Kr 287 Der toicbciicr Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Sith«ner§amlli«nb!c,tter; Kictst Ialt für den Kreis Sietzen. Bezugspreis: monatl. Dtk.1.35, vierteljährlich Atk. 4.03durch Abhole- m Zweigstellen monatl. Mk. 1.25; durch diePost Mk. 4.05 viertel« jährU ausfchl. Besteig, fternsprech - Anschlüsse: sürdieSchriltleitungil2 Verlag,Geschäitsstelle51 AnschriitfürDrahtnach- richten: Anzeiger Sietzen. Peflscheckkonto Zranffmt a.M. N68b «Senerai-Mzeiger für OberWen Vankvertehr: Gewerdeban! Sietzen Swillingrrunddrurk ».Verlag: Brühl'sche Uuiv.-Vuch- ».Steindruckerei R.Lange.Schriftleitung, Geschäftsstelle ».Druckerei: Schulstr.7. 168. Jahrgang Freitag. 6. Dezember 1918 Aniiahme von Anzeige i f. die Tagesnuunner dis zu»u Rachlnitrag vorher ohuejedeVerbindlichkrit Zeilenpreise: für örtliche 'Anzeigen 25Pf.,für auswärtige 30 Bi., für Reklamen Aik.l. - nebft 20°/ o < leue« rlmqszufchlag: Platzvorschrift 20 % 'Aufschlag. Hauptschri'tleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: ?lug. 6)oetz; für den übrigen Teil: Dr. Neinhold Zenz; für den Auzeigeuteä: H. Beck; särutlich tn Gießen. Bekanntmachung. In der lebten Zeit sind mtkniicr? Gerüchte über den A.- und S.-Rat Gießen verbreitet worden. Wir machen darauf aufmerksam, daß wir gegen alle Berleuinder rücksichtslos Vorgehen. Gießen, den 6. Dezember 1918. 9450a Arbeiter- und Zoldatenrat Giehen. Schindlmeier. Kiel. Simon. Trotz der näederholten Warnuugeu des Soldatenrates an die Bevölkerung, die Kinder möglichst nicht auf die Straßen zu schicken., werden den aniÄmmenden. rmd abgehendeu K'cie gsge;angenen nach Nie vor von einer größeren Anzalil von Kindern gegen Bezahlung oder Geschenke (Biskuits. Schokolade usw.) Külidieuste geleistet, nxthrend sich, nur sehr selten jemand bereit erklärt, un- seven heimkehrenden, ernrüdeten Soldaten für sclyveres Gepäck in ihre Wohnung zu befördertt. Wie in den letzten Tagen, so sanrmelten sich auch am Mittwoch nachmittag Dutzende von Kcndenr am Bahnhof und am Eingänge dc's Lagws an, mn von den «.befangenen Biskuits usto. zu betteln. Von einem vom Bahnhof nach den: Lager fahrenden Wagen, der mit italienischen Paketen cheladen war, tzmrden von. den. Italienern einige total defekte Pakete unter die Kiirrder geworfen., mn sich dieser zu entledigen, während aridere Kinder mrd Erwachsene in einem unbewachten Augenblick sich mehrere Pakete von dem Wagen aneigneten. Derselbe Vorgang wiederholte sich später vor der Kommandantur, die ge- tiütigt war, mit aller Energie gegen dieses schamlose Treiben einzu- schrciten. Mehrere Franzosen, > die diesen Vorgäirgen zugesehen hatten, beklagten sich nachdem lauf der Kommandantur, und ist es als sicher anzunehmen, daß die heimkehrerrden Gefangenen, welcher Nationalität sie auch angehören mögen .in ihrer Heimat erzählen norden, daß in Gießen selbst von Kindern am hellichten Tage Pakete gestohlen würden, sie Eöratteu sich deshalb nicht wrmdern, daß sie sov'ele Paöete früher nicht erhalten hätten. Die Eltern nrcilxit hiermit gum letzte,unal gewarnt. Die Namen der Eltern, o rat Kinder am BalMhof und am Eingang des Lagers Hern'nlungern, werden nach Feststellung veröffentlicht, und gegen sie selbst wird vorgegangen. Gießen, den 5. Tezernber 1918. 9449s Arbeiter- und Soldatenrat Gießen. Sir.u» n. Zur Einigung der Liberalen. Solange über bat Zusammenschluß der Deutschen Vvlks- vartei und der Demokratischen Partei itod); nicht mehr bekannt ist, als die Notiz-, die wir nach der Natl. Korresp. in unserem heutigen Nachrichterrteil veröffentlichen, kann man Über die künftige Lage der Dinge nicht viel Voraussagen. Es ist überraschend, daß die linksnationalliberale „Köln. Ztg." schon jetzt lebhafte Bedenken gegen den Zusammenschluß vor- b ringt, nrdem sic u. a. schreibt: „Wenn dieser Zusammenschluß aus taktischen Gründen auch erhebliche Bordelle verspricht, so wird ein solches Pcrtteigebilde sieb doch rnrr dann lebensfähig ettoeiscn, wenn es sich vom Liberalismus als dem ihr Richtung und Ziel gebenden Sauerteig durchdrungen Läßt und voenn die neue Partei entschieden und entschlösset gegen dce Sozialdemokratie Front macht. Eine bürgerlich-demokratische Partei müßte unter der Republik verNmmern und würde in kürzester Zeit von der Sozialdemokratie aufgesogen iverden. Das Programm, mit dem diese Demokraten vor der Verschmelzung mit den Nalivnalliberalen hervott raten, konnte, wenn erst in das Zwielicht der Revolutiousdämmerung kritisch Hineingeleuchtei wurde, auf das Bürgertum keine Anziehungskraft üben. Tie Grenze 1917 über die Sozialisierung im wesentlichen übernomuien wurden, war so verwischt, daß alle die bürgerlichen Elemente, die bisher der Dunstkreis der Monarchie von der Sozialdemokratie fernhielt, sie setzt, ohne zu stutzen, überschreiten wwrLreu. Wer aber freien Wettbetverb auf Grund der kapitalistischen Wirtschaftsordnung für richtig Mt und der SReinung ist, daß man die wirtschaftliche Entwicklung lähmt, wenn man die Staats- bcdürftnsse — abgesel'er von der durchaus berell>tigten sckmstn Dorm,ziehung der Kri ggewinne fast ausschließlich durch direkte Steuern aut den 23efo deckt, wird den Demokraten ebenßrlls ixn Rücken kehren und nach rechts abschwenken." Wir meinen, man sollte über diesen Versuch, eine größere Einigung unter den bisherigen „bürgerlichen" Parteien herbeiz usühren, sich freuen und abwarten, was sich daraus entwickelt. Der „Vorwärts" hat sich namens der Sozialdemokratie bereits sehr abfällig über die neue „Mischmaschpartei" ausgesprochen. Der demokratischen Partei werden Kämpfe nicht erspart bleiben, aber es geht doch wohl zu weit, wenn die „Köln. Ztg." meint, f/ bk Aufgabe der bürgerlichen Demokratie sei erfüllt; sie Wierde fortan vor der Sozialdemokratie als dem berufenen Träger und entschlossenen Bahnbrecher demokratischer Anschauungen in den Schatten treten müssen". Berlin. 4. Dez. (WTB.) Der ZmammenschLuß der Deut- scken Volkspartei und der Deutschen demokratischen Pattei ist heute, wie die Nationalliberale Korrespondenz meldet, auf Grund der itacfc stehenden Vereinbarungen vollzogen worden: AngesickstS der nun auch terminmäßig festgÄegten Wall zur N^tiowalvenm^ull'-ng und unter dem Eindruck der loe tg Händen Bestvborgen im Lande, welcke sich iür eine Einiguny aller liberalen Elemente mtt wachse uDer Starte ausspvechen, sind auch die Patteileitungen der Deutsck>en denrokrati- scheu. Parier und dex Deutschen Volkspartei erneut zusarnmeN- ^rttelen, um den Weg für eine Bereinigung beider Parteieir zu stnbcn. In der Aussprache ergab sich eine völlige Uebereinstiul- nruug darüber, daß die für eine programmatische Einigrcng auSzu- es Volkstum, Schutz des Privateigentums, Erhaltung des Christentums. Gardetruppen für die Regierung in Berlin. Berlin, 4. D<^>. Wie wir hören, haben sich' gestern 2 0 B e r- l iner Garde-Regimlente r denen noch, weitere hinzutrtten! dürften, -usalnnr-engesck^losseu, um'der Regienrng Ebert-Haase ein en festen Rückhalts geben. Es sr \b habet folgende EntschiA)c gefaÄ worden: Die Verttetrr der Re-giruenter des Gardekorps wählen einen Treierausschjuß mit dnn Auftrag, der vom A.- und S.-Rat eingesetzten Regierung Ebett-Hoase ihr Vertrauen und die Versicherung anszusvoähen, daß die Ragimenter der Regierung rückhaltlos zur Verfügung stichen tverden, icm die Errungenschaften der sozialistischen Revolution und chren sachgemäßen Aglsbau gegen säiadigenden Einfluß, von welcher Seite er auch immer sei, mll allen Mitteln zu unterstützen. Ferner verlcurttt, daß es nach neueren Feststellungen möglich sein wird, die Wahlen zur Nationalversammlung, schon am 15. Januar vor sich giehen yu lassen. Eine starke Bewegung zur Durchlfühttmg dieses Gedankens scheint rM .Gange zu sein. Fronttruppen gegen Eisner. M ünchen >4. Dez. Eisner Hai hTtcke einen neuen Demon - strationszug von heimgekehrten Fronttruppen er- haltcn. Ibtt-er F'lhrung rwn Offizieren, gefolgt von einer gewaltigen Menschenmenge, zogen die Soldaten bewaffntt unter Borantragung einer Tafel mit der Aufschrift: „Wir fordern die Nationalversammlung!" zum Landtagsgebäude. Es ettöntM stürmische Rille: „E i s- ner Hera ns!" Ter tief erschreckte Ministerpräsident hat in einer Llnsprache die Einberufung der provisorischen bayerischen Nationalversannnlurrg innerhalb zweier Tage versprochen. Der Finanz-Etat der Arbeiter- und Sokdatenräte. Berlin, 4. Dez. (WTB.) Gegenüber der durch „Ein Korrespondent" verbreiteteie Nachrich- d^ß der Finanz-Etat der Arbeiter- U7rd Soldapm'äte lisher 800 Millionen Mark bettagcnj habe, schreibt die „FreihcittE- Wir haben darauf hingewicsen, daß diese Angabe schon deslialb starken Zweifeln be-wgnen müsse, weil es ja bisher gar keine Möglichkeit geben konnte, halbwegs zuverlässige Berechnungen der vorc den Arbeiter- mrd Soldatenräten in Anspruch gmomncenen Bettäge vorzunehwen. Die clllerverschie- densten Stellen, Dutzende, vielleicht sogar .Hunderte, wären da zu befragen. 800 Millionen sind eine völlig haltlose Behauptung. Erklärungen des früheren deutschen Kronprinzen. A m ft e r d a m . 5. Dez. (WTB) Nach einer Reutermeldung crils Neichork hatte der hiesige Korrespondent der Associated^ Preß' am Aäontag eine Unterredung mll dem früheren deutschen! Kronprinzen auf der Insel Wierurgenr, in der der K^ron--» Prinz ui. a. sagte, er habe auf nichts verzichtet und kein Dokucnent unterzeichnet; aber wenn die deutsche Regierung errce Republik 7wch amettkanischem oder französischem Muster beschließen wolle, so würde er sich mit der Stellung eines emfachcar deutschen Bürgerss vollständig zufried«r geben und bereit sein, im Interesse senrer^ Landes alles zu tun. Auf die Frage, was er für den Wendepunkt im Kriege betrachte. sagte der Kronprinz, seine 11eberzeu.gung sei. daß Deutschland den Krieg Anfang Oktober 1914 verloren, habe. Er habe die Loge Deutschlands nach der Schlacht an dep Marne, die Deutschland nicht verloren lxrben würde, wenn die Generalstabschess rricht nervös gewesen wären, für hoffnungslos gehalten.^Er habe damals vettuchit. den Generalstab dazu zu bringen. Friedensvorschläge zu machen, selbst au.f Kosten großey Opfer, wobei er selbst soweit habe gehen wollen., Elsaß-Lothringen^ aufzugeben. Er habe aber zur Aniwatt erhalten, daß er sich mll seinen eigenen Angelegen heften beschäftigen mll> sich auf den Besetz über seine Armee beschränken solle. Ueber den Beginn des Krieges sagte der Kronprirrz: Gegenüber allen bisher im Ausland verössenllichten Berichtenerkläre er. daß er den Krieg nieruals gelwünstlst habe. Von Anfang mr sei er sicher geweserr, daß England an dem Kampf teilnehmen werde. Aber seine Ansicht sei vom Prinzen Heinrich und den anderen Mitgliedern der Familie Hohenzolleru nicht geteilt worden. — Der Kronprinz sprach mit Erbitterung über die Arbeit des Generalstabs, die, toie er sagte, für eine Anzah^ voll .Jrrtümern verwtttvvttlich seien, darunter für die große Märzoffensive dieses Jahres, an der im Widerspruch zu seiners eigenen Ueberzeugung er lxibe teilnehmen müssen. Er erllättie ferner, daß! Lüdendorff die H«aupttriebfeder der deutschem Kriegspolftik gewesen sei, .während Hindenburg nur dem Namen xuxdj der Leiter gelveseu sei. Ludcndorff und sein Stab lyabe die serndliche Truppenmacht fottivährend unterschätzt. Sie hätten Nie geglaubt, daß Amerika so chjele Soldaten sendet würde, wie es tatsächlich tat. Zlcm Schluß erklätte der Kronprinz, daß er Wilson bewundere, der — dessen sei er sicher — dein deutschen Volk einen gerech ten Frieden brftrgen wird. Der Einmarsch der Geaner in die Pfalz. L u d lv i g s h a f e n, 5. Dez. (WTB.) Eine interalliierte Kommission, bestellend aus vier französcsckMl, einem englischen und einenl amerikcnllschm Offizier, ist heute mittag, nrft Sonderzug von Trier konimcMd, ly er eilvgetrvffeu und hat sich sosott in das Eisenbahndirekttonsgebäude begeben, um mit deil maßgebender Stellen über einige teckmisck-e Fragen zrl verlZrndeln. . Kg.iieLsla.ntern^5^T«j. WLB.) .Hgutc vormittas imd hier mehrere Tausend Manu sranzösiftb'r Truppen cingerückt, darunter die marokkanische Division. Speyer, 5. Dez. (WTB .) Nall-dem bereits heute vorniitta^ 9 Uhr ein Vortrupp von etwa 1000 Mann eingerückt war, rückren um 12 Uhr weitere Besatzungslruppcn, und zwar das 51. In sattem Regiment und die 3. Geniekompaglne, zusammen etnxr 1500 M ann, ein. Sie zogen mit klingendem Spiel durch die Stadt. Vor dem Präsidialgebäude nahm der Divisionsgeneral die Parade ab, worcm- die Truppen unter Musik zur Kaserne marschierten, loo sie em- guartiett wurden. Wilsons Europareise. Washington. 4. Dez..(Reuter.) Wilson ist in Begleb, tlMg von Frau Wilson gestern abend von Washington abgerelft, um sich heute an Bord des Dcnnpfers „George Washington" ztt begeben, der sofort absahren wird. Vor der Konürenz wird dlep Präsident mit Lloyd George, Clemenceau, Orlantto und wahr^ scheinlich auch Mit König Albert verhandeln. Er beabluhttgt^ während seines Aln'eilthaltes in Europa Frankreich eln:chlleßlrchi der Schlachffelder, England, Italien, möglicherweise auch BrrineL zu h'suchen. Eine amerikanische Flottille wird Wllson vor dett' französisch-ckn Kstst-e entgegenfahren und den Dampsier in denf Hafen begleiten. Lansing, Henry White,^Konteradmiral Greay,ons und der Vorsitzende der Kommission für Plublic Jnsvrnratimtz Crcel begleiten den Präsidenten. Die LlrieaStoften Amerikas. Ne wyo r k. 4. Dez. (Reuter.) Der Jahresbericht des srühercn Staatssekretärs des Schatzamtes Mc'Adoo schätze die Kriegs-^ kosten Amerikas für die 15 Nkonate bis zum 30. Jum.au? 13 322 Millionen Dollars. Aufhebung der Poftsperrc mit den deutschen Schutzgebieten. Berlin, 4. Dez. (WTB.) Nach Etlich-er Mitteilung ,der englischen Regierung ist der Po st verkehr mit den vor: England besetzten deutschen Schutzgebieten tvisder frerge^ geben worden. Wie bereits von der Wmfeultillslandskommissivn mitgeteilt wurde, sind Postsendungen für die Angehöriger der Schutztrrivpe in Deutsch-Ostafrika imd für andere in Deutsch--Oft- afrika befindliche Deutsche nach Dar-es-Salam zu HÄrden des englischen Oberkommcurdierenden zu senden. Aus dem Reiche. Schulexperimenle in Preußen. Berlin, 4. T^. (WTB.) Das neue preußische Kultus Ministerium erläßt Aufrufe an die Lehrer- und Schülerschaft der höHeren Schulen .in denen die Richtlinien für dieNeugestaltungdes gesamten Er ziehungssystems in freiheitlichem Geiste ausgestellt sind. In dem Ausruf an die Lehrerschaft- von der wissenschaftliche Objektivität im Unterricht und Urrter- lassung jeglicher polittscher Verhetzung verlangt wird, heißt es: Haß amd Rache darf aus keinen Fall der Jugend gepredigt werdsr, auch dann nickst, wenn die Feinde uns offensichllich Unrecht hm 4 Mll dem Gedanken des Rachekriege^ darf nicht gespielt toerden. — In dem Aufruf an die Schüsler wiv) erlitt da; sie in Anbetracht auch der von der Jugend gebrachten Opfer nicht nrehr als unreife und unuründige Atlasse behandelt, sondern vielmehr unter eigener Verantwortung an der Gestalturrg ihres Lebens Mitwirken sollen. Dazu tverden folgende Einrichtungen bestimmt: Lln sämtlichen höheren Lehvanstalttn- llndet alle ztvei Wochen einmal eine Schulgemeinde, d. h. eine völlige freie Ausspvack-e von Lehreria und Schülern usw. statt. Die Leitung der Versammlung! hat ein von dw Schülerzahl in gel-ej.mer mih gleicher Wahl er- nmrnter Lehrer. 9ln der Schulgemeinde bat der Schullefter und das gmize Kollegium teilzunehineir, sowie alle Schüler von Obertertia crufloärts. Die Schichgemeinde kann ilrre Wünsche und Meinungen in Form von Entschließungen zum Ausdruck bringen, anordnerrdö oder gesetzgeberrde Befugnis hat sie jedoch zunächst nicht. In den: Schulgenreinde hat jeder Schüler und jeder Lehrer cine Stimme; sie beschließt mit einfacher Melwheit. Die Sch'.clgemeinde wählt aus der Schülerschaft einen Schul er rat, der ständig die Interessen der Schülerschaft zn vertteten und im Einvernehmen mit der Schulleitung und der Lehrersäiaft für Ordnung zu sorgen hat. Den Schülern wird völlige Freiheit zur Bildimg unpolitischer Vereine im Nalnnen des geltenden Rechts gewähtt. Wir erwarten von der Jugend, so fähtt der Llüfrus fort,^ daß die npa Freiheit nie zur Euffesseluarg weder er Triebe mißbraucht wird/ insbesondere würde es einer edlen Jugend unwürdig sein, sie zu irgendeiner Ungehörigkeit oder gar Rache für ftüher erlittenes Unrecht zu benutzen. Ai'öge die Jugend durch Ernst und Treue das Vertrauen rechtfertigen, wie es ihr in der Geschichte bisher noch nie entgegengebracht worden ist. Eine Abschi^sfeier in Köln. Köln, 3. Dez.. (WB.) Das letzte Regiment zieht über den Rhein. Ueber eine Wollig sind die Heeressciillen von der West- front über Köln und Umgegend.nach« Osten zu inarschiert. t'llS letzte geschlossene Formation verließ heute mittag kurz irmf> 4 Uhr das Jnfanterie-Regiment Nr. 371 die Stadt und zog über i'ke Tombttlcke ins der gische Land. Aus diesem Aoilaß wurde eine A b s ch i e d s s e i e r vor dem Südpottal des Domes veranstaltet. Hier hatten die Schulen Aufstellung genommen uird eine ungemein große Meuschenmenge umsäumte den Platz, um den letzten sck-eiden^ den Truppen >ein Lebewohl nachzurufen. Die Militärkapelle spielte und Soldaten sangen Chöre. Ter Beigeordrnte Mbermann, als! Vertreter des Oberbürgermeisters, gab uonwns st>ser Stadt dem Regiment den letzten Schteidegrnß mit auf den Weg. Er gab den, scheuenden Truppen die Versicherung, daß. wie auch die Verhält^ uisse ftch gestalten rnögen, das lirrfe Rheinufer sich deutsch ftchlen, deuffch bleiben und ein untrennbarer Bestandteil des deutickMi; Reiches bleiben wett>e. Ter RegimentSkvmncarideur erwidctt? mit einer kurzen Dankesrede uttb mll einenc Hoch auf die Stadt Kölüst Tie erhebende Feier wurde geschloffen amt dem Vorträge des altniederländisll^n TankgebeteS durch die Musikkapelle vereint mit dem Schülergesang. Plünderungen in Köln. Köln. 4. Dez. Schon am Montag war ?e§ -zu Plünde^ r un gen im Hafen gekommen. Am Dieirstvg vormittag hatte einxj Rotte voar mehreren hundett Mann das Zeughaus gestürmt, um sich die Kleiderbestände anzueignatt so daß die tbertere Llusgabch vvn Anzügen an die entlassenen Acannschaften eingestellt werden, mußte. In der vergangenen Nacht verriet das Geknatter der Gc-, wehre, mit denen die Bürgerwehr ausgerüstet ist, daß sie wieder anj verschiedenen lPuuklen das Räuberaesindel abzuwehren batte. Dieses bestand aus etwa 300 Mannschaften unter Führung eines Matrosen. An den großen Lebensmittelbeständen im Haien und im Leihlpruse winden die Banden durch Gcivehrseuer vetttteben, ivvmuf sie ein städttsches Kühlhaus mit großen Postear Margarine, Butter und Fleischwaren plündetten. Z-ierner raubten sie ein! Manufaktur- und Pelzivarengeschäft mks und schließlich eine Filiale des Warenhauses Tiptz. Hier stahlen sie Konfektions- und Textilrvaren, Seid^mstofse und Damemväsch'. . im Wette von 180000 Mark. Bei der Abn»chr wurden vier .Räuber -«>4 tötet mit mehrere schwer verwundet; ovn den Sicher- ÄertsMannschaften ist niemand verlebt worden. Dir Franzosen in Elsaß-Lolhcingen. Berlin. 4. Dez. (WTB.) Der französische Svvmmandant von Slraßburg hat etwa 10 0 deutsche Bürger aus-, gewiesen N7ch in Kckhl über die deutscher Linien abgeschobeni. Artter den Ausgewiesenen befindet sich eine große Unzahl von Hcmgesehenen Persönlichkeiten, KaufKutm. Anwälten, ein Ober-, ifthulrat und nenn Dozenten der Universität. Die Ausgewiesenen! wußten Straßburg unter Zurücklassung ihrer Hobe innerhalb 24 Stunden ,verlassen und kamen ohne Barmittel im badischett Gebiet an. Die Reichslettung hat durch die WaffensMstandskom- > Mission telegraphisch zunächst 10 000 Mk., für eine Hilfsaktion^ 'ber badischen Regierung zur Verfügung gestellt imd wird weitero Mittel bereit halten. Aus Stadt und Gießen, den 5. Dezember 1918. Lebensmittel. ** Wildverkauf. In den Städt. Wildverkaufsstellen. bei fecitoi die Vorbestellung erfolgt ist. wird am Samstag den 7. d. M. ans die Beftellausweise 950—1000 und 500—550 Wildfleisch 'gegen Ablieferung der Fleischmcrrlrn der 50. Woche abgegeben. Auf den Wochenabschnitt entfallen 500 Gramm. Ter Verkauf findet von morgens 8 bis nachmittags 6 Uhr statt. ** Städtischer Pferde fleischverkauf. Am Samstag wird im städtischen Schlachthos Pfevdesleisch auf die Nummern 1—150 gegen Abgabe der Bestellmarken abgegeben. Ter Verkauf dauert von 6—12 Uhr vormittags und von 2—3 Uhr nachmittags. Von 3— 41/2 Uhr nachmittags werden Köpfe und Organe vchre Bestellmarken abgegeben. (Siehe Bekanntmachung in heutiger Nr.) l * ** Der Arbei ter- und Solldatenrat sendet unA folgeride Zuschrift: Es ist eine bekannte Tatsache, daß die Anhänger des alten Regimes am Werke sind, unlautere Gerüchte; über die Tätigkeit der A.- und S.-Räte zu verbreiten. Auch der' Gießener A.- und S.-Rot wird nicht verschont, einmal heißt es, er sei ansgelöst, das aridere Mal wird von Veruntreuung und Verl>aftuna geredet, kurzum, man glaubt, durch diese Stimmungsmache denselben in Mißkredit zu bringen. Es wird in der heutiges Bekanntmachung schon daraus hingewiesen, daß gegen Verbreitet solcher Gerüchte rücksichtslos vorgegangen wird. Wohl sind es keiE! Herren von Adel, Rang und Titel, welche den 2L.- und S.-Nätcn! angehören, aber Männer aus dem Volk, die insbesondere das Wer-, trauen der Arbeiterschaft und Soldaten besitzen und sich ihre^ großen Venrrrtwvrtnng voll bewußt sind. Ihr erstes Ziel ist, Ruhe, Ordnung und Volksernährung weiter zu sichern, sie tretet ferner dafür ein, daß jeder gleiches Rocht und ^oeiheit haben wird. Deuffchland ist «ms dem Wege zur sozialistischen Republik. Tie Republik ist der vollkommenste Msdrnck der Volksherrschaft unter denen keine dünne Herrenbaste mehr im Wahn leben kann, daß sie zum Herrschen geboren ist, sondern unter der jeder Staatsbürger gleichen Toll an der Bestimmung der Staatspolitik hat. Sie sichert jedem Tüchtigen den Platz. der ihm zukommt. Me schaffenden Kräfte sollen an den Gütern der Kultur teil- haben, nicht wie bisher, nw nur wenige über dite Schätze deck Zivilisation verfügten. Der Sozialismus will ni,cht „teilen", indem er dem Wohll-abenden feine Gelder abnimmt, indem er den Bauen- von Haus und Hof jagt, sondern er will die Produktionsmittel vergesellschaftlichen, d. h. die großen Betriebe ebenso in Staatseigentum überführen, wiie heute Eisenbahn turrd Post Staats-s eigentuin sind, nrrr daß ihre (Ankünfte nicht, wße bisl)er, den; Interessen der herrschenden Schichten, sondern dem Wohle des ganzen Volkes zugute kommen. Wir wollen keine Anarchie und keinen Bolschetvismus, auch der Gießener A- und S.-Rat steht vollkommen auf dem Boden der jetzigen Regierung,, welche sich !aus Mehrheits- und Unabhängigen Sozialisten zusammerffetzt. Pflickt eines jck»en ist, es, am Bau des neuen Deutschland rmtzuwirken; die Gelegenheit dazu bietet die von Männern und Frauen unterschiedslos zu wählende Nationalversammlrmg, auö dererc Beratungen die endgültige neue Staatsform hervorgeheu wird. Bis dahur liegt die Macht in den Händen der A.- und S.-Räte, und wer will bestreiten, daß sie es bis jetzt nicht meisterhaft ferttg gebracht hatten, die Ruhe, Ordnmrg Und Sicherheit auf- 'recht zu erhalten/ Sollte es anders kommen, so tragen diejenigen die Schuld, die am Werke sind, die Errungenschaften der Revolution zu untergraben. Also seid gewarnt! K. * ** Tic 116er, welche über Aache:: den SUtckmarsch vnge- weten. haben sich von dort aus auf ihrem Weg, zuerst wett östtich wenden müssen, um andere Format wnen, weltt-e hie direkte Strecke benutzen mußten, in ihren Bewegumgen rricht' zu hindern, sie werden erst südlich ettrschwenken, wenn diese Behinderung in Fortfall gekommen ist. Vorerst ist noch nicht bekannt, wenn unfex Regiment in die Garnison zurückkehrt. Auch die zuständige Stelle des Armee-Oberkommandos, tvelches von lfter aus Pen Rückmarsch der über Gießen kommenden Truppen leitet, hat keine Nachricht, Wenn das Regiment hier eintrifft, frühestens kann dies jedoch erst q? den ersten Tagen der kommeirden Woche der Fall sein. ** Tie durchmarschierenden Truppen. In den nattlslen drei Tagen werden die Spitzen der 6. Bayerischen Reserve-Tivision irrub der 80. Reserve-Division auf ihrem Rückmarsch masere Stadt passieren, denen die Formationen dieser Korps dann auf dem Fuße durch Gießen folgen werden. — Tie Armeegruppe von Lindeg ui st, 7. Reserve-Division, wird in den Tagen vom 11.—14. ds. Mts. ihr Ober-Kommando in Gießen haben. Das Sturm-Bataillon I von der 1. Armee, von dem -10 Mann fett einigen Tagen in Bürgerguartier untergebracht sind, hat gestern Berstättkmrg erhalten, da sich 30 Mann Mienenwerfer hier ein fanden, zu denen noch 20 Mann, ein Flammen- werserzug, stoßen wird. Die neu an'kommenden Leitte werden in der Mädchenschütte, Nord-Anlage, ein llnderSoirmren siirden. Von dem Sturm dato illon I werdtm wetter 150 Mann erwartet, die sich! von Neuwied her in Marsch setzen. ** Diebstahl. In der Nacht vom 3. auf 4. l. Mts. wurde in der Bismarckstraße aus einem dort haltenden Wagen einerf Kraftwagenkolonne «ne einen Zentner schwere Geldkiste mit Be-, legen, Rechnungen und 3—3500 Mk. entwendet. Es wird vermutet, daß der Täter, der über den Aufenthaltsort der Kiste orientiert war. diese irgendwo geöffnet und das Geld entnommen hat. Wer über den Verbleib der Kiste mit Inhalt Auskunft geben kann. wird ersucht, der Kriminalabteilung des Polizeiamts dahiett Mtttettung zu machen. ** G r ü nbe r g. 6. Tez. Die hiesige BezittMasse unterhält ein Postscheckkonto bd dem Postscheckamt Frwckfurt a. M. (Nr. 1958) und Ueberwcisungs7oi tten bei d«r BezirckSsparkassen in Grünberg, in Gießen und in Laubach. Ten Einwohnern der in Betracht kommenden Orte wird zur Verminderung des Bargeldumlcrufs dringend' empfohlen, künftig ihre Steuern und sonstigen Schuldigkeiten an die staatliche Kasse durch Ueberweisung zu entrichten. ** Betriebs-Einstellung. Aus der Neben bahnst recke Grünberg — Lollar ist der Betrieb bis auf weiteres eingestellt. Kreis Büdingen. -- Büdingen .4. Dez. Für den Kreisbereich Büdingen wurde eine T u berkul ose- Für sorge fte I Ic ein gerichtet, deren Leitung Kreisarzt Dr. Fresenius- Büdingen übernahmt. Nidda erhält eine Zweigstelle. Kreis Schotten. 0 Gedern, 6. Dez. Tie drei hiesigen Kriegs fürsorge-Orgw- nisationen: Rotes Kreuz, Alice-Frauenverein und Ortsausschuß für Kriegsfürsorge haben in Gasthäusern Berpflegungs-,' und Unterkunflsstellen für dnrchkommende entlassene oder versprengte Soldaten errichtet. — Aus englischer Gefangensclxfft schrieb der früher hier tätige Schulverivalter, jetzt sind. Phil. Kar!« Reichelt, Leutnant der Reserve, Inhaber des Eisernen Kreuzes' 2. Klasse und der Hessischen Dapferkeilsmedaille. Starkeiümrg und Rheinhessen. 1 Ar Heilgen, 5. Dez. Zwei Soldaten eines durchs-iehenden Truppenteils wurden hatte früh infolge Gasvergiftung bewußtlos in ihrem Quartier ausgefunden. Tie sofort herheigecustne Tarmstädter Rettungswache vermochte sie trotz Mwendmrg von Sauerstoff-Apparaten nicht mehr ins Leben zurücktzurufen. ch. Wörrstadt, 4. Tez,. Hier fand eine Volksversammlung statt. Tiefe amhM einstimmig folgende Erklärung an: „Tie in Wörrstadt tagende Volksversammlung begrüßt getreu den Ueberlieferungen von 1848 freudig die Begründung der demokratischen großdeutschen Republtt. Sie fordert dringeitt) zu deren Festlegung und Ausgestaltung die alsbaldige Einberufung irrtb Ausgestaltung einer konstituierenden Natioualverscunmllmg. Sie ielst ttr dieser den sichersten Schutz vor jeder Gewaltdiktatur von rechts wie 'jon links, den einzigen Wog zum baldigen Frieden NTttzl zur Erhaltung der deutschen RoichSeinhett, endlich die allein gesetzliche und zuverlässige Grundlage für den Wiederaufbau unseres durch den Krieg so hart mttg-enommenen Berrrpr^, und Kulturlebens." WrrttctMklS- Hcssm-Nassau. sc. Fulda- 4. Tez. Der Kreistag beschloß zur Aufftettiurg eines Kanalprojekts n.»cgen Verbindung des Jiheines mit der Weser einen Zuschuß von 3000 Mk. zu bewilligetr. ES haridelt sich um einen Sttckkanal Kassel—Bebra—Heesfeld—Fulda und durch diesen eine Verbindung mit dem Rl-ein zur drutzbarmachung der Schiffahrt besonders für schwere Güter. 1l Marburg, 4. Tcz. Infolge des Durchmarsches der 7. Armee gleicht das gesamte kurl-essische Ober Hessen einem großen Heerlager. Ununterbrochen marschieren aus allen Landstraßen des Lalpttals icnd der Seitentäler Truppen aller Waffengattungen crnd selbst die entlegensten Gebirgsdörser werden täglich mit Einmrartie- rung bedacht. Daß es die bi-Heren Oberhessen an Gastsreundlichkeit nicht fehlen lassen, wird allgemein anerkannt. 'Als sich heute früh die Kunde verbreitete, daß das im September 1914 hier in Marburg l-auptsüchlich aus Studierenden gebildete 24er Jägerbatattlmzj im Anmarsch sei, wurden sofort umfangreiche Vorkelwungen zum Empfang dieser Truppe, die aus allen Kriegsschauplätzen so ruhmvoll gekämpft hat, getroffen. Mittags gegen 1 Uhr erfolgte dann auch unter Glockengeläute und Böllerscl^lssen der Einzug in die ^taüt. In der Näl-e des „alten Wirtshauses an der Lahn" wurdni die Jäger vom Oberbürgermeister, vom Soldatenrat, vom Rektor der Uni;>ersität und anderen Herren begritßt und dmrn erfolgte der Weitermarsch dnr^ch die Straßen, in denen die sttcdentischen Korporationen, die Schüler rmd Schülerinnen und eine große Menschenmenge Spalier bildeten und die Jäger mtt Blumen überschütteten. Für morgen ist noch eine besondere Begrilßicngsfeiev rn den Lotadtsälen vorgesehen. Wann die 11er Jäger, das Reserve- Jagerbataillon und das Landsturmbadaillon kommen, ist noch nicht bekannt. -- N 0 r d e n st a d t, 4. Dez. Tie Wiesbadener Strafkammer verurteilte den Landwirt Heinrich Wolfs von hier zu 700 Mk. Geldstrafe, weil er 16 Zentner Rindfleisch, in Bierfässern verpackt, heimlich nach Wiesbaden schaffen wollte. Wvlff war erst kurz zuvor wegen seiner gewissenhaften Milchlieferung prämiiert worden. Eingesandt. Gießen. 5. Dez. In der Zett der Deinobilmachung. in der schwersten Wirtschaftskrise, in der auf den deutschen Arbeitsmarkt die Schar der Arbeitslosen täglich gewaltig anschwillt in der Ungezählte sorgenvoll den 9lnzeigen1eil der Zeitmigen nach einer Stelle und Erwerbs Möglichkeit durchsuchen, in einer solchen Zeit sperrt das Gar- nyoNkvmmaiido die Gießener ö f f e n t l i ck, e Lesehalle, die >r z ig Gttcs.enhLA ’ü; S elluug- und A ettsuchende, die Inserate der hessifck)en und groß«: deutschen Zeitunge.c oz,..e Unkosten durchzusehen Falls wirklich nach vier Kriegsjahren die Neueinrichtung einer Ortskommandanttcr in Gießen für ein paar Wochen unabweisbar war, mußte ein alleres Lokal gefunden tvegden, als die so gememnützige Lesehalle. vermischter. * SCft&of feitfcurg, 4.$«. ^7? Gcmemr>ck»llec,ium lchntc den Antrag des Arbeiter- und Soldarenrates auf B e w i l l i g u n g von 3 000 Mark zur Bestreitung seiner Amts kosten mtt allen gegen eme Stimme ab. Ei-enbahnunfall. or Stuttgart, 5. Tez. (WB.) Der „Staatsair^eiger" sck/reibt: Am Mlttwvck, den 4. Dezember, abend 11 Uhr 33 ist aus dem Bahnhof Sulzbatt,»-Murr der aus der Richtung Backnaug kom- m«ide Militärzug 6879 auf den Schluß des am Bahnhof auslanfenden Mttttärzuges 5127 aufgestoßen. Ein Soldat wurde getötet fünf Soldaten werden vermißt. Mehrere Güter- wagen entgleisten und sielen die Dammböschung lstnab. Mesentlittie Betriebsstörungen sind nicht entstanden. Ter Sachschaden ist ziern» lich erheblich. Tie Ursache des Unfalles ist zu frühe Rückmeldmrg des Zuges 5127 von Sulybach srach Oppemvetter und unterlassene Zurücknahme des Ernfal/rtssignals in die Haltestellung. Die Grippe in Südafrika. Lord Buxton kündigt an, daß die Grippe unter der ^uud schwarzen Bevölkerung Südafrikas bis jetzt über 50000 Opfer gefordert hat. Transport-Versicherung -egen Ticbitakl und Bernnbung von Postpaketen, Reisegepäck, Gib und Frachtgut, Land-, Fluß- und Seetransport. Auch Teilschäden werden vergütet. »mhv Generalagentur Kugelmann, Gießen. Instandsetzung von teeliiaen (auch Lokomobilen und Explosions-Motoren), sowie von maschinellen Anlagen jeder Art, bei Wellenbearbeitung b. 7000m/m Länge, übernimmt [«»« Georg Karl Reil, MM»-n- @t c f> e n, & Ä r ' Frankfurter Würstchen aus Ia. Kaninchenfleisch tägl. frisch, nicht unt. 8V Paar. Steichwurft in Dosen '/<, ' r und '/, Piund nicht unt. 23 Stuck, laufend ab Fabrik gegen Nachnahme. ^akob Schütz, Abteilung Wurstfabrik, Frankfurt a. M., Neebstr. 3. MwSß l 5 schön fiiijölierte Zimmer tn guter Lage Giencns geschlossen zu verm. Wo? sagt d. Gescliärtsst. d. Oließ. Anz. s-.,« Gins. Schlafstelle z. verm. 07808 _Da mmstr. 9, IL Schön möbl. Zimmer z vm. 07813 H illcvrand ttr. 10 p . In einem nahen Bahnort b. Osteßen ist eine neuerdante Schmiede n.Schlofscrwerk- statt, in welch, ein gutg.Gesch., hauvrsächl.für Reparatur, an Maschil». u. Fahrrädern betr. wurde,weg.Fallen d.Mantres i.Kxtege sofort m. Wohnung zu verm. Große Kundschaft im Orte. Für ein. Anfänger pass. Gelegenh.Näh.in d. Geschäfts- stelle d.GienenerAnzetg. (•'* Mieüjesuclie ) 5 Zimmer, in ob. bet Gießen, nahe Bahnstation, zu mieten gesucht, evtl, sväierer.Kauf. Angebote unter 07M) an den Gie iener Anzeiger erbeten. WelüiUiig mit Lialliuig gesucht. Zu erfr. tn der Ge- schästSst. d. Gieß. Anz. 07904 Cand. phar». sucht per sofort gut möbliertes in solidem Hause. Zuschriften erbeten an Ltn. der Res. Ackermann, CobleilL, Hohenzollernstr. 23. 107027 Student sucht WoLnung, mögt, mit Pension, in gutem Hause. Angeb. unter 07773 an den Gieß. Anzeiger. Student sucht Zimmer mit Zentralheizung u. el. Licht. Angebote unter 07900 an den Gießener Anzeiger erbeten. &fnodent sucht möbliertes Zimmer m.Heizttngtt. Licht. Angeb. m. Breis unter 07921) a. d. G. Anz. Möbl. Zimmer mit 2 Betten u. Küche oder Kochgelegenheit z. mietenae- sucht. Angebote unter 07888 an den Gießener Anzeiger. Eins. möbl. Zimmer gesucht. Schristl. Angeb. unter 07915 an den Gieß. Anzeiger. ierl zu mieten gesucht tn dez'Nähe derltzümmifabrik. Angebote unter 9439 an den Gieß. Anz. Stellenangebote Mechaniker, Elektriker, Schlosser, Dreher, Monteure re., welche imBeruf vorrvärts streben, verlangen kostenlos die Broschüre ntae Wag“ von Ing. F. Onk&B, Lre«»!», Berdener Str.83. Zum sof. Eintritt sltche einen svlläöll vaebdtuitargsdNktzs auf Kundenarb. u. Bilderein- rahmen, saub. Arbeiter. Kost u.Wohng. i. Hause. KarlReMI, Sohlits «Heffenl, Schulstr. 12. Schneiderin tüchtig in Damen- u. Ktnder- gardcrobe, auf sofort 14 Tage nach Wetzlar gesucht. 9361 ft-TnuH.Ebirli, Schleusenst.6 Eine Pntzfran zuverlässig und sauber, für täglich 1—2 frühe Abendstunden gesucht. Näh. zu ers. Riegelpsad 52, II. 9418 Putzfrau. | Tüchtige, saubere Bulr- frgu für meinen Laden sofort gesucht. _Fr. Teipel. ^iliiqerks Friiulcin mit schöner Handschrift, perfekt in Stenographie und Maschinenschreiven, sofort gesucht. 9tur schriftl. Angebote mit Angabe der seitherigen Tätigkeit und Gehaltsforderung an E. Nlemann, Selt ersweg 04. _<*!, Für Hausarbeit AuSbÜfe gesucht von jetzt bis Weihn. 07848 Babnbosstr. 34 p. Einfache Stütze gesucht. Angebote, möglichst mit Bild, an Frau Tierarzt Hnmpf, Reichelöbeim lWetteraul. 9420 TMt., brasks MDckitn in Landpsarrhaus <2 Vers.) gesucht. Näheres bei *>. F. Nassauer Witwe vier, Neuenweg 15. 9419 07909_Lontistraß e 18 . Ordcntl. Monatsmädchen oder Frau gesllcht 07896 Goetbestraße !»ö, II. Dienstmcidchcn vom Lande gesucht. 9417 Frau Willi. Benner, Dillcnburg. Verkaufsge^v.sterren z. Vertrieb meiner Spezialitäten an HaushaltungSgesch., Konsumver., Kantinen usm. sofort ges. Hoher Verdienst ges. Offerten unter F. Z. ffl. 792 an liudolf Frankfort a. M. _ 9412ss jung. Kaufmann, s«ä= v / oder Laden. Schristl. Angebote unter 07939 an den Gießener Anzeiger erberen. Bergleute i u. Steinbrucharbeiter finden lohnende und dauernde Beschäftigung auf unseren Gruben: „Maria" bei Leun, „Phillppzwonne" bei wetz ar. „Morgenstern" bei Waldgirmes, „zriedderg" bei Rsdheim und in unseren Kalkbrüchen: Burgsolms, Dalheim und Niedergirmes. Meldungen bei den Betriebsführern. Vuderus'fche Eisenwerke, wrtzkar. MttssnbkresMsliilien gesucht sofort oder 16. Dez. 07920 Mäblstraste 31,1. Zum 1. Jan. od. früh, suche ich ein tüchtiges zuverlässig. Mädchen L Ä Frau H. Bender, 9329 Ludwigsplatz 10 v. MDjtll ßesllU 9104 Balinbokstr. 62. Tüchtiges, erfahrenes ** 3 Dierrstmädchen das auch eine Kuh melken kann, gesucht. Näheres durch Frau 5loch, Weidengasse 9. slcifeigcMflii&. IMfn auch vom Lande, für Küche und Haus gesucht 07092 Steplranstraße 7. röcht. MöSchen kraa S. 2L LovSkstm Witwe, ™ Nord-Anlage 11. ÖrDentl. li^fß bei hohem Lahn gesticht 007901 Eut rei-ttbles Gnßhans inmitten der Stadt, krankheitshalber sofort zu verkaufen. Angebote unter 7926 an den Gieß. Anz. Wegen Aufgabe des Geschäfts Ausverkauf von 9421a Spielwaren Weihnachtsattrappen Bonbonnieren gefüllt und ungefüllt MST Oelgemälde zu verk. Bes. tägl. 2—3V, Uhr Kirchenplatz 23 I. r. w» 7i ©cige Slffi Schloßgasse 8. 07938 Strohsäcke, solange Vorrat reicht, hat abzugeben omi M. Mnblstein, Gießen, Seltersweg 83. Tel. 532. kiil fironer gcitcrroitücii sow. ein Kastenwagen für CcConomic stehen z. Verkauf. 9412 Seltersw. 64, Kontor. Eis.Kinderbett, 1,30 m lg., mit Kabotiuatr. für 75 Rtk. zu verk. Näh. in d.Geschäftsst. deS Gteßener Anzeig. SptegelslasNchelbe 164 x 97 zu verkaufen. 07854 Alicestraße 20 . 4 Tliciita-AböMmnis lFreitag), 1. Sperrsitz, abzug. W923 Liebiastraße 75 I. E»t erh. Pliuvkinlülgtit z. v. Kaiser-Allee 75 M. 0 7 wj Gutes Speisesalz per Zentner Mk. 8.50 solanne Vorrat reicht. I Deibel, Ksoe.weg 51 G. erh. PeäAlgrohr-Xiadei 1 - vagvnsow.1 cli.Blnraeugestsll zu v. Noll, Bahnhosstr.6. 019n Puppe co. 80 cm gr., gut erh., zu verk. 07930 Ltebigstraße 76 p. Kink Slnjidil Iftrc Süßen sowie Korbflaschen v. 2 u. 5 Liter Jithalt zu verkaufen. 79»« Löbcrstraße 26, part. Kaiifyesuche (iiinUüsirilimg oder eiazeloe Elarlebtniigs- stäche zu kaufen gesucht. Näh. Wetzlarer Weg 43 II. Helle Werkstatt für Schreineret geeign., sow. einigeHobetbänke u. Werk- zcna zu kaufen gesucht. Zu erfr. in der GeschästSnelle des Gießener Anzeigers. Ein aut erhaltener, moderner Biimerichrank'dunkel Eich.), zu kaufen gesucht. Angebote unter 07908 an die Geschäfts- stelle d. Gießener Anzeigers. Hessische 3-Mk.-Stiicke 1917 tadellos erhalten kaust L Äik. 15,— per Stück Robert Rail Kachf. ourcss) BlflnEoshatnünng Berlin, Wilhelntstr. 46/47. Oel Papier verwendbar zum Umhülle: von Gcfangenen-Paketen Garnison-Lchuchteln Marmkladc.Tosen ' sowie Friseurstuhl-Nollen haben preiswert abzngeben Christ die er wahrend des Krieges zu hahen Preisen aus Gewann sucht eingekcraaft hatte und nun zu iwch höheren Preisen veräußern wollte. Jetzt muß der profitgierige Mann die Ware weit unter dem Einkaufspreise absetzen. - Christen. irrr. Frankfurt a. M., 5. Dez. An der Frankfurter Unaversität hatten sich Bestrebungen geltend gemacht, im Interesse der Kriegsteilnehmer cm neues Semester anfangs Januar begannen zu lassen. Das Pvofessorenkollegium al^er war nicht einver- staaaden. Man will vielmehr die eittlassenen Krieger ins laufende Wintersemester übernehmen und dasselbe für voll rechnen. Halle a.S., 4. Dez. (WTB.) Ter Romanist und Strafrechtslehrer an der Universität Halle, Professor Hermann Fit- tang, der Senior der staatsrechtswissenschastlichen Fakultät, ist am Alter vom 87 Jahren gestorben. Hun-eL. — Die Zigarrenpreise. Ueber dieses letzt so vielbesprochene Thema bringt die „Südd. Tabakzeitung" einen aussührlichen Bericht, dem wir folgnüies entnehinen: Bisher ü>aren 75 Prozent der gesäurten Produktion für Heereslieferungen beschlagnahmt, und zwar mußten ueim Zehntel in Sorten znm ^abriupoeise bis zu 120 Mk. pro 1000 Stück geliefert werden. Dre Beschlagnahme ist für den Monat November aufgehoben worden, aber für die folgnrden Monate wurde die Eiuforderung der lreferungspslichtigen Meaigen auAdrücllich noch Vorbehalten. Die für November erfolgte Freigabe gestattete den Fabriken, die für das Heer bereitgestellten Zigarrear, also Sorten zum Ladenpreise von 15—20 Pfemrig, ihren Häirdlerkunden zu überlassen; hierdurch fandet das laeuerliche Angebot dieser PreiÄageal im Kleinhandel sniae Erklärung, ivobei aber zu bemerken ist, daß diese Sorteir fast ausjchließlich ans inländischem Tabak angefertigt sind. Tie ver- äirderte Lage hat aber das Gute, daß die AuÄvüchse des mach in Zigarren n cht maszuwtteraden K ttenhawels beseitigt averden. Trotzdem muß zum Bedauern des Tabakgewerres noch aus längere Zeit mit hohen Zigarrenpreisen gerechnet werden, da es noch mehrere Monate t*iuent wird, bis auch nur geringe Mengen Tabak ans den überseeischeaa Prvdnktionsländern nach Deutschland kommen. Dieser geringen Einftrhr steht eine enorme Nachftage in ganz Europa gegenüber, so daß für uns namentlich auch bei dem schleck> ttn Stmw der deutschen Währung nc»ch aus längere Zeit hohe Tabakpreise erwartet werden müssen; dazu kommt die gewaltige Steigerung der Löhne und Unkosten bei infolge der Konttngentie- rung sehr eingeschränktem Umsätze Awdeverseits hat schon vor einiger Zeit der „Deutsche Tabakveoein" in der Tagespcesse erklärt, daß Zigarren in normaler Grvß^' im Preise von mehr als 600 Mk. pro 1000 Stück, also 80 Pfennig Ladenpreis, in das^ dleid) der Phantasie gehören, und er hat den Rmachern den viel zu wenig befolgten Rat gegeben, unberechtigte Preisforderungen sofort den Behörden zur Anzeige zu bringen. orteten in Tätlichkeiten aujs. so daß die Polizei einschreiten wxb dae Vorstellung abgebrochen werden mußte. Das yiiigöttslime Abeialkskr üfä Kem 8algha!> Jiilti. Romcm von A. H. Adams. (25 (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Ich bin es mix," echote er würdevoll. „Es ist Zeit xu gehen." „So halb?" sagte das Mädchen mit einem Seufzer. „Es ist ziemlich spät," '.viederhotte er unerbittlrch. „Sie könnten vermißt werden." „Ja, es ist Zeit, daß wir gehen," sagte Horace. Galahad benrerkte, daß der junge Mann nicht einmal nach der Zeit gefragt hatte. Die beiden hatten Seite an Seite aus ihrem Platze gesessen. „Ich werde morgen abend lviederkommen." Galahads gespannter Anftnerksarnkert schien es, als ob in Horaoes Stimme etwas wie Erlösung lv-ahrzunehmen sei, aber er schrieb diese Vorstellung strenge der Eifersuckft zu. Er hatte seine Lektion gelernt. Er wandte den beiden den Rücken und ging nach der Tür. Er wollte die Heiligkeit ihres Abschiedes nickt entweihen. Aber als er den Gang hinausblickte, entdeckte er einen langsam sich bewegenden Schattmt. Galahads Entschluß war sofort gefaßt. Blitzschnell übersah er, was er zu tun hatte. Seine Dame hatte ihn ver^ stoßen, ckber einshmals hatte sie ihn Kam Ritter geschlagen. vermikchtes. * Ballins Selbstmord. Das „Berner Tageblattt' meldet aus London: „Daily Expreß" berichtet: Ball in, der Direkter der Hambürg»-Amerika-Lini-e in Hamburg, hat seinerzeit Selbst nwrd verübt. Ueb-n die Ursache will das Blatt folgendes in Er- fah-rimg gebracht haben: Im Oktober hatte Ball in im Hauptquartier eine heftige Auseinandersetzung mit Ludendo rfs. Ter Kaiser stellte sich auf den Standpiankt des Generals. Er wider- etzte sich allen Vorschlägen Ballins die auf die Wiederau smahme vcm guten Beziehungen zu England zielten. Ballin nrachte auf die Gefahr der Revolution aufmerksam, die alles verschilingen könne. Der Kaiser zuckte die Achseln und sprach von jüdischen Intrigen, woraus Ballin das .Hauptquartier verließ als ein gebrochener Maten, tvie Augenzeugen schilderten. Als die Revolution au sprach wib in Hamburg ihren Sitz im Palais der Hamburg- Amerika-Li nie nahm, ers dino H sich Ball in. * Wien, 4. D^. (Priv.-Delegr.) Wie die Blätter berichten, kam es gestern im Wiener Stadtthaater beider25. Aufführung der Operette „Ter Kongreß tanzt", deren Musik aus Beet Hovens chen und Mozattschen Motiven zu sanrm cmgesetzt ist. zu Kundgebungen, die sich gegen die Verwendung klassischer Musik zu modernen Operetten richteten. Die Dem onstrationen Seine Dienste blieben ihr dennoch geweiht. Vielleicht war ihm die ruhmvolle Tat Geschieden, sie zu retten — wenn auch für einen andern. „Es kommt jemand," flüsterte er. „Schnell, Lothian! Laufen Sie noch der Mauer und machen Sie, daß Sie fort- kommen. Sie bleiben hier, Sibhl, ich werde Ihnen Zeit verschossen, zuvückzugelangen." Daun lief er rücksichtslos über ein Gartenbeet, in der Absich,t, die iAufmerksamkeit des Schattens auf sich z-u ziehen. Er lies blindlings von der Laube fort noch dem vorderen Dor, immer im Gesichtskreise des sich bewegenden Schattens. Die Gestalt sah ihn und stürzte geschwind zu- rück, um fein Entweichen zu verhindern. Galahod sprang plötzlich hinter einen Strauch und wartete. Sein Hauptzweck war, Zeit zu gewinnen und die Aufmerksam kett des Fremden teuf sich zu ziehen, bis Horaoe seine Wucht gelungen war. Der Fremde, der nicht wußte, wohin sich wenden, kam vorsichttg näher, indem er noch dem Erndrinaiing ausspähte. Galahad stürzte auf den Wog hinaus, und als sein Verfolger ihm nachkam, sprang er plötzlich zurück und lief dem Hause zu. Alles war ihm einerlei, solange er nur den Fremden von der Nachbarschaft der Laube mib von dem Wasserrande fernhielt. Aber fein Atem wurde kurz; Gala- had war nicht an heftige Anstrenaungen gewähnt, und sein Körperbau war nicht der eines. Läuters,. Dennoch ftchr er Letzte AcrcLiriehten. Verzögerung der Vorverhandlungen? Genf, 5. Dez. Die Agenoe Havas hat den französischen Zei- rungen «am Tienstaq abend folgende Mitteilung des Kmegsmini- sterrums zugestellt: Infolge der Langsamkeit, womit von den Deutschen die Ansliefernng des Eisenb ahnmate-. raals bewert,telligt wird, erschein es ausgeschlossen, daß sie vor dem 17. Dezember die in den Klauseln des Warfsensrillßanosver-» ttaages vorgesehene Zahl von 150 000 Waggons und 5000 Loko- mottven den Alliiertea übergehen haben weroen. Uuler diejen Umständen ist es möglich, daß die EnteMe eine Verlängerung der in Frage stehenden Frist gewährt. Jnplgedessen werden die Friedensverhclndlungen um ebenso lmage verzögett. Die Deutschen können in der Tat nicht zu einer Verhandlung mit den Bevoll- machtigten der Entente zugelass-en werden, bevor alle Bedingungen des Wasfenstillstandsvertrag es voll und ganz ausgeührt sind. Ittrterdessen werden die Besprocknurgen zwischen den Alliterten wahr- schernlach am 20. Dezember beginnen unter persönlicher Anteilnahme des Präsidenten Wilson. Ein weitgth.'Mler Straftrlaß. Berlin, 5. Dez. Der Rat der Vvlksbecmftragten hat am o- Dezember eine Verordnung beschlossen, die entsprechend der Verkündung vom 19. November eine weitgehende Amnestie vorsuhtt Diese Verordnung schlägt alle Verfahren vor bürger- ttchen Behörden wogen solcher Sttafttten nieder, die nur mit Frei- hertsstrafe bis zu einem Jahre oder mit Geldstraten belegt werdm. Darüber hinaus werden solche Personeia besonders berücksichtigt, me ans Not, aus^ Unerfahrenheit oder infolge von Verführung gehandelt haben. Dies kommt vor allem Frauen und anderen Änge- hörigen von Kriegsteilnehmern zugute die diese im Haus oder Berus vertteten und hierbei Straftaten begangen haben. Bereits erkmmte Sttafen werden allgemein erlassen, soweit sie ein Jahr Gefängms oder ein Jabr Fei'tungshaft oder 3000 Mk. Geldstrof» nacht übersteigen. Bei schweren Strafen wird Straferl aß unter der Bedrngung gewähtt, daß der Verurteilte sich drei Jahre sttas- fm fühtt. Dieser bedingte, Straferlaß greift ohne weiteres Platz, wenn nur noch eine Strafe von höchstens einem Jahre zu veö- büßen ist. Ist noch mehr zu verbüßen, so tritt der bedingte Straferlaß nur dann ein, wenn die Erwattung gerechtsettigt ist, daß der Verutteilte die Freiheit nicht zu einer neuen Sttaftat mißbrauchen wird. lrie gs wu che rer werden von der Straffreiheit ausgeschlossen. Verfehlungen leichterer Att gegen die alte oder die neue Preissteigeruugsordnung und gegen die Höchstpreisbestim- mung sind unter gewistei Einschränkungen in den Straferlaß einbegriffen. . Ae Verordnung gill für das R e i ch. Günstigere Bestimmungen' ernzelstaatlicher Amnestien bleiben jedoch in Kraft. Eine umfassende ttmnestte in militärischen Angelegenheiten steht unmittelbar bevor. Eine Richtigstellung der Waffenstillstandskommission. Derlin. 4. Detz. Eine Reitze ernsll-after Blätter hatte, gv. Atzt auf crne MeLurrg der Teut,chen polLswirtschaftlichen Korre- Ipon^nz die Nachricht gcbxadyt, daß .entgegen dem Arttkel 19 der Wa ffenstallitaiidsbedingluorgen, ivvnach das von Rußland, oder Rumänien an Deutschland gezahlte Gold zu* ^ ^ öwar zu Händen der Eittente, die Nei-cx-soank auf Verlangen der gegemrwrtigen Regierung 240 Mil- lwiren Mark zurückgezahll habe, aber nicht an die Entente, sondern an die bvl,chcwr>ttsche Regierung in Mosöau. Demgegenüber wird sesbge,teilt: Die Reichsbmrk hat auch nicht für einen Pfennig Gold mr 'dre bolsckjewi,tische Regierung gelangen lassen. Tie Reichsbank hat vielmehr m getteuer Ausführung des Attikels 19 des Waffen- stlllstarndsr^rttages 93.636 Kilogramm Feingold im Betrage van rund 346 Mrllaonen Mark nach Frankreich geschickt. Die Sendung ist unterwegs nach Paris. ^Deutsche Waftenstillstaiwskammiffian. Staatssekretär Erzberger. Vorsitzender. Entsendung eiirer deutschen Lebensmittelkomnrission? ^ Be r lin, 5. Dez. (WTB.) Zur Frage der Entsendung einer deutschen Lebensmittelkommision wird mitgeteilt^ daß der Vertreter des Auswärtigen Amtes bei der Waffenstllls'ands- kommission in Spaa, Gesandter von Haniel, in der gestrigen Sitzung eine Note verlesen habe, in der ans die Bereitwilligkeit der Entente gegenüber der deutschen Regierimg hingewiesen wird, zur Wieder- anfnahine der lothringischen Hüttenindustrie eine Sachverständigenkommission aus beiden Parteien zusammentteten zu lassen. Es nur ^ angeregt, auch Sachverständige zur Beratung anderer witt- ichaftticher Fragen zusammen zu berufen. Die Armee Mackensen. Budapest, 3. Dez. Generalstabschef der Armee Mackensen Oberst v. Schiwarzteppen hat heute hier die Verhandlungen über die technische Durchführung der Internierung der Mackensen-Armee mit der ungarischen Regieriing ausgenommen. Tie Nachricht, daß der in Siebenbürgen befindliche Teil der Armee vor GeneraL Berthelot die Waffen gestreckt habe, entspricht mcht den Tatsachen. General Berthelot hat im Verlaufe der mit ihm gepflogenen Verhandlungen erflärt, daß er zwar auf der Turchsführmrg des Wafsen- stillltandsvertragcs bestehe, daß er sich aber an der Turchfnbrung der Waffenstveckung desiitteressiere und sie im Sinne des Bettrages der ungarischen Regierung überlasse. Die Ermordung der Romanows. Haag, 5. Dez. Reuter meldet aus Eharbin: Der Bericht, daß die Bolschewiki in Mapajesk die Großfürsten Sergius, Nicolai Nioolajewitsch, die Großsürstm Elisabeth Federowna, sowie die Prinzen Johannes, Konstantin, Nicol und Paallermordet l^abcn, wird bestätigt. Tie einzelnen Personen wurden gezwungen^ iftn, einen Bergwerks scha cht zu svri ngen.wo ihre Leichen jetzt gefunden wurdeir. Ae russischen Blätter melden weiter, daß die Zarin und ihre fünf Kinder, deren Leichen noch nicht gestanden worden sind, von der gleichen Bande ermordet worden sind. Tie Namen der Mörder, die nach Perm abgereist sind, sind bekannt. fort, fernem Verfolger durch eine Reihe zielloser Vorstös quer durch den Garten hindurck M entkommen, wobei , Blumen zertrat und Beete ruinierte. Und als er zuglei mit dem andern, der ihm dicht auf den hacken war, d< Baumgaug wieder erreichte, sah er ein entschrvindende weißes Flimmern mit Ende des tzkmges. Das Mädchen wc wohlbehalten davon gekommen. Sie ivar gerettet. Es war nicht nötig, die Sache luxf) länger weiterzi fithven, au^h war er fast erschöpft. Plötzllck stürzte er de Baumweg hinab auf das Wasser zu, aber sein Gegner wr seiirer List ztworgekommeu und erwartete ihn im Mondliä auf der Terrasse. Galahad nahm seinen dicken kleinen Köi per zusammen und rarmte auf den Mann zu. Wenn er ih narr überrennen konnte, so würde er doch vielleicht rax entkommen. Da sah er im Mondlicht, ckts er auf seinen Gegm zustürzte, dessen Gesickft. Der Mann, der ihn schweigend und unerbittlich gejac hatte, der Mann, in dessen Garten er sich als vechtswidr aer Eindrirrgling zu später Abendstunde befand, der Mani der so sehr darauf bedacht war, ihn zu sangen — war Her Beach — Galahads Bankdirektor! Aber es blreib ihm keine Zeit, sich zu besinnen. Ir stinkttv das Gesicht mit dem Vorderarm bedeckend, — e war ein Glück, daß der Mond hinter ihm staird! — stürzt er sich aus Jetraen eigenen BauDirektor. (Fortsetzung folgt. Gießen 07911 Luise Majewski Franz Mayer Verlobte Lang^lonsheim 6. Dezember 1918. \ Die Geburt einer gesunden Tochter beehren sich anzuzeigen Dr. Lic. H. Adolph und Frau Ida ged. Strack, j Gießen, Alicestr. 16, den 5. Dezember 1918. Redifsonrociif Dr, Koeifdi Büdingen wieder zurüdt. 9433 Oeffentliche Vorträge über Physiologie (Lehre vom Leben) Dritter Vortrag: Geruch u.Geschmack am Sonntag den 8. Dezember, nachmittags 5 1 /* Uhr, im Hörsaal des Physiologischen Instituts, Senckenberg- straße 15. DieVorträge sind unentgeltlich PROFESSOR DR. BÜRKER [9415D Ein Weihnachtsgeschenk fürs ganze Leben 2kvw- Neu! Eine Aufsehen erregende Krflndunr. Ne«! Ela Trost für unsere Krleicsbeschldlirten ist meine pat. SchrlftlehTe u. Bchrelbmapp© rum S? Ib*tunterrk:ht. Meine Bpezialschrift schreibt jnufr u. alt In wenigen Stunden. Eine gute Handschrift bedeutet im Leben ein© Existenz. Erfolg garantiert. Verlangen ßie sofort meine Schrift- lehre, Nachnahme M. 7.5«. PatenUchreibmappe. vornehme Ausführung M. 5.—. zusammen M. 11.—. Versandbaat 66 Willy ß&sgen, EranMurf a. H.. Kaisers!?. iiiÄiü 34. Vom Kriegsdienst Zurückgekehrt: Rechtsanwalt F. Schäfer Michelstadt im Odenwald Erbacher Straße 21, Tel. 10 Sprechstunden werktags 9 —l 2 und 3—5 Uhr. Neue unvergleichliche Könstlerkapelle Beate letaler Tag [9414a U«s Glück der F rau Beate Ab Samstag den 7. bis inkl. Montag ===== Lotte Nenmnnn ===== in ihrem glänzend. Gesellschaftsdrama :lei Außerdem Franz Hofer in dem feinpikanten Lustspielschlager in 3 Akten U lEpeine Stt^rmfenfflle Gietzes. Gemäß Verordnung der NeichSregierung sind ab 2. Dezember 1918 die versicherungspflichtigen Verdienftgrenzen zur Krankenversicherung für den nachstehend verzeichnelen Personenkreis von 2500 Mk. aus 5000 Mk. erhöht worden: 1. Werkmeister und andere Angestellte in ähnlich gehobener Stellung. 2. Handlungsgehilfen und Gehilfen in Apotheken. 3. Bühnen- und Orchestermitglieder. 4. Lehrer und Erzieher. Wir ersuchen deshalb die Arbeitgeber, die bei ihnen beschäftigten Personen umgehend bei uns zur Krankenversicherung anzumelden. Hierunter fallen auch die Mitglieder der Ersatzkassen. Gießen, den 5. Dezember 1918. »"»D Der Vorstand. Bekanntmachung. Durch Beschluß der Generalversammlung vom 25. August 1918 ist der Spar- und Vorschuß-Verein Treis a. d. Lda., eingetr. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht, in eine solche mit beschränkter Haftpflicht umgewandelt worden. Gläubiger die diesem Beschlüsse widersprechen, wollen sich bei dem Vorstand der Genossenschaft melden. 94v6 Treis a. d. Lda., am 3. Dezember 1918. Spar- und Vorschuß-Verein Treis a. d. Lda., Eingetragene Genossenschaft m. unbeschr. Haftpflicht. Der Direktor: Der Rechner: W. Dapper. I. Becker XII. Zur endlichen Heimkehr unserer tapferen Truppen empfehle ich als schöne Flaschenweine Rodensteiner Wiliekumm sowie Ausschankweine, weiß u. rot, abgefüllt in Literfl. oder im Faß zum bill. Tagespreise. Bestellung und Anfrage erbeten an Joh. Schlitz, Weingroßhandlg., Mainz 15, Tel. Nr. 357.Piatzvertreter gesacfit! 93fS8 Hus dem ftccresdierip: entlaffen pflege ich jetzt wieder den mir feit 25 Jahren gründlich bekannten Großhandel in öau^Kanalbau^und Installation^Artikeln KarincrmlDalthcr Sichen - ftofmannftraße s fernruf 6$6 • Drahtanschrift: Industrie Siesten IÜL Montag den 9. Dezember 1918, vormittags 10 Uhr, findet in Ulfa bei Ridda Versteigerung nachfolgender Gegenstände statt: 18 Wagen 112 Pferde. Jeder Käufer muß im Besitz eines Vorschrift- mäßigen Ausweises seiner Ortsbehörde sein. Pferdehändler sind von der Versteigerung auS- geschlossen. Truppen-Pferdelazarett 591 Fein gemusterte Sammet! ßsts Qualitäten in Schwarz, das Meter zu 20 00 , 15 00 u. IO 09 Mark. ( 9 ma Fritz f^owack Für Weihnachts- Geschenke bes. geeign. M. 40.— u. M. 45.— in reicher Musterausw. mimimmmimm ■limiiiiiiiitiminii Uogtfcfje ^Privatfjandelsfcfyule goetfjeftr. 32. gießen. "Zel. 2064. 35eginn des ZKalßjafivesfnirfus 7. ßfanuar. 35 eginn der ßißeren 3(andels klaffe und des ffaßreskurfus im April. Anmeldungen täglicß. _ _km Gummi- K " a Strumpfhalter alle Arten für Frauen und Kinder Kaufhaus Katz 14 Bahafcolstrasao 14 Alle Druckarbeiten fertigt schnell und preiswert an Druckerei Christ & Herr Walltorstrasse 77 Fernsprecher 500 Warnen* u. Minder-oftrumpfe f in allen Größen zu j 5« mäßigen Preisen im Material für elektrische Installation in allerbester Qualität bei Carl Schunck BakshofitraBe L4. weM Einige taufend Bouillon-Würfel das Tausend 20 Mk., zu verk. Näheres In d. Geschäftsstelle des Giestener Anzeig. F'^a Schäden durch Aufruhr deckt die SüSäontrebsYr«as9.-Ver*.-0t*. Praakfirt s. B. Aufnahmescheine kostenfrei durch: A. Lröhttcb, Seneralagentur Gl-tzen Telephon 2044. 9434 V Militär-, u. Privat- Stempel- farben Behörden Stempel Stempelkissen fertigt sofort Mim, Sä^iSrSffi Kindern, sucht sich mit einem Fräulein zu verheiraten. Vermögen nicht erforderlich. Kinderlose Witwe nicht ausgeschlossen. Schriftliche Angebote unter 07931 an den Giestener Anzeiger erberen. ZLkcklMIl Erste Hypothek 7000 M. auf gutes Fabrik- grnndstück ^u leihen gesucht. Schrift!. Angeb. unter 07890 an den Giestener Anzeiger. Rohlenjparer 0. L. v. B. von der hiesigen Kohlenstelle zur Ersparung von FeuerungSmaterial ckringenck empfohle n glänzend bewährt per Stück 15 bis 20 M. einschl. Einbau. Alleinvertrieb: Hana lann, Kord-Anlage 29. Bestellungen nimmt auch Alb. Höst, MäuSburg 5. entgegen. ß Massagekursus nebslAnatomie u. Physiologie erteilt für Damen u. Herren ÜM. Mil, Balksndiger. Die Schlubprüfuna erfolgt durch einen praktischen 'Arzt. Persönl. Anmeldung Sonnt. 10—12 Uhr SaLmL»!s»r. 3L. ___ 1 Tischdecken und Kreppstoffe | aus Zellstoffgarn, sehr haltbar ti.waschbar f Kokosa- und Lino-Läufer schönster und dauerhaftester Belag fUr Treppen und Fußböden Behang- und Auffegerstoffe empfiehlt zu Weihnachten Tapetenhaus Hochstätter Brandplatz 1. 9 »s Seidl« SluitMtclkr würde sich mit Humoristen einarbeiten? Angeb. itnter 07U37 an den Glest. An». Damon-Armbandnhr, schwarzes Leder, verloren. Gegen Belohnung abzugeben 07912 Lraiier-Astce 5 III. in- von Antiautisten. Möbeln, ganzen Einrichtungen. Alteisen. sowie allen von mir geführten Artikeln. 4955 Louis Rothenberger. Vereine - Todes-Anzeige. Gott der Allmächtige hat heute nachmittag 1 Uhr unsere innigstgeliebte Schwester,Schwägerin und Tante Fr*aMSeBBi ida Sehrt nach schwerem, mit groster Geduld getragenem beiden im 61. Lebensjahre zu sich abgerusen. Die trauernden Hinterbliebenen: Pfarrer Sehrt und Frau nebst sämtlichen Angehörigen Familie Gitter. Ovvenheim, Eberstadt, Darmstadt, Frankfurt- Süd und Grünberg, den 4. Dezember 1918. Die Beerdigung findet SamStag den 7. De», nachm. 2V« Uhr in Grünberg vom Trauer- Hause Londorser Straste aus statt. Kranzspenden werden in Grünberg, Barfüster- straste, entgegengenommen. Verwandten u. Bekannten die schmerzliche Nachricht,daßheute nacht unsereliebeMutter, Großmutter und Urgroßmutter Elise Euler geb. Harbach nach fünfjährigem, mit großer Geduld getragenem Leiden im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Im Namen der Hinterbliebenen: Familie Christian Bepperling. Gießen, Brandgaffe 4, den 4. Dezember 1918. Die Beerdigung ist SamStag nachm. y f 4 Uhr aus dem neuen Friedhof. 07895 JlalA, nd Damenabtellanff. DamStaa d. 7. Dezember Ilntei IHratenhof. »mC T. ü. SamStaa den 7. Dez. 1918 .-Zusammenkunft tm VeretnS- lofal^VaterJahn'Ostanlage AbendS 8'/« Uhr. 07911 Der Vorstand. HtaM Leitung Hermann Stelngoetter SamStag d. 7. Dezember, abends 7'/, Ubr: Auster Abonnement.' Tanz-Gastspie Meisterwerke der Klavier ltteratur. getanzt von Kelll Knappe. Dazu: 9488c Gießener Stempel- u. Farben-Fabrik Joseph Kreuter - Gießen Original Unpr in allen Größen ab Lager lieferbar Gg. Schieferstein, l ieh. Maschinenfabrik, Telephon Nr. 17. Bekanntmachung. ES wird darattf aufmerksam gemacht, dost die Grostl,. Bezirkskasie in Grünberg ein Postscheckkonto bei den» Postscheckamt Frankfurt a. M. leischmarken der 50. Woche abgegeben. Auf den Wochenabschnitt entfallen 500 Gramm. Der Verkauf findet von morgens 8 bis tmrl mittags 6 Uür statt, lieber nicht rechtzeitig abgehoUe Wil- mengen tvtrd anderweitig verfügt. 9130'?. Gtesten. den 5. Dezember 1918. _Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Fing Fartis Piquet Lustspiel in einem Akte von botirnikr und Meyer. Beknmrtmnchmrg Betr.: Die Hundesteuer. Dieienigen hiesigen Einwohner, welche im Laufe diese» IabreS Hunde abgefchafft. aber noch nicht abgemclder haben, wollen dies spätestens bis zum 31. Dezember entweder mündlich oder schriftlich auf dem Stadtbause lZimmer Nr. 8» anzeigen. Vordruck für schriftliche Abmeldungen sind dort erhältlich. Die Verbindlichkeit zur Ent richlung der Hundeabgabe dauert bei Nichtabmeldune. auch tm folgenden Jahre, und zwar so lange fort, als die entsprechende Anzeige verkäumt wird. zeigr Giesten, den 2. Dezember 1918. Der Oberdürgcrmeiid«: Keller. 9429V r Todes-Anzeige. Heute mittag 12 Uhr entschlief sanft unsere innigstgeliebte Mutter Frau Christiane Keil geb. Möhl im 72. Lebensjahre. Gießen (Schulstraße 3), den 5. Dezember 1918. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Carl Ludwig Keil. Die Beerdigung findet Sonntag den 8. d. M. vormittags 11V, Uhr von der Kapelle des alten Friedhofes aus statt. 0441D Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute nacht IV Uhr meine hebe, unvergessliche Frau, meine teure, für mich stets treubesorgte Mutter unsere liebe Schwägerin und Tante * Luise Schlierbach geh. Schlierbach nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 55 Jahren zu sich zu nehmen. In tiefem Schmerz: Wilhelm Schlierbach I. und Tochter Wilhelmine nebst allen Angehörigen. Kodheim a. d. Bieber, den 5. Dezember 1918. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 2^, Uhr statt. 07993 3n Hördt im Elsaß erlag einer tückischen Krankheit unser lieber Philister Paul Lahm Abieilunßsarzt an der Landes-keil- nnd Pflegeanstalt. In tiefer Trauer: Die studentische Refonnverbindunq Adelphia. Wietzen, den 5. Dezember 1918. Voll fieser Trauer geben wir unseren Mit- gliedern von dem am 3. Dezember unerwartet erfolgten Ableben unseres verehrten Vorstandsmitgliedes, des MiMWnOltoGsß Inhaber deS Eisernen Kreuzes II. Klasse und der Heimchen Tapserkeitsmedaille hierdurch Kenntnis. verlieren in dem Verstorbenen einen ■ 7, f c c i td ra beiie . btcn freund und ein für unsere Ge- sellschast, wie unsere Gabelöberger'sche Sache bES Mitglied, dem wir über das Grab hinaus ein treues Gedenken bewahren werden. Gießen, den 4. Dezember 1918. Stenographen. Gesellschaft..Gabelsberger" nnd Damenabteilung e. 8. Karnbach, 1. Borsitzender. D>e Beerdigung findet voraussichtlich am Samstag in Bicken IDillkreiS), statt. 8436c Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange meiner lieben Mannes unserer guten Vaters, sowie für die Kranzspenden sagen innigsten Dank zri» M-rie AiNlsch und Kiilüer. Gießen, de» 5. Dezember 1918. Danksagung. m beweise h«r,IIcherTeilna-me ß.i bei dem Htnfchetden unseres lieben Entschlafenen sagen wrr aut dtesemWege unseren innigsten Dank. Familie Gerhard Rohrbach I. „ Hch. Arnold „ Friedr. Bierau „ Karl Schmidt. W Dollar, den «. Dezember 1918. ■ 1 07942 Heute abend 7 Uhr entschlief unerwartet unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Christine Opper geb. Becker im Alter von 63 Jahren. In tiefem Schmerz: Familie Ludwig Geißler Ludwig Opper, z. Z. im Felde, und Familie Familie Wilhelm Opper Familie Heinrich Opper. Alten.Buseck, Ruttershausen, d. 4. Dez. 1918. Die Beerdigung findet patt SamStag den 7. Dezember nachmittags 3 Uhr. 07*>7 Verwandten. Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meinen lieben Mann, den guten Vater seines Kindes, meinen lieben Sohn. Bruder, Schwiegersohn und Schwager Herrn Oberlehrer Ör. August Förster im Alter von 37 Jahren nach kurzer Krankheit in die Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: Fra* Erika Förster und Töchterchen August Förster Wilhelm Förster. Magdeburg und Lieh, den 5. Dezember 1918. 9m# Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem un» so schwer betroffenen Verluste sagen wir innigsten Dank, insbesondere den Krankenschwestern für die liebevolle Pflege, ferner für die vielen Kranz- und Blumenspenden und allen denen, die unserer lieben Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen haben. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Giessen, den 6. Dezember 1918. J. C. Wallenfels. 9447 Gestern morgen um 8 Uhr entschlief nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Wilhelm kepper IV. im Alter von 60 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Margarete Lepper geb. Lepper. Mlten-Buseck, den 5. Dezember 1918. Die Beerdigung findet SamStag den 7. De. zember nachmittags 2 Uhr vom Sterbehause aus statt. 07897 Heute Donnerstag nacht entschlief sanft nach jahrelangem, mit Geduld getragenem Leiden meine liebe gute Frau, unsere gute Schwester, Tante, Schwägerin und Nichte • Frau Christine Brühl. In tiefer Trauer: Carlo Brühl nebst allen Angehörigen. Gießen, Leihgestern, Klein-Linden, den 5. Dezember 1918. Die Beerdigung findet Sonntag den 8. Dezember nachmittags 7,4 Uhr auf dem neuen Friedhof statt Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. Reinleinene *"» Korsetten beste Ware alle Wefteo ohne Bezugsschein Kaufhaus Katz 14 Bahnhofstrasse 14 Osram die beste aller Metallfaden» Sparlampen, Mehr großes Lager. 07838 Carl Schmuck uiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiuiii iHiiiiiiiiip .