Nr. 28, Der G,ebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: chiehener^omiiirnblätteri Ktcistlctt für den Kreis Siehe», vezi gspreir: monntl.'I'if,1.35, viertel- ifibvlid) 4.05, durch Abhole- u. Zweigstellen mouall. Pik. 1.25. durch die Bost Dck. 4.05 oiertel« fährst ausschl. Beftellg. Ferniprech - Anschlüssen iürdie Sdirirtleihmqll2 Perlag,Weschäilss1elIe51 Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Sietzen. ,68. Jahrgang Freitag. 29. November,9,8 Postscheckkonto: Zranijurt a.M. ,,686 General-Anzeiger für Oberhesien vankoerkehr: Gewerbebank Siehen Zwillmgrrunddruck u.Verlag: vrühl'jche Unio.-Vuch- u.Steinörucferel R.Lange.Zchristleitung, Geschäftsstelle ».Druckerei: Zchulstr. Annahme von Anzeigen j. die Lagesnummer dis zum Nachmittag vorher ohne jedeBorbmdlichkeit Seilenpreise: für örtliche Anzeigen 25 Ui..für auswärtige 30 Pi., für Reklamen SDif.l.-nebft 20° 0 leut- rungs-ns hlofl; Ploßvor- schriii 20 % Aufschlag. Haupt'chri'tleiter: Aug. Goeß. Verantwortlich für Politik: Aug. Goey: für den übrigen Teil: 1>r. Reinhold Zenz; für den Anzecgeuteck: y. Beck; sämtlich in (vießen. Die Absichten der Hemde. Noch immer dauert die Ungewißheit über das, was Misere Feinde öorbafcot, fort. Vielleicht suchen sie Vorwände zum Erw- uwrsch in Deutschland. Dem: die zu gleicher Zeit von den Engländern mrd Franzosen erhobenen Nagen über den schlechten Zifftand ll>rer Gesungenen, die aus Dnttschland zurückkommen, verfolgen eine bestimmte Metliode. Unsere Waffenstillsbnrdsdelc- garion hält vergeblich entgegen, daß Tcutsäfimrd, das selbst die empfindlichsten Mängel leidet, nicht in der Lage ist, die von ihm entlassenen tzkiangenen besser zu nähren und zu kleiden. England will solche Erklärungen nicht annehmen, und in der französischen: Kammer wurden die anmaßendsten Forderungen laut. Aehnlich inacht man es bezüglich der von Deutschland auszuliesernden Massen, Geräte und Magen. Da ist nichts neu und gut genug. Teilungs- und Zerstückelungs pläne mögen bei den „Siegern" im Westen immer weiter um sich greifen. Deute heißt es, der bayerische Ministerpräsident Kurt Eisncr sei zu seinem Vorgehen gegeiz, Berlin von Bern aus beeinflußt worden, wo Clemenceau euren Vertreter für Sonderfricdensideen und Rheinbundspläne arbeiten lasse. Eisner begegnet in der gesamken^ deutschen ^ Presse, vor allen Dingen auch im „Vorwärts", schärfstem Widerspruch. Ob es etwas rurtzt, nochmals die Hilfe und Einsicht Wilsons zu erlitten, wie es die neugegriurdete deutsche demottattsche Partei in einem nack) Amerika gerichteten Frmkspruch tut, ist sel-r zweifelhaft. Teils sind wir damft einverstanden, daß eine zielbewußte, offnttlidje Abwehr der cnglisch- sranzösischen Methoden cinsetzt, teils empfindet man es demütigend, daß wir bei Meister Wilson, dessen wahre Gesinnungen wir noch nicht kennen, wiederum als gefügsamc und reumütige Bittsteller auftreten. Die grohe Seiegenheit. Von Professor M e s^s e r. Wir stehen vor einer Entscheidung von ungeheurer Tragweite: sollen die Kulturvölker und unser Volk mit ihnen einen mächtigen Schritt vonvärrs tun in eine neue weltgeschichtliche Epockn hinein, oder sollen sie jäh und hoffnungslos zurücksrnten in Zustände, aus denen sich die Besten, die wahren günstigen Führer, seit langem hinaussehnten? Soll aus der furchtbaren Katasttophe. des Weltkriegen ein neues Zeitalter erblühen, oder sollen alle die Ströme von Blut sinnlos vergossen, alle die unendlicher Opfer vergebens gebracht sein? Wird die Periode des rücksichtslosen nationalen Egoismus, der die Moral verneffrsnden Politik, der beständigen Kriegsbereitschaft überwunden iverden? Wird das militärische Zeitalter des Macktkampfes abgelöst werden durch eine Friedensperiode, in der die Bölkw zu jener Höbe der Selbstsuckch und Selbstbeschränkung sich auffckmftngcn, daß sie gewlllr sind, über widerstreftende Jn- reres'err nack- den Ideen der Gerechtigkeit und Billigkeit sich zu verständigen? Wird endliche die Riesensunrme von menschlcck>en Kräften, 'die bisher jahraus, zahrein beschäftigt war, .die Massen- rötung von Menschen voiAubereiten. frei werden zu wcrklülxr Kulttrvarbeit, die vor allem auch den 2lermsten menschenwürdige DaseinSbedingungen sichert? Wird man mehr Zeit und Kraft haben, gesunde Wohnungen zu bauen, als Panzerschiffe und Riesenkanonen? ^ t . . Die Sieger im Weltkrieg haben es in der Hand, alle diese fragen zu entscheiden. Mißbrauchen sie ihre Gewalt, lassen sie durchs bloßen Ri achttrieb oder gar durch Mchsucht sich, bestimmen, so wird ein furchtbarer Daß in den imterlegenen Völkern sich errrfressen. Ms verruchte^Deuck>- ler werden jene erscheinen, die unter dem Banner der Freiheit und Gerechtigkeit gegen uns zn Feld zogen, die feierlich erklärten, sie ivollten nicht das deutsche Volk unterdrücken, sondern es vom Militarismus erlösen. Die Ideale der Völkerversöhnung, des Manschlheftsbundes. des ewigen Friedens, die sett langem gerade- unter Deutschen so überzeugte Anhänger gefunden, würden dann als leere, ja gefährliche Träumereien allgemein verhöhnt werden. Gültig bleiben sie darum doch: deiru es ist vernünftig, d. h. objektiv irertvoll, daß menschlich^ Gemeinschaften ihre Jnteressen- kcmflikte durch Verständigung und nickü durch ONvalt zum Austtag bringen. Wird diesmal die große Gelegenlzeit verpaßt, ttotz all der furchtbarm Erstrhrungen über' Wesen und Folgen der Gewalt und des Krieges, so tvird die Menschheit durch) erneute, noch entsetzlichere Erfahrungen schließlich doch zur Verwirklichung lener Ideale getrieben werden. Und ivie die Sieger im Weltkriog, so stehen die ^reger in der deutschen Revolution vor der Wahl, sich für die nackte Gewalt oder für die Gerechtigkeit zu entscheiden. Werden die, welck-e bisher über die Ungerechtigkeiten der bestel>enden Staats- und Gesellschaftsordnimo flammende Klage gefühtt lmd Gerechtigkeit verlangt haben, werden sie nunmehr die Gewaltherrschaft einer einzelnen Klasse aufrichten? Das würde die Entrechtung wertester Volksschichten bedeuten und Zustände schaffen, deren Ungerechte fett alles Bisherige weit überttäfe. Oder werden sie die Ideale der Gerechtigkeit und Brüderlick)- keit. zu denen sie sich bekannt, ernst und ehrlich vettvirklichen? Das würde ihnen die Herzen von Hunderttausenden zufübren. die bisher aus Vorurteil oder Unglauben misstrauisch' oder ablehnend schien gegenüber standen. Ein neues Zeitalter könnte dann erblühen, in dem alle den Staat nicht mehr als etwas Gleichgültiges, Fremdes oder Dri'ickendes. sonderrr als ihre eigenste Sache, ihre wichtigste Aufgabe empfänden. Vor ungeheurer Entsckreidung stellen die Machthaber der Welt und Deutschlands: werden sie sich ihrer vollen Verantwortung be^viisst sein? Werden sie — rücttoärtsgewandt — dem Rachetrieb nackrgeben oder sich entschlossen vorwärts wenden znm Aufbau eines Neuen, noch nie Verwirklichten. aber längst Ersehnten?! Die kommende Friedenskonferenz. London. 27. Nov. m w>r- bereitet sein. Gelegentlich des Besuchs Clemenceans in London wird er sich mit Lloyd George über den Termin dos Zusammentritts der FricdenÄdnferenz besprechen.. London, 26. Nov. fWTB.) Reuter. „Evening Standard" erfährt cuis zuvertässiyec Qilrlle, daß ein Pirnkt der Tagesordnung der Fricdenskonfereu ^.die Erwäguag der Pvsit oi d's Exkaisers, des Exkronprillzen nno arrd-rer Per,önlichtei1cn bilden werde nnt der Absicht, sie wegen ihrer nährend deS Krieges gegen das Völkerrecht begangenen Vergehen gerichtlich zur Vcrant- worttrng zu ziehen. 27 d-nttsche U-Boote kamen heute in Darwich an. Damit erhöht sich di^ 6>esamtzal)l der abg-lieferten U-Boote auf 114. i. Köln. 28. Nov. lTrahm.) Die „Köln. Bolksztg." meldet mrs Genf: ..Progres" meldet aus Paris: Wälirercd bereits prnch- volle Hotels für die Bertteter einzelner Staaten bei den nationalistif cheii! Geistes über die Zukunft unseres Volkes und über die Zukunft der Welt entscheiden follen. Wir lieben unser an wunderbaren Eigenschaften reiches Volk in seinen Leiden iwch invhr, als wir es in seinem Glück geliebt k-aben. Wir ersuchen Sie, Herr Präsidertt, nicht zu dulden, daß dieses Volk von den berauschten G.'gnern in imsagbares Elend gestoßen mrd die repicblikanische Freiheit im neuen Deuffchland unter Trünnnern begraben wird. Das Bcrtzaltcn Kurt Ersrtcrs. Berlin. 28. Nov. (WTB.) Gegenüber dem Berlnngen des dayrisck/ei: Pollsbeaustvagien Kurt Eisner, daß nur un- t o in p r o m i 1 t i e r t e M ä n n e r cnt>en Eingreifen Rußlands. Mls dieser Ueberzengrmg hat Eisner auch di? volle Konsequenz gezogen. Er hat nickst nur die Meldung übermittl-lt. daß der .Krieg unvermeidlich sei. sondern in der dringlichsten Weise ims versichert, daß der Kriegsausbruch lediglich die Sckruld Rußlands sei. Es gälte deWalb mit aller Mackst innerl-alb der Partei dahin zn wirken, daß sich die Sozialdemokratie bei Ausbnich des Krieges hinter die Regierstelle und die Kriegskredite bewillige. Eisner bat uns ausdrücklich, auf alle Uns erreich baren dlbgevrdnelen in diesem Sinne einzuwirken. Die Haltung der Frontsoldatenräte. Berlin, 27. Nov. (WTB.) Ter Vollzugsaussckmß des Sol- datenrates bei der Obersten Heeresleitung richtete beule an den Vollzugsrat des Arbeiter- und SoldatenrateS Groß- Mwlin folgenden Fernspruch: „Der Soldatenrat bei der Obersten Heeresl-fttung begrüßt freudig die Einberufung einer Delegierlen- versammlung aller Arbeiter- und .Soldatenräte Deutschlands auf den 16. Tezenldw nach Berlin. Er hofft aus Verstäudiginuz und geineiusanie Arbeit mit dem in Ems am 1. Dezember zu wählenden Vollzugsrat der Soldatenräte d-s Frontheeres und erwartet die Zulassung eirws Vertreters zu je 100 000 Feldsoldaten zur Tagung Die Soldatenräte der Front haben sich der Regierimg Ebert-Haase in übenviegnid-w Mehrz wünschen b c baldmöglichst Einberufung einer versasftiuggelienleu Nationalversammlung. Alle T^ertteter d"r Front lehmm einmütig jachen Versuch ab, das Heer für monaichisch- Reaktion oder bolschtvistffchen Terror zu ge- bvauchm. Der Voflzugs-.russchuß des Soldat' nrates l'ei der Obersten HeeresÜfttung. Antesiöerger, 1. Vorsitzender, Weckerle, 2. Vorsitzender." Tie deutschen Befehlshaber an der Ostfront. Kowno, 28. Nov. (WTB.) Der „Zürcher Anzmg^-r" brachte eine litauisch)e Meldung, nronach der ans den Friedi-nsverhand- limgen von Brest allgemein bekannte Gimeral H v f f m a n n in der Festtmg Kowno inid Prinz Leopold von Bayeni in einem Torfe ht der Nähe von Kdwno interniert sein sollten. Wie wir von zuftändigc-r Stelle höiun, ist die Meldung glatt crlundeu. .General Hojluiann steht nach wie vor auj seinem verantwortunAsvollen Posten, undt Prinz Leopold von Bayern ist immer noch, und nicht nur dem Namen nach Oberbefehlshaber der Truppen en Vertreter namens der britischen Regierung die ernste Be- schroerde daß die britischen Gefangenen an der We,ttwnt nicht ordnungsgemäß übergeben würden, sondern halb verhungert, krank und ohne genügende Kleidung in den Linien der Alliierten antangten. Tie Erklärung der deutschen Delegierten, daß die ordnungsmäßige Uebergabe wegen der durch die Wassenstillstandsbe- dingungen ausgezwungenen überstürzten Räumung nicht mö glich sei, daß ferner viele Gefangene entlausen oder von revolutionären Elementen besreft wurden, wurde von den englischen Vertretern nick« anerkannt. Sie erklärten vielmehr, daß sie die deutschen Be- liördeir olme Rücksicht aus die inneren Verhältnisse voll veiantwort- tidi machen, und daß die britische Regierung mit Rücksicht aus die Erregung der öffentlichen Meinung in England, wem^ nicht Abhilfe geschaffen werde, die Feindseligkeiten wieder eröffne. Demgegenüber ist darauf hinzuweisen, daß von deutsck)er Seite alles geschieht, um di^ ordnungsmäßige Heimsthafftrng der englischen und übrigen Kriegsgefangenen herbeizuführen, und daß durch die daraufhin getroffenen Maßnahmen die Durchführung des geregelten Llbtrans Portes dieser Ge-'angenen sicher gestellt und bereits in erheblichem Umfange bewerkstelligt wurde. Die konstituierende Nationalaersammlung für Dentsch-Qesterreich. Wien, 27. Nov. (WTB.) Nickchrnttlich. In der heutigen Sitzung der Nationalverfammlung wurde ein Gesetzentwurf einge- brackt, durch den die konstituierende Nationalversammlung auf den 1. März 1919 nach Wien einbernfen wird. Die Wahl für die konstituierende Nationalverscnnmlung wird durch- den Staatsrat aus einen Sonntag Ende Januar oder Anfang Februar ausgeschrieben werden. Ter Entwurf beruht auf dem Prvporttonalsystrm mit gebundeirer Parteilistr. Insgesamt sind für alle Gebiete Deutsch--Oesterreul>s 38 Wahlkreise vvrgchehen mit 210 Mandaten, indem entsprechend der Bevölkernngszahl aus je 48 000 Einwohner ein Llbgeordneter entfällt. Llnßerdem sind fünf Mandate für die Brunner, Olmützer und Fglauer Sfnach- inseln vorgesehen, welche Bestimmung erst in Kraft treten soll- nackdem über die Wlage von nationalen Katastern in diesen G.'bftten «ine Dereinbarnng mtt dem tschecho-slowakisck-en Staat g-schlossen sein wird. Wahlbereckstigt ist jeder deutsch-österreichische Staatsbürger ohne Unterschied des Geschlechts, der am Tage der Wahl großjährig ist oder während der Zähre 1914 bis 1918 Kriegsdienste leistete. Wählbar ist.ohne Unterschied des Geschlechts jeder wahlbereck-tigtc deutsch>-österreichische Staatsbürger, der das 30. Lebensjahr zurückgelegt hat. 2ln$ dem Neiche. Nnttrftichung »vegcffl der Br^indlung der Kriegsgefangene« in Deutschland. Ber lin , 27. Nov. (WTB.) Ter Rat der Bolksbeauftragten beschloß die Einsetzung einer Immission zur Untersnchüngj der Anklagen wegen der völkerrechtswidrigen Behandlung der Kriegsgefangenen in Deutschland. Tie Kommission erhält das Recht, zur Vereidigung von Zeugen bk Gerichte in Anspruch zn nehmen und die Schuldigen, ohne Anseben ^der Person, vorbehaltlich etwaiger strasrechllicher^ Verfolgimg, ohne Pension aus ^>em Heere zu stoßen. Die Kvmmiüion nimmt ihre Arbeit sckwn in den nächsten Tagen auf. Die deutsch^ Waffenstillstandskonrmission. Staatssekretär Erzberger. Aufhebung der geisttichen Schulaus,icht in Preußen. Berlin, 28. Nov. Das Ministerium für Wissenschaft mü» Volksbildung verordnet: 1. Tie geisllick>e Ortsschulaufftcht in Preußen ist von heute ab aufgehoben. 2. Die bisherigen Inhaber bleiben solange im Amt, H5 ihre Befugnisse durch die Kreis, chulinspeklionen übernommen sein werden. 3. Die Uebernähme ist imoerzüglich nr die Wege zu leiten und muß am 31. Dezember 1918 al^'schloffen sein. Die Dervrdmrng tritt mit dem Ta->? der Verkündung in Kraft. Dir Pressofreihnl. Berlin, 27. Nov. lWTB.) Ter Rat der VolkSboauftrasten hat sofort bei Uebernahme der Regierung vollkommenePreß- sreiheit verkündet. Es ist deshalb mrzulässig, daß von den Arbeiter- und Soldatcnräten oder irgend»veläien anderen Stellen in die Pressefteiheit cingc'mssen wird. Die neuen Parteien. Berlin 28. Nov. (WTB.) TXr Ausschuß des Dentsche« Bauernbundes beschloß ennnütig den Abschluß eines Wa hl - bündnisses mit der deutschen demokratischen Partei .da nur eine bürgerliche aPrtei, die entschieden de.iwkwtisch Knickstet sei, bei der heutiinw Volksströmung Aussicht I?abe. sovicke anden, darüber hinaus zu gehen, ist der Soldatenrat nicht kompetent. Im übrigen ist von den Wünschen der Kameraden der hessischen und Reichsregierung Kenntnis gegeben. Der Soldatenrat. I. A.: Schindlmeier. Tie Kriegsgefangenen. ^ Auf einem Gang nach dem Bahnhof begegnete ich einem ^.ranspyrt^ französischer Gefangener, die zwar diesmal nicht dio Marseillaise sangen, wie ich es neulich gehört habe, aber in ihrer Mitte hoch erhoben die über metergroße Trikolore trugen. KMrt es denn keine AusfickstsbeHörde mehr, die den Hohn der Franzosen den geschlagenen Deutscl>en gegenüber empfindet, der es sie wagen läßt, an unseren heimkehrenden Truppen vorder mit den im Winde flatternden französischen Farben vorüberzuziehen? Es reiht sich dies würdig an das traurige Schauspiel der Kull-Tienite leistenden Kindersck-ar, die bettelnd hinter den Fran- zolcntrupps herläuft,^ um deren Gepäck nach oder von dem Lagers zu fahren, während für unsere schwerbepackten müden Krieger sich keine Hand rlchrt, um ihnen zu helfen, ihre Tornister rmd ihft Gepäck, wenn sie von dem Marsckie ermattet an der Realschule ankommen, auf derselben Straße nach dem Bahnhof zu schaffen. . Durch.welche schwere Lehren müssen wir nock) gehen, bevor sich unser Volk die Selbstachtung erwerben wird, durch die es allein einen »vürdigen Platz in der Welt einnehmen kann. Letzte Hadiricbtctt. Hindenburg ati das Herr. Berlin, 28. Nov. Hindenburg richtete folgenden Aufruf an das Feldheer: Soldaten, die Ihr mehr als vier Jahre lang tre^ in Feindesland ausgehalten habt, denkt daran, wtt unendlich wichttg es für Herr imd Heimat ist, daß sich die Rückführung ders Armeen und die Entlasfmrg ihrer VerLände in voller Ruhe und Ordnung vollziehen. ?iur wenn jeder einzelne von Euch weu auf seinem Posten bleibt, bis die Stunde der Entlassung aus den! Reihen des Heeres für ihn gekommen ist, wird es gelingen, düi mannigfachen Reibungen zu überwinden, welche die Rücksühimng! solch gewaltiger Heeresmassen mit sich bringt. Soldaten, die Jho so oft in Zeiten des Kampfes selbstlos Euer eigenes Ich dem Wohle des Ganzen untergeordnet habt, vergaßt auch jetzt nicht, daß die Heimat in letzttr Stunde von Euch Opfer fordert. Sie sind Oering gegenüber alldem, was Ihr in den> vier langen Jahren des Krieges geleistet habt. Alles außer den Jahrgängen 1896 bis 1899, die zunächst bei den Fahnen bleiben, soll so schnell wie möglich entlassen werden. Laßt Euch nicht verführen, vorzeitig und eigenmächlig Euren Truppenteil zu verlassen. Vergcgenwär- ttgt Eucki stets, zu welchen Schwierigkeiten bei der Unterbringung und Verpflegung sowie im Abtransport es kommen muß, wenn jeder einzelne von Euch regellos nach Hause strebt. Die Ordnung zusammenzuhalten, ist jetzt wichtiger denn j e. Nur so wird die glatte Zurückführung des Feldheeres nach deft ölllich des Rheins zunächst vorgesehenen Unterbringungsräumen! möglich sein. Von dort ist die Leitung der Verbände mft der Eisenbahn oder durch Fußmarsch zu den Ersatztruppenteilen vorge-^ -lehen. Mit Rücksicht auf die große Anhäufung von Truppen rmd beschränkte Transportmöglichkeiten kann dies ran: allmählich er* folgen. Längere oder kürzere Wartezeiten bei oft beschränktest Unterkunft iverden sich für manche Formationen nicht vermeiden^ lassen. Auch Ihr habt Geduld und Berttauen. Es wird jeder von Euch so frühzeitig zu seinem Ersatztruppentell befördert werden^ als die Umstände es gestatten. Keiner von Euch wird vergessen! Seid versichert daß die Oberste Heeresleitung in Verbindung mft den Heimatstellen alles aufbietet, um Euch so bald als möglich Euren Angehörigen zuzuführen. Tpch eins tut not hierbei: Ruhe und Ordnung! (gez.) von Hindenburg. Keine Verlegunn des Hauptlnrortiers. Berlin, 28. Nov. Ueber die aus der Tagung der Berliner Arbeiterräte geforderte Verlegung des Großen Hauptguartters» von Kassel nach Berlfti wird von zuständiger Stelle in Wilhelmshöhe mftgeteilt, daß eine Uebersiedelurvg nach Berlin) im Augenblick nicht für zweckmäßig gehalten wird, soll auch fernerhin die Demobilmachung des gesamten Feldheeres reibungslos durchgeführt werden Diese Durchführung erfordert das Verbleiben des jGroßien Hauptquartiers in Wilhelmshöhe mindestens noch bis Weihnachten. Die Verlegung nach Berlin würde große Störungen in der Demobilmachung mit sich bringen, weil alsdann diele Befehle an die einzelnen Armeeoberkommandantcn, die nur durch Kraftwagen übermittelt werden können, empfindliche Verzögerungen erleiden müßten, da die Kraftwagen den Weg von Berlin nach Kassel unnötig machen müßten, wälirend jetzt die Befehlsüberttagung von Wilhelmshöhe an die Kommandanten verhÄtnismäßig leicht und ^»hne großen Zeitverlust ^^rchgeftllirt werden kann. Die Demobilmachung) sei bis jetzt glücklich durchgefühtt worden, und es bestehe die Hoffnung, daß auch weiterhin irgendwelche Schwierigkeiten nicht ein- treten würden. Eine Mißstimmung zwischen Berlin und der Obersten .Heeresleitung bestehe nicht. Die Oberste Heeresleitung wird solange in ihrem Amt bleiben, bis die gesamte DemobÜmackiiungj durchgeführt ist mid das .^driegsMinisterium wieder die gesamten! Militärverhällnisse übernehmen kann. Im übrigen wird noch er- llärt, daß die Hofftnmg bestehe, daß alle Truppenführer, die Zu- rückiührung der Truppen in die Heimat in engstem Einverständnis und Zusammenwirken mft der Reichsregicrung durchführen werden. Dr. David schwer erkrankt. Berlin, 28. Nov. (WTB.) Ter Unterstaatssekcetär im ?lus- wärtigen Amt Dr. David ist in Wiesbaden schwer erkrankt. Die Kaiserin in Holland. A m st e r b a m , 28. Nov. (WTB.) Tie früheredeutsche Kaiserin ist morgens in Macrrsbergen bei Utrecht angeö-mmen. Sie wurde am Bahnhofe vom Grafen Benftnck empfangen mit fuhr im Automobil nach Schloß Amerangen. Judenprogrom in Lnnberg. Berlin, 28. Nov. (WTB.) Die „B. Z. am Mittag" bringt einen ausführlichen Bericht ihres soeben aus Lemberg zurück- gekehrten Mitarbeiters Max Reiner über die I u d e n v r o g r o m e in Lemberg. Reiner war vom 1. bis 24. November in Lemberg eingeschlossen und erlebte den entsetzlichen Progrvm mit. In seinem Bericht heißt es: Schon in den ersten Stunden nach dem Einzüge der Polen am 22. November begannen im jüdischen Viertel Lembergs die Plünderungen. Die Plünderer litten Weinkeller en brachen und sich betnmken: sie wurden in diesem Zustande imm>erl blutdürstiger. Am 23. ^Lovember begann man mit Massenhaftenf Morden im Judenviertel. Zunächst begnügten sich polnische Legionäre damit, in den Sttraßen des Judenviiertels einzelne durch) die Straßen gehende Juden niederzuschlagen. Später begararen sie damit, die Juden zusammenzutreiben und in den Häusern familienweise abzuschlachten. Einige hundert Juden stürzten in ihrer Todesangst in die Synagoge und verbarrikadierten sich dort. Düj polnischen Legionäre umzingelten das alte Gebetshaus und legten) Feuer an. Während, das Bethans brannte, versuchten zahlreiche Juden aus den Fenstern des Gottesl-anses zu springen. Aber wer sich aus dem Fenster schivingen wollte, nmrde von den unten wartenden Legionären niedergesckwssen. Das Bethaus brannte vollstärui bia nieder. In ihm verkohlten mehr als hundert Juden. Dieses Vorgehen wurde von den Polen dann im Großen wiederholt. Das ganze Judenviertel^ wurde von den polnischen Legionären um-' zingelt, sämtliche Straßen abgesperrt und systematisch Haus fü^ Haus in Flammen gesetzt. Aus den brennenden Häusern stürzten jammernd^ und uni t Gnade flehend Männer, Frauen und Kinder auf die Straße. Sie wurden von den Legionäven durch Kolbenhiebe, Bajonettstiche rmd Gewehrschüsse getötet oder in die brennenden Häuser zurückgejagt. Am 23. November nackimittags lag der größte Teil des Judenviertels bereits in Trümmern. Etwa UM Personen dürften bei diesen Progrvnren rmrgekmnmen sein. Tic pdlnisck>e Bevölkerung Lembergs hat die Progcvme mit unverhohlener Befriedigung aufgenvmmen imd begnlßt. ^tachdrücklichst muß darauf hingewiesen werden, daß die Plünderungen und Piordtaten misschließlich vjou Angehörigen der polnischen Legion unter Leitung ihrer Offiziere ausgeführt wurden, daß das vvlniscl^ Kom mando von den Greueln gmrz gcumie Kenntnis hatte und nicky anschreften wollte. Amtlicher Teil. Ekn den OberdÄrgermeister zu Eiftzen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden ^eS Kreises. Nach soeben eingetroffener telographischchr Weisung der Landes-, rttfHf in Darmsiadt soll die Viehzählrmg am 4. Dezember doch Enden und sind die Vorbereitungen sogleich zu treffen. Wo? die Zählpapierr verspätet eintresjen, ist die Zählung alsbald nach Eintreffen der Papiere vorzunehmen. Im übrigen verweisen wir auf unser Wisschreiben vom 19. 11. 18 (s. .Äeisblatt Nr. 274 vom 21. Noveinber 1918). < , Gießen, den 28. November 1918. .Kreisamt Gießen. Dr. Usinger. Betr.; Demobilmachung; hier: Unterbrimgung von Truppen. An den Oberdürgernreister zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgcmei:rden des Reifes. Noch Niittcilwrg des stellt). Generalkommandos XI. A.-K. in Kassel werden sich die Truppen der Heeresgruppe 6 naich bereits zurückgelegten anstrengenden Märschen. m der Zeit vom 28. 11. 1918 ab in einer Stärke von etwa V~U Millionen Köpfen und 300 000 Pferden in Tagemärschen von etwa 15 Kilometer vmi dem Erebietc rechts des Rheines in der Richtung nach dem Bereich des XI. A.-K. vorwärts bewegen und dabei nnt Teilen wohl saint- liche Ortschaften des Kreises Gießen berühren und für Ouartier- stellung in Anspruch nehmen. Die Truppen müssen überall das erforderlicl-c Heiz-, Koch- und Beleuchllmgsmaterial vorsinden und ist ftir Herrichttmg des von den Truppen milgeführten oder zu empfangenden Verpslegungs Materials Sorge zu tragen. Als Heiz- und Kochmaterial kommt bei dem bestehenden Koh- lenmangel in erster Linie Holz in Betrackft, für Beleuchtung etwa vorhandenes Petroleum oder Gas, bzw. elektrisches Licht; in letzter Linie Kerzen. Die Unterbringung der marschierender! Truppen in gut erwärmten und erleuchteten Quartieren ist von höchster sozialer Bedeutung und mit allen Mitteln, gegebenenfalls mit Zwangsmaßnahmen nach dem Kriegsleistungsgesetz unter allen Umständen zu erreichen. Die schleunigst zu treffenden Maßnahmen dürfen keine Verzögerung durch irge nd we l che bureaukvcrtischen Rücksichten erleiden. Zu etwaigen Materialien-u^chren müssen Vorsparrnlei- stungen in weitgehendstem Maße in Anspruch genommen werden Wo Holz- oder Kohlenbestände nicht verfügbar sind, muß duoch sofortigen Holzeinschlag in Verbindung mit den Oberförstereien^ auch durch Reisigiammeln, geholfen werden. In den Ortschaften ist durch Aufschriften (Wegiveiser) deutlich erkennbar zu machen, an welchen Stellen die für die Truppen bereitgesrellten Holz- usw. Mengen niedergelegt sind, damit sie von den Truppen schnellstens erfaßt werden können, llkachdem di« K'riegsschmierölgesellsä-aft die Kerz^c freigegeben hat, kwin die Beschaffung von solchen im freie, Handel erfolgen. Außerdem sollen uns von einem Depot aus verfügbaren Beständen der Hceresverivaltung Kerzen überwiesen werden, die wir jedoch nur für den äußersten Notfall ausgeben werden. Weiter werden wir versuchen, bei dem Rcichskommissar für die Kvhlenverteilung die Ueberweisung von Brennstoff für Einguar- tierungszwecke an die Gemeinden zu erreichen, damit denselben eine Gewähr für einen gewissen Ersatz ihrer angegriffenen Bestände gegeben wird. Gießen, den 28. November 1918. Kreisamt Gießen. Dr. Ujinger. Verordnung. Über die Verhütung von §euä>en. Vom 20. November 1918. Auf Grund des Erlasses des Rates der Volksbeauftragten über die Erttchttmg des Tem-obilmachalngsamts vom 12. November 1918 wird zur Verhütung von Seuchen verordnet: 8 1. Sämtliche Angehörige des Heeres und der Marin« haben sich vor ihrer Entlassung einer ärztlichen Untersuchung auf das Vorl»andensein von Ungeziefer und übertragbaren Krankheiten zu unterziehen. Den zu diesem Zwecke ergehender Anordrmngen ist Folge zu leisten. 8 2. Wer bei der Untersuchung als behaftet mit Ungeziefer befunden wird, ist sobald als möglich zu entlausen. 8 3. Wer sich bei der ärztlichen Untersuchung als behaftet mit einer übertragbaren Krankheit, insbesondere einer Geschlechtskrank- hnt, erweist, wird in Lazarettbehandlung genommen, bis die Ansteckungsgefahr erloschen ist. Besteht bei dem Erkrankten 'Sovitpr für die Emlstllttmg der rrotwendigen Vorsichtsmaßregeln gegen die Verbreitung der Krankheit, so kann von einer Lazarettüberweisung abgesehen werden und dite Entlassung erfolgen. 4. SÜer vor seiner Entlassung einer Untersuchung der Im 1 bezeichnet«! Art nicht unterzogen worden ist, hat sich unverzüg. ich bei der nächsten erreichbaren militärischen Behörde oder bei der Ortsbelwrde seines Aufenthaltorts behufs .Herbeiführung der ärztlichen Untersuchung zu melden. Die Militär- oder Ortsbehörden haben die notwendigen Anordnungen für die Herbeiführung der ärztlichen Untersuchung und der im Anschluß hieran gemäß 8 2 und 8 3 erforderlichen Maßnahmen zu treffen. 8 5. Die Behandlung und Verpflegung der in Lazaretten Untergebrachten ist unentgeltlich. Im übrigen erhalten^ sie dieselben Bezüge wie erkra n kte Heeresangehörige. 2luch die Familien- Unterstützungen werden weitergezahlt. 8 6. Entlassene Angehörige des Heeres und der Marine, di« keine Bescheinigung darüber beibringen können, daß sie von Ungeziefer und übertragbaren Krankheiten ftei sind, dürfen von den Gemeinden nicht in Bürgerauartiere gelegt werden. 7, Diese Verordnung tritt sofort in Kraft, e r l i n , den 20. 9k>r^inber 1918. Reichsamt für die wirtschaftliche DevElnrachung. Koe th. Betr.: Verwertung gefallener Pferde. An den Oberbürgermeister zu Gießen. die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises, Polizeiamt Gießen und Gendarmerie des Kreises. Im Einverständnis mit der Heeresleitung hat das Miniftemrm des Innern mtgeortmet, daß verendet« Pferde von den Marsch- straßen entfernt und bei KadaververwertungÄrnstalten verwertet, nietergebrochene Fahrzeuge *um mindesten von den Straßen entfernt werden müssen. Gießen, den 28. November 1918. Kreisamt Gießen. Tr. U s i n a e r. M MickrsM MkutkSkr Kl Hm» Fglshgd Zvilts. Komcvr von A. H Adams. (18 (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Jgr wirb gckviß auch morgen nicht kommen!" entführ es ihr plötzlich „Er Krim mich um einen Tag Hinhalten, um einen ganzen Tag!" „Ich werde dafür sorgen, daß er morgen kommt," sagte Galahad mit einem Eifer, der ihn selbst in Erstaunen setzte. „Sie müssen ihn bringen," befahl sie; „versprechen Sie mir, daß Sie ihn bringen worden." In diesem Augenblick hatte Galahad vergessen, daß er jemals ein Joners gewesen war. Nebenbei gesagt, hatte er crrnch Em. . . und seine fünf Kinder vergessen. „Nun muß ich gehen," sagte sie, und aus ihrer Stimme, ihrer Halttmg spürte ihr fein fülliger Ritter eine seltsame Mattigkeit heraus. Es war, als ob ihre ganze Lebens- kvaft sich in dies Zusammentreffen ergossen hätte und als ob nun unter der Wucht ibrer Enttäuschung kaum noch die Kruft oder der Witte zu leben in ihr sei. Und er entsann sich auf seine besondere Weise, wie ihm eitles Abends in seinen eigenen Liebes tagen Kumute gewesen war, als Em z,u einem Stelldichein nicht erschienen war. Jedoch entsann er sich daß ihm damals nach einer Schüssel Austern und einer kleinen Masche Porter besser wurde. Aber Sibhl konnte sich natürlich nicht mit Porter trösven. Gr hielt es nicht für richtig, dergleichen vorzuschagen. „Sie erlauben mir, daß ich Sie zurückbeglieite?" wagte der Ritter ehrerbietig zu fragen. „O, wir könnten gesehen werden, und dann würden Sie erwischt." „Das ist mir gleich" sagte Galahad verwegen. Sie warf auf ihn wie aus einer unendlichen Höhe herab einen nougierigon, forschenden Blick — jenes ferne, fragende Anschauen war es, mit dem irgendein Gott geruhen mag, die ^vecklosen Possen eines Sterblichen zu betrachten. Dies beleibte, gewöhnliche und ältliche Aieuscl-enkind war wirklich tapfer, wenn auck sein Mut — für sie — ganz gleichgültig war. Jedoch dämmerte in ihrem Geist eine neue Auffassung seiner Person auf, die sie bestimmte, sich von ihrer Höhe herab an ihn zu lehnen und ihre schlanke, weiche Hand auf seinen Arm zu legen. „Ern kleines Stückchen durch den Baumweg," sagte sie willfahrend. „Es ist nett und tapfer von Ihnen." Innerlich jauchzend ob dieser göttlichen Herablassung, führte er sie nach dem Schatten der Baumsarne. Da fühlte er ihre Hand, die so leicht auf seinem Rockärmel ruhte — ein zarter Schmetterling von einer Hand? — erbittern, während sie gleichzeitig zusammenschauerte. Er sing sie auf und hielt rech ungeschckt ihre schmächtige, hilflose Gestalt in seinen rauhen Armen. Einen köstlichen AugenMick lang hrng ihr weicher Körper haltlos in seinen Armen. Dann raffte sie sich mit Anstrengung auf und stand aufrecht mit geschlossenen Augen da. „Es ist gut," sagte sie unter erneutem Zusammenschauern. „Ich glaubte ohnmächtig zu werden und wäre gefallen, wenn rvie mich nich zur rechen .Zeit gehalten hätten. Ich leide manchmal an solchen Anfällen. Ich bin nicht sehr kräftig. Ich daarLc Ihnen. Ich bin froh, daß Sie gekommen sind. Sie haben es gut gemacht." Und mit etnenc köstlichen kleinen Lächeln fügte sie hinzu: „Herr Ritter!" Ritter Galahad half chr den Baumweg entlang mit einem steifen Arm, darauf sie sich dankbar lebnte. Wo der Baumgang endete, stand sie still und nahm ihre kleine Hand von seinem Aermel fort. „Mir ist jetzt wieoer ganz Wohl," hauchte sie. ,Zch würde gefallsn sein, wenn Sie nicht gewesen wären." „Ich komme mit bis zur Dur," beharrte er. „Sie könnten gesehen werden. Darum Gutencuht und vielen Dank." „Das ist mir ;eyc gleich." Er kümmerte stch um nichts; es kam nicht in Betracht, was jetzt noch geschah. „Aber dmm iv-ürde für mich alles vorbei sein." „Ah!" Ritter Galahad sah, daß sein Dienst zu Ende mar. „Aber ich verlasse Sie jetzt sehr ur^ern," wagte er zu sagen. „Lassen Sie mich bis zur Türe mitkommen." Sie lächelte. „Es ist gac keine Tür da. Ick klettere die Feuerleiter von meinem Balkon herunter." Und er nahm die Hand, die sie ih-m^oeichde, icrcb führte sie an seinen borsttgen Schnurrbart. Sie beodacsttete ihn wieder mit jenem fernen, forschenden Blick. „Aber morgen," sagte sie, indem sie ihm plötzlich ihre Hano entzog, „morgen werden Sie ihn bringen." Und Galahad, der aus so rauhe Art aus all fernen Himmeln gestürzt wnroe, versprach es. Dann tat er, was nur ein Mann fertig bringt, und verdarb alles. „Es tut mir leid, daß Sie dachten ... er märe es." 'Fvttfetzmrg folgt. . Pelze! in vielerlei Arten zu mäßigen Preisen im CJJlbdebausQaJomoTi tr! W öttuen C 8Wa Vertreter tüchtig« tt steinige Leute für einen seit ca. 20 Jadren gut etngesützrren Pat.-Artikel ^esnebt. Leicht. Verkauf u. gut. Verd. Angeb a Rich.Kamchmann, War.-Ag. Darniitadt. Eine Frau % zum Kariosselschälen gesucht Hotel Schütz. Reisende auf Provision zum Besuch der Landwirte gesucht. Schr. Anaeb. unter 07546 an den Gienener Anzeiger. Tücht. Herren- und Damenschneider. Wer arbeitet noch einige Stück mit? 07542 _Kreve rt, Plockstrasze 7. Schuhmacher sofort gesucht. 07547 Sieber, Ludwigstr. 14. Aelterer, tüchtiger Feuerschmied, einige tüchtige Schlosser für Bau und Reparaturen landw. Maschinen gesucht. Kroriz Schirferstein. landw. Maschinen u. Geräte, Lich i. Qberb. la.«e PostiUion gesucht ' 9206 Posthalter Huhn. AsM-Lchrlistst mit guter Schulbildung zum baldigen Eintritt gesucht. Rcoi'k SchleferMteln, landw. '- Maschinen u. Geräte, Lich t. Oberh. (^c Fra» oder lelifitn zwennal in der Woche für einige Str>nden gesucht, «.s? Ludwigstrnße 41, II. St. Kräftige Frau oder Mädchen sNr Küchenhilfe g?s. Meid, werden abends geg. 6 Uhr entge engeuom. Volksküche, Walltorstrave 33. »202 Kiuderfräulein oder Kindergärtnerin für nachmittags gesucht. Vor- zustellen zu jeder.Leit, ans- geltoinmen von 3 bis 6 Uhr nachmittags »207 Babnbofstr. 37, II. Wir suchen zum sofortigen Eintritt zwei zuverlässige Pförtner. Angebote mit selbstgeschriebenem, ausführlichem Lebenslaus, Zeugnisabschriften,Lohnansprüchen usw. an H^yRgenstaedt & Comp., Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei A.-G., Giessen. »204D Zär.v«r»rLüi»?»»LL,n.Militär abgehend, sucht Stellung per 1.1.19 od. früher als ztorre- fpond. od. lin Buchhalt. Ang. unt. 07W9 a. d. Gietz. Anz. erb. Gröbere Anzahl Ordentl. sauber. Stunden- Mädchen für gleich gesucht. Ludwigstr. 561. 07573 Zuverlässiges Mädchen für einige Voruiittagsstunden sofort gesucht 07574 Stcpbanstraße 13,1. Züseklöjs. Mta für sofort oder bald gesucht. Cchmidt , Goekhestr . 2 3. Zuverlässiges Lausmädchcu für morgens gesucht. 07572 West-Anlage 4 4,2Tre vven. VSedi.. Wällebsu sofort gesucht. Zu erfr. i. d. Gcsch't. d. Gieß. Anz. 07560 HMMchkll für 1. Januar gesucht. Iusiizrat vr. Jung. Siahnhofitr. 46. < * 5 ”) Weg.Berheir.uns.Köchin, die 13 Zal>re bei uns war, Mädchen, das loch, kann u. wenn mögt. sch.i.c.grvü.Betrieb tät.w. Lr. !«bv»»t«rafc., Johannesftr-7 Stoßer, Blauchierer, Gerberei Treibriemen arbeiters.Schnhmacher werden sofort eingestellt. 9132V Mitteldeutsche Gerberei u.Riemen- fabrik A.-G., Wetzlar. Für ein größeres Bauerngut in Oberheffen wird zur Unterstützung der Hausfrau ein älteres, tüchtiges Httdchen (auch Witwe obne Anhang», welches die häuslichen Arbeiten verrich'.eu und ieiien kann, für sofort gesucht. Gest. Angebote erbeten Bicichstraße 24, I. 07456 Wegen 5krankheit fos. saub., gesundes Mädchen gesucht tagsüber oder ganz 07538 Goetbcitr. 31, L St. Ißüiicn (Kindt 9104 Babnbofstr. 62. Ein tüchtiges Mädchen für Zküche gesucht. Lupus-Heilstätte. S107V1 Kliniküraße 44. Ein in Küche und Hausarbeit erfahrenes Mädchen z. 1. Jan. 1919 aes. von Frau OberregierungSr. Welcker, Johann e str. 5. _ 912H Für »ofort 07505 zuvtrl.,siiubcnsMWen gut empfohlen, gesucht. Fran EmmeliuS, Neueir Baue 2st, I. Zum 1. Jan. od. früh, suche ich e'n tüchtiges zurerläfüa. Mädchen Az. L'L Frau H. Bender, 9163 LudwtgSplatz 10 p Ein tüchtige- Dienstmädchen zum baldigen Eintritt gesucht 9105 Kaiser--Allee 27. Tüchtiges, erfahrenes 8848 Dienstmädchen das auch eine Kuh melken kann, gesucht. Näheres durch Frau Koch, Weidengasse 9. Ordentl. Dienstmädchen sofort gesucht 07515 Marktplatz 5. Besseres erfahr. Mädchen sucht Stelle zum 1. Dez., am liebsten in kinderl. Haushalt. Angebote unter 07541 an den Gteßener Anzeiger erbeten. Zu verk.: 2 81oioL«rske>. tt leim. Herriakrages iW. 4£). 3-86*1 Bückingstr. 1. v. SBaalaawaa, fast neu. gut erh. Korbva0?e umzugSh. billig z. verk. Neustadt 51,1. 07580 Z jasoe. s fewer«, IrSodttga SlrLNsot. Fakrkftha Im 3. Kalb u. 1 äiaiaeat. Rind (Gelbsch.j, sämtl. züglest gefahren, stehen zum Berk, bei Paul Köbler. Lich lOberh.) (9198 Junge Legehühner zu verk. Alicettr. 27. <, 7K0 Hühner zu verkaufen. 075()0 Schloßgaste 9 p. Junger, edler, reinrassiger. Jagdhund zu verk. Schreiner,Seltersw.73. "" Mehrere GaSlampen u. ein eisernes Grabaitter zu verkaufen. (07570 Näh. BiSmarckttr. 14 11. Gut erhaltener Peddigrohr- Kinderwagen und Letuen- Nmlegkragen. Größe 39 bis 41, zu verkaufen. 07548 Wagenbach. Wetzsteinstrahe W. I. 8nt kkhslt. RiiiDenBügni zu verkauf. Wo? sagt die Ge- schäftsst. d. Gieh. Anz. (9173 . Fast neuer GaSberd z.verk. ^-t.Wctzlar.W.17111. «*« Fall neuer Kinder-Liege- wagenm.Gummirf., vreisw. z. verk. Rittergasse 11 Kleines WobnbauS, 2stöck., k‘i Zimmer, mit Küche. Stall, Obst-u. Gemüsegarten, sowie zirka 3000 qm Land, Nähe Giesten u. Bahn., evtl, auch ohne Land, zu verkaufen. Anfragen unter 07554 an den Gießener Anzeiger erberen. Gröbere 07576 MNz-LWÄliilig befand. Taler u. 3iubel enth., sowie Medaillen, zu verkauf. Moltkestraße 16. Vorm, bis 1L nachm, bis V»5 Uhr. Stelle Hotelsachmann. 29 Jahre, kaulionssäh.. wünscht Poüen als Geschäftsführer oder Büfett auf Rechnnng. Schr. Angebote unter 07497 an den Giegener Anzeiger erbeten. Lellift (Eolist) frei f. Ensemble. Näheres Wetzlarer Weg 11 , lll. Lin »sasa Saks, osasr klüasb- ek»3g| (Klubf.l, iow. 1 gut erh. 8iir!tas»«eag«n m.Gummiräd. z. vrk. krivkiriedutr. 7,1. onn 14 kar. gold. Damenubr 75 Mk.» Damenuhrkette 18u. 35 21tk., Staül-Tamenubr 2". Mk., Regulator 20 Mk.. Wandnbr 16 Mk. zu verk. Götbestrabe 25 v. 07579 Teppich, ca. 3x4 m, Tisch- dectc.neu, best, deutsche Fabr., zu verk. Näh. Heuchelbeim. Gienener Strafte. Wirtschaft Rinn. Nur Sonntags. 07575 Fast neuer Kodals - Apparat, Gr.4xü'/. bill. abzug. Kav- lanSgasse 27, Laden. 07549 3 » Bfcfauftn: Jgßfo 1 cleg. GaSlttster, 1 Kouv. Lexikon, Bücher u. Jugend- schr. Aalaar-Allaa U I. Keinr Einqnartittungsnot Ttrobiäcke. so lange Borrat reicht, zu haben der i^! M. Müvlstein, Gieße«, SelterSweg 83, Teleph. 5Ä2. ,ren aller Art, Uhl auch zerbrochene, kaust zum höchsten Werte Uhrmacherei Koch, Mühlsrr. 2. (*»,, SÄ Liharser #ofl)nnD (wenn mögt. Hündinl gesucht. Häute- u. Fcttverwertuntz, Gieften, West-Anlage 46 H: Volkskindergarten niüchte gebrauchtes, aber gut erhalt. Klavier billig gegen Barzahlung kaufen: Angeb. an Frau Martha SieverS» Gulenbergstr. 14. II. 91860 Gut erh. Klavier zu kaufen gef. Angeb. unt. Rr. 07&45 an den Gieß. Anz. ßlebrauchter eichener Bücherschrank und Schreibtisch zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote mit Preis u. 07568 an d. Äieftener Anzetg. erb. aus Familiew Uhren, Porzellan. Miniaturen usw. von Liebhabern zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebebote unter Nr. 9184 an den Meh. Anz. dann kaufen Sie sich sofort Enser Pastillen oder Sodener ,, Hotabarcer Pastillen Bsden-Üftdener „ Slran-Pastillen Salmiak- Wybert-Tabletten SUnffoI- „ Amol- „ div. Kasteas&rte in der 8879a Meriizinal-Orogerie ,^um Kreuzplatz“ Krensplats 9. Samt! öale Qaalttfiian ia Sch van, das Meter zu 20°°, 15®° u. 10°« Mark. i KM a QJTodehmss Qa/omon. a// r ü'wuaT iy 5cSMt£u.-e£* Krautsässer Krautständer Fleisch- uud Waschbütten in allen Größen emvsiehlt Wilh. Kohlermann Oopse Haarunterlag..Locken,DreheU sowie alle sonstigen Haararbeiten werden schön und dauerhaft angefertigt in dem Eperial'Damen'Frifier-». Haargeschäft Hermann plan! wwe. Seltersweg 8. "» KrffTP «s—»I- B * *«6««*- K l nifllce ,7 ok i!H>OOOr.k«v 3tm 4. November fiel nach vierjähriger, treuer Pflichterfüllung unser Bundesbruder cand. ior. HcinrichJakobi 8 A »mKGnEWitwe aktiv S. S. 1912 Leutnant der Res. in einem Feldart.-Regt., D Jnhibcr des Eisernen Kreuzes I. n. II. Kt. und der Hessischen Topferkeitsmedaillc. Burschenschaft Frankonia. Verwandten, freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dasi mein lieber, Mann, unser guier. treusorgender Bäte,; Wilhelm Janisch Fahrer bei einer Proviantkolonue Inhaber der Hessischen TapfcrteitSmedaille im Alter von 35 Jahren nach einer sich im Felde zugezogenen schweren Krankheit am Dienstag abend sanft entschlafen ist. In tiefem Schmerz: Marie Fanisch geb. Burkhardt nebst 3 Kindern. Gtetzen .Kaiser-Allee 8 ., Friedberg, Frankfurt. Bosiwmkel, Elpenrod, den 28. November 1918. Die Beerdigung sinder Sonntag nachmittag 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus starr. Statt jf&fr bkj'Mttll Anzeize. Gestern abend um 7 Uhr entschlief sanft dem Herrn unsere innigstgeliebte. Herzens- gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schivügerin und Tante 0758t nach vollendetem 74. Lebensjahr. In tiefem Schmerz: Fssiilie MtzbeSicr und Familie Zchmsrz nebft allen Angehörigen. Gießen (Hillebrandstr. 2), Großen-Buseck, Klein-Linden, Neu-Isenburg. Gunders- heim, Wiesbaden, den 28. Novbr. 1918. Die Beerdigung findet statt: Sonntag nachmittag 3^/2 Uhr auf dem neuen Friedhof. Städtischer Wildverkanf. m w? ij 011 städtischen Wildverkaussstellen, bei denen die Vorbestellung erfolgt rst, wird am Samstag den 30. d M. ans dre Bestelürus weise Wild fleisch gegen Ablieferung der Fleisch marken der abgegeben Ans den Wochenabschnitt entfallen oüO Gramm Der Verkauf findet von morgens 8 bis naannrttags 6 Uhr statt. Ueber incht rechtzeitig abgeholte Wüdmengen wrrd anderweit verfügt Gießen, den 28. November '1918. 9191L Der O berbürgermeisber (Lebensmittelamt). Bekanntmachung. Samstag den 3 0 . November 1918, vor- mrttags 11 Uhr, werden im Stadthaus — Zimmer f- t - 5 — I^Nchledene städtische Plätze zum Ver rauf von Chrrftbäumen, 2. die fi'ir den Weih nachtsmarktauf dem Lin den platzgewün sch ten Platze meistbietend vertxrchtet. Gießen, den 26. ^vember 1918. 9192L Der Oberbürgermeister: Keller. Todes-Anzeige. ^ . Hierdurch die traurige Mitteilung, das; mein lieber Mann, unser guter Baker, Schwiegervater, Grosivater und Urgrosivcner Christian Arnold im Alter von 78 Jahren heule morgen in dem Herrn sanft entschlafen ist. . In tiefer Trauer: Maria Arnold geb. Einhäuser nebst allen Angehörigen. Nödgen, den 27. November 1918. Beerdigung findet Samstag uachmirta 3 Uhr statt. 91 Heute morgen entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Schwager Johannes Menges !. Kriegsveteran von 1870/71 im 72. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Sophie Menge» geb. Leun Familie Engel Familie Hch. Menge», Gießen Großen-Lmden, den 28. November 1918. Die Beerdigung findet Sonntag den 1. Der. nachmittags 3% Uhr statt. 07503 Bekanntmachung hip der Familie,«Unterstützungen an «IÄ iMÄf 1 2 '"°""°-'°-- för a) Reicbsunlerrtiitzuug. An diejemgen, deren Namen beginnen mit: r S SamSlag den 30. November 1918. J — R Montag den 2 . Dezember 1918. ? lcn ^. n 3 den 3. Dezember 1918. vw Ol Wertere Unterstützung (Mietsznschusi). An dieiemgen, deren Nanien beginnen mit: A—HWhttmoü den 4. Dezember 1918. J K Donnerstag den 5. Dezember 1918. l t jJyreitöfl den 6 . Dezember 1918. c) Au Vermieter, die Mietbcträge abboleu: m « ^mslag den 7. Dezeinber 1918. bou?(ij.^.^^lun^f.nden o°„ 87,-1 Uhr im Stadt. n«nb-° v°r.-' Giesien, den 20. November 1918 9177 B Ter Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachung ?L.^tthnung der Stadt Gießen, des Stadterweite- rungsfvnds, des städttschen Elettrizitätswerks und der> Straßenbahn sowie des städtischen Gas- und Wasser- Dezember 1918 ab wäh- auf dem Stadthaus, Zimmer 16, zur Ginftcln offen. Es wirjb dies mit dem Ansügen ösfent- . $ nntgemcrcht, daß während der Offenlegungsfristz leder Betettigle Enrsrcht nehmen und schriftliche Bemer- ttrngen dazu bei dem Oberbürgermeister einreichen kann Gietzen, den 27. November 1918. 919ZZ _ Der Oberbü rgermeister: Keller. Gießener Hausfrauen - Verein. u»iÄÄr ntuWcr Ma.Ä-tÄL belk"' 7,l '~ 9 U»r °b-nd-, wtrd^s Mitbürger! Die Rückkehr unserer tapferen 116 er steht bevor. Für uns haben sie gekämpft, für uns ihr Leben in die Schanzen geschlagen. Latz uns ihnen in tiefer Dankbarkeit einen Herz lichen Empfang bereiten. Darum: spendet Liebesgaben insbesondere Zigarren, Zigaretten, Tabak, Pfeifen, Geld. Niemand schließe sich aus, auch die kleinste Gabe ist willkommen. Annahmestellen: Gewerbehans, Kirchstrahe 16 Kaufmann W.Kilbinger. SeltersweglyZ Kaufmann Kar! Röhr, vahnhosftratze §4 Geschäftsstelle des EiehenerAnzeig., Zcholstr.7 Geldspenden werden auch von sämtlichen hiesigen Banken und der Bezirkssparkasse entgegengenommen. 9,880 Der Sürgerrat für Stadt und Kreis Gietzen. Ihre Vermählung zeigen an Dipl.-Ing. Philipp Römheld und Frau Frieda geb. Münker Friedrichshütte b. Laubach (Oberhessen), November 1918 kicktlpielkauz, MÄ Neue ksworragenäe Künstlerkapsils. keute letzter Tag die üichtlpieI• 0per Der Waffenrdunied morgen Samstag das auserleiene ganz erflklafflge Künftier-Drama Der Harr * hat lie geküht 3 .d.ß. : heonfine Kühnberg. § Außerdem das heroorrag. Beiprogramm. M II Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir allen auf diesem Wege herzlichen Dank; insbesondere Herrn Pfarrer Eidenmüller für die trostreichen Worte am Grabe, ferner für alle Kranz- und Blnmenspenden, unseren herzlichsten Dank. Die tiesttaiittnöcn Hintttbliebcuen: Familie Foh. Lenz Familie Christian Weil. Klein-Linden, Betzberg, 27. Nov. 1918. -____ oitxe Volkskindergarfen. Waütorstraße 59 wird am Montag de» 2. Dez. ein Bolkökiudergarten eröffnet. Besuchszeit von vormittags 8 bis nachmittags 6 Uhr. Anmeldungen werden vom Tage^ der Eröffnung an daselbst bei der Leiteri n Frl.Rhumblcr enkgegen- genommen. ^ D er Kindergartenverein E. V. >amen u. Binder-Strümpfe / fo in allen Größen zu mäßigen Preisen im Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heinmanae unserer liebelt autcn Mutter und wronmntter saaen mir nur diesem Wege lui'ere.'i tlesiafsihltenTank. Insbesondere danken nur dem Herrn Pfarrer Preu scheu für die mmreicbni Worte am Grabe, ferner für d,e Frau .inenden und allen denen, die unserer teuren Entichlasencn die letzte Ehre erwiesen haben. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Schäfer V. kronrad Schäfer III. und Ki«der. Haufen, bcu 29. November 1918 07581 Trächtige ^tnton n^il Ktih« einschliehlich Leibesfrucht versichere man foiorl aeaen alle 6 )ehurtsverlusie (auch Kolik) bei der Gegr. 1883 Sr Hale^s^a“ Gegr. 1888 Vieiiversickernnssgesellsehaft a. 6 . zc Salle a. 8 . Billiae PrämienI Kei ne Nachzasilunaen: Vvt NlelittrtlsdNIkDN vol\ 9 PrflaiteiracliaahlTuig. Hobe Cntfchädiauna: so 0 /, für Muttertiere. . . 80° ^ für Foblen. Lisbor ,ezadttv Lu,« därUgnugen nUr 5 Rill. Mk. Ü^^'^^'clie Emvfehlnnaen von allen Setten.----- Auch Pferde-, Rinder-, Schweme- sowie Hengst- und andere Blehversicherunaen, ferner Ergän- zungSveruchernnien unzureichender OrtSkaffen werden übernommen. _ AnwkOnfte und Itamich koatenloti, ■aa wea<« zieh an äie Olrekl aa ln Halle a. S.. Wlt,ekl««atra3e 28 8712ss oder an öte 6esekkflsatelle Fraikfnrt am DIala, Iahnitrave *17 Tel. Hanza 2872 oder Ber reter J. Hng luana, 61eB»n, Gersei Hals, Olefea. Well. Vertreter a. Beizebeamte ttfceraUgesicht. auselegantem Astrachan od. Plüsch verfertigt finden Sie in großer Auswahl. (Kragen u. Haff ) Preislagen: Garnitur 75"«. —' 60«°, 40«°ML , IÄ a Besichtigen Sie unser J . r». PslzfInster! Sm&sb&t 1 ** FRITZ NOWACK Grosse Auswahl von geslrickton und gewebten Winter-Handschuhen rein wollene gestrickte Handschuhe j Paar 5.50 Mk. Sämtliche Handschuhe ohne Beziigscheii Schüne 4—t» - Zimmer- Wohnung für 15. Dez. gesucht. Angeb. unter 9003 an den Giesi. Anzeiaer. s>ir°wwn 3 bis 4 3 ‘-iiimfr= müfinünC.XtV'T!,^ Pferde. Angebote um. 9172 an den Giesiener Anzeiger. Kinderloses Ehepaar sucht hübsche 'Z* bis 3-Zimmcr- Wohnung. Sckr. An geb. unter 07:562 an den Giesi. Anz. Zwei ältere Herren suchen für sofort möblierte Schlafzimmer, am liebsten mit Wohnzimuter, zusammen od. auch einzeln. Schrift!. An- aehote itnter 07555 an den Giesi. Anzeiger erbeten. Aelterer Student sucht 1 oder 2 gefchmattvoll möblierte Zimmer. Schr. Angeb. unter 07:539 an den Giesi. Anzeiger erbeten. 8»t möbliertes Ammer evtl. Wohn- u. Schlafzimmer, Nähe der 5Ainiken, sofort gesucht. Atigebote unter 07544 ao den Giesiener Anzeiger. Student sucht möbliertes Zimnlcr mit Pension und eleklr. ^icht. Angebote mit Preisangabe unter 9195 an den Giesiener Anzeiger. Junger Herr, Akademiker, sucht sofort auf lange Zeit in Giesien oder Umgebung, nicht weiter als ca. S U Stunde Entfernung Fusigang. in absolut ruhiger, mögt, waldr Gegend,ein oderzwci tadellos möbl., grosie Zimmer mit Bad, clektr. Licht uiw. Garlendenutznng sehr eriv., evtl, volle Pens. Die Zimmer müssen schöne Auss. bieten u. es erl. sein, tagsüber Musik L" bcur. Gesi. Znschr. unter Nr. 0.v67 an den Giesi. Anz. Fritz Nowack Korsetten moderne Formen in allen Weiten o.^a ohne Beznff«cheln. Frisch gewässerten | Stockfisch emvsiehlt 9180 J. M. Schulhof Marktstr. 4. Tel. 119. Meine Kanstunjon befriedigen den verwöhntesten Priemer und sind im Geschmrck von Orlclnal-han« abnk nicht zu unters-heiden lOOStan^en 100M..50Stangen 52.50 M., Proben 2“)Sianfren frei Haus 27.50 M. Xaclm. 1 & n u t a bester Kautubnk-Ersatz in Stücken 100 Beutel 40 M., 50 Beutel 22 M. Postkolli D Beutel 11.50 M. Nachn. eiäazendo EegciaehianB tob Olilitäriiekörd&B. E. Scliroeder, Beriln 8148 _Frledricbstr. 30. Material f. elektrische Installationen tn allerbeuer O-ualität vei Carl Schunck Babukiosstr. 54. Holzschnhe »nd Pantinen i. grösiter Ansmalil emvsiehlt Ludwitj Kohlermann 6,34 Bleichftrahe lä. Habe» Sie schon meine neue reichhalt. Preisliste über Handtücher, Schürzen, Berufs- und andere Bekleiduuasgegcu- ttäude, Hausballnngsbe- darfs-, Waschmittel-, Toilette-, SchubbedarsSartikel usw. usw. mit sehr billigen Preisen erhalten? Wenn nicht, verlangen Sie dieselbe sofovt. Die erste Friedensweihnacht steht vor der Tür!.'! Infolge Transvorischwierigketten tut grötzke Eile not. 9194V ^ngnomvttis. D'smb.KW.MI Ausscballer usw. allerbeste Ausführung. Isolierrohro u. alle anderen Maierialien für elektrisch© Leitungen empfiehlt 07528 €arl Schnnck. K. 10/18. Donnerstag den 9. Januar 1910, vormittags 9'/, Ubr. soll aus hiesigem Amtsgericht. Zimmer 14. daS den Hein- rich Avvel Eheleuten zu- geschriebene Anwesen - Hoi- reite ^öwengasie 18—zwangs- weise versteigert werden. Die amtsgerichlliche Verfügung iit im OrtsgerichtSzimmer ösientlich auSgehängt. Giesien. den 8. Nov. 1918. Grosih. Orlsgericht. Simon. 8718B Verloren aus dem Wege znm Bahnhof Stevhanitr.—Riegelvtad— Frankfurter Str.—Wetzlarer Weg ein Militärvasi und eine Photographie. Bitte ehrlichen Finder, beides geg. hohe Belohn. Lrevlerftr.KIll. abgeben zu wollen. 9175 Stud. übern.Bcanfsicht. d. häusl.Älufg.ivorz.v Gvmn.1. Hon. mäsiig. Schr-Angeb. unt. 07470 an d. Giesi. Anzeig. erb. Dame sucht Anfangs- Unterricht in lateinisch. chrifll. Angeb. m.Preis unt. 0.563an d.Glesien.Anzeig.erb. Frauenarzt Dp. Noch, West Anlage 20. (o, 5 ln von Antlgnitälen. Möbeln, ganzest Einrichtungen. Alt- eisen, sowie allen von mir gesühNen Artikeln. 4955 ouis Rothenberger. ÜVereine! Verein für R sensnicle. Gegründet illvv. Samstag den 30. Nov. 1918. abends 8'/, Uhr, in der Gastwirtschaft Sauer Ge nei a l-Be rsa >n m lu n q. Um vollz. Erscheinen bittet 07556« Der Vorstand. Leitung Hermann Steingoettcr. Samstag den 30. Nov., abends 77. Ubr: 7. Frellai -Äbonaemant*- VerstfiUüag: 9196a Sßüomö We Schauspiel in 5 Akten von Sudcrmanu.