Nr. 286 168. Jahrgang Donnerstag, 5. Dezember 1913 Der tziebener Anzeiger erfchkink taqUcf^ außer EormtaqS. — Beffaaen: Stehener^amrUaben wir seither nicht zu sehen bekommen. Wir haben die Aus- ziehenden mit heißen Wünschen und ängstlichem Bangen geleitet, wir entließen sie in eine andere Welt von Mt und Tod, die sich weit draußen erst gestaltete. Hätten ,ie den vollen Sieg erfochten, so würden wir wohl wieder er- ivartungsvolt an den Bahnhöfen stehen, und die Eiuzugs- märsche würden sich nrit lautem Jubel vollzieheii. Heilte aber, bei der anderen Art der Heimkehr unserer Heere, ist nnseve Freirbe nur noch inniger. Was der Feind bei den harten Waffenstillstandsbedingnngen schlecht für uns zu. manchen gedachte, das haben unsere treuen Krieger zum tön ton gewendet. In einem lebendigen Strome zrehen sie, in swlzer Ordnung, durch die deutschen Dörfer und Städte, die Dankbarkeit der Heimat darf sie vielfältig umweben, intb es kann noch einmal ein Austausch der Gefühle statt- firtden, der des deutschen Heldentums dieses Krieges würdig ist? Manches Mißgetön haben wir in den letzten Priifungs- inoche?i hinnehimn rnüssen, und die deutschen Diplomaten 1C nb Regierungskünste haben das deutsche Ansehen in der Welt gebeugt und geschädigt. Um so herzhafter und freu^ viger bsgrützen wir den geordneten, makellosen Rückmarsch unseres Feldheeres, dessen Mühen und Strapazen alt und ;ung lindern möchten! Die Ankommenden wischen das böse, angstvolle Wort „Bürgerkrieg" wieder von der Tafel weg. Ein anderes breitet seinen wohltuenden Zauber siegreich aus: „Kameradschaft", draußen als ein teueres Gut gebildet und gehegt, soll die Grundlage des neuen Deutschlands sein! Der „Ordnung heilig Band" mutz über Streitsucht, Eigenbrvdelei und Zerrissenheit triumphieren. So möge unsere buntgeschnrückte Stadt dem unüber- sebbcrren langen Zuge der 1. Armee ihr herzliches Willkommen znrufen, und die Herzen unserer Einwohner mögen wetteifern, die besten Liebeszeichen für die deutschen Feldsoldaten aufzübringen!. Wir sffid so arm nicht, daß wir tticht viele (halben, die wandernde Truppen erquicken, rreudig spenden könnten! Kann es vor schweren Entschei- dmigen kein lautes Freudenfest sein, das wir den heimlvärts Ziehenden darbieten, so wollen wir doch aus dem Wieder- sehw den aufrichtenden Geist wiederfinden, der in entern altem Friedenslied aus dem Siebenjährigen Kriege klrngt: „Bote von dem Himmel, Dringe durchs Getümmel Dieser eitlen Welt. Und mach eine Stille, .Daß ein Herz, ein Wille Uns Msarmnenhält." wußten, daß der Waffenstillstand unterzeichnet war, legten nur du Rüstung zur Seite. Rohstoffe, auf die die Recherung ans Angst die Hand gelegt hatte, daß für die Industrien, die die Armeen versorgten, nicht genug vorhanlden sein würde, sind freigewmmeit und wieder dem allgemeinen Wtcrrkt zngeführt worden. Große Industrieanlagen, deren ganze Erzeugnisse und Maschinerien von der Re- gierung zur Beirntzung übernommen waren, sind wieder sur Zwecke freigekommen, deumt sie vor dem Kriege dienten. Es war nicht möglich, die Kontrolle über die Lebensmittel und Dt? Schifffahrt ebenso rasch zu beseitigen, weil die Welt immer cru& Unseren Getreid-speick-ern ernährt werden muß, ^anffe noch immer dazu benutzt werden, unsere Leute üoer W ver- ^ sorgen und die Soldaten so rasch zurück',ufthron, all es die verworren eir .Verhältnisse auf der anderen Seite des Wafters gesmtten ^lber auch die Zwangsmaßregeln werden soviel wie möglich mW ffn Verlause von Wochen in immer weitergehendem Matze gemitderr werden Wilson kam sodann mtt die züm Zwecke der Kriegsvrgcmisati^ neu errichteten neuen Aemter zu sprechen und erklärte: ^tttdem der Waffen still stand gesichett ioar (der tatsächlich auf die vollständige Untenoersung des Feindes huunlslauftü war es die övli der Realernng, die Erfahrungen dieser Körpeiffchaften den ö^chaffs- l-eutcn dieses Landes zur Bermgnng zu stellen Es ^erstaunlich, wie rasch der Prozeß der Rückkehr zu den frto)lickien Berbalffns>m sich in drei Wock-en, seit der Beendigung der Fenchel igtnten, entwickelt hat. „ . mx r ~ , ttM Wilson sprach dann über die zu treffenden Maßregeln, um wahrend der Uebergangszeit einer zu «roßen Arbeitslosigkeit vor- zubengen. Bezüglich Belgiens und U** 1 !f 5,Vht - sagte der Präsident: Kerne stoch so «roße Entschädigungssumme würde allem genügen, um diese Lander mff Jahre hinaus vor- hojfmmgslosen Nachteilen zu bewahwr. E s muß mehr geschehen. Wemi Bel§ren und Nordfraukreich morgen Geld und Rohstoffe im Ueberflutz hatten, wurden sie doch nicht ihren Platz in der WeltlndustriL lckwn inorgen emnehmen können. Sie dürfen nicht den Zusällig^iten eurer icharren -'w kurrenz preisgegeben werden. Ich l-ossc deshalb, dar; der Kongreß nickt abgeneigt sein wird, meint ed uotwendtg fern \o\itc itgotb-i einer Stelle, nne z.B. dem Zvnegshandels.anU, da- Reckst - ö u gewähren, zugunsten dieser Bevölkerungen eme. B o r z u g s b n * Handlung eintreten zu lassen. Für dre StahlstMmg.^d leichterung des Wiederaufbaues unseres Geswastvlebens fft nictsts von größerer Wichtigkeit als die sosorffge Entscheckmig aber die ! 1918. 1919 tmd 1920 zu erhebenden Steuern. Es würde für das Land verhängnisvoll sein, bezüglich der Frage der wje her Steuern länger als notwendig im Unsicheren zu bleiben. Wenn der Krieg fortgesetzt worden wäre, so wäre es iivtwendigj gewesen für 1919 mindestens 8 Milliarden Dollar Steuern zu > erheben. Jetzt, da der Krieg vorder ist. kann der Betrag auf 6 Milliarden herabgesetzt werden. Eme sofortige rapide Ab- chme in den Ausgaben.der Regierung ist nicht zn^^MLMstDie «Ersorgung unserer Truppen auf ber mideren Sette des Meeres ist noch immer notwendig. Ein beträchtltcher Teil dteser Drllppen muß für die Dauer der Besetzung in Europa bletben. ffur die die nach Hause zurückgebrvckst mW demobiltsiert iverden, werden! in den folgenden Monaten große Ausgal'en geniacht werden muffen. Wilson sagte in seiner Rede weiter: Ich nehme bestimmt an. daß der Kongreß das Flottenprogramm, das sestgewtzt wurde, ehe wir in den Krieg eintraren, Mtsfütfcen wird Sekretär für die Marine hat den Kommissionen der beiden Hau?er den Teil des Programms zur Genehmigung vorgelegt, der nch nut den Bauplänen der nächsten drei Jahre beschäftigt, üneie Plane wurden nickt unter dem Ausnahmezifftand des Krieges vorbereitet, sondern ffl der Absickst, zu einer endgÄligen Metl^de ffrr die Entwicklung der Flotte zu gelangen. Ich empfehle allen ermlllch die ilnnnterbrochene Weiterführung dieser Politik. Es wuwe für uns unklug sein zu versuchen, unser Programm einer noch unbe,ktmnten zukünftigen Weltpvlitik anzupassen. Der Präsident kam ,odann auf die Eisenbahn frage zu sf-rechen und sagte rn dtefem Zu) ammen- hang * Ich glaube, wir dürfen auf einem formellen Abfchluh des Krieges durch Vertrag bei Beginn des Frühlings hoffen. Zum Schluß sagte der Präsident: Ich benutze die?e Gelegenheit um deni Kongresse m eine Absicht mitMtecken, in Paris mit den Vertretern der Regierungen, mtt denen wir im Kriege gegen die Mittelmächte assoziiert waren, zusammenznkommen zu dem Zwecke, um mit ihnen die Hauptpunkte des Friedens ve rtra gcs zu besprechen. Ich bin mir der großen Nachteile, die >ich.daraus er- ' geben, daß ich das Land gerade zu dieser Zeit verlas,e, oewutzt, aber der Entschiluß, daß es meine unumslößliche Pflicht sei, hin- zU>gel?en, wurde mir dirrch Grwämmgen aufgezwungen, die, wie ich ftoffc, für Sie ebenso entscheidend sein werden, wie sie nur ersckfienen. Die alliierten Regievunsen haben die Grundlagen aar Mmate mit der größten Freiheit und möglichst germ^c Verzögerung von der einen Seite der See nach der crnderen geFm Darf'ich nicht hoffen.. meirw Herrenwm Kongreß, ^^den heilleit Aufgaben, die ich an, der andern Sette d^ Meeres zu cr füllen l-aben Wirde, auf Ihre ^Z^^a.undgemm.ffame cknter stütznng zu rechnen? Ich verkenne di? Grogeund ^chw^rigkettder Pflicht, die ich auf mich nehme.^nckst. und bin nnr ihrer Verantwortlichkeit voll bewußt. Ich vtn etn Diener des Volkes und ksann keine privaten Gedanken und Absichten haben, wenn ich einen solchen Auftrag aus'mhre. Ich gel-e hin. ^ B^e wsm mir ist, zu f>en gemeinsamen Abmachungen, zu deren Zustandekormnen mtsd-ec Konferenz mit den aackerev. dort beftndlichen Leitern der assoziierten Regierungen ich jetzt helfen muß, beizutragM. . Der Präsident versprach, daß er durch Kabel oder Mts drahtlosem Wege immer erreichbar sein werde. Seine Abwesenheit toerve so kurz wie möglich sein. Er sprach am Ende der Rede dte Hclmung ans, daß es ihm vergönnt sein möge, mtt dem glückliche gewußt- sein zurück" ukehreir, die strotzen Ideale, für die Amerika kämpfte, in die Tat nmzusetzeu. Die Botschaft Wilsons. Amsterdam. 3. Dez. «TB., Ter'miSfüstAche Hext der Botschaft Wilsons in der gemeiiffamen Sitzung des Kvngreff-es liegt ?etzt hier in einer Reutermelvung vor. Danach sagte der Präsident: Wir wenden uirs wieder den Aufgaben des Friedens zu, eines Friedens, der gegen die ck>ewalt mwerantwortlicher Monarchen und elirgciziger milftärischer Kvterien gesichert und für du,Ren- vrdmrng. fiir die neuen Grundlagen der Gerechtigkeit und Bttligkeit gest-ignet ist. Wir sind im Begriff, diesen Frieden nicht nur für uns. sondern auch für die andern Völker der Well zu ordnen. und zu organisieren, falls sie uns gestatten, ihnen zu helfen. W ist \ nter- na-tronale Gerechtigkeit, die wir sucheir, nicht nur häusliche Sicherhell. Unser Gedanke hat ffch in letzter Zeit mit Europa, Asien und dem nahen und fernen Osten beschäftigt, nur sehr wenig mrt den Taten des Friedens und der Neuordnung, die bci uns selbst auf die Durchführung wartet. Ist es, während wir unsere Be- zHehungeu zu Recht und der Welt einrichten, nicht von^ größten Wichtigkeit, daß wir mit allen Ursachen zu Mißverständnissen mtt Unseren nächsten Nachbarn aufräumen und den Beweis der Freundschaft die wir wirklich fühlen, erbringen? Ich ^hoffe, daß die Mitglieder des Senates mir gestatten, noch einmal von dem unnotffi- gierten Vertrag: mit der Republik Columbien zu sprechen. Ich fordere sie ernstlich auf, tu dieser wichtigen Angelegenheit bald günstige Maßregeln zu treffen. Sie werden mll mir gefühlt haben, daß dre Lage für solche nicht nnr gerechte, sondern auch edelmütige lind dem (öeist der neuen Zell, die wir so stlücklich begormxm haben, entsprechende Mion geeignet ist. Was unsere inneren Angelegenheiten betrifft, so ist das Problem unserer Rückkehr zum Frieden das Prol'lem der wirtschaftlichen und industriellen Wiederherstellung. Dieses Problem ist vielleicht weniger ernst für uns, als Kr die Völker, die länger unter der Unordnung mvd den Verlusten des Lrugos m leiden hatten, alS wir. In dem. Auge Mich wo wir für den Fr ieden angMommen,oie ich rm Kongreß am 8. ^ a nuar ds' IS diktierte, ebenso wie die Mittelmächte sw anqe- nommen haben. Ms sehr begreift ick,en Gründen wünschen die Alliierten fetzt meinen persönlichen Rat bei ihrer Auslegung und Anwendung zu l-aben. Es ist auch sehr ionn- sckenswert. daß ich diesen Rat f?ebe, damll der auftrchtige Wunsch unserer Regierung, oljme selbstische Msichten irgendwelcher Art zu einem Wkommen, das zwn gemeinsamen Wöhle aller betell'^ten i Völker beitragm wird, zu gelangen, offenkundig gemacht werde. > Tie Friedensabmackvrngen, auf die wir uns jetzt einigen werden, sind für uns und für den Rest der Welt von gröfter Bedeutung, und ich kenn? kein GesckKft oder Interesse, das ilMn vorgezogen! 1 "-erden dürfte. Tie t^'-serern Männer unserer Lotvettrrafte zu Lande und zur See haben gewissenhaft für Ideale gekämpft, von denen sie wußten, daß sie die Ideale ihres Landes seien, ^ch versuchte, diesen Idealen Ausdruck zu geben. Sw wurden von den Staatsmännern als ihre eigenen Gedanken und den Absicksten cnt- sprechmd angenommen: auch die assoziierten Reginmngen nahmen sw an. Ihnen bin ich schuldig, darauf zu achten, daß fte, soweit an mir liegt, nicht falsch oder irrtümlich ausgelegt .verden Und daß kerne Mühe gescheut wird, unt fte zu verimrkllck>en. Es ist mvisne Pflicht, den vollen Mt-eil an der Verwirklichung dessen, wdiür sie ihr Leben und W'.tt opferten, auf mich zu nehmen. Ich könnte mir keinen Ruf zu einem Dienste denllm der wichtiger wäre als dieser. Ich werde mit Ihnen in enger ,chhlunq blecken; Sie werden alles, was ich tue, erfahren. Mf mein Ersuck^ern hobm ; die französische und die englische Regierung die Zensur far nachrichten, die bis vor 14 Tagen beibelialten war, vMstandr^ ans. Es gibt auch mlf dieser Seite jetzt keinerlei Zensur, außer ioenn es sich um den Versuch geschält!rcksor Verbindungen mtt den feindlichen Ländern handelt. Es war notwendig, stets eine verfügbare Kraft zwischen Paris nick dem Staatsdepartement und eine andere znüsckfen Frankreich und dem Kriegsdepartement offen zu halten. Damit das mll möglichst geringer Beeiulrächtigung, c^r übrigen Benutzer der Kabel geschelien könne, übernahm ich einstweilen die Kontrolle über beide Kabel, um ihre Beimtzmrg m ein einheitliches System zuHringeii. Ich tat das l^nde Verbalnote gerichtet worden: Turck! dic von den verbündeten Mächten dem deutschen Volke auferlegten Wafseichiltstandsbedingungen ist bestimmt daß die in drnitscker (Gewalt be'rndlicheu Kriegsgefangenen und Zttnllnter- nierten olue Gegenleitzuug heimbefördert werden sollen. Tie bis- Xtzt gültigen Vereinbarimgen über den Austausch.von Kriegsgefangenen lind dabei als h'.nfällig erklärt nwrden. Da für die Zivilinternierten eine 'Mffpäechende Bestimimmg nicht vorgesehen ist. glaubt die deutsche Regierung erwarten zu dürfen, daß die deutschen Zivilinternierten in den feindlichen Ländern, sofern für sie nack! den lnsherigen Vereinbarungen Anspruch auf Heim- besörr-ernng besteht, anck. wellerlftn aus der Gefangenschaft cntllissen werd^: Das auswärtige Amt bittet die fch>weizerische Gesandtschaft, durck? die sckm>eizerisck)Ln 0-esandtschaften rn London und Paris bei der britischen rmb französischen Regierung, mtt denen derarttge Vertrag' abgeschlossen sind, diesen. Standpunkt mrt Nachdruck ge!- tcnck zu machen und auf entsprechende Äöaßnahmen dringen zu lassen dlber auck zugunsten der übrigen Zivllgesaugenw rmd Kriegsgefangenen, die ebenso wie ihre Angehörigen angesickfts der Lage dar Berzweifturng zutreiben, glaubt die deutsche R^fwrung im Interesse der MenschlickKit Schritte bei den am Waffenstckl- sland beteiligten Regierungen unternelMen zu sollen. Es darf gebeten werden, bei diesen Regierungen auf die Annahme der trafo- stehenden Vorschläge Mt tunlichster Beschleunftung wirken zu 1. Sofortige Aufnahme der in Mssicht gestellten Verhandlungen über die Entlassung der deutschen. GesMigensn 2. Ermächtigung ffrr die Vertreter der Schutzmachte mw der anerkannten Hilfsvereine Me dnttschM .^^sgesaMenm un Operationsgebiet zu besuchen und zu unftrsLntzen^Milllarffcke^ denken dürften nach dem Aushören der Feindseltgkellen mcht meM bestehn. ^ ^ freien Mkaufs von Lebensmitteln für. die Gefanaerren Da infolge der Waffenlttltstandsbedingungcn mit ernrr Hungersnot imd schweren Verfthrsstörnngen m Deillftsnand gerechnet werden muß, ist die ichon bisher beschrankte Mögliche die dcutscheii Kriegsgefangenen und Zwilinternierten von Deuffch-^ land aus mit Leliensmittcln zu verborgen, ganz ausgetchloffen 4. Reichliche Versorgung der Gefmrgeiien mit Wasche und warmer .Beidung durch die alliierten Staaten vor Eintritt dev Kälte, da wegen Mangel an Vorräten und wegen Transport- stockunaen eine UebersendiNig aus Dcattschland nicht erfolgen kann. 5. 'Tatkräftige Förderung einer gesteigerten Licoesgaoenver^ sorgung vom netttralen und bisher seiicklichen Molcuck auv, dick sofort 'in die Wege geleitet wird. Gegenseitigkeit tu nn vollsten Maße gewährleistet. Jnsbesonder>- hat das bffitffckie rote KNenz in Kopenhagen auf seine Anfrage bereits die Grlanornv zur Einreise erlitten. Für tunlichst baldige Benachrichtigung von dem Eroebni-r der dortigen Vermittlung wuroe das Auswärtige Amt der Gesandff'chast zu Dank verpflichtet sein. Die WaffenftiUftattdSbedittguttaen zur See- Berlin 3. Dez. (WB.) Ueber die nachgefnchte Milderung der Waffen' still st andsbedingungen zur See ist eine Antwort von Admiral Beattv angökommen. (lnne Rlffoerung der Bestimm imgen ül>er die Handelsschiffahrt und ^scherec m oef Ostsee tritt vorläufig, nicht ein _ Berlin 3. Dez. (WB.) Dre englische KommiNion für die dcutsck^n Häfeir trifft am 3. Tezencker in Wilhelmshaven ein. Tie Verhandlungen werden von deuffcher <^eite durch Kontreadmiral Goette g-eführtz Das Kvmnuucko der Hochfteflotte hat in Vertretung des erkrankten Flottenchefs Admiral Meurer übernommen. Die Armee Mackensen. Berlin 3. Dz. Das auswärtige Amt tollt mit: Nach dem bisheri«n Ergebiris der Verhandlungen in Svao über den Rückmarsch'der Armee Mackensen durch Ungarn, besteht die ^cfrundett Hoffnung, daß die Armee nicht interniert imrd und ihren Heinnmrrsch fortsetzen kann. Die Franzosen in Elsatz-Lochnngen. Bern 3 Dez. (WTB.) Mir mant, der Oberkommissar für Elsaß-Lothringen, hat angeordnet, daß überall imedcr du» früheren ftanzösischen Bezeichnungen emgestlhrt werden muffen Die deutschen Straßenschilder und die deuffchen Firmemnschriste^ sind zu ewlenien. Ferner hat der Meneralinspektenr für oerl ösfentlickien Unterricht in Elsaß-Lotbrmc?m. Houlet, dem Straßburger Korrespondenten des „Petll Pariffeii" erklärt, „daß das gesamte Unterrichtsw'sen mll den franzosff chen U.nckernichs--Or- qauisationen in Einklang gebracht werden muß. Das gelamte --i''sche Lehrpersonal wird abgesetzt. De dcut- fchenK-llegftn arm der Universität werei heut? cha c cru- iWucllt In den Gymnasien und Schulen wird du ^Umbildung so schnell wie möglich vorgenommen, wobei franzolffchy Lehrer, womöglich Elsaß-Lothringer, hevangezogen werden 'ollen. Auslieferung des Kaisers? London 3. De^. Reuter. (WB.) Wie Reuter erfährt, lXlt sich bei den Beratungen der Londoner Konferenz gezeigt daß man einstimmig der Ansicht ist, daß rvn Holland die Auflieferung des Exkaisers und des Exkron Prinzen fvegen Verletzung dos Böllerrechfts während des KrvgeZ verlangt werden könne. RevolutionSgcfahr in Holland. i. Köln, 5. Dez. Die „Köln. Zig." mecket aus AmsterdE iDrr vftderländijche Mauineminister hat den Befthlshadcr oet jSt-otfo'n ftclöct, 9llbarba, txn btcfem Posten uu (SiTtoecnrng crdl^büi, txitj die DLarms-chast der niederländischen Flotte bereit gewesen ivar, mit Trvelstra. in Tu 11 tion einzutreten, toetui nicht gar dem russischem Vorbild nachzuahmen. 2!u$ dem ReiÄe. Eine rhciinsch-wcftfälifche R-epublik? i. Köln, 5. Dez. In einer aus Bildung einer rhemisch- N«sffÄischen Republik gerichteten Zenttmmsversammlung sprach gestern abend noch einem Referat des Nigrers des Rheinischcvi Zentrums, Geh.-Rat Trimborn über ein neues Programm der Partei Dr. Heinrich Höber, der EhefredckSteur der „Win BvItsZeitung". die gegenwärtige pceußischsL Regierung scharf fr tisierenb. Ihre Politik entfessele den Kampf aller gegen alle. Tie SEvendige Folge ihrer wahnwitzigen Verschleuderung des Staat s- vermügms werde der StaatsbaNllervtt sein. Um nicht in den durch den berliner Wirrlvarr entstandenen Bürgeikrieg .hineriigerissen vu wecksc, seien -Rlieinland und Westfalen auf Selbsthilfe ange- iinefcn, bevor der Baterlanldsfvemide und gewisse Volksverführer in Berlin uns ein unausbleiblick-ss Schicksal bereiten. Andere Parteien seien gleichfalls bereit, mitzuarbeften. Beide Staaten sollten unter dem Nanum „Rheinisch-Westfälische Republik" sich tziu einem selbständigen Staatswesen ohne Lostrennung vom Deutschen R'Tich erklären. Zum Schlüsse wurde eine diesbezügliche Enlsckilicßung ängenamnieir. Essen, 3. Dez. (WB.) Heute abend fern 1 es vor dem Gebäude der „Rheinisch-Westfälischen Zeitung", in dem sich mich die Buroauräurue der Zweigstelle des SB223. befinden, ctnfr Ku ndgebu ng, in deren Berlaus der Betrieb der Zeitung sowohl, wie auch der des WTB. geschlossen werden mutzte. Au- Bayern. München, 3. Dez. (2S223.) Die Delegiertenversmnmlung des Landes-Soldatenvates schloß heute ihre Beratungen. Es erfolgte die Wahl von Delegierten für die Konferenz der Berliner Soldaten- vatstagung. Einstimmige Annahme fand ein Antrag, wonach die «Versammlung von der Regierung des Vokksstaates Bayern erwartet, datz die provisorische Nationalversammlung rnnerhal b a cht Tagen einberufen werde. — Wie die „Münchener Augsburger Abendzeitung" erfährt, tritt das provisorische Parlament des Vokksita-ates Bayern am 9. Dezember zusammen. Das Birrgertum wird in weitgehendster Weise berücksichtigt werden. Es würden ihm nicht weniger, vielleicht sogar mehr Sitze ^gebilligt werLxn. als den: Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrat. wäre flimb und Plünderung der hungernden Massen die galge. ,P? ^^s.en hätte <^as ungeschützte platte Land zu leiden. Es m u ß Ans Hessen. Das hessische Wahlgesetz. Däs Wkvlgesed für die gesetzgebende hessische Volkskammer ist Naormchr beschossen. Die Volkskammer wird aus 58 Abgeordneten gckäDet. Sie geht aus mrmittelbaren Wahlen mit geheimer Ab- stwrmung hervo-r. Stimmberechtigt sind alle Männer und Frauen Personen des Soldatenstandes, welche zur Zeit der WahL^das^Ä). Lebensjahr zurückg^iegt haben und in Hessen vRihnar. Das Stimmrecht wird am Wohnsitz des Stimmberechtigten I Mlitärpersonen wählen an ihrem Standort. Jeder SoÄw terrair an «man Ort wählen. Ausgeschlossen toin Stimirr- f ttt» Personal, die entmündigt sind oder unter vorläufiger Vornmndschast stehen: wer infolge rechtslräftigen Urteils nccht die bürgerlichen Ehrenrechte hat. Insassen der Zuchthäuser, Personen, die unter PolrzesansUcht stehen oder bezüglich deren auf die Verwerfung an die Pol^eibehbrden crfiarait ist. Wählbar zum Ab- Awld-neten der VoSsLumnec sind aNe stimmberechtigten Personen, vdes^ mrndestMs einem Jahre Deutsche sind. Die Abgeordneten werden nach den Grundsätzen der Verhältniswahl aus die Dauer An dver Jahren gewählt. Das ganze Land bildet einen Wahlfreist Monen^s Soldatenstandes sowie aus dem Militärdienst ent- nachträglich bis zum Tage vor der tn tue Wählerliste ausgenommen werden. Sonst ist nur zur wer in der Wählerliste steht. Jede Gemeinde Stimmbezirk: kleinere können -usammen- gelegt tpengn Kem Abstunmungsdeznck soll mehr als 2500 Em- woyner enthalten. s.- ^ Sonntag von mittags 12 Uhr m n öJ i 11 Mömomm^bezirÄm gleichwertig vorzu- srchmm Wer um «Uhr abends .im Wahlbvkcck^^u ^hch ^SLEII? r a cS bfhr ^ rt "icht mehr als 58 Personen veM-lchnet werden Kern Bewerber darf sich in mdt old ernen Vorschlag aufnehtMM lassen. Icker WMvorschtag ist LaüdeswaWommissar zu bestimmenden Frist mutz von mrndestens 50 in der Wähler- Personen uatter^chnet sein Zwei oder mehr ^lhlvorichLag..' kmri«k,r rn der Wege verbunden wecken datz sie anziuschen und zu behandeln sind rrur einer Gruppe von verbundene A bm7f imr für unveränderte Wa«- ^ ®erteilacrts der Sitze erfolgt noch I^r Äh Ä ^fo Teckm» der getarnten Stimmen liZL STS! Ech 1, 2, 3, 4, 5 usw Orirr die Verteilung der aus die einzelnen •äji'ssssä's ÄrAs H^stischer Landesbaurrnrat. gelingen, Fttche und Ocknung, Sicherheit vo-rl Persorren und Eigentum aufrechtzu erhalten.^ Es mutz gelingen, dem Landwirt eine geordnete v'vrtsührung feines Betriebes zu ermöglick-en. Das alles wrck nur genügen wenn die Landwirtschaft geschlossen wie ein W?™ 1 ^usammenpeht — bereit und gewillt, das Jl-rige zur Durch- suhrung emer geregelteir Vokksernährung zu tun —, errtschlossen, jt« Gleichberechtigung ihres Standes und seiner Lebensnottvendig- keiten iii der mmen staatlichen Ordnung zu wahren. Wir sind alle anginvlesen f e 1 29eißbinde rmcister Nico laus, irei kaisstck an Kommerzienrat N o l l sein Haus Roonstraßc 31 für 52 000 Mk. — Frau Generaldirektor Oskar Schräder Witwe verkaufte an Bergwerksdirektor Wenn er iln Ailwesen Friedrichstr. 35 für 120 000 Mk. — Die Gebrüder Karl rmd Sälli Klebe erwarben für 31 000 Mk. das Hans Mülststr. 2, bisher dein Steilcraufseher Beck gehörig. — Handelsgärtirer Schmitz erwarb das bisher der Sparkasse Staufenberg gehörige^ Ltmoeseir Krvfdorser Straße 44 chr 28 000 Mk. — Der Inhaber des Gießener Pädagogiums Direktor Brackemann kaufte das Anwesen Frankfurter Str. 10 ffrr 100 000 Mk. — Dr. Hengst, froHc a. S., verkaufte an Zigarrenfabrikant Karl Hanbach sein Haus Liebigftraße 17 für 78 000 Mk. ** Die Wirtschaftliche Vereinigung der Privatangestellten van Gießeii und Umgegend hält am p-vcitad,den 6. Dezember, abends 8 Uhr, im „Postkeller" eine öffentliche Versammlung ab. (S. Anzeige.) ^ Fortschrittliche Volkspartei. Heilte Donnerstag .abends 8 l / 2 Uhr, findet im „Hiirdenburg" eine Mitglieder- Veriammlung zwecks Airschlusses an die Deutsche demokratische Partei statt. Gäste sind willkommen. * * D ie GießenerLesehalle am Seltersweg ist, da das Garnison-Kommando die Räume in Benutzurrg genommen hat, bes auf weiteres geschlossen. ** Militär-Konzert in der Süd-Anlage Heute nackmittag von 3Vr bis i l / 2 Uhr spielt die Kapelle des Mecklen. birrgilchen Grenadier-Regiments Nr. 89 in der Süd-Anlage ** Fr eibank. Fvidag 6. Dezember, 2-^l Uhr nachmittags, werden die Nummern 1651—1751 beliefert. - ^^.dNeldepfli cht für gewe rbli che' Verbraucher von Kohle, Koks und Briketts im Dezember. Ter Reick-skommissar für die Kohlenverteilun g hat durch Be- rlinntmaaikmig vom 6. November (ReichsMizeiger Nr. 272) für die gewerblichen Verbraucher von mtndesteiis 10 Tonnen Kohle, Kvks und Briketts monatlich die Meldepflicht für Dezember erneut Mivgesprock)en. Wichtic; in der neuen Bekanntmachung ist, daß der A/Mg von Brennstofstm straffer als bisher an die Einreichung der ? cc Die Anpassung bä Bestimmungen an tue Bedürfnisse ber Demobilmachung wird aus einem besonderen! blauen Zettel ettÄrtert, der den bei den bekannten Stellen erhält- llchen Meldekcrrtenheften vorgeheftet ist. ^ Landkreis Gießen, f* ipfl Alls französischer ©efaKgen. 1 *5 f \ Wilhelm Ö 11 o, 4 Garde-Regt. rn-S' Sotzn des Heinrich Otto VI. Er nxu seit Mttte Oktober vermißt « ** ?^?bausen a.d. Lumda, 5.D^. Musketier Henrich tlüV ö ?? b £L Jrrf.-Regls Nr. 116, Sohn des Land- ^ 20.10. als vermißt gemeldet ^ utC Angehöriger daß er sich, am rechten Fuß, vernmndet, m englischer Gelangenschaft befindet 19 4 : ^ Zw^i Buben im Wter von 10 und 12 wahren füllten eme Flasche mit Karbid, gossen Wasser daraus. verkockdM fte fest -imd legten 'sie in der Nähe der Seen- brilM mcker Emen fünft ährigen Kameraden bearsstrasten fie bei der Flasche achtzugeben, wenn's los ginge. Mit lautem Donner Müödrerte die Ladung, und die Fla,ck-e zeri'prang m Stucken. Grue Glassckierbe flog dem Kleinen in das Olcjicht und ^ Das Kind wurde nach Laubach zur arztlickM BehcnMung gebracht. Kreis Schotten. ? Aus dem Vogelsberg, 4. D^. Die Hausschlachtunaen l^JJL n ^3^ mcht solch »chwere Schweine auf wie in de'.i Fcicdens- zeiten. War hier das Schwergewicht die Regel rmd Leichtgewicht die Ar^nahme, so ist es letzt mngckchrt. Am Futtermaneel liegt es mcht vielmehr am rücllänftgen Stand der Schweinezucht. Biele bu ? bausschlachtungen bestimmt, gingen im seuchenartige Krankheit ein. Die Besitzer ^ ’* afftn ' Diese terbai aber ms zum 31. Dezember noch md)t schlac^reif Starkentzurg und Nheinhessen. Teil der noch hier gelegenen abgerückt. Im ^cnife des Tages erfolgten ^mLsch in der feÄ ^ stunden m Slnspruch Man kann für die fammeni* Nacht mir eine Belegung von etwa 6000 Mmm rechnen. Heute vat der Durchzugl d^lbtzten Fwntdivision eingesetzt. — Ein amerila irischer ~ Der Dienst der Bürgerwehr ist eingeschränkt wvcken. da die Unbostm auf die Dauer zu hoch sind Kreis Wetzlar. MUsiker Karl Seipp, der fett 26. Sep^mber permitzt wurde, hat jetzt aus englischer Gefangenschaft geschrieben eugii,cyer v /« * c r Hessen-Nassau. in iWr^rtlül? r^i Cn ' ?' Die Stadtverordneten hoben b« “Uf Beschlußfassung über a ?■ ehter gestern abend obgehalteneii rdnetensitzung wurden anstatt der ursprünglich vorgesehene Summe von 300000 Mark zur Erstatt,ma hm* Tarlel^n -u 4 Prozent cm Handtverker^Ä treibende zur Wwderaufricküung ihrer durch den Krieg inrück- ^kommenen Betriebe noch weiter 100 000 Mark beEi^t. T^e ^rnmesysldam dienen auch anderen Einwohnern der Stadt DavlÄ^ der KtteysverhÄttrisse zurückgekommen sind, durch ein Darlehen zu helfen. Ferner erfolgte die endgültige Zustimmung zur Errichtung emes städtischen Wvhlfahrts - unb^iTel stmrttich geforderten Enverbslvsen. ö^orge, dre natürlich nichts nnt der Armenpflege zu tun hat. su^B^rEnen der nnri, un^Ä rfneg,f,. II ürerntt wurde beschlossen, für mooo Mark?u^iL, ^ te ^eNn,üüis. LlirchSictzs Nachvi-i'terr, fftÄüüf' |'‘!«' ons 9' ln i' T,i,e - Gvtt-ÄMnst in her Smmgogr .Samstng 7. Ttz SSoro&b.: 4.30; tnnrg.: 9 00; Sf** 4 3 5 ^ ^ TS. israelitische Religkonrgcscllschaft. Sabbat- ^bd-' 4 00; Sauistag ttornr.: 8 30; abbl '4 0Q 30, ö - 15 - Wochengottesd.: morg. 7.00, (24 (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Er sah ttmnnehr, wie plump er sein Gewissen mit mik- fi Et« "(Jlr öe9enü6et ru täuschen Bet MÄm! '™ 'ton rud> vertraute. Gm, die er von- I m «.? oEtwg. Ganz und gar war er ihr in seinem ftmen inttwu gewesen und war mit Blindheit geschlagen worden Äft , Äär.TiÄ n »R"S‘lr JXÄJ5 WA mZ?'T ^ fischen ifyncn liegen, i» fch«°Nicher Klarheit, was ^ .ÄSSlt“Vfe SS» ÄÄIS 1 ^ ®^. te '‘? Ber nun erkannte er, was ihnen aefeblt iSS F-uer der Säutenrng aeaanaCT „5 er raq.es, (Sott sei Dank, in frnJtilmM ^'lsser Zeit waren sie aeräuscklos achtlos vmrernander weggetriebwr, svrlgerisscm dem trubten Strome des Ehestandes. Gewohnheit und ^erknm- .MssNlsom die Stelle jener ersten unbesanaenen ^6^rrommen Sie lixeren einander lang'weilia hocken Und dennoch war jedes von ihnen eine^ Seele Uttb E«r Sehnsucht einer Seele r 1U ^i^ aT ? ir ^ geachtet, wie Iveit sre durch die enaen ST&r 11 ^ er. Roman vvrr Alfred B o ck. Verlag C-cm Fleischet u. Co., BerlmW. Preis 3,50 Matk. — Adrian Drosr und fein Land. Roman von Thea von Hmckwu. Berlin, Verlag Ullstein & Co.. Pr^s 4,50 Mark. — Hermann Wagner: Glück!Mer Erbe. Roman. — Verlag von Egon Fleischet & Co., Berlin W. Preis 3,50 Mark. — Kunst und Künstler. Heft II. Fahrg. XVII. Berlin, Bruno Cassirer Verlag. Einzelheit 3,50 Mk. letzte Nachrichten. 3um Durchmarsch der J. Armee. Wie Mrs von ^ständiger Stelle mitgeteilt wird, werden im Laufe des heutigen Tages die Stadt Gießen dnvchzliehen: Das Gerveval- Kommando des 24. Reserve-Korps unter Genevalleutnant Langer; das Kommando geht nach Grünberg. — Ferner wird folgen die Marschgruppe II der Gruppe Langer. Dieser gehören an: Das Landstnrm-Jnsanterie- Bataitljon Dannstadt, das Bayerische Feldlazarett Nr. 30, Vas Pferdelazavett Nr. 260, der Troß der 213. Infanterie- Division, das Pferde-Lazarett Nr. 259,» eine Orts- und Ebappem-Komrnandantur. Die Marschgruppe I Langer kommt nach Stcrufenderg in Quartier. Für die Stadt Gießen ist Crnqnartierung zunächst nicht in Aussicht genommen. Morgen ist Ruhetag. Keine Kündigung des Waffenstillstandes. Stuttgart, 5. Dez. (WTB.) Auf eine Anfrage der Heeresgruppe Herzog Albrecht teilte die Oberste Hecresleilung mit, es bestes keinerlei Befürchtung, daß der Waffenstillstand von der Entente gekündigt lverde. Die Alliierten besetzen Berlin. Berlin, .4. Dez. (WTB.) Tie „Deutsche Allgemeine Zeitung" berichtet: Wie amerikanischer Funkspruch vom 29. November rneü>et, sollen alliierte und amerikanische Truppen Berlin zeitweilig besetzen, um dort Polizeidienste zu versehen. Gin deutfiher Protest gegen die Tchlvarzen in der Pfalz Berlin 3. Dez. Durch Vermittlung der schioeizerischen Re gverung sind den Vertretungen der Entente in Bern folgende Proteste zu-gegangen: ^ p . ^ Nach der deutscheil Regierung vorliegenden Nachrrchten sind vor einigeir Tagen farbige französische Truppen in die Pfalz einmarschiert, dann aber wieder zurückgezogen worden, da sie vor dem im Wasfensttllstandsternnn festgesetzten Termin cin- getrosfen waren. Es sollet: aber auch jetzt noch an der Südgrenze der Pfalz zum Einmarschieren bereite farbige Truppen stehen. Die deutsche Wasfensttllstandskommission in Spva erhielt ans ihre Anfrage, ob die Besetzung deutschen Gebiets durch farbige Truppen) geplant sei, die Antwort, bis jetzt nicht. — Schon in den Wenigen Tagen ihres Aufenthaltes in der Pfalz ließen sich die schwarzen französischen Truppen Notzucht3t>erbrechen und andere Ausschreitungen zuschulden kommen. Die deutsche Regie- rMg nw:ß sich auf das schärfste dagegen verwahren, daß der Bevölkerung des voll der Entmtte zu besetzenden deutschen Gebietes farbige Besatzrmq zu gemutet weiche. Sie hat das Recht, zu .fordern, daß die BedingimgOl des Wa'senUllstaudcs, welcher nach der ihr feierlich erteilten Versicherung einen Frieden des Rechts hetbeisühoen und einen Bund der Völker vinleiteil soll, in dem Geiste gehandhabt werden, der biefem hohen Ziele und den all gemeinen Empsindungen der Menschlichkeit entspricht. Gleichzeitig wurde gegen die Einbeziehung von Saarbrücken und Saarlouis in.das abgesperrte elsaß-lothringische Gebiet Ver Wahrung eingelegt. Keine Krtegsenlschädigung? Berlin, 4. Tez. Der „Manchester Guarourlr" lchrnbr nach einer.Meldrmg' des „Berl. LdSalanz." ans Amsterdam: Aus den Erklärungen Lloyd Georges und anderer Minister ergibt sich, daß die Regierung nicht beabsichtige. Deutschland dre Kriegskosten der Alliierten bezahlen zu lassen. Tie Äezalitung dieser KriegsÄsstre-n durch Deutschland würde bedeuten, daß die Deutschen auf unbestimmte Zeit zum Sklaven der Alliierten gr-mackst 'vürixn:. Bor 2000 Jahren wäre das mellelcht die richtige Metl)vde gewesen, aber heutzutage gehe das mcht mehr Ter Lmrdoner Mitarbeiter des „Manäiester Guardian" glaubt, daß die Friedenskonferenz der Alliierten nicht vor Januar zusammenkomm«: werde, da man lZofst, daß der Zusammentritt der deutschen Nationalversammlung den Zustand in Deutschland klären und den Miierten den MbsMtß der Verhandlungen erleichtern Coerde. Die englischen Truppen in Deutschland. Haag 3. Tez. Beim Betrete,: des deutschen Bodeirs durch die englisck^en Truppen ist von dem englischen Kommando folgender Tagesbefehl ausgegeben .worden: Tie voll kommen ste Ordnung muß von den Truppen, die den Borzrig haben, m Deutschland einzurücken, ^halten werden. Mit der Bevölkerung soll so wenig Verkehr wie irgend möglich» stattstnden. aber jederzeit ausgesprochene H ö fl ichkei t und Selbstbeschränkung gezeigt werden. Jede Familiarität ist zu vermeiden. Dre englische Tradition zu einem geschllagenen Feind ist l»ochzühalten; denn alle Maßnahmen zur Herbeischgffung von Entschädigungen und Wreder- vergelttmg sind Sache der Behörden selbst aber nicht des einzelnem Entsprechende Aufrufe der Franzosen und Gelgier srnd nicht bekannt. Fach über den nächsten Krseg. Rotterdam, 3. Tez. . Aus Paris wird gmreldet: Nach dem Wochenblatt „Aur de Centes" erklärte Marschall Foch ,rach der feierlichen Sitzung der Akademie der Wissenschaften, m der er zum Mitglied ernannt wurde: Dieser Krieg war verabscheuungs- würdig und fürchterlich, weil er ein industrieller Maschmenkrieg war. Mer der nächste Krieg wird noch schrecklicher sein, weil er alle Kräfte in den Tienft stellen wird. „Glauben Sie denn an einen neuen ^ Krieg?", fragte der Berichterstatter den Marschall. „Leider ja!" wurde ihm von -Foch erwidert. „Deutschland bereitet ihn vor." _ . , ^ r r Ter „Berliner Äökalanzeiger" schreibt dazu: Foch wird doch selber nicht glauben, daß in Deutschland irgend jemand an erneu neuem Krieg denkt, aber mit dieser Mitteilung hofft dre Entente vielleicht. ihre harten WaffenMsdandsbedrngiri'gen begründen und ihre Friede,:sbedingungen rechtfertige,: zu körrnem_ Amtlicher Teil. Betr.: Einsendung der Kreisabdeckereiverzeichnisse für den Mvnat November 1918. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir erinnern an die Einsendung der Abdeckerei Verzeichnisse für den Monat November 1918. Genaue Ausstellung ist unbedingt notwendig. Gießen, den 3. Dezember 1918. Kreisamt Gießen. Dr. Usinger. Orb.- Nr. Name des Selbstversorgers Per- sonen Grund des Zu- und Abgangs Tag des und Abgangs Betr.i Führung der Selbswersorgerlisten. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Alle aus dem Militärdienst eutlasseiren Personen sind auf Antrag hin in die Selbstversorguiig aufzunehmen, wenn die in § 4 unserer Bekanntmachung vom 11. Juli d. I. angeführten Bedingungen zur Aufnahme berechtigen. Zwecks Feststellung der Zu- und Abgänge ist monatlich cm namentliches Verzeichnis der Verändern:: gen nach untenstehendem Muster bis zum 20. des dem Versorgungsmonat vorhergehenden Monats, mit den Mahlkarten nach hier ernzusenden. Weiter sind alle Zu- und Abgänge vo:: Personen in Zu- kimfr in der SelMmrsorgerliftc sofort zu wahre::, und m wt Grund des Zu- uich Abganges (z. B. geboren, zugezogen von . verstorben, verzogen nach ..... u. dgl.) am Ende der -sei im-« versorgerlisten zu erläutern. Gießen, de:: ll. Tezember 1918. Kreisamt Gießen. V. B.: Lang ermann. Verzeichnis der Zu- und Abgänge von Selbstversorgern für den Monat .191 .. . Betr.: Zurückziehung- der Kriegsgefangenen An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Tie bisher noch, nicht zur Ablieferung gebrachten Kriegsgefangenen sind, mit Ausnahme der Russen von Worms, nunmehr resttos in das Kriegsgesangenlager Gießen sofort zurückzuver bringen. . c r . Sie wollen die Wirtschaftsausschüsse entsprechend bedeuten und uns von dem erfolgten Abtransport innerhalb 24 Stunden Mitteilung zu gehen lassen, soweit dies nicht schon geschahen rst. Gießen, den 4. Dezember 1918. Kreisamt Gießen. I. V.: Langermann._ Betr.: Die Ernte in Roterüben (Roten Beeten). Bekanntmachung. Die Ernte in Roterüben (Roten Beeten) ist gut. Es bestehen keine Zweifel darüber, daß in den kommenden, gemüssarmm Monaten die Roterüben gerne gekauft werden. Zurzeit aber t|t a,^ der es Gtzmüse am Markt, und die Versandschwierigveiten fmdl infolge der Demobilisierung groß. Es muß daher unter allen Umständen dafür gesorgt werden, daß die Roterüben, die auch später bei Frost verladen iverden können, zunächst emgemtetet werden. Der Leutemangel, der in kürzester Zeit behoben sein wird, darf dem nicht entgegenstehen. Wir machen daher die An bauer hiermit aus die Notwendigkeit des EmmietenS der Rote rüben aufmerksam. Erzeuger, die Lieferungsver:raae auf Roterüben abgeschlossen haben, werden darauf hingewiesen, daß nach den Besttmmungen des § 1 letzter Absatz der amtlichen Lieft- rungsverträge der Erwerber die Einmietung verlangen kann, weil diese zur psseglichen Aufbewahrung gehört. Erfolgt -keine Einigung, zwischen Anbauer und Erwerber über die Frage der Einmiettmg, so entscheidet das Schiedsgericht. Mainz, 3. Dezember 1918. 9398t Hessische Landes-Gemüsestelle, Vetwaltungsabteiliurg. Ter Vorsitzende: Werner, Regierungsrat. Bet r.: Wie oben. , trf Die Hessische Landes-Gemüsestelle, Benvaltungsabteilnng, an die Bürgermeistereien der Landgemeinden des .Kreises. Unter Hinweis aus vorstehende Bekanntmachung empfehle:: wir Ihnen, diese in ortsüblicher Weise in Ihren Gemeinde:: bekannt machen zu lassen. Mainz, 3. Dezember 1918. Ter Borlitzeiide: Werner, Regierungsrak. Beran nrmacyung. Dir Auslosung der Hairptschöffen zu denSitzungei: 1919 erfolgt: Donnerstag, den 12. Dezember 1918, vormittags 11 Uhr, Zimmer 9fr. 5 in öffentlicher Sitzimg Gießen, den 30. November 1916. Amtsgericht. Cats Ern3t Ludwig . Inh.: Aug. Rath. »»so Heute Donnerstag: Großer Walzer- u. Liederabend mit verstärktem Orchester. Giehener hochschulgeselljchaft Einladung zur Vortragsreihe über Auslandskunde 10. Dortrag: vie Unabhänqigkeltrbeftrebunaen der Irländer im Spiegel ihrer riteralur Wirtschaftliche Vereinigung der Privat-Angestellten von Giessen und Umgegend. Die 9405D öffentliche Versammlung (Dr. M. Freund, Lektor an der Universität) Montag den 9. Dezember 1918 abends 8 1 /? Uhr im großen Hörsaal des Dor- lesungsgebäudes der Universität. Oäste find willkommen! Der Vorstand Grünewald, Iustizrat. vehaghel, Geheimerat. 92700 Vom Heeresdienst entlasten, empfehle ich mich -. Unterhaltung v. tSiirten, Bäume- schneiden u. allen ins ?vach cinschlagenden Arbeiten. Max Tippmann, Gärtn. Neustadt 8. ovssr Beknnntmachttng. In der Stadt Gießen haben außer den hier garnisonierenden und zur Demobitisalion vom stellvertretenden Generalkommando deö XVIII. Slrmeekorps zu- aewiesenenTruvventeilen undFormationen nur Truppen der 1. Armee Berechtiannazue Einauartieruna. Um fenzustellen, welche Formationen und einzelnen Militärpersonen widcrrcttitlich z. Z. in Gießen untergebracht sind, iverden die Bewohner ausgefordert, an das städtiiche Einanartierungsamt. Selterswcg 93 iöstent- licfic Lesehalle» bi.' zum <». d. M., V Ubr nachmittags, schriftlich oder mündlich zu melden, welche Milltar- Personen in der viachl vom 5. auf 6. d. M. bet ihnen cin- gnartiert waren. , . In der Kleidung ist — getrennt nach Ofstzrer und Manu — Zahl und Truppenteil der Mititäpersonen anzugeben, bei Offizieren auch diamen. ' Wer diese Meldung bis zur vorgeschriebenen Frist nicht abgibt, verliert daS Recht auf Vergütung. Gießen, den 4. Dezember 19t8. 9387B Ter Oberbürgermeister. I. V. : Krenzien. findet statt am Freitag, den 6 . Dezember abends 8 Uhr im Postkeller. Sämtliche Privat-Angestellten (auch weibl.) sind hierzu freundl. eingeladen. Der Siebener-Ausschuß. Frisch gewässerten Stock empfiehlt 9394 J. M. ^chuläof, Marktstr. 4. Tel. 119. Osram die beste aller Metallfaden- Sparlampen, sehr großes Lager. 07836 €arlichnnck ^ c Unfer mit den neueften dYlajcfjinen ausgeftattetes ^ Scf}vei6mafcßinen*3Sureau fertigt alle vorfiommenden Scf)rei6mafd)i- nen u. c Vervielfältigungsar6eUen fd)nell, Jaußer u. verfd) wiegen 6ei ßilligfter D5e- veeßnung an. 9asl D tfrans Vogt Q Co. f gießen (joethejtraße 32. ‘Zelepßon 2064. V J Für Einquartierung Strohsäcke, solange Vorrat reicht, hat abzugeben 07708 M. Miiblitein, Gießen, Seltersiveg 83. Tel. 532. Bekanntmachung Für die Unterbringung der Truppen in Bürger- aunrlieren ist eine Verteilung ausgestellt, nach der jedem WohnunaSinhaber die Mannschaften nnmittelbar zu- gewiesen iverden. Es ivird nur im diotsalle hierauf zurückgegrifsen rverden. die Bürgerschaft jedoch ersucht, sich hieraus einzurichten. Es ist darauf zu achten, dav von jetzt an der Unierkunftöschein den Stempel der Orts- Kommandantur und des Einguartierungsamts trägt. Das Einguartierungsanu befindet sich vom 6. d. M. ab mit der Oris-Kommandnntur in dem Torbäuschen am SelterStor lOefsentl. Lesehalle», Tel. 2133. Gießen, den 4. Dezember 1918. 93998 Ter Oberbürgermeister. I. V. : K r e u b i € m. Oel-Papier verwendbar zum Umhüllen von Gesangenen-Pakeien Garnison-Lchachtcln Marmeladr-Tosen sowie Friseurstiihl-Nollen haben preiswert abzugeben Christ «fc Herr Walltorstraße 77, Fernsprecher 500. 8 08 -. Zur endlichen Heimkehr unserer tapferen Truppen empfehle ich als schöne Flaschenweine iRodensteiner WiSlekumm sowie Ausschankweine, 1 weiß u. rot, abgefüllt in Literfl. oder im Faß zum bill. Tagespreise. Bestellung und Anfrage erbeten an i Job. Schlitz, Weingroßhandlg., Mainz 15, j Wiel. Nr. 357 .Platzvertreter gesucht! mn Bekanntmachung. Durch Beschluß der Generalversammlung vom 25. August 1918 ist der Spar- und Vorschuß-Verein Treis a. d. Lda., eingetr. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht, in eine solche mit beschränkter Haftpflicht umgewandelt worden. Gläubiger die diesem Beschlüsse widersprechen, wollen sich bei dem Vorstand der Genossenschaft melden. 9io« Treis a. d. Lda., am 3. Dezember 1918. Spar- und Borschuß-Berein Treis a. d. Lda., Eingetragene Genossenschaft in. unbeschr. Haftpflicht. Der Direktor: Der Rechner: W. Dapper. I. Becker XII. Ausschalter usw. allerbeste Ausführung, Iaolltrrohre u. alle anderen Materialien für elektrische | Leitungen empfiehlt 07835 Carl Schusick BBT FnhrgeschttTt "ttt Fuhren jeder Art, sowie ! Aiöbeliransborte werden 8 übernommen. 3 2ldols Bett, Dienstmann, , 07710 Ltaplanügasse 27 II. Bekanntmachung Freitag den 20. Dez. 1918, nachmittags 3 Uhr, findet in dem Rathause zu Großen-Linden die ordentliche General-Versammlung des Spar- und Borschußvereins, Aktiengesellschaft zu Großen-Linden, für das Geschäftsjahr 1917 statt. Tagesordnung: 1. Abhör der Rechnung pro 1917. 2. Ergänzungswahl des AussichtsratS. 3. Ueberschreibung von Aktien. 4. Verschiedenes. Großen-Linden, den 3. Dezember 1918. Spar- und Vorschußverein, Aktiengesellschaft. _T er Vorstand. _,**, GietzenerLejehalle-verein Dös Garnisonkommando hat die Räume der Lesehalle am Zelterstor mit veschlag belegt. Die Anstalt muh darum bis aus weiteres £IC geschlossen bleiben. dT Habe mich hier als Zahnarzt niedergelassen. Sprechstunden vorläufig nachm. 2—5 Uhr. Dr. med. Kockerbeck, 07878 Frankfurter Straße 25. Meiner wetten Kundschaft rur geft. Kenntnis, dafi ich aus dem FelDe zurück bin und mein öeschast wieder eröffnet habe. ffermann 5chenk, rr.seur Kaplansgarre 12. 07SS1 Vom Heeresdienst entlasten, teile ich meinen verehrt. Abonnenten mit, daß ich diesen Winter die Reinigung der Trottoirs von Schnee und Eis. ohne zu Streuen bei Glatteis, wieder ausführe Falls ein seitheriger Abonnent die Verlängerung seines Vettrages nicht wünscht, bitte ich um umgehende Mitteilung Neuanmeldnngen werden schon jetzt entgegengenommen. Hochachtungsvoll H. Schmidt GieRener Wach*. Schließ und Trottoir • ReiDigoags - InstitiH Telefon 880. uns ■ ■— Nachruf. lieben Kameraden Ott- Gaß geziemend in Kenntnis zu setzen. Wirtschaftliche Vereinigung Krieg»beschSdigter Gießen. Der Vorstand. Die Beerdigung findet in seiner Heimat in Bicken un Dlllkreis statt. gzoz Todes-Anzeige. SSÖS^SBftil^ 0 §üS5SSStaSS^ &hw*e«erin™tt«r. Groß-' Fra« Margarethe Wagner geh. Belloff Leiden im In tiefer Trauer: IiOdwi* Wncner VIII. Familie Willi. Pfeiffer VIII. Familie Oatitwirt Wagner _ . «nd alle Angehörigen. Großen-Buseck, den 3. Dezember 1918. 2 üh? I .tat® erd,arUnÄr ßndet Freitaff den °* Dezeraber nachmittags W Gestern nachmittag 6 Uhr entschlief sanft I ’M nach kurzem Krankenlager unser einzig §8 W geliebtes, unvergeßliches Kind Kurtchen im zarten Alter von 3«/ 4 Jahren. In tiefem Schmerz: M. Verle und Frau. Gießen, den 4. Dezember 1918. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 2V- Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. - • ■ m E5si Weihnachtsgeschenk fürs ganze Leben bCw ’Loxx^aj>-J, Nen i™ E £® Anfsehen erregende Erfindung. Neu! Jan Trost für unsere Kriegsbeschädigten ist meine pat. Schriftlehre u. Schreib appe zum Selbstunterricht. Meine Spezialschrift schreibt k ä 5 D + Königen Stunden. Eine gute Handschrift bedeutet im Leben eine Existenz. Erfolg garantiert. Verlangen Sie sofort meine Schrift- Ichre Nachnahme M. 7.50. Patentschreibmappe, vornehme Ausführung M. 5.—. zusammen M. u_ M#5üy Bussen, Eranhfurt a. l?.. Kawsff. 6t Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß unsere riebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante im 7tz. Lebensjahre gestern abend nach kurzem schweren Leiden sanft entschlafen ist. In tiefer Trauer: Familie Phil. Weller W,ve. Familie Karl Rein Familie Adolf Völzel nebst allen Angehörigen. Wieseck, Amerika, den 5. Dezember 1918. Die Beerdigung findet Samstag den 7. De, nachmittags 3 llhr statt. 9(13 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir unfern innigsten Dank, W insbesondere für die trostreichen Worte des Hern: Pfarrer Sattler am Grabe, ferner für die vielen Kranz- und Blumenspenden und allen denen, die unserem lieben Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen haben. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Rau. Wieseck, den 5. Dezember 1918. Danksagung. Für öit vielen Beweise herzlicher Teilnahme der dem Hmscheiden unserer lieben Tochter und Schwester sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Insbesondere danken wir Herrn Pfarrer Preuschen für die trostreichen Worte am Grabe, für die liebevolle Pflege der Krankenschwestern, sowie für die vielen Kranzspenden und allen denen, die ihr die letzte Ehre erwiesen haben. Fm Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Johannes Pitz. Garbenteich. den 4. Dezember 1918. 9407 N { VERMIETUNGEN j m Wmcr-Wühüß. B 93,9 Scltersweg 50. M Schön möbl.Zimmcr z. v»n. A 07803 Hittebrandrtr. 10 p. A Möbliertes Wolin- nnd ^ Schlafzimmer z» vermieten. jj<| 0,861 Plockstrane 6 II. i MIETGESUCHE | 8 6 —7-Zimmer-Wohnung cS mit Garten zu mieten, evtl. m (SinsamilienbauS zu kaufen ob. zu mieten gesucht. Angeb. W unter 07845 an den Gieh. Anz. A 6 -Zimmer-Wobuung mögl. M sofort zu mieten gesucht. V Schrift!. Angeb. unter 07739 -Z an den Gietz. Anz. I Mod. öO-ZifnineF-Wolig. 1 z. 1. Avril gesucht. Angeboie Ä unter 07862 an den Gieh. Anz. f I-S-ZiMN-Wshiillsg A. varterre oder 1. Stoch von | kleiner ftamtlie ohne Kinder gesucht. Angebote an ; S. Sternberg, Marb. Str. I-ff-Zimtt-Wöljknniz oder zwei möbl. Zimmer > baldigst gesucht. Angeb. unter . 07718 an den Giest. Anz. g Best. Fanr, 2 Vers., sucht ab ä 1. Avril ob. später 3-Zlmmer* i Vvdumrg in gut. Hause, mögl. ^ nahe der Universität. An- o geböte ni. Preisangabe unter - 07842 an den Gisst. Anz. 2-3-Z-mmtt-Äoh!!i!sti! « z. I.Jan. od. später ges. Ang. unter 07737 an den Gien. Anz. 7 Student jucht Wohnung, <3 mögl. mit Pension, in gutem fl Hau,e. Angeb. unter 07773 « an den Giest. Anzeiger. 0 2 möbt. Zimmer ^ mit .Kochgelegenheit von 0 Ehepaar für sofort gesucht. ^ Schristl. Angebote unr. 07859 £ an d. Giestener Anzeiger erb. Junger Mann sucht \\ 1—2 möbl. Zimmer t mit Pension. S Angebote unter 07844 an den " Giestener Anzeiger. -- Suche für sofort ] I oder 2 eleg. möbl. Zimmer „> möglichst mit elektr. Licht. ^ Angeb. m. Angabe d. Preises * unter 07732 an den Giest. Anz. ™ Möbl. Zimmer mit Koch. K gelegenheit aufeimge Wochen ? 7 , gesucht. Angeb. unter 07738 ,,, an den Giest. Anzeiger. Assistenzarzt sucht vom rt 15. Dez. ab möbl. Zimmer, S möglichst in Nähe der Klinik. ~ Angebote nach 07748 j Frankfurter Str. 45 . l Schönes möbl. ^ Zimmer per sofort zu mieten ge- da sucht. Angebote unter 07829 an den Giest. Anz. ^ Möbl. Zimmer mit 2 Betten u. Küche oder Kochgelegenheit z. mieten gesucht. Angebote unter 07888 an den Giestener Anzeiger. I STELL E WANGE 30T E 2—3 Elektr»©- BtBQwteass’e sofort für dauernd gesucht. I.,stall. Geschäft Heinrich e. Butzbach. 0391 Tüchtiger Rockarbeiter sofort gesucht 07733 Zwei Wiste SrärtitifE iesucht. Kost und Wohnung m Hause. 07892 völkische mech. Schreinere Oberwctz »Kreis Wetzlar!. Zur Hausarbeit Anöbilfe gesucht von jetzt ins Weihn. 0 7848 B abnbosstr. 34 p. Ordentliches Mädchen für kl. Haushalt <3 Pers.» gesucht. 0,808» G o etbcstr. 40 vart. Zum 1 . Jan. 19 solid., ehrl. I MsMrjjen g esucht. Steinstrahe 1 3L Zum 1 . Januar oder früher fleißiges, sauberes M rr d c «s e n für Küche und Haus gesucht. Vrünirrg, 0788.» Frledrichstr. 11 . ^ fluofdjneiden /; Tlatoty von TComane 2# *^schlede>»«r»»g« Doppekdände (J* m. CM ©•><* fterl). 3 n ö «11: Hoflast — 3n Ungnade — Der Slern de. Glück, — Jung qesrett — Der Majoral»herr — Polnisch Blu! - Frühliug^stürme — Die Reaimcntstanle — Komödie — Bon Gortes Gnaden — GSnskUestl — Nachtschatl:,» — Hazrrd — D.r verlorene Sohn — Ungleich — Die Baren von Hohca.Lsp — Am Ziel - 3m Schellenhemd — Frieden - 3,dem da. Seine. Heb ec öcei TtUllionen TSände sind von ihrem «Seist. Herz und Gemüt seflelnde. Werden verbreitet. 3«der Doppelbond geschmackvoll gebandea Q <% r übcreflWa einschließlich Tevernngrzuschiog für M. O/ZO f ra »» o gegen Doreinsendung oder Nachnahme (20 Pf. mehr). Ratl D/o< -Berlin SW 68, Kochstr«-« 9 Poftsche«Ld-»1« BerL, 207«S. Unterschrift gilt al, Be stell »ug der vichtdnrchstrtchene» Bünde Betrag folgt gleichzeitig — ist dnrch Nachnahme ja erheben (Nachnahme 20 Ps. mehr>. — Nlchtgewüaschle, gefl. streichen. Ort (Post) n. Datum: - - - • Name q. Stand . — - 10 * Allen Bewerbern um die von unS ausgeschrieben gewesenen :== 2 psörtnerfiellen == zur Nachricht, dast dieselben benetzt sind. heyligenftaedt Sc Comp. Werkzeugmaschinensabrik und Eisengießerei, Aktiengesellschaft Gießen. 9386 Fast n^ker irischer Ofen a n verk. Bruch st r. 11 . n7W Ein Hertz uni) pti ®tf« sowie ein Grammophon mit Platten zu verkaufen. 078,0 Schöne Aussicht. 1 Plttschgaruitur, l Tru- mcan, l ovaler Tisch, 1 Teppich preisw. zu verk. Näheres in der Geschästsst. d. Giestener Anzeigers oder elaaslas LlnrlebwnaU- «llloks zu kaufen gesucht. N äh. Wetzla r er Weg 43II. M zeche NstzelWitteil zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unter 07807 an d. Giest. Anz. Zimmerschaukel zu kaufen gesucht. Schristl. Angebote mit Preis u. 07869 cm den Giestener Anzeig. erb. Dienstmüdcheu für Hans- und Fcldarvcit sofort gesucht, lastia Joröaia, Ga sin LosaWss-rrauLlsrl. kutmßWerleWgmn in Dauerstellung gesucht. erstellen 4 bis 5 Uhr. Süd-Anlage 13 II. Ümi! | U a f „e"Ä Frau Carl Herr, perfekte Srfmciöerin fiit ein. >1 _ Wolfür. 11 pari. Schneiderin Franz. Pi,tzenli.Wlls-ijefi Bahuhoiitr. 271. Friedrichstr. 8 , p. rurcltvl (Lahu>, Odersbacher,Weg. Jungks Mädchen vnnsuiuiii BCIUIVI- fragen in der Geschä des Gietz. Anzeigers. \ STELLENGESUCHE ————— .. Kaufmann 35 Jahre alt, sich Auftreten, strebsanr. soclit IleiNeponten oder Verlretnug ein laffeucr junger Kanfmanu sucht Stellung. Bekanntmachung. ^-n unser Handelsregister A wurde heute ein- Betragen die Firma Rudolf Grams, Zivil-Fnaenieur Leihgestern sJnstallationsbureau für Elektrotechnik' Maschinen und Zentralheizungen. Beschaffung und Berlneb von Jnstallations- und Baumaterialien aller Art sowie Hütten- und chemisch-technischen Pro- dukten). Inhaber: Rudolf Grams, Zivil-Ingenieur in Leihgestern. B Gießen, den 29. November 1918. Hessisches Amtsgericht. Bon der Marine entl junger Mann sucht sof. od. ab 1.7. Dez. »cbön möel. Zimmer, mögt. m. Pension. Angeb. m.Preisang. unte r 07849 an denGiest.AnF. Möbl. Zimmer in gulem Hause zu mieten gesucht. Offerten an Direktor '^a ur, Walltorstr. 48. Student sucht in gesunder rkage möbliertes Zimmer m»t Nlavicr für sofort oder 1. Januar. Schrisil. Angeb. unter 07887 an den Gie,:. Anz. Junges Ehepaar sucht sof. schön möbl. Schkdfzimmcr. Angebo-e unter 9/r. 078. ^unciigeieneno. Schlokgasse 1 > (2 Tr. j" VE RKÄUFE """l '^ .7 IIv-vi11./ (ui XI verk. Stcinstr. 19 iII. Siok r»«4 pv IVUUIUI, IUI OOiJ Stcinstraste 19 III, Näheres Muhietr. 3III. z v. Franks. Str. 93,1. zu verkaufen. ^ _ ltz oetbestrakre 25 p. »u verkaufew ll784l _H otel Victoria. .SplegelglnsNchelbe 184 x 97 zu verkaufen. 07854 Alicestraste 20, Sehr gut erh. Pelzwcrk f. gr9n.Kind.,1sch Kindcrbettst. sowie mehr. eingeb.Dabeim- ia bra.z.v.Alicettr.2ttp. ^ , Gut erhaltenes Bücherregal j nebtteininni snrachw.ttnter- noch »erbrochene, kauft »um Ä'5 ,c “ , ,u . uctta A-SiV. döchsten Werte Uhrmacherei Scpnsil. Angebote unt. 0,853 - an den Gien- Anz. erbeten. Koch. Mühlstr. 2. 07893 Kinderbadewannc, ver- ' nickelteDamenschlittschube, - Schirmständ.,Notenständ., " Handschlitt.,Stelzeu,irisch. " Ofeu.Gaslampez.v.Zuerfr. Geschästsst.d. Giest. Anz. m*m ä KiaSeretühlehcH u. Lsalntshl, - "och neu, Qr&umephen mit 19 Platten 11 . eine alle Geige zu verkaufen. 07871 “ Sandgasse 11 parterre. r ^Wormser Oien zu verk. , 07886 (Äoetbestr. 5 ^,. e 1 LlllüsrtlLeb ra. Sanle. 1 Ss^k- 4 laa.,lele? 3 .aaiiast,l Parliere. PelreleoicsJaHip., 1 Fetreleom- lüßter, bellet?, u. wisseaaeh. Bticfeer, 1 (väesekrater zu verk. Kaiser-Allee 24. U7863 Zu verkaufen zwei Betten * lcm eisernes) u. eine Zither. Zu erfragen Hanbeil, ° o78Tel Nodheimer Str. 36. Frlma natürliche» iSSäneraiwsisuer hat abzugeben 9400 Emii 3chma!5 Tel. 83 Biergrosshdlg.Tel.83 Wlederverkäafer Rabats. ßiit groBcr Scitcrmaiitn sow. ein Kastenwagen stehen zum Verkauf. 9412 CelterSwcg 64. 2 neue Fahrradmäntel m. Stableinlage zu verkaufen. Näheres zu erfragen in der GeschäftSst.d. Giest. Anz. 0 7 &s< Teüettensplegal, Ampel, Kla- deraplolseag u. and. zu verk. 07»» Aliceitrahe 2611. 54anfladen gut erhalten, zu verkaufen. 07828 Gr. Steinweg 6 III. Kunstgeschichte, Nosenderg, ifast neuj. z. v. LUeealr. 28, II. Toilettenknsten «Kamm, Bürste u. Spiegel» ztl 28 Mk. zu uerkauien. Zu erfr. in der Geschäftsst. d. Giest. Linz. 0 7 üi KÄÜFGESLJCHE "j Mittelgrop.rr Hund zu kaufen gesucht. Schrtstl. . Angebote unter 0.872 an den ^ Giestener Anzeiger erbeten. H sind sehr wachsam, stickt zu kaufen Ir. Sckmitt, Schellnbos, Post Schotten. 07867 Dickwurz zu kanfen gesucht. 07889 5iasernenwärter Meister. Einige noch gut erhaltene Möbel, Tisch, Bett, .Kleiderschrank, Stühle, Vorhänge zu kaufen gesucht. Schr. Angeb. unt.07663a. d. Giest. Anzeiger. I V Raufte Schriftliche Angeboie unter 0,864 an den Giest. Anzeiger, s FiMkührnlkk kauft als berechtigter Auf- H. Süskind, 9086) Neuenweg 29. "empfehlunoen { Handkoffer dauerhaft — billig. I' VER SCm‘EDENES 1 Beteiligung an WM- v. Fkldjligi! Giehen oder Umgebung ,cht. Angebote unter 9408 Erste Hypothek Geld nrane nam oem P-oimmt brsun.Nkrzi>eh Dtrlorcn. VEREINE 6. XII. 8: B.-R, 8 : Krzciin. 9384. isrSi! abendö 7'/* r.bc: Ander Abonnement? Tanz Oastspse nsterwerke der Klavier literatur, getanzt von IVelly Knappe. Dazu: 9403. Lustspiel in einem Akte Haifonolfoffe ober ähnliches Registriersystem, neu oder g, braucht, zu kaufen gesucht. Angebote mit äußerstev Preis unter 9396 an den Gießeuer Anzeiger.