Nr 285 Lrr toicbcwcr Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: OietzenerZamMenblätter; KicisMalt für den Nreir Sietzen. Vezngrpreir: monatl. Mk. 1 -35. vierteljährlich Dif. 4.05; durch Abbole- ti. Ziveigstelleu monatl. Mk. 1.25; durch diePost s D?f. 4.05 oievtel- jäl)rL ausfchl. Beitellg. sierusprech - Anschlüsse: für die Lchrülleiluua112 Verlag,GefchäitesteUeSI AuschriltsürDradtnach- richten: Anzeiger Sietzen. 168. Jahrgang Postscheckkonto: Zranksurt a.M. H 686 ZwiMngsrunddrriil eneral-Anzeiger für Oderhessen „ — «..J. .. CAritooifinin ffn>iASftsiteI[2 U. Orii Bekanntmachung. Nachstoß Amdyelmng des E^nerolfrLmarschalls v . Dmi>ew- bürg bringen wir Hiermit zur öffentlichen Kenn tue. nähme. Gießßn, den 1. Dezember 1918. Arbeiter- und Zsldatenrat Gießen. Kiel. Schindlmeier. Nachdem die Delogierten der Bundesstaaten den Beschluß ge- faßt' haben, teß bis .zum Zusammenttefen der ^ttonalver- sarnmlrmg die Arbeiter- und Soldaten-Räte als Revrätentanten des Volkswrllens zu betrachten stierr^ weise ich darauf hin, daß K o n f l r k t e m i t d i e s e n Körperschaften zu vermeiden srnd. Festnahme von Versönltch feiten, die dem Arbeiter- und Soldateii-Rat angelwren, durch die Kvmmandotehörten und Truppen ist strengstens verboten 3&en« einzelne Mitglieder der Rate in unzulässiger Meile m tee Matz nahmen der Kommandobehörden für b^Ruckfehrung tes Hc^es eingreifen, ist dies unverzüglich der obersten Heeresleitung unter ^ LLerto- rmd S-ld-ta- Nät- mrzwvcis-n. den nnk'ärischcnKommant«. bebördeii des Feldheeres für die RuckfuhriMg der Truppen na cy-- zukommen und sich jeden eigenmächtigen EingrMes zu enthalten. Andererseits dürfen auch Kommmrdobehörden und gruppen nicht in die örtlichen Angelegenheiten der Arbeiter- und Solda^n^cata erngreifcn. Beschwerden in dieser Richtung sind an die ^ellver tretenden Generalkommandos zu leiten. Y4A ;o< D.r eine scharfe Abgrenzung der Befugnisse nicht möglich ist, muß erwartet werden, daß von den Truppen des Feldheeres unter Berücksichtigung der Gesamtlage nichts unternommen wird, was Erregung unter der Bevölkerung herbeisuhcen könnte. Dies gilt insbesondere auch hinsichtlich des V^ r geh^ens^ge g est rote Bahnen und Abzeichen; an diesen .soll, wenn sw in würdiger Form gezeigt oder der Truppe etwa in Gestalt von Blumen und dergleichen, zur Begrubm^ ^durgebrucht eben- sowenig Answß genommeii werden, wie von den Aroerttr uno Soldaten-Räten und von der Bevölkerung das gleiche hinsichtlich Öderer Ab zeichen >md Flaggen -nuartet Bekanntmachung. Um allen falschen Auffassungen .über die dem Arb^ev- Mid d-ten^ta bls zur EinberuSmg der Nntumalversammlung d- ÄZi^-md S-^rw-t erlassenen bzw. nach zu erlassenden Bckanntmacksungen. Verordnungen u. dgl. ist un- ^^^Wer^ d^cn^Anordnungen nicht nachfemntt oder sich widersetzt, hat die schärfsten Maßnahmen zu gewärtigen. 9282B Gießen, den 1. Dezember J Der Arbeiter- und Soldatenrat Gießen. Schindl meier. Kiel. Die politil vor der Nationalversammlung. Montag. 2. Dezember M Annahme von Anzeigen s. die Tagesmnnmer dis zuni Nachmillaq vorher ohnejedeVerdittdllchkelt Seilenpreise: für örtliche Auzeiyen 25 l)i..?ür auswärttge 30 Bi., für Rekln inen wrk. 1 .-»ebsl 20 " ..Telie- rungszns.hIgg;Plgt;vor- fcbrist 20 % Abschlag. Hauptichristleilcr: ^lug. Goeg. Berautrvortlich Nankoerkebr f"r Po'.it-.k: Aug. Gori;-. ^ übrigenTeü: Dr. Sewerbedant Stehen g^mtwld Zenz; sin den w ^ ^ ^ ^ ^ ^ ' ä ? k 5 * ' Anzeigenteil: ü. Beck: u. öerlag: vrühl'sche Umo.=Biid>= u. Steinörutfmi R. Lange. Schristl eitung. GeschMstelle u.vruckerei- Schu.pr.7. ... xvitsSHiS» Iverdeu gefangen gesetzt. K>muk und VMM», detc Soldaten in Kurorten müssen, sobald fte tvaiisport,ahlg suw. weit erbesörtert werden. , .. , . ■ . Einem Wunsche der.Bevölkerung Aachen s ent>prechend, wwd die Stadt sobald wie möglich von Truppen der Alliierten besetzt werden, walwscheinlich heute noch. In Köln dürftedas Kommando der Alliierten schon in den nächsten Tagen emtreffen. Köln. 30 . Nov. lWTB.) Das Gouvernement gibt bekannt Nach Mitteilung der Waffenstillstandsfemmrlswn verlangt die Mi. tente, daß die letzten deutschen Trupv e n bereits cm 4 . Dezember, 6 Uhr vormittags. deii Rhein überschritten haben sollen. Endlich lMt die Berliner Bolksregierung den Termin bekairntnmeben- am 16. Februar wird gewählt! Die Dele° giertenversammlung der Arbeiter- und Soldatenrate wird daran schwerlich noch etwas ändern: die allgemEe Stimmung. wie sic aus den Kundgebungen zahlrciAr Städte hcr- vorqeht, fordert die Nationalversainmlung Die Verosscnt- St bS Wahlgesetzes ist die erste Tat. v« wir ,-rt der drei vergangenen revolutwnaren Wochen aufatmend bc- grüßen. Alles andere war nur Weh und Ach, das die Entente nicht milder gegen uns gestimmt hat. Das revolutiv- mrerte Deutschland hatte den Kopf verloren; es vergaß, daß es jeden Tag nutzen mußte, um den feindlichen Planen ent gegenzuwirken. Statt dessen stellten wir der Welt — durch die bayerischen Veröffentlichungen - Deutschland geradezu als Schuldigen am Weltkrieg vor, damit dm Zuchtrute^desto härter ans uns niederfalle. Wir lockerten, durch den Strett der „Räte" und Volksbeauftragten", die Reichsemhert, damit sich gleich französische Hebel in die Nisse steckten. Wir ermunterten zum Einmarsch der Femde, indem wir die innere Ordnung des Reiches in Frage stellten. Ob es klug war, daß in der deutschen Presse die übertriebenen Ankündigungen gegnerischer Organe über das Maß der L^rafe, das miv treffen müsse, über Ne Summen, die wir zu bezahlen hatten, niit ernsteii Mienen uno ohiie besondere Erittvendungen vcr- öfientlicht wurden — kann ebenfalls gefragt mib verneint werden. Wir rannen uns alle Gerüchte über Absonderungv- besttebungen deutscher Länder ins Ohr und tun Vichts, um die Freude unserer Feinde über diese Dmge zu dampfen. Eisner, der bayerische „Staatsmann", der m semer letzten Münchener Rede sich vermaß, jeden seiner Zuhörer binnen 48 Stunden zu einem geschickteren Diplomaten zu machen, alo alle unsere obersten Regierungsbeamten vor Ausbruch des Krieges — er müßte sich, wenn man gerecht sein wollte, auch einmal vor einem künftigen Staatsgerichtshof wegen -Schädigung des Reiches verantworten. Doch nun wird, mit der Veröffentlichung des Termins zur Nationalversammlung, hoffentlich Ruhe eintreten, Ruhe und eine größere Würde in den Tageii unserer Enttrur- S tmaen. Wir müssen unseren Feinden noch etwas mehr rt als knetbares Wachs in ihren .Händen! In diesen geir nnd Stunden körmeii noch ebenso strastvürdige Sün- deii und Verbrechen an unserem Volke begangen werden als vor dem Krrege nnd währerid des Krieges. Und die Schladen die uns entstehen, kmutten ebenso folaerischwer sein. 'Bei den Vorbereitungen zu den Wahlen am 16. Fe- hruar, bei aller dazu nötigen Werbetätigkeit, dürfen wir nicht vergessni, daß das Auslai,d auf uns sä-aut. Lloyd George hat eine ftustere und drohende Rede gegeii uns gehalten, vielleicht weil er Deutschland nicht mehr recht ernst nimmt. Unser Volk in Waffmi hat sich mannhaft und rnhnivoll i,n Feuer bewährt; es zeige airch in einer neuen „Zivildümstpflicht", daß es die Lage beherrscht! Die Wahlen zur Nationalversammlung. Berlin, 3l). Nov. (WTB.) Der Rat der Volksb«n,ftragten «rahm in seiner gestrigen Sitzung eine Verordnung über die Walst.On zur verfassunggebenden Nattonalversannnlung A^chswahlgesetz) an. Das Wahlrecht wird den Grundsätzen des ^sruss vom 15^ November 1918 crttspreckien. Das Reich wird m dem GebietsunttE vom 1. Älussuft 1914, ohne daß damit der E,U,cheidimg der Fru- densvetträge vorgegrissen wird, in 3 8V e ^ a ‘ i 1 3 kreise eingetcilt, in denen nach der Ernwohnerzahl \t bis zehn Abgeordnete zu wählen kem werden. Du Wahlen sollen, vorbelialtlich der Zustimmung der am 16. Dezember 1918 ^usammeritr et enden Reichsversammtung der Arbeiter- und S - datenräte Deutschlands, am 16. Febru ar 1919 stattsmden.. Das Reichswahlgefetz. Berlin 30. Nov. Tie Verordnung über die Wahlen zur verfassunggebenden deutschen National,ver,ammlung (Reichswrhl- g»esetz) lautet in ihren wesentlichen Teilen: 8 1 Tie Mitglieder der verfayunggebenden deutschen ^Nationalversammlung werden in allgcnneinen ummttellxE und geheimen Wahlen nack den Grundsätze,! der Verhältniswahl gewählt. - Jeder Wähler hat eine Stimme. ' m-nnr'.r 8 2 Wahlberechtigt sind alle deutschen Männer Und Frauen, die am Wahltage das 20. Lebensjahr vollendet haben < 8 3. Tie Personen des Soldatertstw^es snrd ,berechngt, an I der Wähl teilzunehmen. Die .Teiürahme an politischen Vereinen! und Bersanrmlungen ist ihnen g^vattev ^ 8 4 Au s geschloi scn vom Wahlrecht ist: 1-Zoer ent nründigt ist oder unte: v,rläustger Vormundscliast stM; 2. wvr infolge eines rechtskräfägen Urteils der bürgerliche,: Ehrenrecht ^^^5^Wählbar sind alle Wal)lberecl)tien ReiäMagswahlkveise 1—9: 12 die sächsischen Kreise 10—14:8 und die Kreise 15—23: 12. NÄaftkreis mrd Jartkreis 9, Sck?arzwaldkreis, Donaukreis und Sigmaringm 8. Baten 14, Hefen 9, beü>e Mecklenburg und Lübeck 6, die Thüringiscl^i Skaten und Regierungsbezirk Er- futt 14, Hamburg. Bremen und Sdt 12, Elsaß-Lothringeir 12. Au^ der Wahlordnung Es können nach)! Geschlechtern getvermte Wählerlisten angelegt rrteu Jeder Stirmnbezirk soll durchschnittlich 1500, höäistens >00 Emwohiier umfassen. IN jedem WahlvorsMag soll ein Bernuensmann bezeichnet werden, der mit dem Wahlkomniissar über e Beseitigung von Mängeln des Mrstrmmiirin tenort bi?, 8 Ubr Wahlvorschlags i,sw. verlMidelt. 5e Llbstimmung dauett bis 8 Uhr abends. Die Prüfung des Abstimungsergebnisses rnuß spä ßriedensvorionferen; in London^ Paris .30.Nov^ eiden l>aben, uach welchen Gründsatzen der Mieter-, auchau des Landes während.der nächten fünf ^ahw jtattsEt und roer mit der Durchführung dieser Aufgabe betraut werden soll. Das Land sollte nicht zu dem alten Partniystem zurüch- kehren, bevor es dazu gezwungeu wird. Ich würde es begrutzen, ivenn sich bei den Wahlen die besten Elemente aller Parteien zusammenschlössen, um die ungeheuren Schaden, me das Durü) teil Krieg erlitten hat, wieder herzujtelteir. Es Yt zwischen drer Patteien zu wählen: ter Pattei Ramsay Macdonalds, ter Parler Asguiths und ter Partei ter gegenwärtigen KvalrtwusreGierung In seiner Rede am Nachmittage in 9Lew Castle erklärte Lloyd George: „Ter Fttede, über den bei der kommmoea Kowerenz ent^ schieden werden muß, muß ein gerechter, ein unnachgiebig gerechter Friede ,'cin." Ueber die Frage ter Entschädigungen erklätte Lloyd George: „Es ist Grundsatz gewesen, daß ter Verlierende b^ahlt, und nach diesem Grundsatz sollten war gegenüber Deutschland Vorgehen, das K r i e g s k o st e n b i s zur Grenze seiner Leistungsfähigkeit zahlen mnß Deutschland darf die Entschädigrmg nicht aus die Werse zaUen, daß es England mit billigen Waren überschvemmt." Indem er die Frage stellte, ob niemrmd für das Verbrechen des Kriegeszube st rasen sei, erklätte Lloyd George: ,^Zch wünsche keine Politik der Rache zu befolgen, aber wir müssen jetzt so hanteln, daß kürrstig Lenke, die sich versucht fühlen, dem Beispiel ter Herrscher, die die kWelt in diesen Ktteg ^stürzt haben, zrr folgen, wissen, was sie schließlich erwartet. Ich halte es für bererlftigt, daß Leute, die unsere Gefangenen nicht menschlich b.-hairtolt heben, zur Verantwortung gezogen werten. England würde mit reinem Herzerr vor ein Gettcht gehen; sein Ettnnern ist urrbesleckt. Ter Sieg ist dem rastlosen Mut unserer Männer zu vertenkeir. Es wird eine Lehre für jeden sein, der glaubte, wie die preußiscl-en Kriegsherren gehofft baten, daß er in Zukrmft diese kleine Insel in seiner Rechnung übersehen kann." Ueber die Schuld und die Urheber des Krieges sagte Lloyd George: „Wir meiuerr, daß die Untersuchung gereclft, aber ohne Kvnzessiaven sein und zu einer endgültigen Aürechnrmg^führen ltSll-l.ll |Utll U. 114/ ^14 HIIH Wi vwvv.vifnu.vy j ** v w • .Was die Untersee-Piraterie mraeht, so müsserr die Piraten bestraft werden, und )ver immer das Land eines anderen zerstött, mnß. ___ ^m , ■„ spätestens am folgenden Tage erfolgen. Der Rückmarsädrr Truppen. Neuwied, 30. Nov. (WT.) Der Haupt teil der von General von Eberhard efehligten 1. Armee in StäLke von 150000 Mawi imi>0 000 Pferden, die früher dem verstorbenen General Fritz von low unterstand, ist in unmittelbarem Anmarsch au den Rhein UNeuwied. Regimenter ter 1. oft- preußischen Division (Armeeg^ Börne) überschtttten gestern den Rhein bei der neuen Eisckrhriür^M Engers und bei der Schiffbrücke zwischeir Weißentr» uudMreuwied. Die weiteren Tioisiouen ter Armeegruppen örne und Lmteguist. u. a. die 8 bayttsche und die 80. Reserdivision, werden in diesen Tagen lfter eintressen. Das Geueraskonandv ter 1. Armee mit Oleneral der Jnfairtette von Eberhard Ham fürstlicherr Schloß Wied Wohnung genommen. Den Truppenurve bei dem Dnrchiug durch die reichbeflaggteii Straßen von i Einwohnerschaft ein herzlicher Empfang bereitet. Bor einigeniagen war die Garde-Kavallerie- säftttzendivision, die die letzterchweren Kämpfe bei Laon mrt- gemacht hat, hier eingetrossennd ist nach Westerburg weiter- marschiett Alle Truppen besieu sich in bester Ordnung und zeichnen sich durch vottrefslictealtung mrs. Die Besetzung deRhein-Brückenköpse. Genf, 30 Nov. Das Pr-bureau des französischen Kttegs- ministeriums lxtt. folgende Mllimg veröffentlicht: ' Die Besetzung der ^.u a e n r o p s e auf dem rechten Rbeinufer ist endgültig wie so geregelt. Die Belgier werdep die Gegend von Düsseldo besetzen von der holländischen! Grenze bis zur e n g l i s ch e n ) n e;, bie die Gegend von Köln umfaßt mit den Hinterlärrde zwischen ter belgischen Grenze und dem Rhein. Die A m e r i n e r schließen sich südlich an die Engläarder an. Sic besetzen Klenz und das Hinterland bis zur luxemburgischen Grenze. Rts von ilmen besetzen die Franzos e n M a i n z, das Großtegttmr Luxemburg und die Pfalz. Sitzung der Waffeittftandskommission. Berlin, 1. Dez. (WT. Die.Waffenstillstandskomm i s s i o n in Spaa befaßrch m ihrer geskrhgen Sitznng mit der Fragt' der In t e rn i e r g der SJcrntec Mackensen, über welche weitere Berteirdlun gefül)tt werten. dem deutschen TL-afftmstillstastdsabllommdarf die Armee Mackensen nicht interniert werden, fonte-rn rnuch unverzüglich) hinter die deutsche Grenze zurückziehen. — Nichttmsportsährge Zteanke und Ver- wnndcte, - die in zu besetzendtveutschen Gebieten zurückbleiben. werten jirrüefgegeben, sobald t vanspottfälftg sind. Tie tränst muß dafür vermitwottlich gemacht werden." Im Laufe feiner Red« erinnerte der Premierminister daran, daß Deutschland, als es Frankreich schlug, uu zuviel ha st den richtigen Grundsatz ausgestellt hat, daß der Verlierende zahlt. „Wenn niemand für den Krieg verantwortlich gemacht rverden soll, der das Leberr von Millionen ter besten jnngen Männer Europas gekostet htt, so ist alles, »vaS ich dazu sagen kann, dies, daß in diesem Falle fiir_ Könige und Kaiser eine andere Gerechtigkctt bestehen würde, wie für arme unglückliche Verbrecher. Zwei unzwei>elhafte Vergeben gegen das Völkerrecht wurden begangen: das eine war das Vergeh.m gegen die Menschheit, diesen großen Krieg zu planen, das andere der Bruch des Völkerrechts. Wir müssen dahin wirken, daß die Lehren dieses säwecklichen Krieges, ter so viel in der Welt zerstörte, der den Laus ter Zivilisation anfgehalten und sie auf vielen Wegen zuttick- gedräugt, und Spuren in Leib und Seele von vielen Völkern zurückgelassen hat. nicht vergessen werden. Wir müssen dahin wirken, das; durch unser jetziges Vorgehen, durch ein gerechtes, furchtloses nnd nntleidloses Vorgehen solche Verbrechen nie wieder in ter Geschichte der Welt rmeterhblt werden." London, 29. Nov. (WTB.) (Reuter. Ergänzung zur Rede Lloyd O^eorges. In dem Teil seiner Rete, in dem Lloyd George über die Entschädigungen sprach, sagte er: „Alle Alliietten er- n-ägen diese Frage. Wir ei-nannten eine große Kommission, in ter jede Meinungsschattierung vettreten ist, irm Deutschlands Meinungsverschiedenheiten zu untersuchen. An ter Gerecht!gleit ter Forderung ist fein Zweifel. Frankreich untersucht die'e Frage gl ich- falls im Lichte der außerordentlich schweren Schäden, die seinen Städten zugefugt worden sind, abgesehen von den Kosten der Führung des Ktteges. Die Frage der Vei'mrtwottung für den Einfall in Belgien wurde einigen der größten FuttsLm dieses Landes über* t’-xren. Sie fernen schließlich zu der Ueberzeuguiig, daß sich der Kaiser eines Kttm mal Verbrechens schuldig gemacht hat, für das e" zur Verantwortung gezogen werden sollte." Die Deutschen in England. London 30. Nov. (WTB.) Reuter. Generalstaatsanwält' Smith sagte gestenr abend in Torset. die Koalithmsregierung tebe die Llbsicht, alle Deutschen in England z u r ü ck z u s ch i ck e n. Eine Unterredung mit Kaiser Wilhelm. Berlin, 30. Nov. (WTBL In den Mitteilungen des Professors Wegener in der „Wln. Ztg." über eine Unterredung mit dem Kaiser bcsiutx't sich auch die Belrauptnng, Bet h mann H o l l w e g und I a g o w lstitten den Kaiser i nt Juli 1914 „durchaus wider seinen Willen" nach Norwegen! geschickt. „Ich wollte die Reise nicht machen, da die Gespanntheit ter Lage nach ter Ennordung Franz Ferdinands aus ter Hand lag. Aber ter Reichskanzler sagte mir: ..Majestät müssen die Reise an Majestät hier bleiben. Majestät die Gegen ül«y antreten, um den Ficheden zu rvabren Ä....., baren nibt es sicher Krieg, und die Welr wirb Euerer Majestät die Schuld daran zuschieten. Und da bin ich dann gereist, dieser Bel>aupttrug erklärt die „Ten!sch' Allgem. Ztg. . „Bei ter Uuterr.'dung unseres Vertreters mit Bethmarm Hollweg am 26. 11., über die wir am 27. 11. in ter Morgenarisgabv berichteten, wurden auch die hier errtehnten Vorgänge aiislühttich Aillb B|icH u *iy jonric im ?lb- transport es,kommen muß, wenn jeder einzelne von Euch regellos vichti nach Hause strebt. OrdnungÄw Zusammenhalt ist jetzt wichtiger denn je. Nur so wird glatte Rückführung des Feldheeres nach den xc ■ -1 mc 1Z yiun-c piuaiui;iuuy ves r^u-peeres naa) oen oftlich des Rheins zunächst vorgeseherren Unterbrinaungsräumen möglich sein. Von dort ist Leitung der Verbände mit Eisenbahn oder Fußmarsch zu den Ersatztruppenteilen vorgesehen. Mit Rückst äst aus die große Mhäuftmg von Trupven und die beschränkten Transportmöglich ketten kann dies mir allmählich erfolgen. Längere oder kürzere Wartezeiten bei oft beschränkter Unterkimft werden sich für manä)e Formationen nickst vermeiden lassen. Auch hier habt (Geduld und Vertrauen; es wird jeder von Euch so frülHeitig zu seinem Eriatztruppentett befördert werden, als die Umstände es gestatten Keiner von Erich wird vergessen! Seid versici)ert, daß die Oberste Heeresleitung in Verbindung mit den Heimatstellen alles aus bietet, um Euch so bald wie möglich Euern Angehörigen zuzuführen. Toch erst tttt not hierbei:'Ruhe und Ordnung. Gleichzeitig verweisen wir ans den Aufruf „An die Heimat"", den das Armeeoberkommando 5, General von der Marwitz, im Anzeigenteil unseres heuttgen Blattes veröffentlicht. Lebensmittel. ** Zusatzlebensmittel für Kranke. Infolge der rn letzter Zeit zahlreich vvreliefert. Pferdefleisch-. Von Dienstag, 3. d. M. ab wird bis auf weiteres täglich in der Freibank des stttdt. Schlachthoses Pferde, flcilch zum Preise von etwa 70—80 Pf. für das Pfund abgegeben; der genaue Preis wird an der Freibank angeschlagen werden. Tie Abgabe des Pferdefleisches erfolgt olstre Fleisch.narken. Es ist daher jeder, der Pferdefleisch essen will, in der Lage, sich größere einzulegen. Bei sack)gemäßer Zubereitmi^ Wll Pferde- fl ei,ch recht schmackhaft sein. * ** Dafrtsv-rre für deutsche Kriegsgefangene, wie unv nutgeteilt imvd, lstrricht vom 5. bis 22 Tezember eine Paketsperre für Pakete an deutsche Kriegsgefangene. ** Der Temobilmachungsausschuß für Gießen erlaßt in unserem heutigen Blatte Bekanntmachrmgen. auf die wir hiermit besonders Hinweisen. ** Die dritte Armee ist im Gebiet der Provinz Hessen- Naisau, von Oberhefsen und des Kreises Wetzlar eiugetrosf.m Die zum Armeegebiet gehörenden Teile vorgenannter Pnwinzen sttrd damit Operationsgebiet. Wir verweisen auf die Bekanittmackunä des Oberbefehlshabers der dritten Armee Generaloberst v einem un Anzeigentett. ** Aus dem Stadttheaterbureau. Es sei in letzter Sttnde nochmals darauf hiugetoiesen. daß am heutigen Montag nnt Biörnsons „Wenn der funge Wein blüht" die achte Vor-, Wellung im D i c n s t a g s abonnement gegeben wird — Eine fitere Vorstellung in der kommenden Wockp findet am Samstag den <. T^ember stptt, und zLvar ustch an diesem Abend Fräulein vtellp Krappe, eine jnn-g? TanzkünsÄerin ans Godesberg, „Dd-ister- werke der Klavierlrteratur" choreographisch zur Darstellung bringen. Ter Immen WnMerin, die erst kürzlich in Leipzig sich einen schonen Erfolg errungen hat und auch hier in Gießen in privaten- Zirkeln bereits sich unter lebhafter Anerkennung zeigen konnte^ geht ein guter Ruf voraus. * * D ie Vespr^echunader Samstagsvorstellung des Gieße- ner -Ltadttheaters „Sodoms Ende"' muß wegen Platzmangels auf morgen verschoben werden. . "Baugenossenschaft. Wie uns mttgeteilt wird, fanden m diesen Tagen Besprechungen zwisären Vertretern der beiden hiesigen gemeinnützigen Baugenossenschaften statt, die den Zusammenschluß der beiden tz^enossenscha ten zum Ziel hatten. Tie in Kurze stattirndenden .Hauptversammlungen norden diese Frage endgulttg entscheiden. Der Zusammenschluß wäre außerordentlich zu begrüßen. 7 "Li ch t s p ielh aus (Bahnhofftvaße 34). Heute ist letzter Tag des Loontme-KMhnberg-Filins'IA'e Narc^hat'ft^gesüßt'^b Reial Orla in einem Gesellschafässchauspiel in vier spielt «...- - Vl4ttu . Akten „Das Glück der Frau Beate" Vlv Oednrt eines MÄDCHENS zeigen an Lehramts-Assessor SCHAAF und FRAU MARIA geb. Klöppinger. Glessen (kath. Schwesternhaus), 2. Dez. 1918. Bekanntmachung. In unser Firmenregister wurde heute bei der Firma Gebrüder Böckel in Bellersheim eingetragen Die Firma ist erloschen. Hungen, den 29. November 1918. _Hessisches Amtsgericht Hungen. 8876 v Ausnahme-Tage. Wegen des großen Angebots von Schtachtpserden bin ich in der Lage Pferdefleisch ru ganz niedrigen Preisen abzugeben. Bitte von heute an aus mein Ladensenster zu achten, an dem die Preise zu ersehen sind. ^ MR Mer, Pferdemchger. I nei i Milnötap, Täglich kommen dr v .end erbeien neue Studierende. Anmeldungen venn Städtischen Wohnungsnachweis, West-Anlage 31, „ Hansbesiveroerein. Babnhofitraße 46. „ Unioerstläts'Sekrelariat, Blsmarcküraße 22. Es soll versucht werden, nötigenfalls für Bedienung der Studentenwohnungen zu sorgen. °*,>c Kleine Wohnung zu ver«u. 07660 Neustadt 51. 07682 Grabenstr. 12,1. Kleines, gut mobl. Zimmer an Danie zu vermieten 07684 Bleichstr. 9.Il.St. 6inf. möDl. Zimmer 0 |“,^ 07662 Marktulair 7. Klein., eins, mäbl od. grobes best. möbl. Zimmer, beide heizbar, sofort zu verm. Evtl, mit Pension. '/°3 bis 3 und 6 Uhr. Riegclpfad 38 H. Zwei ältere Herren suchen für sofort möblierte Schlaf- »immer, am liebsten mit Wohnzimmer, zusammen od. auch einzeln. Schriftl. 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NcrckHem nun in fcft allen Gcmemoen des Kreises Bauernrätc getvählt sind, mar die Möglichkeit gegeben, den Kreisdcmernrat endgülttg zu konstituieren. Zu diesem Zloeck fatte der Vorsitzende d s vviläuftqen Kversoanernrats. Landtagva^ieord- neter W. Fen chel, Ober-Hörgern, die OriSbauernrate des Kreises Gießen ;u einer Besprechiing nach Gießen geladen. Nahezu mutt- lickc Gemeinden des K'oeises waren lmrch B-rurrnra^ nrtrctm Der Borsiden.de und Sekretär Wagner, Gießen, gaben zunächst der Versammlung über die seither unternommenen schritte „ui- sclstuß. Bei der daraus solgeiiden Tiskuffton wurden lebhafte Mageii laut über das zur Zeit bestehende Wirtschaftssystem., Das twr- läusige Programm des Kreisbauernrats wurde mit emrgen Zusätzen (Punkt 7—9) gutgeheißen. Es lautet: mit mniNtN Zusätzen l'rmiN 7-4, gutgehrwen. Es laut«: 1. SicherstelliMg der Ernährung der Bevolrerung. 2. NachdrücNiche Bekämpfung des Schleichhandels und der E^Z^ÄHerstellung der Landwirtschaft gegen unberufene lieber- ^^4. Arbeitsvermittlung: a) menschliche Arbeitskräfte, b) tierische Arbntsk^äste^^^ die abgelieferten Nahrungsmittel bei den zuständigen Verlanden durch Kommissionen mis Bauern, Burgern und Arbeitern bestehend. ~ , m v 6. Engste Fühlungnahme mit den Arbeiter-, Soldaten- uno Bürgerräten. , . . . .. 7. Eintritt ftrr eme gesunde Fnnrinwirff chaft. _ 8 Alle seither drrrch Kommissionen ausgesührteii Rechte geyen «ruf den Bauern rat über (Viehkommisswnen usw.i. 9. Regulierung der Preise für die Lebensmittel. Eine Erweiterung des Programms wird — bei Bedarft späterer BrschlnßfLssung vmtbehÄten Darm,, wurde zur Bor- nähme der Wahlen ^schritten. Srrr FeuHe! fuhrt atts.d-h dre Geschäfte des Kreisbauernrats seither durch> ihn, Sekretär Wagtter, Fr. Nazarenus und die beiden Vertreter des Grestener Bauernr.it., Gottmmm mrd Winn, geführt wordeii seien. Dm,?^ammlnng wählte die drei erstgeiianulen Herren in den geschaftssuhrenden Ausschuß mrd ist damit einverstanden, daß dre beiden Greßener Herren nach wie vor dem geschäftsührenden -lnÄchiiß lMgehl.>ren Dem geschäftssührendcheld-Hungen. L^rec Weiftl-Garbenteich, Ph. Schm^t-Albach Kid Seibert-Birkmr. Hch Zikann-Lindenstruth, Friedrich Deibel IV.-Wies<< Bürgermeister Knauß-Stangenröd, Wilhelm Becker-Bersrod. Karl ^ung- Holzheim und Landwirt Preiß-Gießen. . Das Geschäftszimmer des Krcisbauernrats befindet sich m Gießen. Friedrichstraße 6 p. und ist Unter 166 telephonisch zu er- ^ 29. November tagte hier eine Versammlung der Kreisbauernräte der Provinz Oberhessen. Es wurde em vorläufiger gesck)ästsführender Ausschuß gewählt dem die 5)erren Landtagsabg. W. Fe n chel-Ober-Hörg-erm Sekretär W a gne r- Gießen mrd Landwirtschaftslehrer N o s - Düdelsheim angehoren. Das bekannte Programm des Provinz-Bauernrats wurde um 2 Punkte erweitert, und zwar: ^ ^ ^ , . 1 Msl)ebung der Fideikommisse und Verteilung alles tn later Hand befindlichen Grundbesitzes zum Zwecke der Gründung kleinbäuerlicher Ansiedlrmgem t m .. , 2 Beseitigung der Patronate und aller Vorrechte und Berech- 1-igungen der Stmidesherren. insbesondere auch der Jagd und Fischneiberechtigungen, die nicht aus emem tedem Burger zugänglichen Wege envorben sind. . Nach der endgültigen Konstitmerung der KreiSbauernrate sollen diese je 2 Vertreter als Mitglieder für den Provinz bauernrat namhaft machen. Diese sollen in einer übernächste Woche stattsinden- den Versammlung über die endgültige Konstttuiernng des Provinz- Banernrates Beschluß fassen. * ** Pserdev erstcigerung. Wie uns anitgeteilt wird, werden Mittwoch und Freitag M Gießen am Schlachtviehhof je 100 Pferde unter den bekannten Bedingungen ver,teigert. Dre Versteigerungen l>eginnen vormittags 9 Ufa. Bescheinigungen, daß Me Pferde im eigenen Betrieb benöttgt werden, sind mitzubringen. (Vergleiche Bekanntmachung.) welche rechtlichen Folgerungen daraus entstehen können: verderblich für das gesamte Volkswohl ist aber eine Handlungsweise, dre mi Bntjnmft bet höchsten Gefahr btö S^ettanbö öaOQtnnttl*ü^ Udjcn Emrnnntz ohne Rücklicht -mi die baraus entstehrmben Folgen in den Mittelpunkt der ErwLglUNisNrrÜckt. h^r Es soll nicht verkannt werben, boh bre Absntzmogluhkelten b« Waren, gleichviel wcttl-r Art in den letzten Tageil recht schwienä« aeivmden sind^ Tnrch die Einstellung der K-rregSrnbustrre smd vrcle Kreise ihrer lohnenden Beschästtgnng beraubt worden; das Anshören des vaterländischen Sihsbrenstes macht sich edcnfall-, in der ErwerbrmSglichk.it breiter Tofkstr.r e beme kbar. datzn tanwW Ueberangebote auf dem Arbeitsmarkt, dre leider auch sthm lohn- drückend wirken, ferner die .eingangs gcscknltnwten auheren Umstände verkchrstechniicher Art. weM dre Großstädte vmr te em- kansenden Landbevölk.rnng abge^chlonen chibeii, In kr len Kchrser- kreisen ist man aber auch des Glaubens.,daß d«.Prerw der Waren durch einen baldigeii Friebensschlnß ramb zurückgelien ^nntm — eine Dermntung. die von iedem Kenner unerer uberaüo prekären Rvhstosflag« unbedingt widerlegt tverdeii kcmn^ Mle bre.e Tat. sackmi sind aber mein oder mmder Angenblickserschnnnngen und dürsten besonders bei grrt geveg-lten Teinobtlniachungsverhaltnisien rasch aus der Welt zu schassen sein. . , Es kann daher nicht hrrngend genug gewarnt werden .die jetzige Sage zum Maßstab für wettgchmde re.chast- lich« Dvrbrreittmgen zu machen. Ein Wciterarbmten nach dreier Richtung müßte unwiderruflich zu entet katastrophalen Atiflo.ung in unsMm Wirtsch/iftsleben fuhren und vulleicht sogar 3 « einer imgerechstfertigten Warrn-Entwerttmg, mit dem kcrnem eriisthaitm Bvlksgenossen gedimt sein kann. Selbst ine Unsicherheit rm Zahlungsverkehr (auch hier wicder besonders in den Nnksrheinisch^n bietcni kami nicht von langer Tmi^^rw.^'Hich tst trotz aller Erschütterungen unseres deutichen Wirtschzrftsgebaudes so vrel Drill und Zusammengehörigkcitsge ühl vorhnnden. daß aum Meie neueste Panik ohne dauernden Scbaden überwunden »verd^ tonn. jeder Kaufmann und 0^werbetrnbende hat es y'ute rn der Hand, auch erzieherisch afft, aus diesem Elend herauszuiommen., ist Me Natwiralversammlung. die uns die Mitarbeit und Me Mitverantwortung des ganzen Volkes briiigen wirM_ £<(f(licrtrch d« F r o n t s o l b a t e n r i t e in Ems ju einer TaMNg Aimvesend waren etwa 300 Telegicrte. unter denen srch viele Ofsttziere b* fanden. In der Melirzahl gehörten die TeiinelMer M den Zntcllrtz. wellen. Kamerad Giebel sprach für die Regierung, Kanier^ Thiele gab eine kurze Zusainnrenstettung der Borgange, b* zur Revolution geführt haben und faßte ,eine Ausführungen unter lebhafter Zustimmung der Anwesenden iahw zusammen daß che Revolution demokratisch und fozialrlttsch sem müsse^ In der ans- Üafsion wurdx allseitig der Mille d e$ Bo lksheeres !*>, kündet, hinter der Regierung zu stefan mrd etwaige feparatffttfchr Bestrebungen des Berliner Vollzugsaus,chiffses zu bekämpfen. Bet den Tellnehmern waren vielfach falschie Vorstellungen icber die Stärke und Bedeutung der Sparlakusgrrlppe und des Schlagwortes ,Bolsck)ewismus^' vorhanden. Tie Forffetzurrg der Tagmrg auf 3 Ufa nackMittagis ftstgesetzt. Inzwischen waren Barth und Molkenbuhr aus Berlin emgetrofftn. Ausschreitungen in Kreuznach. Kreuznach, 1. Dez. (WTB.) Zu e r n sten ge genrevo- lutivnären Ausschreitungen kam es m Kreuznach anläßlich der Tatsackie. daß der Arbeiter- und Soldatenrat am dortigen Stadthaus neben den Nationalfahiren auch eme rote fflaage gefaßt hatte. Nachdem diese vor eurigen Tagen durch einen Os ft- zier herabgeholt worden war, wurde sse anr Samstagnachmittagi auf Befehl eines Offiziers .von mefaeren MannsclMteii geivalM sam herabgeholt rmd vor dent Stadthaus in Anwesenheit des dem Durchmarsch zusehenden Pudlikiims verbrannt. Nachdem diese Fahne durch eine neue ersetzt worden war, kam es am Sonntagvormtttach zu crnslliaften Ausschreitungen. Einige un iugcnMufan Altfa stehende Unteroffiziere deS hier einguartterten 98. Jufanterte-N^ ments erschienen mit Revolvern bewaffnet auf dem Bureau des Arbeiter« und Soldatenrates, mackffen der anwesenden Leitmrg den Dorwiirf, daß die man^lfaste ErmälMMg der Truppe Schuld des Arbeiter- und Soldateurates sei, urcd verlangt die Entfernung der roten Fahne. Ohne eine ihnen angebotene Unterredung mrt dem Ortskommandanten abzuwarten, bahnten sich die Leute gewaltsam wrd unter T^hungen mtt Waffengebrauch, den Weg zu dem versckulossenen Raume, erbrachen ihn imü entfernten Me Fahne unter lautem Beifall des sogenann^4 besseren Ständen angehörigen Publikums. Alsdann faelt em berittener Haupt manu eine vatriotisckfe Arffprache und bchlfae em dreifackses Hurra auf „Seine Majestät^ aus, in das die Menge krittklos einstimmte. Es erschien nuninehr bewaffnete Bürgecwefa, um auch den übrigen Fahnenschmuck des Rathauses zu enffernen. Das Publikum nahm dagegeii eine drohende Haltung etn. Eme LlLordnuiig bat darauf im krittsck)-en Augenblick den Arbeiter- mD Soldatenrat mit Rücksicht auf den Rilf und den Fremdenverkefa Kreuznacks, man möge nachgeben, um weitere Ausschreitungen und Blutvergießen zu verhindern. Aus diesem Grunde entsprach der Arbeiter- und Ärldatcnrat der Batte und beschloß, von der weitere» g Hissung der roten Fahne vorläufig Wstand zu nehmen. Wie feststellt wurde, sind diese Ausschreitungen auf Veranlassung von ssiziereii durch radaiilustige jugendNck>e Militärs farvorgennen worden und können niäst als Stimmungsausdruck der Frvnttruppen betrachtet werden. Tie hierorts abgehalteiien Volks- und Loldatew Versammlungen haben deutlich bewiesen, daß die große Masse von Militär urrd Bürgerschaft auf demokratischem Boden steht Die Wahlen für eine konstituierende Versammlung in Polen. Wien 1 Dez. (WB) Das Wiener Korr.-Bur. meldet .ruS Warschau: Ein Erlaß'Pilsudskis bestätigt die Wahlord- f.rung für die Konstituante. ,Die Mahlen smd für te* 26. Januar 1919 anberaumt. Für zehn Wahl kreise in den Ge bi e ten T eut s ch l an ds wird demnächst die Aiwrdnung nach mner Rücksprache mtt den Vertretern der dortigen Polen erfolgen. Ein bolschewistischer Ncberfall auf die norwegische Gesandt- fthaft in Petersburg. Kopenhagen, 1. Dez. (WTB.) Nach einer Meldung mrS Petersburg hoben die dortigen bolschewistischen Truppen einen Ueberfall ans die norwegische Gesandtschaft cmsgefüfat Die Tri'.ppen drangen in die Gesandtschaft ein und be- mää.ttgten sich des Arckstvs der Sckx-veizerisck-en Gesandsschaft. deren Interessen zur Zett von der nmwegischen Gesandtschaft wafa- oenommen werden. „Afton Posten" erfuhr im norwegisckicn Ministerium des Aeußern, daß von dem norwegisclMi Staat gegen die,« Bruch des Völkerrechtes keine Schritte unternommen wurden. Amtlicher Teil. An die Vevstterung der Provinz Hessen-Naffau, von Gberheffen, des ttreises Wetzlar. Die 3. Armee ist im Gebiet der Provinz Hessen-Nassau, von Obnhffsen un) des Kreises Wetzlar emgetroffen. Die zum Arnreegebiet tz h renreu Teile vorgenannter Provinze» sind damit Operationsgebiet. Ich übernchme hiermit die militärische Kommando gewalt. Sämtliche Militär- und Zivilbeh^rden mit den ihnen etwa angeg lederten Arbeiter- und Soldatenräten habe ich gemäß Erlaß der Volksrcgierung und Befehls der Obersten Heeresleitung vom 13.11. d. I. au gefordert, mich in der Aufrech'erhaltung der Ruhe und Ordnung zu unterstützen. Ter Durchmarsch der Armee (etwa 270 900 Mann und 70 900 Pferde) erfordert, daß wn allen Seiten meine Be- fchle inch Anordnungen unbLckngt befolgt werden. Die Unterbringung einer solchm Truprenmasft wirb große Anfo^ernn^'n an die Bevölkerung stellen. Ich wäre dankbar, neun die Bevölkerung nach den schweren Lasten des Krieges unseren braven Truppen jede mögliche Erleichterung gewätp en würde. Die Armee ist angewiesen, auf die Heimat un'erer immer bewährten tapferen hrssischm, hessen-nassau- ischen und rheinischen Truppen jede denkbare Rücksicht zu nehmen. Armee-Haupt-Quartier, den 1. Dezember 1918. Der Gberbeseh!;I?aber der 3. Armee. _ v. Einem, Generaloberst. DllZ tminDerfame SISfnffüfr des fwrn Kalahsd Joilts. Roman von A. H. Adams. (20 (Nachdruck, verboten ) (Fortsetzung.) Es wccr Jahre her, seit Galahad sw geküß^ hatte. Fuhrst — o, sie konnte bis zum heutigen Tage den Schauer, mit dem sie jener erste verwegene Krtß durchrieselt hatte, sich ins Gedächtnis zurück rufen. Während ihrer kurzen Drautt-eit hatte er sie mehrere Male am Tage gerußt, und sie hatte nichts dagegen gehabt. Als sie sich dann nach diesem kargen Zwischenspiel im Geschäfte des Lebens in das ernsthafte Unternehmeli des Ehestandes begeben hatten, vereinMchde ck noch lind nach seine Begrüßungen bis zu einem eiligem. Küßchem anr Morgen vor seiner Jagd nach dem Boot, und einem mrdern, das mtt mehr Muße bei seiner Heimkehr ant Abend verabfolgt wurde. Sie pflegte zum vordern Emgangc vorzugefan icnd dort auf ihn zu warten. Offen unD stolz hatte sie dort ihr Angesicht zu dem seinen erhoben. — sich des beobachtenden, gehässigen Blickes der alten Jungfer gegenüber glückselig bewußt. Nachdem das erste Kind geboren war, hatte sie auch das Baby^mit hin- nntergenommen, um es seiuen Vater sehen zu lassen; und als oas Kind größer würde, ließ sie es ^ur Straßenecke hinablaufen. Und Vater pflegte es zu küssen, auf seine Lchiultec zu setzen und stolz nach Hanse zn marschieren, wo Em an der Tür seiner harrte und er ihre Begrüßung ebenfalls entgegennahm. Und die alte Jungfer mochte hinter ihren billigen Spitzenvorhängerl neiderfüllt dem allem zn- schauen. Mit ihrer mehrfachen Mutterwürde ivar Em jedoch zu geschäftig geworden, um an der Tür aufpassen zu können und auf ihn zu warten. Er kam dann fröhlich herein, um sie zu küssen, wo sie sich auch befand, im Eßzimnier, im Flur, in der Küche, oder in der Waschküche, zwischen den Töpfen. Und dann hatte er gelegentlich vergessen, sie zu küssen. Dann, einige Monate später, vergaß er es, diese Unterlassungssünde zu bemerken. Dann wurde ein flüchtiger Kuß vor (dem Frühstück daraus — ein einzelner Punkt seines Fortgehens uno nicht sein Höhepunkt. Und dann vergaß er nach und rrach alles. Er unterließ die Begrüßung nicht, wenn er sich zufällig daran erinnerte, und Frau Jones schien es bei all ihrer Plackerei und Arbeit, daß es keineswegs viel zu bedeuten habe. So tvar denn mtt verlängertet, Zwisck)-enräumen der Unterlassung jener .Kuß den Weg all der anderen kleinett Narrheiteti ihres ersten Ehelebens gegangen, uno es mußten nun Jahre her sein, seit er sie nicht mehr geküßt hatte. Aber was veranlaßte Gally dazu, es heute morgen zu tun? Es beunruhiate sie. Fühlte er sich nicht wohl? Hatte es irgendivelchen Aeraer auf der Bank gegeben? Hatte er gestern abend gezecht? Er war allerdings spät heimgekommen und hatte ihr nicht gesagt, wt er gewcjen war^ Sie e rb r ach sich de» ganzen Tag darüber den Kopf, währetid der Pausen beim Kochen und Saubermachen, beim Aufräumen und Ausbessern, beim Staubwischen und Putzen und beim Geflügelfüttern. Weshalb hatte Gally sie geküßt? Wer dann, ^un späten Nachmittag, als das EssetH beinahe fertig und das Tischtuch aufgelegt war, ergriff sie ein schrecklicher Argwohn. Liebte er irgendeine andere? War er, ihr treuer, achtbarer Gally, ihr untreu gewordetr? War Gally ein Verräter? Hatte er irgendein freches Weibsbild geküßt, mit dem er im Boote zusammenkam, und hatte er sre in einer Art von Geistesabwesenhett für jenesl Geschöpf gehalten? Zweifellos war er in diesen letzten beiden Nächten spät nach Hanse gekommen. Das sah verdächtig aus! Oder war vielleicht sein Kuß an diesem Morgen nur eine flüchtige Entschädiaung für irgettdeinen andern unerlaubten Kuß, oder vielleicht war er arglistigertveise nur dazu bestiinmt, sie abzulenken, sein schreckliches Treiben $u verhüllen? Sie beunruhigte sich immer mehr. Und sie entwarf unbestimmte phantastische Pläne, Galahad zu überwack>en, ihm aus die Spur zu kommen und ihn auf seine Missetat festzunageln. Sie wollte auf der Bank vorsprechen, mit dem Tffrektor reden und ihn ersuchen, auf ihren Ehemann acht zu geben. Sie wollte einen Detektiv beauftragen, diesen lustigen Betrüger — ihren rechtlich Mrgetrauten Ehemann —, zp „beschcüden". LÄvoreriMa faiau i NttrilkiMil i)t§ DtlilsbiI«SlIi»»M«SslIiiljstS ©ir^n»£t(iM. Auf Beschick des Demobilmachungsausschusses vom 29. November 1918 werden hiermit für den Bezirk der Stadt Gießen folgende Anordnungen erlassen: T. Stilleg ungcn oder Einschränkungen von Betrieben von gröberem Umfange dürfen nur mit Zustimmung des Demobilmachungsausjcyusses erfolgen. II Die Arbeitszeit wird ans 8 Stunden für den Tag bezw ans 48 Stunden iür die Wock)e mit angemessenem. die Teuerung berücksichtigendem Lohnausgleich lierabgefetzt. Ausgenommen suw ore Trauspori- gewerbe, die Krankenanstalten uitb die Bäckereien. Weitere Ausnahmen können bei Vorliegen eines dringenden öffentlichen Interesses auf Antrag zugelassen werden. Die Anträge sind an den Demobilmachungsaussclmv (Stadthaus) zu richten. III. Die vor dem Kriege im Betriebe tätigen Arbeitskräfte, die aus dem Heere entlassen sind, sollen in! erster Linie wieder eingestellt werden. IV. A r b e i t e r e n t l a s s u n g e n sind narb Mög-» lichkeit zu vermeiden. Soweit Entlassungen unvermeidlich sind, liaben sie nach dem Grundsatz zu erfolgen, daß jede Arbeitskraft möglichst ihrem Friedensberus wieder zugeführt werden soll. Hiernach dürfen zunächst Arbeitskräfte entlassin werden, die auf Grund des Hilfsdienst- gcsctzes zwangsweise zugaviefen waren, ferner solche, die vor dem Kriege im ^Handwerk oder ut der Landwirtschaft tätig waren. Jugendlichen ist ruchezulegen, sich einer ordnungsmäßigen .Ausbildung im Handwerk zu unterziehen. c Weibliche Arbeitskräfte sind in folgender Reihenfolge zu entlassen: 1. zunächst die, welche auf Erwerb nicht angewiesen , sind: 2. Hausfrauen, bereit Mann aus dem Felde zurückkehrt und wieder Arbeit findet: 8. die vor der Tätigkeit in der Rüstungsindustrie, in Landwirtschaft, Hauswirtschaft und anderen« Industrien Tätigen. V. Die Beschäftigung von Kriegsgefangenen muß aufbören, sobald deutsche Arbeitskräfte» zur Verfügung gestellt werden.können, VI. Bei notwendigen Entlassungen ohne Verschulden der Arbeitnehmer (§§ 123/124 der Gewerbeordnung) haben die davon Betroffenen Anspruch auf Weiter-« zahlung des Normallohners für eine Woche unter Zugrundelegung der 48 stündigen Arbeitswoche, ledoch nur dann und insoweit, als sie nicht innerhalb der nächsten! Woche nach Entlassung anderweitige Arbeit ftnden und Nntreten können. Wer anderweitige Arbeitsgelegenheit! nicht benutzt, verliert den Anspruch. Keinen Anspruch auf Weiterzahlung des Lohnes haben verheiratete Frauen) sowie Mädchen, die infolge Rückkehr ihres Mannes oder Ernährers oder nach Lage ihrer Verhältnisse auf Erwerbstätigkeit nicht mehr angewiesen sind und daher m ihre Familie zurückkehren sollen. . .. . VII. Entlassene, die anderweit Arbeit nicht ftnden können, haben sich unverzüglich bei dem Stadt. Arbeitsnachweis, West-Anlage 31, zu melden. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, freiwerdende Stellen umgehend dem Stadt. Arbeitsnachweis zu melden. VIII. Vorstehende Anordnungen treten mit ihrer Veröffentlichung in Kraft. i Gießen, den 30. November 1918. Namens des Demobilmc^iun^sausschusses Gießen-Stadt: limnmmum miUHH IHIHII Gießener hochfchulgefellfchaft Einladung zur Vortragsreihe über Auslandskunde 10. Vortrag: Die Unabhäntzig'eitrbtstrebunaea btr Irländer im Spiegel ihrer £Htr«tur (Dr M Freund. Lektor an der Universität) Donnerstag den 5. Dezember 1918 abends 87, Uhr im großen Hörsaal des ' lorlesungsgebäudes der Universität Gäste stnd willkommen! Der Vorstand Srünewald, Jnsti zrat. vehaghel, Geheimerat. srrov Xinstsrniäntel üttrcickcm, Samt, in ollen Großen “ Wilhelm Noll “‘sr* Armee' Oberkommando 5. A. H. Qu., November 1918. An die Heimat! Die Truvpen der 5. Armee, die beldenmütia allen Angriffen vor Berdun getrotzt haben, kehren unerschuttert nach unerhörtesten Anstrengungen in die Heimat zurück. Aufrechten HauvtcS, im Bewußtsein, ihre vaterländische Pflicht bis zum letzten erfüllt und die Heimat vor den Schrecken des Krieau im eigenen Lande bewahrt zu haben, ziehen sie mit klingendem Spiel und Gesang durch die deutschen Gaue ihrer engeren Heimat entgegen. Bewohner der schönen Lande an Mosel und Rhein, von Nassau Heflen und Franken, bietet den beimkehrenden tapferen Söhnen unseres Vaterlandes einen Dank-u.WiNommengrutz nach dem sie verlangen! Schmückt Sure Häuser und Straßen und laßt die deutschen Landessarben wehen damit wir daraus d!e Liebe der heima erkennen, die wir fo lange entbehrt haben Helft alle den Soldaten! Vereine und jeder ein zelne, aieift zu, wo Ihr könnt, zeig, die Quartiere, die Wege, sorgt mit für die Pferde, helft das Gepäck tragen, faßt in die Speichen, wo es nötig ist, erleuchtet die Stragen, bietet ^^^Hille vaterländische Pflicht, uns durch Ordnung, Arbeit und Geduld zu unterstützen, um das schwere Werk zu vollbringen. die Armee geordnet und in Gesundheit nach Hause zu führen. Lin jeder helfe dazu! Unseres Dankes stnd alle gewiß, die in treuer Selbstverleugnung und mit vaterländischem Qpferstnn uns die Heimkehr erleichtern! Der Oberbeseblsbaber: von der Marwitz Gcnral der Kavallerie. 6emLß verMkiung vom r5. Novvr. wcrücn meine öekcvLklsrLumc bis auf weiteres um 5 Uhr geschlollcn, vtcivcn üaMr avcr auch m am MittällsMnüm ueössnet. NunflgewervetzauL u. Du5stattuns^. gefchAt Jut. Vach. ~ 9250a .fort mitieder minderwertigen Schuhkreui! 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Ziegenhain, Schlossermeister, Frankfurter Strasse 72. »186 f sowie 9027a Sück^arne, Süchten in guter Auswahl zu mäßigen Preisen. Q77ödet?ou$ Qa!ömor\ IVene hervorragende Kttnstlerkapeile. Heute letaler Ta* von Leontlne Kflhnberg Ab morgen Dienstag Reeei Orla in Hervorragendes Gesellschaftsschauspicl in 4 Akten. V2«a B er Anfierdem das glänzenl« Balprosraaui .-«8 Ächtung: Ächtung r Hotel-. Uaffee- u. Restaurant-Angestellte Kellner. Brüche. mä„nl. und welbl. Hilisveri°»«l. Dienstag den 3. Dezember 1918, nachts 11 Ubr, sinder bet Lloll. Ruht, Gailhof Wttrttemberger Hot, eine öffentt. Versammlung statt. Referent: Mar Schindlmeier, Berlin. Tagesordnung: 1. Ist die wirtschaftliche Lage der Gastwirts- angestettten in Gießen den Zeitverhält, nisten entsprechend. 2. Diskussion. Kollegen: Die überaus traurigen Lohn- und ArbetlSoer- hättntlle am Orte erfordern dringend ein Erfchernen aller. Der Einberufer: . ^ Verband der Gaftwirtsgehilfen (Sitz Berlin) I. A.: M. Schindlmeier. 07097 Gemeinnützige Baugenoffenfchast Gießen E. G. m. b. H. Ordentliche Jahresversammlung Dienstag den 10. Dezember 1918, abends 8Ubr, in den Geschäftsräumen der Allgcm. Ortskrankenkaffe lLudwlgstraße 12). Tagesordnung 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. Auslösung der Genossen,chatt rum Zwecke der Ber. schmelzung mit der „Baugenossenschaft 1894 . Um vollzähUges Erftbeinen unserer Mitglieder wird gebeten " Der I. Vorsitzende des Aufstchtsrates. Dr. Rosenberg. &298IJ Rud.H.Grams,M-lBg.,Leihgestern Installation*-Bureau für Elektrotechnik, Maschinen, Zentralheizungen, Gas- und Wasserleitung, Umarbeitung von Gas- lüstem für elektr. Läutewerke, Blitzableiter- und 1 elephon Anlagen usw. Uebernahme uud Lieferung kompletter Anlagen. Begutachtung, Projektierung, Berechnung und Vervielfältigungen aller Art. Alle elnschläglichen Reparaturen unter promptester Bedienung und billigster Berechnung. ( ,tms = Es® ölfsf — 4 45 — 55 — 65 Pf. 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Mäßige Preise! 21bm?$t r,on - ßjaSMtn Holzschtthe und Pantinen t. größter Auswahl emyflehlt Ludwig Kohlermann BleieliÜrake 12. Mat ttial [. elektrische Installationen in allcrbeuer Qualität bet Carl Schnnck Bahnbosstr. S1. m»«» Gießener Eisverein (E. V.) Eintrittsgeld 1 Mark, Jahresbeitrag 3 Mark. Derselbe wird von Herrn Loewer in den nächsten Tagen erhoben. Weitere Beikarten ä 50 Pf. wolle man gleich beim Vereinsdiener eninehme». Beikarten können nur für die HauS- ! landsmttglieder der engeren Familie verlangt werden und find nicht libertragbar. Mißbräuchliche Benutzang dieser Karten zieht zunächst den sofortigen Ausschluß aus dem Verein nach sich und wird gegebenenfalls gerichtlich verfolgt. Anmeldungen können beim Berein»- bleuer oder auch bei Herrn (Srntt Baller, Mäusburg 11, erfolgen. Gießen, den 30. November 1918. 9268V Der Vorsitzende PsndkmßkizkrNzr« i» Wa. 3n dieser Woche werden je 100 Pferde am Mittwoch und Zreitag am Schlachtviehhof in Gießen versteigert. Donnerstag und Samstag keine Versteigerung. Die pferdetommisfio«. !B7flD Versteigerung. Mittwoch den 4. Dez. 19*18, beginnend vorm. l O Ubr, sollen in; Kriegsgefangenenlager Gießen m;f dem Trieb östlicher Teil 78 Läuferschweiue, 2 Saaner-Zregen öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert lverba«. ^»D Kommandantur deS^KriegSaefangeuenlM«er-. Zigaretten billig. Postpaket sofort franko. 1009 Stäck . . . m. 75.- Persandunkosten. geg. Voreinfendg. Wtk. 77.— Adolf L. Möller, Praakfnrl a. H. 9284ss Voslsach 187. FQrsf-undKolonialschule Miüenberg a. R3ain 1 ^ 3 « Unter fUrstfiiche • Protektorat. Oewissenhaftc Ausbildung. Sichere Anstellung^-Aussicht im Fritz Nowack Korsetten moderne Formen in allen Weiten °i„; ohne Betocseheln. Transport-Versicherung -egen Diebstahl und Beraubung von Postvakete«. Reisegepäck, Eil- und Frachtgut. Land-, Flu«° und Gee> trausport. Auch Teilschäden werden vergütet. , -,hv General ag entur Kugelmann, GjeBan. Nohlensparer L. S. B. B. 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Hildebrand Otto Wetter Wilhelm Klippert Otto Lotz Ludwig Göbel E. Klatyk Wilhelm Erb. Wieseck, den 2. Dezember 1918. Wilhelm Rohm Otto Becker Emil Schnabel Gust. Seibert Ludwig Werner Otto Schäfer Guft. Hildebrand Wilhelm Mank 07708 Allen Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nach* rieht, daß mein lieber guter Gatte, der treusorgende Vater seiner beiden Kinder, unser guter Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwäger u. Onkel Adolf Feix, Reserve-Lokomotivführer infolge schwerer Operation im blühenden Alter von 35 Jahren Samstag %11 LJhr sanft entschlafen ist. 07704] in tiefem Schmerz Hedwig Feix Wwc., geb. Orth nebst Kindern Gerhard und Helmut und alle Angehörigen. Gießen, Glaubrechtstraße 3, den 2. 12. 1918. Die Beerdigung ist Mittwoch mittag 3 Uhr auf dem neuen Friedhof. ly*: Danksagung. Für die uns bei dem Ableben unseres lieben Sohnes und Bruders erwiesene Teilnahme, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir herzlichen Dank. Zamilie Ruft. Eichen. den 2. Dezember 1918. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hiuscheiden meiner lieben Fran, meiner einzigen Tochter, sowie für die zahl, reichen Kranz- und Blumenspendcn sagen wir auf diesem Wege unfern herzlichsten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Ernst Rödel Fran Gustav Klein Wtv. Familie Andreas Rödel. Gießen, Krosdorfer Str. 28, d. 2. Dez. 1918. Heute morgen 7 Uhr entschlief plötzlich und unerwartet nach kurzem, schwerem Leiden uns r innigstgeliebter, braver Sohn, Bruder, Schwager, Onkel, Cousin und Pate Heinrich Rau im blühenden Alter von 17 Jahren, was wir Verwandten und Bekannten schmerzerfüllt mitteilen. Die tieftrauernden Eltern und Geschwister: Heinrich Ran und Fran Christiane »eh. Pansch Wilhelm Ran, z. Z. vermißt, and Familie Familie Ludwig Ran Karl Ran, z. Z. iu englischer Gefangenschaft. Wieseck, den 30. November 1918. Die Beerdigung findet Dienstag den 3. d. M. nachmittags 2 Uhr vom Trauerhause Kirchstraße aus statt. m 07891 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme bei dem Hinscheiden unseres lieben Sohnes und Bruders sagen wir aus diesem Wege unseren innigsten Dank. Insbesondere danken wir Herrn Pfarrer Schulte für die trostreichen Worte am Grabe, für die liebevolle Pflege der Krankenschwester sowie für die vielen Kranzspenden und allen denen, die ihm die letzte Ehre erwiesen haben. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Karl Wolf. Großen-Linden, den 26. Nov. 1918 •75*4 MaiMtht Wtshkiln geb. Key nock kurzem, schwerem Leiden im Alter von noch nicht 27 Jahren sanft entschlafen ist. In tiefer Trauer: Karl Hildesheim v/tb Kinder Karli und Röfi Familie Feh Witwe Familie Willy Fey. Lollar, den 2. Dezember 1918. ündet am 3. Dezember nachmittags 2 Uhr statt. 07709 Danksagung. Mr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir unseren innigsten Dank, insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Psarrerö Wagner am Grabe, ferner für die vielen Kranz- und Blumenspenden und allen denen, die unserem lieben Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen haben. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Kaspar Kumpf Witwe. Beuern, den 30. November 1918. 07637 VttMmac Sitte? öedmktt ücr öichmer Kmderfürforgel Beiträge nehmen an: 2352D Mitteldeutsche Crcdltbank Benncr cf Krumm, öahnhoMatze *) Leopold Mayer, vahnhoMatzc« _ J Jkuhr, Sonnenstratze 25 Schweller Anita Hermanns, frankfurter Str. 72 Habe meine Praxis wieder aufgenommen. Oscar Graef, Dentist Bahnhofstrasse 33 Sprechstunden vorm. 9-12, nachm. 2-5 Uhr. Danksagung. 8für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir unfern innigsten Dank, insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Sattler am Grabe, ferner für die vielen Kranz, und Blumenspenden »nd allen denen, dle unserer lieben Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen haben. W86 0m Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Lindenstruth I. Wieseck, den 2 Dezember 1918. «i habe Ich mein Geschäft wieder eröffnet. Ich halte mich meiner werten Kundschaft empfohlen. Elektrische Licht-, Kraft-, Telephon- und Telegraphenanlagen werdensachgemäß ausgefiihrt. Mai WM. ü-ttige L Statt besonderer Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Mann, unseren treusorgenden Vater, Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Paten Christian Dönges IV. nach kurzem, schwerem, mit großer Geduld getragenem Leiden Im Alter von 47 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. In tiefem Schmerz: latkirlai Dönges gib. Paasch Earl Dinges, z. Z. in Urlaub Kartllae Dönges nieder Dömges Kat har Iss Dliiee, Mutter FamUie Lsdvig Rlia ■ebet eilen Verwandten. Rodheim a. Bieber, Kinzenbach und in französ. Gefangenschaft, den 2. Dezember 1918. Die Beerdigung findet statt Dienstag den 3. Dezember um 3 Uhr. Bekanntmachung. i. st, Zwischenscheine wr die 5% Schuldverschrei bungen der VIII. Kriegsanleihe können o°m 2. Dezember d. Is. ab ln dle endgültigen Stücke mit ZtnSschetnen un.getauscht werden. Der Umtausch stndet bet der .Um tausch stelle für die Kriegsanleihen-. ©ertiiiWS, vebrenftrahe 22. statt. Auherdem übernehmen sämtliche Retchöbankanstalten mit Kaffen- einrichtung bis -um 1P. Juli 1919 die kostenfreie Vermittlung des Umtausches. Nach diesem Zeitpunkt können die Zwtschenscheine nur noch unmittelbar bet der .Um- tauschstelle für die Kriegsanleihen" in Berlin umgetauscht werden. Die Zwtschenscheine ffnd mit Verzeichnissen, in die ste nach den Beträgen und innerhalb dieser nach der Nummernfolge geordnet etnzutragen sind, während der Bor- mitragSdienststunden bet den genannten Stellen einzuretchen; Formulare zu den Ver- -etchntffen sind bet allen Reichsbankanstalten erhältlich. Firmen und Kaffen haben die von ihnen emgeretchten Zwtschenscheine recht- oberhalb der Stücknummer mit ihrem Firmenstempel zu versehen. 2. Der Umtausch der Zwifchenscheiue für die 4'/, % Tchatzanweilnugeu der VIII» Kriegsanleihe und für die 4*/,*/* Schatzanwcilungeu von 1918 Folge VIII stndet gemäb unserer Anfang d. MtS. veröffentlichten Bekanntmachung bereits seit de» 4 November 3s. bet der »Umtauschstelle für die Kriegsanleihen-, Berlin HV 8, Bebrenftrahe 2 E. sowie bei sämtlichen ReichSbankanstal en mit Kasseneinrichtung statt. Bon de« Zwtschenscheine« der früheren Kriegsanleihen ist eine gröbere Anzahl noch immer nicht in die endgültigen Stücke umgetauscht worden. Die Inhaber werden ausgefordert, diese Zwtschenscheine in ihrem eigenen Interesse möglichst bald bet der »Umtauschttelle für die Kriegsanleihen-. Berlin W 8. Bebrenttrabe 22, zum Umtausch etnzureichen. g^LIc B erlt r? im November 1918. Reichsbanlt-Direklarium. Hgvrnstetn. v. Grimm.