Llusgenom'men'en oder Eingebürgerten) kraft elterlicher Geicxllt zusteht. Ausgen.omm«r sind Töchter, die verheiratet sirrd oder verheiratet gewesen sind. ** Vorsicht im Keller. Die Speisekartvffeln sind in diesem Jahre vielfach in nicht ttockerrem Zustande, manchmal so^ gar gmrz naß mrd mit nasser Erde und Sck-mutz behaftet in den! Keller gekommen; auch waren sie öfters nicht gut verl esen, es waren angcfaulte, von Engerlingen und Trahtwürmern angefressene und angehackle drunter. Deshalb ist es nötig, hier öfters nacytzusehen, siesorgfäktig aus zu lesen und aufs neue zu lagern, am besten in nicht zu tiefe Kisten und Kasten. Jetzt schadet ein U m - lagern den Kartoffeln noch irichts. Da sie uns unbedingt bis zur nächster Ernte ausreichen müssen, so versäume niemand diese kleine Arbeit: man scheue ja die kleine Mühe des Verlesens nicht, sonst wird man später die Folgen der Unterlassung schwer empftnden. Die Fäulniserreger, Pllze unD Backderien.grerftn auf dem Lager bald «aus die gesunden Knollen über und richten so manchmal große Zerstörungen an. Bei toodhtem, fvoftfveiem, gelindem Wetter öffne man die Keller sen ster. damit die durch die Verdunstung gebildete Feuck-Iigkoit, sowie die Kohlensäure und Wärme, die ^durch die Atmung entstehen, abgeleitet werden. Sobald ater die Temperatur sinkt, müssen die Kellerfenster geschlossen, bei starkem Fvofte gut verwahrt werden, denn die Kartoffel ist ftostempsind- lich hmd erfriert schon bei 2—3 Grad Kälte. Tie Kellertemperatur soll nicht unter den Nnllpunkt sinken mrd nicht «über 8 Grad Celsius steigen. Am besten ist es, im Keller ein« Thernwmeter ausznhängen und die Höhe der Temperatur zu bevb- achckr. Ratsam ist es anch, jeden Abend die Kellcrsenster zu schließen, lemi man kann me wissen, wie in der Nacht plötzlich ein «gwßer Temperatursturz eintteten kann. Kvllm-räilme, durch lvelche die Rohre der Zenttalheizung eines Hauses gehm, sind ungeeignet zkrr Wifbewahrrmg von Kartoffeln. Im Keller lagern anch die sivar Aepfel ,dre 7nan sich dieses Jahr kaufen formte. Auch die brauchen frische Luft und müssen gegen Frost geschützt werdet ebenso muß man auch hier öfters Nachsehen, und die angescmltenj anslesen. Znm Glück macht nmir in diesem Jahre die Beobachtung, daß sich die Aephel gut halten. Daß der Keller in der jetzigen umftcheren Zeit gegen Diebstahl besonders gesichert und geschützt sein muß, ist selbstverständlich. --^.5 .Rückmarsch mit Hindernissen. Ein bayrllches Artlllerve-Regiment hatte in Gerolstein seine Geschütze auf der Eisenbahn mit dem BestimmunOort Gießen verladcnr, tvährerch Mannschaft und Troß auf die Fahrstraße mrgelvicsen waren und über Gienen unfern Nack-barvrt Reiskirchen erreichte. Hier erhielt die Truplie den Befehl, sich wieder nach Gießnr zu begeben und bre aus oem hiesigen Güterbahnhof verladenen Kaiwncn abzuholln- ^s^ch Lallor zu bringen und dort wieder zu verladen. Nachts gegen 12 Uhr rückte die Kolonne durch die im DunÄckn liegenden Straßen nach dem Personenbahnhof. ■ Hier erfuhr der die Kolorme führende Wachtmeister, daß die Kanoneir auf dem Güterbahnhof ständen. Es wurde also Vehrt gemacht und nach dem Güterbal>nhof abgerückt In der stockdunklen Nacht wurden dann die Kvnoneü nach Lollar gebracht und dort aufs neue verladen. Und ivaruin? Nach den mllitcttischen Anordnungen gehört Gießen Bur ersten Berladrcngsq Zone für die heimkehrenden Truppen; für die bayrischen Truppen \mv aber die zweite Zone, zu der Lollar gehörte, bestimmt. Echt baruwarijche Ausdrücke wurde,: über diese Anordnung ftmt bei v™*? 1 ber Preiß" nicht zu kurz kam. Aber Befehl ist Befehl. Nach Erledrgung ihrer schweren Aufgabe rückte,: die bayrischen Kmwn^re Widder über Gießen nack- Reiskirchen zurück, um von bott aus über Vogelsberg und Rhön nach .ihren lieben Bicr-i gefllvQl zu kommen. Kreis Alsfeld. 8 AuS dem BogelSbe r g, 12. Tez. Nun erhält auch nnfer Vogelsberg ern Bild des Weltkrieges durch die heimziehenden Truppen. Waren auch seither schon einzelne Abteilungen ans den Hauptstraßen gezogen, so vergrößerten sich die Durchzüge seit Sonntag immer mehr. Ter H<-ercszug geht auf den Hauptadernt w:ch Alsfeld und Lauterbach. Heute zog ein sächsisches Arttlleriv- Reglment mrt grün-weißen Fahnen auf den Kanone:! unter den selten gehörten Mangen einer Militärkapelle in Ruppertenrod! und Ober-Ohmen en:. Auf den Straßen herrscht naturgemäß ditt Znstaiu). nne er sonst nicht vorkommt. Der mmufhörlrche Verkehr, der tägliche Nebel erzeugen ans den sonst so guten Sttaßen eine Schlammkruste. Tie Infanterie b^arf der Eiserllmhnbcförderung. da die langen Märsche ermüde,: wvd das Schuhwerk nicht in gutem Zustande i\t. Mschliche Nachrichten« Israelitische «eligionsgesellschast. Sabbatseier am 14. Dez. rNmtag add.: 4.00; Samstag vorm.: 8.30; nachm. 3.30; Sabbatz« «uögang: 5.15. Wochengotdätnenft: Mprg. 7.10, abds. 4.00. u. Nr. 293 Zweites Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Zrettag, 13. Dezember (9(8 Ans Stadt rind Cnnft. Gießen, den 13. Dezember 1918. Die Tätigkeit des Arbeiter- und Soldatenrate». Wir erhalten ivlgcndc Zuschrift: Vor einigen Tagen wurde in einer Bekanntmachung des Gießener Arbeiter- uttb bol- datenrates darüber Klage geführt, daß unwahre Gerüchte über den A.- u. S.-Rat nn) feine Tätigkeit in Gießen verbreitet würden. Hierzu möchte ich mir den Vorschlag erlauben, der A.-- u. S.-Rat möge, um j>edem ungünstigen Gerücht von vornherein die Spitze abzubrechen, über seine Tätigkeit dem Volke öffentlich Rechenschaft ablegen. Das wäre besonders auf finanziellem Gebiet erforderlich. Wie unser Volk das Recht hatte, von der alten Regierung durch den Landtag über jeden ausgegebenen Pfennig A:cscunst zu crlialten, so sollte auch jetzt vom' A.-- u. S.-Rat, als der provisorische:: Regierung, dem Volke über die Ausgaben der Verwaltung Aiitteilung gemacht werden. Dadurch würde dann jedem ' Gerücht über hohe Entschädigimgen an die Mitglieder tes A.- u. S.-Rates, an Schrcibhilfen und andere Angestellte der Boden ent- -wgen werden können. Ebenso würde es nur im Interesse des A.- u. S.-Rates liegen, wenn er vhire Scheu belmrntgeben Nwlle, in welcher Weise Verfehlungen bestraft wurden, wie bic_ kürzlich gemeldete Plünderung der für die b'esigen V^rwunte^e' Äcükisten auf dem Bahnhose durch vom A- u. S.-Rat bestellt» Wa-chcn. I- Ans aiutlichen Bekanntmachungen des heb. Landes-Arve-i Baue ' ::.v. Soldatenvates in der „Dcrrmsd Zig." ist, wie wir zu Reser . s. christ beinerkwi möchten, mmicherlei Wissen.sivertes zu cntnc'.mcn. u. a., daß Delegierte für die Teilnahme an Plenar-- und Ausschußsitzungen je 3 Ml., höchstens aber die Vergütung für 2 Sitzungen an .einem .Tag erhalten. Funktionäre in leitender Stellung irückimrrend ab 9. Nvv.) erhalüm eine Vergütung von ■) Mk. fin den fünf großen Stcchtett 10 Msk.) für den Tag. Für auswärtige Dienstgeschäfte steht allen Delegierten und Firnktiv- naren neben dem Ersatz der Fahrkvsten eine Auswandsentschädi- -Mng von 12 Mk. zu (halbe Tage, halbe Sätze). Im Falle der Ilebernachtung ivird ein Ueberirachiungsgeld von 7 Mk. gewährt. — Kosten, die im Geschäftsbereich eines Ortes des betr. Rates entstehen, sind von der Kasse des betr. Ortes zu tragen. Handelt es sich um Msgaben, die im Interesse eines Kreises erfolgen, ist der .Weis zahtun^pflichtig. Ausgaben für Zwecke des Staates trägt fcie Haupt staulskasse. Die Entscheidung darüber, wer zu zahlen hat. obliegt für die örtlichen Ausgaben den Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräten am Sitze des Kreisamtes, ^ür die Krcisausgaben dem Hess. LMides-Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrate. — Im (Anveisständnis mit dem Staatsministerium l>at der Hess. Oandes- . Arbeiter-, Bauern- und Sotdalenrat auch angeordnet, daß Maß- niahmten, die insbesondere geeignet sind, die Wetterführung von Betrieben usw. zu gefährden, nur im Einverständnis mit den: Hess. Landes-Arbcrter-, Bauern- und Svldatenrat getroffen weichen können. In allen Fällen ist die Zu stimm :mg des Hess. Landes-Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrates oder die des Äaatsurinisteriums in Darmstadt notwendig. * ** Städt. Gemüseverkauf. Morgen, Samstag, kommen in den Marktlauben Weißkraut, Gelberüben, Roterüben,Kohlraben und Dörrmischobst auf die Obstmarken 6 54 bis 25 zum Verkauf. ** Stvdtlheater. Da unsere 116er heute, Freitag, hier ernziehen, so muß die zur Begrüßung der heimkehrenden Krieger vom Stadttheater vorgesehene Sondervorstellung am morgigen Samstag stattfinden. Die für Samstag angekündigte 8. Freitag- Aoonnements-Vorstellung von „Kaufmann von Venedig" nnrd aus diesem Grunde verschoben. Bereits für „Kaufmann von Venedig" gelöste Billetts bittet man wieder zu nick zu geben. ** Oeffentliches Gesundheitswesen. Alle das (Gesundheitswesen betreffenden Fragen, Anregungen und Beschwere den sind an das vom Hess. Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrat, Ausschuß für öffentliches Gesundheitswesen, im Anschluß an die einzelnen Kreisämter gebildete Gesundheitsamt zu richten. Soweit es in der Macht des (besimdheitsamtes steht, wird dies von dort aus geregelt, falls dies nicht der Fall ist, ist eine UnterbreitunA an den Ausschuß für öffentliches Gesundheitswesen durch das örtliche Gesundheitsamt erforderlich. ** Aus? unftsstelle. Die vom Bürgerrat für Stadt und .Weis Gießen im Gewrrbehaus, Kirchstir. 16, errichtete Auskunfts- stelle für entlassene Kriegsteilnehmer wurde bereits in den ersten 8 Tagen ihres Bestehens in über hundert Fällen in Anspruch genommen. Bon den erteilten Ausllinften betrafen: Militärversorgung 12, Lohnungsfragen 15, sonstige militärische Angelegenheiten 26, Kranken- imb Invalidenversicherung, Kriegswvc^nhilse. Fa- miliemrnterstützung, Erwerbslosenff^rsvrge 7, Berufsfragen 43. Re- ben bet Erteilung von Rat lnib Auskunft wurden durch die Auskunftsstelle die erforderlichen Schriftstücke unentgeltlich angefertigt; für Bedürftige auch die Kosten für Zeitungsanzeigen usw. durch die Auskunftsstelle übernommen. ** Soldaten-Bersammlung. Ter Arbeite r- und Soldatenrat schreibt uns: Am 11. d. M. fand im hiesigen Stadtthscrter eine Versammlung von Soldaten aller hier anwesenden Truppenv-erbände statt. Der .Besuch war so stark, daß schon lange vor Beginn, abgespcrrt werde:: mußte: viele Hunderte nxrven nicht in der Lage, sich zu beteiligen. Als Referent war .Kamerad Mzewachttnerster Kremser vom Generrlkommando Nauheim erschienen. Irr äußerst lvirksamer Rede schilderte er den Hergang der Revolution; den Tank für das Gelingen des grtten Werkes könne in erster Linie die Marine für sich in Anspruch nehmen. Durch eig7nmächtt.ges Vorgehen der Offiziere der Marine hätte diese entgegen den Bestimrmmaen der Obersten Heeresleitung noch eme zwecklose Schlacht auf Leben und Tod liefern sollen, die Mrrrwemailnschaften lehnten es ab. sich weiter zwecklos abschlachten zu lassen, und so brach die Revolution spontan aus. Der Redner forderte diejenigen Offiziere, »velche sich nicht mit den neuen Verhältnissen abfinden wollen, auf, die Konseauenzen zu ykfypt, andernfalls gebiete es das Gebot der Selbsterhalttmg, Zylinder hüte für diese Herren schleunigst ansertigen zu lassen. Wer mit uns, zum Wöhle des neuen freien Vaterlandes, arbeiten NÄl. ist uns willkommen. wer gegen uns zum Nachteile des Vaterlandes arbeitet, wird rücksichtslos beseitigt. Die Diskussionsredner stimmten insgesamt den Ausführungen des Referenten zu, alle Redner ernteten begeisterten Beifall. 'Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: „Die am 11. Dezember 1918 im Stadttheater tagende überfüllte Versammlung von Manrffchaften und Uuterofssziercn aller zur Zeit in Gießen anwesenden Formationen erklärt, voll und ganz zum Programm Und zur Regrerung Ebert-Haase zu stehen. Die Versammelten sind bereit, die Errung-mschaften der Revolution mit aller Macht verteidigen zu wollen. Die Anrvesendeir rufen das deutsche Volk auf, daß es die junge Freiheit schirme gegen jeden Versuch zur Gegenrevolution, ob von links oder rechts kommeird. Die Wahl zu bet Nationalversammlung, welche so rasch als technisch irgend möglich stattnnderr soll, muß so vorbereitet und betrieben weroen, datz sie ein Bollwerk der Demokratie und des Sozialismus lvird." ** Von der Kr iegerkamerad scha ft H.assia. In der letzten Nummer des „Hessischen Kamerad" veröffentlichte das Präsidium einen Aufruf, in welchem als Ausgaben des Verbandes bezeichnet werden: Erhaltung der Einheit des deutschen Volkes, Pflege der Vaterlandsliebe und der Kameradschaft, Fürsorge für die Kriegsbeschädigten, die Kriegshinterbliebenen und Kriegsteilnehmer. nachdrückliche Vertretung iljctx Ansprüche auf Versorgung und Hilfe, Ausbau der wirtschaftlicher: Einrichtungen. Im Jahre 1917 Haben die Hassia urrd ihre Vereine für Wohlfahrtszwecke 155 000 Mart aufgÄvendet. Das Präsidium will diese Lerstung noch bedeutend steigern. **DieAuszahlungderFamilienunterstützung an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen für 16. bis 31. Dezember 1918 ftndet am 16., 17. und 18. Dezember, von 8 1 /*—1 Uhr statt. (S. Anzeige.) ** Ehrenu rkunden für Angestellte und Arbeiter im Handelsgewerbe. Der Hessische Handelsürmnrertag beschloß die Ausstellung von Ehrenurkunden an Angestellte und Arbeiter, die mindestens 25 Jahre uwlrtterbvochen bei einer und derselben Fftma tätig sind :md leitete zunächst die Vorarbeiten zur Herstellung eines entsprechenden Entwurfes ein. ** Dilr Freie Hess. Landesverband Kriegs-- beschädigter, Ortsgruppe Gießen, hält am Sonntag, 15. Dez., nachm. 2 l / 2 Uhr. im „Pvstbeller" eine öffentliche Versammlung ab. (Siehe Anzeige.) ** Herr Heinz Balser feiert heute seinen 70. Geburtstag, Er wurde in Oppenrod geboren, lernte ein Hmwlverk und zog als' HandweMbursche in die Fremde. Später wurde er als Jnstitutsdiener an der hiesige Anatomie angestellt und war dort jahrzehntelang tätig. Es verbinden ihn mancherlei Bandet treuer AnhmiglickMit mtt ehemaligen Studenten, welck^ jetzt die höchsten Stellen bekleiden. Als ichrgjähriger Kdlnnnenführer dev hiesigm Prov.-Sanitätskolonne hat er sich besonders rn diesen Kriegsjahchm mancherlci Verdienste um unsere venvundeten und kranken Soldaten erivorben. ** Auszeichnung. Das Eiferrre Kreuz 1. Klasse erhielt der StabsM^t d. Res. Dr. Otto Wolf aus Gießen. **Tiebetrogene .Kriegerwitwe. Vor einigen Tagen lernte in Wiesbaden eine Kriecxrwitwe eiiren Vizelvachtmeister kennen, .mit dem sie ein Verhältnis anknüpfte und ihn in seine Heimat Berlin boglcrten wollte. TasPr'ar stieg am Mittwoch in einem Giestener Hotel ab. .Kurz vor 12 Uhr mittags entferttte sich der Vize'.vachtmeister, angeblich, um auf der Bank Geld abzuholeu. Als er nach längerer Zeit nicht wieder erschien, mußte die Dame die! unangenehme Entdeckung machen, daß der Verehrer mit ihrem Gepäck, bestehend aus einen! mit einer roten Gardinenkordel verschnürten Schließt)rb, einem grünlichen Rucksack und einer gelben Handtasche, das bei der Handg^äcksiielle des hiesigen^ Bahachvfs cmfgegeben war, das Weite besucht hatte. Sachdienliche Mitteilung gen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegett. Landkreis Gießen. ** U tphe, 12. Dez. Nameirs der hier untergebracht gewesenen Abteilung des Feld-Artillerie-Regts. Nr. 34 hat der Leutnant und Adjutant Schirmer der Gemeinde den herzlichsten Tank für die fremidlichc- Aufnahnre in Utphe abgestattet mit dem Wunsche besten Wohlergehens für die Zukunft. Slarkeuburtt und Rkieinhessen. RMK. Darm stabt, 11. Dez. Verhaftet wurde gestem, nach einer Mitteilung des hiesigen „Volksfreund", der frühere Landtagsabgeordnete Senßfelderin Büttelborn, mit noch zwei dortigen Gemeinderäten, da sie sich weigerterr, von den überflüssigen Kartoffelvorräten an die Bedarfsgemeinden abzugeben. Nach der ersvlaiten Verhaftung war es möglich geworden, tausend Zentner Kartoffeln abzugeben. — Au derselben Angelegenheit berichtet eff: unseres Tarmshadter Blatt daß der Bürgermeister Senßfelder unter Bewachung gesetzt wuwe, nachdem er einer sechs Mann starke:: Mteilung des A- und S.-Rates erllärt hatte, daß er keine Kartoffeln abgeben könne, weil der Ort zum Fesüungs- beveich Maiivz gehöre. Nach vielen Hin- und Herreden brachte man es fertig, eine größere Menge Kartoffeln zu laden. Bei der dann folgenden Stärmng im „Löwen" sollen zwei Mam: der Abteilung versucht^ Haber:, die Wirtskasse mitzunehmen, aber durch die Wirtin erwischt worden sein. DessiN Nassau. mr. Frankfurt a. M., 11. Dez. Oberpostdrvektor Laueu- stein, der höchste Beamte des TirektiorrÄZezirks Frcn:kfurt, ist im Alter von 70 Jahren nach kurzer Krankheit plötzlich verstorben. Bevor er 1912 nach Frankfurt kam, war er Postdirektvr in Gum- binuer: und Kiel. mr. Frankfurt a. M., 11. D^. Bei den Plündern nge n cm: Bekteidungscmtt in der Mainzer Landstraße wurden drei Personen erschossen. Theater. rfwc. Frankfurt a. M., 12. Dez. Dienstag abend fand im Schauspielhai:s die Uraufführung von Karl Rößlers neuestem Lustspiel „Eselei" statt. Das Stück ist eine etwas schwächliche Satire auf die moderne Jugenderziehung, die nebenbei gestreift wird, während es sich in der Haupft'ache um einen Junggeselle:: handelt, der nicht weiß, weml er sein großes Vermögen vererben soll. Schließlich entschließt er sich, es demjenige:: zu übercnrtworten, der die erste Eselei begeht. Dies trifft dann auch wunschgemäß ein, und nach einigen Verwicklungen löst sich alles in Wohlgefallen auf. Die beiden ersten Akte fiitb recht unterhaltsam, dagegen fällt der dritte bebenFlid) gegen seine Vorgänger ab. Der Beifall war wohlwollend, doch niemals übermäßig. Vermischtes. \c. Aus der Pfalz, 11. Dez. In Queichheim warf ein zwölffähriger Schüler eii:en Feuerwerkskö rper unter ein fahrendes Auto mit französischem Militär. Durch die Explosion entstand an dem Aitto ein Schaden. Infolge dieses Vorfalls wurde der Gemeinde Queichheim eine Geldbuße auferlegt, zu der jede Familie herangezvgen wird. Die ganze Gemeinde muß unter einem solchen Lauslmbenstreich! leiben. Letzte 2'4aet)vselten. Einberufung des Reichstags? Berlin. 12. Dez. Reichstagspräsident Fehrenbach hat an alle Mitglieder des Reichstages folgendes Shreibei: gerichtet, das vom Bureau des Reichstages unter dem 12. Te-ember zur Absendung gekomm«: ist: „Die Frist des Waffenstillstandes läuft in den nächsten Tagen ab. A::ch wenn sie verlängert werden sollte, der Abschluß>des Vor riedens muß sofort angestrebt werden, wenn 1xi3 Vaterland vor weiterem ungeheurem Schaden be- wahrt werde:: soll. Die Nachrichten aus dem Lager mfferec Feinde lauten mit immer größerer Bestimmtheit dahin, daß sie unserer jetzigen Reichsleitung die Verhandlungsfähigkeit abiprechen, daß sie jedoch die gesetzgebendea Körperschaften des alten Reiches,.Bundestag und Reichstag, als Vertretungen cmerkermen zur Schasftlng einer legitimen Reichsregierung sowohl als auch zur Beschlußfassung für das Wahlgesetz für die Natw- nalversammlung. Meine fortgesetzten Bemühungen, Herrn Ebert im Interesse der Reichsleittrng von der Nottvendigkeit der Berufung des Reichstages zu überzeugen, sürd erfolglos geblieben. Die Not der .Zeit verbietet ein weiteres Zuwarten und verpflichtet mich, auch ohne Zustimmung der Regierung von der inder Sitzung vom 26. Oktober erhaltenen Ermächtigung zur Berufung des Reichstage- Gebrauch zu mack-en. Ich berufe hiermit den Reichstag, behalte mir aber die Bestimmung von Ort und Zeit der Tagung vor. Die Herren Kollegen bitte ich, sich zur Abreise bereitzuhalten und zu der demnächst zusammentretenden Tagung vollzählig zn erscheinen. Berlin NW. 7, den 12. Dezember 1918. Fehrenbach, Präsident des Reichstage-." An die Herren Reichstagsabgeordneten. Die Wafftnftillsblndsverhandlunsen in Trier. Trier. 13. Dez. (WTB.) Marschall Fo ch ist gestern mittag gegen 12 Uhr im Sonderzug mit etwa 40 Herren auf dem Haupte bahnhos angekommm. Er fuhr sodann mit seiner Begleitung im Auto zum Hotel „Zur DcosttZ wo die deutsche WafsenstillstandS- kommissi'M wohnt. Am Nachmittag kehrte der Marschall nach dem Bahnhof in seinen Salonwagen zurück. Wie die „Landeszeitungs^ meldet, ist auch General Pershing angekommen. Die Demokratie in Württemberg. Karlsruhe, 11. Dez. Es ist nunmehr zwischen derDemo- kratischenPartei und der badischen Volkspartei, bisheö Nationalliberale Partei, eine Ve^inbarung derart gei troffen worden, daß die badische Volkspartei in die Demokratische Partei eintritt. Eine Vollmacht des Erkaifers für Eitel Friedrich. Berlin, 12. Dez. Der frühere König von Preußen hat seinem Sohne Prinz Wtel Friedrich eine V o 1 l m a ch ß ertellt, deren Wortlaut folgender ist: Mft Rückffcht auf die poli^ tischen Verhältnisse und meinen Aufenthalt im Auslände, sowie bei der derzeitigen Abwesenheit meines derzeitigen ältesten Sohnes,' des Kronprinzen, beauftrage ich meinen zweiten Sohn, den Prin-« zen Eitel Friedrich von Preußen, mich in meinen Funktionen als Ol^rhaupt des königlich preußischen und fürstlich hohenzollernschenl Hauses in allen Familien- und Vermögensangelegenheiten rn vollem Umsange zu vertreten, mit der Ermächtigung, sich ebenfalls durch einen seiner Brüder vertteten zu lassen und zur Bear beitung ^ seiner Akte einen anderen geeigneten Bevollmächtigten zn ernennen.? Gegeben Amerongen, den 23. November 1918. Wilhelm. Englische Angrifft auf Lloyd George. Haag, 12. Dcz. Die „Westmrnster Gazette" schreibt: Der Mann, der seinen Wählern erzählt, daß er im neuen Par-, lament in die sofottige Aufhebung der Dienstpflicht stimmen wird, und innert bereits verspricht, daß Deutschland gezwungen werden soll, alle Rechmmgen aller Alliierten bis zum letzten Pfennig zu bezahlen und wenn xs 20 000, 30 000 oder 40 000 Millionen sind, ist ein sehr großer De magoge. Seine Bolitik würde zur Folge haben, daß Dentschland für viele kommenden Geschlechter militärisch besetzt werden müßte, und daß die militärischen Einrichtungen in ganz Europa tvährend dieser Zeit auftecbterhalten werden müßten. Mle die anderen zahlreichen gleichlautenden Wähleraufrufe, die die Wähler .einlade::, alle Feindschaft und allen Ausschluß nach den: Kriege nicht nur auf d:e Deutschen, sondern auf alle Ausländer anzuwenden und das Land.mtt einer Stachelumzäunung von Schutztarifen zu umgürten, ziehen unvermeidlich das Ergebnis mit sich, daß ivir eine militärische Welt mtt großen Militärgesetzen und mit Dienstpflicht bekommen tvürden. Auf einer KandidatenZusammenkunft hört man sehr selten eine derartig llare Sprache. Das Beste, was die Leute tun^ können, ist, auf Abschaffung der Dienstpflicht zu dringen, aber so leicht wie möglich über die Jingohmrkte hinzugtetten. Präsidentenwahl in der Schwei). Bern, 12. Dez. (Meldung der sckMüzerischen Depeschenagentur.) Die Bundesversarumlung wählte' zum schweizerischen! Bundespräsidenten für 1919 den Bundesrat Gustav Lldor von Genf, geboren 1845, Chef des Departements des Jrmern. 39 Stimmen fielen auf Bundesrat Müller von Bern. Zum Vizepräsidentenj des Bundesrats wurde ernannt Bundesrat Motta aus dem Tessin, geboren 1871; als Bundeskanzler wurde gewählt, der bisherig» Vizekanzler v. Steiger. Das .Bundesgericht wirrde in corpore bestätigt und Picot aus Genf zum Bundesgerichtspräsidenten gewählt. Das Wlihttsam Abttttser Ses ßcnil l^alahiih Fsacs. Rvmcm von A. H. Adams. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) (30 „Du bist mir wichtiger ckls ein Dutzend Banken!" kanzelte ihn seine Frau ab, uno aitz Galahad ob dieser Lästernng ftufzte, beugte sie sich über das durchsina:rder geivorfene Bett, glättete die .Kissen und legie ihoe vcruhe Hand auf seine Stirn.' „Fieber hast du," sagte sie. „Wenn dir heute abend nicht wohler ist, hole ich oen Dokttne." Galahads fiebrischem Bewußtsein lvar die Berührung dieser Hand wie eine sanfte Liebkoftmg, sanft. . . sanft, als ob er Sibchts Hand in der seinen hEtte. Ergeben legte er sich zurück. Bank, Gerichtshof, Zuchthaus straft kümmerten ihn nicht mehr; diese Liebtosurrg yaitbe altes fortgelvischt. Mehrere Tage lag Galahad Jones im Bett, und seine kleine Welt schrumpfte mehr und mehr Msamrnen — bis auf den Umkreis seines Zimmers. MÄgticherweift gesck-ah immer rvvch allerhand außerhalb dieser vier Wände. Gala- hads müßige Gedanken irrten um diese Dinge; aber sie kehrten glücklicherweise immer wieder zu seinem Zimmer mib hex Fleischbrühe, mit der Em ihn tränkte, zurück. Es war eine grimine Zärllicükett in ihrer Pflege versteckt. Sie behandelte ihn wie ein krankes Kind, dein man befehken, das man erheitern muß, das geschalter: und gestteichelt werden soll. Einem kvqnben Mmme ist; jede Frau eine Mutter. Als er nim langsam wieder gesund wurde, sagte er sich daß am Ende gar nichts geschehen lverde. Erst hatte er ängstlich rurchgeforscht, ab Briefe für ihn von der Bank gekommen seien, und hatte im stillen fieberhaft darüber nachgearübelt, ob Em wobll mtt irgendeiner schrecklichen Mitteilung Mrückhalte. Uno am ersten Tage hatte er beständig auf jenes taute .Klopsen ai: der Tür gelauscht, das die gewichtige Gegerttvart eines Polizisten andeute. Mer jetzt, da seine Gesu:tt>heit zurück kehrte, sorgte er sich nicht mehr so sehr. Das Schweigen der Bank schien ihm natürlich, obgleich es ihn eiuigerinaßen verletzte, daß mm: ihn nicht einmal vermißt zu haben schien. Es war das erstemal, daß er — mit dlusnahcne seiner jährlichen Ferien — auf der Bank gefthlt hatte. Uno in den Zeitunge:: staitt) nichts von einem Anfall auf Herrn Beach. Die Fährrnarke war nicht entdeckt worden, würde nie entdeckt werden. Er war mit einem blaue:: Auge oavougekommen Galahads Krankheit war eirre lvichtige Angelegenheit für seine Familie. Wahrhafttg, für die Jüngsten war es sogar ein Gruick» zu prahlen. Gracie war zufällig dabei behorcht worden, lvie sie über die kleine Gladys Gatters triumphierte, wett sie einen Vater habe, der krm:k sei. Und eines Morgens, als Mthie pflichtgetreu hrä Zimmer kam, um das Teegeschirr wegz.uräumen, bemerkte Galahad mit jähem Schreck, lvie abgeharntt sie aussah, wie blaß ihr kleines, zartes, btumenhaftes Gesicht war. „Fühlst du dich nicht tv-ohl?"' fragte er. „Ach, mir ist ganz wohl," rief sie aus, bvinaihe mit Entrüstung. „Du solltest nicht hierher kommen, Influenza ist ansteckend, und du bist zu hübsch um krank zu sein, Mchie." „Ich stecke mich niemals mr solck-en Sachen arr," ant* wartete das Mädchen hart. „Aber du siehst gmrz verhärmt mrs." „Nein, nein!" Es kam dem Vater vor, als ob sie sich mühte, ihre Mienen zu beherrschen. Dieser trotzige Widerstand sah seiner kleinen Mthie, die bei jedem strengen Wort errötete und schon beinl Hmrch einer Schmeick)e1ei förmlich aufblühte, gar nicht ähnlich. Er hatte jene Nacht nicht vergessen, als er sie ganz allein in: Dunkeln weilen hörte; und oft hatte er sich in der Mußezett, die seine Krankheit mit sich brachte, den Kopf dariiber zerbräche::, was wohl der geheime Kummer des Mädchens sein könne. Er hatte mit Em darüber gesprochen, aber sie hatte :u:r gelacht. Em hatte nach zu viel Dingen im Hause zu sehen, als daß sie sich um den Herzenskilmmer ihrer Tochter hätte künunern könne::. Das Kind konnte rech: wohl auf sich selber acht geben, obgleich sie meinte, daß Mthie aberrds zn oft misgehe. Wenn es sich um einen jungen :>Nam: handelte, war:rm brachte sie ihn nicht an einem Sonntage zum Tee, anstatt abends heimltch mit ihm zusamme::zukommen? Aber das Mädchen verlangte ungestüm die Abende für sich Sie arbeite den ganzen Tag im Laden und köirne ihre Me:tt>e für sich beansprucl)en! Em ließ sie mit einem Seufzer gehen. Nur aai^ int stillen beschloß sie, wem: ihr irgend etwas Nachteiliges über das Mädchwi zu Ohren: käme, ihren Aus-gät^en Einhalt zu ge>^ (Fvrtjetzimg Jolatl Zol-aten! Arbeiter! Kaufleute! Ingenieure! Fabrikanten! Helft mit b«3 für Heeresgerät verwendete Material der Volkswirtschaft, soweit als möglich, wieder dienstbar zu machen und dadurch ' a ^ ».,« Tausenden von heimkehrenden Kriegern Arbeitsgelegenheit zu geben. m c. Vorschläge, um fertige und halbfertige Munition und sonstiges Heeresgerät für (Äevrauchsgegenstande oder für Teile zu solchen umzuarbeiten. Es kommen aber nur wirkliche Ge- orauchsgegellstande (keine Zigarrenabschneider, Aschenbecher rc.) in Frage. Alle Anregungen werden ln schriftlicher For-n erbeten, Besprechungen können nicht stattfinden. » Vorschläge, Zeichnungen und Modelle werden nur dann zurückgegeben, wenn aenu^nd Rückporto beiliegt. Nicht angenommene Vorschläge, Zeichnungen und Modelle, denen kein Rückporto beiliegt, werden vernichtet. ' cn <.. ^auchbare Vorschläge, die zur Annahme kommen, soll in einer von der zuständigen Behörde festzustellenden Weise eine Vergütung erfolgen. , Unternehmen arbeitet ausschließlich nach der Sozialreform Goßweller, deren Grundsatz behördliche Festlegung und behördliche Kontrolle von Löhnen, Unkosten und Verdienst ist. Zentralstelle nach der 5ozialresorm Sotzweiler. Inh.: Karl Sotzweiler, Schwarzenberg/5a. Ohne Bezugschein Sämtliche & trumpf waren ^ Wolle, Halbwolle, B’woUe Samt!« Umhäng staisher „ Wolle, B’wolle, Halbwolle Sämtliche Korsetten Sämtliche Untertaillen Alle gestrickten Damen westen, Korsettschoner, Sweaters, Sportstatzen, Stauchen, Brnstschtttzer, Schale Socken • RetcSiswnre nnr Bedfirftigkeitsschein. Kaufhaus Kafz Schmirgeischeiisen Reibahlen, Spipalbohper aus hochwertigem Schnelldrehftahl, 8plral- hohrer aus GuH- und Werkzeugstahl, Fellen, AetallsLgen aller Art liefern sofort ab Lager Cassel und Bobwinkel «mss Feisch & Fingerhut Zweigwerk Cassel-Wilhelmshötve. 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Wer irgendwelche Auskunft über sein Verbleiben geben kann, wird gebeten, diese an Bürgermeisterei Daubringen (telephon.) oder an mich selbst zu richten. 08294 Friedrich Mahr, Dssbringkn, Kr. Kietzen. Sowdt Vorrat l Preiswürdiges Angebot! Schürzen MmMnu st h aus allerschwersten * Ersatzstoffen! Freier I®. LfitarM Kri|Wi|lsr. Ortsgruppe Gießen. Sonntag de» 15. Dezbr. nachm. 2 1 /, Uhr im Postkcller öffentl. Versammlung Tagesordnung: Wirtschaft!.Lage der Kriegsbeschädigten, A.- u. S.-Rat und wir, Kriegsbeschädigte und Volksvertreter. Der Vorstand. 9656D Gesangbücher Reiche | Jugendschriften Auswahl! | Erzählungen Bilderbücher ReellePreise! t von 0.40 bis fl.— Mk- Krippen von 0.15 bis 4— Mk. Täglich geöffnet v. Transparente für Weihnachten 8 Uhr Vormittage S bis 5 Uhr nachmitt. | von 0.60 bis 15.— Mk. Wandsprüche von 0.10 bis 30.— Mk. 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Molz & Forbach g m .b.H Giessen, Kreuzpiatz 6 9677c Regenschirme, Handschuhe, SpazierstScke Dank lies Mwkhr-Iss.-Rkgiiiiknls Ar.116 Dem Regiment sind bei seinem Einzuge in Gießen am 7. d. Mts. von seiten der Stadt, vom Roten Kreuz, von Vereinen und zahlreichen Privatpersonen ein so herrlicher Empfang bereitet, so viele Beweise herzlicher Freude und Anteilnahme entgegengebracht worden, daß es dem Regiment ein Herzensbedürfnis ist, nochmals allen denjenigen vielmals zu danken, die dazu beigetragen haben, den stolz und unbesiegt zurückkehrenden Angehörigen oes Regiments eine würdige und herzerquickende Heimkehr zu bereiten. Für das Regiment: Mansfeld, Oberstleutnant und Regiments-Kommandeur. [ 9685 D Photo-Apparate sowie aämtliches Zubehör als praktische Geschenke empfiehlt Central - Drogerie, Schulstr. Fm 11 Karn. Bekanntmachung Die Auszahlung der Familienunterstützungen an die Angehörigen der zum Heeresdienst Eingerufenen für 16.—31. Dezember 1918 findet statt: An diejenigen. deren Namen beginnen mit A—H Montag den 16. Dezember 1918, J —R Dienstag den 17. Dezember 1918, S —Z Mittwoch den 18. Dezember 1918. Die Auszahlungen finden von 8Va—1 Uhr tm Stadl- hauS, Zimmer Nr. 7, statt. Die Unterstützungen dürfen nur au de« vorgenannten Tagen abgebolt werden. Die Familien aller im November 1918 aus dem Heeresdienst Entlassenen haben noch Anspruch auf die Samilien- muerftützung für die letzte Hälfte des Dezember. Gieften, den 10. Dezember 1918. 960ÖB Der Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachung. Das im Monat November d. I. fällig gewesene 4. Ziel Gemeindesteuern und Kanalgebühren kann noch bis zum 4. Januar 1919 ohne Kosten bezahlt werden. Diejenigen. die mit der Zahlung dieses Zieles noch tm Rück- stände find, werden hiermit gemahnt, die Abgabe bis zum 4. Januar zu bezahlen. Die Zahlung kann an die Stadt- kasse oder aus deren Reichs-Postscheck- oder Bankkonto erfolgen. Am 6. Januar beginnt die Beitrelbung, wobei die vorgeschriebenen Pfändungskosten erhoben werden. Ueberwetsungen im Bank- und Pvstscheckverkehr müssen am 4. Januar ebenfalls gutgeschrieben sein, andernfalls die vorgeschriebenen PmndungSkoften zu entrichten sind. Gieften, den 12. Dezember 1918. Der Stadtrechner: Maser. 9671B Städtischer Wildverkauf. In den Städtischen Wildverkaussstellen. bet denen die Vorbestellung erfolgt ist. wird Samstag den 14. dö. Mts. auf die Bestellausweise 9669B 550 — 700 Wildfleisch gegen Ablieferung der Jleischmarken der 81. Woche abgegeben. Auf den Wocheuabschnitt entfallen 500 Gramm. Der Verkauf findet von morgens 8 Uhr bis nachmittags 6 Uhr statt. lieber nicht rechtzeitig abgoholte Wildmengen wird anderweit verfügt. Gieften. den 12. Dezember 1918. Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Petroleum - Motore. Auf Grund des AuSfchreibens des KreiSamteS, betreffend Petroleum-Motore, vom 9.11. 18 fKr.-Bl. Nr. 130. werden die Besitzer von Petroleum-Motoren zur Mitteilung nachstehender Angaben an das Stadt. Lebens- mittelamt, Zimmer Nr. 6. bis zum 18. d. M. laulgefordert: 1. Zu- und Vorname des Besitzers 2. Wohnung (Strafte und Hausnummer! 3. Stärke des Morors in Pferdestärken 4. Verwendungsarten: aj zum Pflügen, b) zum Dreschen, ci zu sonstigen Zwecken. Gießen, den 12. Dezember 1918. 9668B Ter Oberbürgermeister (Lcbensmittelamt). _ Versteigerung. Montag den 16 . l. M. vormittags 10 Nbr werden auf dem Forftbans Baumgarten folgende von einem K.-G-Arbeitskommando herrührende Gegenstände ver- tetgert: 10 Strobsäcke, 9 Kiffenhullen, 10 Wolldecken. 19 Handtücher, 1 Holzhanerseil, 2 Schrotsägen. 1 Spannsäge, 13 Aerte. 4 schwere Beile. 10 Rodbacken, 4 Spaltkeile. Gieften, den 12. Dezember 1918. Der Markvorftand. _ Trautweln, Geb. Jorstrat. 9G82B Bekanntmachung. Das bei der Stadt noch vorhandene Bau- und Nutzholz wird am Samstag den 14. d. M. nachm, von 2 Ubr ab im städtischen Sägewerk, Hermannsteiner Str., öffentlich meistbietend verkauft. DaS Holz ist bereits aufgefrbuitteu und vermessen. Das beim Verkauf mitgete,lte Maft ist maßgebend. Die Abfuhr kann gegen Erteilung des AbfuhrfchetneS abgefahren werden. Nicht bekannte oder unsichere Käufer laben Kaution oder Bürgen zu bellen. Wetzlar, den 10. Dezember 1918. 9683V Der Bürgermeister: Dr. Kühn Osram die beste aller Metallfaden- Sparlampen, «ehr große« Lager. 07896 CarlScliumcb Dapierwäsche 1 wieder eingetroffen! Stak- «ad Stshnaüiis- taragsH 25 Pfg. üsnl*g*kragia und £ Vorhemden 30 Pfg. * Material für elektrische Installation in allerbester Qualität bei Carl Scfeunck Bafcnkofrtrale 64. für Papageien offeriert «*] Hahn. VkihgMkttM aus Stearin, Waehs usw. find verboten. Viel praktischer u. spars. sind meine «es. nasch. ZsILllr-AkihiülWkerM 100 St. 60 M., 50 Sl. 31.50 M., Probeft enth. 30St. 20M. frei HauS Nachnahme. Versandhaus 8. Sehroeder. 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M. abends 9 1 /« Uhr verschied an der Grippe meine liebe Frau, die treusorgende Mutter ihres Kindes, meine liebe Tochter und Schwägerin Frau Käthches Zoller ged. Schäfer Gießen (Bismarckstraße 28), Offenbach, Altenschlirf, den 12. Dez. 1918. Die trauernden Hinterbliebenen: Fritz Zöller Walter ZOIler Andre«» NchÄfer Clara Ball Anna Schäfer. m* Die Beerdigung findet Montag den 16. d. M. 2 Uhr auf dem neuen Friedhof statt 9667 fl Ci Hierdurch Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser geliebter Sohn und Bruder Otto hos Grenadier im Jusauterie-Regiment Nr. 442 ^ an einer sich im Felde zugezogenen schweren Krankheit gestern abend sanft entschlafen ist. In tiefer Trauer: Zamilie Heinrich Hof. ^ Gießen, Wetzfteinstr. 34, den 12. Dez. 1918. kW Die Beerdigung findet am Sonntag den 15. De- , zember nachmittags 3 Uhr auf dem neuen Fried- Hof statt. 08931 £* ' Bon Beileidsbesuchen bitten wir adzusehen. M Danksagung. Für die vielen Beweise innigster Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Marguth sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Km AM §ch. Zörr, zcb. Much. Saasen, den 12. Dezember 1918. 08800 Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem -Hinscheiden unserer lieben Heimgegangenen Elise Euler, geb. Harbach sagen wir allen Verwandten und Bekannten hierdurch unfern herzlichsten Dank. 106249 Familie Christian Bepperling, Familie Ludwig Euler. Gießen, den 12. Dezember 1918. Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schmerzlichen Verluste sagt innigsten Dank im Namen der Hinterbliebenen: Frau Clara Keßler geb. Koch. Gießen, den 12. Dezember 1918. 9675 8ir8eszßlhttlVettiMittztM.U!!lse8kkh Sonntag, 15. Dez., nachm. 3 Uhr, bei Kraft General - Versammlung. Tagesordnung siehe „Biene". 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